{"id":72883,"date":"2021-05-28T15:00:15","date_gmt":"2021-05-28T13:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72883"},"modified":"2021-06-18T09:16:53","modified_gmt":"2021-06-18T07:16:53","slug":"das-militaer-und-die-parteiprogramme-zur-bundestagswahl-kriege-enden-nicht-im-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72883","title":{"rendered":"Das Milit\u00e4r und die Parteiprogramme zur Bundestagswahl: Kriege enden nicht im Frieden"},"content":{"rendered":"<p>Aktuell finden abschlie&szlig;ende Beratungen der Programme f&uuml;r die diesj&auml;hrige Bundestagswahl statt. Robert Habeck und Olaf Scholz erheben die Positionierung zur Milit&auml;rpolitik unter dem verharmlosenden Begriff der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik zu einem zentralen Entscheidungs-Kriterium f&uuml;r die Koalitionsf&auml;higkeit einer Partei [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72883#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. Damit soll die Linkspartei, die als letzte Bundestagspartei Nato-kritisch ist, Auslandseins&auml;tze ablehnt und massive Abr&uuml;stung im Programm stehen hat, von der Regierungsbeteiligung abgehalten werden.  Diese Vorgehensweise weist Parallelen auf zur Strategie f&uuml;hrender Nato-Milit&auml;rs, die gegen sogenannte feindliche Einheiten (&lsquo;hostile entities&rsquo;) vorgehen, da diese es schaffen, die Skepsis in der Bev&ouml;lkerung gegen&uuml;ber dem Vorgehen der Milit&auml;rs am Leben zu halten und sie zu st&auml;rken. [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72883#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Die Skepsis ist angesichts der Erfahrungen mit der Militarisierung der Politik mehr als berechtigt. Von <strong>Bernhard Trautvetter<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Militarisierung ist auch im Entwurf des Bundestagswahl-Programms der Gr&uuml;nen angekommen: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Ein Milit&auml;reinsatz braucht einen klaren und erf&uuml;llbaren Auftrag, ausgewogene zivile und milit&auml;rische F&auml;higkeiten und unabh&auml;ngige (Zwischen)Evaluierungen. &hellip; Deutschland soll sich auf seine B&uuml;ndnispartner verlassen k&ouml;nnen und genauso sollen sich die B&uuml;ndnispartner auf Deutschland verlassen k&ouml;nnen. &hellip; Wir setzen uns f&uuml;r eine neue Zielbestimmung ein, die nicht abstrakt und statisch ist, sondern von den Aufgaben ausgeht, und werden mit den NATO-Partnern dar&uuml;ber das Gespr&auml;ch suchen. &hellip; Den Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienst (EAD) und die Gemeinsame Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik (GASP) gilt es zu st&auml;rken. &hellip; Wir wissen, dass daf&uuml;r zahlreiche Gespr&auml;che im B&uuml;ndnis notwendig sind, auch mit unseren europ&auml;ischen Partnerstaaten, und vor allem die St&auml;rkung der Sicherheit und R&uuml;ckversicherung unserer polnischen und baltischen B&uuml;ndnispartner.&rdquo; [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Wie sich der Schutz der Biosph&auml;re und des Klimas mit der Nato-Milit&auml;rpolitik, die f&uuml;r mehr als die H&auml;lfte der Weltr&uuml;stungsausgaben  verantwortlich ist, vertr&auml;gt, das beantwortet das Programm nicht. Stattdessen reproduziert der Text das EU- und Nato-Narrativ, demzufolge Russland eine Gefahr f&uuml;r die Staaten an seiner Westgrenze ist, w&auml;hrend die Nato implizit f&uuml;r Verteidigung und Sicherheit steht. Die Gr&uuml;nen &uuml;bergehen hier die Tatsache, dass die Nato dasjenige Staatenb&uuml;ndnis ist, von dessen Gebiet die meisten und massivsten V&ouml;lkerrechtsverletzungen nicht erst seit dem Ende des Kalten Krieges ausgegangen sind und ausgehen. Zur Gemeinsamen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik z&auml;hlt auch der Milit&auml;rsektor, wie die den Gr&uuml;nen nahe Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung best&auml;tigt: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;In der Gemeinsamen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU sind s&auml;mtliche au&szlig;enpolitisch relevanten Bereiche und Themen der EU zusammengefasst: Diplomatie, Handels- und Wirtschaftspolitik, Nachbarschaftspolitik sowie die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP).&rdquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Die SPD hat ihr Wahlprogramm bereits Anfang Mai vorgelegt [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]. Darin hei&szlig;t es zu den Fragen den Milit&auml;rpolitik: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Zur Sicherung des Friedens und der Verteidigung leistet die Bundeswehr einen verantwortungsvollen Beitrag&hellip; F&uuml;r uns steht fest, dass wir nur mit einer gut ausgestatteten und modernen Bundeswehr unseren Aufgaben als zuverl&auml;ssiger Partner in Europa und der NATO gerecht werden k&ouml;nnen. Unsere Soldat*innen k&ouml;nnen sich auf uns verlassen. Wir haben daher nach vielen Jahren immer neuer Sparrunden die Investitionen im Verteidigungshaushalt erh&ouml;ht.&rdquo;[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Der Programmentwurf der Linkspartei unterscheidet sich von diesen beiden Programmen sehr klar: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr wollen wir beenden. Gerade in einer Pandemie sollte das Geld in Gesundheitsversorgung &ndash; auch international &ndash; und eine gerechtere Weltwirtschaft flie&szlig;en, nicht in Panzer oder Drohnen. Statt mit Verweis auf das 2-Prozent-Ziel der Nato die Bundeswehr hochzur&uuml;sten, setzen wir uns f&uuml;r Abr&uuml;stung ein.&rdquo; [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>An dieser Positionierung machen Gr&uuml;ne und Sozialdemokraten fest, dass die LINKE nicht geeignet f&uuml;r eine Koalition sei, da sie die Nato-Politik ablehnt.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Eine sozial-&ouml;kologische Wende setzt allerdings Abr&uuml;stung und eine Friedenspolitik der Kooperation statt der Abschreckung voraus. Von der Linkspartei zu verlangen, dass sie auf die Nato-Linie &uuml;bergeht, w&auml;re nicht nur das Ende ihrer Identit&auml;t an der Seite der Friedensbewegung; es w&uuml;rde auch die Zukunftsperspektiven der Gesellschaft in einer Welt wachsender Spannungen und milit&auml;rischer Eskalationen untergraben. <\/p><p>Das l&auml;sst sich am Thema Auslandseins&auml;tze nachzeichnen &ndash; Sabine Zimmermann, damals  stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag kommentierte 2017: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr kosten nicht nur ein Verm&ouml;gen, viele Soldaten haben sie mit ihrem Leben bezahlt &hellip; Dies ist besonders bitter, da im Regelfall durch milit&auml;rische Eins&auml;tze kein Konflikt gel&ouml;st wird. Die Bundeswehr darf nicht weiter f&uuml;r Milit&auml;rinterventionen im Ausland eingesetzt werden&hellip;. Wir brauchen eine aktive Friedenspolitik. Die Bundeswehr muss aus allen Auslandseins&auml;tzen zur&uuml;ckgezogen werden. R&uuml;stungsexporte m&uuml;ssen verboten werden. Das Geld, was heute f&uuml;r Milit&auml;rinterventionen verwendet wird, muss f&uuml;r zivile Friedenssicherung und Entwicklungszusammenarbeit genutzt werden. Milit&auml;rische Gewalt darf kein Mittel der Politik sein.&rdquo;[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Die Richtigkeit dieser ern&uuml;chternden Bilanz der Milit&auml;rinterventionen der Bundeswehr l&auml;sst sich an den einzelnen der &uuml;ber 50 Eins&auml;tze [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>], bei denen &uuml;ber 100 Bundeswehr-Soldatinnen und -Soldaten ihr Leben verloren und deutlich &uuml;ber 20 Milliarden Euro verloren gingen, nachvollziehen: Der erste bewaffnete &bdquo;Out-Of-Area-Einsatz&ldquo; der Bundeswehr ging 1993 nach Somalia, und er wurde offen als Ergebnis der Machtinteressen Deutschlands nach der Vereinigung kommuniziert, so von Michael Glos (CSU) in der Bundestagsdebatte zum Thema:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Es geht um den Einstieg in eine neue Sicherheits- und Au&szlig;enpolitik, deren zentrales Anliegen der Wiedereinstieg Deutschlands in die Weltpolitik, der st&auml;ndige Sitz im Sicherheitsrat und &hellip; die milit&auml;rische Normalisierung Deutschlands ist.&ldquo;[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Die Bilanz dieses Himmelfahrtskommandos ist ersch&uuml;tternd, wie etwa die &bdquo;taz&ldquo; beschreibt: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Somalia 1993\/1994 &ndash; UNO-SOM II &ndash; war ein Einsatz, der komplett misslang. Die USA f&uuml;hrten eine Art Nebenkrieg: Sie wollten einen Warlord fangen, mit dem sie kurz zuvor noch paktiert hatten. Die UNO wusste nicht recht, wie die internationalen Truppen &uuml;ber das Land zu verteilen w&auml;ren. F&uuml;r die Deutschen war die Folge, dass sie die Zeit dazu nutzten durften, Brunnen zu reparieren, schie&szlig;en zu &uuml;ben und Volleyball zu spielen. Die USA wiederum bekamen die Lage in Mogadischu nicht unter Kontrolle und zogen nach grauenhaften Verlusten &uuml;berst&uuml;rzt ab &ndash; die anderen westlichen L&auml;nder gaben ebenfalls auf. Somalia blieb viele, viele Jahre ein Ruinenstaat, die Bev&ouml;lkerung ohne Vertrauen in die internationale Gemeinschaft.&rdquo; [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Exemplarisch f&uuml;r die Serie an Selbstbetrug und Manipulation der &Ouml;ffentlichkeit sei hier die Intervention n&auml;her betrachtet, die dieser Tage erfolglos beendet wird &ndash; hier geht es um den Afghanistan-Einsatz.<\/p><p>Er widersprach von Anfang an der Verfassung und wurde der deutschen Bev&ouml;lkerung als Freiheitsverteidigung verkauft [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]. Kanzler Schr&ouml;der musste die Bundestagsabstimmung &uuml;ber die Intervention mit der Vertrauensfrage verbinden, um den Erfolg zu sichern. Wohl gemerkt: Es ging um Krieg oder Frieden.<\/p><p>Der UN-Sicherheitsrat hatte die Resolution 1510 (2003) auf Antrag der Bundesrepublik Deutschland am 13. Oktober 2003 einstimmig beschlossen. Der Sicherheitsrat genehmigte die Ausweitung des Mandats der Internationalen Sicherheitsbeistandstruppe ISAF,   &ldquo;um ihr zu erlauben, &hellip; die afghanische &Uuml;bergangsverwaltung und ihre Nachfolger bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit in Gebieten Afghanistans au&szlig;erhalb Kabuls und seiner Umgebung zu unterst&uuml;tzen, sodass die afghanischen Beh&ouml;rden ebenso wie das &hellip; internationale Zivilpersonal, das insbesondere mit Wiederaufbau und humanit&auml;ren Ma&szlig;nahmen befasst ist, ihre T&auml;tigkeit in einem sicheren Umfeld aus&uuml;ben k&ouml;nnen, und bei der Erf&uuml;llung anderer Aufgaben &hellip;sicherheitsbezogene Hilfe zu leisten&hellip;&rdquo; [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Bereits am 22.12.2001 hatte der Bundestag &bdquo;die Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkr&auml;fte an der vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen autorisierten Internationalen Sicherheitsunterst&uuml;tzungstruppe&ldquo; beschlossen, mit folgender Begr&uuml;ndung: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Um Afghanistan die Perspektive auf eine friedliche Zukunft zu er&ouml;ffnen, sind Schritte zur Verhinderung erneuter Anarchie im &ouml;ffentlichen Leben vordringlich. &hellip; Die Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkr&auml;fte an der vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen autorisierten Internationalen Sicherheitsunterst&uuml;tzungstruppe ist ein wesentlicher Beitrag Deutschlands zur Implementierung des &hellip; Vers&ouml;hnungsprozesses in Afghanistan, der den Weg zu einem Neuaufbau des Landes &hellip; er&ouml;ffnet&hellip;&rdquo;  [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Das Ergebnis ist so wenig &uuml;berraschend, wie es von Anfang an vorherzusehen war, etwa laut MDR:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Kapitulation in Afghanistan: Nach zwanzig Jahren verlassen die Nato-Truppen Afghanistan. Wahrscheinlich werden die Taliban die Macht &uuml;bernehmen. Dabei war die Bundeswehr in den Krieg gezogen, um sie zu besiegen &hellip; . Gescheitert ist damit der Versuch, eine Demokratie nach westlichem Muster in einem Land mit anderen politischen und religi&ouml;sen Traditionen aufzubauen. Hunderttausende Zivilisten und auch deutsche Soldaten hat dieses Experiment das Leben gekostet. Das h&auml;tte nicht sein m&uuml;ssen.&rdquo; Tim Herden, MDR 28. April 2021[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Was Tim Herden hier kritisiert, ist das &bdquo;&uuml;berraschende&ldquo; Auftreten des Vorhersehbaren. So erkl&auml;rte das Kinderhilfswerk Terre des hommes bereits im Oktober 2001 zum Beschluss f&uuml;r die Beteiligung am Afghanistan-Krieg: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Den Kampf gegen den Terrorismus kann man nicht mit Gewalt gewinnen. Gewalt &hellip; f&uuml;hrt zu einer Eskalation des Konflikts und einer weiteren Destabilisierung.<br>\nN&ouml;tig ist eine Gesamtstrategie mit kurz- und mittelfristigen Ma&szlig;nahmen. &hellip; Die Grundlage der Anti-Terror-Ma&szlig;nahmen muss ein entwicklungspolitisches Konzept sein, in dessen Mittelpunkt die Armutsbek&auml;mpfung, die &Uuml;berwindung der Kluft zwischen Arm und Reich und die Schaffung gerechterer Handelsbedingungen steht. Dazu geh&ouml;ren ein umfassender Schuldenerlass f&uuml;r arme L&auml;nder; der Abbau von Schutzz&ouml;llen und damit die &Ouml;ffnung der westlichen M&auml;rkte f&uuml;r Produkte dieser L&auml;nder; soziale und &ouml;kologische Mindeststandards f&uuml;r nationale und internationale Unternehmen, die in den armen L&auml;ndern produzieren.<br>\nDie Weltwirtschaft muss so ver&auml;ndert werden, dass auch arme L&auml;nder eine Chance haben. Konfliktschlichtung und Konfliktpr&auml;vention m&uuml;ssen weltweit gest&auml;rkt werden. Menschenrechtsverletzungen d&uuml;rfen in keiner Region der Welt billigend in Kauf genommen oder aktiv unterst&uuml;tzt werden.<br>\nNur eine solche Kehrtwende in der Weltpolitik wird dazu beitragen, Terroristen den R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung zu entziehen. Nur so ist der Kampf gegen den Terror wirklich zu gewinnen. &hellip; Auch dieser Krieg bewirkt eine weitere Eskalation der Gewalt, in Afghanistan und seinen Nachbarl&auml;ndern, und erschwert politische L&ouml;sungen f&uuml;r die Zukunft.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dem ist nur noch das hinzuzuf&uuml;gen: Was Terre des hommes hier zu Afghanistan sagt, das gilt weltweit. Kriege enden nicht im Frieden. Statt Gewalt zu bek&auml;mpfen,  geht es darum, gegen die Gewaltursachen anzugehen. Es geht um den Aufbau einer sozial-&ouml;kologisch nachhaltigen Gesellschaft; nur mit dem Aufbau einer gerechten Welt kann Gewalt verschwinden. Daran ist der milit&auml;risch-industrielle Komplex nicht interessiert, weil das seine Rendite-Aussichten und B&ouml;rsenkurse schm&auml;lert. Wer den Pazifisten vorwirft, sie w&uuml;rden mit ihrem Widerstand gegen milit&auml;rische Missionen Tod wissentlich in Kauf nehmen, der argumentiert im Sinne derer, die teils wissentlich am Tod in der Dynamik von Gewalt und Gegengewalt Unsummen verdienen. \t <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/gruenen-chef-robert-habeck-schliesst-koalition-mit-den-linken-nicht-mehr-aus-fordert-aber-zugestaendnisse-90527588.html\">fr.de\/politik\/gruenen-chef-robert-habeck-schliesst-koalition-mit-den-linken-nicht-mehr-aus-fordert-aber-zugestaendnisse-90527588.html<\/a>  UND: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_86319640\/knackpunkt-aussenpolitik-scholz-und-geywitz-offen-fuer-buendnis-mit-gruenen-und-linken.html\">t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_86319640\/knackpunkt-aussenpolitik-scholz-und-geywitz-offen-fuer-buendnis-mit-gruenen-und-linken.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] so der nicht mehr verf&uuml;gbare Einladungstext zu: <a href=\"https:\/\/www.japcc.org\/portfolio\/conference-proceedings-2015\/\">japcc.org\/portfolio\/conference-proceedings-2015\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/cms.gruene.de\/uploads\/documents\/2021_Wahlprogrammentwurf.pdf\">cms.gruene.de\/uploads\/documents\/2021_Wahlprogrammentwurf.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.boell.de\/sites\/default\/files\/uploads\/2018\/06\/bericht_gasp_de.pdf\">boell.de\/sites\/default\/files\/uploads\/2018\/06\/bericht_gasp_de.pdf<\/a>   siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/annalena-baerbock-gruenen-chefin-plaediert-fuer-gezielte-investitionen-in-die-bundeswehr-a-7fa372ae-74eb-49c6-9533-feb804cc80bd\">spiegel.de\/politik\/deutschland\/annalena-baerbock-gruenen-chefin-plaediert-fuer-gezielte-investitionen-in-die-bundeswehr-a-7fa372ae-74eb-49c6-9533-feb804cc80bd<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Beschluesse\/Programm\/SPD-Zukunftsprogramm.pdf\">spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Beschluesse\/Programm\/SPD-Zukunftsprogramm.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/wahlen\/wahlprogrammdebatte-2021\/wahlprogrammentwurf-2021\/\">die-linke.de\/wahlen\/wahlprogrammdebatte-2021\/wahlprogrammentwurf-2021\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/511788\/Gruenen-Chef-Habeck-fordert-von-Linkspartei-Bekenntnis-zur-Nato\">deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/511788\/Gruenen-Chef-Habeck-fordert-von-Linkspartei-Bekenntnis-zur-Nato<\/a> UND: <a href=\"https:\/\/www.wirtschaftskurier.de\/titelthema\/artikel\/wie-haelt-es-baerbock-mit-der-linken-11346.html\">wirtschaftskurier.de\/titelthema\/artikel\/wie-haelt-es-baerbock-mit-der-linken-11346.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/auslandseinsaetze-der-bundeswehr-kosteten-rund-21-milliarden-euro\/\">linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/auslandseinsaetze-der-bundeswehr-kosteten-rund-21-milliarden-euro\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/fileadmin\/user_upload\/PDF_Dokumente\/Anfrage_Bundeswehr.pdf\">linksfraktion.de\/fileadmin\/user_upload\/PDF_Dokumente\/Anfrage_Bundeswehr.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vor-25-jahren-bundestag-billigte-bundeswehr-einsatz-in.724.de.html?dram:article_id=421862\">deutschlandfunk.de\/vor-25-jahren-bundestag-billigte-bundeswehr-einsatz-in.724.de.html?dram:article_id=421862<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] <a href=\"https:\/\/taz.de\/Debatte-Bundeswehreinsaetze-im-Ausland\/!5520203\/\">taz.de\/Debatte-Bundeswehreinsaetze-im-Ausland\/!5520203\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Sicherheit-Deutschlands-wird-auch-am-Hindukusch-verteidigt-3427679.html\">heise.de\/tp\/features\/Die-Sicherheit-Deutschlands-wird-auch-am-Hindukusch-verteidigt-3427679.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Afghanistan\/un-sr-res1510.html\">ag-friedensforschung.de\/regionen\/Afghanistan\/un-sr-res1510.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/14\/079\/1407930.pdf\">dserver.bundestag.de\/btd\/14\/079\/1407930.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/politik\/unter-der-lupe-kolumne-tim-herden-afghanistan-krieg-bilanz-kapitulation100.html\">mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/politik\/unter-der-lupe-kolumne-tim-herden-afghanistan-krieg-bilanz-kapitulation100.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktuell finden abschlie&szlig;ende Beratungen der Programme f&uuml;r die diesj&auml;hrige Bundestagswahl statt. Robert Habeck und Olaf Scholz erheben die Positionierung zur Milit&auml;rpolitik unter dem verharmlosenden Begriff der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik zu einem zentralen Entscheidungs-Kriterium f&uuml;r die Koalitionsf&auml;higkeit einer Partei [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72883#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. 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