{"id":73051,"date":"2021-06-06T09:00:58","date_gmt":"2021-06-06T07:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051"},"modified":"2021-06-04T10:10:38","modified_gmt":"2021-06-04T08:10:38","slug":"hinweise-der-woche-209","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h01\">Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h02\">Die Eisbrecher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h03\">Das Maas ist voll!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h04\">Ausl&auml;ndische Erntehelfer &ndash; Schlupfloch f&uuml;r Lohndumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h05\">Wie der Pflegenotstand versch&auml;rft und von Wissenschaftlern legitimiert wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h06\">Armut ist politisch gewollt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h07\">Voller Todessehnsucht versch&auml;rfen die Sparkassen den Krieg gegen das Bargeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h08\">Datensch&uuml;tzer alarmiert &uuml;ber Praktiken von Gesichtserkennungsfirma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h09\">Union kippt Bienen-Schutz-Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h10\">ARD: Nur Spr&uuml;che klopfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73051#h11\">Das verzerrte Menschenbild im Kapitalismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Offensichtlich keine Exit-Strategie aus dem Ma&szlig;nahmenregime<\/strong><br>\nIch wollte von der Bundesregierung wissen, ab welchem Anteil von Immunisierten in der Bev&ouml;lkerung sie die rechtliche und ethische Grundlage f&uuml;r die Ma&szlig;nahmenpolitik als entfallen ansieht. Statt mir eine Antwort zu geben, verweist man auf die Ausnahmeverordnung f&uuml;r Genesene und Geimpfte und zeigt vage in Richtung der L&auml;nder, dabei hat das &uuml;berhaupt nichts mit meiner Frage zu tun. Das l&auml;sst leider nur den ersch&uuml;tternden Schluss zu, dass man in der Bundesregierung offensichtlich keine Exit-Strategie aus dem Ma&szlig;nahmenregime hat. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass es Konsens zwischen allen verantwortungsbewussten politischen Kr&auml;ften in diesem Land ist, dass die Ma&szlig;nahmen keine Rechtfertigung mehr haben, wenn die gesundheitlichen Risiken minimiert sind und das Gesundheitssystem dauerhaft und nachhaltig entlastet ist. Dieser Konsens wird hier offensichtlich aufgek&uuml;ndigt und ethische wie verfassungsrechtliche Notwendigkeiten ignoriert. Dabei hat der Deutsche Ethikrat schon Anfang Februar erkl&auml;rt, dass die &bdquo;entscheidende ethische wie rechtliche Legitimationsbasis der staatlichen Freiheitsbeschr&auml;nkungen&ldquo; mit fortschreitender Durchimpfung entf&auml;llt. Auf die Zahl der Neuinfektionen kommt es dann nicht mehr an. Es war diese Bundesregierung und die sie tragenden Fraktionen, die die Ma&szlig;nahmenpolitik der L&auml;nder per Gesetz an die Inzidenzwerte von 35 und 50 gekoppelt hat. Es ist ihre Pflicht, das zu korrigieren und den Weg aus der Ma&szlig;nahmenpolitik freizumachen und auf ein abgewogenes Pandemiemanagement umzustellen. D&auml;nemark hat es vorgemacht. Wir sollten bald folgen.<br>\nPflichtvergessen ist auch die Art und Weise, wie die Bundesregierung mit dem verfassungsrechtlich garantierten parlamentarischen Fragerecht von Abgeordneten des Deutschen Bundestages umgeht. Die Bundesregierung kann gegebenenfalls mit triftiger Begr&uuml;ndung Antworten verweigern oder eingrenzen, aber sie kann nicht einfach nach Gutd&uuml;nken &uuml;ber den inhaltlichen Kern von Fragen hinweggehen, wie es leider unter dieser Bundesregierung geh&auml;uft zu beobachten ist. So wird das Auskunfts- und Informationsrecht zur Makulatur und eine effektive Kontrolle der Regierung erschwert. Ich bin nicht bereit, das l&auml;nger hinzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/kubicki.wolfgang\/posts\/4739663996050673\">Wolfgang Kubicki<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Corona-Lage im &Uuml;berblick<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210601-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210601-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/coronavirus-karte-deutschland-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jetzt gibt es eine Kategorie &lt; 4, die komplett l&auml;cherlich ist, da dies Positivquoten entspricht deren Werte schon innerhalb der Fehlertoleranz der PCR-Test liegen, aber weiter in der Warnfarbe Gelb dargestellt wird. Offenbar weil die vormalige Schwelle von 10 aus der Ecke der NoCovid-Fanatiker schon nicht mehr zu halten ist. So soll weiter der Eindruck einer gef&auml;hrlichen Bedrohung aufrechterhalten werden. Mal sehen wann der Wert &lt; 1 eingef&uuml;hrt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Virologe Kekul&eacute; spricht bez&uuml;glich Impfungen von &ldquo;Weltexperiment&rdquo; und hinterfragt Kinderimpfungen<\/strong><br>\nDer Virologe Alexander Kekul&eacute; betonte in seinem Podcast, dass es sich bei der derzeitigen Impfaktion um ein &ldquo;Weltexperiment&rdquo; handelt. Er halte es nicht f&uuml;r notwendig, alle Kinder &ldquo;auf Teufel komm raus&rdquo; gegen COVID-19 impfen zu lassen.<br>\nDer Virologe Alexander Kekul&eacute; h&auml;lt es nicht f&uuml;r zwingend notwendig, fl&auml;chendeckend alle Kinder und Jugendlichen ab zw&ouml;lf Jahren gegen COVID-19 impfen zu lassen. In seinem Podcast beim MDR am Dienstag f&uuml;hrte er aus:<br>\n&ldquo;Wir haben nat&uuml;rlich einen neuartigen Impfstoff und die Frage ist ja immer die gleiche. Wir impfen ja die Sch&uuml;ler nicht wegen des individuellen Risikos, sondern impfen sie deshalb, weil sie die Gesellschaft insgesamt vor Infektionen sch&uuml;tzen sollen. Wenn aber die restliche Gesellschaft schon immun ist, was die Idee der ganzen Impfaktion ist, gerade die Risikogruppen sind ja nun hoffentlich immunisiert, dann ist f&uuml;r mich der Druck, die Sch&uuml;ler zu impfen, nicht mehr so hoch wie vorher.&rdquo;<br>\nDiesbez&uuml;glich ist f&uuml;r ihn klar:<br>\n&ldquo;Ich bin eben daf&uuml;r, dass man diese Diskussion einfach mal offen f&uuml;hrt. Wir k&ouml;nnen sowieso nur einen Kontrollzustand erreichen, da eine vollst&auml;ndige Elimination des Virus nicht m&ouml;glich scheint und dann m&uuml;ssen wir nat&uuml;rlich nicht auf Teufel komm raus alle Kinder bis zum Alter von null an durchimpfen. Vor allem, wenn wir sie dann durchimpfen und das Virus nicht verschwindet, welchen Zweck hat dann die &Uuml;bung gehabt?&rdquo; [&hellip;]<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/118144-virologe-kekule-spricht-bezuglich-von\/\">RT DE<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/panorama\/corona-virologe-kekule-kinder-impfung-nicht-zwingend-notwendig-100.html\">Virologe Kekul&eacute; h&auml;lt fl&auml;chendeckende Kinder-Impfung nicht f&uuml;r notwendig &ndash; MDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Podcast-Folge ist sehr h&ouml;renswert und erfreulich unaufgeregt. Das ist heute schon ein Alleinstellungsmerkmal.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Jens Spahn<\/strong><br>\nKinder ab 12 Jahren d&uuml;rfen eine Coronaimpfung bekommen &ndash; das Votum der St&auml;ndigen Impfkommission wurde nicht abgewartet. &Uuml;berlassen wir medizinische Abw&auml;gungen jetzt Politikern und Politikerinnen im Wahlkampf? (&hellip;)<br>\nDie Stiko wurde so in eine vertrackte Lage gebracht. Mitglieder haben schon vorsichtig angek&uuml;ndigt, dass das Gremium eventuell keine generelle Empfehlung f&uuml;r die Impfung von 12- bis 16-J&auml;hrigen aussprechen k&ouml;nnte, sondern lediglich f&uuml;r vorerkrankte Kinder. (&hellip;)<br>\nAuf der Strecke bleibt also die differenzierte, wissenschaftliche Auseinandersetzung zu den Chancen und Risiken der Coronaimpfung f&uuml;r Kinder und Jugendliche. Dabei ist gerade die so wichtig wie eh und je. Wem Kinder am Herzen liegen, der sollte bei einer Impfung nicht auf Politikerinnen und Politiker im Wahlkampfmodus h&ouml;ren &ndash; sondern sich an den wissenschaftlichen Fakten orientieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/corona-impfung-fuer-12-bis-16-jaehrige-zu-risiken-und-nebenwirkungen-fragen-sie-jens-spahn-kommentar-a-7508ad00-9aaa-4877-96a3-b5e694baf48c\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Stiko-Mitglied warnt vor Impfkampagne f&uuml;r Kinder ab zw&ouml;lf Jahren<\/strong><br>\nStiko-Mitglied Christian Bogdan hat sich in der Debatte &uuml;ber Corona-Impfungen f&uuml;r Kinder gegen eine &bdquo;generelle Kinderimpfkampagne&ldquo; ausgesprochen. &bdquo;Eine Impfempfehlung kann nicht einfach deswegen ausgesprochen werden, weil es gerade gesellschaftlich oder politisch opportun erscheint&ldquo;, sagte der Erlanger Immunologe, der der St&auml;ndigen Impfkommission (Stiko) angeh&ouml;rt, den &bdquo;N&uuml;rnberger Nachrichten&ldquo;. (&hellip;)<br>\nBeim Biontech-Impfstoff habe das Paul-Ehrlich-Institut beispielsweise &bdquo;Hinweise f&uuml;r ein erh&ouml;htes Auftreten von Herzmuskelentz&uuml;ndungen im zeitlichen Kontext zur Impfung, vor allem bei jungen M&auml;nnern&ldquo;, sagte Bogdan. &bdquo;Ich will nicht die Pferde scheu machen. Aber wir brauchen eben Daten und sollten nicht eine generelle Kinderimpfkampagne starten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article231448851\/Stiko-Mitglied-warnt-vor-Kinderimpfkampagne-fuer-ueber-Zwoelfjaehrige.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Impfchaos sollen andere ausbaden<\/strong><br>\nMit der Aufhebung der Priorisierung am 7. Juni, sollen sich auch alle Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren um einen Impftermin bem&uuml;hen d&uuml;rfen. Das haben Bund und L&auml;nder auf ihrem Impfgipfel beschlossen. Das Problem: Es gibt auch mit einer erwarteten Zulassung durch die EMA nicht mehr Impfstoff. Das bedeutet, dass sich der Ansturm auf die Arztpraxen weiter verst&auml;rken wird, mit Menschen, die sich nur deshalb impfen lassen wollen, damit sie ihre Freiheiten zur&uuml;ckbekommen. Das ist ein Skandal.<br>\nDer Beschluss des Impfgipfels ist damit kein Hoffnungsschimmer, sondern ein Brandbeschleuniger, der zu jeder Menge Frust und vielleicht auch krimineller Energie f&uuml;hren wird. Denn bei den niedergelassenen &Auml;rzten d&uuml;rften die Dr&auml;hte in den kommenden Wochen und Monaten nicht mehr aufh&ouml;ren zu gl&uuml;hen. Eine hohe Nachfrage trifft auf ein knappes Angebot. Der Markt soll es wohl richten. Nicht auszuschlie&szlig;en, dass in Einzelf&auml;llen Status und gute Beziehungen sowie das n&ouml;tige Kleingeld zum pers&ouml;nlichen Impferfolg beitragen. (&hellip;)<br>\nDerweil sinken die Inzidenzen schneller, als die Anpassung der jeweiligen Regelwerke dauert. Vielerorts d&uuml;rften sich angek&uuml;ndigte Stufenpl&auml;ne bereits erledigt haben, bevor sie denn offiziell Rechtskraft erlangen. Bremsend wirken lediglich die politisch eingebauten Zeitr&auml;ume von meist f&uuml;nf Werktagen, innerhalb derer eine Entwicklung stabil verlaufen muss. Doch Stabilit&auml;t ist bei einbrechenden Zahlen, die innerhalb der gesetzten Frist nicht nur einen, sondern bereits den zweiten Grenzwert unterschreiten, der eindeutig falsche Ma&szlig;stab.<br>\nWer jetzt noch mit Stufen- und Zeitpl&auml;nen in einer Verordnung hantiert, gibt sich damit der L&auml;cherlichkeit preis, zumal die bereits erfolgten Lockerungen keinerlei negative Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen erkennen lassen. Hilflos wirkte daher auch der Versuch des Regierenden B&uuml;rgermeisters aus Berlin, die sinkende Inzidenz vor allem den Ma&szlig;nahmen zuzuschreiben, um dann aber doch wieder davor zu warnen, sie aufzuheben. Offenbar will niemand vor den Bundestagswahlen einen finalen Shitstorm in den (a)sozialen Netzwerken riskieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210527impfchaos-sollen-andere-ausbaden\">TauBlog<\/a><\/p>\n<p>sowie: <strong>&bdquo;W&uuml;rde Eltern jetzt nicht raten, ihre Kinder regelhaft impfen zu lassen&ldquo;<\/strong><br>\nBundes&auml;rztekammer-Pr&auml;sident Klaus Reinhardt r&uuml;gt den Regierungskurs bei den Corona-Impfungen f&uuml;r Minderj&auml;hrige: Die Politik setze sich &uuml;ber die medizinische Expertise der St&auml;ndigen Impfkommission hinweg. Fl&auml;chendeckende Impfungen dieser Gruppe seien &bdquo;nicht gerechtfertigt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article231427351\/Aerztekammer-Chef-Wuerde-jetzt-nicht-raten-Kinder-regelhaft-impfen-zu-lassen.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72878\">Die &bdquo;Impfangebote&ldquo;, die man nicht ablehnen kann<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72819#h05\">Spahn will Kinderimpfung auch ohne Stiko-Empfehlung<\/a> mit Anmerkungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Experten r&uuml;gen Umgang der Regierung mit den Corona-Folgen<\/strong><br>\nSo sehr die Sachverst&auml;ndigen die einzelnen Regelungen des Gesetzentwurfs begr&uuml;&szlig;ten, so prinzipiell fiel ihre Kritik an der Bundesregierung im Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie aus. Niels Espenhorst vom Parit&auml;tischen Gesamtverband wies darauf hin, dass Kinder und Jugendliche die Verlierer der Pandemie seien, vor allem jene aus einkommensschwachen Familien. Seit mehr als einem Jahr verzichteten junge Menschen weitestgehend auf die Infrastruktur in Kitas, Schulen, Vereinen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.<br>\nDie Auswirkungen seien dramatisch. &bdquo;Will man Kinder und Jugendliche jetzt wirklich mit 100 Euro und ein bisschen Nachhilfe abspeisen?&ldquo;, fragte Espenhorst. Im vorliegenden Gesetzentwurf wie auch im gesamten Aktionsprogramm &bdquo;Aufholen nach Corona&ldquo; fehle eine nachhaltige St&auml;rkung der Angebote f&uuml;r Kinder und Jugendliche.<br>\nIn diesem Sinne argumentierte auch der Humanwissenschaftler Prof. Dr. Michael Klundt von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Aufholen m&uuml;ssten eigentlich nicht die Kinder- und Jugendlichen, sondern die Regierenden f&uuml;r die vers&auml;umte Bildungs-, Sozial- und Familienpolitik w&auml;hrend der Corona-Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/#url=L2Rva3VtZW50ZS90ZXh0YXJjaGl2LzIwMjEva3cyMi1wYS1mYW1pbGllLXRhZ2VzYmV0cmV1dW5nLTg0MzkyNA==&amp;mod=mod531790\">Bundestag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Stellungnahme von Prof. Dr. Michael Klundt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/210530-GA-AfFSFJ-KitaFinHG-1.pdf\">Hochschule Magdeburg-Stendal, FB Angewandte Humanwissenschaften<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Eine Testinfrastruktur als Selbstzweck<\/strong><br>\nEr k&ouml;nne nicht von Berlin aus Tausende Testzentren kontrollieren, sagt Jens Spahn. &Uuml;berraschend verst&auml;ndnisvoll zeigt sich FDP-Chef Christian Lindner. Und dann ist da bei Anne Will im Studio noch die Frage, was der Bundesgesundheitsminister eigentlich mit &bdquo;zus&auml;tzlich&ldquo; meint. [&hellip;]<br>\nSpahn hatte &uuml;berzeugende Argumente, warum die epidemiologische Bedeutung des sicherlich etwas peinlichen &bdquo;Testdebakels&ldquo; zu vernachl&auml;ssigen ist. Das wichtigste Argument erw&auml;hnte er leider nur beil&auml;ufig: Es g&auml;be aus allen Testzentren mehr falsch positive als durch einen PCR-Test best&auml;tigte korrekt positive Tests. Angesichts der rasant abnehmenden Inzidenzwerte kann das niemanden &uuml;berraschen. Nur stellte trotzdem niemand die Frage, ob die Testinfrastruktur unter diesen Voraussetzungen &uuml;berhaupt noch einen Sinn macht. Dabei hat bisher noch niemand verstanden, warum der Besuch des Supermarktes ohne Test immer m&ouml;glich sein soll, w&auml;hrend ein Test im restlichen Einzelhandel sinnvoll sein soll.<br>\nSo ist die Testinfrastruktur zum Selbstzweck geworden: Weil sie nun einmal da ist, soll sie auch genutzt werden. Dabei machten repr&auml;sentative Tests durchaus Sinn, um etwa zuk&uuml;nftige Infektionsrisiken rechtzeitig zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/tv-kritik-zu-anne-will-corona-testzentren-als-geschaeftsmodelle-17366321.html\">Frank L&uuml;bberding in der FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Schuld sind immer die anderen<\/strong><br>\nDoch wenn man Spahn auf seine Fehler aufmerksam macht, sind immer andere Schuld: Mal die &Auml;rzte, dann die EU. Oder wenn gar nichts mehr hilft, eben die Pandemie. Ausreden findet der Gesundheitsminister meist schneller als ein Aerosol ein Nasenloch.<br>\nDabei sind die Schnelltests nicht der einzige Fehlgriff: So hat Spahn ausgerechnet bei jenen Masken-Deals, die &uuml;ber CSU-Connections zustande kamen, erstaunlich hohe Preise bezahlt. Klar musste man auch unb&uuml;rokratisch handeln. Aber wenn damals wirklich alles sauber lief, k&ouml;nnte er ja die Unterlagen dazu freigeben, wie zum Beispiel jetzt Nordrhein-Westfalen. Statt dessen verhindert er hier wie in vielen anderen F&auml;llen die Aufkl&auml;rung.<br>\nDie f&uuml;r CDU-Minister eher untypische Neigung zur Geldverschwendung zeigte sich auch beim unfassbar teuren Weihnachtsgeschenk f&uuml;r Apotheker, die Masken an Rentnerinnen und Rentner abgaben. Einkaufen konnten die Apotheker die Masken f&uuml;r ein bis zwei Euro, vom Bund bekamen sie daf&uuml;r aber sechs Euro. Im Schnitt flossen dabei an jede einzelne Apotheke in Deutschland rund 100.000 Euro.<br>\nJe l&auml;nger die Pandemie dauert, desto klarer zeigt sich bei Spahn, was ihn wirklich auszeichnet: Das Desinteresse an handwerklich solider Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/testzentren-betrug-kommentar-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wenn aus keine mehr Kontrollen werden. &Uuml;ber Testzentren, Abrechnungsbetr&uuml;gereien und einem Hornberger Schie&szlig;en in einem System der organisierten Unzust&auml;ndigkeit<\/strong><br>\nNur um einmal die Gr&ouml;&szlig;enordnung des hier aufgerufenen Betrages deutlich zu machen: Seit langem wird eine bessere Verg&uuml;tung der Altenpflegekr&auml;fte angemahnt. Die Pflegekr&auml;fte in der Altenpflege verdienen teilweise mehrere hundert Euro weniger als die Pflegekr&auml;fte in den Krankenh&auml;usern. Eigentlich wollte man seitens eines Teils der Bundesregierung einen fl&auml;chendeckenden Tarifvertrag f&uuml;r die Altenpflege durchsetzen, das Ansinnen ist vor kurzem krachend gescheitert (vgl. dazu ausf&uuml;hrlicher den Beitrag Was f&uuml;r ein unheiliges Desaster: Die katholische Caritas blockiert den Weg zu einem allgemeinverbindlich erkl&auml;rten Tarifvertrag f&uuml;r die Altenpflege, die Verb&auml;nde der privatgewerblichen Arbeitgeber freuen sich und die Pflegekr&auml;fte ganz unten bleiben unten vom 7. M&auml;rz 2021). Schon vor Jahren wurde ausgerechnet, dass man etwa 5,9 Mrd. Euro ben&ouml;tigt, nur um das Verg&uuml;tungsgef&auml;lle zwischen den Pflegekr&auml;ften in der Langzeitpflege und denen im Krankenhaus auszugleichen. Und diese Tage erfahren wir, dass die Bundesregierung plant, eine Pflegereform durch den Bundestag zu bringen, bei der u.a. vorgesehen ist, dass eine Milliarde Euro an Steuermitteln aufgebracht werden soll, um die Kostenanstiege in der Altenpflege in Verbindung mit einer Beitragserh&ouml;hung in der Pflegeversicherung gegenzufinanzieren. Und sofort beginnt das Lamento, man k&ouml;nne sich diesen Betrag &bdquo;nicht leisten&ldquo;. Wohlgemerkt &ndash; eine Milliarde Euro pro Jahr f&uuml;r einen im wahrsten Sinne des Wortes existenziellen und seit langem unterfinanzierten Bereich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/05\/31\/wenn-aus-keine-mehr-kontrollen-werden\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Bodenlose Frechheit&rdquo;: H&ouml;chstes Gericht sitzt Corona-Eilantrag von SPD-Mann Post aus<\/strong><br>\nAm 22. April reichte der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einen Eilantrag gegen das bundeseinheitliche Infektionsschutzgesetz ein. Die Verfassungsbeschwerde Posts verfasste der renommierte Freiburger Staatsrechtsprofessor Dietrich Murswiek. Passiert ist seitdem nichts. Pikant: Der zust&auml;ndige Verfassungsrichter ist ein Parteifreund von Kanzlerin Merkel. (&hellip;)<br>\nPost und Murswiek werfen nun dem Bundesverfassungsgericht vor, den Eilantrag solange aussitzen zu wollen, bis das Infektionsgeschehen abklingt. Murswiek: &bdquo;Statt unserem Antrag z&uuml;gig stattzugeben und rechtsstaatliche Verh&auml;ltnisse in der Corona-Bek&auml;mpfung wiederherzustellen, tut das Bundesverfassungsgericht gar nichts. Es dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, als wolle der zust&auml;ndige Erste Senat abwarten, bis die Sieben-Tage-Inzidenz in allen Landkreisen und kreisfreien St&auml;dten unter 100 gesunken ist.&ldquo; Denn die Notbremse greift nicht mehr, wenn die Inzidenz in einem Landkreis unter 100 sinkt. Und am 30. Juni endet laut Gesetz die Notbremse ohnehin. Murswiek: &bdquo;Und dann k&ouml;nnte das Bundesverfassungsgericht unseren Eilantrag ablehnen, weil ja keine aktuelle Grundrechtsbeeintr&auml;chtigung mehr best&uuml;nde.&ldquo; (&hellip;)<br>\nProfessor Murswiek hat nun einen Antrag auf einstweilige Anordnung beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/eilantraege-gegen-bundesnotbremse-politisch-motiviert-verfassungsgericht-sitzt-weiter-den-corona-eilantrag-von-florian-post-aus_id_13336415.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Und was sagen die Qualit&auml;tsmedien? Tausende protestieren in London gegen Corona-Politik<\/strong><br>\nBeobachter mutma&szlig;en, dass die Berichterstattung &uuml;ber Proteste vor allem davon abh&auml;ngt, inwieweit diese der Regierung als &ldquo;politisch korrekt&rdquo; gelten. J&uuml;ngstes Beispiel sollen die Proteste gegen die Corona-Politik in London vom Wochenende gewesen sein.<br>\nWer etwa auf die Tagesschau als wichtige Informationsquelle vertraut, erfuhr in den vergangenen Tagen vor allem einiges &uuml;ber den Kampf der transatlantischen Gemeinschaft f&uuml;r Freiheit und Demokratie in Wei&szlig;russland, oder, wie hier auf tagesschau.de, von den Demonstrationen gegen den brasilianischen Pr&auml;sidenten Bolsonaro &ndash; wegen &ldquo;seines Umgangs mit der Corona-Pandemie&rdquo;.<br>\nWas die j&uuml;ngsten Proteste in London anbelangt, muss man in den sogenannten Qualit&auml;tsmedien jedoch nach Berichten suchen wie nach der N&auml;hnadel im Heuhoaufen. Unter dem Motto #uniteforfreedom fanden am Wochenende in London u.a. Proteste gegen das Maskenmandat, das sgenannte &ldquo;Social Distancing&rdquo; und die m&ouml;gliche Einf&uuml;hrung eines Impfpasses statt. Mutma&szlig;lich auch aufgrund des &ldquo;Drucks der Stra&szlig;e&rdquo; herrscht &uuml;ber letzteres Vorhaben auch in den Reihen der britischen Regierung l&auml;ngst kein Konsens mehr.<br>\nAnders als etwa in Deutschland &auml;u&szlig;erten sowohl die Konservative Partei Gro&szlig;britanniens als auch oppositionelle Abgeordnete und B&uuml;rgerrechtsgruppen zuletzt ihre zunehmende Besorgnis &uuml;ber die Aussicht auf sogenannte Impfstoffzertifikate. Bereits im April deutete auch der britische Premierminister Boris Johnson an, dass die Ausstellung der Zertifikate ethische Fragen aufwerfe.<br>\nAuch wenn in Gro&szlig;britannien unl&auml;ngst Gesch&auml;fte und Pubs unter Corona-Auflagen wieder &ouml;ffnen durften, gingen die Menschen gegen die mutma&szlig;liche &ldquo;neue Normalit&auml;t&rdquo; auf die Stra&szlig;e. (&hellip;)<br>\nDerweil hat sich l&auml;ngst eine breite zivilgesellschaftliche Front gebildet, f&uuml;r die die Corona-Politik der Regierung und die Ausweitung polizeilicher Befugnisse demselben, mutma&szlig;lich &ldquo;totalit&auml;ren&rdquo; Geist entspringen. Am Wochenende fand man auf den Stra&szlig;en Londons zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/118375-und-was-sagen-qualitatsmedien-tausende-demonstrieren-in-london-gegen-corona-politik\/\">RT DE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Eisbrecher<\/strong><br>\nUkrainischer Pr&auml;sident fordert nach Vorsto&szlig; des Gr&uuml;nen-Parteichefs deutsche Waffenlieferungen. Bundeswehr-Dozent warnt vor Kriegseskalation.<br>\n(&hellip;) Die Eisbrecher<br>\nKrieg &ldquo;wegen Auschwitz&rdquo;<br>\nF&uuml;hrende Politiker von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen hatten sich bereits Anfang 2015 f&uuml;r die Lieferung von Waffen an die Ukraine ausgesprochen &ndash; dies, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel die Forderung mehrfach explizit zur&uuml;ckgewiesen hatte. &ldquo;Deutschland wird die Ukraine mit Waffen nicht unterst&uuml;tzen&rdquo;, hatte Merkel etwa am 2. Februar bekr&auml;ftigt: &ldquo;Ich bin fest davon &uuml;berzeugt, dass dieser Konflikt milit&auml;risch nicht gel&ouml;st werden kann.&rdquo;[1] Widerspruch kam damals vor allem von Marieluise Beck, zu jener Zeit Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordnete, die etwaige Waffenlieferungen ausdr&uuml;cklich mit den deutschen Aggressionsverbrechen im Zweiten Weltkrieg zu legitimieren suchte &ndash; &auml;hnlich dem fr&uuml;heren gr&uuml;nen Au&szlig;enminister Josef Fischer, der den v&ouml;lkerrechtswidrigen &Uuml;berfall auf Jugoslawien im Jahr 1999 unter R&uuml;ckgriff auf die Parole &ldquo;Nie wieder Auschwitz&rdquo; rechtfertigt hatte. Beck &auml;u&szlig;erte am 9. Februar 2015 mit Blick auf die milit&auml;rische Gegenwehr der vom NS-Reich &uuml;berfallenen Staaten und der USA, Deutschland trage &ldquo;schuld daran, dass die Welt lernen musste, sich verteidigen zu k&ouml;nnen und sich verteidigen zu d&uuml;rfen&rdquo;; deshalb solle man der Ukraine Waffen nicht verweigern. Beck erg&auml;nzte dies noch um den Aufruf, &ldquo;Empathie f&uuml;r die Opfer&rdquo; zu zeigen.[2]<br>\nGer&auml;t f&uuml;r den Drohnenkrieg<br>\nAuch diesmal preschen Gr&uuml;nen-Politiker vor. Nach seiner ersten &Auml;u&szlig;erung, man d&uuml;rfe der Ukraine &ldquo;sogenannte Defensivwaffen&rdquo; nicht verweigern&rdquo; [3], hat Gr&uuml;nen-Parteichef Robert Habeck noch vergangene Woche nachgelegt und seine Forderung pr&auml;zisiert&hellip;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Der Krieg w&uuml;rde eskalieren&rdquo;<br>\nWozu die Umsetzung dieser Forderungen f&uuml;hren kann, f&uuml;r die sich nun erneut Gr&uuml;nen-Politiker als Eisbrecher bet&auml;tigen, hat vor wenigen Tagen Carlo Masala, Professor f&uuml;r Internationale Politik an der M&uuml;nchener Universit&auml;t der Bundeswehr, beschrieben: &ldquo;Die Gefahr ist eben, dass diese Waffen dorch f&uuml;r offensive Operationen eingesetzt werden&rdquo;, &ldquo;was dann sicherlich eine massivere russische Antwort bedeuten w&uuml;rde&rdquo;: &ldquo;Der Krieg in der Ostukraine w&uuml;rde also nochmals eskalieren. Diese Gefahr ist durchaus existent.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8616\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ukrainischer Pr&auml;sident will nach Habeck-Vorsto&szlig; Waffenlieferungen aus Deutschland<\/strong><br>\nKiew\/Moskau &ndash; Der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj w&uuml;nscht von Deutschland Unterst&uuml;tzung durch R&uuml;stungslieferungen. &ldquo;Deutschland hat uns keine milit&auml;rische Hilfe geleistet, aber es k&ouml;nnte das tun&rdquo;, sagte er der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; (Dienstag). Die Ukraine ben&ouml;tige Raketen-Schnellboote, Patrouillenboote, Sturmgewehre, Funkausr&uuml;stung und gepanzerte Milit&auml;rfahrzeuge. Er sei Deutschland zwar dankbar f&uuml;r die geleistete Unterst&uuml;tzung, aber er habe sich mehr erhofft.<br>\n&ldquo;Habeck hat das verstanden&rdquo;, sagte Selenskyj mit Blick auf die &Auml;u&szlig;erungen des Co-Vorsitzenden der Gr&uuml;nen, Robert Habeck, der nach einem Besuch in der Ukraine vor einer Woche f&uuml;r die Lieferung von &ldquo;Defensivwaffen&rdquo; an das Land eingetreten war&hellip;<br>\nDer stellvertretende Vorsitzende der CDU\/CSU-Fraktion, Johann Wadephul, sagte der Zeitung: &ldquo;Die sehr konkreten W&uuml;nsche des ukrainischen Pr&auml;sidenten zeigen, welche Erwartungen die Gr&uuml;nen mit Habecks Einlassungen erweckt haben. Es ist unverantwortlich, vage Waffenlieferungen ins Schaufenster zu stellen. Aus ukrainischer Sicht ist die Forderung nach diesen spezifischen Waffensystemen nachvollziehbar.&rdquo; Aber der Konflikt im Donbass werde sich nicht milit&auml;risch l&ouml;sen lassen. &ldquo;Deshalb sind Waffenlieferungen in diesem Fall der falsche Weg&rdquo;, sagte Wadephul.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000127069405\/ukrainischer-praesident-will-nach-habeck-vorstoss-waffenlieferungen-aus-deutschland\">Der Standard<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&Auml;rger wegen Waffen und Moneten: H&ouml;henflug der Gr&uuml;nen vorerst vorbei<\/strong><br>\nVon Claudia Wagnerin<br>\nNachdem mehrere Tage rauf und runter diskutiert wurde, ob die gr&uuml;ne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sich gem&auml;&szlig; formaler Bildungsabschl&uuml;sse V&ouml;lkerrechtlerin nennen darf und ob sie ohne Bachelor &uuml;berhaupt einen britischen Master-Abschluss erlangen konnte (ja, konnte sie dank Vordiplom), geht es endlich ans Eingemachte: Wie stehen die Gr&uuml;nen wirklich zu Waffenexporten in Krisengebiete, und was halten sie so von Entspannungs- und Friedenspolitik?<br>\nDie Antwort ist ern&uuml;chternd f&uuml;r alle, die aus irgendeinem Grund bis jetzt geglaubt haben, die Gr&uuml;nen seien immer noch die netten &Ouml;kos von nebenan, die sich f&uuml;r gewaltfreie Konfliktl&ouml;sungen einsetzen. Ein bisschen was von diesem Image h&auml;tte Baerbock dann doch gerne behalten, schlie&szlig;lich will sie nicht nur bisherige SPD-, FDP- und CDU-W&auml;hler ansprechen, sondern auch noch das traditionellere Gr&uuml;nen-Spektrum, das vielleicht nach wie vor ein paar Friedensbewegte im Freundeskreis hat. So versuchte sie am Mittwochabend in einer Talkshow zu reparieren, was ihr Ko-Vorsitzender Robert Habeck kurz vor einem Besuch an der Frontlinie der Ostukraine verbockt hatte. So ganz gelang ihr das nicht&hellip;<br>\nDie Obfrau der Linksfraktion im Ausw&auml;rtigen Ausschuss, Sevim Dagdelen, warf Baerbock &ldquo;Wortklaubereien und T&auml;uschungsversuche&rdquo; vor. &ldquo;Statt der Forderung ihres Co-Vorsitzenden Robert Habeck nach milit&auml;rischer Aufr&uuml;stung der Ukraine eine unmissverst&auml;ndliche Absage zu erteilen, verschleiert die Gr&uuml;nen-Kanzlerkandidatin mit frei erfundenen Zitaten ihre grunds&auml;tzliche Bereitschaft, Waffen in Kriegsgebiete wie den Osten der Ukraine zu exportieren.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Aerger-wegen-Waffen-und-Moneten-Hoehenflug-der-Gruenen-vorerst-vorbei-6056519.html?wt_mc=nl.red.telepolis.telepolis-nl.2021-05-28.link.link\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Maas ist voll!<\/strong><br>\nEs geht wieder einmal gegen Muslime. Wenn Menschen in deutschen St&auml;dten gegen die Bombadierung von Gaza auf die Stra&szlig;e gehen, sind naturgem&auml;&szlig; viele unter ihnen, die sich den arabischen Pal&auml;stinensern besonders verbunden f&uuml;hlen. Von &bdquo;importiertem&ldquo; Antisemitismus wird dann gesprochen, als h&auml;tten sich die schlimmsten Formen des Antisemitismus nicht im &bdquo;christlichen Abendland&ldquo; manifestiert. Noch wichtiger ist allerdings die Frage, ob es sich bei der aktuell wieder aufflammenden Kritik an israelischem Staatshandeln &uuml;berhaupt um &bdquo;Antisemitismus&ldquo; handelt. Yakov Rabkin sprach von einer Politik &bdquo;ethnischer Dominanz&ldquo; seitens der israelischen Regierung. Wenn Deutschland seine &bdquo;Lehren aus der Geschichte&ldquo; gezogen h&auml;tte, w&uuml;rde es gerade hier auf Seiten der Opfer eingreifen oder wenigstens eine neutralen, vermittelnden Standpunkt einnehmen. Dazu scheint speziell Au&szlig;enminister Heiko Maas jedoch weder f&auml;hig noch willens. Nibelungentreue und eine ausgeweitete milit&auml;rische und sicherzeitspolitische Zusammenarbeit pr&auml;gen das Verh&auml;ltnis zwischen Israel und Deutschland. Das Land in Nahost exportiert zudem Methoden des &bdquo;Sicherheitsstaats&ldquo; und der Aufstandsbek&auml;mpfung und positioniert sich als Vorreiter eines neue Illiberalismus. (&hellip;)Deutsche Politiker wiederholen das Selbstverteidigungsrecht Israels wie ein Mantra, st&auml;ndig ist die Rede von den militanten Pal&auml;stinensern und der radikal-islamistischen Hamas. St&auml;ndig wird die Gefahr vor dem &bdquo;Importierten Antisemitismus&ldquo; beschworen, da viele Teilnehmende bei den sog. &bdquo;israelfeindlichen und antisemitischen Demonstrationen&ldquo; migrantischen Ursprungs mit muslimischer Religionszugeh&ouml;rigkeit sind. Es ist h&ouml;chst besorgniserregend, wenn Politiker wie Philipp Amthor ausgerechnet anl&auml;sslich des Jahrestags der Befreiung von Auschwitz davon spricht, Judenhass sei &bdquo;nat&uuml;rlich vor allem in muslimisch gepr&auml;gten Kulturkreisen stark vertreten&ldquo;.<br>\nDieser uns&auml;glichen geschichtsverf&auml;lschenden Behauptung widerspricht Ronen Steinke und betont, dass es &bdquo;schon rein faktisch Unfug&ldquo; ist. &bdquo;Juden haben zwar auch unter muslimischer Herrschaft jahrhundertelang keine Gleichberechtigung genossen. Von regelm&auml;&szlig;igen blutigen Pogromen &agrave; la Europa war man dort aber weit entfernt. Nirgends ist die Unterdr&uuml;ckung von Juden harscher gewesen als im christlichen Abendland.&ldquo; (1) Wenn PolitikerInnen, Antisemitismusbeauftragte oder andere &bdquo;Berufene&ldquo; von &bdquo;importiertem Antisemitismus&ldquo; schwadronieren, sollte man ihnen diese klare Zur&uuml;ckweisung von Ronen Steinke um die Ohren hauen.<br>\nDie einseitigen Solidarit&auml;tsbekundungen von Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas f&uuml;r den rechten israelischen Premierminister Netanjahu und sein Besuch in Israel ist mehr als peinlich. Ich sch&auml;me mich daf&uuml;r und frage mich, ob Maas, ein Mitglied der SPD, sich jetzt mit dem rechtsextremen ungarischen Premierminister Victor Orban auf eine Stufe stellt.<br>\nUngarn verhinderte einen Aufruf zu einem Waffenstillstand vonseiten der EU-Mitgliedsstaaten durch sein Veto. Laut dem EU-Au&szlig;enbeauftragten Joseph Borrell st&ouml;rte sich Ungarn an dem Hinweis in dem EU-Positionspapier, dass Israel humanit&auml;res V&ouml;lkerrecht beachten sollte und die R&auml;umungen in Ostjerusalem beendet werden m&uuml;sste.<br>\nWie Maas gei&szlig;elte auch &Ouml;sterreichs Kanzler Kurz die Angriffe auf Israel und verbietet seit der Gro&szlig;demo am 12.5. in Wien alle Protestaktionen, auch eine stille Mahnwache f&uuml;r die neutrale &Ouml;sterreichische Verfassung wurde verboten; Begr&uuml;ndung: &bdquo;exzessive antisemitische Gewalt&ldquo;. Die &Ouml;sterreicher haben aber mit einer Mahnwache ohne Reden ihren Protest ausgedr&uuml;ckt, und haben trotz der Verbote weitere Aktionen auf der Stra&szlig;e angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/das-maas-ist-voll\">Annette Groth in Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ausl&auml;ndische Erntehelfer &ndash; Schlupfloch f&uuml;r Lohndumping<\/strong><br>\nViele Erntehelfer aus Osteuropa sind nicht sozialversichert. Juristen sehen darin einen Rechtsbruch. Dennoch l&auml;sst es die Deutsche Rentenversicherung zu.<br>\nViele ErntehelferInnen aus Osteuropa etwa auf Spargelh&ouml;fen sind illegalerweise nicht sozialversichert. Doch die deutschen Sozialversicherungstr&auml;ger tolerieren diesen Gesetzesversto&szlig;. Dazu schlossen die gesetzlichen Rentenversicherer, die Krankenkassen und die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bereits 1998 eine bisher in der &Ouml;ffentlichkeit kaum bekannte Vereinbarung. Mit ihr entbanden sie sich von der Pflicht, beispielsweise bei als Hausfrauen registrierten Saisonkr&auml;ften zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob die T&auml;tigkeit in Deutschland nur nebenbei oder doch berufsm&auml;&szlig;ig ausge&uuml;bt wird. In letzterem Fall m&uuml;ssten die Besch&auml;ftigten laut Sozialgesetzbuch versichert werden. [&hellip;]<br>\nDie ArbeitnehmerInnen erwerben auch keine Rentenanspr&uuml;che. Dabei bekommen sie meist nur den gesetzlichen Mindestlohn von 9,50 Euro die Stunde &ndash; oft minus Abz&uuml;ge f&uuml;r Unterkunft und Verpflegung. Zudem gehen der deutschen Sozialversicherung Beitr&auml;ge verloren. 60 Prozent der Ende Juni 2020 registrierten rund 97.000 ausl&auml;ndischen Aushilfskr&auml;fte in der Landwirtschaft hatten laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ein &bdquo;kurzfristiges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis&ldquo; ohne Sozialversicherung &ndash; so viel wie in keiner anderen Branche.<br>\nDas Verbot berufsm&auml;&szlig;iger Kurzfristjobs soll laut Rentenversicherung daf&uuml;r sorgen, dass die Arbeitnehmer &bdquo;anderweitig in der Sozialversicherung abgesichert sind&ldquo; &ndash; also etwa &uuml;ber eine Hauptbesch&auml;ftigung oder eine Rente. &bdquo;Berufsm&auml;&szlig;ig&ldquo; sind f&uuml;r das Bundessozialgericht T&auml;tigkeiten, auf die der Arbeitnehmer &bdquo;zu einem erheblichen Teil&ldquo; angewiesen ist, wie die Deutsche Rentenversicherung der taz schreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Auslaendische-Erntehelfer\/!5773689\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Endlich &ndash; &uuml;ber 20 Jahre nach Einf&uuml;hrung des Gesetzes! &ndash; besch&auml;ftigt sich mal jemand mit diesem gro&szlig; angelegten Sozialversicherungsbetrug, der zus&auml;tzlich gegen das Grundgesetz und europ&auml;isches Recht verst&ouml;&szlig;t. Und das Lohndumping f&auml;ngt ja schon mit der Entlohnung durch den Mindestlohn an, der (angesichts &uuml;berlanger Arbeitszeiten und lascher Kontrollen) meistens nicht einmal gezahlt wird. Und dabei ist der deutsche Mindestlohn selbst mindestens um 25% zu niedrig. x-faches Lohndumping &ndash; regul&auml;r m&uuml;ssten die Erntehelfer mindestens 15-18 Euro pro Stunde kosten -, und genau daf&uuml;r werden ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte gerne genommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie der Pflegenotstand versch&auml;rft und von Wissenschaftlern legitimiert wird<\/strong><br>\nPrivate Investoren machen sich im Gesundheitswesen breit und trimmen es gnadenlos auf Rendite. Das versch&auml;rft den Pflegenotstand, vor allem zu Lasten der Frauen, kritisiert Uta Meier-Gr&auml;we in diesem Gastbeitrag. Wissenschaftler sind unterdessen nicht um windige Rechtfertigungen f&uuml;r die schlechte Bezahlung von Frauenberufen verlegen.<br>\nIm August 2020 &ndash; also nach der ersten Coronawelle &ndash; legte die Bundes&auml;rztekammer einen Zehnpunkteplan f&uuml;r ein effektives Krisenmanagement vor. Dort hei&szlig;t es, dass Kliniken Einrichtungen der Daseinsvorsorge und keine Industriebetriebe seien, die sich ausschlie&szlig;lich an Rentabilit&auml;tszahlen ausrichten k&ouml;nnten. Krankenh&auml;user m&uuml;ssten den Patienten dienen, nicht dem Profit. Gleiches gilt selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r andere Einrichtungen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge, zum Beispiel f&uuml;r Altenpflegeheime.<br>\nObwohl diese Position der Spitzenorganisation der &Auml;rzteschaft bundesweit auf eine breite Zustimmung trifft, l&auml;uft unter dem Radar und kaum bemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit eine ganz andere Nummer: Private-Equity-Firmen haben auch im Corona-Jahr 2020 mit dem Geld zahlungskr&auml;ftiger Investoren kleinere Krankenh&auml;user, Rehabilitationskliniken und Altenpflegeheime aufgekauft und zu gr&ouml;&szlig;eren Einheiten fusioniert &ndash; mit dem Ziel, sie bald mit hohem Gewinn weiterzuverkaufen.<br>\nSie erzeugen gnadenlosen Kostendruck und verhindern damit gute Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Pflegesektor. Inzwischen befinden sich 44 Prozent der Altenpflegeheime in privater Tr&auml;gerschaft. Demgegen&uuml;ber sinkt der Anteil der freigemeinn&uuml;tzigen Tr&auml;ger, zu denen auch Caritas und Diakonie geh&ouml;ren. Kommunale Altenheime haben mit 3,5 Prozent bereits &bdquo;Orchideenstatus&ldquo;.<br>\n&hellip; der Bundesverband der privaten Anbieter sozialer Dienste, hat begr&uuml;&szlig;t, dass die Dienstgeberseite der Caritas einen allgemeinen Tarifvertrag in der Pflege abgelehnt hat. Warum aber lie&szlig; sich die Caritas f&uuml;r das schmutzige Gesch&auml;ft des renditeorientierten Gesch&auml;ftsgebarens in der Pflege einspannen? Man wolle am &bdquo;Wettbewerb der Tarifwerke&ldquo; festhalten. Was f&uuml;r ein Zynismus! Und wie weit weg ist das von der Idee der &bdquo;katholischen Soziallehre&ldquo;?<br>\nNicht zuletzt durch diese Fehlentscheidung, die auch innerhalb der Caritas f&uuml;r Emp&ouml;rung gesorgt hat, spitzt sich die Carekrise in Deutschland weiter zu. 9.000 Pflegekr&auml;fte haben im letzten Jahr gek&uuml;ndigt; bundesweit fehlen 200.000. Wen es vor allem trifft? 83 Prozent aller Altenpflegekr&auml;fte sind Frauen und sieben von zehn Bewohnern sind weiblich. So viel zum Thema Geschlechtergerechtigkeit.<br>\nFrauen in Care-Berufen vom Wohlstand abgekoppelt<br>\nWissenschaftler rechtfertigen den Lohnr&uuml;ckstand von Frauen mit ihrer Arbeit in angeblich unproduktiven Berufen. Die Bertelsmann-Stiftung ver&ouml;ffentlichte im Dezember eine Studie zur Lohneinkommensentwicklung bis 2025. Das Fazit ist brisant: Berufe, die in der zweiten Welle der Corona-Pandemie erneut als &bdquo;systemrelevant&ldquo; ins Blickfeld ger&uuml;ckt sind, werden bei Gehaltserh&ouml;hungen bis 2025 das Nachsehen haben.<br>\n(&hellip;) Es geht nicht l&auml;nger an, dass vor allem Frauen, die mit ihren umf&auml;nglichen Zeitbindungen f&uuml;r un- und unterbezahlte Carearbeit das Fundament jeder Geld- und Volkswirtschaft generieren, vom gesellschaftlichen Wohlstand abgekoppelt bleiben. Orthodoxe Wachstumsmodelle, die das legitimieren, geh&ouml;ren auf den Pr&uuml;fstand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/gastbeitrag\/meier-graewe-pflegenotstand\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p>dazu: <strong>Pflege durch Pflegevollversicherung finanzieren<\/strong><br>\nDie Pr&auml;sidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, fordert zur Finanzierung der Pflege h&ouml;here Steuern f&uuml;r Verm&ouml;gende. Im Dlf sagte sie, es brauche mehr Finanzmittel, um die Pflege auf solide Beine zu stellen. Bentele schlug eine Pflegevollversicherung &auml;hnlich der Krankenversicherung vor.<br>\nDer von der Bundesregierung vorgesehene j&auml;hrliche Zuschuss zur Finanzierung der Pflege von einer Milliarde Euro werde nicht reichen, sagte Verena Bentele weiter. Deshalb dr&auml;nge ihr Verband auf eine Verm&ouml;gensabgabe, eine Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes oder eine Verm&ouml;genssteuer.<br>\nDie Pr&auml;sidentin des Sozialverbandes VdK schlug erneut eine Pflegevollversicherung &auml;hnlich der Krankenversicherung vor. Derzeit m&uuml;ssen Pflegebed&uuml;rftige f&uuml;r einen Heimplatz durchschnittlich mehr als 2.000 Euro Eigenanteil pro Monat zuzahlen. Dieser steige immer weiter und erdr&uuml;cke die Menschen, sagte sie.<br>\n(&hellip;) Der durchschnittliche Preis f&uuml;r eine Pflege im Monat ist bei &uuml;ber 2.000 Euro in Deutschland. Das ist f&uuml;r viele Menschen auch ein Schreckgespenst, wenn sie auf ihren Rentenbescheid schauen oder das, was ihnen die Rentenversicherung prognostiziert f&uuml;r die Zukunft, und wenn sie dann &uuml;berlegen, was habe ich an Geld zur Verf&uuml;gung und was kostet mich eine gute Pflege&hellip;<br>\nSie haben eben die Kosten selber schon erw&auml;hnt und Sie haben vor einiger Zeit bereits eine Pflege-Vollversicherung gefordert. Dabei ist der Gedanke, dass der Eigenanteil wegfallen w&uuml;rde und der Staat voll f&uuml;r die Kosten aufkommen w&uuml;rde. Halten Sie daran fest und wenn ja, wie wollen Sie das finanzieren?<br>\nBentele: Genau! Wir halten daran fest und sagen ganz klar, dass die Pflege selber, der Eigenanteil f&uuml;r die Pflege funktionieren m&uuml;sste wie die Krankenversicherung, kann man sagen, dass dann die Kosten mit der Pflege-Vollversicherung auch abgedeckt sind. Wir sehen ja heute schon, dass die Zahl derer, die Hilfe zur Pflege beantragen, Sozialhilfe, um die Pflege zu finanzieren beantragen m&uuml;ssen, deren eigenes Geld nicht ausreicht f&uuml;r die Pflege, die Zahl steigt auch immer weiter. Sprich: Dann springt eh der Steuerzahler ein. Da, sagen wir, w&auml;re es die faire L&ouml;sung und eine gute, dass wir wirklich die Pflege finanzieren durch die Pflege-Vollversicherung.<br>\nWie wir das finanzieren wollen, w&uuml;rde mich der Finanzminister jetzt auch fragen? &ndash; Wir sagen, daf&uuml;r braucht es auch eine gerechte Steuerpolitik. Das hei&szlig;t zum Beispiel, wie jetzt auch angedacht ist, dass Kinderlose zum Beispiel mehr Pflegeversicherung zahlen. Da sagen wir, die Spaltung in der Gesellschaft ist jetzt nicht zwingend Kinderlose und Menschen mit Kindern, sondern Arm und Reich. Wenn Menschen viel Geld haben, dann fordern wir auch, dass da an der Steuerschraube gedreht wird. Wir fordern im Moment eine Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r alle, die mehr als eine Million Einkommen oder Verm&ouml;gen haben, um auch die Kosten der Pandemie ein bisschen zu begrenzen. Und wir fordern nat&uuml;rlich auch, dass am Spitzensteuersatz und an der Verm&ouml;genssteuer und weitere Themen mehr &ndash; das w&uuml;rde jetzt den Rahmen sprengen &ndash;, dass wir damit auch wirklich noch mal mehr Geld generieren, das dann f&uuml;r die solidarische Gesellschaft, also f&uuml;r alle Menschen zur Verf&uuml;gung steht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vdk-praesidentin-verena-bentele-pflege-durch.694.de.html?dram:article_id=498130\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H:<\/strong> Klare Worte der VdK-Vorsitzende Frau Bentele! Danke und Bravo daf&uuml;r!<br>\nDer Abgeordnetenschaft im Bundestag ist diese Finanzierungsm&ouml;glichkeit &ndash;h&ouml;here Steuern f&uuml;r Verm&ouml;gende- nat&uuml;rlich nicht in den Sinn gekommen, steht doch da die Selbstversorgung, gerade auch im Wahljahr, an erster Stelle; siehe Erh&ouml;hung Parteienfinanzierung, Postengeschachere f&uuml;r verdiente Parteimitglieder zum Ende der Legislaturperiode, und horrende Honorare in Bezug auf Covid Maskenbeschaffung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armut ist politisch gewollt<\/strong><br>\n&bdquo;Freitag&ldquo;-Redakteur Konstantin Nowotny spricht mit Anna Mayr &uuml;ber ihr Buch &bdquo;Die Elenden &ndash; Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht&ldquo;<br>\nKnapp drei Millionen Menschen gelten in Deutschland als arbeitslos. Wenn aber &uuml;ber das Thema gesprochen werden soll, redet man nie mit den Betroffenen, sondern nur &uuml;ber sie. Warum ist das so? Und wie k&ouml;nnen wir Armut und Arbeitslosigkeit &uuml;berwinden, statt sie nur zu verwalten?<br>\nDie Journalistin und Schriftstellerin Anna Mayr hat ein Buch dar&uuml;ber geschrieben. Es ist teils pers&ouml;nlicher Erfahrungsbericht und teils aufwendige Recherche &ndash; und h&auml;lt eine bittere Erkenntnis bereit: Die Armut ist politisch gewollt.<br>\nIm Gespr&auml;ch mit Freitag-Redakteur Konstantin Nowotny erl&auml;utert die Autorin, welchen Weg die Armut seit der Agenda 2010 in Deutschland genommen hat, und ob Hartz IV nach der kommenden Bundestagswahl der Geschichte angeh&ouml;ren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/podcast\/armut-ist-politisch-gewollt\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Voller Todessehnsucht versch&auml;rfen die Sparkassen den Krieg gegen das Bargeld<\/strong><br>\nVon Saarbr&uuml;cken bis Buxtehude begl&uuml;cken die Sparkassen derzeit Ihre Kundinnen und Kunden mit dem Gewinnspiel pay &amp; win. Wer dem Bargeld abschw&ouml;rt, kann wertvolle Preise und (Giral-)Geld gewinnen. Wer sich das ausgedacht hat, muss verr&uuml;ckt geworden sein. Die Sparkassen helfen mit, ihr eigenes Grab zu schaufeln.<br>\nKurzfristig mag es f&uuml;r Sparkassen attraktiv erscheinen, dem Bargeld den Garaus zu machen. Denn Bargeldversorgung ist eine Dienstleistung, die mehr kostet als sie einbringt, ganz im Gegensatz zu digitalen Bezahlverfahren, bei denen man Geb&uuml;hren und Daten bekommt.<br>\nUnd so mag es wie eine clevere Idee erscheinen, eine Lotterie mit dem sch&ouml;nen angels&auml;chsischen Namen pay &amp; win auszuschreiben, bei der Kunden, die naiv genug sind, sich registrieren und ihr Finanzgebaren fortan intensiv &uuml;berwachen zu lassen, f&uuml;r jeden digitalen Bezahlvorgang ein Los mit Gewinnchance bekommen. Das hat man wohl von Italien abgeschaut, wo Regierung und Notenbank so eine Anti-Bargeld-Aktion veranstalten.<br>\nAber was denken diese Leute eigentlich, welchen Stich die Sparkassen in einer k&uuml;nftigen durchdigitalisierten Welt noch machen werden, gegen Datengiganten aus dem Silicon Valley mit eigenen Bezahll&ouml;sungen wie Apple und Google. Im digitalen Bezahlgesch&auml;ft setzt sich der Gr&ouml;&szlig;te durch. Hier entscheiden Skalenertr&auml;ge und Netzwerkeffekte.<br>\nIn der analogen Welt dagegen haben die Sparkassen den unsch&auml;tzbaren Vorteil, vor Ort bei den Menschen zu sein. Indem sie voll Verachtung f&uuml;r alles Analoge das digitale Bezahlen bewerben und das Barzahlen immer schwieriger machen, heben sie ihr eigenes Grab aus. Und ihre Kunden ver&auml;rgern sie gleich mit. Prof. Franz Schneider, der mir das entsprechende Angeobt der Sparkasse Saarbr&uuml;cken zusandte, schrieb dazu: &bdquo;Ich leite Ihnen diese Mitteilung meiner Sparkasse weiter. Ich halte sie f&uuml;r eine Unversch&auml;mtheit, eine Frechheit, die mir die Worte raubt.&ldquo;<br>\nDossier zum Krieg gegen das Bargeld<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/bargeld-widerstand\/pay-win\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Datensch&uuml;tzer alarmiert &uuml;ber Praktiken von Gesichtserkennungsfirma<\/strong><br>\nClearview soll Milliarden Fotos gesammelt und daraus eine Biometrie-Datenbank f&uuml;r Wirtschaft und Beh&ouml;rden erstellt haben. Aktivisten haben nun Beschwerde eingereicht.<br>\nDatensch&uuml;tzer haben in mehreren europ&auml;ischen Staaten Beschwerde gegen das auf Gesichtserkennung spezialisierte Unternehmen Clearview AI eingelegt. Dies teilten die Datenschutzorganisation Privacy International (PI) und drei weitere Gruppen mit. Man habe sich an die Datenschutzbeh&ouml;rden von Frankreich, &Ouml;sterreich, Italien, Griechenland und Gro&szlig;britannien gewandt.<br>\nDie Datensch&uuml;tzer werfen Clearview vor, mehr als drei Milliarden Fotos im Netz gesammelt und daraus eine Biometrie-Datenbank f&uuml;r private Unternehmen und Strafverfolgungsbeh&ouml;rden erstellt zu haben. Nach Angaben von PI-Rechtsexperte Ioannis Kouvakas gehe dies &ldquo;weit &uuml;ber das hinaus, was wir als Onlinenutzer jemals erwarten k&ouml;nnten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2021-05\/clearview-ai-gesichtserkennung-datenschutz-klage-aktivisten\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Anfang 2020 hatte Tobias Riegel dazu Folgendes geschrieben: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57845\">&bdquo;Clearview&ldquo;: Die Realit&auml;t der massenhaften &Uuml;berwachung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Union kippt Bienen-Schutz-Gesetz<\/strong><br>\nDer umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat wird vorerst nicht verboten. Am Freitag sollte der Bundesrat &uuml;ber die Verordnung zum Pflanzenschutz abstimmen, die das Ende von Glyphosat Ende 2023 besiegeln und weitere Beschr&auml;nkungen von Herbiziden und Insektiziden bringen soll. Es ist eines der zentralen Vorhaben der Bundesregierung. Die Insekten sollen damit besser gesch&uuml;tzt werden. Doch die Beschlussfassung wurde kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen &ndash; auf Dr&auml;ngen der Union.<br>\nMit dem Sterben der Bienen, Schmetterlinge, K&auml;fer stehe das gro&szlig;e Ganze auf dem Spiel, warnt der weltweit anerkannte Insektenforscher Josef Settele vom UFZ, dem Helmholtz-Zentrum f&uuml;r Umweltforschung in Halle: &bdquo;Insekten best&auml;uben Obstb&auml;ume und viele andere Kultur- und Naturpflanzen. Sie sind entscheidend f&uuml;r die gesunde Ern&auml;hrung der Menschen. Insekten sind Nahrungsgrundlage f&uuml;r viele andere Tiere, und wenn die nicht mehr genug zu fressen haben, sind sie selbst gef&auml;hrdet. Insekten spielen auch eine wichtige Rolle dabei, dass die B&ouml;den fruchtbar und das Wasser sauber bleibt&ldquo;, so Settele.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kein-Schutz-fuer-Insekten\/!5775520\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>ARD: Nur Spr&uuml;che klopfen<\/strong><br>\nDie ARD soll den guten Sendeplatz kurz vor acht f&uuml;r Berichte zur Klimakrise nutzen statt f&uuml;r B&ouml;rsen-News, fordert eine Initiative. Lange hat sich die ARD gestr&auml;ubt. Nun wird sie ihr Programm vor der Tagesschau neu strukturieren.<br>\nIn der Bundesrepublik gab es im Jahr 2020 so viele Aktion&auml;re wie zuletzt im Jahr 2001. Das zeigt eine Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI). Demnach besa&szlig;en im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Menschen in Deutschland Aktien oder Fonds-Anteile.<br>\nAllerdings interessieren sich damit immer noch lediglich 15 Prozent der Deutschen f&uuml;r den Aktienmarkt. Praktisch alle deutschen Haushalte jedoch finanzieren mit ihren Rundfunkgeb&uuml;hren die Sendung &ldquo;B&ouml;rse vor acht&rdquo; im Ersten Deutschen Fernsehen, die auf einem der prominentesten Sendepl&auml;tze ausgestrahlt wird, den die ARD zu bieten hat: direkt vor der Tagesschau.<br>\nEine Gruppe von Klimaaktiven will jetzt genau diesen Sendeplatz erobern: &ldquo;Klima&deg; vor acht&rdquo; hei&szlig;t die Initiative. &ldquo;Unser Ziel ist, die Medienlandschaft in Deutschland dazu zu bewegen, mehr und besser &uuml;ber die Klimakrise zu berichten&rdquo;, sagt Sprecherin Friederike Mayer. Denn anders als das Aktienthema betreffe die Erderw&auml;rmung alle. Mayer: &ldquo;Das merkt man der Berichterstattung nicht an.&rdquo;<br>\nDie ARD hat sich lange gewunden. Die ARD-Programmdirektion erkl&auml;rte auf Nachfrage, die jetzige B&ouml;rsensendung kurz vor acht befasse sich schon heute regelm&auml;&szlig;ig auch mit Zusammenh&auml;ngen zwischen &Ouml;konomie und &Ouml;kologie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/gesellschaft\/ard-nur-sprueche-klopfen\">klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das verzerrte Menschenbild im Kapitalismus<\/strong><br>\nWas ist der Mensch?&ldquo; So lautet eine der zentralen philosophischen Fragen. Vieles deutet darauf hin, dass heute die meisten Menschen davon &uuml;berzeugt sind, der Mensch sei von Natur aus egoistisch, konkurrenzorientiert, materialistisch und faul. So sind beispielsweise in Deutschland knapp 70 Prozent &uuml;berzeugt, die junge Generation sei egoistisch, und mehr als drei Viertel sehen den Grund f&uuml;r den schwindenden Zusammenhalt in der Gesellschaft in dem grassierenden Egoismus. Diese Vorstellung nenne ich der Einfachheit halber das &bdquo;kapitalistische Menschenbild&ldquo;. Denn aufgrund dieser Annahme erscheint der Kapitalismus als die Wirtschaftsform, die der menschlichen Natur am besten entspricht. Aus dieser &Uuml;berzeugung heraus betont beispielsweise der US-amerikanische Sachbuchautor Dinesh D&rsquo;Souza: &bdquo;Einige Kritiker werfen dem Kapitalismus vor, ein egoistisches System zu sein. Aber der Egoismus ist nicht im Kapitalismus &ndash; er ist in der Natur des Menschen.&ldquo;<br>\nTats&auml;chlich durchzieht die &Uuml;berzeugung, der Mensch sei von seinem Wesen aus egoistisch und m&uuml;sste erst zum Guten erzogen und zivilisiert werden, die westliche Ideengeschichte seit Jahrhunderten. So verschiedene Denker und Wissenschaftler wie Thomas Hobbes, Niccolo Machiavelli, Sigmund Freud, James M. Buchanan, Richard Dawkins, Ayn Rand und Milton Friedman, um nur einige zu nennen, waren vom naturgegebenen Egoismus des Menschen &uuml;berzeugt. Und so verschiedene Wissenschaftszweige wie Evolutionsbiologie, Psychologie, P&auml;dagogik und nicht zuletzt die Wirtschaftswissenschaft sind zum Teil von der Vorstellung des egoistischen Menschen bestimmt.<br>\n&bdquo;Wenn der Glaube vorherrscht, dass die anderen kooperieren, dann ist die Kooperation jedes Einzelnen hoch; wenn der Glaube vorherrscht, dass die anderen nicht kooperieren, dann kooperiert tats&auml;chlich keiner&ldquo;, fasst der Wirtschaftswissenschaftler Erich Fehr eine wichtige Erkenntnis der Forschung zusammen. Sie belegt ganz im Sinne des sogenannten Thomas-Theorems (&bdquo;Wenn die Menschen Situationen als wirklich definieren, sind sie es in ihren Konsequenzen wirklich&ldquo;), welche praktischen Konsequenzen sich aus dem jeweiligen Menschenbild ergeben.<br>\nUntersucht man aber, auf welches wissenschaftliche Fundament sich eigentlich die &Uuml;berzeugung des kapitalistischen Menschenbildes st&uuml;tzt, so erstaunt, dass die Belege hierf&uuml;r eher d&uuml;nn sind. Hingegen weisen die j&uuml;ngsten Erkenntnisse von Psychologie, Biologie, Arch&auml;ologie, Anthropologie, Soziologie und Geschichtswissenschaft sowie insbesondere zahlreiche Experimente mit Kleinkindern tats&auml;chlich in eine andere Richtung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/thema-der-woche\/das-verzerrte-menschenbild-im-kapitalismus\/\">Buchkomplizen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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