{"id":72976,"date":"2021-06-01T08:22:12","date_gmt":"2021-06-01T06:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976"},"modified":"2021-06-01T08:22:12","modified_gmt":"2021-06-01T06:22:12","slug":"hinweise-des-tages-3871","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h01\">Eine Testinfrastruktur als Selbstzweck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h02\">Die Corona-Lage im &Uuml;berblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h03\">Experten r&uuml;gen Umgang der Regierung mit den Corona-Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h04\">Corona und soziale Ungleichheit: Die geteilte Stadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h05\">Armut ist politisch gewollt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h06\">Kein positiver Wachstumseffekt von Unternehmenssteuersenkungen feststellbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h07\">Zustelldienste: &ldquo;Wer nicht alles im Zeitrahmen schafft, arbeitet abends l&auml;nger&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h08\">Ausbeutung bleibt: Minister planen halbherzige Pflegereform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h09\">Die schiefe Achse Berlin-Paris<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h10\">AKK-Antwort auf Brandbrief von Abgeordneten: F&uuml;r manche R&uuml;stungsprojekte fehlt halt langfristig das Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h11\">In der Sanktionsspirale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h12\">M&auml;ngel bei Geldw&auml;schekontrollen: Deutsche Bank macht US-Notenbank w&uuml;tend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h13\">16 Cent f&uuml;rs Klima: Baerbock will Preissteigerung bei Benzin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h14\">Zunehmende Zweifel an Klima-Kraft der Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h15\">Lebensmittel: Nestl&eacute; hadert mit den eigenen Produkten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h16\">Wahlrechtsreform in Texas: Dunkler Tag f&uuml;r Demokratie in Texas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72976#h17\">Identit&auml;tspolitik: Woke und weltfremd<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eine Testinfrastruktur als Selbstzweck<\/strong><br>\nEr k&ouml;nne nicht von Berlin aus Tausende Testzentren kontrollieren, sagt Jens Spahn. &Uuml;berraschend verst&auml;ndnisvoll zeigt sich FDP-Chef Christian Lindner. Und dann ist da bei Anne Will im Studio noch die Frage, was der Bundesgesundheitsminister eigentlich mit &bdquo;zus&auml;tzlich&ldquo; meint. [&hellip;]<br>\nSpahn hatte &uuml;berzeugende Argumente, warum die epidemiologische Bedeutung des sicherlich etwas peinlichen &bdquo;Testdebakels&ldquo; zu vernachl&auml;ssigen ist. Das wichtigste Argument erw&auml;hnte er leider nur beil&auml;ufig: Es g&auml;be aus allen Testzentren mehr falsch positive als durch einen PCR-Test best&auml;tigte korrekt positive Tests. Angesichts der rasant abnehmenden Inzidenzwerte kann das niemanden &uuml;berraschen. Nur stellte trotzdem niemand die Frage, ob die Testinfrastruktur unter diesen Voraussetzungen &uuml;berhaupt noch einen Sinn macht. Dabei hat bisher noch niemand verstanden, warum der Besuch des Supermarktes ohne Test immer m&ouml;glich sein soll, w&auml;hrend ein Test im restlichen Einzelhandel sinnvoll sein soll.<br>\nSo ist die Testinfrastruktur zum Selbstzweck geworden: Weil sie nun einmal da ist, soll sie auch genutzt werden. Dabei machten repr&auml;sentative Tests durchaus Sinn, um etwa zuk&uuml;nftige Infektionsrisiken rechtzeitig zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/tv-kritik-zu-anne-will-corona-testzentren-als-geschaeftsmodelle-17366321.html\">Frank L&uuml;bberding in der FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Schuld sind immer die anderen<\/strong><br>\nDoch wenn man Spahn auf seine Fehler aufmerksam macht, sind immer andere Schuld: Mal die &Auml;rzte, dann die EU. Oder wenn gar nichts mehr hilft, eben die Pandemie. Ausreden findet der Gesundheitsminister meist schneller als ein Aerosol ein Nasenloch.<br>\nDabei sind die Schnelltests nicht der einzige Fehlgriff: So hat Spahn ausgerechnet bei jenen Masken-Deals, die &uuml;ber CSU-Connections zustande kamen, erstaunlich hohe Preise bezahlt. Klar musste man auch unb&uuml;rokratisch handeln. Aber wenn damals wirklich alles sauber lief, k&ouml;nnte er ja die Unterlagen dazu freigeben, wie zum Beispiel jetzt Nordrhein-Westfalen. Statt dessen verhindert er hier wie in vielen anderen F&auml;llen die Aufkl&auml;rung.<br>\nDie f&uuml;r CDU-Minister eher untypische Neigung zur Geldverschwendung zeigte sich auch beim unfassbar teuren Weihnachtsgeschenk f&uuml;r Apotheker, die Masken an Rentnerinnen und Rentner abgaben. Einkaufen konnten die Apotheker die Masken f&uuml;r ein bis zwei Euro, vom Bund bekamen sie daf&uuml;r aber sechs Euro. Im Schnitt flossen dabei an jede einzelne Apotheke in Deutschland rund 100.000 Euro.<br>\nJe l&auml;nger die Pandemie dauert, desto klarer zeigt sich bei Spahn, was ihn wirklich auszeichnet: Das Desinteresse an handwerklich solider Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/testzentren-betrug-kommentar-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wenn aus keine mehr Kontrollen werden. &Uuml;ber Testzentren, Abrechnungsbetr&uuml;gereien und einem Hornberger Schie&szlig;en in einem System der organisierten Unzust&auml;ndigkeit<\/strong><br>\nNur um einmal die Gr&ouml;&szlig;enordnung des hier aufgerufenen Betrages deutlich zu machen: Seit langem wird eine bessere Verg&uuml;tung der Altenpflegekr&auml;fte angemahnt. Die Pflegekr&auml;fte in der Altenpflege verdienen teilweise mehrere hundert Euro weniger als die Pflegekr&auml;fte in den Krankenh&auml;usern. Eigentlich wollte man seitens eines Teils der Bundesregierung einen fl&auml;chendeckenden Tarifvertrag f&uuml;r die Altenpflege durchsetzen, das Ansinnen ist vor kurzem krachend gescheitert (vgl. dazu ausf&uuml;hrlicher den Beitrag Was f&uuml;r ein unheiliges Desaster: Die katholische Caritas blockiert den Weg zu einem allgemeinverbindlich erkl&auml;rten Tarifvertrag f&uuml;r die Altenpflege, die Verb&auml;nde der privatgewerblichen Arbeitgeber freuen sich und die Pflegekr&auml;fte ganz unten bleiben unten vom 7. M&auml;rz 2021). Schon vor Jahren wurde ausgerechnet, dass man etwa 5,9 Mrd. Euro ben&ouml;tigt, nur um das Verg&uuml;tungsgef&auml;lle zwischen den Pflegekr&auml;ften in der Langzeitpflege und denen im Krankenhaus auszugleichen. Und diese Tage erfahren wir, dass die Bundesregierung plant, eine Pflegereform durch den Bundestag zu bringen, bei der u.a. vorgesehen ist, dass eine Milliarde Euro an Steuermitteln aufgebracht werden soll, um die Kostenanstiege in der Altenpflege in Verbindung mit einer Beitragserh&ouml;hung in der Pflegeversicherung gegenzufinanzieren. Und sofort beginnt das Lamento, man k&ouml;nne sich diesen Betrag &bdquo;nicht leisten&ldquo;. Wohlgemerkt &ndash; eine Milliarde Euro pro Jahr f&uuml;r einen im wahrsten Sinne des Wortes existenziellen und seit langem unterfinanzierten Bereich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/05\/31\/wenn-aus-keine-mehr-kontrollen-werden\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Corona-Lage im &Uuml;berblick<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210601-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210601-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/coronavirus-karte-deutschland-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jetzt gibt es eine Kategorie &lt; 4, die komplett l&auml;cherlich ist, da dies Positivquoten entspricht deren Werte schon innerhalb der Fehlertoleranz der PCR-Test liegen, aber weiter in der Warnfarbe Gelb dargestellt wird. Offenbar weil die vormalige Schwelle von 10 aus der Ecke der NoCovid-Fanatiker schon nicht mehr zu halten ist. So soll weiter der Eindruck einer gef&auml;hrlichen Bedrohung aufrechterhalten werden. Mal sehen wann der Wert &lt; 1 eingef&uuml;hrt wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Experten r&uuml;gen Umgang der Regierung mit den Corona-Folgen<\/strong><br>\nSo sehr die Sachverst&auml;ndigen die einzelnen Regelungen des Gesetzentwurfs begr&uuml;&szlig;ten, so prinzipiell fiel ihre Kritik an der Bundesregierung im Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie aus. Niels Espenhorst vom Parit&auml;tischen Gesamtverband wies darauf hin, dass Kinder und Jugendliche die Verlierer der Pandemie seien, vor allem jene aus einkommensschwachen Familien. Seit mehr als einem Jahr verzichteten junge Menschen weitestgehend auf die Infrastruktur in Kitas, Schulen, Vereinen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.<br>\nDie Auswirkungen seien dramatisch. &bdquo;Will man Kinder und Jugendliche jetzt wirklich mit 100 Euro und ein bisschen Nachhilfe abspeisen?&ldquo;, fragte Espenhorst. Im vorliegenden Gesetzentwurf wie auch im gesamten Aktionsprogramm &bdquo;Aufholen nach Corona&ldquo; fehle eine nachhaltige St&auml;rkung der Angebote f&uuml;r Kinder und Jugendliche.<br>\nIn diesem Sinne argumentierte auch der Humanwissenschaftler Prof. Dr. Michael Klundt von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Aufholen m&uuml;ssten eigentlich nicht die Kinder- und Jugendlichen, sondern die Regierenden f&uuml;r die vers&auml;umte Bildungs-, Sozial- und Familienpolitik w&auml;hrend der Corona-Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/#url=L2Rva3VtZW50ZS90ZXh0YXJjaGl2LzIwMjEva3cyMi1wYS1mYW1pbGllLXRhZ2VzYmV0cmV1dW5nLTg0MzkyNA==&amp;mod=mod531790\">Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Stellungnahme von Prof. Dr. Michael Klundt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/210530-GA-AfFSFJ-KitaFinHG-1.pdf\">Hochschule Magdeburg-Stendal, FB Angewandte Humanwissenschaften<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona und soziale Ungleichheit: Die geteilte Stadt<\/strong><br>\nDie Pandemie legt soziale Ungleichheiten offen: Arme sind st&auml;rker betroffen. &Uuml;ber den Alltag in einem reichen und einem armen Stadtteil in Hamburg.<br>\nFatima Mohammed* greift sich ans Herz: &bdquo;Wenn ich schlafe, tr&auml;ume ich Corona. Das letzte Jahr ganz schlecht&ldquo;, sagt sie. &bdquo;Wache auf, ich kann nicht atmen, nur Panik.&ldquo; Sie sitzt mit ihrer Tochter Yasemin* auf den Stufen zu ihrer neuen Wohnung. Vier Zimmer f&uuml;r vier Personen, das ist Luxus auf der Hamburger Veddel, wo es Familien gibt, die zu siebt in zwei Zimmern leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Corona-und-soziale-Ungleichheit\/!5771211\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Armut ist politisch gewollt<\/strong><br>\n&bdquo;Freitag&ldquo;-Redakteur Konstantin Nowotny spricht mit Anna Mayr &uuml;ber ihr Buch &bdquo;Die Elenden &ndash; Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht&ldquo;<br>\nKnapp drei Millionen Menschen gelten in Deutschland als arbeitslos. Wenn aber &uuml;ber das Thema gesprochen werden soll, redet man nie mit den Betroffenen, sondern nur &uuml;ber sie. Warum ist das so? Und wie k&ouml;nnen wir Armut und Arbeitslosigkeit &uuml;berwinden, statt sie nur zu verwalten?<br>\nDie Journalistin und Schriftstellerin Anna Mayr hat ein Buch dar&uuml;ber geschrieben. Es ist teils pers&ouml;nlicher Erfahrungsbericht und teils aufwendige Recherche &ndash; und h&auml;lt eine bittere Erkenntnis bereit: Die Armut ist politisch gewollt.<br>\nIm Gespr&auml;ch mit Freitag-Redakteur Konstantin Nowotny erl&auml;utert die Autorin, welchen Weg die Armut seit der Agenda 2010 in Deutschland genommen hat, und ob Hartz IV nach der kommenden Bundestagswahl der Geschichte angeh&ouml;ren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/podcast\/armut-ist-politisch-gewollt\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kein positiver Wachstumseffekt von Unternehmenssteuersenkungen feststellbar<\/strong><br>\nMit Steuersenkungen die Wirtschaft ankurbeln &ndash; mit diesem Versprechen wird auch im aktuellen Bundestagswahlkampf wieder geworben. Doch die gro&szlig;e Rolle, die Unternehmenssteuern in der wirtschaftspolitischen Debatte spielen, ist wissenschaftlich nicht gedeckt. Bei systematischer Analyse der Forschungslage l&auml;sst sich kein positiver Effekt von reduzierten Unternehmenssteuern auf das Wirtschaftswachstum feststellen. Das ergibt eine neue Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung und des Wiener Instituts f&uuml;r Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw). Fazit der Forscher: Steuernachl&auml;sse f&uuml;r Unternehmen m&ouml;gen den internationalen Steuerwettbewerb stimuliert haben, das Wachstum aber eher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-33263.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zustelldienste: &ldquo;Wer nicht alles im Zeitrahmen schafft, arbeitet abends l&auml;nger&rdquo;<\/strong><br>\nAngetrieben von der Zentrale, ferngesteuert mit GPS: Der Druck auf Paketbotinnen und Kurierfahrer w&auml;chst. Wieso finden sich immer noch genug Zusteller, die den Job machen?<br>\n&ldquo;Paket!&rdquo; schallt es in vielen Haushalten mehrmals t&auml;glich aus der Gegensprechanlage oder durch das Treppenhaus. Wegen des Booms im Onlinehandel werden Zusteller dringend gesucht. Trotzdem sind ihre L&ouml;hne niedrig, die Arbeitsbedingungen schlecht. Was die Digitalisierung damit zu tun hat, untersucht seit 2018 der Soziologe Klaus Schmierl vom Institut f&uuml;r Sozialwissenschaftliche Forschung in M&uuml;nchen. Die Studie &ldquo;Digitale Logistik, Arbeitsstrukturen und Mitbestimmung&rdquo; (DiLaMi) im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung l&auml;uft noch bis zum Jahr 2022.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/zustelldienste-wer-nicht-alles-im-zeitrahmen-schafft-arbeitet-abends-laenger-1.5289772%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ausbeutung bleibt: Minister planen halbherzige Pflegereform<\/strong><br>\nMan sollte sich vom Geschrei der kommerziellen Pflegeheimbetreiber nichts vormachen lassen. Auch wenn deren Verband BPA am Montag behauptete, die Bundesminister f&uuml;r Gesundheit und Arbeit, Jens Spahn (CDU) und Hubertus Heil (SPD), gef&auml;hrdeten die Existenz von Pflegeeinrichtungen &ndash; das von ihnen geplante Gesetz ist alles andere als geeignet, den profithungrigen Pflegekonzernen das Handwerk zu legen. Deren Gesch&auml;ftsmodell basiert in aller Regel auf Dumpingl&ouml;hnen und unzureichendem Personaleinsatz, um aus den f&uuml;r die Pflege gedachten Sozialbeitr&auml;gen m&ouml;glichst viel f&uuml;r sich abzuzweigen.<br>\nUnd das wird so weitergehen &ndash; zu Lasten der Pflegekr&auml;fte, der pflegebed&uuml;rftigen Menschen und der Gesellschaft als Ganzes. Denn der Gesetzesantrag sieht zwar vor, dass Versorgungsvertr&auml;ge nur noch mit Pflegeeinrichtungen abgeschlossen werden, die &raquo;eine Entlohnung zahlen, die in Tarifvertr&auml;gen oder kirchlichen Arbeitsrechtsregelungen vereinbart ist&laquo;. Das gilt allerdings erst ab September 2022. Vor allem aber: Die Einrichtungen k&ouml;nnen sich den Referenztarifvertrag aussuchen &ndash; oder sich gleich selbst einen basteln und von irgendeiner Pseudogewerkschaft unterschreiben lassen. Der &raquo;Kreativit&auml;t&laquo; der Konzerne wird hier keine gesetzliche Grenze gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/403466.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die schiefe Achse Berlin-Paris<\/strong><br>\nMit demonstrativen Harmoniebekundungen ist am gestrigen Montag der j&uuml;ngste Deutsch-Franz&ouml;sische Ministerrat zu Ende gegangen. Er wolle sich f&uuml;r das &ldquo;Engagement&rdquo;, die &ldquo;Tatkraft&rdquo; sowie die &ldquo;Geduld&rdquo; von Bundeskanzlerin Angela Merkel bedanken, erkl&auml;rte Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron mit Blick darauf, dass der Ministerrat der letzte mit Merkels Beteiligung war. Die Kanzlerin sagte, sie empfinde es als eine &ldquo;Bereicherung, wenn wir zu gemeinsamen L&ouml;sungen kommen&rdquo;. Die Harmoniebekundungen t&auml;uschen dar&uuml;ber hinweg, dass es Merkel seit ihrem Amtsantritt Ende 2005 gelungen ist, die Vormacht Berlins gegen&uuml;ber Paris systematisch auszubauen &ndash; von der Durchsetzung der deutschen Austerit&auml;tspolitik in der Eurokrise gegen erbitterten franz&ouml;sischen Widerstand bis zur erfolgreichen Abwehr von Macrons Forderungen zur finanzpolitischen Ausgestaltung der Eurozone. Aktuelle Auseinandersetzungen gelten dem Krieg in Mali, wo sich eine Niederlage der M&auml;chte Europas abzeichnet, und dem Bau des neuen Kampfjets der sechsten Generation (FCAS), der wegen heftiger interner Rivalit&auml;ten k&uuml;rzlich fast vor dem Scheitern stand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8615\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>AKK-Antwort auf Brandbrief von Abgeordneten: F&uuml;r manche R&uuml;stungsprojekte fehlt halt langfristig das Geld<\/strong><br>\nVerteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat nach Kritik aus der eigenen Koalition das Vorgehen verteidigt, bereits im Verteidigungshaushalt f&uuml;r dieses Jahr eingestellte R&uuml;stungsbeschaffungen wieder zur Disposition zu stellen. Bei der Finanzplanung f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Vorhaben m&uuml;sse auch ber&uuml;cksichtigt werden, ob nicht nur in diesem und im kommenden Jahr, sondern auch in den Folgejahren das n&ouml;tige Geld zur Verf&uuml;gung stehe, schrieb die Ministerin zwei Haushalts- und zwei Verteidigungspolitiker:innen aus Union und SPD. Diese Position, betonte Kramp-Karrenbauer, sei mit dem Bundesfinanzministerium abgestimmt. [&hellip;]<br>\nOb sich die Parlamentarier damit zufriedengeben werden, bleibt abzuwarten &ndash; insbesondere, ob sie von dem den Brief beigef&uuml;gten Anlagen, in denen unter anderem einzelne Projekte und deren Finanzierung oder auch die Verschiebung der Finanzmittel in andere Vorhaben erl&auml;utert werden, &uuml;berzeugt werden.<br>\nNicht zuletzt werden sie die Antwort Kramp-Karrenbauers vor dem Hintergrund sehen, dass im vergangenen Jahr mehrere Gro&szlig;vorhaben angesto&szlig;en wurden, die auf Jahre Haushaltsmittel binden &ndash; also eigentlich genau das passiert ist, was die Ministerin jetzt als Grund daf&uuml;r heranzieht, bestimmte Projekte nicht weiter zu verfolgen. Zugleich setzt sich aber mit den vom Bundeskabinett insgesamt festgezurrten Projekten dieser Trend prinzipiell fort.<br>\nVor allem aber kommen Ministerium und Bundeswehr aus der Falle der steigenden Betriebskosten nicht heraus: Die bewegen sich, so ist aus einer der Anlagen zum Schreiben ersichtlich, auch mit den jetzt g&uuml;ltigen Haushalts-Eckwerten trotz fallender Finanzlinie insgesamt mit steigender Tendenz auf die 40 Milliarden Euro pro Jahr zu.<br>\nEine Detailbetrachtung der 15 Vorhaben, f&uuml;r die laut Ministerium die Finanzierung nicht gesichert ist, an dieser Stelle erst einmal nicht &ndash; obwohl da auch ein genauerer Blick lohnt: So ist zum Beispiel inzwischen das Entwicklungsprojekt Joint Fire Support Team auf dem Transportpanzer Boxer gesichert, weil durch eine Umpriorisierung innerhalb des Einzelplans 14 daf&uuml;r Geld frei wurde. Allerdings ging nach Informationen von Augen geradeaus! diese Umpriorisierung zu Lasten eines bereits weitgehend fertigen Munitionsprojekts, der Suchz&uuml;ndermunition Artillerie (SMArt) &ndash; nicht direkt verst&auml;ndlich angesichts des erkl&auml;rten Grundsatzes Beschaffung vor Entwicklung und der immer wieder beklagten Defizite bei der Munition.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augengeradeaus.net\/2021\/05\/akk-antwort-auf-brandbrief-von-abgeordneten-fuer-manche-ruestungsprojekte-fehlt-halt-langfristig-das-geld\/\">Augen geradeaus!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>In der Sanktionsspirale<\/strong><br>\nMit einer Er&ouml;rterung verschiedener drastischer Wirtschaftssanktionen leiten Berlin und die EU die n&auml;chste Runde im Kampf um den Sturz des belarussischen Pr&auml;sidenten Alexander Lukaschenko ein. Man solle nicht nur Strafma&szlig;nahmen gegen belarussische Konzerne in Betracht ziehen, sondern auch, das Land vom internationalen Zahlungssystem SWIFT auszuschlie&szlig;en, fordert Au&szlig;enminister Heiko Maas. Ein Ausschluss von SWIFT k&ouml;nnte &ndash; wie einst in Iran &ndash; auch in Belarus zu einem &ldquo;massiven Einbruch&rdquo; der Wirtschaft f&uuml;hren, urteilen Experten. Freilich warnen Beobachter, Sanktionen k&ouml;nnten durchaus auch der eigenen Seite Schaden zuf&uuml;gen; als Beispiel gilt ein etwaiger Boykott gegen Belaruskali, der den Landwirten in der EU gravierende Probleme bereiten k&ouml;nnte. Luxemburgs Au&szlig;enminister Jean Asselborn wird mit der Aussage zitiert, der Westen werde wom&ouml;glich &ldquo;ein wenig Opfer&rdquo; bringen m&uuml;ssen. Mit den bevorstehenden Sanktionen gehen die mehr als zwei Jahrzehnte andauernden Versuche Berlins, Br&uuml;ssels und Washingtons, den belarussischen Pr&auml;sidenten Alexander Lukaschenko zu st&uuml;rzen, in die n&auml;chste Runde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8613\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>M&auml;ngel bei Geldw&auml;schekontrollen: Deutsche Bank macht US-Notenbank w&uuml;tend<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank ist bekannt f&uuml;r laxe Geldw&auml;schekontrollen. Um dieses Stigma abzusch&uuml;tteln, investiert sie nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren umfangreiche Ressourcen. Nach Angaben von Insidern macht sie bei ihren Bem&uuml;hungen aber R&uuml;ckschritte, keine Fortschritte.<br>\nDie US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat die Deutsche Bank in den vergangenen Wochen darauf hingewiesen, dass das Geldhaus es weiter vers&auml;ume, M&auml;ngel in seinen Anti-Geldw&auml;sche-Kontrollen anzugehen. Das berichten mit der Kommunikation vertraute Personen. Demnach sei die Federal Reserve inzwischen so ver&auml;rgert, dass sie der Bank mit einer Geldstrafe drohe.<br>\nDie Deutsche Bank hat nach eigenen Angaben umfangreiche Ressourcen in die Auffindung von verd&auml;chtigen Transaktionen gesteckt. Allerdings macht die Bank nach Auffassung der Fed keine Fortschritte, sondern Schritte zur&uuml;ck. Dies habe die US-Notenbank der Deutschen Bank mitgeteilt, sagen die Informanten. Die Fed habe sie auch wissen lassen, dass einige der Anti-Geldw&auml;sche-Kontrollprobleme sofortige Aufmerksamkeit erfordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Deutsche-Bank-macht-US-Notenbank-wuetend-article22586467.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>16 Cent f&uuml;rs Klima: Baerbock will Preissteigerung bei Benzin<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock strebt nach der Wahl die Erh&ouml;hung der Benzinpreise um 16 Cent und die Einf&uuml;hrung eines Tempolimits von 130 in Deutschland an. Baerbock begr&uuml;ndete die Erh&ouml;hung des Benzinpreises am Sonntagabend bei &ldquo;Bild&rdquo;-TV mit der neu eingef&uuml;hrten Bepreisung von CO2 im Rahmen des Klimaschutzpakets.<br>\nSechs Cent Preiserh&ouml;hung habe es bereits zum Jahresbeginn gegeben, dies m&uuml;sse nun &ldquo;schrittweise weiter angehoben werden&rdquo; um 16 Cent, sagte sie. Diesen Betrag hatte k&uuml;rzlich auch Gr&uuml;nen-Co-Parteichef Robert Habeck genannt. Baerbock bekr&auml;ftigte auch die Absicht der Gr&uuml;nen zur Einf&uuml;hrung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen. &ldquo;Wir w&uuml;rden das gerne in der n&auml;chsten Bundesregierung einf&uuml;hren&rdquo;, sagte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Baerbock-will-Preissteigerung-bei-Benzin-article22586784.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Gr&uuml;nen liefern wie gew&uuml;nscht und lassen, wie erwartet, jede soziale R&uuml;cksichtnahme vermissen. Wen trifft wohl die Benzinpreiserh&ouml;hung am st&auml;rksten? Sicher nicht den Porschefahrer. Gr&uuml;n w&auml;hlen muss man sich eben leisten k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zunehmende Zweifel an Klima-Kraft der Koalition<\/strong><br>\nDie Windkraftbranche hat nicht mehr viel Hoffnung, dass das neue Klimaneutralit&auml;tsziel 2045 in den letzten Regierungswochen noch konkrete Verbesserungen nach sich zieht. Selbst Vorhaben, die Union und SPD schon Ende 2020 beschlossen haben, bleiben wohl &uuml;berwiegend liegen.<br>\nOhne massiven Ausbau der Windkraft an Land gibt es keine Klimaneutralit&auml;t. F&uuml;r die Bedeutung der Windkraft onshore gibt es inzwischen viele Sprachbilder: Sie sei das &ldquo;R&uuml;ckgrat&rdquo; der Energiewende oder das &ldquo;Arbeitspferd&rdquo; oder das &ldquo;Last- und Zugpferd&rdquo;.<br>\nDas letztere Bild vom schuftenden Vierbeiner findet sich in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), unterzeichnet von 40 Energieunternehmen und Verb&auml;nden, darunter kommunale Spitzenverb&auml;nde und gro&szlig;e Naturschutzorganisationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/strom\/zweifel-an-der-klima-kraft-der-koalition\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lebensmittel: Nestl&eacute; hadert mit den eigenen Produkten<\/strong><br>\nKitkat, Smarties, Nesquik: Viele Lebensmittel des Schweizer Nestl&eacute;-Konzerns sind nichts f&uuml;r Ern&auml;hrungsbewusste. Dessen ist man sich dort offenbar sehr bewusst, wie ein internes Dokument nahelegt.<br>\nEs klingt erst mal wie ein Scherz: Die Firma Nestl&eacute;, Hersteller von S&uuml;&szlig;igkeiten-Klassikern wie Kitkat und Smarties, macht sich Sorgen um die gesundheitlichen Auswirkungen ihrer Produkte, zumindest wenn das stimmt, was die Financial Times am Montag unter Berufung auf ein internes Firmendokument berichtete. Demnach entsprechen mehr als 60 Prozent der Nahrungsmittel und Getr&auml;nke von Nestl&eacute; nicht dem, was die Firma als &ldquo;anerkannte Definition von Gesundheit&rdquo; bezeichnet. In der Pr&auml;sentation, die laut FT in diesem Jahr unter den Top-Managern des Unternehmens zirkulierte, hei&szlig;t es offenbar, dass &ldquo;einige unserer Kategorien und Produkte niemals &lsquo;gesund&rsquo; sein werden, egal wie sehr wir uns erneuern&rdquo;.<br>\nKein Unternehmen verkauft weltweit mehr Nahrungsmittel und Getr&auml;nke als Nestl&eacute;. 2020 lag der Umsatz der Firma mit Sitz im schweizerischen Vevey bei Lausanne bei 84 Milliarden Franken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/nestle-lebensmittel-1.5309369\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wahlrechtsreform in Texas: Dunkler Tag f&uuml;r Demokratie in Texas<\/strong><br>\nDer texanische Kongress hat den Weg f&uuml;r eine Wahlrechtsreform freigemacht. Das Gesetz schr&auml;nkt die M&ouml;glichkeiten zur Stimmabgabe massiv ein.<br>\nMit einem dramatischen Schritt haben die De&shy;mo&shy;kra&shy;t*in&shy;nen im Senat des US-Bundesstaats Texas am Sonntag die Verabschiedung eines neuen Wahlgesetzes zun&auml;chst verhindert, das die M&ouml;glichkeiten zur Stimmabgabe drastisch eingeschr&auml;nkt h&auml;tte. Kurz vor Mitternacht verlie&szlig; die demokratische Fraktion geschlossen den Sitzungssaal &ndash; damit war das notwendige Quorum f&uuml;r eine Abstimmung nicht mehr gegeben. Das ist eine schwere Schlappe f&uuml;r die Re&shy;pu&shy;bli&shy;ka&shy;ne&shy;r*in&shy;nen und ihren Gouverneur Greg Abbott, die alles daran gesetzt hatten, das Gesetz im Eilverfahren abstimmungsreif zu machen. Abbott k&uuml;ndigte allerdings an, schon am Dienstag eine neue Runde einleiten zu wollen, um das Gesetz doch noch durch den texanischen Kongress zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Wahlrechtsreform-in-Texas\/!5775655\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit diesem Gesetz sollen aktiv eigentlich Wahlberechtigte von Wahlen ausgeschlossen werden. Es ist ein Witz, dass ausgerechnet diese Leute, die US-Amerikaner, &ldquo;freedom and democracy&rdquo; an andere Orte bringen wollen, &ldquo;notfalls&rdquo; auch zwangsweise und mit Waffengewalt (Afghanistan, Irak, &hellip;).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Identit&auml;tspolitik: Woke und weltfremd<\/strong><br>\nPrivilegiert, wenn nicht sogar Ausbeuter und Unterdr&uuml;cker, sind automatisch wei&szlig;e heterosexuelle M&auml;nner, benachteiligt sind dagegen unter anderem Frauen, Afroamerikaner, Migranten, LGBT-Personen und alle intersektionalen Gruppen, die sich daraus ergeben k&ouml;nnen. Identit&auml;tspolitik perpetuiert auf diese Weise die gef&auml;hrliche Illusion, Unterdr&uuml;cker und Unterdr&uuml;ckte anhand &auml;u&szlig;erlicher Merkmale schnell und unkompliziert erkennen zu k&ouml;nnen &ndash; eine &ldquo;linke&rdquo; Wahnvorstellung, die mit der Eliminierung von Brillentr&auml;gern unter Pol Pot einst ihren traurigen H&ouml;hepunkt erreicht hat.<br>\nWenn die Frage, wer von linken Parteien repr&auml;sentiert werden soll, sich haupts&auml;chlich durch die Zugeh&ouml;rigkeit zu bestimmten Minderheiten entscheidet, fallen automatisch unz&auml;hlige Menschen durch das grobmaschige Netz dieser neuen linken &ldquo;Awareness&rdquo; hindurch: beispielsweise die Millionen wei&szlig;er m&auml;nnlicher Arbeiter, die sich in den meisten westlichen Staaten politisch nicht mehr vertreten f&uuml;hlen und als Konsequenz in Scharen rechten Populisten zulaufen.<br>\nDer Unmut ist einigerma&szlig;en nachvollziehbar: Warum sollte ein schwarzer Homosexueller, der beruflich erfolgreich ist und ein h&uuml;bsches Einfamilienhaus mit Garten bewohnt, allein aufgrund seines Minderheitsstatus mehr politische Aufmerksamkeit verdienen als ein wei&szlig;er unterbezahlter Arbeiter, der nebenan im Plattenbau wohnt?<br>\nDoch f&uuml;r die Gerechtigkeitsdebatten der neuen Linken spielt das sozio&ouml;konomische Prekariat kaum eine Rolle mehr. Was die gro&szlig;en Konzerne am meisten freuen d&uuml;rfte. Eine Marketing-Abteilung nach der anderen hat in den letzten Jahren die linke Identit&auml;tspolitik und die neue &ldquo;Woke&rdquo;-Kultur, also das Bewusstsein f&uuml;r die politischen Anliegen vermeintlich oder tats&auml;chlich benachteiligter Minderheiten, f&uuml;r sich entdeckt. Das Ergebnis sind Werbe-Spots, die politische Positionen transportieren, indem Black-Lives-Matter-Slogans benutzt werden oder toxische M&auml;nnlichkeit verurteilt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Identitaetspolitik-Woke-und-weltfremd-6057488.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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