{"id":73161,"date":"2021-06-09T08:40:11","date_gmt":"2021-06-09T06:40:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161"},"modified":"2021-06-10T09:55:26","modified_gmt":"2021-06-10T07:55:26","slug":"hinweise-des-tages-3876","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h01\">Oskar Lafontaine: Weiter so mit wachsender Ungleichheit gegen Arbeitnehmer und Rentner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h02\">Einfluss von Umfragen auf Wahl: Demoskopie ist nicht politisch neutral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h03\">Gr&uuml;ne im Kampfmodus: Wer nicht f&uuml;r sie ist, ist f&uuml;r den Iwan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h04\">Das steckt hinter dem Vorsto&szlig; zur Rente mit 68<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h05\">Kurzfristige Besch&auml;ftigung ohne Sozialversicherung bei ausl&auml;ndischen Aushilfskr&auml;ften in der Landwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h06\">Der Gro&szlig;teil der erwerbslosen Menschen wird abgeschrieben: <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h07\">EU: Schlechte L&ouml;hne im Osten, Lohndruck im Westen, Konzerne gewinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h08\">Selbst im Jahr der Pandemie stiegen die Ausgaben f&uuml;r Atomwaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h09\">Es ist momentan schlecht um die Menschenrechte und die internationale Gerichtsbarkeit bestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h10\">Gro&szlig;kotzig 4.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h11\">Ein Gegengewicht gegen China am Golf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h12\">Belarus: Ein Netzwerk namens &ldquo;Sieg&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h13\">Die Tagesschau ist den &bdquo;Diensten&ldquo; zu Diensten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73161#h14\">Frauen bleiben entm&uuml;ndigt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: Weiter so mit wachsender Ungleichheit gegen Arbeitnehmer und Rentner<\/strong><br>\nDas Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird nicht dazu beitragen, die Lebensbedingungen der Menschen mit niedrigen Einkommen und geringen Renten zu verbessern. SPD und LINKE, die Parteien also, die den Anspruch haben, die Interessen der Arbeitnehmer und Rentner zu vertreten, erhielten zusammen nur noch 19,4 Prozent der Stimmen, die AfD landete bei 20,8 Prozent. Das Erstaunliche ist, dass sich das F&uuml;hrungspersonal der SPD und der LINKEN seit Jahren weigert, ihre von den W&auml;hlern abgelehnte Politik zu &auml;ndern.<br>\nDie AfD hat wieder mehr Stimmen aus dem Arbeitnehmer-Lager erhalten als LINKE und SPD. Das ist erstaunlich, weil die AfD Politik gegen die kleinen Leute macht. Sie stimmt im Bundestag gegen die Erh&ouml;hung des Mindestlohns, gegen eine Anhebung des Hartz IV-Satzes und gegen eine wirksame Mietpreisbremse. Sie macht auch in ihrem Wahlprogramm keine Vorschl&auml;ge, die Armuts-Renten zu verbessern oder den Niedriglohnsektor auch durch die &Auml;nderung der Zumutbarkeitsklausel bei Hartz IV abzubauen. Sie weigert sich, durch die Besteuerung von Millionen-Einkommen, -Verm&ouml;gen und -Erbschaften bei gleichzeitiger Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer f&uuml;r Normal- und Geringverdiener die wachsende Ungleichheit bei Einkommen und Verm&ouml;gen zu stoppen.<br>\nDie gleiche Politik bei L&ouml;hnen, Renten, sozialen Leistungen, Mieten, bei Einkommens- Verm&ouml;gens- und Erbschaftssteuern, macht die CDU. In den bisherigen Bewertungen des Wahlergebnisses von Sachsen-Anhalt wird dieser f&uuml;r das t&auml;gliche Leben der Menschen entscheidende Sachverhalt nicht ber&uuml;cksichtigt. Auch die wieder in den Landtag eingezogene FDP steht f&uuml;r diese Politik.<br>\nDie Gr&uuml;nen lernten allein wegen ihres verfehlten Ansatzes, statt &uuml;ber neue Technologien &ndash; Digitalisierung, Wasserstoff, Drei-Liter-Auto &ndash; den Klimaschutz durch Anhebung der Preise auf fossile Brennstoffe zu erreichen, dass ihre B&auml;ume im Fl&auml;chenland Sachsen-Anhalt nicht in den Himmel wachsen.<br>\nFazit: Am Auseinanderdriften der Gesellschaft durch wachsende Ungleichheit bei Einkommen und Verm&ouml;gen &auml;ndert die Wahl in Sachsen-Anhalt nichts. Die Stimmung f&uuml;r eine andere Politik ist, wie alle Meinungsbefragungen zeigen, l&auml;ngst da. Aber die Bev&ouml;lkerung traut keiner der Parteien eine Politik f&uuml;r sozial gerechte Gerechtigkeit zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2021\/06\/08\/oskar-lafontaine-weiter-so-mit-wachsender-ungleicheit-gegen-arbeitnehmer-und-rentner\/\">Linke Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> dazu auch von Jens Berger: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73124\">Sachsen-Anhalt und die Fehler von SPD und Linken<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Einfluss von Umfragen auf Wahl: Demoskopie ist nicht politisch neutral<\/strong><br>\nDer CDU-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt hat &uuml;berrascht, weil Umfragen einen knapperen Ausgang vorhergesehen hatten. Haben sie die Wahl beeinflusst? &hellip; Es war das &bdquo;Desaster der Demoskopen&ldquo;. So schrieb jedenfalls J&uuml;rgen Kaube, einer der vier FAZ-Herausgeber, nach der Sachsen-Anhalt-Wahl. Da hatten sich alle Medien wohlig im m&ouml;glich erscheinenden Durchmarsch der AfD gesuhlt. &hellip;. Dass Wahlumfragen vor allem Einfluss auf das taktische Wahlverhalten der Menschen haben, ist wissenschaftlich belegt. Unklar bleibt, wie gro&szlig; dieser Einfluss werden kann. Die von st&auml;ndigen Prognosen beschallten Wahlb&uuml;rger*in&shy;nen lassen derlei Umfragen nicht kalt. Und allen Menschen war im Vorfeld dieser letzten Wahl am Sonntag klar: In Sachsen-Anhalt geht es um die Wurst. Dazu brauchte es keine Meinungsforschungsinstitute. Und jetzt findet der regelm&auml;&szlig;ig nach solchen Wahlen folgende Sturm im Medien-Wasserglas statt. &hellip;<br>\nDass Demoskopie eben nicht politisch neutral ist, muss in den Fokus und in das Bewusstsein r&uuml;cken. Die meisten Institute haben selbst eine eingebaute politische Unwucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Einfluss-von-Umfragen-auf-Wahl\/!5773270\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erstaunlich, wie niedrig die Rolle der Medien sowohl in der taz als auch beim zitierten FAZ-Herausgeber geh&auml;ngt wird. Schlie&szlig;lich erstellen die Institute ihre Umfragen ja nicht zum Spa&szlig; und schon gar nicht f&uuml;r lau. Sie werden vielmehr von Medien beauftragt und bezahlt. Im Falle Sachsen-Anhalt waren es die BILD, die ARD und das ZDF, die <a href=\"https:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/landtage\/sachsen-anhalt.htm\">kurz vor der Wahl<\/a> noch Umfragen in Auftrag gaben, &uuml;ber die dann s&auml;mtliche Medien gen&uuml;sslich geschrieben haben. Aber wenn die Demoskopie nicht politisch neutral ist, gilt die f&uuml;r die Medien um so mehr. Doch wer hier nach Selbstkritik sucht, sucht vergebens. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne im Kampfmodus: Wer nicht f&uuml;r sie ist, ist f&uuml;r den Iwan<\/strong><br>\nSpitzen-Gr&uuml;ne halten Deutschland f&uuml;r so gr&uuml;ndlich gel&auml;utert, dass es moralisch gesehen schon fast wieder Krieg gegen Russland f&uuml;hren k&ouml;nnte &ndash; und sie lassen kaum eine Gelegenheit aus, das zu verdeutlichen. Vor allzu scharfem Gegenwind sch&uuml;tzen sie sich dabei mit einem uralten Trick, der im Kalten Krieg genauso gut funktioniert hat wie kurz vor hei&szlig;en Kriegen oder mittendrin: Wer nicht f&uuml;r sie ist, ist f&uuml;r den Tyrannen im Ausland. F&uuml;r die SPD-Spitze war das 1914 der russische Zar, f&uuml;r die Gr&uuml;nen ist es heute der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin.<br>\nSchon Wochen vor der Fotosession des Gr&uuml;nen-Chefs Robert Habeck mit Stahlhelm in der N&auml;he der russischen Grenze hat dessen Vorg&auml;nger Cem &Ouml;zdemir klargestellt, dass Kritik an den au&szlig;enpolitischen Positionen der Gr&uuml;nen im Zweifel immer als Feindbeg&uuml;nstigung zu werten ist: &ldquo;Um die Gr&uuml;nen in der Regierung zu verhindern, ist dem Kreml jedes Mittel zuzutrauen. Ich kann allen Demokratinnen und Demokraten nur raten, sich nicht an Putins schmutziger Kampagne zu beteiligen&rdquo;, sagte &Ouml;zdemir der Bild. Und &uuml;berhaupt: &ldquo;Der Deutsche Bundestag wird in Deutschland gew&auml;hlt, den Wahlkampf tragen wir bitte hier aus und nicht in Moskau, Ankara oder Peking&rdquo;, so &Ouml;zdemir weiter.<br>\nAls Quelle daf&uuml;r, dass die russische Einflussnahme &uuml;ber Kommentierungen hinausgehe, die auch deutsche Politiker und Medien zu Wahlen in Russland abgeben, wurde in dem Artikel der langj&auml;hrige &ldquo;Kreml-Kritiker&rdquo; und fr&uuml;here Oligarch Michail Chodorkowski genannt. Warum dieser bis heute &uuml;ber Insider-Informationen aus dem Kreml oder dem russischen Geheimdienst verf&uuml;gen soll, blieb unklar&hellip;<br>\n(&hellip;) Als Distanzierung vom deutschen Gr&ouml;&szlig;enwahn der Vergangenheit reicht nach Meinung der Spitzen-Gr&uuml;nen ein Bekenntnis zum westlichen Gr&ouml;&szlig;enwahn in Gestalt der Nato, wie es Habeck bereits von m&ouml;glichen Koalitionspartnern gefordert hat. Wer mit den gro&szlig;en Hunden pinkeln will, muss da wohl mitspielen. Vor der ehemaligen Friedens- und &Ouml;kopartei m&uuml;ssen jedenfalls die Lobbyisten gro&szlig;er R&uuml;stungskonzerne keine Angst haben. Im Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gruene-im-Kampfmodus-Wer-nicht-fuer-sie-ist-ist-fuer-den-Iwan-6062474.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das steckt hinter dem Vorsto&szlig; zur Rente mit 68<\/strong><br>\nBerater der Bundesregierung haben Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter in mehreren Schritten zu erh&ouml;hen. Demnach soll es bis zum Jahr 2042 auf 68 Jahre angehoben werden &ndash; ansonsten k&ouml;nne schon bald ein Finanzierungsschock drohen.<br>\nDie Regierungsberater berufen sich bei ihrer Empfehlung auf ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats im Bundeswirtschaftsministerium. Diesem zufolge drohen bereits ab dem Jahr 2025 &bdquo;schockartig steigende Finanzierungsprobleme in der gesetzlichen Rentenversicherung.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Rente nicht von ver&auml;nderter Lebenserwartung abkoppeln<br>\nDer Beirat fordert, dass die Lebensphase, in dem ein Mensch Rentenbez&uuml;ge erh&auml;lt, auf Dauer nicht von der allgemeinen Entwicklung der Lebenserwartung abgekoppelt werden d&uuml;rfe. Mit Blick auf die steigende Lebenserwartung m&uuml;ssten die zus&auml;tzlichen Lebensjahre &bdquo;nach einer klaren Regel&ldquo; zwischen &sbquo;mehr arbeiten&lsquo; und &sbquo;l&auml;nger Rente beziehen&lsquo; aufgeteilt werden&hellip;<br>\nKritiker des Vorsto&szlig;es<br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich gegen den Vorschlag des Renteneintritts mit 68 ausgesprochen. Wie eine Sprecherin mitteilte, mache sich der Minister die Schlussfolgerungen des Beirats nicht zwingend zu eigen. Altmaier selbst stellte klar, das Rentenalter sei auf Vorschlag des damaligen Arbeitsministers M&uuml;ntefering auf 67 Jahre festgesetzt worden. Dabei solle es bleiben&hellip;.<br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sprach angesichts des Vorsto&szlig;es sogar von einem Horrorszenario, das dazu dienen solle, Rentenk&uuml;rzungen durchzusetzen. Johannes Geyer, Rentenexperte des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung, stellte im Dlf-Interview klar, dass die Gruppe der Beitragszahler in das umlagenfinanzierte System vergr&ouml;&szlig;ert werden m&uuml;sse, um das Rentenniveau langfristig zu halten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/regierungsberater-plaene-das-steckt-hinter-dem-vorstoss-zur.2897.de.html?dram:article_id=498511\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Wieder einmal wird auf die Rentnerschaft allgemein und die k&uuml;nftigen Rentner eingedroschen! Die demografische Bev&ouml;lkerungsentwicklung ist mal wieder einer der Hauptgr&uuml;nde um ein Horrorszenario abzuliefern. Wie w&auml;re es einmal, wenn die Abgeordnetenschaft sich statt von Lobbygruppen einlullen l&auml;sst, den Blick &uuml;ber den Zaun  nach &Ouml;sterreich zu riskieren, die ihre Rentnerrinnen und Renten in vielem diesbez&uuml;glich deutlich besser bedient?! Aber halt: nicht nur in Berlin  seit Schr&ouml;der, SPD-  nein auch in Br&uuml;ssel wird das Soziale nicht mehr gerade GRO&szlig; geschrieben, schlie&szlig;lich m&uuml;ssen ja Gelder f&uuml;r die Europ&auml;ische Armee bereitgestellt werden, da sonst eine russische Bedrohung droht.<\/em><\/p>\n<p><em>Selbstverst&auml;ndlich wurde das Beratergutachten, das schon l&auml;nger in Berlin vorlag, nach der Sachsen-Anhaltinischen Landtagswahl publik gemacht; es h&auml;tte ja sonst ein Wahlergebnisschock eintreten k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Senkung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre w&auml;re finanzierbar<\/strong><br>\nPressemitteilung von Matthias W. Birkwald,<br>\n&bdquo;Die Drohszenarien, dass die Rente langfristig nicht finanzierbar sei, sind komplett unseri&ouml;s. Im neuen EU-Altersreport vom Mai 2021 steht klipp und klar: Die Rentenausgaben in Deutschland steigen bis 2045 moderat von zehn auf zw&ouml;lf Prozent des Bruttoinlandsprodukts, und bis 2070 bleiben sie konstant. Das ist EU-Durschnitt und verkraftbar. &Ouml;sterreich gibt heute schon 13 Prozent f&uuml;r eine sehr gute Rente aus&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zu Forderungen, das Renteneintrittsalter auf 68 Jahre heraufzusetzen. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;Die Rente erst ab 68 hie&szlig;e f&uuml;r viele &sbquo;Arbeiten bis zum Umfallen&lsquo;, denn jeder f&uuml;nfte Mensch stirbt hierzulande vor seinem 69. Geburtstag. Bei den Niedrigverdienenden sieht es noch schlimmer aus. DIE LINKE lehnt deshalb jede Anhebung der Regelaltersgrenze ab. Die R&uuml;ckkehr zur Rente ab 65 w&auml;re nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung mit einer moderaten Beitragssatzerh&ouml;hung von 0,5 Prozentpunkten finanzierbar. Der steuerfinanzierte Bundeszuschuss w&uuml;rde um gut eine Milliarde Euro steigen. Dazu m&uuml;sste nur die f&uuml;r das kommende Jahr geplante Erh&ouml;hung des Verteidigungshaushalts um 2,4 Milliarden Euro gestrichen werden.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/senkung-des-renteneintrittsalters-auf-65-jahre-waere-finanzierbar\/\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kurzfristige Besch&auml;ftigung ohne Sozialversicherung bei ausl&auml;ndischen Aushilfskr&auml;ften in der Landwirtschaft<\/strong><br>\nVon Gewerkschaftsforum Dortmund<br>\nWie in der Vergangenheit schon h&auml;ufiger vorgekommen, gab es neulich wieder einen Deal in der Gro&szlig;en Koalition. Mit der Zustimmung der CDU zum Betriebsr&auml;temodernisierungsgesetzes musste die SPD die Kr&ouml;te der Ausweitung der sozialversicherungsfreien Saisonarbeit schlucken.<br>\nMit dem Ergebnis der Ausweitung der sozialversicherungsfreien Saisonarbeit, die dazu dient, dass die menschenunw&uuml;rdige Arbeit und Unterbringung der osteurop&auml;ischen Saisonbesch&auml;ftigten nicht nur festgeschrieben, sondern noch einmal verschlechtert wird, f&uuml;r den Profit der landwirtschaftlichen Betriebe. Zudem gehen der Sozialversicherung Beitr&auml;ge verloren, 60 Prozent der Ende Juni 2020 registrierten rund 97.000 ausl&auml;ndischen Aushilfskr&auml;fte in der Landwirtschaft hatten laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) ein &bdquo;kurzfristiges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis&ldquo; ohne Sozialversicherung, das waren so viele Menschen, wie in keiner anderen Branche.<br>\nDie neue Regelung ist am 1. Juni 2021 in Kraft getreten und gilt &uuml;bergangsweise bis zum 31. Oktober 2021. Sie erweitert die Zeitgrenzen f&uuml;r kurzfristige Besch&auml;ftigungen, die nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen, von 70 auf 102 Arbeitstage und l&auml;sst f&uuml;r die Zukunft der Sozialversicherungspflicht bei den Minijobs in Deutschland nichts Gutes erahnen&hellip;<br>\nEs klingt wie Hohn, wenn die Bundesregierung der kurzfristigen Besch&auml;ftigung auf eine &bdquo;freiwillige Krankenversicherung&rdquo; durch die Betriebe f&uuml;r ausl&auml;ndische Saisonarbeitskr&auml;fte setzt.<br>\nDie IG BAU fordert die Bundesregierung daher auf, daf&uuml;r zu sorgen, dass alle Besch&auml;ftigten tats&auml;chlich ausreichend sozialversichert sind und dass dies auch einfach kontrolliert werden kann. Zudem m&uuml;ssen Subunternehmerketten auf zwei Glieder pro Gewerk begrenzt und die Arbeitskontrollen durch digitale Verfahren und eine bessere Personalausstattung verbessert werden&hellip;<br>\nDar&uuml;ber hinaus sollten die Gewerkschaften daf&uuml;r sorgen, dass die kurzfristige Besch&auml;ftigung, wie auch das Arbeitsmodell der Minijobs allgemein, endlich aufgegeben werden, sie verhindern Lohnerh&ouml;hungen, verdr&auml;ngen regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze, bef&ouml;rdern die Altersarmut und bilden in der Krise einen Gro&szlig;steil der Reservearmee an Arbeitskr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/48.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=77466&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=6aba620df0\">scharf links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Gro&szlig;teil der erwerbslosen Menschen wird abgeschrieben: <\/strong><br>\n2020 gab es nur f&uuml;r 3,2 Prozent von ihnen eine Weiterbildung<br>\nDas Hartz-System mit seinen Grundpfeilern &bdquo;Fordern und F&ouml;rdern&ldquo; hat sich immer weiter vom F&ouml;rdern verabschiedet. Die erwerbslosen Menschen werden fast nur noch verwaltet und m&uuml;ssen sich der Verfolgungsbetreuung unterwerfen. Ein wichtiger Baustein des F&ouml;rderns sollte urspr&uuml;nglich die berufliche Weiterbildung sein.<br>\nNoch zum Jahresbeginn 2019 trat das &bdquo;Qualifizierungschancengesetz&ldquo; (QCG) in Kraft. Das Gesetz hatte das Ziel, die berufliche Weiterbildung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) auszubauen. Die F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten des QCG wurden w&auml;hrend der Corona-Pandemie im Oktober 2020 durch das &bdquo;Arbeit-von-morgen-Gesetz&ldquo; noch einmal erweitert.<br>\nDoch in der Praxis hat sich die Weiterbildung, besonders von Menschen die Arbeitslosengeld 2 beziehen, immer weiter reduziert. Im Jahr 2020 gab es nur f&uuml;r 3,2 Prozent von ihnen eine Weiterbildung, ihre Nachfragen und Bem&uuml;hungen nach einer beruflichen Fort- und Weiterbildung wurden von den Jobcentern zur&uuml;ckgewiesen. Der Gro&szlig;teil der erwerbslosen Menschen wird abgeschrieben: 2020 gab es nur f&uuml;r 3,2 Prozent von ihnen eine Weiterbildung<br>\nDie Bem&uuml;hungen der Unternehmen, ihre ben&ouml;tigten Fachkr&auml;fte selbst auszubilden, sind fast ganz zum Erliegen gekommen. Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsvertr&auml;ge deutlich niedriger als in den Jahren zuvor. In diesem Jahr ist sie nochmals auf das Niveau von 1992 gesunken.<br>\nSchon heute versuchen einige Betriebe, ihren Fachkr&auml;ftebedarf durch zus&auml;tzliche &bdquo;Lockmittel&ldquo; und durch Abwerbung von anderen Betrieben zu decken, was aber immer schwieriger wird.<br>\nAuf der anderen Seite macht die organisierte Unternehmerschaft Druck, dass die gesetzlichen M&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine weitere Zuwanderung von Arbeitskr&auml;ften ausgebaut werden und die Fort- und Weiterbildung ihrer Besch&auml;ftigten in den &bdquo;Engpassberufen&ldquo; staatlich organisiert werden. Dabei fallen dann die alles &ouml;ffnenden Zauberw&ouml;rter wie Strukturwandel, Digitalisierung und Dekarbonisierung&hellip;<br>\nZu den Verlierern der aktuellen Wirtschaftskrise und der Corona-Pandemie geh&ouml;ren vor allem erwerbslose Menschen, ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz haben sich noch einmal deutlich verschlechtert. Sie m&uuml;ssen sich damit abfinden, zuk&uuml;nftig nicht mehr gebraucht zu werden und keine Erwartungen an die Bundesregierung stellen, die, so scheint es, f&uuml;r erwerbslose Menschen einfach nicht mehr einen Finger kr&uuml;mmen will, um sie mit ignorierender Toleranz ihrem Schicksal zu &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/der-grossteil-der-erwerbslosen-menschen-wird-abgeschrieben-2020-gab-es-nur-fuer-32-prozent-von-ihnen-eine-weiterbildung\/#more-10826\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU: Schlechte L&ouml;hne im Osten, Lohndruck im Westen, Konzerne gewinnen<\/strong><br>\n(&hellip;) Dass die Lohnunterschiede in der EU nicht kleiner werden, ist so gewollt&ldquo;, sagt der Wirtschaftsgeograph Christof Parnreiter. &bdquo;Es geht um Extraprofite f&uuml;r transnationale Konzerne durch grenz&uuml;berschreitendes Lohndumping&rdquo;. Parnreiter forscht seit Jahren zur internationalen Arbeitsteilung, insbesondere zur Verlagerung von US-Arbeitspl&auml;tzen nach Mexiko. Dort verdienen die Arbeiter in der Autoindustrie bei gleicher Produktivit&auml;t etwa ein Sechstel ihrer Kollegen in den USA. Gro&szlig;e amerikanische Autokonzerne wie General Motors und Fiat Chrysler fertigen in Mexiko. Obwohl das Land keine eigenen Automarken hat, ist es mittlerweile der f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;te Autoexporteur weltweit &ndash; die Werkbank f&uuml;r US-amerikanische und europ&auml;ische Konzerne.<br>\nDas Mexiko Europas ist in dieser Hinsicht die Slowakei. Mittlerweile haben so gut wie alle Autohersteller Werke dort. Der deutsche Konzern VW ist mit rund 14.600 Mitarbeitern der gr&ouml;&szlig;te Arbeitgeber im Land. Das slowakische Durchschnittseinkommen in der Industrie liegt bei 35,8% des &ouml;sterreichischen Einkommens in der Industrie. Die Lohnkosten f&uuml;r Konzerne wie VW sind dort also um fast zwei Drittel niedriger als in &Ouml;sterreich. Und das hat sich in den letzten 10 Jahren kaum ge&auml;ndert. &bdquo;Das Lohngef&auml;lle zwischen &Ouml;sterreich und den osteurop&auml;ischen L&auml;ndern ist kaum kleiner geworden&ldquo;, sagt Walter Gagawczuk, Lohndumping Experte in der AK Wien. Zwar ist die Slowakische Republik Spitzenreiter beim Lohnzuwachs mit 6,8 Prozent, doch auch hier w&uuml;rde es 40 Jahre brauchen, bis slowakische L&ouml;hne zumindest 70 Prozent der &ouml;sterreichischen Durchschnittsl&ouml;hne erreichen w&uuml;rden.<br>\nViel drastischer ist es in L&auml;ndern wie Polen: Nur 30,3% eines &ouml;sterreichischen Einkommens verdiente ein polnischer Arbeiter 2010, 10 Jahre sp&auml;ter sind es gerade einmal 33,2 Prozent.<br>\n(&hellip;) Die niedrig gehaltenen L&ouml;hne in Osteuropa f&uuml;hren nat&uuml;rlich nicht nur zur Abwanderung von Firmen nach Osteuropa, sondern auch zu Migration von Ost nach West: &bdquo;F&uuml;r T&auml;tigkeiten, die man nicht nach Osteuropa auslagern kann, werden Menschen aus Osteuropa geholt: Putzen, Kochen, Pflege oder Bau. Die Abwanderung ins Ausland und die Arbeitsmigration nach &Ouml;sterreich sind beides Strategien zur Erh&ouml;hung des Profits&rdquo;, erkl&auml;rt Wirtschaftsgeograph Parnreiter&hellip;.<br>\nDie EU kann letztlich &bdquo;nicht von Kr&auml;fteverh&auml;ltnissen auf staatlicher und internationaler Ebene losgel&ouml;st betrachtet werden. Solange europ&auml;ische Konzerne massiv von der Lohnkonkurrenz profitieren, wird sich von selbst nichts &auml;ndern&rdquo;, sagt die Wirtschaftsgeographin Christin Bernold&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/gruende-fuer-unterschiedliche-loehne-in-europa\/\">kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Selbst im Jahr der Pandemie stiegen die Ausgaben f&uuml;r Atomwaffen<\/strong><br>\nFlorian R&ouml;tzer<br>\nDie Welt wird nicht nur wegen Pandemien, Rechtsextremismus und vor allem die Klimaerw&auml;rmung gef&auml;hrlicher. Die Atomm&auml;chte, die sich eigentlich zum Abbau ihrer Atomwaffen im Ausgleich zum Verzicht auf Atomwaffen der &uuml;brigen Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags verpflichtet haben, r&uuml;sten weiter auf. Nach dem Bericht &bdquo;Complicit: 2020 global nuclear weapons spending&ldquo; der Internationalen Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen (ICAN), die 2017 den Friedensnobelpreis gewonnen hat, haben die neun Staaten, die &uuml;ber Atomwaffen verf&uuml;gen, 2020 im Jahr der Pandemie sogar 1,4 Milliarden US-Dollar inflationsbereinigt mehr daf&uuml;r ausgegeben.<br>\nZu den 5 &bdquo;offiziellen&ldquo; Atomm&auml;chten USA, Russland, China, Frankreich und Gro&szlig;britannien haben auch Indien, Israel, Pakistan und Nordkorea Atomwaffen. Indien, Israel, Pakistan und S&uuml;dsudan sind nicht Mitglieder des Atomwaffensperrvertrages, Nordkorea ist 2003 ausgetreten. Die neun L&auml;nder haben nach Sch&auml;tzungen der Organisation im letzten Jahr 72,6 Milliarden f&uuml;r Atomwaffen ausgegeben. Die H&auml;lfte davon ging an private Unternehmen und davon 27,7 Milliarden an Firmen in den USA, in Frankreich und Gro&szlig;britannien. Die privaten Firmen unterst&uuml;tzen mit Geldern, die in die Millionen gehen, wiederum sogenannte Thinktanks, wie man seltsamerweise Lobby- oder Propagandagruppen nennt, die sich mit Atomwaffen besch&auml;ftigen- und warum sie gebraucht werden.<br>\nAm meisten gaben weiterhin die USA mit 37,4 Milliarden aus, was sich unter Biden auch nicht &auml;ndern wird&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/gesellschaft\/selbst-im-jahr-der-pandemie-stiegen-die-ausgaben-fuer-atomwaffen\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Es ist momentan schlecht um die Menschenrechte und die internationale Gerichtsbarkeit bestellt<\/strong><br>\nCarla Del Ponte<br>\n(&hellip;) Ende 2019 lag die Zahl der Menschen, die sich weltweit auf der Flucht befanden, bei 79,5 Millionen &ndash; das ist mehr als ein Prozent der Weltbev&ouml;lkerung und doppelt so viel wie noch im Jahr 2010. Mehr als zwei Drittel der geflohenen Menschen stammen aus f&uuml;nf L&auml;ndern: Syrien, gefolgt von Venezuela, Afghanistan, S&uuml;dsudan und Myanmar. Die Gr&uuml;nde sind vielf&auml;ltig: Armut, Perspektivlosigkeit, die Folgen des Klimawandels &ndash; viele Aspekte spielen eine Rolle. Die Hauptursache ist jedoch: Gewalt.<br>\nDie Verbrecher, die f&uuml;r dieses millionenfache Leid verantwortlich sind, kommen trotz V&ouml;lkerrecht und Internationalem Strafgerichtshof unges&uuml;hnt davon. Sie werden nicht zur Verantwortung gezogen. Unsere Hoffnung, dass die Zivilbev&ouml;lkerung nach den ersten internationalen Tribunalen besser gesch&uuml;tzt sei, hat sich offensichtlich nicht erf&uuml;llt.<br>\nWir glaubten, dass die Pr&auml;sidenten, Minister und Gener&auml;le dieser Welt nach diesen Urteilen auch bei bewaffneten Konflikten darauf achten, die Zivilbev&ouml;lkerung zu sch&uuml;tzen und sich an das Kriegsrecht zu halten. Die abschreckende Wirkung der Tribunale hat aber nie eingesetzt, und die Drahtzieher der Gewaltexzesse setzen nach wie vor auf Straflosigkeit. Denn obwohl es seit 2002 den Internationalen Strafgerichtshof gibt, ist internationales Recht nach wie vor abh&auml;ngig vom politischen Willen einzelner Staaten. Und, ich wiederhole mich, dieser Wille fehlt.<br>\n(&hellip;) G&auml;nzlich neu ist diese &ndash; milde ausgedr&uuml;ckt &ndash; Skepsis der USA nicht: Bereits die Regierung des ehemaligen Pr&auml;sidenten George W. Bush hatte gegen die internationale Strafjustiz gehetzt. Zudem geh&ouml;ren die USA, ebenso wie Russland und China, zu den Staaten, die das f&uuml;r den Internationalen Strafgerichtshof grundlegende Rom-Statut nicht ratifiziert haben. Diese drei L&auml;nder, die zu den gr&ouml;&szlig;ten und m&auml;chtigsten der Erde z&auml;hlen, bleiben folglich bei der internationalen Gerichtsbarkeit au&szlig;en vor. Dazu kommt: Als st&auml;ndige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat k&ouml;nnen sie mit ihrem Veto verhindern, dass dieser den Gerichtshof bei Kriegsverbrechen in L&auml;ndern beauftragt, die das Rom-Statut nicht ratifiziert haben &ndash; so geschehen durch die Vetos Chinas und Russlands f&uuml;r Syrien.<br>\n(&hellip;) Und ganz klar ist: Alle Staaten auf der Welt verfolgen ihre partikularen Interessen. Die Durchsetzung des internationalen Rechts ist f&uuml;r die meisten so lange in Ordnung, wie sie ihre nationalen Interessen nicht ber&uuml;hrt. Das gilt auch f&uuml;r die USA, obwohl sie die internationale Justiz mitbegr&uuml;ndet hatten.<br>\nDer mangelnde politische Wille der einzelnen Staaten ist es, der die internationale Gerichtsbarkeit schw&auml;cht. Denn das internationale Recht liegt in einer Grauzone zwischen Recht und Politik, zwischen nationaler Souver&auml;nit&auml;t und internationaler Verantwortung. Und diese Grauzone ist im Verlauf der Jahrzehnte gr&ouml;&szlig;er geworden. Mittlerweile m&uuml;ssen wir sogar froh sein, wenn wir den Status quo halten k&ouml;nnen. In den letzten Jahren haben sich mehrere Staaten aus dem Internationalen Strafgerichtshof zur&uuml;ckgezogen. Wer wei&szlig;, wie lange wir ihn &uuml;berhaupt noch haben werden?<br>\n(&hellip;) Dadurch ist der Internationale Strafgerichtshof die entscheidende Institution f&uuml;r die Verwirklichung der Hauptziele der UNO: Frieden und Stabilit&auml;t f&uuml;r alle Menschen auf der Welt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/thema-der-woche\/es-ist-momentan-schlecht-um-die-menschenrechte-und-die-internationale-gerichtsbarkeit-bestellt\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gro&szlig;kotzig 4.0<\/strong><br>\n(&hellip;) 120 Jahre sp&auml;ter &ndash; am 4. M&auml;rz 2021 &ndash; &auml;u&szlig;ert sich die S&uuml;ddeutsche Zeitung zur in Aussicht genommenen &bdquo;Reise&ldquo; der deutschen Fregatte &bdquo;Bayern&ldquo; in den &bdquo;Indopazifik&ldquo;. Deutschland komme dem &bdquo;Wunsch der B&uuml;ndnispartner&ldquo; nach, &bdquo;Pr&auml;senz in einer umstrittenen Region zu zeigen&ldquo;, und die Fahrtroute sei zweierlei: ein &bdquo;Bekenntnis zu offenen Seewegen&ldquo; und &bdquo;eine Botschaft an China&ldquo;. Welch letztere ihre Begr&uuml;ndung finde in den im September 2020 verabschiedeten regierungsamtlichen &bdquo;Leitlinien zum Indopazifik&ldquo;, in denen klargestellt sei, dass mehr als 90 Prozent des weltweiten Au&szlig;enhandels &uuml;ber die Seehandelswege abgewickelt w&uuml;rden; deren &bdquo;Beeintr&auml;chtigung&ldquo; daher &bdquo;gravierende Folgen f&uuml;r Wohlstand und Versorgung unserer Bev&ouml;lkerung&ldquo; habe; und China die Quelle von derlei &bdquo;Beeintr&auml;chtigung&ldquo; darstelle.<br>\nEs ist tats&auml;chlich wie vor 120 Jahren. Es m&uuml;sse Chinas &bdquo;milit&auml;rischen Machtdemonstrationen&ldquo; Einhalt geboten werden, und die Fregatte &bdquo;Bayern&ldquo; habe dazu ihren Beitrag zu leisten. Chinas &bdquo;Streitigkeiten etwa mit Taiwan, Malaysia und den Philippinen&ldquo; gef&auml;hrdeten die Freiheit der Seefahrt, und da k&ouml;nne Deutschland nicht abseits stehen. Dies zu untermauern, liefern Expertinnen und Experten gern jede Menge Zahlen zum Wachstum der chinesischen Armee und Flotte und zur Befeuerung des Eindrucks, dass da unbedingt gegenzuhalten sei. Ich lege den Fokus auf anderes.<br>\nErstens auf die Frage, ob es den &bdquo;Indopazifik&ldquo;-Besorgten in Deutschland und NATO genehm w&auml;re, wenn pl&ouml;tzlich im Rahmen einer chinesischen &bdquo;Baltoatlantik&ldquo;-Strategie chinesische Fregatten im Kattegat auftauchten, um &bdquo;Wohlstand und Versorgung der chinesischen Bev&ouml;lkerung&ldquo; zu sichern. &ndash; Solches ist im westlichen Machtblock aber noch nie gedacht worden: dass alles auch einmal ganz andersherum geschehen k&ouml;nnte. So gro&szlig; und unersch&uuml;tterlich und &uuml;ber Generationen hinweg tief verwurzelt ist der westliche &Uuml;berlegenheitsd&uuml;nkel, dass er die Einbahnstra&szlig;e der unbegrenzten westlichen Vormachtstellung als das auf der Welt einzig Denkbare ansieht.<br>\nUnd zweitens auf die Geschichte. Die kennt im 20. Jahrhundert viele Versuche, China so zu zerschlagen, dass es sich willf&auml;hrig allen westlichen Beherrschungsw&uuml;nschen ergeben w&uuml;rde&hellip;<br>\nUnd da sollen wir uns ausgerechnet jetzt, da die VR China so stark ist wie nie zuvor, wieder Konfrontation vorstellen m&uuml;ssen? Weil ausgerechnet jetzt eine deutsche Fregatte in der N&auml;he Chinas ein bisschen mitz&uuml;ndeln will? Um zu zeigen &ndash; ja, was denn: wo in der Welt der Hammer h&auml;ngt? Aber wem denn? Der Welt? Oder &bdquo;den eigenen Leuten&ldquo;? &ndash; Die Niederschlagung des &bdquo;Boxer&ldquo;-Aufstandes vor 120 Jahren war f&uuml;r die Einstimmung der deutschen Bev&ouml;lkerung auf k&uuml;nftige Kriege von gro&szlig;er Bedeutung. Als der Kaiser 1914 zum Weltkriegsbeginn davon sprach, keine Parteien mehr zu kennen, sondern &bdquo;nur noch Deutsche&ldquo;, hatte ihm daf&uuml;r die Beschw&ouml;rung der &bdquo;Gelben Gefahr&ldquo; den Boden bereitet. Und wie sich nun die Bilder gleichen. &bdquo;Europa&ldquo; &ndash; die Europ&auml;ische Union &ndash;, innerlich uneins und zerrissen, sieht sich vereint nur in dem einen: in den Feindbildern Russland und China. Und nicht alle, die in linker Opposition sich sehen, entziehen sich der Idee, dass es &bdquo;nach au&szlig;en&ldquo; vielleicht doch ein &uuml;bergreifendes nationales oder auch &bdquo;europ&auml;isches&ldquo; &bdquo;Wir&ldquo; geben k&ouml;nnte. Da w&auml;re es hilfreich, August Bebels Reichstagsreden zum &bdquo;Boxer&ldquo;-Aufstand zu lesen. Wider die Gro&szlig;kotzigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2021\/06\/grosskotzig-4-0-57281.html\">das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Gegengewicht gegen China am Golf<\/strong><br>\nStrategiezentrum der Bundesregierung fordert mehr EU-Einflussnahme auf der Arabischen Halbinsel &ndash; auch mit Mitteln sogenannter Sicherheitspolitik.<br>\nBerlin\/Riad\/Abu Dhabi (Eigener Bericht) &ndash; Die EU soll die aktuellen Umbr&uuml;che auf der Arabischen Halbinsel nutzen und ihre Einflussaktivit&auml;ten dort intensivieren. Das fordert die Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS), das wichtigste milit&auml;rpolitische Strategiezentrum der Bundesregierung, in einem aktuellen Positionspapier. Wie die BAKS konstatiert, sind die arabischen Golfstaaten wegen der Energiewende gezwungen, sich &ouml;konomisch von der Fixierung auf Erd&ouml;l und Erdgas zu l&ouml;sen. Zudem wenden sie sich nach dem Regierungswechsel in den USA vorsichtig von der Politik offener Konfrontation gegen&uuml;ber Iran ab. Dies biete die Chance, etwa &ldquo;bei der Vermittlung eines neuen Sicherheitsdialogs am Golf&rdquo; Einfluss zu nehmen, urteilt die BAKS. Das aber k&ouml;nne es der Union zugleich erm&ouml;glichen, &ldquo;ein Gegengewicht zum chinesischen Einfluss in der Region&rdquo; zu bilden. China erstarkt auf der Arabischen Halbinsel: Es baut in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein regionales Produktionszentrum f&uuml;r Covid-19-Impfstoffe auf, w&auml;hrend zugleich Huawei das Land mit 5G ausstattet und es zum Cybersecurity-Drehkreuz aufwerten will&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8622\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Seidenstra&szlig;e: G7-Gegenentwurf<\/strong><br>\nDas viele milliardenschwere chinesische Seidenstra&szlig;enprojekt gilt als eine ernste Bedrohung, da bef&uuml;rchtet wird, dass mit ihm Einflussgewinne auf Kosten des Westens einhergehen. Nun soll beim anstehenden G7-Treffen laut Handelsblatt (via Bpb-Newsletter) zum gro&szlig;en Gegenschlag ausgeholt werden: &bdquo;Es ist eine geopolitische Kampfansage, auch wenn sie zun&auml;chst ganz harmlos daherkommt: Die sieben f&uuml;hrenden westlichen Industriestaaten (G7) wollen kommende Woche auf ihrem Gipfeltreffen in Gro&szlig;britannien eine globale Infrastrukturpartnerschaft vereinbaren. Das Ziel ist, gro&szlig;e Bauvorhaben in Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern voranzutreiben &ndash; und so einen westlichen Gegenentwurf zu Chinas Seidenstra&szlig;en-Initiative zu schaffen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/06\/08\/seidenstrasse-g7-gegenentwurf\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Belarus: Ein Netzwerk namens &ldquo;Sieg&rdquo;<\/strong><br>\nDie exilierte Oppositionsf&uuml;hrerin Tichanowskaja baut offenbar mit ehemaligen Sicherheitskr&auml;ften eine Untergrundorganisation auf. Ziele und Methoden bleiben nebul&ouml;s<br>\nDie Zeit der gro&szlig;en Stra&szlig;enproteste in Belarus ist vorbei, die weitgehend exilierte F&uuml;hrung der Oppositionsbewegung wendet sich neuen Taktiken zu. Unter dem Label &ldquo;Peramoga&rdquo; soll ein geheimes Netzwerk entstehen, dessen geplante Methoden weitgehend unklar sind. Mit einer Radikalisierung ist zu rechnen.<br>\nIn Minsk sind die M&ouml;glichkeiten von offenen Stra&szlig;enprotesten der Opposition gegen Alexander Lukaschenko im gro&szlig;en Ma&szlig;stab nicht mehr gegeben. Ob nur das harte Eingreifen der Sicherheitskr&auml;fte oder daneben auch eine Erm&uuml;dung angesichts des fehlenden Erfolgs der Gro&szlig;aktionen die Ursache sind, dar&uuml;ber l&auml;sst sich nur spekulieren. Eine Rolle spielt sicher, dass sich nach russischen Quellen etwa 500 Protestteilnehmer in belorussischen Gef&auml;ngnissen befinden. Viele F&uuml;hrungspersonen der Proteste sind ins westliche Ausland &ndash; meist Litauen oder Polen &ndash; gefl&uuml;chtet.<br>\nDer mysteri&ouml;se &ldquo;Peramoga&rdquo;-Plan<br>\nDie ebenfalls im Exil lebende Oppositionsf&uuml;hrerin und Pr&auml;sidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja greift jetzt deshalb mit ihren Unterst&uuml;tzern offensichtlich zu einer anderen Taktik: Der Gr&uuml;ndung einer geheimen Volksmiliz, die im wei&szlig;russischen Untergrund operieren soll. Die belorussische Opposition sei noch nicht am Ende, so zitiert die Moskauer Nesawisimaja Gaseta einschl&auml;gige Experten zu den Oppositionspl&auml;nen.<br>\nDie gesamte Aktion firmiert unter dem Namen &ldquo;Peramoga&rdquo;, ein Wort, das im Wei&szlig;russischen &ldquo;Sieg&rdquo; bedeutet. Was im Rahmen von Peramoga geschehen soll, umschreibt Tichanowskaja selbst nur nebul&ouml;s. Man wolle gemeinsam die Kr&auml;fte effektiv einsetzen und jeder solle die Aufgabe erf&uuml;llen, von der die Bewegung zur richtigen Zeit profitieren k&ouml;nne&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Belarus-Ein-Netzwerk-namens-Sieg-6064699.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Tagesschau ist den &bdquo;Diensten&ldquo; zu Diensten<\/strong><br>\nvon Friedhelm Klinkhammer und Volker Br&auml;utigam<br>\n(&hellip;) Deshalb soll uns hier nicht interessieren, auf welchen Wegen der ausgebildete Notargehilfe Georg Mascolo zum Chefredakteur des Spiegel avancierte. Bemerken aber wollen wir: Er ist ein transatlantischer Hardliner, Mitglied sowohl des die USA verherrlichenden, Vitamin B-angereicherten Vereins &ldquo;Atlantikbr&uuml;cke&rdquo; als auch der &ldquo;Core Group&rdquo; der M&uuml;nchner &ldquo;Sicherheitskonferenz&rdquo;. Beim ehemaligen Nachrichtenmagazin konnte er sich trotzdem nicht halten, er flog beim Spiegel raus.<br>\nEine solche Vorgeschichte qualifiziert immerhin f&uuml;r eine Karriere im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk unserer Tage. Besonders, wenn man die richtigen Freunde hat &ndash; Kumpels, die auf gleicher Wellenl&auml;nge senden und sich ebenfalls auf der &ldquo;Atlantikbr&uuml;cke&rdquo; sauwohl f&uuml;hlen: WDR-Intendant Tom Buhrow beispielsweise oder Stefan Kornelius, der militante Rechtsausleger und leitende Politredaktion&auml;r der S&uuml;ddeutschen. In diesen Kreisen wird Mascolo als &ldquo;einer der herausragenden Rechercheure des Landes&rdquo; beweihr&auml;uchert. Er melkt eben seine Kontaktleute in den Diensten &ndash; oder die Kontaktleute der Dienste f&uuml;ttern ihren Mascolo. Eine unappetitliche Symbiose, egal von welcher Seite betrachtet.<br>\nMascolo verdient f&uuml;r seine &ldquo;Leistungen&rdquo; im &ldquo;Rechercheverbund von NDR, WDR und SZ&rdquo; bereits in der K&ouml;nigsklasse, kriegt damit aber den Hals nicht voll. Er vermarktet seine &ldquo;Erkenntnisse&rdquo; au&szlig;erhalb der Tagesschau, bei kommerziellen Medien. &Uuml;ber sein zusammen mit Ehefrau Katja Gloger verfasstes Buch &uuml;ber die COVID-Pandemie interviewt ihn dann wieder der NDR und macht damit kostenlos Werbung f&uuml;r ihn und den Verlag &ndash; und keinen Verantwortlichen im Sender st&ouml;rt das eklige Gemauschel.<br>\nKatja Gloger ist Vorstandsmitglied der &ldquo;Reporter ohne Grenzen&rdquo;, und G&ouml;ttergatte Georg geh&ouml;rt dem Kuratorium dieses Vereins an. Der firmiert gerne als Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) und wird daher von der Tagesschau h&auml;ufig zitiert. Er finanziert sich allerdings zu 41 Prozent aus staatlichen Mitteln, ah ja, aller Segen kommt von oben &hellip; Dass Katja Gloger auch Mitglied der &ldquo;Atlantikbr&uuml;cke&rdquo; ist, f&ouml;rdert vermutlich die eheliche Harmonie. Wir wollen da nur schnell noch erg&auml;nzen: Die &ldquo;Atlantikbr&uuml;cke&rdquo; ist eine Ausgr&uuml;ndung der CIA.<br>\n(&hellip;) Unterm Scheinheiligenschein<br>\nAufgabe der ARD-aktuell als wichtigster deutscher Nachrichtenredaktion w&auml;re es, die Erosion rechtsstaatlicher Normen und die gef&auml;hrliche Entwicklung zum &Uuml;berwachungsstaat f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit sichtbar zu machen. Keinesfalls l&auml;sst sich rechtfertigen, dass sie geheimdienstlicher Schn&uuml;ffelpraxis den Anschein der Legitimit&auml;t verleiht.<br>\n&bdquo;Der Verfassungsschutz will k&uuml;nftig nicht nur die gro&szlig;en, weitestgehend offenen Plattformen der Szene beobachten, sondern verst&auml;rkt auch die kleineren, abgeschotteten Chatgruppen infiltrieren und ein &bdquo;Zielpersonen-Monitoring&ldquo; betreiben. Dabei sollen systematisch Hinweise f&uuml;r eine Radikalisierung von Einzelpersonen zusammengetragen werden.&ldquo;<br>\nDer Verfassungsschutz hat im Raum des privaten Meinungsaustauschs grunds&auml;tzlich nichts, absolut nichts verloren&hellip;<br>\nDen G&uuml;tesiegel-Mascolo interessiert das nicht. Der macht sich blo&szlig; Gedanken &uuml;ber die Effektivit&auml;t bestimmter Verfassungsschutzma&szlig;nahmen:<br>\n&bdquo;Die Masse k&ouml;nnte dabei zu einem echten Problem werden &hellip; Denn im Netz sei die Zahl der rassistischen und antisemitischen Hetzer inzwischen un&uuml;berschaubar gro&szlig;. Es sei eine gewaltige Herausforderung, unter diesen Personen die tats&auml;chlich gef&auml;hrlichen, anschlagswilligen Extremisten zu identifizieren.&rdquo; &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/118693-tagesschau-ist-diensten-zu-diensten\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Frauen bleiben entm&uuml;ndigt<\/strong><br>\nBarbara Marti<br>\nEine Impf- oder Organspendepflicht soll es nicht geben. Doch Frauen bleibt eine eingeschr&auml;nkte Selbstbestimmung &uuml;ber ihren K&ouml;rper.<br>\nIn aktuellen Debatten steht das Recht auf k&ouml;rperliche Selbstbestimmung im Mittelpunkt. So soll es beispielsweise keine Pflicht geben, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Organspenden muss man zu Lebzeiten ausdr&uuml;cklich zustimmen.<br>\nNun planen jedoch einige L&auml;nder wie die Schweiz einen Systemwechsel: Wer zu Lebzeiten eine Organspende nicht ausdr&uuml;cklich ablehnt, gilt nach seinem Tod als potentieller Organspender. In Deutschland hat das Parlament letztes Jahr einen Wechsel zu dieser Widerspruchsregel abgelehnt. In der Debatte war das Selbstbestimmungsrecht &uuml;ber den K&ouml;rper ein wichtiges Argument. Niemand soll gesetzlich verpflichtet sein, jemandem ein Organ spenden zu m&uuml;ssen. Denn niemand hat das Recht, den K&ouml;rper eines anderen Menschen gegen dessen Willen zu benutzen.<br>\nStaat entm&uuml;ndigt Schwangere<br>\nF&uuml;r schwangere Frauen gilt dies nicht. Denn die meisten Staaten nehmen sich das Recht heraus, Schwangeren das Selbstbestimmungsrecht &uuml;ber ihren K&ouml;rper abzusprechen. Schwangerschaftsabbr&uuml;che gelten rechtlich als Straftat und sind lediglich unter bestimmten Voraussetzungen straffrei. Frauen m&uuml;ssen beispielsweise Fristen einhalten und Zwangsberatungen auf sich nehmen, um keine Strafen zu riskieren&hellip;<br>\nEs geht um Macht<br>\nDas Selbstbestimmungsrecht &uuml;ber den K&ouml;rper, das in Diskussionen &uuml;ber Impfungen und Organspenden als hohes Gut gilt, haben Frauen also nicht. Ihre Entm&uuml;ndigung basiert auf dem tief verankerten Vorurteil, dass man Ungeborene vor egoistischen Frauen sch&uuml;tzen muss. Doch diesen angeblich egoistischen Frauen d&uuml;rfte man auch kein Baby anvertrauen, schrieb die feministische Autorin Laurie Penny im US-Politikmagazin &laquo;The New Republic&raquo;. Schlussendlich gehe es wie bei einer Vergewaltigung um Macht und die Kontrolle von Frauen. Denn es sei unm&ouml;glich, dass zwei das gleiche Recht auf denselben K&ouml;rper haben.<br>\nKeine Impfpflicht, aber eine Geb&auml;rpflicht<br>\nGegen staatliche Corona-Ma&szlig;nahmen, die sie als &uuml;bergriffig erachten, sind Menschen auf die Stra&szlig;e gegangen. Dabei sind Vorgaben wie Maskenpflicht und Abstandsregeln im Vergleich zu einer erzwungenen Geburt harmlos. Die meisten Staaten zwingen niemanden, sich impfen zu lassen oder Blut zu spenden, um Leben zu retten. Doch genau mit diesem Argument rechtfertigt der Staat den Zugriff auf den K&ouml;rper von Schwangeren. Wenn das Selbstbestimmungsrecht &uuml;ber den K&ouml;rper tats&auml;chlich ein so hohes Gut ist, wie man jetzt behauptet, d&uuml;rfte der Staat Frauen nicht mehr zwingen, gegen ihren Willen ein Kind auszutragen. Schwangerschaftsabbr&uuml;che m&uuml;sste er aus dem Strafgesetzbuch streichen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/frau-mann\/uebriges-frau-mann\/frauen-bleiben-entmuendigt\/\">infosperber<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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