{"id":72952,"date":"2021-05-31T08:17:47","date_gmt":"2021-05-31T06:17:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952"},"modified":"2021-05-31T08:17:47","modified_gmt":"2021-05-31T06:17:47","slug":"hinweise-des-tages-3870","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h01\">Virologe Kekul&eacute; spricht bez&uuml;glich Impfungen von &ldquo;Weltexperiment&rdquo; und hinterfragt Kinderimpfungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h02\">Einigung beim Lieferkettengesetz &ndash; Kompromiss f&uuml;r gute Arbeitspl&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h03\">Wer hat, dem wird gegeben: Bl&uuml;mel will gro&szlig;en Unternehmen 1 Milliarde schenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h04\">Ausl&auml;ndische Erntehelfer &ndash; Schlupfloch f&uuml;r Lohndumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h05\">Bundesregierung plant h&ouml;heren Beitrag f&uuml;r Kinderlose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h06\">Scharfe Kritik an Spahns geplanter &ldquo;Raster-Psychotherapie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h07\">Hubschrauber und Multikopter: Ist die Krankenhausversorgung in der Fl&auml;che noch zu retten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h08\">&ldquo;Bodenlose Frechheit&rdquo;: H&ouml;chstes Gericht sitzt Corona-Eilantrag von SPD-Mann Post aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h09\">Kohlekraftwerke k&ouml;nnten k&uuml;nftig Holz verbrennen &ndash; gef&ouml;rdert mit Steuergeldern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h10\">Union kippt Bienen-Schutz-Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h11\">Das Maas ist voll!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h12\">Datensch&uuml;tzer alarmiert &uuml;ber Praktiken von Gesichtserkennungsfirma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h13\">Mordanschlag in Solingen 1993: Wie war der Verfassungsschutz verstrickt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h14\">Gr&uuml;ne Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik &ndash; Unbedingt abwehrbereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h15\">USA: Wie man eine Wahl zuckert &ndash; Zuckerberg, das CTCL und Philadelphia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h16\">K&uuml;rzen auf Kosten der Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72952#h17\">ARD: Nur Spr&uuml;che klopfen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Virologe Kekul&eacute; spricht bez&uuml;glich Impfungen von &ldquo;Weltexperiment&rdquo; und hinterfragt Kinderimpfungen<\/strong><br>\nDer Virologe Alexander Kekul&eacute; betonte in seinem Podcast, dass es sich bei der derzeitigen Impfaktion um ein &ldquo;Weltexperiment&rdquo; handelt. Er halte es nicht f&uuml;r notwendig, alle Kinder &ldquo;auf Teufel komm raus&rdquo; gegen COVID-19 impfen zu lassen.<br>\nDer Virologe Alexander Kekul&eacute; h&auml;lt es nicht f&uuml;r zwingend notwendig, fl&auml;chendeckend alle Kinder und Jugendlichen ab zw&ouml;lf Jahren gegen COVID-19 impfen zu lassen. In seinem Podcast beim MDR am Dienstag f&uuml;hrte er aus:<br>\n&ldquo;Wir haben nat&uuml;rlich einen neuartigen Impfstoff und die Frage ist ja immer die gleiche. Wir impfen ja die Sch&uuml;ler nicht wegen des individuellen Risikos, sondern impfen sie deshalb, weil sie die Gesellschaft insgesamt vor Infektionen sch&uuml;tzen sollen. Wenn aber die restliche Gesellschaft schon immun ist, was die Idee der ganzen Impfaktion ist, gerade die Risikogruppen sind ja nun hoffentlich immunisiert, dann ist f&uuml;r mich der Druck, die Sch&uuml;ler zu impfen, nicht mehr so hoch wie vorher.&rdquo;<br>\nDiesbez&uuml;glich ist f&uuml;r ihn klar:<br>\n&ldquo;Ich bin eben daf&uuml;r, dass man diese Diskussion einfach mal offen f&uuml;hrt. Wir k&ouml;nnen sowieso nur einen Kontrollzustand erreichen, da eine vollst&auml;ndige Elimination des Virus nicht m&ouml;glich scheint und dann m&uuml;ssen wir nat&uuml;rlich nicht auf Teufel komm raus alle Kinder bis zum Alter von null an durchimpfen. Vor allem, wenn wir sie dann durchimpfen und das Virus nicht verschwindet, welchen Zweck hat dann die &Uuml;bung gehabt?&rdquo; [&hellip;]<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/118144-virologe-kekule-spricht-bezuglich-von\/\">RT DE<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/panorama\/corona-virologe-kekule-kinder-impfung-nicht-zwingend-notwendig-100.html\">Virologe Kekul&eacute; h&auml;lt fl&auml;chendeckende Kinder-Impfung nicht f&uuml;r notwendig &ndash; MDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Podcast-Folge ist sehr h&ouml;renswert und erfreulich unaufgeregt. Das ist heute schon ein Alleinstellungsmerkmal. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Jens Spahn<\/strong><br>\nKinder ab 12 Jahren d&uuml;rfen eine Coronaimpfung bekommen &ndash; das Votum der St&auml;ndigen Impfkommission wurde nicht abgewartet. &Uuml;berlassen wir medizinische Abw&auml;gungen jetzt Politikern und Politikerinnen im Wahlkampf? (&hellip;)<br>\nDie Stiko wurde so in eine vertrackte Lage gebracht. Mitglieder haben schon vorsichtig angek&uuml;ndigt, dass das Gremium eventuell keine generelle Empfehlung f&uuml;r die Impfung von 12- bis 16-J&auml;hrigen aussprechen k&ouml;nnte, sondern lediglich f&uuml;r vorerkrankte Kinder. (&hellip;)<br>\nAuf der Strecke bleibt also die differenzierte, wissenschaftliche Auseinandersetzung zu den Chancen und Risiken der Coronaimpfung f&uuml;r Kinder und Jugendliche. Dabei ist gerade die so wichtig wie eh und je. Wem Kinder am Herzen liegen, der sollte bei einer Impfung nicht auf Politikerinnen und Politiker im Wahlkampfmodus h&ouml;ren &ndash; sondern sich an den wissenschaftlichen Fakten orientieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/corona-impfung-fuer-12-bis-16-jaehrige-zu-risiken-und-nebenwirkungen-fragen-sie-jens-spahn-kommentar-a-7508ad00-9aaa-4877-96a3-b5e694baf48c\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Stiko-Mitglied warnt vor Impfkampagne f&uuml;r Kinder ab zw&ouml;lf Jahren<\/strong><br>\nStiko-Mitglied Christian Bogdan hat sich in der Debatte &uuml;ber Corona-Impfungen f&uuml;r Kinder gegen eine &bdquo;generelle Kinderimpfkampagne&ldquo; ausgesprochen. &bdquo;Eine Impfempfehlung kann nicht einfach deswegen ausgesprochen werden, weil es gerade gesellschaftlich oder politisch opportun erscheint&ldquo;, sagte der Erlanger Immunologe, der der St&auml;ndigen Impfkommission (Stiko) angeh&ouml;rt, den &bdquo;N&uuml;rnberger Nachrichten&ldquo;. (&hellip;)<br>\nBeim Biontech-Impfstoff habe das Paul-Ehrlich-Institut beispielsweise &bdquo;Hinweise f&uuml;r ein erh&ouml;htes Auftreten von Herzmuskelentz&uuml;ndungen im zeitlichen Kontext zur Impfung, vor allem bei jungen M&auml;nnern&ldquo;, sagte Bogdan. &bdquo;Ich will nicht die Pferde scheu machen. Aber wir brauchen eben Daten und sollten nicht eine generelle Kinderimpfkampagne starten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article231448851\/Stiko-Mitglied-warnt-vor-Kinderimpfkampagne-fuer-ueber-Zwoelfjaehrige.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Impfchaos sollen andere ausbaden<\/strong><br>\nMit der Aufhebung der Priorisierung am 7. Juni, sollen sich auch alle Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren um einen Impftermin bem&uuml;hen d&uuml;rfen. Das haben Bund und L&auml;nder auf ihrem Impfgipfel beschlossen. Das Problem: Es gibt auch mit einer erwarteten Zulassung durch die EMA nicht mehr Impfstoff. Das bedeutet, dass sich der Ansturm auf die Arztpraxen weiter verst&auml;rken wird, mit Menschen, die sich nur deshalb impfen lassen wollen, damit sie ihre Freiheiten zur&uuml;ckbekommen. Das ist ein Skandal.<br>\nDer Beschluss des Impfgipfels ist damit kein Hoffnungsschimmer, sondern ein Brandbeschleuniger, der zu jeder Menge Frust und vielleicht auch krimineller Energie f&uuml;hren wird. Denn bei den niedergelassenen &Auml;rzten d&uuml;rften die Dr&auml;hte in den kommenden Wochen und Monaten nicht mehr aufh&ouml;ren zu gl&uuml;hen. Eine hohe Nachfrage trifft auf ein knappes Angebot. Der Markt soll es wohl richten. Nicht auszuschlie&szlig;en, dass in Einzelf&auml;llen Status und gute Beziehungen sowie das n&ouml;tige Kleingeld zum pers&ouml;nlichen Impferfolg beitragen. (&hellip;)<br>\nDerweil sinken die Inzidenzen schneller, als die Anpassung der jeweiligen Regelwerke dauert. Vielerorts d&uuml;rften sich angek&uuml;ndigte Stufenpl&auml;ne bereits erledigt haben, bevor sie denn offiziell Rechtskraft erlangen. Bremsend wirken lediglich die politisch eingebauten Zeitr&auml;ume von meist f&uuml;nf Werktagen, innerhalb derer eine Entwicklung stabil verlaufen muss. Doch Stabilit&auml;t ist bei einbrechenden Zahlen, die innerhalb der gesetzten Frist nicht nur einen, sondern bereits den zweiten Grenzwert unterschreiten, der eindeutig falsche Ma&szlig;stab.<br>\nWer jetzt noch mit Stufen- und Zeitpl&auml;nen in einer Verordnung hantiert, gibt sich damit der L&auml;cherlichkeit preis, zumal die bereits erfolgten Lockerungen keinerlei negative Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen erkennen lassen. Hilflos wirkte daher auch der Versuch des Regierenden B&uuml;rgermeisters aus Berlin, die sinkende Inzidenz vor allem den Ma&szlig;nahmen zuzuschreiben, um dann aber doch wieder davor zu warnen, sie aufzuheben. Offenbar will niemand vor den Bundestagswahlen einen finalen Shitstorm in den (a)sozialen Netzwerken riskieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210527impfchaos-sollen-andere-ausbaden\">TauBlog<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: &bdquo;W&uuml;rde Eltern jetzt nicht raten, ihre Kinder regelhaft impfen zu lassen&ldquo;<\/strong><br>\nBundes&auml;rztekammer-Pr&auml;sident Klaus Reinhardt r&uuml;gt den Regierungskurs bei den Corona-Impfungen f&uuml;r Minderj&auml;hrige: Die Politik setze sich &uuml;ber die medizinische Expertise der St&auml;ndigen Impfkommission hinweg. Fl&auml;chendeckende Impfungen dieser Gruppe seien &bdquo;nicht gerechtfertigt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article231427351\/Aerztekammer-Chef-Wuerde-jetzt-nicht-raten-Kinder-regelhaft-impfen-zu-lassen.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72878\">Die &bdquo;Impfangebote&ldquo;, die man nicht ablehnen kann<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72819#h05\">Spahn will Kinderimpfung auch ohne Stiko-Empfehlung<\/a> mit Anmerkungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Einigung beim Lieferkettengesetz &ndash; Kompromiss f&uuml;r gute Arbeitspl&auml;tze<\/strong><br>\nDas Gesetz k&ouml;nnte schon bald den Bundestag passieren. Zus&auml;tzliche Entsch&auml;digungen bei Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;en werden formal ausgeschlossen.<br>\nNach einem abermaligen Kompromiss zwischen Union und SPD k&ouml;nnte der Bundestag das umstrittene Lieferkettengesetz nun in der zweiten Juni-Woche beschlie&szlig;en. Die Regierungskoalition hat sich darauf geeinigt, dass das Gesetz keine zus&auml;tzliche Haftung f&uuml;r Unternehmen bei Verst&ouml;&szlig;en gegen Menschenrechte im Ausland bewirken soll.<br>\nGrunds&auml;tzlich verpflichtet das Gesetz hiesige Firmen, die Menschenrechte der Arbeiterinnen und Arbeiter in ihren ausl&auml;ndischen Zulieferfabriken zu sch&uuml;tzen. Die in Deutschland ans&auml;ssigen Auftraggeber und H&auml;ndler m&uuml;ssen sich dann beispielsweise darum k&uuml;mmern, dass die Besch&auml;ftigten in Asien, Afrika und Lateinamerika ausreichende Bezahlung erhalten und die Lieferanten keine Kinder arbeiten lassen. Kommen die Unternehmen ihrer Verantwortung nicht nach, drohen ihnen Bu&szlig;gelder und Klagen vor hiesigen Gerichten. Bundesentwicklungsminister Gerd M&uuml;ller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatten das Gesetz vorangetrieben, Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verz&ouml;gerte es.[&hellip;]<br>\nDas &bdquo;d&uuml;mmste Gesetz&ldquo; der gro&szlig;en Koalition<br>\nAuf Wunsch der Union soll das Gesetz nun auch die Niederlassungen ausl&auml;ndischer Konzerne in Deutschland erfassen. Es wird ab 2023 zun&auml;chst f&uuml;r Firmen ab 3.000 Besch&auml;ftigte gelten, ab 2024 dann f&uuml;r Unternehmen ab 1.000 Leute. Insgesamt fallen darunter etwa 4.800 Firmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Einigung-beim-Lieferkettengesetz\/!5775545\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das klingt f&uuml;r mich nicht nach dem &ldquo;d&uuml;mmsten&rdquo;, sondern nach dem d&uuml;nnsten Gesetz, das irgendwie ein bisschen nach Lieferkettengesetz aussieht &ndash; hom&ouml;opathisch verd&uuml;nnt. In der Praxis d&uuml;rften die Auswirkungen selbst bei gr&ouml;bsten Verst&ouml;&szlig;en minimal sein. Ein Feigenblattgesetz, um nicht mit v&ouml;llig leeren H&auml;nden dazustehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wer hat, dem wird gegeben: Bl&uuml;mel will gro&szlig;en Unternehmen 1 Milliarde schenken<\/strong><br>\nUnternehmen in &Ouml;sterreich sollen mehr Eigenkapital statt Fremdkapital haben. Deshalb muss man sie motivieren, finden Gernot Bl&uuml;mel und die &Ouml;VP. Die L&ouml;sung: Die Steuern f&uuml;r Unternehmen senken, wenn sie mehr Eigenkapital haben. Wenn sie dann mehr Arbeitspl&auml;tze schaffen, w&auml;re das sch&ouml;n. Es ist aber keine Voraussetzung. So oder so zahlen sie weniger Gewinnsteuern. Bis zu einer Milliarde kostet das Modell, von dem am Ende nur gro&szlig;e Unternehmen etwas haben. Betriebe, die in der Wirtschaftskrise straucheln, h&auml;tten nichts davon. (&hellip;)<br>\nEs ist in etwa so, also w&uuml;rde man einer Angestellten sagen, sie soll doch mehr sparen und von der Summe, die sie am Sparbuch hat, wird 1% hergenommen, um es steuerlich abzusetzen. Klingt absurd? Ist es auch.<br>\nVor allem, wenn man sich vor Augen f&uuml;hrt, wem das &Ouml;VP-Modell nutzt und wem nicht. Denn es sind die gro&szlig;en und gr&ouml;&szlig;ten Unternehmen, die so ihre Steuern dr&uuml;cken k&ouml;nnen &ndash; und damit ihren Beitrag zum Allgemeinwohl.<br>\nKosten soll das Steuergeschenk an die Gro&szlig;en bis zu 1 Milliarde Euro &ndash; viel Geld. Eine Summe, mit der der Staat &Ouml;sterreich m&uuml;helos die Kinderarmut im Land auf einen Schlag halbieren k&ouml;nnte. Aber das hat f&uuml;r die &Ouml;VP keine Priorit&auml;t.<br>\nUnd: Es ist 1 Milliarde Euro, die an Steuereinnahmen f&uuml;r das Gemeinwohl fehlt. Unter Umst&auml;nden ist es sogar viel mehr. Denn der &bdquo;fiktive Zinssatz&ldquo; soll sich am Euribor orientieren und der kann auch mal bei 5% liegen. Dann w&uuml;rde dieses Modell viel mehr kosten.<br>\nAll das in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit, eingebrochenem Konsum und Investitionen und steigendenden Sozial- und Gesundheitsausgaben.<br>\nDoch die &Ouml;VP hat offenbar nur das Wohl gro&szlig;er Unternehmen im Blick. Es ist eine v&ouml;llig verkehrte Krisenpolitik. Sie entzieht der &ouml;ffentlichen Hand Einnahmen, die man dringend braucht &ndash; und kn&uuml;pft daran nicht einmal Bedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/oevp-steuern-senken-unternehmen\/\">Kontrast.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist zu bef&uuml;rchten, dass nach der Bundestagswahl im September auch hierzulande &auml;hnliche Absichten zugunsten von Unternehmen versucht werden. Begleitet werden d&uuml;rften sie von K&uuml;rzungs-Forderungen in anderen Bereichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ausl&auml;ndische Erntehelfer &ndash; Schlupfloch f&uuml;r Lohndumping<\/strong><br>\nViele Erntehelfer aus Osteuropa sind nicht sozialversichert. Juristen sehen darin einen Rechtsbruch. Dennoch l&auml;sst es die Deutsche Rentenversicherung zu.<br>\nViele ErntehelferInnen aus Osteuropa etwa auf Spargelh&ouml;fen sind illegalerweise nicht sozialversichert. Doch die deutschen Sozialversicherungstr&auml;ger tolerieren diesen Gesetzesversto&szlig;. Dazu schlossen die gesetzlichen Rentenversicherer, die Krankenkassen und die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bereits 1998 eine bisher in der &Ouml;ffentlichkeit kaum bekannte Vereinbarung. Mit ihr entbanden sie sich von der Pflicht, beispielsweise bei als Hausfrauen registrierten Saisonkr&auml;ften zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob die T&auml;tigkeit in Deutschland nur nebenbei oder doch berufsm&auml;&szlig;ig ausge&uuml;bt wird. In letzterem Fall m&uuml;ssten die Besch&auml;ftigten laut Sozialgesetzbuch versichert werden. [&hellip;]<br>\nDie ArbeitnehmerInnen erwerben auch keine Rentenanspr&uuml;che. Dabei bekommen sie meist nur den gesetzlichen Mindestlohn von 9,50 Euro die Stunde &ndash; oft minus Abz&uuml;ge f&uuml;r Unterkunft und Verpflegung. Zudem gehen der deutschen Sozialversicherung Beitr&auml;ge verloren. 60 Prozent der Ende Juni 2020 registrierten rund 97.000 ausl&auml;ndischen Aushilfskr&auml;fte in der Landwirtschaft hatten laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ein &bdquo;kurzfristiges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis&ldquo; ohne Sozialversicherung &ndash; so viel wie in keiner anderen Branche.<br>\nDas Verbot berufsm&auml;&szlig;iger Kurzfristjobs soll laut Rentenversicherung daf&uuml;r sorgen, dass die Arbeitnehmer &bdquo;anderweitig in der Sozialversicherung abgesichert sind&ldquo; &ndash; also etwa &uuml;ber eine Hauptbesch&auml;ftigung oder eine Rente. &bdquo;Berufsm&auml;&szlig;ig&ldquo; sind f&uuml;r das Bundessozialgericht T&auml;tigkeiten, auf die der Arbeitnehmer &bdquo;zu einem erheblichen Teil&ldquo; angewiesen ist, wie die Deutsche Rentenversicherung der taz schreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Auslaendische-Erntehelfer\/!5773689\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Endlich &ndash; &uuml;ber 20 Jahre nach Einf&uuml;hrung des Gesetzes! &ndash; besch&auml;ftigt sich mal jemand mit diesem gro&szlig; angelegten Sozialversicherungsbetrug, der zus&auml;tzlich gegen das Grundgesetz und europ&auml;isches Recht verst&ouml;&szlig;t. Und das Lohndumping f&auml;ngt ja schon mit der Entlohnung durch den Mindestlohn an, der (angesichts &uuml;berlanger Arbeitszeiten und lascher Kontrollen) meistens nicht einmal gezahlt wird. Und dabei ist der deutsche Mindestlohn selbst mindestens um 25% zu niedrig. x-faches Lohndumping &ndash; regul&auml;r m&uuml;ssten die Erntehelfer mindestens 15-18 Euro pro Stunde kosten -, und genau daf&uuml;r werden ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte gerne genommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundesregierung plant h&ouml;heren Beitrag f&uuml;r Kinderlose<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat sich einem Agenturbericht zufolge auf eine Pflegereform verst&auml;ndigt, die zu einer besseren Bezahlung von Pflegekr&auml;ften beitragen soll. Ab September 2022 wird die Zulassung von Altenheimen und Pflegediensten von einer Entlohnung nach Tarif abh&auml;ngig gemacht, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. (&hellip;)<br>\nFinanziert werden soll das Vorhaben von 2022 an durch einen h&ouml;heren Beitragssatz zur Pflegeversicherung f&uuml;r Kinderlose. Dieser soll um 0,1 Punkte auf 3,4 Prozent des Bruttolohns steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mehr-wirtschaft\/pflegereform-bundesregierung-plant-hoeheren-beitrag-fuer-kinderlose-17365302.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wie nicht anders zu erwarten. So l&auml;sst dieser Beschluss erahnen wer die Kosten zur Bew&auml;ltigung der Corona-Krise tragen soll. Kleiner Hinweis: Es werden nicht die Besitzer gro&szlig;er und gr&ouml;&szlig;ter Verm&ouml;gen sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Scharfe Kritik an Spahns geplanter &ldquo;Raster-Psychotherapie&rdquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Zahl der psychischen Erkrankungen durch den Lockdown zunimmt, plant die Bundesregierung nun Einschnitte in die psychotherapeutische Versorgung: Durch ein Raster soll bestimmt werden, wie lange Patienten behandelt werden. Fachverb&auml;nde kritisieren dies scharf. (&hellip;)<br>\nBereits 2018 hatte Spahn entsprechende Pl&auml;ne entworfen, die Vergabe von Psychotherapiepl&auml;tzen neu zu regeln, um die Wartezeiten zu verk&uuml;rzen. Laut einem entsprechenden &Auml;nderungsantrag des Bundesgesundheitsministeriums soll der zust&auml;ndige Gemeinsame Bundesausschuss bis zum 31. Dezember 2022 pr&uuml;fen, &ldquo;wie die Versorgung von psychisch kranken Versicherten bedarfsgerecht und schweregradorientiert sichergestellt werden kann&rdquo;.<br>\nVon Fachverb&auml;nden wurde der Entwurf unterdessen scharf kritisiert. Dietrich Muntz, Pr&auml;sident der Bundespsychotherapeutenkammer, erkl&auml;rte:<br>\n&ldquo;Solche Raster-Psychotherapie ist das Ende qualitativ hochwertiger und an der einzelnen Patient*in orientierte Versorgung.&rdquo;<br>\nEs sei zu bef&uuml;rchten, dass k&uuml;nftig mit einem rigiden Raster festgelegt werde, wie schwer Patienten erkrankt sein m&uuml;ssen, um eine Behandlung zu erhalten. Diese &ldquo;holzschnittartige&rdquo; Psychotherapie sei &ldquo;oberfl&auml;chlich und l&uuml;ckenhaft&rdquo;. Zudem stellte die Bundespsychotherapeutenkammer in einer Mitteilung fest, dass das Vorgehen des Gesundheitsministeriums mehr als fragw&uuml;rdig sei:<br>\n&ldquo;Gesundheitspolitik gegen psychisch kranke Menschen in letzter Minute in ein Gesetz einzuf&uuml;gen, das bereits im Bundestag und Gesundheitsausschuss beraten wurde, zeugt au&szlig;erdem von einem zweifelhaften Verst&auml;ndnis demokratischer Prozesse.&rdquo;<br>\nAuch in den sozialen Medien hagelte es unter dem Hashtag #Rasterpsychotherapie scharfe Kritik am Gesetzentwurf. Viele Betroffene versuchten, die Tragweite dieser neuen Regelung deutlich zu machen. Andere Nutzer erkl&auml;rten, dass es bei Spahns Gesundheitspolitik nicht um das Wohl der Patienten gehe, sondern um die &Ouml;konomisierung des Gesundheitswesens. Angesichts der Situation warfen zahlreiche Nutzer Spahn Unkenntnis und auch Zynismus vor. Auch die Petition &ldquo;Keine #Rasterpsychotherapie, Herr Spahn!&rdquo; auf dem Portal change.org wurde mittlerweile von mehr als 150.000 Menschen unterzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/118166-scharfe-kritik-an-spahns-geplanter-raster-psychotherapie\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hubschrauber und Multikopter: Ist die Krankenhausversorgung in der Fl&auml;che noch zu retten?<\/strong><br>\nEine stabile Gesundheitsversorgung in peripheren Regionen wird durch die Schlie&szlig;ung von Krankenh&auml;usern zunehmend bedroht. Die Einf&uuml;hrung eines Abrechnungssystems nach so genannten Fallpauschalen hat Kliniken in einen verst&auml;rkten Wettbewerb zueinander getrieben. H&auml;user m&uuml;ssen schlie&szlig;en, werden zentralisiert und zusammengelegt. Konsequenz: Es drohen Engp&auml;sse in der Daseinsvorsorge. Angesichts dieser Lage wird der zus&auml;tzliche Einsatz von Rettungshubschraubern und Multikoptern als ein Instrument gesehen, um Versorgungsdefizite zu beheben. Zu Recht?<br>\nEs gilt als weitgehend unstrittig, dass die staatlich gewollte Konzentration der Krankenhausversorgung der Tendenz nach zu L&uuml;cken der Daseinsvorsorge in der Fl&auml;che f&uuml;hrt. Viele Politiker und Gesundheits&ouml;konomen erheben Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Leistungsf&auml;higkeit zur obersten Handlungsmaxime bei Organisation und Betrieb einer Klinik. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zur Zukunftsf&auml;higkeit der Krankenh&auml;user von 2019 h&auml;lt wegen &Uuml;berkapazit&auml;ten und Ineffizienzen einen Abbau von vollstation&auml;ren Kliniken auf ca. ein Drittel der heutigen Kapazit&auml;ten (laut Bertelsmann Stiftung 1400 H&auml;user) f&uuml;r m&ouml;glich und wirtschaftlich sinnvoll. Leidtragende sind jene Menschen, die sich nunmehr um ihr Krankenhaus als Ankerpunkt der Gesundheitsversorgung vor Ort beraubt sehen.<br>\nVor diesem Hintergrund kann es kaum verwundern, dass in der Debatte um die Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge neben dem verst&auml;rkten Einsatz von unter anderem Notfallsanit&auml;tern und der Telemedizin auch die Nutzung von Hubschraubern und bemannten Drohnen (Multikopter) in der Luftrettung als zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahme beim Aufbau einer &bdquo;schlanken&ldquo; und &bdquo;effizienten&ldquo; Krankenhauslandschaft ins Spiel gebracht wird. Mit einer weiteren Professionalisierung der Rettungskette auf allen Ebenen und der Ausweitung ihrer Aufgaben, so die Argumente, k&ouml;nnen im Hinblick auf die Notfallversorgung in Regionen Mindesterreichbarkeiten eingehalten und eine &bdquo;m&ouml;glichst hochwertige Versorgung auch ohne ein vollwertiges Leistungsangebot im n&auml;heren Umkreis&ldquo;1 geboten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/hubschrauber-und-multikopter-ist-die-krankenhausversorgung-in-der-flaeche-noch-zu-retten\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Bodenlose Frechheit&rdquo;: H&ouml;chstes Gericht sitzt Corona-Eilantrag von SPD-Mann Post aus<\/strong><br>\nAm 22. April reichte der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einen Eilantrag gegen das bundeseinheitliche Infektionsschutzgesetz ein. Die Verfassungsbeschwerde Posts verfasste der renommierte Freiburger Staatsrechtsprofessor Dietrich Murswiek. Passiert ist seitdem nichts. Pikant: Der zust&auml;ndige Verfassungsrichter ist ein Parteifreund von Kanzlerin Merkel. (&hellip;)<br>\nPost und Murswiek werfen nun dem Bundesverfassungsgericht vor, den Eilantrag solange aussitzen zu wollen, bis das Infektionsgeschehen abklingt. Murswiek: &bdquo;Statt unserem Antrag z&uuml;gig stattzugeben und rechtsstaatliche Verh&auml;ltnisse in der Corona-Bek&auml;mpfung wiederherzustellen, tut das Bundesverfassungsgericht gar nichts. Es dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, als wolle der zust&auml;ndige Erste Senat abwarten, bis die Sieben-Tage-Inzidenz in allen Landkreisen und kreisfreien St&auml;dten unter 100 gesunken ist.&ldquo; Denn die Notbremse greift nicht mehr, wenn die Inzidenz in einem Landkreis unter 100 sinkt. Und am 30. Juni endet laut Gesetz die Notbremse ohnehin. Murswiek: &bdquo;Und dann k&ouml;nnte das Bundesverfassungsgericht unseren Eilantrag ablehnen, weil ja keine aktuelle Grundrechtsbeeintr&auml;chtigung mehr best&uuml;nde.&ldquo; (&hellip;)<br>\nProfessor Murswiek hat nun einen Antrag auf einstweilige Anordnung beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/eilantraege-gegen-bundesnotbremse-politisch-motiviert-verfassungsgericht-sitzt-weiter-den-corona-eilantrag-von-florian-post-aus_id_13336415.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kohlekraftwerke k&ouml;nnten k&uuml;nftig Holz verbrennen &ndash; gef&ouml;rdert mit Steuergeldern<\/strong><br>\nIm Umfeld des Wirtschaftsministeriums kursiert nach SPIEGEL-Informationen ein Entwurf f&uuml;r eine F&ouml;rderrichtlinie, nach der die Umstellung von Kohlekraftwerken auf Biomasse mit einem Milliardenbetrag subventioniert werden soll. Wissenschaftler und Klimasch&uuml;tzer sind entsetzt. (&hellip;)<br>\nNatur- und Klimasch&uuml;tzer laufen Sturm gegen entsprechende Ideen. &raquo;Das ist eine versteckte Laufzeitverl&auml;ngerung der Kohlekraftwerke&laquo;, sagt Kenneth Richter vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu), &raquo;hier wird einmal mehr Steuergeld im Zuge des Kohleausstiegs verschenkt; das Geld sollte lieber in die F&ouml;rderung erneuerbarer Energien gesteckt werden&laquo;. (&hellip;)<br>\n&raquo;Im S&uuml;dosten der USA und im Baltikum werden jetzt schon im gro&szlig;en Stil alte, naturnahe W&auml;lder f&uuml;r die Pelletproduktion abgeholzt&laquo;, sagt der Nabu-Experte, &raquo;die Gefahr ist gro&szlig;, dass auch Deutschland beginnt, Pellets in gro&szlig;em Ma&szlig;stab zu importieren.&laquo; (&hellip;)<br>\n&raquo;Biomasse ist zu knapp und zu wertvoll, um sie zu verbrennen&laquo;, bekr&auml;ftigt Harald Bradke, Leiter des Competence Centers Energietechnologien und Energiesysteme am Fraunhofer-Institut f&uuml;r System- und Innovationsforschung, &raquo;Holz sollten wir nutzen, um zum Beispiel H&auml;user zu bauen&laquo;. Dadurch werde auch das im Holz gebundene Kohlendioxid &raquo;f&uuml;r knapp hundert Jahre gut gespeichert&laquo; &ndash; ein Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/energiewende-wirtschaftsministerium-will-kohle-kraftwerke-fuer-holz-verbrennung-umruesten-a-0403118b-22cd-41da-958f-f6b3ce1c6ec9\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Union kippt Bienen-Schutz-Gesetz<\/strong><br>\nDer umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat wird vorerst nicht verboten. Am Freitag sollte der Bundesrat &uuml;ber die Verordnung zum Pflanzenschutz abstimmen, die das Ende von Glyphosat Ende 2023 besiegeln und weitere Beschr&auml;nkungen von Herbiziden und Insektiziden bringen soll. Es ist eines der zentralen Vorhaben der Bundesregierung. Die Insekten sollen damit besser gesch&uuml;tzt werden. Doch die Beschlussfassung wurde kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen &ndash; auf Dr&auml;ngen der Union.<br>\nMit dem Sterben der Bienen, Schmetterlinge, K&auml;fer stehe das gro&szlig;e Ganze auf dem Spiel, warnt der weltweit anerkannte Insektenforscher Josef Settele vom UFZ, dem Helmholtz-Zentrum f&uuml;r Umweltforschung in Halle: &bdquo;Insekten best&auml;uben Obstb&auml;ume und viele andere Kultur- und Naturpflanzen. Sie sind entscheidend f&uuml;r die gesunde Ern&auml;hrung der Menschen. Insekten sind Nahrungsgrundlage f&uuml;r viele andere Tiere, und wenn die nicht mehr genug zu fressen haben, sind sie selbst gef&auml;hrdet. Insekten spielen auch eine wichtige Rolle dabei, dass die B&ouml;den fruchtbar und das Wasser sauber bleibt&ldquo;, so Settele.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kein-Schutz-fuer-Insekten\/!5775520\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Maas ist voll!<\/strong><br>\nEs geht wieder einmal gegen Muslime. Wenn Menschen in deutschen St&auml;dten gegen die Bombadierung von Gaza auf die Stra&szlig;e gehen, sind naturgem&auml;&szlig; viele unter ihnen, die sich den arabischen Pal&auml;stinensern besonders verbunden f&uuml;hlen. Von &bdquo;importiertem&ldquo; Antisemitismus wird dann gesprochen, als h&auml;tten sich die schlimmsten Formen des Antisemitismus nicht im &bdquo;christlichen Abendland&ldquo; manifestiert. Noch wichtiger ist allerdings die Frage, ob es sich bei der aktuell wieder aufflammenden Kritik an israelischem Staatshandeln &uuml;berhaupt um &bdquo;Antisemitismus&ldquo; handelt. Yakov Rabkin sprach von einer Politik &bdquo;ethnischer Dominanz&ldquo; seitens der israelischen Regierung. Wenn Deutschland seine &bdquo;Lehren aus der Geschichte&ldquo; gezogen h&auml;tte, w&uuml;rde es gerade hier auf Seiten der Opfer eingreifen oder wenigstens eine neutralen, vermittelnden Standpunkt einnehmen. Dazu scheint speziell Au&szlig;enminister Heiko Maas jedoch weder f&auml;hig noch willens. Nibelungentreue und eine ausgeweitete milit&auml;rische und sicherzeitspolitische Zusammenarbeit pr&auml;gen das Verh&auml;ltnis zwischen Israel und Deutschland. Das Land in Nahost exportiert zudem Methoden des &bdquo;Sicherheitsstaats&ldquo; und der Aufstandsbek&auml;mpfung und positioniert sich als Vorreiter eines neue Illiberalismus. (&hellip;)Deutsche Politiker wiederholen das Selbstverteidigungsrecht Israels wie ein Mantra, st&auml;ndig ist die Rede von den militanten Pal&auml;stinensern und der radikal-islamistischen Hamas. St&auml;ndig wird die Gefahr vor dem &bdquo;Importierten Antisemitismus&ldquo; beschworen, da viele Teilnehmende bei den sog. &bdquo;israelfeindlichen und antisemitischen Demonstrationen&ldquo; migrantischen Ursprungs mit muslimischer Religionszugeh&ouml;rigkeit sind. Es ist h&ouml;chst besorgniserregend, wenn Politiker wie Philipp Amthor ausgerechnet anl&auml;sslich des Jahrestags der Befreiung von Auschwitz davon spricht, Judenhass sei &bdquo;nat&uuml;rlich vor allem in muslimisch gepr&auml;gten Kulturkreisen stark vertreten&ldquo;.<br>\nDieser uns&auml;glichen geschichtsverf&auml;lschenden Behauptung widerspricht Ronen Steinke und betont, dass es &bdquo;schon rein faktisch Unfug&ldquo; ist. &bdquo;Juden haben zwar auch unter muslimischer Herrschaft jahrhundertelang keine Gleichberechtigung genossen. Von regelm&auml;&szlig;igen blutigen Pogromen &agrave; la Europa war man dort aber weit entfernt. Nirgends ist die Unterdr&uuml;ckung von Juden harscher gewesen als im christlichen Abendland.&ldquo; (1) Wenn PolitikerInnen, Antisemitismusbeauftragte oder andere &bdquo;Berufene&ldquo; von &bdquo;importiertem Antisemitismus&ldquo; schwadronieren, sollte man ihnen diese klare Zur&uuml;ckweisung von Ronen Steinke um die Ohren hauen.<br>\nDie einseitigen Solidarit&auml;tsbekundungen von Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas f&uuml;r den rechten israelischen Premierminister Netanjahu und sein Besuch in Israel ist mehr als peinlich. Ich sch&auml;me mich daf&uuml;r und frage mich, ob Maas, ein Mitglied der SPD, sich jetzt mit dem rechtsextremen ungarischen Premierminister Victor Orban auf eine Stufe stellt.<br>\nUngarn verhinderte einen Aufruf zu einem Waffenstillstand vonseiten der EU-Mitgliedsstaaten durch sein Veto. Laut dem EU-Au&szlig;enbeauftragten Joseph Borrell st&ouml;rte sich Ungarn an dem Hinweis in dem EU-Positionspapier, dass Israel humanit&auml;res V&ouml;lkerrecht beachten sollte und die R&auml;umungen in Ostjerusalem beendet werden m&uuml;sste.<br>\nWie Maas gei&szlig;elte auch &Ouml;sterreichs Kanzler Kurz die Angriffe auf Israel und verbietet seit der Gro&szlig;demo am 12.5. in Wien alle Protestaktionen, auch eine stille Mahnwache f&uuml;r die neutrale &Ouml;sterreichische Verfassung wurde verboten; Begr&uuml;ndung: &bdquo;exzessive antisemitische Gewalt&ldquo;. Die &Ouml;sterreicher haben aber mit einer Mahnwache ohne Reden ihren Protest ausgedr&uuml;ckt, und haben trotz der Verbote weitere Aktionen auf der Stra&szlig;e angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/das-maas-ist-voll\">Annette Groth in Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Datensch&uuml;tzer alarmiert &uuml;ber Praktiken von Gesichtserkennungsfirma<\/strong><br>\nClearview soll Milliarden Fotos gesammelt und daraus eine Biometrie-Datenbank f&uuml;r Wirtschaft und Beh&ouml;rden erstellt haben. Aktivisten haben nun Beschwerde eingereicht.<br>\nDatensch&uuml;tzer haben in mehreren europ&auml;ischen Staaten Beschwerde gegen das auf Gesichtserkennung spezialisierte Unternehmen Clearview AI eingelegt. Dies teilten die Datenschutzorganisation Privacy International (PI) und drei weitere Gruppen mit. Man habe sich an die Datenschutzbeh&ouml;rden von Frankreich, &Ouml;sterreich, Italien, Griechenland und Gro&szlig;britannien gewandt.<br>\nDie Datensch&uuml;tzer werfen Clearview vor, mehr als drei Milliarden Fotos im Netz gesammelt und daraus eine Biometrie-Datenbank f&uuml;r private Unternehmen und Strafverfolgungsbeh&ouml;rden erstellt zu haben. Nach Angaben von PI-Rechtsexperte Ioannis Kouvakas gehe dies &ldquo;weit &uuml;ber das hinaus, was wir als Onlinenutzer jemals erwarten k&ouml;nnten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2021-05\/clearview-ai-gesichtserkennung-datenschutz-klage-aktivisten\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Anfang 2020 hatte Tobias Riegel dazu Folgendes geschrieben: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57845\">&bdquo;Clearview&ldquo;: Die Realit&auml;t der massenhaften &Uuml;berwachung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mordanschlag in Solingen 1993: Wie war der Verfassungsschutz verstrickt?<\/strong><br>\nAm heutigen 29. Mai j&auml;hrt sich der Terroranschlag in der rheinischen Stadt. Die Rolle des Inlandsgeheimdienstes wirft bis heute Fragen auf<br>\nAnfang der 1990er-Jahre ereignete sich fast jeden Tag ein rassistischer Angriff auf Personen, die nicht &ldquo;deutsch&rdquo; genug aussahen, auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte oder auf Wohnh&auml;user, in denen Migrant:innen wohnten.<br>\nAm 29. Mai 1993 wurde die aus der T&uuml;rkei stammende Familie Gen&ccedil; in Solingen Opfer eines Brandanschlags. Zwei junge Frauen und drei M&auml;dchen, darunter die neunj&auml;hrige H&uuml;lya, starben, vierzehn weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgef&auml;hrliche Verletzungen.<br>\nDie Suche nach den T&auml;tern f&uuml;hrte zu drei Jugendlichen, die sehr jung waren. Nicht viel sp&auml;ter erfuhr die &Ouml;ffentlichkeit, dass sich die drei Jugendlichen einen ziemlich speziellen Ort teilten: Sie besuchten regelm&auml;&szlig;ig die Kampfsportschule &ldquo;Hak Pao&rdquo; in Solingen. Das w&auml;re an sich nicht verd&auml;chtig.<br>\nDas Besondere an dieser Kampfsportschule war ihr Chef: Bernd Schmitt. Er war nicht nur Sport-&ldquo;Lehrer&rdquo;, sondern auch aufgrund seiner rassistischen Gesinnung in Neonazikreisen sehr beliebt. So wurde er (und seine Truppe) unter anderem als Saalschutz f&uuml;r neonazistische Veranstaltungen &ldquo;gebucht&rdquo;. Das machte die Kampfsportschule zu einem beliebten Treffpunkt f&uuml;r Neonazis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mordanschlag-in-Solingen-1993-Wie-war-der-Verfassungsschutz-verstrickt-6056538.html\">Wolf Wetzel auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik &ndash; Unbedingt abwehrbereit<\/strong><br>\nRobert Habeck erntet viel Kritik f&uuml;r seinen Vorsto&szlig;, der Ukraine Waffen zu liefern &ndash; auch intern. Was ist von den Gr&uuml;nen au&szlig;enpolitisch zu erwarten?<br>\nSeine Reise an die Front in der Ukraine hat Robert Habeck tief beeindruckt. Scharfsch&uuml;tzen ersch&ouml;ssen ukrainische Soldaten an der Grenze, erz&auml;hlte er danach. Russische Sniper, so h&auml;tten es ihm Ukrainer berichtet, h&auml;tten ihren eigenen Fingerabdruck. &bdquo;Einige schie&szlig;en direkt in die Stirn, einige schie&szlig;en immer ins Auge.&ldquo; Aber was folgt aus solchen Grausamkeiten eines Konflikts direkt vor der Haust&uuml;r der EU? Habeck, der mit Schutzweste und Helm ein zerst&ouml;rtes Dorf besichtigte, machte einen f&uuml;r einen Gr&uuml;nen &uuml;berraschenden Vorschlag. Waffen zur Verteidigung, also Defensivwaffen, k&ouml;nne man der Ukraine &bdquo;schwer verwehren&ldquo;, sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk. [&hellip;]<br>\nWas zu einer gr&ouml;&szlig;eren Frage f&uuml;hrt: Welche Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik w&auml;re eigentlich von einer Kanzlerin oder Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock zu erwarten? Die Gr&uuml;nen verstehen sich als dezidiert proeurop&auml;ische Partei, die an vielen Stellen f&uuml;r eine st&auml;rkere europ&auml;ische Integration und Zusammenarbeit eintritt &ndash; auch in der Milit&auml;rpolitik. Baerbock wirbt f&uuml;r eine gemeinsame europ&auml;ische Armee, in der sich F&auml;higkeiten einzelner Staaten erg&auml;nzen sollen. Auff&auml;llig ist auch die klare Westbindung: Die Gr&uuml;nen von heute sind Transatlantiker. &bdquo;Wir f&uuml;hlen uns den USA freundschaftlich verbunden&ldquo;, sagte der Au&szlig;enpolitiker J&uuml;rgen Trittin. Es gebe eine gro&szlig;e, historisch begr&uuml;ndete und kulturelle N&auml;he. &bdquo;Mit keinem anderen Land der Welt haben wir, trotz Differenzen, so viele Interessen&uuml;berschneidungen.&ldquo;<br>\nBaerbock verbrachte als Sch&uuml;lerin ein Austauschjahr in Florida, eine Erfahrung, von der sie heute noch gerne erz&auml;hlt. Neulich trat sie bei der US-Denkfabrik Atlantic Council auf &ndash; um einem CNN-Journalisten in flie&szlig;endem Englisch gr&uuml;ne Politik zu erkl&auml;ren. Die Gr&uuml;nen glaubten, sagte sie, eine starke EU und eine starke transatlantische Beziehung &ndash; auch basierend auf der Nato &ndash; seien der gemeinsame Boden, auf dem die Zukunft gebaut werde.<br>\nVerh&auml;ltnis zur Nato hat sich entspannt<br>\nDie warmen Worte sind kein Zufall, Beispiele f&uuml;r die gr&uuml;n-amerikanische Freundschaft gibt es viele. So hat sich zum Beispiel ihr Verh&auml;ltnis zur Nato, die sie noch in den 90ern aufl&ouml;sen wollten, entspannt. Im Entwurf f&uuml;r das Wahlprogramm wird das Milit&auml;rb&uuml;ndnis als &bdquo;unverzichtbarer Akteur&ldquo; bezeichnet, der die Sicherheit Europas garantiere und der Renationalisierung der Sicherheitspolitik entgegenwirke.<br>\nZwar lehnen die Gr&uuml;nen das Zweiprozentziel ab, weil sie es f&uuml;r zu abstrakt und statisch halten. Aber eine gut ausgestattete und ausreichend finanzierte Bundeswehr finden sie notwendig. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Gruene-Aussen--und-Sicherheitspolitik\/!5771141\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und noch schlimmer: auch angriffsbereit. Der Artikel &ndash; einer dezidiert Gr&uuml;nen Zeitung &ndash; vollzieht noch mal nach, von wo die ehemals pazifistischen, NATO-feindlichen Gr&uuml;nen gestartet sind und wohin der Weg &uuml;ber den &ldquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Kosovokrieg&rdquo;, den Afghanistankrieg und den Einsatz in Mali gef&uuml;hrt hat: zu einer Partei, die in ihrem Willen, Krieg zu f&uuml;hren, und ihrer unbedingten Unterst&uuml;tzung der NATO, &uuml;berhaupt der Bef&uuml;rwortung alles Milit&auml;rischen zeitweise rechts von der Union steht, sogar Kriege ohne UN-Mandat f&uuml;hren w&uuml;rde. F&uuml;r jeden Friedensbewegten vollkommen unw&auml;hlbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>USA: Wie man eine Wahl zuckert &ndash; Zuckerberg, das CTCL und Philadelphia<\/strong><br>\nDie letzten US-Wahlen k&ouml;nnen als Modell f&uuml;r die neuesten Methoden dienen, wie Konzerne und Milliard&auml;re demokratische Willensbildung lenken und untergraben. In der Stadt Philadelphia wurde fast das gesamte Wahlverfahren von Zuckerberg finanziert. Ein Schuft, der B&ouml;ses dabei denkt &hellip; (&hellip;)<br>\nDas CTCL geht einen Schritt weiter, und es hatte im Jahr 2020 seinen gro&szlig;en Auftritt. Die 2012 gegr&uuml;ndete NGO hatte noch im Jahr 2018 ein Budget von 841.577 US-Dollar; im letzten Jahr, zur US-Pr&auml;sidentschaftswahl, erhielt sie allein von Zuckerberg Spenden in H&ouml;he von 350 Millionen Dollar; wie viel zus&auml;tzlich noch z. B. von Google oder dem Rockefeller Brothers Fund kam, ist bisher nicht bekannt.<br>\nAuf seiner Website beschreibt sich das CTCL so: &ldquo;CTCL ist ein Team aus B&uuml;rgertechnologen, Trainern, Forschern, Wahlverwaltungs- und Datenexperten, die daran arbeiten, eine informiertere und engagiertere Demokratie zu f&ouml;rdern und dabei zu helfen, die US-Wahlen zu modernisieren.&rdquo; (&hellip;)<br>\nPhiladelphia erhielt tats&auml;chlich 10.016.074 US-Dollar aus den Mitteln der Zuckerberg-Spende. Im Antragsdokument f&uuml;r diese milde Gabe wird im Detail ausgef&uuml;hrt, wof&uuml;r: etwa ein Industrie-Schnelldrucker f&uuml;r den Druck der Briefwahlzettel f&uuml;r 987.980 Dollar, zwei Maschinen zum Sortieren der Briefwahlschreiben nach Postleitzahlen f&uuml;r je 488.592 Dollar, acht Wahlzettelscanner zum Gesamtpreis von 611.300 Dollar; Laptops, Wahlurnen und M&ouml;bel f&uuml;r zwei sogenannte &ldquo;mail-in&rdquo;-Wahllokale, die Wochen vor dem eigentlichen Wahltermin im Stadtzentrum er&ouml;ffnet wurden, nicht zu vergessen je 30.000 Dollar f&uuml;r je einen Angestellten; f&uuml;r 15 im Stadtgebiet aufgestellte &ldquo;Wahlbriefk&auml;sten&rdquo; f&uuml;r je 10.000 Dollar brauchte es noch zwei Abholteams mit zwei Chefs je 56.000 Dollar und insgesamt f&uuml;nf weiteren Abholern f&uuml;r je 8.000 Dollar und dann noch einmal &ldquo;Sicherheitsbedarf&rdquo; f&uuml;r 250.000 Dollar; schlie&szlig;lich hundert Dollar Gefahrenzulage f&uuml;r jeden der 8.515 Wahlhelfer am Wahltag selbst &hellip; (&hellip;)<br>\nNun, es gibt zwei Punkte, bei denen es kritisch wird.<br>\nDer erste ist die Schulung von Wahlleitern, die ebenfalls Teil des CTCL-Pakets ist. Bei den meisten rechtlichen Regelungen gibt es einen gewissen Ermessensspielraum; beim deutschen Wahlverfahren betrifft der zum Beispiel die Frage, ob der W&auml;hlerwille eindeutig erkennbar ist oder nicht. Hier kann der eine Wahlleiter eine Stimme f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;ren, weil das Kreuz nicht genau genug im Kreis ist, und der andere l&auml;sst sie noch durchgehen. Wie bei allen &ldquo;Nudging&rdquo;-Techniken: wenn in der Schulung die Haltung der Wahlleiter in die eine oder andere Richtung beeinflusst wird, ver&auml;ndert das im Einzelnen wenig, aber in der Summe eine ganze Menge.<br>\nEndg&uuml;ltig zur Manipulation wird die T&auml;tigkeit des CTCL allerdings durch die Verteilung seiner Aktivit&auml;ten. Wenn auch Philadelphia der am besten dokumentierte Fall ist, so lag doch der Schwerpunkt in den beiden Staaten Michigan und Wisconsin. Beides, wie Philadelphia, Swing-States, mithin wahlentscheidend.<br>\nNat&uuml;rlich kann eine private Organisation ihre ebenfalls privaten Mittel dort einsetzen, wo es ihr passt. Nur ist das dann eben keine F&ouml;rderung demokratischer Prozesse, sondern eine F&ouml;rderung, die klaren Interessen folgt. Die Mittel wurden nicht dort verteilt, wo die durch COVID-19 ausgel&ouml;sten Probleme am gr&ouml;&szlig;ten waren, und schon gar nicht danach, wo die meisten benachteiligten W&auml;hler lebten; sie wurden dorthin vergeben, wo die Demokraten hoffen konnten, noch zus&auml;tzliche Stimmen zu holen. Und mit der &ldquo;F&ouml;rderung&rdquo; des Wahlverfahrens selbst wurde vielleicht der Anfang f&uuml;r eine Korrumpierung in bisher ungekannter Tiefe gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/118142-wie-man-wahl-zuckert-zuckerberg\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>K&uuml;rzen auf Kosten der Kinder<\/strong><br>\nKultusminister Michael Piazolo bestreitet vehement einen Lehrermangel an Grund-, Mittel- und F&ouml;rderschulen. Interne Prognosen des Ministeriums lassen allerdings noch Schlimmeres bef&uuml;rchten. (&hellip;)<br>\nLaut interner Berechnungen, die der SZ vorliegen, sollen so etwa 400 Vollzeitkapazit&auml;ten gewonnen werden &ndash; was &uuml;bersetzt hei&szlig;t, dass die Schulen frei werdende Stunden im Umfang von etwa 400 Vollzeit-Lehrern neu verteilen k&ouml;nnen. Durch die K&uuml;rzungen im Ganztag kommen nach Sch&auml;tzungen des Hauptpersonalrats des Ministeriums weitere 100 Vollzeitkapazit&auml;ten dazu. Das Streichkonzert sei notwendig, um den &ldquo;Kernbereich der Unterrichtsversorgung&rdquo; abzudecken, hei&szlig;t es in einem internen Schreiben des Ministeriums. Die Prognosen gingen von &ldquo;hohen zus&auml;tzlichen Bedarfen aus, die allein durch die j&auml;hrlich zur Verf&uuml;gung stehenden Einstellungsbewerber nicht zu decken sein werden&rdquo;. Es gibt also doch konkrete Zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-lehrermangel-prognosen-1.5306428\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Im &bdquo;Land der Dichter und Denker&ldquo; gilt bereits seit einigen Jahrzehnten das neoliberale Prinzip. Auch die Bildung und insbesondere das Schulsystem unterliegen daher den betriebswirtschaftlich-&ouml;konomischen K&uuml;rzungszw&auml;ngen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>ARD: Nur Spr&uuml;che klopfen<\/strong><br>\nDie ARD soll den guten Sendeplatz kurz vor acht f&uuml;r Berichte zur Klimakrise nutzen statt f&uuml;r B&ouml;rsen-News, fordert eine Initiative. Lange hat sich die ARD gestr&auml;ubt. Nun wird sie ihr Programm vor der Tagesschau neu strukturieren.<br>\nIn der Bundesrepublik gab es im Jahr 2020 so viele Aktion&auml;re wie zuletzt im Jahr 2001. Das zeigt eine Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI). Demnach besa&szlig;en im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Menschen in Deutschland Aktien oder Fonds-Anteile.<br>\nAllerdings interessieren sich damit immer noch lediglich 15 Prozent der Deutschen f&uuml;r den Aktienmarkt. Praktisch alle deutschen Haushalte jedoch finanzieren mit ihren Rundfunkgeb&uuml;hren die Sendung &ldquo;B&ouml;rse vor acht&rdquo; im Ersten Deutschen Fernsehen, die auf einem der prominentesten Sendepl&auml;tze ausgestrahlt wird, den die ARD zu bieten hat: direkt vor der Tagesschau.<br>\nEine Gruppe von Klimaaktiven will jetzt genau diesen Sendeplatz erobern: &ldquo;Klima&deg; vor acht&rdquo; hei&szlig;t die Initiative. &ldquo;Unser Ziel ist, die Medienlandschaft in Deutschland dazu zu bewegen, mehr und besser &uuml;ber die Klimakrise zu berichten&rdquo;, sagt Sprecherin Friederike Mayer. Denn anders als das Aktienthema betreffe die Erderw&auml;rmung alle. Mayer: &ldquo;Das merkt man der Berichterstattung nicht an.&rdquo;<br>\nDie ARD hat sich lange gewunden. Die ARD-Programmdirektion erkl&auml;rte auf Nachfrage, die jetzige B&ouml;rsensendung kurz vor acht befasse sich schon heute regelm&auml;&szlig;ig auch mit Zusammenh&auml;ngen zwischen &Ouml;konomie und &Ouml;kologie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/gesellschaft\/ard-nur-sprueche-klopfen\">klimareporter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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