{"id":72464,"date":"2021-05-17T08:37:55","date_gmt":"2021-05-17T06:37:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464"},"modified":"2021-05-17T08:37:55","modified_gmt":"2021-05-17T06:37:55","slug":"hinweise-des-tages-3861","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h01\">Forscher kritisieren Umgang von Krankenh&auml;usern mit F&ouml;rdermitteln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h02\">Moshe Zuckermann: &bdquo;Israel braucht die Hamas, die Hamas braucht Netanjahu&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h03\">Stoltenberg: Druck im Verh&auml;ltnis zu Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h04\">Ulrich Tukur: In den Kulissen eines Trauerspiels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h05\">Das Milliarden-Versagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h06\">BlackRock: Nun auch China &ndash; so baut der Konzern seine Macht aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h07\">Zwischenbilanz f&uuml;r Januar bis Mai 2021 &ndash; 40 Milliarden Euro Umsatzverlust: Corona-Ma&szlig;nahmen treffen von Schlie&szlig;ungen betroffenen Handel hart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h08\">&Ouml;ffentliche Finanzen st&auml;rken, Ungleichheit abbauen: OECD-Studie unterstreicht die Bedeutung von Erbschaft-, Nachlass- und Schenkungssteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h09\">Berliner Mietendeckel: Der lange Kampf der Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h10\">&ldquo;Als ob wir Arbeitssklaven sind&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h11\">Hartz IV: Darum wird es im n&auml;chsten Jahr f&uuml;r Bezieher finanziell noch enger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h12\">Generationenbetrug statt Generationengerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h13\">Heribert Prantl: Grundrechte nur mit Impfpass? Geht gar nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h14\">Digitaler Impfnachweis: Das ist geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h15\">Bundesregierung wei&szlig; nicht, wie viele Intensivpflegekr&auml;fte in Deutschland arbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h16\">Neue Studie: Glyphosat schadet Insekten nachweislich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h17\">In fremden Gew&auml;ssern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72464#h18\">Wie die Tagesschau die eigenen Faktenchecker blo&szlig;stellt<\/a><\/li>\n<p>\n<\/p><\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Forscher kritisieren Umgang von Krankenh&auml;usern mit F&ouml;rdermitteln<\/strong><br>\nDer Gesundheits&ouml;konom Matthias Schrappe kritisiert Unstimmigkeiten beim Umgang der deutschen Krankenh&auml;user mit staatlichen F&ouml;rdermitteln. &ldquo;Die Bundesregierung nahm immerhin eine halbe Milliarde Euro in die Hand, um den Aufbau zus&auml;tzlicher Intensivbettenkapazit&auml;ten zu finanzieren. Nach unseren Recherchen scheinen diese Betten aber nicht existent zu sein&rdquo;, sagte Schrappe der &ldquo;Welt&rdquo; (Montagsausgabe).<br>\n&ldquo;Sie sind offensichtlich niemals geschaffen worden oder wurden beantragt, obwohl es keine Pflegekr&auml;fte daf&uuml;r gab.&rdquo; Schrappe sagte, die &ldquo;irrationalen und die kostspieligen Konsequenzen&rdquo; w&uuml;rden etwa im Intensivregister der Deutschen Interdisziplin&auml;ren Vereinigung f&uuml;r Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) gespiegelt. Zusammen mit neun weiteren Wissenschaftlern ver&ouml;ffentlicht Schrappe am Sonntag eine Stellungnahme zur Lage der deutschen Intensivstationen, &uuml;ber die die &ldquo;Welt&rdquo; berichtet.<br>\n&ldquo;Es gab in den Krankenh&auml;usern offensichtlich die Tendenz, Patienten w&auml;hrend der Pandemie ohne Not auf die Intensivstation zu verlegen&rdquo;, sagte Schrappe zu den Befunden der Gruppe. Nirgendwo sonst auf der Welt seien so viele Covid-Kranke auf der Intensivstation behandelt worden wie in Deutschland &ndash; sowohl gemessen an der Sieben-Tage-Inzidenz als auch an der Rate der Hospitalisierten insgesamt. &ldquo;Es gibt sogar einzelne Tage, an denen offiziell mehr Patienten auf Intensivstation lagen, als &uuml;berhaupt hospitalisiert waren. Mit dem Satz `Wir laufen voll` l&auml;sst sich das nicht in Einklang bringen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wallstreet-online.de\/nachricht\/13924957-wirtschaft-forscher-kritisieren-umgang-krankenhaeusern-foerdermitteln\">WallStreet Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Moshe Zuckermann: &bdquo;Israel braucht die Hamas, die Hamas braucht Netanjahu&ldquo;<\/strong><br>\nMoshe Zuckermann aus Tel Aviv &uuml;ber den verfahrenen Konflikt zwischen Hamas und Israel und die Auseinandersetzung in Deutschland mit Antisemitismus und Israel-Kritik. [&hellip;]<br>\nEs gab jetzt auch in Deutschland Proteste, es wurden Synagogen angegriffen, es wurden israelische Fahnen in Brand gesetzt. Es wird kritisiert, dass die Israel-Kritik in einen Antisemitismus umschl&auml;gt. In aller Regel werden die Pal&auml;stinenser in Deutschland daf&uuml;r verantwortlich gemacht, obwohl es ja auch genug deutsche Neonazis gibt. Wie sieht man das aus der israelischen Perspektive? Wird &uuml;berhaupt registriert, was in Deutschland vor sich geht?<br>\nMosche Zuckermann: Man ist erst einmal mit sich selbst besch&auml;ftigt und die Weltreaktion ist derzeit so lasch, dass man das nicht wahrnimmt. Ich muss Ihnen etwas Schlimmes sagen. Wenn es Vorkommnisse von pal&auml;stinensisch, t&uuml;rkisch oder wie auch immer angetriebenen Antisemitismus gibt, der sich aus der Israel-Kritik bildet, dann ist das genau das, was die Israelis haben wollen. Der Antisemitismus bedient die israelische Propaganda. Man braucht den Antisemitismus, um zu sagen, die ganze Welt ist gegen uns, weshalb wir uns von niemandem etwas vorschreiben lassen.<br>\nDie Tatsache, dass einen Tag nach Ausbruch der Gewalteskalation hier in Charlottenburg der B&uuml;rgermeister die israelische Flagge hochgehisst hat, um seine Solidarit&auml;t mit Israel zu bezeugen, hat mich nicht weniger mit Ekel erf&uuml;llt als die Tatsache, dass irgendwelche Israel-Kritiker meinen, sich unbedingt antisemitisch geben zu m&uuml;ssen.<br>\nIn Deutschland st&uuml;nde die Frage an, wie die Situation zu dem jetzigen Konflikt geworden ist. Viele gutm&uuml;tige Deutsche sagen, wir schulden die Solidarit&auml;t den Juden, den Israelis, den Zionisten. In Deutschland gibt es mittlerweile viele Menschen aus dieser Region, ob das Araber, Pal&auml;stinenser oder T&uuml;rken sind. Es handelt sich um keinen Rassen-Antisemitismus, es hat mit der Tatsache zu tun, dass Israel der Feind der L&auml;nder ist, aus denen die Menschen kommen. Dass das dann umschl&auml;gt, Synagogen in Brand zu stecken, das ist das Kurzschl&uuml;ssige, das im Antisemitismus schon immer vorhanden war.<br>\nAntisemitismus ist Mist, das wollen wir doch einmal festhalten. Aber er ist heute ein viel kleinere Gefahr, als er es einmal gewesen ist. Nat&uuml;rlich ist Antisemitismus einer der schlimmsten Ressentiments, die es in der Geschichte gegeben hat. Deswegen muss er bek&auml;mpft werden. Allerdings muss man auch sagen, dass diejenigen, die meinen, sich mit Israel solidarisieren zu sollen und darin den Antisemitismus zu bek&auml;mpfen, ein vollkommen falsches Bild haben. Israel hat eine ganze Menge daf&uuml;r getan, dass in der arabischen Welt Antisemitismus gang und g&auml;be ist. Das hat mit dem Nahost-Konflikt zu tun, aber nicht mit einem ethnischen Krieg oder einem Religionskrieg und schon gar nicht mit einem rassistischen Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/aktuelles\/moshe-zuckermann-israel-braucht-die-hamas-die-hamas-braucht-netanjahu\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Stoltenberg: Druck im Verh&auml;ltnis zu Russland<\/strong><br>\nNato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg hat im Gespr&auml;ch mit Friedensforscherinnen die Bedeutung milit&auml;rischer Abschreckung hervorgehoben. Je glaubw&uuml;rdiger die milit&auml;rische Abschreckung, desto besser k&ouml;nne auch &uuml;ber R&uuml;stungskontrolle verhandelt werden, sagte er in einer Diskussion &uuml;ber internationale Friedenssicherung auf dem 3. &Ouml;kumenischen Kirchentag in Frankfurt. So lange es milit&auml;rische Bedrohung gebe, &laquo;m&uuml;ssen wir glaubw&uuml;rdige Abschreckung erst mal haben&raquo;, sagte er bei Nachfragen zu Milit&auml;rausgaben und ziviler Friedenssicherung.<br>\nAls Beispiel f&uuml;r die Balance von Druck und Dialog nannte er das Verh&auml;ltnis zu Russland. &laquo;Wir bieten Dialog an, aber Russland verh&auml;lt sich weiterhin aggressiv, sowohl zu Hause als auch international&raquo;, sagte er mit Blick auf die Ukraine, Georgien und den Umgang mit Kremlkritiker Alexej Nawalny. &laquo;Wir m&uuml;ssen den wirtschaftlichen Druck und die Sanktionen aufrechterhalten, w&auml;hrend wir gleichzeitig ein Gespr&auml;chsangebot machen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/amp\/news\/2021-05\/15\/stoltenberg-druck-im-verhaeltnis-zu-russland\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser f&uuml;hrende Kopf der NATO hat auch 30 Jahre nach dem Abbau der Konfrontation in Europa mit Hilfe der Entspannungspolitik und nach dem sichtbaren Scheitern der Konfrontationspolitik mit Abschreckung und Aufr&uuml;stung noch nicht davon geh&ouml;rt, dass die Zukunft auch heute in der Verst&auml;ndigung liegt und nicht in der Drohung und nicht in Sanktionen. Man muss sich die grundlegende &Auml;nderung vergegenw&auml;rtigen, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Alles zum Schlechteren, alles in Richtung Konfrontation und Milit&auml;r.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ulrich Tukur: In den Kulissen eines Trauerspiels<\/strong><br>\nErstmals schreibt der Schauspieler Ulrich Tukur &uuml;ber die Konsequenzen, welche die Aktion #allesdichtmachen f&uuml;r ihn und die Gesellschaft hatte. Eine Kurzgeschichte. [&hellip;]<br>\nAber diese Massnahmen m&uuml;ssten da enden, wo sie sinnlos und unlogisch seien und unn&ouml;tiges Elend auf der Seite derer anrichteten, die versuchten, ihr Leben zu gestalten und ihrer Arbeit nachzugehen, um auf einmal festzustellen, dass sie keine mehr h&auml;tten.<br>\nHast du eine Ahnung, fragte ich sie, wie viele Menschen auch ausserhalb der Krankenh&auml;user sterben, sich umbringen, weil ihr Lebenswerk zerst&ouml;rt ist und ihre Familien und Ehen in die Br&uuml;che gingen?<br>\nWir wussten es nat&uuml;rlich beide nicht, denn all das erscheint nicht im Kalk&uuml;l und Bestand der gegenw&auml;rtigen Politik. Aber ich weiss, dass Rudi, der Gastwirt, der im Unterstock unseres Hauses seine Kneipe seit dreiundvierzig Jahren mit viel Herzblut und Pers&ouml;nlichkeit f&uuml;hrt, nicht aufgeben m&uuml;sste, w&uuml;rde man ihm wenigstens die Tische im Freien erlauben.<br>\nNat&uuml;rlich h&auml;tte ich auch noch von Dorka erz&auml;hlen k&ouml;nnen, unserer femme de m&eacute;nage (keine Ahnung, welches der deutschen W&ouml;rter noch erlaubt ist, darum lieber franz&ouml;sisch), die uns bat, zweimal in der Woche putzen zu d&uuml;rfen, weil sie nicht mehr wisse, wie sie sich und ihre Familie durchbringen solle. Ihr Mann besass ein kleines Subunternehmen, das in der Krise kollabiert war, und staatliche Hilfe habe sie nicht oder in nur sehr geringem Masse erhalten. Aber ich habe Irma das alles dann nicht mehr erz&auml;hlt, ich hatte das Gef&uuml;hl, es war genug.<br>\nUnd darum habt ihr diese Aktion gestartet, fragte sie vorsichtig, war das richtig?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nzzas.nzz.ch\/kultur\/ulrich-tukur-ueber-allesdichtmachen-phantastischer-hass-ld.1625262?mktcid=smsh&amp;mktcval=Facebook&amp;fbclid=IwAR0vjafKC8JiziTKYDK_8O-msV40byXhZ1Af9Ql3aEl6gzhZH8111eWevN0\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Milliarden-Versagen<\/strong><br>\nWeltkonzerne wie Amazon zahlen in Europa kaum Steuern. Br&uuml;ssel will das &auml;ndern. Aber nach Berlin stellt sich auch Paris quer.<br>\nAmazon demonstriert Europas Schw&auml;che ganz cool. Als der amerikanische Techriese k&uuml;rzlich die Jahresbilanz 2020 seiner Luxemburger Dachgesellschaft f&uuml;r das Europa-Gesch&auml;ft vorlegte, fand sich dort ein verbl&uuml;ffender Eintrag: Unter &bdquo;Steuern&ldquo; waren Einnahmen gebucht, keine Ausgaben. Zwar trieb die Pandemie die Ums&auml;tze des Konzerns in Europa von 31 auf 42 Milliarden Euro hoch. Doch im Rechenwerk f&uuml;r die Steuerbeh&ouml;rde ging das Umsatzplus von 30 Prozent mit einem Verlust von mehr als einer Milliarde Euro einher. Prompt schrieb das Luxemburger Finanzamt dem Unternehmen 56 Millionen Euro an Gewinnsteuern gut, und der Fiskus ging EU-weit leer aus.<br>\nSo geht das seit Jahren. Insgesamt sicherte sich die Luxemburger &bdquo;Amazon EU S.a.r.l&ldquo;, wo der Konzern die Gesch&auml;fte von Italien bis Schweden b&uuml;ndelt, schon mehr als eine Milliarde Euro Steuergutschrift. Bringt also Europa dem weltgr&ouml;&szlig;ten Onlineh&auml;ndler nur Verluste ein? &bdquo;Nat&uuml;rlich nicht, die Gewinne werden nur anderswohin verschoben, wo weniger oder gar keine Steuern erhoben werden&ldquo;, sagt Christoph Trautvetter, Finanzexperte beim deutschen Zweig des Tax Justice Network.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Steuervermeidung-von-Grosskonzernen\/!5767297\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mit dieser Methode spart Amazon Steuern<\/strong><br>\nDer Amazon-Konzern l&auml;sst 75 Prozent seiner Gesch&auml;fte au&szlig;erhalb der USA &uuml;ber Tochterunternehmen in Luxemburg laufen. Dort f&auml;hrt das Unternehmen gezielt Verluste ein, die in Steuerrabatte umgewandelt werden, so eine Studie der University of London. Wie die Amazon-Methode funktioniert &ndash; ein &Uuml;berblick. (&hellip;)<br>\nDie Summe aller Steuergutschriften der letzten zehn Jahre liegt dem Gutachten zufolge bei 13,4 Milliarden US-Dollar. Und damit um rund 1,5 Milliarden Dollar &uuml;ber jener Summe, die in der gesamten Amazon-Firmengeschichte an Steuerzahlungen f&auml;llig gewesen w&auml;re. Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Unter dem Strich hat Amazon in den USA wom&ouml;glich noch nie Steuern gezahlt. Dazu kommen au&szlig;erdem die unversteuerten Gewinne im Umfang von 17,2 Milliarden US-Dollar. (&hellip;)<br>\nMartin Schirdewan, Fraktionschef der Linken im Europaparlament, forderte die EU auf, europ&auml;ische Steueroasen wie Luxemburg trockenzulegen und den Fall Amazon trotz des Urteils des EU-Gerichts noch einmal unter die Lupe nehmen.<br>\n&bdquo;Ich finde das unfassbar, tats&auml;chlich, dass es jemandem gelingt, namentlich an dieser Stelle Jeff Bezos, solchen unvorstellbaren Reichtum anzuh&auml;ufen, und zwar auf Kosten der Allgemeinheit. Die gieren nach &ouml;konomischer Macht, die gieren damit aber auch nach politischer Macht, und wir m&uuml;ssen dar&uuml;ber nachdenken, ob Konzerne in dieser Gr&ouml;&szlig;e gut f&uuml;r die Demokratie, gut f&uuml;r die Entwicklung der Gesellschaft sind.&ldquo; (&hellip;)<br>\nIn einem schriftlichen Statement verweist das Unternehmen darauf, die Steuergesetze und Finanzbuchregeln in allen L&auml;ndern einzuhalten. Steuergesetze seien dazu gemacht, um die Art von Amazons Investitionen zu f&ouml;rdern, um die Weltwirtschaft voranzutreiben, sagt Amazon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/steueroase-luxemburg-mit-dieser-methode-spart-amazon-steuern.2897.de.html?dram:article_id=497216\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu z.B. auch<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43580\">Amazon-Chef Jeff Bezos erh&auml;lt den Axel Springer Award<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29069\">Wie Amazon Kunden und den Staat t&auml;uscht &ndash; ein Selbstversuch<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>BlackRock: Nun auch China &ndash; so baut der Konzern seine Macht aus<\/strong><br>\nBlackRock hat in China eine Lizenz f&uuml;r ein Verm&ouml;gensverwaltungs-Venture mit Mehrheitsbeteiligung erhalten und erweitert damit seine Pr&auml;senz auf dem schnell wachsenden Verm&ouml;gensverwaltungsmarkt des Landes. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Partner sind die China Construction Bank und der staatliche Investor Temasek Holdings aus Singapu, wobei die Amerikaner 50,1 Prozent halten. BlackRock werde China beim Aufbau eines nachhaltigen &Ouml;kosystems f&uuml;r Investitionen unterst&uuml;tzen, so CEO Laurence Fink in der Erkl&auml;rung. (&hellip;)<br>\nChina gilt als der wichtigste Markt der Zukunft in der Branche, da die Chinesen gerade erst den Finanzmarkt in den letzten Jahren f&uuml;r sich entdeckt haben. Seit kurzem k&ouml;nnen westliche Investmentfirmen &uuml;ber Joint Ventures, die sie mehrheitlich kontrollieren, in den Markt einsteigen. Allerdings l&auml;uft auch in den USA und Europa das Gesch&auml;ft mehr als gut: Daf&uuml;r sorgen nicht zuletzt die Pandemie und das zunehmende Umweltbewusstsein. Sogenannte ESG-ETFs investieren dabei nur nach bestimmten Nachhaltigkeitskriterien und erfreuen sich immer gr&ouml;&szlig;erer Beliebtheit. BlackRock ist in den USA Marktf&uuml;hrer und sammelte zuletzt 68 Prozent des in ESG investierten Kapitals alleine ein. R&uuml;ckenwind kommt dabei auch von Pr&auml;sident Bidens Pl&auml;nen zum Klimaschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deraktionaer.de\/artikel\/aktien\/blackrock-nun-auch-china-so-baut-der-konzern-seine-macht-aus-20230613.html\">Der Aktion&auml;r<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf die fragw&uuml;rdige Rolle von BlackRock hingewiesen &ndash; u.a. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60239\">BlackRock als Regelgeber f&uuml;r Banken? Wie kam die EU auf diese Schnapsidee?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59569\">Die Gewinner der Krise &ndash; BlackRock und Co. kassieren gleich doppelt<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57642\">Fr&uuml;hst&uuml;ck mit BlackRock und Co.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zwischenbilanz f&uuml;r Januar bis Mai 2021 &ndash; 40 Milliarden Euro Umsatzverlust: Corona-Ma&szlig;nahmen treffen von Schlie&szlig;ungen betroffenen Handel hart<\/strong><br>\n&ldquo;F&uuml;r den Lockdown-Handel war 2021 bis jetzt ein katastrophales Jahr. Die Ums&auml;tze liegen in den betroffenen Branchen bis Ende Mai voraussichtlich im Durchschnitt um rund 60 Prozent unter dem Vorkrisenniveau&ldquo;, so HDE-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Stefan Genth. Das entspricht nach HDE-Berechnungen einem Minus von bis zu 40 Milliarden Euro im Vergleich zum Vor-Krisenjahr 2019. Dementsprechend schlecht f&auml;llt auch die aktuelle HDE-Umfrage f&uuml;r die vergangene Woche aus. So sehen sich im Bekleidungshandel f&uuml;r dieses Jahr ohne weitere staatliche Hilfen 53 Prozent der H&auml;ndler in Existenzgefahr, im Schuh- und Lederwarenhandel sind es sogar knapp 60 Prozent. So wertvoll Signale wie eine &Ouml;ffnung der Gesch&auml;fte mit Testpflicht oder Terminvereinbarung f&uuml;r die Stimmung sind, wirtschaftlich ist das f&uuml;r viele Gesch&auml;fte nicht. So sprechen die H&auml;ndler, die mit Testpflicht ge&ouml;ffnet sind, in der HDE-Umfrage im Durchschnitt von Umsatzverlusten von beinahe 60 Prozent, beim Shoppen mit Terminvereinbarung liegen die Verluste bei knapp 50 Prozent. Und auch das Shoppen mit Begrenzung der Kundenzahl beschert den befragten H&auml;ndlern mehr als ein Drittel weniger Umsatz als vor der Krise.<br>\n&bdquo;Die Lage im Nicht-Lebensmittelhandel ist vielerorts alarmierend schlecht. Deshalb m&uuml;ssen die Corona-Hilfen jetzt schnellstm&ouml;glich komplett ausgezahlt werden&ldquo;, so Genth weiter. Bisher haben der HDE-Umfrage zufolge fast drei Viertel der betroffenen H&auml;ndler seit Beginn der Krise staatliche Unterst&uuml;tzung bekommen. 60 Prozent jedoch warten noch auf ausstehende Zahlungen und 60 Prozent der Empf&auml;nger von Abschlagszahlungen erhielten weniger als die H&auml;lfte der Auszahlungssumme. Neben der Geschwindigkeit der Hilfe bem&auml;ngelt der HDE schon seit Monaten zwei wesentliche L&uuml;cken. F&uuml;r inhabergef&uuml;hrte H&auml;ndler gibt es nach wie vor keine M&ouml;glichkeit zur Auszahlung eines Unternehmerlohns. Das zwingt die Unternehmer im Ergebnis, zum Sozialamt zu gehen, um ihren privaten Lebensunterhalt bestreiten zu k&ouml;nnen. F&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen fordert der HDE die Aufhebung der Deckelung auf Bundes- und EU-Ebene bzw. einen entsprechenden Schadensausgleich nach EU-Recht. &bdquo;Gr&ouml;&szlig;ere H&auml;ndler mit vielen Filialen haben h&ouml;here Fixkosten und brauchen mehr Unterst&uuml;tzung&ldquo;, so Genth. Starre und viel zu niedrig angesetzte H&ouml;chstgrenzen f&uuml;r die Auszahlung von Coronahilfen pro Unternehmen sorgten im Ergebnis daf&uuml;r, dass viele Handelsunternehmen keine Chance mehr h&auml;tten, die Krise zu &uuml;berstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/einzelhandel.de\/presse\/aktuellemeldungen\/13332-zwischenbilanz-fuer-januar-bis-mai-2021-40-milliarden-euro-umsatzverlust-corona-massnahmen-treffen-von-schliessungen-betroffenen-handel-hart\">HDE<\/a>\n<p><strong>Dazu: Freier Zugang f&uuml;r Alle: Unternehmen wollen keine Diskriminierung von nicht geimpften Kunden<\/strong><br>\nVon den Lockerungen in &Ouml;sterreich profitieren wohl nur Geimpfte, die anderen m&uuml;ssen sich weiter testen lassen. Dagegen wendet sich Animap &ndash; ein Zusammenschluss von Unternehmen, die &ldquo;allen Menschen freien Zugang zu ihren Produkten und Dienstleistungen gew&auml;hren&rdquo; wollen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r zahlreiche Unternehmen des Einzelhandels &ndash; aus Gastronomie, Hotellerie, Handel, Freizeit und k&ouml;rpernaher Dienstleistung &ndash; k&ouml;nnte diese 3-G-Regeln zum endg&uuml;ltigen Ruin f&uuml;hren. Nach den langen Monaten des Lockdowns hatten viele auf einen unbeschr&auml;nkten Zugang f&uuml;r Kunden gehofft. Deshalb hat sich in den vergangenen Wochen ein Netzwerk mit den Namen Animap gegr&uuml;ndet.<br>\nAnimap ist ein branchen&uuml;bergreifender Zusammenschluss von Unternehmern, die sich nicht der 3-G-Regel unterwerfen wollen. Die Organisatoren von Animap geben an, mit ihrem Netzwerk einer Benachteiligung und Ausgrenzung jener Menschen entgegenwirken zu wollen, &ldquo;welche sich aus gesundheitlichen Bedenken&rdquo; keinen dieser Corona-Impfstoffe spritzen lassen wollen.<br>\nIn erster Linie handelt es sich um ein Branchen- und Produktverzeichnis. &Uuml;ber die Website k&ouml;nnen Kunden, Gesch&auml;fte finden, die nach eigener Darstellung &ldquo;in Bezug auf die COVID-19-Impfung niemanden ausgrenzen, sondern allen Menschen freien Zugang zu ihren Produkten und Dienstleistungen gew&auml;hren&rdquo;. Kernelement der Plattform ist eine Online-Karte, auf der sich die teilnehmenden Gesch&auml;fte und Unternehmen finden lassen. F&uuml;r &Ouml;sterreich lassen sich derzeit &uuml;ber 900 Adressen finden. Klickt man beispielsweise auf Wien, finden sich Anbieter verschiedener Branchen: Kosmetik- und Friseursalons, Heilpraktiker und Psychotherapeuten, Yogastudios und viele andere Bereiche.<br>\nNoch ist unklar, ob und wie die &ouml;sterreichischen Beh&ouml;rden mit dem Netzwerk Animap und den daran beteiligten Unternehmen umgehen werden. Laut dem Sozialministerium gelten die 3-G-Regeln bundesweit. Auch f&uuml;r Deutschland gibt es mittlerweile einen Ableger von Animap, bei dem &uuml;ber 5.300 Eintr&auml;ge vorhanden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/117504-freier-zugang-fuer-alle-unternehmen-wollen-keine-diskriminierung-oesterreich\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Finanzen st&auml;rken, Ungleichheit abbauen: OECD-Studie unterstreicht die Bedeutung von Erbschaft-, Nachlass- und Schenkungssteuern<\/strong><br>\nGegenw&auml;rtig erheben 24 OECD-L&auml;nder Erbschaft- oder Nachlasssteuern. Die Einnahmen daraus sind in der Regel jedoch sehr gering. Heute machen Erbschaft-, Nachlass- und Schenkungssteuern im Durchschnitt der L&auml;nder lediglich 0,5 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus. In Deutschland sind es 0,52 Prozent, in der Schweiz 0,6 Prozent. &Ouml;sterreich hat die Erbschaftsteuer abgeschafft.<br>\nDie geringen Einnahmen aus diesen Steuern gehen der Studie zufolge vor allem auf die gro&szlig;z&uuml;gigen Steuerbefreiungen und andere Erleichterungen zur&uuml;ck. Steuerentlastungen sorgen jedoch nicht nur f&uuml;r geringere Einnahmen, sie kommen auch in erster Linie den wohlhabendsten Haushalten zugute. Dadurch wird die Progressivit&auml;t der Erbschaft- und Nachlasssteuern effektiv verringert.<br>\nDank hoher Freibetr&auml;ge k&ouml;nnen Einzelpersonen oftmals betr&auml;chtliche Verm&ouml;gen steuerfrei an ihre nahen Verwandten &uuml;bertragen. Auch f&uuml;r den Transfer bestimmter Verm&ouml;genswerte gibt es h&auml;ufig Steuerverg&uuml;nstigungen (z. B. Hauptwohnung, Betriebsverm&ouml;gen sowohl von Unternehmen als auch von landwirtschaftlichen Betrieben, Rentenkapital und Lebensversicherungsvertr&auml;ge). In einer Reihe von L&auml;ndern k&ouml;nnen Erbschaft- und Nachlasssteuern zudem durch Schenkungen weitgehend vermieden werden, da diese steuerlich g&uuml;nstiger behandelt werden.<br>\nDurch solche Vorschriften sinkt die Zahl der steuerpflichtigen Verm&ouml;genstransfers teils erheblich. Unter den acht L&auml;ndern, f&uuml;r die Daten vorliegen, war der Anteil der steuerpflichtigen Nachl&auml;sse mit 0,2 Prozent in den USA und 3,9 Prozent im Vereinigten K&ouml;nigreich besonders niedrig. Am h&ouml;chsten war er in Belgien (48 Prozent) (Hauptstadtregion Br&uuml;ssel) und der Schweiz (12,7 Prozent) (Kanton Z&uuml;rich). In Deutschland liegt er bei 10,1 Prozent. (&hellip;)<br>\nDie Studie hebt hervor, dass Erbschaftsteuern in den untersuchten L&auml;ndern sehr unterschiedlich gestaltet sind. Das Verm&ouml;gen, das Eltern steuerfrei auf ihre Kinder &uuml;bertragen k&ouml;nnen, reicht von knapp 17 000 US-Dollar in Belgien (Hauptstadtregion Br&uuml;ssel) bis zu &uuml;ber 11 Mio. US-Dollar in den Vereinigten Staaten. In Deutschland sind es knapp 457 000 US-Dollar. W&auml;hrend die meisten L&auml;nder progressive Steuertarife anwenden, erhebt ein Drittel der L&auml;nder Pauschaltarife, und die H&ouml;he der Steuers&auml;tze variiert erheblich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sis-verlag.de\/archiv\/steuerpolitik-gesetzgebung\/meldungen\/3642-oecd-erbschaftsteuer\">SIS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Wie sch&ouml;n, dass Deutschland auf Druck der CSU in 2009 bzw. 2016 genau den entgegengesetzten Weg gegangen ist: Selbst sehr gro&szlig;e Verm&ouml;gen an &ldquo;Familienunternehmen&rdquo; k&ouml;nnen quasi steuerfrei &uuml;bertragen werden. Aus 52 Mio. &euro; Firmenwert werden bei Verschenkung\/Vererbung an Kinder dank gro&szlig;z&uuml;giger Verschonungsabschl&auml;ge von 85% nur noch 7,8 Mio. &euro; zu versteuernder Wert. Angeblich alternativlos, um Arbeitspl&auml;tze in &ldquo;Familienunternehmen&rdquo; zu erhalten. Nun sind aber ca. 94% der vererbten\/verschenkten Firmen weniger als 5 Mio. &euro; wert (Reinnachlasswert). Warum also derart hohe Verschonungsabschl&auml;ge von 85% bzw. 52 Mio. &euro;? Ein Freibetrag von 5 Mio. &euro; w&auml;re da mehr als ausreichend. &ldquo;Generationengerechtigkeit&rdquo; kommt merkw&uuml;rdigerweise in der Diskussion um die Erbschaftsteuer &uuml;berhaupt nicht vor.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Berliner Mietendeckel: Der lange Kampf der Lobbyisten<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat den Berliner Mietendeckel f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Die Begr&uuml;ndung wirft Zweifel auf. Wie die Explosion der Mieten ged&auml;mmt werden soll, bleibt ungewiss (&hellip;)<br>\nDie Begr&uuml;ndung des Gerichts steht ohnehin auf wackeligen F&uuml;ssen: Die Bundesl&auml;nder seien zur eigenen Gesetzgebung nur dann berechtigt, wenn der Bund nicht eingreife. Aber er tue es, denn mit den Paragraphen 556 bis 561 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs BGB sei alles &ldquo;umfassend und abschlie&szlig;end&rdquo; geregelt.<br>\nDie Artikel regeln aber nur, und das reichlich vage: Betriebskostenpflicht, Mieterh&ouml;hungen, orts&uuml;bliche Vergleichsmiete, Mieterh&ouml;hung durch Modernisierungen, Sonderk&uuml;ndigungsrecht des Mieters nach einer Mieterh&ouml;hung. Der h&auml;rteste Eingriff steht in Artikel 556 d &ldquo;Zul&auml;ssige Miete bei Mietbeginn in Gebieten mit angespannten Wohnungsm&auml;rkten&rdquo;: Dies wird umgangssprachlich als &ldquo;Mietpreisbremse&rdquo; bezeichnet. Die aber hat bekanntlich keinen Mietpreisanstieg gebremst, und schon gar nicht in &ldquo;angespannten Wohnungsm&auml;rkten&rdquo;.<br>\nAlso: Im Vergleich zu den massiven Umgestaltungen seit 1990 und zur Explosion von Mieten, Nebenkosten und auch der Preise f&uuml;r Eigentumswohnungen, die heute &uuml;berwiegend zur teuren Vermietung erworben werden, erweist sich das vom Gericht zitierte Bundesrecht als unwirksam: Nichts ist &ldquo;umfassend und abschlie&szlig;end&rdquo; geregelt, im Gegenteil.<br>\nDas Urteil ist jedoch auch dar&uuml;ber hinaus fragw&uuml;rdig. Es bestreitet die Gesetzeskompetenz der Bundesl&auml;nder. Aber, nur zum Beispiel: Im Mieterschutzgesetz 2020 der NRW-Landesregierung unter Armin Laschet, jetzt Kanzlerkandidat der CDU, ist das bisher m&ouml;gliche Verbot der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen ersatzlos gestrichen. Wenn Bundesl&auml;nder also investorengef&auml;llige Gesetze machen, dann hat das Hohe Gericht nichts einzuwenden. (&hellip;)<br>\nDas Urteil folgt den kalten Interessen der Investoren und ihrer Lobbyisten. Hat da auch die 2020 erfolgte Ernennung des CDU-Abgeordneten und Unternehmeranwalts Stephan Harbarth zum Pr&auml;sidenten des Bundesverfassungsgerichts schon Wirkung gezeigt? Soziale Spaltung ist mit Demokratie nicht vertr&auml;glich. Deswegen ist das grundgesetzliche Gebot des Gemeinwohls und die M&ouml;glichkeit der Enteignung heranzuziehen. Und der UN-Sozialpakt, von Deutschland ratifiziert, enth&auml;lt nach dem Vorbild der Allgemeinen Menschenrechte das Menschenrecht auf eine angemessene bezahlbare Wohnung. Schon vergessen? (&hellip;)<br>\nZur Umsetzung sind aber nachhaltige Aktivit&auml;ten n&ouml;tig. Die Gewerkschaft ver.di hat in ihren Anforderungen an die Wahlprogramme 2021 wichtige Forderungen zusammengefasst, unter anderem:\n<ul>\n<li>Vor allem Kommunen m&uuml;ssen neue gemeinn&uuml;tzige Wohnungsgesellschaften gr&uuml;nden. Dazu stellt der Staat seine &auml;u&szlig;erst g&uuml;nstigen Kredite zur Verf&uuml;gung.<\/li>\n<li>Die Finanzierungsform Public Private Partnership PPP\/&Ouml;PP kommt in die Mottenkiste.<\/li>\n<li>Die dubiosen Share Deals, mit denen die Investoren die Grunderwerbssteuer umgehen und die &ouml;ffentlichen Haushalte verarmen, werden ersatzlos gestrichen.<\/li>\n<li>Die Mietervereine erhalten ein Verbandsklagerecht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/ausgabe-202103\/berliner-mietendeckel-der-lange-kampf-der-lobbyisten\/\">Werner R&uuml;gemer in publik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Als ob wir Arbeitssklaven sind&rdquo;<\/strong><br>\nIn der Pandemie boomt der Onlinehandel. F&uuml;r den Transport sind oft Lkw-Fahrer aus Osteuropa verantwortlich. Sie verdienen weniger als den Mindestlohn und leben &uuml;ber Monate im Brummi. (&hellip;)<br>\nDer deutsche Gewerkschafter Michael Wahl hat das Treffen organisiert. Er arbeitet f&uuml;r das Gewerkschaftsnetzwerk &ldquo;Faire Mobilit&auml;t&rdquo;, ber&auml;t mit seinen Kolleginnen und Kollegen ost- und mitteleurop&auml;ische Lkw-Fahrer. Das Gespr&auml;ch beginnt er oft direkt am Fahrzeug, so wie jetzt auf diesem Parkplatz. (&hellip;)<br>\nOsteurop&auml;ische Speditionen dominieren das Bild auf deutschen Autobahnen, nach Sch&auml;tzungen haben sie im EU-weiten Transport etwa 40 Prozent des Marktes &uuml;bernommen. Die Maut-Statistiken des Bundesamtes f&uuml;r G&uuml;tertransport zeigen, dass 33 Prozent aller Lkw auf deutschen Stra&szlig;en in osteurop&auml;ischen L&auml;ndern zugelassen sind.<br>\nDie Speditionen fahren zu deutlich niedrigeren Preisen als deutsche Transportunternehmen. &ldquo;Die deutschen Spediteure haben sich deshalb aus dem internationalen Gesch&auml;ft fast ganz zur&uuml;ckgezogen&rdquo;, berichtet Wahl. Gro&szlig;konzerne wie der Internet-Versandriese Amazon profitierten davon.<br>\nWahl nennt das ein &ldquo;System organisierter Verantwortungslosigkeit&rdquo;. Die Gro&szlig;konzerne nutzen das billige Angebot der Speditionen, und die nutzen die Notlage der Fahrer aus, um die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken. Auf Anfrage des WDR teilt Amazon mit, dass alle Speditionspartner von Amazon sich an die geltenden Gesetze halten m&uuml;ssten, au&szlig;erdem an einen Verhaltenskodex, der die Unternehmen auf &ldquo;faire L&ouml;hne, Sozialleistungen und angemessene Arbeitszeiten&rdquo; verpflichte. Wie Amazon das &uuml;berpr&uuml;ft, sagt das Unternehmen aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/lkw-fahrer-arbeitsbedingungen-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hartz IV: Darum wird es im n&auml;chsten Jahr f&uuml;r Bezieher finanziell noch enger<\/strong><br>\nViele Hartz-IV-Empf&auml;nger k&ouml;nnen aktuell etwas aufatmen: Ende 2020 wurden die Regels&auml;tze etwas angehoben, Corona-Zuschlag und Kinderbonus von je 150 Euro sollen noch in dieser Woche ausgezahlt werden. Doch der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband warnt: 2022 droht eine Nullrunde.<br>\nDie Regels&auml;tze f&uuml;r Hartz IV werden j&auml;hrlich zu 30 Prozent an die Entwicklung der Nettol&ouml;hne und zu 70 Prozent an die Preisentwicklung angepasst. Im kommenden Jahr mache sich der coronabedingte Lohneinbruch bemerkbar, f&uuml;rchtet der Verband. Das Ergebnis sei eine deutlich geringere Anhebung der S&auml;tze als f&uuml;r 2021 &ndash; bei weiter steigendem Preisniveau. Deshalb drohe ein merkbarer Kaufkraftverlust f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger und Bezieher von Altersgrundsicherung. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Es darf nicht passieren, dass die Bundesregierung die Armen wieder einmal im Regen stehen l&auml;sst. Wenn jetzt schon absehbar ist, dass sich die Grundsicherungsleistungen zu Beginn n&auml;chsten Jahres noch weiter vom tats&auml;chlichen Bedarf der Menschen entfernen, muss sofort gehandelt werden. Alles andere w&auml;re ein armutspolitisches Armutszeugnis&ldquo;, sagt Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. (&hellip;)<br>\nUm nicht in Armut zu leben, m&uuml;ssen alleinlebende Erwachsene allerdings mindestens 644 Euro im Monat &uuml;berwiesen bekommen. Das berechnete die Parit&auml;tische Forschungsstelle. Schneider fordert deshalb eine z&uuml;gige Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze auf mindestens 600 Euro, daneben einen sofortigen Corona-Zuschlag von 100 Euro pro Kopf und Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/hartz-iv-4-kinderbonus-erhoehung-regelsatz-coronavirus-betrag-zuschlag-mai-2021-2022-wohlfahrtsverband-90529327.html\">Merkur.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Generationenbetrug statt Generationengerechtigkeit<\/strong><br>\nDie heute Jungen sollen deutlich mehr Jahre arbeiten. Sie sollen weniger gesetzliche Rente bekommen und sie sollen zur B&ouml;rsen-Casino-Rente gezwungen werden. Hintergrund und Kommentar<br>\nDas Ganze wird verkauft als Generationengerechtigkeit. Tats&auml;chlich ist es ein gigantischer Generationenbetrug. Die Methoden zum Betrug hat Georg Orwell (&ldquo;1984&rdquo;) enth&uuml;llt: &ldquo;2+2 = 5&rdquo;, &ldquo;Krieg ist Frieden&rdquo; und L&uuml;gen werden bei st&auml;ndiger Wiederholung zur Wahrheit.<br>\nGenerationengerechtigkeit ist in aller Munde. Die Alten werden mehr, die Jungen weniger, da m&uuml;ssen Reformen her, die f&uuml;r eine Entlastung der Jungen sorgen.<br>\nWas passiert ist Folgendes: Die geburtenstarken Jahrg&auml;nge (Babyboomer) gehen zwischen 2023 und 2034 in Rente. Der Altersversorgungsaufwand aus der gesetzlichen Rente w&uuml;rde sich bei schlechter Prognose bis zum Jahr 2040 um 21 Prozent oder nach heutigen Werten um 70 Milliarden Euro erh&ouml;hen. Zweifellos w&auml;re das eine Mehrbelastung. &ldquo;Untragbar&rdquo; schreit der neoliberale Mainstream. Um das tragbar zu machen, soll bis 70 und mehr gearbeitet werden und verbindlich privat vorgesorgt werden.<br>\nUnd wer soll l&auml;nger arbeiten und zus&auml;tzlich mehr Lohnanteile f&uuml;r Privatvorsorge aufbringen? Die j&uuml;ngeren Generationen! Wer denn sonst? Das als Entlastung zu behaupten ist dreist und verlogen &ndash; es ist Betrug. Und der ist offensichtlich: In den Zeitr&auml;umen, in denen die &ldquo;Babyboomer&rdquo; in Rente gehen, also altersversorgt werden m&uuml;ssen, sollen die arbeitenden Jahrg&auml;nge das Schultern und zus&auml;tzlich zu dieser Belastung noch erhebliche Teile ihres Einkommens f&uuml;r Privatvorsorge abgeben. (&hellip;)<br>\nObwohl die Zahlen anderes beweisen, wird weiter behauptet, das riesige Demographieproblem stehe immer noch vor der T&uuml;r. Hier die neuesten Verlautbarungen: Armin Laschet ist gerade zum Unions-Kanzlerkandidaten ernannt, da erkl&auml;rt er schon, sich um die Rente k&uuml;mmern zu wollen:<br>\n&raquo; Es m&uuml;sse eine L&ouml;sung gefunden werden, die dem demografischen Wandel in Deutschland gerecht werde und auch zuk&uuml;nftigen Generationen eine sichere Rente garantiere. [&hellip;] Wir haben immer gesagt, wir brauchen eine l&auml;ngere Lebensarbeitszeit, wenn wir alle &auml;lter werden. &laquo;<br>\nArmin Laschet, Familienunternehmertage 23.4.21<br>\nEr ist in illustrer Gesellschaft: Mit ihm fordern die FDP, die EU-Kommission in ihrem Alterungs-Gr&uuml;nbuch, die Wirtschaftsverb&auml;nde, die Deutsche Bundesbank und j&uuml;ngst ein vom Wirtschaftsminister eingesetzter Expertenrat eine Erh&ouml;hung der Lebensarbeitszeit auf mindestens 69 Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Generationenbetrug-statt-Generationengerechtigkeit-6044584.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Grundrechte nur mit Impfpass? Geht gar nicht<\/strong><br>\nDer Journalist und Jurist Heribert Prantl &uuml;ber ein problematisches Gesetz und die Idee, bestimmte Grundrechte nur gegen Vorlage eines Impfausweises zu gew&auml;hren.<br>\nHeribert Prantl war einer der Ersten in Deutschland, der auf die Einhaltung der Grundrechte auch in Pandemie-Zeiten pochte. Nun sieht er eine neue Gefahr: Der Staat will so viel Schutz f&uuml;r die Gemeinschaft herstellen, dass f&uuml;r den Einzelnen immer weniger Freiheiten &uuml;brig bleiben. Prantl fordert eine Zeit des Nachdenkens. Er will einen offenen und selbstkritischen Diskurs &uuml;ber die bisherige Corona-Politik. (&hellip;)<br>\nWas ist mit dem Gesetz fundamental anders als fr&uuml;her?<br>\nDieses Gesetz, das die Bundesnotbremse installiert, bremst den Rechtsschutz aus. Es wird nicht auf Grund eines Gesetzes , wie es im Grundgesetz eigentlich vorgesehen ist, sondern unmittelbar  durch Gesetz  in die Grundrechte eingegriffen. Diese Unterscheidung klingt erst einmal wie juristische Wichserei   das ist sie aber nicht. Bei Eingriffen unmittelbar  durch Gesetz  gibt es n&auml;mlich keinen klassischen Rechtsschutz.<br>\nDas hei&szlig;t, man kann gegen einzelne Regelungen im Infektionsschutzgesetz nicht mehr klagen?<br>\nNein. Man kann gegen die durch den RKI-Knopfdruck ausgel&ouml;sten Ma&szlig;nahmen nicht klagen, jedenfalls nicht vor den zust&auml;ndigen Gerichten, den Verwaltungsgerichten. Es bleibt einzig und allein die Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe. Es gibt noch die in letzter Minute ins Gesetz eingef&uuml;gte, wenig aussichtsreiche Klage auf Feststellung, von der Regelung nicht erfasst zu werden. Karlsruhe wird zur ersten und einzigen Instanz gemacht und ist damit &uuml;berfordert. Regul&auml;r vor einem normalen Gericht klagen k&ouml;nnen Sie erst dann, wenn Sie gegen das Infektionsschutzgesetz versto&szlig;en haben und deswegen gegen Sie eine Sanktion verh&auml;ngt worden ist. Das Gesetz mutet Ihnen also zu, dass Sie erst das Gesetz brechen und daf&uuml;r eine Strafe kassieren; erst dann k&ouml;nnen Sie sich wehren. Die B&uuml;rger werden also gewisserma&szlig;en zur Rechtswidrigkeit gedr&auml;ngt. So entsteht kein Vertrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wochenende\/journalist-jurist-sueddeutsche-zeitung-heribert-prantl-ueber-infektionsschutzgesetz-grundrechteimpfausweis-corona-gesetze-li.158738\">berliner-zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h01\">Prantls Blick: Ein infiziertes Gesetz<\/a> und sehen Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70370#h01\">Beklagt die Einschr&auml;nkung der Freiheitsrechte | Heribert Prantl | SZ-Journalist<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Digitaler Impfnachweis: Das ist geplant<\/strong><br>\nBayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dr&auml;ngt auf einen digitalen Impfnachweis. Der soll vor F&auml;lschungen sch&uuml;tzen. Verschiedene Projekte dazu laufen, aber einige Fragen sind noch offen. (&hellip;)<br>\nWie von der Bundesregierung zu h&ouml;ren ist, soll &ldquo;CovPass&rdquo; auch auf &auml;lteren Smartphones laufen. &Auml;lter bedeutet in diesem Fall: Bei Apple wird das Betriebssystem iOS 12 vorausgesetzt, also ab iPhone 5s. Bei Android-Smartphones l&auml;uft die App ab Version 6, die im Herbst 2015 auf den Markt kam.<br>\nEs ist geplant, dass mehrere Impfnachweise, zum Beispiel von einer Familie, gemeinsam auf einem Smartphone gespeichert werden k&ouml;nnen. Bei einer Kontrolle am Flughafen, im Gesch&auml;ft oder im Biergarten werden Name, Geburtsdatum und der Status &ldquo;gr&uuml;n&rdquo; oder &ldquo;rot&rdquo; angezeigt.<br>\nOb das gr&uuml;ne Signal f&uuml;r den Zugang durch einen negativen Corona-Test, eine &uuml;berstandene Corona-Erkrankung oder eine vollst&auml;ndige Impfung zustande kommt, ist nicht zu erkennen. Wer kein Smartphone besitzt, kann seinen Impfnachweis mit dem QR-Code ausdrucken. (&hellip;)<br>\nHaus&auml;rzte bezweifeln, dass die Pl&auml;ne der Bundesregierung bis Ende Juni umgesetzt werden k&ouml;nnen. Ulrich Weigeldt vom Deutschen Haus&auml;rzteverband spricht in der &ldquo;Augsburger Allgemeinen&rdquo; von &ldquo;b&uuml;rokratischen Vorgaben und leidvollen Verkomplizierungen&rdquo;.<br>\nAuch die Linken-Digitalpolitikerin Anke Domscheit-Berg ist skeptisch. Die H&uuml;rden, einen digitalen Impfpass sicher in zwei Monaten hinzubekommen, seien zu hoch. Sie stellt au&szlig;erdem die Frage, wer die schon erfolgten Impfungen im digitalen Impfausweis nachtr&auml;gt.<br>\nDer Haus&auml;rzteverband warnt davor, den Praxen weitere B&uuml;rokratie aufzuerlegen. Der gelbe Impfpass der Weltgesundheitsorganisation m&uuml;sse auf jeden Fall weiter als Impfnachweis gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/corona-digitaler-impfpass-das-ist-mit-dem-nachweis-geplant,SXNf5Lx\">BR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bundesregierung wei&szlig; nicht, wie viele Intensivpflegekr&auml;fte in Deutschland arbeiten<\/strong><br>\nDie Bundesregierung leidet nach SPIEGEL-Informationen in einem entscheidenden Bereich der Pandemiebek&auml;mpfung unter Ahnungslosigkeit: Sie hat keine Erkenntnisse &uuml;ber die &raquo;Anzahl der Personen, die in der Intensivpflege t&auml;tig sind&laquo;. So hei&szlig;t es in einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.<br>\nIn der amtlichen Krankenhausstatistik w&uuml;rden die Daten von Besch&auml;ftigten nicht nach Pflegebereichen unterschieden, auch nicht in der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Dabei r&auml;umt das Ministerium selbst ein, dass die Versorgung schwer erkrankter Covid-19-Patienten personalintensiv sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-bundesregierung-fehlt-der-ueberblick-zu-intensivpflegepersonal-a-04414e66-0002-0001-0000-000177514607?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neue Studie: Glyphosat schadet Insekten nachweislich<\/strong><br>\nEine aktuelle deutsch-japanische Studie zeigt, dass Glyphosat die f&uuml;r Insekten lebenswichtige Gemeinschaft mit Bakterien zerst&ouml;rt.<br>\nGlyphosat ist umstritten. Es ist das am meisten angewandte Unkrautvernichtungsmittel &ndash; und es steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Umweltsch&uuml;tzer hatten in der Vergangenheit immer wieder betont, das Mittel sei verantwortlich f&uuml;r den R&uuml;ckgang der Insekten. Ihre Warnung verhallte ungeh&ouml;rt &ndash; bis jetzt.<br>\nDer Chemiekonzern Bayer wiegelte als Hersteller von Glyphosat bislang ab. Das Mittel habe schon deshalb keinen negativen Einfluss auf die Vielfalt von Insekten, hei&szlig;t es auf der Interseite des Unternehmens, &bdquo;weil es zu Zeitpunkten eingesetzt wird, an denen auf dem Acker ohnehin nichts bl&uuml;ht&ldquo;. Es k&ouml;nne auch nicht gesagt werden, Bienen w&uuml;rden durch Glyphosat gesch&auml;digt, da es bis heute &bdquo;keine unter realistischen Bedingungen durchgef&uuml;hrte Studie&ldquo; gebe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/neue-studie-glyphosat-schadet-insekten-nachweislich-li.158525\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>In fremden Gew&auml;ssern<\/strong><br>\nStrategische Sicherung der Handelsrouten: BRD schickt Kriegsschiff ins S&uuml;dchinesische Meer. Luftwaffe soll folgen<br>\nWird die Sicherheit der BRD in Zukunft nicht mehr am Hindukusch, daf&uuml;r aber im S&uuml;dchinesischen Meer verteidigt? Den Eindruck konnte gewinnen, wer die Rede von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu Wochenbeginn auf der &raquo;12. Nationalen Maritimen Konferenz&laquo; zur Kenntnis nahm. Als Exportnation, die ihre Ausfuhren zu einem Drittel &uuml;ber das Meer abwickelt, habe die Bundesrepublik ein tief verankertes Interesse an &raquo;sicheren und freien Seewegen&laquo;, erkl&auml;rte die deutsche Verteidigungsministerin. Die &raquo;freie Schiffahrt&laquo; jedoch werde immer wieder bedroht. Sie m&uuml;sse deshalb gesch&uuml;tzt werden &ndash; in der Ostsee, im Nordatlantik, im Schwarzen Meer und sogar, das f&uuml;gte Kramp-Karrenbauer hinzu, &raquo;in Fernost&laquo;. Ist es nicht so, dass der &uuml;berwiegende Teil des deutschen China-Handels das S&uuml;dchinesische Meer durchquert? Muss Berlin dort also nicht ein &raquo;Zeichen f&uuml;r freie Handelswege&laquo; setzen? Eben. Also wird im August die Fregatte &raquo;Bayern&laquo; schnurstracks nach Ostasien entsandt, best&auml;tigte die Ministerin. (&hellip;)<br>\nDie gewaltigen Meere Asiens, der Indische und der Pazifische Ozean, r&uuml;cken in wachsendem Ma&szlig; ins Visier deutscher Marinestrategen. Hatten sie seit 2014 bei ihren Planungen zun&auml;chst besonders den Machtkampf gegen Russland im Blick, so nehmen sie sich jetzt auch eine Beteiligung am Machtkampf gegen China vor. Die Bundesregierung werde ihre au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischen Aktivit&auml;ten &raquo;im indopazifischen Raum in der gesamten Bandbreite&laquo; ausweiten, &raquo;einschlie&szlig;lich des maritimen Bereichs&laquo;, hei&szlig;t es in den &raquo;Leitlinien zum Indopazifik&laquo;, die die Regierung Anfang September 2020 verabschiedet hat: Dort gebe es &raquo;eine Reihe regionaler sicherheitspolitischer Risiken und Bedrohungen&laquo;, darunter &raquo;ungel&ouml;ste Territorialfragen&laquo; &ndash; gemeint sind die Konflikte um die zahllosen Inseln, Riffe und Atolle im S&uuml;dchinesischen Meer &ndash;, vor allem aber auch sich versch&auml;rfende &raquo;Gegens&auml;tze zwischen China und den USA&laquo;. All dies mache eine deutsche Pr&auml;senz erforderlich. Geplant seien etwa &raquo;Hafenbesuche&laquo; der deutschen Marine im Indopazifik &raquo;und die Teilnahme an &Uuml;bungen sowie weitere Formen maritimer Pr&auml;senz im indopazifischen Raum&laquo;.<br>\nDie bevorstehende sechsmonatige Ostasienfahrt der Fregatte &raquo;Bayern&laquo;, die Kramp-Karrenbauer auf der Nationalen Maritimen Konferenz nun erneut best&auml;tigte, setzt die Ank&uuml;ndigungen erstmals um &ndash; und sie entfacht schon jetzt Debatten. Das Kriegsschiff wird laut aktuellem Planungsstand nach einer Beteiligung an der NATO-Operation &raquo;Sea Guardian&laquo; im Mittelmeer und an der EU-Operation &raquo;Atalanta&laquo; am Horn von Afrika durch den Indischen Ozean nach Australien, anschlie&szlig;end weiter bis Japan fahren. Dort sind gemeinsame &Uuml;bungen sowie eine Beteiligung an der &Uuml;berwachung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea geplant. Anschlie&szlig;end soll die Fregatte das S&uuml;dchinesische Meer durchqueren: ein Symbol, dass die BRD in den zunehmenden Streitigkeiten zwischen den USA und China fest an der Seite seines transatlantischen Verb&uuml;ndeten steht. Anfang Mai monierte nun der Londoner Thinktank Chatham House, Berlin gehe dabei nicht konfrontativ genug vor. Wusste man schon, dass die &raquo;Bayern&laquo; nicht in die Zw&ouml;lf-Meilen-Zone um von China beanspruchte Inseln eindringen soll &ndash; US-Kriegsschiffe tun dies regelm&auml;&szlig;ig &ndash;, so teilte Chatham House jetzt mit, sie werde vor der Fahrt durch das S&uuml;dchinesische Meer einen Hafenaufenthalt in Shanghai einlegen &ndash; eine Geste, die Beijing vers&ouml;hnlich stimmen soll, sehr zum &Auml;rger so mancher Strategen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/402341.provokation-gegen-china-in-fremden-gew%C3%A4ssern.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf diese <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h02\">milit&auml;rische Absicht der Bundesregierung und ihrer &bdquo;Waffengret&ldquo;<\/a> in der asiatischen Region haben die NachDenkSeiten des &ouml;fteren hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu u.a. Partner gesucht &ndash; USA &auml;ndern China-Strategie und dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70707#h08\">St&auml;rke Chinas: Kramp-Karrenbauer wirbt f&uuml;r deutsches Engagement im Indo-Pazifik<\/a> mit Anmerkungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wie die Tagesschau die eigenen Faktenchecker blo&szlig;stellt<\/strong><br>\nAuf Tagesschau.de ist zu lesen, dass das Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung (BfR) nun davon ausgeht, dass Vitamin D doch bei Pr&auml;vention und Behandlung von Covid-19 helfen kann. Eingeblendet wird ein Link zu einem Faktenchecker-Artikel mit dem Titel: &bdquo;Desinformation zu Corona: Vitamin D sch&uuml;tzt nicht vor Covid-19-Erkrankung&ldquo;.<br>\nSch&ouml;ner als die Tagesschau mit diesem Link zu dem &auml;lteren Faktenchecker-Artikel in ihrem Beitrag &uuml;ber eine &bdquo;Kehrtwende des BfR: Vitamin D doch n&uuml;tzlich bei Covid-19&ldquo; kann man die zutiefst unjournalistische Attit&uuml;de der offizi&ouml;sen Faktenchecker nicht entlarven, derzufolge alles falsch oder eine Verschw&ouml;rungstheorie ist, was das Wahrheitsministerium oder eine von dessen nachgeordneten Beh&ouml;rden (noch) nicht als richtig klassifiziert haben. Besonders auff&auml;llig und peinlich wird das immer dann, wenn das Wahrheitsministerium seine Wahrheit wechselt.<br>\nDie Titelbehauptung im Faktenchecker-Artikel vom 10. Februar von Wulf Rohwedder  &ndash; &bdquo;Vitamin D sch&uuml;tzt nicht vor Covid-19-Erkrankung&ldquo; &ndash; war in dieser Absolutheit Fake News. Denn sie war nicht einmal vom Text gedeckt. Im Text stand, dass es zwar bekannt ist, dass der (verbreitete) Mangel an Vitamin D im K&ouml;rper die Anf&auml;lligkeit f&uuml;r Atemwegserkrankungen erh&ouml;ht, zu denen auch Covid-19 geh&ouml;rt. Aber es fehle (noch) an ausreichenden Beweisen, dass Vitamin-D-Gaben auch gegen oder bei Covid-19 helfen. Ein fehlender Beweis, dass etwas hilft, ist noch lange kein Beweis, dass es nicht hilft.<br>\nDie &Uuml;berschrift ist von der Art, wie ihn die Zensoren von Correctiv als &bdquo;irref&uuml;hrend&ldquo; oder &bdquo;unbewiesen&ldquo; klassifizieren w&uuml;rden. Da Correctiv gegen gute Bezahlung f&uuml;r Facebook die Fake-News-Stempel verteilt, w&uuml;rde das bewirken, dass entsprechende Artikel in der Verbreitung stark eingeschr&auml;nkt w&uuml;rden. Aber zum Gl&uuml;ck f&uuml;r ARD und Co. checken offizi&ouml;se Faktenchecker den Wahrheitsgehalt von Beitr&auml;gen des Rundfunks nie, weil sie n&auml;mlich ausdr&uuml;cklich davon ausgehen, dass etwaige Fehler bei diesen immer unabsichtlich passieren und keiner bek&auml;mpfenswerten Agenda folgen.<br>\nW&auml;ren Faktenchecker seri&ouml;se Journalisten oder Wissenschaftler, w&uuml;rden sie es darstellen, wie es ist, dass es also durchaus m&ouml;glich ist, und plausibel w&auml;re, dass Vitamin D hilft, aber nicht oder noch nicht hinreichend bewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/tagesschau-vitamin-d\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-72464","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72464","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72464"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72464\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72467,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72464\/revisions\/72467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}