{"id":72141,"date":"2021-05-05T08:35:31","date_gmt":"2021-05-05T06:35:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141"},"modified":"2021-05-05T09:53:28","modified_gmt":"2021-05-05T07:53:28","slug":"hinweise-des-tages-3854","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h01\">&bdquo;Ich war selber immer links, finde die Linken aber immer autorit&auml;rer&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h02\">Verbremst?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h03\">Zum Tag der Pressefreiheit: BPK-Mitglieder verfassen offenen Brief gegen kritische Fragesteller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h04\">kontertext: WTF! &laquo;Cancel Culture&raquo; oder Diskurskritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h05\">Amazon: Null Unternehmenssteuern trotz Rekordgewinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h06\">Pflegende Angeh&ouml;rige: 44 Milliarden Euro Wertsch&ouml;pfung, trotzdem arm &ndash; Anh&ouml;rung morgen im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h07\">Sparen k&ouml;nnen Sie in der Klinik nur noch bei den &Auml;rzten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h08\">Uta Meier-Gr&auml;we: Die potentiellen Fachkr&auml;fte stecken in der Minijobfalle fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h09\">Sprungbrett ins leere Becken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h10\">Solidarit&auml;t statt Social Distancing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h11\">Ein Erdbeben f&uuml;r die Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h12\">&bdquo;Ein Signal an China&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h13\">&raquo;Schlacht f&uuml;r Frankreich&laquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h14\">Tschads Langzeit-Herrscher stirbt, Sohn &uuml;bernimmt, Frankreich billigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h15\">30 Kampfjets f&uuml;r &Auml;gyptens Autokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h16\">USAID-Bericht r&auml;umt Verstrickung in Regime-Change-Politik gegen Venezuela ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h17\">Regimewechsel in Syrien noch auf der westlichen Agenda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72141#h18\">Afghanistan, Schrottplatz der Gro&szlig;m&auml;chte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Ich war selber immer links, finde die Linken aber immer autorit&auml;rer&ldquo;<\/strong><br>\n#allesdichtmachen-Mitinitiator und Star-Regisseur Dietrich Br&uuml;ggemann berichtet im ausf&uuml;hrlichen Interview mit Marcel Malachowski erstmals &uuml;ber die wahren Beweggr&uuml;nde der Skandal-Aktion<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/aktuelles\/ich-war-selber-immer-links-finde-die-linken-aber-immer-autoritaerer\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Verbremst?<\/strong><br>\nAm Freitag debattiert der Bundestag erneut &uuml;ber eine &Auml;nderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG), das erst am 22. April, Stichwort Bundesnotbremse, ge&auml;ndert worden war. Der Ausschuss f&uuml;r Recht und Verbraucherschutz hat dieses Vorgehen auf einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung heute angeregt. Dem Gesetz soll in Paragraf 28c ein weiterer Satz hinzugef&uuml;gt werden, der es den L&auml;ndern wiederum erlaubt, Ausnahmeregelungen zu treffen. Das sei n&ouml;tig, damit die geplanten Erleichterungen f&uuml;r Geimpfte, Genesene und Getestete rasch Realit&auml;t werden. Im Klartext hei&szlig;t das also, dass die Bundesregierung erst die Kompetenz an sich zieht, weil Frau Bundeskanzlerin bei Anne Will das so verk&uuml;ndet hat, nun aber feststellt, dass es doch einer L&auml;nderhoheit bedarf, um entsprechende Erleichterungen f&uuml;r eine bestimmte Gruppe durchsetzen zu k&ouml;nnen, die bereits geimpft ist und demnach nicht mehr f&uuml;rchten muss, schwer zu erkranken. Warum dann aber alle anderen noch eingeschr&auml;nkt bleiben m&uuml;ssen, deren Risiko schwer zu erkranken auch ohne Impfung eher gering ist, &uuml;berzeugt nicht, vor allem auch dann nicht, wenn immer mehr Impfstoffe einfach so auf Halde liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210504verbremst\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Exekutive in Bund und L&auml;ndern sollte (oder muss?) auch daran erinnert werden, dass die Grundrechte allen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern durch das Grundgesetz garantiert sind &ndash; und eben nicht als &ldquo;Privilegien&rdquo; zur&uuml;ckgegeben werden k&ouml;nnen\/m&uuml;ssen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zum Tag der Pressefreiheit: BPK-Mitglieder verfassen offenen Brief gegen kritische Fragesteller<\/strong><br>\nAusgerechnet zum Tag der Pressefreiheit haben 58 Mitglieder der Bundespressekonferenz (BPK) einen &ldquo;offenen Brief&rdquo; unterzeichnet. Dieser wendet sich, ohne zun&auml;chst direkt Namen zu nennen, gegen Korrespondenten, die angeblich &ldquo;Verschw&ouml;rungsmythen und Desinformation&rdquo; verbreiten w&uuml;rden. Konkrete Beispiele bleiben die Verfasser allerdings schuldig&hellip;.<br>\nAllerdings wird in dem offenen Brief kein einziges konkretes Beispiel f&uuml;r die erhobenen Vorw&uuml;rfe bez&uuml;glich &ldquo;propagandistischer Zwecke, Verbreitung von Verschw&ouml;rungsmythen und Desinformation&rdquo; angef&uuml;hrt. Der offene Brief nennt auch keine konkreten Namen oder Medien, auf die er sich beziehen k&ouml;nnte. Alles bleibt im Ungef&auml;hren.<br>\nF&uuml;r die Konkretisierung der angesprochenen Korrespondenten sorgen dann allerdings die Journalisten, die den offenen Brief in den sozialen Netzwerken bekannt machen. Dies geschieht mit h&ouml;chst manipulativen Mitteln&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/116945-zum-tag-pressefreiheit-bpk-mitglieder-verfassen-offenen-brief\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Der Offene Brief ist eine unverhohlene Forderung nach Ausschluss von Kollegen. So hei&szlig;t es dort etwa: &ldquo;Wer die Bundespressekonferenz f&uuml;r propagandistische Zwecke und f&uuml;r die Verbreitung von Verschw&ouml;rungsmythen und Desinformation benutzt, f&uuml;r Polarisierung und Profilierung, hat keinen Platz.&ldquo; Das kann nur als Armutszeugnis der Unterzeichner bezeichnet werden. Dies ist nicht der erste Angriff dieser Art, lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70046\">Reitschuster, RT und die Grabes-Ruhe der Bundespressekonferenz<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>kontertext: WTF! &laquo;Cancel Culture&raquo; oder Diskurskritik<\/strong><br>\n(&hellip;) Gibt es &laquo;Cancel Culture&raquo;?<br>\nDer Begriff &laquo;Cancel Culture&raquo; ist zumindest verwirrlich und wurde deshalb seinerseits auch schon gecancelt. Wer kann &laquo;absagen&raquo; und was soll daran kulturell sein?&hellip;<br>\nIn den Social Media k&ouml;nnen die Stimmen von Minderheiten heute jene traditioneller Machtinstanzen &uuml;bert&ouml;nen, auch wenn sie institutionell keine Macht haben. Wie auch im H&ouml;rsaal die Stimmen der StudentInnen einen Professor oder eine Professorin &uuml;bert&ouml;nen k&ouml;nnen. Anw&uuml;rfe und Redeverbote in den Social Media stellen zwar keine institutionelle Zensur dar, aber sie zeitigen viel Wirkung und oft auch jene Konsequenzen, die sie einfordern: dass jemand gemieden wird. Sie verf&uuml;gen also durchaus &uuml;ber jene Macht, die Michel Foucault &ndash; im Gegensatz zu repressiver Macht &ndash; eine &laquo;produktive&raquo; nennt&hellip;.<br>\nAuch wenn &laquo;Cancel Culture&raquo; als Diskursph&auml;nomen schwierig zu fassen ist, lie&szlig;e sie sich doch mit Foucaults Analysen in ihrer Wirkung als &laquo;soziale Kontrolle&raquo; beschreiben. Soziale Kontrolle wird auch in modernen Gesellschaften weder vom Staat noch von der Justiz ausge&uuml;bt. Sie wirkt durch Regeln und Normalisierungsdiskurse, die er in &laquo;&Uuml;berwachen und Strafen&raquo; als &laquo;Mikrophysik der Macht&raquo; beschreibt. Diese Macht ist nicht begr&uuml;ndet in Gesetzen, sie wird von Normen transportiert, welche die modernen Subjekte als Selbstdisziplinierung annehmen&hellip;.<br>\nFoucaults Diskurskritik h&auml;tte wohl das Asoziale der sogenannten &laquo;Social Media&raquo; bald benannt. Sie spalten und radikalisieren, weil der Diskurs in ihnen kaum selbstreflexiv, sondern in erster Linie erregt ist. Skandal! Schockiert! Entsetzt!&hellip;<br>\nFoucaults &Uuml;bernahme der Frage &laquo;Wen k&uuml;mmert&rsquo;s wer spricht?&raquo; als &laquo;ethisches Grundprinzip&raquo; heutigen Schreibens, sein Ansto&szlig;, Diskurse nach ihrer Funktion und nicht nach ihrem Urheber zu bemessen, gilt wohl, wenn &uuml;berhaupt, nur in der Literatur&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/medienkritik\/kontertext-wtf-cancel-culture-oder-diskurskritik\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Amazon: Null Unternehmenssteuern trotz Rekordgewinnen<\/strong><br>\nDie neueste Unternehmensbilanz von Amazon EU Sarl legt offen, dass Amazon an seinem Hauptsitz in der EU trotz Rekordgewinnen in 2020 keinerlei Unternehmenssteuern zahlen musste. Der Umsatz von Amazon EU Sarl stieg von 32 Milliarden &euro; in 2019 auf 44 Milliarden &euro; in 2020 &ndash; ein Anstieg von 37,5 Prozent. Dennoch muss Amazon EU Sarl keinerlei Unternehmenssteuern in Luxemburg zahlen, da das Unternehmen einen Verlust von 1,2 Milliarden &euro; ausweisen konnte. Amazon musste im Jahr 2020 in Luxemburg nicht nur keine Unternehmenssteuern zahlen, sondern die luxemburgischen Steuerbeh&ouml;rden haben Amazon EU Sarl 56 Millionen &euro; in Steuergutschriften gew&auml;hrt. Damit hat das Unternehmen laut der britischen Tageszeitung &ldquo;Guardian&rdquo; insgesamt 2,7 Milliarden &euro; Verlustvortr&auml;ge, die es nutzen kann, um zu zahlende Steuern auch in Zukunft abzuwehren. Amazons Unternehmenssitz in Luxemburg wickelt den Vertrieb in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, den Niederlanden und Gro&szlig;britannien ab, mit 5,262 Angestellten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sven-giegold.de\/amazon-null-unternehmenssteuern-trotz-rekordgewinnen\/\">Sven Giegold<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pflegende Angeh&ouml;rige: 44 Milliarden Euro Wertsch&ouml;pfung, trotzdem arm &ndash; Anh&ouml;rung morgen im Bundestag<\/strong><br>\n(&hellip;) &bdquo;Angeh&ouml;rige, die pflegen, leisten Arbeit, die einer Wertsch&ouml;pfung von mindestens 44 Milliarden Euro im Jahr entspricht &ndash; so viel wie die kompletten R&uuml;stungsausgaben. Dennoch sind viele nicht nur w&auml;hrend der Pflege arm. Denn die Lohnarbeit muss oft reduziert, h&auml;ufig ganz aufgegeben werden. Und die bislang m&ouml;glichen zus&auml;tzlichen Rentenanspr&uuml;che sind l&auml;cherlich. Der anstrengenden und h&auml;ufig mit Armut verbundenen Pflege folgt dann: Altersarmut. Diese unw&uuml;rdigen Zust&auml;nde m&uuml;ssen endlich beendet werden.<br>\nHinzu kommen Dem&uuml;tigungen verschiedener Art im Pflegealltag. Nutzen pflegende Angeh&ouml;rige f&uuml;r Entlastung und Pflegequalit&auml;t einen Pflegedienst, werden die Rentenanspr&uuml;che noch gesenkt. Und obwohl sich h&auml;usliche Pflege West von der Pflege Ost nicht unterscheidet, fallen die Rentenanspr&uuml;che f&uuml;r pflegende Angeh&ouml;rige in Ostdeutschland niedriger aus. Und leisten Angeh&ouml;rige im Rentenalter Pflege, wird daf&uuml;r gar nichts mehr in die Rentenkasse eingezahlt. Das gilt auch f&uuml;r pflegende Angeh&ouml;rige, die mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten. Daher fordern wir: Rentenanspr&uuml;che auch im Pflegegrad 1 und f&uuml;r Menschen, die schon Altersrente beziehen. H&ouml;here Leistungsbetr&auml;ge in allen Pflegegraden und endlich eine Gleichstellung von pflegenden Angeh&ouml;rigen in Ost und West. Mit Spannung erwarte ich die Einsch&auml;tzungen der Sachverst&auml;ndigen in der Anh&ouml;rung am 5. Mai 2021 dazu.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/pflegende-angehoerige-44-milliarden-euro-wertschoepfung-trotzdem-arm-anhoerung-morgen-im-bundestag\/\">DIE LINKE<\/a>\n<p><strong>Dazu: Blockadekoalition bedroht die Versorgung in der Pflege<\/strong><br>\n&bdquo;Gesundheitsminister Spahn ist in seiner Unversch&auml;mtheit nicht zu &uuml;bertreffen: Er blockiert eine Finanzreform f&uuml;r eine solide und solidarische Finanzierung der Pflege bewusst und bem&auml;ngelt gleichzeitig, dass im herrschenden System die dringend n&ouml;tige bessere Bezahlung der Pflegekr&auml;fte zulasten der Menschen mit Pflegebedarf geht&ldquo;, emp&ouml;rt sich Pia Zimmermann, Sprecherin f&uuml;r Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE, &uuml;ber die Reaktion des BMG auf die Vorschl&auml;ge von Hubertus Heil, in der Pflege k&uuml;nftig nur noch Tarifl&ouml;hne zu zahlen. Die Pflegeexpertin weiter:<br>\n&bdquo;Ich fordere die Herren Heil und Spahn auf, den Wahlkampfmodus zu verlassen und die Bedingungen in der Pflege sofort f&uuml;r alle zu verbessern. Sonntagsreden nutzen den Betroffenen nichts, sie m&uuml;ssen endlich Taten sehen.<br>\nAuch das Agieren der Caritas ist verst&ouml;rend: Erst verhindert sie mit ihrem Nein zum Tarifvertrag zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband BVAP einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag, um ihn jetzt von der Politik zu fordern. Wir haben es mit einer regelrechten Blockadekoalition zu tun, die seit Jahren Schritte zur L&ouml;sung des sich zuspitzenden Pflegenotstands verhindert. Diese Blockade beeintr&auml;chtigt die Versorgung. Die beiden Bausteine zur L&ouml;sung hei&szlig;en: Solide Finanzierung ohne Eigenanteile durch eine Pflegevollversicherung und dauerhaft deutlich bessere Bezahlung der Pflegekr&auml;fte. Der Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Finanzierungsgrundlage. Hierf&uuml;r hat DIE LINKE seit Jahren ein durchgerechnetes Konzept.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/blockadekoalition-bedroht-die-versorgung-in-der-pflege\/\">DIE LINKE<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Gesetzesvorschlag f&uuml;r Pflege Spahn bringt Tariflohn auf den Weg<\/strong><br>\nGesundheitsminister Spahn hat einen Gesetzesvorschlag f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;r Pflegekr&auml;fte vorgelegt. Damit kontert er einen Vorsto&szlig; von Arbeitsminister Heil. Eine Regelung k&ouml;nnte noch vor der Bundestagswahl kommen.<br>\nIm Koalitionsstreit um gesetzliche Vorgaben f&uuml;r eine bessere Bezahlung von Pflegekr&auml;ften hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn konkrete Vorschl&auml;ge vorgelegt. Diese sollen an ein schon laufendes Gesetzgebungsverfahren angeh&auml;ngt werden. Vom 1. Juli 2022 an sollen demnach Versorgungsvertr&auml;ge nur noch mit Pflegeeinrichtungen abgeschlossen sein d&uuml;rfen, die nach Tarifvertr&auml;gen oder tarif&auml;hnlich bezahlen&hellip;<br>\nZur Entlastung von Pflegebed&uuml;rftigen sind demnach bereits von 1. Juli dieses Jahres an Zuschl&auml;ge geplant, wie aus dem Vorschlag hervorgeht. Der Eigenanteil f&uuml;r die reine Pflege k&ouml;nnte damit im zweiten Jahr im Heim um 25 Prozent sinken, im dritten Jahr um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 Prozent&hellip;<br>\nGeplant ist nun offenbar, die neuen Paragraphen kurzfristig an das schon in den Bundestag eingebrachte &ldquo;Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung&rdquo; anzukoppeln. Damit k&ouml;nnten auch die neuen Regelungen f&uuml;r die Altenpflege noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl verabschiedet werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spahn-tarifloehne-pflege-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sparen k&ouml;nnen Sie in der Klinik nur noch bei den &Auml;rzten<\/strong><br>\nInterview mit dem Marburger Bund<br>\nDer Helioskonzern will in seinen Kliniken Arztstellen abbauen. Wegen der Pandemie seien weniger Patienten station&auml;r versorgt worden und zudem w&uuml;rden immer mehr Behandlungen ambulant erbracht. MB-Vize Dr. Andreas Botzlar vermutet im Gespr&auml;ch mit der &bdquo;&Auml;rzte Zeitung&ldquo; ganz andere Motive.<br>\n&Auml;rzte Zeitung: Herr Dr. Botzlar, der Marburger Bund f&uuml;hrt zur Zeit Tarifverhandlungen mit Helios. Man h&ouml;rt, da rumpelt es etwas. Und jetzt hat Helios-Vorstandschef Francesco De Meo angek&uuml;ndigt, in den Kliniken des Konzerns Arztstellen abbauen zu wollen. Ist das in einer Zeit grassierenden &Auml;rztemangels f&uuml;r Sie nachvollziehbar?<br>\nDr. Andreas Botzlar: Nein, das ist widersinnig, aber wir erleben gerade so etwas wie den Beginn einer neuen &Auml;ra. Die Pflegepersonalkosten sind aus den DRG ausgegliedert worden, das ist gut und richtig so. Die Kostenoptimierer einer Klinik k&ouml;nnen jetzt aber nur noch sparen, wenn sie den &auml;rztlichen Dienst ausd&uuml;nnen. Der Helios-Konzern ist da vielleicht etwas schneller im Erkennen von ver&auml;nderten Rahmenbedingungen als andere. In Helios-Kliniken werden Stellen nicht mehr nachbesetzt oder teilweise aktiv abgebaut. Oder &Auml;rzten wird nahegelegt, in Teilzeit zu gehen. Das passiert zu einer Zeit, in der die &Auml;rztinnen und &Auml;rzte, die bereits da sind, schon am Anschlag arbeiten. Jetzt sagt man ihnen: &bdquo;Ihr m&uuml;sst das in Zukunft noch mit ein paar Leuten weniger schaffen.&ldquo;<br>\nUnsere Forderungen in den Tarifverhandlungen sind deshalb nat&uuml;rlich darauf gerichtet, die Belastung der Kollegen zu senken. Die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben soll besser gelingen, als dies bisher der Fall war.<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Debatte, von Verb&auml;nden h&ouml;rt man derzeit, dass &Auml;rzte am Belastungslimit sind. Wo sind Kapazit&auml;ten frei?<br>\nEs sind keine weiteren Kapazit&auml;ten frei. Aber die einzige M&ouml;glichkeit, mit der Sie momentan Profit im Krankenhaus erzielen k&ouml;nnen, besteht darin, zus&auml;tzliches Personal abzubauen. So denken diese Leute. Ganz gleich, ob die &Auml;rzte bis zum Anschlag arbeiten.<br>\nBisher hie&szlig; es aber doch immer, dass die &Auml;rzte den Krankenh&auml;usern das Geld bringen, weil sie Leistungen erbringen, die lukrative Erl&ouml;se erzielen.<br>\nDie Leistungen, die sie abrechnen, m&uuml;ssen auch weiterhin erbracht werden. Nur der Einzelne soll jetzt noch mehr machen. Da haben wir historische Beispiele. Wir hatten ja vor rund 25 Jahren noch eine sogenannte &Auml;rzteschwemme. Die Realit&auml;t sah allerdings so aus: Die einen sind Taxi gefahren und die anderen haben bis zum Umfallen gearbeitet. Es gab also kein Zuviel an &auml;rztlicher Arbeitskraft, sondern einen Mangel an &auml;rztlichen Arbeitsstellen. Je weniger &auml;rztliches Personal Sie als Klinik bezahlen m&uuml;ssen, umso gr&ouml;&szlig;er ist der Gewinn.<br>\nDie Aufgabe eines Krankenhauses ist es nicht, Renditen zu erwirtschaften, sondern Gesundheit zu erhalten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Politik\/Sparen-koennen-Sie-in-der-Klinik-nur-noch-bei-den-Aerzten-419299.html?utm_term=2021-05-03&amp;utm_source=2021-05-03-AEZ_NL_TELEGRAMM&amp;utm_medium=email&amp;tid=TIDP836802X6C7DF61C24F041088CA08E1E7809C0F8YI4&amp;utm_campaign=AEZ_NL_TELEGRAMM&amp;utm_content=Corona-geimpft%20oder%20-genesen?%20Kontakt-%20und%20Ausgangsperren%20sollen%20in%20wenigen%20Tagen%20fallen;%20[rundate\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Uta Meier-Gr&auml;we: Die potentiellen Fachkr&auml;fte stecken in der Minijobfalle fest<\/strong><br>\n(&hellip;) Insbesondere Zweitverdienerinnen sitzen in der Minijobfalle: Eine verheiratete Mutter mit zwei Kindern und Ehemann mit 48.000 Euro Jahreseinkommen erzielt in einem Minijob mit 10,4 Stunden pro Woche und Bruttoverdienst zehn Euro pro Stunde 5.400 Euro im Jahr.<br>\nBei einem Wechsel in einen regul&auml;ren 20-Wochenstunden-Teilzeitjob erh&ouml;ht sich das Familiennettoeinkommen aufgrund der Steuer- und Abgabenlast um gerade einmal 893 Euro zus&auml;tzlich pro Jahr. Dass sich das nicht rechnet, versteht jedes &bdquo;Milchm&auml;dchen&ldquo; und bleibt im Minijob.<br>\nSelbstgemachter Fachkr&auml;ftemangel<br>\nArbeitgeber klagen &uuml;ber fehlende Fachkr&auml;fte, ein Mangel, der sich noch zuspitzen wird, vor allem auch im Bereich Bildung, Gesundheit und Sozialarbeit, in dem 29 Prozent aller Minijobber und Minijobberinnen t&auml;tig sind. Die meisten von ihnen sind M&uuml;tter, verf&uuml;gen &uuml;ber eine abgeschlossene Berufsausbildung oder haben ein Studium absolviert.<br>\nAuch im Einzelhandel fehlt Personal. So berichtet ein Familienunternehmer der Rewe-Handelskette, der seine Minijobberinnen zum Umstieg in einen sozialversicherungspflichtigen Teilzeitjob ermutigte, dass sich viele gern auf dieses Angebot eingelassen haben.<br>\nDie Frauen gewannen an Selbstbewusstsein, einige konnten in ihren Abteilungen sogar leitende Funktionen &uuml;bernehmen. Als sie aber feststellten, wie wenig zus&auml;tzliches Geld durch die aufgestockte Arbeitszeit bei ihnen letztlich ankam, wechselten einige der Frauen zur&uuml;ck in den Minijob.<br>\nAnstatt Frauen also weiter vorzugaukeln, Minijobs h&auml;tten eine Br&uuml;ckenfunktion in den ersten Arbeitsmarkt, gibt es dringenden Reformbedarf. Die Sonderstellung von Minijobs bei Steuern und Sozialabgaben sollte fallen, Steuerklasse V sollte abgeschafft werden zugunsten des Modells mit zweimal Steuerklasse IV.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/gastbeitrag\/minijobfalle\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sprungbrett ins leere Becken<\/strong><br>\n300 Millionen-Projekt gegen Langzeitarbeitslosigkeit wirkungslos<br>\nDie Regierung hat sich endlich das Thema Arbeitslosigkeit vorgenommen. &Uuml;ber das Projekt &bdquo;Sprungbrett&ldquo; sollen Firmen Lohnzusch&uuml;sse bekommen, wenn sie Langzeitarbeitslose einstellen. Dadurch entsteht vor allem ein Verdr&auml;ngungswettbewerb unter Arbeitssuchenden, aber es entstehen keine neuen Arbeitspl&auml;tze. Firmen bekommen Geld f&uuml;r Besch&auml;ftigte, die sie ohnehin eingestellt h&auml;tten. Dazu l&auml;sst die Regierung 3,5 Mrd. Euro aus dem Wiederaufbau Fonds der EU liegen &ndash; statt f&uuml;r neue Investitionen gibt sie das Geld f&uuml;r alte Projekte wie den Koralmtunnel aus.<br>\nArbeitsminister Kocher und Bundeskanzler Kurz k&uuml;ndigten ein 300 Millionen Euro Jobprogramm f&uuml;r Langzeitarbeitslose an. Die Aktion Sprungbrett klingt vielversprechend, 50.000 Jobs sollen an Menschen vermittelt werden, die schon l&auml;nger als ein Jahr arbeitslos sind. Dazu soll der Staat den Unternehmen bis zu 50 Prozent der Lohnkosten ersetzen. Doch &Ouml;konomen finden bei genauerer Betrachtung einen Haken: Die Aktion schafft keine zus&auml;tzlichen Arbeitspl&auml;tze. Oliver Picek vom Momentum-Institut stellt auf Twitter fest: &bdquo;Der Lohnzuschuss verhilft einer Person zu einem Job, den sonst eine andere Person gemacht h&auml;tte. Da gibt es einen Verdr&auml;ngungseffekt.&ldquo;<br>\nAktion Sprungbrett schafft keine neuen Jobs<br>\nDie Aktion Sprungbrett ist im Wesentlichen ein Lohnzuschuss f&uuml;r Unternehmen, die Langzeitarbeitslose anstellen &ndash; begleitet durch Qualifizierungsma&szlig;nahmen. Dabei handelt es sich um ein altes und nicht sehr erfolgreiches Konzept der &ouml;sterreichischen Arbeitsmarktpolitik. &bdquo;Lohnzusch&uuml;sse sind seit Jahren das Hauptinstrument der F&ouml;rderpolitik des Arbeitsministeriums. Die Verdreifachung der Langzeitarbeitslosigkeit von 2011 bis 2017 konnten sie aber &uuml;berhaupt nicht verhindern&ldquo;, so Picek. Der &Ouml;konom erkl&auml;rt auch, warum: &bdquo;Eine Unternehmerin schafft prinzipiell dann einen neuen, zus&auml;tzlichen Arbeitsplatz, wenn sie die notwendige Arbeitskraft braucht, um die Auftragslage abzuarbeiten. Aber nicht, weil sie f&uuml;r das erste Jahr einen Lohnzuschuss bekommt.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/aktion-sprungbrett-kritik\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t statt Social Distancing<\/strong><br>\nChancen f&uuml;r ein soziales Europa<br>\nMit dem Vertrag von Lissabon hat das Ziel einer sozialen Marktwirtschaft (Art. 3 UAbs. 1 EUV) Eingang in die EU-Vertr&auml;ge gefunden. Dennoch war das letzte Jahrzehnt von prim&auml;r wirtschaftspolitischen Integrationsbestrebungen dominiert; der Ausbau der sozialen Dimension der Union ist hingegen fragmentarisch geblieben. Die Europ&auml;ische S&auml;ule Sozialer Rechte (&bdquo;ESSR&rdquo;) soll nun eine Trendwende einleiten.<br>\nDie ESSR hat das Potential als Katalysator sozialen Aufschwungs zu fungieren und einen wichtigen Beitrag zur Eind&auml;mmung des von vielen prophezeiten Europas unterschiedlicher Geschwindigkeiten zu leisten. Ob die S&auml;ule dieser Funktion als soziale Impulsgeberin und Richtschnur politischen und legislativen Handelns gerecht werden kann, k&ouml;nnte schon der Mai zeigen: Auf den Sozialgipfel in Porto am 7. und 8. Mai folgt am 9. Mai, dem &bdquo;Europatag&rdquo;, die Er&ouml;ffnung der Konferenz &uuml;ber die Zukunft der EU; die Realisierung des &bdquo;sozialen Europas&ldquo; steht dabei ganz oben auf der Agenda.<br>\nDie von der Kommission vorgelegten Richtlinien-Entw&uuml;rfe zu angemessenen Mindestl&ouml;hnen in der Europ&auml;ischen Union (&bdquo;Mindestlohn-Richtlinie&ldquo;), sowie zur St&auml;rkung der Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts f&uuml;r M&auml;nner und Frauen bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durch Lohntransparenz und Durchsetzungsmechanismen (&bdquo;Lohntransparenz-Richtlinie&ldquo;), k&ouml;nnten dabei ein wichtiger erster Schritt f&uuml;r ein sozialeres Europa sein. (&hellip;)<br>\nBeide Richtlinien-Entw&uuml;rfe sind im Gro&szlig;en und Ganzen zu begr&uuml;&szlig;en, da diese in Umsetzung der ESSR einen weiteren Schritt in Richtung eines sozialen Europas darstellen. Es bleibt zu hoffen, dass sie auch dem politischen Gegenwind (siehe etwa hier und hier) standhalten werden k&ouml;nnen.<br>\nVor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie ist nicht nur der wirtschaftliche Wiederaufbau, sondern auch der Ausbau sozialer Strukturen in der EU in den Fokus ger&uuml;ckt. Die auf der ESSR basierenden Initiativen k&ouml;nnten dabei einen wichtigen Beitrag zur Schaffung h&ouml;herer gemeinsamer Sozialschutzstandards leisten. Im Rahmen des Sozialgipfels im Mai will sich die portugiesische Ratspr&auml;sidentschaft daher f&uuml;r die sozialpolitischen Ziele der Europ&auml;ischen S&auml;ule Soziale Rechte einsetzen und &bdquo;von Prinzipien zu Taten&ldquo; schreiten. Im Vorfeld des Gipfels haben jedoch bereits 11 Mitgliedsstaaten Kritik an einer potentiellen weitergehenden sozialen Integration ge&auml;u&szlig;ert. Letztendlich bietet die Bew&auml;ltigung der weit reichenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen der &bdquo;Corona-Krise&ldquo; der Union und den Mitgliedsstaaten eine Chance zur substanziellen strategischen Neuausrichtung. Ob der Paradigmenwechsel gelingt, k&ouml;nnte sich schon bald weisen. In Krisenzeiten zeigt sich bekanntlich der wahre Charakter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/solidaritat-statt-social-distancing\/\">Sophie Schwertner und  Tensin Studer in Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Erdbeben f&uuml;r die Politik<\/strong><br>\nKarlsruhe hat entschieden: Politische Verantwortung in der Klimakrise darf nicht in die Zukunft verschoben werden, Grundlage des Handelns muss der wissenschaftliche Kenntnisstand sein. Die Zeit des Green-Wischiwaschi ist vorbei. Was jetzt passieren muss.<br>\nWow. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Erst startet der neue US-Pr&auml;sident Biden ein fulminantes Comeback auf der internationalen Klimaschutzb&uuml;hne und zieht zeitgleich reihenweise L&auml;nder mit in die globale Klima-Allianz. Noch sind es nur Ank&uuml;ndigungen, aber die Welt hat verstanden: Klimaleugnen ist gestrig, die fossile Dominanz ersch&uuml;ttert und Nichtstun keine Option mehr.<br>\nUnd jetzt der Paukenschlag in Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht f&auml;llt ein historisches Urteil: Es gibt ein Grundrecht auf den Schutz des Klimas. Freiheit bedeutet, die kommenden Generationen nicht zu sch&auml;digen. Der Gesetzgeber muss nachbessern, und zwar deutlich.<br>\nDas oberste Gericht zitiert die Vorsorgepflicht laut Grundgesetz, Artikel 20a. Der Staat kann Lasten durch die Klimakrise nicht einfach sp&auml;teren Generationen aufb&uuml;rden&hellip;<br>\nDie Karlsruher Richter:innen machen den wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Grundlage ihres Urteils und zitieren &uuml;ber 40-mal aus dem letzten Gutachten des Umwelt-Sachverst&auml;ndigenrats. Notwendige Grundlage aller politischen Entscheidungen m&uuml;sse das CO2-Budget sein, das Deutschland entsprechend dem Paris-Vertrag noch zusteht.<br>\nKlimaziele m&uuml;ssen langfristig, also auch f&uuml;r die Zeit ab 2030, festgeschrieben werden. Und zwar konkret. Schluss also mit Green-Wischiwaschi!<br>\nWir m&uuml;ssen genauso weit denken, wie unser Handeln wirkt. Denn in den n&auml;chsten zehn Jahren f&auml;llen wir irreversible Entscheidungen f&uuml;r die n&auml;chsten Jahrtausende.<br>\nKlimaschutz-Bremser ade<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat diese Dimension der politischen Verantwortung spektakul&auml;r ins Licht der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit ger&uuml;ckt. Das bahnbrechende Urteil macht klar, dass Freiheit nicht nur die Freiheit der anderen, sondern auch die Freiheit der k&uuml;nftigen Menschen meint.<br>\nDieses Rechts- und Verantwortungsverst&auml;ndnis konsequent zu Ende gedacht bedeutet: Klimaschutz-Bremser ade!&hellip;<br>\nWir hatten kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Aufgrund des starken Einflusses von Lobbyisten und Klimaschutzbremsern haben wir &uuml;ber 15 Jahre Zeit verloren und auf dem R&uuml;cken der n&auml;chsten Generationen gewaltige Klima-Schulden aufgeh&auml;uft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/ein-erdbeben-fuer-die-politik\">Klimareporter<\/a>\n<p><strong>Dazu: Welt steuert auf 2,4 Grad zu<\/strong><br>\nDas Pariser Klimaschutzabkommen empfiehlt eine Zunahme von maximal 1,5 Grad. Die Staatengemeinschaft bewegt sich hingegen in Richtung einer deutlich w&auml;rmeren Zukunft.<br>\nWenn alle bislang getroffenen Klimaschutzma&szlig;nahmen so umgesetzt werden wie geplant, wird die globale Erderw&auml;rmung Ende des Jahrhunderts bei 2,4 Grad liegen &ndash; und damit deutlich &uuml;ber dem gew&uuml;nschten 1,5-Grad-Ziel. Das ergibt eine Prognose des Analyseprojekts Climate Action Tracker (CAT), das der Klimaforscher Niklas H&ouml;hne am Dienstag gemeinsam mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) in Berlin vorgestellt hat&hellip;.<br>\nUm die Empfehlungen des Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015 zu erf&uuml;llen, darf der Temperaturanstieg bis Ende des Jahrhunderts maximal 1,5 Grad betragen. Daf&uuml;r m&uuml;ssten nach den Erkenntnissen des Climate Action Trackers bis 2030 alle globalen Emissionen halbiert werden.<br>\nDerzeit sehe es aber nicht danach aus, sagte H&ouml;hne, auch wenn es physikalisch und technisch m&ouml;glich w&auml;re. &raquo;Es klafft eine gigantische L&uuml;cke zwischen Anspruch und Wirklichkeit&hellip;Ausreichende kurzfristige Reduktionsziele habe sich bislang kein einziges Land gesetzt, bilanzierte der Wissenschaftler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/globale-erwaermung-welt-steuert-auf-2-4-grad-zu\/1869781\">Spektrum.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Deutscher Erd&uuml;berlastungstag: Schon Anfang Mai leben wir auf Pump<\/strong><br>\nAm Mittwoch ist deutscher Erd&uuml;berlastungstag. Damit hat Deutschland schon am 5. Mai so viele Ressourcen verbraucht, wie unserem Land rechnerisch f&uuml;r das ganze Jahr zur Verf&uuml;gung stehen. &ldquo;Schon nach vier Monaten lebt Deutschland auf Pump. Der fr&uuml;he deutsche Erd&uuml;berlastungstag ist ein Alarmsignal und Armutszeugnis f&uuml;r die verfehlte Umwelt- und Naturschutzpolitik der vergangenen Jahre&rdquo;, sagt Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). &ldquo;Die Bundesregierung muss dringend handeln und nach dem wegweisenden Beschluss des Bundesverfassungsgerichts deutlich ambitioniertere Klima-Ziele und Instrumente festlegen. Zugleich muss sie die &uuml;berf&auml;llige Ressourcenwende einleiten, um Deutschlands Ressourcenverbrauch dauerhaft und absolut zu senken.&rdquo;<br>\nIm Gegensatz zum weltweiten Erd&uuml;berlastungstag im Hochsommer liegt der deutsche Erd&uuml;berlastungstag bereits im Fr&uuml;hjahr. Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind unter anderem der weiterhin viel zu hohe Energieverbrauch, der steigende CO2-Aussto&szlig; im Verkehr und in der Massentierhaltung sowie die Verunreinigung von B&ouml;den, Luft und Grundwasser.<br>\n&ldquo;W&uuml;rden weltweit alle Menschen so verschwenderisch leben wie wir, br&auml;uchte die Menschheit drei Erden, um ihren Ressourcenverbrauch zu decken. Deutschland lebt ab heute auf Pump und verschwendet die Lebensgrundlagen aller L&auml;nder und zuk&uuml;nftiger Generationen. Das ist zutiefst ungerecht und geht auf Kosten der Menschen im globalen S&uuml;den&rdquo;, kritisiert Bandt&hellip;.<br>\nDer BUND fordert klare gesetzliche Rahmenbedingungen, um gesellschaftliche und &ouml;kologische Ver&auml;nderungen zu erreichen. Bandt: &ldquo;Die Zeiten eines Wirtschaftswachstums um jeden Preis sind vorbei. Unser auf Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem f&uuml;hrt neben den katastrophalen &ouml;kologischen Auswirkungen global und hier in Deutschland zugleich zu immer gravierenderen sozialen Br&uuml;chen. Alles, was wir jetzt auf den Weg bringen, ist eine Investition in die Freiheit dieser und k&uuml;nftiger Generationen.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/service\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/news\/deutscher-erdueberlastungstag-schon-anfang-mai-leben-wir-auf-pump\/\">BUND<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Ein Signal an China&ldquo;<\/strong><br>\nEU will Freihandelsgespr&auml;che mit Indien neu starten. Schwache westliche Covid-19-Hilfe f&uuml;hrt in Indien zu Kritik an der Westorientierung der Hindunationalisten.<br>\nBerlin\/New Delhi (Eigener Bericht) &ndash; Trotz der m&ouml;rderischen Eskalation der Covid-19-Pandemie in Indien verweigert die EU weiterhin die Aussetzung von Impfstoffpatenten und dringt stattdessen auf ein Freihandelsabkommen mit dem Land. Die Wiederaufnahme entsprechender Verhandlungen soll auf dem EU-Indien-Gipfel am Samstag beschlossen werden. Ziel ist es, Indien als Gesch&auml;ftsalternative zu China zu positionieren. Die Forderungen der EU umfassen traditionell die Deregulierung des Agrarsektors, gegen die indische Bauern zur Zeit in Massen protestieren. Deutsche Wirtschaftsvertreter warnen davor, allzu stark auf das Indiengesch&auml;ft zu setzen: Schon in der Vergangenheit scheiterten Bem&uuml;hungen, es auszuweiten, an Indiens schwerf&auml;lliger B&uuml;rokratie und seiner schlechten Infrastruktur; auch h&auml;tten Ma&szlig;nahmen der Regierung immer wieder die Interessen ausw&auml;rtiger Investoren missachtet, hei&szlig;t es beim BDI. Mit Blick auf die d&uuml;rftige Unterst&uuml;tzung des Westens im Kampf gegen die Pandemie nehmen innerhalb der indischen Eliten Stimmen zu, die die Abkehr von der US-Orientierung der regierenden Hindunationalisten sowie eine R&uuml;ckkehr zur Blockfreiheit fordern.<br>\nAuf der Suche nach Alternativen<br>\nDie EU will auf ihrem Gipfeltreffen mit Indien an diesem Samstag ihre Zusammenarbeit mit dem s&uuml;dasiatischen Land intensivieren. Br&uuml;ssel wolle damit &ldquo;klar ein Signal an China senden&rdquo;, dass die Union &ldquo;andere strategische Partner in Asien&rdquo; suche, wird Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen zitiert. So soll unter anderem &uuml;ber M&ouml;glichkeiten zu einer intensiveren au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischen Kooperation beider Seiten beraten werden &ndash; dies zu einer Zeit, zu der Indien am Aufbau eines neuen Pakts (&ldquo;Quadrilateral Security Dialogue&rdquo;, &ldquo;Quad&rdquo;) mit den USA gegen die Volksrepublik beteiligt ist (german-foreign-policy.com berichtete)&hellip;.<br>\nBeobachter weisen darauf hin, dass Br&uuml;ssel seit je f&uuml;r ein Freihandelsabkommen eine Deregulierung des indischen Agrarmarkts verlangt, also faktisch New Delhi beim Vorgehen gegen die Bauern den R&uuml;cken st&auml;rkt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8589\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Abkommen mit China: EU stoppt Fortgang der Ratifizierung<\/strong><br>\nBr&uuml;ssel. Die EU setzt ihre Bem&uuml;hungen zur Ratifizierung des Investitionsabkommens mit China vorl&auml;ufig aus. Grund daf&uuml;r seien die j&uuml;ngsten &raquo;diplomatischen Zerw&uuml;rfnisse&laquo; mit Beijing, sagte der Vizepr&auml;sident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Br&uuml;ssel. Angesichts gegenseitiger Sanktionen sei das Umfeld &raquo;f&uuml;r eine Ratifizierung des Abkommens derzeit nicht g&uuml;nstig&laquo;.<br>\nNach mehrj&auml;hrigen Verhandlungen hatten sich die EU und China am 30. Dezember 2020 im Grundsatz auf das Investitionsabkommen geeinigt. Das Abkommen soll Unternehmen beider Seiten stabile Rahmenbedingungen f&uuml;r Handel und Investitionen im jeweils anderen Markt garantieren.<br>\nIn den vergangenen Monaten sind die EU und ihre Mitgliedstaaten in zunehmendem Ma&szlig;e auf den Konfrontationskurs der USA gegen China eingeschwenkt. Unter anderem wurden Sanktionen gegen chinesische Funktion&auml;re erlassen, die Beijing dann erwidert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/402157.abkommen-mit-china-eu-stoppt-fortgang-der-ratifizierung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Schlacht f&uuml;r Frankreich&laquo;?<\/strong><br>\nDa die franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen im kommenden Jahr auf ein Foto-Finish zwischen dem Amtsinhaber und der rechtsnationalistischen Herausforderin Marine Le Pen hinauslaufen, h&auml;ufen sich nun die Man&ouml;ver, mit der auf die Wechselstimmung eingewirkt werden soll.<br>\nNeben der noch nicht rechtskr&auml;ftigen Verurteilung des fr&uuml;heren Staatspr&auml;sidenten Nicolas Sarkozy wegen Einflussnahme auf die Justiz, sorgt ein Brief von 20 Generalen im Ruhestand f&uuml;r Unruhe. Die Unterzeichner betonen, es gehe ihnen um die Verteidigung der &raquo;abendl&auml;ndischen Zivilisation&laquo; in Frankreich und darum prangern sie die &raquo;Laschheit&laquo; der Regierung gegen die islamistischen Bedrohungen und gegen die &raquo;Horden aus den Vorst&auml;dten&laquo; an.<br>\n&raquo;Frankreich ist in Gefahr. Wir bleiben Soldaten und k&ouml;nnen nicht ignorieren, was unserem sch&ouml;nen Land widerf&auml;hrt&laquo;, hei&szlig;t es in dem Text. Sie erkl&auml;ren sich solidarisch mit der &raquo;aus Verzweiflung geborenen&laquo; Bewegung der &raquo;Gelben Westen&laquo; und prangern das &ouml;ffentliche &raquo;Kesseltreiben gegen die Ordnungskr&auml;fte&laquo; an, die von der Regierung nur zu oft als &raquo;S&uuml;ndenb&ouml;cke&laquo; geopfert w&uuml;rden.<br>\nSollten die politisch Verantwortlichen weiterhin zaudern, dann drohe wachsendes Chaos und &raquo;letztlich ein B&uuml;rgerkrieg mit Tausenden Toten&laquo;. Vor diesem Szenario hatten die Inlandsgeheimdienste bereits zu Beginn der Gelbwesten-Proteste gewarnt. Die Stimmung, gerade unter den pandemiebedingt stillgelegten Kleingewerbetreibenden, rumort heute &auml;hnlich.<br>\n&raquo;Ehre und Pflichtgef&uuml;hl&laquo; m&uuml;ssten die politische Klasse wieder beseelen. Sollte das nicht geschehen, h&auml;tten ihre aktiven Kameraden keine andere Wahl als &raquo;in einer gefahrvollen Mission unsere zivilisatorischen Werte und unsere Mitb&uuml;rger auf dem nationalen Territorium zu sch&uuml;tzen&laquo;&hellip;.<br>\nDer Brief wurde initiiert von einem bekannten rechtsextremen Offizier, der sich auf seinen Einsatz in Dien Bien Phu beruft. Er wurde in einem Wochenblatt publiziert, das an jedem Kiosk zu kaufen ist und f&uuml;r die N&auml;he zum rechtsextremen Rassemblement National (RN) bekannt ist.<br>\nDer Geist des alten Le Pen und des Front National, den er 1971 aus rechtsextremen Splittergruppen, Kameradschaften von Fremdenlegion&auml;ren, monarchistischen Traditionalisten und neuheidnischen Akademiker:innen zusammenschwei&szlig;te, weht wieder durchs Land.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r die franz&ouml;sische Linke, deren erste Sondierungsgespr&auml;che &uuml;ber eine gemeinsame Pr&auml;sidentschaftskandidatur gerade gescheitert sind, weil die Spitzen von Kommunistischer Partei (Fabien Roussel, PCF) und La France Insoumise (Jean-Luc M&eacute;lenchon, LFI) sich durch Adjudanten vertreten lie&szlig;en, sollte die Lage ein letztes unmissverst&auml;ndliches Warnsignal sein. Man ist noch nicht einmal zu einem gemeinsamen Appell an den Amtsinhaber f&auml;hig, ihm die Solidarit&auml;t zu zeigen, wenn er entschlossen gegen die pr&auml;sumtiven Putschisten vorzugehen bereit w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schlacht-fuer-frankreich\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tschads Langzeit-Herrscher stirbt, Sohn &uuml;bernimmt, Frankreich billigt<\/strong><br>\nFrankreichs enger Verb&uuml;ndeter Idriss D&eacute;by Itno regierte das &ouml;lreiche, zentralafrikanische Land Tschad seit 30 Jahren. Nach seinem omin&ouml;sen Tod an der Front setzt das Milit&auml;r unter der F&uuml;hrung seines Sohnes die Verfassung aus und das Parlament ab.<br>\nAm Dienstag, 20. April 2021, starb der langj&auml;hrige Herrscher des zentralafrikanischen Landes Tschad, einen Tag, nachdem er erwartungsgem&auml;&szlig; zum Gewinner der letzten, fragw&uuml;rdigen Pr&auml;sidentschaftswahl am 11. April gek&uuml;rt wurde. Nach Aussagen des Milit&auml;rs erlag D&eacute;by nach der R&uuml;ckkehr in die Hauptstadt N&lsquo;Djamena Verletzungen, die er sich bei einem Besuch seiner gegen Rebellen k&auml;mpfenden Truppen im Norden zuzog. Er sei heroisch bei der Verteidigung der territorialen Integrit&auml;t des Staates gestorben, so der Sprecher des Milit&auml;rs.<br>\nIn diesem Fall &uuml;bernimmt laut Verfassung eigentlich der Parlamentssprecher die Amtsgesch&auml;fte f&uuml;r 40 Tage und organisiert neue Wahlen. Doch das Milit&auml;r setzte die Verfassung aus und l&ouml;ste das Parlament auf. F&uuml;r die kommenden 18 Monate werde ein milit&auml;rischer &Uuml;bergangsrat unter Leitung des Sohns des Verstorbenen, dem F&uuml;nf-Sterne-General Mahamat Idriss D&eacute;by, das Land f&uuml;hren. Verfassungsrechtlich kann man von einem Putsch sprechen. Derweil wurden n&auml;chtliche Ausgangssperren verh&auml;ngt und die Grenzen geschlossen.<br>\nWas sich an der Front im Norden des Tschad abspielte, wirft jedoch Fragen auf&hellip;<br>\nDer 68-j&auml;hrige Idriss D&eacute;by regierte das Land seit 30 Jahren, nachdem er seinen Vorg&auml;nger Hiss&egrave;ne Habr&eacute; in einem von Frankreich unterst&uuml;tzten Putsch beseitigte. Er &uuml;berlebte mehrere bewaffnete Aufst&auml;nde, wobei Frankreich ihn mehrfach aus der Luft unterst&uuml;tzte, und erm&ouml;glichte sich durch mehrere Verfassungs&auml;nderungen stets erneute Kandidaturen&hellip;<br>\nWestliche Verb&uuml;ndete stehen weiter hinter dem Milit&auml;r<br>\nDoch trotz der autokratischen Tendenzen, der katastrophalen Korruption und einer verarmten Bev&ouml;lkerung, die sich trotz immenser &Ouml;lvorkommen auf Platz 187 von 189 L&auml;ndern im Human Development Index der Vereinten Nationen wiederfindet, konnte sich D&eacute;by der Unterst&uuml;tzung aus dem Westen gewiss sein. Besonders die ehemalige Kolonialmacht Frankreich, aus der der Tschad die meisten Waffen bezieht, deckte ihm den R&uuml;cken &ndash; und war auf ihn angewiesen&hellip;.<br>\nLippenbekenntnisse bei Protest-Toten<br>\nWenige Tage nachdem Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron, zusammen mit dem EU-Au&szlig;enminister Josep Borrell, dem verstorbenen Verb&uuml;ndeten die letzte Ehre erwiesen, und ein Tag nachdem der Milit&auml;rjunta einen neuen Premierminister einsetzte, folgten tausende den Protestaufrufen von Oppositionsparteien und Nichtregierungsorganisationen, die unter dem Motto &bdquo;Wakit Tama&ldquo; (&bdquo;die Stunde ist gekommen&ldquo;) standen. Auf den Protesten wurden anti-franz&ouml;sische Slogans skandiert und franz&ouml;sische Flaggen verbrannt&hellip;<br>\nMitl&auml;ufer Deutschland<br>\nDeutschland ist in der Region vor allem in Mali aktiv, wo im Rahmen der MINUSMA der zweitgr&ouml;&szlig;te und gef&auml;hrlichste Auslandseinsatz der Bundeswehr stattfindet&hellip;<br>\nAuf die j&uuml;ngsten Entwicklungen im Tschad angesprochen, habe das deutsche Au&szlig;enministerium Pfl&uuml;ger zudem entgegnet, dass der Machtwechsel zwar verfassungswidrig sei, dies aber nicht das Ende des Engagements der BRD in der Region bedeute&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/04\/29\/tschads-langzeit-herrscher-stirbt-sohn-uebernimmt-frankreich-billigt\/\">IMI<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>30 Kampfjets f&uuml;r &Auml;gyptens Autokratie<\/strong><br>\nDer Milliarden-Deal: Ein gro&szlig;er Erfolg f&uuml;r die franz&ouml;sische R&uuml;stungsindustrie mit ein paar &ldquo;Sch&ouml;nheitsfehlern&rdquo;<br>\nEs ist ein gro&szlig;es Waffengesch&auml;ft, das Kairo heute offiziell best&auml;tigte. &Auml;gypten kauft 30 Rafale-Kampfjets von Frankreich, Preis: 3,75 Milliarden Euro. Dazu kommen laut der Investigativ-Webseite disclose.ngo noch zwei kleinere Verkaufsabschl&uuml;sse mit den franz&ouml;sischen R&uuml;stungsunternehmen MBDA, spezialisiert auf Lenkflugk&ouml;rper (Missiles), und Safran Electronics &amp; Defense im Wert von 200 Millionen Euro.<br>\nFinanziert &uuml;ber Kredite bei franz&ouml;sischen Banken<br>\nDas ist insgesamt ein Waffengesch&auml;ftsvolumen von fast vier Milliarden Euro. Finanziert wird dies nach Informationen der genannten Webseite, der nach eigenen Angaben Dokumente mit offiziellen Stempeln vorliegen, mit einem Kredit, der zu 85 Prozent vom franz&ouml;sischen Staat garantiert werde. Geldgeber sind franz&ouml;sische Banken mit bekannten Namen: BNP Paribas SA, Credit Agricole und die Societe Generale.<br>\nF&uuml;r die franz&ouml;sische Regierung ist das Gesch&auml;ft ein gro&szlig;er Erfolg&hellip;<br>\nGleichwohl gibt es ein paar Sch&ouml;nheitsfehler. Der Rafale-Kauf von Indien im Jahr 2016 wird von einer Korruptionsaff&auml;re getr&uuml;bt und im Fall des aktuellen Verkaufs an den Gro&szlig;kunden &Auml;gypten (mittlerweile der viertgr&ouml;&szlig;te K&auml;ufer franz&ouml;sischer Waffen) werden Fragen danach laut, wie es denn mit der Moral stehe, mit den Menschenrechten.<br>\nWirtschaftlich geht es &Auml;gypten nicht gut, die &auml;rmeren Schichten f&uuml;rchten sich vor Reformen zur Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Corona-Krise, berichtet Middle East Eye&hellip;<br>\nDoch stellen sich Fragen, ob der Kredit f&uuml;r die milliardenteuren Flugzeuge im Interesse der Bev&ouml;lkerung ist &ndash; zumal das neoliberale Wirtschaften unter Mubarak, das zur Verarmung der Bev&ouml;lkerung beitrug, einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r den Aufstand gegen ihn zu Beginn des Jahres 2011 war. Und nun tr&auml;gt Frankreich weiter dazu bei, dass die Repression in &Auml;gypten neuerlich gefestigt wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/30-Kampfjets-fuer-Aegyptens-Autokratie-6036472.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>USAID-Bericht r&auml;umt Verstrickung in Regime-Change-Politik gegen Venezuela ein<\/strong><br>\nCaracas. Ein von den USA unterst&uuml;tzter Versuch, im Jahr 2019 von Kolumbien aus Hilfsg&uuml;ter nach Venezuela zu schicken, war nicht von humanit&auml;ren Grunds&auml;tzen geleitet. Ein Bericht der US-Agentur f&uuml;r internationale Entwicklungszusammenarbeit (USAID), die an der Operation beteiligt war, kommt zu diesem Ergebnis.<br>\nIm Rahmen des &ldquo;Venezuela Live Aid&rdquo;-Konzertes, organisiert von dem britischen Milliard&auml;r und Unternehmer Nicholas Branson, sollte am 23. Februar 2019 ohne Zustimmung der venezolanischen Regierung ein LKW-Konvoi mit &ldquo;humanit&auml;ren Hilfsg&uuml;tern&rdquo; von der kolumbianischen Grenzstadt C&uacute;cuta aus nach Venezuela durchbrechen.<br>\n(&hellip;) Die USAID-F&uuml;hrung in Washington habe ihre Funktion&auml;re vor Ort angewiesen, das Vorgehen &ldquo;auf die St&auml;rkung der Glaubw&uuml;rdigkeit der &Uuml;bergangsregierung [Guaid&oacute;s] auszurichten&rdquo;, hei&szlig;t es in einer aktuellen Auswertung der USAID. Demnach soll die F&uuml;hrung der von der US-Regierung finanzierten Beh&ouml;rde auch die Anweisung ausgegeben haben, die Geldmittel f&uuml;r Organisationen der Vereinten Nationen zu minimieren, obwohl diese in Venezuela eine Infrastruktur hatten, um ben&ouml;tigte Hilfsg&uuml;ter zu liefern.<br>\nDie Anweisung, humanit&auml;re Hilfslieferungen bereitzustellen, sei &ldquo;nicht durch Fachwissen angetrieben&rdquo; und nicht mit dem Generalinspekteur des B&uuml;ros der USAID &ldquo;entsprechend den Prinzipien der Neutralit&auml;t, Unabh&auml;ngigkeit und basierend auf Bedarfsanalysen&rdquo; abgestimmt gewesen, schlie&szlig;t der Pr&uuml;fbericht ab.<br>\nDer venezolanische Au&szlig;enminister Jorge Arreaza reagierte auf die aktuellen Ver&ouml;ffentlichungen und erinnerte daran, dass seine Regierung seinerzeit vor der &ldquo;falschen Show der angeblichen humanit&auml;ren US-Hilfe in C&uacute;cuta&rdquo; warnte. Heute erkenne USAID selbst an, dass die Beh&ouml;rde &ldquo;Teil einer politischen Operation f&uuml;r einen Regime Change war&rdquo;, teilte Arreaza auf Twitter mit.<br>\nDer Diplomat verwies weiter auf andere Aktionen, die vom NATO-Partner Kolumbien ausgingen, um &ldquo;Chaos und Destabilisierung&rdquo; in Venezuela zu bewirken&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/05\/250195\/usaid-regime-change-venezuela\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Regimewechsel in Syrien noch auf der westlichen Agenda<\/strong><br>\nInterview mit Ex-Botschafter Peter Ford<br>\n(&hellip;)  Frage: Was halten Sie von der Entscheidung der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OPCW) von letzter Woche, Syrien die Mitgliedsrechte zu entziehen, basierend auf den Vorw&uuml;rfen, dass die syrischen Regierungsstreitkr&auml;fte w&auml;hrend des 10-j&auml;hrigen Krieges wiederholt chemische Waffen eingesetzt haben? &hellip;<br>\nPeter Ford: Die westlichen M&auml;chte sind wie Hunde mit einem alten Knochen, wenn es um das Thema des angeblichen Einsatzes von Chemiewaffen in Syrien geht. Es ist kein Fleisch dran, aber sie nagen weiter daran herum. Und warum? Weil die Behauptung, dass &ldquo;Assad sein eigenes Volk vergast&rdquo;, ein Eckpfeiler der gesamten westlichen Propagandaerz&auml;hlung &uuml;ber Syrien geworden ist. Ohne sie w&auml;re es schwieriger, den grausamen Wirtschaftskrieg gegen Syrien zu rechtfertigen, der haupts&auml;chlich durch Sanktionen gef&uuml;hrt wird. Und da die milit&auml;rischen Bem&uuml;hungen um einen Regimewechsel gescheitert sind, ist die wirtschaftliche Kriegsf&uuml;hrung nun die letzte Hoffnung f&uuml;r die westlichen M&auml;chte, Syrien genug zu destabilisieren, um die Regierung zu st&uuml;rzen. Damit diese Strategie funktioniert, sind die Westm&auml;chte mehr als bereit, die Glaubw&uuml;rdigkeit der OPCW zu untergraben, indem sie ihre F&auml;higkeit missbrauchen, sie im syrischen Kontext zu manipulieren.<br>\nFrage: Die Exekutive der OPCW wurde entlarvt, indem sie ihre eigenen Berichte mit dem Ziel verzerrt hat, die syrische Regierung wegen angeblicher Chemiewaffenangriffe zu belasten. Glauben Sie, dass die OPCW in einen Hebel verwandelt wurde, der es den westlichen M&auml;chten erm&ouml;glicht, Syrien zu schikanieren, weil diese M&auml;chte von Russland und China daran gehindert wurden, den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen als Mechanismus f&uuml;r eine Aggression gegen Syrien zu nutzen?<br>\nPeter Ford: Die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte K&ouml;nigreich haben nicht gez&ouml;gert, die OPCW-Exekutive zu instrumentalisieren, um ihren Willen in Bezug auf Syrien durchzusetzen, indem sie Whistleblowing unterdr&uuml;ckten, selbst wenn die F&auml;lle von Falschberichterstattung eklatant waren. Als ehemaliger Beamter der Vereinten Nationen kann ich sagen, dass internationale Organisationen fast durchweg von den USA und Gro&szlig;britannien kontrolliert und benutzt werden, wobei der Sicherheitsrat gl&uuml;cklicherweise die Arena ist, in der sie nicht immer ihren eigenen Willen durchsetzen k&ouml;nnen. Das &auml;rgert sie sehr und f&uuml;hrt dazu, dass sie sogar noch weiter gehen und Organisationen wie die OPCW ausnutzen und abwerten.<br>\n(&hellip;) Frage: Schlie&szlig;lich finden in Syrien am 26. Mai Pr&auml;sidentschaftswahlen statt, bei denen Amtsinhaber Baschar al-Assad zur Wiederwahl antritt. Die westlichen M&auml;chte verunglimpfen Syrien als ein &ldquo;undemokratisches Regime&rdquo;. Wie sehen Sie die politische Situation in Syrien? Ist es wahrscheinlich, dass Assad die Wiederwahl gewinnt?<br>\nPeter Ford: Nat&uuml;rlich wird Assad gewinnen und nat&uuml;rlich werden die westlichen M&auml;chte versuchen, seinen Sieg zu verunglimpfen. &hellip; Ein Gro&szlig;teil der gegenw&auml;rtigen westlichen Propagandaanstrengungen gegen Syrien zielt darauf ab, Assads Sieg zu verderben und ihm die Legitimit&auml;t abzusprechen. Aber in Syrien selbst wird das Volk die Wahl als Besiegelung von zehn Jahren Kampf sehen, und Assad wird gest&auml;rkt in die n&auml;chste Phase des westlichen Krieges gegen Syrien gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2021_05_02_regimewechsel.htm\">Anti-Krieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Afghanistan, Schrottplatz der Gro&szlig;m&auml;chte<\/strong><br>\nEin Kommentar von Willy Wimmer<br>\nJetzt soll es auf einmal schnell gehen. Bei Pr&auml;sident Trump und seinen Abzugspl&auml;nen aus Afghanistan wollte es in Berlin niemand so recht glauben, das mit dem Abzug. Jetzt ist es unumst&ouml;&szlig;lich, wenn man sich ansieht, wie z&uuml;gig der neue Pr&auml;sident Joe Biden die vertraglichen Vereinbarungen seines Vorg&auml;ngers mit den Paschtunen\/Taliban &uuml;ber Afghanistan umzusetzen gedenkt. Damit kommt auf Berlin unausweichlich die Frage zu, was Deutschland der Einsatz der Bundeswehr neben toten deutschen Soldaten und mehr als 10 Milliarden Euro, die in Afghanistan in den Sand gesetzt worden sind, &uuml;berhaupt gebracht haben soll.<br>\nNach der Berliner Politik-Methode kann das nur zur Folge haben, dass dies totgeschwiegen werden soll, um das vor sich her duselnde Wahlvolk nicht unsanft aufzuwecken&hellip;<br>\n(&hellip;) Man ist es allerdings bei der NATO gewohnt, den letzten Zipfel der Legitimit&auml;t krampfhaft in den Klauen zu halten, um den Parlamentariern die M&ouml;glichkeit zu geben, die Augen vor dem schiefen Geb&auml;ude der NATO-Rechtskonstruktion zu verschlie&szlig;en. Lange, zu lange ist es her, dass man in Deutschland sich dessen bewusst gewesen ist, mit der V&ouml;lkerrechtsabteilung des Ausw&auml;rtigen Amtes eine Abteilung mit Weltruf zu haben. Seit den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskriegen, an denen sich Deutschland &uuml;ber das NATO-Konstrukt beteiligen muss, ist diese Abteilung aus Berliner Gr&uuml;nden in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.<br>\n(&hellip;) Wer kann sich noch daran erinnern, dass in Zusammenhang mit dem 11. September 2001 Afghanistan ein zumindest willk&uuml;rlich herausgegriffenes Ziel f&uuml;r die amerikanische Rache gewesen ist. Die T&auml;ter stammten jedenfalls nicht aus Afghanistan, soweit sie f&uuml;r das verantwortlich gewesen sind, was in New York und Washington Tod und Terror verursacht hatte&hellip; Heute dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, dass unter geo-strategischen Gesichtspunkten der Einsatz in Afghanistan deshalb beendet werden kann, weil das n&auml;chste Ziel mit Myanmar vor der Haust&uuml;re steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/afghanistan-schrottplatz-der-grossmaechte-von-willy-wimmer\/\">KenFM<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kinderhilfe Afghanistan: Truppenabzug erh&ouml;ht die Sicherheit unserer Schulen<\/strong><br>\nZumindest in den &ouml;stlichen Gebieten Afghanistans werde der Abzug der NATO-Truppen die Sicherheit erh&ouml;hen, sagte Reinhard Er&ouml;s von der Kinderhilfe Afghanistan im Dlf. Es sei richtig, das Land weiter humanit&auml;r zu unterst&uuml;tzen, die politische Entwicklung des Landes sei aber &bdquo;Sache der Afghanen&ldquo;.<br>\nDie USA und ihre NATO-Partner haben am 14. April das Ende ihres ann&auml;hernd 20 Jahre andauernden Afghanistan-Einsatzes angek&uuml;ndigt. Bis sp&auml;testens zum 11. September 2021 soll der Truppen-Abzug abgeschlossen sein. Die Soldaten der Bundeswehr sollen m&ouml;glichst bis zum 4. Juli nach Deutschland zur&uuml;ckgeholt werden.<br>\nReinhard Er&ouml;s von der Kinderhilfe Afghanistan geht davon aus, dass die Teile des Landes, die er kennt, durch den Abzug sicherer werden. Das gr&ouml;&szlig;te Sicherheitsrisiko in den vergangenen Jahren seien bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den USA und den Taliban beziehungsweise den IS-K&auml;mpfern gewesen. Die Kinderhilfe Afghanistan arbeitet im Osten des Landes, im &bdquo;Hotspot der Taliban&ldquo;, wie Er&ouml;s sagt und betreibt dort Krankenh&auml;user, Waisenh&auml;user und Ausbildungszentren, darunter 30 Schulen.<br>\nEr&ouml;s: Man muss mit Taliban reden<br>\nDie Kinderhilfe habe seit dem Start im Jahr 2002 alle Projekte mit den Religi&ouml;sen, und das seien in gewisser Weise die Taliban, abgesprochen. Wenn Projekten zugestimmt worden sei, dann habe man sie durchgef&uuml;hrt und wenn Projekte abgelehnt worden seien, dann habe man sie nicht durchgef&uuml;hrt. In den fast 20 Jahren Arbeit der Organisation habe man keinen einzigen Angriff durch Taliban-K&auml;mpfer erlebt. Man habe ungest&ouml;rt arbeiten k&ouml;nnen.<br>\n(&hellip;) Man solle das Land im Bereich der Entwicklungshilfe weiter unterst&uuml;tzen &ndash; 40 Prozent der Menschen seien chronisch unterern&auml;hrt &ndash;, aber nicht milit&auml;risch eingreifen. Von Afghanistan gehe keine Bedrohung f&uuml;r westliche L&auml;nder aus und solange das so sei, solle man sich in Machtfragen des Landes nicht einmischen. Es sei Sache der Afghanen, ob dort dann eine s&auml;kulare Demokratie nach westlicher Vorstellung entstehe oder sich das Land als islamische Republik &ndash; die es vom Namen her sei &ndash; entwickle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nato-abzug-kinderhilfe-afghanistan-truppenabzug-erhoeht-die.694.de.html?dram:article_id=496667\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-72141","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72141"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72152,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72141\/revisions\/72152"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}