{"id":72673,"date":"2021-05-23T11:45:49","date_gmt":"2021-05-23T09:45:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72673"},"modified":"2021-05-23T15:56:36","modified_gmt":"2021-05-23T13:56:36","slug":"leserbriefe-zu-michael-lueders-mit-einem-treffenden-beitrag-zur-neuen-konfrontation-aber-mit-einem-einzigen-alibi-gedanken-reisst-er-alles-ein-was-er-ansonsten-aufbaut-und-perspektivwechsel-als","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72673","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eMichael L\u00fcders mit einem treffenden Beitrag zur neuen Konfrontation. Aber mit einem einzigen Alibi-Gedanken rei\u00dft er alles ein, was er ansonsten aufbaut.\u201c und \u201ePerspektivwechsel als Voraussetzung f\u00fcr Friedensf\u00e4higkeit \u2013 Das Verh\u00e4ltnis des Westens zu Russland\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72298\">In diesem Beitrag<\/a> wird auf eine Bemerkung des Nahostexperten und Journalisten Michael L&uuml;ders hingewiesen, wonach die Russen nicht anders seien als die USA bzw. der Westen. Albrecht M&uuml;ller meint, damit widerspricht &bdquo;er seiner sonst logischen und gut begr&uuml;ndeten Erz&auml;hlung&ldquo;. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72473\">In einem Essay<\/a> beschreibt Axel Schmidt-G&ouml;delitz das Verh&auml;ltnis des Westens zu Russland. F&uuml;r ihn ist &bdquo;Verstehen die Voraussetzung f&uuml;r Friedensf&auml;higkeit&ldquo;. Danke f&uuml;r die interessanten E-Mails. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von Christian Reimann.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Zu: Michael L&uuml;ders mit einem treffenden Beitrag zur neuen Konfrontation. Aber mit einem einzigen Alibi-Gedanken rei&szlig;t er alles ein, was er ansonsten aufbaut. <\/strong><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>sie schreiben: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Russen sind nicht anders. Beide sind gleich schlimm. Damit widerspricht er seiner sonst logischen und gut begr&uuml;ndeten Erz&auml;hlung. Aber er braucht das wohl, um weiter gelegentlich in den etablierten Medien vorkommen zu k&ouml;nnen. Das ist eine Vermutung, sie muss nicht richtig sein.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Doch! Sie ist es.<br>\nIch habe diese Sentenzen bei ihm immer wieder geh&ouml;rt und auch bei anderen, z.B. bei der von mir sehr gesch&auml;tzten Frau Krone-Schmalz, ich glaube sogar bei der Frau Wagenknecht kam der Satz vor und bei einer Reihe anderer Linken. <\/p><p>Mir geht es wie Ihnen, sowas f&auml;llt mir sofort auf, wie ein Kieselsteinchen im Kartoffelsalat. Warum k&ouml;nnen die das nicht bleiben lassen? Es liegt wohl an der derzeitigen beinharten Gespr&auml;chskultur, der immer rigideren Verpflichtung auf die Regierungs-Erz&auml;hlungen und der Verdammung aller Abweichler. Entsetzliche Zeiten sind das. Es war schon vorher so, aber C. versch&auml;rft es. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernhard Meyer <\/p><p>PS. Ich freue mich, dass Sie wieder da sind und w&uuml;nsche gute Genesung. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>lassen Sie mich kurz anmerken das es mich au&szlig;erordentlich freut Sie auf dem Weg der Besserung zu sehen und nat&uuml;rlich wieder von Ihnen zu lesen! Ich h&auml;tte es auch verstanden &ndash; zugegebener Ma&szlig;en schweren Herzens &ndash; zuk&uuml;nftig auf Artikel von Ihnen verzichten zu m&uuml;ssen! Ich w&uuml;nsche Ihnen weiterhin gute Genesung und das Ihnen die Wiederaufnahme der Arbeit bei Ihren NachDenkSeiten die beste Medizin sein m&ouml;ge &ndash; auch wenn es oft eine &ldquo;bittere&rdquo; (Medizin) ist, war und vermutlich noch einige Zeit bleiben wird! <\/p><p>Nun zu Ihrem Artikel &ldquo;Michael L&uuml;ders mit einem treffenden Beitrag zur neuen Konfrontation. Aber mit einem einzigen Alibi-Gedanken rei&szlig;t er alles ein, was er ansonsten aufbaut&rdquo;:<br>\nDiesem kurzen, pr&auml;gnanten, informativen\/analytischen Artikel, insbesondere Ihrer darin ge&auml;u&szlig;erten Vermutung, stimme ich vollumf&auml;nglich zu! Es braucht heutzutage leider &ndash; selbst bei m.E. &ldquo;guten&rdquo; Menschen\/Experten wie Michael L&uuml;ders &ndash; sehr sensible &ldquo;Antennen&rdquo;. Was Sie Herr M&uuml;ller mit diesem kurzen Artikel hier leisten ist m.E. politische Aufkl&auml;rungs-\/Bildungsarbeit vom Feinsten! Denn diese sensiblen\/analytischen &ldquo;Antennen&rdquo; sind meines Erachtens (m.E.) aufgrund Jahrzehntelanger tendenzi&ouml;ser\/manipulativer Berichterstattung der sog. Leitmedien (Fernsehen\/Radio\/Tageszeitung\/Werbung, etc.) in der breiten Masse der Bev&ouml;lkerung in Deutschland (noch) zu wenig ausgepr&auml;gt &ndash; und das meine ich nicht despektierlich dem einzelnen B&uuml;rger gegen&uuml;ber! <\/p><p>Als Dateianhang etwas bitters&uuml;&szlig;es aus meiner Rubrik &ldquo;Humor ist wenn man trotzdem lacht&rdquo; <\/p><p>Herzliche und hoffnungsvolle Gr&uuml;&szlig;e (in schrecklichen Zeiten)<br>\nAndreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht,<\/p><p>Bez&uuml;glich Ihres Beitrages<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Michael L&uuml;ders mit einem treffenden Beitrag zur neuen Konfrontation. Aber mit einem einzigen Alibi-Gedanken rei&szlig;t er alles ein, was er ansonsten aufbaut.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>darf ich ausdr&uuml;cklich auf die nahezu vernichtende Antwort des Pr&auml;sidenten der RF vom 18.03.2021 auf diese &ldquo;R&uuml;pelei&rdquo; eines Herrn Biden, das &ldquo;Example&rdquo; us-amerikanischer Verwahrlosung schlechthin, verweisen:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; &#1077;&#1089;&#1083;&#1080; &#1075;&#1086;&#1074;&#1086;&#1088;&#1080;&#1090;&#1100; &#1087;&#1086;&#1096;&#1080;&#1088;&#1077; &#1087;&#1086; &#1101;&#1090;&#1086;&#1081; &#1090;&#1077;&#1084;&#1077;, &#1090;&#1086; &#1074;&#1086;&#1090; &#1095;&#1090;&#1086; &#1093;&#1086;&#1090;&#1077;&#1083; &#1073;&#1099; &#1089;&#1082;&#1072;&#1079;&#1072;&#1090;&#1100;. &#1042; &#1080;&#1089;&#1090;&#1086;&#1088;&#1080;&#1080; &#1082;&#1072;&#1078;&#1076;&#1086;&#1075;&#1086; &#1085;&#1072;&#1088;&#1086;&#1076;&#1072;, &#1082;&#1072;&#1078;&#1076;&#1086;&#1075;&#1086; &#1075;&#1086;&#1089;&#1091;&#1076;&#1072;&#1088;&#1089;&#1090;&#1074;&#1072; &#1084;&#1085;&#1086;&#1075;&#1086; &#1086;&#1095;&#1077;&#1085;&#1100; &#1090;&#1103;&#1078;&#1105;&#1083;&#1099;&#1093;, &#1076;&#1088;&#1072;&#1084;&#1072;&#1090;&#1080;&#1095;&#1077;&#1089;&#1082;&#1080;&#1093; &#1080; &#1082;&#1088;&#1086;&#1074;&#1072;&#1074;&#1099;&#1093; &#1089;&#1086;&#1073;&#1099;&#1090;&#1080;&#1081;. &#1053;&#1086; &#1082;&#1086;&#1075;&#1076;&#1072; &#1084;&#1099; &#1086;&#1094;&#1077;&#1085;&#1080;&#1074;&#1072;&#1077;&#1084; &#1076;&#1088;&#1091;&#1075;&#1080;&#1093; &#1083;&#1102;&#1076;&#1077;&#1081; &#1080;&#1083;&#1080; &#1082;&#1086;&#1075;&#1076;&#1072; &#1086;&#1094;&#1077;&#1085;&#1080;&#1074;&#1072;&#1077;&#1084; &#1076;&#1072;&#1078;&#1077; &#1076;&#1088;&#1091;&#1075;&#1080;&#1077; &#1075;&#1086;&#1089;&#1091;&#1076;&#1072;&#1088;&#1089;&#1090;&#1074;&#1072;, &#1076;&#1088;&#1091;&#1075;&#1080;&#1077; &#1085;&#1072;&#1088;&#1086;&#1076;&#1099;, &#1084;&#1099; &#1074;&#1089;&#1077;&#1075;&#1076;&#1072; &#1089;&#1084;&#1086;&#1090;&#1088;&#1080;&#1084;&#1089;&#1103; &#1082;&#1072;&#1082; &#1073;&#1091;&#1076;&#1090;&#1086; &#1074; &#1079;&#1077;&#1088;&#1082;&#1072;&#1083;&#1086;, &#1084;&#1099; &#1074;&#1089;&#1077;&#1075;&#1076;&#1072; &#1090;&#1072;&#1084; &#1074;&#1080;&#1076;&#1080;&#1084; &#1089;&#1077;&#1073;&#1103;, &#1087;&#1086;&#1090;&#1086;&#1084;&#1091; &#1095;&#1090;&#1086; &#1087;&#1077;&#1088;&#1077;&#1082;&#1083;&#1072;&#1076;&#1099;&#1074;&#1072;&#1077;&#1084; &#1085;&#1072; &#1076;&#1088;&#1091;&#1075;&#1086;&#1075;&#1086; &#1095;&#1077;&#1083;&#1086;&#1074;&#1077;&#1082;&#1072; &#1090;&#1086;, &#1095;&#1077;&#1084; &#1084;&#1099; &#1089;&#1072;&#1084;&#1080; &#1076;&#1099;&#1096;&#1080;&#1084;, &#1095;&#1077;&#1084; &#1084;&#1099; &#1103;&#1074;&#1083;&#1103;&#1077;&#1084;&#1089;&#1103; &#1087;&#1086; &#1089;&#1091;&#1090;&#1080;&hellip;.&rdquo;<br>\n&ndash; <a href=\"http:\/\/kremlin.ru\/events\/president\/news\/65172\">kremlin.ru\/events\/president\/news\/65172<\/a>\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip;taking a broader approach to this matter, I would like to say that difficult, dramatic, and bloody events abound in the history of every nation and every state. But when we evaluate other people, or even other states and nations, we are always facing a mirror, we always see ourselves in the reflection, because we project our inner selves onto the other person&hellip;.&rdquo;<br>\n&ndash; <a href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/65172\">en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/65172<\/a>\n<\/p><\/blockquote><p>Knapp 500 Jahre europ&auml;ische Erfolgs- und Expansionsgeschicht erschweren nat&uuml;rlich die Einsicht, da&szlig; nach einer &ldquo;Christianisierung&rdquo; und,  dieser folgend, &ldquo;Liberalisierung&rdquo; eine &ldquo;Amerikanisierung&rdquo; (man nennt das &ldquo;Globalisierung&rdquo;) nicht von jedem auf diesem Planeten f&uuml;r w&uuml;nschens-oder gar erstrebenswert gehalten wird.<\/p><p>JH<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Sie haben f&uuml;r mein Gef&uuml;hl mit ihrer (prinzipiell berechtigten) Kritik an Michael L&uuml;ders&lsquo; Bemerkung zu Russland den Bogen etwas &uuml;berspannt. Ich war schon mehrmals bei Vortr&auml;gen von ihm zu seinem Spezialgebiet Nahost und fand ihn jedes Mal hervorragend, und er hat sich auch in der Diskussion ebenso hervorragend geschlagen, aber nicht ohne zu Russland, Putin, Assad oder, &nbsp;um wen es gerade ging, &nbsp;auf Distanz zu gehen. Dies m&ouml;glicherweise taktische Verhalten kann ich doch irgendwie verstehen. Schlie&szlig;lich will der Mann , der so gute kritische Analysen schreibt (denken Sie nur an sein j&uuml;ngstes Buch &bdquo;Die scheinheilige Supermacht&ldquo;), auch sein Brot verdienen.&nbsp; Wir alten Rentner k&ouml;nnen es uns nat&uuml;rlich leisten, wenn wir uns f&uuml;r Verst&auml;ndigung und Zusammenarbeit mit Russland einsetzen, nicht gleich auf Distanz zu Putin zu gehen. Wenn ich aber mit Homosexuellen (M&auml;nnlein wie Weiblein) &uuml;ber Russland diskutiere, dann wird mir gesagt, dass Putin mal &uuml;ber Homosexualit&auml;t ausgemachten aber schlimmen Bl&ouml;dsinn gesagt habe, und die Gesetze in Russland, wie schlimm! Jedenfalls finde ich, sie sollten nicht so streng mit dem Mann sein, und ihn auch nicht so &ouml;ffentlich vorf&uuml;hren mit Bild. Der Mann wird noch gebraucht in einem Land , wo die Kritikf&auml;higkeit gerade bei der j&uuml;ngeren Generation abzunehmen scheint. Ihnen w&uuml;nsche ich auch weiterhin viel Kraft und Gesundheit.<\/p><p>Hartmut Finkenbrink<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>den Beitrag von M. L&uuml;ders zur Konfrontationssituation in der Ukraine fand ich, wie vieles Andere von ihm hervorragend. Den kritischen Bemerkungen dazu von Albrecht M&uuml;ller stimme ich dagegen gar nicht zu. L&uuml;ders hat keineswegs die Politik von Russland und Amerika auf eine Stufe gestellt. Seine kritische &Auml;u&szlig;erung&nbsp; zu Russland als eine mit Alibifunktion zu bezeichnen, mit der er seine Sendef&auml;higkeit im &Ouml;ffentlich-Rechtlichen Rundfunk absichern wolle halte ich f&uuml;r unpassend und auch unfair.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nAchim Sauerland <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nsehr geehrten Redaktionsmitglieder,<br>\n&nbsp;<br>\nzu alleerst w&uuml;nsche ich Herrn M&uuml;ller baldige und volst&auml;ndsige Genesung. Ich m&ouml;chte anfangs noch hinweisen, dass Deutsch ist f&uuml;r mich Fremdsprache, die ich leider, obwohl frei lese und denke, nicht gut beherrsche. &Uuml;brigens auch ein Grund, warum ich der Gendergrammatik kritisch stehe. Da ich aus eigener Selbstbeobachtung wei&szlig;, dass man in den Vorstellungen denkt und nicht in der Wortern. Die Vorstellung kann in den oder anderen Code (Wort) bekleidet werden. Den kann man &auml;ndern, die Vorstellung darunter aber bleibt daselber.<br>\n&nbsp;<br>\nIch hoffe, dass ich doch verst&auml;ndlich mich ausdrucke. Das Thema bewegt mich. Die Bemerkung, dass auch Russen sind interessengeleitet, finde ich keinesfalls als Alibi in dem Vortrag von Michael L&uuml;ders. Eher das Gegenteil, es m&uuml;ssen ALLE in einer Bewertung der Geschehenisse aus dieser Pr&auml;misse ausgehen. Dann h&auml;tten wir nicht leicht die Welt in Gut und B&ouml;se aufteilen k&ouml;nnen. Statt aus der Perspektive eigene Werte den anderen zu bewerten, m&uuml;ssten alle zugestehen, dass wir alle Interessen haben. Es geht nicht um die Wertenkonflikte sondern der Interesse (wobei die Werte spielen zwangsl&auml;ufig eine Rolle dabei, aber eben eher Nebenrolle). Ganze Vortrag von L&uuml;ders f&uuml;gt sich in dieser Pr&auml;misse ein.<br>\n&nbsp;<br>\nWas den Skrupel angeht, da muss man ihn leisten k&ouml;nnen. In einer skrupellosen Welt f&uuml;hrt der Skrupel zum Nachteil, bis man die in der zwischenstaatlichen Kommunikation verbindliche Regeln schafft, die einer Art Moral in zwischenmenschlichen Beziehungen entsprechen k&ouml;nnten. Jetzt ohne Diskussion hier zu vertiefen, kann man nur konstatieren, alle diese Regeln, die schon vorhanden waren, sind &bdquo;verbrochen&ldquo;, angefangen von Serbienkrieg bis zur Politisierung bzw. Instrumentalisierung der internationalen Institutionen, die Aufl&ouml;sung der internationaler Vertr&auml;ge nicht zu vergessen. Im Grunde befinden wir uns wieder in Stadium &bdquo;des &Uuml;berlebens des St&auml;rkeren&ldquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nPS: Ich habe bis heutigen Erg&auml;nzung die Bemerkung des Albrechts M&uuml;ller nicht richtig verstanden. Jetzt ging mir langsam Licht an, &nbsp;was er tats&auml;chlich gemeint hatte: die Schuld derzeitigen politischen Misere darf nicht gleich verteilt werden. Das Westen ist ein Initiator und der Treiber des Konflikts. Da bin ich v&ouml;llig einverstanden. Dennoch Schuld und Interessen sind etwas anderes. Die These, das wir Alle sind interessengeleitet bedeutet nicht, dass alle gleich schuld sind. &Uuml;brigens finde ich eine sachliche Analyse sollte auch ohne den Begriff Schuld gehen. Ursache, Grund klingt besser und h&auml;lt &nbsp;emotionale Ebene aus dem Spiel.<br>\n&nbsp;<br>\nAngesicht oben gesagten bewerte ich die von Ihnen genannten &Auml;u&szlig;erungen Herr L&uuml;ders nicht als Alibi, sondern als Verst&auml;ndigungsbr&uuml;cke. Auf eine Verneinung reagiert man schon psychologisch bedingt mit einer Abneigung. Hat man solche Br&uuml;cke, kann man auf sie gehen und werfen Blick auf andere Seite. Es gut m&ouml;glich, dass man dort etwas entdeckt, was eigene Sichtweise &auml;ndert. Dieses &bdquo;Tr&ouml;pfchen&ldquo; l&auml;st n&auml;chstes mal kritischer das Gew&ouml;hnte beurteilen, beginnen die Fragen zu stellen etc. Wenn man schon von Anfang konfrontativ eingestellt ist, erschlie&szlig;t dem viele Argumente nicht, weil innere Abwehr es verbietet.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Forderung Herrn Albrecht M&uuml;llers liegt leider auf einer Linie des derzeitigen Brauchtums: &bdquo;wenn Du bist nicht mit einer Absolutheit mit, dann bist Du gegen&ldquo;, keine Zwischennuancen erlaubt. &nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nIrena Pottel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Anmerkungen &nbsp;zum Text &nbsp;von Michael L&uuml;ders <\/p><p>Michael L&uuml;ders mit einem treffenden Beitrag zur neuen Konfrontation. Aber mit einem einzigen Alibi-Gedanken rei&szlig;t er alles ein, was er ansonsten aufbaut.<br>\n&nbsp;[&laquo;*] Bei Minute 2:43 sagte Michael L&uuml;ders: &ldquo;[&hellip;] Darauf hinzuweisen, bedeutet nicht etwa, russische Politik f&uuml;r gut und richtig zu befinden, sie ist nicht weniger interessengeleitet und im Zweifel nicht weniger skrupellos, als die des Westens. [&hellip;]&rdquo;. Bei Minute 27:02 erg&auml;nzte L&uuml;ders: &ldquo;[&hellip;] Die westliche, vor allem amerikanische Obsession einer Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ist Wasser auf die M&uuml;hlen der Hardliner in Moskau. Putin jedenfalls wird dadurch innenpolitisch gest&auml;rkt [&hellip;].&rdquo;<\/p><p>Ich kann in Michael L&uuml;ders Kommentar,&nbsp; dass er &nbsp;in diesen &nbsp;seine vordem&nbsp; ge&auml;u&szlig;erten&nbsp; Ansichten widerspreche,&nbsp; nicht nachvollziehen; denn &nbsp;wenn&nbsp; er auch die Russen nicht &nbsp;f&uuml;r &bdquo;besser&ldquo; h&auml;lt, so l&auml;sst er dennoch keinen Zweifel daran, dass er die USA und die NATO f&uuml;r die Hauptverantwortlichen dieses Konflikts sieht. Ja, durch jene&nbsp; Bemerkung&nbsp; in seinem Vortrag, wird (f&uuml;r mich) sogar der Kontrast&nbsp; zwischen den beiden Lagern (n&auml;mlich zu Ungunsten des&nbsp; Westens) noch deutlicher sichtbar.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e H.R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zu: Perspektivwechsel als Voraussetzung f&uuml;r Friedensf&auml;higkeit &ndash; Das Verh&auml;ltnis des Westens zu Russland <\/strong><\/p><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitenmacher,<\/p><p>ich verfolge seit 2014 aufmerksam die Entwicklung in der Ukraine.<\/p><p>In dem Beitrag f&uuml;r den Leser, der sich bisher wenig mit den Ursachen der Konfrontation besch&auml;ftigt hat, wichtige Zusammenh&auml;nge dargestellt werden habe ich mit einigen Formulierungen doch gro&szlig;e Probleme und finde sie tendenzi&ouml;s bis falsch.<\/p><p>Die Nachdenkseiten haben meinen Beitrag; &bdquo;Die Annexion der Krim- oder die Verteufelung Russlands&ldquo; hier ver&ouml;ffentlicht. Ich Verweise bez&uuml;glich weiterer Hintergr&uuml;nde darauf.<\/p><p>Die Formulierung &bdquo;Anfang 2014 erm&ouml;glichte Russland durch milit&auml;rische Intervention die Sezession der Krim durch Volksentscheid und anschlie&szlig;end den Eintritt der Krim-Republik in die Russische F&ouml;deration&ldquo; ist korrekt, aber tendenzi&ouml;s Intervention h&ouml;rt sich gewaltt&auml;tig an. Russland sicherte durch Blockade der ukrainischen Armee, ohne Schusswechsel oder gar Verletzte, die Selbstbestimmung der Krim nach einem vom Westen unterst&uuml;tzen und finanzierten Putsch in Kiew und einer damals nicht demokratisch legitimierten ukrainischen Regierung.<\/p><p>Die Formulierung; &bdquo;Als Putin nicht nur die Krim annektierte, sondern mit dem B&uuml;rgerkrieg im Donbass auch daf&uuml;r sorgte, dass die Ukraine schon aus diesem Grund nicht in die NATO aufgenommen werden kann, war er endg&uuml;ltig der B&ouml;se, der Gesetzlose, der Killer geworden.&ldquo; entspricht nicht den historischen Abl&auml;ufen und Tatsachen.<\/p><p>Die Bev&ouml;lkerung der Ostukraine akzeptierte die Ergebnisse des Putschen nicht, ich verweise hier nur beispielhaft auf des sofort au&szlig;er Kraft gesetzte Sprachengesetz. Sie f&uuml;hrte spiegelbildlich gleiche Aktionen wie Putschisten vor dem Putsch in der Westukraine, wie Besetzungen von Verwaltungsgeb&auml;uden etc., durch. W&auml;hrend der gew&auml;hlte und weggeputschte Pr&auml;sident nur mit polizeilichen Mitteln operierte, ging die Putschregierung mit der Armee und Unterst&uuml;tzung nationalistischer und faschistoider Kr&auml;fte unter dem Namen &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; gegen die eigene, russischsprachige Bev&ouml;lkerung der Ostukraine vor. F&uuml;r den B&uuml;rgerkrieg sorgte als nicht Putin, sondern die Regierung in Kiew!<\/p><p>Ich w&auml;re an den Nachweis des Einsatzes regul&auml;rer russischer Truppen in der Ostukraine durch den Autor interessiert, die hier indirekt unterstellt wird.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nvon unserem Leser U.L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>In dem Artikel &bdquo;Perspektivwechsel als Voraussetzung f&uuml;r Friedensf&auml;higkeit&hellip;&ldquo;, dem zum Teil zuzustimmen ist, vertritt Herr Schmidt-G&ouml;delitz hinsichtlich der Krim-Separation zun&auml;chst die folgende Auffassung:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Anfang 2014 erm&ouml;glichte Russland durch milit&auml;rische Intervention die Sezession der Krim durch Volksentscheid und anschlie&szlig;end den Eintritt der Krim-Republik in die Russische F&ouml;deration. Die westliche Welt bezeichnete dies als eine Annexion, eine Verletzung des V&ouml;lkerrechts und der UNO-Charta. Dass Putin die Interessen seines Landes auf diese Weise durchsetzt, ist nach allem, was zuvor geschah, nachvollziehbar.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>So weit, so gut. Abgesehen davon, dass es sich nicht um eine &bdquo;milit&auml;rische Intervention&ldquo; im eigentlichen Sinne handelte. Denn das russische Milit&auml;r war ja bereits auf der Krim und leistete &ndash; nach meiner juristischen Einsch&auml;tzung &ndash; nach dem blutigen Putsch in Kiew Nothilfe gem&auml;&szlig; Artikel 51 der UN-Charta (<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Krim-Separation-von-2014-4297856.html\">eingehend dazu mein Artikel bei Telepolis<\/a>)<br>\n&nbsp;<br>\nAnschlie&szlig;end schreibt Herr Schmidt-G&ouml;delitz zur Krim-&bdquo;Annexion&ldquo; und dem Krieg im Donbass:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Als Putin nicht nur die Krim annektierte, sondern mit dem B&uuml;rgerkrieg im Donbass auch daf&uuml;r sorgte, dass die Ukraine schon aus diesem Grund nicht in die NATO aufgenommen werden kann, war er endg&uuml;ltig der B&ouml;se, der Gesetzlose, der Killer geworden. Richtig: Vieles von dem, was er seither in Gang gebracht hat, ist widerw&auml;rtig und v&ouml;lkerrechtswidrig. Aber es ist auch eine Re-Aktion auf die zahlreichen, die Interessen Russlands und seiner Bev&ouml;lkerung verletzenden Entscheidungen des Westens.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dass Herr Schmidt-G&ouml;delitz hier Putins Aktivit&auml;ten als &bdquo;widerw&auml;rtig und v&ouml;lkerrechtswidrig&ldquo; bezeichnet, hat mich sehr irritiert, ich empfinde es auch als einen Widerspruch in seinem Artikel. Es entspricht etwa der in gem&auml;&szlig;igten SPD-Kreisen vertretenen Sowohl-als-auch-Sichtweise im Verh&auml;ltnis der USA und Russland. Ich halte das f&uuml;r grundlegend falsch, die Aggressionen und Provokationen gingen und gehen eindeutig vom Westen unter F&uuml;hrung der USA aus. Die Abspaltung der Krim war keine Annexion, sondern eine gewaltlose Sezession nach dem gewaltsamen Putsch und aufgrund eines Referendums der Bev&ouml;lkerung (siehe mein o.g. Artikel bei Telepolis). Und den B&uuml;rgerkrieg im Donbass begann der G&uuml;nstling der USA Poroschenko, der Panzer schickte, als die Bev&ouml;lkerung in Luhansk und Donezk lediglich nach mehr Autonomie verlangte (eingehend dazu: &bdquo;Die Eroberung Europas durch die USA&ldquo;).<br>\n&nbsp;<br>\nIch stimme mit Herrn Schmidt-G&ouml;delitz auch nicht darin &uuml;berein, dass &bdquo;die mit den USA verb&uuml;ndete&ldquo; Bundesrepublik von den USA &bdquo;milit&auml;risch besch&uuml;tzt&ldquo; wird. In meinem Buch &bdquo;Deutschland &ndash; verraten und verkauft. Hintergr&uuml;nde und Analysen&ldquo; habe ich dargestellt, dass die BRD seit 1945 systematisch als Frontstaat und Br&uuml;ckenkopf der USA gegen Russland aufgebaut wurde und Deutschland sich somit im Fadenkreuz der russischen Raketenabwehr befindet.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nWolfgang Bittner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72298\">In diesem Beitrag<\/a> wird auf eine Bemerkung des Nahostexperten und Journalisten Michael L&uuml;ders hingewiesen, wonach die Russen nicht anders seien als die USA bzw. der Westen. Albrecht M&uuml;ller meint, damit widerspricht &bdquo;er seiner sonst logischen und gut begr&uuml;ndeten Erz&auml;hlung&ldquo;. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72473\">In einem Essay<\/a> beschreibt Axel Schmidt-G&ouml;delitz das Verh&auml;ltnis des Westens zu Russland. 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