{"id":73112,"date":"2021-06-07T08:23:18","date_gmt":"2021-06-07T06:23:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112"},"modified":"2021-06-07T09:13:00","modified_gmt":"2021-06-07T07:13:00","slug":"hinweise-des-tages-3874","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h01\">Gr&uuml;ne und SPD sprechen von Vertuschung im Gesundheitsministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h02\">Ireland could lose &euro;2.2bn a year with corporation tax reform &ndash; Donohoe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h03\">G7 take big step to recover tax but just for themselves<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h04\">EU macht erste Schritte f&uuml;r mehr Steuertransparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h05\">Wirtschaftsstabilisierungsfonds zum Transformationsfonds umbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h06\">Gro&szlig;e Mehrheit f&uuml;r Verm&ouml;genssteuern, aber Medien schreiben dagegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h07\">Samirah Kenawi: Den Gesundheitssektor verstaatlichen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h08\">&bdquo;Keine Empfehlung f&uuml;r alle gesunden Kinder zu erwarten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h09\">Nach Klage: Ex-Gesundheitsamtsleiter P&uuml;rner soll erneut versetzt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h10\">&bdquo;Leben muss endlich wieder wie gewohnt weitergehen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h11\">Koalition einig &uuml;ber Verl&auml;ngerung der &bdquo;epidemischen Lage&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h12\">Im Reich der Gro&szlig;agrarier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h13\">Ein preisverd&auml;chtiger Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h14\">Vertrauliches Gutachten: Laschets Regierung vernachl&auml;ssigt Umweltkriminalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h15\">Offener Brief: Alle gegen noch mehr Staatstrojaner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h16\">&bdquo;Wir spielen mit unserer eigenen Zerst&ouml;rung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73112#h17\">Israel &ndash; Deutschland &ndash; Pal&auml;stina<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne und SPD sprechen von Vertuschung im Gesundheitsministerium<\/strong><br>\nJens Spahns Ministerium wollte nutzlose Corona-Masken unter anderem an Obdachlose und Menschen mit Behinderung verteilen. Nachdem der SPIEGEL dies enth&uuml;llt hatte, fordern Politikerinnen Konsequenzen. (&hellip;)<br>\nGl&ouml;ckner emp&ouml;rt sich unter anderem dar&uuml;ber, dass die unbrauchbaren Masken in Sonderaktionen an Menschen mit Behinderungen, Hartz-4-Empf&auml;nger und Obdachlose losgeschlagen werden sollten. &raquo;Damit gef&auml;hrdet er willentlich die Gesundheit dieser besonders verwundbaren Gruppen. Das ist ein ungeheuerlicher Vorgang&laquo;, sagt Gl&ouml;ckner. &raquo;Menschen mit Behinderungen sind keine Versuchskaninchen, denen die &Uuml;berbleibsel schlechter Entscheidungen hingeworfen werden d&uuml;rfen&laquo;, so Gl&ouml;ckner. Das Vorhaben zeuge von Spahns Verst&auml;ndnis gegen&uuml;ber Menschen mit Behinderungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jens-spahn-nach-planen-zur-maskenvernichtung-in-der-kritik-a-78e50c40-a6e8-49b0-8d10-606605544fb0%20\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Wann ist Jens Spahn (CDU) f&auml;llig? Die Liste seiner teuren Verfehlungen wird immer l&auml;nger: Der Kauf &uuml;berteuerter und mangelhafter FFP 2 Masken (teils &uuml;ber politische Freunde), die teure Verteilung der Schutzmasken &uuml;ber Apotheken (ohne jede Anweisung zur Handhabung), die grottenschlechte Corona-Testverordnung mit einer Einladung an alle Absahner und Abzocker zur Selbstbedienung und zum Missbrauch. Die Verordnung bringt kaum Nutzen (es gibt viel bessere Alternativen), kostet den Steuerzahler t&auml;glich zig Millionen Euro.<\/em><\/p>\n<p><em>Solange die SPD, die den politischen Murks mitgetragen hat, nicht die Rei&szlig;leine zieht (die Testverordnung geh&ouml;rt ganz fix in den Rei&szlig;wolf) macht sie sich zum Komplizen von Verschwendungminister Jens Spahn. Und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet muss sich l&auml;ngst fragen, ob er mit Jens Spahn auf den richtigen politischen Kumpel gesetzt hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Bis zur Bundestagswahl wird Spahn seinen Posten sicher behalten. Die Union wird nichts riskieren was ihr Wahlergebnis negativ beeinflussen kann. Der Zynismus dabei, jeder der Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung &uuml;bt wird durch die Konzern- und &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien sofort in die rechte Ecke gestellt, w&auml;hrend es schwerf&auml;llt beim Gedankengut, das offenbar im Gesundheitsministerium herrscht, nicht an den Begriff Euthanasie zu denken.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: SPD-Chef bringt Rauswurf von Gesundheitsminister Spahn ins Spiel<\/strong><br>\nDer SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans h&auml;lt den Umgang von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit angeblich minderwertigen Corona-Masken f&uuml;r menschenverachtend und fordert Konsequenzen. CDU-Chef Armin Laschet m&uuml;sse &raquo;sich jetzt der Frage stellen, ob dieses skandal&ouml;se Vorgehen von Jens Spahn f&uuml;r eine Partei mit einem christlichen Etikett noch tragbar ist&laquo;, sagte Walter-Borjans der &raquo;Bild am Sonntag&laquo;. &raquo;Die &Ouml;ffentlichkeit hat das Recht auf eine schnelle Antwort.&laquo; (&hellip;)<br>\n&raquo;Es ist unw&uuml;rdig und menschenverachtend, wenn ein Gesundheitsminister Menschen in zwei Klassen einteilt, n&auml;mlich die mit Anspruch auf qualit&auml;tsgepr&uuml;fte Masken und die, f&uuml;r die absolut untaugliche Masken gut genug sind, um ihr Leben eben nicht zu sch&uuml;tzen&laquo;, sagte Walter-Borjans der &raquo;Bild&laquo;-Zeitung. &raquo;Wenn das einem Minister der SPD einfiele, w&uuml;ssten wir, was zu tun ist.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/maskenaffaere-spd-chef-norbert-walter-borjans-bringt-rauswurf-von-gesundheitsminister-spahn-ins-spiel-a-0c42b07b-9ef9-4f6e-a8ee-87445fabb042%20\">Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ireland could lose &euro;2.2bn a year with corporation tax reform &ndash; Donohoe<\/strong><br>\nThe Minister for Finance has said the Government could lose around &euro;2.2bn a year in corporation tax revenue, if today&rsquo;s G7 agreement on corporation tax reform is implemented.<br>\nPaschal Donohoe was speaking after the meeting of finance ministers from the seven leading industrial nations in London. He said the Department of Finance had already built in expectations of lost corporate tax revenue into Budget plans. The minister added that even with losses of this level, he expected the Government could balance its books in the coming years. Mr Donohoe attended the meeting in his capacity as President of the Eurogroup.<br>\nSpeaking to RT&Eacute; News, he said: &ldquo;The modelling we have been doing indicates it could affect up to one fifth of our corporate tax revenue.<br>\n&ldquo;But we have been planning for this, so those kinds of revenue losses are already included in our budgetary calculations, so that even with those losses our projections show an ability of the Irish economy to return to a position of fiscal balance in the coming years.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rte.ie\/news\/ireland\/2021\/0605\/1226215-corporate-tax\/\">RTE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Die 15% waren mal wieder der kleinste gemeinsame Nenner &ndash; die USA hatten 21 % vorgeschlagen und allgemein wurde mit 25% gerechnet. Was die mutma&szlig;lichen Mindereinnahmen Irlands von 2,2 Mrd. &euro;\/a angeht: Das gilt nur, wenn Irland seinen sehr niedrigen Unternehmensteuersatz nicht auf 15% anghebt. Wenn es das tut, dann wird das Land mindestens 7,2 Mrd. &euro; pro Jahr mehr einnehmen (<a href=\"https:\/\/www.taxobservatory.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/TaxObservatory_Report_Tax_Deficit_June2021.pdf\">taxobservatory.eu<\/a>, S. 27). Aber das will man scheinbar nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>G7 take big step to recover tax but just for themselves<\/strong><br>\nResponding to the G7&rsquo;s announcement on the global minimum corporate tax rate, Alex Cobham, chief executive at the Tax Justice Network, said:<br>\n&ldquo;The G7 has decided to finally move the international tax system into the 21st century but only enough to shamelessly benefit just themselves, leaving the rest of the world behind. The world&rsquo;s eyes were on the G7, hoping that in the face of this global pandemic they would throw their weight behind a new tax system that would bring back home to all countries the billions in corporate tax they were robbed of and urgently need to rebuild and recover. Instead, the G7 finance ministers are proposing to follow OECD proposals that would ensure the G7 themselves take the lion&rsquo;s share of any new tax revenues &ndash; which will in any case be limited by their lack of ambition.<br>\n&ldquo;The G7 made it clear that they know the race to the bottom has been damaging economies and people&rsquo;s lives for decades. By settling for anything less than a 25% tax rate, the G7 is telling their citizens and the world that they&rsquo;re willing to keep the race to the to bottom alive and kicking. Rarely does the opportunity to better the lives of billions of people in a single stroke come by but when history came knocking today, the leaders of the richest countries in the world turned their back on it.<br>\n&ldquo;Our modelling1 shows that a 25% minimum effective tax rate could raise $780bn in additional revenues worldwide &ndash; and still leave multinationals with three quarters of their gross profits. Countries outside the G7 could receive $355 billion under the fairer approach we&rsquo;ve proposed. If the G7 pushes ahead with a 15% minimum rate under the deeply unequal OECD approach, they will leave barely more than $100 billion for other countries &ndash; while taking $170 billion just for themselves.<br>\n&ldquo;This cannot stand. The rest of the world must object absolutely. The G20 group, and the Inclusive Framework, may rightly feel entirely disenfranchised but they can take back the power by challenging this openly, pushing for a higher rate and insisting on a balanced distribution of recovered tax, like that offered by the METR2 proposal.<br>\n&ldquo;Even the G7 and OECD recognise that the international tax rules are unfit for purpose. The disproportionate power exercised by these rich countries&rsquo; clubs today shows that the way international tax rules are determined, too, is unfit for purpose. It is now well past time for international tax rules to be set democratically at the UN, starting with a UN tax convention.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taxjustice.net\/press\/g7-take-big-step-to-recover-tax-but-just-for-themselves\/%20\">Tax Justice Network<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU macht erste Schritte f&uuml;r mehr Steuertransparenz<\/strong><br>\nNeben vielen weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen setzt sich das Netzwerk Steuergerechtigkeit seit vielen Jahren f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von &ouml;ffentlicher l&auml;nderbezogener Berichterstattung ein (public Country-by-Country Reporting, public CbCR). Das Konzept sieht vor, dass multinationale Unternehmen verpflichtet werden, zentrale &ouml;konomische Daten (z. B. Ums&auml;tze, Gewinne, Mitarbeiter*innenzahl und Steuerzahlungen) aufgegliedert nach L&auml;ndern zu ver&ouml;ffentlichen. (Details dazu hier: &Ouml;ffentlich l&auml;nderbezogene Berichterstattung &ndash; warum die typischen Gegenargumente nicht &uuml;berzeugen). Die verabschiedete Richtlinie ist ein erster Schritt f&uuml;r mehr Steuertransparenz in der EU, sie enth&auml;lt jedoch gro&szlig;e L&uuml;cken:<br>\nLaut der Richtlinie m&uuml;ssen multinationale Konzerne nur Daten &uuml;ber Steuerzahlungen und Gewinne in EU-Staaten und einigen wenigen von der EU gelisteten L&auml;ndern (graue und schwarze EU-Liste) ver&ouml;ffentlichen. Diese Liste der nicht-kooperativen Steuerjurisdiktionen ist jedoch politisch motiviert und enth&auml;lt kaum relevante Steueroasen.<br>\nDamit bleiben die &uuml;brigen weltweiten Konzern-Aktivit&auml;ten intransparent, z. B. in den drei wichtigsten Steuers&uuml;mpfen f&uuml;r Konzerne: den Britischen Jungferninseln, den Kaimaninseln und Bermuda. Die l&uuml;ckenhafte Richtlinie k&ouml;nnte dazu f&uuml;hren, dass Konzerne ihre Gewinne noch st&auml;rker in Gebiete au&szlig;erhalb der EU verschieben, um Offenlegungspflichten zu umgehen. Missbr&auml;uchliche Steuerkonstruktionen w&auml;ren so kaum zu analysieren und bek&auml;mpfen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus enth&auml;lt die Richtlinie ein weiteres Schlupfloch, dass es Konzernen erlaubt, Informationen bis zu f&uuml;nf Jahre zur&uuml;ckzuhalten, wenn sie als kommerziell sensibel angesehen werden. Dies erm&ouml;glicht beispielsweise, Daten zu Gewinnverschiebung in Niedrigsteuerl&auml;nder zur&uuml;ckzuhalten.<br>\nIn einem offenen Protest-Brief sprach sich Transparency International mit 62 weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen (darunter das Netzwerk Steuergerechtigkeit) f&uuml;r echte Steuertransparenz aus, welche nur durch weltweite Berichtspflichten erzielt werden kann.<br>\nDie getroffene Vereinbarung sieht eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Richtlinie nach vier Jahren vor. Angesichts der Tatsache, dass viele gro&szlig;e multinationale Konzerne Rekordgewinne einfahren, w&auml;hrend die Corona-Pandemie soziale Ungleichheiten weiter versch&auml;rft, d&uuml;rfte der Druck der Zivilgesellschaft f&uuml;r echte Steuertransparenz weiter steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/eu-macht-erste-schritte-fuer-mehr-steuertransparenz\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirtschaftsstabilisierungsfonds zum Transformationsfonds umbauen<\/strong><br>\nNachhaltiger Strukturwandel statt F&ouml;rderung &uuml;berholter Gesch&auml;ftsmodelle<br>\nMit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) werden in der Corona-Krise gro&szlig;e Unternehmen in finanzieller Not mit Steuergeldern gest&uuml;tzt, denen sonst kein Finanzier mehr helfen will. Es ist eines der gr&ouml;&szlig;ten und gleichzeitig fragw&uuml;rdigsten Instrumente der Wirtschaftshilfen im Zuge der Corona-Krise. Denn der Staat geht ins Risiko, ohne seine Unterst&uuml;tzung an Bedingungen zu kn&uuml;pfen, die den gesellschaftlichen Mehrwert der Rettung sicherstellen.<br>\nDabei w&auml;ren Kriterien, die die Rettung mit einem gesellschaftlichen Nutzen verbinden, sowohl aus &ouml;konomischer als auch aus &ouml;kologischer Perspektive erforderlich. Staatliche Unterst&uuml;tzung ist nur gerechtfertigt, wenn die betroffenen Unternehmen im Gegenzug den nachhaltigen Umbau ihres Gesch&auml;ftsmodells anpacken. Stellen sie sich dagegen nicht nachhaltig auf, dann sieht es langfristig sowohl f&uuml;r die Zukunftsf&auml;higkeit des Unternehmens, als auch f&uuml;r die R&uuml;ckzahlung der &ouml;ffentlichen Mittel, schlecht aus. Statt &uuml;berholte Gesch&auml;ftsmodelle k&uuml;nstlich am Leben zu halten, sollte die Bundesregierung einen Transformationsfonds einrichten, der den nachhaltigen Umbau der Wirtschaft voranbringt.<br>\nDer Bund wiederholt beim WSF die Fehler aus der Bankenkrise, wo er mit dem Finanzmarktstabilisierungsfonds Milliarden an Steuergeldern in hoffnungslose Banken versenkte. Die richtigen Lehren hat die Bundesregierung daraus offensichtlich nicht gezogen. Auch damals wurden Milliarden zur Verf&uuml;gung gestellt ohne ausreichende Transparenz und Kontrolle, was im Ergebnis zu gigantischen Verlusten f&uuml;r den Steuerzahler f&uuml;hrte, w&auml;hrend einige Banker mit einem goldenen Fallschirm davonkamen. Verurteilt wurde in Deutschland bekannterma&szlig;en keiner der Banker, die ma&szlig;geblich zum Entstehen der Finanzkrise beigetragen haben.<br>\nW&auml;hrend Boni und Aussch&uuml;ttungen bei gest&uuml;tzten Unternehmen immerhin untersagt sind, gibt es beim WSF keine ausreichende Einschr&auml;nkung f&uuml;r die F&ouml;rderung von Unternehmen, die sich als Steuertrickser hervortun. Dabei hatte Olaf Scholz genau das im Fr&uuml;hjahr 2020 versprochen. Diverse Unternehmen wie TUI, FTI oder MV-Werften, die bisher durch den WSF aufgefangen wurden, haben Verbindungen mit Schattenfinanzzentren. Solche Verbindungen sind ein starker Hinweis auf gemeinwohlsch&auml;dliche Steuersparmodelle.<br>\nIm Falle der Lufthansa legt eine Studie im Auftrag von Finanzwende nahe, dass die Gewinne des Unternehmens besonders gerne &uuml;ber 92 Tochterunternehmen in Schattenfinanzzentren und Steueroasen erzielt werden. Die Steuerlast am deutschen Konzernstandort ist entsprechend niedrig. Damit unterst&uuml;tzt der Staat diejenigen, die sich h&ouml;chstwahrscheinlich um ihren Beitrag zum Gemeinwohl dr&uuml;cken. Durch eine &ouml;ffentliche l&auml;nderbezogene Steuerberichterstattung durch gef&ouml;rderte Unternehmen und darauf aufbauend einen Ausschluss von Steuertricksern h&auml;tte dies verhindert werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-bpoe.com\/2021\/06\/04\/schick\/%20\">Gerhard Schick in blog politische &ouml;konomie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Mehrheit f&uuml;r Verm&ouml;genssteuern, aber Medien schreiben dagegen<\/strong><br>\nForscherInnen des sozialliberalen Momentum Instituts haben die Medienberichte der letzten f&uuml;nfzehn Jahre &uuml;ber Verm&ouml;genssteuern analysiert und sind zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: 69% der JournalistInnen-Kommentare in &Ouml;sterreichs Tageszeitungen lehnen Verm&ouml;genssteuern ab. Das steht im Widerspruch zur Meinung der Bev&ouml;lkerung: Tats&auml;chlich gibt es seit mehr als zehn Jahren eine deutliche Mehrheit f&uuml;r Verm&ouml;genssteuern.<br>\nDie Autoren der Studie &bdquo;Die Verm&ouml;genssteuer-Debatte in &ouml;sterreichischen Tageszeitungen&ldquo; Quirin Dammerer und Georg Hubmann haben sich 1.045 Kommentare in f&uuml;nf Tageszeitungen angesehen. Untersucht wurden Kommentare in &bdquo;Der Standard&ldquo;, &bdquo;Die Presse&ldquo;, &bdquo;Kleine Zeitung&ldquo; &bdquo;Ober&ouml;sterreichische Nachrichten&ldquo; und &bdquo;Tiroler Tageszeitung&ldquo; aus den Jahren 2005 bis 2020. In 69% dieser Kommentare werden Verm&ouml;genssteuern ablehnend beurteilt.<br>\nMehrheit der Menschen ist f&uuml;r Verm&ouml;genssteuern in &Ouml;sterreich<br>\n&bdquo;Es ist interessant, dass wir auf der einen Seite sehen, dass es Mehrheiten f&uuml;r eine Verm&ouml;genssteuer in der Bev&ouml;lkerung gibt und gleichzeitig diese ver&ouml;ffentlichte Meinung stark von dieser bef&uuml;rwortenden Haltung abweicht&ldquo;, sagt Studienautor Dammerer.<br>\nDenn seit 2009 spricht sich die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung in Umfragen mehrheitlich f&uuml;r Verm&ouml;genssteuern aus. Die Zustimmung liegt bei bis zu 70 Prozent, aber niemals nur bei 22 Prozent wie in den Kommentaren der JournalistInnen im Untersuchungszeitraum. Und die Ablehnung der Verm&ouml;genssteuern in &Ouml;sterreichs Tageszeitungen ist nicht sehr differenziert:<br>\nIn 93% der ablehnenden Kommentare findet sich kein einziges Pro-Argument, sondern ausschlie&szlig;lich negative Argumente. (&hellip;)<br>\nDie Kluft zwischen der &ouml;ffentlichen Meinung und der ver&ouml;ffentlichten Meinung zeigt sich nicht nur in &Ouml;sterreich: &Auml;hnliche Resultate finden vergleichbare Studien auch f&uuml;r andere europ&auml;ische L&auml;nder.<br>\nStudienautor Hubmann f&uuml;hrt das auf den Einfluss von finanzstarken Akteuren zur&uuml;ck: &bdquo;Argumente gegen Verm&ouml;genssteuern haben R&uuml;ckenwind, von kapitalnahen Lobby-Organisationen genauso wie im Mainstream der &Ouml;konomie. Das schl&auml;gt sich auch in der medialen Berichterstattung nieder.&ldquo; &Ouml;sterreichs Medien sind nicht nur stark von Inseraten gro&szlig;er Firmen abh&auml;ngig, deren Eigent&uuml;mer h&auml;ufig gegen Verm&ouml;genssteuern sind. Ihre Herausgeber sind auch oft Verm&ouml;gende, die sich nicht &uuml;ber Verm&ouml;genssteuern freuen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/vermoegenssteuern-mehrheit-oesterreich\/%20\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Samirah Kenawi: Den Gesundheitssektor verstaatlichen!<\/strong><br>\nCorona bedroht die Menschheit nicht mit Massensterben. Beim Vergleich der Sterberaten 2020 mit denen von 2019 zeigt sich, dass die Sterblichkeit in einigen L&auml;ndern etwas gestiegen, in anderen gering gesunken ist.<br>\nVielmehr drohen in den Industriestaaten die medizinische Versorgung und die Altenpflege zusammenzubrechen. Grund daf&uuml;r ist akuter Personalmangel infolge vergleichsweise schlechter Bezahlung bei wachsendem Leistungsdruck.<br>\nEin gutes Gesundheitssystem verf&uuml;gt in normalen Zeiten &uuml;ber gro&szlig;e &Uuml;berkapazit&auml;ten, damit es in Krisenzeiten problemlos viele Patienten aufnehmen und versorgen kann. Sinnvoll w&auml;re ein regul&auml;rer Sechsstundentag durch ein Vierschichtsystem, damit Pflegekr&auml;fte in Krisenzeiten in der Lage sind, Mehrarbeit zu verkraften.<br>\nDoch seit Jahrzehnten werden Krankenh&auml;user privatisiert und damit privaten Profitinteressen untergeordnet. Die Folge: Freie Betten und Personal, das zwischendurch auch Zeit f&uuml;r ein Gespr&auml;ch mit den Patienten hatte, wurden abgebaut; denn das kostet Geld, statt Einnahmen zu schaffen.<br>\nDurch den Abbau freier Kapazit&auml;ten zwecks Kostensenkung ist das Gesundheitswesen nicht mehr in der Lage, in Krisenzeiten vermehrt Patienten aufzunehmen und zu betreuen. Die Politik reagiert auf diesen Notstand seit nunmehr einem Jahr mit dem Bem&uuml;hen, die Zahl der Patienten durch Dauerisolierung aller per Kontaktbeschr&auml;nkung und Lockdown auf dem geringen Niveau der medizinischen Kapazit&auml;ten zu halten.<br>\nDiese Politik verschlingt Milliarden. Es fragt sich, warum nicht lieber ein Teil dieses Geldes verwendet wird, um das Problem an der Wurzel zu packen. Krankenh&auml;user m&uuml;ssten wieder verstaatlicht und freie Kapazit&auml;ten wieder aufgebaut werden.<br>\nDem Personalmangel m&uuml;sste mit den Mitteln der sonst viel gepriesenen freien Marktwirtschaft begegnet werden, wo bei Knappheit die Preise steigen. Doch auf Teile des Arbeitsmarktes werden die Gesetze von Angebot und Nachfrage nicht angewandt, denn das w&uuml;rde erfordern, dem Personalmangel so lange durch steigende L&ouml;hne zu begegnen, bis gen&uuml;gend Arbeitskr&auml;fte verf&uuml;gbar sind.<br>\nAber zwischen solchem freien Wettbewerb, kombiniert mit dem Bedarf an &Uuml;berkapazit&auml;ten, und dem Profitinteresse gibt es einen unaufl&ouml;slichen Konflikt. Deshalb sollten die Erfahrungen der Corona-Pandemie den Staat motivieren, f&uuml;r das Gesundheitswesen Artikel 14 Absatz 3 des Grundgesetzes zur Anwendung zu bringen, der lautet:<br>\n&bdquo;Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zul&auml;ssig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausma&szlig; der Entsch&auml;digung regelt&ldquo;.<br>\nDie Milliarden, die der Lockdown kostet, sollten sinnvoll in den Wiederaufbau medizinischer Pflegekapazit&auml;ten gesteckt werden sowie in die Erh&ouml;hung der L&ouml;hne f&uuml;r medizinisches Fachpersonal und Personal in der Altenpflege. Das w&auml;re sinnvolle Coronapolitik und ein Weg aus dem Dauerlockdown.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/gastbeitrag\/kenawi-gesundheitssektor\/%20\">Samirah Kenawi in Geld und mehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Keine Empfehlung f&uuml;r alle gesunden Kinder zu erwarten&ldquo;<\/strong><br>\nDie St&auml;ndige Impfkommission wird voraussichtlich keine generelle Empfehlung f&uuml;r die Impfung von Kindern aussprechen. Laut Stiko-Vorsitzendem Thomas Mertens reichten die Daten &bdquo;bei weitem nicht aus&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDer Stiko l&auml;gen nicht nur Studien zum individuellen Nutzen einer Impfung f&uuml;r Kinder selbst vor, sondern auch Modellrechnungen zu den Auswirkungen auf die generelle Impfkampagne und den Fortgang der Pandemie, f&uuml;gte Mertens an. So sei untersucht worden, ob es einen Unterschied mache, wenn s&auml;mtliche Kinder oder lediglich vorerkrankte Kinder geimpft w&uuml;rden. Der Unterschied sei dabei &bdquo;nicht gro&szlig; genug&ldquo;, um eine generelle Impfkampagne zu empfehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/panorama\/coronavirus\/stiko-vorsitzender-schliesst-generelle-impfempfehlung-fuer-kinder-praktisch-aus_aid-58916179%20\">RP-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nach Klage: Ex-Gesundheitsamtsleiter P&uuml;rner soll erneut versetzt werden<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr sorgte er mit Kritik an der bayerischen Corona-Politik f&uuml;r Schlagzeilen, wurde daraufhin versetzt. Nun plant die Regierung von Schwaben offenbar, die Abordnung des ehemaligen Leiters des Gesundheitsamts Aichach-Friedberg, Friedrich P&uuml;rner, zur&uuml;ckzuziehen. Der Arzt selbst vermutet dahinter ein taktisches Man&ouml;ver. (&hellip;)<br>\nDenn in dem Schreiben, in dem man ihm die geplante R&uuml;cknahme seiner bisherigen Abordnung mitteilt, steht auch, dass man eine erneute Versetzung plane, diesmal an die Regierung von Oberbayern, mit Sitz in M&uuml;nchen, wo er sich ab Mitte Juni um Angelegenheiten ausl&auml;ndischer &Auml;rzte im Rahmen ihrer Approbation k&uuml;mmern solle.<br>\n&ldquo;F&uuml;r mich ist das reine Schikane. Was ich dort konkret machen soll, ist mir noch v&ouml;llig unklar. Die genannte T&auml;tigkeit liegt &uuml;berhaupt nicht in meinem Fachbereich. Aber anscheinend soll ich nun wie ein Wanderpokal weitergereicht werden&rdquo;, so der Epidemiologie. Er vermutet, dass der Regierung nun klar geworden sei, dass er vor Gericht gute Erfolgschancen gehabt h&auml;tte. &ldquo;Vielleicht wollte man auch vermeiden, dass Sachverhalte im Rahmen der &ouml;ffentlichen Verhandlung zum Vorschein kommen, die besser nicht bekannt w&uuml;rden &ndash; eben zu meiner derzeitigen T&auml;tigkeit.&rdquo;<br>\nIn einem aktuellen Schreiben an P&uuml;rners Anwalt best&auml;tigt die Regierung nun zum ersten Mal die Vermutung des Arztes, seine Versetzung habe keinen fachlichen Hintergrund &ndash; ein Szenario, das von offizieller Seite bislang immer bestritten worden war. Laut P&uuml;rners Aussage verweise die Beh&ouml;rde in dem Schreiben auf ein Interview mit ihm, das auf Youtube zu sehen sei. Seine Aussagen in diesem Video seien demnach ausschlaggebend daf&uuml;r gewesen, dass man ihn nicht l&auml;nger im Rahmen einer T&auml;tigkeit im &Ouml;ffentlichen Gesundheitsdienst einsetzen wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/region\/nach-klage-ex-gesundheitsamtsleiter-purner-soll-erneut-versetzt-werden-1.11123111%20\">nordbayern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.H.:<\/strong> Die NDS hatten ja schon vor etlichen Monaten ein Interview mit Friedrich P&uuml;rner, dem geschassten Leiter des Gesundheitsamtes in Aichach. Er war mitten in der Pandemie &ldquo;abgeordnet&rdquo; worden, weil er Kritik an der Corona-Politik der Staatsregierung ge&uuml;bt hatte. Dagegen klagt er, Gerichtsverhandlung w&auml;re demn&auml;chst gewesen. Jetzt versetzt ihn die Regierung von Schwaben &uuml;berraschend erneut, wieder in einen Bereich, der ihm fachfremd ist. Wohl weil ihr schwante, dass ihr eigenwilliges Vorgehen vor Gericht keinen Bestand gehabt h&auml;tte.<\/em><\/p>\n<p><em>In meinen Augen offenbart der Umgang mit P&uuml;rner die Hilf- und Ideenlosigkeit der Regierenden im Umgang mit Kritik, auch wenn sie wie in diesem Fall aus fachkundigem Munde stammt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Leben muss endlich wieder wie gewohnt weitergehen&ldquo;<\/strong><br>\nF&uuml;nf Bundestagsabgeordnete der CDU und einer der SPD haben einen Brandbrief an ihre Kollegen der Fraktionen von CDU\/CSU und SPD geschrieben. Ihre Forderung: Keine Verl&auml;ngerung der epidemischen Lage! (&hellip;)<br>\nUnmissverst&auml;ndlich schreiben sie an die Bundestagspolitiker von CDU\/CSU und SPD: &bdquo;Wir m&uuml;ssen im Sinne des Volkes handeln. Der Schutz der Gesundheit ist lange genug die einzige Leitlinie der politischen Entscheidungen gewesen. Wir haben die Gesundheit der Menschen gesch&uuml;tzt &ndash; zumindest die k&ouml;rperliche. Jetzt muss es um den Schutz der seelischen Gesundheit der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger Deutschlands und um den Zusammenhalt in der Gesellschaft gehen. Deswegen mein Appell: Stimmen Sie am 10.06.2021 mit &sbquo;NEIN&lsquo;.&ldquo;<br>\nNeben Brandbrief-Verfasser Albert Weiler haben auch seine Parteikollegen Sylvia Pantel, Dietlind Tiemann, Veronika Bellmann und Hans-J&uuml;rgen Irmer sowie der SPD-Abgeordnete Florian Post den Aufruf unterschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik-inland\/6-groko-abgeordnete-schreiben-brandbrief-epidemische-lage-nicht-verlaengern-76631854.bild.html%20\">Bild<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Koalition einig &uuml;ber Verl&auml;ngerung der &bdquo;epidemischen Lage&ldquo;<\/strong><br>\nTrotz sinkender Infektionszahlen will Bundeskanzlerin Merkel, dass die sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite weiterhin gilt. Davon sind viele Regelungen abh&auml;ngig. Die Entscheidung muss jedoch der Bundestag treffen. (&amp; )<br>\nAuch Verfassungsrechtler sahen eine Verl&auml;ngerung um drei Monate kritisch. Wir alle sollten ein Interesse daran haben, dass der grundrechtliche Normalzustand m&ouml;glichst schnell wieder hergestellt wird , sagte etwa der Jenaer Staatsrechtler Michael Brenner. Die Union hatte hingegen argumentiert, dass der Bundestag erst im M&auml;rz festgelegt habe, dass die epidemische Lage f&uuml;r jeweils drei Monate gelte und dann automatisch au&szlig;er Kraft trete. Au&szlig;erdem k&ouml;nne der Bundestag die epidemische Lage jederzeit vorzeitig aufheben. Es w&auml;re daher unn&ouml;tig und v&ouml;llig widersinnig, alle paar Wochen das Gesetz zu &auml;ndern , sagte Frei.<br>\nMit der Bundesnotbremse , die am 30. Juni auslaufen soll, hat das nichts zu tun. Diese war nachtr&auml;glich ins Infektionsschutzgesetz geschrieben worden. Eine Verl&auml;ngerung ist nach WELT-Informationen nicht geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article231595595\/Koalition-einig-ueber-Verlaengerung-der-e\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wann, wenn nicht jetzt, sollen denn die &bdquo;epidemische Lage&ldquo; und die damit im Zusammenhang stehenden politischen Ma&szlig;nahmen beendet werden? M&ouml;chte die Mehrheit des Deutschen Bundestages etwa noch weiter abwarten und zusehen, dass z.B. noch mehr B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger finanziell und psychisch belastet werden sowie insbesondere zahlreiche kleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen pleite gehen, was das Bild vieler Innenst&auml;dte ver&auml;ndern wird? Was soll vor allem aus Kindern und Jugendlichen werden, die sich schnell <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63870\">an eine &bdquo;neue Normalit&auml;t&ldquo;<\/a> gew&ouml;hnen k&ouml;nnten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Im Reich der Gro&szlig;agrarier<\/strong><br>\nDer Boden in Sachsen-Anhalt ist besonders fruchtbar. Eine Reform sollte die Kleinbauern st&auml;rken &ndash; doch dann nutzten riesige Betriebe ihre Lobbymacht. (&hellip;)<br>\nNachdem der Bauernverband den Entwurf des Agrarstrukturgesetzes abgelehnt hatte, knickte vor allem die Regierungspartei CDU ein, die traditionell eng verbunden mit der Agrarlobby ist. Auch der CDU-Politiker Hermann Onko Aeikens, bis 2016 Agrarminister in Sachsen-Anhalt, war schon mit einem &auml;hnlichen Vorsto&szlig; gescheitert.<br>\nIhre Ablehnung scheint die CDU auch nach der Wahl am Sonntag beibehalten zu wollen: In ihrem Wahlprogramm taucht das Gesetz nicht auf. So ist es auch bei der FDP. Die AfD &auml;u&szlig;ert sich in ihrem Programm &uuml;berhaupt nicht zur Landwirtschaft. Nur Gr&uuml;ne und SPD werben in ihren Programmen damit, dass sie ein Agrarstrukturgesetz erreichen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Landgrabbing-in-Sachsen-Anhalt\/!5771964\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein preisverd&auml;chtiger Wahlkampf<\/strong><br>\nWenn man der Annahme folgt, dass Parteien im Wahlkampf demonstrieren, was sie im Falle einer Regierungsbeteiligung tun w&uuml;rden, dann wollen Union, SPD und FDP wohl einfach vier Jahre lang &uuml;ber die Gr&uuml;nen meckern. Letztere haben bisher im Grunde jedes Thema gesetzt, wenn auch teilweise unfreiwillig.<br>\nDiesmal geht es um eine politische Forderung: Die gr&uuml;ne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will, dass man im Jahr 2023 f&uuml;r einen Liter Benzin 16 Cent Klimaaufschlag zahlt.<br>\nGenau genommen will sie, dass dann eine Tonne CO2 in Deutschland 60 Euro kostet statt 25 Euro wie aktuell, was auf den Liter Benzin gerechnet laut ADAC schon etwa sieben Cent sind. So soll unter anderem die Verkehrswende an Fahrt gewinnen, obwohl es sich nat&uuml;rlich auch auf andere Lebens- und Wirtschaftsbereiche wie das Heizen auswirken w&uuml;rde.<br>\nIhr SPD-Konkurrent Olaf Scholz fuhr schweres rhetorisches Gesch&uuml;tz auf: &ldquo;Wer jetzt einfach immer weiter an der Spritpreisschraube dreht, der zeigt, wie egal ihm die N&ouml;te der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sind&rdquo;, sagte er der Bild. (&hellip;)<br>\nAuch die Linke meckert ausgiebig. Dort hat man allerdings einen politischen Gegenentwurf im Gep&auml;ck. Man bevorzuge beim Klimaschutz &ldquo;intelligentes Ordnungsrecht&rdquo;, schreibt das Spitzenduo Janine Wissler und Dietmar Bartsch gemeinsam mit dem Klimapolitiker Lorenz G&ouml;sta Beutin in einer Erkl&auml;rung vom Freitag.<br>\n&ldquo;Klimapolitik vor allem &uuml;ber Preiserh&ouml;hungen zu betreiben, spaltet die Gesellschaft und n&uuml;tzt dem Klima wenig, weil die Besserverdienenden, die zu einem h&ouml;heren CO2-Aussto&szlig; beitragen, die h&ouml;heren Preise problemlos zahlen k&ouml;nnen&rdquo;, hei&szlig;t es weiter.<br>\nDie Vorschl&auml;ge der Linken sind an vielen Stellen noch recht unspezifisch. Auch ein S&auml;tzchen zum Thema Erdgas, zu dem sich gerade Dietmar Bartsch in der Vergangenheit schon klimapolitisch fragw&uuml;rdig ge&auml;u&szlig;ert hatte, w&auml;re spannend gewesen. Wie die Partei es schaffen will, ihr extrem ambitioniertes Ziel &ldquo;Klimaneutralit&auml;t 2035&rdquo; zu erreichen, ohne klimasch&auml;dliches Verhalten teurer zu machen, bleibt r&auml;tselhaft.<br>\nAber der Fokus auf eine gerechte Verteilung der Kosten ist dringend n&ouml;tig &ndash; einpreisen muss man dabei nat&uuml;rlich auch die gigantischen Kosten, die die Klimakrise verursacht, weil sie Lebensgrundlagen zerst&ouml;rt. Die Klimakrise ist insgesamt eine riesige Verteilungsfrage.<br>\nDie Linken tun galant als &ldquo;schwammiges Gr&uuml;nen-Konzept der Kompensationszahlungen&rdquo; ab, was die Gr&uuml;nen als Sozialausgleich eingeplant haben, n&auml;mlich das sogenannte Energiegeld. Das w&uuml;rde an alle B&uuml;rger:innen gleichm&auml;&szlig;ig aus den Einnahmen des CO2-Preises ausgesch&uuml;ttet.<br>\nReiche Haushalte bek&auml;men dadurch wohl einen kleineren Anteil des f&uuml;r CO2 gezahlten Geldes zur&uuml;ck als arme &ndash; allerdings nur, weil die sich das Klimaanheizen von vornherein nicht im selben Ma&szlig;e leisten k&ouml;nnen.<br>\nDass die Linken diesem Konzept keine gro&szlig;e Beachtung schenken, l&auml;sst sich wohl durch Wahlkampftaktik erkl&auml;ren, aber vielleicht auch damit, dass sie es schlicht nicht als gerecht anerkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/ein-preisverdaechtiger-wahlkampf\">klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vertrauliches Gutachten: Laschets Regierung vernachl&auml;ssigt Umweltkriminalit&auml;t<\/strong><br>\nDie 38 Seiten, die noch immer in einem Ordner in D&uuml;sseldorf schlummern, waren eigentlich nicht f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit gedacht. Dabei haben sie die Landesregierung rund 75.000 Euro gekostet. Noch unangenehmer ist f&uuml;r die Auftraggeberin jedoch der Inhalt. In dem vertraulichen Gutachten listen Wirtschaftspr&uuml;fer von PricewaterhouseCoopers detailliert auf, wie die schwarz-gelbe Landesregierung die Strukturen im NRW-Umweltministerium im Sommer 2017 entscheidend &auml;nderte &ndash; und damit die Bek&auml;mpfung von Umweltkriminalit&auml;t zur Nebensache abwertete.<br>\nDem WDR-Magazin Westpol liegt das Organisationsgutachten zur &bdquo;Untersuchung &uuml;ber die Aufl&ouml;sung der Stabsstelle Umweltkriminalit&auml;t&ldquo; vor. Seit September 2020 ist es bereits fertig gestellt &ndash; und noch immer unter Verschluss. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) legte dem Landtag im Januar 2021 lediglich eine grobe schriftliche Zusammenfassung vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/westpol-umweltkriminalitat-stabsstelle-gutachten100.html%20\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.B.:<\/strong> nach meiner Einsch&auml;tzung werden wir ab September den Kanzler Laschet ertragen m&uuml;ssen&hellip;.<\/em><\/p>\n<p><em>Und es wird spannend, wie sich die dann wahrscheinlich (bis vielleicht?) mitregierenden Gr&uuml;nen in ihrer &lsquo;Kernkompetenz Umwelt&rsquo; mit eben diesem arrangieren werden&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>Wo doch selbst der WDR immer wieder mal Kritik an Laschet &uuml;ben muss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Offener Brief: Alle gegen noch mehr Staatstrojaner<\/strong><br>\nEs gibt nur wenige Gesetzesvorschl&auml;ge, bei denen sich einfach alle einig sind, dass sie ganz schlechte Ideen sind. F&uuml;r das Ende der Legislaturperiode hat die Koalition aus CDU, CSU und SPD gleich zwei davon auf der To-Do-Liste:<br>\nMit dem Gesetz zur Anpassung des Verfassungsschutzrechts sollen alle deutschen Geheimdienste die Befugnis zum Hacken erhalten.<br>\nDas Bundespolizeigesetz soll der Beh&ouml;rde nicht nur den Einsatz von Staatstrojanern gestatten, sondern auch noch erlauben, damit Personen zu hacken, die gar keine Straftat begangen haben oder einer verd&auml;chtigt werden: Denn neben den verd&auml;chtigen Zielpersonen sollen auch Unverd&auml;chtige gehackt werden d&uuml;rfen.<br>\nUnd mit der ma&szlig;losen Ausweitung der Trojanereins&auml;tze ist es nicht getan: Anbieter von Internet-Diensten sollen verpflichtet werden, aktiv bei der Infektion der Ger&auml;te ihrer Kundinnen mitzuwirken. So sollen offenbar insbesondere Ende-zu-Ende-verschl&uuml;sselte Messenger gezielt geschw&auml;cht werden.<br>\n&bdquo;Dies w&auml;re der Todessto&szlig; f&uuml;r das Vertrauensverh&auml;ltnis zwischen Nutzerinnen und Anbieterinnen&ldquo;, sagte Linus Neumann, Sprecher des CCC. Um die Ende-zu-Ende-Verschl&uuml;sselung zu brechen, muss auf jeden Fall in die Integrit&auml;t der Ger&auml;te eingegriffen werden &ndash; ein Grundrechtseingriff mit weitreichenden Konsequenzen. &bdquo;Man fragt sich mittlerweile, wie beratungsresistent eine Regierung schon sein muss, um s&auml;mtliche Kritik einfach nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen und zus&auml;tzlich private Unternehmen zu Hilfsarbeitern der Geheimdienste zu machen.&ldquo;<br>\nDie Vorschl&auml;ge sind so absurd, dass wirklich alle in die Ausschussanh&ouml;rung im Bundestag eingeladenen Sachverst&auml;ndigen die Ideen scharf kritisierten, selbst die von den Fraktionen der Gro&szlig;en Koalition vorgeschlagenen. Doch nicht nur der Chaos Computer Club und s&auml;mtliche der bestellten Sachverst&auml;ndigen kritisieren das Ansinnen scharf: Selbst Facebook und Google &ndash; bisher nicht als Vorreiterinnen der Privatsph&auml;re positiv aufgefallen &ndash; sprechen sich vehement gegen das Vorhaben aus.<br>\nDer CCC wendet sich in dem gemeinsamen offenen Brief zusammen mit Facebook, Google sowie Verb&auml;nden und vielen privatsph&auml;rebewussten Dienstanbieterinnen und NGOs gegen diese Vorhaben und fordert: Sicherheit und Vertrauen online sch&uuml;tzen &ndash; Gegen eine unbegrenzte Ausweitung von &Uuml;berwachung und f&uuml;r den Schutz von Verschl&uuml;sselung.<br>\nWenn sich weit und breit keinerlei F&uuml;rsprecher mit Sachverstand sowie Respekt f&uuml;r Grundrechte und innere Sicherheit finden lassen, dann sollte man ein Vorhaben einfach seinlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ccc.de\/de\/updates\/2021\/offener-brief-alle-gegen-noch-mehr-staatstrojaner%20\">Chaos Computer Club<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Wir spielen mit unserer eigenen Zerst&ouml;rung&ldquo;<\/strong><br>\nInterview mit Noam Chomsky &uuml;ber den israelisch-pal&auml;stinensischen Konflikt und warum die Menschheit sich an einem einmaligen Moment in der Geschichte befindet<br>\nSie geh&ouml;ren zu den bekanntesten Experten des israelisch-pal&auml;stinensischen Konflikts im Nahen Osten und zu den gr&ouml;&szlig;ten westlichen Kritikern Israels. Wie bewerten Sie die j&uuml;ngste Eskalation?<br>\nNoam Chomsky: Es gibt immer neue Wendungen, doch im Grunde genommen handelt es sich hierbei um eine alte Geschichte, die vor rund einem Jahrhundert begann und nach dem Sechs-Tage-Krieg und den israelischen Eroberungen im Jahr 1967 neue Formen annahm. Man entschied sich damals f&uuml;r die Expansion und zog diese gegen&uuml;ber Sicherheit und einem diplomatischen Abkommen vor. Die Vereinigten Staaten unterst&uuml;tzten diesen Schritt in jeglicher Hinsicht. Sie h&auml;tten den Konflikt schon l&auml;ngst l&ouml;sen k&ouml;nnen, doch der politische Wille hat hierf&uuml;r gefehlt.<br>\nW&auml;hrenddessen bewegte sich die dominierende Tendenz innerhalb der zionistischen Bewegung in Richtung eines langfristigen Zieles: Die Vertreibung der Pal&auml;stinenser und ihre Ersetzung durch j&uuml;dische Siedler, die als &bdquo;rechtm&auml;&szlig;ige Besitzer des Landes&ldquo; betrachtet werden und nun nach einem &bdquo;Jahrtausend des Exils&ldquo; zur&uuml;ckkehren. Lord Arthur James Balfour, der Verfasser der gleichnamigen Deklaration (1917) und jener Mann, der den Juden eine &bdquo;nationale Heimst&auml;tte&ldquo; in Pal&auml;stina versprach, war mit diesem Projekt zufrieden. Er war der Meinung, dass das zionistische Bestreben wichtiger sei als die W&uuml;nsche und Vorstellungen der damals 700.000 Pal&auml;stinenser, die in jenem historischen Land beheimatet waren.<br>\nSie vergleichen also die gegenw&auml;rtigen Entwicklungen mit den damaligen Vertreibungen von Pal&auml;stinensern?<br>\nNoam Chomsky: Es handelt sich um die Fortf&uuml;hrung der damaligen Politik. Der Zionismus war schon immer opportunistisch. Sofern es m&ouml;glich ist, adaptieren die israelische Regierung sowie die gesamte zionistische Bewegungen Strategien des Terrors und der Vertreibung. Falls die Bedingungen es nicht zulassen, wird auf sanftere Mittel zur&uuml;ckgegriffen. Vor einem Jahrhundert geschah dies mittels eines Wachturms und eines Zauns. Bald wurden daraus Siedlungen und vor Ort wurden Fakten geschaffen. Die Menschen wurden verjagt und vertrieben und der israelische Staat ist entstanden. Nat&uuml;rlich hat alles, was heute geschieht, mit diesen Ereignissen zutun, Man kann sie nicht einfach ausblenden. Heute ist es ebenjener Staat, der pal&auml;stinensische Familien aus ihren H&auml;usern, in denen sie seit Generationen leben, vertreibt. Die juristischen Rechtfertigungen hierf&uuml;r, die es innerhalb Israels gibt, sind absolut rassistisch.<br>\nDas R&uuml;ckkehrrecht der Pal&auml;stinenser steht nicht zur Debatte. Selbst eine R&uuml;ckkehr zu dem, was von den H&auml;usern &uuml;briggeblieben ist, wird nicht gestattet. Das Ziel der israelischen Regierung ist die Errichtung eines &bdquo;Gro&szlig;israels&ldquo;, dass weite Teile Jerusalems und die umgebenden arabischen D&ouml;rfer, das Jordantal sowie einen gro&szlig;en Teil des Westjordanlandes beinhaltet. Das Schicksal der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung, die in diesen Gebieten lebt, interessiert die Verantwortlichen nicht. Sie werden als Menschen zweiter Klasse betrachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/interview\/wir-spielen-mit-unserer-eigenen-zerstoerung\/%20\">Emran Feroz in buchkomplizen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf den NachDenkSeiten ist vor wenigen Tagen dieses Interview von Emran Feroz mit Noam Chomsky erschienen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=72775\">&bdquo;Ein brutaler Gef&auml;ngnisw&auml;rter hat kein Recht, danach zu fragen, wie er sich gegen den Widerstand der Gefangenen zu verteidigen hat&ldquo;<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Israel &ndash; Deutschland &ndash; Pal&auml;stina<\/strong><br>\nDas Beziehungsgeflecht zwischen Israel, Deutschland und Pal&auml;stina ist komplex, gerade weil seine historischen Koordinaten augenscheinlich einfach zu erkl&auml;ren sind. ja auf der Hand liegen.<br>\nDass Deutsche an Juden im 20. Jahrhundert Monstr&ouml;ses verbrochen, und Juden die israelische Staatsgr&uuml;ndung auf dem R&uuml;cken der Pal&auml;stinenser vollzogen haben, ist evident, l&auml;sst aber zugleich die Frage der Kausalbeziehung zwischen beiden geschichtlichen Ereignissen und ihre Relevanz f&uuml;r das gegenw&auml;rtige Beziehungsgeflecht aufkommen. Denn insofern die Gr&uuml;ndung des zionistischen Staates durch die Dringlichkeit einer Zufluchtsst&auml;tte f&uuml;r Juden infolge der Shoah mit internationalem Einverst&auml;ndnis beschleunigt wurde, stellt sich die Verbindung von Shoah und Israel von selbst her, somit aber auch mutatis mutandis die Verbindung der Pal&auml;stinenser zu Deutschland: Denn insofern die Gr&uuml;ndung Israels (mit) eine Folge der von den Deutschen verursachten Shoah war, ist damit auch das mit dieser Staatsgr&uuml;ndung von Juden an den Pal&auml;stinensern begangene historische Unrecht impliziert. (&hellip;)<br>\nDeutsche Solidarit&auml;t mit Israel &ndash; kann es, fragt man sich spontan, ein Muss geben, das weniger hinterfragbar w&auml;re? Ist, so die unwillk&uuml;rlich aufkommende Assoziation, eine solche Solidarit&auml;t nicht ganz und gar selbstverst&auml;ndlich, eine gleichsam zur Maxime geronnene, an jede\/n anst&auml;ndige\/n Deutsche\/n zu stellende Forderung? Aufgrund des von Deutschen an Juden verbrochenen V&ouml;lkermords kann doch die Solidarit&auml;t mit Israel weder moralisch noch politisch-zweckhaft ernstem Zweifel unterstellt werden, und wenn dies dennoch geschieht, so die auf unabdingbare Solidarit&auml;t pochende Vermutung, darf davon ausgegangen werden, dass solcher Zweifel antisemitischen Impulsen, gar ausgewachsenem Antisemitismus geschuldet sei.<br>\nDiese Auffassung beruht gleichwohl auf einem fundamentalen Missverst&auml;ndnis. Denn es wird hier ein weder rein begrifflich noch vom Selbstverst&auml;ndnis vieler Juden her zul&auml;ssiger Konnex hergestellt. Juden schlichtweg mit Israel und mit der israelischen Staatsideologie des Zionismus identifizieren zu wollen, mag dem psychologischen Bed&uuml;rfnis nachkommen, Kollketivit&auml;ten in lapidaren Begriffsbildungen zu fassen und deren Heterogenit&auml;t unter leicht handhabbaren Ordnungsvorstellungen zu subsumieren, geht jedoch an der Vielfalt innerj&uuml;discher Diskurse &uuml;ber das j&uuml;disch Kollektive und an den divergenten Richtungsk&auml;mpfen um den Anspruch auf eine allgemein &bdquo;verbindliche&ldquo; j&uuml;dische Identit&auml;t vollkommen vorbei. Und wenn dies schon einen Verrat am Judentum darstellt, muss man sich erst die Ausma&szlig;e des Verrats dieser Analogisierungsideologie an den Pal&auml;stinensern vorstellen.  In vielerlei Hinsicht ist da Hitlers verl&auml;ngerter Arm am Werk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/autoren\/zwischen-zwei-laendern\/israel-deutschland-palaestina\/\">Moshe Zuckermann in buchkomplizen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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