{"id":72332,"date":"2021-05-12T08:34:49","date_gmt":"2021-05-12T06:34:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332"},"modified":"2021-05-12T08:34:49","modified_gmt":"2021-05-12T06:34:49","slug":"hinweise-des-tages-3859","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h01\">In eigener Sache &ndash; Unsere Berichterstattung zu #allesdichtmachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h02\">#SaveSheikhJarrah: Eine Ethnische S&auml;uberung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h03\">Offener Brief an Bundesau&szlig;enminister a. D. Joschka Fischer zu dessen Russland-&Auml;u&szlig;erungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h04\">Moskaus Sputnik-Diplomatie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h05\">&ldquo;Das ist nicht unsere Vision von Hierarchie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h06\">Verantwortung &uuml;bernehmen f&uuml;r Lieferketten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h07\">Leben auf der Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h08\">Sachsen &auml;ndert Selbsttest-Regeln und will Corona-Lage im Erzgebirge verbessern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h09\">Entwicklungshilfe beim Landraub<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h10\">Deutschland im Indopazifik: Die Logik der Eskalation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h11\">&laquo;Die Zeit&raquo; empfiehlt Geschichtsvergessenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h12\">Der Westen zeigt das, was er ist: der Friedhof der Menschenrechte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h13\">In Kolumbien sind w&auml;hrend des Generalstreiks &uuml;ber 400 Menschen verschwunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h14\">UN fordern mehr Einsatz f&uuml;r Myanmar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h15\">&raquo;Wir stecken in ernsthaften Schwierigkeiten&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h16\">&bdquo;Die Stra&szlig;e war mal f&uuml;r Kinder&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h17\">Sie sagen Klasse, aber sie meinen es nicht so<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72332#h18\">Appell f&uuml;r Presse- und Meinungsfreiheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>In eigener Sache &ndash; Unsere Berichterstattung zu #allesdichtmachen<\/strong><br>\nUnsere Berichterstattung zu #allesdichtmachen hat eine Kontroverse ausgel&ouml;st. Wie die Redaktion dar&uuml;ber diskutiert &ndash; und was wir h&auml;tten anders machen sollen. [&hellip;]<br>\nDiese Recherchen haben zahlreiche neue Hintergr&uuml;nde aufgezeigt, wurden vielf&auml;ltig zitiert und wir f&uuml;hren sie weiter. Allerdings sind uns dabei auch handwerkliche Fehler unterlaufen, f&uuml;r die wir um Entschuldigung bitten. Paul Brandenburg ist mehrfach in alternativen Medien aufgetreten, die auch Verbindungen zur Querdenker-Szene haben. Wir haben ihn mit &Auml;u&szlig;erungen aus diesen Auftritten zitiert und diese als &bdquo;antidemokratisch&ldquo; bezeichnet. Dieser Begriff ist durch Brandenburgs &Auml;u&szlig;erungen nicht gedeckt. Online haben wir das korrigiert. Zudem haben wir Paul Brandenburg vor der Publikation nicht um eine Stellungnahme gebeten &ndash; eigentlich ein journalistisches Muss. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/in-eigener-sache-unsere-berichterstattung-zu-allesdichtmachen\/27178170.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine schwache Erkl&auml;rung, die nur einen kleinen Teil der Fehler und Manipulationen anspricht, die vor allem der Tagesspiegel in diesem Kontext begangen hat. Lesen Sie dazu den Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72153\">&bdquo;#allesdichtmachen: Die Manipulation von &bdquo;lechts&ldquo; und &bdquo;rinks&ldquo;<\/a> vom Kollegen Tobias Riegel auf den NachDenkSeiten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>#SaveSheikhJarrah: Eine Ethnische S&auml;uberung <\/strong><br>\nSpotlight zu den aktuellen Ereignissen in Jerusalem<br>\n#SaveSheikhJarrah: Eine Ethnische S&auml;uberung &mdash; Spotlight zu den aktuellen Ereignissen in Jerusalem<br>\nSheikh Jarrah erkl&auml;rt: Was gerade in dem Ost-Jerusalemer Viertel passiert, welches nach dem Arzt des Feldherrn Saladin, der sich dort im 12. Jh. niedergelassen haben soll, benannt ist. Ein Paradebeispiel ethnischer S&auml;uberung &amp; israelischer Besatzungsgewalt, das gleichfalls Israels Apartheidscharakter offenbart.<br>\nSeit Dienstagabend, 04.05.2021, st&uuml;rmt immer wieder die israelische Milit&auml;rpolizei das Viertel in Sheikh Jarrah &amp; greift die pal&auml;stinensischen Bewohner*innen sowie Solidarit&auml;tsaktivist*innen an. Schlagst&ouml;cke, Stinkwasser, Blendgranaten &amp; berittene Pferde werden eingesetzt. In die Familienh&auml;user warfen Besatzungskr&auml;fte zudem immer wieder Tr&auml;nengaskanister. Der Rote Halbmond berichtet von zahlreichen verletzten Pal&auml;stinenser*innen in den vergangenen Tagen, einige mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sowohl die Gewalt der Besatzungskr&auml;fte als auch die Proteste gegen die Zwangsvertreibung der pal. Einwohner*innen Sheikh Jarras halten bis jetzt an, die Zahl der Verletzten steigt.<br>\nDie Familien rufen internationale &amp; pal&auml;stinensische Aktivist*innen dazu auf, die R&auml;umung zu stoppen &amp; sich gegen die israelischen Siedler &amp; Polizei zu stellen. Am Sonntag ordnete der Oberste Gerichtshof Israels an, dass die Familien Iskafi, Kurd, Jaouni &amp; Qasim &mdash; bestehend aus 30 Erwachsenen &amp; 10 Kindern &mdash; ihre H&auml;user bis zum 6. Mai r&auml;umen m&uuml;ssen. Das gleiche Gericht gab den Familien Hammad, Dagani &amp; Daoudi, die im gleichen Viertel leben, bis zum 1. August Zeit, um zu evakuieren. Laut Hammad, Leiter des Nachbarschaftskommites in Sheikh Jarrah, haben insgesamt 169 Bewohner*innen des Viertels Anordnungen erhalten, ihre H&auml;user im Laufe des Jahres zu r&auml;umen, darunter 46 Kinder&hellip;<br>\nSeit Anfang 2020 haben israelische Besatzungsgerichte die R&auml;umung von 13 pal&auml;stinensischen Familienh&auml;usern in Sheikh Jarrah angeordnet. Die Familien sollen nun ein zweites Mal zu Gunsten j&uuml;discher Siedler*innen vertrieben werden&hellip; daf&uuml;r terminiert sind der diesj&auml;hrige Mai &amp; August. Die Bewohner*innen &amp; zahlreiche Solidarische protestieren seit dieser Woche gegen ihre Vertreibung &mdash; die Besatzung schl&auml;gt diese brutal nieder&hellip;<br>\nEs ist klar, dass das Rechtssystem rassistisch voreingenommen ist, da es f&uuml;r Pal&auml;stinenser*innen kein israelisches Gesetz gibt, das ihnen erlaubt, ihr w&auml;hrend der Nakba verlorenes Eigentum zur&uuml;ckzufordern (obwohl die UN genau dieses Recht f&uuml;r sie garantiert). Israel versucht eindeutig, mehr Land durch ethnische S&auml;uberung pal&auml;stinensischer Viertel &amp; L&auml;ndereien zu beschlagnahmen&hellip;<br>\nEs ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass das, was mit den Bewohnern von Sheikh Jarrah geschieht, keine rechtliche Grundlage auf internationaler Ebene hat. Israel hatte seit dem ersten Teilungsbeschluss der UN von 1947 nie ein Anrecht auf irgendeinen Teil von Jerusalem. Als zionistische Milizen 1948 diese Stadt angriffen &amp; letztlich Israel illegal nach West-Jerusalem ausdehnte, wurde Israels Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber den Westteil der Stadt nicht anerkannt. Sp&auml;ter nahm es jedoch die Internationale Gemeinschaft einfach hin&hellip;<br>\nDie j&uuml;ngsten R&auml;umungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Spannungen in Jerusalem in den letzten Wochen zugenommen haben. Rechtsextreme Israelis veranstalteten M&auml;rsche, bei denen sie &ldquo;Tod den Arabern&rdquo; riefen, inmitten der langj&auml;hrigen Bem&uuml;hungen der israelischen Beh&ouml;rden, die Siedlungen &mdash; die nach internationalem Recht illegal sind &mdash; in Ost-Jerusalem zu erweitern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/occupied-news.medium.com\/savesheikhjarrah-eine-ethnische-s%C3%A4uberung-spotlight-zu-den-aktuellen-ereignissen-in-jerusalem-e04ae8839fae\">Occupied News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Jenseits der Aufmerksamkeit der Welt&ouml;ffentlichkeit passiert Schreckliches. Unrecht. Gewalt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Hochhaus in Gaza bei Luftangriff zerst&ouml;rt &ndash; Raketenangriffe auf Israel<\/strong><br>\nEin 13-st&ouml;ckiges Wohngeb&auml;ude in Gaza-Stadt wurde am Dienstag durch einen schweren israelischen Luftangriff zerst&ouml;rt. Die Bewohner sollen zuvor gewarnt worden sein&hellip;<br>\nDie Hamas reagierte mit einer Reihe von Raketenangriffen auf Israel, die zur Stunde noch andauern. Nach ihren Angaben wurden 130 Raketen auf Tel Aviv und Zentralisrael abgefeuert. Israelische Medien berichten von mehreren Todesopfern&hellip;<br>\nBundesau&szlig;enminister Heiko Maas hat die massiven Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel scharf verurteilt. &ldquo;Dass es jetzt noch eine derartige Eskalation der Gewalt gibt, ist weder zu tolerieren noch zu akzeptieren, und das haben wir auch gegen&uuml;ber der Pal&auml;stinensischen Autonomiebeh&ouml;rde sehr deutlich gemacht&rdquo;, sagte Maas am Dienstagabend bei seinem Italien-Besuch in Rom. Die Raketenangriffe m&uuml;ssten sofort beendet werden. &ldquo;Israel hat in dieser Situation das Recht auf Selbstverteidigung&rdquo;, f&uuml;gte Maas hinzu&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/der-nahe-osten\/117377-hochhaus-in-gaza-bei-luftangriff-zerstoert-raketenangriffe-auf-israel\/\">RT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Nat&uuml;rlich stellt sich Maas gleich wieder auf die Seite der israelischen Regierung. Ohne &uuml;berhaupt zu fragen, wie es zu den erneuten K&auml;mpfen gekommen ist und wer angefangen hat. Israel bombardiert mit hochmodernen Jagdflugzeugen den Gazastreifen und die Hamas antwortet mit selbstgebauten Raketen, die selten ihr Ziel erreichen und kaum Schaden anrichten. Denn die Hamas hat mitnichten zielgenaue Tomahawks oder Pershing-Raketen. Egal was Israel macht, es ist immer &bdquo;Selbstverteidigung&ldquo;. Und die Pal&auml;stinenser sind immer die &bdquo;Terroristen&ldquo;, wenn sie sich wehren.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Offener Brief an Bundesau&szlig;enminister a. D. Joschka Fischer zu dessen Russland-&Auml;u&szlig;erungen<\/strong><br>\nMarco Henrichs ist Extremschwimmer und repr&auml;sentiert als deutscher Athlet und Trainer eine Schwimmliga in der Wolgaregion. Seit Jahren setzt er sich f&uuml;r die deutsch-russische Freundschaft ein. In einem offenen Brief kritisiert er die &Auml;u&szlig;erungen des Au&szlig;enministers a. D. Joschka Fischer zu Russland.<br>\nSehr geehrter Herr Fischer!<br>\nIhr j&uuml;ngstes Interview im Spiegel, in dem Sie erneut in gr&uuml;ner Manier gegen Russland mit dem S&auml;bel rasseln, hat mich motiviert, Ihnen diesen offenen Brief zu schreiben.<br>\nIn Russland wird der heutige 9. Mai als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus gefeiert. Von Ihnen, Herr Fischer, sowie aus Ihrem Parteilager von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen kommen gebetsm&uuml;hlenartig S&auml;tze wie, dass &ldquo;jede Art von Faschismus bek&auml;mpft&rdquo; werden muss. Einen Kampf, den ich nur dann bef&uuml;rworte, wenn er ehrlich und aufrichtig ist. Denn was ich nicht f&uuml;r guthei&szlig;en kann, dass u. a. der Holocaust auch aus Ihren gr&uuml;nen Reihen daf&uuml;r missbraucht wird, um sich einerseits besser zu positionieren und andererseits Andersdenkende mundtot zu machen. Erschreckend ist dabei die Entwicklung in meinem Heimatland Deutschland, was und wie schnell mittlerweile schon alles als Faschismus betitelt wird. Teilweise fernab vom gesunden Menschenverstand. Aber kommen wir zum tats&auml;chlichen Faschismus und damit zu Ihnen, Herr Fischer.<br>\nDie deutsche Wehrmacht hatte im Zweiten Weltkrieg &uuml;ber 27 Millionen Tote in der ehemaligen Sowjetunion zu verantworten. Diese war damit die Nation mit der mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Todeszahl. 27 Millionen tote Sowjetb&uuml;rger, die bei Ihnen und Ihren Parteigenossen beim Kampf gegen den Faschismus keinen Platz finden. Im Gegenteil sind es gerade Sie und Ihre Parteispitze, die keine Gelegenheit auslassen, Russland als Feind zu stigmatisieren. In meinen Augen ist das t&auml;glich gelebter gr&uuml;ner Faschismus gegen&uuml;ber Russland&hellip;<br>\nAber bleiben wir bei den Fakten. Man muss nicht viel von Politik verstehen, um zu erkennen, dass Deutschland, Sie, Ihre Kanzlerkandidatin Frau Baerbock im Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis zu den USA stehen und als deren Vasall agieren. Ein Blick auf die Landkarte zeigt auch, dass durch die scheinbar unaufh&ouml;rbare NATO-Osterweiterung die USA seit Jahren Russland und auch China einkreisen. Es sollte sich jeder mit einem gesunden Menschenverstand die Frage stellen, wie lange das gut gehen kann&hellip;<br>\nWer einen Krieg oder besser gesagt eine Eroberung Russlands herbeisehnt, der hat in der &Ouml;ffentlichkeit nichts verloren. Er ist in meinen Augen ebenso ein Faschist wie diejenigen, die Sie scheinheilig gebetsm&uuml;hlenartig verurteilen. Krieg ist die Widerlegung aller Werte. Werte wie Frieden, die Sie als Faschist gegen&uuml;ber Russland mit F&uuml;&szlig;en treten, Herr Fischer&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/117219-offener-brief-an-bundesaussenminister-ad\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Moskaus Sputnik-Diplomatie<\/strong><br>\nDurch die mangelnde Impfstoffversorgung des globalen S&uuml;dens l&auml;sst der Westen ein F&uuml;hrungsvakuum entstehen &ndash; eine Steilvorlage f&uuml;r Russland.<br>\n&auml;hrend der Westen sich Rangeleien um die Impfstoffe liefert, rutschen allerhand Meldungen unter dem Radar hindurch. Argentinien wird als erstes<br>\nLand in S&uuml;damerika Produktionsstandort f&uuml;r den russischen Impfstoff Sputnik V. Peru wird f&uuml;r Mai die erste Sputnik-V-Lieferung in Aussicht gestellt. Rund 11 000 Sputnik-V-Dosen treffen in Nordmazedonien ein, w&auml;hrend Tunesien mit der Verimpfung von 30 000 Dosen beginnt; bis Mai sollen 1,7 Millionen weitere Dosen nach Bolivien geliefert werden.<br>\nDie Afrikanische Union best&auml;tigt, dass sie von Russland ein Angebot &uuml;ber 300 Millionen Dosen erhalten hat, und die Herstellung mehrerer zehn Millionen Dosen in China, Brasilien, Iran und Serbien hat Russland bereits vertraglich unter Dach und Fach gebracht.<br>\nW&auml;hrend wir abgelenkt sind, avanciert Sputnik V f&uuml;r die Entwicklungsl&auml;nder zur wichtigsten St&uuml;tze der Pandemiebek&auml;mpfung. Der Impfstoff er&ouml;ffnet Russland eine einmalige Chance, sein Image reinzuwaschen. Doch bei Sputnik V geht es nicht nur ums Image. Der Impfstoff ist eine wohlkalkulierte Aktion, die dem Kreml mithilfe von Wissenschaft, Diplomatie und Medien noch mehr Macht und Einfluss sichern soll&hellip;<br>\nSputnik V verk&ouml;rpert genau das Russlandbild, das der Kreml vermitteln will. Sputnik V bedient nicht das Bild des autorit&auml;ren, kriegsl&uuml;sternen und annexionistischen Russland, das seine innenpolitischen Gegner vergiftet und sich in die Wahlen seiner Rivalen einmischt, sondern pr&auml;sentiert Moskau in der Rolle der Forschungssupermacht und des Retters aus der Pandemie&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/die-sputnik-diplomatie-5161\/?utm_campaign=de_40_20210511&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=newsletter\">IPG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dass die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung ein solch primitives Propagandast&uuml;ck ver&ouml;ffentlicht, ist ein weiteres Indiz f&uuml;r den Niedergang der Sozialdemokratie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Das ist nicht unsere Vision von Hierarchie&rdquo;<\/strong><br>\nWie sehr rutscht Frankreich nach rechts? Seit der Wahl Macrons zum Pr&auml;sidenten im Jahr 2017 ist der Anteil der Franzosen, die sich politisch rechts positionieren, von 33 Prozent auf 38 Prozent in diesem Jahr gestiegen. 60 Prozent der Armee- und Polizeiangeh&ouml;rigen w&uuml;rden 2022 im zweiten Wahlgang Marine Le Pen w&auml;hlen.<br>\nEin neuer offener Brief von &ldquo;aktiven Milit&auml;rangeh&ouml;rigen aller Dienstgrade&rdquo; wurde bis heute Morgen von knapp 230.000 Personen unterzeichnet. Auch er warnt im selben Ton wie der vorg&auml;ngige Brief vor einem Chaos im Land: &ldquo;(&hellip;) wieder einmal braut sich in Frankreich ein B&uuml;rgerkrieg zusammen, und Sie wissen es&rdquo;&hellip;<br>\nDer nicht erst seit neulich auffallende Einsatz Macrons f&uuml;r immer neue Gesetze auf dem Gebiet der inneren Sicherheit wird von der Zeitung Le Monde mit der &ldquo;Revolution&rdquo; kontrastiert, mit der Macron in seinem gleichnamigen Buch Wahlkampf machte. Darin hei&szlig;t es: &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns dem st&auml;ndigen Rekurs auf Gesetze und der st&auml;ndigen &Auml;nderung unseres Strafrechts entziehen (w&ouml;rtlich: entgiften, d&eacute;sintoxiquer).&rdquo;&hellip;<br>\nDavon ist nun kaum mehr etwas zu h&ouml;ren, stattdessen aber Ann&auml;herungen an Positionen, die seine politische Lieblingskonkurrentin Le Pen seit langer Zeit besetzt, eine versch&auml;rfte Einwanderungspolitik, verst&auml;rkte Ma&szlig;nahmen gegen Islamismus und vor allem der Ausbau des Sicherheitsapparates, mit neuen Gesetzen, neuen Kompetenzen, neuen Polizeieinheiten und deren Aufr&uuml;stung.<br>\n(&hellip;) In dem Brief wird richtig auf die Pauke gehauen. Die Verfasser sind ihren Angaben nach anders als die briefschreibenden Gener&auml;le zuvor zumindest zum Teil noch im aktiven Dienst und sie reklamieren f&uuml;r sich Erfahrung und eine genau Beobachtungsgabe, da sie im &ldquo;Feuer der Kriege&rdquo; in Afghanistan, Mali und der Zentralafrikanischen Republik standen und so aus Erfahrung wissen, wie es aussieht in L&auml;ndern, die mit einem B&uuml;rgerkrieg zu tun haben&hellip;.<br>\nDas ist ein ungeschminktes Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Autorit&auml;t. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Macht, die jederzeit auf Gewalt zur&uuml;ckgreifen kann &ndash; ganz im Sinne der Neuen Rechten und derjenigen, die wie die Partei von Marine Le Pen auf faschistischen Wurzeln gr&uuml;nden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-ist-nicht-unsere-Vision-von-Hierarchie-6044103.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;B&uuml;rgerkrieg braut sich zusammen&rdquo;: Franz&ouml;sische Milit&auml;rs lancieren erneut offenen Brief an Macron<\/strong><br>\n(&hellip;) Der Brief, der am Sonntag in der konservativen Zeitschrift Valeurs actuelles ver&ouml;ffentlicht wurde, schl&auml;gt einen &auml;hnlichen Ton an wie die Botschaft, die im letzten Monat publiziert wurde. Anders als der vorherige, der von 25 pensionierten Gener&auml;len und aktiven Soldaten unterzeichnet wurde, ist der neue Brief anonym und kann von der &Ouml;ffentlichkeit unterschrieben werden. Bis Montagmittag hatte er bereits &uuml;ber 100.000 Unterschriften gesammelt.<br>\nDie Autoren des Briefes beschreiben sich selbst als aktive franz&ouml;sische Soldaten, die der j&uuml;ngeren Generation des Milit&auml;rs angeh&ouml;ren, die in den letzten Jahren tats&auml;chlich im Einsatz waren&hellip;<br>\nDer erste Brief, der am 21. April ver&ouml;ffentlicht wurde &ndash; am 60. Jahrestag eines gescheiterten Staatsstreichs gegen General Charles de Gaulle wegen seiner Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit Algeriens &ndash;, verursachte einen Aufruhr unter Frankreichs Spitzenbeamten. Premierminister Jean Castex brandmarkte den Brief als &ldquo;eine Initiative gegen alle unsere republikanischen Prinzipien, der Ehre und der Pflicht der Armee&rdquo;, w&auml;hrend das Milit&auml;r schwor, die Unterzeichner im aktiven Dienst zu bestrafen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/117278-burgerkrieg-braut-sich-zusammen-franzoesische-militaers-neuer-brief\/\">RT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verantwortung &uuml;bernehmen f&uuml;r Lieferketten<\/strong><br>\nWir m&uuml;ssen uns f&uuml;r soziale und &ouml;kologische Mindeststandards entlang der Wertsch&ouml;pfungsketten und damit f&uuml;r eine gerechte globale Wirtschaft einsetzen. Denn nur so k&ouml;nnen wir die eigene oder die Ausbeutung der n&auml;chsten Generation verhindern. Bei uns und f&uuml;r die Arbeitenden entlang der Lieferketten.<br>\n(&hellip;) Industriel&auml;nder sind extrem abh&auml;ngig von Lieferketten, wie die Corona-Krise zeigt<br>\nUnz&auml;hlige Frauen, M&auml;nner und Kinder arbeiten entlang von Lieferketten. Sie pflanzen Nahrung an, schrauben Konsumg&uuml;ter zusammen oder s&auml;ubern soziale Medien von digitalem M&uuml;ll. In Europa profitieren fast alle von dieser globalen Arbeitsteilung: Unternehmen sowie deren Eigent&uuml;mer durch hohe Gewinne, qualifizierte Besch&auml;ftigte durch hohe L&ouml;hne und die Konsumenten in Form niedriger Preise. Jetzt aber droht mit dem Vormarsch digitaler Wertsch&ouml;pfungsketten eine weitere gewaltige Zerst&ouml;rung von Sozial- und Umweltkapital. Und immer mehr Menschen auch in den wohlhabenden L&auml;ndern werden einer m&ouml;rderischen Konkurrenz ausgesetzt. Wie reimte ein Manager in einem meiner Interviews: &ldquo;Je weiter nach Osten, desto niedriger die Kosten.&rdquo; Heute kommen der Westen, S&uuml;den und Norden hinzu.<br>\nBislang ergattern die Industriestaaten den L&ouml;wenanteil der Wertsch&ouml;pfung aus den globalen Lieferketten: 67 Prozent der Wertsch&ouml;pfung entfallen auf die 37 Industriestaaten der OECD und nur 33 Prozent auf die restlichen 154 Schwellen- und Entwicklungsl&auml;nder, einschlie&szlig;lich China. Gleichzeitig sind die Industriel&auml;nder extrem abh&auml;ngig von Lieferketten, wie das rohstoffarme Europa vom Rohstoffimport, aber auch schon vom Import von beispielsweise Atemschutzmasken, Desinfektionsmitteln oder Antibiotika, wie w&auml;hrend der Corona-Pandemie offenkundig wurde.<br>\nManche Unternehmen haben sich mittlerweile vollst&auml;ndig aus der eigenen Fertigung und damit ihrer diesbez&uuml;glichen Verantwortung verabschiedet. Von den weltweiten Belegschaften der 50 gr&ouml;&szlig;ten Unternehmen sind 94 Prozent der Arbeitenden in Lieferketten versteckt, &ldquo;in denen die Undurchsichtigkeit von Gesch&auml;ftsvertr&auml;gen diese Ausbeutung und allzu oft eine entmenschlichende Unterdr&uuml;ckung beg&uuml;nstigt&rdquo;&hellip;<br>\nWer nicht direkt als Arbeitender von der Ausbeutung entlang der Lieferketten betroffen ist, ist h&auml;ufig indirekt betroffen, beispielsweise als indigener Bewohner einer Region, in der Rohstoffe ausgebeutet werden und dabei die Umwelt zerst&ouml;rt wird, oder als B&uuml;rger eines Gemeinwesens, welches kaum Steuern generieren kann, um Sozialleistungen und Infrastruktur aufzubauen. Alleine um die eigene oder die Ausbeutung der n&auml;chsten Generation zu verhindern, sollte sich jeder f&uuml;r soziale und &ouml;kologische Mindeststandards entlang der Wertsch&ouml;pfungsketten und damit f&uuml;r eine gerechte globale Wirtschaft einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++9a8f0d5a-af18-11eb-9535-001a4a160123\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Leben auf der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nZu den unver&auml;u&szlig;erlichen Menschenrechten geh&ouml;ren ohne Zweifel eine sichere Unterkunft und das Wohnen in W&uuml;rde, auch in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Menschen ohne Wohnung stetig angestiegen. Mittlerweile sind rund 700.000 Menschen wohnungslos, knapp 50.000 davon sind obdachlos. Das ist eine ganze Stadt voller Menschen, denen das Recht auf Wohnen verweigert wird. Hinzu kommt eine Dunkelziffer, die niemand genau absch&auml;tzen kann.<br>\nHinter den Zahlen stehen Menschen, deren Leben irgendwann einmal ins Schlingern kam, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer. Sie werden auch gar nicht danach gefragt, falls sie dar&uuml;ber reden und ihre pers&ouml;nliche Geschichte erz&auml;hlen wollen, h&ouml;rt ihnen niemand zu. F&uuml;r ihre Mitmenschen sind sie nur l&auml;stig mit ihrer Bettelei, dazu st&ouml;ren sie das Stadtbild und vergraulen die Kunden in den Kaufmeilen.<br>\nF&uuml;r die Politik gibt es sie meistens gar nicht, kommen sie doch angeblich t&auml;glich aus anderen Orten in die Stadt und wenn man etwas zu viel f&uuml;r sie tut, werden immer mehr von ihnen angezogen.<br>\nDa sie sich nicht wehren oder gar Forderungen stellen, braucht man sich sozialpolitisch erst gar nicht aus dem Fenster zu lehnen. Wird das Problem zu sichtbar, ist es eines f&uuml;r den Einsatz von Polizei und Ordnungskr&auml;ften.<br>\nAls Ursache von Obdachlosigkeit werden immer zuerst individuelle Gr&uuml;nde und Schicksalsschl&auml;ge genannt. Dabei ist es vor allem der stetig privatisierte Wohnungsmarkt selbst, der die Menschen aus den Wohnungen wirft und auf der Stra&szlig;e leben l&auml;sst&hellip;<br>\nSage und schreibe wurden aus dem Bundes-, Landes- und kommunalen Wohnungsbesitz insgesamt rund 1,1 Millionen Wohnungen in privates Eigentum &uuml;berf&uuml;hrt. L&auml;cherliche 2,3 Prozent der rund 23 Millionen Mietwohnungen sind heute noch in kommunalem Eigentum. Damit k&ouml;nnen die Kommunen im Gegensatz zu fr&uuml;her nicht mehr regulierend in den Wohnungsmarkt eingreifen, sie haben kaum noch M&ouml;glichkeiten, leistbare Wohnungen in ausreichender Zahl vorzuhalten und d&auml;mpfend auf die Mietpreise einzuwirken.<br>\nWas den St&auml;dten bleibt, ist die individuelle Not etwas abzufedern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2021\/05\/leben-auf-der-strasse-56984.html\">Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das Thema Wohnen wird die Berliner Wahlen entscheiden &ndash; zu Recht<\/strong><br>\nDie Sorge um die Wohnung hat auch Doppelverdiener-Familien erfasst. Identit&auml;tspolitik und andere Themen werden am 26. September vergessen sein.<br>\n(&hellip;) Corona und Homeoffice, vor allem jedoch die Herausforderung, die Kinder &uuml;ber Wochen oder Monate hinweg zu Hause beschulen oder auch nur besch&auml;ftigen zu m&uuml;ssen, hat jedem klar gemacht, wie wichtig eine ausreichend gro&szlig;e Wohnung zum &Uuml;berleben &ndash; und dieses Wort ist hier nicht &uuml;bertrieben &ndash; geworden ist.<br>\nDer Trend geht also eigentlich zu gr&ouml;&szlig;eren Wohnungen und nicht, wie von den Stadtplanern erhofft, zu kleineren. F&uuml;r jene, die es sich leisten k&ouml;nnen. 2020 wurden in Berlin 18.800 Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt, was in den meisten F&auml;llen mit einem alles andere als freiwilligen Wechsel der Bewohner verbunden war. Das waren doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.<br>\nWenn Eigentumsbildung dazu f&uuml;hren w&uuml;rde, dass der Prozentsatz jener Bewohner steigt, denen ihre Wohnungen geh&ouml;ren, w&auml;re das ja noch ein erstrebenswertes Ziel. Dem ist aber leider nicht so. Wohnungen werden zur Kapitalanlage, ohne dass jemand in ihnen wohnen muss. Ihr Wert steigt am schnellsten, wenn sie unbewohnt sind. Die Investoren sitzen irgendwo auf der Welt, Berlin ist ihnen ziemlich schnuppe. Investoren horten Bauland, ohne zu bauen &ndash; das soll ein neues Bundesgesetz jetzt stoppen. Endlich&hellip;<br>\nDie Initiative &bdquo;Deutsche Wohnen enteignen&ldquo; hat gute Chancen, die 175.000 Unterschriften zu bekommen, damit die Abstimmung &uuml;ber das Volksbegehren am 26. September zusammen mit den Wahlen zum Abgeordnetenhaus stattfinden.<br>\nMan muss keine besonderen Prognosekr&auml;fte haben, um zu dem Schluss zu kommen, dass am Wahltag jene Parteien profitieren werden, die sich f&uuml;r Mieterrechte und f&uuml;r Wohnungsbau einsetzen. Egal ob gr&uuml;ne Indianerh&auml;uptlinge, eine Deutschland-Debatte oder die Rechten und die CDU &ndash; bis dahin ist vermutlich der teilweise kindische Diskurs von heute vergessen: Am 26. September wird es vor allem um das Dach &uuml;ber dem Kopf gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/die-angst-um-das-dach-ueber-dem-kopf-das-thema-wohnen-wird-die-berliner-wahlen-entscheiden-zu-recht\/27174252.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sachsen &auml;ndert Selbsttest-Regeln und will Corona-Lage im Erzgebirge verbessern<\/strong><br>\n(&hellip;) In Sachsen reicht es nicht mehr aus, mit einem Corona-Selbsttest und eigenh&auml;ndig ausgef&uuml;lltem Formular Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Gesundheitsministerin Petra K&ouml;pping sagte nach einer Kabinettssitzung in Dresden, B&uuml;rger m&uuml;ssten die Tests ab sofort in einem Testzentrum oder direkt etwa beim Friseur zu machen. Das sei eine &Auml;nderung, der sich Sachsen beugen m&uuml;sse, sagte die Ministerin mit Verweis auf Bundesregelungen. Deshalb werde die aktuelle s&auml;chsische Corona-Schutzverordnung in diesem Punkt ge&auml;ndert.<br>\nDie Regelung gilt unabh&auml;ngig von der Inzidenz auch f&uuml;r Schulen. Eltern k&ouml;nnen ihren Kindern demnach nicht mehr eine Bescheinigung &uuml;ber einen zu Hause gemachten Test mitgeben. Die Kinder m&uuml;ssten sich unter Aufsicht in den Schulen testen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/corona-impfen-102.html\">mdr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Die n&auml;chste Stufe wird gez&uuml;ndet. Mit dieser weiteren Variante des Nudging soll die Bereitschaft in der Bev&ouml;lkerung vorangetrieben werden, dass sich die Menschen &ldquo;freiwillig&rdquo; impfen lassen. Denn nat&uuml;rlich will auch weiterhin niemand eine Impfpflicht einf&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><em>Mal abgesehen davon, dass damit nun Selbst-Tests einfach mal so ohne schlagende Begr&uuml;ndung f&uuml;r wertlos erkl&auml;rt werden. Auch die davon betroffenen Kleinunternehmen werden sich &ldquo;freuen&rdquo;. Verzichteten viele Kunden schon in den letzten Wochen seit Einf&uuml;hrung der Testpflicht auf ihre Besuche und sagten feste Termine deswegen ab, wird sich das mit dieser irren Anweisung noch einmal deutlich versch&auml;rfen. Aber es gibt ja auch &ldquo;Vorteile&rdquo;: Da diese Unternehmen nicht zwangsweise schlie&szlig;en m&uuml;ssen, sondern ihr Gewerbe auch weiterhin aus&uuml;ben d&uuml;rfen, wird es daf&uuml;r auch keine Coronahilfen geben, die in den vergangenen Monaten f&uuml;r die kleinen Unternehmen ja so &uuml;ppig geflossen sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Man verzeihe mir meinen Sarkasmus. Aber anders ist das nicht mehr zu ertragen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Entwicklungshilfe beim Landraub<\/strong><br>\nDie deutsche Entwicklungshilfe f&ouml;rdert Land Grabbing in Entwicklungsl&auml;ndern und nimmt faktisch die Vertreibung von Kleinbauern in Kauf.<br>\nBerlin\/Lusaka (Eigener Bericht) &ndash; Die deutsche Entwicklungshilfe f&ouml;rdert in zunehmendem Ma&szlig; den Landraub (&ldquo;Land Grabbing&rdquo;) in Entwicklungsl&auml;ndern. Dies geht aus Berichten mehrerer Nichtregierungsorganisationen hervor. So unterst&uuml;tzt Berlin, und zwar nicht zuletzt &uuml;ber die staatliche Entwicklungsbank DEG, Agrarkonzerne und teils in Deutschland ans&auml;ssige Investoren, die in Sambia riesige Fl&auml;chen aufgekauft haben und Kleinbauern von ihrem Land vertreiben. Das gef&auml;hrdet nicht nur die Nahrungsversorgung, sondern f&uuml;hrt auch zur Herausbildung von Machtverh&auml;ltnissen, die dem Aktionsnetzwerk FIAN zufolge &ldquo;an unsere feudalen Strukturen im Mittelalter&rdquo; erinnern. Die Welthungerhilfe konstatiert, indem die DEG Anteile an Investmentfirmen erworben habe, die in gro&szlig;em Stil Land Grabbing in Entwicklungsl&auml;ndern betrieben, sei sie &ldquo;selbst Landinvestor geworden&rdquo;. L&auml;ngst mache sich in der &ldquo;Entwicklungshilfe&rdquo; &ldquo;Investorenjargon&rdquo; breit. Der Konzentrationsprozess agrarischer Nutzfl&auml;chen schreitet, nicht zuletzt mit deutscher Hilfe, weltweit in dramatischem Ausma&szlig; voran &ndash; auf Kosten zahlloser Kleinbauern.<br>\nVertreibungen in Sambia<br>\nLaut Nichtregierungsorganisationen (NGO) sind deutsche Regierungsstellen weiterhin daran beteiligt, Land Grabbing in Entwicklungsl&auml;ndern zu f&ouml;rdern. Demnach unterst&uuml;tzt die Bundesrepublik im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit Investoren, die in Sambia die Lokalbev&ouml;lkerung und Kleinbauern vertreiben, um auf den Export ausgerichtete Gro&szlig;plantagen aufzubauen.<br>\n(&hellip;) Von Deutschland gef&ouml;rdert<br>\nLaut FIAN hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit alle drei F&auml;lle von Land Grabbing gef&ouml;rdert. Vor zwei Dekaden habe sich das deutsche Entwicklungsministerium noch &ldquo;f&uuml;r Agrarreformen und Umverteilung von Land an arme B&auml;uer*innen eingesetzt&rdquo;; nun aber w&uuml;rden &ldquo;umwelt- und klimasch&auml;dliche Monokulturen und Landkonzentration&rdquo; gef&ouml;rdert, kommentierte ein Sprecher der NGO die Neuausrichtung der sogenannten deutschen Entwicklungshilfe, die immer offener auf die F&ouml;rderung deutscher Wirtschaftsinteressen im globalen S&uuml;den fokussiert. Es sei &ldquo;geradezu makaber&rdquo;, dass die deutsche Entwicklungshilfe &ldquo;durch die Kreditvergabe an Agrarinvestoren auch noch Kasse&rdquo; mache, hie&szlig; es weiter. Aufgrund der von Berlin gef&ouml;rderten Gro&szlig;investitionen bildeten sich in Sambia Machtverh&auml;ltnisse, die &ldquo;an unsere feudalen Strukturen im Mittelalter&rdquo; erinnerten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8596\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland im Indopazifik: Die Logik der Eskalation<\/strong><br>\nEs klingt nach Routine: Mitte dieses Jahres soll die Fregatte &bdquo;Bayern&ldquo; in See stechen und mehrere Monate im Indischen Ozean und im Westpazifik kreuzen. Das Bundesverteidigungsministerium will darin lediglich ein &bdquo;Zeichen&ldquo; sehen: Wo Deutschlands &bdquo;Werte und Interessen betroffen sind&ldquo;, soll Flagge gezeigt werden. Doch dahinter steckt eine fundamentale sicherheitspolitische Neuordnung, ein Paradigmenwechsel gar. Europa will &bdquo;die Sprache der Macht lernen&ldquo;, wie die ehemalige Verteidigungsministerin und heutige EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen schon im Sommer 2019 gefordert hat. Zugleich wirkt die Entsendung der Fregatte wie eine Provokation in Richtung China, die von Peking denn auch umgehend beantwortet wurde: S&uuml;ffisant schreibt die regierungsnahe &bdquo;Global Times&ldquo;: &bdquo;Wenn sie ins S&uuml;dchinesische Meer kommen, k&ouml;nnen wir auch im Mittelmeer aufkreuzen.&ldquo;<br>\nBeim Operationsgebiet der &bdquo;Bayern&ldquo; handelt es sich um eine der brisantesten Krisenregionen der Welt: Im Konflikt um die Kontrolle im sogenannten S&uuml;dchinesischen Meer zwischen China, den Philippinen, Vietnam, Malaysia, Indonesien und Japan werden in letzter Zeit immer h&auml;ufiger Scharm&uuml;tzel zwischen den K&uuml;stenwachen der Anrainerstaaten gemeldet. Aktuell gibt es Spannungen, weil mehr als 200 &bdquo;Fischerboote&ldquo;, vermutlich bemannt mit chinesischen Paramilizen, in philippinischen Gew&auml;ssern unterwegs sind. Den Ansto&szlig; f&uuml;r diese Konflikte hat die chinesische Regierung 2009 geliefert, als sie eine Landkarte mit der &bdquo;Nine-dash line&ldquo; vorlegte, eine recht freih&auml;ndige Demarkationslinie, mit der sie territoriale Anspr&uuml;che auf 90 Prozent der Gew&auml;sser untermauert. Gleichzeitig l&auml;sst sie durch den Ausbau von Felsriffen und Sandb&auml;nken zu Milit&auml;ranlagen Fakten schaffen &ndash; und verschiebt damit ihre milit&auml;rischen Vorposten gegen einen m&ouml;glichen Angriff der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten um tausende Kilometer gen Osten. Die Entscheidung des Internationalen Schiedsgerichts in Den Haag aus dem Sommer 2016, dass ihre Position gegen UN-Seerecht verst&ouml;&szlig;t, wies sie br&uuml;sk zur&uuml;ck.<br>\nDie &bdquo;Bayern&ldquo; ist nicht allein: Auch britische, franz&ouml;sische und niederl&auml;ndische Kriegsschiffe verst&auml;rken ihre Pr&auml;senz im Indopazifik im Namen der &bdquo;Freiheit der Schifffahrt&ldquo;. Die m&auml;chtige Pazifik-Flotte der USA ist dort schon seit l&auml;ngerem im Einsatz und liefert sich Revierk&auml;mpfe mit der chinesischen Marine, so wie gerade wieder Anfang April. Die Entsendung des deutschen Kriegsschiffes ist daher weit mehr als nur ein &bdquo;Zeichen der Solidarit&auml;t&ldquo;, als das es Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer herunterzuspielen versucht: Vielmehr stellt sich die Bundesregierung damit an die Seite der konfrontativen US-Politik im Indopazifik.<br>\n(&hellip;) Die Armada, an der die &bdquo;Bayern&ldquo; jetzt beteiligt ist, soll unter F&uuml;hrung der USA die &bdquo;regelbasierte Ordnung&ldquo; und die G&uuml;ltigkeit &bdquo;gemeinsamer Werte&ldquo; unterstreichen &ndash; und China in die Schranken weisen. Ministerin Kramp-Karrenbauer verglich Pekings Anspr&uuml;che im Mai vergangenen Jahres bereits mit dem Vorgehen Russlands in der Ukraine&hellip;<br>\nMit der Kreuzfahrt der &bdquo;Bayern&ldquo; gen Osten sendet die Bundesregierung allerdings ein &auml;u&szlig;erst problematisches Signal &ndash; und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Sie beteiligt sich nicht nur an der aggressiven Eind&auml;mmungsstrategie der USA, sondern unterst&uuml;tzt zugleich Bestrebungen von Frankreich und Gro&szlig;britannien, an hegemoniale Ambitionen aus ihrer kolonialen Vergangenheit anzukn&uuml;pfen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/mai\/deutschland-im-indopazifik-die-logik-der-eskalation\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&laquo;Die Zeit&raquo; empfiehlt Geschichtsvergessenheit<\/strong><br>\n(&hellip;) Seit ein paar Tagen nun kann man auf &laquo;Zeit online&raquo; einen Kommentar lesen, der dem Historiker die Sprache verschl&auml;gt. Alan Posener, eine politisch auff&auml;llig schillernde Figur, war er doch als junger Mann auch schon mal Mitglied kommunistischer und maoistischer Organisationen, bringt darin all seinen Hass gegen Russland zum Ausdruck. Das ist zwar wenig &uuml;berraschend, versuchen sich doch die deutschen Medien in puncto Russophobie seit einiger Zeit gegenseitig zu &uuml;bertrumpfen. Der letzte Abschnitt seines Pamphlets allerdings k&ouml;nnte in die Geschichte eingehen: &laquo;Dar&uuml;ber hinaus muss sich gerade die kulturelle Linke von der Vorstellung l&ouml;sen, der Frieden mit Russland um beinahe jeden Preis sei wegen des deutschen &Uuml;berfalls auf die Sowjetunion 1941 eine moralische Pflicht. Zu den Hauptopfern des deutschen Vernichtungskriegs im Osten geh&ouml;rten neben Polen und Balten vor allem die schon von Stalin geschundenen Ukrainer. Es m&uuml;sste daher zur deutschen Staatsr&auml;son geh&ouml;ren, die Demokratie in diesem neuen Staat genauso wie in Polen und den baltischen Staaten zu f&ouml;rdern, ihm Sicherheit in der NATO zu geben und einen Weg zur Mitgliedschaft in der Europ&auml;ischen Union zu weisen. Das schallende deutsche Schweigen hierzu &uuml;bert&ouml;nt fast die laute russische Propaganda.&raquo;<br>\nAuf die Quintessenz reduziert, hei&szlig;t das: Dass Deutschland unter Hitler die damalige Sowjetunion angegriffen hat, darf &ndash; oder soll jetzt endlich &ndash; vergessen werden! Was sind schon &uuml;ber 25 Millionen Kriegsopfer, mehr als die H&auml;lfte davon Zivilisten &ndash; ein Gro&szlig;teil davon die Gro&szlig;v&auml;ter und Gro&szlig;m&uuml;tter der heute lebenden Russen! (Deutschland selber hatte nicht ganz acht Millionen Kriegsopfer zu verzeichnen, davon etwa zwei Millionen Zivilisten.) Die deutschen K&ouml;pfe und Herzen sollen endlich wieder frei sein, die Russen erneut zu verachten, wie es damals Hitler in seinem Buch &laquo;Mein Kampf&raquo; empfohlen hatte. Da sind Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg doch nur hinderlich.<br>\nPS: Wenn Posener in seinem Pamphlet schon von der Ukraine schw&auml;rmt, die m&ouml;glichst bald in die EU aufgenommen werden sollte, dann sollte er als Sohn eines j&uuml;dischen Vaters vielleicht auch nicht ganz vergessen, dass die Ukrainer &ndash; im Gespann mit der deutschen SS &ndash; in den 1940er Jahren so um die 1,5 Millionen Juden ermordet haben &ndash; allein in Babyn Jar bei Kiev in nur zwei Tagen 34&rsquo;000 &ndash; nachzulesen zum Beispiel auch in der &laquo;Welt&raquo;, f&uuml;r die er, Posener, ja auch schreibt. Oder er kann in der Osteuropa Zeitschrift nachlesen, wie die Ukraine um die eigene Geschichte w&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges bis heute einen gro&szlig;en Bogen macht. Oder er kann, falls er Ukrainisch versteht, in der Medienmitteilung des Stadtrates der Stadt Ternobil in der Nordwest-Ukraine nachlesen, warum die Stadt jetzt, im M&auml;rz 2021 (!), ihr 15&rsquo;000-Pl&auml;tze-Fussballstadion auf Schuchewytsch-Stadion umgetauft hat. Roman Schuchewytsch war einer der Kommandeure des deutschen &laquo;Bataillons Nachtigall&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/medienkritik\/die-zeit-empfiehlt-geschichtsvergessenheit\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Westen zeigt das, was er ist: der Friedhof der Menschenrechte <\/strong><br>\nVon Willy Wimmer<br>\nVor wenigen Tagen trafen sich in London die Herren Au&szlig;enminister der sogenannten G7-M&auml;chte der f&uuml;hrenden globalen Industrie- und Wirtschaftsm&auml;chte und selbsternannter Edeldemokratien. Es war das erste Treffen dieser Runde unter Hinzuziehung von S&uuml;dkorea, Indien und Australien. Es war zudem das erste Treffen in der Formation von G7, nachdem in der Nachfolge von Pr&auml;sident Donald Trump Pr&auml;sident Joe Biden im Wei&szlig;en Haus das Zepter &uuml;bernommen hatte. Damit erst keine falschen Vorstellungen aufkommen konnten oder sollten.<br>\nEs ging da weiter, wo der ehemalige Vizepr&auml;sident Joe Biden unter Pr&auml;sident Obama als eigentlicher Machthaber in der Ukraine aufgeh&ouml;rt hatte. Die eisernen Krallen sollten sich wieder um Russland legen und das mit dem Putsch in der Ukraine 2014 begonnene Werk des Umsturzes &ouml;stlich der Weichsel soll komplettiert werden&hellip;<br>\nStattdessen wurde mit tatkr&auml;ftiger F&ouml;rderung der deutschen Bundeskanzlerin so etwas wie ein Motto f&uuml;r die &ldquo;Gruppe der Unzul&auml;nglichen&rdquo; ausgegeben: &ldquo;totstellen, bis die amerikanischen Kriegstreiber wieder nach Trump an die Macht kommen&rdquo;. Dann klappt es wieder mit der &ldquo;Gefolgschafts-Einstellung&hellip;<br>\nJetzt beschlie&szlig;en die G7-Au&szlig;enminister in London, der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit China Kn&uuml;ppel zwischen die Beine zu werfen. Die Mehrheit der Abgeordneten im Europ&auml;ischen Parlament sind der organisierten Lobbyarbeit US-gest&uuml;tzter Nicht-Regierungsorganisationen derart erlegen, dass die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union es schon nicht mehr wagen, das mit China endlich ausgehandelte Investitionsabkommen dem Parlament vorzulegen&hellip;<br>\nLondon hat mit seinem Au&szlig;enministertreffen den G7 Signalcharakter f&uuml;r die auf Konfrontation ausgerichtete Zukunft. Das wird in der gewollten Verbindung mit der Entwicklung in Hongkong mehr als deutlich. Die G7 wollen China die Z&auml;hne zeigen, weil China in Hongkong so gehandelt hatte, wie es gehandelt hat. &Uuml;ber die aus Hongkong und China berichtenden Medien hatte man hier schon mitbekommen, was die Menschen in Hongkong zu hunderttausenden auf die Stra&szlig;en trieb.<br>\nDie Forderungen, von denen man hier h&ouml;rte, waren nachvollziehbar. Eine Forderung fiel hier geradezu unter den Tisch. Es war die Forderung nach Unabh&auml;ngigkeit. Damit wurde nicht nur die Axt angelegt an die Vereinbarungen zwischen London und Beijing zwecks &Uuml;bergabe Hongkongs am Ende der Kolonialherrschaft &uuml;ber Hongkong durch London. Das vereinbarte Konzept war: ein Land, zwei Systeme.<br>\nEs war nicht die Unabh&auml;ngigkeit Hongkongs am Ende der britischen Herrschaft.<br>\nJetzt die Bewegung in Hongkong bei G7 als Argument heranzuziehen, um gegen&uuml;ber Beijing das Tischtuch zu zerrei&szlig;en, bedeutet, bewusst mit dem Fanal des Krieges zu drohen.<br>\nTaiwan wird damit zur Brandfackel<br>\n(&hellip;) Das, wof&uuml;r man in London in &uuml;belster Weise den Grundstock gelegt hat, wird den Schrecken von &ldquo;Barbarossa&rdquo; unermesslich &uuml;bersteigen. Vor allem wird das grundlegende Menschenrecht, n&auml;mlich das auf Leben und k&ouml;rperliche Unversehrtheit, mit F&uuml;&szlig;en getreten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/der-westen-zeigt-das-was-er-ist-der-friedhof-der-menschenrechte-von-willy-wimmer\/\">KenFm<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>In Kolumbien sind w&auml;hrend des Generalstreiks &uuml;ber 400 Menschen verschwunden<\/strong><br>\nBogot&aacute;. Die Zahl der vermissten Personen ist im Zuge der tagelang anhaltenden Proteste rasant gestiegen. Die Direktorin der kolumbianischen Sucheinheit f&uuml;r verschwundene Personen (UBPD), Luz Marina Monz&oacute;n, spricht von &uuml;ber 400 gemeldeten Vermissten im Zusammenhang mit den Protesten seit dem 28. April. Die nationale Ombudsstelle ihrerseits hat einen Anstieg von 145 auf 359 Verschwundene allein zwischen dem 6. und dem 7. Mai gemeldet.<br>\nProtestierende sehen die Verschleppung von Menschen als eine Erg&auml;nzung zu den Scharm&uuml;tzel-Taktiken der Polizei&hellip;<br>\nImmer &ouml;fter melden Demonstrant:innen landesweit den Einsatz von bewaffneten Zivilpersonen, die auf Protestierende schie&szlig;en. Am Donnerstag wurden im Barrio El Ancla in Cali zwei Kleinlaster identifiziert, die bewaffnete, als Zivilpersonen getarnte Einheiten in die N&auml;he einer Stra&szlig;enblockade transportierten. Anwohner berichteten, dass die bewaffneten Zivilkr&auml;fte dabei waren, das Feuer auf Protestierende zu er&ouml;ffnen, als sie durch eine herbeigerufene Patrouille des Milit&auml;rs daran gehindert wurden. In den Kleinlastern wurden Beweise gefunden, die die bewaffneten Personen als Polizisten identifizierten. Diese Zugeh&ouml;rigkeit hat die Polizei von Cali mittlerweile best&auml;tigt&hellip;<br>\nJeden Tag gehen die Streikenden landesweit weiter auf die Stra&szlig;en. Die von der Regierung angek&uuml;ndigte Gespr&auml;chsbereitschaft mit dem nationalen Streikkomitee reicht f&uuml;r viele Demonstrant:innen nicht mehr aus. L&auml;ngst geht es um mehr. &ldquo;Wir wollen die Regierung Duque st&uuml;rzen&rdquo;, sagt ein Demonstrant aus Bogot&aacute; gegen&uuml;ber amerika21.<br>\nInzwischen gibt es Milit&auml;rangeh&ouml;rige, die ihre Waffen nicht gegen Demonstrant:innen richten wollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/05\/250421\/ueber-400-verschwundene-streik-kolumbien\">Amerika 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dazu von Fr&eacute;derico F&uuml;llgraf: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72318\">Kolumbien &ndash; Mit Toten und Vermissten verlagert sich Polizei- und Milit&auml;r-Gewalt vom &bdquo;Guerilla-Krieg&ldquo; in die soziale Rebellion der St&auml;dt<\/a>e.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>UN fordern mehr Einsatz f&uuml;r Myanmar<\/strong><br>\nDas UN-Menschenrechtsb&uuml;ro mahnt die internationale Gemeinschaft, mehr Druck auf die Mililt&auml;rf&uuml;hrung in Myanmar auszu&uuml;ben. Die Gewalt gehe unvermindert weiter. Mindestens 782 Menschen seien seit dem Putsch get&ouml;tet worden.<br>\nGenau 100 Tage nach dem Milit&auml;rputsch in Myanmar sieht das UN-Menschenrechtsb&uuml;ro kein Ende der brutalen Unterdr&uuml;ckung. Die Menschenrechte in dem s&uuml;dostasiatischen Staat w&uuml;rden von Milit&auml;r und Sicherheitskr&auml;ften mit F&uuml;&szlig;en getreten, sagte ein Sprecher des B&uuml;ros in Genf.<br>\nGleichzeitig lehne sich die Opposition unentwegt gegen die Milit&auml;rjunta auf. Das Menschenrechtsb&uuml;ro rief die internationale Gemeinschaft auf, sich st&auml;rker zu engagieren.<br>\n(&hellip;) Die Junta ignoriere auch einen Plan der s&uuml;dostasiatischen Staatengemeinschaft Asean, dem sie selbst zugestimmt habe.<br>\nKernpunkte des Asean-Myanmar-Gipfels am 24. April in Jakarta waren die Forderungen nach einem &ldquo;sofortigen Ende der Gewalt&rdquo;, einem &ldquo;Dialog zwischen allen betroffenen Parteien&rdquo; sowie die Entsendung eines Asean-Sonderbotschafters als Vermittler in Myanmar.<br>\nWenige Tage nach dem Gipfel erkl&auml;rte Junta-Chef Min Aung Hlaing, er werde einen Sonderbotschafter erst ins Land lassen, wenn sich &ldquo;die Lage stabilisiert&rdquo; habe. Auch nach dem Gipfel ging die Milit&auml;r- und Polizeigewalt gegen die Proteste gegen die Diktatur mit unverminderter Gewalt weiter.<br>\nUN sichern Volk Unterst&uuml;tzung zu<br>\nDie Vereinten Nationen versicherten dem Volk von Myanmar ihrer &ldquo;unverbr&uuml;chliche Unterst&uuml;tzung&rdquo;. Generalsekret&auml;r Antonio Guterres unterst&uuml;tze die Menschen in ihrem Bestreben nach &ldquo;Demokratie, Frieden, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit&rdquo;, twitterte die UN-Vertretung in Yangon&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/myanmar-un-103.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&raquo;Wir stecken in ernsthaften Schwierigkeiten&laquo;<\/strong><br>\nDie s&uuml;dafrikanische Juristin Fatima Hassan k&auml;mpft seit der HIV\/Aids-Pandemie f&uuml;r eine gerechtere &ouml;ffentliche Gesundheitsversorgung. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Fehler, die schon bei der Bek&auml;mpfung von Aids begangen wurden, geistiges Eigentum in der Covid-Pandemie und dar&uuml;ber, wie Big Pharma die Demokratie und das Leben von Menschen gef&auml;hrdet.<br>\n(&hellip;) OP: Welche Unterschiede machst du in der Bew&auml;ltigung der HIV\/Aids-Pandemie im Vergleich mit der Covid-Pandemie aus?<br>\nFH: Der Unterschied zwischen Covid und HIV ist augenscheinlich. Covid ist ein hochansteckendes Virus, von dem in allen Ecken der Welt neue Varianten entstehen. Daher dachten wir, die Menschen w&uuml;rden nun zusammenarbeiten, damit genau zwei Dinge passieren: Erstens, Investitionen in die Forschung, um schneller Ergebnisse zu erzielen. Das ist auch tats&auml;chlich passiert. Im Gegensatz zu HIV\/Aids sehen wir, wie erhebliche Ressourcen der Suche nach Impfungen gewidmet wurden, und zwar im Schnellverfahren. Zweitens gingen wir davon aus, dass dieses Wissen nun auch geteilt w&uuml;rde. Wir dachten, aus schlichtem Eigeninteresse von allen Menschen weltweit &ndash; nicht nur aus der gesundheitlichen Perspektive, sondern auch wirtschaftlich gesehen &ndash; w&uuml;rden Patente und Wissen zug&auml;nglich gemacht. Eigentlich ist es unglaublich, wie sehr hier wieder die alten Argumente hinsichtlich geistigen Eigentums vonseiten der Pharmaunternehmen ins Feld gef&uuml;hrt werden. Das hat mir die Augen ge&ouml;ffnet. Denn eigentlich sind ja seit HIV\/Aids die Erkrankungs- und Todesraten bekannt, die auf die Verweigerung von Hilfe zur&uuml;ckgehen.<br>\nOP:  Was sagt uns diese Selbstbegrenzung der Politik auf Freiwilligkeit und Corporate Responsibility &uuml;ber die globale Ordnung? Was sind die Gr&uuml;nde hinter der strikten Ablehnung der Aufhebung von Patenten und anderen geistigen Eigentumsrechten auf Covid-19-Pr&auml;parate f&uuml;r die Dauer der Pandemie? Und was lernen wir im Moment &uuml;ber das Verh&auml;ltnis zwischen transnationalen Kapitalinteressen und Regierungen?<br>\nFH: Wir stecken in ernsthaften Schwierigkeiten. Denn selbst mitten in einer Pandemie dieses Ausma&szlig;es halten uns eine Handvoll Regierungen und ein paar CEOs regelrecht gefangen. Sie weigern sich partout, ihre Rechte an geistigem Eigentum, das sie f&uuml;r sich selbst beanspruchen, aufzugeben. Aber eigentlich m&uuml;sste man sehr wohl diskutieren, wessen Eigentum das ist. Schlie&szlig;lich haben in vielen F&auml;llen die Regierungen, besonders in den USA, in Gro&szlig;britannien und in Deutschland, die Forschung ma&szlig;geblich mitfinanziert. Die Frage ist also, warum schreiten die Regierungen nicht ein? Der Grund hierf&uuml;r wiederum ist: Sie selbst h&auml;ngen in einem Netz aus Interessen an geistigen Eigentumsrechten, welche sie &ndash; im Gegensatz zum menschlichen Leben &ndash; f&uuml;r sakrosankt halten. Diese Ehrerbietung gegen&uuml;ber privater Marktmacht zeigt, wie verkehrt die Weltordnung ist. Wenn wir von der WTO abh&auml;ngen, um diese Pandemie zu &uuml;berwinden, dann hat die Welt im Jahr 2021 ein ernsthaftes Governance-Problem &ndash; und ein Problem mit der Kontrolle von multinationalen Unternehmen. Es ist absurd, dass mitten in einer Krise der &ouml;ffentlichen Gesundheit sechs oder sieben Unternehmen am Lenkrad sitzen: Sie entscheiden, wohin geliefert wird, wer f&uuml;r sie zu welchem Preis produziert, welche Ausnahme- und Entsch&auml;digungsklauseln verankert oder auch welche Vereinbarungen zur Geheimhaltung getroffen werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tagebuch.at\/politik\/wir-stecken-in-ernsthaften-schwierigkeiten\/\">Tagebuch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Die Stra&szlig;e war mal f&uuml;r Kinder&ldquo;<\/strong><br>\nBerichte &uuml;ber Verkehrsunf&auml;lle halten die Schuld h&auml;ufig von Autofahrern fern. Laut Dirk Schneidemesser pr&auml;gt das unser Bewusstsein.<br>\ntaz: Herr Schneidemesser, Sie sagen, Sprache h&auml;lt die Mobilit&auml;tswende auf. Wieso?<br>\nDirk Schneidemesser: Die Sprache spiegelt die Einstellung zum &ouml;ffentlichen Raum und zum Auto wider. Wir haben seit fast einem Jahrhundert &uuml;ber die Sprache die Daseinsberechtigung des Autos verinnerlicht und tief in uns verankert. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Stra&szlig;e ein Ort, wo Kinder gespielt haben, wo man seinen Nachbarn begegnet ist, wo man auch Handel getrieben hat. Es gab Verkehr, aber das war eine von vielen Aktivit&auml;ten. Heutzutage haben wir die Vorstellung, die Stra&szlig;e ist da f&uuml;r einen einzigen Zweck, und das ist sogar verankert in unserer Gesetzgebung: den motorisierten Verkehr.<br>\nDie Stra&szlig;e ist also ausschlie&szlig;lich f&uuml;rs Auto da?<br>\nGenau. Wenn man in die Geschichtsb&uuml;cher schaut, ist es dazu durch eine konzertierte Aktion von Menschen gekommen, die meinten, das Auto ist die Zukunft, wir m&uuml;ssen unser Land, unseren &ouml;ffentlichen Raum nach den Bed&uuml;rfnissen des Autos ausrichten. Daraus folgte die &Uuml;berzeugung: Wir m&uuml;ssen in Kauf nehmen, dass Menschen verletzt oder gar get&ouml;tet werden. Die m&uuml;ssen wir von der Stra&szlig;e weghalten, damit der Autoverkehr nicht gest&ouml;rt wird. Nehmen wir das Beispiel Spielplatz: Ein Spielplatz ist im Grunde genommen ein Ort, wo wir Kinder hinschicken k&ouml;nnen, damit wir sie nicht an der Leine haben m&uuml;ssen, wo sie ungef&auml;hrdet sind, spielen k&ouml;nnen. Spielpl&auml;tze haben wir, weil die Stra&szlig;e unsicher wurde f&uuml;r Kinder.<br>\nHaben die Menschen anders gesprochen, als das Auto die Stra&szlig;e noch nicht dominierte?<br>\nJa. Das kann man noch h&ouml;ren, wenn man &auml;ltere Menschen fragt. Ein Bekannter von mir hat erz&auml;hlt, dass seine Mutter fr&uuml;her zu ihm und seinem Bruder sagte: &bdquo;Geht runter und spielt auf der Stra&szlig;e.&ldquo; Die Kinder waren um die f&uuml;nf Jahre alt. Diesen Satz w&uuml;rde heute wahrscheinlich niemand zu so kleinen Kindern sagen. Denn &bdquo;die Stra&szlig;e&ldquo; hat eine andere Bedeutung.<br>\n(&hellip;) Auch wenn das Auto stillsteht, wird ihm viel &ouml;ffentlicher Raum zugestanden.<br>\nDas Parken an sich ist ein absurdes Ph&auml;nomen. Stellen wir uns mal vor, wir lagern etwas anderes im &ouml;ffentlichen Raum: Ich montiere ein Schloss an meinen K&uuml;hlschrank und stelle ihn an den Stra&szlig;enrand. Das klingt absurd, aber das ist eine &auml;hnliche Praxis. Autos werden im &ouml;ffentlichen Raum gelagert. Das Wort &bdquo;parken&ldquo; normalisiert dieses Verhalten. Wir hinterfragen diese Praxis nicht. Dabei ist das die Privatisierung des &ouml;ffentlichen Raumes. Ein Parkplatz kostet bei der Einrichtung bis zu 5.000 Euro, im Unterhalt bis zu 300 Euro im Jahr in urbanen R&auml;umen. Die Anwohnerparkgeb&uuml;hren spiegeln diese Kosten nicht wider. Der &ouml;ffentliche Raum ist viel zu wertvoll, um Privatautos gratis oder nahezu gratis dort abzustellen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Verkehrsforscher-ueber-Sprache\/!5766200\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sie sagen Klasse, aber sie meinen es nicht so<\/strong><br>\n(&hellip;) Das lebenslange Gef&uuml;hl, ein Hochstapler zu sein<br>\nSelbst wer den Aufstieg aus den bildungsfernen Schichten geschafft hat, aus der wirtschaftlichen und geistigen Armut, kommt nur selten wirklich an. Weit verbreitet ist hier das Hochstaplersyndrom &ndash; das Gef&uuml;hl, das bessere Leben nicht wirklich verdient zu haben, und die Furcht, als Empork&ouml;mmling entlarvt zu werden.<br>\nSelbst wenn die Fesseln der Herkunft abgestreift sind, bleiben die Schwielen ein Leben lang erhalten. An ihnen erkennt man doch, woher einer kommt &ndash; und sei es auch nur daran, dass er seinen Dialekt nicht abgelegt hat oder sie ein Brotmesser nicht von einem Kaviarmesser unterscheiden kann. Der franz&ouml;sische Philosoph Pierre Bourdieu sprach von den &bdquo;feinen Unterschieden&ldquo;, die kaum erlernen kann, wer sie nicht als Erbe zugeteilt bekommen hat.<br>\nDiese Unterschiede sind gemacht &ndash; und die sind gewollt. Mit ihnen dichten sich oberen Klassen zuverl&auml;ssig nach unten ab. Wer hat, dem wird gegeben. Wer nichts hat, hat eben Pech gehabt.<br>\nSprachkosmetik l&ouml;st das Problem nicht<br>\nWas zu tun w&auml;re, liegt auf der Hand. Aufstieg sollte keine Frage von Herkunft oder Geldbeutel sein, sondern von Neigung und Leistung. Es ist vielleicht das zentrale Versprechen unserer Gesellschaft, das noch auf Einl&ouml;sung wartet. Je durchl&auml;ssiger eine Gesellschaft, umso besser f&uuml;r ihre Stabilit&auml;t. Es br&auml;uchte ein Schulwesen, das nicht selektiert, und eine Universit&auml;t, die wirklich universell ist. Es br&auml;uchte faire L&ouml;hne auch f&uuml;r Berufe, deren Prestige nur gering ist. Es br&auml;uchte eine Gesellschaft, die nicht Klassengesellschaft ist &ndash; oder sich diesen Umstand wenigstens eingesteht.<br>\nHier setzt der Begriff des Klassismus an. Ganz unten, wo&rsquo;s nicht weh tut und nichts kostet. Da geht es dann bequemerweise nicht um Umverteilung oder Chancengleichheit, sondern um Sprache, um freundlichen Umgang miteinander, so wie man anst&auml;ndigerweise auch nichts Rassistisches oder Homophobes sagt. Dann wird, statt r&uuml;de von &bdquo;armen Menschen&ldquo; zu reden, lieber freundlich von &bdquo;Einkommensschwachen&ldquo; oder &bdquo;sozial Benachteiligten&ldquo; gesprochen. Sprachkosmetik, die den Gegensatz der Klassen einebnet, ohne den Betroffenen wirklich zu helfen.<br>\nSozial Schwache wollen Ver&auml;nderung, nicht Anerkennung<br>\nDas ist der kategoriale Unterschied zwischen Klassismus einerseits und Sexismus, Homophobie oder Rassismus andererseits. Die davon betroffenen wollen in ihrer Identit&auml;t anerkannt und der Mehrheit gleichgestellt werden. Wer aber arm ist, der m&ouml;chte das nicht bleiben.<br>\nEs ist schon okay, den Klassismus anzuprangern. Die Marxistin w&uuml;rde leise hinzuf&uuml;gen: &bdquo;Klassenkampf&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/identitaetspolitik-und-klassismus-sie-sagen-klasse-aber-sie.1005.de.html?dram:article_id=497027\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der Beitrag benennt genau einen der wesentlichen wunden Punkte der Identit&auml;tsideologie, die suggeriert man m&uuml;sse nur die Sprache ver&auml;ndern und schon h&auml;tte man die gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse ver&auml;ndert. Doch ob man nun gendergerecht schreibt oder nicht ver&auml;ndert insbesondere an den &ouml;konomischen Macht- und Besitzverh&auml;ltnissen erst einmal gar nichts und so ist es vielleicht auch gedacht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Appell f&uuml;r Presse- und Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nVon Verlag, Redaktion und Genossenschaft der Tageszeitung junge Welt<br>\nIn gro&szlig;er Sorge um die Pressefreiheit in diesem Land wenden sich Verlag, Redaktion und Genossenschaft der in Berlin erscheinenden Tageszeitung junge Welt an die deutsche und internationale &Ouml;ffentlichkeit. Als einzige Tageszeitung in der Bundesrepublik steht die junge Welt unter Dauerbeobachtung durch den Inlandsgeheimdienst. Seit dem Jahr 2004 wird sie regelm&auml;&szlig;ig im Verfassungsschutzbericht des Bundes im Kapitel &raquo;Linksextremismus&laquo; aufgef&uuml;hrt und dort als &raquo;Gruppierung&laquo; eingestuft, die angeblich &raquo;verfassungsfeindliche Ziele&laquo; verfolgt. Nun handelt es sich bei der jungen Welt nicht um eine politische Organisation, sondern um ein journalistisches Produkt. Wir sehen einen handfesten politischen Skandal darin, dass eine staatliche Beh&ouml;rde sich anma&szlig;t, eine unabh&auml;ngige Zeitung in dieser Weise an den Pranger zu stellen, weil ihr bestimmte Inhalte nicht gefallen.<br>\n(&hellip;) In Reaktion auf unser Schreiben wandte sich die Bundestagsfraktion der Partei Die Linke mit einer Kleinen Anfrage (BT-Drucksache 19\/28956) an die Bundesregierung, um sich im Detail nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r die geheimdienstliche Beobachtung der jungen Welt und deren Nennung im VS-Bericht zu erkundigen.<br>\nDie Antwort der von Union und SPD gef&uuml;hrten Regierung vom 5. Mai 2021 muss beunruhigen, liefert sie doch Argumente f&uuml;r eine sehr weitgehende Einschr&auml;nkung b&uuml;rgerlicher Freiheitsrechte, die alle fortschrittlichen Kr&auml;fte in diesem Land betreffen. Die Bundesregierung rechtfertigt ihre Eingriffe mit der &raquo;verfassungsfeindlichen&laquo; weltanschaulichen Orientierung der jungen Welt: &raquo;Themenauswahl und Intensit&auml;t der Berichterstattung zielen auf Darstellung &rsaquo;linker&lsaquo; und linksextremistischer Politikvorstellungen und orientieren sich am Selbstverst&auml;ndnis der jW als marxistische Tageszeitung.&laquo;&hellip;<br>\nWir appellieren an die kritische &Ouml;ffentlichkeit, sich dieser von obrigkeitsstaatlichem Denken geleiteten Einschr&auml;nkung demokratischer Grundrechte zu widersetzen. Wir bitten Sie: Studieren Sie gr&uuml;ndlich die Antwort der Bundesregierung! Fordern Sie Ihre demokratisch gew&auml;hlten Bundestagsabgeordneten auf, dazu Stellung zu nehmen! Zeigen Sie sich solidarisch mit der Tageszeitung junge Welt &ndash; auch im eigenen Interesse! Verlag, Redaktion und Genossenschaft werden sich nicht einsch&uuml;chtern lassen und auch weiterhin alles daf&uuml;r tun, dass eine relevante linke Tageszeitung auf dem Markt verf&uuml;gbar bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/402182.pressefreiheit-appell-f%C3%BCr-presse-und-meinungsfreiheit.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-72332","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72332"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72332\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72333,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72332\/revisions\/72333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}