{"id":72271,"date":"2021-05-10T09:00:30","date_gmt":"2021-05-10T07:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271"},"modified":"2021-05-10T09:39:22","modified_gmt":"2021-05-10T07:39:22","slug":"hinweise-des-tages-3857","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h01\">Merkel sind Patente wichtiger als Menschenleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h02\">FDP plant massive Steuersenkungen f&uuml;r die Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h03\">Robert Habeck und DIE LINKE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h04\">Moskauer Freiheit &ndash; Ein Reisebericht in Zeiten der Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h05\">Corona: Ein Trend zur Gleichschaltung der &Ouml;ffentlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h06\">Hinter der Euphorie der deutschen Industrie steckt eine gro&szlig;e Abh&auml;ngigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h07\">Tarifverhandlungen im Handel &ndash; mit Click &amp; Collect schreitet die &bdquo;Amazonisierung&ldquo; voran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h08\">Mehr Niedrigl&ouml;hnerei, digital und genderm&auml;&szlig;ig aufgeh&uuml;bscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h09\">Drei bis vier Milliarden Euro: Rentenauszahlungen steigen durch Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h10\">Hartz 4 und Rente: Radikale &Auml;nderungen bei Ruhestand und ALG II m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h11\">Blame Game zwischen den Gewalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h12\">Mein Projekt: Baumarkt-Einkauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h13\">Anw&auml;ltin: &bdquo;Widerstand aus der Mitte der Gesellschaft w&auml;chst&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h14\">The Ethics &amp; Language of Lockdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h15\">Falsche Corona-Prognosen: Manipulation im Namen der Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h16\">Ulrich Kriese: Hamburgs rot-gr&uuml;ne Regierung steht auf der Seite reicher Grundbesitzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h17\">Georg Heil neuer Kontraste-Redaktionsleiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72271#h18\">Internationale Sanktionen &ndash; Was sind sie, was bringen sie und gibt es eine rechtliche Grundlage? &ndash;  Online Veranstaltung am 11. Mai 2021, 19 Uhr<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Merkel sind Patente wichtiger als Menschenleben<\/strong><br>\nBeim Patentschutz h&ouml;rt der Spa&szlig; auf. &ldquo;Der Schutz von geistigem Eigentum ist Quelle von Innovation und muss es auch in Zukunft bleiben&rdquo;, sagte eine Sprecherin der Bundeskanzlerin der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;. Damit ist klar: Die Bundesregierung bleibt bei ihrem Nein zur Freigabe von Patenten f&uuml;r Corona-Impfstoffe. &ldquo;Der limitierende Faktor bei der Herstellung von Impfstoffen sind die Produktionskapazit&auml;ten und die hohen Qualit&auml;tsstandards, nicht die Patente&rdquo;, behauptete die Sprecherin. Das sieht US-Pr&auml;sident Joe Biden offenbar anders. Er fordert, den Patentschutz f&uuml;r Corona-Impfstoffe aufzuheben. (&hellip;)<br>\nDamit schlie&szlig;en sich die USA einer Initiative Indiens und S&uuml;dafrikas an. Beide Staaten hatten schon 2020 bei der Welthandelsorganisation eine Initiative f&uuml;r die Aussetzung der Patente eingebracht. Unterst&uuml;tzt wird diese Initiative von etwa 100 Regierungen. K&uuml;rzlich haben sich auch etwa 170 fr&uuml;here Staats- und Regierungschefs sowie Nobelpreistr&auml;ger &ndash; darunter Michail Gorbatschow und Fran&ccedil;ois Hollande &ndash; direkt an US-Pr&auml;sident Joe Biden gewandt mit der Forderung, die Patente auf Covid-19-Impfstoffe aufzuheben. &bdquo;Die Initiative in der WTO scheiterte bislang am Widerstand einiger Big-Pharma-Staaten, darunter die USA, die Schweiz und Deutschland&ldquo;, so der LINKEN-Abgeordnete Fabio De Masi. Zumindest die USA haben nun eingelenkt. (&hellip;)<br>\nUnion und SPD signalisierten in der Bundestagsdebatte am Donnerstag, dass sie diesem Antrag keine Chance geben. Bereits im Gesundheitsausschuss, der sich mit der Sache befasst hatte, lie&szlig;en beide Fraktionen den Antrag durchfallen. Der CDU-Abgeordnete Michael Hennrich rechtfertige das in seiner Rede am Donnerstag und pl&auml;dierte f&uuml;r &bdquo;freiwillige Kooperation&ldquo;. Man k&ouml;nne &bdquo;die Probleme nicht mit staatlicher Zwangswirtschaft l&ouml;sen&ldquo;, so Henrich. Bei der Abstimmung votierten nicht nur Union und SPD gegen den Antrag, sondern auch FDP und AfD. (&hellip;)<br>\nAngesichts dieses Versagens ist es bezeichnend, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Lockerung des Patentschutzes mit der Begr&uuml;ndung ablehnt, dass der Ausbau von Produktionsst&auml;tten und mehr Exporte wichtiger seien. Gerade da aber versagen die Pharmakonzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.links-bewegt.de\/de\/article\/308.merkel-sind-patente-wichtiger-als-menschenleben.html%20\">Links bewegt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Merkel sprach offenbar mit Biontech-Chef &uuml;ber Patentfreigabe<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat offenbar am Donnerstag mit dem Chef des Corona-Impfstoffherstellers Biontech, Ugur Sahin, telefoniert. Das berichtet der &bdquo;Spiegel&ldquo;. In dem Telefonat ging es demnach um eine m&ouml;gliche Patentfreigabe des Corona-Impfstoffs sowie um m&ouml;gliche Schritte, um &auml;rmere L&auml;nder besser mit Impfstoff zu versorgen. Ziel sei dabei keine kurzfristige Hilfe, sondern eine nachhaltige Versorgung mit Impfstoff, auch f&uuml;r zuk&uuml;nftige Pandemien.<br>\nOb Sahin die Bundeskanzlerin in ihrer kritischen Haltung zu einer m&ouml;glichen Patentfreigabe best&auml;rkte, war dem Bericht zufolge unklar. Das Bestehen auf Patentschutz sei schon lange Merkels Haltung gewesen, hie&szlig; es demnach aus Regierungskreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article230937985\/Patentfreigabe-Impfstoffe-Merkel-telefonierte-mit-Biontech-Chef-Sahin.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von einem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">Pharmalobbyisten<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">T&uuml;r&ouml;ffner<\/a> im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit sowie einer Bundeskanzlerin, die mal von einer &bdquo;marktkonformen Demokratie&ldquo; gesprochen hat, sind wohl keine anderen Meinungen zu erwarten. Der Verdacht der Korruption r&uuml;ckt nahe, sollte die Bundeskanzlerin tats&auml;chlich mit dem Biontech-Chef &uuml;ber diese Angelegenheit telefoniert haben, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72207#h07\">dessen Aktienkurs nach der Patentdiskussion einbricht<\/a>. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72223\">Der CDU\/CSU die Maske abgenommen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>FDP plant massive Steuersenkungen f&uuml;r die Wirtschaft<\/strong><br>\nIn einem Positionspapier plant der Vorstand der FDP-Fraktion, innerhalb von f&uuml;nf Jahren 600 Milliarden Euro in der Privatwirtschaft zu mobilisieren. Parteichef Lindner betont den Modernisierungsschub, der mit den Entlastungen einhergehen soll.<br>\nNach dem &bdquo;Deutschlandsfonds&ldquo; der CDU kommt nun der &bdquo;Investitionspakt&ldquo; der FDP: Die Parteien &uuml;berbieten sich im heraufziehenden Wahlkampf mit Vorschl&auml;gen, wie die Infrastruktur auf Vordermann gebracht werden soll, vor allem f&uuml;r den Klimaschutz und die Digitalisierung. Der Vorstand der FDP-Fraktion hat dazu jetzt ein Positionspapier verabschiedet, das darauf abzielt, innerhalb von f&uuml;nf Jahren 600 Milliarden Euro in der Privatwirtschaft zu mobilisieren.<br>\nDieses &bdquo;Modernisierungsprogramm im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft&ldquo; sieht Steuererleichterungen f&uuml;r Unternehmen von 60 Milliarden Euro im Jahr vor. Dadurch sollen sie in die Lage versetzt werden, 120 Milliarden Euro zu investieren. Der Plan der Liberalen &uuml;bertrifft sogar den Vorschlag der Gr&uuml;nen, in zehn Jahren 500 Milliarden Euro zusammenzubringen.<br>\nDas FDP-Papier versteht sich als Gegenentwurf zu den Investitionspl&auml;nen anderer Parteien. [&hellip;]<br>\nAls Ziel schwebt der FDP vor, die Bruttoanlageinvestitionen auf 25 Prozent der Wirtschaftskraft zu steigern. Derzeit seien es 22 Prozent, wovon 3 Punkte vom Staat k&auml;men und 19 aus der Wirtschaft. Bei dem gr&ouml;&szlig;eren privaten Hebel anzusetzen, ist nach Ansicht der FDP der bessere Weg. Denn der Staat sei nicht nur zur&uuml;ckhaltender als die Wirtschaft, sondern beim Mitteleinsatz auch erfolgloser. So sehe der Nachtragshaushalt des Bundes f&uuml;r 2021 rund 2,5 Milliarden Euro weniger f&uuml;r Investitionen vor als der urspr&uuml;ngliche Etat und sogar 12 Milliarden weniger als 2020. Von den 5 Milliarden Euro f&uuml;r die Digitalisierung von Schulen seien erst 2 Prozent angekommen. &Auml;hnliches gelte f&uuml;r den Breitbandausbau. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Diese Entlastungen schaffen n&ouml;tige Investitionsanreize&ldquo;<br>\nR&uuml;ckenwind erh&auml;lt die FDP vom Arbeitgeberverband BDA. &bdquo;Die Modernisierungsinvestitionen m&uuml;ssen aus den privaten Bereich kommen. Der Politik f&auml;llt aber bisher nur Subvention, Steuererh&ouml;hung, Schattenhaushalte und Verschuldung ein&ldquo;, sagt BDA-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Steffen Kampeter der F.A.Z. &bdquo;Diese naive Staatsgl&auml;ubigkeit wird den Klimawandel und die Herausforderung der Digitalisierung nicht bew&auml;ltigen.&ldquo; Der Bund der Steuerzahler h&auml;lt die Sto&szlig;richtung ebenfalls f&uuml;r richtig. &bdquo;Es ist erfrischend, dass endlich jemand an Steuerentlastungen denkt, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen&ldquo;, findet Pr&auml;sident Reiner Holznagel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/fdp-chef-lindner-plant-steuersenkungen-fuer-die-wirtschaft-17333555.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FDP hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Nat&uuml;rlich applaudieren die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen (BDA, Bund der Steuerzahler), wenn der Staat noch mehr Geld an die Reichen und Superreichen verschenkt, aber alle anderen k&ouml;nnen mal ausrechnen, was schon der Abbau der durch Corona hinzugekommenen Staatschulden durch den selbst oktroyierten Zwang zum Sparen (!!) (Schuldenbremse, Schwarze Null) bedeuten. Darauf zus&auml;tzlich 60 Milliarden Euro pro Jahr zu verschenken, funktioniert nur, wenn man z. B. den schon skelettierten Sozialhaushalt halbiert, was der FDP sicher gut gefallen w&uuml;rde, aber u. a. verfassungswidrig w&auml;re (Art. 20 GG) und mit einem gr&ouml;&szlig;eren Regierungspartner, auf den die FDP angewiesen ist, nicht passieren wird. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte man daf&uuml;r auch den Verteidigungshaushalt komplett streichen oder die Beamtengeh&auml;lter zusammenk&uuml;rzen&hellip; Nichts davon wird passieren, aber die Dimensionen der FDP-Phantastereien sind gigantisch. Alles auf Basis der einfach l&auml;cherlichen Behauptung, die Unternehmen, insbesondere Kapitalgesellschaften, die heute schon praktisch keine Steuern zahlen und mit viel zu viel Geld nur die Aktion&auml;re begl&uuml;cken, k&auml;men pl&ouml;tzlich auf die Idee &ndash; ohne Nachfrage! &ndash; mehr zu investieren. Eine Gegenfinanzierung wird von der FDP zusammenphantasiert; dieselbe FDP, die den Gr&uuml;nen vorwirft, dass f&uuml;r deren (halbwegs vern&uuml;nftiges) Investitionsprogramm keine Gegenfinanzierung existiert. Warum wollen laut Sonntagsumfrage 12% der Wahlberechtigten diese verr&uuml;ckte Partei w&auml;hlen, die Politik f&uuml;r die reichsten 0,1% macht? Man kann sich nur die Haare raufen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nachdem die FDP durch durchaus l&ouml;bliche Positionen zur Corona-Politik der Bundesregierung aufgefallen ist, holt sie uns schnell wieder auf den Boden der Tatsachen. Ihr Konzept wird &ndash; sollte es denn umgesetzt werden &ndash; nat&uuml;rlich keine Investitionen, sondern ist eine eine reine Steuersenkungsorgie f&uuml;r Wohlhabende. Ein Unternehmen investiert, wenn es es eine Steigerung des Absatzes erwartet. Das passiert aber nur, wenn mehr G&uuml;ter nachgefragt werden. Daf&uuml;r muss jedoch die Kaufkraft steigen. Und nicht die Wohlhabenden, sondern die normale Bev&ouml;lkerung fragt die allermeisten G&uuml;ter nach. Wer Investitionen ankurbeln will, muss daher die Nachfrageseite st&auml;rken &ndash; z.B. durch h&ouml;here L&ouml;hne. Doch das ist f&uuml;r die FDP nat&uuml;rlich ein rotes Tuch, da ihre Klientel ja die L&ouml;hne bezahlt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Robert Habeck und DIE LINKE<\/strong><br>\nRobert Habeck geh&ouml;rt f&uuml;r mich zu den sympathischeren Politikern der Gr&uuml;nen. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern seiner Partei ist er kein Bellizist. Jetzt hat er zwei Bedingungen genannt, zu denen er bereit w&auml;re, mit der LINKEN eine Regierung zu bilden: Eine Klarstellung der LINKEN, &bdquo;dass der industrielle Kern dieser Republik nicht zerst&ouml;rt wird&ldquo; und &bdquo;ein Bekenntnis zur Nato&ldquo;.<br>\nWie Robert Habeck auf die Idee kommt, dass DIE LINKE den industriellen Kern zerst&ouml;ren wolle, erschlie&szlig;t sich mir nicht. In den 90er Jahren haben wir im Saarland die Stahlindustrie durch ein Stiftungsmodell gerettet, nachdem sie von den privaten Eigent&uuml;mern ruiniert worden war. Was private Eigent&uuml;mer in der Stahlindustrie angerichtet haben, kann man heute bei Thyssen-Krupp studieren. Der industrielle Kern ist eher durch die Politik der Gr&uuml;nen gef&auml;hrdet. Ihre Vorstellungen zur Energiepolitik sind aus technologischen Gr&uuml;nden nicht realistisch und w&uuml;rden die deutsche Industrie erheblich gef&auml;hrden.<br>\nInteressant ist da eher der Vorschlag, die Eigentumsstruktur der deutschen Wirtschaft zu ver&auml;ndern durch &bdquo;ein neues Verantwortungseigentum&ldquo;, was Habeck in seinem neuen Buch &bdquo;Von hier an anders&ldquo; bef&uuml;rwortet und was in Teilen der LINKEN schon l&auml;nger gefordert wird, um die Machtstrukturen der Wirtschaft grundlegend zu ver&auml;ndern. Ob er die Gr&uuml;nen davon &uuml;berzeugen kann?<br>\nSeine Aufforderung, DIE LINKE solle sich zur Nato bekennen, &uuml;bersieht, dass wir seit 2005 die Nato in ein kollektives Sicherheitsb&uuml;ndnis unter Einschluss Russlands umwandeln wollen. Dass die Gr&uuml;nen im Gefolge der USA einen Konfrontationskurs gegen&uuml;ber Russland bef&uuml;rworten und in ihrem Programm v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege ohne UNO-Mandat erm&ouml;glichen wollen, ist f&uuml;r DIE LINKE ein Hindernis, mit den Gr&uuml;nen in einer Regierung zusammenzuarbeiten. V&ouml;lkerrechtswidrige Kriege wird es mit der LINKEN nicht geben, und es w&auml;re gut, wenn Robert Habeck die Gr&uuml;nen davon &uuml;berzeugen k&ouml;nnte, dass Kriege auch kein Beitrag zum Klimaschutz sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/4072029346191835\/\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Moskauer Freiheit &ndash; Ein Reisebericht in Zeiten der Pandemie<\/strong><br>\nDann kam Corona &ndash; die umfassende, weltweite Z&auml;sur. &Uuml;ber ein Jahr war ich nicht in Russland. Jetzt hatte ich wieder die M&ouml;glichkeit. Ich war neugierig, wie Russland mit der Pandemie umgeht, wie es sich lebt, welche Einschr&auml;nkungen es gibt. Um es vorweg zu nehmen: Es ist, als w&uuml;rde man in eine andere, freiere Welt reisen. Der Lockdown h&auml;lt Deutschland fest im Griff, ein gro&szlig;er Teil der Nachrichten dreht sich um Inzidenzen, Verbote und Reglementierungen. Es gibt Ausgangssperren, umfassende Schlie&szlig;ungen, Demonstrationen gegen die Ma&szlig;nahmen und Demonstrationen, die gegen die Ma&szlig;nahmen-Gegner protestieren.<br>\nDie Corona-Krise hat Deutschland tief gespalten. In Gespr&auml;chen kommt man nahezu unweigerlich darauf, wie man es h&auml;lt mit dem Impfen, wie man zur Maske steht, zu den Ma&szlig;nahmen, ob man nicht f&uuml;r Lockerungen oder nicht doch f&uuml;r noch weitere Einschr&auml;nkungen eintritt, um danach ein h&ouml;heres Ma&szlig; an Freiheit genie&szlig;en zu k&ouml;nnen.<br>\nVon hier aus, von Russland aus wirkt das alles bizarr &ndash; Deutschland, ein Narrenschiff. In Moskau ist alles ge&ouml;ffnet, die Pandemie gilt als &uuml;berwunden, die Ma&szlig;nahmen wurden nach einem ersten, harten Lockdown im April 2020 nach und nach zur&uuml;ckgefahren und nie wieder versch&auml;rft. Die Infektionszahlen stiegen im Herbst an und fallen seit einigen Monaten ab. Die Inzidenz liegt aktuell bei etwas &uuml;ber 40. (&hellip;)<br>\nOffiziell gilt auch in Moskau noch Maskenpflicht im &ouml;ffentlichen Nahverkehr und auch Handschuhe sind vorgeschrieben. Insbesondere an die Pflicht zum Tragen von Handschuhen h&auml;lt sich praktisch niemand mehr. Masken bedecken bei Einigen Mund und Nase, bei anderen nur den Mund, bei dritten h&auml;ngt sie unter dem Kinn und vielfach fehlt sie ganz. Anlass zum Streit bietet das nicht. (&hellip;)<br>\nWer m&ouml;chte, kann sich impfen lassen. In den gro&szlig;en Einkaufszentren gibt es die M&ouml;glichkeit, das unkompliziert zu tun. Man braucht etwa eine Stunde Zeit. Etwa f&uuml;nf Prozent der Russen haben bereits beide, acht Prozent die erste Impfung erhalten. Das erscheint wenig. Doch die Inzidenz geht seit Monaten zur&uuml;ck. (&hellip;)<br>\nWir &uuml;berlegen, ein Bier zu trinken. In der N&auml;he ist ein Restaurant, ich &ouml;ffne die T&uuml;r. Das Restaurant ist gut besucht, es gibt keine besonderen Ma&szlig;nahmen, au&szlig;er dass die Angestellten Masken und Handschuhe tragen. Wir bekommen lediglich Pl&auml;tze an der Bar. Alle Tische sind belegt. In diesen Tagen wirkt Russland wie der freiheitliche Gegenentwurf zur EU und zu Deutschland, wo die B&uuml;rger in ihren Grundrechten massiv beschnitten werden.<br>\nDabei ist diese Reduktion auf ein lediglich funktionierendes Objekt in einem &ouml;konomischen Ablauf &ndash; auf Arbeit und die Wiederherstellung der Arbeitskraft in Isolation &ndash; f&uuml;r die die deutschen Ma&szlig;nahmen stehen, psychisch enorm belastend und insgesamt ungesund. Alles Soziale ist in Deutschland seit &uuml;ber einem Jahr eingeschr&auml;nkt und f&auml;llt seit November nahezu komplett aus. Begleitet wird das von einer Berichterstattung, welche die Ma&szlig;nahmen nicht grundlegend in Zweifel zieht, daf&uuml;r aber alle, die sie kritisieren, pauschal als Coronaleugner, Covidioten und Nazis verunglimpft.<br>\nAuch &ouml;konomisch kommt Russland besser durch die Krise. Der Einbruch des BIP war geringer als in Deutschland, der W&auml;hrungsunion und der EU. In der Moskauer Innenstadt gibt es Leerstand. Einige L&auml;den sind geschlossen. Verglichen mit Berlin erscheint es unglaublich wenig. In diesem einem Jahr hat sich in Moskau viel getan. Stra&szlig;en sind renoviert, ganze Viertel wurden versch&ouml;nert, die Gegend um den Kiewer Bahnhof und der Metro-Station Studentscheskaja wurden geradezu malerisch und pittoresk.<br>\nAuch das ist eine Entwicklung, die gegenl&auml;ufig zur Entwicklung in Deutschland steht. In Berlin werden Armut und Obdachlosigkeit immer st&auml;rker sichtbar. W&auml;hrend in Deutschland &uuml;ber Erleichterungen f&uuml;r einzelne Gruppen gesprochen wird, wird dieser Unterschied in Russland nicht gemacht. Restaurants, Bars, Theater, Museen sind f&uuml;r alle offen, nicht nur f&uuml;r Getestete und Geimpfte. Es gibt auch keine Pflicht zur Registrierung, keine QR-Codes, keine Listen. Auch gibt es keine &Uuml;berlegung, einen Impfausweis einzuf&uuml;hren, mit dem man Privilegien genie&szlig;t. Es gibt keine die Gesellschaft spaltenden Ma&szlig;nahmen. Ich glaube, dies ist der zentrale Unterschied zwischen Deutschland und Russland.<br>\nVon hier aus erscheinen die Ma&szlig;nahmen in Deutschland als absurd und in ihrer Rigorosit&auml;t als unn&ouml;tig die Freiheit einschr&auml;nkend, zudem am Ziel vorbei, daf&uuml;r aber f&uuml;r die Gesellschaft gef&auml;hrlich. Sie spalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/116999-moskau-reisebericht-in-zeiten-pandemie\/\">Gert Ewen Ungar in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offensichtlich ist Deutschland jetzt tats&auml;chlich hinter die Russen &ndash; was den Grad der Freiheit angeht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Corona: Ein Trend zur Gleichschaltung der &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\n&Uuml;ber den Beschluss, Querdenker vom Verfassungsschutz &uuml;berwachen zu lassen, informierten manche Medien ohne Pflicht zur Sorgfalt. (&hellip;)<br>\nIn Zeiten, die offenbar der Vergangenheit angeh&ouml;ren, kannte man den Ausdruck &laquo;journalistische Sorgfaltspflicht&raquo;. Darunter verstand man unter anderem das Hinterfragen von Aussagen der Regierung, die sorgf&auml;ltige Pr&uuml;fung der Informationsquellen, das Recht Beschuldigter auf eine Stellungnahme, kurz die Abbildung der verschiedenen Meinungen.<br>\nJener Grundsatz r&ouml;mischen Rechts &laquo;audiatur et altera pars&raquo;, man h&ouml;re auch die andere Seite, ist das Prinzip und Wesen dessen, was wir Politik nennen. Es ist Voraussetzung jeder abw&auml;genden Vernunft und letztlich das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft und Zivilisation gr&uuml;nden. Dieses Prinzip sollte bislang nicht nur f&uuml;r die Justiz, sondern auch f&uuml;r die Medien gelten, die wichtigsten Erzeuger politischer &Ouml;ffentlichkeit. (&hellip;)<br>\nNicht mehr Vern&uuml;nftigkeit und Qualit&auml;t eines Argumentes z&auml;hlen, sondern nur noch, von wem es kommt und wer applaudiert. Wenn &laquo;Beifall von rechts&raquo; kommt, ist ein Gedanke unakzeptabel. Man kann Gedanken zwar nicht verbieten. Aber man versucht, ihre Ver&ouml;ffentlichung und Verbreitung zu unterbinden. F&uuml;r die neue Santa Inquisici&oacute;n besteht der Schuldbeweis in Beifall von rechts. Wer den erhalten hat, gilt als &uuml;berf&uuml;hrter Ketzer.<br>\nDer besorgniserregende Trend, Widerspruch und abweichende Meinungen aus der &Ouml;ffentlichkeit zu entfernen, zeigt sich derzeit in vielf&auml;ltiger Weise. YouTube-Videos, auf denen renommierte Wissenschafter den Corona-Lockdown und seine Begr&uuml;ndungen kritisch unter die Lupe nehmen, werden kurzerhand abgeschaltet. Was noch vor wenigen Jahren unvereinbar schien mit den hehren Grunds&auml;tzen der &laquo;westlichen Wertegemeinschaft&raquo;, ist Realit&auml;t geworden: politische Zensur. In einem Tal s&uuml;dlich der San Francisco Bay in Kalifornien sitzen m&auml;chtige Tech-Konzerne, die vieles eigenm&auml;chtig l&ouml;schen, was nicht gesagt, nicht geh&ouml;rt und nicht gesehen werden darf. Und in Deutschland erkl&auml;rt der Staat eine basisdemokratische Protestbewegung zur eventuell staatsbedrohenden Gefahr und gibt ihre Mitglieder frei zur geheimdienstlichen Beobachtung. Dass der CDU-Kanzlerkandidat Laschet in einer Radiosendung der ARD dagegenh&auml;lt, gibt immerhin Hoffnung, dass noch nicht Hopfen und Malz verloren ist.<br>\nViele verstehen nicht, dass beispielsweise der italienische Philosoph Giorgio Agamben die beh&ouml;rdlich verordnete Gesichtsverh&uuml;llung sogar als &laquo;sanit&auml;ren Terror&raquo; bezeichnen darf. Doch in einer Demokratie muss man damit leben, dass solche Meinungen &ouml;ffentlich ge&auml;ussert werden, und dass Menschen Massnahmen der Regierung unsinnig finden und dagegen protestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/buergerrechte\/corona-ein-trend-zur-gleichschaltung-der-oeffentlichkeit\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hinter der Euphorie der deutschen Industrie steckt eine gro&szlig;e Abh&auml;ngigkeit<\/strong><br>\nDeutschlands Industriekonzerne haben die R&uuml;ckschl&auml;ge der Pandemie &uuml;berwunden. Siemens, BMW, Volkswagen und Co. sind wieder auf Wachstumskurs, die Stimmung k&ouml;nnte kaum besser sein. Zahlenbeispiele zeigen, wie wichtig dabei die Nachfrage aus einer Region ist.<br>\nF&uuml;r Roland Busch k&ouml;nnte sein erstes Jahr als Vorstandschef des Weltkonzerns Siemens kaum besser laufen. Zu verdanken hat es der 56-j&auml;hrige Physiker vor allem dem China-Gesch&auml;ft mit zum Teil au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Wachstumsraten. Als Busch jetzt die Zahlen f&uuml;r den Jahresauftakt (das zweite Quartal nach dem Siemens-Kalender) pr&auml;sentierte und dabei erneut die Jahresprognose f&uuml;r den Gesamtkonzern anhob, verwies er mehrfach auf den Schub aus Asien.<br>\nSowohl Umsatz als auch Auftragseingang lagen in den vergangenen drei Monaten in China um jeweils 44 Prozent h&ouml;her als im Vorjahr. Die Region ist f&uuml;r Siemens mit Abstand der Wachstumstreiber Nummer eins. In China wurden mit 2,13 Milliarden Euro f&uuml;r Neuauftr&auml;ge fast so viele Bestellungen hereingeholt wie aus Deutschland.<br>\nTrotz anhaltender Einschr&auml;nkungen im Inland hat Deutschlands Industrie die Krise hinter sich gelassen. Nicht nur die Ums&auml;tze und Gewinne von Siemens sind seit Jahresbeginn kr&auml;ftig gestiegen, auch die Autohersteller haben starke Zahlen gemeldet und ihre Prognosen f&uuml;rs Jahr teilweise erh&ouml;ht.<br>\nDie Stimmung in den Unternehmen k&ouml;nnte kaum besser sein. Dem M&uuml;nchner ifo-Institut zufolge sind die Produktionserwartungen der deutschen Industrie auf den h&ouml;chsten Stand seit 1991 gestiegen. Der entsprechende Indikator sprang im April auf 33,1 Punkte, nach 30,2 im M&auml;rz.<br>\n&bdquo;Die Auftragsb&uuml;cher f&uuml;llen sich, und es gibt immer noch Nachholbedarf nach dem Krisenjahr&ldquo;, sagte ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Nahezu alle Branchen k&uuml;ndigten Produktionssteigerungen an. &bdquo;Insbesondere die Elektronindustrie und die Automobilbranche wollen ihre Produktion stark ausweiten&ldquo;, sagte Wohlrabe.<br>\nWachsende Abh&auml;ngigkeit?<br>\nDie hergestellten Produkte werden die Unternehmen aber zum Gro&szlig;teil im Ausland verkaufen. Denn Wachstum, so zeigen es die Quartalszahlen, findet nicht in Deutschland statt, sondern in Nordamerika und in Asien. Vor allem das wachsende Gesch&auml;ft in China pr&auml;gt die ersten Ergebnisse des Jahres.<br>\nDamit setzt sich ein Trend der vergangenen Jahre ungebremst fort: Schon vor dem Corona-Jahr war die Abh&auml;ngigkeit deutscher Industrieunternehmen von China kontinuierlich gewachsen. Mit den Folgen der Pandemie, die Europas Volkswirtschaften h&auml;rter getroffen hat, nimmt sie nun noch weiter zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article230955241\/Siemens-Volkswagen-und-Co-Die-deutsche-Industrie-holt-auf.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sp&auml;t, zu sp&auml;t, f&auml;llt der WELT auf, dass der in Deutschland zur Staatsreligion erhobene Exportismus, die v&ouml;llig einseitige und verr&uuml;ckte Fokussierung der Wirtschaftsaktivit&auml;t auf den Exporterfolg, Deutschlands Wirtschaft vom Ausland *abh&auml;ngig* macht. Genau das passiert, wenn man, wie die deutsche Regierung, nichts zugunsten der L&ouml;hne und nichts f&uuml;r binnenwirtschaftliche Investitionen tut und bei Problemen mit der Nachfrage im Ausland nicht mal mehr einen kleinen Hebel oder ein kleines Gegengewicht hat, um im Inland gegenzusteuern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Tarifverhandlungen im Handel &ndash; mit Click &amp; Collect schreitet die &bdquo;Amazonisierung&ldquo; voran<\/strong><br>\nVer.di fordert die Unternehmen auf, wie seit 20 Jahren nicht mehr &uuml;blich, gemeinsam die Tarifvertr&auml;ge des Einzelhandels f&uuml;r allgemeinverbindlich zu erkl&auml;ren, doch die aber m&ouml;chten nur &uuml;ber Einmalzahlungen statt linearer Tariferh&ouml;hungen verhandeln.<br>\nW&auml;hrend die Gesch&auml;fte bei den Lebensmitteln, M&ouml;beln, Drogerieartikeln, Baustoffen oder Pharmaprodukten brummen, l&auml;uft es bei den Mode\/Textilanbietern und Schuhverk&auml;ufern nicht so gut.<br>\nF&uuml;r die kriselnden Sparten m&ouml;chten die Unternehmen gerne &Ouml;ffnungsklauseln f&uuml;r den Tarifausstieg, obwohl bei der verbliebenen Tarifbindung von 20 Prozent der Betriebe im Einzelhandel l&auml;ngst ein kritisches Ma&szlig; erreicht ist. Zu den Unternehmen ohne Tarifbindung geh&ouml;ren z.B: Edeka, REWE, dm, Rossmann, Obi, Thalia, Amazon, Zalando, Hornbach, C&amp;A, Kik und Woolworth.<br>\nAls Affront sieht es die Gewerkschaft an, dass Amazon &ndash; ein Unternehmen, mit dem ver.di seit vielen Jahren knallharte Auseinandersetzungen f&uuml;hrt &ndash;  im Handelsverband Deutschland als Mitglied aufgenommen wurde.<br>\nNeu auf der Tagesordnung von ver.di steht die Forderung von mehr Mitsprache der Besch&auml;ftigten beim Umgang mit den Vorbestellungen im Internet, dem &bdquo;Click &amp; Collect&ldquo;, die Gewerkschaft bef&uuml;rchtet eine schleichende &bdquo;Amazonisierung&ldquo; im Einzelhandel bei einem gnadenlosen Verdr&auml;ngungswettbewerb w&auml;hrend der aktuellen Krise. Immer mehr Waren werden im Internet oder per Telefon bestellt und sp&auml;ter an der Ladent&uuml;r abgeholt.<br>\nWaren die Besch&auml;ftigten im Einzelhandel immer stolz auf ihre Beratungst&auml;tigkeit, so m&uuml;ssen sie beim &bdquo;Click &amp; Collect&ldquo;, &auml;hnlich wie bei Amazon nur noch packen und kommissionieren und neuerdings gibt der Kunde wie eine vorgesetzte Person noch die Anweisungen.<br>\nDie H&auml;ndler haben diese neue Entwicklung durch die Einf&uuml;hrung von entsprechender Software flankiert, ohne die Besch&auml;ftigten dabei einzubeziehen, die mit dieser Neuerung v&ouml;llig &uuml;berfahren wurden.<br>\nBereits jetzt sind die Besch&auml;ftigten an ihrer Belastungsgrenze angelangt, allein im Einzelhandel gibt es jeden Tag rund 50 Millionen Kundenkontakte. Die Menschen sind bereit, trotz der extrem gestiegenen Belastungen und dem Risiko einer Vireninfektion &bdquo;den Laden am Laufen&ldquo; zu halten, auch weil ihnen die Kurzarbeit mit empfindlichen Einkommenseinbu&szlig;en droht. (&hellip;)<br>\nMan muss nicht hellsehen k&ouml;nnen, um vorherzusagen, dass die Unternehmen im Handel die Erfahrung, die sie mit &bdquo;Click &amp; Collect&ldquo; gemacht haben, auch f&uuml;r weitere M&ouml;glichkeiten der Kostenersparnis nutzen werden. Im Rahmen des Ausbaus der Digitalisierung im Handel wird den Besch&auml;ftigten schon heute bedeutet, dass sich f&uuml;r sie einiges &auml;ndern wird.<br>\nDie Gefahr, dass man bei der Weiterentwicklung der digitalisierten Arbeitsabl&auml;ufe schnell bei den Arbeitsbedingungen wie bei Amazon landen kann, ist gro&szlig;. Was das bedeutet kann man bei dem Versandh&auml;ndler jeden Tag beobachten. (&hellip;)<br>\nVor diesem Hintergrund w&auml;re es angebracht, dass die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft die Sorgen und N&ouml;te der Besch&auml;ftigten offensiv aufgreift, die gestiegene Motivation und das gewachsene Selbstbewusstsein der Mitglieder nutzt, um bei dieser Tarifverhandlung zu klotzen und nicht wie beiden vorhergegangen Verhandlungen im Dienstleistungsbereich nur zu kleckern.<br>\nWie sagte noch die Kollegin im Supermarkt, als sie auf die aktuellen Tarifverhandlungen angesprochen wurde: &bdquo;Eigentlich w&auml;re es total clever, jetzt im Einzelhandel zu streiken&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/tarifverhandlungen-im-handel-mit-click-collect-schreitet-die-amazonisierung-voran\/#more-10666\">gewerkschaftsforum.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mehr Niedrigl&ouml;hnerei, digital und genderm&auml;&szlig;ig aufgeh&uuml;bscht<\/strong><br>\nDer EU-Sozialgipfel am 7. und 8. Mai in Porto hat keine Trendwende gegen Arbeitsarmut und Arbeitsunrecht eingeleitet. Im Gegenteil<br>\nDer zweit&auml;gige EU-Sozialgipfel in Portugal begann mit der Feststellung, &ldquo;Corona&rdquo; habe die prek&auml;r Besch&auml;ftigten und gering gebildeten noch &auml;rmer gemacht, die ohnehin hohe Arbeitslosigkeit der Jugend gef&ouml;rdert und die soziale Ungleichheit dramatisch versch&auml;rft. Die Trendwende soll, so die Absichtserkl&auml;rung von Porto, mit drei Zielen erreicht werden:<br>\nErstens sollen bis zum Jahr 2030 mindestens 78 Prozent der 20- bis 64-j&auml;hrigen einen Arbeitsplatz haben. Zweitens sollen 80 Prozent der Erwachsenen mit dem Recht auf lebenslanges Lernen grundlegende digitale F&auml;higkeiten erwerben &ndash; dabei soll der Gender Pay Gap, die Lohnungleichheit zwischen M&auml;nnern und Frauen, mindestens halbiert werden. Drittens soll die Zahl der anerkannt Armen um mindestens 15 Millionen sinken.<br>\nIm Unterschied zu dem, was man gemeinhin unter &ldquo;sozial&rdquo; versteht, ging es beim Sozialgipfel also vor allem um den Arbeitsmarkt, um Zahl und Art der Arbeitspl&auml;tze, um Arbeitsrecht. Auch ein von der EU-Kommission vorgeschlagener Europ&auml;ischer Mindestlohn war Thema. Dar&uuml;ber gab es aber &ndash; wie schon vorher &ndash; keine Einigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mehr-Niedrigloehnerei-digital-und-gendermaessig-aufgehuebscht-6041943.html\">Werner R&uuml;gemer auf Telepolis<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72211\">EU jetzt mit besseren Arbeitsrechten?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Drei bis vier Milliarden Euro: Rentenauszahlungen steigen durch Krise<\/strong><br>\nIn der Corona-Krise sinken die L&ouml;hne. Nach Ende der Pandemie d&uuml;rften sie jedoch wieder steigen. Das f&uuml;hrt laut einem Bericht dazu, dass die Rentenversicherung k&uuml;nftig jedes Jahr zus&auml;tzliche Milliarden auszahlen muss.<br>\nDie Corona-Krise steigert die Renten. Das Ab und Auf der Wirtschaft in der Pandemie f&uuml;hrt dazu, dass die Zahlungen k&uuml;nftig um drei bis vier Milliarden Euro j&auml;hrlich h&ouml;her ausfallen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) unter Berufung auf das Max-Planck-Institut f&uuml;r Sozialrecht und Sozialpolitik.<br>\nN&auml;chstes Jahr werde diese zus&auml;tzliche Rentenerh&ouml;hung vier Milliarden Euro ausmachen, sagte Max-Planck-Professor Axel B&ouml;rsch-Supan der F.A.S. In den Jahren darauf seien es drei Milliarden Euro, dauerhaft. &ldquo;Wegen des ausgesetzten Nachholfaktors summiert sich das bis 2050 zu fast 100 Milliarden Euro.&rdquo; Die Zahlen sind inflationsbereinigt.<br>\nHintergrund sind laut Bericht die Wirkung der sogenannten Rentengarantie. Wegen der Pandemie sind die L&ouml;hne in Deutschland im vergangenen Jahr gefallen, die Rentenversicherung gibt einen R&uuml;ckgang von 2,3 Prozent an &ndash; die Renten sinken aber nicht entsprechend mit. Nach der Krise werden die L&ouml;hne wieder das alte Niveau erreichen. Das wiederum gilt f&uuml;r die Rente als Lohnerh&ouml;hung, und die Renten steigen mit.<br>\nSeit 2018 steigen die Renten auch dann, wenn die Lohnsteigerungen nur fr&uuml;here Lohnr&uuml;ckg&auml;nge ausgleichen. Damals wurde der sogenannte &ldquo;Nachholfaktor&rdquo; in der Rente gestrichen. Der Effekt: Das reine Ab und Auf der Wirtschaft steigert die Renten, auch ohne, dass die L&ouml;hne steigen. Die Deutsche Rentenversicherung verwies gegen&uuml;ber der F.A.S. auf statistische Sondereffekte. Sie erschwerten die Berechnung.<br>\nDas Sozialministerium betonte, dass die Renten noch nicht in diesem Jahr steigen. Der rentenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Johannes Vogel, kritisierte die Rentensteigerung: &ldquo;Die Zahlen belegen erneut, was wir schon lange fordern: Die Bundesregierung muss den Nachholfaktor wieder einf&uuml;hren&rdquo;, sagte er der Zeitung. &ldquo;Ich freue mich &uuml;ber jeden Cent, den Rentnerinnen und Rentner mehr in der Tasche haben. Gleichzeitig ist es eine Frage der Fairness, dass sich L&ouml;hne und Renten langfristig im Gleichschritt bewegen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Rentenauszahlungen-steigen-durch-Krise-article22542667.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers S.N.:<\/strong> Herr B&ouml;rsch-Supan hantiert wieder mit gro&szlig;en Zahlen, die Angst und Schrecken vor &ldquo;der Rente&rdquo; verbreiten sollen. (Zum Vergleich: 20 &euro; mehr Kindergeld kosten auch dauerhaft 4 Mrd. &euro; pro Jahr). Konkret kritisiert er, dass der Nachholfaktor ausgesetzt ist, der bei einer sinkenden Lohnsumme anstelle von Rentenk&uuml;rzungen niedrigere Erh&ouml;hungen in den Folgejahren bedeutet. Er nimmt einfach mal so an, dass die Lohnsumme nach der Krise wieder auf das alte Niveau steigt &ndash; allein das ist durchaus fraglich. Au&szlig;erdem gibt es in der Rentenformel noch diverse weitere K&uuml;rzungsfaktoren: Die Relation von Rentnern zu Beitragszahlern und den den Beitragssatzfaktor. Beide k&ouml;nnen auch d&auml;mpfend auf &ldquo;die Rente&rdquo; wirken. V&ouml;llig offen ist es, ob die Rentenk&uuml;rzungsfaktoren &uuml;berhaupt Sinn machen &ndash; schlie&szlig;lich koppeln sie die Renten immer weiter von den L&ouml;hnen ab und wirken wegen des Basis-Effekts prim&auml;r auf die vielbeschworene heutige junge Generation. Herr B&ouml;rsch-Supan und der zitierte FDP-Experte sollten sich einmal dazu &auml;u&szlig;ern, wie sich denn Beamtenpensionen und die Abgeordnetenversorgung w&auml;hrend der Krise und danach entwickeln &ndash; fordern sie da auch jahrelange D&auml;mpfungen?<\/em><\/p>\n<p><em>All die Hiobsbotschaften zum angeblich untragbaren Verh&auml;ltnis von Rentnern und Arbeitnehmern blenden &uuml;brigens aus, dass nicht alle Rentner eine Durchschnittsrente bekommen und dass nicht alle Arbeitnehmer ein Durchschnittseinkommen haben. Sonst w&uuml;rde n&auml;mlich auffallen, dass wir aktuell 15 Mio. Teilzeitkr&auml;fte haben &ndash; es gibt also noch sehr viel Potenzial f&uuml;r eine Arbeitszeitausweitung, um &ldquo;die Rente&rdquo; finanzieren zu k&ouml;nnen. Es gibt entsprechende Umrechnungen im Nachhaltigkeitsfaktor (&Auml;quivalenzrentner und &Auml;quivalenzbeitragszahler), aber in der &ouml;ffentlichen Diskussion wird das verschwiegen. Zufall?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hartz 4 und Rente: Radikale &Auml;nderungen bei Ruhestand und ALG II m&ouml;glich<\/strong><br>\nVor der anstehenden Bundestagswahl im September k&uuml;ndigen die Parteien in ihren Wahlprogrammen Reformen an. Diese k&ouml;nnten sich auf die Rente und Hartz IV auswirken.<br>\nDie Bundestagswahl 2021 steht kurz bevor und die Parteien buhlen mit ihren Wahlprogrammen um die Gunst der W&auml;hler:innen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Arbeitslose und Renter:innen. Denn im Hinblick auf beide W&auml;hlergruppen geht es um viel Geld &ndash; der Sozialetat ist der gr&ouml;&szlig;te Posten im Bundeshaushalt.<br>\nF&uuml;r 2021 sieht der Bundeshaushalt allein f&uuml;r das Arbeitslosengeld (ALG) II &ndash; das sogenannte Hartz IV &ndash; Leistungen in H&ouml;he von 23,7 Milliarden Euro vor. F&uuml;r die Rentenversicherung sind weitere 107 Milliarden Euro eingeplant. F&uuml;r Hartz-IV-Bezieher:innen und Rentner:innen sind die Wahlprogramme der Parteien daher von besonderem Interesse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/hartz-4-iv-rente-arbeitslosengeld-alg-ii-ruhestand-63-jahre-cdu-spd-gruene-bundestagswahl-programm-ltt-90524329.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Blame Game zwischen den Gewalten<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat Eilantr&auml;ge gegen die Ausgangssperre abgelehnt. Die Begr&uuml;ndung ist etwas peinlich, aber auch im Rahmen dessen, was man nach dem bisherigen Wirken in Sachen Corona erwarten konnte. Vermutlich spielen dann auch ganz andere Dinge eine Rolle, als die offensichtliche Verfassungswidrigkeit einer bundesweiten Regelung, die irgendwann in einem Hauptsacheverfahren noch festgestellt werden kann. Sehr wahrscheinlich dr&uuml;ckt sich in dem Beschluss daher blo&szlig; eine Antwort an Legislative und Exekutive aus, die vielleicht mit einer richterlichen Ohrfeige gerechnet hatten. Was, wenn die Ausgangssperre nur ein K&ouml;der war? (&hellip;)<br>\nEs spielt die Schwere des Grundrechtseingriffs herunter, obwohl das ein sehr tiefer Einschnitt in die Lebensverh&auml;ltnisse und das Mittel, mit dem das geschehe, fachwissenschaftlich umstritten sei. Da waren die Verwaltungsgerichte in den L&auml;ndern schon viel weiter, &uuml;brigens auch inhaltlich. Der Gesetzgeber kann nun sagen, dass die Bundesnotbremse nicht nur wirkt, sondern auch den ersten H&auml;rtetest bestanden habe. In Wirklichkeit hat sich der Druck auf ihn aber weiter erh&ouml;ht. Denn Fachwelt und &Ouml;ffentlichkeit werden noch intensiver pr&uuml;fen, ob die getroffenen Ma&szlig;nahmen tats&auml;chlich etwas bringen, wenn selbst das Bundesverfassungsgericht in seiner Begr&uuml;ndung erkl&auml;rt, dass der Gesetzgeber die Beschr&auml;nkung ohnehin nur auf die regelm&auml;&szlig;igen Ruhens- und Schlafenszeiten begrenzt habe. (&hellip;)<br>\nWarum ist sie dann eigentlich erforderlich? Das Bundesverfassungsgericht stellt sich bei seiner Antwort jedenfalls etwas dumm und sagt nur, dass nicht eindeutig und unzweifelhaft auf der Hand liege, dass die Ausgangssperre zur Bek&auml;mpfung der Pandemie offensichtlich nicht geeignet, nicht erforderlich oder unangemessen w&auml;re. Hei&szlig;t: Der Gesetzgeber habe einen sehr weiten Ermessensspielraum (Einsch&auml;tzungspr&auml;rogative). Oder anders ausgedr&uuml;ckt: Er m&ouml;ge die eingebrockte Suppe bittesch&ouml;n selbst ausl&ouml;ffeln. Das passiert ja auch bereits. So wird eilig an einer Verordnung gestrickt, die Kontakt- und Ausgangsbeschr&auml;nkungen f&uuml;r die Geimpften und Genesenen noch diese Woche beseitigt. Das bedeutet wiederum einen enormen Kontrollmehraufwand f&uuml;r die Beh&ouml;rden vor Ort. (&hellip;)<br>\nGut m&ouml;glich, dass sich die Beh&ouml;rden in den L&auml;ndern bei der Umsetzung dann auch etwas dumm stellen und zu der Einsch&auml;tzung gelangen, dass nicht eindeutig und unzweifelhaft auf der Hand liege, ob jemand gegen die Ausgangssperre tats&auml;chlich versto&szlig;e, nur weil er sich drau&szlig;en aufhalte. Immerhin sinken die im Gesetz als ma&szlig;geblich erachteten Inzidenzwerte weiter unter die Schwelle von 100, so dass sich die Ausgangssperre f&uuml;r alle vermutlich noch in diesem Monat ganz von selbst erledigen wird. Sp&auml;testens zum 30. Juni ist ohnehin damit Schluss. Sp&auml;testens dann wird den Richtern am Bundesverfassungsgericht auch aufgefallen sein, dass das Grundgesetz keine Paragrafen, sondern Artikel hat. Das nur als Erkl&auml;rung zum Titelbild &uuml;ber diesem Beitrag und der Feststellung, dass die Begr&uuml;ndung des Gerichts auch etwas peinlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210506blame-game-zwischen-den-gewalten\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Medial gepuscht worden sind Klagen mit dem Verweis auf die Ausgangsbeschr&auml;nkungen. Aber insbesondere die Verfassungsbeschwerde von Prof. Murswiek, die er u.a. im Auftrag des SPD-Bundestagsabgeordneten Florian Post formuliert hat, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fdp-bundesnotbremse-verfassungsbeschwerde-eingereicht-1.5277927\">geht noch einige Schritte weiter<\/a>:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Mit dem direkt geltenden &ldquo;Ma&szlig;nahmegesetz&rdquo; entfalle jede M&ouml;glichkeit f&uuml;r die Verwaltung, die Beschr&auml;nkungen zum Beispiel &ouml;rtlichen Gegebenheiten anzupassen &ndash; dies sei unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Zudem sei den B&uuml;rgern damit der Rechtsschutz bei den Verwaltungsgerichten abgeschnitten, es bleibe allein der Gang zum Verfassungsgericht. Ger&uuml;gt werden zudem einzelne Punkte, etwa Verbote f&uuml;r Museen, Au&szlig;engastronomie oder Ferienh&auml;user, in denen kaum Infektionsgefahr drohe.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mein Projekt: Baumarkt-Einkauf<\/strong><br>\nNach mehr als einem Jahr Pandemieerfahrung lechzen die Menschen nach Regeln und die Politiker geben sie ihnen. Die Regeln sind teils unlogisch und sinnlos, werden aber gleichwohl mit Verve umgesetzt. Und alle befolgen sie brav, egal was sie bedeuten.<br>\nAm Freitag, als von der Politik beschlossen wurde, dass Grundrechte nur f&uuml;r einen kleinen Teil der Bev&ouml;lkerung gew&auml;hrt werden, war ich einkaufen. Die Banalit&auml;t der Regeln wird sofort und taggleich brav umgesetzt. Egal was sie epidemiologisch oder f&uuml;r die Gesellschaft bedeuten bzw. statt zu fragen, ob es diese Art von Selektion &uuml;berhaupt braucht, ja ob sie &uuml;berhaupt sein darf.<br>\nGrundrechte hat jeder Mensch. Sie sind einfach da, man muss sie nicht erwerben. Es braucht keine Voraussetzungen, um sie auszu&uuml;ben. Vielmehr ist es so, dass deren Einschr&auml;nkung begr&uuml;ndet werden muss und dies auf einer belastbaren Grundlage. Eine solche haben wir bis heute nicht.<br>\nVielmehr spricht viel daf&uuml;r, dass die selektive Gew&auml;hrung von Grundrechten der vielleicht am wenigsten diskutierte Skandal in dieser Pandemie ist. Kinder sind durch Corona so gut wie nicht betroffen. Die Zahlen bewegen sich in einem kaum messbaren Bereich (0,00002%). Die Risikogruppen sind mittlerweile geimpft. Jeden Tag werden rund 1 Million Menschen geimpft. Die Erk&auml;ltungssaison ist vorbei, die Zahlen befinden sich im Sinkflug. Just in dieser Zeit und in diesem zu Grunde liegenden Sachverhalt werden die Grundrechte in nie dagewesenem Ausma&szlig; eingeschr&auml;nkt sowie F&ouml;deralismus, Rechtsstaat und Gewaltenteilung besch&auml;digt. Nicht etwa unmittelbar vor der Erk&auml;ltungssaison, als man es unterlie&szlig; durch Ma&szlig;nahmen, die keine demokratiegef&auml;hrdende Novelle des Infektionsschutzgesetzes erfordert h&auml;tten, Leben zu retten.<br>\nWill man nicht w&uuml;tend werden, ertr&auml;gt sich dieser bis vor einem Jahr wohl undenkbare Angriff auf unseren nach unserer historischen Erfahrung eingerichteten demokratischen Schutzwall nur noch mit Humor. Hier meine Mail an den Baumarkt. Denn nach dem Einkauf habe ich mich nat&uuml;rlich bedankt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikum.net\/titel-84\/\">J&uuml;rgen M&uuml;ller in Publikum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Anw&auml;ltin: &bdquo;Widerstand aus der Mitte der Gesellschaft w&auml;chst&ldquo;<\/strong><br>\nDie Anw&auml;ltin Jessica Hamed beobachtet: Angesichts der andauernden Einschr&auml;nkungen der Grundrechte sagen viele Menschen, das Ma&szlig; ist voll.<br>\nDie Mainzer sieht eine zunehmende Entschlossenheit in Deutschland, gegen Corona-Ma&szlig;nahmen zu klagen. Hamed, die unter anderem Fl&uuml;chtlinge und sozial Benachteiligte vertritt, erlebt eine neue Entwicklung bei ihrer Mandantschaft: &bdquo;Das Klientel hat sich ver&auml;ndert. Der Widerstand aus der Mitte der Gesellschaft w&auml;chst.&ldquo;<br>\nBesonders aufgebracht sind aktuell Eltern: Viele wollen jetzt ihre Kinder vor einer m&ouml;glichen Impfpflicht bewahren. Hamed: &bdquo;Es liegt nahe, dass der Staat sagen wird, in die Schule d&uuml;rfen nur noch geimpfte Kinder, wie das neuerdings bei der Masernimpfung der Fall ist.&ldquo; Nicht nur die klassischen &bdquo;Impf-Gegner&ldquo; seien besorgt, berichtet Hamed. Entz&uuml;ndet habe sich die Emp&ouml;rung urspr&uuml;nglich an der Testpflicht an Schulen. Hamed: &bdquo;Waren es zum Beispiel bei der Maskenpflicht eher vereinzelte Eltern, so ist das bei der Testpflicht anders. Es melden sich viele Leute, die ihre Kinder sch&uuml;tzen wollen, und sagen: Das Ma&szlig; ist voll. Sie sind bereit, bis zum &Auml;u&szlig;ersten vor Gericht zu k&auml;mpfen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nAuch den Impfpass sieht Hamed kritisch: &bdquo;Wir kommen f&uuml;r absolut banale Handlungen des Alltags wie Einkaufen oder einen Friseurbesuch in eine Art Beweispflicht: Um am t&auml;glichen Leben teilzunehmen, m&uuml;ssen wir unsere Ungef&auml;hrlichkeit darlegen (Impfung, Test, Genesung). Das ist eine v&ouml;llige Umkehr dessen, was wir bisher in unserem Rechtssystem gekannt haben.&ldquo;<br>\nZugleich vernachl&auml;ssige der Staat seine ureigensten Aufgaben. Hamed: &bdquo;Der Staat muss das Gesundheitssystem aufrechterhalten. Er hat also auch eine Pflicht zur Aufstockung. Er kann nicht einfach sagen, wir verbieten immer mehr Dinge, weil das Gesundheitssystem vielleicht unter Druck ist. Dann m&uuml;ssten auch Rauchen oder Alkoholtrinken verboten werden, die das System ebenso stark belasten.&ldquo; Bisher habe das Prinzip gegolten, dass die Menschen im Wesentlichen auf sich selbst achten m&uuml;ssten, wie etwa bei der Grippe durch eine Impfung. Das war bei Corona bisher nicht m&ouml;glich gewesen. Doch nun habe sich die Lage ge&auml;ndert, und daher m&uuml;sse sich der Staat zur&uuml;ckziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/anwaeltin-widerstand-aus-der-mitte-der-gesellschaft-waechst-li.157912\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>The Ethics &amp; Language of Lockdown<\/strong><br>\nHow the intended solution became the problem.<br>\nSuppose we were told today that we need to stay in lockdown for the next year. Most people would find that unacceptable. The costs are not sustainable for that long.<br>\nWhen we render life less meaningful by limiting social interaction, we compromise the very same health that tight restrictions allegedly protect.&ldquo;<br>\nDecisions are ethical when they strike a reasonable balance among competing values: liberty, justice, expected wellbeing (including health), and the meaningfulness of our experiences. The latter, which Aristotle called &lsquo;eudaimonia&rsquo;, is no less valuable than the narrow notion of &lsquo;health&rsquo; used to justify pandemic policies &ndash; the absence of infectious disease. In reality, health is a state of complete psycho-physical wellbeing as the World Health Organization (WHO) should know, given that is precisely the definition used in their constitution.<br>\nHumans are social by nature, and meaningful life is an essential component of health. Depriving humans of natural social connections for too long inhibits the ability to live meaningfully and, thus, denies people the capacity for normal functioning and wellbeing. When we render life less meaningful by limiting social interaction, we compromise the very same health that tight restrictions allegedly protect.<br>\nIn this sense, long term restrictions like lockdowns are self-defeating.<br>\nAt the very least, one would expect a huge increase in mental health problems from lockdowns of extended duration. In fact, the deterioration of collective mental health over the past 12 months is just one cost of lockdowns that this project will bring to the fore.<br>\nThus, if such an announcement were made today, most people would see that one year of lockdown would not be worth the cost to our health and wellbeing, regardless of any expected health benefit. (&hellip;)<br>\nLockdown and other society-wide restrictions limit the fundamental rights of entire populations as an attempt to contain a disease that poses a serious risk to few. It was inevitable that, at some point, issues of intergenerational justice would be raised, given there is only so much you can ethically ask the majority of people to sacrifice to protect a small minority. Because such unfairness is an under-appreciated ethical problem, one thing the Collateral Global website intends to document is the devastating cost younger generations have paid and will continue to pay &ndash; perhaps for the rest of their lives &ndash; as a consequence of mandated restrictions.<br>\nThe liberty of more vulnerable people is another critical yet neglected part of the picture. We never considered whether the elderly might choose to take on the risks from COVID-19 in service of the desire &ndash; or even need &ndash; to give meaning to their remaining time on earth. Many died alone in care homes. Many were denied social and familial interactions, which served as the primary source of meaning in their lives. We assumed, without consultation, that all elderly people would prefer to lower their risk from COVID-19, even when it meant indefinite isolation from family and friends.<br>\nThat simply wasn&rsquo;t true. Again, the cost for the elderly is a significant ethical problem and something that the Collateral Global website will try to document.<br>\nWhen slogans and rhetoric replace reason, you get the opposite of ethics. Morality becomes moralism.&ldquo;<br>\nEven assuming it was right to prioritize protection from COVID-19 over the freedom of at-risk populations, we could have instituted a fairer system like selective shielding, which would have directed resources toward the vulnerable and allowed other groups to live unrestricted. However, we refused to seriously consider this option because of misplaced moral concerns, which were created and promoted through grand-sounding rhetoric around the alleged virtues of prolonged self-sacrifice and the alleged heroism of relinquishing freedoms for the alleged greater good. We adopted a perverse notion of equality whereby &lsquo;we are all in this together&rsquo; became &lsquo;we should make everyone worse off for the sake of &lsquo;equality&rsquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/collateralglobal.org\/article\/the-ethics-language-of-lockdown\/\">Alberto Giubilini in Collateral Global<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Falsche Corona-Prognosen: Manipulation im Namen der Wissenschaft<\/strong><br>\nModellrechnungen zum Verlauf der Pandemie sind oft fehlerhaft. Trotzdem haben Politiker und Journalisten damit Stimmung gemacht. Wer den B&uuml;rgern Angst einjagen will, hat ihr Vertrauen nicht verdient. (&hellip;)<br>\nAnders als die Schweiz oder &Ouml;sterreich verfolgte Deutschland besonders in den vergangenen Monaten eine rigide Pandemiepolitik. Dabei argumentierten Regierung, Wissenschaft und Medien gerne mit den Szenarien der Modellierer. War ihnen nicht klar, dass solche Modellrechnungen mit Vorsicht zu geniessen sind und selten zutreffen?<br>\nWahrscheinlicher ist eine andere Annahme: Man wusste um die Schwierigkeiten der Modellierungen, berief sich aber trotzdem darauf, um den Menschen mit Horrorszenarien Angst einzujagen. Dahinter verbirgt sich ein fast schon autorit&auml;res Menschenbild: Hier der B&uuml;rger als trotziges Kleinkind, da der Staat als weiser Erziehungsberechtigter. Belege f&uuml;r diese Geisteshaltung gibt es durchaus. Vor gut einem Jahr fragte das Innenministerium beim Robert-Koch-Institut, ob man ein m&ouml;glichst drastisches Bild der Corona-Gefahr zeichnen k&ouml;nne, um den Lockdown zu verl&auml;ngern.<br>\nDas Institut lieferte wie bestellt, die Massnahmen wurden fortgesetzt, und das Murren der B&uuml;rger hielt sich in Grenzen. Politiker als Angstmacher, unterst&uuml;tzt von zahlreichen Medien und Wissenschaftern &ndash; das mag kurzfristig funktionieren. Langfristig besch&auml;digt man damit die Glaubw&uuml;rdigkeit der akademischen Institutionen und das Vertrauen in den Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/corona-und-die-modellierer-ihre-prognosen-liegen-oft-daneben-ld.1624036?mktcid=smsh&amp;mktcval=E-mail%20\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben u.a. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59976#h01\">auf das erw&auml;hnte Strategiepapier des Bundesinnenministeriums<\/a> und auf <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62278\">die fragw&uuml;rdigen Auftritte von Herrn Lauterbach<\/a> hingewiesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Lauterbach in Erkl&auml;rungsnot wegen Falschaussage zur Belegung von Intensivstationen<\/strong><br>\nKarl Lauterbach polarisiert in der Corona-Krise wie kaum ein Zweiter. Nun ger&auml;t er unter Rechtfertigungsdruck: Der SPD-Politiker hatte behauptet, Corona-Patienten auf Intensivstationen seien durchschnittlich 47 bis 48 Jahre alt. Eine RKI-Statistik zeigt jedoch das Gegenteil. Lauterbach hatte die Zahl einfach aus der Luft gegriffen &ndash; und ist dadurch zeitweilig zum Trend des Tages auf Twitter geworden. (&hellip;)<br>\nMitte April behauptete Lauterbach, dass  die Patienten auf Intensivstationen immer j&uuml;nger werden. In der Talkshow Maybrit Illner  sagte  der SPD-Politiker &uuml;ber Corona-Patienten auf Intensivstationen:<br>\n&ldquo;Diejenigen, die jetzt auf der Intensivstation behandelt werden, die sind im Durchschnitt etwa 47 bis 48 Jahre alt. Das sind Menschen mitten im Leben.&rdquo;<br>\nEine Grafik des RKI veranschaulicht aber, dass das Durchschnittsalter der Betroffenen deutlich &uuml;ber Lauterbachs Angabe liegt.<\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210510_E0xceOMXIAA3P9d.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210510_E0xceOMXIAA3P9d.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Auf Anfrage von BR24  erkl&auml;rte Karl Lauterbach nun, dass es sich bei seinem Verweis auf ein Durchschnittsalter von 47 bis 48 Jahren um eine pers&ouml;nliche Sch&auml;tzung gehandelt habe &ndash; ohne jegliche Evidenz. Er sei &ldquo;inoffiziell&rdquo; in Kontakt mit Intensivmedizinern und sei auch selbst auf  mehreren Intensivstationen gewesen, um sich sein eigenes Bild zu machen. Weiter  verriet er:<br>\n&ldquo;Was ich damit ausdr&uuml;cken wollte, ist, dass es Berufst&auml;tige sind. Ich h&auml;tte dazu sagen m&uuml;ssen, dass es keine Statistik gibt.&rdquo;<br>\nLauterbachs aus der Luft gegriffenen Zahlen bringen den 58-J&auml;hrigen nicht nur in Erkl&auml;rungsn&ouml;te. Seine falsche Aussage f&uuml;hrte auch dazu, dass ein Trend zu seiner Person in Deutschland auf Twitter am Freitag zeitweise den ersten Platz belegte: Der Hashtag ist wenig schmeichelhaft und lautet: #Lauterbachluegt<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/117173-immer-wieder-karl-lauterbachluegt-trendet\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ulrich Kriese: Hamburgs rot-gr&uuml;ne Regierung steht auf der Seite reicher Grundbesitzer<\/strong><br>\nBesonders stolz ist Finanzsenator Andreas Dressel darauf, aus seinem &bdquo;Wohnlagenmodell&ldquo; die Bodenwertentwicklung &bdquo;herausoperiert&ldquo; zu haben, obwohl diese schon in der neuen Bundesgrundsteuer keine gro&szlig;e Rolle spielt. Ziel sei es gewesen, die Belastungsverschiebungen im Vergleich zur bisherigen, auf Werten von 1964 basierenden Grundsteuer m&ouml;glichst gering zu halten. Das ist ihm gelungen, und doch ist die Bezeichnung &bdquo;Wohnlagenmodell&ldquo; irref&uuml;hrend.<br>\nAller Rhetorik entkleidet, &uuml;bernimmt Hamburg die Fl&auml;chensteuer originalgetreu aus Bayern. Weil f&uuml;r die Hamburger, erst recht die rot-gr&uuml;ne W&auml;hlerschaft, ein Copy-and-paste aus Bayern nat&uuml;rlich nicht geht, brauchte es einen wohlklingenden, vom Original ablenkenden Balkonanbau: den Zusatzfaktor Wohnlage. (&hellip;)<br>\nVerm&ouml;gende und die Immobilienlobby sind gegen eine Grundsteuer auf Basis realit&auml;tsnaher Immobilienwerte. Ihrer Ansicht nach w&uuml;rde damit eine verkappte, heimliche Verm&ouml;gensteuer etabliert, die auf breiter Front zu nichts als Umverteilung f&uuml;hre.<br>\nBei der Neuregelung der Grundsteuer auf Bundesebene im Jahr 2019 scheiterten sie zwar mit ihrer Maximalforderung nach einer reinen Fl&auml;chensteuer. Doch ihr Narrativ verfing, bis hinein in sozialdemokratische Kreise.Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) machte es den Gro&szlig;en recht und wog alle anderen in Sicherheit:<br>\nWir etablieren also sehr praktische Verfahren, die sicherstellen, dass sich die gro&szlig;en Wertsteigerungen der letzten Jahrzehnte nicht in der Grundsteuer niederschlagen und es ungef&auml;hr so bleiben wird, wie es heute der Fall ist.&ldquo;<br>\nSo sprach Scholz vor dem Deutschen Bundestag. Sein Kniff: gemeindeweite Durchschnittsmieten und klein gerechnete Bodenwerte als nivellierende Faktoren.Eigent&uuml;mer und Mieter in Stadtzentren, Villenvierteln und anderen Gunstlagen k&ouml;nnen sich entspannt zur&uuml;cklehnen.<br>\nSorgen machen m&uuml;ssen sich armutsgef&auml;hrdete Gro&szlig;m&uuml;tter und andere Haushalte in eher unattraktiver Lage. Gemessen an den wirklichen, vergleichsweise tiefen Werten ihrer Grundst&uuml;cke und Wohnungen zahlen sie ab 2025 eine zu hohe Grundsteuer. Was man anderen erspart, stellt man ihnen in Rechnung. Nicht die Grundsteuer an sich, sondern die Grundsteuer nach Art des Hauses Scholz und jedwede Form einer Fl&auml;chensteuer werden sich f&uuml;r so manchen kleinen Hausbesitzer als verkappte Verm&ouml;gensteuer entpuppen. Die Fl&auml;chensteuern wollen vier Bundesl&auml;nder einf&uuml;hren: Bayern in Reinform und Hessen, Niedersachsen und Hamburg &ndash; siehe oben &ndash; mit Adaptionen, die vor allem der politischen Folklore dienen und von der Ungerechtigkeit des Leitprinzips, Besteuerung nach Fl&auml;chengr&ouml;&szlig;en, ablenken sollen.<br>\nEine Bodenwertsteuer ist keine Verm&ouml;genssteuer<br>\nIm Prinzip liegen zwischen einer Verm&ouml;gensteuer und einer Grundsteuer Welten. Im Unterschied zur Ersteren ist Letztere von allen zu leisten. Es z&auml;hlt nicht subjektive, sondern objektive Leistungsf&auml;higkeit. Freibetr&auml;ge und Belastungen k&ouml;nnen bei einer Verm&ouml;gensteuer geltend gemacht werden, bei einer Grundsteuer nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/gastbeitrag\/kriese-hamburg\/\">Ulrich Kriese in Geld und mehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Georg Heil neuer Kontraste-Redaktionsleiter<\/strong><br>\nGeorg Heil (44) leitet vom 1. Mai 2021 an die Redaktion des investigativen ARD-Politikmagazins &ldquo;Kontraste&rdquo;. Nach Stationen beim investigativen Rechercheverbund von WDR, NDR und SZ sowie beim Spiegel TV-Magazin arbeitet Heil seit 2018 als CvD f&uuml;r Kontraste. (&hellip;)<br>\nGeorg Heil entdeckte seine Leidenschaft f&uuml;r investigative Themen w&auml;hrend einer Station als Journalistensch&uuml;ler bei Monitor vom WDR. Nachdem er als Reporter f&uuml;r das Spiegel TV Magazin berichtete, wechselte der geb&uuml;rtige Hannoveraner 2014 zum investigativen Ressort des WDR im Rahmen der Recherchekooperation von NDR, WDR und S&uuml;ddeutscher Zeitung. Dort berichtete er u. a. aus der T&uuml;rkei, dem Irak und Syrien &uuml;ber die Terrororganisation IS. 2017 gewann Georg Heil zusammen mit einem Team von NDR und WDR den Marler Medienpreis f&uuml;r Menschenrechte f&uuml;r die Dokumentation &bdquo;Erstickt im LKW &ndash; Das Ende einer Flucht&ldquo;. Als Autor der ARD-Dokumentation &bdquo;Die Story&ldquo; berichtete er &uuml;ber die Anschl&auml;ge von Paris und Br&uuml;ssel. Die Doku wurde f&uuml;r den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Seit 2018 arbeitet der Wahlberliner als CvD bei Kontraste und setzt sich vor allem mit den Themen Extremismus, Nachrichtendienste und Innere Sicherheit auseinander. Georg Heil ist au&szlig;erdem Buchautor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/themen\/georg-heil-wird-redaktionsleiter-des-ard-politikmagazins-kontras.html\">Das Erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Mit Georg Heil wird nicht nur der j&uuml;ngere Bruder von Arbeitsminister Hubertus Heil der neue Redaktionsleiter von KONTRASTE, sondern auch der Mitautor von &ldquo;Putins Koch&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72234\">&bdquo;Putins Koch&ldquo;, Laschet-Bashing, &bdquo;Impf-Turbo&ldquo;: Die Welt von ARD-&bdquo;Kontraste&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Internationale Sanktionen &ndash; Was sind sie, was bringen sie und gibt es eine rechtliche Grundlage? &ndash;  Online Veranstaltung am 11. Mai 2021, 19 Uhr<\/strong>\n<p>Seit einiger Zeit vergeht kaum eine Woche, in der man nicht in den Medien lesen kann, dass die USA oder die EU neue wirtschaftliche Sanktionen gegen China, Russland oder andere Staaten verh&auml;ngen &ndash; oder dass Stimmen aus der Politik oder dem Journalismus dies zumindest lautstark einfordern.<\/p>\n<p>Doch was genau sind eigentlich Sanktionen? Was sollen sie bewirken? Und auf welcher rechtlichen Grundlage werden sie ausgesprochen? War es schon immer so, dass in der internationalen Politik andauernd Sanktionen verh&auml;ngt wurden? Welche verschiedenen Sanktionsformen gibt es &uuml;berhaupt?<br>\nWas ist zum Beispiel davon zu halten, wenn die EU k&uuml;rzlich offiziell als Reaktion auf die Repression der Minderheit der Uiguren in China &ndash; die es gewiss gibt &ndash; Sanktionen verh&auml;ngt? Und warum werden diese Sanktion heute verabschiedet und nicht bereits vor 20 Jahren?<\/p>\n<p>Das sind alles Fragen, die sich aus Presseberichten nicht sofort erschlie&szlig;en. Sie werden aber zumeist auch nicht gestellt, geschweige denn beantwortet. In unserer Reihe &bdquo;Was ist Links?&ldquo; wollen wir diesen Fragen nachgehen und versuchen, eine Einordnung vorzunehmen. Denn: es herrscht auch unter Linken und politisch fortschrittlichen Menschen eine gro&szlig;e Orientierungslosigkeit, wie eine friedliche, zivile Au&szlig;enpolitik bzw. Au&szlig;enhandelspolitik aussehen kann, in einer Welt, die ganz sicher nicht perfekt ist. Wir laden alle herzlich ein, an unserer online-Bildungsveranstaltung teilzunehmen. Vorwissen ist nicht notwendig.<\/p>\n<p>Anmeldung und Quelle: <a href=\"https:\/\/sozialistische-linke.de\/2021\/05\/01\/internationale-sanktionen-was-sind-sie-was-bringen-sie-und-gibt-es-eine-rechtliche-grundlage\/\">sozialistische-linke.de<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-72271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72271"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72277,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72271\/revisions\/72277"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}