{"id":73093,"date":"2021-06-04T16:03:23","date_gmt":"2021-06-04T14:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093"},"modified":"2021-06-04T16:03:23","modified_gmt":"2021-06-04T14:03:23","slug":"hinweise-des-tages-ii-492","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h01\">Kurz vor dem &bdquo;Nichts geht mehr&ldquo;: Die &bdquo;Pflegereform&ldquo; auf der Zielgeraden. Anmerkungen zu einem Etikettenschwindel mit Luftbuchungen inmitten von Flickschusterei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h02\">Schlecht vorbereitet in die Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h03\">Jens Debakel Spahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h04\">Clemens Fuest: &ldquo;Die L&ouml;hne m&uuml;ssen steigen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h05\">Wie der Sp&auml;tliberalismus sich selbst untergr&auml;bt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h06\">Wer die Rechnung nicht begleicht, bekommt Probleme: Die Geldeintreiber des Otto-Konzerns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h07\">Wirecard-Skandal: Anleger scheitern vor Gericht gegen Wirecard-Pr&uuml;fer EY<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h08\">A rogue killer drone &lsquo;hunted down&rsquo; a human target without being instructed to, UN report says<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h09\">Gr&uuml;ner Militarismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h10\">Auch weiterhin Gift im Gesicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h11\">Elbe sp&uuml;lt jedes Jahr 42.000 kg Plastik ins Meer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h12\">Fossilwirtschaft sahnt bei Wirtschaftshilfen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h13\">Der 29-Euro-Flug ist nicht das Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h14\">250.000 F&auml;lle liegengeblieben &ndash; Schlimmster Stau in Berlins B&uuml;rger&auml;mtern!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h15\">Abh&ouml;ren ohne Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73093#h16\">Jenseits von La La Land<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kurz vor dem &bdquo;Nichts geht mehr&ldquo;: Die &bdquo;Pflegereform&ldquo; auf der Zielgeraden. Anmerkungen zu einem Etikettenschwindel mit Luftbuchungen inmitten von Flickschusterei<\/strong><br>\nZuweilen bringen es die staubtrockenen Beamten auf den Punkt, mit was wir es wirklich zu tun haben: &bdquo;Formulierungshilfe f&uuml;r &Auml;nderungsantr&auml;ge der Koalitionsfraktionen zum Bundeszuschuss GKV und f&uuml;r Reformschritte in der Pflege&ldquo;, so wird einer der Tagesordnungspunkte des Bundeskabinetts am 2. Juni 2021 beschrieben. &bdquo;Reformschritte in der Pflege&ldquo; klingt nicht wirklich marktschreierisch, sondern trifft das, was da von den Ministerinnen und Ministern abgenickt wurde, sehr gut. Man k&ouml;nnte auch sagen: &bdquo;Reformschrittchen in der Pflege&ldquo;, wobei man sogleich darauf hinweisen muss, dass sich das vor allem auf die Alten- bzw. Langzeitpflege bezieht &ndash; und auch nicht wirklich auf die Pflege, sondern auf die Pflegeversicherung.<br>\nDa muss das Haus des zust&auml;ndigen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) zu gro&szlig;kalibrigen Waffen greifen, um das richtige &bdquo;Framing&ldquo; f&uuml;r die immer unter Zeitdruck und nach den Gesetzen der Aufmerksamkeits&ouml;konomie arbeitenden Medien herstellen zu k&ouml;nnen. Deshalb liest sich das mit den ganz oben bewilligten &bdquo;Reformschritten&ldquo; bei denen dann so: Pflegereform &ndash; Altenpflege wird besser bezahlt und der Beruf attraktiver. Das ist doch mal eine Ansage. Und damit auch jeder Schnellleser der ministerialen Botschaft versteht, was hier beschlossen wurde, schiebt man sicherheitshalber nach: &raquo;Alle Pflegekr&auml;fte sollen k&uuml;nftig nach Tarif bezahlt werden, ohne dass Pflegebed&uuml;rftige dadurch &uuml;berfordert werden.&laquo; Offensichtlich, man erstarrt in Ehrfurcht, hat Spahn das altenpflegerische Ei des Kolumbus gefunden und ausgebr&uuml;tet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/06\/04\/etikettenschwindel-pflegereform\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schlecht vorbereitet in die Pandemie<\/strong><br>\nIn Deutschland mangelt es an zentralen Strukturen der &ouml;ffentlichen Gesundheitsf&uuml;rsorge, etwa an einer systematischen Datenerhebung sowie an einer einheitlichen Meldesoftware. Angesichts der Covid-Krise hat sich das als Schwachstelle erwiesen.<br>\nDeutschland ist viele Monate lang vergleichsweise gut durch die Covid-19-Pandemie gekommen. Weltweit blickten Menschen bewundernd auf das Land, seine relativ niedrigen Fallzahlen und sein augenscheinlich effizientes Krisenmanagement. Dazu trug sicherlich bei, dass die Bereitschaft, den AHA+L-Regeln zu folgen, in der Fr&uuml;hphase der Epidemie vergleichsweise stark ausgepr&auml;gt war. Virusmutanten waren noch kein Thema und das Infektionsgeschehen noch nicht so diffus wie heute; all das gepaart mit einer einheitlichen Kommunikation seitens der Politik erleichterte es, die Pandemie zu kontrollieren. Im Fr&uuml;hjahr 2021 hat sich die Situation ver&auml;ndert, und nicht zum Besseren. Bund und L&auml;nder sind sich zunehmend uneins &uuml;ber die richtigen Schritte, und die gesellschaftlichen Ma&szlig;nahmen, um die Pandemie zu bek&auml;mpfen, erscheinen in wachsendem Ma&szlig; widerspr&uuml;chlich und f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung schwer nachvollziehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/gesundheitsfuersorge-schlecht-vorbereitet-in-die-pandemie\/1868491\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jens Debakel Spahn<\/strong><br>\nMit der aufkeimenden W&auml;rme purzeln die Infektionszahlen, forciert durch steigende Impfaktivit&auml;t und weitgehende Disziplin der Bev&ouml;lkerung. Der Gesundheitsminister k&ouml;nnte also zufrieden sein als Streckenwart, der mit der Lampe am Ende des Tunnels winkt. Doch das Gegenteil ist der Fall, selten sah sich Jens Spahn (CDU) derart vielen Versagensvorw&uuml;rfen ausgesetzt, angefangen bei den Abrechnungsbetr&uuml;gern bei Massentests &uuml;ber die ewigen Querelen l&auml;nderweit gerechter Impfstoffverteilung bis hin zu Spahns voreiliger Ank&uuml;ndigung, Kinder zwischen zw&ouml;lf und 15 Jahren fl&auml;chendeckend impfen lassen und daf&uuml;r 6,4 Millionen Impfdosen reservieren zu wollen. Er wurde unterst&uuml;tzt von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die eine generelle &Ouml;ffnung der Schulen nach den Sommerferien indirekt von der Impfung der Sch&uuml;lerschaft abh&auml;ngig machte.<br>\nAuf dem Impfgipfel mit den L&auml;ndern musste Spahn zur&uuml;ckrudern, nachdem klar geworden war, dass die f&uuml;r die Kinder und Jugendlichen n&ouml;tige Impfstoffmenge aus dem allgemeinen Kontingent h&auml;tte abgezweigt werden m&uuml;ssen. Dennoch darf diese Altersgruppe nach der europ&auml;ischen Zulassung von Biontech ab dem 7. Juni prinzipiell auch in Deutschland geimpft werden. Zu diesem Zeitpunkt endet die Priorisierung nach Alter, Risiko- und Berufsgruppen, und die &Auml;rzteschaft entscheidet &uuml;ber den Vorrang. Man mag nicht in der Haut der niedergelassenen &Auml;rzt:innen und ihres Personals stecken, die den nun noch dramatischeren Ansturm auf die Praxen zu bew&auml;ltigen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ulrike-baureithel\/jens-debakel-spahn\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Clemens Fuest: &ldquo;Die L&ouml;hne m&uuml;ssen steigen&rdquo;<\/strong><br>\nIfo-Pr&auml;sident Clemens Fuest sieht f&uuml;r die Personalnot in der Gastronomie nur eine L&ouml;sung: h&ouml;here L&ouml;hne. Die Knappheit in der Wirtschaft h&auml;lt er aber f&uuml;r vor&uuml;bergehend. [&hellip;]<br>\nZEIT ONLINE: Restaurants und Hotels &ouml;ffnen wieder, nur haben sich viele Besch&auml;ftigte in der Zwischenzeit nach anderen Jobs umgesehen, die Branche sucht h&auml;nderingend Personal. Was raten Sie den Hotel- und Restaurantbetreibern?<br>\nFuest: Es gibt eine einfache Antwort: Die L&ouml;hne m&uuml;ssen steigen. Nehmen wir an, ich bin Gastwirt, ben&ouml;tige Personal und frage Leute, ob sie bei mir arbeiten m&ouml;chten. Wenn alle bei zehn Euro die Stunde ablehnen, muss ich wohl zw&ouml;lf Euro bieten, vielleicht auch mehr. Wenn L&ouml;hne flexibel sind, gibt es auf Dauer keinen Fachkr&auml;ftemangel. Es gibt Dinge, die sind knapp und teuer, zum Beispiel Diamanten. Trotzdem reden wir nicht von Diamantenmangel. Das hei&szlig;t, wenn die Nachfrage steigt oder das Angebot sinkt, steigt der Preis. Wir d&uuml;rfen aber auch nicht vergessen, dass momentan die Knappheit k&uuml;nstlich hoch ist, weil viele Menschen durch staatliche Hilfen eher zu Hause bleiben k&ouml;nnen.<br>\nZEIT ONLINE: Wenn ich Gastwirt w&auml;re, w&uuml;rde ich entgegnen: Der Wettbewerb ist hart, die Margen knapp, ich kann keine h&ouml;heren L&ouml;hne zahlen.<br>\nFuest: Da die Fachkr&auml;fteknappheit letztlich alle Gastwirte trifft, m&uuml;ssen alle h&ouml;here L&ouml;hne zahlen, und die Preise f&uuml;r die Kunden steigen, bis die Margen stimmen. Wenn es im Einzelfall trotzdem nicht klappt, ist das Gesch&auml;ftsmodell nicht tragf&auml;hig. Das sage ich auch immer wieder vor Unternehmern &ndash; und mache mich dann meist unbeliebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2021-06\/clemens-fuest-ifo-praesident-globalisierung-klimaschutz-eu-klimapolitik\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der bekannte Neoliberale und Unternehmerfreund erkl&auml;rt (wenn auch auf Basis eines neoklassischen Modells des Arbeitsmarktes) den Fachkr&auml;ftemangel zu einem Mythos, fordert h&ouml;here L&ouml;hne und erkl&auml;rt Gesch&auml;ftsmodelle, die nur auf Niedriglohnbasis funktionieren, f&uuml;r &ldquo;nicht tragf&auml;hig&rdquo;? Verr&uuml;ckt geworden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie der Sp&auml;tliberalismus sich selbst untergr&auml;bt<\/strong><br>\nIn dem Ma&szlig;e, wie der Liberalismus ideologischer geworden ist, hat er begonnen, die Traditionen und Institutionen anzugreifen und zu zerst&ouml;ren, die uns helfen, gemeinsame Identit&auml;ten zu schmieden, Vertrauen aufzubauen, Gegenseitigkeit unter Fremden zu f&ouml;rdern und die nat&uuml;rlichen und nie endenden Werte- und Interessenkonflikte zu vers&ouml;hnen, die in der menschlichen Gesellschaft auftreten. Jahrelang erkl&auml;rten Liberale den Pluralismus als das Mittel, mit dem wir zusammen mit unserer Rationalit&auml;t eine immer vollkommenere Gesellschaft aufbauen.<br>\nAber diese Idee findet bei denjenigen, die in den von ihr geschaffenen Gesellschaften leben, immer weniger Zustimmung. Diejenigen, die eine andere Vision von einer besseren Zukunft haben, werden routinem&auml;&szlig;ig als irrational, unheimlich oder als Einfaltspinsel abgetan, die sich an &uuml;berholte Ideen klammern wollen &ndash; wie den religi&ouml;sen Glauben oder jede andere Tradition, die der individuellen Freiheit Grenzen setzt. Und so empfinden viele Liberale kein Mitleid, sondern Verachtung, wenn sie sehen, wie ihre Mitb&uuml;rger k&auml;mpfen, und wenn sie, weit entfernt von den Megast&auml;dten, die sie ihr Zuhause nennen, Gemeinden in der Krise sehen. [&hellip;]<br>\nGew&ouml;hnliche Menschen, die vor allem in Provinzst&auml;dten und auf dem Land leben, haben nicht nur mit der Politik der Marktfundamentalisten zu k&auml;mpfen, die sie &auml;rmer und unsicherer gemacht hat. Sie m&uuml;ssen sich auch mit einer Politik auseinandersetzen, die explizit gegen ihre Interessen arbeitet. In Gro&szlig;britannien und Amerika haben sich die Gesetze und Vorschriften, die die M&auml;rkte regeln, ver&auml;ndert &ndash; leise, langsam, unmerklich &ndash; auf eine Art und Weise, die dem Gro&szlig;kapital, den Investoren und der F&uuml;hrungsschicht entgegenkommt, die aber gegen die Interessen der einfachen Arbeiter und B&uuml;rger arbeitet.<br>\nDennoch verhalten sich unsere Verantwortungstr&auml;ger so, als ob M&auml;rkte nat&uuml;rlich vorkommende Ph&auml;nomene w&auml;ren. Vorschl&auml;ge, die Regeln zu &auml;ndern, damit die M&auml;rkte fair funktionieren, werden routinem&auml;&szlig;ig abgelehnt, weil dies &ldquo;marktfeindlich&rdquo; und damit &ldquo;unternehmensfeindlich&rdquo; und schlecht f&uuml;r das Wirtschaftswachstum w&auml;re. Diese Marktsucht basiert auf dem Irrglauben, dass pers&ouml;nliche Freiheit der &uuml;berragende menschliche Wert ist. Sie l&auml;sst Marktversagen au&szlig;er Acht, das durch unvollkommene Informationen, mangelnden Wettbewerb oder unlauteren Wettbewerb, oft von Unternehmen, die von ausl&auml;ndischen Regierungen unterst&uuml;tzt werden, verursacht wird.  Und sie verkennt, dass M&auml;rkte von Menschen geschaffene Konstrukte sind, die reformiert werden k&ouml;nnen, damit sie besser funktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/20-2021\/wie-der-spaetliberalismus-sich-selbst-untergraebt\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wer die Rechnung nicht begleicht, bekommt Probleme: Die Geldeintreiber des Otto-Konzerns<\/strong><br>\nDas Hamburger Handelsimperium Otto Group ist mehr als nur ein reiner Versandh&auml;ndler. In den vergangenen Jahren brachte vor allem der Finanzbereich des Konzerns gro&szlig;e Ertr&auml;ge ein: 2019\/2020 belief sich der Gewinn der Sparte auf 368 Millionen Euro. Bei n&auml;herer Betrachtung passen die ertragreichen Dienstleistungen aber nicht zum rechtschaffen Image, das der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Otto pflegt, wie Gerhard Schick f&uuml;r den &bdquo;Spiegel&ldquo; berichtet.<br>\nViele Dienstleistungen der Finanzsparte gehen auf die Tochtermarke EOS zur&uuml;ck, die einen gro&szlig;en Inkasso-Akteur darstellt. Als Inkassounternehmen nimmt EOS Kontakt zu Kundinnen und Kunden auf, um Schulden einzutreiben. F&uuml;r diesen b&uuml;rokratischen Vorgang, bei dem Betriebe oft auf professionelle Hilfe setzen, fallen allerdings bei den Betroffenen Kosten an, die kaum im Verh&auml;ltnis zum Aufwand stehen, so Schick.<br>\nSechs Millionen Menschen hatten es hierzulande bereits mit Inkassoanforderungen zu tun. Dabei nutzen Inkassounternehmen nicht selten die unzureichende Gesetzeslage aus, um enormen Druck auf die Betroffenen auszu&uuml;ben. Auch die Tochter des Versandh&auml;ndlers Otto geht teilweise zweifelhaft vor: Sie berechnen als Tochterfirma satte Geb&uuml;hren f&uuml;r ihre Dienstleistung. F&uuml;r Schick ein klarer Fall von &bdquo;Konzerninkasso&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/so-gehen-ottos-dreiste-geldtreiber-bei-rechnungen-vor-j\/\">Business Insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirecard-Skandal: Anleger scheitern vor Gericht gegen Wirecard-Pr&uuml;fer EY<\/strong><br>\nUm einen Teil ihres Geldes zur&uuml;ckzubekommen, verklagen gesch&auml;digte Anleger EY. Erste Urteile geben ihnen wenig Anlass zur Hoffnung.<br>\nDer Schaden ist gewaltig, aber die Chancen auf Ersatz stehen denkbar schlecht. In zwei Wochen j&auml;hrt sich zum ersten Mal der Tag, an dem der Wirecard-Schwindel aufflog und der Aktienkurs abst&uuml;rzte, diesmal unumkehrbar. Manager des Zahlungsanbieters sollen Geld erfunden, Banken get&auml;uscht und in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Und sie sollen ungez&auml;hlte gutgl&auml;ubige Anleger hinters Licht gef&uuml;hrt haben, gro&szlig;e Fondsgesellschaften genauso wie private Sparer mit wenigen tausend Euro Verm&ouml;gen.<br>\nAm 18. Juni des vergangenen Jahres verweigerten die Wirtschaftspr&uuml;fer von EY ihre Unterschrift unter dem Jahresabschluss des Konzerns, eine Woche sp&auml;ter war Wirecard insolvent &ndash; und mittlerweile steht fest, dass bei dem Konzern selbst kaum noch etwas zu holen ist. Allein beim Insolvenzverwalter haben mehr als 40 000 Aktion&auml;re Anspr&uuml;che angemeldet, weil sie mit der Aktie Geld verloren haben. Ein Schaden im Milliardenbereich ist alles, was vom dem ehemaligen Weltkonzern &uuml;brig bleibt. Und wieder richten sich alle Augen auf EY: M&uuml;ssen die Wirtschaftspr&uuml;fer wom&ouml;glich f&uuml;r die Sch&auml;den der Anleger haften?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirecard-ey-aktie-1.5311282\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>A rogue killer drone &lsquo;hunted down&rsquo; a human target without being instructed to, UN report says<\/strong><br>\nA &ldquo;lethal&rdquo; weaponized drone &ldquo;hunted down a human target&rdquo; without being told to, likely for the first time, according to a UN report seen by the New Scientist.<br>\nIn the March 2020 incident, a Kargu-2 quadcopter autonomously attacked a person during a conflict between Libyan government forces and a breakaway military faction, led by the Libyan National Army&rsquo;s Khalifa Haftar, the Daily Star reported.<br>\nThe Turkish-built Kargu-2, a deadly attack drone designed for asymmetric warfare and anti-terrorist operations, targeted one of Haftar&rsquo;s soldiers while he tried to retreat, according to the paper.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.com\/killer-drone-hunted-down-human-target-without-being-told-un-2021-5\">Business Insider<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Das ist eine schlimme Z&auml;sur.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gr&uuml;ner Militarismus<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition wird nach zwei Legislaturperioden vielfach als bleiern und unkreativ empfunden. Wechselstimmung und die Sehnsucht nach einer Alternative machen sich breit. Da f&auml;llt der Blick auf die einzige Partei, dies es im Kreuz h&auml;tte, die Bundestagswahl zu gewinnen &ndash; vermeintlich die flottere Version des Prinzips staatstragende Etabliertheit. Und dass beim Klimaschutz jetzt drastische Schritte n&ouml;tig sind, werden die meisten nicht bezweifeln. Aber was, wenn eine Mehrheit den Gr&uuml;nen um der Umwelt willen die Pforten ihres Herzens weit &ouml;ffnet und wenn dabei auch Militarismus und Kriegsgefahr mit hineinschl&uuml;pfen? Die heutigen Gr&uuml;nen sind in der Nato und in transatlantischen Strukturen fest verankert. &Auml;u&szlig;erungen von Annalena Baerbock lassen das Schlimmste bef&uuml;rchten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/gruener-militarismus\">Georg Rammer auf Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auch weiterhin Gift im Gesicht<\/strong><br>\nSind FFP2- und OP-Masken frei von Schadstoffen? Die Seite Correctiv.org sieht &bdquo;keine Belege&ldquo; daf&uuml;r. Faktencheck eines Faktenchecks<br>\nBei Telepolis habe ich im Februar &uuml;ber Schadstoffe und lungeng&auml;ngige Mikroplastikpartikel in den seit Januar in vielen &ouml;ffentlichen Bereichen vorgeschriebenen FFP2- und OP-Masken berichtet. Daraufhin hat die Seite Correctiv.org im April in einem &ldquo;Faktencheck&rdquo; befunden, es gebe &ldquo;keine Belege f&uuml;r Schadstoffe oder Inhaltsstoffe in gesundheitsgef&auml;hrdenden Mengen in zugelassenen Masken&rdquo;.<br>\nEbenfalls im April hat dann Prof. Michael Braungart vom Hamburger Umweltinstitut an einem Beispiel diese Belege vorgestellt. Also kommen wir noch auf dieses Thema zur&uuml;ck. Und dieses Mal gleich mit der Ansage: Nein, ich bin kein Corona-Leugner und nicht gegen das Maskentragen. Ich h&auml;tte nur gerne schadstofffreie Masken und unterstelle mal, dass die meisten von uns das wollen.<br>\n&ldquo;FFP2- und OP-Masken, die nach EU-Norm zugelassen sind, d&uuml;rfen keine Gesundheitsgefahr darstellen&rdquo;, schreibt Correctiv. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, ist es dann auch nicht so? Um das zu belegen hat die Kollegin von Correctiv keine M&uuml;he gescheut. Sie hat eine gro&szlig;e Abfrage durchgef&uuml;hrt und minuti&ouml;s aufgelistet, wie FFP2- und OP-Masken zertifiziert werden. Das allein h&auml;tte allerdings schon stutzig machen k&ouml;nnen &ndash; oder sogar m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Auch-weiterhin-Gift-im-Gesicht-6060341.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Elbe sp&uuml;lt jedes Jahr 42.000 kg Plastik ins Meer<\/strong><br>\n&Uuml;ber deutsche Fl&uuml;sse werden Jahr f&uuml;r Jahr tausende Kilos Plastik in Nord- und Ostsee gesp&uuml;lt. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis einer aktuellen Sch&auml;tzung der Organisation The Ocean Cleanup. Das meiste Plastik gelangt dabei &uuml;ber die Elbe in die Nordsee. Wie viel Kunststoffabf&auml;lle durch einen Fluss jeweils ins Meer gelangt, h&auml;ngt dabei von einer Reihe von Faktoren ab. Dazu z&auml;hlen neben der L&auml;nge und dem Durchmesser des Flusses vor allem die Bev&ouml;lkerungskonzentration an den jeweiligen Fl&uuml;ssen, die Wirtschaftsleistung der umliegenden Regionen und die Qualit&auml;t des Abfallmanagements vor Ort. Der Gro&szlig;teil des Plastikm&uuml;lls, die &uuml;ber Fl&uuml;sse in die Weltmeere gelangen, wird von Fl&uuml;ssen asiatischer L&auml;nder emittiert, wie diese Statista-Grafik zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/infografik\/24996\/menge-der-in-die-meere-emittierten-kunststoffe-nach-fluessen\/\">Statista<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fossilwirtschaft sahnt bei Wirtschaftshilfen ab<\/strong><br>\nSeit Beginn der Covid-19-Pandemie haben die Industriestaaten der G7 mehr Hilfen in die fossile Wirtschaft gesteckt als in erneuerbare Sektoren. Noch immer investieren die Sieben zu wenig in Technologien zur rechtzeitigen Dekarbonisierung ihrer Volkswirtschaften, zeigt ein Report.<br>\nNoch immer stecken die G7-Industriestaaten viel Geld in fossile Energien. Zwischen Januar 2020 und M&auml;rz 2021 hat die Gruppe der Sieben 189 Milliarden US-Dollar an staatlicher Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Sektoren Kohle, Erd&ouml;l und Erdgas vergeben. In die erneuerbaren Energien sind dagegen nur 147 Milliarden US-Dollar geflossen.<br>\nDas geht aus einem Bericht des kanadischen Forschungsinstituts IISD, des britischen Overseas Development Institute (ODI) und der freikirchlichen Hilfsorganisation Tearfund hervor. F&uuml;r den Bericht haben die Organisationen &uuml;ber 500 politische Ma&szlig;nahmen analysiert, die seit Beginn der Pandemie verabschiedet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/finanzen-wirtschaft\/fossilwirtschaft-sahnt-bei-wirtschaftshilfen-ab\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der 29-Euro-Flug ist nicht das Problem<\/strong><br>\nFlugverkehr wird vor allem von reichen Menschen verursacht und braucht eine L&ouml;sung, die auch bei diesen ansetzt. Dass sich Leute ab und zu mal einen Billigflug nach Mallorca leisten k&ouml;nnen, ist eher nebens&auml;chlich.<br>\nWer fliegt? Und wer fliegt nicht? Das sind Fragen, die in der Diskussion um Klimaschutz im Flugverkehr oft zu kurz kommen. Gr&uuml;nen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock beschrieb k&uuml;rzlich eine Zukunft ohne Billigfl&uuml;ge &ndash; nach Mallorca fliegen f&uuml;r 29 Euro! &ndash; und ohne Kurzstreckenfl&uuml;ge. Augenscheinlich sind das &auml;hnliche Dinge, doch es gibt bessere Gr&uuml;nde, Kurzstreckenfl&uuml;ge zu verbieten, als Billigfl&uuml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/verkehr\/der-29-euro-flug-ist-nicht-das-problem\">Klimareporter<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bahnfahren in der EU: So machen wir europ&auml;ische Fl&uuml;ge &uuml;berfl&uuml;ssig<\/strong><br>\nMan k&ouml;nnte ziemlich gut mit dem Zug durch das kleine Europa kommen. Die Realit&auml;t des grenz&uuml;berschreitenden Bahnverkehrs sieht aber anders aus:  teure Tickets, viele Umstiege und sehr lange Fahrten. Das muss und kann sich &auml;ndern, fordern drei gr&uuml;ne Bundestagskandidatinnen von den heute tagenden EU-Verkehrsminister:innen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/verkehr\/so-machen-wir-europaeische-fluege-ueberfluessig\">Klimareporter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>250.000 F&auml;lle liegengeblieben &ndash; Schlimmster Stau in Berlins B&uuml;rger&auml;mtern!<\/strong><br>\nEin neuer Pass, Personalausweis oder F&uuml;hrerschein-Umtausch &ndash; in unserer Stadt einen Termin beim B&uuml;rgeramt zu ergattern, gleicht mitunter einem Gl&uuml;cksspiel. Zwar gibt es die Hotline 115 und die Online-Anmeldung unter berlin.de, aber oft sind die Termine l&auml;ngst vergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/berlin\/250-000-faelle-liegengeblieben-schlimmster-stau-in-berlins-buergeraemtern\">BZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Abh&ouml;ren ohne Grenzen<\/strong><br>\nDie k&uuml;rzlich publik gewordene Ausspionierung der Bundesregierung durch D&auml;nemarks Geheimdienst f&uuml;gt den bislang bekannten Umrissen der weltumspannenden westlichen Spionage ein weiteres Mosaikteil hinzu. Schon vor Jahren haben Unterlagen des Whistleblowers Edward Snowden gezeigt, dass der US-Dienst NSA mit Partnerdiensten in aller Welt kooperiert, um direkten Zugriff auf Internetknotenpunkte zu erhalten und den dort durchgeleiteten Datenverkehr umfassend zu durchsuchen. Zudem hat sich gezeigt, dass der BND von der Kooperation profitiert und seinerseits Regierungsmitglieder selbst verb&uuml;ndeter Staaten ausspioniert. Dass der d&auml;nische Milit&auml;r- und Auslandsgeheimdienst unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und den damaligen Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier abgeh&ouml;rt hat, best&auml;tigt, dass gegenseitiges Ausforschen im Westen gang und g&auml;be ist &ndash; auch wenn Russland als Hauptziel der Abh&ouml;rma&szlig;nahmen in D&auml;nemark gelten kann. Das von der NSA gef&uuml;hrte Spionagenetz, von dem auch der BND profitiert, umfasst s&auml;mtliche Kontinente. Inzwischen besitzt auch der BND selbst erheblich ausgeweitete Spionagekompetenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8618\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Jenseits von La La Land<\/strong><br>\nSahra Wagenknechts Entwurf eines Linkskonservatismus ist eine politische Marktl&uuml;cke &ndash; mit dem Potenzial, vielen Verdrossenen wieder eine politische Heimat zu geben.<br>\nWen w&uuml;rden Sie w&auml;hlen, wenn am Sonntag Bundestagswahl w&auml;re? Diese Frage der Wahlforschungsinstitute d&uuml;rfte f&uuml;r viele Menschen in diesem Land wohl noch nie so schwer zu beantworten gewesen sein. CDU\/CSU? W&auml;re vielleicht das geringste &Uuml;bel, wenn Armin Laschet und Friedrich Merz nicht gerade mal wieder bewiesen h&auml;tten, welch gestrige Wirtschaftspolitik ihnen vorschwebt. Vom Konservatismus der Union dagegen sind nur noch Spurenelemente geblieben. FDP? Die sind wie Merz, nur gelb angestrichen. AfD? Die wird zwar von frustrierten Arbeitern gew&auml;hlt, betreibt aber das Gesch&auml;ft eines chauvinistischen Marktliberalismus.<br>\nUnd die SPD? Die wei&szlig; selbst nicht mehr so genau, was Sozialdemokratie eigentlich noch bedeutet. Katja Esken und die Jusos besch&auml;ftigen sich lieber mit einem vermeintlich fl&auml;chendeckenden Rassismus der deutschen Polizei und &bdquo;alten wei&szlig;en M&auml;nnern&ldquo; wie Wolfgang Thierse. Der wurde &ndash; allen voran von Esken &ndash; &ouml;ffentlich verhauen, weil er gesagt hatte:\n<p>&bdquo;Ich bin zum Symbol geworden f&uuml;r viele normale Menschen, die ihre Lebensrealit&auml;t nicht mehr gespiegelt sehen in der SPD, die unsicher sind, was sie noch sagen d&uuml;rfen.&ldquo;<\/p>\n<p>Die Linke? Noch eine Stufe radikaler. Als Au&szlig;enstehender bekommt man den Eindruck, au&szlig;er Antirassismus, Antifaschismus und Feminismus gebe es f&uuml;r sie keine anderen Themen mehr. Die einst so prominenten sozialpolitischen Forderungen der Gr&uuml;ndungszeit treten zumindest medial in den Hintergrund.<br>\nAlles in allem: Die soziale Demokratie, so scheint es, hat keine wirkliche Repr&auml;sentantin mehr. Der Gerechtigkeitsdiskurs wurde durch Moralisierungs- und Abwertungsdiskurse ersetzt. W&auml;hrend f&uuml;r immer mehr Menschen die soziale Herkunft zum Schicksal wird, hat ein libert&auml;rer, marktliberaler Zeitgeist die Oberhand gewonnen, der &ndash; womit man bei den Gr&uuml;nen w&auml;re &ndash; eine seltsame Melange mit der Moralisierung des Lebensstils eines sich progressiv gebenden Milieus eingeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/20-2021\/die-selbstgerechten-jenseits-von-la-la-land\/\">Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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