{"id":72207,"date":"2021-05-07T08:33:01","date_gmt":"2021-05-07T06:33:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207"},"modified":"2021-05-07T08:33:01","modified_gmt":"2021-05-07T06:33:01","slug":"hinweise-des-tages-3856","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h01\">Initiatoren von Verfassungsbeschwerde gegen Ausgangssperre bedauern Entscheidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h02\">&bdquo;Die gew&uuml;nschte Schockwirkung erzielen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h03\">&ldquo;Die Notbremse hat nicht gewirkt&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h04\">&bdquo;Grenzt an Realsatire&ldquo; &ndash; IHK Osnabr&uuml;ck kritisiert Verordnungs-Wirrwarr in Einzelhandel und Tourismus <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h05\">Beschaffung von &raquo;Luca&laquo;-Corona-App f&uuml;r rechtens erkl&auml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h06\">SARS-CoV-2 und die Schulen &ndash; Was sagen die Daten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h07\">Corona-Impfstoff: Aktienkurse von Curevac und Biontech brechen nach Patentdiskussion ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h08\">Verfassungsschutz lieferte Akten nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h09\">Andreas Scheuer will nicht zust&auml;ndig sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h10\">Auf Mietendeckel-Aus folgt K&uuml;ndigung: Berliner Familie soll nach 17 Jahren raus &ndash; dann kommt das gute Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h11\">Steuervermeidung in der EU: Amazon zahlt trotz Rekordumsatz keine K&ouml;rperschaftssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h12\">EU-Sozialgipfel: Neue Studie zeigt Reformbedarf f&uuml;r zukunftsf&auml;higes Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h13\">Waffenexporte verbieten, NATO-Aufr&uuml;stung beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h14\">Campen mit Komfort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h15\">&bdquo;Notbremse 2030&ldquo; &ndash; Business as usual<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Initiatoren von Verfassungsbeschwerde gegen Ausgangssperre bedauern Entscheidung<\/strong><br>\nDie Initiatoren der am Mittwoch vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe abgelehnten Eilantr&auml;ge gegen die n&auml;chtlichen Ausgangssperren im Zuge der sogenannten Bundesnotbremse haben die Entscheidung bedauert. &ldquo;Mit den Ausgangssperren bleibt eine Ma&szlig;nahme mit schlechter grundrechtlicher Bilanz in Kraft&rdquo;, erkl&auml;rte der Vorsitzende der Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte (GFF), Ulf Buermeyer, am Donnerstag in Berlin. Der Deutsche Anwaltverein kritisierte die Entscheidung als &ldquo;hasenf&uuml;&szlig;ig und beinahe lustlos&rdquo;.<br>\nBuermeyer erkl&auml;rte, der Gesetzgeber bleibe auch nach der Karlsruher Entscheidung aber aufgefordert, &ldquo;wirksamere Ma&szlig;nahmen&rdquo; gegen Corona-Infektionen zu ergreifen. Deutschland sei damit &ldquo;dem Ziel eines schl&uuml;ssigen und wirksamen Gesamtkonzepts zur Bek&auml;mpfung der epidemischen Notlage nicht n&auml;hergekommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tah.de\/afpnewssingle\/initiatoren-von-verfassungsbeschwerde-gegen-ausgangssperre-bedauern-entscheidung\">T&auml;glicher Anzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Die Notbremse hat nicht gewirkt&rdquo;<\/strong><br>\nSten R&uuml;diger berechnet anhand von Mobilfunkdaten, wie oft Menschen einander begegnen. Das Ergebnis: Zuletzt sind die Kontakte sogar wieder mehr geworden. Warum die Inzidenzen trotzdem sinken und warum der Datenexperte entt&auml;uscht von der Politik ist: ein Interview. [&hellip;]<br>\nWas erkl&auml;ren w&uuml;rde, warum die Infektionsraten sich etwa in der Schweiz auch ohne eine Versch&auml;rfung der Regeln &auml;hnlich entwickeln zurzeit. Wenn die Bundesnotbremse allerdings so wirkungslos geblieben ist, wenn die Menschen sich sogar wieder h&auml;ufiger treffen, m&uuml;ssten wir uns dann absehbar auf wieder mehr Neuinfektionen einstellen?<br>\nZum Gl&uuml;ck nicht. Denn die meisten Leute haben den ganzen Winter &uuml;ber ihre Kontakth&auml;ufigkeit sehr niedrig gehalten. Ohne Virusmutation h&auml;tte das vermutlich sogar gereicht, um die dritte Welle ganz zu vermeiden. So ist sie immerhin flacher verlaufen als die zweite, und die wachsende Zahl der Impfungen gleicht die zus&auml;tzliche Wirkung der Virusmutation auf den Reproduktionswert immer st&auml;rker aus &ndash; wodurch die Zahlen weiter fallen. Und das bleibt nach unserem Modell auch bis auf Weiteres so, denn die Zunahme der Kontakth&auml;ufigkeit seit Inkrafttreten der Bundesnotbremse verharrt zum Gl&uuml;ck auf vergleichsweise niedrigem Niveau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2021\/05\/06\/die-notbremse-hat-nicht-gewirkt\/\">Jan-Martin Wiarda<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Die gew&uuml;nschte Schockwirkung erzielen&ldquo;<\/strong><br>\nIn der Corona-Krise werden Forscher mit abweichenden Meinungen gern als irrelevante Minderheit klassifiziert. Doch wer die tats&auml;chliche Vielfalt des wissenschaftlichen Meinungsspektrums leugnet, untergr&auml;bt das Vertrauen in die Wissenschaft &ndash; und in die Politik. [&hellip;]<br>\nAuch Wissenschaftlerinnen sollten sich von einem wissenschaftlichen Absolutheitsanspruch verabschieden, wenn sie politische Empfehlungen geben. Die Virologin und #NoCovid-Bef&uuml;rworterin Melanie Brinkmann etwa pr&auml;sentiert ihre &Uuml;berzeugungen gern als wissenschaftlich unumstritten. Wissenschaftler mit anderen Meinungen werden von ihr als irrelevante Minderheit klassifiziert. Hier nicht ehrlich zu sein, was die tats&auml;chliche Pluralit&auml;t des wissenschaftlichen Meinungsspektrums anbelangt, untergr&auml;bt ebenfalls das Vertrauen in die Wissenschaft.<br>\nDer Soziologe Bogner warnt treffend vor der Illusion einer &bdquo;rein wissensgesteuerten Politik&ldquo;. Eine solche Vorstellung basiere &bdquo;auf der irrigen Annahme, dass es auf politische Streitfragen stets &sbquo;richtige&lsquo; oder wahre Antworten gibt&ldquo;. Doch, so schreibt er weiter, das sei nicht der Fall: &bdquo;Selbst wenn wir zuverl&auml;ssige Zahlen &uuml;ber die Infektiosit&auml;t des Virus oder &uuml;ber das Ausma&szlig; der globalen Erw&auml;rmung haben, so steckt in diesen Zahlen doch noch kein politisches Handlungsprogramm.&ldquo;<br>\nF&uuml;r die politische Auseinandersetzung um das &bdquo;richtige&ldquo; Handlungsprogramm k&ouml;nnen Wissenschaftlerinnen wichtige Impulse liefern. Wie das aktuelle Beispiel der Corona-Politik zeigt, funktioniert das am besten transparent, mit Offenheit f&uuml;r verschiedene Positionen und mit klarer Rollenverteilung zwischen Politik und Wissenschaft.<br>\nDas ist &uuml;brigens auch der beste Weg, um die Wissenschaftsfreiheit zu verteidigen und diese f&uuml;r Debatten in einer offenen Gesellschaft nutzbar zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/wissenschaft-politik-corona-drosten-kerber-spahn\">Cicero<\/a>\n<p><strong>dazu: Eine Religion namens Wissenschaft<\/strong><br>\nDie Zeiten zu reden, zu beraten und abzuw&auml;gen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse politisch umzusetzen sind, sei jetzt nicht gegeben: Solche Forderungen liest man oft derzeit. Es g&auml;be n&auml;mlich Zeiten der Diskussion und Zeiten zum Handeln. Und weil man hier nicht einfach irgendeinen Firlefanz durchzuregieren hat, sondern ja auf Wissenschaftlichkeit gr&uuml;ndende Ma&szlig;nahmen, m&uuml;sse man nicht lange diskutieren: Sondern einfach nur machen. &Uuml;berhaupt g&auml;be es gar keinen Diskussionsbedarf bei Sujets, die aus dem Wissenschaftsbetrieb kommen. Kurz zusammengefasst lautet die Lehre aus dieser Haltung: Keine Diskussion jetzt, das ist schlie&szlig;lich Wissenschaft!<br>\nDiese Haltung ist nicht weniger als eine tief verankerte Orthodoxie. Denn wenn Wissenschaft ja eines ist, so doch der Umstand, dass man miteinander spricht, ausdiskutiert und auf Grundlage des Austausches zu Schl&uuml;ssen kommt. Nat&uuml;rlich bedeutet das nicht, dass man nun mit Menschen in einen Dialog tritt, die den Ansatz vollends verleugnen. Aber wenn man wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungen m&uuml;nden lassen will, muss man auch jene in den Dialog einbeziehen, die grunds&auml;tzliche Bedenken haben, die die Umsetzbarkeit anzweifeln und anmerken, dass die teilwissenschaftliche Forderung anderen teilwissenschaftlichen Erkenntnissen im Wege steht.<br>\nDenn es ist ja immer noch so, dass die, die jetzt von evidenzbasierten Grundlagen sprechen und damit meinen, alles sei wissenschaftlich verifizierbar, immer nur einen Teilaspekt sehen: Wir sprechen von der Virologie. Die Medizin darf auch noch ein W&ouml;rtchen mitreden. Aber was ist mit der Soziologie? Der Psychologie? Der &Ouml;konomie? Der Kulturwissenschaft? Das sind allesamt Wissenschaften, die andere Ans&auml;tze verfolgen und zur Diskussion einladen. Da aber keine Zeit zur Diskussion sei, fallen sie hinten runter, werden als Wissenschaften ge&auml;chtet. Denn Wissenschaft diskutiere jetzt nicht. Jetzt k&ouml;mme es darauf an, die Welt zu ver&auml;ndern. Nicht sich auszutauschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2021\/05\/eine-religion-namens-wissenschaft\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Grenzt an Realsatire&ldquo; &ndash; IHK Osnabr&uuml;ck kritisiert Verordnungs-Wirrwarr in Einzelhandel und Tourismus<\/strong><br>\n&bdquo;Die geltenden Corona-Regeln erzeugen in der Region ein Wirrwarr, das an Realsatire grenzt&ldquo;, kritisiert Marco Graf, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der IHK Osnabr&uuml;ck &ndash; Emsland &ndash; Grafschaft Bentheim, die derzeitigen Regelungen f&uuml;r den Einzelhandel. &bdquo;Aktuell gilt f&uuml;r den Einzelhandel in der Grafschaft Click &amp; Collect. Im Emsland wird heute Click &amp; Meet nach Bundesrecht, morgen aber schon Click &amp; Meet nach Landesrecht angewendet &ndash; das aber wiederum nur f&uuml;r Freitag und Samstag. Denn ab Montag gilt eine neue Corona-Verordnung des Landes. Dann f&auml;llt beim Click &amp; Meet das Click, also die Terminbuchung, voraussichtlich weg, daf&uuml;r k&ouml;nnte wom&ouml;glich eine Testpflicht hinzutreten. Aber nur, wenn die Inzidenz im Emsland unter 100 bleibt. Im Landkreis Osnabr&uuml;ck gilt aktuell weiter Click &amp; Meet nach Bundesrecht. In der Stadt auch, aber erst ab morgen. Heute hingegen gilt noch Click &amp; Collect. Das versteht niemand&ldquo;, so Graf. Die IHK fordert daher eine einfache Regelung, die f&uuml;r die Einzelh&auml;ndler ebenso wie f&uuml;r die Kunden praktikabel ist<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hasepost.de\/grenzt-an-realsatire-ihk-osnabrueck-kritisiert-verordnungs-wirrwarr-in-einzelhandel-und-tourismus-249528\/\">Hasepost<\/a>\n<p><strong>dazu: Niedersachsen-Plan: Beim Shoppen reicht k&uuml;nftig ein Selbsttest<\/strong><br>\nNach HAZ-Informationen sollen k&uuml;nftig auch negative Selbsttests in den Gesch&auml;ften oder Tests von Arbeitgebern zum Zugang berechtigen. Die Landesregierung will nach Gespr&auml;chen mit Branchenvertretern offenbar keine qualifizierten Testungen mehr vorschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Der-Norden\/Niedersachsen-Plan-Beim-Shoppen-reicht-kuenftig-ein-Selbsttest\">HAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das Tempo wird f&uuml;r die handelnde Politik zu hoch. Es ist aber nicht das Virus, das einen &bdquo;Raketenantrieb&ldquo; gez&uuml;ndet h&auml;tte und damit zu irgendeinem Aktionismus verleite, sondern die normative Kraft des Faktischen. Dadurch werden die seitenlangen Verordnungen, die nun wie ein Klotz am Bein der Verwaltungen h&auml;ngen, im Grunde ausgehebelt. Kaum vorstellbar, dass diese praxisfernen Regeln noch lange Bestand haben werden, geschweige denn in irgendeiner Form sauber &uuml;berpr&uuml;ft werden k&ouml;nnen. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &ldquo;Ohne Impfnachweis droht Bundes-Durcheinander&rdquo;<\/strong><br>\nDer th&uuml;ringische Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow hat den Entwurf der Bundesregierung f&uuml;r die Verordnung zu den Rechten von Geimpften und Genesenen kritisiert. Es fehle der f&auml;lschungssichere Impfnachweis, sagte Ramelow im &ldquo;Fr&uuml;hstart&rdquo; bei ntv. &ldquo;Das ist ein kleines, wenn auch nicht unwichtiges Detail, weil wir beim Nachweis der Impfzertifikate und der Testzertifikate sowie dem Status der Genesenen ein klares Instrument brauchen, damit es auch &uuml;berpr&uuml;ft werden kann&rdquo;, so der Linken-Politiker mit Blick auf die wegfallenden Ausgangsbeschr&auml;nkungen und die notwendigen Kontrollen durch die Polizei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ohne-Impfnachweis-droht-Bundes-Durcheinander-article22534084.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Beschaffung von &raquo;Luca&laquo;-Corona-App f&uuml;r rechtens erkl&auml;rt<\/strong><br>\nIn Mecklenburg-Vorpommern hat die Landesvergabekammer den Kauf der Landesregierung von Lizenzen der profitorientierten Corona-App &raquo;Luca&laquo; f&uuml;r rechtens erkl&auml;rt. Das teilte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) am Mittwoch mit, wie der Nordkurier berichtete. Die Kammer habe zudem die Beschwerde eines Konkurrenzunternehmens gegen die Vergabeentscheidung in allen relevanten Punkten zur&uuml;ckgewiesen, teilte Pegel mit. Auch habe die Kammer festgestellt, dass die sogenannte Markterkundung der Landesregierung rechtm&auml;&szlig;ig gewesen sei. Die von der Landesregierung formulierten Mindestanforderungen seien sachgerecht und nicht diskriminierend gewesen, zus&auml;tzlich seien die Dringlichkeitsanforderungen erf&uuml;llt worden. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Konkurrenten Wiener Cube Software- und Hotelprojektierungs GmbH k&uuml;ndigte dem Bericht zufolge an, beim Oberlandesgericht in Rostock gegen die Entscheidung der Landesvergabekammer Beschwerde einzulegen.<br>\nDie von Ministerpr&auml;sidentin Manuela Schwesig (SPD) angef&uuml;hrte Regierungskoalition von SPD und CDU hatte Anfang M&auml;rz eine Lizenz zur Nutzung der bis heute von schwerwiegenden Sicherheitsm&auml;ngeln belasteten &raquo;Luca&laquo;-Anwendung gekauft. Die Kosten f&uuml;r Lizenz und Betrieb f&uuml;r die Dauer eines Jahres wurden laut Nordkurier vom Digitalministerium damals mit 440.000 Euro angegeben. Das Unternehmen hinter der Anwendung habe bisher mehr als 20 Millionen Euro von den Bundesl&auml;ndern erhalten, in denen die Software landesweit eingesetzt werden soll. Das gehe aus Antworten hervor, die das Portal netzpolitik.org laut Bericht vom 12. April von den zust&auml;ndigen Staatskanzleien und Ministerien erhielt. Datensch&uuml;tzer und IT-Sicherheitsexperten warnen seit l&auml;ngerem vor dem Einsatz der &raquo;Luca&laquo;-Corona-App und kritisieren die F&ouml;rderung des Betreibers aus Steuermitteln deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/402164.beschaffung-von-luca-corona-app-f%C3%BCr-rechtens-erkl%C3%A4rt.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf die Warnungen vor dem Einsatz dieser App hingewiesen:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72066#h05\">Luca-App: Fachleute warnen vor &ldquo;massivem Missbrauchspotential&rdquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71619#h08\">Luca-App: CCC fordert Bundesnotbremse<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>SARS-CoV-2 und die Schulen &ndash; Was sagen die Daten?<\/strong><br>\nImmer noch wird &ndash; ohne belastbare Daten &ndash; die Bef&uuml;rchtung (und Behauptung) ge&auml;u&szlig;ert, dass Kinder die Treiber der SARS-CoV-2-Pandemie sind und Schulen besondere Verbreitungsherde darstellen. Dies wird jetzt auch mit den gestiegenen Zahlen im Zusammenhang mit dem Schulstart nach den Osterferien begr&uuml;ndet. Es lohnt jedoch ein genauerer Blick auf die Daten und die Begleitumst&auml;nde. Abbildungen 1-3 zeigen die die sog. 7-Tages-&bdquo;Inzidenzen&ldquo; [1-3] f&uuml;r die Gesamtbev&ouml;lkerung und die altersbezogenen Inzidenzen der Kinder im Alter von  5-9 und von 10-14 Jahren &ndash; f&uuml;r ganz Hessen (Abb. 1), f&uuml;r  Frankfurt (Abb. 2) und f&uuml;r den Landkreis Bergstra&szlig;e (Abb. 3) &ndash; letzterer als Beispiel f&uuml;r einen Kreis mit einer vergleichsweise niedrigen sog. 7-Tages-Inzidenz. Die Daten wurden mittels einer SURVStat-Abfrage aus den f&uuml;r <a href=\"https:\/\/survstat.rki.de\/\">jeden zug&auml;nglichen Daten des Robert Koch-Instituts erhalten<\/a>. Auf den ersten Blick ist erkennbar, dass in der 16 Kalenderwoche (KW), d.h. mit dem Schulstart nach den Osterferien die Inzidenzen in der Bev&ouml;lkerung deutlich angestiegen sind, (mit)verursacht durch eine extreme Zunahme der Meldungen von Kindern in der Altersgruppe 5-14 Jahre, die deutlich &uuml;ber den Maximalwerten sogar aus letztem November liegen. [&hellip;] Beweisen diese Daten nicht eindeutig, dass die Schule der &bdquo;hotspot&ldquo; ist? Mitnichten! [&hellip;]<br>\nDie extreme Zunahme der Fallzahlen bei den Schulkindern in der KW 16 nach den Osterferien ist durch eine &Auml;nderung der Teststrategie (mit)bedingt und die Infektionen sind in den Ferien &ndash; im Privaten und Freizeitbereich &ndash; erworben worden, nicht in der Schule. Die Testpflicht hat nicht das Ziel erreicht, den Unterricht in Schulen sicherer zu machen, sondern sie hat in vielen Kreisen bewirkt, dass die Schulen erneut geschlossen wurden. Diese Daten best&auml;tigen somit die Erkenntnisse aus vielen Studien, wonach SARS-CoV-2 bei Sch&uuml;lern nicht zwingend im Schulbetrieb, sondern eher im privaten, famili&auml;ren oder Freizeitbereich erworben wurden. Schulen sind weder &bdquo;hot-spots&ldquo; noch besondere Risikobereiche [5&ndash;8].<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.laekh.de\/fileadmin\/user_upload\/Aktuelles\/2021\/Aktuelles_2021_05_06_HAEBL_06_2021_Heudorf_Gottschalk.pdf\">Hessisches &Auml;rzteblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Corona-Impfstoff: Aktienkurse von Curevac und Biontech brechen nach Patentdiskussion ein<\/strong><br>\nDie US-Regierung um Pr&auml;sident Joe Biden hatte am Mittwoch &uuml;berraschend angek&uuml;ndigt, sich im Kampf gegen die Corona-Krise bei der Welthandelsorganisation WTO f&uuml;r eine Ausnahmeregelung beim Patentschutz einzusetzen. Nichtregierungsorganisationen sowie Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder fordern diesen Schritt bereits seit Monaten, damit die weltweite Impfstoff-Produktion angekurbelt werden kann. Daraufhin brachen die Kurse von Curevac und Biontech um mehr als zehn Prozent sowie um fast ein F&uuml;nftel ein. (&hellip;)<br>\nNeben den USA zeigt sich jetzt auch die EU offen f&uuml;r Gespr&auml;che &uuml;ber eine vor&uuml;bergehende Aussetzung des Patentschutzes f&uuml;r Corona-Impfstoffe. Br&uuml;ssel sei bereit, &uuml;ber einen entsprechenden Vorschlag der USA zu diskutieren, sagte EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen in einer Videobotschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/coronavirus-impfstoff-aktien-curevac-biontech-patent-diskussion-eu-usa-90497106.html\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erneut best&auml;tigt sich der Satz: &ldquo;Das Kapital ist ein scheues Reh&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verfassungsschutz lieferte Akten nicht<\/strong><br>\nDer Bundestagsausschuss zum Anschlag am Berliner Breitscheidplatz hat die Beweisaufnahme beendet. Doch nun stellt sich heraus, dass der Verfassungsschutz mehrere Aktenordner zum Umfeld des Terroristen Amri nicht geliefert hat.<br>\nDer Zeitpunkt ist denkbar schlecht. Vor wenigen Wochen hat der Parlamentarische Untersuchungsausschuss im Bundestag zum Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz seine Beweisaufnahme beendet. Nach drei Jahren Ausschussarbeit, mehr als 100 Sitzungen und zahlreichen Zeugenvernehmungen schreiben die Abgeordneten nun an den Abschlussberichten. Zuvor hatten alle beteiligen Stellen noch einmal schriftlich versichert, dass sie den Parlamentariern alle angeforderten Akten vollst&auml;ndig zur Verf&uuml;gung gestellt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/wdr\/amri-untersuchungsausschuss-verfassungsschutz-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Andreas Scheuer will nicht zust&auml;ndig sein<\/strong><br>\nMehrere deutsche St&auml;dte wollen testen, ob ein generelles Tempo 30 die Stra&szlig;en sicherer macht und L&auml;rm reduziert. Aber das Bundesverkehrsministerium blockiert.<br>\nMartin Horn ist &uuml;berzeugt von Tempo 30. Davon, dass es den Verkehr sicherer, leiser und fl&uuml;ssiger macht. &ldquo;Schon jetzt versuchen wir, es einzuf&uuml;hren, wo wir k&ouml;nnen&rdquo;, sagt Horn, seit 2018 parteiloser Oberb&uuml;rgermeister von Freiburg. Doch dem sind Grenzen gesetzt, die H&uuml;rden sind hoch. Grunds&auml;tzlich gilt innerhalb von Ortschaften Tempo 50, Ausnahmen d&uuml;rfen nur an besonders kritischen Stellen gemacht werden, vor Kitas und Schulen etwa oder an Unfallschwerpunkten. Das bedeutet dann einen Flickenteppich an Geschwindigkeitsbegrenzungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2021-04\/tempo-30-zonen-strassenverkehr-stvo-sonderregelung-andreas-scheuer-verkehrspolitik\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auf Mietendeckel-Aus folgt K&uuml;ndigung: Berliner Familie soll nach 17 Jahren raus &ndash; dann kommt das gute Ende<\/strong><br>\nKurz nach Ende des Mietendeckels erhielt Holger Niederhausen wegen Nachzahlungsforderungen die K&uuml;ndigung. Ein Mit-Eigent&uuml;mer des Hauses: Springer-Chef D&ouml;pfner.<br>\nAm 15. April ver&ouml;ffentlichte das Bundesverfassungsgericht seinen Beschluss, dass der Mietendeckel nichtig ist, am 30. April hatte Holger Niederhausen bereits das K&uuml;ndigungsschreiben seiner Wohnung im Briefkasten, Tippfehler inklusive.<br>\n&bdquo;Da Ihr Mietvertrag seit mehr als 8 Jahren besteht, erfolgt die K&uuml;ndigung zum 31.1. 2021&ldquo;, schrieb ein Anwalt dem Vater von drei Kindern. Muss nat&uuml;rlich 2022 hei&szlig;en, aber das machte die Sache nicht besser.<br>\nDie Wohnung in Mitte, in der Holger Niederhausen mit seiner Familie seit 17 Jahren wohnt, geh&ouml;rt einer Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR), und einer der drei Eigent&uuml;mer dieser GbR ist Mathias D&ouml;pfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE.<br>\nDie K&uuml;ndigung hatte die Hausverwaltung ausgesprochen. Holger Niederhausen war emp&ouml;rt, und aus Sicht von Reiner Wild, dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Berliner Mietervereins, auch v&ouml;llig zu Recht: &bdquo;Die K&uuml;ndigung ist aus unserer Sicht unwirksam&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/auf-mietendeckel-aus-folgt-kuendigung-berliner-familie-soll-nach-17-jahren-raus-dann-kommt-das-gute-ende\/27161018.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steuervermeidung in der EU: Amazon zahlt trotz Rekordumsatz keine K&ouml;rperschaftssteuer<\/strong><br>\nAmazon hat im vergangenen Jahr keine K&ouml;rperschaftssteuern in der EU gezahlt. Bei einem Umsatz von 44 Milliarden Euro machte das Unternehmen in Luxemburg 1,2 Milliarden Euro Verluste.<br>\nDer Handelskonzern Amazon musste bei einem Rekordumsatz von 44 Milliarden Euro im Vorjahr in seinen europ&auml;ischen Niederlassungen in Luxemburg keine K&ouml;rperschaftssteuern zahlen. Das geht aus einem Bericht des Guardian hervor. Im Gegenteil: Ein beigef&uuml;gtes Steuerdokument legt offen, dass die Amazon EU Sarl durch Steuergutschriften in H&ouml;he von 56 Millionen Euro sogar zuk&uuml;nftige Steuerrechnungen ausgleichen k&ouml;nne, sollte sie Gewinne erzielen. Trotz der hohen Ums&auml;tze verzeichnete die Luxemburger Niederlassung einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro.<br>\nEin Sprecher von Amazon betont, das Unternehmen zahle &bdquo;alle anwendbaren Steuern in allen L&auml;ndern, in denen wir agieren&ldquo;. &bdquo;Die K&ouml;rperschaftsteuer basiert auf Gewinnen und nicht auf Ums&auml;tzen&ldquo;, so der Sprecher weiter. Die Gewinne seien unter anderem aufgrund gro&szlig;er Investitionen und geringer Margen im Einzelhandel gering ausgefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2021\/steuervermeidung-in-der-eu-amazon-zahlt-trotz-rekordumsatz-keine-steuern\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU-Sozialgipfel: Neue Studie zeigt Reformbedarf f&uuml;r zukunftsf&auml;higes Europa<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union muss sozialer werden, nur dann wird es gelingen, Vertrauen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zur&uuml;ckzugewinnen. Die EU-Kommission hat auf diese Herausforderung mit einem &bdquo;Aktionsplan&ldquo; f&uuml;r die Umsetzung der Europ&auml;ischen S&auml;ule sozialer Rechte reagiert. Ein weiteres Zeichen des Aufbruchs k&ouml;nnte vom EU-Sozialgipfel ausgehen, der Ende dieser Woche in Porto stattfindet. Welche Reformen notwendig sind, haben Expertinnen und Experten der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in einer neuen Studie untersucht. Aus Sicht von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zentral ist unter anderem die Aufwertung von kollektiven sozialen Rechten, damit diese in der europ&auml;ischen Rechtsprechung nicht wie bisher meist gegen&uuml;ber Niederlassungs- oder Dienstleistungsfreiheit den K&uuml;rzeren ziehen. Dringend n&ouml;tig sind auch europ&auml;ische Regeln f&uuml;r existenzsichernde Mindestl&ouml;hne und eine St&auml;rkung der Tarifsysteme, bessere soziale Rechte f&uuml;r Soloselbst&auml;ndige, Plattformarbeitende und grenz&uuml;berschreitend Besch&auml;ftigte sowie eine Rahmenrechtlinie, um Mitbestimmung in Unternehmen zu sichern. Solche Mitbestimmungsrechte existieren in 18 von 27 EU-L&auml;ndern, sie erodieren aber. Defizite im EU-Gesellschaftsrecht sind ein wichtiger Grund daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-eu-sozialgipfel-neue-studie-zeigt-reformbedarf-fur-zukunftsfahiges-europa-32654.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Waffenexporte verbieten, NATO-Aufr&uuml;stung beenden<\/strong><br>\n&bdquo;DIE LINKE begr&uuml;&szlig;t die breite Unterst&uuml;tzung in der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die Forderung nach einem Stopp von Waffenexporten. Die aktuellen Umfragewerte sind eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die Bundesregierung und ein Weckruf an die Parteien f&uuml;r einen grunds&auml;tzlichen politischen Richtungswechsel in der R&uuml;stungspolitik&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, abr&uuml;stungspolitische Sprecherin und Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausw&auml;rtigen Ausschuss, mit Blick auf eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Profitgarantien f&uuml;r die deutsche R&uuml;stungsindustrie d&uuml;rfen nicht l&auml;nger Handlungsmaxime der Bundesregierung sein. Die aktuellen Umfrageergebnisse sind vielmehr ein deutlicher Auftrag an die Parteien zu einem Kurswechsel. Demokratie herrscht, wenn sich die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung mit ihrer Forderung auch durchsetzt.<br>\nWeder die immer weiter steigenden Ausgaben f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der Bundeswehr noch skrupellose Waffenlieferungen der Bundesregierung in die Konfliktgebiete dieser Welt haben die Zustimmung der Bev&ouml;lkerung. Die Absage an das Zwei-Prozent-Aufr&uuml;stungsziel der NATO ist &uuml;berf&auml;llig, wie die Forderung einer &uuml;berdeutlichen Mehrheit in Deutschland, Spanien und Italien nach K&uuml;rzung der Milit&auml;rausgaben unterstreicht.<br>\nDIE LINKE fordert ein gesetzliches Verbot von Waffenexporten und ein Ende der Aufr&uuml;stung der Bundeswehr zur global operierenden Interventionsarmee. Statt den Waffenschmieden in Deutschland und Europa immer neue Megaprofite zu sichern, muss jetzt umgehend die Konversion der R&uuml;stungsindustrie f&uuml;r die Herstellung von G&uuml;tern der Gesundheitssicherung und des t&auml;glichen Bedarfs in die Wege geleitet werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/waffenexporte-verbieten-nato-aufruestung-beenden\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Campen mit Komfort<\/strong><br>\nF&uuml;r derlei Beschaffungsvorhaben setzt die Bundeswehr bereits seit vielen Jahren auf die vermeintliche Kosteneffizienz des freien Marktes. In der Praxis ist der Kreis der Bundeswehr-Dienstleister:innen und Lieferant:innen ein relativ geschlossener Kreis (siehe IMI-Studie 05\/2020).2 Die Erfahrung zeigt seit vielen Jahren, dass von freiem Wettbewerb und den damit einhergehenden Effizienz-Versprechen kaum die Rede sein kann. Nicht nur ist die Konkurrenz unter den Wettbewerber:innen durch zunehmende Spezialisierung nahezu elemiliniert. Die Bundeswehr hat zudem einen Habitus bewiesen, ihren Partner:innen gegen&uuml;ber eine nahezu bedingungslose Loyalit&auml;t aufzubringen. Skandalen, Fehltritten und mitunter grob fahrl&auml;ssigen Fehlern zum Trotz werden immer wieder dieselben Unternehmen beauftragt. So nun auch wieder mit der &bdquo;bewegliche[n] Unterbringung im Einsatz Streitkr&auml;fte&ldquo;. Diese Ausschreibung konnte K&auml;rcher Futuretech, wie sie selbst zu Protokoll geben, auf Basis des letztj&auml;hrigen Auftrages der mobilen Feldk&uuml;chen f&uuml;r sich entscheiden. (&hellip;)<br>\nZusammenfassend ergibt sich folgendes Bild: Die Bundeswehr ist unter Druck, da sie die Anforderungen an die anstehende Verantwortung f&uuml;r die VJTF 2023 (noch) nicht erf&uuml;llt. Diese M&auml;ngel waren &uuml;ber Jahre absehbar. Dennoch wurde der Auftrag zur Beschaffung der ben&ouml;tigen Zelte auf den letzten Pfiff an ein Unternehmen &sbquo;des Vertrauens&lsquo; vergeben. Damit wird ein weiteres Mal das Dogma der Beschaffung auf dem ach so effizienten &sbquo;freien Markt&lsquo; von der Bundeswehr selbst ad absurdum gef&uuml;hrt.<br>\nAbgesehen von diesen (vermeintlichen) Sachzw&auml;ngen der NATO-Zertifizierung werden im Windschatten tausende Zelte f&uuml;r Millionen gekauft. Wof&uuml;r? Die Bundeswehr befindet sich in den gro&szlig;en Eins&auml;tzen und Missionen haupts&auml;chlicher innerhalb der &ouml;rtlichen Milit&auml;rbasen und gelegentlich auf Patrouillen. Der aktuell gr&ouml;&szlig;te Auslandseinsatz wird in K&uuml;rze beendet, womit sich die Anzahl der sich im Einsatz befindlichen Soldat:innen beinahe halbiert. Parallel hierzu werden nun 83 Millionen Euro f&uuml;r Zelte mobilisiert, deren einziger Zweck es scheinbar ist, den Komfort zu erh&ouml;hen &ndash; in Missionen die in dem gew&auml;hrleisteten Ausma&szlig; aus Sicherheitsgr&uuml;nden kaum stattfinden d&uuml;rften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/05\/06\/campen-mit-komfort\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Notbremse 2030&ldquo; &ndash; Business as usual<\/strong><br>\nDas Urteil des Bundeverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz, mit dem der Fahrplan f&uuml;r die Einhaltung des deutschen CO2-Restbudgets und Klimaneutralit&auml;t bis 2050 festgelegt werden, trifft auf allgemeine Zustimmung. Warum eigentlich?<br>\nDie gute Nachricht f&uuml;r die Bundesregierung vorweg: Dass die vorgesehene Reduzierung der deutschen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um (nur) mindestens 55 % gegen&uuml;ber dem Basisjahr 1990  m&ouml;glicherweise dazu f&uuml;hrt, das vom Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r Umweltfragen auf der Grundlage der Sch&auml;tzungen des IPCC errechnete deutsche Co2-Restbudget bis dahin aufzubrauchen, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Schlie&szlig;lich weise die Berechnung des Restbudgets Unsicherheiten auf, sodass die Bundesregierung (meine Formulierung) nicht verpflichtet sei, mit dem schlimmsten zu rechnen.<br>\nAuch in Angelegenheiten von menschheitsgeschichtlicher Bedeutung ergibt sich &ndash; so der Sache nach das Gericht &ndash; keine Beschr&auml;nkung des politischen Beurteilungsspielraums der Bundesregierung in Form einer Vorsorgepflicht. Gemeint ist Vorsorge auch im Hinblick auf einen sonst ab 2030 auf Grund der internationalen deutschen Verpflichtungen (Paris-Abkommen) m&ouml;glichweise eintretenden gesetzlichen Klimanotstand. Ein plausibles worst-case-Szenario. Die Bundesregierung darf (und wir mit ihr) optimistisch bleiben, dass alles so schlimm nicht kommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/16-2021\/zum-klimaschutzurteil-des-bundesverfassungsgerichts\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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