{"id":7238,"date":"2010-11-02T14:21:33","date_gmt":"2010-11-02T13:21:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7238"},"modified":"2010-11-02T14:23:37","modified_gmt":"2010-11-02T13:23:37","slug":"hinweise-des-tages-2-152","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7238","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Warum wir eine globale Geldordnung brauchen; R&ouml;ttgen wird in Position geschrieben; Guttenberg und die goldenen Eier der CSU; Pflegenotstand; Stuttgart 21; Die Schulden der einen sind das Verm&ouml;gen der anderen; Lammert gibt Koalition Kontra; Robert von Heusinger: Wo ein Wille; Buchungskniffe: Wie Konzerne bei den Zahlen tricksen;  Armut in Amerika: So schlimm war es noch nie; Pleite vor Wahlen; Mit Satire gegen die Tea-Party; Entgrenzung nach rechts; Ein seltsames Recht, auf Kosten anderer zu leben!; Hartz IV Studie: Unmenschliches Verhalten der Arge; Bachelor und Arbeitsmarkt &ndash; Herzlichen Willkommen, Fertigstudierte; &bdquo;Freiheit ist ansteckend&ldquo; &ndash; eine konstruktive Leitkulturdebatte; Apobank schmei&szlig;t Vorstandsmitglieder raus; Der Gr&uuml;ne Punkt: Volk der Trenner und Sammler (JB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Warum wir eine globale Geldordnung brauchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">R&ouml;ttgen wird in Position geschrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Die goldenen Eier der CSU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Pflegenotstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Die Schulden der einen sind das Verm&ouml;gen der anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Lammert gibt Koalition Kontra<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Robert von Heusinger: Wo ein Wille<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Buchungskniffe: Wie Konzerne bei den Zahlen tricksen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Armut in Amerika: So schlimm war es noch nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Pleite vor Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Mit Satire gegen die Tea-Party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Entgrenzung nach rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Ein seltsames Recht, auf Kosten anderer zu leben!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Hartz IV Studie: Unmenschliches Verhalten der Arge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Bachelor und Arbeitsmarkt &ndash; Herzlichen Willkommen, Fertigstudierte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">&bdquo;Freiheit ist ansteckend&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Apobank schmei&szlig;t Vorstandsmitglieder raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Der Gr&uuml;ne Punkt: Volk der Trenner und Sammler<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7238&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Flassbeck &ndash; Warum wir eine globale Geldordnung brauchen<\/strong><br>\nNur wenn sich, wie es derzeit in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion der Fall ist, eine Volkswirtschaft durch Lohndumping absolute Vorteile erworben hat, die nicht durch eine Abwertung der W&auml;hrung der anderen ausgeglichen werden kann und deswegen zu laufend steigenden Marktanteilen dieser Volkswirtschaft f&uuml;hrt, wird die Situation f&uuml;r die Defizitl&auml;nder auf l&auml;ngere Sicht untragbar. Sie k&ouml;nnen den Gl&auml;ubigern nicht mehr erkl&auml;ren, wie sie die Schulden oder auch nur den Schuldendienst bezahlen wollen, wenn alle ihre Unternehmen international dauernd zur&uuml;ckfallen.<br>\nWer sollte gegen einen solchen Vorschlag sein, wenn die Amerikaner daf&uuml;r sind und die Chinesen daf&uuml;r sein m&uuml;ssen, weil er den Druck von ihnen f&uuml;r eine einseitige Aufwertung nimmt? Die Europ&auml;er k&ouml;nnen nicht glaubhaft nein sagen, weil sie selbst genau diesen Weg gegangen sind, um ihren Binnenhandel nicht l&auml;nger den absurden Ausschl&auml;gen von W&auml;hrungsm&auml;rkten zu &uuml;berlassen.<br>\nInteressanterweise wird auf diesem Wege Deutschland genau die Diskussion &uuml;ber seinen hohen und steigenden Leistungsbilanz&uuml;berschuss aufgezwungen, die es in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion um jeden Preis zu vermeiden versucht. Die ganze in diesen Tagen wieder hochgefahrene deutsche Kampagne gegen die &ldquo;S&uuml;nder&rdquo; mit den gro&szlig;en Haushaltsdefiziten in den anderen L&auml;ndern hat ja nur das Ziel, vom eigentlichen Problem der riesigen Leistungsbilanzungleichgewichte in der W&auml;hrungsunion abzulenken, weil bei Letzterem Deutschland mit seinen &Uuml;bersch&uuml;ssen automatisch mit auf der Anklagebank sitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-11\/g20-wechselkurse\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>R&ouml;ttgen wird in Position geschrieben<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>R&ouml;ttgen gewinnt NRW-Vorwahl<\/strong><br>\nBundesumweltminister Norbert R&ouml;ttgen hat am Sonntag eine Mitgliederbefragung um den Chefposten der CDU in Nordrhein-Westfalen gewonnen. R&ouml;ttgen setzte sich mit 54,8 Prozent der Stimmen gegen Ex-Landesminister Armin Laschet durch.<br>\nLaschet wollte gemeinsam mit Fraktionschef Laumann und dem aktuellen Generalsekret&auml;r Andreas Krautscheid gegen Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft (SPD) und deren rot-gr&uuml;ne Minderheitsregierung anarbeiten. Aber genau dies war am Ende seine gr&ouml;&szlig;te Schw&auml;che. Die Mitglieder haben den Neuanfang gew&auml;hlt und eben nicht geglaubt, dass das Trio, das die Landtagswahl auf jeweils wichtigen Posten so eindeutig verloren hatte, einen &uuml;berzeugenden Neuanfang darstellt.&#8232;R&ouml;ttgen hat weniger landespolitisch gedacht. F&uuml;r ihn war die Kandidatur verlockend, weil der Chef der NRW-CDU ein Machtfaktor in der Bundespartei ist. Und R&ouml;ttgens Karriere ist bundespolitisch ausgerichtet. Der Bundesumweltminister ist ein ehrgeiziger Mann, der derzeit wohl still beobachtet, wie sich ein anderer J&uuml;ngerer &ndash; Karl- Theodor zu Guttenberg &ndash; bei der CSU an h&ouml;here Aufgaben heranmacht. Auch R&ouml;ttgen, Jahrgang 1965, ist einer, der in einigen Jahren noch ganz vorne mitmischen kann, in einer &Auml;ra nach Angela Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/roettgen-gewinnt-nrw-vorwahl\/1971450.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>R&ouml;ttgen bringt sich als Merkel-Kronprinz in Stellung<\/strong><br>\nSchon in zwei Wochen d&uuml;rfte sich R&ouml;ttgen beim CDU-Bundesparteitag in Karlsruhe auch um einen Posten als Stellvertreter von Parteichefin Angela Merkel bewerben. Nachdem in den vergangenen Monaten ein Merkel-Rivale nach dem anderen die zweite Reihe verlassen hat und Aufsteiger wie Stefan Mappus in Baden-W&uuml;rttemberg schon wieder gegen den Abstieg k&auml;mpfen, stehen die Chancen R&ouml;ttgens nicht schlecht, mit dem gr&ouml;&szlig;ten Landesverband im R&uuml;cken schon bald die Rolle des ersten Kronprinzen zu spielen.<br>\nVielleicht f&uuml;hrt der Weg &uuml;ber ein Spitzenjob in NRW. Ja, selbstverst&auml;ndlich wolle er im Falle einer Neuwahl im zurzeit von einer rot-gr&uuml;nen Minderheitsregierung gef&uuml;hrten Land Spitzenkandidat der CDU werden, beteuert R&ouml;ttgen am Sonntagabend. Er spricht laut, f&uuml;llt den Raum in der CDU-Zentrale mit weiten Armbewegungen. Eine &ldquo;Demonstration der Lebendigkeit&rdquo; sei die Mitgliederbefragung gewesen, die Partei habe durch dieses &ldquo;absolut saubere Verfahren&rdquo; gezeigt, was in ihr steckt, sagt R&ouml;ttgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,726177,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Unionskandidat schlechthin<\/strong><br>\nWas R&ouml;ttgen an D&uuml;sseldorf fesselt, spielt dem CSU-Politiker zu Guttenberg in die H&auml;nde, dem die &Ouml;ffentlichkeit eine &auml;hnliche Lebensplanung zuschreibt wie dem Sieger von Nordrhein-Westfalen: eines Tages Bundeskanzler zu werden. Wenn die Basis nach ihm riefe, m&uuml;sste Guttenberg sie h&ouml;ren.<br>\nIn Nordrhein-Westfalen hat die CDU den potentiell wichtigsten Posten neu besetzt, den sie unterhalb des Bundesvorsitzes zu vergeben hat. Norbert R&ouml;ttgen f&uuml;hrt k&uuml;nftig den weitaus st&auml;rksten Landesverband der Partei. Der Bundesumweltminister kann k&uuml;nftig eine Hausmacht ins Feld f&uuml;hren, die jene des Baden-W&uuml;rttembergers Mappus oder des Niedersachsen McAllister &uuml;berragt und an die des Bayern Seehofer heranreicht.<br>\nDiese Entscheidung ist jedoch voller Widerhaken. H&auml;tte er verloren, w&auml;re R&ouml;ttgens Ansehen zwar angekratzt gewesen, aber er h&auml;tte in der Bundespolitik bleiben k&ouml;nnen, denn sein Gegner Laschet wollte erkl&auml;rterma&szlig;en Landespolitiker bleiben. Nun aber muss R&ouml;ttgen bereitstehen, in die Landespolitik zu wechseln &ndash; und da die gegenw&auml;rtige rot-gr&uuml;ne Landesregierung eine Minderheitsregierung ist, kann der CDU-Landesvorsitzende sich nicht einmal auf das ordnungsgem&auml;&szlig;e Ende der laufenden Wahlperiode in viereinhalb Jahren einrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1\/Doc~E4235F5398B0A447FA226E846EBF4E0C6~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der SPIEGEL und die FAZ machen sich schon seit l&auml;ngerem Gedanken &uuml;ber einen potentiellen Merkel-Nachfolger und vor allem die Hamburger haben sich regelrecht in Norbert R&ouml;ttgen <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-71029976.html\">verschossen<\/a>. Doch mehr noch als seinem bayerischen Konkurrenten zu Guttenberg steht R&ouml;ttgen auf seinem Weg nach ganz oben die Politik von Schwarz-Gelb im Weg. R&ouml;ttgen, einst Mitglied der legend&auml;ren <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pizza-Connection_%28Politik%29\">&bdquo;Pizza-Connection&ldquo;<\/a>, galt stets als Hoffnungstr&auml;ger f&uuml;r ein schwarz-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis auf Bundesebene. Nach dem Atomkompromiss und Merkels Entscheidung, Stuttgart 21 zur Chefsache zu machen, stehen die Zeichen f&uuml;r schwarz-gr&uuml;ne B&uuml;ndnisse jedoch schlecht. Vielleicht muss Norbert R&ouml;ttgen doch l&auml;nger als geplant in D&uuml;sseldorf Landespolitik betreiben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Die goldenen Eier der CSU<\/strong><br>\nEs ist dies eine wirklich t&ouml;richte &Uuml;berlegung. Guttenberg n&auml;mlich kann alles M&ouml;gliche, vor allem eine gute Figur abgeben, vielleicht hat er auch das Zeug zu einem pr&auml;sidiablen Kanzler, aber: den Vorsitz der Kleine-Leute-Partei CSU f&uuml;hren &ndash; das kann ein gro&szlig;adliger Multimillion&auml;r nicht, es sei denn, er w&auml;re schon bisher (wie Guttenberg nicht) als ein mantelteilender sozialpolitischer Sankt Martin aufgefallen. Guttenberg als CSU-Chef: das w&auml;re der Schlusspunkt der Hans-im-Gl&uuml;ck-Geschichte und wohl das Ende der Volkspartei CSU. Er k&ouml;nnte wohl die Sehnsucht nach dem Gutsherrn befriedigen, der in der Not die Z&uuml;gel in die Hand nimmt &ndash; aber Bayern ist kein Gutshof. Als CSU-Vorsitzender w&auml;re Guttenberg etwa so glaubw&uuml;rdig, wie es Bismarck als Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei gewesen&nbsp;w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/csu-hoffnung-guttenberg-die-goldenen-eier-der-csu-1.1018248\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pflegenotstand<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>DBfK startet Aktion &sbquo;Gelbe Karte an die Bundeskanzlerin&lsquo;<\/strong><br>\nMit einer Pressekonferenz hat der Deutsche Berufsverband f&uuml;r Pflegeberufe (DBfK) heute in Berlin seine Aktion &bdquo;Die Gelbe Karte an die Bundeskanzlerin&ldquo; gestartet. Ausl&ouml;ser ist die desolate Situation in vielen Bereichen der Pflege, gekennzeichnet durch Versorgungsdefizite und immensen Arbeitsdruck f&uuml;r immer weniger qualifizierte Mitarbeiter. Die daraus resultierende Gef&auml;hrdung f&uuml;r Patienten und Pflegebed&uuml;rftige ist hoch. Der Pflegenotstand ist l&auml;ngst da, die Betroffenen erleben dies t&auml;glich. Und die Politik schweigt dazu und verliert wertvolle Zeit. &bdquo;Es kann so nicht weitergehen&ldquo;, sagt DBfK-Pr&auml;sidentin Gudrun Gille. &bdquo;Der DBfK ruft deshalb die &Ouml;ffentlichkeit, betroffene Patienten, Angeh&ouml;rige, Pflegekr&auml;fte und besorgte B&uuml;rger auf, der Bundeskanzlerin f&uuml;r ihre Gesundheits- und Pflegepolitik jetzt die Gelbe Karte zu zeigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dbfk.de\/pressemitteilungen\/wPages\/index.php?action=showArticle&amp;article=DBfK-startet-Aktion-Gelbe-Karte-an-die-Bundeskanzlerin-.php&amp;navid=100\">DBfK<\/a><\/li>\n<li><strong>Teufelskreis der Belastung<\/strong><br>\nIn der Pflege fehlen Fachkr&auml;fte, dadurch steigt die Belastung der Besch&auml;ftigten. Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen ziehen sich immer mehr Menschen aus dem Job zur&uuml;ck.&nbsp;<br>\n&nbsp;&ldquo;Wir br&auml;uchten dringend mehr examinierte Fachkr&auml;fte&rdquo;, erz&auml;hlt B&auml;rbel Rogait, Pflegeleiterin bei einem ambulanten Pflegedienst in Berlin, &ldquo;unsere Krankenschwestern arbeiten an der Belastungsgrenze&rdquo;. Fr&uuml;her zum Beispiel, schildert Rogait, blieben Patienten, die intraven&ouml;s &uuml;ber einen Katheter versorgt wurden, im Krankenhaus. Heute aber werden die Betroffenen nach Hause entlassen, eine ambulante Pflegekraft muss dann bei der sogenannten Portversorgung die Zug&auml;nge legen. Die Arbeitsverdichtung pro Fachkraft habe &ldquo;enorm zugenommen&rdquo;, schildert die Pflegedienstleisterin, die schon 40 Jahre in der Branche arbeitet.<br>\nDie Belastung entwickelt sich zum Teufelskreis, denn wegen des Stresses &ldquo;gehen viele in andere Berufe oder reduzieren auf Teilzeit&rdquo;, so Rogait. Das wiederum verst&auml;rkt den Fachkr&auml;ftemangel und damit die Arbeitsverdichtung f&uuml;r diejenigen, die in der Branche noch ausharren.&nbsp;<br>\nVor kurzem warnte der Arbeitgeberverband Pflege, dass aufgrund des Mangels an examinierten Pflegekr&auml;ften bald Stationen oder Heime geschlossen werden m&uuml;ssten. Der Arbeitgeberverband erwartet bis zum Jahre 2020 in der Pflege einen zus&auml;tzlichen Bedarf von 300.000 Arbeitskr&auml;ften, davon 77.000 Fachkr&auml;ften.&nbsp;<br>\nDabei k&ouml;nnte die Arbeit unter besseren Bedingungen sogar Freude machen: &ldquo;Ich mag eigentlich meinen Beruf&rdquo;, sagt Rogait. In ihrem Pflegedienst gibt es nur ein Zweischichtsystem. Eine Fachkraft verdient brutto zwischen 2.500 und 3.000 Euro im Monat. Das Dreischichtsystem in Kliniken und Heimen ist f&uuml;r viele Frauen ein gro&szlig;es Problem. &ldquo;Viele Alleinerziehende bekommen die Schichtdienste nicht mit der Kinderbetreuung unter einen Hut&rdquo;, sagt Verbandssprecherin Kn&uuml;ppel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/teufelskreis-der-belastung\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn Fachkr&auml;fte tats&auml;chlich zwischen 2.500 und 3.000 Euro im Monat bekommen w&uuml;rden, g&auml;be es wom&ouml;glich auch keine Personalnot. Nach <a href=\"https:\/\/drei.verdi.de\/2010\/ausgabe-34\/standpunkt\/seite-3\/mindestlohn-als-auffangnetz\">Angaben<\/a> der Gewerkschaft Verdi ist es jedoch vielmehr so, dass 72% aller Besch&auml;ftigten in der Pflegebranche weniger als 2.000 Euro brutto bekommen. Eine Verbesserung der L&ouml;hne ist jedoch im unteren Lohnbereich durch die Einf&uuml;hrung eines branchenspezifischen Mindestlohns von 8,50 Euro (West) und 7,50 Euro (Ost) zu erwarten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nur M&uuml;digkeit wird den Protest beenden<\/strong><br>\nIn den Konflikten orientieren sich die Politik und ihre Organisationen an ihren Funktionen und am positiven Recht. Die Protestierer dagegen m&uuml;ssen ihrer Form gen&uuml;gen, dem Protest selbst, m&uuml;ssen ihn sch&uuml;ren und in Bewegung halten. Einsicht zeigen oder auf N&uuml;tzlichkeiten einlassen k&ouml;nnen sie nicht. Das w&uuml;rde ihren Protest ruinieren. Schlichtungsgespr&auml;che, bei denen alle Beteiligten ihre Karten auf den Tisch legen, haben nur den Sinn, neues Material f&uuml;r den Konflikt herbeizuschaffen. Es n&uuml;tzt auch nichts, den Protestierern entgegenzukommen. Sinnloser ist wohl nie gutes Geld schlechtem hinterhergeworfen worden als mit der Zusage der Landesregierung, den Protestierern &bdquo;Expertise&ldquo; zu finanzieren. Wenn das der Steuerzahler w&uuml;sste! Die Stuttgart-21-Gegner haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass sie die besten Experten sind. Da sie bereits alles wissen und im Recht sind, nehmen sie die Staatsknete mit und entwickeln daraus neuen Streitstoff.<br>\nDabei werden die Protestierer von den Massenmedien kr&auml;ftig unterst&uuml;tzt. Die Massenmedien sind die Tankstellen der Bewegungen. Die Proteste produzieren Ereignisse von vorneherein f&uuml;r die Berichterstattung. So entstehen &bdquo;Pseudo-Ereignisse&ldquo;, die gar nicht stattf&auml;nden, g&auml;be es die Massenmedien nicht. Und wie kommt man aus dem Konflikt heraus? Schlecht. Man kann auf Erm&uuml;dung setzen oder Langeweile. Ersch&ouml;pfung hat schon Kriege beendet. Dann &bdquo;versickert die Bewegung bis zu einer g&uuml;nstigeren Stunde&ldquo;, wie Luhmann meint. Oder die Bewegung hat Erfolg in dem Sinne, dass sie immer unwiderstehlicher wirkt. Dann &auml;ndert sich strukturell zwar nichts, aber die Politik muss die Erfolge mit sichtbaren Ma&szlig;nahmen symbolisieren, von der Einrichtung einer neuen Beh&ouml;rde oder wenigstens Stelle bis zur Festlegung irgendwelcher Grenzwerte, deren &Uuml;berschreitung als gef&auml;hrlich gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0F6C1ACA6E6643119477C00AAEDD6BD6\/Doc~E675AD1FAFD3341649D567E1CF9B55932~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Argumentation des FAZ-Kommentators Gerd Roellecke wirkt schon ein wenig bem&uuml;ht, die S-21-Gegner zu diskreditieren. Wenn f&uuml;r ihn nicht etwa das Multimilliardenprojekt S21 selbst, sondern die Landeszusch&uuml;sse f&uuml;r neutrale Gutachten, eine m&ouml;gliche Verschwendung von Steuergeldern darstellen, hat der FAZ-Kommentator wohl seinen Sinn f&uuml;r Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeiten verloren. Dass die Stuttgart-21-Proteste eben kein &bdquo;Pseudo-Ereignis&ldquo; sind, das ohne die Berichterstattung der Massenmedien gar nicht stattf&auml;nde, ist freilich ebenfalls eine Umkehrung der Tatsachen. Es ist vielmehr so, dass die Massenmedien mit ihrer &bdquo;Pseudo-Berichterstattung&ldquo; die Proteste gerade so lange ignorieren konnten, bis sie irgendwann nicht mehr zu ignorieren waren. Mit seiner &bdquo;Luhmann-Anleihe&ldquo; k&ouml;nnte Roellecke jedoch Recht haben: Die Strategie der Erm&uuml;dung und Langeweile steht bei den politisch Verantwortlichen ganz oben auf der Agenda, seit sie feststellen mussten, dass ihre Eskalationsstrategie nach hinten losgegangen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer protestiert warum?<\/strong><br>\nEine <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/media_fast\/1203\/Handout_final.pdf\">Be&shy;fra&shy;gung von Teil&shy;neh&shy;mern der De&shy;mons&shy;tra&shy;ti&shy;on vom 18. Ok&shy;to&shy;ber [PDF &ndash; 47 KB]<\/a> gegen Stutt&shy;gart 21 gibt Auf&shy;schluss &uuml;ber die An&shy;sich&shy;ten und Mo&shy;ti&shy;ve der Be&shy;tei&shy;lig&shy;ten. So zeigt sich, dass einer klei&shy;ne&shy;ren Grup&shy;pe von stark En&shy;ga&shy;gier&shy;ten eine gro&szlig;e Zahl von mo&shy;dera&shy;ten und wenig po&shy;li&shy;tikerfah&shy;re&shy;nen Pro&shy;test&shy;lern&nbsp;ge&shy;gen&shy;&uuml;ber&shy;steht.<br>\nDie meis&shy;ten ver&shy;or&shy;ten sich selbst eher im lin&shy;ken Spek&shy;trum, ohne des&shy;halb ra&shy;di&shy;kal zu sein; daf&uuml;r spricht auch die &uuml;ber&shy;w&auml;l&shy;ti&shy;gen&shy;de Zu&shy;stim&shy;mung zu den Gr&uuml;&shy;nen von &uuml;ber 70%. Viele sehen nicht nur das Pro&shy;jekt Stutt&shy;gart 21 kri&shy;tisch, son&shy;dern sind auch mit der Vor&shy;ge&shy;hens&shy;wei&shy;se der ver&shy;ant&shy;wort&shy;li&shy;chen Po&shy;li&shy;ti&shy;ker bzw. der B&uuml;r&shy;ger&shy;fer&shy;ne all&shy;ge&shy;mein un&shy;zu&shy;frie&shy;den. Hinzu kommt eine &uuml;ber&shy;wie&shy;gen&shy;de Wahr&shy;neh&shy;mung der Me&shy;di&shy;en als par&shy;tei&shy;isch und wenig&nbsp;in&shy;for&shy;ma&shy;tiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dasdossier.de\/presseschau\/medien\/einfluss-inhalt\/wer-demonstriert-warum\">Das Dossier<\/a><\/li>\n<li><strong>Die gro&szlig;e Sprachlosigkeit<\/strong><br>\nHeiner Gei&szlig;lers Vermittlungsversuch zwischen Bef&uuml;rwortern und Gegnern von Stuttgart 21 wird scheitern, weil die Kontrahenten nicht miteinander sprechen. Dieses Verhalten haben die B&uuml;rger Deutschlands Spitzenpolitikern abgeschaut.<br>\nNirgends war das besser zu besichtigen als beim Auftritt des Tunnelbauunternehmers Martin Herrenknecht in einer Fernsehrunde, in der er klang, als rede er unaufh&ouml;rlich vom Aussterben &ndash; vom Aussterben des Unternehmertums, der Ideen, der Zukunftschancen in diesem Land. Mitten in der Sendung entfuhr ihm zu einer vern&uuml;nftigen Gegenfrage zur Gefahr explodierender Kosten nur noch ein: &bdquo;H&ouml;ruffh&ouml;ruffh&ouml;ruff&ldquo;, was im Hintergrund irgendwann nur mehr klang wie &bdquo;uffuffuff&ldquo; und f&uuml;r einen 69-J&auml;hrigen, auch wenn er wie Herrenknecht ein begnadeter Unternehmer und Ingenieur ist, nicht nur ungezogen und unh&ouml;flich ist.<br>\nEs war auch ein bisschen irritierend angesichts der mehr als 100&nbsp;000 Menschen, denen das Projekt offenbar Grund genug ist, dagegen auf die Stra&szlig;e zu gehen und sich dem Risiko auszusetzen, von Wasserwerfern beschossen zu werden. Die Herrenknechts aus der Wirtschaft haben einen Tunnelblick, wie kleine Kinder, die sich die H&auml;nde auf die Ohren legen, die Augen schlie&szlig;en und &bdquo;lalalalala&ldquo; rufen. Wie er drohen sie damit, in die Schweiz auszuwandern, falls die Union die Wahl verliert und Stuttgart 21 scheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/essays\/stuttgart-21-die-grosse-sprachlosigkeit;2677780;0\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Schulden der einen sind das Verm&ouml;gen der anderen<\/strong><br>\nWirtschaftskrise: Private Haushalte und Finanzinstitute haben in Deutschland seit Anfang der 90er-Jahre enorme finanzielle &Uuml;bersch&uuml;sse angeh&auml;uft, w&auml;hrend sich der Staat und das Ausland gewaltig verschuldet haben. Dieses Ungleichgewicht l&auml;sst sich, so der &Ouml;konom Heinz-J. Bontrup, Autor des folgenden Artikels, durch eine EU-weit abgestimmte Wirtschaftspolitik und durch die St&auml;rkung der Binnenwirtschaft abbauen.<br>\nDie Bundesregierung glaubt, den Weg aus dieser Bredouille zu kennen: Mit Wachstum &uuml;ber eine aggressive Au&szlig;enwirtschaftspolitik und einer noch h&ouml;heren Verschuldung des Auslands. Wie das gehen soll, wei&szlig; nur die Bundesregierung. Gesagt hat sie es uns aber noch nicht.<br>\nEinen Ausweg aus diesem Ungleichgewicht bietet dagegen eine EU-weit abgestimmte Wirtschaftspolitik. Dazu geh&ouml;rt die Schlie&szlig;ung des l&auml;ngst wieder er&ouml;ffneten Finanzmarktkasinos. Die Finanzm&auml;rkte m&uuml;ssen staatlich reguliert, Ums&auml;tze mit Aktien und Wertpapieren mit einer Finanztransaktionssteuer belegt werden. Machen die USA nicht mit, muss die EU alleine vorpreschen &ndash; auch ohne Gro&szlig;britannien. Noch wichtiger aber ist es, die Umverteilung von den Arbeits- zu den Kapitaleinkommen durch produktivit&auml;tsorientierte Reallohnerh&ouml;hungen sowie durch Gewinnbeteiligungen f&uuml;r Arbeitnehmer zu beenden. Damit w&uuml;rde die Binnenwirtschaft gest&auml;rkt und die Abh&auml;ngigkeit von der Au&szlig;enwirtschaft k&ouml;nnte ein St&uuml;ck weit zur&uuml;ckgebaut werden.<br>\nUnd es muss nicht zuletzt zu einer Abschmelzung der privaten Verm&ouml;gensbest&auml;nde durch eine ad&auml;quate Besteuerung kommen, um die Staatsverschuldung zu senken. Geschieht dies alles nicht, ist die n&auml;chste Krise wohl nicht mehr beherrschbar. Denn ein weiteres Mal wird der Staat nicht mehr in der Lage sein, eine Finanzkrise durch die Ausweitung der Verschuldung abzuwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?cat=1&amp;id=50130&amp;source=rubrik\">VDI-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lammert gibt Koalition Kontra<\/strong><br>\nEinmal mehr muss sich die Bundesregierung gegen der Vorwurf zur Wehr setzen, sie habe die Beschl&uuml;sse zur Verl&auml;ngerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken und das j&uuml;ngste Sparpaket im Parlament durchgepeitscht. Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) hatte zuletzt entsprechenden Beschwerden aus den Reihen der Opposition recht gegeben. Regierung und Union wiesen die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck. Einige Mandatstr&auml;ger innerhalb der Koalition gaben allerdings zu, das Vorgehen der Mehrheit sein kein &bdquo;Ruhmesblatt&ldquo; gewesen.<br>\nLammert, der sich schon bei der Griechenland-Hilfe und bei der Euro-Rettung gegen die Regierung gestellt hatte, kritisierte das Atomgesetz auch inhaltlich: Die neuen Laufzeiten seien nicht sachlich begr&uuml;ndet, sondern schlicht ausgehandelt worden. &bdquo;Das entspricht nicht meinen Anforderungen an ordentliche Gesetzesarbeit.&ldquo; Die Laufzeitverl&auml;ngerung sei mithin nicht plausibel.<br>\nEr h&auml;lt auch die Auffassung der Regierung f&uuml;r falsch, dass der Bundesrat der AKW-Laufzeitverl&auml;ngerung nicht zustimmen muss. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich im Sommer auch wegen Lammerts wiederholt regierungskritischer Haltungen dagegen entschieden, den Nordrhein-Westfalen zum Bundespr&auml;sidenten zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/lammert-rechnet-mit-regierung-ab\/-\/1472596\/4794472\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Regieren mit Gewalt<\/strong><br>\nNorbert Lammert muss sich lange ge&auml;rgert haben, ehe er zu diesem Schritt der &ouml;ffentlichen Ma&szlig;regelung der Regierung &uuml;bergegangen ist. Man kann auch mit Sicherheit davon ausgehen, dass er nicht f&uuml;r wenige, sondern wahrscheinlich f&uuml;r sehr viele Abgeordnete der Regierungsfraktion die Stimme erhoben hat. Und wenn ein Pr&auml;sident eines westlichen Parlaments sich &uuml;ber Zust&auml;nde beschwert, die einer parlamentarischen Demokratie seiner Meinung nach nicht angemessen sind, sollte sich keiner erdreisten, dies nicht zu beachten.<br>\nDer &bdquo;Herbst der Entscheidungen&ldquo; ist schlie&szlig;lich eine Zeit, die das Gesicht der Republik ver&auml;ndert. Warum also diese Eile? Warum die Tricks bei der Entscheidungsfindung? Warum zum Beispiel kann nicht, wie es jetzt klug Norbert Lammert begr&uuml;ndet hat, der Bundesrat angeh&ouml;rt und befasst werden, wenn es um eine so strittige Entscheidung wie die Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r Atomkraftwerke geht?<br>\nDie Regierung setzt auf Gewalt. Gewalt meint hier die Abwesenheit jedes Konsensprinzips. Das bekommen die B&uuml;rger in Stuttgart zu sp&uuml;ren, denen vorgehalten wird, die Entscheidung f&uuml;r den Bahnhof Stuttgart 21 sei demokratisch legitimiert und deshalb durchzusetzen. Dasselbe sagt man jetzt den Abgeordneten, die mehr Zeit bei der parlamentarischen Beratung der Gesetze zur Laufzeitverl&auml;ngerung der Atomkraftwerke verlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/regieren-mit-gewalt\/-\/1472602\/4795564\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Wo ein Wille<\/strong><br>\nEs spricht viel daf&uuml;r, dass der Gesetzgeber die Kritik der Lobby gegen die neuen Vorschriften zum Anlegerschutz ernst nehmen sollte. Denn sie werden auch von Verbrauchersch&uuml;tzern angeprangert.<br>\nWenn Banken sich &uuml;ber neue Vorschriften zum Anlegerschutz beschweren, ist Vorsicht geboten. Dennoch spricht viel daf&uuml;r, dass der Gesetzgeber die Kritik der Lobby ernst nehmen sollte. Denn die neuen Vorschriften werden auch von Verbrauchersch&uuml;tzern angeprangert. Sie sind nicht nur zu kompliziert und diskriminierend, sie greifen vor allem zu kurz. Mit dem Gesetz soll es Beratern erschwert werden, ihren Kunden Produkte zu verkaufen, die nicht zum Anlegerprofil passen, aber im Gegenzug hohe Provisionen einbringen. Das Ansinnen ist edel, die Umsetzung schwach, zumal wenn die freien Finanzvermittler k&uuml;nftig nur der Gewerbeaufsicht unterstellt werden sollen und nicht wie die Banken der Finanzaufsicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/wo-ein-wille\/-\/1472780\/4795644\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Buchungskniffe: Wie Konzerne bei den Zahlen tricksen<\/strong><br>\nEtliche Dax-Konzerne wie SAP, Deutsche Telekom und Siemens&nbsp;zeigen sich im eigenen Zahlenwerk h&ouml;chst kreativ und h&uuml;bschen ihre Bilanzen zuweilen ein wenig auf. Ihre Methoden sind legal, besch&ouml;nigen aber die wahre Gesch&auml;ftslage. Aktion&auml;rssch&uuml;tzer dr&auml;ngen auf Abhilfe.<br>\nDeutschlands Konzerne zeigen sich im eigenen Zahlenwerk h&ouml;chst kreativ und h&uuml;bschen ihre Bilanzen zuweilen ein wenig auf. Gern &ldquo;bereinigen&rdquo; und &ldquo;adjustieren&rdquo; die Finanzvorst&auml;nde ihre Ergebniszahlen etwa um angebliche Sondereinfl&uuml;sse. Dann wird so lange herumgerechnet, dass Investoren und Privatanleger Probleme haben, die Zahlen nachzuvollziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/strategie\/buchungskniffe-wie-konzerne-bei-den-zahlen-tricksen;2683510\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Armut in Amerika: So schlimm war es noch nie<\/strong><br>\nDie US-Armutsrate erreichte voriges Jahr 14,3 Prozent, 1,1 Prozent mehr als 2008. Fast f&uuml;nf Millionen Amerikaner rutschten erstmals unter die Armutsgrenze, die bei einer vierk&ouml;pfigen Familie unterhalb eines Jahreseinkommens von 22.050 Dollar liegt. Viele erlebten den Absturz aus zuvor relativ guten Kreisen. Die Zahl der Langzeitarbeitlosen steigt weiter. Am st&auml;rksten sind Familien mit Kindern betroffen: Jedes f&uuml;nfte Kind in den USA lebt in Armut.<br>\n&ldquo;Verstehen Sie mich nicht falsch, die Lage war fr&uuml;her schon schlecht genug&rdquo;, sagt Bich Ha Pham, Direktorin des New Yorker Sozialdienstes Federation of Protestant Welfare Agencies (FPWA). &ldquo;Doch diesmal kann es wirklich jeden treffen.&rdquo;<br>\nIm US-Kongresswahlkampf spricht davon keiner. &ldquo;Die Leute schert es nicht&rdquo;, sagt Curtis Skinner, Familienexperte des National Centers for Children in Poverty. Im &ldquo;vergifteten politischen Klima&rdquo; dieser Tage seien neue Staatsausgaben tabu &ndash; selbst wenn sie Armen zugutek&auml;men.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,725978,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pleite vor Wahlen<\/strong><br>\nNeuer Krisenschock: Bereits 139 Regionalbanken sind in den USA im laufenden Jahr bankrott gegangen, weil die Hausbesitzer mit ihren Kreditraten im R&uuml;ckstand sind. Nun trifft es einen Versicherungskonzern. Der einst zweitgr&ouml;&szlig;te US-Anleiheversicherer Ambac verhandelt mit mehreren Gl&auml;ubigern &uuml;ber einen Insolvenzplan. Wenn man sich nicht einige, werde Ambac noch vor Jahresende Antrag auf Gl&auml;ubigerschutz stellen, teilte das Unternehmen einen Tag vor den heutigen Kongre&szlig;wahlen in den USA mit. Eine am Montag f&auml;llige Zinsrate in H&ouml;he von umgerechnet 2,8 Millionen Euro auf die Milliardenschulden des Konzerns k&ouml;nne nicht bezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/11-02\/049.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mit Satire gegen die Tea-Party<\/strong><br>\nDie US-Komiker Jon Stewart und Stephen Colbert hatten zu einer Demonstration in Washington aufgerufen. &Uuml;ber 200.000 Menschen hatten sich angemeldet, viele kamen in Halloween-Kost&uuml;men.<br>\nDrei Tage vor der Kongresswahl haben Zehntausende Amerikaner in Washington gegen die scharfe Polemik im US-Wahlkampf demonstriert und die R&uuml;ckkehr zu einem vern&uuml;nftigen politischen Miteinander gefordert. Sie folgten damit am Samstag einem Aufruf des popul&auml;ren Satirikers Jon Stewart, dessen TV-Show Pr&auml;sident Barack Obama erst vor wenigen Tagen f&uuml;r einen Auftritt genutzt hat.<br>\nDie Menschenmenge reichte fast vom Kapitol bis zum National Monument, und auch drei Stunden nach Beginn der Kundgebung kamen immer mehr Teilnehmer &ndash; viele in Halloween-Kost&uuml;men &ndash; hinzu. Die Polizei wollte keine Sch&auml;tzungen zur Teilnehmerzahl abgeben, doch hatten sich bereits im Vorfeld mehr als 200.000 Menschen angemeldet. Der Protest galt als Gegen-Demonstration zur Versammlung der konservativen Bewegung &ldquo;Tea Party&rdquo; im August, die unter der F&uuml;hrung ihrer Gallionsfigur Sarah Palin gleichfalls in Washington stattfand und an der ebenfalls Zehntausende teilnahmen.\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Humor ist ein scharfes Schwert gegen Intoleranz, Borniertheit und Bigotterie. W&auml;hrend die gro&szlig;en Nachrichten-Networks in den USA <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911\/Doc~E7F28511D854A4DF195E03A3537BC8A2B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">in eine tiefe Krise schlittern<\/a> feiert die satirische <a href=\"http:\/\/www.thedailyshow.com\/\">&bdquo;Daily Show&ldquo;<\/a> von Jon Stewart einen Erfolg nach dem anderen. Die satirische Nachrichtensendung, an deren Format sich auch die ZDF-Sendung &bdquo;heute-show&ldquo; orientiert, gilt laut Umfragen in den USA sogar als glaubw&uuml;rdigstes Nachrichtenformat.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wenn der Hass Schule macht<\/strong><br>\nAmerikas Tea-Party als Modell f&uuml;r Europas Rechtspopulisten? Das transatlantische B&uuml;ndnis der Wutpolitiker ist nur eine Frage der Zeit.<br>\nAmerika w&auml;hlt, und dass es f&uuml;r Barack Obama und die Demokraten nicht gut ausgehen d&uuml;rfte, hat sich herumgesprochen. Sollen wir uns deshalb Sorgen machen? Unter Umst&auml;nden ja. Sollte die Hasskampagne der rabiaten US-Rechtspopulisten tats&auml;chlich mit dem erwarteten Triumph belohnt werden, dann wird das nicht nur die soziokulturelle Verfassung Amerikas ver&auml;ndern. Es bliebe mit Sicherheit auch nicht ohne Wirkung auf die politische Kultur der europ&auml;ischen Demokratien.<br>\nDer Br&uuml;ckenschlag ist nur noch eine Frage der Zeit. Und sollte das neue Hass-Modell sich dann in Europa durchsetzen wie Coca-Cola, McDonald&rsquo;s und Starbucks, dann beg&auml;nne ein neues Kapitel. Es handelte nicht von schlechter Ern&auml;hrung und teurem Kaffee, sondern vom Ende der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-11\/welt-buendnis-rechtspopulisten\">Die Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Entgrenzung nach rechts<\/strong><br>\nDer Tabubruch vollzieht sich leise, aber stetig. Etwa ein Viertel der konservativen Regierungen in der EU ist heute von Rechtspopulisten und Nationalisten abh&auml;ngig.<br>\nIm &bdquo;dunklen&ldquo; Jahrzehnt, den 1930er Jahren, sind rechte Kr&auml;fte erst salon-, dann regierungsf&auml;hig geworden. Auch wenn Geschichte sich nicht wiederholt, so f&auml;ngt das Bild des gemeinsamen Europa heute an, sich einzutr&uuml;ben. Der Rechtspopulismus ist zu einer tendenziellen Bedrohung der Demokratie und damit auch der europ&auml;ischen Integration geworden. Die Christdemokraten werden als Gretchenfrage die Zusammenarbeit mit Geert Wilders, Pia Kj&aelig;rsgaard, Ataka und anderen f&uuml;r sich und vor der &Ouml;ffentlichkeit beantworten m&uuml;ssen: Ihr weit nach rechts abgedrifteter Spitzenmann Viktor Orban wird als ungarischer Ministerpr&auml;sident am 1. Januar 2011 die EU-Ratspr&auml;sidentschaft &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/entgrenzung-nach-rechts\/-\/1472602\/4794916\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein seltsames Recht, auf Kosten anderer zu leben!<\/strong><br>\nMenschenw&uuml;rde bedeutet aber zun&auml;chst nur die objektive Sonderstellung des Menschen gegen&uuml;ber den &bdquo;vernunftlosen&ldquo; Tieren und der unbelebten Welt, weil der Mensch &uuml;berlegt handeln und seinem Leben Wert und Sinn verleihen kann.&nbsp;<br>\nZur Menschenw&uuml;rde geh&ouml;rt auch, dass der Mensch zur Selbsthilfe und zur Selbstverantwortung f&auml;hig ist und sich besch&auml;mt f&uuml;hlt, wenn er auf Kosten anderer Leute, sei es auch &uuml;ber Staatsgeschenke, leben muss. Den Empf&auml;ngern solcher Geschenke ohne Gegenleistung darf es nicht erspart bleiben, diese Situation als schmerzlich zu empfinden. Eben dies spornt an, aus dieser unw&uuml;rdigen Lage wieder herauszukommen. Gerade dieses gewisse Stigma der &ouml;ffentlichen Unterst&uuml;tzung empfinden aber unsere Sozialapologeten als eine unzumutbare &bdquo;Dem&uuml;tigung&ldquo;, jedenfalls als unwillkommenes Hindernis ihres umverteilenden Ehrgeizes, der ihren Job sichert.<br>\nSie suggerieren ihren Klienten: Du empf&auml;ngst keine Almosen, sondern bekommst nur dein gutes Recht, wenn du Unterst&uuml;tzungsleistungen empf&auml;ngst. Ein seltsames Recht, dem N&auml;chsten in die Tasche zu greifen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article10635485\/Ein-seltsames-Recht-auf-Kosten-anderer-zu-leben.html?wtmc=RSS.Debatte.Kommentare\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was WELT-Kommentator Gerd Habermann als &bdquo;seltsames Recht&ldquo; empfindet, ist nicht nur Grundgedanke der sozialen Marktwirtschaft und Bestandteil des Grundgesetzes, sondern auch elementarer Inhalt der christlichen Lehre. Seine Forderung, Hilfsbed&uuml;rftigen m&ouml;glichst viel &bdquo;Dem&uuml;tigung&ldquo; zukommen zu lassen, stellt jedoch selbst f&uuml;r den nicht eben als solidarisch geltenden Springer-Verlag ein Novum auf der nach oben offenen Unredlichkeitsskala dar. Welche Dem&uuml;tigungen stellt sich der Honorarprofessor Habermann denn konkret vor? Reicht der &ouml;ffentliche Pranger auf dem &ouml;rtlichen Marktplatz oder darf es noch etwas dem&uuml;tigender sein? Wer wissen will, wo derlei Menschenverachtung ihr politisches und intellektuelles Zuhause hat, sollte einen Blick in Habermanns Vita werfen: Er ist nicht nur Mitglied der FDP, sondern auch Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft und Mitglied der elit&auml;ren Mont Pel&eacute;rin Society.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hartz IV Studie: Unmenschliches Verhalten der Arge<\/strong><br>\nBedr&uuml;ckende Studie zum Hartz IV-Alltag: Thomas Wagner, Dozent an der Fachhochschlue D&uuml;sseldorf im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften hat mit den Studenten die Praxis der Arge im Umgang mit den Hartz IV-Beziehern untersucht. Das bedr&uuml;ckende Ergebnis der Umfrage unter 251 Betroffenen fasst Wagner zusammen in: &bdquo;Wer nicht h&ouml;ren will, muss f&uuml;hlen&ldquo;.<br>\nIm Sommer hatten die Studenten von Professor Dr. Thomas M&uuml;nch aus dem Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften zusammen mit dem Dozenten Thomas Wagner vor der &bdquo;Arge Mitte&ldquo; an der Luisenstra&szlig;e in D&uuml;sseldorf die g&auml;ngige Praxis im Umgang mit den ALG-II-Empf&auml;ngern aufgenommen. 251 ALG-II-Empf&auml;nger wurden zu ihren pers&ouml;nlichen Erfahrungen mit der Arge befragt. Das Ergebnis wurde am vergangenen Freitag im B&uuml;ro der Obdachlosenzeitung &bdquo;Fifty Fifty&ldquo; im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt. In der aktuellen Ausgaben der Stra&szlig;enenzeitung erschien ein entsprechender Beitrag mit dem Titel &bdquo;Du kommst da nie mehr raus&ldquo;.<br>\nDen Umgang der Arge mit den ALG-II-Empf&auml;ngern bezeichnete Wagner im Rahmen der Pressekonferenz als &bdquo;unmenschlich&ldquo; und forderte als Konsequenz aus der Studie: &bdquo;Auf Sanktionen muss verzichtet werden.&ldquo; Dass die Betroffenen der Macht der Geldverwalter in der Arbeitsagentur bzw. der Arge oft hilflos ausgesetzt sind, birgt besondere Risiken, denn auch die Sachbearbeiter sind nur Menschen und lassen sich allzu h&auml;ufig von Gef&uuml;hlen bzw. Sympathien oder Antipathien leiten. Au&szlig;erdem betonte Wagner, dass &bdquo;der Sanktions-Mechanismus (&hellip;) aus der schw&auml;rzesten p&auml;dagogischen Zeit&ldquo; stammt. &bdquo;Wer seine Unterlagen nicht rechtzeitig zusammen hat, bekommt grunds&auml;tzlich 30 Prozent f&uuml;r drei Monate gek&uuml;rzt. Es handelt sich dabei nicht um Einzelf&auml;lle. Jeder f&uuml;nfte hat K&uuml;rzungen erlebt&ldquo;, erkl&auml;rte der Fachmann die Ergebnisse der Untersuchung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/studie-zum-hartz-iv-alltag-2176.php\">gegen-hartz.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bachelor und Arbeitsmarkt &ndash; Herzlichen Willkommen, Fertigstudierte<\/strong><br>\nWie gut kommen Bachelor-Absolventen auf dem Arbeitsmarkt unter? Forscher der Uni des Saarlandes haben sich auf dem Stellenmarkt umgesehen und festgestellt: &ldquo;Bachelor Welcome&rdquo; gilt nur eingeschr&auml;nkt. Viele Firmen, die die neuen Abschl&uuml;sse begr&uuml;&szlig;en, wollen zun&auml;chst mal Praktikanten.<br>\nAus ihren Ergebnissen schlie&szlig;en die Forscher, Bachelor-Absolventen m&uuml;ssten nicht nur mit Bewerbern, die ein Diplom, Master, MBA oder gar eine Promotion vorweisen, konkurrieren. Manche Unternehmen w&uuml;rden sie sogar kategorisch ausschlie&szlig;en. &ldquo;Fertigen Bachelors wird offenbar die Berufsqualifikation abgesprochen&rdquo;, sagt Christian Scholz, einer der beiden Autoren. &ldquo;Der unmittelbare Karrierestart als Bachelor bleibt ebenso ein Traum, wie das Versprechen der Unternehmen unerf&uuml;llt bleibt, einen gezielten Direkteinstieg als Willkommensgeschenk f&uuml;r Bachelor-Absolventen anzubieten&rdquo;, so das Res&uuml;mee.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,726099,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Freiheit ist ansteckend&ldquo;<\/strong><br>\nStaatsrechtler Ernst-Wolfgang B&ouml;ckenf&ouml;rde spricht im FR-Interview &uuml;ber die j&uuml;ngste Leitkulturdebatte, &uuml;ber b&uuml;rgerliche Loyalit&auml;t und das Recht, ein Kopftuch zu tragen: Leitkultur bedeute, die Pluralit&auml;t der Lebensformen zu achten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/debatte\/-freiheit-ist-ansteckend-\/-\/1473340\/4795176\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Apobank schmei&szlig;t Vorstandsmitglieder raus<\/strong><br>\nEine vermeintliche Betrugsaff&auml;re in Leipzig zieht bei der Deutschen Apotheker- und &Auml;rztebank weitere Kreise. Der Aufsichtsrat der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Genossenschaftsbank entlie&szlig; zwei von drei Vorstandsmitgliedern, teilte das Institut am Montag mit. Stefan M&uuml;hr, der vor einer Woche suspendiert worden war, und der f&uuml;r das Privatkundengesch&auml;ft zust&auml;ndige Claus Verf&uuml;rth seien abberufen worden.<br>\n&nbsp;&ldquo;Einzelne Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter&rdquo; st&uuml;nden unter Verdacht, sich bestechen lassen zu haben und dadurch &ldquo;unerlaubt pers&ouml;nliche Vorteile erhalten zu haben&rdquo;. Das habe sich aus einer internen Untersuchung nach ersten Erkenntnissen ergeben. Es gebe bisher aber keine Anhaltspunkte, dass die Bank selbst oder Kunden wesentlich gesch&auml;digt wurden.<br>\nDie D&uuml;sseldorfer Apobank hatte Immobilien des auf Altbau- Luxussanierungen spezialisierten Leipziger Bautr&auml;gers Licon im Auftrag ihrer Kunden &uuml;ber eine Licon-Tochter finanziert. Bei Licon hatte es auf Betreiben eines der drei Eigent&uuml;mer, des in den USA lebenden J&uuml;rgen Henning, eine Razzia gegeben, zwei gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Gesellschafter und ein weiterer Manager wurden in Untersuchungshaft genommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, ihre Mitgesellschafter um mindestens f&uuml;nf Mio. Euro betrogen zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:betrugsvorwuerfe-apobank-schmeisst-vorstandsmitglieder-raus\/50189842.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Der Gr&uuml;ne Punkt: Volk der Trenner und Sammler<\/strong><br>\nLange wurde &uuml;ber ihn gestritten, mittlerweile ist er Alltag: der Gr&uuml;ner Punkt ist zwanzig Jahre alt. Er ist Symbol f&uuml;r ein System, an dem Millionen verdient wurden. Sein Auftrag: Der M&uuml;ll geh&ouml;rt getrennt. Koste es, was es wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EDF4FCE4737884EE6A64CC4CF9E0D7824~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Idee, M&uuml;ll zu trennen, wieder zu verwerten und zu vermeiden, war auf keinen Fall schlecht. Die Schwierigkeiten und Absurdit&auml;ten kamen mit dem privatisierten Gesch&auml;ftsmodell.<br>\nDer im Artikel zitierte Duale-System-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Anfangszeit Wolfram Br&uuml;ck war &uuml;brigens davor drei Jahre lang (gescheiterter) <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfram_Br%C3%BCck\">Frankfurter Oberb&uuml;rgermeister<\/a> (zwischen Walter Wallmann und Volker Hauff), also ein fr&uuml;her Fall von seitenwechselndem Dreht&uuml;rlobbyismus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Warum wir eine globale Geldordnung brauchen; R&ouml;ttgen wird in Position geschrieben; Guttenberg und die goldenen Eier der CSU; Pflegenotstand; Stuttgart 21; Die Schulden der einen sind das Verm&ouml;gen der anderen; Lammert gibt Koalition Kontra; Robert von Heusinger: Wo ein Wille; Buchungskniffe: Wie Konzerne bei den Zahlen tricksen; Armut in<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7238\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7238","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7238"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7238\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7242,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7238\/revisions\/7242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7238"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}