{"id":7199,"date":"2010-10-27T09:08:42","date_gmt":"2010-10-27T07:08:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7199"},"modified":"2010-10-27T09:08:42","modified_gmt":"2010-10-27T07:08:42","slug":"hinweise-des-tages-1257","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7199","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Saufen f&uuml;r die Lufthansa; Banker attackieren Regierung; Kapitalverbrechen; Ausbildungspakt; Vermittlungsgutscheine selten eingel&ouml;st; fristlose K&uuml;ndigung wegen eines Bagatelldelikts; Superreiche schaden der Wirtschaft; Deutschland Profiteur des Euro; auf Kosten der Versicherten; Heuschrecke zerlegt Automobilzulieferer; Gottes Bankster; die Verbraucher sollen es richten; Verfassungsklage im Atomstreit; keine Demonstrationsfreiheit gegen Castor; Elterngeld f&uuml;r Reiche wird gestrichen; deutsche Konzerne spenden f&uuml;r US-Klimaschutzgegner; Ausw&auml;rtiges Amt hob Fischers Nazi-Erlass auf; mehr Demokratie oder mehr Polizei; Stuttgart 21: Geld ist wurscht; Medien verlacht; Bertelsmann wehrt sich; Hochschulratswahl rechtswidrig; Abgeordnetenwatch erh&auml;lt keine Zusch&uuml;sse mehr; Phantom Integrationsverweigerer; wenig Hilfe f&uuml;r Afrika; nur Teilerfolge gegen den Hunger. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Saufen f&uuml;r die Lufthansa, kiffen f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Banker greifen Regierung scharf an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Heribert Prantl: Kapitalverbrechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Ausbildungspakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Vermittlungsgutscheine werden selten eingel&ouml;st<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Eine Rechtsprechungs&uuml;bersicht &uuml;ber die fristlose K&uuml;ndigung wegen eines Bagatelldelikts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Superreiche schaden der Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bert R&uuml;rup: &ldquo;Deutschland ist der Profiteur des Euro&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Auf Kosten der Versicherten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Heuschrecke zerlegt Automobilzulieferer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Gottes Bankster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Der Verbraucher soll es richten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Gr&uuml;ne drohen im Atomstreit mit Verfassungsklage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Castor-Transporte: Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit wird missachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Elterngeld f&uuml;r Reiche wird gestrichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Bayer, BASF und Eon: Deutsche Spenden f&uuml;r US-Klimaschutzgegner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Nachrufe f&uuml;r belastete Diplomaten: Ausw&auml;rtiges Amt hob Fischers Nazi-Erlass auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Mehr Demokratie wagen &ndash; oder viel mehr Polizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Ob das 10 oder 15 Milliarden kostet, kann Baden-W&uuml;rttemberg wurscht sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Deutsche Medien: Verlacht, verh&ouml;hnt und verspottet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Bertelsmann-Stiftung reagiert auf Kritik: &ldquo;Wir sind keine heimliche Regierung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">&ldquo;Wir setzen auf individuelle F&ouml;rderung statt auf Einheitsschule&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Hochschulratswahl war rechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Auf der Suche nach einem Phantom: Die Politik und die Integrationsverweigerer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung: Koop mit Abgeordnetenwatch beendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Wenig Hilfe f&uuml;r Westafrika unter Wasser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Nur Teilerfolge bei der Hungerbek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7199&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Saufen f&uuml;r die Lufthansa<\/strong><br>\nDer wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Paul Friedhoff, pl&auml;diert f&uuml;r eine Steuer proportional zum Alkoholgehalt eines Getr&auml;nks. Entlastet werden soll damit die Luftverkehrsindustrie. Die Union ist nicht komplett dagegen.<br>\n&bdquo;F&uuml;r ein Genussmittel mit einem Alkoholgehalt von 20 Prozent sollte eine Alkoholsteuer von 20 Prozent des Nettoverkaufspreises anfallen&ldquo;, zitiert die Zeitung aus einem Schreiben Friedhoffs.<br>\nAuf Bier mit 4,5 Prozent Alkoholgehalt w&uuml;rden demnach 4,5 Prozent Steuern vom Nettopreis anfallen, bei einer Flasche 45-prozentigen Wodkas w&auml;ren es dementsprechend 45 Prozent. Hinzu k&auml;me wie gehabt die Mehrwertsteuer.<br>\nDer FDP-Wirtschaftspolitiker wolle, &auml;hnlich wie bei der gerade von der Koalition beschlossenen Tabaksteuererh&ouml;hung, mit den Mehreinnahmen die Wirtschaft entlasten, diesmal zugunsten der Luftverkehrsindustrie. Friedhoff bef&uuml;rchte &bdquo;schwerwiegende Verwerfungen in der deutschen Wirtschaft&ldquo;, sollte die geplante Luftverkehrsabgabe tats&auml;chlich kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/saufen-fuer-die-lufthansa\/-\/1472596\/4776422\/-\/index.html%20\">FR<\/a>\n<p><strong>Konsequenterweise fordert attac:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kiffen f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie<\/strong><br>\nMit dem satirischen Vorschlag, Marihuana und andere weiche Drogen zu legalisieren, um mit den Steuereinnahmen weitere Industriezweige zu unterst&uuml;tzen, hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac seine scharfe Kritik an den aktuellen Pl&auml;nen der schwarz-gelben Koalition zum Sparpaket zum Ausdruck gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailansicht\/datum\/2010\/10\/26\/attac-fordert-kiffen-fuer-die-ruestungsindustrie-1\/?cHash=3ac850580275324c44a21dcb94eba18e%20\">attac<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p>Rudolf Hickel: <a href=\"\/upload\/pdf\/101027_rauchen_fuer_zement.pdf\">Rauchen f&uuml;r Zement [PDF &ndash; 12 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Banker greifen Regierung scharf an<\/strong><br>\nDeutschlands private Geldh&auml;user kritisieren den nationalen Alleingang bei der Bankenregulierung. Allerdings zeigt der Blick ins Ausland, dass sich ein Teil der Vorw&uuml;rfe kaum halten l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/alleingang-bei-regulierung-banker-greifen-regierung-scharf-an;2679832;0%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hier die <strong>Erkl&auml;rung im Wortlaut<\/strong>:<br>\nWir Unterzeichner haben gr&ouml;&szlig;te Sorge, dass die deutschen Banken durch die Ma&szlig;nahmen, die in diesen Tagen oft im nationalen Alleingang von der deutschen Politik beschlossen werden, international nicht mehr wettbewerbsf&auml;hig sein k&ouml;nnen. Die deutsche Kreditwirtschaft hat ihre<br>\nBelastungsgrenze erreicht.<br>\n&Uuml;ber die internationalen Eigenkapitalanforderungen hinaus belasten die Bankenabgabe, die neuen Finanzierungsanforderungen der Einlagensicherung und die geplante Finanzaktivit&auml;tssteuer die deutschen Banken. Die Bonusregelungen erschweren die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Banken zus&auml;tzlich erheblich.<br>\nFazit: Wir sind durch die nationale Gesetzgebung international nicht mehr konkurrenzf&auml;hig. Im Gegenteil, wir sind massiv schlechter gestellt.<br>\nEin gesunder Gewinn ist notwendig, um Kapital bilden zu k&ouml;nnen, das Wachstum der deutschen Wirtschaft zu finanzieren, um Innovationen zu f&ouml;rdern, um Arbeitspl&auml;tze zu erhalten &ndash; nur dann k&ouml;nnen wir k&uuml;nftige regulative Auflagen erf&uuml;llen und unser Gesch&auml;ft f&uuml;r die Zukunft entwickeln.<br>\nDie deutschen Banken fallen im internationalen Vergleich seit Jahren immer weiter zur&uuml;ck. Die deutsche Wirtschaft braucht &ndash; gerade im globalen Gesch&auml;ft &ndash; auch leistungsf&auml;hige deutsche Banken. Das muss im nationalen Interesse stehen. Wir fordern die Politik auf, sich hierzu zu bekennen und sich deutlich hinter die deutschen Banken zu stellen; im Sinne Deutschlands.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Andreas Schmitz.  Pr&auml;sident des Bundesverbandes deutscher Banken. Sprecher des Vorstandes<\/em><\/li>\n<li><em>HSBC Trinkaus &amp; Burkhardt AG, D&uuml;sseldorf<\/em><\/li>\n<li><em>Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstandes und des Group Executive Committee Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Mitglied des Pr&auml;sidiums<\/em><\/li>\n<li><em>Dr. Christian Olearius, Sprecher der pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter, M.M.Warburg &amp; CO KGaA, Hamburg, Mitglied des Pr&auml;sidiums<\/em><\/li>\n<li><em>Martin Blessing, Vorsitzender des Vorstandes Commerzbank AG, Frankfurt am Main<\/em><\/li>\n<li><em>Stefan J&uuml;tte, Vorsitzender des Vorstandes Deutsche Postbank AG, Bonn<\/em><\/li>\n<li><em>Dr. Michael Kemmer, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Bundesverband deutscher Banken, Berlin<\/em><\/li>\n<li><em>Dr. Thomas A. Lange, Sprecher des Vorstandes der NATIONALBANK AG, Essen<\/em><\/li>\n<li><em>Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter Joh. Berenberg, Gossler &amp; Co. KG, Hamburg<\/em><\/li>\n<li><em>Dr. Lutz Raettig, Director\/Gesch&auml;ftsleiter Morgan Stanley Bank International Ltd., Niederlassung Deutschland, Frankfurt am Main<\/em><\/li>\n<li><em>Dr. Wolf Schumacher Vorsitzender des Vorstandes Aareal Bank AG, Wiesbaden<\/em><\/li>\n<li><em>Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstandes UniCredit Bank AG, M&uuml;nchen<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ackermann hat mit seiner Deutschen Bank im zweiten Quartal 2010 einen Gewinn nach Steuern von 1,2 Milliarden erzielt, ein Plus zum Vorjahresquartal um 16%. Doch das reicht offenbar nicht. Man kann sicher sein, dass auch hier die Regierung einmal mehr den Bankern aus der Hand frisst und man alle Versprechen zu einer Bankenregulierung vergessen kann. Es ist die Methode, wie vor der Finanzkrise: Regulierung gef&auml;hrdet die &bdquo;internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;, deshalb statt gesetzliche Regulierung lieber wieder das Gesetz des Dschungels. Der &bdquo;Raubtierkapitalismus&ldquo; (Helmut Schmidt) zeigt seine Z&auml;hne und die Politik erstarrt vor Angst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Kapitalverbrechen<\/strong><br>\n&lsquo;Regress&rsquo; hei&szlig;t also das Zauberwort, das zum Schreckenswort wird f&uuml;r liederliche Bankmanager, Aufsichts- und Verwaltungsr&auml;te. Regress bedeutet Schadenersatz. Und f&uuml;r die Schadenersatzpflicht im Zivilrecht reicht eine grobe Pflichtverletzung, die leichter nachweisbar ist als der Sch&auml;digungsvorsatz im Strafrecht. Die Kapital-Vernichter in Regress nehmen: Das ist also das richtige Verfahren, um das l&auml;dierte Vertrauen der B&uuml;rger in Staat und Wirtschaft zu reparieren. Nat&uuml;rlich kann man bei einem Ex-Vorstand nicht die ganze Milliardensumme eintreiben, um die er Bank und Staat gesch&auml;digt hat, sondern nur einen kleinen Teil davon. Aber die Haftung mit dem Privatverm&ouml;gen wird Signalwirkung haben, mehr als eine l&auml;cherliche Strafe.<br>\nEs kann freilich nicht dabei bleiben, dass alle Schuld auf die Vorst&auml;nde geh&auml;uft wird, um so die Minister zu entlasten, die im Verwaltungsrat sa&szlig;en. Man muss gerecht bleiben: Wenn es so ist, dass die Politiker in den Gremien objektiv &uuml;berfordert sind, wenn sie die Aufsicht also gar nicht leisten k&ouml;nnen, die die Satzung von ihnen verlangt &ndash; dann m&uuml;ssen Satzung und Kontrollsystem schleunigst ge&auml;ndert werden. Wenn Verwaltungsr&auml;te aber vorwerfbar versagt haben &ndash; dann m&uuml;ssen sie pers&ouml;nlich haften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/desaster-bayernlb-das-kapitalverbrechen-1.1016382\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ausbildungspakt <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundesregierung knickt auf Druck der Arbeitgeber ein <\/strong><br>\nDie stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock wirft der Bundesregierung vor, auf Druck der Arbeitgeber eingeknickt zu sein und ihr Wort gegen&uuml;ber den Gewerkschaften nicht gehalten zu haben. Regierung und Arbeitgeber haben die historische Chance auf einen sozialen Konsens im Ausbildungspakt verspielt. &bdquo;Der DGB war bereit sich auf Grundlage der Einigung vom Montag im Interesse der jungen Menschen an dem Pakt zu beteiligen. Noch am sp&auml;ten Abend haben die Arbeitgeber-Verb&auml;nde mit neuen Forderungen zu Verschlechterungen beim Jugendarbeitsschutz und der Anerkennung von zweij&auml;hrigen Schmalspur-Ausbildungen die eigentlich schon abgeschlossenen Verhandlungen scheitern lassen&ldquo;, erkl&auml;rte Ingrid Sehrbrock. &bdquo;Die Gewerkschaften als Interessenvertreter der Jugendlichen sind den Arbeitgebern ein Dorn im Auge.&ldquo; Dass die Bundesregierung nun einen Pakt unter Ausschluss der Gewerkschaften unterzeichne, sei ein handfester Skandal. &bdquo;Einmal mehr l&auml;sst sich die Bundesregierung von der Wirtschaft ihre Politik ins Blatt diktieren. Dies geht auf Kosten der Ausbildungschancen der jungen Generation und damit der Zukunftsf&auml;higkeit unserer Gesellschaft&ldquo;, erkl&auml;rte Ingrid Sehrbrock.<br>\nDie stellvertretende DGB-Vorsitzende wirft den Pakt-Partnern vor, sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt weiterhin sch&ouml;n zu rechnen. &bdquo;Bundesregierung und Arbeitgeber sehen auch im Jahr 2010 mehr als 72.000 Jugendliche schon als versorgt an, auch wenn sie in berufsvorbereitenden Ma&szlig;nahmen, Praktika und Einstiegsqualifizierungen stecken. Und das, obwohl sie von der Bundesagentur als ausbildungsreif eingestuft wurden. Offenbar geht es den Pakt-Partnern mehr um eine &sbquo;Erfolgs-Bilanz&rsquo; auf ihrer Pressekonferenz als ernsthaft um die Ausbildung von jungen Fachkr&auml;ften&ldquo;, sagte Ingrid Sehrbrock. Bei solchen Jubel-Veranstaltungen w&uuml;rden die Gewerkschaften in der Tat st&ouml;ren.<br>\nDie Absicht der Bundesregierung und der Wirtschaft, die Schutzbestimmungen von minderj&auml;hrigen Auszubildenden zu &bdquo;Ausbildungshemmnissen&ldquo; zu erkl&auml;ren und diese zu Lasten der Jugendlichen zu verschlechtern, bezeichnete Sehrbrock als skandal&ouml;s. Sie verwies darauf, dass die Gastronomie-Branche, die besonders lautstark Verschlechterungen beim Jugendarbeitsschutz einklagt, schon heute 43 Prozent ihrer Ausbildungspl&auml;tze nicht mehr besetzen kann und die h&ouml;chsten Abbrecherquoten hat. &bdquo;Junge Auszubildende sind keine billigen K&uuml;chenhilfen. Betriebe werden junge Auszubildende nur dann gewinnen, wenn sie ihnen eine gute Ausbildung und echte Perspektiven bieten.&ldquo;<br>\nIngrid Sehrbrock kritisierte zudem den Vorschlag der Wirtschaft zweij&auml;hrige Schmalspur-Ausbildungen im Pakt festzuschreiben. Junge Menschen, die in ihrem Berufsleben den steigenden Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt gerecht werden m&uuml;ssen, brauchen eine umfassende Fach-Ausbildung und keine Kurz-Ausbildung. &bdquo;Falls es sich bei den Herren Hundt, Driftmann und Br&uuml;derle nicht herumgesprochen hat: Der Speiseeishersteller &ndash; in zwei Jahren ausgebildet &ndash; wird uns im globalen Wettbewerb nicht weiterhelfen. &sbquo;Eisdielen &ndash; Made in Germany&rsquo; werden nicht zum weltweiten Exportschlager. Mit nur 41 Ausbildungsvertr&auml;gen ist die Erprobung dieses Berufes ein Misserfolg&ldquo;, sagte Sehrbrock.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++90933f90-e0ea-11df-5cd2-00188b4dc422%20\">DGB<\/a><\/li>\n<p><strong>Siehe dazu: <\/strong><\/p>\n<li><strong>VIDEO &ndash; Ursula von der Leyen auf dem DGB-Bundeskongress im Mai 2010: Jugendarbeitsschutz nicht aufweichen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++a1081682-e0ec-11df-5cd2-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li>\n<strong>Ausbildungsmarktbilanz 2010: Hunderttausende Jugendliche ohne Lehrstelle nicht erfasst <\/strong><br>\nNach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit steigt die Zahl der Ausbildungspl&auml;tze, w&auml;hrend die Zahl der Bewerber sinkt: Auf den ersten Blick liest sich die heute ver&ouml;ffentlichte Ausbildungsmarktbilanz 2010 positiv. Die Bertelsmann Stiftung bem&auml;ngelt jedoch, dass mehrere hunderttausend Jugendliche ohne Ausbildungsplatz au&szlig;en vor bleiben: In der Statistik tauchen Ausbildungsplatzsuchende nicht auf, die eine Ma&szlig;nahme im so genannten &Uuml;bergangssystem absolvieren &ndash; obwohl sie auf diese Weise keinen Berufsabschluss erlangen k&ouml;nnen. Auch durch die demographische Entwicklung wird dieses Problem nicht gel&ouml;st: Prognosen des Nationalen Bildungsberichts zufolge stecken im Jahr 2025 immer noch eine Viertelmillion junge Menschen im &Uuml;bergangssystem fest, wenn das Ausbildungssystem nicht reformiert wird.<br>\nViele Jugendliche stehen ohne Ausbildungsplatz da und landen deshalb im &Uuml;bergangssystem. Den Staat kostet das &Uuml;bergangssystem derzeit j&auml;hrlich 4,3 Milliarden Euro, im Jahr 2025 sind es trotz der demographischen Entwicklung noch 3,3 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=393689\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Im Prinzip ist die offizielle Ausbildungsbilanz eine Variation der Arbeitslosenstatistiken, auch hier werden Arbeitslose nicht in der Statistik erfasst, die in &bdquo;Arbeitsgelegenheiten&ldquo; oder in sonstige Ma&szlig;nahmen abgeschoben sind.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vermittlungsgutscheine werden selten eingel&ouml;st <\/strong><br>\nVon den j&auml;hrlich fast 800.000 ausgegebenen Vermittlungsgutscheinen werden weniger als zehn Prozent eingel&ouml;st, berichtet das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Am ehesten profitieren von Vermittlungsgutscheinen J&uuml;ngere, M&auml;nner, Ostdeutsche, Personen mit Berufs&shy;ausbildung, kurzen Arbeitslosigkeitsdauern und mehrj&auml;hriger Berufserfahrung. Gutscheininhaber finden jedoch f&uuml;nfmal h&auml;ufiger ohne privaten Vermittler einen Job.<br>\n&bdquo;Eine Einl&ouml;sung kann auf Seiten der Arbeitslosen an mangelnder Initiative oder &Uuml;berforderung mit der Auswahl einer privaten Arbeitsvermittlung oder auch geringem Vertrauen in deren Dienstleistungs&shy;qualit&auml;t scheitern&ldquo;, so die Arbeitsmarktforscher Sarah Bernhard und Thomas Kruppe. Private Arbeits&shy;vermittler w&uuml;rden wiederum diejenigen Arbeitslosen bevorzugen, bei denen von einer relativ problemlosen Vermittlung auszugehen sei.<br>\nNach Einl&ouml;sen eines Gutscheins bleibt nur knapp die H&auml;lfte mindestens sechs Monate im vermittelten Job besch&auml;ftigt. Diese Quote stelle gegen&uuml;ber 2004 aber immerhin eine Verbesserung dar, so die Forscher. Damals lag sie lediglich bei einem Drittel. Der Anstieg der Quote nach 2004 k&ouml;nnte laut IAB aber zum Teil auch auf die g&uuml;nstige Arbeitsmarktentwicklung in den Folgejahren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein.<br>\nDie Vermittlungsgutscheine gibt es seit 2002. Sie sollen den Wettbewerb zwischen &ouml;ffentlicher und privater Arbeitsvermittlung st&auml;rken. Mit dem Gutschein k&ouml;nnen Arbeitslose einen privaten Dienstleister zur Stellensuche hinzuziehen.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101027_vermittlungsgutscheine.jpg\" alt=\"Vermittlungsgutscheine\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2010\/kb2110.pdf\">IAB-Studie im Internet [PDF &ndash; 687 KB]<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Zahl derjenigen, die selbst oder mit Unterst&uuml;tzung der Arbeitsagentur eine Stelle finden &uuml;bersteigt zu jeder Zeit die Zahl derjenigen, die mit Einl&ouml;sung des Gutscheins einen Job finden.<br>\nZitate aus der Studie: &bdquo;Immerhin stimmten 20 Prozent der befragten Arbeitslosen, deren Vermittlungsgutschein eingel&ouml;st wurde, der Aussage zu: &bdquo;Ich habe meinen Arbeitsplatz zwar selbst gefunden; es wurde trotzdem ein VGS von einem privaten Vermittler eingel&ouml;st.&ldquo;&hellip;<br>\n&bdquo;Neben Mitnahmeeffekten bei Betrieben &ndash; die Stellen &uuml;ber private Vermittler mit Einl&ouml;sung des VGS vergeben, die sie sonst auch besetzt h&auml;tten &ndash; k&ouml;nnen auch bei Vermittlern Mitnahmeeffekte auftreten. So ist es zurzeit m&ouml;glich, dass ein Vermittlungsgutschein von einem privaten Vermittler eingel&ouml;st wird, obwohl bereits ein anderer mit der Vermittlung beauftragt wurde und diese verg&uuml;tet bekommt.&ldquo;&hellip;<br>\n&bdquo;Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;nger haben dieselben Chancen auf einen Job mit Einl&ouml;sung des Gutscheins wie andere Arbeitslose. Sie bleiben nach der Einl&ouml;sung jedoch mit geringerer Wahrscheinlichkeit f&uuml;r mindestens ein halbes Jahr besch&auml;ftigt.&ldquo;<br>\nVon einem Erfolg der Vermittlungsgutscheine zu sprechen, w&auml;re geradezu peinlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eine Rechtsprechungs&uuml;bersicht &uuml;ber die fristlose K&uuml;ndigung wegen eines Bagatelldelikts<\/strong><br>\nDie Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und der Oberlandesgerichte weist soweit ersichtlich keinen einzigen Fall auf, indem die Wirksamkeit einer fristlosen K&uuml;ndigung aus wichtigem Grund gem&auml;&szlig; &sect; 626 Abs. 1 BGB wegen eines Eigentums- oder Verm&ouml;gensdelikts mit geringf&uuml;gigem Sach- bzw. Verm&ouml;gensschaden best&auml;tigt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/dienstleistung\/eh\/emmely_urteile.pdf\">Labournet [PDF 58.3 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Superreiche schaden der Wirtschaft<\/strong><br>\nDie Reichen-Studie der Universit&auml;t Basel zeigt klar: Das Zeitalter der neuen Oligarchie hat nun auch in der Schweiz begonnen. Doch Wohlstand in unserem Land schaffen andere.<br>\nRund jeder zehnte Milliard&auml;r der Welt wohnt in der Schweiz und drei Prozent der Schweizer Bev&ouml;lkerung versteuern gleich viel Verm&ouml;gen wie die restlichen 97 Prozent.<br>\nWenn 3 Prozent der Bev&ouml;lkerung gleich viel versteuern wie die restlichen 97 Prozent, dann ist das nicht in erster Linie eine moralisches, sondern ein &ouml;konomisches Problem.<br>\nWarum sind die Superreichen sch&auml;dlich f&uuml;r das Wirtschaftswachstum? Die Antwort ist simpel: Weil sie es schlicht nicht schaffen, ihr Verm&ouml;gen auch wieder auszugeben.<br>\nDie Theorie vom so genannten &laquo;Trickle-down&raquo;, die These, dass das Geld der reichen langsam nach unten tr&ouml;pfelt und Wohlstand f&uuml;r alle schafft, ist schlicht falsch. Deshalb fordert (Robert) Reich (ehemalige Arbeitsminister der USA) auch eine andere Politik: &laquo;Eine Politik, die einen breiter gestreuten Wohlstand bewirkt, wird zu einem st&auml;rkeren und nachhaltigeren Wirtschaftswachstum f&uuml;hren &ndash; und das ist gut f&uuml;r alle. Auch den Reichen geht es besser, wenn sie einen kleineren Teil einer schnell wachsenden Wirtschaft haben als einen gro&szlig;en in einer stagnierenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/wirtschaft\/konjunktur\/Superreiche-schaden-der-Wirtschaft\/story\/18484880%20\">Basler Zeitung <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bert R&uuml;rup: &ldquo;Deutschland ist der Profiteur des Euro&rdquo;<\/strong><br>\nBert R&uuml;rup h&auml;lt die Senkung der Einkommenssteuer f&uuml;r falsch &ndash; mehr Konsum erzeuge man eher durch sinkende Beitr&auml;ge f&uuml;r die Sozialsysteme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/debatte\/-deutschland-ist-der-profiteur-des-euro-\/-\/1473628\/2692360\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Professor Hans Adalbert (Bert) R&uuml;rup ist nicht nur Regierungsberater und ehemaliger Chef-Wirtschaftsweiser sondern auch seit Jahren der wichtigste <a href=\"\/wp-print.php?p=4408\">Versicherungsvertreter mit Professorentitel<\/a>. Dieses Wissen ist notwendig, um die Aussage zur Notwendigkeit sinkender Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und die damit verbundenen Profitinteressen der Versicherungswirtschaft einordnen zu k&ouml;nnen. Das wissen die meisten Leserinnen und Leser der <a href=\"\/?cat=40\">Nachdenkseiten<\/a> und das wei&szlig; sicher auch Robert von Heusinger, der hier das Interview f&uuml;hrt. Nicht nur da h&auml;tte er nachsetzen m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Man k&ouml;nnte auch sagen, die deutsche Exportwirtschaft hat am Euro zu Lasten der deutschen Arbeitnehmer profitiert. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Auf Kosten der Versicherten<\/strong><br>\nArbeitgeber, Sozialverb&auml;nde und Gewerkschaften kritisieren die geplante Reform zur Finanzierung der Krankenversicherung als &ldquo;ineffizient und ungerecht&rdquo;. R&ouml;slers Reform sieht eine Beitragserh&ouml;hung von derzeit 14,9 auf 15,5 Prozent ab 2011 vor. Alle weiteren Verteuerungen sollen ausschlie&szlig;lich durch Kopfpauschalen, also einkommensunabh&auml;ngige Zusatzbeitr&auml;ge, finanziert werden. Diese m&uuml;ssen von den Versicherten allein bezahlt werden und sind nach oben offen. &Uuml;bersteigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag zwei Prozent des Einkommens des Versicherten, dann erh&auml;lt dieser die Differenz durch einen Ausgleich aus Steuermitteln zur&uuml;ck.Angesichts steigender Kosten im Gesundheitswesen prognostizierte Markus L&uuml;ngen, kommissarischer Leiter des Instituts f&uuml;r Gesundheits&ouml;konomie der Universit&auml;t K&ouml;ln, fl&auml;chendeckende Zusatzbeitr&auml;ge von knapp vier Euro monatlich ab 2012. Und: Bei j&auml;hrlichen Kostensteigerungen von knapp zwei Prozent, so L&uuml;ngen, h&auml;tte &ldquo;in 15 Jahren jeder gesetzlich Versicherte Anspruch auf den Sozialausgleich&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F10%2F26%2Fa0055&amp;cHash=6c2a9fc2df\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Heuschrecke zerlegt Automobilzulieferer<\/strong><br>\nDas Muster passt: Trotz gl&auml;nzender Gesch&auml;fte muss Honsel Insolvenz anmelden. Der Automobilzulieferer hat eine Heuschrecke im Haus, die ihren Einstieg gr&ouml;&szlig;tenteils kreditfinanziert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/x-automobilzulieferer-honsel-meldet-insolvenz-an-1.1015857\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gottes Bankster<\/strong><br>\nHintergrund. Gegen die Vatikanbank wird wegen Geldw&auml;sche ermittelt. Das im pers&ouml;nlichen Eigentum des Papstes befindliche Geldinstitut IOR wird seit Jahrzehnten zahlreicher &shy;schwerer Delikte beschuldigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/10-25\/018.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Verbraucher soll es richten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<strong>Verbraucher entwickeln sich zum Wachstumsmotor<\/strong><br>\nDie deutschen Verbraucher entwickeln sich immer st&auml;rker zum Wachstumsmotor. Konsumforscher gehen davon aus, dass die Kauflaune der B&uuml;rger im kommenden Jahr weiter steigen wird. Der private Konsum d&uuml;rfte noch st&auml;rker zum Wirtschaftswachstum beitragen als in diesem Jahr, hie&szlig; es von der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung in N&uuml;rnberg. 2010 werde dieser Beitrag bei rund 0,5 Prozentpunkten liegen, im n&auml;chsten Jahr wahrscheinlich dar&uuml;ber. Ausschlaggebend daf&uuml;r seien die weiterhin guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/home\/verbraucher-entwickeln-sich-zum-wachstumsmotor\/-\/1472778\/4777000\/-\/view\/asTicker\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) ist jene Gesellschaft, die seit Jahren allmonatlich die Medien mit jenem GfK-Konsumklima-Kaffeesatzindex f&uuml;ttert, der, zumeist entgegen den Fakten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, das Futter f&uuml;r Konsum-Jubelberichte unserer Medien (&ldquo;Kaufrausch&rdquo;, &ldquo;Konsumrausch&rdquo; etc.) liefert.  Nun meldet die dpa unter Bezugnahme auf die GfK, die deutschen Verbraucher entwickelten sich &ldquo;immer st&auml;rker zum Wachstumsmotor&rdquo;, der private Konsum w&uuml;rde &ldquo;noch st&auml;rker zum Wirtschaftswachstum beitragen als in diesem Jahr&rdquo;. Den &auml;u&szlig;erst aussageschwachen GfK-Konsumklima-Kaffeesatzindex bereichert die GfK nun um eine weitere, wohl aus dem GfK-Hut gezauberte Zahl: Der private Konsum werde dieses Jahr um 0,5% ansteigen. Die Wirtschaftsforschungsinstitute hatten diesen Wert f&uuml;r 2010 in ihrem Herbstgutachten erst vor wenigen Tagen jedoch auf lediglich 0,1% taxiert. F&uuml;r das kommende Jahr unterstellen die Wirtschaftsforschungsinstitute einen realen Anstieg des privaten Konsums um 1,4%. Und dies, obwohl laut deren Prognose die Masseneinkommen (L&ouml;hne und Geh&auml;lter sowie Transfereinkommen wie z.B. Renten, Arbeitslosengeld und Kindergeld) im kommenden Jahr in Summe real stagnieren werden. Der im Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute taxierte Anstieg der Verf&uuml;gbaren Einkommen (Summe aus Masseneinkommen sowie Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen) um real 1,4% w&uuml;rde somit in G&auml;nze den Beziehern von Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen zuflie&szlig;en. Da auch der private Konsum lt. Herbstgutachten um 1,4% ansteigen soll, m&uuml;sste der Zuwachs der Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen vollst&auml;ndig in den privaten Konsum flie&szlig;en. Dies ist angesichts der bei dieser Einkommenskategorie sehr hohen Sparquote eher unwahrscheinlich.<br>\nDie GfK suggeriert in ihrer Stellungnahme, der private Konsum werde in diesem Jahr und insbesondere im kommenden Jahr eine im Vergleich zum gesamten BIP &uuml;berdurchschnittlich hohe Wachstumsrate aufweisen. Dieser erweckte Eindruck ist jedoch falsch. Laut Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute sollen sich die realen prozentualen Steigerungsraten des gesamten BIP sowie der BIP-Teilkomponente &ldquo;privater Konsum&rdquo; wie folgt entwickeln:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>2010: BIP Gesamt +3,5%, Privater Konsum +0,1%<\/li>\n<li>2011: BIP Gesamt +2,0%, Privater Konsum +1,4%<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Prognosedaten zeigen, dass sich der private Konsum im Vergleich zum gesamten Bruttoinlandsprodukt lt. Herbstgutachten sowohl im laufenden Jahr als auch im kommenden Jahr deutlich schw&auml;cher entwickeln wird. Das Sch&ouml;nreden und Sch&ouml;nschreiben der Entwicklung des privaten Konsums soll zwei Fakten &uuml;bert&uuml;nchen: Die seit Jahren anhaltend schlechte Entwicklung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter in Deutschland (auch im kommenden Jahr sollen die realen Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer um lediglich 0,4% steigen) sowie die Kritik anderer Wirtschaftsnationen an der ma&szlig;geblich durch Lohn- und Sozialdumping betriebenen massiven Exportausweitung der deutschen Wirtschaft.<\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Und jetzt die fetten Jahre?<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaftspolitik ist international h&ouml;chst umstritten, aber zuletzt unglaublich erfolgreich. Im aktuellen Herbstgutachten prognostizieren acht Wirtschaftsforschungsinstitute der deutschen Wirtschaft das h&ouml;chste Wachstum innerhalb der G7-Staaten. Als Exportnation hat Deutschland von den weltweiten Konjunkturpaketen profitiert. Wenn jetzt die Binnenkonjunktur nachzieht, werden auch die Kritiker verstummen&hellip;<br>\nFassen wir also noch einmal zusammen, was den Aufschwung erm&ouml;glicht und gef&ouml;rdert hat: Es ist die Abh&auml;ngigkeit Deutschlands vom Welthandel dank der ausgesprochen guten Wettbewerbsposition der Firmen, weil die Arbeitnehmer zu lange Lohnzur&uuml;ckhaltung ge&uuml;bt haben. Es sind die Konjunkturpakete weltweit, die Deutschlands Wirtschaft wieder aufgerichtet haben, inklusive des heimischen Konjunkturprogramms. Der Clou des deutschen Programms war die Verl&auml;ngerung des Kurzarbeitergelds, die das Land extrem flexibel auf die Schwankungen der Weltkonjunktur hat reagieren lassen. Und es ist der Euro, der den Wechselkurs niedrig h&auml;lt und dessen niedrige Zinsen sich in den n&auml;chsten Jahren als Wachstumsbeschleuniger erweisen d&uuml;rften. Wenn die Verantwortlichen sich dann noch der besonderen Rolle des Landes in der Postkrisenzeit bewusst sind und wie vorgeschlagen handeln, r&uuml;hren sie den Zaubertrank f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre an. Dann kann sich die Republik an die guten Platzierungen bei Wachstum und Besch&auml;ftigung gew&ouml;hnen und Angela Merkel in ein paar Jahren von ihrem Wachstumserfolg reden. Und ganz nebenbei w&uuml;rde die internationale Kritik verstummen. Denn ein Deutschland mit einer dynamischen Binnennachfrage tr&auml;gt selber etwas zum Wachstum der Weltwirtschaft bei und hilft so ganz von alleine das Ungleichgewicht zu mildern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/97.php?ress_id=6&amp;item=5406\">Cicero<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne drohen im Atomstreit mit Verfassungsklage<\/strong><br>\nMuss der Bundesrat der Laufzeitverl&auml;ngerung der Atomkraftwerke zustimmen? Nein, sagt die Regierung. Doch, sagen die Gr&uuml;nen &ndash; und legen ein neues Gutachten vor. Schwarz-Gelb droht eine Verfassungsklage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/atomkraft-beteiligung-des-bundesrats-gruene-drohen-im-atomstreit-mit-verfassungsklage-1.1015826\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bundestag entscheidet &uuml;ber die Verl&auml;ngerung der AKW-Laufzeiten<\/strong><br>\nBei den Oppositionsparteien sammelt man eifrig an Material f&uuml;r eine Klage vor dem dortigen Bundesverfassungsgericht. Neue Munition lieferten ihnen die Regierungsfraktionen am Montag, als sie es im Umweltausschuss des Bundestages zum Eklat kommen lie&szlig;en. Dort sollte &uuml;ber das zum Paket geh&ouml;rende Kernbrennstoffsteuergesetz sowie das Gesetz zur Errichtung eines Sonderverm&ouml;gens &ldquo;Energie- und Klimafonds&rdquo; beraten und abgestimmt werden. Doch noch bevor es zur Abstimmung kommen konnte, erkl&auml;rten die Vertreter von Union und FDP die Versammlung um 18 Uhr f&uuml;r beendet. Begr&uuml;ndung: Die Sitzung sei nur bis zu diesem Zeitpunkt beantragt gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33553\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Castor-Transporte: Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit wird missachtet<\/strong><br>\nMit Datum vom 23.Oktober 2010 hat die Polizeidirektion L&uuml;neburg eine Allgemeinverf&uuml;gung erlassen, mit der sie &bdquo;Versammlungen unter freiem Himmel und Aufz&uuml;ge&ldquo; f&uuml;r den &bdquo;Zeitraum vom 6.11.2010, 00.00 Uhr, bis zum 16.11.2010, 24 Uhr&ldquo;, innerhalb eines f&uuml;r den Castor-Transport bestimmten Korridors untersagt. Schon f&uuml;r Samstag, 6.11.2010, sind unangemeldete Versammlungen verboten, ab Sonntag, 7.11.2010, sind alle &ouml;ffentlichen Versammlungen in diesem Korridor verboten. Die Verbote treten au&szlig;er Kraft, &bdquo;sobald der Castor-Transport vollst&auml;ndig in das umz&auml;unte Gel&auml;nde des Zwischenlagers eingefahren ist&ldquo;.<br>\nMit dieser Allgemeinverf&uuml;gung missachtet die Polizeidirektion L&uuml;neburg, die sich mit Verf&uuml;gung vom 6.10.2010 erst zur zust&auml;ndigen Versammlungsbeh&ouml;rde erkl&auml;rt hat, die Grundrechte der B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen massiv. Auch eine &bdquo;nach rechtsstaatlichen Grunds&auml;tzen erteilte Genehmigung&ldquo;&nbsp; eines Transportes rechtfertigt nicht die Aushebelung der Grundrechte auf&nbsp; Versammlungs- und Meinungsfreiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/364\">Grundrechtekomitee<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Elterngeld f&uuml;r Reiche wird gestrichen<\/strong><br>\nDie schwarz-gelbe Koalition will dem Eindruck sozialer Unausgewogenheit in der Familienpolitik entgegenwirken. Im Sparpaket hatte die Regierung im Fr&uuml;hjahr beschlossen, das Elterngeld von monatlich 300 Euro f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger zu streichen. Vom kommenden Jahr an sollen auch reiche Eltern kein Elterngeld mehr bekommen. Vom Elterngeld ausgenommen werden Personen, die die 2007 eingef&uuml;hrte &bdquo;Reichensteuer&ldquo; zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/elterngeld-fuer-reiche-wird-gestrichen\/1967224.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es zeugt von au&szlig;erordentlicher Dreistigkeit, wie Schwarz\/Gelb darauf setzt, mit einem solch durchsichtigen Man&ouml;ver die Gerechtigkeitsl&uuml;cke in ihrem Sparpaket vor den W&auml;hlern verdecken zu k&ouml;nnen. Etwa 2200 superreiche Haushalte b&uuml;ssen im Schnitt ca. 380 Euro im Monat ein, w&auml;hrend die gr&ouml;&szlig;te Last immer noch von den Hartz-IV-Beziehern getragen wird, darunter ca. 50.000 Alleinerziehende. Auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken, wie sich die Elterngeld-K&uuml;rzungen auf die jeweiligen Bezieher auswirkten, hie&szlig; es: &ldquo;Durch Einsparungen bei den Alleinerziehenden sind (&hellip;) in der Regel M&uuml;tter betroffen&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bayer, BASF und Eon: Deutsche Spenden f&uuml;r US-Klimaschutzgegner <\/strong><br>\nKonzerne aus Deutschland haben rund 200.000 Dollar f&uuml;r den US-Kongresswahlkampf gespendet &ndash; und zwar an Politiker, die gegen den Klimaschutz k&auml;mpfen. SPD und Gr&uuml;ne sowie Umweltsch&uuml;tzer sind emp&ouml;rt &uuml;ber diese &ldquo;t&auml;tige Beihilfe zur Klimazerst&ouml;rung&rdquo;. Die Firmen weisen die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/bayer-basf-und-eon-deutsche-spenden-fuer-us-klimaschutzgegner-1617556-print.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nachrufe f&uuml;r belastete Diplomaten: Ausw&auml;rtiges Amt hob Fischers Nazi-Erlass auf<\/strong><br>\nKeine Nachrufe mehr f&uuml;r deutsche Diplomaten mit NSDAP-Vergangenheit &ndash; das war die klare Regel, die Joschka Fischer 2003 im Au&szlig;enministerium erlie&szlig;. Doch jetzt wird bekannt: Unter Nachfolger Guido Westerwelle wurde die Regelung zu Jahresbeginn aufgeweicht. In Einzelf&auml;llen darf geehrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,725314,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Nachdem der Au&szlig;enminister vor den Vereinten Nationen eine <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/597267\/index.do\">Zone von Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten als gro&szlig;e Chance f&uuml;r den Frieden<\/a> bezeichnete (wird wohl Versprecher des Jahres), kann einem so leicht nichts mehr aus dem Gesicht fallen. Vielleicht hat er sich bei der Aufweichung des Fischer-Erlassen ja auch nur versprochen. Interessant ist nur, wie Westewelle nach den Belegen, wonach das &bdquo;Ausw&auml;rtige Amt eine verbrecherische Organisation&ldquo; (Conze) war, sich &uuml;ber die &Auml;nderung des Erlasses durch ihn selbst hinwegmogelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Mehr Demokratie wagen &ndash; oder viel mehr Polizei. Eine Au&szlig;enansicht von Erhard Eppler <\/strong><br>\n&ldquo;Die da oben&rdquo; k&uuml;mmert nicht, was &ldquo;die da unten&rdquo; wollen: Was der Begriff der &ldquo;politischen Klasse&rdquo; damit zu tun hat, dass sich das Volk gegen die Politik stellt &ndash; in Stuttgart und anderswo.<br>\nDie repr&auml;sentative Demokratie st&ouml;&szlig;t erkennbar an ihre Grenzen. Eine Demokratie, in der sich ein Klassenkampf anbahnt, kommt nur wieder ins Gleichgewicht, wenn sie zeigt und praktiziert, wer der Souver&auml;n ist. Dem Souver&auml;n reicht es nicht, dass er in &ldquo;Schlichtungsgespr&auml;chen&rdquo; von etwas &uuml;berzeugt werden soll &ndash; wenn er nachher nicht gefragt wird, welche &Uuml;berzeugung er sich gebildet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/widerstand-der-waehler-die-politische-klasse-1.1015825\">S&uuml;ddeutsche<br>\n<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>CDU-Spitzenpolitiker Peter Hauk: &ldquo;Ob das 10 oder 15 Milliarden kostet, kann Baden-W&uuml;rttemberg wurscht sein.&rdquo;<\/strong><br>\nPeter Hauk, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, besucht am 20. Oktober 2010 Hirschberg und redet zu Stuttgart 21. Es soll eine &ldquo;Informationsveranstaltung&rdquo; sein. Doch Hauk nutzt den Abend, um ordentlich Dampf abzulassen. Dabei zeigt er, wie viel &ldquo;Druck auf dem Kessel&rdquo; ist. Seine &ldquo;Show&rdquo; zeigte die desastr&ouml;se Verfassung der CDU im Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hirschbergblog.de\/2010\/10\/25\/cdu-spitzenpolitiker-peter-hauk-ob-das-10-oder-15-milliarden-kostet-kann-baden-wurttemberg-wurscht-sein\/\">Hirschbergblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Deutsche Medien: Verlacht, verh&ouml;hnt und verspottet<\/strong><br>\nDie deutschen Massenmedien haben den Einfluss auf ihre Leserschaft verloren. Kaum noch ein Beitrag der den Redakteuren nicht links und rechts um die Ohren gehauen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.schweizmagazin.ch\/news\/ausland\/4783-Deutsche-Medien-Verlacht-verhhnt-und-verspottet.html\">Schweiz Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es stimmt zwar, dass viele Beitr&auml;ge in den Foren zerrissen werden, aber leider meldet sich dort nur eine kritische Minderheit. Die Mehrheit begehrt gegen den Mainstream noch lange nicht auf. Vielleicht glaubt sie nicht mehr alles, aber wer st&auml;ndig nur das Gleiche h&ouml;rt, glaubt allm&auml;hlich daran.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Bertelsmann-Stiftung reagiert auf Kritik: &ldquo;Wir sind keine heimliche Regierung&rdquo;<\/strong><br>\nKritiker werfen der Bertelsmann-Stiftung vor, sie habe zu viel politischen Einfluss. Nach anhaltendem Druck hat sich der Vorstand nun erstmals dazu ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/wir-sind-keine-heimliche-regierung\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"\/?p=5228\">&bdquo;Die Rolle der Bertelsmann Stiftung beim Abbau des Sozialstaates und der Demokratie oder: Wenn ein Konzern Politik stiftet &ndash; zum gemeinen Nutzen?&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>&ldquo;Wir setzen auf individuelle F&ouml;rderung statt auf Einheitsschule&rdquo;<\/strong><br>\nAuf individuelle F&ouml;rderung der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler statt auf Einheitsschule setzen die unionsgef&uuml;hrten L&auml;nder in der Schulpolitik. Dies haben heute in Berlin Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick (Baden-W&uuml;rttemberg), Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (Bayern) und Kultusminister Prof. Dr. Roland W&ouml;ller (Sachsen) betont. Gemeinsam stellten sie in der Bundespressekonferenz ein bildungspolitisches Grundsatzpapier der unionsgef&uuml;hrten L&auml;nder vor. Unter dem Titel &ldquo;Individuelle F&ouml;rderung statt Einheitsschule&rdquo; pr&auml;sentierten sie &ldquo;12 Thesen zum differenzierten Schulsystem: anschlussf&auml;hig &ndash; individuell &ndash; zukunftsf&auml;hig&rdquo;. Intention des Grundsatzpapiers ist es, die Gemeinsamkeiten und Zielsetzungen der unionsgef&uuml;hrten L&auml;nder in der Bildungspolitik herauszuarbeiten und &ouml;ffentlich darzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/75588\/wir-setzen-auf-individuelle-foerderung-statt-auf-einheitsschule\/\">Bildungsklick<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Individuelle F&ouml;rderung&ldquo;, das ist geradezu ein Witz. Nach allen Untersuchungen hat Deutschland das sozial selektivste Schulsystem aller vergleichbaren L&auml;nder. In Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern sind die Chancen von Akademikerkindern, ein Gymnasium zu besuchen, gegen&uuml;ber gleich intelligenten Facharbeiterkindern 6,6- beziehungsweise 6,5-mal so hoch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Hochschulratswahl war rechtswidrig<\/strong><br>\nDicke &Uuml;berraschung am Oberverwaltungsgericht M&uuml;nster. Der 15. Senat hat am Dienstag erkl&auml;rt, dass die Hochschulratswahl an der Uni M&uuml;nster vor zweieinhalb Jahren rechtswidrig war. Begr&uuml;ndung: Die Entscheidung h&auml;tte in &ouml;ffentlicher Sitzung fallen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.muensterschezeitung.de\/lokales\/muenster\/OVG-Hochschulratswahl-war-rechtswidrig;art993,1075375\">M&uuml;nstersche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Auf der Suche nach einem Phantom: Die Politik und die Integrationsverweigerer<\/strong><br>\nDie Union verlangt ein konsequenteres Vorgehen gegen &ldquo;Integrationsverweigerer&rdquo;. Das Bundeskabinett will deshalb einen Gesetzentwurf vorlegen, der die Kontrolle der Integrationskurse verbessern soll. Doch wie hoch die Zahl der Verweigerer &uuml;berhaupt ist, ist nirgendwo exakt erfasst.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1304660\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/10\/26\/dlf_20101026_1840_9180aaab.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dazu passt die gestern ver&ouml;ffentlichte Antwort der Bundesregierung:<br>\nIn den Integrationskursen f&uuml;r Zuwanderer haben sich nach Angaben der Bundesregierung noch nie so viele Teilnehmer befunden wie im ersten Halbjahr 2010. Im M&auml;rz seien rund 154.000 Teilnehmer sowie rund 37.000 Wiederholer in 16.500 laufenden Kursen gewesen, schreibt die <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_10\/2010_340\/03.html\">Regierung in ihrer Antwort (17\/3339) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/3147)<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung: Koop mit Abgeordnetenwatch beendet<\/strong><br>\nIm S&uuml;dwesten fanden sich der Verein Mehr Demokratie und eben die Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung als Kooperationspartner. Deren Chef Frick stellteeine Anschubfinanzierung von 5000 Euro bereit; gut angelegtes Geld, wie er glaubte.<br>\nIn Zeiten, in denen immer weniger Menschen klassische Parteiveranstaltungen besuchten, lasse sich wom&ouml;glich auf diese Weise die Distanz zwischen B&uuml;rgern und Abgeordneten verkleinern. Doch Fricks Freude hielt nicht lange an. Bereits im Juni, keine zwei Monate nachdem er die Kooperationsvereinbarung unterschrieben hatte, setzte er den Parlamentwatch-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Gregor Hackmack davon in Kenntnis, dass die Landeszentrale aus dem Projekt aussteigen werde. Was war geschehen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/images\/presse\/koop_beendet_stz.pdf\">Stuttgarter Zeitung [PDF &ndash; 235 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Abgeordnetenwatch Baden-W&uuml;rttemberg gibt in einem Newsletter die Antwort:<br>\nGestern nun machte der Direktor der Landeszentrale, Lothar Frick, in der Stuttgarter Zeitung klar, wer wirklich schuld ist f&uuml;r die Beendigung der Kooperation: Unser Blog. Darin werde, so der fr&uuml;here CDU-Bundestagskandidat und heutige Chef der Landeszentrale, &bdquo;h&ouml;chst kritisch&ldquo;, gar &bdquo;unziemlich&ldquo; mit Abgeordneten &bdquo;umgesprungen&ldquo;.<br>\nAls Beleg wird der Blog-Beitrag mit dem Titel &ldquo;Stuttgart 21: Ohren zu und durch&rdquo; angef&uuml;hrt.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101027_abgeordnetenwatch.jpg\" alt=\"Abgeordnetenwatch\"><\/p>\n<p><em>In diesem Artikel hatten wir die Erkenntnis von Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus in einem ZDF-Interview, dass die begleitende Kommunikation beim Projekt Stuttgart 21 nicht gestimmt habe, seinem Antwortverhalten auf abgeordnetenwatch.de gegen&uuml;ber gestellt. Mappus erhielt bisher 23 Fragen und gab 0 Antworten. Auch unser Blogeintrag zu Peer Steinbr&uuml;ck und seinen Parlamentssitzungen, denen er fernblieb, um stattdessen hochbezahlte Vortr&auml;ge zu halten, wird als Grund f&uuml;r die Beendigung der Kooperation und damit K&uuml;rzung der F&ouml;rderung angef&uuml;hrt.&nbsp;<br>\nHerr Frick sieht durch diese Eintr&auml;ge die &bdquo;&Uuml;berparteilichkeit der Landeszentrale in Gefahr&ldquo;. Wir nicht. Denn in unserem Blog gilt der Grundsatz, dass Politikerinnen und Politiker nicht aufgrund ihrer Parteizugeh&ouml;rigkeit bevorzugt, benachteiligt, kritisiert oder hervorgehoben werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Wenig Hilfe f&uuml;r Westafrika unter Wasser<\/strong><br>\nMit einer Luftbr&uuml;cke will das UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR in den kommenden Tagen beginnen, den Opfern der schwersten &Uuml;berschwemmungen im westafrikanischen Benin seit fast 50 Jahren zu Hilfe zu kommen. Nach wochenlangen heftigen Regenf&auml;llen stehen rund zwei Drittel des Landes ganz oder teilweise unter Wasser, ganze D&ouml;rfer wurden verschluckt. Rund 680.000 Menschen sind obdachlos. Besonders stark betroffen in Benin sowie in den Nachbarl&auml;ndern Nigeria und Niger sind die Regionen entlang des Niger-Flusses. Dazu kommt das Einzugsgebiet des Volta-Flusses in Togo und Ghana und Dauerregen in den K&uuml;stenregionen. In Nigeria ist aufgrund der Fluten eine Choleraepidemie unbekannten Ausma&szlig;es ausgebrochen. Das Wasser steigt schon seit einem Monat, aber internationale Hilfe l&auml;sst auf sich warten. Die Regierungen der Region haben nicht Alarm geschlagen, und anders als viele Regionen Afrikas beherbergt dieser Teil Westafrikas keine gut ausgebaute Infrastruktur von UN-Hilfswerken, weil es hier keine bewaffneten Konflikte gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2010%2F10%2F26%2Fa0070&amp;cHash=a59cb880af\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Nur Teilerfolge bei der Hungerbek&auml;mpfung<\/strong><br>\nDie Zahl der weltweit Hungernden hat im vergangenen Jahr die Milliardengrenze &uuml;berschritten. R&uuml;ckschritte in der Hungerbek&auml;mpfung mussten laut dem Report &laquo;Welt-Hunger-Index 2010&raquo; in Afrika s&uuml;dlich der Sahara hingenommen werden. Die Demokratische Republik Kongo ist laut dem Bericht das schlimmste Exempel; seit Einf&uuml;hrung des Welt-Hunger-Indexes (WHI) 1990 ist dieser Indikator dort um 66% gestiegen. In dem zentralafrikanischen Land sind, vor allem als Folge verheerender B&uuml;rgerkriege in den 1990er Jahren, heute drei Viertel der Bev&ouml;lkerung unterern&auml;hrt &ndash; ein trauriger Weltrekord. Die anderen Verlierer-Nationen sind die Komoren (WHI-Anstieg um 21%), Burundi (20%), das bei Milit&auml;rausgaben alles andere als frugale Nordkorea (20%), Swasiland (14%) und Simbabwe (12%), das vor der &Auml;ra von Geronto-Diktator Mugabe als Kornkammer Afrikas galt. 42% aller unterern&auml;hrten Kinder weltweit leben in Indien, die n&auml;chstgr&ouml;sseren Herkunftsl&auml;nder unterern&auml;hrter Kinder sind Pakistan, Bangladesh und Nigeria (jeweils 5%).<br>\nDie Autoren des Reports machen deutlich, dass der Kampf gegen den Hunger zum fr&uuml;hestm&ouml;glichen Zeitpunkt im Leben der Betroffenen beginnen sollte. Unterern&auml;hrung in den ersten 1000 Tagen, von der Empf&auml;ngnis bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres, kann nach den Worten Klaus von Grebmers vom IFPRI bleibende gesundheitliche Sch&auml;den verursachen und die Lebenserwartung einschr&auml;nken. Ab einem Alter von zwei Jahren lassen sich die Folgen der Unterern&auml;hrung kaum mehr r&uuml;ckg&auml;ngig machen; es bleiben eine eingeschr&auml;nkte geistige und k&ouml;rperliche Entwicklung und ein schwaches Immunsystem zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/nur_teilerfolge_bei_der_hungerbekaempfung_1.8145116.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Saufen f&uuml;r die Lufthansa; Banker attackieren Regierung; Kapitalverbrechen; Ausbildungspakt; Vermittlungsgutscheine selten eingel&ouml;st; fristlose K&uuml;ndigung wegen eines Bagatelldelikts; Superreiche schaden der Wirtschaft; Deutschland Profiteur des Euro; auf Kosten der Versicherten; Heuschrecke zerlegt Automobilzulieferer; Gottes Bankster; die Verbraucher sollen es richten; Verfassungsklage im Atomstreit; keine Demonstrationsfreiheit gegen Castor; Elterngeld f&uuml;r Reiche<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7199\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7199","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7199"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7199\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7202,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7199\/revisions\/7202"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}