{"id":72080,"date":"2021-05-03T08:37:19","date_gmt":"2021-05-03T06:37:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080"},"modified":"2021-05-03T11:42:49","modified_gmt":"2021-05-03T09:42:49","slug":"hinweise-des-tages-3852","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h01\">Am &ldquo;Tag der Arbeit&rdquo; wenig Anlass zum Feiern &ndash; Deutschland bleibt Niedriglohnland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h02\">Offener Brief an Susanne Hennig-Wellsow<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h03\">Victoria &laquo;Fuck the EU&raquo; Nuland ist wieder im Amt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h04\">Das Ende der Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h05\">Pressefreiheit und Corona: &ldquo;Panik ist kein guter Ratgeber&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h06\">Abschied von der Friedensunion, Aufbruch in neue Klimapolitik &ndash; und Zensur bei Facebook<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h07\">&ldquo;Russland dort treffen, wo es wirklich wehtut!&rdquo; &ndash; Fischer und Lambsdorff machen mobil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h08\">65.000 Mitarbeiter fehlen: Dem Handwerk gehen die Fachkr&auml;fte aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h09\">&bdquo;Sie strampeln sich wahnsinnig ab, aber sie kommen nie auf die sichere Seite&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h10\">&raquo;Es ist ein Geheimnis, das alle teilen und &uuml;ber das niemand spricht&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h11\">Merkel schw&auml;nzt EU-Sozialgipfel &ndash; schon wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h12\">Frankreich lockert wieder &ndash; die letzte M&ouml;glichkeit das Gesicht zu wahren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h13\">Mutanten, Sauerstoffmangel, &uuml;berf&uuml;llte Kliniken: Was ist wirklich los in Indien?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h14\">Klimaschutz: Warum die n&auml;chste Wahl alles entscheidet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h15\">Paraquat Papers: Wie Syngenta jahrzehntelang Warnungen ignorierte, um sein hochgiftiges Pestizid im Markt zu halten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h16\">D&uuml;sseldorfer Verwaltungsgerichtspr&auml;sident kritisiert Merkel scharf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h17\">Generalstreik in Kolumbien: &ldquo;Regierung gef&auml;hrlicher als das Virus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72080#h18\">Die offene Gesellschaft und ihre neuen Feinde<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Am &ldquo;Tag der Arbeit&rdquo; wenig Anlass zum Feiern &ndash; Deutschland bleibt Niedriglohnland<\/strong><br>\nUnd es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, welches wohl mehr zur Spaltung beitragen d&uuml;rfte, als jede vermeintliche ausl&auml;ndische Kraft &ndash; sollte es solche mit diesem Ziel &uuml;berhaupt geben &ndash; verm&ouml;chte. Zudem hat es langfristige Folgen. W&auml;hrend f&uuml;r viele Niedrigl&ouml;hner und andere prek&auml;r Besch&auml;ftigte w&auml;hrend ihres Arbeitslebens Grundrechte wie Wohnen und gesundes Leben nahezu unbezahlbar werden und Familiengr&uuml;ndungen nur noch durch Verschuldung finanzierbar sind, ist die Aussicht auf Altersarmut f&uuml;r Millionen Arbeitnehmer wohl Gewissheit, denn der Schutz vor materieller und sozialer Unsicherheit ist ohne existenzsicherndes Einkommen nicht m&ouml;glich. Schon 2018 verdienten acht Millionen abh&auml;ngige Besch&auml;ftigte weniger als 11,40 Euro brutto pro Stunde, sehr viele erhielten sogar weniger als den gesetzlichen Mindestlohn, wie eine Bertelsmann-Studie aufzeigt. Durch die Corona-Krise kommt eine sehr gro&szlig;e Anzahl an Selbstst&auml;ndigen hinzu, die nicht mehr von ihrer Arbeit leben kann. Gleichzeitig werden Unternehmen mit Milliarden subventioniert, welche als Dividenden teils wieder bei jenen landen, die bereits f&uuml;r ihre Enkel mit ausgesorgt haben d&uuml;rften &ndash; auch in Form von Kurzarbeitergeld.<br>\nSchwer vorstellbar sind die Lebensrealit&auml;ten von prek&auml;r Besch&auml;ftigten wom&ouml;glich bereits von jenen, die mittleren Entgelte teils deutlich oberhalb von 6.000 Euro &ndash; wie etwa Juristen mit guten Jobs in der Rechtsberatung oder Rechtsprechung &ndash; erhalten. Der wirkliche Kontrast aber zeigt sich zu den Geh&auml;ltern von Konzernchefs. Im Corona-Jahr geh&ouml;rte Linde-CEO Steve Angel mit einer Gesamtverg&uuml;tung von 53,4 Millionen Euro mit Abstand zur Spitze der DAX-Konzernchefs. Laut der Zeitschrift Capital sah es f&uuml;r Adidas-Chef Kasper Rorsted schlechter aus: Geh&ouml;rte er mit Bez&uuml;gen in H&ouml;he von 7,2 Millionen Euro 2019 noch zu den Gro&szlig;verdienern unter den DAX-Vorstandschefs musste er im vergangenen Jahr, in dem sein &ldquo;Unternehmen von der Krise &uuml;bel erwischt wurde&rdquo;, mit nur noch 3,7 Millionen Euro &uuml;ber die Runden kommen. Und diese Unterschiede weiten sich aus &ndash; die durchschnittlichen Reall&ouml;hne sinken, w&auml;hrend DAX-Vorstandsgeh&auml;lter zuletzt ein Plus von 14,6 Prozent verzeichnen konnten.<br>\nIm Friseurgewerbe hingegen &ndash; mit einem Niedriglohnanteil von 92 Prozent &ndash; lag das mittlere Einkommen zuletzt bei 1.680 Euro brutto im Monat. Bei den Berufskraftfahrern im Personentransport sind wie auch im Bereich Kosmetik 78 Prozent, in der Floristik arbeiten 85 Prozent aller regul&auml;r Vollzeitbesch&auml;ftigten zu niedrigen L&ouml;hnen. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken zum Tag der Arbeit.<br>\nSabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, die die Anfrage gestellt hat, prangert an, dass der sogenannte Mindestlohn bisher wenig daran ge&auml;ndert hat, dass Millionen Besch&auml;ftigte mit niedrigsten L&ouml;hnen abgespeist w&uuml;rden. &ldquo;In der Corona-Krise werden nun ausgerechnet die Besch&auml;ftigten mit den niedrigsten L&ouml;hnen am h&auml;rtesten von den Lockdowns getroffen.&rdquo;<br>\nVorrangig m&uuml;sse die Krisenabsicherung deutlich verbessert werden. &ldquo;Das Kurzarbeitergeld ist f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte zu niedrig, um davon leben zu k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Zimmermann. Auch das Arbeitslosengeld m&uuml;sse erh&ouml;ht werden. Z&uuml;gig m&uuml;sse der Mindestlohn auf 12 Euro steigen. Der Sozialverband VDK fordert einen Mindestlohn in H&ouml;he von 13 Euro.<br>\nZum Tag der Arbeit hat auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz eine bessere Bezahlung etwa von Pflegekr&auml;ften und Verk&auml;uferinnen verlangt. &ldquo;Der 1. Mai ist und bleibt ein wichtiger Feiertag. Er erinnert uns an die W&uuml;rde der Arbeit,&rdquo; sagte Scholz den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft am Freitag. Wer dies wie finanzieren muss, erkl&auml;rte der Finanzminister auch: Wenn man eine bessere Bezahlung f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte wolle, dann habe das Konsequenzen f&uuml;r die Pflegeversicherung. &ldquo;Und wenn die Verk&auml;uferinnen anst&auml;ndig entlohnt werden, wird sich das auf die Preise auswirken. Das m&uuml;ssen uns der Respekt und die W&uuml;rde schon wert sein&rdquo;, meinte der Bundesfinanzminister. Die Co-Chefin der Linken, Janine Wissler, konterte jedoch mit einem Verweis auf die Verantwortlichkeit der Bundesregierung. Grunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;e sie es, dass der Vizekanzler Anerkennung und W&uuml;rde f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte entdecke, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Allerdings entstehe der Eindruck, als habe er mit der Regierungspolitik der letzten Jahre nichts zu tun. &ldquo;Herr Scholz, Sie sind Teil der Bundesregierung, Ihre Aufgabe ist es nicht zu klatschen und &uuml;ber Anerkennung zu sprechen, Ihre Aufgabe ist es zu machen&rdquo;, erinnerte ihn Wissler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/116842-tag-arbeit-deutschland-bleibt-niedriglohnland\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Offener Brief an Susanne Hennig-Wellsow<\/strong><br>\nDein Angriff auf Sahra Wagenknecht im SPIEGEL-Interview (SPIEGEL 18\/21)<br>\nHallo Susanne!<br>\nDeine Aufgabe als Parteivorsitzende ist es, DIE LINKE nach au&szlig;en zu repr&auml;sentieren und nach innen zu integrieren. Abgesehen davon, dass Dir ersteres in Deinen bisherigen Fernsehauftritten nicht besonders gut gelungen ist: In Deinem Spiegel-Interview tust Du das genaue Gegenteil: Mit Deinem &ouml;ffentlichen Angriff auf Sahra Wagenknecht, die Spitzenkandidatin der Linken in NRW zur Bundestagswahl, desintegrierst Du nicht nur eine ganze Str&ouml;mung der Linken, sondern br&uuml;skiert einen wichtigen Landesverband und schadest diesem massiv im Bundestagswahlkampf. Schaden nimmt damit die ganze Partei, so auch wir in Oldenburg mitten im Kommunalwahlkampf, wo wir eine anerkannte kommunalpolitische Kraft sind, die immer wieder von Sahras Unterst&uuml;tzung profitiert.<br>\nDazu kommt die Substanzlosigkeit Deines Vorwurfs gegen&uuml;ber Sahra: Unter Hinweis auf ihr neues Buch sagst Du ohne jegliche inhaltliche Begr&uuml;ndung, sie suche ihre Antworten in der Vergangenheit und in einer Gesellschaft, die nicht mehr existiere. Gemeint sein kann damit ja nur das, was Sahra im zweiten Teil ihres Buches als ihren gesellschaftlichen Gegenentwurf vorstellt. Auf dem Zeitstrahl, auf dem dieser Entwurf in der Vergangenheit liegt, w&uuml;rde ich liebend gerne leben.<br>\nAls Ankn&uuml;pfungspunkte f&uuml;r ihren Zukunftsentwurf definiert Sahra in dem Buch gemeinschaftsorientierte Werte wie Zusammenhalt, ein faires Miteinander und Hilfsbereitschaft. Gerade diese Werte seien nur durch sozialen Ausgleich zu erreichen. Statt einer Vertiefung der als antidemokratisch und antisozial beschriebenen europ&auml;ischen Integration (Vergangenheit) m&ouml;chte Sahra den Umbau der EU zu einer Konf&ouml;deration souver&auml;ner Demokratien (Zukunft).<br>\nEin weiteres Feld, dem Sahra sich in dem Buch mit konkreten Vorschl&auml;gen widmet, ist die Verhinderung wirtschaftlicher Macht (Vergangenheit). Sie pl&auml;diert f&uuml;r eine De-Globalisierung und f&uuml;r ein internationales Regelwerk, das den einzelnen L&auml;ndern gr&ouml;&szlig;ere Spielr&auml;ume zur Gestaltung der eigenen Wirtschaftspolitik gibt. Sie entwirft die Zielvorstellung einer &bdquo;Marktwirtschaft ohne Konzerne&ldquo; in der die Zusammenballung wirtschaftlicher Macht unterbunden werden soll (Zukunft).<br>\nEinen erheblichen Schritt &uuml;ber den gegenw&auml;rtigen Diskurs hinaus geht Sahra mit ihrem Vorschlag f&uuml;r ein neues Eigentumsrecht, f&uuml;r das sie den Begriff des Leistungseigentums einf&uuml;hrt. Ein Unternehmen solle keine externen Eigent&uuml;mer (Vergangenheit), sondern Kapitalgeber mit unterschiedlichem Verlustrisiko haben. Dadurch w&uuml;rde sichergestellt, dass diejenigen, die im Unternehmen wirklich eine Leistung erbr&auml;chten profitierten (Zukunft). Ein vision&auml;rer Gedanke, der eine breite &ouml;ffentliche Debatte verdient. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jonashoepken.de\/offener-brief-an-susanne-hennig-wellsow\">Jonas H&ouml;pken<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Victoria &laquo;Fuck the EU&raquo; Nuland ist wieder im Amt<\/strong><br>\nWas viele bef&uuml;rchtet haben, ist Realit&auml;t. Victoria Nuland, die 2014 f&uuml;r die Ukraine zust&auml;ndige US-Diplomatin, ist nun reaktiviert.<br>\nNicht nur in Europa, auch in den USA haben etliche Organisationen, die f&uuml;r internationalen Frieden einstehen und die Kriegspolitik der Demokraten unter Pr&auml;sident Joe Biden nicht unterst&uuml;tzen, in &ouml;ffentlichen Appellen davor gewarnt, Victoria Nuland politisch zu reaktivieren (Infosperber hat dar&uuml;ber informiert). Nuland war die einflussreichste Strippenzieherin im Jahr 2014, als auf dem Maidan in Kiev in der Ukraine gegen den demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Wiktor Janukowytsch demonstriert wurde, was schliesslich in einem Putsch endete. Neuer Ministerpr&auml;sident wurde denn auch Victoria Nulands Kandidat Arsenij Jazenjuk (2014-2016), weil dieser der Garant war, dass jetzt alles nach US-Wunsch lief.<br>\nIn Europa wurde Victoria Nuland bekannt, weil sie in einem abgeh&ouml;rten Telefongespr&auml;ch die Formulierung &laquo;Fuck the EU&raquo; verwendete: Scheiss auf die EU.<br>\nJetzt hat der US-Kongress ihre Ernennung zur &laquo;Under Secretary of State for Political Affairs&raquo; best&auml;tigt, also als &laquo;Unterstaatssekret&auml;rin&raquo;, womit sie nun zu den engsten Beratern von Aussenminister Blinken geh&ouml;rt. Dass dies ausgerechnet jetzt geschehen ist, wo die geopolitischen Spannungen zwischen den USA, der NATO und der EU einerseits und Russland und China andererseits so angespannt sind wie seit dem Kalten Krieg nie mehr, ist kein gutes Signal aus Amerika.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/__trashed-295\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Ende der Pandemie<\/strong><br>\nDas Ende der Pandemie naht. Der Chef des RKI wehrt sich zwar noch, aber inzwischen d&uuml;rfte klar sein, Lothar Wieler wird seinen Stuhl bald r&auml;umen m&uuml;ssen. Die Beh&ouml;rde steht f&uuml;r eklatantes Versagen in der Corona-Pandemie. Seit einem Jahr gelingt es nicht, verl&auml;ssliche Daten bereitzustellen oder zu erheben, auf deren Grundlage man brauchbare Aussagen t&auml;tigen oder Szenarien &uuml;ber den Fortgang der Pandemie entwickeln k&ouml;nnte. Die letzte Prognose, die Wieler und sein Team vorstellten, beschrieb eine Katastrophe. Inzwischen steht fest, das trifft nur auf die Projektion selbst zu. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend in Deutschland ernsthaft dar&uuml;ber gestritten wird, welche Rechte Geimpfte, Genesene oder Getestete in ein paar Wochen vielleicht beanspruchen d&uuml;rfen, wird anderswo einfach f&uuml;r alle ge&ouml;ffnet. Einen anderen Weg gibt es auch nicht mehr. Die Glaubw&uuml;rdigkeit der Beh&ouml;rden ist dahin und die der Wissenschaftler, die &uuml;ber virale Raketenantriebe fabulierten ebenso. Dennoch versucht die Bundesregierung erst einmal die Einschr&auml;nkungen f&uuml;r Geimpfte und Genesene aufzuheben. Das muss sie auch tun, da es sonst die Gerichte erledigen. Der Weg ist dennoch falsch, da er ja bedeutet, den anderen diese Rechte weiter vorzuenthalten. Viel Spa&szlig; dabei, das sind ja auch W&auml;hler. Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Stephan Weil hat die Sprengkraft eines solchen Vorgehens wohl erkannt und sich daher letzte Woche dagegen ausgesprochen.<br>\nDoch auch er kommt um das einleuchtende juristische Argument nicht herum. Geimpfte stellen nach offizieller Lesart der Pandemie keine Gefahr mehr dar. Sie in ihren Rechten zu beschr&auml;nken, ist daher weder angemessen, noch verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Das es nun immer noch nicht genug Impfstoff f&uuml;r alle anderen gibt, ist kein Grund, der gegen diese Auffassung spr&auml;che, sondern vor allem eines: politisches Versagen. Die Impfstoff-Knappheit h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen, stellt aber auch so kein gro&szlig;es Problem mehr dar, da die Risikogruppen davon nicht mehr betroffen sind. Auch das geh&ouml;rt zur Lesart der Pandemie. Der Schutz der Alten wird langsam abgeschlossen. Sie sind weitgehend imunisiert, nun so zu tun, als best&uuml;nde auch f&uuml;r alle anderen, mit Ausnahme der Vorerkrankten, eine au&szlig;erordentliche Gefahr, ist unredlich. So hart es nun einmal klingt, aber daf&uuml;r sterben aus diesen Altersgruppen einfach viel zu wenige. (&hellip;)<br>\nDie nieders&auml;chsische Regierung passt sich dieser unausweichlichen Lage offenbar an und plant daher nun f&uuml;r den 10. Mai mit weitgehenden Lockerungen f&uuml;r alle. Die alberne Terminbuchung soll f&uuml;r den Einzelhandel fallen und die Testpflicht, f&uuml;r die man vielerorts auch wieder Termine braucht, vermutlich ebenso. Pl&ouml;tzlich spielen bei den &Uuml;berlegungen die Erfahrungen aus Superm&auml;rkten, Drogerien und Co. eine Rolle, wo es das alles seit einem Jahr Pandemie nie gegeben hat. Ein Einfluss auf das Infektionsgeschehen ist nicht nachgewiesen. Und weil man das auch weiterhin nicht wissen will, gibt es auch keinen Grund mehr f&uuml;r pauschale Schlie&szlig;ungen. Darauf haben ebenfalls die Gerichte bereits hingewiesen. Die blo&szlig;e Behauptung oder Vermutung des Verordnungsgebers reicht nicht mehr aus, wenn durch eine bessere Erforschung von Infektionsumfeldern die erforderliche Klarheit geschaffen werden k&ouml;nnte.<br>\nIm &Uuml;brigen verl&auml;uft die gesellschaftliche Spaltung auch nicht zwischen Geimpften\/Genesenen und Ungeimpften\/Gesunden, sondern zwischen Arm und Reich. Das hat man lange auch nicht wissen wollen in dem Land, in dem die Kanzlerin mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der SPD gut und gerne lebt. Die Erkrankung trifft Menschen aus einkommensschwachen Bev&ouml;lkerungsschichten deutlich h&auml;ufiger. Der Grund sind beengte Wohnverh&auml;ltnisse und prek&auml;re Jobs. An diesen Zust&auml;nden &auml;ndern dann auch noch viel h&auml;rtere Lockdowns nichts. Die Stilllegung des &ouml;ffentlichen Lebens, besonders perfide sichtbar beim Sperren von Spielpl&auml;tzen, tr&auml;gt nichts dazu bei, die Benachteiligten und Armen aus ihren prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen zu befreien. Dar&uuml;ber sollte am 1. Mai gerade die woke Linke einmal nachdenken, die bei Lanz nur noch bedeutungsschwanger vor sich hin philosophiert und sich dann dar&uuml;ber wundert, dass sie in den Umfragen so schlecht dasteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210501das-ende-der-pandemie\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pressefreiheit und Corona: &ldquo;Panik ist kein guter Ratgeber&rdquo;<\/strong><br>\nSabine Schiffer &uuml;ber das rauere Klima gegen Journalisten, Gefahren durch Projekte gegen Desinformation und verengte Diskurskorridore nach einem Jahr Pandemie<br>\nZum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit hat Telepolis mit der Sprachwissenschaftlerin und Medienp&auml;dagogin Sabine Schiffer &uuml;ber die Situation der Branche nach einem Jahr Corona-Pandemie gesprochen. Dabei geht es nicht nur um die offensichtlichen Einschr&auml;nkungen der Pressefreiheit, wenn etwa Journalistinnen und Journalisten gewaltsam an der Aus&uuml;bung ihres Berufes gehindert werden.<br>\nIm Interview mit Telepolis &auml;u&szlig;ert sich Schiffer auch zu subtileren Trends: der Polarisierung der Branche, vorschnellen Einordnung von kritischen Akteuren in das Lager der &ldquo;Corona-Leugner&rdquo;, aber auch &uuml;ber (&uuml;ber-)staatliche Angriffe auf diskursive Freiheiten, wenn es etwa um das Thema Russland geht.<br>\nDeutlich wird in dem Gespr&auml;ch mit der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Instituts f&uuml;r Medienverantwortung, dass die Freiheit der Presse von vielen Seiten eingeschr&auml;nkt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Pressefreiheit-und-Corona-Panik-ist-kein-guter-Ratgeber-6033876.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Abschied von der Friedensunion, Aufbruch in neue Klimapolitik &ndash; und Zensur bei Facebook<\/strong><br>\nGestern war ein schwarzer Tag f&uuml;r EUropa. Das Europaparlament hat den 7,9 Mrd. Euro schweren Verteidigungsfonds gebilligt &ndash; und damit Abschied von der alten Friedensunion genommen.<br>\nK&uuml;nftig f&ouml;rdert die EU nicht mehr nur zivile Projekte, sondern auch die Aufr&uuml;stung. Es geht um die Entwicklung von Drohnen und den Aufbau milit&auml;rischer Kapazit&auml;ten, um auf Krisen reagieren zu k&ouml;nnen.<br>\nZur Begr&uuml;ndung mu&szlig; der fr&uuml;here US-Pr&auml;sident Trump herhalten &ndash; die EU m&uuml;sse sich von den USA unabh&auml;ngig machen, hei&szlig;t es. Das k&ouml;nnte sie aber auch innerhalb der Nato.<br>\nDort ist Aufr&uuml;stung ja auch schon programmiert. Man m&uuml;sste einen &ldquo;europ&auml;ischen Pfeiler&rdquo; der willigen Staaten (ohne die T&uuml;rkei) bilden, um innerhalb der Allianz voranzukommen.<br>\nDoch da sind Polen und andere Osteurop&auml;er vor. Sie verhindern eine EU-Identit&auml;t in der Nato &ndash; und blockieren gleichzeitig eine selbstst&auml;ndige europ&auml;ische Armee.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/abschied-von-der-friedensunion-aufbruch-in-neue-klimapolitik-und-facebook-zensiert-la-boum-2\/%20\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Russland dort treffen, wo es wirklich wehtut!&rdquo; &ndash; Fischer und Lambsdorff machen mobil<\/strong><br>\nNicht nur Amerika, auch Joschka Fischer &ldquo;is back&rdquo;! Letzte Woche zeigte er zusammen mit Alexander Graf Lambsdorff im &ldquo;Spiegel&rdquo; Russland, wo es langzugehen hat. Erstes Opfer: Nat&uuml;rlich Nord Stream 2.<br>\nSeien wir nicht ungerecht: Es ist ja nicht so, dass Deutschland Joschka Fischer &uuml;berhaupt nichts zu verdanken h&auml;tte! Immerhin hat er uns als rot-gr&uuml;ner Au&szlig;enminister 2003 davor bewahrt, von den USA in ihre Koalition der Willenlosen und damit in den Irakkrieg hineingezogen zu werden. Sein trotziges &ldquo;Excuse me, I am not convinced!&rdquo; mit leichtem Bibbern in der Stimme Richtung Donald Rumsfeld am 8. Februar 2003 auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz war eine Sternstunde deutscher Selbstbehauptung und h&auml;tte der Startschuss f&uuml;r eine Emanzipation vom gro&szlig;en Bruder jenseits des Atlantiks werden k&ouml;nnen &hellip;<br>\nDas war es aber auch schon.<br>\nAbgesehen von diesem S&uuml;ndenfall bew&auml;hrte sich der Frankfurter Ex-Sponti stets als verl&auml;sslicher Transatlantiker, vermutlich zur vollen Zufriedenheit seiner Partner jenseits des Gro&szlig;en Teichs. Legend&auml;r sein enges Verh&auml;ltnis zu Madeleine Albright! Mittlerweile genie&szlig;t Fischer l&auml;ngst seinen wohlverdienten politischen Ruhestand, will sagen: Er ber&auml;t &uuml;ber seine Consulting-Firma nicht nur finanzstarke Unternehmen (fast) s&auml;mtlicher Couleur, sondern belehrt altersweise, als wolle er Helmut Schmidt beerben, mit gerunzelten Sorgenfalten in der Stirn gleich die ganze Welt.<br>\nLetzte Woche war es mal wieder so weit, diesmal hatte das Qualit&auml;tsmagazin von der Hamburger Ericusspitze die Ehre, dem Elder Statesman die Stichworte zu liefern. Mit von der Partie war Fischers Transatlantikbruder im Geiste, der FDP-Bundestagsabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff, und man geht wohl nicht fehl in der Annahme, dass hier nicht nur Schleichwerbung f&uuml;r dessen neues Buch &ldquo;Wenn Elefanten k&auml;mpfen&rdquo; betrieben, sondern auch &ndash; die Gr&uuml;nen halten sich eben s&auml;mtliche Optionen offen &ndash; au&szlig;enpolitische Gemeinsamkeiten f&uuml;r eine k&uuml;nftige Regierungskoalition &ouml;ffentlich durchbuchstabiert werden sollten.<br>\nEs ging, nat&uuml;rlich, um Russland, das laut Spiegel &ldquo;mit dem S&auml;bel rasselt&rdquo;, und um das &ldquo;nach Macht und Einfluss strebende&rdquo;China. Bereits die &Uuml;berschrift machte unmissverst&auml;ndlich klar, wohin die Reise bezogen auf Deutschlands gro&szlig;en Nachbarn im Osten zu gehen hat: &ldquo;Wir m&uuml;ssen Russland dort treffen, wo es wirklich wehtut.&rdquo; (&hellip;)<br>\nSchlie&szlig;lich habe, so Fischer, Russland &ldquo;schon einmal mit Waffengewalt europ&auml;ische Grenzen ver&auml;ndert&rdquo;, was f&uuml;r Europa &ldquo;vollkommen inakzeptabel&rdquo; sei. Dann allerdings folgte ein bedenklicher Satz, der den begr&uuml;ndeten Verdacht nahelegt, dass der 73-j&auml;hrige Ex-Au&szlig;enminister mittlerweile an retrograder Amnesie leiden k&ouml;nnte:<br>\n&ldquo;Die Europ&auml;er waren sich nach Ende des Kalten Krieges einig, dass ihr Kontinent nie wieder zum Schauplatz eines Krieges werden darf.&rdquo;<br>\nWohl wahr! Aber war da nicht mal was?<br>\nDa Fischer es offenbar selbst nicht mehr schafft, w&auml;re es hier die Aufgabe der beiden Qualit&auml;tsjournalist*innen vom Hamburger Nachrichtenmagazin gewesen, dem l&ouml;chrigen Ged&auml;chtnis des gr&uuml;nen Bellizisten auf die Spr&uuml;nge zu helfen und ihn entlang der klassischen psychoanalytischen Guideline &ldquo;Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten&rdquo; geduldig dabei zu unterst&uuml;tzen, seinen offenbar tief verdr&auml;ngten (gar abgespaltenen?) Anteil an des wiedervereinten Deutschlands erstem &ndash; und noch dazu, wie Fischers damaliger Chef Gerhard Schr&ouml;der Jahre sp&auml;ter unumwunden einr&auml;umte, v&ouml;lkerrechtswidrigem &ndash; Waffengang, und zwar gegen die Bundesrepublik Jugoslawien im Fr&uuml;hjahr 1999, wieder ins Bewusstsein zu rufen. Nicht schlecht w&auml;re es auch gewesen, Fischer bei dieser Gelegenheit mit dem gebotenen therapeutischen Taktgef&uuml;hl behutsam an seinen damaligen mehr als abwegigen Auschwitzvergleich, mit dem er seine gr&uuml;ne Basis in den Krieg gelockt hatte, zu erinnern. &ndash; Doch nichts dergleichen, der Spiegel gab sich handzahm wie immer!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/116884-russland-dort-treffen-wo-es-wirklich-wehtut-fischer-und-lambsdorff-machen-mobil\/%20\">Leo Ensel in RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>65.000 Mitarbeiter fehlen: Dem Handwerk gehen die Fachkr&auml;fte aus<\/strong><br>\nHandwerksbetriebe in Deutschland k&auml;mpfen mit dem Fachkr&auml;ftemangel: Offene Stellen k&ouml;nnen h&auml;ufig nicht mehr mit Gesellen oder Meistern besetzt werden. Das hat f&uuml;r Firmen vor allem wirtschaftliche Folgen, Auftr&auml;ge gehen verloren. Viele unbesetzte Lehrstellen k&ouml;nnten das Problem in Zukunft noch verschlimmern.<br>\nVielen Handwerksbetrieben in Deutschland f&auml;llt es auch in der Corona-Krise schwer, ausreichend Mitarbeiter zu finden. Deutschlandweit fehlen aktuell 54.000 Gesellinnen und Gesellen, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergeben hat, &uuml;ber die auch die &ldquo;Rheinische Post&rdquo; berichtete. Insgesamt beziffert die Untersuchung den Fachkr&auml;ftemangel im Handwerk auf knapp 65.000 Arbeitskr&auml;fte. Kunden m&uuml;ssten deshalb oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen, den Betrieben entgingen Auftr&auml;ge.<br>\nEinbruch &ldquo;bislang einzigartig&rdquo; So wenige Azubis wie seit Jahrzehnten nicht [&hellip;]<br>\nBetroffen von Fachkr&auml;ftemangel sei aber auch der Verkauf von Fleischwaren. Meisterinnen und Meister sind der Studie zufolge beispielsweise in der Medizin-, Orthop&auml;die- und Rehatechnik sowie im Hoch- und im Tiefbau besonders knapp. Die Corona-Krise habe sich bei den einzelnen Handwerksbranchen unterschiedlich stark bemerkbar gemacht. Friseure, Optiker und H&ouml;rger&auml;teakustiker h&auml;tten durch die Lockdowns starke Umsatzeinbu&szlig;en erlitten. Deshalb sei in diesen Branchen die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften unter das Niveau von vor der Pandemie gesunken. Viele Unternehmen aus dem Bauhandwerk h&auml;tten sich dagegen vergleichsweise schnell von der Krise erholt, so dass die Arbeitskr&auml;ftenachfrage in diesem Bereich im Dezember 2020 wieder &uuml;ber dem Vorkrisenniveau gelegen habe.<br>\nSchwierigkeiten habe das Handwerk, alle Ausbildungspl&auml;tze zu vergeben. Der Anteil der unbesetzten Lehrstellen sei im Handwerk h&ouml;her als in anderen Ausbildungsbereichen. Das Handwerk habe bei jungen Menschen noch immer mit einem Imageproblem zu k&auml;mpfen. &ldquo;Jugendliche wissen viel zu wenig &uuml;ber die vielf&auml;ltigen und zukunftssicheren M&ouml;glichkeiten im Handwerk&rdquo;, klagte ZDH-Pr&auml;sident Wollseifer. Es gebe zahlreiche Handwerksberufe mit &ldquo;mit Karriereoptionen, die denen eines Studiums in Nichts nachstehen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Dem-Handwerk-gehen-die-Fachkraefte-aus-article22527956.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> &Uuml;berraschung! Es war ein erkl&auml;rtes Ziel der Agenda 2010, jegliche Berufsqualifikation nach nur 12 Monaten Arbeitslosigkeit zu entwerten und einen Arbeitslosen zu jeder T&auml;tigkeit zu zwingen. Dazu kamen weitere Sozialk&uuml;rzungen, welche die Wechself&auml;lle des Lebens immer st&auml;rker auf das Individuum verlagerten. Welche Anreize setzt das, sich neben dem Beruf in der Freizeit auf eigene Kosten weiter zu qualifizieren und einen Meister zu machen? Und wie sieht es f&uuml;r junge Menschen aus mit der Aussicht aus, bis 67 in ihrem erlernten Beruf t&auml;tig zu sein? Die gesetzliche Absicherung gegen Berufsunf&auml;higkeit ist 2001 ersatzlos entfallen. Und ausgerechnet Menschen in belastenden Berufen bekommen keinen bezahlbaren privaten Schutz vor Berufsunf&auml;higkeit. Da w&auml;hlt man dann wom&ouml;glich eher einen Beruf, in dem man wahrscheinlich eher bis 67 durchh&auml;lt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Handwerksbetriebe bzw. ihre Lobbyverb&auml;nde k&ouml;nnen auch immer nur klagen &ndash; in diesem Fall ganz besonders ungerechtfertigt. Zu wenige Friseure? Ist das ein Wunder, wenn der Mindestlohn bei Friseuren dem miserablen allgemeinen Mindestlohn (!!) von 9,50 Euro entspricht und die Steigerung auf 10,45 Euro ab Juli 2022 <a href=\"https:\/\/imsalon.de\/branchen-news\/branche-detailseite\/mindestlohn-steigt-stufenweise-auf-1045-euro-bis-juli-2022\/#:~:text=01.07.2020-,Friseur%2DMindestlohn%20steigt%20stufenweise%20auf%2010%2C45%20Euro%20bis%20Juli,Juni%202020%20in%20Berlin%20mit.\">&ldquo;herausfordernd&rdquo; genannt wird<\/a>, also der Bruttolohn deutlich unter 2.000 Euro liegt? F&uuml;r die angeblich fehlenden Augenoptiker werden <a href=\"https:\/\/www.doz-verlag.de\/news\/mindestlohn-steigt-bis-2022\">L&ouml;hne von 2.000 bis 2.400 Euro genannt<\/a>, f&uuml;r H&ouml;rger&auml;teakustiker vielleicht <a href=\"https:\/\/unbeschwert-hoeren.de\/hoergeraeteakustiker\/hoergeraeteakustiker-gehalt\/\">ein bisschen h&ouml;her<\/a> &ndash; Hungerl&ouml;hne allerorten. Aber vielleicht wird auf dem Bau besser verdient? F&uuml;r Elektriker gilt aktuelle ein Mindestlohn von 12,40 Euro pro Stunde (ca. 2.000 Euro\/Monat). Die Nettol&ouml;hne liegen also alle im Bereich von 1.300 bis 1.700 Euro, womit man in vielen Gro&szlig;st&auml;dten keine Mietwohnung bekommt und sich eine Familie v&ouml;llig abschminken kann. Von den geringen Ausbildungsverg&uuml;tungen muss man gar nicht erst anfangen. Wor&uuml;ber soll man mit dem HDE diskutieren, wenn er von &ldquo;attraktiven Jobs&rdquo; schwafelt und &ldquo;h&auml;nderingend&rdquo; sucht, statt endlich vern&uuml;nftige L&ouml;hne zu zahlen? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Sie strampeln sich wahnsinnig ab, aber sie kommen nie auf die sichere Seite&ldquo;<\/strong><br>\nZur neuen &bdquo;Working Class&ldquo; z&auml;hlt die Journalistin Julia Friedrichs Menschen, die alleine von ihrem Arbeitsnetto leben und nicht in der Lage sind, R&uuml;cklagen aufzubauen. In Deutschland seien das ungef&auml;hr 50 Prozent der Arbeitenden, sagte Friedrichs im Dlf. Sie warnt vor fatalen Folgen f&uuml;r die Gesellschaft.<br>\n&bdquo;Ihr werdet es einmal schlechter haben als wir.&ldquo; Diesen Satz k&ouml;nnten heute viele &auml;ltere Menschen in Deutschland zu ihren Kindern sagen und w&uuml;rden damit vermutlich recht behalten. Denn was vor einigen Jahrzehnten noch als selbstverst&auml;ndlich galt, ist heute gar nicht mehr so leicht: Sich Wohlstand zu erarbeiten, und es aus eigener Kraft zu mehr zu bringen als noch die Eltern. (&hellip;)<br>\nIn der Pandemie habe sich auch gezeigt, dass diejenigen, die nicht in der Lage sind, Verm&ouml;gen aufzubauen, von Widrigkeiten des Lebens sofort existentiell betroffen werden. Auch wenn es noch zu wenig Daten gebe, sei zu bef&uuml;rchten, dass die Corona-Pandemie die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergr&ouml;&szlig;ern werde, sagte Friedrich.<br>\nF&uuml;r die Zukunft sieht die Journalistin eine &bdquo;ganz, ganz gro&szlig;e Gefahr darin&ldquo;, dass diejenigen, die trotz gr&ouml;&szlig;tem Einsatz das Gef&uuml;hl haben, nicht voranzukommen, aufstecken und sich frustriert zur&uuml;ckziehen. &bdquo;Und sagen: Ich bin kein aktiver B&uuml;rger dieses Landes mehr.&ldquo; In einigen westlichen Industriel&auml;ndern sei eine solche Entwicklung schon zu beobachten.<br>\nUm Gegenzusteuern bed&uuml;rfte es nach Ansicht von Friedrichs nicht nur h&ouml;herer L&ouml;hne und ein anderes Steuersystem, sondern auch &bdquo;ein Anerkennen, dass bestimmte Berufe notwendig&ldquo; seien, die dann auch entsprechend bezahlt werden m&uuml;ssten &ndash; &bdquo;sei es in der Reinigung, sei es in der Pflege oder bei den Kassiererinnen &ndash; ich glaube, die Liste lie&szlig;e sich noch sehr, sehr lange fortf&uuml;hren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-neue-working-class-sie-strampeln-sich-wahnsinnig-ab.694.de.html?dram:article_id=496569%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Es ist ein Geheimnis, das alle teilen und &uuml;ber das niemand spricht&laquo;<\/strong><br>\nDie Mode lebt von Tr&auml;umen. Von denen, die sie verkauft. Und von denen der Menschen, die auf eine glamour&ouml;se Karriere hoffen und daf&uuml;r unbezahlt schuften. Giulia Mensitieri hat einige von ihnen getroffen.<br>\nSie tragen Gucci und Prada am K&ouml;rper, &uuml;bernachten im Ritz und sind gleichzeitig so arm, dass sie sich keine Wohnung leisten k&ouml;nnen. Wer in der Mode arbeitet, geh&ouml;rt oft einer seltsamen sozialen Klasse an, einem &raquo;Prekariats des Dazwischen&laquo;, wie es die Anthropologin Giulia Mensitieri nennt. Sie hat die Pariser Modewelt untersucht, wo Designerinnen, Stylisten und Models oft kein Geld f&uuml;r ihre Arbeit bekommen, sondern: Sichtbarkeit. Und sie bef&uuml;rchtet, dass dies kein Problem der Mode allein ist, sondern sich hier unter einem Brennglas zeigt, wie Klassenstrukturen verschwimmen und neue Formen der Ausbeutung entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/stil\/selbstausbeutung-in-der-pariser-modeindustrie-es-ist-ein-geheimnis-das-alle-teilen-und-ueber-das-niemand-spricht-a-2a195da1-5de9-49e3-bc80-493f8a144359%20\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Merkel schw&auml;nzt EU-Sozialgipfel &ndash; schon wieder<\/strong><br>\nEs soll der H&ouml;hepunkt der portugiesischen EU-Pr&auml;sidentschaft werden: Der Sozialgipfel am 7. und 8. Mai in Lissabon. Doch Kanzlerin Merkel f&auml;hrt nicht hin &ndash; angeblich wegen des deutschen Lockdowns. Dabei hat sie schon einmal einen Sozialgipfel geschw&auml;nzt.<br>\nIm November 2017 sagte Merkel die Teilnahme am Sozialgipfel in G&ouml;teborg ab. Damals schob sie die Koalitionsverhandlungen vor &ndash; und schickte keine Vertretung.<br>\nDamit torpedierte sie die &ldquo;Europ&auml;ische S&auml;ule sozialer Rechte&ldquo;, die in G&ouml;teborg ausgerufen wurde. Nun, in Lissabon, geht es darum, diese S&auml;ule konkret auszugestalten.<br>\nImmerhin will Merkel diesmal virtuell teilnehmen. Aber ob das reicht, um Beschl&uuml;sse zu fassen, ist nicht sicher.<br>\nIch w&uuml;rde mich nicht wundern, wenn es aus dem Kanzleramt hie&szlig;e, im Videoformat sei dies leider nicht m&ouml;glich.<br>\nFest steht, dass Merkel mit dem sozialen EUropa nicht wirklich warm wird.<br>\nNun nutzt sie auch noch das &ldquo;social distancing&rdquo; &ndash; also den von ihr selbst angeordneten deutschen Lockdown &ndash; als Ausrede&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/merkel-schwaenzt-eu-sozialgipfel-schon-wieder\/%20\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Frankreich lockert wieder &ndash; die letzte M&ouml;glichkeit das Gesicht zu wahren?<\/strong><br>\nWer in den letzten Wochen die deutsche Berichterstattung &uuml;ber Frankreich &uuml;ber sich ergehen lie&szlig;, kam wohl aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Berichterstattung reichte von schlecht gedrehten Dokumentationen (siehe &bdquo;Die Pandemie-Polizei: Kontaktsperre-Kontrollen in Frankreich&ldquo;) bis hin zu zahlreichen &bdquo;Updates&ldquo; &uuml;ber die katastrophale Lage der wahnsinnig einschr&auml;nkenden Ma&szlig;nahmen in Frankreich. Die Ereignisse in Frankreich wurden der deutschen &Ouml;ffentlichkeit wohlwollend als Gesellschaftskollaps verkauft. Leider ist das nur die halbe Wahrheit, besser ausgedr&uuml;ckt ein ziemlich verzerrtes Bild der Wirklichkeit vor Ort. Es ist zwar richtig, dass die b&uuml;rgerlichen Freiheiten massiv eingeschr&auml;nkt wurden und bis heute Ausgangssperren gelten. Was aber gerne verschwiegen wird oder m&ouml;glicherweise auch nur unwissentlich nicht erw&auml;hnt wird, ist der tats&auml;chliche Umgang der franz&ouml;sischen Bev&ouml;lkerung mit den in Kraft getretenen Regelungen.<br>\nJa es gibt und gab strenge Regelungen in Frankreich und insbesondere in Paris. Eine Frage m&uuml;sste aber hinzugef&uuml;gt werden: halten sich die Franzosen auch tats&auml;chlich alle immer daran? Antwort: es kommt drauf an.<br>\nBesonders hier werden die Mentalit&auml;tsunterschiede zwischen der deutschen und der franz&ouml;sischen Gesellschaft deutlich. Man k&ouml;nnte es in pauschaler und plakativer Weise in einem Satz beschreiben. Wenn der Staat neue freiheitseinschr&auml;nkende Ma&szlig;nahmen erl&auml;sst fragt der eine wie, wann und wo man sie zu befolgen hat und der andere wie man sie umgehen kann. Es herrscht eine ganz andere Rechtskultur in beiden L&auml;ndern (siehe Begriff &bdquo;Legal culture&ldquo;). (&hellip;)<br>\nDas Katz-und-Maus-Spiel auf, vor und neben den weitl&auml;ufigen Treppen des Sacr&eacute;-Coeur in Montmartre zwischen Polizeibeamten und B&uuml;rgern geht schon seit mehreren Monaten. Jede Stunde kommen Polizeibeamten vorbei und jagen die B&uuml;rger von den Treppen und bem&auml;ngeln halbherzig die fehlenden Sicherheitsabst&auml;nde. Laut Gesetz muss im Freien eine Maske getragen werden. Ein Versto&szlig; dagegen wird von der Polizei oftmals ignoriert oder wenn dann nur halbherzig ger&uuml;gt. Solche Szenen spielen sich auch an den beliebten Ufern der Pariser Kan&auml;le und den gro&szlig;en Pl&auml;tzen ab. Die Polizei ist immer irgendwo dabei, aber was die den ganzen Tag genau machen, wei&szlig; keiner wirklich so recht. Ansonsten herrscht keine nennenswerte Polizeipr&auml;senz auf den Stra&szlig;en. Die seit den Terroranschl&auml;gen 2015 patrouillierenden Polizisten und Fremdenlegion&auml;re an den Bahnh&ouml;fen sind aber geblieben. (&hellip;)<br>\nTrotz des Chaos und der Sch&auml;den die entstanden sind, gibt es in Frankreich einen Weg der Vers&ouml;hnung zwischen den Menschen mit Meinungsverschiedenheiten, ein wieder zusammenkommen, ein wieder gemeinsames Erleben. Das Leben in Frankreich nimmt wieder Fahrt auf, die freundschaftlichen Wunden, die es auch geben wird, werden verheilen. Ob dies auch f&uuml;r Deutschland gilt, wo Tag f&uuml;r Tag die Bev&ouml;lkerung ideologisch &uuml;ber eine ungeheuerlichen Vielzahl von Stigmas gespalten wird? Die abwertenden Begrifflichkeiten mit denen herumgeworfen wird, hat eine betr&auml;chtliche L&auml;nge gewonnen: Corona-Leugner, Corona-Skeptiker, Corona-Verharmloser, Coronaschwurbler, Coronarebellen, Covidiot, Schwurbler, Verschw&ouml;rungstheoretiker, Verschw&ouml;rungsideologen, Verschw&ouml;rungsmystiker&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/frankreich-lockert-wieder-die-letzte-moeglichkeit-das-gesicht-zu-wahren\/%20\">Sean Henschel in KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mutanten, Sauerstoffmangel, &uuml;berf&uuml;llte Kliniken: Was ist wirklich los in Indien?<\/strong><br>\nIn den Nachrichten kursieren derzeit Horrormeldungen &uuml;ber die Corona-Krise in Indien. Dass Metropolen wie Neu-Delhi in den letzten Jahren mehrfach aufgrund von Atemwegserkrankungen durch Smog den Gesundheitsnotstand ausriefen, wird konsequent ignoriert. (&hellip;)<br>\nIn Indiens Metropole ist die Luftqualit&auml;t schon seit l&auml;ngerem ein Problem: In den letzten Jahren war Neu-Delhi immer unter den zehn St&auml;dten mit der schlechtesten Luftqualit&auml;t weltweit vertreten, von den 15 St&auml;dten mit der schlechtesten Luftqualit&auml;t befinden sich zudem 14 in Indien. Experten zufolge ist ein Tag in Neu-Delhi so sch&auml;dlich wie das Rauchen von 40 bis 50 Zigaretten. In der Vergangenheit hatte dies &ouml;fter dazu gef&uuml;hrt, dass in der Stadt der Notstand ausgerufen, Schulen geschlossen und Fahrverbote verh&auml;ngt wurden. Doch eine wirkliche L&ouml;sung des Problems war nie in Sicht, da sich politisch niemand f&uuml;r langfristige L&ouml;sungen verantwortlich f&uuml;hlte. Durch den ersten Lockdown im Fr&uuml;hjahr des vergangenen Jahres hatte sich die Luftqualit&auml;t in Neu-Delhi zu einem hohen sozialen Preis zwar deutlich verbessert. Doch seit November 2020 ist das Smog-Problem wieder dasselbe und versch&auml;rft seither die Gesundheitskrise durch COVID-19.<br>\nDie Problematik der toxischen Luft in Indiens Metropolen wurde in den letzten Jahren auch von anderen Medien gelegentlich thematisiert: &ldquo;Smog in Delhi: T&ouml;dliche Luft&rdquo;, lautete beispielsweise die &Uuml;berschrift eines FAZ-Artikels aus dem November 2019. Auch der Spiegel griff das Thema im Jahr 2014 im Artikel &ldquo;Indien: Smog in Neu-Delhi ist schlimmer als in Peking&rdquo; auf, ebenso die Welt 2017 mit &ldquo;Smog-Alarm: Neu-Delhi derzeit nicht zum Wohnen geeignet&rdquo;. Die NZZ berichtete 2019 sogar &uuml;ber die erste &ldquo;Sauerstoff-Bar&rdquo; in Indien. Vermutlich fanden sich die Beitr&auml;ge irgendwo auf Seite 11 der jeweiligen Ausgabe, vielleicht schafften es einige Artikel auch auf die Hauptseite &ndash; um in den n&auml;chsten Tagen wieder vergessen zu werden.<br>\nDoch seit der Corona-Krise muss man das Bedrohungsszenario bekannterma&szlig;en aufrechterhalten: Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass die Atemwegserkrankungen COPD und Tuberkulose sowie Atemwegsinfektionen wie Bronchitis, die zu Lungenentz&uuml;ndungen f&uuml;hren, zu den zehn h&auml;ufigsten Todesursachen in Indien z&auml;hlen. Man stirbt bekanntlich nur noch an COVID-19. In Indien gab es bisher etwas mehr als 200.000 Todesf&auml;lle im Zusammenhang mit COVID-19. Im Vergleich dazu starben in den letzten Jahren 1,2 Millionen Inder vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung. Die Dunkelziffer k&ouml;nnte jedoch noch viel h&ouml;her sein, da Feinstaub als Todesursache nicht immer eindeutig zu erkennen ist.<br>\nUnd Atemwegserkrankungen sind nicht das einzige Gesundheitsproblem in Indien: Dort sterben jeden Tag etwa 2.000 Menschen an Durchfallerkrankungen, was vor allem auf einen Mangel an sauberem Wasser und sanit&auml;ren Einrichtungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Solche Bedingungen bilden ein ideales Umfeld f&uuml;r &uuml;bertragbare Krankheiten. Im Land sterben zudem immer noch 1,4 Millionen Menschen j&auml;hrlich an Tuberkulose. Da durch den Lockdown wesentlich weniger Menschen geimpft wurden, d&uuml;rfte sich diese Zahl in den n&auml;chsten Jahren drastisch erh&ouml;hen. Aber auf die Kollateralsch&auml;den von Lockdowns einzugehen, w&uuml;rde an dieser Stelle zu weit f&uuml;hren.<br>\nDamit soll keineswegs die dramatische Lage, die derzeit in Indiens Krankenh&auml;usern herrscht, sch&ouml;ngeredet werden. Doch die Situation ist nicht erst seit der Corona-Krise dramatisch, und diese derart zu instrumentalisieren, wie es derzeit in den Mainstream-Medien geschieht, ist in erster Linie heuchlerisch. An dieser Stelle kann man den Redakteuren einiger Medienh&auml;user nur empfehlen, gelegentlich einen Blick ins Zeitungsarchiv zu werfen. Die Lekt&uuml;re der eigenen Artikel aus den letzten Jahren k&ouml;nnte ganz hilfreich sein, um die Lage realistisch einzuordnen &ndash; sofern man daran interessiert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/116860-mutanten-sauerstoffmangel-ueberfuellte-kliniken-was-ist-wirklich-los-in-indien\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung der (RT DE)  Redaktion:<\/strong> In einer urspr&uuml;nglichen Fassung hie&szlig; es, dass es etwas mehr als 20.000 Todesf&auml;lle im Zusammenhang mit COVID-19 gegeben habe. Tats&auml;chlich waren es etwas mehr als 200.000.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Klimaschutz: Warum die n&auml;chste Wahl alles entscheidet<\/strong><br>\nDie Kanzlerin spricht von einer &ldquo;wegweisenden&rdquo; Entscheidung, der Vizekanzler will sich sogleich an die Arbeit machen: Nie hat sich eine Bundesregierung so artig f&uuml;r eine Klatsche bedankt wie Union und SPD f&uuml;r die Klima-Ansage aus Karlsruhe. Das Bundesverfassungsgericht verlangt Nachbesserungen am Klimaschutzgesetz, und die Bundesregierung scheint geradezu erleichtert zu sein. Als h&auml;tten Au&szlig;erirdische jenes Gesetz erlassen, das die Regierung nun endlich korrigieren darf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/klimaschutz-wahlkampf-merkel-soeder-kommentar-1.5281982?reduced=true\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Paraquat Papers: Wie Syngenta jahrzehntelang Warnungen ignorierte, um sein hochgiftiges Pestizid im Markt zu halten<\/strong><br>\nDas von Syngenta vermarktete Paraquat ist eines der &auml;ltesten und giftigsten Pestizide der Welt. Hunderte von internen Dokumenten, die Public Eye und Unearthed erhalten haben, erz&auml;hlen die Geschichte eines verantwortungslosen Agrochemiekonzerns, der &uuml;ber Jahrzehnte nichts unversucht liess, um sein Herbizid auf dem Markt zu halten &ndash; w&auml;hrend Zehntausende daran starben. Warunika war sechzehn Jahre alt, als sie einen Schluck &laquo;Gramoxone&raquo; aus einer Flasche trank, die im Haus ihrer Familie herumstand. Ihre Eltern sind sich sicher: Sie wollte nicht sterben. Nach einem Streit mit ihrem Bruder hatte sie sich w&uuml;tend die Flasche geschnappt und einen Schluck genommen. &laquo;Hier, ich hab das getrunken!&raquo;, rief sie ihrer Mutter zu. &laquo;Sie hat das getan, um mir Angst zu machen&raquo;, erkl&auml;rt Kumarihami. Warunika starb am n&auml;chsten Tag im Krankenhaus. Ihre Eltern, Kleinbauern im Norden Sri Lankas, benutzten Gramoxone als Unkrautvernichter auf ihren Reisfeldern. Das Produkt enth&auml;lt Paraquat &ndash; eines der giftigsten Herbizide der Welt &ndash; in hoher Konzentration. Zur Zeit als Warunika starb &ndash; vor rund 20 Jahren &ndash; t&ouml;tete Paraquat jedes Jahr Hunderte von Menschen in Sri Lanka. Niemand weiss, wie viele Menschen insgesamt durch das Schlucken der Chemikalie gestorben sind, seit die britische Firma Imperial Chemical Industries (ICI) Gramoxone 1962 auf den Markt brachte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.publiceye.ch\/de\/themen\/pestizide\/wie-syngenta-jahrzehntelang-warnungen-ignorierte-um-sein-hochgiftiges-pestizid-im-markt-zu-halten\">Public Eye<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>D&uuml;sseldorfer Verwaltungsgerichtspr&auml;sident kritisiert Merkel scharf<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des D&uuml;sseldorfer Verwaltungsgericht hat die sogenannte Bundes-Notbremse und Bundeskanzlerin Merkel scharf kritisiert. &bdquo;Wenn die Bundeskanzlerin es als Mehrwert sieht, dass die Verwaltungsgerichte ausgeschaltet werden, dann frage ich mich, was f&uuml;r ein Verst&auml;ndnis von Rechtsstaat sie hat&ldquo;, sagte Andreas Heusch beim Jahrespressegespr&auml;ch des D&uuml;sseldorfer Verwaltungsgerichtes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/landespolitik\/verwaltungsgericht-duesseldorf-deutliche-kritik-an-merkel_aid-57704339%20\">RP-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Generalstreik in Kolumbien: &ldquo;Regierung gef&auml;hrlicher als das Virus&rdquo;<\/strong><br>\nLandesweiter Aufmarsch sozialer Organisationen. Allgemeine Unzufriedenheit ist gro&szlig;. Steuerreform, Menschenrechtslage und Gesundheitspolitik im Fokus<br>\nSeit Mittwoch finden im ganzen Land zahlreiche Demonstrationen mit mehreren Millionen Teilnehmenden statt. Die Kritik an der Politik der Regierung von Pr&auml;sident Iv&aacute;n Duque steht dabei im Vordergrund. Am Abend des ersten Streiktages haben die Dachverb&auml;nde der Gewerkschaften und der Gewerkschaft der Bildungsarbeiter:innen trotz der aktuell hohen Anzahl von Coronaf&auml;llen in Kolumbien den Streik um einen Tag verl&auml;ngert und weitere Proteste f&uuml;r den Monat Mai angek&uuml;ndigt. Die Streikationen gingen auch am Freitag weiter.<br>\nZahlreiche Solidarit&auml;tsaktionen haben auch im Ausland stattgefunden, unter anderem in Spanien, Deutschland, Australien sowie den USA.<br>\nDer unmittelbare Aufh&auml;nger f&uuml;r die Demonstrationen ist die angek&uuml;ndigte Steuerreform, welche vor allem Nachteile f&uuml;r den einkonmmensschwachen Teil der Bev&ouml;lkerung sowie f&uuml;r die Mittelschicht mit sich bringen w&uuml;rde. Einerseits soll die Mehrwertsteuer auf viele Produkte des t&auml;glichen Bedarfs, zum Beispiel Mehl, Salz, Zucker, Eier, Benzin, von sechs auf 19 Prozent erh&ouml;ht werden, andererseits werden viele Produkte zu Luxusg&uuml;tern erkl&auml;rt, welche bislang als t&auml;gliche Bedarfsg&uuml;ter Steuerfreiheit genie&szlig;en (amerika21 berichtete).<br>\nKritiker:innen der Steuerreform wie Fabio Arias Giraldo vom Gewerkschaftsdachverband CUT sind der Ansicht, dass stattdessen vor allem die Steuerbefreiungen f&uuml;r gro&szlig;e Unternehmen abgeschafft und Steuerfl&uuml;chtlinge verfolgt werden sollten. Auch kritisiert er die seiner Meinung nach unn&ouml;tige Anschaffung 24 neuer Kampfflugzeuge.<br>\nDie Gr&uuml;nde f&uuml;r die gro&szlig;e Mobilisierung sind &auml;hnlich wie schon beim gro&szlig;en Streik im November 2019: Laut dem Streikkomitee verlange die Bev&ouml;lkerung, dass soziale Aktivist:innen effektiv gesch&uuml;tzt, die Vereinbarungen des Friedensabkommens eingehalten sowie die Gesundheitsversorgung gest&auml;rkt werde. Weitere Punkte sind unter anderem eine schnellere Impfung, die Garantie eines Basiseinkommens, die Gratisimmatrikulation f&uuml;r Studierende sowie eine Hilfe f&uuml;r kleine Unternehmen.<br>\nDie Forderungen der Demonstrant:innen umfassen ein breites Spektrum: Sie richteten sich auch, wie etwa in Anor&iacute; im Departamento Antioquia, gegen die geplante Wiederaufnahme von Glyphosat-Spr&uuml;hfl&uuml;gen zur Drogenbek&auml;mpfung (amerika21 berichtete). Weiter wurde das Vordringen von gro&szlig;en Unternehmen in Gebiete der indigenen Bev&ouml;lkerung und von afrokolumbianischen Gemeinschaften angeprangert. In Cali haben Vertreter:innen der indigenen Bev&ouml;lkerung Misak die Statue des spanischen Eroberers Sebasti&aacute;n de Belalc&aacute;zar vom Sockel gest&uuml;rzt.<br>\nDie Bev&ouml;lkerung wolle einen grundlegenden &ouml;konomischen und sozialen Wandel, sagte der Senator Iv&aacute;n Cepeda in einem Fernsehinterview.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/05\/250174\/streik-kolumbien-steuerrform%20\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die offene Gesellschaft und ihre neuen Feinde<\/strong><br>\nWie nach dem zweiten Weltkrieg stehen wir heute erneut vor einer Weichenstellung zwischen Freiheit und Totalitarismus &ndash; zwischen einer offenen Gesellschaft, die jeden Menschen bedingungslos als Person anerkennt, und einer geschlossenen Gesellschaft, die die Gew&auml;hrung von Grundrechten an bestimmte Bedingungen kn&uuml;pft.<br>\nHerausforderungen wie die Ausbreitung des Coronavirus oder der Klimawandel sind in ihrer Qualit&auml;t und Gr&ouml;ssenordnung nicht v&ouml;llig neu. Solche Herausforderungen wurden von offenen Gesellschaften stets gemeistert durch spontane Verhaltensanpassung und technologische Innovation.<br>\nAkteure aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in Verbindung mit Massenmedien reden diese Herausforderungen zu existenziellen Krisen f&uuml;r die Menschheit hoch, um mittels gezielt gesch&uuml;rter Angst Akzeptanz daf&uuml;r zu erhalten, die Grundwerte unseres Zusammenlebens beiseite zu schaffen.<br>\nMan spielt dabei Externalit&auml;ten so aus, dass letztlich jedes freie Handeln unter dem Verdacht steht, andere zu sch&auml;digen. Von diesem Verdacht kann man sich dann nur durch einen Impf-, Nachhaltigkeits- oder allgemein sozialen Pass befreien. Die Aus&uuml;bung von Freiheit wird damit unter Bedingungen gestellt, die Experten festsetzen, welche f&uuml;r sich in Anspruch nehmen, ein moralisch-normatives Wissen zur Steuerung der Gesellschaft zu haben &ndash; wie einst die Philosophen-K&ouml;nige Platons.<br>\nDagegen kann man nur mit einem substanziellen Menschenbild angehen, das auf Freiheit und Menschenw&uuml;rde basiert, woraus sich Grundrechte ergeben, die bedingungslos gelten. Es gibt keinen moralischen Wert, der &uuml;ber der W&uuml;rde jedes einzelnen Menschen steht. (&hellip;)<br>\nWie nach dem zweiten Weltkrieg stehen wir heute vor einer Weichenstellung, welche unsere Gesellschaft f&uuml;r die kommenden Jahrzehnte pr&auml;gen k&ouml;nnte, weil sie einen Trend setzen k&ouml;nnte, der alle wesentlichen gesellschaftlichen Gruppen und politischen Parteien umfasst. Peter Sloterdijk hat im M&auml;rz 2020, zu Beginn der Coronakrise, gesagt, dass der Westen sich als genauso autorit&auml;r wie China erweisen wird.[5] Leider sollte er im vergangenen Jahr in einer Weise Recht bekommen, die viele, der Autor dieses Papiers eingeschlossen, nach der Erfahrung der Totalitarismen des 20. Jahrhunderts nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten haben. Ein grosser Teil der Organisationsformen der gesellschaftlichen Gruppen ebenso wie der politischen Parteien &ndash; einschliesslich derer, welche die Bezeichnung &laquo;liberal&raquo; f&uuml;hren &ndash; hat sich in den Trend zu dem neuen Totalitarismus umfassender Kontrolle eingereiht. Aber es gab auch viele, die sich aus liberaler, religi&ouml;ser oder sozialer &Uuml;berzeugung dagegen gewandt haben &ndash; oder einfach nur, weil sie sich nicht den gesunden Menschenverstand haben nehmen lassen durch eine modellierte Realit&auml;t, die ihnen Medien vorgegaukelt haben.<br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit, dass wir uns der Weichenstellung bewusst werden, vor der wir stehen. Dazu braucht es einen n&uuml;chternen Blick, der sich nicht von den &Auml;ngsten tr&uuml;ben l&auml;sst, welche die neuen Feinde der offenen Gesellschaft sch&uuml;ren, n&auml;mlich den Blick und das Vertrauen darauf, was jeden einzelnen von uns als vernunftbegabtes Lebewesen auszeichnet: die W&uuml;rde der Person, die in ihrer Freiheit im Denken und Handeln besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.europeanscientist.com\/de\/unkategorisiert\/die-offene-gesellschaft-und-ihre-neuen-feinde\/%20\">Michael Esfeld in European Scientist<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-72080","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72080"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72080\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72098,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72080\/revisions\/72098"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}