{"id":7214,"date":"2010-10-28T09:07:33","date_gmt":"2010-10-28T07:07:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7214"},"modified":"2010-10-28T09:07:33","modified_gmt":"2010-10-28T07:07:33","slug":"hinweise-des-tages-1258","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7214","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: &bdquo;Besch&auml;ftigtungswunder&ldquo;, Merkel und der EU-Gipfel, Gro&szlig;britanniens Blamage, jahrzehntelange Atomgefahr, Berliner Wassertisch, Guttenberg, Ermittlungen gegen Klaus Ernst eingestellt, Stuttgart 21, Riester-Rente, Steuerparadies Deutschland, Korruption, Jugendgewalt, Nahost-Konflikt, Absagen f&uuml;r FH-Studenten, zu guter Letzt. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">&bdquo;Besch&auml;ftigungswunder&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Angela Merkel und der EU-Gipfel &ndash; Europas &Uuml;bermutter \/ Kommentar von Stefan Cornelius<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">J. Bradford DeLong: Gro&szlig;britanniens Blamage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Jahrzehntelange Atomgefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">265.400 Unterschriften abgegeben &ndash; Zweite Stufe erfolgreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">B&ouml;ses Erwachen mit Guttenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Ermittlungen gegen Linke-Chef Ernst eingestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Stuttgart 21 und das Demokratieverst&auml;ndnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Das Labor von Stuttgart \/ Ralf F&uuml;cks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Riester-Renten-Atlas: Wo die Deutschen Geld verschenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Steuerparadies Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Bilfinger Berger: Feine Unterschiede der Korruption<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Jugendgewalt in Europa Muslimische Jugendliche nicht gewaltt&auml;tiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Nahost-Konflikt : Debatte im Schulbuch &ndash; Wer will schon Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Absagen f&uuml;r FH-Studenten: &ldquo;Wir danken f&uuml;r Ihr Interesse an einem Studium&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Zu guter Letzt: Bilanz von Pispers zu &ldquo;schwarz-Gelb&rdquo;:<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7214&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Besch&auml;ftigungswunder&ldquo;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die beste Arbeitsmarkt-Nachricht seit 20 Jahren<\/strong><br>\n&bdquo;Wir werden in diesem Monat die Drei-Millionen-Grenze bei den Arbeitslosen knacken &ndash; und das nicht zu knapp. Das ist der geringste Stand seit 20 Jahren!&ldquo;, verk&uuml;ndet Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in BILD am SONNTAG. Und f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Das ist ein sensationeller Erfolg der Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/wirtschaft\/2010\/10\/24\/arbeitsministerin-ursula-von-der-leyen\/beste-arbeitsmarkt-nachricht-seit-20-jahren.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst nach der Statistik der Bundesagentur suchen allerdings immer noch rund 4,5 Millionen Menschen nach einem bezahlten Arbeitsplatz.<br>\nDass von der Leyen einen Tag vor der offiziellen Vorstellung der Arbeitsmarktdaten durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit an die &Ouml;ffentlichkeit geht, belegt, dass es ihr vor allem um Eigenwerbung und nicht um die Probleme der Arbeitslosen und des Arbeitsmarktes geht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung B.M.:<\/strong> Anmerkung: Jetzt jubeln sie wieder. Dar&uuml;ber, dass sie die Zahlen richtig getrimmt haben. Jauchzen und Frohlocken sind angesagt. Neoliberale Arbeitsmarktpolitiker und die zugeh&ouml;rige Wirtschaft verbreiten mit Hilfe der willf&auml;hrigen Medien die frohe Botschaft. Doch was hat sich grundlegend ge&auml;ndert? Nichts! Der Aufschwung erreicht alle? Wo? Sprechblasen werden verbreitet, alles Ablenkman&ouml;ver von der unverfrorenen Klientelpolitik der Regierenden! Ein Job-Wunder? Normale Menschen werden wegen harmloserer Dauerverbreitung von L&uuml;gen in die Psychiatrie eingeliefert. Job-Wunder, Job-Boom? &Auml;ltere Arbeitslose sind die Gewinner am Arbeitsmarkt?! Wir werden wieder erleben, dass die Main-Stream-Medien unisono dieselben Nebelkerzen verbreiten, ungebremst, ungehemmt, unversch&auml;mt!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Fremde Federn<\/strong><br>\nDiese Regierung kann nichts f&uuml;r die Besch&auml;ftigungsgewinne. Am Arbeitsmarkt hat sie so gut wie nichts bewegt. Ihre wichtigsten Reformen, die Umorganisation der Jobcenter und die Neuberechnung der Hartz-IV-S&auml;tze, hat das Bundesverfassungsgericht erzwungen. Als gr&ouml;&szlig;te arbeitsmarktpolitische Leistung muss die Entscheidung gelten, das verbesserte Kurzarbeitergeld zu verl&auml;ngern und so die Erfolgsgeschichte der gro&szlig;en Koalition fortzuschreiben.<br>\nAuch am konjunkturellen Aufschwung ist Schwarz-Gelb schuldlos. Die entscheidenden Anst&ouml;&szlig;e kamen durch den Boom der Exporte ins europ&auml;ische Ausland sowie nach China, Brasilien und anderen Schwellenl&auml;ndern. Zudem st&uuml;tzten die oft verkannten Konjunkturprogramme inklusive der gro&szlig;en Steuersenkungen, die auf das Konto von Schwarz-Rot gehen.<br>\nMit knapp drei Millionen Arbeitslosen ist die Bundesrepublik von Vollbesch&auml;ftigung weit entfernt. Auf dem Weg zur&uuml;ck zu diesem traumhaften Zustand hat sie den ersten, leichtesten Teil der Strecke zur&uuml;ckgelegt. Es bleiben gewaltige soziale Probleme. Der Niedriglohnsektor grassiert, die Langzeitarbeitslosigkeit dr&uuml;ckt die Menschen in die Armut. Die Spaltung der Gesellschaft schreitet voran&hellip;<br>\nMehr denn je kommt es auch, aber nicht allein darauf an, Besch&auml;ftigung zu schaffen. Eine Gesellschaft mit dieser starken Basis kann es sich leisten, die Ausgeschlossenen und Abgeh&auml;ngten mitzunehmen. Sie kann mit Mindestl&ouml;hnen und einem gezielten Ausgleich durch einen kraftvollen Sozialstaat daf&uuml;r sorgen, dass sich der Wohlstand gerechter verteilt. Das ist angesichts des demografischen Wandels auch ein &ouml;konomischer Imperativ. Die Politik hat die Chance, den alten Satz endlich wieder mit Leben zu f&uuml;llen: In diesem Land wird jeder gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/fremde-federn\/-\/1472602\/4782100\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>DGB: Langzeibarbeitslose profitieren nicht<\/strong><br>\nDie Arbeitslosigkeit wird durch das schrumpfende Angebot an Berufst&auml;tigen reduziert. Wegen der geburtenschwachen Jahrg&auml;nge wird der Arbeitsmarkt um rund 200.000 Leute j&auml;hrlich entlastet. Immer noch sind nach der offiziellen Statistik der Bundesagentur rund 4,5 Millionen Menschen auf der Suche nach einem regul&auml;ren Arbeitsplatz (&hellip;).<br>\nGut zwei Drittel der Arbeitslosen sind bereits auf Hartz IV angewiesen. Die Sicherungsl&uuml;cken bei Verlust des Arbeitsplatzes werden immer gr&ouml;&szlig;er. Ein Viertel derjenigen, die ihren Job auf dem ersten Arbeitsmarkt verlieren, landen direkt im Hartz-IV-System, weil sie zu kurz oder gar nicht sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt waren (&hellip;)<br>\nDie konjunkturelle Erholung geht an den Langzeitarbeitslosen vorbei und die Arbeitslosigkeit der &Auml;lteren sowie der Menschen mit Behinderung liegt immer noch &uuml;ber Vorjahresniveau&hellip;<br>\nDie Arbeitslosenversicherung und ihre Beitragszahler werden mit den arbeitsmarktpolitischen Krisenfolgen alleingelassen. Die geplanten K&uuml;rzungen in der Arbeitsf&ouml;rderung sind massiv. Trotz Fachkr&auml;ftebedarf werden etwa 100.000 Menschen in beiden Systemen weniger gef&ouml;rdert werden k&ouml;nnen. Allein in der Arbeitslosenversicherung sollen 1,5 Milliarden gestrichen werden. Der Bund stiehlt sich wieder einmal aus der arbeitsmarktpolitischen Verantwortung Die Weiterbildungschancen werden sinken, Langzeitarbeitslosigkeit und Armut deutlich steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-langzeitarbeitslose-profitieren-nicht-\/-\/1472780\/4782122\/-\/view\/asFirstTeaser\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Arbeitslosenzahl f&auml;llt unter die Drei-Millionen-Marke<\/strong><br>\nVon der Leyen spricht von &ldquo;gro&szlig;em Erfolg&rdquo;<br>\nDie Zahl der Arbeitslosen ist nach Angaben der Bundesregierung im Oktober auf 2,945 Millionen gesunken. Das teilte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Mittwoch in Berlin mit. Die Ministerin sprach von einem &ldquo;gro&szlig;en Erfolg&rdquo;. Dies sei der niedrigste Wert seit 1991, so von der Leyen weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/9\/0,3672,8125065,00.html\">Heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Und t&auml;glich gr&uuml;&szlig;t &hellip; nein, nicht das Murmeltier, sondern das von der schwarz-gelben Bundesregierung und nahezu allen Mainstreammedien mit Penetranz zelebrierte &ldquo;Jobwunder&rdquo;-Ritual. Ursula von der Leyen versucht, Lobes-Lorbeeren einzuheimsen und streut &ldquo;frohe Kunde&rdquo; vom Arbeitsmarkt unters Wahlvolk: Sie verk&uuml;ndet im Vorgriff auf BA-Chef Weise das (auch jahrezeitlich mitbedingte) Sinken der offiziell gemeldeten Arbeitslosigkeit knapp unter die 3-Millionen-Marke.   <\/em><\/p>\n<p>Die massiven statistischen Sch&ouml;nf&auml;rbereien, welche die offizielle Arbeitslosenstatistik in den vergangenen 15 Jahren mehr und mehr zu einer Verschleierungs- und T&auml;uschungsstatistik verkommen lie&szlig;en, werden von der Bundesministerin und nahezu allen Mainstreammedien unter den Teppich gekehrt. Gleiches gilt f&uuml;r das weitgehende Ausblenden der drastischen Qualit&auml;tsverschlechterung der Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse: Teilzeitarbeit, Minijobs, 1-Euro-Jobs, Leiharbeitspl&auml;tze, befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse. So resultiert auch die aktuelle Besch&auml;ftigungszunahme im Vergleich zum Vorjahr nahezu ausschlie&szlig;lich aus dem Anstieg der zumeist prek&auml;ren Leih- und Teilzeitarbeit.<\/p>\n<p>An Unseri&ouml;sit&auml;t kaum noch zu &uuml;berbieten ist von der Leyens Behauptung, bei der von ihr verk&uuml;ndeten Oktober-Arbeitslosigkeit handele es sich um den &ldquo;niedrigsten Wert seit 1991&rdquo;. <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/10-18\/034.php?print=1\">Hierzu schreibt die Junge Welt unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Falsche Prognose&rdquo; <\/a><\/p>\n<blockquote><p>Was ist aber tats&auml;chlich los auf dem Arbeitsmarkt? Die Zahl der von den Besch&auml;ftigten abgeleisteten Arbeitsstunden ist von 52 (1991) auf 48 Milliarden Stunden (2008, dem Jahr vor dem Abschwung) gesunken. Das ist ein R&uuml;ckgang von 7,7 Prozent. In derselben Zeit ist die Zahl der Besch&auml;ftigten von 35,1 auf 35,9 Millionen, das hei&szlig;t um zwei Prozent, gestiegen. Das wirkt sich g&uuml;nstig auf die Statistik aus. (&hellip;)<br>\nAlso suchen nur 3,188 Millionen Menschen eine Arbeit (Stand der registrierten Arbeitslosigkeit im August) und demn&auml;chst noch weniger? Wenn man richtig rechnet, sind es nicht 3,188, sondern 4,330 Millionen. Diese Differenz von rund 1,1 Millionen setzt sich zusammen aus denen, die arbeitslos, &auml;lter als 58 sind und ALGI beziehen (0,35 Millionen), aus den Ein-Euro-Jobbern (0,32 Millionen), den Menschen in beruflicher Weiterbildung (0,19 Millionen) und denen in Eingliederungsma&szlig;nahmen (0,2 Millionen). Im vergangenen Juni teilt das Statistische Bundesamt mit, da&szlig; 8,6 Millionen Menschen eine Arbeit suchen. 3,2 Millionen sind registrierte Erwerbslose, 1,2 Millionen geh&ouml;ren zur &raquo;Stillen Reserve&laquo; (die sind nirgendwo gelistet, suchen aber dennoch eine Stelle). Weitere 4,2 Millionen haben eine Arbeit, die aber nicht zum Leben reicht. Der gr&ouml;&szlig;te Teil davon ist teilzeitbesch&auml;ftigt, ein anderer Teil ist zwar vollzeitbesch&auml;ftigt, aber das Einkommen reicht nicht aus. Sie alle suchen eine zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigung. Nicht eingerechnet in diese Zahl von 8,6 Millionen sind all diejenigen, die aus der registrierten Arbeitslosigkeit herausgerechnet wurden, also die Differenz zwischen 4,330 und 3,118 Millionen. Das macht weitere 1,1 Millionen Leute. Es ist also ein Schmarren, wenn von knapp 3,2 Millionen Arbeitslosen die Rede ist. Die &raquo;Stille Reserve&laquo;, die Leute im Ein-Euro-Job, sind &uuml;berhaupt nicht besch&auml;ftigt und suchen nach Arbeit, die anderen haben zwar eine Arbeit, so Teilzeit, k&ouml;nnen davon aber nicht leben. Auf der Suche nach Arbeit sind also, wenngleich aus recht unterschiedlichen Ausgangslagen, insgesamt 9,7 Millionen Menschen.<\/p><\/blockquote>\n<p><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung G.K:<\/strong> Autor des Junge Welt-Beitrages ist Herbert Schui. Herbert Schui ist Mitglied des Bundestages f&uuml;r Die Linke. Er war zuvor Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre an der Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Politik in Hamburg. Er ist Mitbegr&uuml;nder der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Job-Wunder mit Schattenseite<\/strong><br>\nDer Aufschwung am Arbeitsmarkt verdeckt Probleme, die durch demographischen Wandel entstehen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/0\/0,3672,8125120,00.html\">Heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Hier ist alles drin: Job-Wunder, Demographie, Arbeitsmarktflexibilit&auml;t (= weniger K&uuml;ndigungsschutz), Fachkr&auml;ftemangel &ndash; ein gelungenes Propagandast&uuml;ck!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Angela Merkel und der EU-Gipfel &ndash; Europas &Uuml;bermutter \/ Kommentar von Stefan Cornelius<\/strong><br>\nDie Kanzlerin wird ihre Vertrags&auml;nderungen bekommen, weil es wohl anders gar nicht geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/angela-merkel-und-der-eu-gipfel-europas-uebermutter-1.1016424\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Zuerst vergeigt sie alles und holt die Spekulation in die Euro-Zone durch ihr &ouml;konomisches Unverst&auml;ndnis (<a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2010\/43\/Themenausgabe\/31941239.html\">siehe Robert von Heusinger im &ldquo;Parlament&rdquo;<\/a>) und dann zwingt sie den dadurch enorm gesch&auml;digten L&auml;ndern auch noch einen &ouml;konomisch falschen Stabilit&auml;tspakt durch Vertrags&auml;nderungen auf . Oh, gibt es denn niemend , der diesem &ouml;konomischen Schwachsinn aus Deutschland Einhalt gebietet &ndash; aber eine Weile werden die Chinesen wohl &ndash; aus purem Eigeninteresse &ndash; noch den Euro retten (R.v.H.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>J. Bradford DeLong: Gro&szlig;britanniens Blamage<\/strong><br>\nEnde 2008, als die Finanzkrise mit voller Kraft zuschlug, teilten sich die L&auml;nder der Welt in zwei Gruppen auf: diejenigen, deren Politiker entschieden, sich durchzuwursteln, und China. Nur die Chinesen nahmen Milton Friedmans und John Maynard Keynes Argument ernst, dass man bei der M&ouml;glichkeit einer Depression als Erstes mithilfe des Staats strategisch auf den Produkt- und Finanzm&auml;rkten eingreifen sollte, um den Fluss der Gesamtnachfrage aufrechtzuerhalten.<br>\nDann, Anfang 2010, teilten sich die L&auml;nder, die sich durchgewurstelt hatten, in zwei Gruppen auf: Diejenigen, deren staatliche Kreditw&uuml;rdigkeit unbeeintr&auml;chtigt blieb, wurstelten sich weiter durch, w&auml;hrend L&auml;nder wie Griechenland und Irland, deren staatliche Kreditw&uuml;rdigkeit Schaden nahm, keine andere Wahl hatten, als einen Sparkurs einzuschlagen und zu versuchen, das fiskalische Vertrauen wiederherzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/delong107\/German\">Project-Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Eine Abrechnung mit dem Austerit&auml;ts-Dogma.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jahrzehntelange Atomgefahr<\/strong><br>\nAls eine &bdquo;undemokratische, skandal&ouml;se Fehlentscheidung&ldquo; bezeichnet die atomkritische &Auml;rzteorganisation IPPNW den f&uuml;r morgen erwarteten Bundestagsbeschluss &uuml;ber die Verl&auml;ngerung der Laufzeiten f&uuml;r Atomkraftwerke. &bdquo;Die Entscheidung ist zutiefst undemokratisch, weil die Bev&ouml;lkerung mehrheitlich strikt dagegen ist, weil sie gegen&uuml;ber den Bundestagsabgeordneten nur per Fraktionszwang durchgesetzt werden kann, weil das Gesetzgebungsverfahren ohne die Beteiligung des Bundesrates verfassungswidrig ist und weil aller Erfahrung nach die Atomindustrie beteiligte Spitzenpolitiker f&uuml;r ihre Dienste sp&auml;ter reich belohnen wird&ldquo;, kritisiert IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/presse\/presse-2010\/artikel\/6b37136244\/jahrzehntelange-atomgefahr.html\">IPPNV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>265.400 Unterschriften abgegeben &ndash; Zweite Stufe erfolgreich<\/strong><br>\nMit der &Uuml;bergabe mehrerer zehntausend Unterschriften am Mittwoch, 27.10.2010, an die Landeswahlleiterin Dr. Petra Michaelis-Merzbach hat sich die Zahl der bislang gesammelten Unterschriften auf 265.400 erh&ouml;ht. Damit ist die Mindestzahl von 172.000 Unterschriften weit &uuml;berschritten, selbst unter Einbeziehung der ung&uuml;ltigen. Der Wassertisch bedankt sich bei allen Berlinerinnen und Berlinern, die dieses hervorragende Ergebnis erm&ouml;glichten. &bdquo;Der Arbeitsauftrag an den Senat und an alle Fraktionen im Abgeordnetenhaus ist eindeutig und unmissverst&auml;ndlich: Wir Berliner fordern die kosteng&uuml;nstige, verbraucherfreundliche und b&uuml;rgernahe Rekommunalisierung. Gewinne &ndash; ganz gleich ob privat oder &ouml;ffentlich &ndash; haben weder in der Wasserversorgung noch in der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge etwas verloren&ldquo;, hei&szlig;t es in der Pressemitteilung des Wassertischs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/berliner-wassertisch.net\/\">Berliner Wassertisch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>B&ouml;ses Erwachen mit Guttenberg<\/strong><br>\nNichts, was noch nicht gesagt worden w&auml;re &uuml;ber Karl-Theodor zu Guttenberg? Nun ja &ndash; das stimmt, wenn wir &uuml;ber Personality-Storys reden. Aber f&uuml;r alle Begeisterten hier ein kleiner Hinweis: Der Mann ist Politiker &ndash; Zeit, vor ihm zu warnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hebel.frblog.de\/boses-erwachen-mit-guttenberg\/\">Stephan Hebel.Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen Linke-Chef Ernst eingestellt<\/strong><br>\nErnst war vorgeworfen worden, die Kosten f&uuml;r Fl&uuml;ge zu Unrecht &uuml;ber den Bundestag abgerechnet zu haben. Doch das konnte er widerlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article10567688\/Ermittlungen-gegen-Linke-Chef-Ernst-eingestellt.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Erst wochenlang hetzen, dann einfach sagen, &bdquo;upps, das war wohl nichts&ldquo;. Die Hetze bleibt aber in Erinnerung, also Kampagne erfolgreich!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stuttgart 21 und das Demokratieverst&auml;ndnis<\/strong>\n<p>Unser Leser M.G. macht uns auf folgendes aufmerksam:<\/p>\n<p><em>Mappus, der ja seit einigen Monaten mit vehementen Protesten gegen Stuttgart 21 zu k&auml;mpfen hat, war neulich auf ner Dienstreise durch Saudi-Arabien. Der <a href=\"http:\/\/www.pz-news.de\/Home\/Nachrichten\/Suedwest\/arid,224540_puid,1_pageid,26.html\">Pforzheimer Zeitung<\/a>)ist zu entnehmen, dass er dabei folgendes verlautbart hat: <strong>&ldquo;Wir bewundern, mit welcher Schnelligkeit sie Projekte angehen und realisieren&rdquo; <\/strong><\/em><\/p>\n<p>Und warum Projekte in Saudi-Arabien so schnell angegangen und realisiert werden, liegt auf der Hand. Saudi-Arabien ist eine brutale Diktatur! Menschenrechte und Meinungsfreiheit werden dort mit F&uuml;&szlig;en getreten! Im L&auml;nderbericht zu Saudi-Arabien ist bei Amnesty International Folgendes zu lesen: <\/p>\n<blockquote><p>Tausende von Menschen waren auch im Jahr 2008 ohne Gerichtsverfahren unter Terrorismusverdacht inhaftiert, Hunderte weitere wurden festgenommen. Im Oktober teilte die Regierung mit, dass mehr als 900 Angeklagte vor Gericht gestellt werden sollen. Menschenrechtsverteidiger und Regierungskritiker, die sich friedlich f&uuml;r politische Reformen eingesetzt hatten, wurden inhaftiert oder befanden sich nach wie vor in Gewahrsam, darunter auch gewaltlose politische Gefangene. Die Rechte auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung, Religionsfreiheit, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit blieben stark eingeschr&auml;nkt. Frauen litten weiterhin unter schweren Diskriminierungen, sowohl vor dem Gesetz als auch im t&auml;glichen Leben. Arbeitsmigranten litten unter Ausbeutung und Missbrauch und hatten kaum M&ouml;glichkeiten, ihre Rechte einzuklagen. Fl&uuml;chtlingen und Asylsuchenden wurde kein hinreichender Schutz gew&auml;hrt. Das Strafrechtssystem war weiterhin von Geheimhaltung und Willk&uuml;r gepr&auml;gt. Systematische Folterungen und Misshandlungen von Gefangenen waren weit verbreitet, und die T&auml;ter gingen straffrei aus. Auspeitschungen wurden auch im Berichtsjahr h&auml;ufig als Haupt- oder Zusatzstrafe verh&auml;ngt. Die Todesstrafe wurde weiterhin sehr h&auml;ufig angewandt und traf nach wie vor haupts&auml;chlich Arme, darunter Arbeitsmigranten aus Asien und Afrika, sowie Frauen. Mindestens 102 Menschen wurden im Jahr 2008 hingerichtet.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das h&auml;tte Mappus wohl auch gerne, um Stuttgart 21 durchzuboxen!<\/p>\n<p>Ich hatte ja mal darauf hingewiesen, wie ungeheuerlich es ist, dass Mappus Saudi-Arabien huldigt. Nur wenigen Medien war das &uuml;berhaupt eine Erw&auml;hnung wert:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.pz-news.de\/Home\/Nachrichten\/Suedwest\/arid,224540_puid,1_pageid,26.html\">Pforzheimer Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33504\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ironischerweise <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/regional\/stuttgart\/aktuell\/2010\/10\/11\/ministerpraesident-mappus-in-saudi-arabien\/scheich-mach-uns-reich.html\">berichtet BILD zwar auch<\/a> aber keinen Hauch von Kritk, sondern im Gegenteil; die &Uuml;berschrift ist schon ziemlich zynisch: <\/p>\n<p><strong>Ministerpr&auml;sident Mappus in Saudi Arabien Scheich, mach&rsquo; uns reich!<\/strong><\/p>\n<p>Die &ouml;ffentliche Emp&ouml;rung bleibt aus, dass Mappus sich wohlwollend &uuml;ber eine brutale Diktatur ge&auml;u&szlig;ert hat.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Labor von Stuttgart \/ Ralf F&uuml;cks<\/strong><br>\nStuttgart 21 : Die Regierungen und Parlamente m&uuml;ssen lernen, dass sie nicht immer das letzte Wort haben. der Weg f&uuml;hrt zu einer demokratie der Teilhabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F10%2F26%2Fa0095&amp;cHash=a5beca4a74\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Riester-Renten-Atlas: Wo die Deutschen Geld verschenken<\/strong><br>\nDer Staat st&uuml;tzt die Riester-Rente mit satten Zusch&uuml;ssen &ndash; doch viele Bundesb&uuml;rger verzichten auf die Finanzhilfe, insgesamt sind es knapp eine Milliarde Euro pro Jahr. Eine aktuelle Studie zeigt, wo die B&uuml;rger das meiste Geld verschenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,725115,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die lieben Kollegen von SPON nennen zwar l&ouml;blicherweise den Auftraggeber dieser &ldquo;Studie&rdquo; (Union Investment), unterlassen es aber &ndash; wie eigentlich immer &ndash; die Neutralit&auml;t von Raffelh&uuml;schens Forschungszentrum Generationenvertr&auml;ge abzuw&auml;gen und geben die Riester-PR der Versicherungskonzerne 1:1 als redaktionellen Beitrag aus. Das ganze wird nat&uuml;rlich im &ldquo;nutzerfreundlichen&rdquo; Format eines Atlas pr&auml;sentiert &ndash; das kennt man schon von der Bertelsmann Stiftung und der INSM.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Schon die &Uuml;berschrift macht klar, dass es sich um Werbung handelt, denn es gibt inzwischen zahlreiche Studien, die deutlich zeigen, dass sich die Riester-Rente f&uuml;r die allermeisten nicht lohnt. Dennoch hei&szlig;t es hier, &bdquo;Nicht-Riestern&ldquo; ist gleich &bdquo;Geldverschenken&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steuerparadies Deutschland<\/strong><br>\nW&auml;hrend Hartz-IV-Bezieher damit rechnen m&uuml;ssen, dass Kontrolleure sogar in ihren K&uuml;hlschrank blicken, um potentiellen Missbrauch aufzudecken, d&uuml;rfen Wohlhabende in Deutschland in puncto Steuerzahlungen mit einem r&uuml;cksichtsvollen und nachl&auml;ssigen Vorgehen des Staates rechnen &ndash; und dass, obwohl dem notleidenden Fiskus damit dreistellige Milliardensummen entgehen. Dabei offenbaren die Besserverdiener in Sachen Steuerhinterziehung olympischen Ehrgeiz und ungeahnte anarchistische Energien. Ein Interview mit Kim Otto, der sich mit seinem Kollegen Sascha Adamek f&uuml;r das Buch &ldquo;Sch&ouml;n Reich &ndash; Steuern zahlen die anderen&rdquo; investigativ dem Thema widmete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33550&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bilfinger Berger: Feine Unterschiede der Korruption<\/strong><br>\nDie Anti-Korruptions-Organisation Transparency International kritisiert den geplanten Wechsel des Ex-Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch zu Bilfinger Berger. Denn der Konzern verdankt dem Politiker einen Millionen-Auftrag.<br>\nDie Anti-Korruptions-Organisation Transparency International kritisiert den beabsichtigten Wechsel des ehemaligen Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch zum Baukonzern Bilfinger Berger. &bdquo;Wir fordern, dass Spitzenpolitiker f&uuml;r mindestens drei Jahre nicht in Positionen der Wirtschaft arbeiten, die zuvor in ihrem Verantwortungsbereich lagen&ldquo;, sagte Transparency-Vorsitzende Edda M&uuml;ller am Dienstag in Berlin.<br>\nDer Baukonzern Bilfinger Berger hatte in Kochs-Regierungszeit einen 80-Millionen-Euro-Auftrag zum Bau der Nordwest-Landebahn am Frankfurter Flughafen erhalten. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/feine-unterschiede-der-korruption\/-\/1472780\/4778732\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jugendgewalt in Europa Muslimische Jugendliche nicht gewaltt&auml;tiger<\/strong><br>\nDie Zugeh&ouml;rigkeit zum Islam f&uuml;hrt einer EU-Studie zufolge bei Jugendlichen nicht zu einer h&ouml;heren Gewaltbereitschaft. Vielmehr verleite Diskriminierung junge Menschen zu Gewalt.<br>\nDie Zugeh&ouml;rigkeit zum Islam f&uuml;hrt einer EU-Studie zufolge bei Jugendlichen nicht zu einer h&ouml;heren Gewaltbereitschaft. Vielmehr verleite das Gef&uuml;hl, diskrimiert zu werden, junge Menschen zu Gewalt, hei&szlig;t es in einer Studie der EU-Grundrechteagentur, die am Mittwoch in Wien vorgestellt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/jugendgewalt-in-europa-eu-studie-islamische-jugendliche-nicht-gewalttaetiger-1.1016849\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nahost-Konflikt : Debatte im Schulbuch &ndash; Wer will schon Frieden<\/strong><br>\nDes einen Terrorist ist des anderen Freiheitsk&auml;mpfer &ndash; und das soll auch so bleiben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/nahost-konflikt-debatte-um-schulbuch-wer-will-schon-frieden-1.1016404\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Absagen f&uuml;r FH-Studenten: &ldquo;Wir danken f&uuml;r Ihr Interesse an einem Studium&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem ersten Abschluss dr&auml;ngen auch viele FH-Absolventen f&uuml;r den Master an eine Universit&auml;t &ndash; und d&uuml;rfen in der Zulassung nicht benachteiligt werden. Einer Bremer Studentin passierte allerdings genau das, als sie sich an der FU Berlin bewarb. Schlie&szlig;en Universit&auml;ten FH-Studenten systematisch aus?\n<p>Um einen Masterstudienplatz hatte sich Tina M. nie gro&szlig;e Sorgen gemacht: Ihr Bachelor-Studium an der Hochschule Bremen im Fach Politikmanagement hat sie straff durchgezogen, die Note 1,4 steht in ihren Bewerbungen. Auslandsaufenthalte in Brasilien und den USA zieren ihren Lebenslauf.<em> &ldquo;Ich dachte, ich h&auml;tte die besten Aussichten.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Doch die FU Berlin erteilte der Bremer Studentin auf ihre Master-Bewerbung im Fach Politikwissenschaften eine Absage. Schon in der Vorrunde war M. ausgeschieden. Im Ablehnungsbescheid hie&szlig; es:<\/p>\n<blockquote><p><em>Wir danken f&uuml;r Ihr Interesse an einem Studium an der FU Berlin. Leider k&ouml;nnen wir Ihren Antrag nicht ber&uuml;cksichtigen. Die Pr&uuml;fung Ihrer vorgelegten Zeugnisse hat ergeben, dass Sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht erf&uuml;llen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Zulassungsvoraussetzungen nicht erf&uuml;llt? M. verstand das nicht. Die FU Berlin legt genaue Punktzahlen fest, die ein Bachelor-Absolvent mitbringen muss und die brachte Tina M. auch mit. Wie sie fanden auch zwei Kommilitoninnen aus Bremer Tagen Absagen im Briefkasten. Sie wurde skeptisch und fragte nach. Eine Mitarbeiterin des Fachbereichs Politikwissenschaften antwortete ihr per E-Mail:<em> &ldquo;Ein an einer Fachhochschule abgeschlossener Bachelor-Studiengang ist nicht hinreichend f&uuml;r die Zulassung zum hiesigen Master.&rdquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,725413,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J. K.:<\/strong> Ein weiterer Beleg f&uuml;r das komplette Scheitern des Bachelor\/Master-Systems. Die Aussage, dass es um eine gr&ouml;&szlig;ere Transparenz in der Hochschulausbildung und um die internationale Vergleichbarkeit der Abschl&uuml;sse gehe, sollte nun endg&uuml;ltig in das Reich des Baron von M&uuml;nchhausen verwiesen werden. Mit der kompletten Umgestaltung der deutschen Hochschullandschaft auf das Bachelor\/Master-System ging es nur darum ein Hochschulsystem zu schaffen, das an den Interessen der herrscheden Eliten ausgerichtet ist. Schaffung eines schnell und billig verwertbaren akademischen Proletariats in Gestalt des Bachelors explizit an den Fachhochschulen und auf der anderen Seite Abschl&uuml;sse die an Elitehochschulen einer privilegierten Minderheit vorbehalten bleiben sollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bilanz von Pispers zu &ldquo;schwarz-Gelb&rdquo;:<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: &bdquo;Besch&auml;ftigtungswunder&ldquo;, Merkel und der EU-Gipfel, Gro&szlig;britanniens Blamage, jahrzehntelange Atomgefahr, Berliner Wassertisch, Guttenberg, Ermittlungen gegen Klaus Ernst eingestellt, Stuttgart 21, Riester-Rente, Steuerparadies Deutschland, Korruption, Jugendgewalt, Nahost-Konflikt, Absagen f&uuml;r FH-Studenten, zu guter Letzt.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7214\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7214","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7214"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7214\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7216,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7214\/revisions\/7216"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}