{"id":72762,"date":"2021-05-26T08:23:25","date_gmt":"2021-05-26T06:23:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762"},"modified":"2021-05-26T08:23:25","modified_gmt":"2021-05-26T06:23:25","slug":"hinweise-des-tages-3867","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h01\">Millionenerbin Marlene Engelhorn: &ldquo;Besteuert mich endlich!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h02\">Belarus was just learning from the United States<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h03\">Gr&uuml;ner Militarismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h04\">Nach dem Waffenstillstand: Netanjahu und Hamas erkl&auml;ren sich zum Sieger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h05\">Die verborgene Agenda hinter der Sparpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h06\">Abzocker enteignen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h07\">MAN-Betriebsrat bringt Klage ein <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h08\">Immer mehr Deutsche haben Nebenjobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h09\">Bei der Rente ist gar nicht mehr viel sicher: Welche Pl&auml;ne die Parteien haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h10\">Die Finanziers des Artensterbens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h11\">Einfluss trotz Abzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h12\">Konflikt mit Russland: &ldquo;Klimawandel&rdquo; legt potenzielle Handelsrouten in Arktis frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h13\">Wie die Corona-Pandemie den Drogenhandel in Lateinamerika ver&auml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h14\">Nachdenken &uuml;ber Eigentum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h15\">Das Tal der gebrochenen Versprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h16\">Eliteprojekt Baerbock: Sorry, aber gr&uuml;n w&auml;hlen muss man sich halt leisten k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72762#h17\">Politiker und Medien orientieren auf Krieg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Millionenerbin Marlene Engelhorn: &ldquo;Besteuert mich endlich!&rdquo;<\/strong><br>\nDie 29-j&auml;hrige Wienerin erkl&auml;rt, warum sie mindestens 90 Prozent ihres Erbes spenden und keinesfalls als Philanthrokapitalistin &agrave; la Gates und Co enden will..<br>\nMarlene Engelhorns gesch&auml;tzter zuk&uuml;nftiger Anteil: ein zweistelliger Millionenbetrag. Die 29-J&auml;hrige will mindestens 90 Prozent davon hergeben&hellip;<br>\nEngelhorn: &hellip;Ich habe nichts getan f&uuml;r dieses Erbe. Das ist pures Gl&uuml;ck im Geburtslotto und reiner Zufall. Die Menschen, die das eigentlich erarbeitet haben, hatten in der Regel wohl nicht sehr viel davon. Es kommt somit eigentlich aus der Gesellschaft, und dorthin soll es zur&uuml;ck&hellip;<br>\nEngelhorn: Mein voraussichtliches Erbe spiegelt in keinster Weise wider, was eine Einzelperson geleistet haben mag oder nicht. Da kann ein Manager in seinem B&uuml;ro die besten Entscheidungen treffen, auf ihn allein kommt&rsquo;s nicht an. Wenn es niemanden gibt, der die Produkte erfindet, erarbeitet, rumt&uuml;ftelt, verkauft, dann gibt&rsquo;s keinen Gewinn. Wir arbeiten in unserer Gesellschaft arbeitsteilig, anders w&uuml;rde es gar nicht funktionieren&hellip;<br>\nStandard: Sie bereiten sich jetzt systematisch darauf vor, wie Sie Ihr angek&uuml;ndigtes Erbe am besten oder am &ldquo;sinnvollsten&rdquo; teilen k&ouml;nnen. Wie wollen Sie das machen und welche Kriterien sind f&uuml;r Sie dabei wichtig?<br>\nEngelhorn: Hier f&auml;ngt das Problem an. Ich darf mir das ganz allein &uuml;berlegen, was mit dem Geld passiert. Die Gesellschaft sollte sich aber nicht darauf verlassen m&uuml;ssen, dass einzelne Superreiche ihr gegen&uuml;ber wohlwollend eingestellt sind, das ist Neofeudalismus: g&ouml;nnerhaft von oben herab spenden. Ich tausche mich mit anderen aus, lerne, so viel ich kann, schaue mir an, was funktioniert und was nicht. F&uuml;r mich ist der Einsatz f&uuml;r Steuergerechtigkeit sehr wichtig, denn die Frage, wie wir Reichtum und damit Macht verteilen, ber&uuml;hrt das Herz der Demokratie&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000126792517\/millionenerbin-marlene-engelhorn-besteuert-mich-endlich\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Carsten Weikamp:<\/strong> Ein bemerkenswertes Interview, sehr lesenswert!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G&uuml;nter Grzega:<\/strong> Ein faszinierendes Interview, in dem  absoluter Sachverstand mit einer gro&szlig;en, von Empathie f&uuml;r die Mitmenschen getragenen Pers&ouml;nlichkeit verkn&uuml;pft ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Belarus was just learning from the United States<\/strong><br>\nThe forced plane landing and kidnapping of dissident journalist Roman Protasevich by Minsk deserves universal condemnation, but let&rsquo;s not pretend it was doing anything new [&hellip;]<br>\nOn the other hand, they and the Americans may want to dial down the moral outrage, pretending that such an act was unprecedented. Local reporters including yours truly who covered the Snowden case while he was hiding in Hong Kong should remember it well.<br>\nSnowden flew out of Hong Kong on June 23, 2013. On the same day, the Hong Kong government issued a statement effectively complaining that Washington&rsquo;s request for his arrest had abused their mutual extradition agreement and its legal requirements. Therefore, it had no basis to detain him. [&hellip;]<br>\nAs they had learned about Snowden&rsquo;s allegations against his own government over illegal hacking of computer networks in Hong Kong, local officials suspected that it was the US government, rather than Snowden, committing illegal acts. [&hellip;]<br>\nA search of the plane, of course, turned up empty-handed. France and Spain eventually apologised to Bolivia but the United States never did. Imagine what would happen if several countries conspired together to try to force Air Force One, the official US presidential plane, to make an unauthorised landing. Well, my guess is World War III.<br>\nThe only difference between Belarus and the US is that Lukashenko caught his man but Barack Obama didn&rsquo;t. Both Protasevich and Snowden are heroes who deserve international support.<br>\nBut given the precedent that Washington and the Europeans have set, let&rsquo;s stop pretending that Belarus is breaking new ground in state-sponsored kidnapping. &ldquo;Extraordinary rendition&rdquo;, as in illegal American government kidnappings, anyone?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/comment\/opinion\/article\/3134758\/belarus-was-just-learning-united-states\">SCMP<\/a>\n<p><strong>dazu: Alle Fakten &uuml;ber die Landung des Ryanair-Fluges in Minsk und die Verhaftung des Oppositionellen<\/strong><br>\nAm Sonntag musste eine Ryanair-Maschine in Minsk landen, wo dann ein Passagier, der Oppositionelle Roman Protasewitsch verhaftet wurde, der als Passagier an Bord war. Die Reaktionen des Westens sind offenbaren Messen mit zweierlei Ma&szlig; und die westlichen Medienberichte sind plumpe Desinformation.<br>\n(&hellip;) Die Vorgeschichte der Ereignisse in Minsk<br>\nDie westlichen Medien halten ihre Leser auch bei anderen Themen gerne im Tal der Ahnungslosen. Am 13. April 2021 hat der russische Geheimdienst in Moskau drei M&auml;nner festgenommen, die einen Putsch in Minsk geplant haben. Der Plan war es, Pr&auml;sident Lukaschenko und seine S&ouml;hne zu erschie&szlig;en, das Stromnetz abzuschalten, einen bewaffneten Aufstand anzuzetteln, bei dem es viele Tote gegeben h&auml;tte, und am Ende die Macht zu &uuml;bernehmen. Bestreiten kann man das nicht, denn der russische Geheimdienst hat deren Treffen gefilmt und hat die Aufnahmen ver&ouml;ffentlicht, auf denen klar zu h&ouml;ren ist, wie die bekannten Oppositionellen die Details des Putschplans besprochen haben. Den Bericht inklusive der Aufnahmen <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2021\/alle-bekannten-einzelheiten-ueber-den-vereitelten-putsch-in-weissrussland\/\">finden Sie hier<\/a>.<br>\nDass die US-Geheimdienste den Plan unterst&uuml;tzt haben und mit einem Hackerangriff das wei&szlig;russische Stromnetz lahmlegen wollten, um die Putschisten zu unterst&uuml;tzen, ist den westlichen Medien wohl zu peinlich. Also haben sie die ganze Geschichte eben konsequent verschwiegen&hellip;<br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2021\/alle-fakten-ueber-die-landung-des-ryanair-fluges-in-minsk-und-die-verhaftung-des-oppositionellen\/\">Anti-Spiegel)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dazu auch von Jens Berger: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72745\">Bei dem einen ist es &bdquo;Staatsterrorismus&ldquo;, bei dem anderen ein kleinerer Fauxpas<\/a>, Nachdenkseiten.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: NED gesteht ihre Rolle in den Unruhen in Belarus ein<\/strong><br>\nDas volle Ausma&szlig; der westlichen Einmischung in Belarus vor den umstrittenen Wahlen im August 2020 wird vielleicht nie bekannt werden. Doch die Umrisse einer weitreichenden ausl&auml;ndischen Bem&uuml;hung, die Regierung zu destabilisieren, werden immer deutlicher.<br>\nWie RT Anfang dieser Woche berichtet, hat ein Paar von russischen Scherzkeksen, die sich als belarussische Oppositionsfiguren ausgeben, hochrangige Vertreter der US-Regime-Change-Abteilung der National Endowment for Democracy (NED &ndash; Nationale Stiftung f&uuml;r Demokratie) dazu gebracht, das Ausma&szlig; der geheimen Beteiligung Washingtons an den Unruhen im Jahre 2020, die im ganzen Land ausgebrochen sind, zu enth&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2021_05_23_nedgibtihrerolle.htm\">Antikrieg<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gr&uuml;ner Militarismus<\/strong><br>\nBeginnen wir mit einem kleinen Quiz. Von wem stammen die folgenden Aussagen und Forderungen zur Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik: von der amtierenden Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) oder der gr&uuml;nen Kandidatin f&uuml;r das Kanzlerinamt, Annalena Baerbock?<br>\n&raquo;Das Wichtigste ist derzeit, den Druck auf Russland zu erh&ouml;hen.&laquo;<br>\nEs gibt eine &raquo;klare russische Bedrohung&laquo;, der wir aus einer &raquo;Position der St&auml;rke&laquo; begegnen m&uuml;ssen.<br>\n&raquo;Wir m&uuml;ssen erst &uuml;ber eine strategische Neuaufstellung (der Bundeswehr) sprechen, dann &uuml;ber die Ausgaben.&laquo;<br>\nWir brauchen eine &raquo;Erneuerung der Bundeswehr&laquo;, eine &raquo;Modernisierung der Waffensysteme&laquo;.<br>\nDer Ostseepipeline Nord Stream 2 muss die &raquo;politische Legitimation entzogen&laquo; werden.<br>\nIch bin &raquo;offen f&uuml;r ein Moratorium Nord Stream 2&laquo;.<br>\nDie Ukraine braucht eine Perspektive &raquo;in der EU und in der Nato&laquo;.<br>\n(Aufl&ouml;sung: Die Sprecherinnen wechseln sich ab, Baerbock hat begonnen.)<br>\n&raquo;Washington ist (&hellip;) in einen kleinen Baerbock-Hype verfallen&laquo;, schreibt das Handelsblatt (2.5.21). Kein Wunder: Eine politische Analyse einiger Interviews mit der gr&uuml;nen Kanzlerkandidatin zeigt in der Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik eine grundlegende &Uuml;bereinstimmung mit der derzeit vorherrschenden Praxis: Die wirtschaftliche Expansion Deutschlands und der EU muss milit&auml;risch unterf&uuml;ttert werden. Der Feind steht im Osten &ndash; da hilft nur Druck und H&auml;rte, also weitere Aufr&uuml;stung und waffentechnische Modernisierung&hellip;.<br>\nDaran wollen die Gr&uuml;nen nichts &auml;ndern. Es &uuml;berrascht daher nicht, dass die Hoffnungstr&auml;gerin der aufstrebenden gr&uuml;nen Macht in Deutschland von den meisten Medien wohlwollend begleitet wird: F&uuml;r die vorherrschende Politik geht von ihr keine Gefahr aus. Frau Baerbock ist in transatlantischen Strukturen und Zirkeln fest verankert (etwa in der Lobbygruppe German Marshall Fund und dem Europa\/Transatlantik-Beirat der gr&uuml;nennahen Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung); sie bekennt sich zur Nato als &raquo;zentralem Akteur&laquo; f&uuml;r die Sicherheit. Die Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung hat sich erst im Januar pathetisch f&uuml;r Nato und Aufr&uuml;stung gegen Russland und China engagiert (vgl. IMI-Analyse 3\/2021). Frau Baerbock vernetzt sich mit der jungen Elite des Weltwirtschaftsforums (Young Global Leaders). Auf ein &raquo;Hinausposaunen von Visionen&laquo; (gemeint ist die Friedensbewegung) verzichtet die Realpolitikerin gern. Und manchmal auch auf wahrheitsgem&auml;&szlig;e Feststellungen&hellip;<br>\nDer erstarkende gr&uuml;ne Machtanspruch findet in Teilen der Bev&ouml;lkerung, die sich angewidert von den Machtspielen und Skandalen der Gro&szlig;en Koalition abwendet, Anklang &ndash; anderen macht er Angst. Denn zumindest die neue F&uuml;hrungsriege zeichnet sich nicht gerade nach der Suche nach einer friedlichen Welt aus. Wo sind die Konzepte f&uuml;r Abr&uuml;stung und f&uuml;r gewaltfreie Konfliktl&ouml;sung, wo bleibt die Kritik des Militarismus, wo zeigt sich die Bereitschaft und F&auml;higkeit, sich in die &raquo;andere Seite&laquo; hineinzuversetzen? Imperiale Wirtschaftsstrategien und weltweite Milit&auml;reins&auml;tze kennen die Menschen zur Gen&uuml;ge. F&uuml;r eine neue Politik bedarf es zuerst einer gr&uuml;ndlichen und aufrichtigen Analyse der historischen und sozialen Zusammenh&auml;nge von Kaltem Krieg, imperialer und neokolonialer Politik sowie der Rolle der USA, der EU und der Nato bei alledem. Darauf muss eine aktive Abr&uuml;stungs- und Friedenspolitik aufbauen.<br>\nBei genauerer Betrachtung sieht das nette Gesicht der neuen gr&uuml;nen Macht deshalb in Wahrheit ganz sch&ouml;n alt aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/gruener-militarismus\/#\">Ossietzky<\/a>\n<p><strong>Dazu: Habeck f&uuml;r Waffenlieferungen an die Ukraine<\/strong><br>\n(&hellip;) Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck hat sich f&uuml;r Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen. &ldquo;Waffen zur Verteidigung, zur Selbstverteidigung, Defensivwaffen, kann man meiner Ansicht nach der Ukraine schwer verwehren&rdquo;, sagte er w&auml;hrend eines Besuchs in der Ukraine dem Deutschlandfunk. Forderungen aus der Ukraine nach Waffenlieferungen seien berechtigt. Habeck sagte, nat&uuml;rlich seien die Gr&uuml;nen eine Partei, die aus dem Pazifismus komme. &ldquo;Aber wenn man sich mit diesem Konflikt etwas besch&auml;ftigt, kann man zumindest die Hilfe zur Selbsthilfe, zur Verteidigung, nicht verwehren. &ldquo;Gr&uuml;ne f&uuml;r strenge Ausfuhrkontrolle. Die Gr&uuml;nen treten traditionell f&uuml;r eine restriktive R&uuml;stungsexportpolitik ein. Im Entwurf der Parteispitze f&uuml;r das Wahlprogramm hei&szlig;t es, die Gr&uuml;nen wollten &ldquo;mit einer restriktiven Ausfuhrkontrolle europ&auml;ische R&uuml;stungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete&rdquo; beenden. Der Gr&uuml;nen-Vorsitzende ist derzeit auf Einladung von Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskij in der Ukraine unterwegs. Nach einem Treffen mit Selenskij in der Hauptstadt Kiew reiste er nach Dnipro weiter. Von dort aus wollte er auch die Frontlinie besuchen. Aus der SPD erntete Habeck f&uuml;r seine &Auml;u&szlig;erungen harsche Kritik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/startseite\/habeck-waffen-ukraine-101.html?fbclid=IwAR06fQPHwNai-MLBnaRNpwNvnaaLDyFTCgfetChFeWb5VcxcZYOKfzXCG3k\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung dazu von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/alexander.s.neu\/posts\/10159319081394350\">Alexander Neu Die Linke<\/a>:<\/strong><\/em><br>\n<em>#GR&Uuml;NEN-Habeck l&auml;sst sich von der ukrainischen Regierung wie ein Kleinkind vorf&uuml;hren. <\/em><br>\n<em>Dass Die #Gr&uuml;nen keine Probleme mit extremen #Nationalisten und sogar #Faschisten haben, zeigte sich bereits 2013\/14 im Ukrainekonflikt. So lange es gegen #Russland geht, kann man auch mit Faschisten und Islamisten kooperieren. <\/em><br>\n<em>Damit die #&Ouml;ffentlichkeit dies aber nicht bemerken soll, werden falsche F&auml;hrten gelegt oder der ukrainische Faschismus heruntergespielt. <\/em><br>\n<em>In all diesen Spielen sind Die Gr&uuml;nen mittlerweile viel bessere Vollstrecker westlicher Geopolitik als #SPD #CDU und #FDP zusammen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Habeck: Ukraine-Waffenlieferungen<\/strong><br>\nUnd da geht die n&auml;chste noch halbwegs friedenspolitische Gr&uuml;nen-Positionen &uuml;ber die Wupper. Im Gr&uuml;nen Grundsatzprogramm vom letzten November hei&szlig;t es noch: &bdquo;Exporte von Waffen und R&uuml;stungsg&uuml;tern an Diktatoren, menschenrechtsverachtende Regime und in Kriegsgebiete verbieten sich.&ldquo; Schwamm dr&uuml;ber, sagt sich nun Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck und forderte nun die Lieferung von &bdquo;Defensivwaffen&ldquo; an die Ukraine, ein Land, das wohl recht eindeutig ein Kriegsgebiet ist. In der FAZ hei&szlig;t es: &bdquo;[D]er Wunsch der Kiewer F&uuml;hrung nach &sbquo;Defensivwaffen&lsquo; sei &sbquo;berechtigt&lsquo;. So etwas k&ouml;nne man der Ukraine &sbquo;schwer verwehren&lsquo;. Die Gr&uuml;nen k&auml;men zwar aus dem Pazifismus, aber bei der Selbstverteidigung k&ouml;nne man einem angegriffenen Land &sbquo;Hilfe zur Selbsthilfe&lsquo; nicht verweigern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/05\/25\/habeck-ukarine-waffenlieferungen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nach dem Waffenstillstand: Netanjahu und Hamas erkl&auml;ren sich zum Sieger<\/strong><br>\nIn der Nacht gab es den erwarteten Waffenstillstand. Beide Seiten haben sich als Sieger bezeichnet. Was sagen Sie dazu?<br>\nMoshe Zuckermann: Es ist jedes Mal so, dass nach einem Waffenstillstand, der meist durch Druck von au&szlig;en, also von den USA oder den Vereinten Nationen, zustande kommt, beide Seiten sagen, sie h&auml;tten einen Sieg erzielt. Klargestellt werden muss, dass von einem Sieg f&uuml;r die Hamas sowieso nicht die Rede sein kann, wenn Gaza halb in Schutt und Asche gelegt wird. Man darf aber auch auf der anderen Seite nicht aus dem Auge verlieren, dass Israel mit seiner weit &uuml;berlegenen und bestausgestatteten Armee, die eine der st&auml;rksten der Welt ist, mit einer Guerilla-Armee k&auml;mpft und es nicht geschafft hat, den Raketenbeschuss zu stoppen. Das kann die Hamas f&uuml;r sich verbuchen: Ihr habt uns bombardiert, Gaza in Schutt und Asche gelegt, aber ihr habt uns nicht zum Schweigen gebracht&hellip;<br>\nNetanjahu bezeichnet die israelische Armee als die moralischste Armee der Welt, weil sie angeblich so pr&auml;zise feuern und Kollateralsch&auml;den m&ouml;glichst vermeiden will. Kann man das erstnehmen?<br>\nMoshe Zuckermann: Nein, das kann man schon seit Jahren nicht ernstnehmen. Das ist das Selbstbild, das sich die Israelis geschaffen haben, obwohl sie in jedem Waffengang gegen einen Gegner, den sie jeder Zeit bezwingen k&ouml;nnten, wenn sie das wollten, Hunderte von Menschen t&ouml;ten, darunter viele Frauen und Kinder. Von einer moralischen Armee kann nicht die Rede sein. Dass man pr&auml;zisere Waffen hat und in ein Fenster hineinschie&szlig;en kann, ohne gleich ein Stadtviertel zu zerst&ouml;ren, ist wahr, aber das ist keine Errungenschaft der Moral. Man kann aber auch aus einem anderen Grund nicht von einer moralischen Armee sprechen. Es geht ja nicht nur um die Waffeng&auml;nge, sondern auch darum, was das Milit&auml;r ansonsten das ganze Jahr &uuml;ber macht. Das Milit&auml;r spielt dann die Polizei in den besetzen Gebieten. Was sich dort tags&uuml;ber und nachts abspielt, ist alles andere als moralisch. Das ist eine schikanenreiche Barbarei. Auch der Ausdruck, den sich Israel zugelegt hat, die einzige Demokratie im Nahen Osten zu sein, kann man vergessen. Von Demokratie kann nicht die Rede sein, wenn man 50 Jahre lang eine Besatzung gegen ein Volk, das man knechtet, aufrechterh&auml;lt. Von einer Demokratie kann unter Netanjahu auch nicht mehr gesprochen werden, weil er die Gewaltenteilung fast demoliert hat und das Kollektivinteresse ganz seinen privaten Interessen unterworfen hat. Man kann sich diese Attribute schenken: Es gibt keine moralische Armee und keine Demokratie im Nahen Osten.<br>\nGerade war der deutsche Au&szlig;enminister Maas in Israel und hat auch Mahmud Abbas im Westjordanland besucht. H&auml;tte er auch mit Hamas sprechen sollen?<br>\nMoshe Zuckermann: Das ist das ganze Elend mit Deutschland, das sich dezidiert auf die Seite von Israel gestellt hat, weil das das Grundverh&auml;ltnis von Deutschland zu Israel ist. Es ist vollkommen egal, welche v&ouml;lkerrechts- und menschrechtswidrige Verbrechen Israel begeht, immer wird sich Deutschland auf Israels Seite wegen der deutschen Vergangenheit stellen und die Gleichsetzungsidiotie machen, mit der Judentum, Zionismus und Israel gleichgestellt werden. Wenn man dagegen protestiert, dass Israel eine unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Gewalt gegen Hamas oder Gaza ausf&uuml;hrt, ist man gleich Antisemit. Was in Deutschland mit dem Vorwurf des Antisemitismus getrieben wird, hat nichts mehr mit der Bek&auml;mpfung des Antisemitismus oder dem Holocaust-Gedenken zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/aktuelles\/nach-dem-waffenstillstand-netanjahu-und-hamas-erklaeren-sich-zum-sieger\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die verborgene Agenda hinter der Sparpolitik<\/strong><br>\nVon Yanis Varoufakis<br>\nDie aktuelle Krise l&auml;sst sich &uuml;berwinden. Daf&uuml;r m&uuml;ssen die Finanzm&auml;rkte und die Realwirtschaft wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Es bedarf einer deutlichen Anhebung der Einkommen der Arbeiterschaft. Die Reichen haben daran kein Interesse, weil es ihre Machtposition schw&auml;cht.<br>\n(&hellip;) Die Regierungen geben Geld aus, als g&auml;be es kein Morgen &ndash; oder vielmehr: sie tun es, eben um sicherzustellen, dass es ein Morgen gibt. Daher stehen Einschnitte bei den Staatsausgaben derzeit nicht sehr weit oben auf der Liste politischer Priorit&auml;ten. US-Pr&auml;sident Joe Bidens unerwartet gro&szlig;es &ndash; und popul&auml;res &ndash; Konjunktur- und Investitionsprogramm hat die Sparpolitik auf der Tagesordnung noch weiter nach unten geschoben. Doch besteht sie, wie der Massentourismus und gro&szlig;e Hochzeitsfeiern, weiter im Schatten fort, bereit f&uuml;r ein Comeback und befl&uuml;gelt vom allgegenw&auml;rtigen Gerede &uuml;ber die Hyperinflation und die Vernichtung der Anleiherenditen, die drohten, wenn die Regierungen nicht wieder eine derartige Politik verfolgen w&uuml;rden.<br>\nEs gibt kaum Zweifel daran, dass die Sparpolitik auf einem Denkfehler beruht, der zu einer selbstzerst&ouml;rerischen Politik f&uuml;hrt. Eine Regierung kann sich anders als eine Einzelperson, eine Familie oder ein Unternehmen nicht darauf verlassen, dass ihre Einnahmen von ihren Ausgaben unabh&auml;ngig sind&hellip;<br>\nWenn Regierungen also eine Sparpolitik verfolgen, haben ihre Ausgabensenkungen ein niedrigeres Volkseinkommen und geringere Steuereinnahmen zur Folge. F&uuml;r Regierungen gilt daher, anders als f&uuml;r einen Privathaushalt oder ein Unternehmen: Wenn sie in schweren Zeiten ihre Ausgaben k&uuml;rzen, verringern sie damit zugleich ihre Einnahmen.<br>\nDoch wenn die Sparpolitik eine derart schlechte Idee ist, die unseren Volkswirtschaften ihre Energie entzieht, warum ist sie dann bei den M&auml;chtigen so beliebt?<br>\n(&hellip;) Doch nehmen wir einen Augenblick an, alle w&auml;ren sich einig, dass das Drucken einer weiteren Billion Dollar zur Finanzierung eines Grundeinkommens f&uuml;r die Armen weder die Inflation noch die Zinss&auml;tze in die H&ouml;he treiben w&uuml;rde. Die Reichen und M&auml;chtigen w&auml;ren dann trotzdem noch dagegen, und zwar aufgrund der l&auml;hmenden Furcht, dass es ihnen ergehen w&uuml;rde wie einst Peel in Australien: Sie h&auml;tten Geld, aber nicht mehr die Macht, den weniger Beg&uuml;terten ihren Willen aufzuzwingen.<br>\nDank Bidens Zusch&uuml;ssen wollen Arbeitskr&auml;fte nicht mehr f&uuml;r Hungerl&ouml;hne schuften<br>\nWir sehen hierf&uuml;r bereits Belege. In den USA berichten Arbeitgeber, dass sie nach Lockerung der pandemischen Lockdown-Regeln keine Arbeitskr&auml;fte finden. Was sie wirklich meinen, ist, dass sie keine Arbeitskr&auml;fte finden, die f&uuml;r den angebotenen Hungerlohn zu arbeiten bereit sind&hellip;<br>\n(&hellip;) Der einzige Weg, dieses Problem zu &uuml;berwinden und sowohl die Finanzm&auml;rkte als auch die Realwirtschaft wieder ins Gleichgewicht zu bringen, besteht in einer deutlichen Anhebung der Einkommen der amerikanischen Arbeiterschicht und einer Vergebung eines gro&szlig;en Teils der Schulden &ndash; z. B. der Studentenkredite &ndash;, die sie gefangen halten. Doch da dies die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung st&auml;rken und das Schreckgespenst des Schicksals Peels heraufbeschw&ouml;ren w&uuml;rde, werden die Reichen und M&auml;chtigen eine R&uuml;ckkehr zur guten alten Sparpolitik bevorzugen. Schlie&szlig;lich besteht ihr wichtigstes Interesse nicht darin, wirtschaftliches Potenzial zu bewahren. Es besteht darin, die Macht der Minderheit zu bewahren, der Mehrheit ihren Willen aufzuzwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++02eab77c-bd20-11eb-bc56-001a4a160123\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Abzocker enteignen<\/strong><br>\nProtest: &Uuml;ber 10.000 auf &raquo;Mietenwahnsinn&laquo;-Demo in Berlin<br>\nKnapp sechs Wochen nachdem der Berliner &raquo;Mietendeckel&laquo; durch das Bundesverfassungsgericht gekippt worden war, gingen am Pfingstsonntag 10.000 Menschen gegen teure Mieten auf die Stra&szlig;e. Seit dem Urteil hat sich die Situation f&uuml;r Mieter in der Hauptstadt deutlich verschlechtert. Viele Vermieter sind in die Offensive gegangen. Es werden nicht nur vierstellige Nachzahlungen eingefordert, sondern oft auch illegal Mieten erh&ouml;ht.<br>\nEin Vermieter, der besonders durch seine kriminellen Machenschaften aufgefallen ist, ist die Familie Blaczko. Am Tag der Urteilsverk&uuml;ndung versendete das Unternehmen mit Firmensitz in Miami h&auml;mische E-Mails, unterzeichnet mit dem K&uuml;rzel &raquo;fy&laquo; &ndash; der englischen Abk&uuml;rzung f&uuml;r &raquo;Fick dich&laquo;. &raquo;Die Probleme der Mieterinnen und Mieter bei Blaczko reichen von der Video&uuml;berwachung &uuml;ber teilgewerbliche Mietvertr&auml;ge f&uuml;r Wohnraum bis hin zu fingierten Untermietvertr&auml;gen, mit denen Mitarbeiter der Hausverwaltung als Hauptmieter auftreten&laquo;, erz&auml;hlte Mio Decker von der Mietergewerkschaft gegen&uuml;ber jW. Die Gewerkschafter unterst&uuml;tzen eine Initiative von Blaczko-Mietern, ihre Forderungen kollektiv durchzusetzen&hellip;<br>\nEs brauche nicht nur eine Enteignung der gr&ouml;&szlig;ten Wohnungsunternehmen, wie sie die Kampagne &raquo;Deutsche Wohnen und Co. enteignen&laquo; (DWE) vorschl&auml;gt, meint Decker von der Mietergewerkschaft. Auch die Firma der Familie Blaczko mit ihren wohl knapp 1.000 Wohnungen in Berlin geh&ouml;re enteignet&hellip;.<br>\nDass genug Unterschriften f&uuml;r den Volksentscheid zusammenkommen werden, ist sehr wahrscheinlich. Aber auch wenn eine Mehrheit der Berliner am 26. September f&uuml;r eine Enteignung stimmen sollte, ist nicht garantiert, dass der Senat diese auch wirklich durchsetzt. Denn mit einem positiven Aufgang des Volksentscheids wird der Senat nur mit der Ausarbeitung eines Gesetzes beauftragt. Kurzum: Es braucht weiter Druck von der Stra&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/402929.immobilienhaie-abzocker-enteignen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>MAN-Betriebsrat bringt Klage ein <\/strong><br>\n&Ouml;ffentliche Auftr&auml;ge f&uuml;r MAN stehen zur Diskussion<br>\nDas Arbeits- und Sozialgericht in Steyr wird der Frage nachgehen, ob die geplanten K&uuml;ndigungen des MAN-Konzerns in Steyr rechtswidrig sind. Der Betriebsrat wird eine diesbez&uuml;gliche Klage einreichen. Au&szlig;erdem mehren sich Stimmen, die zuk&uuml;nftige &ouml;ffentliche Beauftragungen an den Konzern in Frage stellen. Im Bundesvergabegesetz ist festgehalten, dass &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge nur an &bdquo;zuverl&auml;ssige Bieter&ldquo; gehen d&uuml;rften. Dies sei bei Missachtung der Standortgarantie im Fall MAN zu ber&uuml;cksichtigen.<br>\nDas Management der VW-Tochter MAN in Steyr plant, die LKW-Fabrik nach Polen zu verlagern und 2.300 MitarbeiterInnen zu k&uuml;ndigen. Dort verdienen die Besch&auml;ftigten ein Drittel der &ouml;sterreichischen KollegInnen. Doch MAN hat die Sicherung des Standortes in Steyr per Vertrag bis 2030 zugesichert &ndash; die Belegschaft hat im Gegenzug auf Pausen verzichtet und einen LKW pro Schicht mehr gefertigt. Die Belegschaft besteht daher auf die G&uuml;ltigkeit des Vertrags.<br>\nBeim Gericht in Steyr wird Klage eingebracht<br>\nDas Arbeits- und Sozialgericht im ober&ouml;sterreichischen Steyr wird sich demn&auml;chst mit der Frage besch&auml;ftigen m&uuml;ssen, ob die MAN-K&uuml;ndigungen rechtm&auml;&szlig;ig sind&hellip;<br>\nWegen dieser Standortgarantie k&ouml;nnte der Konzern die L&ouml;hne der Besch&auml;ftigten in Steyr bis 2030 weiterzahlen m&uuml;ssen, es geht um rund eine Milliarde Euro&hellip;<br>\nAber nicht nur das. Im Ringen um den Erhalt der 2.300 Arbeitspl&auml;tze in Steyr sind auch die &ouml;ffentlichen Auftr&auml;ge ein Druckpotenzial. Die &ouml;ffentliche Hand ist einer der wichtigsten Auftraggeber des LKW-Konzerns. Auftr&auml;ge im Wert von 180 Mio. Euro gab es seit M&auml;rz 2018 von der &ouml;ffentlichen Hand. Die rechtliche Vertretung der MAN-Gewerkschafter, die Kanzlei Jarolim Partner, ist der Meinung: Wenn der Konzern die Standortgarantie einseitig bricht, k&ouml;nnten laut Vergaberecht die &ouml;ffentlichen Auftr&auml;ge entzogen werden m&uuml;ssen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/man-betriebsrat-klage\/\">Kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Immer mehr Deutsche haben Nebenjobs<\/strong><br>\nViele Nebenjobs fielen in der Coronakrise weg. Zumindest bis dahin waren sie aber laut einer aktuellen IW-Studie f&uuml;r viele Menschen ein wichtiges Standbein &ndash; und das nicht nur bei unteren Einkommen.<br>\nVor Beginn der Coronapandemie gab es einen klaren Trend zu zwei oder mehr Jobs: Die Zahl der Arbeitnehmer mit Nebent&auml;tigkeit ist einer Studie zufolge seit 2013 um rund 700.000 auf 3,5 Millionen gestiegen.<br>\nMit 91 Prozent des Anstiegs habe vor allem die Zahl der Arbeitnehmer stark zugenommen, die neben ihrem Hauptjob noch einer geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung nachgingen, um ihr Haushaltseinkommen aufzubessern, wie aus der Studie des K&ouml;lner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht.<br>\nDoch auch die Zahl der sogenannten Hybridbesch&auml;ftigten, die neben ihrem Hauptjob noch einer selbstst&auml;ndigen T&auml;tigkeit nachgehen, sei seit 2013 um 13 Prozent auf gut 690.000 im Jahr 2019 gestiegen. Ihre Motivlage sei jedoch v&ouml;llig anders als die der &uuml;berwiegend mehrfach Besch&auml;ftigten, hei&szlig;t es weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/iw-studie-zu-mini-und-nebenjobs-deutlicher-anstieg-bis-zur-corona-krise-a-666bc1eb-10d0-4ae6-a674-149746b37cd4\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Entwicklung ist irre. Das sind amerikanische Verh&auml;ltnisse, wie vom IW, seinen Sponsoren und deren parlamentarischem Arm gew&uuml;nscht. Und sicher haben die Leute mit dem Zweit- oder Drittjob keine finanziellen Probleme, &uuml;ber die Runden zu kommen, sondern suchen eine sinnvolle Besch&auml;ftigung, wollen Menschen treffen oder die Langeweile vertreiben. So wird es sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bei der Rente ist gar nicht mehr viel sicher: Welche Pl&auml;ne die Parteien haben<\/strong><br>\nWie wollen die Parteien verhindern, dass die Rentenversicherung in Zukunft unter den Babyboomern in die Knie geht? Was die Wahlprogramme vorsehen &ndash; und was Experten davon halten.<br>\nEs ist jetzt 35 Jahre her, dass ein sp&auml;ter ber&uuml;hmt gewordener Slogan die Litfa&szlig;s&auml;ulen der Republik zierte: &bdquo;Denn eins ist sicher: Die Rente&ldquo;, hatte der damalige Sozialminister Norbert Bl&uuml;m plakatieren lassen.<br>\nIn vier Monaten ist Bundestagswahl, doch es scheint derzeit wenig wahrscheinlich, dass die Rente im Wahlkampf eine &auml;hnliche Rolle spielt wie in den 1980er-Jahren. Klimaschutz, Corona-Schulden oder der digitale R&uuml;ckstand des Landes beherrschen die Debatten.<br>\nDabei ist bei der Rente gar nicht mehr viel sicher. Bis 2025 gilt noch die &bdquo;doppelte Haltelinie&ldquo;, die Union und SPD in dieser Wahlperiode gezogen haben. Bis dahin soll das gesetzliche Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinken und der Beitragssatz nicht &uuml;ber 20 Prozent steigen.<br>\nBis 2030 ist der Gesetzgeber dann noch gehalten, die Beitr&auml;ge nicht &uuml;ber 22 Prozent klettern und das Rentenniveau nicht auf unter 43 Prozent fallen zu lassen &ndash; danach gibt es kein Halten mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/altersversorgung-bei-der-rente-ist-gar-nicht-mehr-viel-sicher-welche-plaene-die-parteien-haben\/27213906.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Schlimmste ist, das Handelsblatt hat v&ouml;llig Recht: &ldquo;Bei der Rente ist gar nicht mehr viel sicher&rdquo;. Erst haben also die f&uuml;nf gro&szlig;en neoliberalen Parteien von CSU bis Gr&uuml;ne gemeinsam beschlossen, die Rente auf das heutige Niveau herunterzufahren, 20-25% niedriger als nach der Gesetzgebung von Mitte der 1990er Jahre. Schon heute kommen viele Rentner damit nicht oder nur v&ouml;llig unzureichend &uuml;ber die Runden; von diesem niedrigen Niveau sollen bis 2030 noch einmal 10% heruntergeschabt werden (Rentenniveau von 43 statt 48 Prozent), und &ldquo;danach gibt es kein Halten mehr&rdquo;, d. h. irgendwann liegt bestenfalls noch die H&auml;lfte der Renten &uuml;ber Grundsicherungsniveau und wird ein gro&szlig;er Teil der Menschen arbeiten m&uuml;ssen bis zum Tode. Und warum das alles? Damit &ldquo;die Beitr&auml;ge nicht &uuml;ber 22 Prozent klettern&rdquo;. Man kann diese Gesetzgebung den Neoliberalen um die Ohren hauen, muss aber auch die B&uuml;rger als W&auml;hler an ihre eigene Verantwortung erinnern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Finanziers des Artensterbens<\/strong><br>\n&hellip; Wenn Unternehmen Regenw&auml;lder abholzen oder die Meere leer fischen, geschieht das oft mithilfe von internationalem Kapital. Dieses zur&uuml;ckverfolgen gelingt nur selten, da es h&auml;ufig aus Steueroasen kommt. Umweltsch&uuml;tzer und Wissenschaftler sehen die Zeit gekommen, das zu &auml;ndern.<br>\nMit der Enth&uuml;llung der sogenannten Panama-Papers im Jahr 2016 wurde erstmals das ganze Ausma&szlig; erkennbar, wie Unternehmen Steueroasen nutzen, um Steuern zu hinterziehen und kriminelle Gesch&auml;fte zu verdecken. Weniger bekannt ist bis heute, dass Steueroasen eine Schl&uuml;sselrolle dabei spielen, den Umwelt- und Klimaschutz zu untergraben&hellip;.<br>\nEinmaliger Einblick in die Finanzierung der Entwaldung<br>\nWoher diese Mittel stammen, l&auml;sst sich kaum zur&uuml;ckverfolgen, weil Finanzfl&uuml;sse oft &uuml;ber Steuerparadiese laufen und entsprechend undurchsichtig sind&hellip;<br>\nDie Forscher kamen zum Ergebnis, dass mehr als zwei Drittel des ausl&auml;ndischen Kapitals f&uuml;r die neun gr&ouml;&szlig;ten Soja- und Rinderzucht-Unternehmen im Amazonas-Gebiet aus einer oder mehreren Steuerparadiesen stammten &ndash; insgesamt 18,4 Milliarden Dollar an Krediten oder direkten Zahlungen. Vor allem von den britischen Cayman Islands, den Bahamas und den Niederl&auml;ndischen Antillen.<br>\nUmweltverb&auml;nde und Wissenschaftler setzen sich deshalb f&uuml;r internationale Transparenzregeln ein, die in Zukunft verhindern, dass Unternehmen mithilfe von Steuerparadiesen ihre umweltsch&auml;dlichen Investitionen verdecken k&ouml;nnen.<br>\n(&hellip;) Illegaler Fischfang l&auml;uft &uuml;ber Steueroasen<br>\n&hellip;Der Amazonas-Regenwald ist dabei nur ein Beispiel. Die Wissenschaftler um Victor Galaz haben sich auch den internationalen Fischfang angesehen. Sie stellten fest, dass zwar nur vier Prozent aller Fischfangschiffe unter der Flagge eines Steuerparadieses fahren. Dieser winzige Teil sei aber f&uuml;r 70 Prozent aller F&auml;lle von illegalem, unangemeldetem und unreguliertem Fischfang verantwortlich&hellip;<br>\nZumindest ein wenig mehr Klarheit besteht bei der Frage, welche Banken zum weltweiten Artensterben beitragen. Laut einer im vergangenen Oktober ver&ouml;ffentlichten Analyse des Forschungsnetzwerks &ldquo;Portfolio Earth&rdquo; haben 50 international operierende Banken Darlehen und Garantien in H&ouml;he von 2.200 Milliarden Euro in Wirtschaftssektoren geleitet, die f&uuml;r den Verlust der biologischen Vielfalt verantwortlich sind, also in die Ern&auml;hrungs-, Holz-, Bergbau-, Verkehrs- und Tourismusindustrie sowie in fossile Energieunternehmen. Allen voran die Bank of America, die Citigroup und JP Morgan Chase&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/finanzen-wirtschaft\/die-finanziers-des-artensterbens\">Klimareporter<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Der Fluch des Bauxits<\/strong><br>\nBerlin f&ouml;rdert zur Sicherung der deutschen Rohstoffversorgung Minenprojekte in Guinea &ndash; mit schweren Sch&auml;den f&uuml;r Bev&ouml;lkerung und Umwelt.<br>\nBerlin\/Conakry (Eigener Bericht) &ndash; Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung zur Sicherung der deutschen Bauxitversorgung beg&uuml;nstigen Menschenrechtsverletzungen und schwere Sch&auml;digungen der Umwelt in Guinea. Das westafrikanische Land verf&uuml;gt &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;ten Bauxitlagerst&auml;tten der Welt und ist aktuell drittgr&ouml;&szlig;ter Bauxitproduzent; es deckt mehr als 90 Prozent des deutschen Bedarfs. Bauxit ist als Grundstoff f&uuml;r die Aluminiumgewinnung insbesondere f&uuml;r die deutsche Kfz-Produktion von erheblicher Bedeutung. Um die langfristige Bauxitversorgung eines deutschen Unternehmens zu sichern, hat Berlin eine Kreditgarantie in H&ouml;he von 293 Millionen US-Dollar f&uuml;r den Ausbau einer Mine in Guinea vergeben, die schon seit Jahren die Wasserversorgung und den Ackerbau in der Region gravierend sch&auml;digt und damit den Bewohnern zahlreicher Ortschaften die Lebensgrundlage nimmt. Der Protest der Betroffenen verhallt bislang wirkungslos. S&auml;mtlicher Perspektiven im eigenen Land beraubt, fliehen immer wieder Menschen aus Guinea &uuml;ber hochgef&auml;hrliche Routen in Richtung Europa&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8608\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Einfluss trotz Abzug<\/strong><br>\nAfghanistan: US-Milit&auml;rs wollen den Taliban nicht das Feld &uuml;berlassen<br>\nEs sollte Vergeltung f&uuml;r 9\/11 und ein Beweis von Macht sein, tats&auml;chlich haben die USA in Afghanistan nach anf&auml;nglichen Erfolgen jahrelang eine desastr&ouml;se Politik verfolgt. Sie wird nun sch&ouml;ngeredet. Afghanistan war ein &uuml;berparteiliches Unterfangen. Nur eine Supermacht kann sich solche Verfehlungen leisten. Osama bin Laden, um den es einmal ging, als im Oktober 2001 alles begann, ist seit zehn Jahren tot&hellip;<br>\nErfolg sieht anders aus<br>\n&hellip; Die islamistischen Taliban gewinnen an Boden. Die USA haben die &bdquo;heiligen Krieger&ldquo; untersch&auml;tzt und offenbar eigenen irrlichternden Prognosen geglaubt, und man glaubt gern. Die USA w&uuml;rden von au&szlig;en Einfluss nehmen, &bdquo;sodass Afghanistan nicht wieder ein R&uuml;ckzugsort f&uuml;r Terroristen wird&ldquo;, versicherte David Helvey, der f&uuml;r Sicherheitsfragen in der Region zust&auml;ndige Vertreter des Pentagon, bei einer Kongressanh&ouml;rung im Mai.<br>\nDie Verantwortung daf&uuml;r, dass zwei Jahrzehnte lang US-Soldaten und Verb&uuml;ndete aus mehr als drei Dutzend L&auml;ndern in Afghanistan gek&auml;mpft haben, ist in Washington gut verteilt auf Politiker beider Parteien, Milit&auml;rs und kluge Experten&hellip;<br>\n(&hellip;) Joe Bidens Priorit&auml;ten liegen bei Covid-19 und einer wiederbelebten Wirtschaft. Au&szlig;enpolitik soll nicht st&ouml;ren. &bdquo;Wir sind nach Afghanistan gegangen wegen eines entsetzlichen Angriffes vor 20 Jahren&ldquo;, hat er den Abzug rhetorisch verpackt. Das k&ouml;nne nicht erkl&auml;ren, warum man 2021 weiter bleiben sollte. Die Herausforderungen h&auml;tten sich verlagert, auch zum &bdquo;zunehmend selbstbewussten China&ldquo; hin. Man m&uuml;sse die Pandemie bek&auml;mpfen und das globale Gesundheitswesen st&auml;rken&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/einfluss-trotz-abzug\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Konflikt mit Russland: &ldquo;Klimawandel&rdquo; legt potenzielle Handelsrouten in Arktis frei<\/strong><br>\nIn der Arktis prallen Anspr&uuml;che aufeinander. Die Rivalit&auml;t um die Ressourcen im Meeresboden ist gro&szlig;. Aus der Sicht der US-Regierung ist &ldquo;ein Anlass zu Sorge&rdquo;, dass sich Russlands n&ouml;rdlicher Seeweg durch die Arktis als eine alternative Handelsroute durchsetzen k&ouml;nne.<br>\n(&hellip;) . Der FAZ-Beitrag mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Die Sicherheit wird in der Arktis verteidigt&rdquo; verkn&uuml;pft die zunehmende Bedeutung der Arktis mit der Debatte &uuml;ber einen Klimawandel. &ldquo;Der Klimawandel zeigt sich dort so deutlich wie an kaum einem anderen Ort.&rdquo;<br>\n &ldquo;Die Temperatur steigt schneller, das Eis schmilzt immer weiter. Dadurch weckt die Region aber auch extreme Begehrlichkeiten. So schnell wie das Eis schmilzt, nehmen die Spannungen zu. Es geht um wertvolle Rohstoffe, um Gas, &Ouml;l und seltene Erden. Und es geht um freigeschmolzene Handelsrouten. Weltm&auml;chte versuchen ihren Anspruch zu behaupten, ebenso wie kleine L&auml;nder des Nordens.&rdquo;<br>\nDer US-Au&szlig;enminister Blinken machte schon vor dem Treffen in Reykjav&iacute;k deutlich, er sehe &ldquo;die Gefahr einer milit&auml;rischen Aufr&uuml;stung&rdquo; am Nordpol. Hintergrund sei laut FAZ die &ldquo;zunehmende russische Pr&auml;senz in der Arktis&rdquo;.  &ldquo;Nicht nur in Washington, auch in Kopenhagen oder Oslo verfolgt man diese [russische Pr&auml;senz] genau. Satellitenbilder zeigen, wie Russland Milit&auml;rbasen an seiner Grenze zur Arktis aufbaut. V&ouml;lkerrechtlich ist das unumstritten, doch ist die amerikanische Seite besorgt, dass der Kreml die Basen nutzen k&ouml;nnte, um jenseits seiner Grenzen aktiv zu werden und Kontrolle &uuml;ber Teile der Arktis zu gewinnen, die aufgrund des Klimawandels schon bald eisfrei sein k&ouml;nnten.&rdquo;<br>\nAbgesehen von den Mutma&szlig;ungen &uuml;ber zunehmende milit&auml;rische Pr&auml;senz Russlands sieht die FAZ ganz aus dem Blickwinkel der US-Regierung als den anderen Anlass zu Sorge die russischen Ank&uuml;ndigung, eine Schiffsroute von Norwegen nach Alaska und zur&uuml;ck entlang der russischen Nordgrenze zu kontrollieren, welche k&uuml;nftig Europa und Asien verbinden k&ouml;nne, und zwar mit der H&auml;lfte des bisherigen Zeitaufwandes, der f&uuml;r die Suezkanalroute ben&ouml;tigt wird&hellip;<br>\nAngesichts der j&uuml;ngsten Ereignisse im Suezkanal wurde der Bedarf an alternativen internationalen Routen f&uuml;r den Seetransport &uuml;berdeutlich. China und Russland verf&uuml;gen bereits &uuml;ber konkrete Pl&auml;ne und sind damit bestens positioniert, um aus den neuen Optionen Gewinn zu ziehen. Eine erste Alternative war Chinas Belt and Road-Initiative. Im Rahmen des globalen Projekts unter der Federf&uuml;hrung Pekings wurden und werden auf mehreren Kontinenten hunderte Milliarden US-Dollar in den Bau neuer Hafenanlagen, Eisenbahnverbindungen und Stra&szlig;en investiert. Zweitens gibt es k&uuml;nftig Russlands N&ouml;rdlichen Seeweg durch die Arktis, der durch die exklusive Wirtschaftszone dieses Landes verl&auml;uft und eine Durchgangsroute von einem Ende Eurasiens bis zum anderen Ende erm&ouml;glicht. Moskau investiert stark in die Infrastruktur sowie in Eisbrecher und weitere Schiffe und preist den Weg als Alternative zu der risikoreichen, l&auml;ngeren und teureren Route durch den Suezkanal an. Diese potenzielle alternative Handelsroute k&ouml;nnte die geopolitischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse weitreichend zugunsten Eurasiens &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/117792-konflikt-mit-russland-klimawandel-legt\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu: Eiskaltes Vorr&uuml;cken<\/strong><br>\nAufmarsch an Russlands Grenze: NATO-Staaten dr&auml;ngen verst&auml;rkt in die Arktis, eine Schl&uuml;sselrolle spielt Norwegen&hellip;<br>\nF&uuml;r n&auml;chstes Jahr wiederum k&uuml;ndigt Norwegen das gr&ouml;&szlig;te Man&ouml;ver in der Arktis seit Beginn der 1990er Jahre an: &raquo;Cold Response 2022&laquo; soll bis zu 40.000 Soldaten im polaren Eis zusammenf&uuml;hren. Dabei haben die Rekordman&ouml;ver der westlichen Staaten vor allem eines gemeinsam: Sie richten sich unverhohlen gegen Russland &ndash; auch im Polarmeer.<br>\nKollateralschaden<br>\nDass die Gro&szlig;m&auml;chterivalit&auml;t in zunehmendem Ma&szlig; die Arktis erfasst, ist &ndash; wenn man so will &ndash; ein Kollateralschaden des Klimawandels. Der f&auml;llt in der n&ouml;rdlichen Polarregion erheblich krasser aus als anderswo: Eine k&uuml;rzlich vorgelegte Untersuchung des Arctic Monitoring and Assessment Programme (AMAP) belegt, dass die durchschnittliche Jahrestemperatur in der Arktis von 1971 bis 2019 um 3,1 Grad Celsius gestiegen ist, dreimal soviel wie im globalen Mittelwert. Dass der R&uuml;ckgang des polaren Eises neue Seewege &ouml;ffnet und den Zugriff auf neue Rohstofflager m&ouml;glich macht, versch&auml;rft die Konkurrenz&hellip; So kommt es, dass nicht nur immer mehr Staaten eigene Arktisstrategien entwickeln und publizieren &ndash; Deutschland und Frankreich im Jahr 2019, Norwegen und Schweden 2020 &ndash;, sondern dass inzwischen auch Milit&auml;rs einschl&auml;gige Strategiepapiere vorlegen&hellip;<br>\nDas am 19. Januar verabschiedete Strategiepapier der US-Army tr&auml;gt den programmatischen Titel: &raquo;Die Dominanz in der Arktis zur&uuml;ckgewinnen&laquo;. Dazu passt, dass die US-Streitkr&auml;fte ihre Kriegs&uuml;bungen sowie ihre sonstigen Aktivit&auml;ten im und am Nordmeer deutlich ausgeweitet haben&hellip;<br>\nOffensive Operationen<br>\nNicht nur Washington, auch die Bundesrepublik kooperiert milit&auml;risch immer enger mit Norwegen. Man m&uuml;sse sich k&uuml;nftig &raquo;intensiver mit der Region befassen&laquo;, hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer&hellip; im norwegischen Stavanger erkl&auml;rt&hellip;<br>\nIm kommenden Jahr dann &raquo;Cold Response 2022&laquo;, es soll in der Region Ofoten ganz im Norden des Landes stattfinden, dort, wo norwegische Truppen immer h&auml;ufiger mit Einheiten anderer NATO-Staaten trainieren. Die Region ist, so berichten regionale Medien unter Berufung auf hochrangige Milit&auml;rs, f&uuml;r die Vorbereitung des Westens auf einen etwaigen Krieg gegen Russland &raquo;von zentraler strategischer Bedeutung&laquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/403061.man%C3%B6ver-eiskaltes-vorr%C3%BCcken.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie die Corona-Pandemie den Drogenhandel in Lateinamerika ver&auml;ndert<\/strong><br>\nWirtschaftliche Not und Arbeitslosigkeit lassen Drogenproduktion steigen. Drogenhandel mit dem Flugzeug aus Ecuador erreicht neuen Rekord<br>\nLa Paz et al. Die Gesch&auml;fte mit dem Anbau und Verkauf illegaler Drogen sind nach neuesten Meldungen aus Bolivien und Ecuador in Lateinamerika w&auml;hrend der Covid-19-Pandemie angestiegen. Die Region durchlebt nicht nur eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen in ihrer Geschichte mit einem R&uuml;ckgang des Bruttoinlandsprodukts um rund acht Prozent, auch Armut und Ungleichheit stiegen in der Folge weiter an. Damit versch&auml;rft sich das Risiko, dass Drogenkartelle die wirtschaftliche Verwundbarkeit und Notlage von Familien, insbesondere junger Menschen, f&uuml;r ihre Zwecke ausnutzen. Gleichzeitig ver&auml;ndern sich die Transportmittel und -routen der Drogenh&auml;ndler.<br>\n(&hellip;)  Auch ein St&uuml;ck weiter n&ouml;rdlich in Ecuador wird davon ausgegangen, dass die Beschr&auml;nkungen aufgrund der Pandemie eine Zunahme von Kokainlieferungen mit Hilfe von Kleinflugzeugen zur Folge hat. Dadurch konnte die zeitweilige Schlie&szlig;ung der wichtigsten Flugh&auml;fen in Ecuador ausgeglichen werden.<br>\nIm Jahr 2020 sollen die ecuadorianischen Beh&ouml;rden 4,6 Tonnen Kokain beschlagnahmt haben, die in Flugzeugen von Ecaudor nach Mexiko transportiert werden sollten. Das ist ein Anstieg von 600 Prozent gegen&uuml;ber 2019&hellip;<br>\nDas Kokain, das aus Ecuador &ldquo;exportiert&rdquo; wird, komme aus Kolumbien, das laut dem letzten Drogenbericht der Vereinten Nationen j&auml;hrlich 1.260 Tonnen produziert. Nach Sch&auml;tzungen der US-amerikanischen DEA verlassen jedes Jahr mehr als 500 Tonnen Kokain Ecuador, von denen der gr&ouml;&szlig;te Teil in den USA verkauft wird. Im April 2021 befanden sich in Ecuador nach Angaben der Beh&ouml;rde etwa 128 geheime Flugpl&auml;tze.<br>\nNach der allm&auml;hlichen Wiederaufnahme des Transits und des Personenverkehrs sollen Tonnen von Kokain, die an verschiedenen Punkten entlang der kolumbianisch-ecuadorianischen Grenze versteckt waren, im Auftrag von Abgesandten mexikanischer Kartelle, insbesondere von Sinaloa und Jalisco, &uuml;ber Landrouten zu Str&auml;nden, H&auml;fen und geheimen Landepl&auml;tzen transportiert worden sein.<br>\nEin Beamter des Antidrogengeheimdienstes berichtet gegen&uuml;ber Primicias, dass die gesamte Transport- und Betankungslogistik im Voraus organisiert werde. Die Fl&uuml;ge f&auml;nden nachts oder in den fr&uuml;hen Morgenstunden statt. Die Flugzeuge starteten von Flugpl&auml;tzen in Mexiko und &uuml;berfl&ouml;gen die Pazifikk&uuml;ste in einer H&ouml;he von weniger als 300 Metern, um nicht vom Radar erfasst zu werden. Unmittelbar nach der Landung sollen die Flugzeuge dann innerhalb von 30 Minuten mit bis zu 600 Kilogramm Kokain und Benzinkanistern beladen werden, um sie f&uuml;r den R&uuml;ckflug zu betanken, der bis zu sieben Stunden dauere&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/05\/250810\/drogenhandel-pandemie-bolivien-ecuador\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nachdenken &uuml;ber Eigentum<\/strong><br>\nvon J&uuml;rgen Leibiger<br>\nK&uuml;rzlich berichtete der Jenaer Soziologe Klaus D&ouml;rre, der im Mai 2019 auf der Gr&uuml;ndungsveranstaltung der Bewegung &bdquo;Students for Future&ldquo; an der Uni Leipzig sprach, er habe dort den Vorschlag gemacht, gro&szlig;e Konzerne wegen ihrer Blockadehaltung gegen&uuml;ber Klimazielen zu sozialisieren&hellip;Etwa zur gleichen Zeit dachte der seinerzeitige Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert in einem Interview laut &uuml;ber die Kollektivierung von BMW nach. Er erntete bei f&uuml;hrenden Gewerkschaftern schroffe Ablehnung. Die Betriebsratschefs von BMW und Daimler kommentierten seinen Vorsto&szlig;: &bdquo;F&uuml;r Arbeiter deutscher Unternehmen ist diese SPD nicht mehr w&auml;hlbar.&ldquo; Die damalige Parteivorsitzende Andrea Nahles beteuerte deshalb eilfertig: &bdquo;Die Arbeitnehmer k&ouml;nnen sicher sein: Die SPD fordert keine Verstaatlichung.&ldquo; Niemanden wundert es deshalb, wenn die regierende SPD dem Berliner Volksbegehren &bdquo;Deutsche Wohnen enteignen&ldquo; mit Widerwillen begegnet.<br>\n&hellip; Und im Herbst desselben Jahres verabschiedete die IG Metall, der die erw&auml;hnten Betriebsratsvorsitzenden nat&uuml;rlich angeh&ouml;ren, eine neue Satzung, in der unter &bdquo;Aufgaben und Ziele&ldquo; wie schon seit vielen Jahrzehnten ein Punkt zur &bdquo;&Uuml;berf&uuml;hrung von Schl&uuml;sselindustrien und anderer markt- und wirtschaftsbeherrschender Unternehmungen in Gemeineigentum&ldquo; zu finden ist.<br>\nJetzt wird die Eigentumsfrage von ganz anderen Leuten, mit einem ganz anderen Inhalt und mit v&ouml;llig anderen Intentionen aufgeworfen. Es geht um die Schaffung von &bdquo;Verantwortungseigentum&ldquo;, um die neue Rechtsform einer &bdquo;Gesellschaft mit gebundenem Verm&ouml;gen&ldquo;.<br>\n&hellip; Aber wenn sich&hellip;Lars Feld, Chef des ordoliberalen Walter-Eucken-Instituts und bis vor Kurzem Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Christian Lindner (FDP), Friedrich Merz und Armin Laschet (beide CDU) und Olaf Scholz (SPD) einig sind, dass es sich um eine diskutable Idee handelt, darf als sicher gelten, dass es nicht um Enteignung geht.<br>\nWorum geht es? Viele Familienunternehmen und famili&auml;r betriebene Handwerksbetriebe haben ein Nachfolgeproblem&hellip;<br>\nAber nicht nur Familien wollen ihr Verm&ouml;gen zusammenhalten. Auch in anderen Unternehmen k&ouml;nnen sich Gr&uuml;nder, Teilhaber oder &bdquo;Macher&ldquo; als eine Gemeinschaft verstehen, die sich gegen internen Zerfall oder externen Ausverkauf immun machen will. Gr&uuml;nder sind nicht immer nur auf monet&auml;re Ertr&auml;ge aus, sondern verfolgen vielleicht auch soziale oder &ouml;kologische Ziele, die bei Management- oder Inhaberwechsel vielleicht unter die R&auml;der kommen&hellip; Diesem Mangel soll nun mit einer &auml;hnlichen, aber einfachen Rechtskonstruktion abgeholfen werden. Der Gesellschaft mit gebundenem Verm&ouml;gen k&ouml;nnen Gewinne nicht entnommen werden, die Auszahlung von Anteilen ist nur in H&ouml;he des eingezahlten Nennwerts m&ouml;glich. Die Gesellschaft geh&ouml;rt sich genau wie eine Stiftung quasi &bdquo;selbst&ldquo; und die Anteilsinhaber und Teammitglieder, die Managementfunktionen aus&uuml;ben, fungieren als &bdquo;Treuh&auml;nder&ldquo; des gesamten Eigentums. Eine reine Shareholder-Value-Orientierung ist mit dieser Rechtsform also nicht verbunden und f&uuml;r &bdquo;Heuschrecken&ldquo; wie Hedge-Fonds, Venture Capital oder Private-Equity-Gesellschaften w&auml;ren solche Unternehmen wahrscheinlich uninteressant&hellip;<br>\nMit einem &bdquo;Sozialismus durch die Hintert&uuml;r&ldquo;, wie auch gemutma&szlig;t wurde, hat der Vorschlag freilich nichts zu tun. So wie die bestehenden Stiftungsunternehmen, die nach diesen Prinzipien agieren, bleiben sie kapitalistische Wirtschaftsunternehmen und agieren vor allem profitorientiert. Was unter Gemeinwohl verstanden wird, unterliegt ausschlie&szlig;lich ihren eigenen Festlegungen und da sie sich selbst geh&ouml;ren, kann es au&szlig;er den gesetzlichen Bestimmungen und bei Kreditverhandlungen auch keine anderen externe Einfl&uuml;sse geben. Belegschaften haben keine anderen Rechte als in anderen Unternehmen. Auch die Vorstellung, mit dieser Eigentumsform w&uuml;rden Eigentum und Haftung wieder zusammengef&uuml;hrt, ist falsch. Die Gesellschaftsform ist ausdr&uuml;cklich die einer &bdquo;Gesellschaft mit beschr&auml;nkter Haftung&ldquo;, nicht etwa mit dem Zusatz &bdquo;gemeinn&uuml;tzig&ldquo; sondern &bdquo;mit gebundenem Verm&ouml;gen&ldquo;&hellip;<br>\nWenn die herrschende Elite &uuml;ber Ver&auml;nderungen beim Eigentumsrecht nachdenkt, sollte das aufmerksam verfolgt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2021\/05\/nachdenken-ueber-eigentum-57156.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Tal der gebrochenen Versprechen<\/strong><br>\nWo ist die Zukunft geblieben? Ein Fotoband zeigt die anderen Gesichter und Geschichten des Silicon Valley.<br>\nWer l&auml;ngere Zeit im Silicon Valley lebt, der sieht sie mit zugvogelhafter Regelm&auml;&szlig;igkeit: Delegationen aus dem fernen Europa. Gruppen von Ministern, Staatssekret&auml;ren, verschiedenen Vertretern der Wirtschaft, die etwas desorientiert die wenig imposanten Pilgerst&auml;tten entlang der US 101 abklappern: die Universit&auml;t Stanford, ein paar Firmensitze, einen Start-up-Incubator, danach geht es zur&uuml;ck zum Konsulat in San Francisco. Was genau sie suchen, bleibt mysteri&ouml;s. Wo sie danach suchen, ist immer ziemlich vorhersagbar.<br>\nWenn man die Entourage fragt, dann bekommt man etwas in der Art zu h&ouml;ren, dass man sehen wolle, was man vom Valley lernen k&ouml;nnte. Von diesem Valley sehen sie nat&uuml;rlich nur einen winzigen, sorgsam kuratierten Ausschnitt. Und sie wollen vom Valley genau genommen auch nur diesen winzigen Ausschnitt sehen. In ihrem beeindruckenden Fotoband &bdquo;Seeing Silicon Valley&ldquo; konfrontieren die Fotografin Mary Beth Meehan und der Kommunikationswissenschaftler Fred Turner dieses selektive Bild der zukunftstr&auml;chtigen, erfolgsverw&ouml;hnten Region mit der komplexeren Realit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/rezensionen\/sachbuch\/der-fotoband-seeing-silicon-valley-17340957.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist faszinierend, dass die FAZ in ihrem Hauptteil (Politik, Wirtschaft, Finanzen) das Silicon Valley und seine Firmen als Beispiel f&uuml;r den erfolgreichen Kapitalismus und die freie Wirtschaft in den Himmel lobt und im Gegensatz dazu das Feuilleton die viel wahrere Geschichte vom Auseinanderbrechen und der Obdachlosigkeit in dieser Region erz&auml;hlt. Wahrscheinlich ist kaum irgendwo auf der Welt die Ungleichheit krasser: nat&uuml;rlich gibt es die Multimillion&auml;re und -milliard&auml;re, aber die gro&szlig;e Masse dort kommt kaum &uuml;ber die Runden. Jahresgeh&auml;lter von 100.000 Dollar f&uuml;r eine Einzelperson oder 150.000 Dollar f&uuml;r ein Paar klingen f&uuml;r Deutschland imposant, liegen aber im Silicon Valley an der Armutsgrenze, mit der man keine eigene Wohnung mieten oder gar kaufen\/finanzieren kann; und die allermeisten Menschen dort haben deutlich weniger Geld. Aber davon w&uuml;rde die &ldquo;offizielle&rdquo; FAZ nat&uuml;rlich nie berichten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Eliteprojekt Baerbock: Sorry, aber gr&uuml;n w&auml;hlen muss man sich halt leisten k&ouml;nnen<\/strong><br>\nvon Jan Fleischhauer<br>\nMit den Gr&uuml;nen ist es wie mit allem, was gut und teuer ist: Guter Geschmack allein reicht nicht. Die klimagerechte Gesellschaft ist nichts f&uuml;r arme Schlucker. Um dabei zu sein, braucht es auch die entsprechenden Mittel&hellip;.<br>\nDen gr&uuml;nen Lebensstil muss man sich leisten k&ouml;nnen. Die klimagerechte Gesellschaft ist nichts f&uuml;r arme Schlucker. Sorry, dass ich das so deutlich sage. Um mithalten zu k&ouml;nnen, braucht man nicht nur das richtige Bewusstsein, sondern auch die entsprechenden finanziellen Mittel.<br>\nSchon ein Blick auf die Stromrechnung zeigt, dass die Klassengesellschaft nicht verschwunden ist, nur weil keiner mehr dar&uuml;ber redet&hellip;<br>\nDas Wolkige und Wohlklingende ist die Paradedisziplin der Gr&uuml;nen, da macht ihnen so schnell keiner etwas vor. Parteiprogramme bringen es mit sich, dass sie sich so lesen, als w&auml;re die ideale Gesellschaft gleich um die Ecke, wenn sich nur alle endlich ein wenig am Riemen rei&szlig;en w&uuml;rden&hellip;.<br>\nAndererseits: Warum die W&auml;hler vergraulen, wenn es auch ohne allzu Konkretes geht? Im Prinzip ist man sich ja einig, daf&uuml;r sorgt schon die erstaunliche soziale Homogenit&auml;t der Anh&auml;ngerschaft.<br>\nDie Gr&uuml;nen waren immer ein Elitenprojekt. Keine andere Partei versammelt in ihren Reihen so viele akademisch gebildete oder zumindest anakademisierte Menschen. Nirgendwo ist der Anteil derjenigen, f&uuml;r die Wachstum schon deshalb keine Perspektive sein muss, weil sie auf die eine oder andere Weise vom Staat leben, &auml;hnlich gro&szlig;&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/schwarzer-kanal\/focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-mein-haus-mein-rad-mein-volvo_id_13319362.html\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Politiker und Medien orientieren auf Krieg<\/strong><br>\nFriedhelm Klinkhammer und Volker Br&auml;utigam<br>\n(&hellip;) Dass Staatspr&auml;sident Putin und sein Land heute von unseren Massenmedien mit so viel Feindseligkeit bedacht werden, hat allerdings sehr viel mehr mit wertewestlicher NATO-Aggressivit&auml;t und dem Versagen des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks zu tun als mit Putins aktueller Politik.<br>\nPresse und Rundfunk sollten nicht nur willige Verk&uuml;nder politischer Vorg&auml;nge sein, sondern deren kritische Kontrolleure. Unabh&auml;ngige W&auml;chter des Friedens und der Rechtsstaatlichkeit zu sein ist ihr Auftrag. Sie kommen ihm nicht nach<br>\n(&hellip;) Seit Putins Amtsantritt aber widmen sich unsere Medien mit Hingabe der vorgeblichen Gef&auml;hrlichkeit Russlands. Das Muster &ldquo;haltet den Dieb!&rdquo; ist unverkennbar. Je absurder die Story, desto lieber wird sie immer wieder aufgetischt und mit Nowitschok nachgew&uuml;rzt.<br>\nGift an der T&uuml;rklinke und in der Unterhose<br>\nBeim vorgeblichen Anschlag mit dem &ldquo;t&ouml;dlichsten Nervengift aller Zeiten&rdquo; auf Vater und Tochter Skripal anno 2018 im britischen Salisbury bezichtigte die westliche Wertegemeinschaft umgehend Russland als Attent&auml;ter, gest&uuml;tzt auf britische Geheimdienstangaben. London blieb bis heute jeglichen Beweis f&uuml;r Nowitschok und f&uuml;r Russlands Verantwortlichkeit schuldig. ARD-aktuell spekulierte nur: &ldquo;Denkbar ist, dass London nicht sein ganzes Wissen preisgeben will.&rdquo;&hellip;<br>\nDer Medienrummel um den &ldquo;bedeutendsten russischen Oppositionspolitiker&rdquo; Alexei Nawalny leidet ebenfalls unter Beweisnot und Mangel an Aufrichtigkeit&hellip;<br>\n&ldquo;Es ist ein Kennzeichen dieser Kommunikationsstrategien, dass man durch Wiederholungen von falschen Behauptungen die Glaubw&uuml;rdigkeit der Behauptungen erh&ouml;ht, weil Menschen denken: Das habe ich doch schon mal geh&ouml;rt und jetzt h&ouml;re ich es wieder, dann muss es ja eigentlich stimmen.&rdquo;<br>\nTagesschau-Redakteure wissen, was sie tun&hellip;<br>\nFormal betrachtet ist die Redaktion staatsfern. Sie kann f&uuml;r sich zudem umfassende journalistische Freiheit nach Art. 5 des Grundgesetzes beanspruchen. Trotzdem wirkt die Tagesschau objektiv an der psychologischen Vorbereitung auf einen Krieg gegen Russland mit. Sie beteiligt sich daran, die Hemmschwelle vor Anwendung milit&auml;rischer Gewalt in der deutschen Bev&ouml;lkerung zu senken.<br>\nDass das nicht blo&szlig; versehentlich und ungewollt geschieht, erweist sich beispielsweise im Schweigen der Redaktion &uuml;ber Regierungspl&auml;ne zur Militarisierung der Zivilgesellschaft. Die sind im Internet auffindbar, also auch der Redaktion tagesschau.de bekannt. ARD-aktuell aber enth&auml;lt sie einer gr&ouml;&szlig;eren &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit vor.<br>\n(&hellip;) Mittlerweile entwickelt sich eine erfreuliche Gegen&ouml;ffentlichkeit. Der Bundesb&uuml;rger erweist sich als beeindruckend resistent gegen die andauernde russlandfeindliche Hetze. Nur 32 Prozent sehen heute in Russland eine Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden. Im vorigen Jahr hatten noch 36 Prozent &ldquo;den Russen&rdquo; als bedrohlich empfunden. Interessant ist auch die Gef&uuml;hlslage in Russland. Dort &auml;ngstigten sich vor vier Jahren 40 Prozent vor einem Weltkrieg. In diesem Jahr sind es bereits 62 Prozent.<br>\nDie Grundlagen f&uuml;r eine dem Frieden verpflichtete und gedeihliche Freundschaft zwischen beiden V&ouml;lkern w&auml;ren vorhanden.<br>\nWarum tr&auml;gt die Tagesschau nicht dazu bei, Br&uuml;cken daf&uuml;r zu bauen?<br>\nVerkappte Meinungsterroristen<br>\nWas, denn, die Deutschen wollen keinen Krieg, genauso wenig wie die Russen? Das geht gar nicht. Da besteht staatlicher Handlungsbedarf&hellip;<br>\nF&uuml;r Manipulation und das Streuen von Falschinformationen ist ausschlie&szlig;lich die Regierung zust&auml;ndig. Informationsfreiheit? Meinungsfreiheit? Freiheit der Rede und der Kunst? Der Hahn geh&ouml;rt zugedreht.<br>\nDie &bdquo;junge Welt&ldquo;, KenFM, RT deutsch oder der Schauspieler Jan Liefers, allesamt im Visier der Geheimpolizei (aka &bdquo;Verfassungsschutz&ldquo;), k&ouml;nnen schon ein Liedchen davon singen, was uns allen bl&uuml;ht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2021\/05\/23\/politiker-und-medien-orientieren-auf-krieg\/\">Publikumkskonferenz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-72762","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72762"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72762\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72765,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72762\/revisions\/72765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}