{"id":72301,"date":"2021-05-11T08:41:09","date_gmt":"2021-05-11T06:41:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301"},"modified":"2021-05-11T08:41:09","modified_gmt":"2021-05-11T06:41:09","slug":"hinweise-des-tages-3858","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h01\">Ein neues Leistungseigentum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h02\">Das Corona-Virus als &bdquo;Ungleichheitsvirus&ldquo; und dessen Fortpflanzung in die ebenfalls ungleiche Welt der Impfungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h03\">Schule und Corona: Die verachtete Jugend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h04\">Kurzarbeit sicherte 2020 mehr als sechs Mal so viele Stellen wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise &ndash; doch L&uuml;cken bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h05\">Die Steuereinnahmen steigen leicht &ndash; die Finanzl&ouml;cher bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h06\">&ldquo;Ein Finanzminister Merz w&auml;re ein systemisches Risiko f&uuml;r die EU&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h07\">Generationenbetrug wird zur Generationengerechtigkeit umgelogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h08\">Deutschland &uuml;berzieht sein CO&#8322;-Budget immer noch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h09\">&ldquo;Der Amazonas-Regenwald ist gef&auml;hrdet wie nie&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h10\">&bdquo;Mieterinnen m&uuml;ssen sich global vernetzen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h11\">Mehrere deutsche R&uuml;stungsprojekte stehen offenbar auf der Kippe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h12\">Globale Impfstoffrivalit&auml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h13\">R&uuml;ckreiseverbot aus Indien: Australiens beispiellose H&auml;rte im Kampf gegen Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h14\">Zwischen allen Fronten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h15\">Mei, wer braucht die CDU? Markus S&ouml;der k&auml;mpft f&uuml;r sich allein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h16\">Im Baerbock-Bann: Wie Elite-Journalisten die Gr&uuml;nen ins Kanzleramt zu schreiben versuchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72301#h17\">Die gr&uuml;ne Cancel-Culture<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein neues Leistungseigentum<\/strong><br>\nEchtes Leistungseigentum muss Unternehmern das Leben erleichtern und Kapitalisten die M&ouml;glichkeit nehmen, Firmen ihre Logik aufzuzwingen. Die alte Rechtsform der Kapitalgesellschaft leistet das nicht.<br>\nWenn unsere Wirtschaft wieder produktiv und innovativ werden soll, wenn wir die gro&szlig;en technologischen Fragen in &uuml;berschaubarer Zeit l&ouml;sen und eine echte Leistungsgesellschaft werden wollen, die jedem ein gutes Leben und Aufstieg erm&ouml;glicht, m&uuml;ssen wir Grundlegendes ver&auml;ndern. Privates Eigentum und Gewinnstreben kann nur da den technologischen Fortschritt voranbringen und damit die Wohlstandspotenziale der Wirtschaft erh&ouml;hen, wo der Wettbewerb funktioniert und klare Regeln und Gesetze daf&uuml;r sorgen, dass Kosten nicht zulasten von Besch&auml;ftigten und Umwelt gesenkt werden k&ouml;nnen.<br>\nDienstleistungsbranchen, in denen Marktmacht strukturell angelegt ist oder Kommerzialisierung zu falschen Anreizen f&uuml;hrt &ndash; etwa in Krankenh&auml;usern, in denen Kranke und Behandlungsmethoden dann nach ihrem Ertragspotenzial ausgew&auml;hlt werden &ndash;, geh&ouml;ren nicht in die H&auml;nde kommerzieller Investoren, sondern in gemeinwohlorientiertes Eigentum. Erst recht gilt das f&uuml;r die digitale Infrastruktur unserer Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/wahlbarometer-die-wahl-der-qual\/ein-neues-leistungseigentum\/\">Sahra Wagenknecht auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Corona-Virus als &bdquo;Ungleichheitsvirus&ldquo; und dessen Fortpflanzung in die ebenfalls ungleiche Welt der Impfungen<\/strong><br>\nBereits im Herbst des vergangenen ersten Corona-Jahres gab es zahlreiche Berichte &uuml;ber die Tatsache, dass das Corona-Virus eben kein gro&szlig;er Gleichmacher ist, sondern dass sich zahlreiche vor Corona ausgepr&auml;gte soziale Ungleichheiten auch in Form einer unterschiedlichen Betroffenheit durch das Virus hinsichtlich der Infektions-, Erkrankungs- und Sterberisiken (wie aber auch mit Blick auf sehr ungleiche Verteilung der negativen &ouml;konomischen und sozialen Folgen der Pandemiebek&auml;mpfungspolitik) nicht nur gespiegelt, sondern teilweise potenziert haben. Dazu aus diesem Blog ausf&uuml;hrlicher der Beitrag Das Corona-Virus und die Ungleichheit: Vom anf&auml;nglichen &bdquo;gro&szlig;en Gleichmacher&ldquo; zu einem in Umrissen immer deutlicher erkennbaren &bdquo;Ungleichheitsvirus&ldquo;, der am 6. M&auml;rz 2021 ver&ouml;ffentlicht wurde. Und am 21. M&auml;rz 2021 wurde dann dieser Beitrag ver&ouml;ffentlicht: Das Corona-Virus als &bdquo;Ungleichheitsvirus&ldquo;: Die Umrisse werden deutlicher erkennbar. Und &bdquo;Menschen mit Migrationshintergrund&ldquo; diesseits und jenseits der Statistik. Die empirischen Hinweise auf eine sehr ungleiche Verteilung der Risiken und der tats&auml;chlichen Betroffenheit durch das Virus lagen schon seit Monaten vor &ndash; und auch die immer wieder vorgetragenen Schlussfolgerungen, dass man (eigentlich) gezielt angesichts der teilweise extremen Ungleichheiten bei der so bedeutsamen Impfung eine risikobezogene Differenzierung h&auml;tte vornehmen m&uuml;ssen bzw. sollen.<br>\nErst in den vergangenen Tagen sind dann auch erste praktische Umsetzungen in Form einer von der &uuml;blichen Priorisierung abweichenden sozialr&auml;umlichen Ausgestaltung der Impfungen in einigen Gro&szlig;st&auml;dten bekannt geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/05\/08\/das-ungleichheitsvirus-und-dessen-fortpflanzung-in-die-welt-der-impfungen\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schule und Corona: Die verachtete Jugend<\/strong><br>\nWer eine Vorstellung davon bekommen m&ouml;chte, welchen &bdquo;Wert&ldquo; die Regierenden Kinder und Jugendlichen beimessen, bl&auml;ttere nur mal rein in das zwei Milliarden schwere &bdquo;Aktionsprogramm Aufholen nach Corona&ldquo;, das vergangene Woche vorgestellt wurde. Schon der Name deutet an, worum es geht: um den Abbau &bdquo;pandemiebedingter Lernr&uuml;ckst&auml;nde&ldquo;, um das Aufholen, das Anschlussfinden, das Wettmachen eines R&uuml;ckstands, also wirtschaftlich gesprochen: um die Rekapitalisierung eines schw&auml;chelnden Staatsinvestments.<br>\nOffenbar k&ouml;nnen sich Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) Heranwachsende im 15. Monat der Coronapandemie nurmehr als faule Kredite und defizit&auml;re Assets am Standort Deutschland vorstellen &ndash; als Leerbeh&auml;lter, die seit M&auml;rz 2020 nicht ganz so intensiv mit Einmaleins und Integralen druckbetankt werden konnten wie sonst &uuml;blich, um sie als Humankapital m&ouml;glichst zeitnah dem Arbeitsmarkt zuf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Jeder wei&szlig;: Das lag nicht an den Kindern und Jugendlichen, sondern an der mangelnden Digitalkompetenz und -infrastruktur vieler Bildungspolitiker, Schulen und Lehrer und am ausgepr&auml;gten Willen der Kultusministerinnen und Kultusminister, die &bdquo;Jahrhundertaufgabe&ldquo; unbearbeitet zu lassen. Aber hey, das bedeutet ja nicht, dass man die Kinder und Jugendlichen erst 14 Monate im Dauerregen eines On-Off-Unterrichts stehen lassen kann, um ihnen anschlie&szlig;end in &bdquo;Sommercamps&ldquo; und &bdquo;Lernwerkst&auml;tten&ldquo; auch noch die Ferien zu verhageln. Mit Verlaub: Dieser Umgang des Landes mit seinen Kindern ist eine Schande.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/tauchsieder-die-verachtete-jugend\/27172164-all.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kurzarbeit sicherte 2020 mehr als sechs Mal so viele Stellen wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise &ndash; doch L&uuml;cken bleiben<\/strong><br>\nDurch Kurzarbeit sind auf dem H&ouml;hepunkt der Corona-Krise rechnerisch mehr als sechs Mal so viele Arbeitspl&auml;tze gesichert worden wie auf dem H&ouml;hepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Laut einer neuen Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung sank im Rahmen der weit verbreiteten Kurzarbeit im zweiten Quartal 2020 die durchschnittliche Zahl der geleisteten Arbeitsstunden pro Besch&auml;ftigtem in Deutschland gegen&uuml;ber dem 4. Quartal 2019 um 17,6 Stunden. Im entsprechenden Drei-Monatszeitraum 2009 betrug die Reduktion bezogen auf alle Besch&auml;ftigten durchschnittlich 3,1 Stunden. Rechnerisch entspricht das knapp 2,2 Millionen gesicherten Jobs auf dem H&ouml;hepunkt der Krise 2020 gegen&uuml;ber rund 330.000 Jobs in der Finanz- und Wirtschaftskrise. Das spiegelt einerseits den viel gr&ouml;&szlig;eren Einschlag der aktuellen Krise auf dem Arbeitsmarkt wider, der abgefangen werden musste und weitgehend konnte, so die IMK-Studie. Zum anderen wirken sich weitere Faktoren aus: Anders als in der Finanz- und Wirtschaftskrise spielte etwa der Abbau von Zeitguthaben auf Arbeitszeitkonten diesmal nur eine kleine Rolle, auch weil diese bei Ausbruch der Pandemie deutlich geringer waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-kurzarbeit-sicherte-2020-mehr-als-sechs-mal-so-viele-stellen-32716.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Steuereinnahmen steigen leicht &ndash; die Finanzl&ouml;cher bleiben<\/strong><br>\nNach dem historischen Einbruch der Staatseink&uuml;nfte in der Krise prognostizieren die Steuersch&auml;tzer ein geringes Plus. Doch das reicht nicht, um die L&ouml;cher im Haushalt und den Sozialkassen zu stopfen. [&hellip;]<br>\nDie Wahl scheint nur noch zwischen zwei Optionen zu bestehen: Entweder erh&ouml;ht die n&auml;chste Regierung Steuern und Sozialbeitr&auml;ge, oder sie h&ouml;hlt die Schuldenbremse aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/steuerschaetzung-die-steuereinnahmen-steigen-leicht-die-finanzloecher-bleiben\/27178404.html?ticket=ST-2002747-iCmX3TQLdFoweXVbuf5M-ap2\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Ein Finanzminister Merz w&auml;re ein systemisches Risiko f&uuml;r die EU&rdquo;<\/strong><br>\nEuropas Wirtschaft erholt sich nur langsam von der Pandemie, warnt der &Ouml;konom Adam Tooze. Er fordert neue Konjunkturpakete und einen Paradigmenwechsel in Deutschland.<br>\nZEIT ONLINE: Herr Professor Tooze, in einem vor einigen Wochen ver&ouml;ffentlichten Aufsatz haben Sie geschrieben, dass Europas Wirtschaft unter Long-Covid leiden werde. Was meinen Sie damit?<br>\nAdam Tooze: Mit ihren Ma&szlig;nahmen haben es die Europ&auml;er geschafft, die zweite und dritte Welle der Corona-Pandemie zu brechen und unter das Niveau der USA zu dr&uuml;cken. Aber der wirtschaftliche Preis daf&uuml;r war hoch. Es zeichnet sich gerade ein krasser Gegensatz ab: Auf der einen Seite China, dessen Wirtschaft sich schon Ende vergangenen Jahres stark erholt hat, und die USA, die durch den Stimulus der Biden-Regierung auf einem H&ouml;henflug sind. Und auf der anderen Seite Europa. Obwohl die EU diesen superkomplizierten, politisch ausgekl&uuml;gelten Wiederaufbaufonds namens NextGenerationEU beschlossen hat, sieht es nicht so aus, als ob die Wirtschaft ausreichend durch die Finanzpolitik gest&uuml;tzt w&uuml;rde.<br>\nZEIT ONLINE: Dieses Konjunkturpaket hat einen Umfang von 750 Milliarden Euro. Ist das nicht ausreichend?<br>\nTooze: Der Wiederaufbaufonds ist vieles, aber er ist kein Konjunkturpaket. Das Programm ist auf langfristige Investitionen ausgerichtet, an bestimmte Kriterien gebunden, und das Geld wird sehr langsam ausgezahlt. Was die europ&auml;ische Wirtschaft dagegen in diesem und im n&auml;chsten Jahr braucht, ist ein sofortiger Schub, um die Erholung vom Schock der Pandemie zu beschleunigen &ndash; zus&auml;tzlich zu den 750 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-05\/adam-tooze-coronavirus-eu-friedrich-merz-wirtschaft-konjunkturpakete\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bei der Schuldenphobie in Deutschland und den anderen &ldquo;Sparsamen 4&rdquo; (oder 5?) EU-Staaten ist ein vern&uuml;nftiges Konjunkturprogramm leider kaum vorstellbar, aber Tooze gibt zumindest sein Bestes, die Politik zu &uuml;berzeugen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Generationenbetrug wird zur Generationengerechtigkeit umgelogen<\/strong><br>\nDie heute Jungen sollen deutlich mehr Jahre arbeiten. Sie sollen weniger gesetzliche Rente bekommen und sie sollen zur B&ouml;rsen-Casino-Rente gezwungen werden. Das Ganze wird verkauft als Generationengerechtigkeit. Tats&auml;chlich ist es ein gigantischer Generationenbetrug. Die Methoden zum Betrug hat Georg Orwell (&bdquo;1984&ldquo;) enth&uuml;llt: &bdquo;2+2 = 5&ldquo;, &bdquo;Krieg ist Frieden&ldquo; und L&uuml;gen werden bei st&auml;ndiger Wiederholung zur Wahrheit.<br>\nGenerationengerechtigkeit ist in aller Munde. Die Alten werden mehr, die Jungen weniger, da m&uuml;ssen Reformen her, die f&uuml;r eine Entlastung der Jungen sorgen.<br>\nWas passiert ist Folgendes: die geburtenstarken Jahrg&auml;nge (Babyboomer) gehen zwischen 2023 und 2034 in Rente. Der Altersversorgungsaufwand aus der gesetzlichen Rente w&uuml;rde sich bei schlechter Prognose bis zum Jahr 2040 um 21% oder nach heutigen Werten um 70 Milliarden Euro erh&ouml;hen. Zweifellos w&auml;re das eine Mehrbelastung. &bdquo;Untragbar&ldquo; schreit der neoliberale Mainstream. Um das tragbar zu machen, soll bis 70 und mehr gearbeitet werden und verbindlich privat vorgesorgt werden.<br>\nUnd wer soll l&auml;nger arbeiten und zus&auml;tzlich mehr Lohnanteile f&uuml;r Privatvorsorge aufbringen?<br>\nDie j&uuml;ngeren Generationen! Wer denn sonst? Das als Entlastung zu behaupten ist dreist und verlogen &ndash; es ist Betrug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/generationenbetrug-wird-zur-generationengerechtigkeit-umgelogen\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Die Riester-Rente macht Sparern immer weniger Spa&szlig;<\/strong><br>\nDie Riester-Rente gibt es seit fast 20 Jahren. Sie muss ersetzt werden, fordern Verbrauchersch&uuml;tzer. Ist das Vorsorge-Modell noch zu retten?<br>\nDas ist kein sch&ouml;ner Geburtstag der Riester-Rente, die 2001 beschlossen wurde. Gleich drei Verbraucherschutzorganisationen haben sich zusammengetan zur Aktion &ldquo;Stoppt die Riester-Rente &ndash; sonst sehen wir alt aus&rdquo;. Am Dienstag wollen sie vor dem Kanzleramt gegen die staatlich gef&ouml;rderte private Altersversorgung protestieren. Klaus M&uuml;ller, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband, Gerhard Schick, Vorstand B&uuml;rgerbewegung Finanzwende, und Axel Kleinlein, Vorstand beim Bund der Versicherten (BdV), werden vor Ort sein, Interviews geben und sich fotografieren lassen.<br>\n&ldquo;Die Aktion soll ein Gegengewicht bilden gegen das, was die Finanzlobby macht&rdquo;, erl&auml;utert Schick. Er wirft den Versicherern vor, eine echte Reform der privaten Altersvorsorge zu hintertreiben und darauf zu setzen, Riester mit kleinen &Auml;nderungen am Leben zu erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sparen-die-riester-rente-macht-sparern-immer-weniger-spass-1.5290390\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland &uuml;berzieht sein CO&#8322;-Budget immer noch<\/strong><br>\nDas Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts scheint einen politischen Kipppunkt zu markieren. Pl&ouml;tzlich sind Klimaziele m&ouml;glich, die noch vor zwei Wochen undenkbar waren, etwa Klimaneutralit&auml;t 2045. Das bringt Deutschland n&auml;her an einen Paris-kompatiblen Emissionspfad &ndash; aber eine Differenz bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/deutschland-ueberzieht-sein-co2-budget-immer-noch\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Der Amazonas-Regenwald ist gef&auml;hrdet wie nie&rdquo;<\/strong><br>\nStirbt der Amazonas, w&auml;ren die Klimafolgen global sp&uuml;rbar. Noch wehrt er sich raffiniert, sagt die Geo&ouml;kologin Kirsten Thonicke. Doch vor Menschen sch&uuml;tzt das nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2021-05\/amazonas-regenwald-klimawandel-gefaehrdung-trockenzeit-forscherin-kirsten-thonicke%20\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Mieterinnen m&uuml;ssen sich global vernetzen&ldquo;<\/strong><br>\nLeilani Farha wei&szlig;, wie Immobilienkonzerne aus der Corona-Krise Profit schlagen<br>\nSozialer Wohnungspolitik hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil zum Mietendeckel einen herben D&auml;mpfer verpasst. Nicht nur deshalb scheint es sinnvoll, den Blick zu weiten: nach Kanada zum Beispiel, wo die ehemalige UN-Rapporteurin zum Recht auf Wohnen, Leilani Farha, eine NGO ins Leben gerufen hat, die sich des Themas auf globaler Ebene annehmen will.<br>\nder Freitag: Frau Farha, zu Beginn der Corona-Pandemie sagten Sie, selten sei das Wohnen so sehr eine Frage von Leben und Tod gewesen. Ist das noch immer so?<br>\nLeilani Farha: Die Frage des Wohnens sollte als jene globale Krise diskutiert werden, die sie ist. Obdachlose Menschen waren einem h&ouml;heren Risiko ausgesetzt, sich mit dem Virus anzustecken. Und auch ich h&auml;tte nicht erwartet, dass so viele Menschen auf einmal ihre Miete nicht mehr bezahlen konnten und sich vor Zwangsr&auml;umungen f&uuml;rchten mussten. Vielerorts gibt es zwar Moratorien f&uuml;r Zwangsr&auml;umungen, aber die H&ouml;he der Schulden mancher Menschen ist erschreckend. Vor allem in Westeuropa und Nordamerika muss man sich Gedanken machen, wie die Menschen diese Schulden abbezahlen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/bennyk\/mieterinnen-muessen-sich-global-vernetzen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mehrere deutsche R&uuml;stungsprojekte stehen offenbar auf der Kippe<\/strong><br>\nViele Vorhaben der Bundeswehr sind laut einem Bericht wegen mangelnder Finanzierung gef&auml;hrdet. Die Kosten der Projekte belaufen sich demnach auf mehrere Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/verteidigungspolitik-mehrere-deutsche-ruestungsprojekte-stehen-offenbar-auf-der-kippe\/27176366.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Anscheinend hat die Pandemie auch ein paar gute Aspekte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Globale Impfstoffrivalit&auml;ten<\/strong><br>\nBerlin und die EU blockieren die zeitweise Aussetzung der Patente f&uuml;r Covid-19-Impfstoffe auch noch nach dem diesbez&uuml;glichen Kurswechsel der USA. Man sei nicht der Ansicht, die Patentfreigabe zum Zweck der Ausweitung der Vakzinproduktion sei der angemessene Schritt, teilten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ratspr&auml;sident Charles Michel am Samstag nach dem j&uuml;ngsten EU-Gipfel mit. Berlin sorgt sich vor allem um die mRNA-Patente von BioNTech: Das Unternehmen soll mit ihnen einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des Biotechnologiestandorts Deutschland leisten; die Patente d&uuml;rften deshalb nicht China in die H&auml;nde fallen, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel zitiert. Dabei tr&auml;gt auch die Biden-Administration mit ihrem Vorsto&szlig; zur Patentfreigabe dem Machtkampf gegen Beijing Rechnung: Seit Indien wegen der Eskalation der Pandemie im eigenen Land keine Impfstoffe mehr exportiert, werden &auml;rmere und Schwellenl&auml;nder fast nur noch von China und Russland versorgt &ndash; auch mit deren Lizenzen zu einer eigenen Vakzinproduktion. Die Patentfreigabe k&ouml;nnte die chinesisch-russische Impfdominanz brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8593\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>R&uuml;ckreiseverbot aus Indien: Australiens beispiellose H&auml;rte im Kampf gegen Corona<\/strong><br>\nTausende Australier sitzen im Hochrisikoland Indien fest. Aus Angst vor Corona verbietet ihnen die eigene Regierung die Heimkehr &ndash; bei Strafe. Es ist eine beispiellose Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/corona-in-indien-australien-verbietet-den-eigenen-staatsbuergern-die-rueckreise-a-1e80deeb-a3c8-42e2-855b-cf173622ce6d\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider hinter Bezahlschranke. Dies ist der Preis f&uuml;r No- oder ZeroCovid. Einer Strategie, der auch der Spiegel durchaus mit Wohlwollen gegen&uuml;bersteht. Es sollte klar sein, dass diese nur mit polizeistaatlichen Methoden durchsetzbar w&auml;re. Dazu sollten sich dann die Anh&auml;nger von No- oder ZeroCovid auch klar bekennen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Australien schw&auml;cht Verbot f&uuml;r Einreisen aus Indien ab<\/strong><br>\nDie Regierung in Canberra droht Menschen, die aus Indien nach Australien reisen wollen, nicht mehr mit Haftstrafen. Premierminister Morrison k&uuml;ndigt erste R&uuml;ckf&uuml;hrungsfl&uuml;ge f&uuml;r Landsleute an.<br>\nAustralien wird sein umstrittenes Einreiseverbot f&uuml;r R&uuml;ckkehrer aus Indien voraussichtlich am 15. Mai wieder aufheben. Dann sei das Ziel der Ma&szlig;nahme erreicht, eine Verl&auml;ngerung sei wohl nicht mehr n&ouml;tig, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag. Angesichts der schnellen Ausbreitung des Coronavirus in Indien hatte die Regierung in Canberra vor einer Woche einen Einreisestopp auch f&uuml;r seine eigenen B&uuml;rger erlassen &ndash; unter Androhung von Haftstrafen von bis zu f&uuml;nf Jahren bei Zuwiderhandlung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/australien-hebt-einreiseverbot-fuer-rueckkehrer-aus-indien-auf-17330107.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zwischen allen Fronten<\/strong><br>\nLale G&uuml;l aus Amsterdam ist abgetaucht. Sie erh&auml;lt Morddrohungen. Wegen eines Buches, in dem sie das selbstbestimmte Leben preist.<br>\nWas Lale G&uuml;l all diesen Hass eingebrockt hat, ist ihre mehr als 300-seitige Abrechnung mit dem stockkonservativen, t&uuml;rkisch-nationalistischen Milieu, in dem sie aufgewachsen ist. Sie empfindet es als ein Korsett aus erstickender Moral, in dem Musik und figurbetonte Kleidung verboten sind, doch das Kopftuch ab der ersten Periode obligatorisch ist. Ausgehen, flirten, Beziehungen gar werden ihr als junger Frau untersagt, selbst Freundschaften mit Jungs. Zw&ouml;lf Jahre lang steht jedes Wochenende Indoktrinierung in der Mill&icirc;-G&ouml;r&uuml;&#351;-Koranschule an, dazukommt die t&auml;gliche t&uuml;rkische Fernsehpropaganda aus der Satellitensch&uuml;ssel.<br>\nAus Sicht der Protagonistin B&uuml;sra geschrieben, ist &bdquo;Ik ga leven&ldquo; auch die Chronik einer jugendlichen Dissidenz bis hin zum Abfall vom Glauben. Schon fr&uuml;h lehnt sie sich gegen das strikte Regime der ultrareligi&ouml;sen Mutter auf. Sie verschlingt B&uuml;cher in einem Haushalt, in dem au&szlig;er dem Koran nichts gelesen wird. Drei Jahre lang hat sie eine geheime Beziehung zu einem Nichtmuslim in Den Haag, und die Beschreibung ihres sexuellen Erwachens ist so euphorisch, wie der Drang zum Ausbruch aus dem Tugenddiktat tief sitzt.<br>\nDie Essenz des Buchs, das die Niederlande seit Monaten in Atem h&auml;lt, &uuml;ber das in allen Medien berichtet und in Freundeskreisen diskutiert wird, ist die eines individuellen Lebensentwurfs, der sich mit Verve gegen ein autorit&auml;res Kollektiv richtet:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Bedrohte-Autorin-in-den-Niederlanden\/!5765575\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Erstaunlich, dass dieser Beitrag in der taz zu finden ist. An der Reaktion auf das Buch in den Niederlanden zeigen sich die immer gleichen Muster der identit&auml;tspolitischen Debatte. Da auch Lob aus der rechtspopulistischen Ecke kam, muss das Geschriebene einfach falsch sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mei, wer braucht die CDU? Markus S&ouml;der k&auml;mpft f&uuml;r sich allein<\/strong><br>\nVor drei Wochen k&uuml;rte die Union den CDU-Vorsitzenden Laschet zu ihrem Kanzlerkandidaten. CSU-Chef S&ouml;der versch&auml;rft weiterhin seine Attacken auf die Schwesterpartei und nimmt eine Niederlage bei den Bundestagswahlen in Kauf. Er will vor seinen bayrischen W&auml;hlern als die bessere Alternative pr&auml;sent bleiben &ndash; auch f&uuml;r die Zeit danach.<br>\nS&ouml;der muss der dauerpr&auml;sente Gegenentwurf zu Laschet bleiben, um seine Machtbasis in der Heimat zu stabilisieren. Um die W&auml;hler zwischen Passau, Regensburg und Hof, die ihm in den j&uuml;ngsten Umfragen gerade einen herben D&auml;mpfer versetzt haben, zur&uuml;ckzugewinnen, muss er als jederzeit verf&uuml;gbare bessere Alternative erscheinen. Er sammelt seine Truppen daheim. Er folgt mit brachialer R&uuml;cksichtslosigkeit der Devise &laquo;Bavaria first&raquo;, damit der n&auml;chste Ausfallschritt in die Republik von Erfolg gekr&ouml;nt sein kann.<br>\nSelbst eine krachende Niederlage der Union bei den Bundestagswahlen k&ouml;nnte S&ouml;der den Weg bereiten, sofern er nur in Bayern ein vergleichsweise gutes Ergebnis einf&auml;hrt. Er w&auml;re dann der Ph&ouml;nix aus jener Asche, die er der CDU bereitet. S&ouml;der gibt in diesen Tagen einen Regionalf&uuml;rsten von verbissenem Ehrgeiz. Dadurch zeigt er wider Willen, dass die Union gut beraten war, ihn nicht zu ihrem Kandidaten zu w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/markus-soeder-kaempft-fuer-sich-allein-ld.1624536\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Ausgangslage zur Bundestagswahl<\/strong><br>\nGemessen an der SPD, die von unten kommt, hat es die CDU\/CSU im Augenblick schwerer. Das liest sich wenig plausibel, es ist aber so, denn: Die Union ist innerlich zerrissen. Es geht in ihr immer noch mitleidlos und kn&uuml;ppelhart zu. Folgen wir einen Augenblick dem CSU-Generalsekret&auml;r Markus Blume: &bdquo;Armin Laschet ist nun verantwortlich, die Umfragen zu drehen&ldquo;, sagte Blume. Die bayerische Schwesterpartei d&uuml;rfe nicht mit nach unten gezogen werden. &bdquo;Als CSU m&uuml;ssen wir uns vom Bundestrend abkoppeln&ldquo;, betonte er. Dabei setzte die Partei voll auf den bayerischen Ministerpr&auml;sidenten. &bdquo;Die pers&ouml;nliche Zufriedenheit mit Markus S&ouml;der ist unver&auml;ndert auf hohem Niveau stabil.&ldquo; So der CSU-General am 8. Mai in der Welt.<br>\nBlume wei&szlig; genau, was die Stunde geschlagen hat: Das Umfrageunternehmen INSA gab in der bisher letzten Umfrage am 24. April zu Bayern an: Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahlen w&auml;re, w&uuml;rden 36 Prozent ihr Kreuzchen bei der CSU machen, 24 Prozent bei Gr&uuml;n und neun Prozent der SPD den Vorzug geben (Rest: FDP 9, Linke 3, Freie 9, AfD 9). GMS hatte zwei Monate  zuvor noch 47 Prozent f&uuml;r die CSU bei der Sonntagsfrage ausgemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/ausgangslage-zur-bundestagswahl\/\">Blog der Republik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Im Baerbock-Bann: Wie Elite-Journalisten die Gr&uuml;nen ins Kanzleramt zu schreiben versuchen<\/strong><br>\nGinge es nach den Medien, kann auf die Bundestagswahl getrost verzichtet werden. Ich glaube, viele Redakteure bedauern insgeheim, dass man auch Leute an die Wahlurne l&auml;sst, von denen man wei&szlig;, dass sie die v&ouml;llig falschen Ansichten vertreten. W&auml;re das Wahlvolk doch nur so weitsichtig wie die Journalisten, dann m&uuml;sste man ihm auch nicht st&auml;ndig vorkauen, wie es zu w&auml;hlen hat.<br>\nDass Journalisten zum Fantum neigen, ist keine ganz neue Erkenntnis. Das Praktische bei der medialen Befassung mit den Gr&uuml;nen ist, dass die Fans gleich die Berichterstattung &uuml;bernehmen. Vergangene Woche setzte ein regelrechtes Wettrennen ein, wer die gef&uuml;hlvollste Hymne anl&auml;sslich der Kanzlerkandidatur verfasst.<br>\nDer &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; ging mit der Zeile &bdquo;Und wenn Deutschland noch nicht reif ist f&uuml;r Annalena Baerbock?&ldquo; ins Rennen. Dass sich der Reifegrad der Deutschen danach bemisst, mit welcher Prozentzahl sie die Kandidatin der Herzen ins Kanzleramt w&auml;hlen, darauf w&auml;re nicht mal der &bdquo;Bayernkurier&ldquo; verfallen, und der hat sich einiges geleistet.<br>\nDie &bdquo;Zeit&ldquo; trumpfte mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Eine wie keine&ldquo; auf: &bdquo;Mit Annalena Baerbock k&ouml;nnte erstmals eine Mutter Bundeskanzlerin werden. Schon ihre Kandidatur macht Millionen Eltern Hoffnung.&ldquo; Sie m&uuml;ssen zugeben, da h&ouml;rt man die Geigen im Hintergrund.<br>\nDen Vogel abzuschie&szlig;en gelang allerdings dem &bdquo;Stern&ldquo;, der Baerbock auf dem Titel umstandslos zur Hoffnung per se k&uuml;rte: &bdquo;Endlich anders&ldquo;. Dagegen wirkte der &bdquo;Spiegel&ldquo; mit seinem Baerbock-Cover geradezu lahm, obwohl man sich bei der Auswahl des Titelfotos die gr&ouml;&szlig;te M&uuml;he gegeben hatte, die Kandidatin zupackend und optimistisch, gleichzeitig aber auch seri&ouml;s und vertrauensw&uuml;rdig erscheinen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/schwarzer-kanal\/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-im-baerbock-bann-warum-sich-viele-journalisten-wuenschen-nur-sie-duerften-waehlen_id_13250779.html\">Jan Fleischhauer auf Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die gr&uuml;ne Cancel-Culture<\/strong><br>\nParteiausschluss f&uuml;r Boris Palmer? Kaum ist Wahlkampf-Zeit, kehren Gesinnungsethik und Moralismus bei den Gr&uuml;nen zur&uuml;ck.<br>\nErst im letzten Sommer, Anfang August 2020 hatte Winfried Kretschmann seine eigene Partei noch vor &ldquo;Sprachpolizei&rdquo; und &ldquo;Tugendterror&rdquo; gewarnt. Er wolle sich den Mund nicht von &ldquo;Sprachpolizisten&rdquo; verbieten lassen, sagte der Ministerpr&auml;sident. Den Trend zu sprachlicher und politischer Korrektheit beobachte er mit gro&szlig;er Skepsis. &ldquo;Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen wir darauf achten, dass wir in unserer Sprache niemanden verletzen, und Sprache formt unser Denken ein St&uuml;ck weit&rdquo;, sagte Kretschmann damals. &ldquo;Aber jeder soll noch so reden k&ouml;nnen, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Von diesem ganzen &uuml;berspannten Sprachgehabe halte ich nichts.&rdquo;<br>\nAber damals war auch noch Wahlkampf in Baden-W&uuml;rttemberg. Inzwischen ist die Wahl haushoch gewonnen, die Fortsetzung der gr&uuml;n-schwarzen Koalition beschlossen, und just an dem Tag, an dem dieses ungeliebte, aber taktisch gesehen alternativlose B&uuml;ndnis auch vom Landesparteitag der Gr&uuml;nen endg&uuml;ltig abgesegnet wurde, kehren Gesinnungsethik und Moralismus, die man nicht gleich &ldquo;Tugendterror&rdquo; nennen muss, aber kann, und die hinter den Kulissen bei den Gr&uuml;nen nie auch nur ansatzweise verschwunden waren, auch auf die offene B&uuml;hne zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-gruene-Cancel-Culture-6042822.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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