{"id":72345,"date":"2021-05-12T14:00:44","date_gmt":"2021-05-12T12:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72345"},"modified":"2021-05-21T11:55:15","modified_gmt":"2021-05-21T09:55:15","slug":"wissenschaften-in-der-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72345","title":{"rendered":"Wissenschaften in der Pandemie"},"content":{"rendered":"<p>In seinem Aufsatz <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2021-04\/wissenschaft-corona-politik-massnahmen-expertise-naturwissenschaften-forschung\">&bdquo;Die Wahrheit ist nicht relativ&ldquo;<\/a> &auml;u&szlig;ert der Physiker Ralf B&ouml;nt die Vermutung, dass uns gegenw&auml;rtig eine Phase der gesellschaftlichen Entwicklung und Umbr&uuml;che bevorstehen k&ouml;nnte, wie die Welt sie vor rund 100 Jahren am Ende der Spanischen Grippe, zu einer Zeit des st&uuml;rmischen Fortschritts der Physik, erlebt hat. Er vergisst, zu bedenken, dass die Physiker jener Zeit die von ihnen initiierten Umbr&uuml;che mit einer gr&uuml;ndlichen philosophischen Reflexion ihres eigenen Tuns und im intensiven Austausch mit den Philosophen ihrer Zeit verbunden haben. Vielmehr meint B&ouml;nt, der Nachfahr dieser revolution&auml;ren Wissenschaftler, auf Philosophie ganz verzichten zu k&ouml;nnen. Das sei ihm unbenommen. Allerdings f&auml;llt auf, dass B&ouml;nt im Denken &uuml;ber das Tun und den Gegenstand seiner eigenen Disziplin weit hinter die Einsichten seiner Kollegen, die einst die Quantentheorie entwickelt haben, zur&uuml;ckf&auml;llt. Gerade mit Blick auf B&ouml;nts eigentliches Anliegen, die Rolle der Naturwissenschaften bei der Bew&auml;ltigung gegenw&auml;rtiger Herausforderungen wie der Pandemie, aber auch des Klimawandels, darf das nicht kritiklos hingenommen werden. Von <strong>J&ouml;rg Phil Friedrich<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3108\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-72345-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210512_Wissenschaften_in_der_Pandemie_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210512_Wissenschaften_in_der_Pandemie_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210512_Wissenschaften_in_der_Pandemie_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210512_Wissenschaften_in_der_Pandemie_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=72345-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210512_Wissenschaften_in_der_Pandemie_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210512_Wissenschaften_in_der_Pandemie_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Es ist f&uuml;r das Verst&auml;ndnis der M&ouml;glichkeiten und der Grenzen der Wissenschaften bei der Bek&auml;mpfung von Pandemie und Klimawandel in der Tat hilfreich, auf die Erfolge und Einsichten der modernen Physik zu schauen, allerdings aus einem anderen Grund, als B&ouml;nt meint. Werner Heisenberg, dem als einem der f&uuml;hrenden K&ouml;pfe bei der Entwicklung der Quantentheorie wohl kaum der Vorwurf gemacht werden kann, ein &bdquo;Wissenschaftsleugner&ldquo; zu sein, hat in seinem Nachdenken &uuml;ber die Naturauffassung der modernen Physik fr&uuml;h erkannt, dass die Gegenst&auml;nde seiner Disziplin gerade nicht mehr die Bausteine der Natur an sich sind, sondern dass &bdquo;wir im Grunde immer nur unsere Kenntnis dieser Teilchen zum Gegenstand der Wissenschaft machen k&ouml;nnen&ldquo;. Man muss diese Einsicht sehr genau durchdenken und darf sie nicht vorschnell in die eine oder andere Richtung fehlinterpretieren. Weder bedeutet sie, dass die Gegenst&auml;nde der Wissenschaften nur Konstruktionen unseres Geistes sind, noch, dass es sich um vorl&auml;ufige Ann&auml;herungen an die &bdquo;wirkliche Realit&auml;t&ldquo; handeln w&uuml;rde, oder dass es vielleicht &bdquo;nur&ldquo; eine Konsequenz der nach Heisenberg benannten Unsch&auml;rferelation sei, nach der die Feststellung der Eigenschaften eines Teilchens von der Messung abhinge.<\/p><p>Diese &Uuml;berlegungen formulierte Heisenberg in seinem Vortrag &bdquo;Das Naturbild der heutigen Physik&ldquo; 1955. Um zu verstehen, was Heisenberg meint und wie weit sein Gedanke reicht, lohnt es sich, noch ein paar Jahre zur&uuml;ckzugehen, zu seinem Aufsatz &bdquo;Ordnung der Wirklichkeit&ldquo;, der Anfang der 1940er entstanden ist. Hier konstatiert er f&uuml;r die neuzeitliche Physik einerseits eine Fortsetzung des Programms der Mathematisierung, welches schon durch die Pythagoreer begonnen wurde, andererseits vor allem aber die zentrale Rolle des Experiments. Mit ihm werden die Ph&auml;nomene, die theoretisch beschrieben und verstanden werden k&ouml;nnen, &uuml;berhaupt erst erzeugt, beides &ndash; die stabile experimentelle Erzeugung des Ph&auml;nomens und seine mathematisch-theoretische Beschreibung &ndash; liefern die Grundlage f&uuml;r die M&ouml;glichkeit der technischen Nutzung.<\/p><p>Das so genannte Naturgesetz ist somit keineswegs etwas, was einfach so schlicht in der Natur da drau&szlig;en &bdquo;herrscht&ldquo; &ndash; es ist Teil unserer Welterkenntnis, die sich im Wesentlichen auf experimentell erzeugte und stabilisierte Ph&auml;nomene bezieht. Das macht auch den Erfolg der Naturwissenschaften, allen voran der Physik, aus. Die Rolle der Gesetze als Teile der theoretischen Beschreibung experimentell und technisch beherrschter Situationen wird bei Heisenberg auch schon darin deutlich, dass er &ndash; etwa mit Bezug auf die Newtonsche Mechanik &ndash; von so genannten &bdquo;abgeschlossenen Theorien&ldquo; spricht. Diese sind absolut wahr und k&ouml;nnen auch in Zukunft nicht mehr korrigiert werden, sie beschreiben einen klar umrissenen experimentell herstellbaren Ph&auml;nomenbereich vollst&auml;ndig.<\/p><p>Der einzige Ph&auml;nomenbereich, in dem &ndash; jedenfalls in allt&auml;glichen Zeitma&szlig;st&auml;ben &ndash; die mathematischen Modelle gut mit den Beobachtungen auch au&szlig;erhalb des Labors &uuml;bereinstimmen, sind die Bewegungen von Planeten, Asteroiden und Monden im Kosmos. Kann man deshalb sagen, dass sie den Gesetzen der Physik &bdquo;gehorchen&ldquo;? Leider nicht, und zwar nicht nur, weil die Rede vom Gehorchen ohnehin nur eine metaphorische Sprechweise ist, sondern weil in den Gesetzen der Gravitation eine Gravitationskraft enthalten ist, die ohne Zeitverzug zwischen den K&ouml;rpern wirkt, deren Natur oder Existenz aber in den fraglichen &bdquo;Gesetzen&ldquo; v&ouml;llig unklar bleibt. Dieses Problem hat schon den Physiker Heinrich Hertz in seiner &bdquo;Einleitung zur Mechanik&ldquo; vor 150 Jahren umgetrieben.<\/p><p>Spricht man heute mit Physikern, die sich um die erkenntnistheoretischen Grundlagen ihrer Disziplin und ihres Handelns Gedanken machen, stellt man fest, dass sie Begriffe wie &bdquo;Naturgesetz&ldquo; oder &bdquo;Kausalit&auml;t&ldquo; und &bdquo;Wahrheit&ldquo; gern vermeiden. Theorien sind nicht wahr oder falsch, ihre Axiome oder Basisgleichungen sind keine Gesetze, die da drau&szlig;en in der Natur herrschen &ndash; die Theorien sind vielmehr &bdquo;empirisch ad&auml;quat&ldquo;, sie erlauben es, den Verlauf von Laborexperimenten richtig vorherzuberechnen und technische Ger&auml;te zu bauen, die funktionieren. Das hei&szlig;t nat&uuml;rlich auch, dass diese wiederum &ndash; wenigstens im kontrollierten Umfeld des Experiments &ndash; ein regelm&auml;&szlig;iges Verhalten zeigen, das sich stabil reproduzieren und mit den Gleichungen der Theorie beschreiben l&auml;sst. Es w&auml;re aber vermessen, zu sagen, dass diese Gleichungen Gesetze w&auml;ren, denen die Komponenten des Experiments folgen.<\/p><p>Dieser Ausflug in die Wissenschaftstheorie der modernen Physik war notwendig, um deutlich zu machen, dass die Rolle der Naturwissenschaften bei der Bew&auml;ltigung von Problemen au&szlig;erhalb des Labors und technischer Umgebungen nicht einfach aus dem Erfolg der modernen Naturwissenschaften innerhalb des Labors begr&uuml;ndet werden kann. Fraglos gibt es Methoden, um Erzeugnisse aus den Labors etwa der Gentechniker auch au&szlig;erhalb einzusetzen, etwa die dort entwickelten Impfstoffe. Wir wissen aber, dass sich die Wirkung eines Impfstoffs in jedem einzelnen Fall nicht vorhersagen l&auml;sst wie ein Laborexperiment. An die Stelle der Prognose des Einzelfalls tritt deshalb die Feldstudie. F&uuml;r jede einzelne Impfung aber bleibt der Verlauf gewisserma&szlig;en einzigartig. Erst durch die gro&szlig;e Zahl der Impfungen, zun&auml;chst im Kontext kontrollierter Studien, dann in ihrem breiten Einsatz, wird der Erfolg einer Impfkampagne insgesamt gesichert. <\/p><p>Wichtiger f&uuml;r das Verst&auml;ndnis der Rolle der Naturwissenschaften bei Herausforderungen wie der Pandemie oder dem Klimawandel ist aber, dass sie es hier von Anfang an eben gerade nicht mit Ph&auml;nomenen zu tun hat, die sie selbst erzeugt hat und die sie kontrollieren kann. Die Pandemie und der Klimawandel laufen nicht unter Laborbedingungen ab. Die Regelm&auml;&szlig;igkeiten, die sich im Labor isolieren und als Gesetze beschreiben lassen, sind deshalb kaum sichtbar und die Wissenschaften ben&ouml;tigen f&uuml;r ihre Arbeit einen ganz anderen Ansatz und ein ganz anderes Selbstverst&auml;ndnis als f&uuml;r die Arbeit im Labor.<\/p><p>An die Stelle des Laborexperiments tritt nun das Modell. Genau genommen ist auch das Laborexperiment ein Modell, es ist nun aber nicht mehr Selbstzweck und eigentlicher Gegenstand der Wissenschaft, das Modell steht als radikale Vereinfachung, die immer nur bestimmte Aspekte des eigentlichen Gegenstandes zeigen kann, f&uuml;r den es eben Modell ist. Ein Modell kann eine blo&szlig;e Modellvorstellung sein, die eine bestimmte Wechselwirkung oder einen Prozess veranschaulicht, es kann sich um ein reales Modell handeln, etwa Mikroorganismen in einer N&auml;hrl&ouml;sung, es kann ein mathematisches Modell und im Speziellen ein Computermodell sein. An Modellen l&auml;sst sich ein isolierter Prozess studieren und verstehen.<\/p><p>Das Untersuchen von Modellen ist etwas ganz anderes als das, was die Physik als paradigmatische Naturwissenschaft als Erfolgsgeschichte erz&auml;hlen kann. Diese Erfolgsgeschichte besteht in der Entwicklung immer umfassenderer mathematischer Theorien, die sich in Laborexperimenten best&auml;tigen lassen und f&uuml;r die umgekehrt Laborexperimente immer neues Rohmaterial als stabilisierte und kontrollierbare Effekte liefern. Gut kontrollierte Effekte k&ouml;nnen das Labor verlassen, um in technisch kontrollierten Umgebungen Anwendung zu finden. Diese Erfolgsgeschichte ist faszinierend, auch wenn wir inzwischen auch ihre Gefahren kennengelernt haben, da keine Umgebung au&szlig;erhalb der Labore sich ganz kontrollieren l&auml;sst.<\/p><p>Was wir aber von der Wissenschaft f&uuml;r den Umgang mit Pandemien und Klimawandel erwarten, ist davon verschieden &ndash; und die Modelluntersuchungen liefern uns auch etwas anderes. Hier werden keine umfassenden Theorien entwickelt, sondern eine Vielzahl von Wissens- und Verst&auml;ndnisbausteinen, die uns Orientierung geben k&ouml;nnen, die uns manches von dem, was wir beobachten, einigerma&szlig;en verst&auml;ndlich machen, und die uns eine gewisse Vorstellung davon geben, was passieren kann, wenn wir etwas tun oder lassen. Das Handeln bleibt dabei immer ein unsicherer Eingriff in das komplexe Geschehen der Welt selbst, welches Auswirkungen hat, die der Modellvorstellung entsprechen k&ouml;nnen, aber auch solche, die vom Modell nicht abgedeckt werden.<\/p><p>Da Modelle immer nur einen gewissen Teil der Aspekte des realen Geschehens abdecken, ist es gut, f&uuml;r das gleiche Geschehen mit verschiedenen Modellen zu arbeiten. Diese k&ouml;nnen sich auch widersprechen, sie k&ouml;nnen inkompatibel zueinander sein &ndash; das Modellsystem ist ja nicht identisch mit dem realen System, es muss nicht einmal &Auml;hnlichkeit mit ihm haben. Ein Beispiel soll das illustrieren: Wenn man den Verlauf von Pandemien beschreibt, kann es sinnvoll sein, die Infektionszahlen als &bdquo;Wellen&ldquo; und &bdquo;Schwingungen&ldquo; zu beschreiben und hierf&uuml;r wiederum das Modell eines Pendels zu verwenden. Die Vorstellung des Pendels kann helfen, die Dynamik der Pandemie zu verstehen, aber nat&uuml;rlich ist ein Pendel etwas ganz anderes als eine Pandemie.<\/p><p>Unterschiedliche Modelle machen unterschiedliche Aspekte des Geschehens verst&auml;ndlich &ndash; und deshalb gibt es eben auch unterschiedliche Modell-Wahrheiten. Die Frage, ob es drau&szlig;en in der Welt nur eine Wahrheit gibt, ist nicht die nach dem letztlich richtigen Modell &ndash; da unterschiedet sich eben die Wissenschaft der Pandemie ganz grunds&auml;tzlich von der Wissenschaft der Elementarteilchen, bei der man vielleicht auf das letzte richtige Modell hoffen mag &ndash; auch da w&uuml;rde Heisenberg allerdings widersprechen.<\/p><p>Richtig ist aber, wiederum aber in einem anderen Sinn als von Ralf B&ouml;nt vermutet, dass es in der Pandemie nur eine Wahrheit gibt: Denn die Pandemie ist ein einmaliges Geschehen, das sich nicht, wie ein Laborexperiment, wiederholen l&auml;sst. Die Wahrheit der Pandemie bleibt uns allerdings genau deshalb verborgen. W&auml;hrend der Experimentator im Labor so lange an seinem Experiment justieren kann, bis es stabile, reproduzierbare Ergebnisse zeigt, die sich mit einer Theorie zur Deckung bringen lassen, geschieht die Pandemie so, wie wir sie gerade erleben, nur ein einziges Mal, und die meisten Prozesse, die dabei relevant sind, bleiben uns verborgen, werden nicht beobachtet und k&ouml;nnen nicht sicher in unsere Vorstellungen vom kausalen Geschehen eingeordnet werden. Auch deshalb gibt es hier niemals genau eine Wahrheit im Sinne genau einer zutreffenden wissenschaftlichen Theorie.<\/p><p>Was folgt aus alldem f&uuml;r die Rolle der Wissenschaft in der Pandemie oder auch im Klimawandel? Zuerst: Sie ist eine wichtige Institution, die uns tats&auml;chlich mit Einsichten in das Geschehen versorgen kann, neben dem Journalismus, der uns &uuml;ber das Handeln, die Ziele und die Ansichten und Stimmungen der politischen Akteure der Menschen &uuml;berhaupt informiert. Aber die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind von anderer Qualit&auml;t als wir erwarten, wenn wir an die Erfolgsgeschichte der Naturwissenschaften der letzten zwei Jahrhunderte denken. Das Orientierungswissen der Virologen und Epidemiologen und ihrer modellierenden Kollegen aus der Physik und Mathematik ist nicht eindeutig, nicht stabil, nicht sicher, es ist in einem ganz praktischen Sinn der Revision durch das tats&auml;chliche Geschehen ausgesetzt. Ob es richtig war oder fehlerhaft, l&auml;sst sich niemals im gleichen Sinn bestimmen, wie es f&uuml;r eine Theorie m&ouml;glich ist, die in Laborexperimenten &uuml;berpr&uuml;ft werden kann.<\/p><p>Daran m&uuml;ssen nicht nur politische Entscheider, die auf der Basis wissenschaftlicher Einsichten handeln m&uuml;ssen, immer mal wieder erinnert werden, sondern auch Wissenschaftler selbst, die als politische Berater oder Interviewpartner in Medien auftreten. Und dazu k&ouml;nnen Philosophen, die &uuml;ber die Arbeit der Wissenschaften reflektieren, durchaus einen bescheidenen Beitrag leisten.<\/p><p>Titelbild: PopTika\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seinem Aufsatz <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2021-04\/wissenschaft-corona-politik-massnahmen-expertise-naturwissenschaften-forschung\">&bdquo;Die Wahrheit ist nicht relativ&ldquo;<\/a> &auml;u&szlig;ert der Physiker Ralf B&ouml;nt die Vermutung, dass uns gegenw&auml;rtig eine Phase der gesellschaftlichen Entwicklung und Umbr&uuml;che bevorstehen k&ouml;nnte, wie die Welt sie vor rund 100 Jahren am Ende der Spanischen Grippe, zu einer Zeit des st&uuml;rmischen Fortschritts der Physik, erlebt hat. Er vergisst, zu bedenken,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72345\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":72347,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,149,17],"tags":[712,1386],"class_list":["post-72345","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-gesundheitspolitik","category-hochschulen-und-wissenschaft","tag-arzneimittel","tag-wissenschaftlich-technischer-fortschritt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/shutterstock_1463056829.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72345","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72345"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72345\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72380,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72345\/revisions\/72380"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/72347"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}