{"id":72226,"date":"2021-05-09T09:00:49","date_gmt":"2021-05-09T07:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226"},"modified":"2021-05-07T12:03:15","modified_gmt":"2021-05-07T10:03:15","slug":"hinweise-der-woche-205","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h01\">Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h02\">&bdquo;Ein Signal an China&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h03\">Afghanistan, Schrottplatz der Gro&szlig;m&auml;chte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h04\">Solidarit&auml;t statt Social Distancing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h05\">Gr&uuml;ne Wohlf&uuml;hlpartei verspricht sauberes Leben &ndash; doch Sankta Annalena beh&uuml;tet nur die Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h06\">Am &ldquo;Tag der Arbeit&rdquo; wenig Anlass zum Feiern &ndash; Deutschland bleibt Niedriglohnland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h07\">Uta Meier-Gr&auml;we: Die potentiellen Fachkr&auml;fte stecken in der Minijobfalle fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h08\">Sparen k&ouml;nnen Sie in der Klinik nur noch bei den &Auml;rzten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h09\">Pressefreiheit und Corona: &ldquo;Panik ist kein guter Ratgeber&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h10\">Deutscher Erd&uuml;berlastungstag: Schon Anfang Mai leben wir auf Pump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72226#h11\">Die offene Gesellschaft und ihre neuen Feinde<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Ende der Pandemie<\/strong><br>\nDas Ende der Pandemie naht. Der Chef des RKI wehrt sich zwar noch, aber inzwischen d&uuml;rfte klar sein, Lothar Wieler wird seinen Stuhl bald r&auml;umen m&uuml;ssen. Die Beh&ouml;rde steht f&uuml;r eklatantes Versagen in der Corona-Pandemie. Seit einem Jahr gelingt es nicht, verl&auml;ssliche Daten bereitzustellen oder zu erheben, auf deren Grundlage man brauchbare Aussagen t&auml;tigen oder Szenarien &uuml;ber den Fortgang der Pandemie entwickeln k&ouml;nnte. Die letzte Prognose, die Wieler und sein Team vorstellten, beschrieb eine Katastrophe. Inzwischen steht fest, das trifft nur auf die Projektion selbst zu. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend in Deutschland ernsthaft dar&uuml;ber gestritten wird, welche Rechte Geimpfte, Genesene oder Getestete in ein paar Wochen vielleicht beanspruchen d&uuml;rfen, wird anderswo einfach f&uuml;r alle ge&ouml;ffnet. Einen anderen Weg gibt es auch nicht mehr. Die Glaubw&uuml;rdigkeit der Beh&ouml;rden ist dahin und die der Wissenschaftler, die &uuml;ber virale Raketenantriebe fabulierten ebenso. Dennoch versucht die Bundesregierung erst einmal die Einschr&auml;nkungen f&uuml;r Geimpfte und Genesene aufzuheben. Das muss sie auch tun, da es sonst die Gerichte erledigen. Der Weg ist dennoch falsch, da er ja bedeutet, den anderen diese Rechte weiter vorzuenthalten. Viel Spa&szlig; dabei, das sind ja auch W&auml;hler. Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Stephan Weil hat die Sprengkraft eines solchen Vorgehens wohl erkannt und sich daher letzte Woche dagegen ausgesprochen.<br>\nDoch auch er kommt um das einleuchtende juristische Argument nicht herum. Geimpfte stellen nach offizieller Lesart der Pandemie keine Gefahr mehr dar. Sie in ihren Rechten zu beschr&auml;nken, ist daher weder angemessen, noch verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Das es nun immer noch nicht genug Impfstoff f&uuml;r alle anderen gibt, ist kein Grund, der gegen diese Auffassung spr&auml;che, sondern vor allem eines: politisches Versagen. Die Impfstoff-Knappheit h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen, stellt aber auch so kein gro&szlig;es Problem mehr dar, da die Risikogruppen davon nicht mehr betroffen sind. Auch das geh&ouml;rt zur Lesart der Pandemie. Der Schutz der Alten wird langsam abgeschlossen. Sie sind weitgehend imunisiert, nun so zu tun, als best&uuml;nde auch f&uuml;r alle anderen, mit Ausnahme der Vorerkrankten, eine au&szlig;erordentliche Gefahr, ist unredlich. So hart es nun einmal klingt, aber daf&uuml;r sterben aus diesen Altersgruppen einfach viel zu wenige. (&hellip;)<br>\nDie nieders&auml;chsische Regierung passt sich dieser unausweichlichen Lage offenbar an und plant daher nun f&uuml;r den 10. Mai mit weitgehenden Lockerungen f&uuml;r alle. Die alberne Terminbuchung soll f&uuml;r den Einzelhandel fallen und die Testpflicht, f&uuml;r die man vielerorts auch wieder Termine braucht, vermutlich ebenso. Pl&ouml;tzlich spielen bei den &Uuml;berlegungen die Erfahrungen aus Superm&auml;rkten, Drogerien und Co. eine Rolle, wo es das alles seit einem Jahr Pandemie nie gegeben hat. Ein Einfluss auf das Infektionsgeschehen ist nicht nachgewiesen. Und weil man das auch weiterhin nicht wissen will, gibt es auch keinen Grund mehr f&uuml;r pauschale Schlie&szlig;ungen. Darauf haben ebenfalls die Gerichte bereits hingewiesen. Die blo&szlig;e Behauptung oder Vermutung des Verordnungsgebers reicht nicht mehr aus, wenn durch eine bessere Erforschung von Infektionsumfeldern die erforderliche Klarheit geschaffen werden k&ouml;nnte.<br>\nIm &Uuml;brigen verl&auml;uft die gesellschaftliche Spaltung auch nicht zwischen Geimpften\/Genesenen und Ungeimpften\/Gesunden, sondern zwischen Arm und Reich. Das hat man lange auch nicht wissen wollen in dem Land, in dem die Kanzlerin mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der SPD gut und gerne lebt. Die Erkrankung trifft Menschen aus einkommensschwachen Bev&ouml;lkerungsschichten deutlich h&auml;ufiger. Der Grund sind beengte Wohnverh&auml;ltnisse und prek&auml;re Jobs. An diesen Zust&auml;nden &auml;ndern dann auch noch viel h&auml;rtere Lockdowns nichts. Die Stilllegung des &ouml;ffentlichen Lebens, besonders perfide sichtbar beim Sperren von Spielpl&auml;tzen, tr&auml;gt nichts dazu bei, die Benachteiligten und Armen aus ihren prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen zu befreien. Dar&uuml;ber sollte am 1. Mai gerade die woke Linke einmal nachdenken, die bei Lanz nur noch bedeutungsschwanger vor sich hin philosophiert und sich dann dar&uuml;ber wundert, dass sie in den Umfragen so schlecht dasteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210501das-ende-der-pandemie\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Grenzt an Realsatire&ldquo; &ndash; IHK Osnabr&uuml;ck kritisiert Verordnungs-Wirrwarr in Einzelhandel und Tourismus<\/strong><br>\n&bdquo;Die geltenden Corona-Regeln erzeugen in der Region ein Wirrwarr, das an Realsatire grenzt&ldquo;, kritisiert Marco Graf, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der IHK Osnabr&uuml;ck &ndash; Emsland &ndash; Grafschaft Bentheim, die derzeitigen Regelungen f&uuml;r den Einzelhandel. &bdquo;Aktuell gilt f&uuml;r den Einzelhandel in der Grafschaft Click &amp; Collect. Im Emsland wird heute Click &amp; Meet nach Bundesrecht, morgen aber schon Click &amp; Meet nach Landesrecht angewendet &ndash; das aber wiederum nur f&uuml;r Freitag und Samstag. Denn ab Montag gilt eine neue Corona-Verordnung des Landes. Dann f&auml;llt beim Click &amp; Meet das Click, also die Terminbuchung, voraussichtlich weg, daf&uuml;r k&ouml;nnte wom&ouml;glich eine Testpflicht hinzutreten. Aber nur, wenn die Inzidenz im Emsland unter 100 bleibt. Im Landkreis Osnabr&uuml;ck gilt aktuell weiter Click &amp; Meet nach Bundesrecht. In der Stadt auch, aber erst ab morgen. Heute hingegen gilt noch Click &amp; Collect. Das versteht niemand&ldquo;, so Graf. Die IHK fordert daher eine einfache Regelung, die f&uuml;r die Einzelh&auml;ndler ebenso wie f&uuml;r die Kunden praktikabel ist<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hasepost.de\/grenzt-an-realsatire-ihk-osnabrueck-kritisiert-verordnungs-wirrwarr-in-einzelhandel-und-tourismus-249528\/\">Hasepost<\/a><\/li>\n<li><strong>Biergarten schl&auml;gt Schule<\/strong><br>\nBayern &ouml;ffnet n&auml;chste Woche die Kinos, Theater und die Au&szlig;engastronomie. Kinder und Jugendliche d&uuml;rfen weiter nur hin und wieder in ihre Klassenzimmer. Das ist nur konsequent, wenn man sich die Corona-Politik der vergangenen Monate anschaut.<br>\nS&Ouml;DER WILL MAL WIEDER die Nummer 1 sein. Gestern hat sein Kabinett beschlossen: Von Montag an d&uuml;rfen in Bayern die Kinos, Theater und Konzerth&auml;user &ouml;ffnen, die Lokale d&uuml;rfen drau&szlig;en servieren. Die Liste der Lockerungen ist noch l&auml;nger, sie gelten &uuml;berall dort, wo die Inzidenzen stabil unter 100 liegen. Was so emp&ouml;rend ist wie mittlerweile wenig &uuml;berraschend: Bayerns Sch&uuml;ler m&uuml;ssen derweil weiter im Wechselunterricht bleiben.<br>\nIm Klartext: Wenn zum Beispiel Drittkl&auml;ssler auch k&uuml;nftig nur jeden zweiten Tag zur Schule gehen d&uuml;rfen, k&ouml;nnen sie sich an den anderen Tagen zum Trost wenigstens in den Biergarten setzen. Vollen Pr&auml;senzunterricht gibt es erst unter 50, und weil S&ouml;der f&uuml;r die Erwachsenen die Schotten aufmacht, d&uuml;rfte es f&uuml;r die Kinder umso l&auml;nger dauern, bis diese Schwelle erreicht ist. &Auml;ltere Sch&uuml;ler m&uuml;ssen &uuml;brigens noch bis mindestens 7. Juni schon ab einer Inzidenz von &uuml;ber 100 komplett in den Distanzunterricht gehen, immerhin k&ouml;nnen sie sich die Zwischenzeit in Kosmetikstudios oder Hundeschulen vertreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/2021\/05\/05\/biergarten-schl%C3%A4gt-schule\/\">Jan-Martin Wiarda<\/a><\/li>\n<li><strong>Corona-Bilanz: Krankenh&auml;user 2020: Weniger F&auml;lle, h&ouml;here Erl&ouml;se<\/strong><br>\nCOVID hat den Krankenh&auml;usern &uuml;ber das gesamte Jahr 2020 gerechnet h&ouml;here Erl&ouml;se als im Nicht-Corona-Jahr 2019 beschert. Der beobachtete R&uuml;ckgang der F&auml;lle gehe nicht nur auf das Absagen planbarer Operationen zur&uuml;ck, hei&szlig;t es in einer aktuellen Analyse.<br>\nTrotz eines kr&auml;ftigen R&uuml;ckgangs der Fallzahlen sind die Erl&ouml;se der Krankenh&auml;user und die Zahlungen der gesetzlichen Krankenkassen f&uuml;r die station&auml;re Versorgung im vergangenen Jahr gestiegen.<br>\nDas aktive Verschieben und Absagen elektiver Operationen durch die Krankenh&auml;user erkl&auml;re allerdings nur einen Bruchteil der R&uuml;ckg&auml;nge, betonen nun Fachleute. Eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spiele dabei das Verhalten der Patienten selbst.<br>\nDer beim Gesundheitsministerium eingerichtete Beirat betont in seiner Jahresbilanz, dass die station&auml;re Versorgung im ersten Pandemiejahr fl&auml;chendeckend gew&auml;hrleistet werden konnte. Im Jahresdurchschnitt waren vier Prozent aller Intensivbetten mit COVID-Patienten belegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Politik\/Krankenhaeuser-2020-Weniger-Faelle-hoehere-Erloese-419289.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: RWI-Studie enth&uuml;llt: Krankenh&auml;user waren 2020 nie fl&auml;chendeckend &uuml;berlastet<\/strong><br>\nIntensivstationen, so h&ouml;rte man es im Herbst letzten Jahres h&auml;ufiger, st&uuml;nden wegen COVID-19 am Rande des Zusammenbruchs. Eine Studie f&uuml;r das Gesundheitsministerium zeigt jedoch: Zu keinem Zeitpunkt war die station&auml;re Versorgung in Deutschland gef&auml;hrdet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/117015-rwi-studie-enthullt-krankenhauser-in-2020-nie-ueberlastet\/\">RT DE<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Misstrauen gegen Impfhersteller kommt nicht von ungef&auml;hr<\/strong><br>\nPharmakonzerne m&uuml;ssen sich selber an der Nase nehmen, wenn man ihnen unterschiebt, Arzneimittelstudien zurechtzubiegen.<br>\nGesundheitsbeh&ouml;rden erkl&auml;ren einhellig, dass aus Sicht der &ouml;ffentlichen Gesundheit der Nutzen der Impfungen gegen Covid-19 ungleich gr&ouml;sser ist als m&ouml;gliche Nebenwirkungen. Mit Anreizen laden sie die Bev&ouml;lkerungen ein, sich mit einem der zugelassenen Impfstoffe impfen zu lassen.<br>\nManche, die sich skeptisch &auml;ussern, f&uuml;hlen sich allzu schnell in die Ecke religi&ouml;ser Fundamentalisten oder Verschw&ouml;rungsphantasierer gestellt. Doch die Skepsis beruht teilweise auch auf Erfahrungen mit der Pharmaindustrie. Mit voller Transparenz k&ouml;nnten die Pharmakonzerne viele entsprechende Zweifel und &Auml;ngste beseitigen.<br>\nAm 25. Januar informierte Infosperber dar&uuml;ber, dass Pfizer\/Biontech die Rohdaten ihrer Zulassungsstudie f&uuml;r den Corona-Impfstoff Comirnaty vorl&auml;ufig weder ver&ouml;ffentlicht noch unabh&auml;ngigen Forschern zur Verf&uuml;gung stellt. Ebensowenig haben dies andere Impfstoffhersteller wie Moderna getan. Wie wichtig der Zugang zu diesen Daten f&uuml;r die Vertrauensbildung w&auml;re, zeigt ein neues Buch[i] von zwei Pharma-Gutachtern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/konzerne\/misstrauen-gegen-impfhersteller-kommt-nicht-von-ungefaehr\/\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>Corona sorgt f&uuml;r Rekorde bei Amazon<\/strong><br>\nMit einem Netto-Gewinn von 8,1 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2021 hat der Online-H&auml;ndler Amazon einen neuen Rekord eingefahren. Der Umsatz konnte um 44 Prozent gesteigert werden. Amazon profitiert au&szlig;erordentlich vom ver&auml;nderten Kaufverhalten der Konsumenten in der Corona-Krise.<br>\nDer Internet-Shoppingboom im Zuge der Corona-Pandemie und florierende Cloud-Dienste haben dem Online-H&auml;ndler in den ersten drei Monaten viel Geld in die Kassen gesp&uuml;lt. Das geht aus der Bilanzmitteilung von Amazon f&uuml;r das erste Quartal 2021 hervor. Der Netto-Gewinn von 8,1 Milliarden Dollar konnte danach gegen&uuml;ber dem ersten Quartal des Vorjahrs mehr als verdreifacht werden. Dort hatte Amazon einen Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar erzielt. Damit konnte Amazon das vierte Quartal in Folge seinen Gewinn steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boersenblatt.net\/news\/corona-sorgt-fuer-rekorde-bei-amazon-175381\">B&ouml;rsenblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Amazon: Null Unternehmenssteuern trotz Rekordgewinnen<\/strong><br>\nDie neueste Unternehmensbilanz von Amazon EU Sarl legt offen, dass Amazon an seinem Hauptsitz in der EU trotz Rekordgewinnen in 2020 keinerlei Unternehmenssteuern zahlen musste. Der Umsatz von Amazon EU Sarl stieg von 32 Milliarden &euro; in 2019 auf 44 Milliarden &euro; in 2020 &ndash; ein Anstieg von 37,5 Prozent. Dennoch muss Amazon EU Sarl keinerlei Unternehmenssteuern in Luxemburg zahlen, da das Unternehmen einen Verlust von 1,2 Milliarden &euro; ausweisen konnte. Amazon musste im Jahr 2020 in Luxemburg nicht nur keine Unternehmenssteuern zahlen, sondern die luxemburgischen Steuerbeh&ouml;rden haben Amazon EU Sarl 56 Millionen &euro; in Steuergutschriften gew&auml;hrt. Damit hat das Unternehmen laut der britischen Tageszeitung &ldquo;Guardian&rdquo; insgesamt 2,7 Milliarden &euro; Verlustvortr&auml;ge, die es nutzen kann, um zu zahlende Steuern auch in Zukunft abzuwehren. Amazons Unternehmenssitz in Luxemburg wickelt den Vertrieb in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, den Niederlanden und Gro&szlig;britannien ab, mit 5,262 Angestellten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sven-giegold.de\/amazon-null-unternehmenssteuern-trotz-rekordgewinnen\/\">Sven Giegold<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Milliard&auml;re und Gro&szlig;verdiener: Das sind die (Tech-)Gewinner der Corona-Krise<\/strong><br>\nLieferdienste, Gaming-Firmen, Onlineh&auml;ndler, Softwareriesen: Vor allem Tech-Unternehmen geh&ouml;ren zu den Gewinnern der Corona-Krise, wie die aktuellen Quartalszahlen zeigen. Unter den Tech-Milliard&auml;ren sind viele alte Bekannte &ndash; aber auch ein paar Aufsteiger, die kaum jemand kennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/tech\/jeff-bezos-colin-huang-ma-huateng-das-sind-die-tech-gewinner-der-corona-krise-a-7b24049b-b6e9-43c1-b676-49cc56366f77\">manager magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>#allesdichtmachen: &Auml;rzte danken Schauspielern<\/strong><br>\nMehrere &Auml;rzte haben eine Video-Serie gestartet, in der sie den Schauspielern von #allesdichtmachen ihre Unterst&uuml;tzung ausdr&uuml;cken.<br>\nDie Diskussionen um die Aktion #allesdichtmachen mit Jan Josef Liefers und weiteren Schauspielern geht weiter. Jetzt haben sich &Auml;rzte aus ganz Deutschland f&uuml;r die Protestaktion gegen die Corona-Gesellschaft bedankt. Daf&uuml;r haben die Mediziner einen eigenen Youtube-Kanal mit dem Namen &bdquo;danke-allesdichtmachen&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Unter den &Auml;rzten sind unter anderem Kinder- und Jugend&auml;rzte und Allgemeinmedizinerinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/allesdichtmachen-und-liefers-aerzte-bedanken-sich-mit-videos-li.156218\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Die gew&uuml;nschte Schockwirkung erzielen&ldquo;<\/strong><br>\nIn der Corona-Krise werden Forscher mit abweichenden Meinungen gern als irrelevante Minderheit klassifiziert. Doch wer die tats&auml;chliche Vielfalt des wissenschaftlichen Meinungsspektrums leugnet, untergr&auml;bt das Vertrauen in die Wissenschaft &ndash; und in die Politik. [&hellip;]<br>\nAuch Wissenschaftlerinnen sollten sich von einem wissenschaftlichen Absolutheitsanspruch verabschieden, wenn sie politische Empfehlungen geben. Die Virologin und #NoCovid-Bef&uuml;rworterin Melanie Brinkmann etwa pr&auml;sentiert ihre &Uuml;berzeugungen gern als wissenschaftlich unumstritten. Wissenschaftler mit anderen Meinungen werden von ihr als irrelevante Minderheit klassifiziert. Hier nicht ehrlich zu sein, was die tats&auml;chliche Pluralit&auml;t des wissenschaftlichen Meinungsspektrums anbelangt, untergr&auml;bt ebenfalls das Vertrauen in die Wissenschaft.<br>\nDer Soziologe Bogner warnt treffend vor der Illusion einer &bdquo;rein wissensgesteuerten Politik&ldquo;. Eine solche Vorstellung basiere &bdquo;auf der irrigen Annahme, dass es auf politische Streitfragen stets &sbquo;richtige&lsquo; oder wahre Antworten gibt&ldquo;. Doch, so schreibt er weiter, das sei nicht der Fall: &bdquo;Selbst wenn wir zuverl&auml;ssige Zahlen &uuml;ber die Infektiosit&auml;t des Virus oder &uuml;ber das Ausma&szlig; der globalen Erw&auml;rmung haben, so steckt in diesen Zahlen doch noch kein politisches Handlungsprogramm.&ldquo;<br>\nF&uuml;r die politische Auseinandersetzung um das &bdquo;richtige&ldquo; Handlungsprogramm k&ouml;nnen Wissenschaftlerinnen wichtige Impulse liefern. Wie das aktuelle Beispiel der Corona-Politik zeigt, funktioniert das am besten transparent, mit Offenheit f&uuml;r verschiedene Positionen und mit klarer Rollenverteilung zwischen Politik und Wissenschaft.<br>\nDas ist &uuml;brigens auch der beste Weg, um die Wissenschaftsfreiheit zu verteidigen und diese f&uuml;r Debatten in einer offenen Gesellschaft nutzbar zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/wissenschaft-politik-corona-drosten-kerber-spahn\">Cicero<\/a>\n<p><strong>dazu: Eine Religion namens Wissenschaft<\/strong><br>\nDie Zeiten zu reden, zu beraten und abzuw&auml;gen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse politisch umzusetzen sind, sei jetzt nicht gegeben: Solche Forderungen liest man oft derzeit. Es g&auml;be n&auml;mlich Zeiten der Diskussion und Zeiten zum Handeln. Und weil man hier nicht einfach irgendeinen Firlefanz durchzuregieren hat, sondern ja auf Wissenschaftlichkeit gr&uuml;ndende Ma&szlig;nahmen, m&uuml;sse man nicht lange diskutieren: Sondern einfach nur machen. &Uuml;berhaupt g&auml;be es gar keinen Diskussionsbedarf bei Sujets, die aus dem Wissenschaftsbetrieb kommen. Kurz zusammengefasst lautet die Lehre aus dieser Haltung: Keine Diskussion jetzt, das ist schlie&szlig;lich Wissenschaft!<br>\nDiese Haltung ist nicht weniger als eine tief verankerte Orthodoxie. Denn wenn Wissenschaft ja eines ist, so doch der Umstand, dass man miteinander spricht, ausdiskutiert und auf Grundlage des Austausches zu Schl&uuml;ssen kommt. Nat&uuml;rlich bedeutet das nicht, dass man nun mit Menschen in einen Dialog tritt, die den Ansatz vollends verleugnen. Aber wenn man wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungen m&uuml;nden lassen will, muss man auch jene in den Dialog einbeziehen, die grunds&auml;tzliche Bedenken haben, die die Umsetzbarkeit anzweifeln und anmerken, dass die teilwissenschaftliche Forderung anderen teilwissenschaftlichen Erkenntnissen im Wege steht.<br>\nDenn es ist ja immer noch so, dass die, die jetzt von evidenzbasierten Grundlagen sprechen und damit meinen, alles sei wissenschaftlich verifizierbar, immer nur einen Teilaspekt sehen: Wir sprechen von der Virologie. Die Medizin darf auch noch ein W&ouml;rtchen mitreden. Aber was ist mit der Soziologie? Der Psychologie? Der &Ouml;konomie? Der Kulturwissenschaft? Das sind allesamt Wissenschaften, die andere Ans&auml;tze verfolgen und zur Diskussion einladen. Da aber keine Zeit zur Diskussion sei, fallen sie hinten runter, werden als Wissenschaften ge&auml;chtet. Denn Wissenschaft diskutiere jetzt nicht. Jetzt k&ouml;mme es darauf an, die Welt zu ver&auml;ndern. Nicht sich auszutauschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2021\/05\/eine-religion-namens-wissenschaft\/\">neulandrebellen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Ein Signal an China&ldquo;<\/strong><br>\nEU will Freihandelsgespr&auml;che mit Indien neu starten. Schwache westliche Covid-19-Hilfe f&uuml;hrt in Indien zu Kritik an der Westorientierung der Hindunationalisten.<br>\nBerlin\/New Delhi (Eigener Bericht) &ndash; Trotz der m&ouml;rderischen Eskalation der Covid-19-Pandemie in Indien verweigert die EU weiterhin die Aussetzung von Impfstoffpatenten und dringt stattdessen auf ein Freihandelsabkommen mit dem Land. Die Wiederaufnahme entsprechender Verhandlungen soll auf dem EU-Indien-Gipfel am Samstag beschlossen werden. Ziel ist es, Indien als Gesch&auml;ftsalternative zu China zu positionieren. Die Forderungen der EU umfassen traditionell die Deregulierung des Agrarsektors, gegen die indische Bauern zur Zeit in Massen protestieren. Deutsche Wirtschaftsvertreter warnen davor, allzu stark auf das Indiengesch&auml;ft zu setzen: Schon in der Vergangenheit scheiterten Bem&uuml;hungen, es auszuweiten, an Indiens schwerf&auml;lliger B&uuml;rokratie und seiner schlechten Infrastruktur; auch h&auml;tten Ma&szlig;nahmen der Regierung immer wieder die Interessen ausw&auml;rtiger Investoren missachtet, hei&szlig;t es beim BDI. Mit Blick auf die d&uuml;rftige Unterst&uuml;tzung des Westens im Kampf gegen die Pandemie nehmen innerhalb der indischen Eliten Stimmen zu, die die Abkehr von der US-Orientierung der regierenden Hindunationalisten sowie eine R&uuml;ckkehr zur Blockfreiheit fordern.<br>\nAuf der Suche nach Alternativen<br>\nDie EU will auf ihrem Gipfeltreffen mit Indien an diesem Samstag ihre Zusammenarbeit mit dem s&uuml;dasiatischen Land intensivieren. Br&uuml;ssel wolle damit &ldquo;klar ein Signal an China senden&rdquo;, dass die Union &ldquo;andere strategische Partner in Asien&rdquo; suche, wird Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen zitiert. So soll unter anderem &uuml;ber M&ouml;glichkeiten zu einer intensiveren au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischen Kooperation beider Seiten beraten werden &ndash; dies zu einer Zeit, zu der Indien am Aufbau eines neuen Pakts (&ldquo;Quadrilateral Security Dialogue&rdquo;, &ldquo;Quad&rdquo;) mit den USA gegen die Volksrepublik beteiligt ist (german-foreign-policy.com berichtete)&hellip;.<br>\nBeobachter weisen darauf hin, dass Br&uuml;ssel seit je f&uuml;r ein Freihandelsabkommen eine Deregulierung des indischen Agrarmarkts verlangt, also faktisch New Delhi beim Vorgehen gegen die Bauern den R&uuml;cken st&auml;rkt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8589\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Afghanistan, Schrottplatz der Gro&szlig;m&auml;chte<\/strong><br>\nEin Kommentar von Willy Wimmer<br>\nJetzt soll es auf einmal schnell gehen. Bei Pr&auml;sident Trump und seinen Abzugspl&auml;nen aus Afghanistan wollte es in Berlin niemand so recht glauben, das mit dem Abzug. Jetzt ist es unumst&ouml;&szlig;lich, wenn man sich ansieht, wie z&uuml;gig der neue Pr&auml;sident Joe Biden die vertraglichen Vereinbarungen seines Vorg&auml;ngers mit den Paschtunen\/Taliban &uuml;ber Afghanistan umzusetzen gedenkt. Damit kommt auf Berlin unausweichlich die Frage zu, was Deutschland der Einsatz der Bundeswehr neben toten deutschen Soldaten und mehr als 10 Milliarden Euro, die in Afghanistan in den Sand gesetzt worden sind, &uuml;berhaupt gebracht haben soll.<br>\nNach der Berliner Politik-Methode kann das nur zur Folge haben, dass dies totgeschwiegen werden soll, um das vor sich her duselnde Wahlvolk nicht unsanft aufzuwecken&hellip;<br>\n(&hellip;) Man ist es allerdings bei der NATO gewohnt, den letzten Zipfel der Legitimit&auml;t krampfhaft in den Klauen zu halten, um den Parlamentariern die M&ouml;glichkeit zu geben, die Augen vor dem schiefen Geb&auml;ude der NATO-Rechtskonstruktion zu verschlie&szlig;en. Lange, zu lange ist es her, dass man in Deutschland sich dessen bewusst gewesen ist, mit der V&ouml;lkerrechtsabteilung des Ausw&auml;rtigen Amtes eine Abteilung mit Weltruf zu haben. Seit den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskriegen, an denen sich Deutschland &uuml;ber das NATO-Konstrukt beteiligen muss, ist diese Abteilung aus Berliner Gr&uuml;nden in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.<br>\n(&hellip;) Wer kann sich noch daran erinnern, dass in Zusammenhang mit dem 11. September 2001 Afghanistan ein zumindest willk&uuml;rlich herausgegriffenes Ziel f&uuml;r die amerikanische Rache gewesen ist. Die T&auml;ter stammten jedenfalls nicht aus Afghanistan, soweit sie f&uuml;r das verantwortlich gewesen sind, was in New York und Washington Tod und Terror verursacht hatte&hellip; Heute dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, dass unter geo-strategischen Gesichtspunkten der Einsatz in Afghanistan deshalb beendet werden kann, weil das n&auml;chste Ziel mit Myanmar vor der Haust&uuml;re steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/afghanistan-schrottplatz-der-grossmaechte-von-willy-wimmer\/\">KenFM<\/a>\n<p><strong>dazu: Kinderhilfe Afghanistan: Truppenabzug erh&ouml;ht die Sicherheit unserer Schulen<\/strong><br>\nZumindest in den &ouml;stlichen Gebieten Afghanistans werde der Abzug der NATO-Truppen die Sicherheit erh&ouml;hen, sagte Reinhard Er&ouml;s von der Kinderhilfe Afghanistan im Dlf. Es sei richtig, das Land weiter humanit&auml;r zu unterst&uuml;tzen, die politische Entwicklung des Landes sei aber &bdquo;Sache der Afghanen&ldquo;.<br>\nDie USA und ihre NATO-Partner haben am 14. April das Ende ihres ann&auml;hernd 20 Jahre andauernden Afghanistan-Einsatzes angek&uuml;ndigt. Bis sp&auml;testens zum 11. September 2021 soll der Truppen-Abzug abgeschlossen sein. Die Soldaten der Bundeswehr sollen m&ouml;glichst bis zum 4. Juli nach Deutschland zur&uuml;ckgeholt werden.<br>\nReinhard Er&ouml;s von der Kinderhilfe Afghanistan geht davon aus, dass die Teile des Landes, die er kennt, durch den Abzug sicherer werden. Das gr&ouml;&szlig;te Sicherheitsrisiko in den vergangenen Jahren seien bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den USA und den Taliban beziehungsweise den IS-K&auml;mpfern gewesen. Die Kinderhilfe Afghanistan arbeitet im Osten des Landes, im &bdquo;Hotspot der Taliban&ldquo;, wie Er&ouml;s sagt und betreibt dort Krankenh&auml;user, Waisenh&auml;user und Ausbildungszentren, darunter 30 Schulen.<br>\nEr&ouml;s: Man muss mit Taliban reden<br>\nDie Kinderhilfe habe seit dem Start im Jahr 2002 alle Projekte mit den Religi&ouml;sen, und das seien in gewisser Weise die Taliban, abgesprochen. Wenn Projekten zugestimmt worden sei, dann habe man sie durchgef&uuml;hrt und wenn Projekte abgelehnt worden seien, dann habe man sie nicht durchgef&uuml;hrt. In den fast 20 Jahren Arbeit der Organisation habe man keinen einzigen Angriff durch Taliban-K&auml;mpfer erlebt. Man habe ungest&ouml;rt arbeiten k&ouml;nnen.<br>\n(&hellip;) Man solle das Land im Bereich der Entwicklungshilfe weiter unterst&uuml;tzen &ndash; 40 Prozent der Menschen seien chronisch unterern&auml;hrt &ndash;, aber nicht milit&auml;risch eingreifen. Von Afghanistan gehe keine Bedrohung f&uuml;r westliche L&auml;nder aus und solange das so sei, solle man sich in Machtfragen des Landes nicht einmischen. Es sei Sache der Afghanen, ob dort dann eine s&auml;kulare Demokratie nach westlicher Vorstellung entstehe oder sich das Land als islamische Republik &ndash; die es vom Namen her sei &ndash; entwickle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nato-abzug-kinderhilfe-afghanistan-truppenabzug-erhoeht-die.694.de.html?dram:article_id=496667\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t statt Social Distancing<\/strong><br>\nChancen f&uuml;r ein soziales Europa<br>\nMit dem Vertrag von Lissabon hat das Ziel einer sozialen Marktwirtschaft (Art. 3 UAbs. 1 EUV) Eingang in die EU-Vertr&auml;ge gefunden. Dennoch war das letzte Jahrzehnt von prim&auml;r wirtschaftspolitischen Integrationsbestrebungen dominiert; der Ausbau der sozialen Dimension der Union ist hingegen fragmentarisch geblieben. Die Europ&auml;ische S&auml;ule Sozialer Rechte (&bdquo;ESSR&rdquo;) soll nun eine Trendwende einleiten.<br>\nDie ESSR hat das Potential als Katalysator sozialen Aufschwungs zu fungieren und einen wichtigen Beitrag zur Eind&auml;mmung des von vielen prophezeiten Europas unterschiedlicher Geschwindigkeiten zu leisten. Ob die S&auml;ule dieser Funktion als soziale Impulsgeberin und Richtschnur politischen und legislativen Handelns gerecht werden kann, k&ouml;nnte schon der Mai zeigen: Auf den Sozialgipfel in Porto am 7. und 8. Mai folgt am 9. Mai, dem &bdquo;Europatag&rdquo;, die Er&ouml;ffnung der Konferenz &uuml;ber die Zukunft der EU; die Realisierung des &bdquo;sozialen Europas&ldquo; steht dabei ganz oben auf der Agenda.<br>\nDie von der Kommission vorgelegten Richtlinien-Entw&uuml;rfe zu angemessenen Mindestl&ouml;hnen in der Europ&auml;ischen Union (&bdquo;Mindestlohn-Richtlinie&ldquo;), sowie zur St&auml;rkung der Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts f&uuml;r M&auml;nner und Frauen bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durch Lohntransparenz und Durchsetzungsmechanismen (&bdquo;Lohntransparenz-Richtlinie&ldquo;), k&ouml;nnten dabei ein wichtiger erster Schritt f&uuml;r ein sozialeres Europa sein. (&hellip;)<br>\nBeide Richtlinien-Entw&uuml;rfe sind im Gro&szlig;en und Ganzen zu begr&uuml;&szlig;en, da diese in Umsetzung der ESSR einen weiteren Schritt in Richtung eines sozialen Europas darstellen. Es bleibt zu hoffen, dass sie auch dem politischen Gegenwind (siehe etwa hier und hier) standhalten werden k&ouml;nnen.<br>\nVor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie ist nicht nur der wirtschaftliche Wiederaufbau, sondern auch der Ausbau sozialer Strukturen in der EU in den Fokus ger&uuml;ckt. Die auf der ESSR basierenden Initiativen k&ouml;nnten dabei einen wichtigen Beitrag zur Schaffung h&ouml;herer gemeinsamer Sozialschutzstandards leisten. Im Rahmen des Sozialgipfels im Mai will sich die portugiesische Ratspr&auml;sidentschaft daher f&uuml;r die sozialpolitischen Ziele der Europ&auml;ischen S&auml;ule Soziale Rechte einsetzen und &bdquo;von Prinzipien zu Taten&ldquo; schreiten. Im Vorfeld des Gipfels haben jedoch bereits 11 Mitgliedsstaaten Kritik an einer potentiellen weitergehenden sozialen Integration ge&auml;u&szlig;ert. Letztendlich bietet die Bew&auml;ltigung der weit reichenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen der &bdquo;Corona-Krise&ldquo; der Union und den Mitgliedsstaaten eine Chance zur substanziellen strategischen Neuausrichtung. Ob der Paradigmenwechsel gelingt, k&ouml;nnte sich schon bald weisen. In Krisenzeiten zeigt sich bekanntlich der wahre Charakter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/solidaritat-statt-social-distancing\/\">Sophie Schwertner und Tensin Studer in Verfassungsblog<\/a>\n<p><strong>dazu: Merkel schw&auml;nzt EU-Sozialgipfel &ndash; schon wieder<\/strong><br>\nEs soll der H&ouml;hepunkt der portugiesischen EU-Pr&auml;sidentschaft werden: Der Sozialgipfel am 7. und 8. Mai in Lissabon. Doch Kanzlerin Merkel f&auml;hrt nicht hin &ndash; angeblich wegen des deutschen Lockdowns. Dabei hat sie schon einmal einen Sozialgipfel geschw&auml;nzt.<br>\nIm November 2017 sagte Merkel die Teilnahme am Sozialgipfel in G&ouml;teborg ab. Damals schob sie die Koalitionsverhandlungen vor &ndash; und schickte keine Vertretung.<br>\nDamit torpedierte sie die &ldquo;Europ&auml;ische S&auml;ule sozialer Rechte&ldquo;, die in G&ouml;teborg ausgerufen wurde. Nun, in Lissabon, geht es darum, diese S&auml;ule konkret auszugestalten.<br>\nImmerhin will Merkel diesmal virtuell teilnehmen. Aber ob das reicht, um Beschl&uuml;sse zu fassen, ist nicht sicher.<br>\nIch w&uuml;rde mich nicht wundern, wenn es aus dem Kanzleramt hie&szlig;e, im Videoformat sei dies leider nicht m&ouml;glich.<br>\nFest steht, dass Merkel mit dem sozialen EUropa nicht wirklich warm wird.<br>\nNun nutzt sie auch noch das &ldquo;social distancing&rdquo; &ndash; also den von ihr selbst angeordneten deutschen Lockdown &ndash; als Ausrede&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/merkel-schwaenzt-eu-sozialgipfel-schon-wieder\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne Wohlf&uuml;hlpartei verspricht sauberes Leben &ndash; doch Sankta Annalena beh&uuml;tet nur die Reichen<\/strong><br>\nDie Menschen haben in den letzten Jahren das Vertrauen in die Politik verloren. Die Gr&uuml;nen profitieren derzeit davon und surfen auf der Umfrage-Welle. Noch ist vielen nicht klar, was die sch&ouml;ne, gr&uuml;ne Nachhaltigkeit kostet und wer sie am Ende begleichen darf. Von den au&szlig;enpolitischen Fehltritten ganz zu schweigen. F&uuml;r die allermeisten wird die gr&uuml;ne Rechnung unbezahlbar.<br>\nWas f&uuml;r ein Fr&uuml;hling! W&auml;hrend das Land im Merkel-Lockdown verharrt, ist die politische Landschaft rasant in Bewegung geraten. Umfrageinstitute melden f&uuml;r Gr&uuml;ne und CDU\/CSU Werte, wie sie noch nie gemessen wurden &ndash; was allerdings nur f&uuml;r die Gr&uuml;nen ein Grund zur Freude ist. Noch schlimmer als der Union geht es eigentlich nur der SPD, die erstmals in der bundesdeutschen Geschichte im Kampf ums Kanzleramt gar keine Rolle mehr spielt.<br>\nAlles scheint pl&ouml;tzlich m&ouml;glich: die Union in der Opposition, eine gr&uuml;n gef&uuml;hrte Ampelkoalition, theoretisch sogar eine gr&uuml;n-rot-rote Regierung. Journalisten feiern den Aufbruch in ein neues Zeitalter: gr&uuml;n, jung und unverbraucht. Selbst F&uuml;hrungskr&auml;fte der deutschen Wirtschaft sind begeistert. Die Titelseiten von &bdquo;Stern&ldquo; und &bdquo;Spiegel&ldquo; mit der umjubelten Kanzlerkandidatin sind fast so sch&ouml;n wie die vom Fr&uuml;hjahr 2017, als der gro&szlig;e Hoffnungstr&auml;ger noch Martin Schulz hie&szlig;. Nur auf den Heiligenschein, der damals Sankt Martins Haupt umstrahlte, hat man bei Sankta Annalena lieber verzichtet, vielleicht, um keine unguten Erinnerungen zu wecken.<br>\nIst Gr&uuml;n also jetzt unsere Farbe der Hoffnung? Gibt es wirklich eine Mehrheit im Land, die sich nichts sehnlicher w&uuml;nscht als Annalena Baerbock im Kanzleramt? Oder was steckt hinter den immer erratischeren Ausschl&auml;gen der Umfrageinstitute, die immerhin noch im letzten Sommer die CDU\/CSU im H&ouml;henflug und die FDP haarscharf an der f&uuml;nf Prozent H&uuml;rde sahen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/weitergedacht\/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-gruene-wohlfuehlpartei-verspricht-sauberes-leben-aber-sankta-annalena-behuetet-nur-die-reichen_id_13261539.html\">Sahra Wagenknecht auf Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Am &ldquo;Tag der Arbeit&rdquo; wenig Anlass zum Feiern &ndash; Deutschland bleibt Niedriglohnland<\/strong><br>\nUnd es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, welches wohl mehr zur Spaltung beitragen d&uuml;rfte, als jede vermeintliche ausl&auml;ndische Kraft &ndash; sollte es solche mit diesem Ziel &uuml;berhaupt geben &ndash; verm&ouml;chte. Zudem hat es langfristige Folgen. W&auml;hrend f&uuml;r viele Niedrigl&ouml;hner und andere prek&auml;r Besch&auml;ftigte w&auml;hrend ihres Arbeitslebens Grundrechte wie Wohnen und gesundes Leben nahezu unbezahlbar werden und Familiengr&uuml;ndungen nur noch durch Verschuldung finanzierbar sind, ist die Aussicht auf Altersarmut f&uuml;r Millionen Arbeitnehmer wohl Gewissheit, denn der Schutz vor materieller und sozialer Unsicherheit ist ohne existenzsicherndes Einkommen nicht m&ouml;glich. Schon 2018 verdienten acht Millionen abh&auml;ngige Besch&auml;ftigte weniger als 11,40 Euro brutto pro Stunde, sehr viele erhielten sogar weniger als den gesetzlichen Mindestlohn, wie eine Bertelsmann-Studie aufzeigt. Durch die Corona-Krise kommt eine sehr gro&szlig;e Anzahl an Selbstst&auml;ndigen hinzu, die nicht mehr von ihrer Arbeit leben kann. Gleichzeitig werden Unternehmen mit Milliarden subventioniert, welche als Dividenden teils wieder bei jenen landen, die bereits f&uuml;r ihre Enkel mit ausgesorgt haben d&uuml;rften &ndash; auch in Form von Kurzarbeitergeld.<br>\nSchwer vorstellbar sind die Lebensrealit&auml;ten von prek&auml;r Besch&auml;ftigten wom&ouml;glich bereits von jenen, die mittleren Entgelte teils deutlich oberhalb von 6.000 Euro &ndash; wie etwa Juristen mit guten Jobs in der Rechtsberatung oder Rechtsprechung &ndash; erhalten. Der wirkliche Kontrast aber zeigt sich zu den Geh&auml;ltern von Konzernchefs. Im Corona-Jahr geh&ouml;rte Linde-CEO Steve Angel mit einer Gesamtverg&uuml;tung von 53,4 Millionen Euro mit Abstand zur Spitze der DAX-Konzernchefs. Laut der Zeitschrift Capital sah es f&uuml;r Adidas-Chef Kasper Rorsted schlechter aus: Geh&ouml;rte er mit Bez&uuml;gen in H&ouml;he von 7,2 Millionen Euro 2019 noch zu den Gro&szlig;verdienern unter den DAX-Vorstandschefs musste er im vergangenen Jahr, in dem sein &ldquo;Unternehmen von der Krise &uuml;bel erwischt wurde&rdquo;, mit nur noch 3,7 Millionen Euro &uuml;ber die Runden kommen. Und diese Unterschiede weiten sich aus &ndash; die durchschnittlichen Reall&ouml;hne sinken, w&auml;hrend DAX-Vorstandsgeh&auml;lter zuletzt ein Plus von 14,6 Prozent verzeichnen konnten.<br>\nIm Friseurgewerbe hingegen &ndash; mit einem Niedriglohnanteil von 92 Prozent &ndash; lag das mittlere Einkommen zuletzt bei 1.680 Euro brutto im Monat. Bei den Berufskraftfahrern im Personentransport sind wie auch im Bereich Kosmetik 78 Prozent, in der Floristik arbeiten 85 Prozent aller regul&auml;r Vollzeitbesch&auml;ftigten zu niedrigen L&ouml;hnen. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken zum Tag der Arbeit.<br>\nSabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, die die Anfrage gestellt hat, prangert an, dass der sogenannte Mindestlohn bisher wenig daran ge&auml;ndert hat, dass Millionen Besch&auml;ftigte mit niedrigsten L&ouml;hnen abgespeist w&uuml;rden. &ldquo;In der Corona-Krise werden nun ausgerechnet die Besch&auml;ftigten mit den niedrigsten L&ouml;hnen am h&auml;rtesten von den Lockdowns getroffen.&rdquo;<br>\nVorrangig m&uuml;sse die Krisenabsicherung deutlich verbessert werden. &ldquo;Das Kurzarbeitergeld ist f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte zu niedrig, um davon leben zu k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Zimmermann. Auch das Arbeitslosengeld m&uuml;sse erh&ouml;ht werden. Z&uuml;gig m&uuml;sse der Mindestlohn auf 12 Euro steigen. Der Sozialverband VDK fordert einen Mindestlohn in H&ouml;he von 13 Euro.<br>\nZum Tag der Arbeit hat auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz eine bessere Bezahlung etwa von Pflegekr&auml;ften und Verk&auml;uferinnen verlangt. &ldquo;Der 1. Mai ist und bleibt ein wichtiger Feiertag. Er erinnert uns an die W&uuml;rde der Arbeit,&rdquo; sagte Scholz den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft am Freitag. Wer dies wie finanzieren muss, erkl&auml;rte der Finanzminister auch: Wenn man eine bessere Bezahlung f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte wolle, dann habe das Konsequenzen f&uuml;r die Pflegeversicherung. &ldquo;Und wenn die Verk&auml;uferinnen anst&auml;ndig entlohnt werden, wird sich das auf die Preise auswirken. Das m&uuml;ssen uns der Respekt und die W&uuml;rde schon wert sein&rdquo;, meinte der Bundesfinanzminister. Die Co-Chefin der Linken, Janine Wissler, konterte jedoch mit einem Verweis auf die Verantwortlichkeit der Bundesregierung. Grunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;e sie es, dass der Vizekanzler Anerkennung und W&uuml;rde f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte entdecke, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Allerdings entstehe der Eindruck, als habe er mit der Regierungspolitik der letzten Jahre nichts zu tun. &ldquo;Herr Scholz, Sie sind Teil der Bundesregierung, Ihre Aufgabe ist es nicht zu klatschen und &uuml;ber Anerkennung zu sprechen, Ihre Aufgabe ist es zu machen&rdquo;, erinnerte ihn Wissler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/116842-tag-arbeit-deutschland-bleibt-niedriglohnland\/\">RT DE<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Sie strampeln sich wahnsinnig ab, aber sie kommen nie auf die sichere Seite&ldquo;<\/strong><br>\nZur neuen &bdquo;Working Class&ldquo; z&auml;hlt die Journalistin Julia Friedrichs Menschen, die alleine von ihrem Arbeitsnetto leben und nicht in der Lage sind, R&uuml;cklagen aufzubauen. In Deutschland seien das ungef&auml;hr 50 Prozent der Arbeitenden, sagte Friedrichs im Dlf. Sie warnt vor fatalen Folgen f&uuml;r die Gesellschaft.<br>\n&bdquo;Ihr werdet es einmal schlechter haben als wir.&ldquo; Diesen Satz k&ouml;nnten heute viele &auml;ltere Menschen in Deutschland zu ihren Kindern sagen und w&uuml;rden damit vermutlich recht behalten. Denn was vor einigen Jahrzehnten noch als selbstverst&auml;ndlich galt, ist heute gar nicht mehr so leicht: Sich Wohlstand zu erarbeiten, und es aus eigener Kraft zu mehr zu bringen als noch die Eltern. (&hellip;)<br>\nIn der Pandemie habe sich auch gezeigt, dass diejenigen, die nicht in der Lage sind, Verm&ouml;gen aufzubauen, von Widrigkeiten des Lebens sofort existentiell betroffen werden. Auch wenn es noch zu wenig Daten gebe, sei zu bef&uuml;rchten, dass die Corona-Pandemie die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergr&ouml;&szlig;ern werde, sagte Friedrich.<br>\nF&uuml;r die Zukunft sieht die Journalistin eine &bdquo;ganz, ganz gro&szlig;e Gefahr darin&ldquo;, dass diejenigen, die trotz gr&ouml;&szlig;tem Einsatz das Gef&uuml;hl haben, nicht voranzukommen, aufstecken und sich frustriert zur&uuml;ckziehen. &bdquo;Und sagen: Ich bin kein aktiver B&uuml;rger dieses Landes mehr.&ldquo; In einigen westlichen Industriel&auml;ndern sei eine solche Entwicklung schon zu beobachten.<br>\nUm Gegenzusteuern bed&uuml;rfte es nach Ansicht von Friedrichs nicht nur h&ouml;herer L&ouml;hne und ein anderes Steuersystem, sondern auch &bdquo;ein Anerkennen, dass bestimmte Berufe notwendig&ldquo; seien, die dann auch entsprechend bezahlt werden m&uuml;ssten &ndash; &bdquo;sei es in der Reinigung, sei es in der Pflege oder bei den Kassiererinnen &ndash; ich glaube, die Liste lie&szlig;e sich noch sehr, sehr lange fortf&uuml;hren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-neue-working-class-sie-strampeln-sich-wahnsinnig-ab.694.de.html?dram:article_id=496569\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Uta Meier-Gr&auml;we: Die potentiellen Fachkr&auml;fte stecken in der Minijobfalle fest<\/strong><br>\n(&hellip;) Insbesondere Zweitverdienerinnen sitzen in der Minijobfalle: Eine verheiratete Mutter mit zwei Kindern und Ehemann mit 48.000 Euro Jahreseinkommen erzielt in einem Minijob mit 10,4 Stunden pro Woche und Bruttoverdienst zehn Euro pro Stunde 5.400 Euro im Jahr.<br>\nBei einem Wechsel in einen regul&auml;ren 20-Wochenstunden-Teilzeitjob erh&ouml;ht sich das Familiennettoeinkommen aufgrund der Steuer- und Abgabenlast um gerade einmal 893 Euro zus&auml;tzlich pro Jahr. Dass sich das nicht rechnet, versteht jedes &bdquo;Milchm&auml;dchen&ldquo; und bleibt im Minijob.<br>\nSelbstgemachter Fachkr&auml;ftemangel<br>\nArbeitgeber klagen &uuml;ber fehlende Fachkr&auml;fte, ein Mangel, der sich noch zuspitzen wird, vor allem auch im Bereich Bildung, Gesundheit und Sozialarbeit, in dem 29 Prozent aller Minijobber und Minijobberinnen t&auml;tig sind. Die meisten von ihnen sind M&uuml;tter, verf&uuml;gen &uuml;ber eine abgeschlossene Berufsausbildung oder haben ein Studium absolviert.<br>\nAuch im Einzelhandel fehlt Personal. So berichtet ein Familienunternehmer der Rewe-Handelskette, der seine Minijobberinnen zum Umstieg in einen sozialversicherungspflichtigen Teilzeitjob ermutigte, dass sich viele gern auf dieses Angebot eingelassen haben.<br>\nDie Frauen gewannen an Selbstbewusstsein, einige konnten in ihren Abteilungen sogar leitende Funktionen &uuml;bernehmen. Als sie aber feststellten, wie wenig zus&auml;tzliches Geld durch die aufgestockte Arbeitszeit bei ihnen letztlich ankam, wechselten einige der Frauen zur&uuml;ck in den Minijob.<br>\nAnstatt Frauen also weiter vorzugaukeln, Minijobs h&auml;tten eine Br&uuml;ckenfunktion in den ersten Arbeitsmarkt, gibt es dringenden Reformbedarf. Die Sonderstellung von Minijobs bei Steuern und Sozialabgaben sollte fallen, Steuerklasse V sollte abgeschafft werden zugunsten des Modells mit zweimal Steuerklasse IV.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/gastbeitrag\/minijobfalle\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sparen k&ouml;nnen Sie in der Klinik nur noch bei den &Auml;rzten<\/strong><br>\nInterview mit dem Marburger Bund<br>\nDer Helioskonzern will in seinen Kliniken Arztstellen abbauen. Wegen der Pandemie seien weniger Patienten station&auml;r versorgt worden und zudem w&uuml;rden immer mehr Behandlungen ambulant erbracht. MB-Vize Dr. Andreas Botzlar vermutet im Gespr&auml;ch mit der &bdquo;&Auml;rzte Zeitung&ldquo; ganz andere Motive.<br>\n&Auml;rzte Zeitung: Herr Dr. Botzlar, der Marburger Bund f&uuml;hrt zur Zeit Tarifverhandlungen mit Helios. Man h&ouml;rt, da rumpelt es etwas. Und jetzt hat Helios-Vorstandschef Francesco De Meo angek&uuml;ndigt, in den Kliniken des Konzerns Arztstellen abbauen zu wollen. Ist das in einer Zeit grassierenden &Auml;rztemangels f&uuml;r Sie nachvollziehbar?<br>\nDr. Andreas Botzlar: Nein, das ist widersinnig, aber wir erleben gerade so etwas wie den Beginn einer neuen &Auml;ra. Die Pflegepersonalkosten sind aus den DRG ausgegliedert worden, das ist gut und richtig so. Die Kostenoptimierer einer Klinik k&ouml;nnen jetzt aber nur noch sparen, wenn sie den &auml;rztlichen Dienst ausd&uuml;nnen. Der Helios-Konzern ist da vielleicht etwas schneller im Erkennen von ver&auml;nderten Rahmenbedingungen als andere. In Helios-Kliniken werden Stellen nicht mehr nachbesetzt oder teilweise aktiv abgebaut. Oder &Auml;rzten wird nahegelegt, in Teilzeit zu gehen. Das passiert zu einer Zeit, in der die &Auml;rztinnen und &Auml;rzte, die bereits da sind, schon am Anschlag arbeiten. Jetzt sagt man ihnen: &bdquo;Ihr m&uuml;sst das in Zukunft noch mit ein paar Leuten weniger schaffen.&ldquo;<br>\nUnsere Forderungen in den Tarifverhandlungen sind deshalb nat&uuml;rlich darauf gerichtet, die Belastung der Kollegen zu senken. Die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben soll besser gelingen, als dies bisher der Fall war.<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Debatte, von Verb&auml;nden h&ouml;rt man derzeit, dass &Auml;rzte am Belastungslimit sind. Wo sind Kapazit&auml;ten frei?<br>\nEs sind keine weiteren Kapazit&auml;ten frei. Aber die einzige M&ouml;glichkeit, mit der Sie momentan Profit im Krankenhaus erzielen k&ouml;nnen, besteht darin, zus&auml;tzliches Personal abzubauen. So denken diese Leute. Ganz gleich, ob die &Auml;rzte bis zum Anschlag arbeiten.<br>\nBisher hie&szlig; es aber doch immer, dass die &Auml;rzte den Krankenh&auml;usern das Geld bringen, weil sie Leistungen erbringen, die lukrative Erl&ouml;se erzielen.<br>\nDie Leistungen, die sie abrechnen, m&uuml;ssen auch weiterhin erbracht werden. Nur der Einzelne soll jetzt noch mehr machen. Da haben wir historische Beispiele. Wir hatten ja vor rund 25 Jahren noch eine sogenannte &Auml;rzteschwemme. Die Realit&auml;t sah allerdings so aus: Die einen sind Taxi gefahren und die anderen haben bis zum Umfallen gearbeitet. Es gab also kein Zuviel an &auml;rztlicher Arbeitskraft, sondern einen Mangel an &auml;rztlichen Arbeitsstellen. Je weniger &auml;rztliches Personal Sie als Klinik bezahlen m&uuml;ssen, umso gr&ouml;&szlig;er ist der Gewinn.<br>\nDie Aufgabe eines Krankenhauses ist es nicht, Renditen zu erwirtschaften, sondern Gesundheit zu erhalten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Politik\/Sparen-koennen-Sie-in-der-Klinik-nur-noch-bei-den-Aerzten-419299.html?utm_term=2021-05-03&amp;utm_source=2021-05-03-AEZ_NL_TELEGRAMM&amp;utm_medium=email&amp;tid=TIDP836802X6C7DF61C24F041088CA08E1E7809C0F8YI4&amp;utm_campaign=AEZ_NL_TELEGRAMM&amp;utm_content=Corona-geimpft%20oder%20-genesen?%20Kontakt-%20und%20Ausgangsperren%20sollen%20in%20wenigen%20Tagen%20fallen;%20[rundate\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pressefreiheit und Corona: &ldquo;Panik ist kein guter Ratgeber&rdquo;<\/strong><br>\nSabine Schiffer &uuml;ber das rauere Klima gegen Journalisten, Gefahren durch Projekte gegen Desinformation und verengte Diskurskorridore nach einem Jahr Pandemie<br>\nZum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit hat Telepolis mit der Sprachwissenschaftlerin und Medienp&auml;dagogin Sabine Schiffer &uuml;ber die Situation der Branche nach einem Jahr Corona-Pandemie gesprochen. Dabei geht es nicht nur um die offensichtlichen Einschr&auml;nkungen der Pressefreiheit, wenn etwa Journalistinnen und Journalisten gewaltsam an der Aus&uuml;bung ihres Berufes gehindert werden.<br>\nIm Interview mit Telepolis &auml;u&szlig;ert sich Schiffer auch zu subtileren Trends: der Polarisierung der Branche, vorschnellen Einordnung von kritischen Akteuren in das Lager der &ldquo;Corona-Leugner&rdquo;, aber auch &uuml;ber (&uuml;ber-)staatliche Angriffe auf diskursive Freiheiten, wenn es etwa um das Thema Russland geht.<br>\nDeutlich wird in dem Gespr&auml;ch mit der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Instituts f&uuml;r Medienverantwortung, dass die Freiheit der Presse von vielen Seiten eingeschr&auml;nkt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Pressefreiheit-und-Corona-Panik-ist-kein-guter-Ratgeber-6033876.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Zum Tag der Pressefreiheit: BPK-Mitglieder verfassen offenen Brief gegen kritische Fragesteller<\/strong><br>\nAusgerechnet zum Tag der Pressefreiheit haben 58 Mitglieder der Bundespressekonferenz (BPK) einen &ldquo;offenen Brief&rdquo; unterzeichnet. Dieser wendet sich, ohne zun&auml;chst direkt Namen zu nennen, gegen Korrespondenten, die angeblich &ldquo;Verschw&ouml;rungsmythen und Desinformation&rdquo; verbreiten w&uuml;rden. Konkrete Beispiele bleiben die Verfasser allerdings schuldig&hellip;.<br>\nAllerdings wird in dem offenen Brief kein einziges konkretes Beispiel f&uuml;r die erhobenen Vorw&uuml;rfe bez&uuml;glich &ldquo;propagandistischer Zwecke, Verbreitung von Verschw&ouml;rungsmythen und Desinformation&rdquo; angef&uuml;hrt. Der offene Brief nennt auch keine konkreten Namen oder Medien, auf die er sich beziehen k&ouml;nnte. Alles bleibt im Ungef&auml;hren.<br>\nF&uuml;r die Konkretisierung der angesprochenen Korrespondenten sorgen dann allerdings die Journalisten, die den offenen Brief in den sozialen Netzwerken bekannt machen. Dies geschieht mit h&ouml;chst manipulativen Mitteln&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/116945-zum-tag-pressefreiheit-bpk-mitglieder-verfassen-offenen-brief\/\">RT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Der Offene Brief ist eine unverhohlene Forderung nach Ausschluss von Kollegen. So hei&szlig;t es dort etwa: &ldquo;Wer die Bundespressekonferenz f&uuml;r propagandistische Zwecke und f&uuml;r die Verbreitung von Verschw&ouml;rungsmythen und Desinformation benutzt, f&uuml;r Polarisierung und Profilierung, hat keinen Platz.&ldquo; Das kann nur als Armutszeugnis der Unterzeichner bezeichnet werden. Dies ist nicht der erste Angriff dieser Art, lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70046\">&ldquo;Reitschuster, RT und die Grabes-Ruhe der Bundespressekonferenz&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutscher Erd&uuml;berlastungstag: Schon Anfang Mai leben wir auf Pump<\/strong><br>\nAm Mittwoch ist deutscher Erd&uuml;berlastungstag. Damit hat Deutschland schon am 5. Mai so viele Ressourcen verbraucht, wie unserem Land rechnerisch f&uuml;r das ganze Jahr zur Verf&uuml;gung stehen. &ldquo;Schon nach vier Monaten lebt Deutschland auf Pump. Der fr&uuml;he deutsche Erd&uuml;berlastungstag ist ein Alarmsignal und Armutszeugnis f&uuml;r die verfehlte Umwelt- und Naturschutzpolitik der vergangenen Jahre&rdquo;, sagt Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). &ldquo;Die Bundesregierung muss dringend handeln und nach dem wegweisenden Beschluss des Bundesverfassungsgerichts deutlich ambitioniertere Klima-Ziele und Instrumente festlegen. Zugleich muss sie die &uuml;berf&auml;llige Ressourcenwende einleiten, um Deutschlands Ressourcenverbrauch dauerhaft und absolut zu senken.&rdquo;<br>\nIm Gegensatz zum weltweiten Erd&uuml;berlastungstag im Hochsommer liegt der deutsche Erd&uuml;berlastungstag bereits im Fr&uuml;hjahr. Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind unter anderem der weiterhin viel zu hohe Energieverbrauch, der steigende CO2-Aussto&szlig; im Verkehr und in der Massentierhaltung sowie die Verunreinigung von B&ouml;den, Luft und Grundwasser.<br>\n&ldquo;W&uuml;rden weltweit alle Menschen so verschwenderisch leben wie wir, br&auml;uchte die Menschheit drei Erden, um ihren Ressourcenverbrauch zu decken. Deutschland lebt ab heute auf Pump und verschwendet die Lebensgrundlagen aller L&auml;nder und zuk&uuml;nftiger Generationen. Das ist zutiefst ungerecht und geht auf Kosten der Menschen im globalen S&uuml;den&rdquo;, kritisiert Bandt&hellip;.<br>\nDer BUND fordert klare gesetzliche Rahmenbedingungen, um gesellschaftliche und &ouml;kologische Ver&auml;nderungen zu erreichen. Bandt: &ldquo;Die Zeiten eines Wirtschaftswachstums um jeden Preis sind vorbei. Unser auf Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem f&uuml;hrt neben den katastrophalen &ouml;kologischen Auswirkungen global und hier in Deutschland zugleich zu immer gravierenderen sozialen Br&uuml;chen. Alles, was wir jetzt auf den Weg bringen, ist eine Investition in die Freiheit dieser und k&uuml;nftiger Generationen.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/service\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/news\/deutscher-erdueberlastungstag-schon-anfang-mai-leben-wir-auf-pump\/\">BUND<\/a>\n<p><strong>dazu: Klimaschutz: Warum die n&auml;chste Wahl alles entscheidet<\/strong><br>\nDie Kanzlerin spricht von einer &ldquo;wegweisenden&rdquo; Entscheidung, der Vizekanzler will sich sogleich an die Arbeit machen: Nie hat sich eine Bundesregierung so artig f&uuml;r eine Klatsche bedankt wie Union und SPD f&uuml;r die Klima-Ansage aus Karlsruhe. Das Bundesverfassungsgericht verlangt Nachbesserungen am Klimaschutzgesetz, und die Bundesregierung scheint geradezu erleichtert zu sein. Als h&auml;tten Au&szlig;erirdische jenes Gesetz erlassen, das die Regierung nun endlich korrigieren darf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/klimaschutz-wahlkampf-merkel-soeder-kommentar-1.5281982?reduced=true\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Ein Erdbeben f&uuml;r die Politik<\/strong><br>\nKarlsruhe hat entschieden: Politische Verantwortung in der Klimakrise darf nicht in die Zukunft verschoben werden, Grundlage des Handelns muss der wissenschaftliche Kenntnisstand sein. Die Zeit des Green-Wischiwaschi ist vorbei. Was jetzt passieren muss.<br>\nWow. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Erst startet der neue US-Pr&auml;sident Biden ein fulminantes Comeback auf der internationalen Klimaschutzb&uuml;hne und zieht zeitgleich reihenweise L&auml;nder mit in die globale Klima-Allianz. Noch sind es nur Ank&uuml;ndigungen, aber die Welt hat verstanden: Klimaleugnen ist gestrig, die fossile Dominanz ersch&uuml;ttert und Nichtstun keine Option mehr.<br>\nUnd jetzt der Paukenschlag in Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht f&auml;llt ein historisches Urteil: Es gibt ein Grundrecht auf den Schutz des Klimas. Freiheit bedeutet, die kommenden Generationen nicht zu sch&auml;digen. Der Gesetzgeber muss nachbessern, und zwar deutlich.<br>\nDas oberste Gericht zitiert die Vorsorgepflicht laut Grundgesetz, Artikel 20a. Der Staat kann Lasten durch die Klimakrise nicht einfach sp&auml;teren Generationen aufb&uuml;rden&hellip;<br>\nDie Karlsruher Richter:innen machen den wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Grundlage ihres Urteils und zitieren &uuml;ber 40-mal aus dem letzten Gutachten des Umwelt-Sachverst&auml;ndigenrats. Notwendige Grundlage aller politischen Entscheidungen m&uuml;sse das CO2-Budget sein, das Deutschland entsprechend dem Paris-Vertrag noch zusteht.<br>\nKlimaziele m&uuml;ssen langfristig, also auch f&uuml;r die Zeit ab 2030, festgeschrieben werden. Und zwar konkret. Schluss also mit Green-Wischiwaschi!<br>\nWir m&uuml;ssen genauso weit denken, wie unser Handeln wirkt. Denn in den n&auml;chsten zehn Jahren f&auml;llen wir irreversible Entscheidungen f&uuml;r die n&auml;chsten Jahrtausende.<br>\nKlimaschutz-Bremser ade<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat diese Dimension der politischen Verantwortung spektakul&auml;r ins Licht der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit ger&uuml;ckt. Das bahnbrechende Urteil macht klar, dass Freiheit nicht nur die Freiheit der anderen, sondern auch die Freiheit der k&uuml;nftigen Menschen meint.<br>\nDieses Rechts- und Verantwortungsverst&auml;ndnis konsequent zu Ende gedacht bedeutet: Klimaschutz-Bremser ade!&hellip;<br>\nWir hatten kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Aufgrund des starken Einflusses von Lobbyisten und Klimaschutzbremsern haben wir &uuml;ber 15 Jahre Zeit verloren und auf dem R&uuml;cken der n&auml;chsten Generationen gewaltige Klima-Schulden aufgeh&auml;uft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/ein-erdbeben-fuer-die-politik\">Klimareporter<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Welt steuert auf 2,4 Grad zu<\/strong><br>\nDas Pariser Klimaschutzabkommen empfiehlt eine Zunahme von maximal 1,5 Grad. Die Staatengemeinschaft bewegt sich hingegen in Richtung einer deutlich w&auml;rmeren Zukunft.<br>\nWenn alle bislang getroffenen Klimaschutzma&szlig;nahmen so umgesetzt werden wie geplant, wird die globale Erderw&auml;rmung Ende des Jahrhunderts bei 2,4 Grad liegen &ndash; und damit deutlich &uuml;ber dem gew&uuml;nschten 1,5-Grad-Ziel. Das ergibt eine Prognose des Analyseprojekts Climate Action Tracker (CAT), das der Klimaforscher Niklas H&ouml;hne am Dienstag gemeinsam mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) in Berlin vorgestellt hat&hellip;.<br>\nUm die Empfehlungen des Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015 zu erf&uuml;llen, darf der Temperaturanstieg bis Ende des Jahrhunderts maximal 1,5 Grad betragen. Daf&uuml;r m&uuml;ssten nach den Erkenntnissen des Climate Action Trackers bis 2030 alle globalen Emissionen halbiert werden.<br>\nDerzeit sehe es aber nicht danach aus, sagte H&ouml;hne, auch wenn es physikalisch und technisch m&ouml;glich w&auml;re. &raquo;Es klafft eine gigantische L&uuml;cke zwischen Anspruch und Wirklichkeit&hellip;Ausreichende kurzfristige Reduktionsziele habe sich bislang kein einziges Land gesetzt, bilanzierte der Wissenschaftler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/globale-erwaermung-welt-steuert-auf-2-4-grad-zu\/1869781\">Spektrum.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die offene Gesellschaft und ihre neuen Feinde<\/strong><br>\nWie nach dem zweiten Weltkrieg stehen wir heute erneut vor einer Weichenstellung zwischen Freiheit und Totalitarismus &ndash; zwischen einer offenen Gesellschaft, die jeden Menschen bedingungslos als Person anerkennt, und einer geschlossenen Gesellschaft, die die Gew&auml;hrung von Grundrechten an bestimmte Bedingungen kn&uuml;pft.<br>\nHerausforderungen wie die Ausbreitung des Coronavirus oder der Klimawandel sind in ihrer Qualit&auml;t und Gr&ouml;ssenordnung nicht v&ouml;llig neu. Solche Herausforderungen wurden von offenen Gesellschaften stets gemeistert durch spontane Verhaltensanpassung und technologische Innovation.<br>\nAkteure aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in Verbindung mit Massenmedien reden diese Herausforderungen zu existenziellen Krisen f&uuml;r die Menschheit hoch, um mittels gezielt gesch&uuml;rter Angst Akzeptanz daf&uuml;r zu erhalten, die Grundwerte unseres Zusammenlebens beiseite zu schaffen.<br>\nMan spielt dabei Externalit&auml;ten so aus, dass letztlich jedes freie Handeln unter dem Verdacht steht, andere zu sch&auml;digen. Von diesem Verdacht kann man sich dann nur durch einen Impf-, Nachhaltigkeits- oder allgemein sozialen Pass befreien. Die Aus&uuml;bung von Freiheit wird damit unter Bedingungen gestellt, die Experten festsetzen, welche f&uuml;r sich in Anspruch nehmen, ein moralisch-normatives Wissen zur Steuerung der Gesellschaft zu haben &ndash; wie einst die Philosophen-K&ouml;nige Platons.<br>\nDagegen kann man nur mit einem substanziellen Menschenbild angehen, das auf Freiheit und Menschenw&uuml;rde basiert, woraus sich Grundrechte ergeben, die bedingungslos gelten. Es gibt keinen moralischen Wert, der &uuml;ber der W&uuml;rde jedes einzelnen Menschen steht. (&hellip;)<br>\nWie nach dem zweiten Weltkrieg stehen wir heute vor einer Weichenstellung, welche unsere Gesellschaft f&uuml;r die kommenden Jahrzehnte pr&auml;gen k&ouml;nnte, weil sie einen Trend setzen k&ouml;nnte, der alle wesentlichen gesellschaftlichen Gruppen und politischen Parteien umfasst. Peter Sloterdijk hat im M&auml;rz 2020, zu Beginn der Coronakrise, gesagt, dass der Westen sich als genauso autorit&auml;r wie China erweisen wird.[5] Leider sollte er im vergangenen Jahr in einer Weise Recht bekommen, die viele, der Autor dieses Papiers eingeschlossen, nach der Erfahrung der Totalitarismen des 20. Jahrhunderts nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten haben. Ein grosser Teil der Organisationsformen der gesellschaftlichen Gruppen ebenso wie der politischen Parteien &ndash; einschliesslich derer, welche die Bezeichnung &laquo;liberal&raquo; f&uuml;hren &ndash; hat sich in den Trend zu dem neuen Totalitarismus umfassender Kontrolle eingereiht. Aber es gab auch viele, die sich aus liberaler, religi&ouml;ser oder sozialer &Uuml;berzeugung dagegen gewandt haben &ndash; oder einfach nur, weil sie sich nicht den gesunden Menschenverstand haben nehmen lassen durch eine modellierte Realit&auml;t, die ihnen Medien vorgegaukelt haben.<br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit, dass wir uns der Weichenstellung bewusst werden, vor der wir stehen. Dazu braucht es einen n&uuml;chternen Blick, der sich nicht von den &Auml;ngsten tr&uuml;ben l&auml;sst, welche die neuen Feinde der offenen Gesellschaft sch&uuml;ren, n&auml;mlich den Blick und das Vertrauen darauf, was jeden einzelnen von uns als vernunftbegabtes Lebewesen auszeichnet: die W&uuml;rde der Person, die in ihrer Freiheit im Denken und Handeln besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.europeanscientist.com\/de\/unkategorisiert\/die-offene-gesellschaft-und-ihre-neuen-feinde\/\">Michael Esfeld in European Scientist<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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