{"id":7272,"date":"2010-11-08T09:47:55","date_gmt":"2010-11-08T08:47:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7272"},"modified":"2010-11-08T09:47:55","modified_gmt":"2010-11-08T08:47:55","slug":"hinweise-des-tages-1264","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7272","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem mit folgenden Themen: Stillstand&nbsp;im Wendland; n&auml;chster Crash kommt bestimmt; wer zwingt die Deutschen zu ihrem Gl&uuml;ck; Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Unordnungspolitik; Verm&ouml;gende haben Krisenverluste wettgemacht; Niedrigl&ouml;hne machen zu schaffen; Arbeitszeitentwicklung in Europa; Deutschland gegen den &euro;; USA: die gewollte Inflation; kommunale Einkommensteuer; B&uuml;rgergeld: von wegen solidarisch; jetzt sind die Behinderten beim Sparen dran; Generalstreik; Proteste gegen Schwarz-Gelb; Monopole statt Patientenschutz; Schuldenbremse als Bildungsbremse; von Bologna ins Praktikum; korrumpierte Politiker; Pr&auml;sident des Bankenverbandes verlangt Respekt; Integrationsdebatte als Ablenkungsman&ouml;ver; Lafontaine: Die Linke wird ignoriert; mangelnde innere Pressefreiheit; Terror schleicht sich in die Sprache; &Ouml;lkatastrophe: keine Entwarnung; Fordern und F&ouml;rdern im Vereinigten K&ouml;nigreich; Zu guter Letzt. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nDieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Stillstand&nbsp;im Wendland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Flassbeck: &ldquo;N&auml;chster Crash kommt bestimmt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Thomas Fricke: Wer zwingt die Deutschen zu ihrem Gl&uuml;ck?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Wolfgang M&uuml;nchau: Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Unordnungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Verm&ouml;gende: Krisenverluste wettgemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Niedrigl&ouml;hne machen Betriebsr&auml;ten zunehmend zu schaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Arbeitszeitentwicklung in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Deutschland gegen den &euro;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">USA: Die gewollte Inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Kommunale Einkommensteuer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Christoph Butterwegge: B&uuml;rgergeld: Von wegen &raquo;solidarisch&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Jetzt sind die Behinderten beim Sparen dran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ver.di-Chef Bsirske will das Recht auf Generalstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Tausende protestieren in Hannover gegen Schwarz-Gelb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Tricks der Pharmakonzerne: Monopole statt Patientenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die Schuldenbremse als Bildungsbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Von der &ldquo;Generation Bologna&rdquo; zur &ldquo;Generation Praktikum&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Harald Schumann: Politiker in der Wirtschaft &ndash; nicht korrupt, aber korrumpiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Grafik zur Darstellung der Nebeneink&uuml;nfte deutscher Bundestagsabgeordneter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Pr&auml;sident des Bankenverbandes: &bdquo;Unser Wertesystem droht zu zerbrechen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Die Integrationsdebatte als Ablenkungsman&ouml;ver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Oskar Lafontaine: &bdquo;Wir werden ignoriert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Mangelnde innere Pressefreiheit in vielen Redaktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Wie sich der Terror in die Sprache schleicht&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Entwicklungshilfe als Aufstandsbek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">&Ouml;lkatastrophe im Golf von Mexiko: Entwarnung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Fordern und F&ouml;rdern im Vereinigten K&ouml;nigreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h28\">Zu guter Letzt: Wirtschaftswunder, Terrorpakete und mehr<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7272&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stundenlanger Stillstand&nbsp;im Wendland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Castor-Transport wartet hinter Stacheldraht auf Weiterfahrt<\/strong><br>\nEs ist ein Teilerfolg f&uuml;r die Castor-Aktivisten: Stundenlang stand der Zug mit dem Atomm&uuml;ll am Sonntag still. Tausende blockierten die Gleise, Vermittlungsgespr&auml;che begannen, Polizeigewerkschafter beklagten Ersch&ouml;pfungserscheinungen bei den Beamten an der Strecke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,727706,00.html\">Spiegel Online Live-Ticker und Bilder<\/a><\/li>\n<li><strong>Castor-Schutz: Atomkonzerne sollen zahlen<\/strong><br>\nKurz vor dem Start des Castor-Transports geraten die Atomkonzerne unter Druck. Sie sollen 50 Millionen Euro f&uuml;r den Transport des Atomm&uuml;lls nach Gorleben bezahlen.<br>\n&bdquo;Wir fordern eine Sicherheitsgeb&uuml;hr von 50 Millionen Euro von den Atomkonzernen&ldquo;, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Atomindustrie jedes Jahr Milliardengewinne einstreiche, die Kosten f&uuml;r die Sicherheit beim Transport von Atomm&uuml;ll aber beim Steuerzahler ablade.<br>\n&bdquo;Die Entsorgung von Brennst&auml;ben ist ein Teil des Betriebs von Atomkraftwerken, f&uuml;r den die Konzerne verantwortlich sind&ldquo;, begr&uuml;ndete Wendt. Der Transport der Castor-Beh&auml;lter sei nichts anderes &bdquo;als ein Schwertransport, wie er t&auml;glich auf deutschen Autobahnen stattfindet&ldquo;. F&uuml;r dessen polizeiliche Sicherung m&uuml;ssten Unternehmen aber ebenfalls bezahlen.<br>\nNach Angaben Wendts kostet der Castor-Transport den Steuerzahler weit &uuml;ber 50 Millionen Euro. Allein Niedersachsen entst&uuml;nden f&uuml;r den Polizeieinsatz Sonderkosten von &bdquo;etwa 25 Millionen Euro f&uuml;r Unterk&uuml;nfte, Verpflegung, Sachmittel sowie die anfallenden &Uuml;berstunden der Polizisten&ldquo;. &bdquo;Die eigentlichen Personalkosten f&uuml;r den Einsatz der mehr als 16000 Polizisten von Bund und L&auml;ndern m&uuml;ssen f&uuml;r eine ehrliche Gesamtbilanz aber noch hinzugerechnet werden&ldquo;, betonte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/artikel\/48902739\/castor-schutz-atomkonzerne-sollen-zahlen\">Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die L&uuml;ge vom sicheren Endlager<\/strong><br>\nSeit Jahrzehnten produzieren deutsche Kernkraftwerke Strahlenm&uuml;ll. Wohin damit? Reporter Christoph L&uuml;tgert begibt sich auf die Spuren eines Desasters.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/panorama_die_reporter\/pandr123.html\">PANORAMA<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Flassbeck: &ldquo;N&auml;chster Crash kommt bestimmt&rdquo;<\/strong><br>\nWirtschaftsforscher Heiner Flassbeck &uuml;ber die &ldquo;gef&auml;hrdete&rdquo; Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion, die &ldquo;in zwei bis f&uuml;nf Jahren zusammenbricht, wenn wir nicht jetzt handeln&rdquo;.<br>\nEs geht um f&uuml;nf Krisen. Jene der Finanz, des Handels und der W&auml;hrungen, der Schulden, die des Arbeitsmarktes und die Klimakrise. Bei den Finanzen ist es so, dass Bankprodukte zu einem erheblichen Teil rein spekulativ sind. Die Finanzm&auml;rkte m&uuml;ssen der Gesellschaft wieder dienen, nicht nur auf eigenen Gewinn spielen wie sie es jetzt tun. Wir brauchen einfaches, langweiliges Banking. Jetzt sind es aber Wetten die get&auml;tigt werden, die die Gesellschaft nicht braucht. Keiner diskutiert dar&uuml;ber, obwohl die Finanzm&auml;rkte die echten M&auml;rkte erheblich sch&auml;digen &ndash; weil sie viele Preise systematisch verzerren. Sch&auml;dliche M&auml;rkte muss man schlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kleinezeitung.at\/nachrichten\/wirtschaft\/2540855\/naechster-crash-kommt-bestimmt.story#link_532205\">Kleine Zeitung (AT)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Thomas Fricke: Wer zwingt die Deutschen zu ihrem Gl&uuml;ck?<\/strong><br>\nDie Idee, f&uuml;r Export&uuml;bersch&uuml;sse Limits festzulegen, st&ouml;&szlig;t hierzulande auf viel Unverst&auml;ndnis. Dabei k&ouml;nnte es durchaus im deutschen Interesse sein, nicht nur die Defizitl&auml;nder zu bestrafen.<br>\nEigentlich m&uuml;sste Deutschland schon per se ein Interesse daran haben, hohe &Uuml;bersch&uuml;sse zu vermeiden. Die Deutschen machen sich einseitig abh&auml;ngig von der guten Weltkonjunktur, wenn sie st&auml;ndig mehr ex- als importieren.<br>\nZudem sind damit als Kehrseite enorme Kapitalabfl&uuml;sse und Forderungen gegen&uuml;ber Schuldenl&auml;ndern verbunden, die nach aller Erfahrung eben nicht effizient eingesetzt werden, sondern zu Finanzblasen beitragen.<br>\nJe st&auml;rker Griechen, Spanier, Portugiesen und Iren auf Radikalsanierung setzen, desto dramatischer entwickeln sich dort zun&auml;chst die wirtschaftlichen Perspektiven &ndash; wovon deutsche Unternehmen gerade einen ersten Eindruck erhalten. Deutschlands Exporte in die vier Euro-Krisenl&auml;nder sind 2010 um ein F&uuml;nftel gegen&uuml;ber 2008 eingebrochen (im Schnitt sind es weltweit noch sechs Prozent). Das ergibt 13 Mrd. Euro weniger Exporterl&ouml;se, immerhin ein gutes halbes Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung.<br>\nKleines Rechenspiel: Wenn alle L&auml;nder, die mit uns gerade Handelsdefizite von mindestens 2 Mrd. Euro haben, diese Salden &uuml;ber entsprechend sinkende Importe aus Deutschland abbauten, w&uuml;rde der deutsche Export um 240 Mrd. Euro einbrechen. Das k&auml;me zahlenm&auml;&szlig;ig einem Kollaps der deutschen Wirtschaftsleistung um ein Zehntel gleich. Dagegen war die j&uuml;ngste Krise Ponyreiten&hellip;<br>\nWenn andere L&auml;nder uns gegen&uuml;ber ein Handelsdefizit haben, stufen wir das gern als Problem der anderen ein. Sollen sie doch auch ihre Produktionskosten senken.<br>\nAllzu heftiges Sanieren w&uuml;rde &hellip; uns am meisten schaden &ndash; wie der j&uuml;ngste Kollaps deutscher Exporte in die Euro-Krisenl&auml;nder erahnen l&auml;sst.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/thumb1.ftdcdn.de\/original\/Image\/2010\/11\/04\/p\/export_Kol.gif\" width=\"470\" alt=\"Deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse\" title=\"Quelle FTD; Deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kolumne-fricke-wer-zwingt-die-deutschen-zu-ihrem-glueck\/50190998.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Unordnungspolitik<\/strong><br>\nDie Deutschen sind Ordnungsfanatiker. Sie lieben es, den Europ&auml;ern ihre Regeln aufzuzwingen, so auch bei der geordneten Insolvenz von Staaten. Doch die hat in einer modernen Welt mit starken Finanzm&auml;rkten nichts verloren.<br>\nIn einer modernen Welt mit starken Finanzm&auml;rkten und komplexen Finanzinstrumenten ist die Idee der geordneten Insolvenz widersinnig.<br>\nIn der Griechenland-Krise haben wir es erlebt. Wer damals daf&uuml;r war, die Griechen sich selbst zu &uuml;berlassen, &uuml;bersah die finanziellen Konsequenzen f&uuml;r deutsche Banken &hellip;<br>\nWir Deutsche lieben die Ordnung. Nur vergisst man in diesen Debatten, dass Ordnungspolitik ein gewisses Ma&szlig; an Kontrolle &uuml;ber die gesamtwirtschaftlichen Vernetzungen bedingt. Sie kann in einer dezentral gesteuerten, gleichzeitig hoch vernetzten W&auml;hrungsunion nicht funktionieren. Gerade Deutschland mit seinen st&auml;ndigen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen und Kapitalbilanzdefiziten und seiner zentralen geografischen Lage ist der Knotenpunkt dieser Vernetzung. Wenn es im Euro-Raum knallt, dann knallt es auch in Deutschland.<br>\nIn einer dezentralen W&auml;hrungsunion wird man ein System schaffen m&uuml;ssen, das die Insolvenz unwahrscheinlich macht &hellip;<br>\nDeutsche Ordnungspolitik ist mit dem Organisationsprinzip einer W&auml;hrungsunion nicht vereinbar. Wir brauchen eine Politik, die in der Lage ist, mit der nat&uuml;rlichen Unordnung der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion umzugehen. Kurzum, wir brauchen eine Unordnungspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-wolfgang-muenchau-plaedoyer-fuer-mehr-unordnungspolitik\/50190156.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verm&ouml;gende: Krisenverluste wettgemacht<\/strong><br>\nArbeits- und Kapitaleinkommen driften weiter auseinander. Die Wirtschaftskrise hat Finanzanlagen und Unternehmensgewinnen zwar einen vor&uuml;bergehenden D&auml;mpfer versetzt, doch den Verm&ouml;genden geht es im Schnitt schon wieder so gut wie vor der Krise.<br>\nDer absolute Vorsprung der oberen zur mittleren Einkommensgruppe sei von 2008 auf 2009 sp&uuml;rbar gestiegen.<br>\nDie These, vor allem die Verm&ouml;genden seien die Verlierer der Krise, m&uuml;sse deshalb verworfen werden, schreiben die IMK-Forscher Gustav Horn und Ulrike Stein in einer Analyse.<br>\nNach einem Einbruch im Jahr 2009 w&auml;chst das Volkseinkommen je Erwerbst&auml;tigem in diesem Jahr aber bereits wieder schneller als die Arbeitnehmerentgelte.<br>\nDas Zur&uuml;ckbleiben der Arbeitseinkommen erkl&auml;ren die Wissenschaftler damit, dass die Lohnerh&ouml;hungen der vergangenen Jahre nie den Verteilungsspielraum aussch&ouml;pften &ndash; das Jahr 2009 war die einzige Ausnahme seit 1995. Horn und Stein sprechen von einer &bdquo;offensichtlich starken Umverteilung&ldquo;, die in den 1990er-Jahren schleichend begonnen habe.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101108_beschaeftigte_bekommen_weniger.gif\" alt=\"Grafik: Besch&auml;ftigte bekommen weniger\" title=\"Besch&auml;ftigte bekommen weniger\"><\/p>\n<p>Hinzu kommt noch das Auseinanderdriften der Brutto- und Nettol&ouml;hne: Die Nettol&ouml;hne haben sich noch schw&auml;cher entwickelt als die Arbeitnehmerentgelte, weil Lohnsteuer und Sozialbeitr&auml;ge zugenommen haben &ndash; insbesondere die Beitr&auml;ge der Arbeitnehmer. Diese sind seit 2003 um 27 Prozent gestiegen, die der Arbeitgeber hingegen nur um 5 Prozent. Der entscheidende Grund daf&uuml;r ist, dass &bdquo;die Beitragsparit&auml;t der Sozialversicherungssysteme seit 2001 langsam, aber stetig ausgeh&ouml;hlt wurde&ldquo;, so das IMK.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101108_abgabenlast.gif\" alt=\"Grafik: Abgabenlast\" title=\"Abgabenlast\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2010_17_3.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 267 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Niedrigl&ouml;hne machen Betriebsr&auml;ten zunehmend zu schaffen<\/strong><br>\n89 Prozent der Betriebsr&auml;te sind daf&uuml;r, einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn einzuf&uuml;hren. Im Schnitt halten die Arbeitnehmervertreter einen Bruttolohn von 9,30 Euro als unterste Lohngrenze f&uuml;r angemessen.<br>\nDer Niedriglohnsektor ist in Deutschland w&auml;hrend der vergangenen 15 Jahre stark gewachsen. Derzeit arbeiten 21 Prozent der Besch&auml;ftigten f&uuml;r einen Niedriglohn.<br>\nDas hei&szlig;t, sie verdienen pro Stunde weniger als 9,06 Euro, also weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns. Parallel dazu geht seit Jahren die Tarifbindung zur&uuml;ck. 2009 wurden noch 62 Prozent der Besch&auml;ftigten nach einem Tarifvertrag bezahlt.<br>\nIn etwa einem Dutzend Wirtschaftszweigen sind tarifliche Niedrigl&ouml;hne relativ weit verbreitet, dort sehen jeweils mehr als 20 Prozent der Verg&uuml;tungsgruppen Stundenl&ouml;hne von weniger als 8,50 Euro vor. Dazu z&auml;hlen beispielsweise das private Verkehrsgewerbe, die Leiharbeit, das<br>\nMaler- und Lackierer- sowie das Fleischerhandwerk, die Geb&auml;udereinigung, das Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe oder der Erwerbsgartenbau. Im Bewachungsgewerbe, dem Friseurhandwerk, in der Floristik und bei den Saisonkr&auml;ften in der Landwirtschaft liegt der Anteil der Verg&uuml;tungsgruppen unter 8,50 Euro sogar bei 50 bis 100 Prozent.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101108_niedriglohn_expandierender_sektor.gif\" alt=\"Grafik: Niedriglohn: expandierender Sektor\" title=\"Niedriglohn: expandierender Sektor\"><\/p>\n<p>Da in solchen Branchen nur wenige Besch&auml;ftigte Mitglied der Gewerkschaft sind, ist deren Verhandlungsmacht gering. Au&szlig;erdem stehen die Tarifl&ouml;hne auch deshalb unter starkem Druck, weil viele Betriebe nicht tarifgebunden sind. Hier kann die Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung von Tarifvertr&auml;gen helfen. Doch die f&uuml;hre &bdquo;mittlerweile im historischen wie im internationalen Vergleich ein Schattendasein&ldquo;, betont Bispinck.<br>\nSeit Anfang der 1990er-Jahre sank die Zahl der allgemeinverbindlichen Tarifvertr&auml;ge um ein Viertel. Heute sind lediglich 1,5 Prozent der Tarifvertr&auml;ge allgemeinverbindlich, und nur wenige davon enthalten Entgeltregelungen.<br>\nDer Schwund habe viel mit der zunehmend restriktiven Haltung der Arbeitgeberverb&auml;nde zu tun, denen die aktuelle Gesetzeslage im entscheidenden Tarifausschuss de facto eine Vetoposition einr&auml;ume, so der Forscher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101108_langjaehriger_rueckgang_bei_der_allgemeinverbindlichkeit.gif\" alt=\"Grafik: Langj&auml;hriger R&uuml;ckgang bei der Allgemeinverbindlichkeit\" title=\"Langj&auml;hriger R&uuml;ckgang bei der Allgemeinverbindlichkeit\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2010_17_4-5.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 327 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitszeitentwicklung in Europa<\/strong><br>\nDas Beispiel Deutschlands ist insbesondere angesichts der in der Krise gesammelten Erfahrungen von Interesse. Dort ist im Jahre 2009 die pro Kopf geleistete tats&auml;chliche Arbeitszeit der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten gegen&uuml;ber 2008 im Durchschnitt um knapp eine Wochenstunde zur&uuml;ckgegangen, was nach &uuml;bereinstimmender Einsch&auml;tzung wesentlich dazu beigetragen hat, die Wucht der Wirtschaftskrise am deutschen Arbeitsmarkt aufzufangen. Von gro&szlig;er Bedeutung war in diesem Zusammenhang die erheblich ausgeweitete Kurzarbeit-Regelung. Allerdings machte die Kurzarbeit lediglich rund ein Drittel des reduzierten Arbeitszeitvolumens aus. Der relativ gr&ouml;&szlig;te Anteil der Arbeitszeitverk&uuml;rzung beruhte auf individuellen Arbeitszeitverk&uuml;rzungen (wie R&uuml;ckgang von &Uuml;berstunden und Abbau von Guthaben auf Arbeitszeitkonten) &ndash; mithin auf Spielr&auml;umen, die durch Arbeitszeitverl&auml;ngerungen in den Jahren vor der Krise aufgebaut worden waren. Die f&uuml;r den deutschen Arbeitsmarkt so segensreichen Arbeitszeitverk&uuml;rzungen in der Krise sind also in einem hohen Ma&szlig;e von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vorfinanziert worden.\n<p><strong>Abbildung:<\/strong> Durchschnittliche gew&ouml;hnliche Wochenarbeitszeit von Vollzeitbesch&auml;ftigten, EU-27, 2008 (in Std.)<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101108_Arbeitszeitentwicklung_in_Europa.gif\" alt=\"Grafik: Arbeitszeitentwicklung in Europa\" title=\"Durchschnittliche gew&ouml;hnliche Wochenarbeitszeit von Vollzeitbesch&auml;ftigten\"><br>\nQuelle: EU-Arbeitskr&auml;ftestichprobe, Berechnungen IAQ<\/p>\n<p>Die AutorInnen der Studie leiten aus ihrer Analyse zwei Empfehlungen ab. <\/p>\n<ul>\n<li>Erstens komme der gesetzlichen Begrenzung der H&ouml;chstarbeitszeiten unver&auml;ndert hohe Bedeutung zu. Vor Tendenzen einer noch weiteren Aufweichung der Arbeitszeitrichtlinie der EU sei deshalb zu warnen.<\/li>\n<li>Zweitens sollte sich zuk&uuml;nftige Arbeitszeitpolitik auf nationaler Ebene verst&auml;rkt einer besseren Gestaltbarkeit der Arbeitszeiten durch die Besch&auml;ftigten im Verlauf ihres Erwerbslebens widmen. Wichtig sei hier v.a. die indirekte Beeinflussung der Arbeitszeiten durch die Bereitstellung guter Kinderbetreuungseinrichtungen, die Gestaltung der Steuer- und Sozialversicherungssysteme und nicht zuletzt durch die Lohnsysteme, die die Gleichheit der Arbeitszeiten von Frauen und M&auml;nnern behindern oder f&ouml;rdern k&ouml;nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"upload\/pdf\/101108_Arbeitszeitentwicklung_in_Europa.pdf\">Thomas H&auml;ndel\/Axel Troost (Hg.), The Left, Eine Studie von Steffen Lehndorff, Alexandra Wagner, Christine Franz [PDF &ndash; 897 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland gegen den &euro;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lyg1lp9kU_s\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Video von M. Fischer, das bildlich darstellt, was in den oben zitierten Beitr&auml;gen beschrieben wurde.<br>\nKleiner Mangel: Es fehlt ein Hinweis auf die Bedeutung von Investitionen im Binnenmarkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>USA: Die gewollte Inflation<\/strong><br>\nSchon immer galt Inflation als das gro&szlig;e &Uuml;bel, das jede Zentralbank unbedingt zu vermeiden hat. Doch mit der Finanzkrise l&ouml;sen sich diese alten Gewissheiten auf. Die US-Notenbank Fed will jetzt eine Inflation erzwingen &ndash; rhetorisch und monet&auml;r.<br>\nSchon seit August spricht Fed-Chef Ben Bernanke ununterbrochen davon, dass er eine Inflation anpeilt. Das muss und soll jeden Sparer alarmieren. Denn Geld ist ein soziales Konstrukt. Es funktioniert, solange ihm alle Vertrauen schenken. Und genau dieses Vertrauen will Bernanke zerst&ouml;ren &ndash; damit die Geldpolitik langfristig wieder funktioniert. Dieser paradoxen Rhetorik folgen nun Taten. Am Mittwoch hat die Fed angefangen, US-Staatsanleihen aufzukaufen, was nur bedeutet, dass man Dollar druckt &hellip;<br>\nDie US-Notenbank befindet sich l&auml;ngst in einer Abwehrschlacht. Indem sie Staatsanleihen aufkauft, setzt sie ihr letztes Mittel ein, denn alle klassischen Ma&szlig;nahmen haben versagt. So liegt der Leitzins bei 0 bis 0,25 Prozent, weiter l&auml;sst er sich nicht senken, weil es bekanntlich keine Minuszinsen gibt.<br>\nAlso bleibt der Fed nur noch eine gezielte Inflation, um die Wirtschaft anzukurbeln. Kredite w&auml;ren damit nicht nur billig &ndash; sie w&uuml;rden fast verschenkt &hellip;<br>\nDoch irgendwie scheint diese Theorie nicht zu funktionieren. Nachdem die Fed am Mittwoch verk&uuml;ndete, dass sie Staatsanleihen aufkauft, da passierte &ndash; nichts. Die B&ouml;rsenkurse stagnierten, statt nach oben zu schie&szlig;en, wie es das Inflationsszenario vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F11%2F05%2Fa0106&amp;cHash=449bd5a966\">TAZ<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Paul Krugman: Bernanke And The Shibboleths<\/strong><br>\nEveryone hates quantitative easing. The inflationistas believe that it&rsquo;s the end of Western civilization (&hellip;); meanwhile, the rest of the world is furious at the Fed&rsquo;s actions.<br>\nClearly, Bernanke must be doing something right.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2010\/11\/06\/bernanke-and-the-shibboleths\/#more-14227\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kommunale Einkommensteuer?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Steuerrevolution: Sch&auml;uble plant kommunale Einkommensteuer<\/strong><br>\nFinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble will St&auml;dten und Gemeinden erlauben, die H&ouml;he der Einkommensteuer selbst festzulegen. Je nach Wohnort k&ouml;nnten dann in Deutschland unterschiedliche S&auml;tze gelten. Unklar ist, ob dies zu Steuererh&ouml;hungen f&uuml;hren kann. St&auml;dte und Gemeinden k&uuml;ndigen Widerstand an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/systemwechsel-in-der-finanzpolitik-schaeuble-plant-kommunale-einkommensteuer-1.1019773\">SZ<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kommunale Einkommenssteuerzuschl&auml;ge &ndash; eine Schnapsidee<\/strong><br>\nVolkswirtschaftlich betrachtet w&auml;re ein solches Modell jedoch eine mittlere Katastrophe. Gerade in strukturschwachen Regionen ist der Staat ein wichtiger Investor und wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wenn nun aber eine Kommune im Kreis Stendal (Durchschnittsnettoeinkommen je Person 13.837 Euro) pro Einwohner weniger Geld bekommt als eine Kommune im Kreis Starnberg (Durchschnittsnettoeinkommen 27.952 Euro), so kann sie auch weniger investieren. Wohin soll das f&uuml;hren? Kinderg&auml;rten im Osten werden geschlossen, was die Standorte noch weiter schw&auml;cht, w&auml;hrend die reichen Kommunen in den Speckg&uuml;rteln ihre B&uuml;rgersteige beheizen k&ouml;nnen? Ein solches Modell w&uuml;rde die strukturellen Defizite in unserem Land vergr&ouml;&szlig;ern und die Armut weiter Landstriche zementieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/4458\/kommunale-einkommenssteuerzuschlage-%E2%80%93-eine-schnapsidee\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge: B&uuml;rgergeld: Von wegen &raquo;solidarisch&laquo;<\/strong><br>\nDas Konzept eines &raquo;B&uuml;rgergeldes&laquo; als Ersatz f&uuml;r das bisherige System von Transferleistungen dient den Unternehmen, Wohlhabenden und f&ouml;rdert Niedriglohnsektoren.<br>\nSolidarisch kann man das CDU-Modell kaum nennen, liegt sein Zahlbetrag doch nur geringf&uuml;gig &uuml;ber dem Hartz-IV-Niveau und weit unter der EU-offizi&ouml;sen Armutsgrenze von 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens (ca. 930 Euro). Statt den konkreten Bedarf von Hilfesuchenden zu ermitteln und ihn mittels eines differenzierten Sozialleistungssystems zu befriedigen, w&uuml;rde der Staat nur mehr eine Sozialpolitik nach dem Gie&szlig;kannenprinzip machen &hellip;<br>\nWas auf den ersten Blick einfach, gro&szlig;z&uuml;gig und sozial gerecht erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinschauen als eine politische Mogelpackung, die mehr Gerechtigkeit blo&szlig; vort&auml;uscht. Das &raquo;Solidarische B&uuml;rgergeld&laquo; stellt nur eine Pauschalierung bestehender Transferleistungen dar, w&uuml;rde das bisherige Sicherungsniveau f&uuml;r Millionen Menschen per saldo senken und den Wohlfahrtsstaat weder entlasten noch sinnvoll umstrukturieren &hellip;<br>\nLetztlich w&uuml;rde das B&uuml;rgergeld als ein Kombilohn f&uuml;r alle wirken. Weil das Existenzminimum seiner Bezieher formal gesichert w&auml;re, k&ouml;nnten diese noch schlechter entlohnte Jobs annehmen, wodurch den Unternehmen mehr preiswerte Arbeitskr&auml;fte zur Verf&uuml;gung st&uuml;nden und die Gewinne noch st&auml;rker steigen w&uuml;rden. Weil sich das &raquo;Solidarische B&uuml;rgergeld&laquo; gegen Mindestl&ouml;hne richtet und die Flexibilit&auml;t hin zu noch niedrigeren Verdiensten erh&ouml;hen soll, damit auch Geringqualifizierte mit seiner Hilfe von &raquo;marktgerechten&laquo; L&ouml;hnen leben k&ouml;nnen, vermehrt es die Armut von prek&auml;r Besch&auml;ftigten. Denn sie m&uuml;ssen sich vom Staat alimentieren lassen, w&auml;hrend der das Lohndumping von Unternehmen mit Steuergeldern subventioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/11-06\/001.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jetzt sind die Behinderten beim Sparen dran<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ursula Engelen-Kefer: Sch&auml;ubles &bdquo;Giftliste&ldquo; f&uuml;r Behinderte <\/strong><br>\nDie Einsparungen bei den Sozialausgaben gehen weiter. Die Neuordnung der Gemeindefinanzierung trifft vor allem Menschen mit Behinderungen. Opposition und Verb&auml;nde sind aufgerufen, diese K&uuml;rzungsorgie mit aller Macht zu bek&auml;mpfen.<br>\nDie K&uuml;rzung zu Lasten der Schw&auml;chsten in unserer Gesellschaft ist eine nahtlose Fortsetzung der unsozialen K&uuml;rzungsma&szlig;nahmen von Schwarz-Gelb im Rahmen der Haushaltsbegleitgesetze 2011. Seit M&auml;rz erarbeitet die Regierungskommission &bdquo;Reform der Gemeindefinanzen&ldquo; im Auftrag des Bundesfinanzministers Wolfgang Sch&auml;uble Vorschl&auml;ge zur Neuordnung der Gemeindefinanzierung. Mit der Lupe wird nach Einsparungen im Bereich der Sozialausgaben gesucht, die im Jahr 2009 etwa 40 Mrd. Euro ausmachten.<br>\nDie bisher erarbeiteten 225 K&uuml;rzungsvorschl&auml;ge lassen Schlimmes vor allem f&uuml;r Menschen mit Behinderungen, aber auch f&uuml;r Pflegebed&uuml;rftige und sozial Schwache bef&uuml;rchten. Jegliches Ma&szlig; an sozialem Anstand und wirtschaftlicher Vernunft wird &uuml;berschritten; f&uuml;r die betroffenen Menschen bedeutet der Kahlschlag eine tiefe Verletzung ihrer Pers&ouml;nlichkeitsrechte sowie ihrer Menschenw&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/schaeubles-ae-giftliste-ae-fuer-behinderte\">Vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Benachteiligung durch neue Hartz-IV-S&auml;tze: 68 Euro weniger f&uuml;r Behinderte<\/strong><br>\nDie geplante &Auml;nderung der Hartz-IV-S&auml;tze wird offenbar Nachteile f&uuml;r Behinderte nach sich ziehen: Sie sollen k&uuml;nftig statt des vollen Regelsatzes nur noch 80 Prozent bekommen, wenn sie keinen eigenen Haushalt f&uuml;hren. Statt f&uuml;nf Euro mehr als bisher wie andere erwachsene Hartz-IV-Bezieher bek&auml;men Behinderte dem Gesetzentwurf zufolge 68 Euro weniger. Der derzeitige Regelsatz liegt bei 359 Euro im Monat, die schwarz-gelbe Regierung will ihn zum 1. Januar 2011 auf 364 Euro anheben.<br>\nEine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums best&auml;tigte auf Anfrage der Frankfurter Rundschau, die neue Regelbedarfsstufe 3 gelte vor allem f&uuml;r Behinderte, die bei ihren Eltern wohnen. Die Reduzierung ergebe sich, weil die Betroffenen sich in der Regel nicht an den Haushaltskosten beteiligten. Experten gehen davon aus, dass auch Behinderte betroffen sind, die in Wohngemeinschaften leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/68-euro-weniger-fuer-behinderte\/-\/1472596\/4809172\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ver.di-Chef Bsirske will das Recht auf Generalstreik<\/strong><br>\nDer Gewerkschaftsf&uuml;hrer sieht Frankreich als Vorbild. Scharfe Angriffe auf Schwarz-Gelb: &ldquo;Politik krasser sozialer Einseitigkeit.&rdquo;<br>\n&bdquo;Viele Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben sagen: Mensch, das m&uuml;ssten wir auch mal so machen. Von der Protestkultur in Frankreich k&ouml;nnen wir uns eine Scheibe abschneiden &hellip;<br>\nIch finde, dass wir auch in Deutschland ein politisches Streikrecht brauchen. Das Verbot des politischen Streiks stammt von 1955. Jetzt haben wir eine vollkommen andere Situation. In der deutschen Geschichte hatten wir einen einzigen Generalstreik &ndash; vor 90 Jahren. Er hat die Weimarer Demokratie f&uuml;r einige Jahre gerettet. Klar ist: Wir finden Mittel und Wege, f&uuml;r wichtige politische Themen wie die Rente mit 67 in den Betrieben zu mobilisieren. Das ist das gute Recht der Besch&auml;ftigten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/deutschland\/article1687435\/Eine-Politik-krasser-sozialer-Einseitigkeit.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gr&ouml;he: &bdquo;Klassenkampf-Rhetorik von Vorgestern&ldquo;<\/strong><br>\nCDU-Generalsekret&auml;r Hermann Gr&ouml;he hat die Forderung der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, den Generalstreik als Mittel der politischen Auseinandersetzung zu legalisieren, massiv kritisiert. &bdquo;In einer Zeit, in der die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit sensationell zur&uuml;ckgeht und die Arbeitnehmer deutlich mehr Lohn bekommen, ist es geradezu absurd, &uuml;ber das Recht zum politischen Generalstreik zu schwadronieren&ldquo;, sagte Gr&ouml;he dem Hamburger Abendblatt. &bdquo;Wir m&uuml;ssen gemeinsam anpacken f&uuml;r eine gute Zukunft und sollten nicht wie Herr Bsirske in Klassenkampf-Rhetorik von Vorgestern verfallen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/article1688089\/Groehe-Klassenkampf-Rhetorik-von-Vorgestern.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es w&auml;re fair, wenn die Zeitungen nach einem Interview mit einem Arbeitgebervertreter immer gleich danach auch eine Stellungnahme der Gewerkschaften einholten.<br>\nIn ganz vielen (auch europ&auml;ischen L&auml;ndern) sind politische Streiks durchaus &uuml;blich, nicht nur in Frankreich, auch in Spanien, Griechenland, Italien, &Ouml;sterreich, aber auch in Gro&szlig;britannien. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die kraft V&ouml;lkerrecht auch in der Bundesrepublik verpflichtend ist, vertritt ebenfalls ein Streikrecht ohne die bundesdeutschen Eingrenzungen. Die ILO hat die deutsche Praxis sogar wiederholt ger&uuml;gt.<br>\nDer Politische Generalstreik ist in der Verfassung nicht ausdr&uuml;cklich verboten ist, sondern durch Gerichtsentscheidungen ausgeschlossen worden. Diese Entscheidungen basieren letztlich auf Gutachten von Hans Carl Nipperdey und Ernst Forsthoff und dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Jahre 1955, an denen beide Male Hans Carl Nipperdey zentral beteiligt war. Das, was also bis heute in der Bundesrepublik tradiert wird, ist wesentlich von Juristen entwickelt worden, die, milde gesagt, nicht gerade in demokratischen Traditionen wurzeln. Man lese nur aufmerksam den Titel eines Aufsatzes aus dem Jahre 1938: &ldquo;Die Pflicht des Gefolgsmannes zur Arbeitsleistung.&rdquo; (siehe der <a href=\"?p=6910#h07\">Kommentar von Orlando Pascheit zu Hinweis 7<\/a>). Forsthoff verteidigte des F&uuml;hrerprinzip und die Verfolgung der Juden.<br>\nEin wirkliches Druckmittel scheint der politische Streik allerdings auch nicht gerade zu sein, das k&ouml;nnen wir derzeit in unserm Nachbarland oder auch schon vorher in Griechenland sehen.<br>\nUnd von der Mobilisierungsf&auml;higkeit zu einem politischen Streik sind die Gewerkschaften in Deutschland weit entfernt. Das belegte die Demonstration vom Samstag &ldquo;Druck machen &ndash; f&uuml;r gerechte Politik &ndash; gegen soziale K&auml;lte&rdquo;, zu der die Gewerkschaften und der Sozialverband Deutschland nach Hannover gerufen haben. Dabei haben zwar zwischen 11.000 und 15.000 Teilnehmer teilgenommen und das bei schlimmem Wetter, aber von einer m&auml;chtigen politischen  Protestkultur sind wir derzeit noch weit entfernt, solange es nicht um Einzelprojekte wie Stuttgart 21 oder das Endlager in Gorleben geht.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tausende protestieren in Hannover gegen Schwarz-Gelb<\/strong><br>\nAuf einer Gro&szlig;kundgebung mit &uuml;ber zehntausend Teilnehmern hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Hannover Front gemacht gegen die Sozialpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung. Bei der Kundgebung, zu der auch acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften sowie der Sozialverband Deutschland (SoVD) aufgerufen hatten, sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer: &ldquo;Der Herbst der Entscheidungen ist angebrochen, es gibt kaum ein Politikfeld, in dem die Regierung nicht Front macht gegen die Mehrheit der Menschen&rdquo;.<br>\nNach Veranstalterangaben beteiligten sich rund 15.000, nach Angaben der Polizei rund 11.000 Menschen an der Protestkundgebung gegen die Rente mit 67, die Einf&uuml;hrung der Kopfpauschale sowie gegen Ausbeutung durch Niedrigl&ouml;hne und Leiharbeit. Gefordert wurden dar&uuml;ber hinaus h&ouml;here Regels&auml;tze f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger. SoVD-Pr&auml;sident Adolf Bauer kritisierte vor allem die angestrebte Privatisierung von Gesundheitskosten durch die von Union und FDP geplante Festschreibung der Arbeitgeberbeitr&auml;ge sowie gegen einkommensunabh&auml;ngige Zusatzbeitr&auml;ge. Hier findet ein kompletter Systemwechsel statt, das System der solidarischen Krankenversicherung existiert dann nicht mehr&rdquo;, kritisierte Bauer.<br>\nDie Kundgebung in Hannover unter dem Motto &ldquo;Druck machen f&uuml;r gerechte Politik gegen soziale K&auml;lte&rdquo; war Auftakt eines bundesweiten DGB-Aktionsherbstes &ldquo;Deutschland in Schieflage&rdquo;. Weitere Gro&szlig;kundgebungen soll es am 13. und 18. November in Dortmund, Stuttgart, N&uuml;rnberg, Erfurt und Kiel geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wochenblatt.de\/nachrichten\/welt\/Tausende-protestieren-in-Hannover-gegen-Schwarz-Gelb;art29,19737\">Wochenblatt<\/a>\n<p>Siehe die Rede des DGB-Vorsitzenden: <strong>Politik gegen die Menschen &ndash; Deutschland in Schieflage<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++7236fec6-e8e0-11df-6276-00188b4dc422\">DGB (unter dieser Adresse auch der Text der Rede zum Download)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tricks der Pharmakonzerne: Monopole statt Patientenschutz<\/strong><br>\nDer Markt f&uuml;r Medikamente ist ges&auml;ttigt. Die Branche reagiert mit einem neuen, dubiosen Gesch&auml;ftsmodell &ndash; und bekommt dabei Hilfe von der Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/monopole-statt-patientenschutz\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Schuldenbremse als Bildungsbremse<\/strong><br>\nDie Ausgabenentwicklung der &ouml;ffentlichen Hand von 1998 bis 2008 (war) extrem zur&uuml;ckhaltend. Die durchschnittliche j&auml;hrliche Wachstumsrate der gesamtstaatlichen Ausgaben in Deutschland betrug gerade einmal 1,4 Prozent. Der Durchschnitt der alten EU-L&auml;nder liegt knapp dreimal so hoch. In diesem Zeitraum verzeichnet kein anderes entwickeltes Land mit Ausnahme von Japan ein niedrigeres Staatsausgabenwachstum als Deutschland. Preisbereinigt sind die deutschen Staatsausgaben im Jahresdurchschnitt sogar um 0,2 Prozent gesunken! Das spiegelt sich auch in der Entwicklung der deutschen Staatsquote wider:<br>\nDiese ist von rund 48 Prozent Ende der 1990er Jahre auf knapp 44 Prozent im Jahr 2008 gesunken &ndash; einen im internationalen Vergleich h&ouml;chst unterdurchschnittlichen &bdquo;Spitzenwert&ldquo;.<br>\nEs ist angesichts eines so deutlichen Einschnitts bei den &ouml;ffentlichen Ausgaben kein Wunder, dass Deutschland beim OECD-Ranking der Bildungsausgaben jedes Jahr aufs Neue schlecht abschneidet:<br>\nGemessen an der Wirtschaftsleistung gibt Deutschland immer weniger Geld f&uuml;r Bildung aus. 2007 lag der Anteil am deutschen Bruttoinlandsprodukt nur noch bei 4,7 Prozent &ndash; mittlerweile geben nur noch drei OECD-L&auml;nder bezogen auf ihre Wirtschaftsleistung weniger Geld f&uuml;r Bildung aus als Deutschland.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/101108_Schuldenbremse_als_Bildungsbremse.jpg\" alt=\"Grafik: Schuldenbremse als Bildungsbremse\" title=\"Schuldenbremse als Bildungsbremse\"><\/p>\n<p>Die Debatte um die &ouml;ffentlichen Haushalte wird in Deutschland unter vollkommen falschen Annahmen gef&uuml;hrt.<br>\nTats&auml;chlich ist der Staat in Deutschland strukturell unterfinanziert, was nicht zuletzt der erhebliche Ausgabenbedarf im Bildungsbereich zeigt. Die &ouml;ffentliche Hand in Deutschland hat &ndash; mit Ausnahme von Japan &ndash; so stark gek&uuml;rzt wie kein anderes entwickeltes Land.<br>\nDie Haushaltsdefizite sind folglich auch nicht das Ergebnis &uuml;berdurchschnittlich hoher staatlicher &bdquo;Wohltaten&ldquo;, sondern die Folge drastischer Steuersenkungen.<br>\nDie gegenw&auml;rtige Finanzpolitik, die auf Bundes- und auch auf L&auml;nderebene auf Ausgabenk&uuml;rzungen setzt, ist hoch riskant: Zum einen wird die nach wie vor fragile wirtschaftliche Erholung gef&auml;hrdet, zum anderen kommt die &ouml;ffentliche Hand ihren Aufgaben auf wichtigen, gesellschaftspolitisch zentralen Feldern &ndash; besonders im Bildungsbereich &ndash; nicht im erforderlichen Umfang nach.<br>\nAus gewerkschaftlicher Sicht ist die Alternative zur weiteren Entstaatlichung in Deutschland klar: eine St&auml;rkung der &ouml;ffentlichen Einnahmebasis durch eine leistungsgerechte und solidarische Besteuerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary67213\/Flugi_A3_web.pdf\">GEW [PDF &ndash; 106 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Von der &ldquo;Generation Bologna&rdquo; zur &ldquo;Generation Praktikum&rdquo;<\/strong><br>\nIm Jahr 2004 verk&uuml;ndeten 15 Unternehmen ihre &ldquo;Bachelor Welcome&rdquo; Erkl&auml;rung, die inzwischen erweitert und von rund 200 Unternehmen bekr&auml;ftigt wurde. Grund genug, sich ein Bild von der tats&auml;chlichen Bachelor-Akzeptanz zu machen. Haben sich die deutschen Unternehmen auf Bologna eingestellt? Eine Studie n&auml;hrt Zweifel.<br>\nUnternehmen wollen &ndash; vor dem Hintergrund eines grotesk verzerrten Professorenbildes &ndash; im Bachelor-Segment offenbar prim&auml;r Abiturienten, die sie durch ihr eigenes Bachelorprogramm unternehmensspezifisch ausbilden k&ouml;nnen. &ldquo;Fertigen&rdquo; Bachelors wird offenbar die Berufsqualifizierung abgesprochen und lediglich der Umweg (die Sackgasse?) von Praktika angeboten. Mit der Verk&uuml;rzung der Ausbildungszeit hat das nichts mehr zu tun. Trotzdem ist die Aussage &ldquo;Bachelor Welcome&rdquo; nicht falsch &ndash; zur Deutung kommt es jedoch auf die Semantik an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.academics.de\/wissenschaft\/seite_42161.html\">academics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Harald Schumann: Politiker in der Wirtschaft &ndash; nicht korrupt, aber korrumpiert<\/strong><br>\nRoland Kochs Wechsel zu Bilfinger Berger ist nur ein Beispiel: Immer h&auml;ufiger und direkter sind Inhaber von Regierungs&auml;mtern den Interessen einzelner Branchen und Unternehmen so eng verbunden, dass die Grenze verwischt &hellip;<br>\nKochs Wechsel an die Spitze eines Gro&szlig;konzerns (dokumentiert) ein gravierendes Problem, das zusehends unser demokratisches Gemeinwesen gef&auml;hrdet. Immer h&auml;ufiger und immer direkter sind die Inhaber von Regierungs&auml;mtern und Mandaten den Interessen einzelner Wirtschaftsbranchen und Unternehmen so eng verbunden, dass die Grenze zwischen demokratischem Auftrag und privater Interessenvertretung bis zur Unkenntlichkeit verwischt wird. Koch ist ja keineswegs der erste und gewiss auch nicht der letzte Fall, wo ranghohe Politiker nach ihrem Ausscheiden aus der Politik bei jenen Unternehmen anheuern, mit deren Regulierung, Aufsicht oder sonstigen Interessen sie zuvor direkt oder indirekt befasst waren.<br>\nUm Korruption im klassischen Sinn, also den Tausch von politischen Gef&auml;lligkeiten gegen lukrative Posten oder Beratervertr&auml;ge, geht es dabei in der Regel nicht. Das Problem ist vielmehr, dass immer mehr Akteure in der politischen Arena gar nicht mehr erkennen, dass es &uuml;berhaupt einen Unterschied zwischen dem Gemeinwohl und der F&ouml;rderung wirtschaftlicher Interessen gibt &hellip;<br>\nGenau bei dieser Verschiebung, der Vertuschung der Interessen, die mit den jeweiligen Gesetzen und Projekten bedient werden, liegt die Gefahr, die mit der einfachen M&ouml;glichkeit zum Seitenwechsel einhergeht. Wer sich gleich nach dem m&ouml;glichen Scheitern in der Politik mit einem Wechsel auf die Seite der Beg&uuml;nstigten absichern kann, der riskiert eben im Zweifelsfall lieber nicht, es sich mit seinen potenziellen Wohlt&auml;tern zu verderben. Das ist dann zwar nicht direkt korrupt. Aber es ist dieser Mechanismus, der zusehends das ganze demokratische System korrumpiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/politiker-in-der-wirtschaft-nicht-korrupt-aber-korrumpiert\/1975350.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Grafik zur Darstellung der Nebeneink&uuml;nfte deutscher Bundestagsabgeordneter, Wahlperiode 17 (2009 &ndash; 2010)<\/strong><br>\nZu jedem Wahlkreis werden die gew&auml;hlten Abgeordneten (sowohl Direkt- als auch Listenmandate) durch einen Kreis repr&auml;sentiert. Die Anordnung der Abgeordneten innerhalb eines Wahlkreises hat keine Bedeutung. Die Farbe der Kreise entspricht der Parteizugeh&ouml;rigkeit des Abgeordneten. Die Gr&ouml;&szlig;e der Kreise entspricht dem Gesamteinkommen (Abgeordnetenentsch&auml;digung + Nebeneink&uuml;nften), siehe weiter unten. Mit dem Mausrad kann in die Karte hinein- und hinausgezoomt werden. Details zu den Abgeordneten erscheinen nach Klick auf einen Kreis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/labs.vis4.net\/nebeneinkuenfte\/\">vis4.net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Pr&auml;sident des Bankenverbandes: &bdquo;Unser Wertesystem droht zu zerbrechen&ldquo;<\/strong><br>\nDeutschlands Wirtschaft boomt, die Arbeitslosenzahlen sind so niedrig wie lange nicht mehr.<br>\nGleichzeitig schwindet das Vertrauen in die Grundfesten Deutschlands. Nur noch jeder Zweite ist &bdquo;eher zufrieden&ldquo; mit Demokratie (52&nbsp;Prozent) und sozialer Marktwirtschaft (48&nbsp;Prozent).<br>\nAuch das Vertrauen in die F&uuml;hrungskr&auml;fte von Politik und Wirtschaft ist tief ersch&uuml;ttert. Nur 15&nbsp;Prozent der Deutschen meinen, dass f&uuml;hrende Politiker ihren Aufgaben gerecht werden; Wirtschaftslenker bestehen nur bei 26 Prozent der Deutschen. Das ist bedenklich.<br>\nW&auml;hrend man in den USA zu erfolgreichen F&uuml;hrungskr&auml;ften aus der Wirtschaft aufschaut, geht hierzulande jeder Respekt vor Eliten verloren.<br>\nDas Fundament unseres Wertesystems droht auseinanderzubrechen.<br>\nErfolg braucht eben Vorbilder. Und Autorit&auml;ten. Deswegen m&uuml;ssen wir in Deutschland den Respekt vor dem Erfolg zur&uuml;ckgewinnen.<br>\nWir m&uuml;ssen mehr reden, erkl&auml;ren und werben, f&uuml;r unsere Vorhaben und f&uuml;rs gro&szlig;e Ganze: die Demokratie und die soziale Marktwirtschaft. Das ist eine der wichtigsten Managementaufgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/standards\/kommentar\/2010\/11\/07\/gast-kommentar\/von-andreas-schmitz.html\">Bild am Sonntag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es l&auml;sst mich erschaudern, dass nun gerade der Pr&auml;sident des Bankenverbandes sich Sorgen um die Zufriedenheit mit der Demokratie und der &bdquo;sozialen Marktwirtschaft&ldquo; und das Ansehen von Politikern und Wirtschaftslenkern macht. Und es ist gerade ruchlos, dass Bild am Sonntag den Verbandschef der Banker eine diesem Blatt vorliegende neue Ipsos-Umfrage vorstellen und interpretieren l&auml;sst.<br>\nDa darf also der Sprecher der Banker, die Hehlerei mit faulen Finanzprodukten betrieben und die ihre Kunden mit Kettenbriefen betrogen haben, die den Staat und die Steuerzahler mit dreistellige Milliardenbetr&auml;ge f&uuml;r ihre Rettung erpresst haben und sich bis heute weigern, auch nur einen Cent Wiedergutmachung zur leisten, dar&uuml;ber klagen, dass hierzulande jeder Respekt vor Eliten verloren gegangen sei.<br>\nGerade der Verbandsvertreter der Geldh&auml;user, die das marktwirtschaftliche System durch die Finanzkrise komplett diskreditiert haben, und Repr&auml;sentant der Banker, deren Ansehen einen bei den Menschen am <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,690361,00.html\">Schluss aller Berufsgruppen<\/a> steht, darf sich in dem Springer-Blatt dar&uuml;ber beklagen, dass man in Deutschland nicht mehr zu den &bdquo;F&uuml;hrungskr&auml;ften aus der Wirtschaft aufschaut&ldquo;. Es ist dreist, dass der Sprecher der Bankster, deren Gier inzwischen sprichw&ouml;rtlich geworden ist, den Verlust des Wertesystems bejammern darf.<br>\nIch empfinde es als Hohn, dass gerade der Bankenpr&auml;sident sich aufschwingt, f&uuml;rs &bdquo;gro&szlig;e Ganze&ldquo;, f&uuml;r Demokratie und soziale Markt zu &bdquo;reden&ldquo; und zu &bdquo;werben&ldquo;. Und es kann einem Angst und Bange werden, wenn er das zur &bdquo;wichtigsten Managementaufgabe&ldquo; erkl&auml;rt.<br>\nSolche Manager haben bis heute nicht verstanden, dass sie selbst Schuld daran haben, dass die H&auml;lfte der Deutschen mit der Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft unzufrieden sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Berichte aus der Bankenwelt: Schuld sind wieder die anderen<\/strong><br>\nDie Bankenbranche ger&auml;t in die Krise und f&uuml;hrt ganze Gesellschaften an den Rand des Abgrunds. Stellen sich die ProtagonistInnen ihrer Verantwortung? Nein. Das zeigt ein Buch mit Portr&auml;ts aus der Bankenwelt.<br>\nErstaunlich schnell nach der Krise hat der Courant normal eingesetzt. Die Boni wurden nach kurzem Z&ouml;gern wieder ausgesch&uuml;ttet, die unstabil hohen Renditen der Banken werden wieder als Gesch&auml;ftsziele verk&uuml;ndet, und die Too-big-to-fail-Problematik best&auml;tigt den Bankern erneut ihre angebliche Unersetzlichkeit. Sighard Neckel meint in einem Beitrag &uuml;ber die &laquo;Krise der Erfolgskultur&raquo;, die Finanzelite habe in der &Ouml;ffentlichkeit &laquo;ihren Kredit weitgehend verspielt&raquo;. Das scheint zutreffend und eine angemessene Metapher. Aber wie alle Metaphern ist sie ein wenig zweideutig. Den symbolischen Kredit m&ouml;gen die Banker verspielt haben, doch &uuml;ber die realen Kredite verf&uuml;gen sie nach wie vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/archiv\/19954.html\">WOZ (CH)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Die Integrationsdebatte als Ablenkungsman&ouml;ver<\/strong><br>\nIn Deutschland haben wir viel weniger ein Integrations-, denn ein soziales Problem. Nicht Herkunft oder Religion, vielmehr ist die soziale Spaltung die Ursache der meisten gesellschaftlichen Missst&auml;nde. Die derzeitige Integrationsdebatte ist in erster Linie eine reine Show, die von diesen realen Problemen ablenken soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/node\/10584\">Humanistischer Pressedienst<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: &bdquo;Wir werden ignoriert&ldquo;<\/strong><br>\nWarum profitiert die Linkspartei nicht von den Protesten gegen die herrschende Politik? Ex-Parteichef Oskar Lafontaine versucht eine Antwort.<br>\nHerr Lafontaine, Hand aufs Herz, finden Sie es in Saarbr&uuml;cken nicht todlangweilig?<br>\nNein, man kann auch in einem Landtag etwas bewegen.<br>\nAber nicht so viel wie als Bundesparteichef. Juckt es Sie denn nicht, wenn Sie sich die derzeitige Situation Ihrer Partei anschauen?<br>\nStabil gut zehn Prozent h&auml;tte uns noch vor wenigen Jahren niemand zugetraut.<br>\nBei der Bundestagswahl waren es zw&ouml;lf Prozent, au&szlig;erdem gehen die Gr&uuml;nen seither durch die Decke. Was macht Ihre Partei falsch?<br>\nEs gibt eine systematische Ausgrenzung der Linken durch einen gro&szlig;en Teil der Medien. Wir haben das mal untersucht: Nicht nur in der Springer-Presse oder im Spiegel, sondern auch in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten werden wir benachteiligt. So wurde zum Beispiel in einer Hauptnachrichtensendung des ZDF in den letzten Wochen &uuml;ber die Gr&uuml;nen 15-mal so viel berichtet wie &uuml;ber die Linke. Das ist unter demokratischen Gesichtspunkten nicht mehr akzeptabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-wir-werden-ignoriert-\/-\/1472596\/4804714\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Mangelnde innere Pressefreiheit in vielen Redaktionen &ndash; Journalistenpreis &ldquo;Langer Atem&rdquo; 2010 vergeben<\/strong><br>\nInterview mit Harald Schumann, Tagesspiegel, der den Ersten Preis f&uuml;r seinen &ldquo;langen Atem&rdquo; bei der Analyse der Banken- und Finanzkrise erhielt. In seiner Dankesrede kritisierte er, dass in Redaktionen oft die Wahrheit verbogen w&uuml;rde, weil Chefs und Verleger ihre Weltsicht widergespiegelt sehen wollen. &ldquo;Der lange Atem&rdquo; ist ein Journalistenpreis des Journalistenverbandes Berlin-Brandenburg im DJV. Er wurde zum vierten Mal vergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.inforadio.de\/programm\/schema\/sendungen\/medienmagazin\/201011\/150417.html\">rbb INFOradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Wie sich der Terror in die Sprache schleicht<\/strong><br>\nDer Terror ist in Deutschland angekommen. Er hat sich &uuml;ber den Umweg der Sprache, in den K&ouml;pfen festgesetzt &ndash; nur stofflich ist er noch nicht in der deutschen Wirklichkeit angelangt. Der Terror ist jedoch anwesend: aufgrund Terrorgefahr schl&auml;gt man regelm&auml;&szlig;ig Terroralarm, um etwaige Terrorverd&auml;chtige von ihren Terrorpl&auml;nen abzubringen; man berichtet &uuml;berdies von Terrorcamps, Terrorfl&uuml;gen, Terrorpaketen, Terrorchefs und Terrormoscheen, die von Terrorexperten beleuchtet werden &ndash; am Ende klopft sich diese Republik auf die Schulter, weil wieder einmal ein Terroranschlag vereitelt wurde. Terror, der selbst zum Terror wurde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/11\/de-auditu.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Entwicklungshilfe als Aufstandsbek&auml;mpfung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein Umweltordnungsplan<\/strong><br>\nDie deutsche &ldquo;Entwicklungs&rdquo;-Agentur GTZ beteiligt sich an einem Aufstandsbek&auml;mpfungsprogramm des kolumbianischen Milit&auml;rs. Berichten zufolge soll die Organisation die &ldquo;Erstellung eines Raum\/Umweltordnungsplans&rdquo; in einem kolumbianischen Nationalpark &uuml;bernehmen, der bis heute Schauplatz bewaffneter K&auml;mpfe zwischen Rebellen und Armee ist. Das Vorhaben ist Teil eines Programms, das Kolumbien in Kooperation mit dem US-Milit&auml;r entwickelt hat, um den Nationalpark unter Kontrolle zu bekommen. Weitere &ldquo;Entwicklungs&rdquo;-Projekte in Kolumbien sind Gegenstand von Gespr&auml;chen, die der zust&auml;ndige deutsche Minister Dirk Niebel in diesen Tagen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogot&aacute; f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57939\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ideologie statt Hilfe<\/strong><br>\nDer Bundeswehrreservist und amtierende Minister f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, hat sich um ein gutes Verh&auml;ltnis zu Lateinamerika zuletzt nicht gerade verdient gemacht. Entgegen dem Votum aller Bundestagsfraktionen &ndash; auch seiner eigenen &ndash; blockierte er vor wenigen Wochen die deutsche Beteiligung an dem Umweltschutzprojekt Yasun&iacute;-ITT in Ecuador. In dieser Woche nun h&auml;lt sich der FDP-Mann in S&uuml;damerika auf, um, wie er im Deutschlandradio sagte, die Werte der &ldquo;freien Welt&rdquo; zu vertreten. Am Donnerstag traf Minister Niebel in Kolumbien ein. Es erwarteten ihn dort nicht nur die engsten Partner der schwarzgelben deutschen Regierung &ndash; sondern auch massive Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33619&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>&Ouml;lkatastrophe im Golf von Mexiko: Entwarnung?<\/strong><br>\nNur wenige Monate nach der &Ouml;lkatastrophe im Golf von Mexiko sind Floridas Str&auml;nde wieder freigegeben, alles in Ordnung. Wirklich? Nein. Nichts ist in Ordnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/34910\/1\/1\">SZ-Magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Unemployed told: do four weeks of unpaid work or lose your benefits<\/strong><br>\nThe unemployed will be ordered to do periods of compulsory full-time work in the community or be stripped of their benefits under controversial American-style plans to slash the number of people without jobs.<br>\nThe proposals, in a white paper on welfare reform to be unveiled this week, are part of a radical government agenda aimed at cutting the &pound;190bn-a-year welfare bill and breaking what the coalition now calls the &ldquo;habit of worklessness&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/politics\/2010\/nov\/07\/unemployed-unpaid-work-lose-benefits\">Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Beitrag aus dem Guardian wurde freundlicherweise von unserer Leserin I. A. <a href=\"upload\/pdf\/101108_Uebersetzung_Guardian.pdf\">aus dem Englischen &uuml;bertragen [PDF &ndash; 70 KB]<\/a>. Sie machte dazu noch folgende Anmerkung:<br>\nDeutschland scheint da wohl als schlechtes Vorbild gedient zu haben, auch wenn hier nur die USA als einer der Gedankengeber erw&auml;hnt wird.<br>\nLetztendlich scheint &ldquo;Fordern und F&ouml;rdern&rdquo; auch anderen Regierungen zu gefallen. Auch in Gro&szlig;britannien werden sich viele &uuml;ber kostenneutrales Personal freuen, frei Haus von der Regierung geliefert. Und wie auch in Deutschland werden die Arbeitslosen schnell merken, dass sie mit solchen Ma&szlig;nahmen ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt eher verschlechtern als verbessern.<br>\nWas Schr&ouml;der und Merkel hier anrichten, wird sich wohl noch auf viele andere L&auml;nder erstrecken. Kein Wunder, dass Deutschland in Europa immer unbeliebter wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wirtschaftswunder, Terrorpakete und mehr<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayerisches-fernsehen\/quer\/quer-video-themen-der-woche-ID1288908494793.xml\">Quer Bayerisches Fernsehen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem mit folgenden Themen: Stillstand&nbsp;im Wendland; n&auml;chster Crash kommt bestimmt; wer zwingt die Deutschen zu ihrem Gl&uuml;ck; Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Unordnungspolitik; Verm&ouml;gende haben Krisenverluste wettgemacht; Niedrigl&ouml;hne machen zu schaffen; Arbeitszeitentwicklung in Europa; Deutschland gegen den &euro;; USA: die gewollte Inflation; kommunale Einkommensteuer; B&uuml;rgergeld: von wegen solidarisch; jetzt sind die Behinderten beim Sparen dran;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7272\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7272","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7272"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7272\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7275,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7272\/revisions\/7275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}