{"id":72928,"date":"2021-05-29T09:13:37","date_gmt":"2021-05-29T07:13:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72928"},"modified":"2021-06-01T10:07:57","modified_gmt":"2021-06-01T08:07:57","slug":"ist-der-weissrussische-blogger-roman-protasewitsch-kein-freiheitsheld-sondern-ein-verkappter-nazi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72928","title":{"rendered":"Ist der wei\u00dfrussische Blogger Roman Protasewitsch kein Freiheitsheld, sondern ein verkappter Nazi?"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem der wei&szlig;russische Blogger Roman Protasewitsch am 23. Mai zusammen mit seiner Freundin Sofia Sapega mit einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Ryan Air in Minsk landete und zusammen mit seiner Freundin verhaftet wurde, meinen deutsche Politiker und die gro&szlig;en deutschen Medien, sie h&auml;tten einen erneuten Beweis gefunden f&uuml;r die brutale Unterdr&uuml;ckung der Protestbewegung gegen Lukaschenko. Die mit einer fingierten Bombenwarnung erzwungene Landung einer Passagiermaschine ist menschlich gesehen eine &auml;u&szlig;erst heikle Angelegenheit. Denn man versetzt unschuldige Passagiere in Todesangst. Allerdings ist die Aufregung um den verhafteten Blogger unglaubw&uuml;rdig. Denn man verteidigt einen Mann, der aller Wahrscheinlichkeit nach ein Rechtsradikaler ist. Protasewitsch hielt sich 2014\/15 ein Jahr lang im rechtsradikalen ukrainischen Bataillon Asow auf. Das Bataillon k&auml;mpft gegen russlandfreundliche Separatisten in der Ost-Ukraine. Was Protasewitsch in dem Bataillon machte, ist bisher nicht klar. War er Mitglied einer Einheit von Ausl&auml;ndern, die es bei Asow gibt, Polit-Instrukteur oder Journalist? Von <strong>Ulrich Heyden<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Das Asow-Bataillon &ndash; Sto&szlig;trupp der Maidan-Revolution im S&uuml;dosten der Ukraine<\/strong><\/p><p>In den letzten Tagen tauchten im Internet und Fotos und Interviews auf, nach denen Protasewitsch nicht der mutige Blogger war, der von Warschau aus &uuml;ber seinen Nexta-Kanal die Proteste in Wei&szlig;russland steuerte, sondern ein knallharter wei&szlig;russischer Nationalist, m&ouml;glicherweise sogar Faschist. <\/p><p>Im Asow-Bataillon, das sich besonderer Entschlossenheit r&uuml;hmt, dienen vorwiegend Rechtsradikale. Die Soldaten des am 4. Mai 2014 von dem Rechtsradikalen Andri Bilezki in der s&uuml;dostukrainischen Hafenstadt Mariupol gegr&uuml;ndeten Bataillons tragen als Erkennungszeichen eine NS-Rune, die im Zweiten Weltkrieg das Symbol der SS-Panzer-Division &bdquo;Das Reich&ldquo; war. Die Division k&auml;mpfte 1941 in der Ukraine und danach vor Moskau.<\/p><p>Die Finanzierung des Bataillons &uuml;bernahm der ukrainische Oligarch Igor Kolomoiski. 2014 war das Bataillon beteiligt an den gewaltsamen &bdquo;S&auml;uberungen&ldquo; der Stadt Mariupol von &bdquo;Verd&auml;chtigen&ldquo; und B&uuml;rgern, die sich der neuen Macht in Kiew nicht unterordnen wollten. Im Oktober 2014 wurde das Bataillon Asow vom ukrainischen Innenminister Arsen Awakow in die ukrainische Nationalgarde eingegliedert.<\/p><p><strong>Titelblatt des Asow-Journals &bdquo;Schwarze Sonne&ldquo; mit &bdquo;Blogger aus Wei&szlig;russland&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Der Erste, der belastendes Material gegen Protasewitsch publizierte, war der im spanischen Exil lebende ukrainische Blogger Anatoli Schari. Er <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NjeFdndlOxA\">ver&ouml;ffentlichte<\/a> am 25. Mai 2021 auf seinem Video-Kanal das Titelblatt des Asow-Journals &bdquo;Schwarze Sonne&ldquo; vom 3. Juli 2015. Auf diesem Titelblatt ist ein junger Mann in voller Asow-Kampfmontur mit automatischer Waffe <a href=\"https:\/\/strana.ua\/news\/335260-roman-protasevich-v-azove-voeval-li-belorusskij-nekhta-na-donbasse.html\">zu sehen<\/a>. Und dieser junge Mann sieht Protasewitsch verdammt &auml;hnlich. <\/p><p>Einen Tag nach der Ver&ouml;ffentlichung durch Schari erkl&auml;rte der Gr&uuml;nder des Asow-Bataillons und jetzige Leiter des &bdquo;Nationalen Korpus&ldquo;, Andri Biletzki, in seinem Telegram-Kanal, &bdquo;ja, Roman hat wirklich mit Asow und anderen milit&auml;rischen Einheiten gegen die Okkupation der Krim gek&auml;mpft. Er war mit uns in Schirokino, wo er verletzt wurde. Aber seine Waffe war nicht das Maschinengewehr, sondern das Wort.&ldquo; Aus dieser Erkl&auml;rung kann man den Schluss ziehen, dass Protasewitsch im Asow-Bataillon so etwas wie ein politischer Instrukteur, Journalist oder beides war. Nicht ausgeschlossen ist, dass er eine milit&auml;rische Grundausbildung erhielt.<\/p><p>Der Vater von Protasewitsch <a href=\"https:\/\/twitter.com\/i\/status\/1397200275300102150\">erkl&auml;rte<\/a> gegen&uuml;ber dem Kiewer Kanal Nastojaschaja Wremja &uuml;ber seinen Sohn, &bdquo;er war 2014 im Donbass und hat auf der Seite der ukrainischen Armee gek&auml;mpft&ldquo;. Doch nachdem sein Sohn verhaftet wurde, erkl&auml;rte der Vater, sein Sohn habe im Donbass nur als Journalist gearbeitet.<\/p><p>Roman Protasewitsch selbst <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jrOxsjdeccw\">erkl&auml;rte<\/a> im September 2020 gegen&uuml;ber dem russischen Blogger Juri Dud, dass er ein Jahr lang im Kriegsgebiet in der Ost-Ukraine war. Dort habe er als freier Journalist Video-Aufnahmen gemacht. Auch sei er an der Front verletzt worden. An Kampfhandlungen habe er sich aber nicht beteiligt. <\/p><p><strong>Ein K&auml;mpfer mit dem Tarnnamen &bdquo;Kim&ldquo;<\/strong><\/p><p>Hinweise auf die Motive, warum Protasewitsch in die Ost-Ukraine ging, lieferte die wei&szlig;russische Zeitung &bdquo;Nascha Niwa&ldquo;. Sie ver&ouml;ffentlichte ein Interview mit einem K&auml;mpfer des Asow-Bataillons, der den Tarnnamen &bdquo;Kim&ldquo; tr&auml;gt. Ein Foto neben dem Interview zeigt einen jungen Mann in voller Kampfausr&uuml;stung mit einem automatischen Gewehr &uuml;ber der Schulter. Das Gesicht des K&auml;mpfers war unkenntlich gemacht worden. Inzwischen tauchte das Original des Fotos jedoch im Internet auf. Das Gesicht des K&auml;mpfers ist dem Gesicht von Roman Protasewitsch verbl&uuml;ffend &auml;hnlich. Handelt es sich beim Original-Foto um eine F&auml;lschung und oder ist es wirklich das Original? Diese Frage ist noch nicht erkl&auml;rt. <\/p><p>In dem Interview erkl&auml;rt &bdquo;Kim&ldquo;, er sei am 22. M&auml;rz 2015 in der Ost-Ukraine verletzt worden. &bdquo;Beim Dorf Schirokino bei Mariupol kam ich unter Granatwerfer-Beschuss des Gegners und wurde durch einen Splitter verletzt. Aber schon nach einem Monat war ich wieder im Einsatz&ldquo;.<\/p><p>&Uuml;ber seine Motivation, im Asow-Bataillon zu k&auml;mpfen, erkl&auml;rte &bdquo;Kim&ldquo;, &bdquo;Erstens, in meinen Adern flie&szlig;t ukrainisches Blut, meine Verwandten waren Ukrainer. Zweitens geht es um eine Blutrache an den Kommunisten. Nicht wenige unschuldige Menschen wurden get&ouml;tet, in Gef&auml;ngnisse geworfen und verbannt. Auch meine Familie traf dieses Ungl&uuml;ck. Und jetzt zeigt Russland als Rechtsnachfolger der &bdquo;Sowka&ldquo; (abwertender Begriff f&uuml;r den sowjetische Alltag) Aggressivit&auml;t und rutscht an den roten Abgrund. Drittens geht der Krieg nicht nur um die Ukraine, sondern auch um Wei&szlig;russland. Wenn man die russische Horde jetzt nicht stoppt, kann unser Land das n&auml;chste sein &hellip; Meine Fahrt in den Krieg war wohl&uuml;berlegt und abgewogen.&ldquo;<\/p><p><strong>40 K&auml;mpfer aus Wei&szlig;russland<\/strong><\/p><p>Weiter erz&auml;hlte &bdquo;Kim&ldquo;, dass sich im Donbass 40 K&auml;mpfer aus Wei&szlig;russland bef&auml;nden. &bdquo;Wir sind alle Nationalisten im guten Sinne des Wortes.&ldquo; Weiter sagt Kim: &bdquo;Ich bin Anh&auml;nger einer begrenzten Demokratie. Ich habe nichts gegen Schwule, aber ich bin dagegen, dass sie Kinder adoptieren. Ich bin nicht gegen nationale Minderheiten, aber f&uuml;r die Versch&auml;rfung der Migrations-Gesetze.&ldquo; &Uuml;ber sein erstes Feuergefecht sagt &bdquo;Kim&ldquo;. &bdquo;In meinem Kopf war nur ein Gedanke: Entweder Du schie&szlig;t oder Du wirst erschossen. Kurz gesagt, ich bereue nichts.&ldquo;<\/p><p>Die Zahl der Fotos, die einen Protasewitsch-&auml;hnlichen Mann in den Reihen des Asow-Bataillons zeigen, ist erdr&uuml;ckend. In dem russischen sozialen Netzwerk vkontakte hat das Bataillon Fotos &uuml;ber eine Asow-Truppenparade am 13. Februar 2015 in Mariupol <a href=\"https:\/\/vk.com\/album-72444174_217069121\">ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Auf den Fotos zu sehen ist der Gr&uuml;nder des Bataillons, der Rechtsradikale Andrej Bilezki, <a href=\"https:\/\/vk.com\/photo-72444174_368416519\">der ukrainische Innenminister Arsen Awakow<\/a>, aber auch <a href=\"https:\/\/vk.com\/photo-72444174_368416418\">ein junger Mann, der Roman Protasewitsch<\/a> sehr &auml;hnlich sieht. <\/p><p>In den letzten Tagen tauchten im Internet weitere Fotos auf, die Protasewitsch belasten. Auf diesem Bild sieht man vermutlich Protasewitsch <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DeanoBeano1\/status\/1397605229223452674\/photo\/3\">auf einem gepanzerten Asow-Fahrzeug<\/a>. Und auf diesem Bild <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Volod_Ishchenko\/status\/1397513031618371592\/photo\/1\">sieht<\/a> man ihn in einem T-Shirt, der bei Neo-Nazis popul&auml;ren Marke Sva Stone.<\/p><p><strong>Auf dem Maidan in Kiew von Anfang an dabei<\/strong><\/p><p>Protasewitsch war offenbar bereits zu Beginn der Maidan-Proteste im Herbst 2013 in Kiew. Hier <a href=\"https:\/\/vk.com\/wall-99493401_785466\">sieht<\/a> man ihn mit einem breiten L&auml;cheln neben dem abgeschlagenen Marmor-Kopf des Lenin-Denkmals in Kiew. Das Denkmal wurde am 8. Dezember 2013 gest&uuml;rzt. Dem russischen Video-Blogger Juri Dud berichtete Protasewitsch 2020, dass er an den Protesten auf dem Maidan in Kiew 2014 beteiligt war. <\/p><p> Unklar ist bisher die Rolle der Freundin von Protasewitsch, Sofia Sapega, die mit dem &bdquo;Blogger&ldquo; zusammen in Minsk verhaftet wurde. Zwei Tage nach ihrer Verhaftung tauchte im Internet <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yHsC6L0KY-k\">ein Video<\/a> auf, in dem sie erkl&auml;rt, sie sei Redakteurin des Telegram-Kanals &bdquo;Schwarzbuch Wei&szlig;russland&ldquo; gewesen, welches pers&ouml;nliche Angaben &uuml;ber wei&szlig;russische Polizisten ver&ouml;ffentlicht hat. Ob die Aussage aus freien St&uuml;cken geschah oder erzwungen wurde, l&auml;sst sich bisher nicht sagen. <\/p><p><strong>Enth&uuml;llungen &uuml;ber Protasewitsch angeblich nur &bdquo;Ablenkungsman&ouml;ver&ldquo; von &bdquo;Kreml-Agenten&ldquo;<\/strong><\/p><p>Der als Ukraine-Experte in westlichen Medien h&auml;ufig zitierte &bdquo;Experte&ldquo; Anton Shekhovtsov meldete am <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fanton.shekhovtsov%2Fposts%2F10219222504289218&amp;show_text=true&amp;width=500\">24. Mai via Facebook<\/a>: &bdquo;Wenn Sie es noch nicht wissen: Die Kreml-Agenten haben Instruktionen, die internationale Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den von Lukaschenkos Somali-Regime entf&uuml;hrten wei&szlig;russischen Oppositionsjournalisten Roman Protasevich durch zwei gro&szlig;e Erz&auml;hlungen zu unterlaufen: (1) Evo Morales, und (2) &bdquo;Protasevich ist ein Neo-Nazi&ldquo;.&ldquo; <\/p><p>Shekhovtsov ist ein in Wien ans&auml;ssiger politischer Experte, der in westlichen Medien h&auml;ufig zu Wort kommt. Sein Forschungsgebiet sind die &bdquo;europ&auml;ische Rechte&ldquo;, &bdquo;Russlands unheilvoller Einfluss in Europa&ldquo; und &bdquo;die anti-liberalen Trends in Zentral- und Ost-Europa&ldquo;. Man sollte denken, ein Experte f&uuml;r die &bdquo;europ&auml;ische Rechte&ldquo; ist auch in der Lage, Rechtsradikale in Wei&szlig;russland und der Ukraine zu identifizieren. Aber nein, auf die Enth&uuml;llungen &uuml;ber den in Minsk festgenommenen Protasewitsch geht der Experte aus Wien nicht ein. Diese Enth&uuml;llungen sind ja nur das Werk von &bdquo;Kreml-Agenten&ldquo;. <\/p><p>Dieses Herangehen ist typisch f&uuml;r westliche Politiker und Think-Tanks, die nicht m&uuml;de werden, Kontakte zwischen dem Kreml und der AfD und europ&auml;ischen Rechtspopulisten anzuklagen, die aber seit sieben Jahren &uuml;ber die faschistischen Tendenzen in der Ukraine schweigen, obwohl zwei Faschisten dort h&ouml;chste Posten hatten bzw. haben. Andri Parubi war von 2014 bis 2019 Parlamentssprecher und Vadim Trojan ist seit 2016 stellvertretender Innenminister. <\/p><p><strong>Auch der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow wurde als Freiheitsheld gefeiert<\/strong><\/p><p>Es ist nicht das erste Mal, dass sich die westliche Wertegemeinschaft f&uuml;r Personen ins Zeug legt, die rechtsradikaler oder gewaltt&auml;tiger Ansichten und Absichten &uuml;berf&uuml;hrt wurden. Es ist noch nicht lange her, da wurde der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow, der eine Zeit lang wegen terroristischer Aktivit&auml;ten in einem russischen Gef&auml;ngnis sa&szlig;, von westlichen K&uuml;nstlern und Politikern als Freiheitsheld ger&uuml;hmt.<\/p><p>Nach seiner Freilassung aus der russischen Haft konnte man von Senzow <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wN8Hwxzgna8&amp;t=137s\">auf einer Pressekonferenz<\/a> in Kiew am 10. September 2019 Erstaunliches h&ouml;ren. Auf Fragen erkl&auml;rte der Filmemacher unumwunden, dass er in seiner auf der Krim gelegenen Heimatstadt Simferopol zu einem Kreis von Menschen geh&ouml;rte, in dem &uuml;ber Anschl&auml;ge und die Bildung von Untergrundgruppen gesprochen wurde. Eine dieser Gruppen hatte einen Brandanschlag auf das in einem mehrgeschossigen Wohnhaus gelegene B&uuml;ro der Partei &bdquo;Einiges Russland&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Oleg-Senzow-Freiheitsheld-oder-doch-Terrorist-4522630.html\">ausgef&uuml;hrt<\/a>. <\/p><p>In den gro&szlig;en deutschen Medien habe ich bisher keine Berichte &uuml;ber die Rolle von Protasewitsch im Asow-Bataillon gefunden. Die Geschichte des &bdquo;mutigen Bloggers aus Wei&szlig;russland&ldquo; w&uuml;rde durch eine Erw&auml;hnung seiner N&auml;he zu Rechtsradikalen besch&auml;digt, weshalb man dieses Kapitel lieber nicht ber&uuml;hrt. <\/p><p>Titelbild: Roman Mikhailiuk\/shutterstock.com<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/1cc69e870ddb4f7d96366651179b04ab\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem der wei&szlig;russische Blogger Roman Protasewitsch am 23. 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