{"id":73242,"date":"2021-06-11T08:51:01","date_gmt":"2021-06-11T06:51:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242"},"modified":"2021-06-11T08:41:48","modified_gmt":"2021-06-11T06:41:48","slug":"hinweise-des-tages-3878","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h01\">Bundesrechnungshof: Kritik an Spahns Geldverschwendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h02\">Was machen wir hier eigentlich? Dietrich Br&uuml;ggemann &uuml;ber die Aktion #allesdichtmachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h03\">&bdquo;Vollimmunisierte Menschen unbegr&uuml;ndet in ihren Rechten eingeschr&auml;nkt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h04\">F&uuml;r Jugendliche gibt es kaum einen Grund, sich impfen zu lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h05\">Lafontaine: &ldquo;Frage mich, ob es nicht besser gewesen w&auml;re, in der SPD zu bleiben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h06\">Kanzlerkandidatin Baerbock: Das war&rsquo;s<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h07\">Rechts sein durch link sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h08\">Von wegen mit 68 &ndash; &Ouml;konomen fordern Rente mit 70 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h09\">&ldquo;Die Deutschen k&ouml;nnen nicht mit Schulden umgehen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h10\">Vor allem Superreiche werden reicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h11\">ATX-Konzerne: Milliarden f&uuml;r Aktion&auml;ren im Corona-Jahr, K&uuml;ndigungen f&uuml;r Mitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h12\">Alle R&auml;der stehen still<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73242#h13\">Volkswagen simuliert Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesrechnungshof: Kritik an Spahns Geldverschwendung<\/strong><br>\nZus&auml;tzlich erhielten die Kliniken 10,2 Milliarden Euro aus Steuermitteln als Ausgleichszahlungen f&uuml;r verschobene oder ausgesetzte Eingriffe. Auch das stellt f&uuml;r den Bundesrechnungshof eine massive &Uuml;berkompensation der Krankenh&auml;user aus Steuermitteln dar. Au&szlig;erdem mahnen die Pr&uuml;fer, dass &ldquo;Unterst&uuml;tzungsleistungen nach dem Gie&szlig;kannenprinzip&rdquo; k&uuml;nftig vermieden werden sollten.<br>\nDas Gesundheitsministerium r&auml;umt in diesem Punkt immerhin ein, von M&auml;rz bis Juli 2020 zu viel Geld ausgegeben zu haben. Seit November erhalten Kliniken die Ausgleichszahlungen nur noch, wenn die freien Intensivbetten in der Region weniger als 25 Prozent betragen, die Auslastung also sehr hoch ist. Hierin sieht der Rechnungshof einen gef&auml;hrlichen Fehlanreiz, die Zahl der freien Intensivbetten k&uuml;nstlich nach unten zu rechnen.<br>\nDer Bericht zitiert in diesem Zusammenhang ein Schreiben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 11. Januar dieses Jahres ans Gesundheitsministerium. Dabei &auml;u&szlig;erte das RKI die &ldquo;Vermutung, dass Krankenh&auml;user zum Teil weniger intensivmedizinische Behandlungspl&auml;tze meldeten, als tats&auml;chlich vorhanden waren.&rdquo;<br>\nNach Ansicht des RKI seien die ans DIVI-Zentralregister gemeldeten Daten &ldquo;daher nicht mehr f&uuml;r eine Bewertung der Situation geeignet&rdquo;, schreibt der Rechnungshof. Im Klartext hei&szlig;t das: Die Zahlen der freien Intensivbetten k&ouml;nnten tats&auml;chlich h&ouml;her gewesen sein als ausgewiesen. Die Auslastung der Intensivstationen aber war (und ist) neben den Inzidenz-Werten ein magnetisches Kriterium der Bundesregierung daf&uuml;r, wie streng oder locker die Corona-Ma&szlig;nahmen gefasst werden.<br>\nIn einem dritten Punkt analysiert der Bericht die Schaffung neuer Intensivbetten. Von M&auml;rz bis September 2020 habe der Bund jedes neue Intensivbett mit 50.000 Euro zus&auml;tzlich finanziert. Insgesamt wurden von den Krankenh&auml;usern daf&uuml;r knapp 700 Millionen Euro abgerufen. Teilt man die Summe durch den Zuschuss pro Bett m&uuml;sste es jetzt 13.700 neue Intensivbetten in Deutschland geben &ndash; doch die kann der Rechnungshof nicht finden. &ldquo;Ein solcher Kapazit&auml;tszuwachs ist aus den vorliegenden Statistiken indes nicht abzulesen&rdquo;, schreiben die Rechnungspr&uuml;fer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr\/bundesrechnungshof-corona-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Bislang werden die brisanten Aussagen des Rechnungshofberichtes von Gesundheitsministerium und RKI heruntergespielt. Auf der gestrigen Bundespressekonferenz konnte sich RKI-Chef Wieler nicht an das Schreiben erinnern, auf das die Pr&uuml;fer Bezug nehmen. Stattdessen gab es Lob, das DIVI-Zentralregister im vergangenen Jahr &uuml;berhaupt aus dem Boden gestampft zu haben. Dabei stellt sich die Frage, welche Qualit&auml;t und Aussagekraft ein Register &uuml;berhaupt hat, wenn wiederholt falsche Zahlen dorthin gemeldet werden. Denn bereits im vergangenen Jahr musste das DIVI seine Angaben korrigieren, weil zu viele Betten von den Kliniken gemeldet worden waren. Auch damals stand der Verdacht im Raum, finanzielle Anreize durch den Bund k&ouml;nnten die Ursache daf&uuml;r sein. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Falsch gemeldete Intensivbetten sind Betrug an der Gesellschaft<\/strong><br>\nDem Bundesrechnungshof zufolge hat ein Teil der Kliniken wohl weniger Intensivbetten gemeldet, als tats&auml;chlich vorhanden waren. Ziel war es offenbar, Ausgleichszahlungen zu bekommen. Das ist auch deshalb brisant, weil damit weitgehende Corona-Ma&szlig;nahmen begr&uuml;ndet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article231736447\/Falsch-gemeldete-Intensivbetten-sind-Betrug-an-der-Gesellschaft.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Apothekenpreise beim digitalen Impfpass: 18 Euro f&uuml;r einen QR-Code<\/strong><br>\nErst verdienten Apotheker gut an den Erstattungen f&uuml;r FFP2-Masken. Nun sollen sie auch beim Ausstellen der digitalen Impfzertifikate kassieren. Kritik weist die Branche zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/digitaler-corona-impfpass-apothekenpreise-18-euro-fuer-einen-fuer-qr-code-a-98c32926-dd34-4a5c-8727-efe1f787aae9\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was machen wir hier eigentlich? Dietrich Br&uuml;ggemann &uuml;ber die Aktion #allesdichtmachen<\/strong><br>\nEin langer Bericht &uuml;ber kurze Videos, lange Lockdowns und Journalisten am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ein Gastbeitrag. Dietrich Br&uuml;ggemann<br>\nIm Fr&uuml;hjahr 2021 drehte ich mit einer Gruppe von Freunden und Bekannten eine Reihe von Videos zur Corona-Situation. Es geschah eher nebenbei und ohne gro&szlig;en technischen Aufwand. Eigentlich wollte ich einen Roman schreiben, au&szlig;erdem war ich mit dem neuen Album meiner Band besch&auml;ftigt, aber die Lage schien mir so verfahren, da&szlig; eine solche Intervention ihre Berechtigung haben k&ouml;nnte. Als die Filme dann Ende April ver&ouml;ffentlicht wurden, sorgten sie f&uuml;r eine &ouml;ffentliche Erregung, deren Ausma&szlig; mir nicht ganz zum Anlass zu passen schien, und so sa&szlig; ich am Mittwoch, dem 28. April, im Zug von Berlin nach K&ouml;ln, um dort bei &bdquo;Stern TV&ldquo; zu erl&auml;utern, da&szlig; unser Anliegen keineswegs eine Verh&ouml;hnung von Intensivpatienten gewesen sei und da&szlig; dies auch beim schlimmsten Willen nicht aus den Videos herauszulesen sei; wer es also dennoch darin sehe, der habe m&ouml;glicherweise nichts anderes mehr im Kopf, und das sei dann vielleicht ein Problem des jeweiligen Kopfes, aber nicht unserer Filme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/was-machen-wir-hier-eigentlich-dietrich-brueggemann-ueber-die-aktion-allesdichtmachen\/27273610.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Vollimmunisierte Menschen unbegr&uuml;ndet in ihren Rechten eingeschr&auml;nkt&ldquo;<\/strong><br>\nBundestagsvize Kubicki (FDP) wirft der Regierung &bdquo;Organisationsversagen&ldquo; vor. Denn ihr fehlen Erkenntnisse &uuml;ber Covid-Genesene, die keinen PCR-Test gemacht haben &ndash; und deshalb in ihren Freiheitsrechten beschnitten werden. Ein neuer Test-Typ macht nun Hoffnung.<br>\nNoch immer gibt es in Deutschland aus Sicht der Bundesregierung zwei Gruppen von Corona-Genesenen: N&auml;mlich jene, die ihre Infektion mittels eines PCR-Tests nachweisen k&ouml;nnen &ndash; und jene, die &uuml;ber keinen solchen verf&uuml;gen, aber von ihrer Erkrankung durch einen sp&auml;ter durchgef&uuml;hrten Antik&ouml;rpertest wissen. W&auml;hrend erstere Gruppe weitreichende Grundrechte genie&szlig;t und nach Vorzeigen des PCR-Tests ebenso behandelt wird wie vollst&auml;ndig Geimpfte, hat die zweite Gruppe die entsprechenden Rechte nicht.<br>\nNach einem WELT-Bericht &uuml;ber die schwierige Situation von jenen Genesenen richtete Bundestagsvizepr&auml;sident Wolfgang Kubicki (FDP) eine Anfrage an das Bundesgesundheitsministerium. Er wollte wissen, wie hoch die Regierung den Anteil der Genesenen in der deutschen Bev&ouml;lkerung einsch&auml;tzt, die ihre Krankheit nicht durch einen PCR-Test oder weitere Methoden der Nukleins&auml;ureamplifikationstechnik nachgewiesen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article231699777\/Wolfgang-Kubicki-Menschen-unbegruendet-in-Rechten-eingeschraenkt.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>F&uuml;r Jugendliche gibt es kaum einen Grund, sich impfen zu lassen<\/strong><br>\nDer Nutzen der Impfung ist f&uuml;r gesunde Junge praktisch null. &Uuml;ber m&ouml;gliche Langzeitrisiken weiss man noch nichts.<br>\nIn vielen Medien &uuml;berschlugen sich die Schlagzeilen: Wann l&auml;sst in den USA die FDA, wann in Europa die EMA und wann in der Schweiz die Swissmedic Corona-Impfungen f&uuml;r Jugendliche ab zw&ouml;lf Jahren zu? Dann folgte die Frohbotschaft: Jetzt sind sie zugelassen! Ab sofort k&ouml;nnen sich Jugendliche impfen lassen! Die Impfung sch&uuml;tzt die Jungen zu fast 100 Prozent vor einer schweren Erkrankung! Die Tamedia-Zeitungen von Freiburg &uuml;ber Bern, Basel bis ins Z&uuml;rcher Oberland titelten am 5. Juni auf ihren Frontseiten: &laquo;Covid-Impfung f&uuml;r Jugendliche: Reicht es bis zu den Ferien?&raquo;<br>\nDabei ging unter, dass Jugendliche auch ohne Impfung wegen Covid-19 &laquo;zu fast 100 Prozent&raquo; keine schwere Erkrankung zu bef&uuml;rchten haben. In ganz Deutschland sind seit Beginn der Corona-Epidemie im M&auml;rz 2020 lediglich zwanzig Menschen im Alter von unter 20 Jahren mit oder an Corona gestorben. Einige von ihnen waren unheilbar krank und wurden bereits vor ihrer Sars-CoV-2-Infektion palliativ behandelt. Im Detail ist nicht bekannt, wie viele dieser zwanzig jungen Menschen an Grunderkrankungen litten. Ein Vergleich: Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 152 Minderj&auml;hrige umgebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/fuer-jugendliche-gibt-es-kaum-einen-grund-sich-impfen-zu-lassen\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lafontaine: &ldquo;Frage mich, ob es nicht besser gewesen w&auml;re, in der SPD zu bleiben&rdquo;<\/strong><br>\nHerr Lafontaine, in einer Umfrage hat die SPD zuletzt wieder an Zustimmung eingeb&uuml;&szlig;t und lag gleichauf mit der FDP. Was halten Sie von Ihrer alten Partei?<br>\nOskar Lafontaine: Die Antwort, warum sie seit der letzten Bundestagswahl und bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt noch einmal viele Stimmen verloren hat, ist ganz einfach: Die SPD macht keine Politik mehr, die ihre fr&uuml;heren W&auml;hlerinnen und W&auml;hler anspricht. Das ist so eindeutig, dass es mich wundert, dass die f&uuml;hrenden Sozialdemokraten bis heute keine Konsequenzen ziehen.<br>\nWas m&uuml;sste die SPD &auml;ndern, um ihr W&auml;hlerpotenzial auszusch&ouml;pfen?<br>\nSie m&uuml;sste ihre Sozialabbau-Entscheidungen r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Es w&auml;re Aufgabe der SPD, daf&uuml;r zu sorgen, dass nicht mehr Millionen Menschen Niedrigl&ouml;hne bekommen und sp&auml;ter nicht von ihrer Rente leben k&ouml;nnen. Es wird immer wieder von der neoliberalen Propaganda die Parole ausgegeben, man wolle nicht zur&uuml;ck in die 80er Jahre. Und viele fallen darauf herein. Aber das Problem ist doch: Die Menschen, die &auml;lter werden, wollen tats&auml;chlich zur&uuml;ck in die 80er; in eine Zeit, als es nach einem langen Arbeitsleben noch eine ordentliche Rente gab.<br>\nIhre eigene Partei findet in Umfragen auch kaum Zuspruch. Warum kann die Linke nicht von der Schw&auml;che der SPD profitieren?<br>\nWenn man die aktuellen Zahlen und das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ansieht, haben wir uns seit der Bundestagswahl 2009 fast halbiert. Die Probleme der Partei Die Linke sind die gleichen wie die der SPD. Sie hat die Zustimmung der Arbeiter und Arbeitslosen verloren. Diese Menschen haben keine Partei mehr, von der sie sich vertreten f&uuml;hlen. Deshalb w&auml;hlen sie entweder gar nicht oder aus Protest die AfD.<br>\nWas muss die Linke tun, um diesen Menschen ein Angebot zu machen?<br>\nZentral w&auml;re eine Neuausrichtung der Migrationspolitik. Das aktuelle und von fast allen Parteien in Deutschland proklamierte Modell stellt die soziale Gerechtigkeit auf den Kopf. Wir ziehen gute Leute aus Afrika oder aus wirtschaftlich schw&auml;cheren Regionen Europas ab und besch&auml;ftigen sie in L&auml;ndern, die einen h&ouml;heren Wohlstand haben &ndash; und halten das f&uuml;r eine soziale Migrationspolitik. Dabei ist das Neo-Kolonialismus. Diese Politik schadet nicht nur den Herkunftsl&auml;ndern dieser Menschen, sondern auch den Schw&auml;chsten hier in Deutschland. Sie sind die Leidtragenden, wenn Mieten steigen und L&ouml;hne sinken. Mit den vielen Milliarden, die wir in Deutschland ausgeben, um die Migration zu erm&ouml;glichen, k&ouml;nnten wir vor Ort viel mehr helfen &ndash; wie es im &Uuml;brigen auch die Migrationsforschung r&auml;t.<br>\nDas sehen viele Ihrer Parteifreunde anders.<br>\nLeider begreifen viele nicht, dass bei der H&ouml;he von L&ouml;hnen und Mieten das Prinzip von Angebot und Nachfrage gilt. Wenn Migranten bereit sind, f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne zu arbeiten, entsteht automatisch Lohndumping. Engagierte Linke w&uuml;rden jetzt antworten: &ldquo;Aber das ist doch nicht die Schuld der Migranten!&rdquo; Das stimmt, &auml;ndert aber nichts daran, dass durch die Migrationspolitik der letzten Jahre in bestimmten Bereichen ein unmenschlich niedriges Lohnniveau entstanden ist. Denken Sie beispielsweise an die Fleischindustrie. Die Migranten leben aber immer noch besser als in ihren Heimatl&auml;ndern, deshalb kommen sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/oskar-lafontaine-frage-besser-spd-bleiben-interview-35884328\">Web.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kanzlerkandidatin Baerbock: Das war&rsquo;s<\/strong><br>\nAnnalena Baerbock hat ihren Lebenslauf aufgeh&uuml;bscht, eine vergleichsweise kleine S&uuml;nde. Ihre Wahlchancen sind dennoch ruiniert, denn sie hat das Wichtigste verspielt, was sie hatte: ihre Glaubw&uuml;rdigkeit.<br>\nDie n&auml;chste deutsche Bundeskanzlerin wird nicht Annalena Baerbock hei&szlig;en. Daran besteht nach den letzten Tagen kaum ein vern&uuml;nftiger Zweifel. Die gr&uuml;ne Spitzenkandidatin hat nur noch die M&ouml;glichkeit, selbst &uuml;ber Zeitpunkt und Form ihrer Niederlage &ndash; und damit &uuml;ber ihre politische Zukunft &ndash; zu entscheiden. [&hellip;]<br>\nIst der Niedergang das Ergebnis von niedertr&auml;chtiger Berichterstattung? Oder eigene Schuld? Es ist eine Mischung aus beidem.<br>\nEs war vorhersehbar, dass manche Medien Kampagnenjournalismus betreiben w&uuml;rden. Dass sie kleine Fehler der gr&uuml;nen Kandidatin zu einem riesigen Ballon aufblasen und sachliche Aussagen radikalisieren w&uuml;rden. Derlei ist nicht sch&ouml;n, aber erwartbar. Und wer ganz vorn auf der politischen B&uuml;hne, sogar auf der weltpolitischen B&uuml;hne mitspielen m&ouml;chte, muss damit umgehen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/kanzlerkandidatin-annalena-baerbock-das-war-s-a-69dfbcc1-a2c9-4a67-8c0a-89f1f4571f95\">Bettina Gaus auf DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rechts sein durch link sein<\/strong><br>\nIm Jahr 2021 ist es eine Winzigkeit, in die &bdquo;rechte Ecke&ldquo; einsortiert zu werden. Unser kleiner Blog ist auch immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert. Daher wollen wir an dieser Stelle mal etwas klarstellen, das nicht nur uns betrifft, sondern die allgemeine (neue) Definition von &bdquo;links&ldquo; und &bdquo;rechts&ldquo;.<br>\nDie &Auml;lteren werden sich an den Begriff erinnern: link. Im Duden steht als Definition:\n<blockquote><p>\nFalsch, verkehrt, anr&uuml;chig, fragw&uuml;rdig; nicht vertrauensw&uuml;rdig\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das trifft es recht gut. Link, und damit fragw&uuml;rdig und anr&uuml;chig, ist jemand, der einen anderen in eine Schublade steckt, ohne dass der dort hineingeh&ouml;rt. Heute passiert das st&auml;ndig, wenn wem auch immer vorgeworfen wird, rechts oder rechtsoffen zu sein. Diese Einordnung wird in h&ouml;chstem Ma&szlig;e inflation&auml;r verwendet und steht in vielen (in den meisten) F&auml;llen in keinem Zusammenhang mit dem, was der Angegriffene macht oder denkt.<br>\nRechte Demonstranten?<br>\nSeit nunmehr &uuml;ber einem Jahr hat sich in der allgemeinen Wahrnehmung die Unterstellung breitgemacht, auf Demos gegen die Corona-Politik gehen in erster Linie rechte Menschen. Die Behauptung ist so wirkm&auml;chtig geworden, dass sich selbst v&ouml;llig unverd&auml;chtige Menschen von Demos der &bdquo;Querdenker&ldquo; distanzieren.<br>\nDas ist fatal. Und die Behauptung ist schlicht dumm.<br>\nIch kann mich zumindest in meinem Leben nicht erinnern, wann auf einer Demo nicht auch Leute anwesend waren, die versucht haben, diese f&uuml;r ihre Zwecke zu missbrauchen. Ob es sich bei diesen Leuten einfach um solche handelt, die sich mit Kalk&uuml;l unter die Demonstranten mischen oder ob es Agent Provocateurs sind, spielt hierbei eine eher untergeordnete Rolle.<br>\nFakt ist: Die Leute sind da, laufen mit, versuchen zu eskalieren oder andere Leute von ihrem politischen Weltbild zu &uuml;berzeugen.<br>\nAber kommen wir zum eigentlichen Punkt: den Vorwurf, rechtsradikal, rechtsoffen oder rechts zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2021\/06\/rechts-sein-durch-link-sein\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Von wegen mit 68 &ndash; &Ouml;konomen fordern Rente mit 70 Jahren<\/strong><br>\nDer Beitragssatz soll nicht steigen, die Renten nicht markant sinken: Dieses Dilemma wollen &Ouml;konomen mit einem sp&auml;teren Renteneintritt l&ouml;sen &ndash; ab 2052 erst mit 70 Jahren. Die Rente mit 68 reiche nicht mehr aus. Die Reaktion der Parteien ist eindeutig.<br>\nW&auml;hrend die Vorschl&auml;ge einiger Regierungsberater, das Rentenalter auf 68 Jahren zu erh&ouml;hen, bereits f&uuml;r Furore sorgen, legen &Ouml;konomen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) noch einmal nach: Sie fordern eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ab dem Jahr 2052.<br>\nDie von Regierungsberatern diese Woche geforderte Erh&ouml;hung des Rentenalters auf 68 Jahre ab 2042 werde nicht ausreichen, zitierte die &ldquo;Rheinische Post&rdquo; am Donnerstag aus einer bis dahin unver&ouml;ffentlichten IW-Studie. Mit der fortschreitenden Alterung der Bev&ouml;lkerung werde der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung unweigerlich steigen &ndash; trotz eines gleichzeitig sinkenden Rentenniveaus und trotz der Rente mit 67.<br>\nPolitisch erw&uuml;nscht ist in Deutschland ein Beitragssatz von maximal 22 Prozent und ein Sicherungsniveau von mindestens 43 Prozent eines durchschnittlichen Arbeitnehmer-Gehalts. Dies sei auf lange Sicht weder mit einer Beibehaltung des Renteneintrittsalters von 67 Jahren noch mit einer Erh&ouml;hung auf 68 Jahren zu bewerkstelligen, hei&szlig;t es laut der Zeitung in der IW-Studie.<br>\nRentenalter ab 2031 schrittweise anheben<br>\n&ldquo;Mit einer fortgesetzten Anhebung der Regelaltersgrenze bis auf 70 Jahre ab 2052 lie&szlig;e sich der Beitragssatzanstieg aber bremsen und gleichzeitig das Sicherungsniveau stabilisieren&rdquo;, erkl&auml;rte IW-Studienautor Jochen Pimpertz laut &ldquo;Rheinischer Post&rdquo;. Daf&uuml;r m&uuml;sse das Rentenalter ab 2031 pro Jahr um zwei Monate angehoben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/news\/unternehmen-verbraucher\/id_90192228\/von-wegen-mit-68-oekonomen-fordern-rente-mit-70-jahren.html%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das IW hat vermutlich sogar recht: wenn man den Beitragssatz bei 22 Prozent deckeln und das Sicherungsniveau bei 43 Prozent garantieren will, dann muss man vermutlich (ich kenne die Modellrechnung nicht) das Rentenalter erh&ouml;hen. (Alles nat&uuml;rlich unter der Voraussetzung, dass die Lebenserwartung wie prognostiziert steigt und die Bev&ouml;lkerung sich wie prognostiziert entwickelt &ndash; 30 Jahre vorauszuschauen, grenzt an Kaffeesatzleserei.) Aber wieso stellen unsere Politiker auch solche v&ouml;llig sinnlosen Regeln und Begrenzungen auf? Eine Erh&ouml;hung des Beitragssatzes auf z. B. 28 Prozent w&uuml;rde gleich 27% mehr Geld in die Kassen bringen; damit k&ouml;nnte man einerseits das Sicherungsniveau von 43 auf (halbwegs ordentliche) 53 Prozent bringen und andererseits gleichzeitig das Renteintrittsalter auf 65 senken. Easy. Nur gibt es f&uuml;r solche simplen und konstruktiven Ans&auml;tze Denkverbote (&ldquo;die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Industrie!!!&rdquo;).<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie gesagt, die neue Meinungsmachekampagne zur endg&uuml;ltigen Liquidation der gesetzlichen Rente nimmt passend zur Bundestagswahl Fahrt auf. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Vorschl&auml;ge realistisch sind, sondern es geht darum, zuerst den entsprechenden Meinungs- und Diskussionsrahmen so zu setzen, dass etwa die Diskussion einer St&auml;rkung der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mehr unvoreingenommen m&ouml;glich ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Die Deutschen k&ouml;nnen nicht mit Schulden umgehen&rdquo;<\/strong><br>\nDie steigenden Preise wecken in Deutschland alte &Auml;ngste. Zu Recht? Nein, sagt Historiker Carl-Ludwig Holtfrerich: Wir haben die Zeit der Hyperinflation nicht verstanden. [&hellip;]<br>\nZEIT ONLINE: Wie erkl&auml;ren Sie sich, dass sich die Hyperinflation als Schreckgespenst so in das Ged&auml;chtnis der Deutschen eingebrannt hat?<br>\nHoltfrerich: Ich halte das f&uuml;r das Ergebnis einer politischen Instrumentalisierung der Inflationsangst. Das f&auml;ngt schon in den Drei&szlig;igerjahren an. Damals sch&uuml;rte Reichskanzler Heinrich Br&uuml;ning die Angst vor steigenden Preisen, um einen harten Sparkurs durchzusetzen. Sein Argument: Wenn wir jetzt nicht Ausgaben k&uuml;rzen, um Staatsverschuldung zu vermeiden, dann kommt die Inflation zur&uuml;ck. Das war zwar &ouml;konomischer Unsinn, aber als politisches Man&ouml;ver hat es zun&auml;chst funktioniert.<br>\nZEIT ONLINE: Was hat Br&uuml;ning mit seiner Sparpolitik denn tats&auml;chlich bezweckt?<br>\nHoltfrerich: Es ging ihm vor allem um die Beendigung der Reparationszahlungen, die nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg zu leisten waren. Er wollte der Welt zeigen, dass Deutschland wirtschaftlich schon am Boden liegt und dazu nicht mehr in der Lage ist. In der innenpolitischen Debatte wurde die Angst vor der Inflation ausgenutzt. Das ist dann auch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal passiert. Es ging um R&uuml;ckgewinnung von Weltmarktanteilen.<br>\nZEIT ONLINE: Was war da los?<br>\nHoltfrerich: Ich habe mir die Protokolle und Ver&ouml;ffentlichungen der Bank deutscher L&auml;nder angeschaut, der Vorl&auml;uferin der Bundesbank. Es ist ziemlich klar, dass die Geldpolitik dem Ziel diente, Deutschland bei damals festen Wechselkursen einen internationalen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Die beiden Pr&auml;sidenten Wilhelm Vocke und Karl Bernard argumentierten wie sp&auml;ter Ludwig Erhard: Wenn die Preise hierzulande weniger stark steigen als anderswo, dann k&ouml;nnen wir unsere Waren im Ausland g&uuml;nstiger anbieten. Da kam wieder die Inflation ins Spiel. Erneut wurde das Gespenst steigender Preise heraufbeschworen, um eine harte geldpolitische Linie f&uuml;r den genannten Zweck zu rechtfertigen. Auch dadurch ist die Inflationsangst im Bewusstsein der Deutschen wachgehalten worden.<br>\nZEIT ONLINE: Warum hat das niemand kritisiert?<br>\nHoltfrerich: Es hat ja als exportf&ouml;rdernde Strategie funktioniert. Nach dem Krieg ging es aufw&auml;rts, der Wohlstand nahm zu. Da war das Interesse an einer solchen Debatte nicht sehr ausgepr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2021-06\/carl-ludwig-holtfrerich-inflation-corona-krise-schulden-deutsche\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Phantastisches Interview, phantastischer Artikel, der mit vielen Mythen und eindeutigen L&uuml;gen rund um Inflation und Deflation aufr&auml;umt. Das sollte jeder Sch&uuml;ler in der Schule lernen. Insbesondere wird heutzutage noch fast &uuml;berall behauptet, Hitler sei durch die Hyperinflation an die Macht gekommen, obwohl es in Wahrheit Rezession und Deflation waren &ndash; eine Zweckl&uuml;ge, mit der Bundesbank und Bundesregierung nach dem Zweiten Weltkrieg ihre damals schon merkantilistische Deflations-(Lohnzur&uuml;ckhaltungs-)Politik begr&uuml;ndet haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vor allem Superreiche werden reicher<\/strong><br>\nNoch nie haben die Menschen weltweit so viel Privatverm&ouml;gen angeh&auml;uft wie im Corona-Jahr 2020. Allein das Verm&ouml;gen der Deutschen kletterte &ndash; dank Sparen und Immobilien &ndash; auf knapp 20 Billionen Dollar.<br>\n20.000.000.000.000 Dollar &ndash; &uuml;ber diese beeindruckende Summe an Privatverm&ouml;gen verf&uuml;gten die privaten Haushalte in Deutschland 2020. Das geht aus dem neuen &ldquo;Global Wealth Report&rdquo; der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervor.<br>\nDabei half den Deutschen ihre viel zitierte Sparneigung: Das Finanzverm&ouml;gen, bestehend unter anderem aus Bargeld, Kontoguthaben, Aktien, Pensionen und Lebensversicherungen, wuchs den Angaben zufolge um rund sechs Prozent auf rund neun Billionen Dollar. Anlegende in Deutschland sparten &uuml;berdurchschnittlich stark, betonte Anna Zakrzewski, BCG-Partnerin und Autorin der Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/privat-vermoegen-global-wealth-report-bcg-superreiche-sparen-aktien-immobilien-gold-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>ATX-Konzerne: Milliarden f&uuml;r Aktion&auml;ren im Corona-Jahr, K&uuml;ndigungen f&uuml;r Mitarbeiter<\/strong><br>\nBis zu 4,8 Mrd. Euro Dividenden sch&uuml;tten &Ouml;sterreichs ATX-Konzerne insgesamt in den beiden Corona-Krisenjahren an ihre Aktion&auml;re aus, wie der AK Dividenden-Report 2021 zeigt. Geld, das die Unternehmen w&auml;hrend der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftskrise der Zweiten Republik besser in Besch&auml;ftigte und Sachanlagen investieren sollten. Stattdessen k&uuml;rzen sie bei den MitarbeiterInnen und profitieren von staatlichen F&ouml;rderungen bei gleichzeitiger Steuervermeidung.<br>\nDie Aktion&auml;re der 20 gr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Unternehmen, die den ATX bilden, bekommen heuer bis zu 3,2 Mrd. Euro an Dividenden ausbezahlt. Das ist ein deutlich h&ouml;herer Anteil vom erwirtschafteten Gewinn der Unternehmen als in den letzten Jahren: Rund die H&auml;lfte des &Uuml;berschusses geht an die Aktion&auml;re, in den Jahren davor waren es zwischen 20 und 39 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/corona-gewinner-aktien\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Alle R&auml;der stehen still<\/strong><br>\n&raquo;Ich war total &uuml;berrascht von der K&uuml;ndigung&laquo;, sagt Santiago. Der Argentinier hatte bis Mittwochmittag noch Lebensmittel f&uuml;r den Lieferdienst Gorillas am Standort Checkpoint Charlie in Mitte ausgefahren, als sogenannter Rider &ndash; so nennt man die Fahrradkuriere des Unternehmens. Santiago berichtet, er sei nach drau&szlig;en bestellt worden, wo man ihm seine Entlassung mitgeteilt habe. Es h&auml;tte ein negatives Feedback zu seiner Arbeit gegeben. &raquo;Genaue Gr&uuml;nde hat man mir nicht genannt, auch wurde ich nicht vorgewarnt&laquo;, sagt der gefeuerte Kurier zu &raquo;nd&laquo;. &raquo;Ich bin eigentlich sehr zufrieden, hier zu arbeiten&laquo;, betont Santiago, der sich in der sechsmonatigen Probezeit seines &ndash; gleichwohl nur befristeten &ndash; Arbeitsverh&auml;ltnisses befand.<br>\nAls Kolleg*innen von der Entscheidung am Mittwoch mitbekommen, solidarisieren sie sich. In zwei Lagerh&auml;usern legen Dutzende Besch&auml;ftigte die Arbeit nieder und blockieren den Ausgang des Standorts Checkpoint Charlie an der Charlottenstra&szlig;e f&uuml;r mehrere Stunden. &raquo;Wir wollen unseren Kollegen zur&uuml;ck&laquo;, erkl&auml;rt Marcos Vernengo, der ebenfalls an diesem Standort arbeitet, am Mittwochabend. Die Besch&auml;ftigten machten sich Sorgen um ihre Jobs, sagt Vernengo zu &raquo;nd&laquo;: &raquo;Morgen k&ouml;nnte es einen anderen treffen.&laquo; [&hellip;]<br>\nDie Konflikte um die Arbeitsbedingungen beim Liefer-Start-up schwelen schon seit L&auml;ngerem. So kam es bereits im Februar zu einem wilden Streik, als Gorillas trotz eines Schneesturmes und eisiger Witterungsbedingungen zun&auml;chst unbeeindruckt weiter ausliefern lie&szlig;. Einige Besch&auml;ftigte haben sich inzwischen zum Gorillas Workers Collective zusammengeschlossen.<br>\nIn den sozialen Netzwerken berichten sie &uuml;ber schlechte und versp&auml;tete Bezahlungen, willk&uuml;rliche K&uuml;ndigungen, R&uuml;ckenprobleme sowie &uuml;ber Versuche seitens des Managements, die Betriebsratsgr&uuml;ndung zu torpedieren. So h&auml;tten leitende Angestellte versucht, den Versammlungsort zur Wahl des Wahlvorstandes zu betreten. Anschlie&szlig;end beschwerte sich das Unternehmen &uuml;ber Ausschl&uuml;sse von der Versammlung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1153123.gorillas-alle-raeder-stehen-still.html%20\">nd<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Gesellschaft als Beute<\/strong><br>\nNicolas &Scaron;ustr &uuml;ber den Streik bei Gorillas und das Gesch&auml;ftsmodell Lieferdienst<br>\nDie Internet&ouml;konomie gilt als Zukunftsbranche. Doch f&uuml;r die Menschen in der Stadt erweist sie sich allzu oft als Dystopie. Allein schon die Arbeitsbedingungen angesichts der ganzen Lieferversprechen. Immer noch profitieren die Unternehmen von dem Image von Freiheit, Abenteuer und &ouml;kologischem Bewusstsein, den die in den 1980er Jahren in Deutschland aufkommende Fahrradkurierszene umgab.<br>\nDoch selbstbestimmt ist da wenig. Oft l&uuml;ckenlos werden die Fahrerinnen und Fahrer &uuml;berwacht. Irre knappe Lieferzeiten von nur zehn Minuten nach Bestellung, wie bei Gorillas, sorgen f&uuml;r extremen Stress. Und der n&auml;chste Konkurrent, der mit sieben Minuten Lieferzeit wirbt, steht schon in den Startl&ouml;chern.<br>\nKein Wunder, dass vor allem Migranten diese Jobs annehmen. Sie haben kaum eine Wahl, oft haben sie keinen Anspruch auf Sozialleistungen. Arbeite oder stirb. Aus der ganzen Welt sind die Teams zusammengew&uuml;rfelt. Viele scheinen auch nicht sonderlich sicher auf dem Fahrrad zu sein. Damit gef&auml;hrden sie sich und andere, denn der Zeitdruck l&auml;sst sie viel zu h&auml;ufig auf den B&uuml;rgersteig ausweichen. Anwohner der Restaurantmeilen dieser Stadt k&ouml;nnen ein Lied davon singen.<br>\nF&uuml;r Unternehmen sind Prekarisierte perfekte Ausbeutungskandidaten. Sie mucken kaum auf und kennen oft ihre Rechte nicht oder k&ouml;nnen sie schlichtweg nicht durchsetzen. So wenig, wie die Gesch&auml;ftsmodelle sozial nachhaltig sind, sind sie es auch f&uuml;r die Stadt. Da werden B&uuml;rgersteige als Warenlager zweckentfremdet und es wird massiv Verkehr erzeugt, um drei Zimtschnecken im Expresstempo jemandem nach Hause zu liefern.<br>\nDen Besch&auml;ftigten von Gorillas geht es prim&auml;r um ihre Arbeitsbedingungen, doch f&uuml;r die Gesellschaft ist das ganze Gesch&auml;ftsmodell weit dar&uuml;ber hinaus ein Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1153089.lieferdienst-gorillas-die-gesellschaft-als-beute.html\">nd<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Aus einer anderen Perspektive k&ouml;nnte man durchaus behaupten, dass die Forderung nach offenen Grenzen durchaus im Sinne derartiger ausbeuterischer Gesch&auml;ftsmodelle ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Volkswagen simuliert Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nVolkswagen erh&auml;lt von Ex-Konzernchef Martin Winterkorn Schadenersatz. Kaum ist die Tinte des Vergleichs trocken, verkauft VW ihn als Heldengeschichte, kommentiert Alexander Budde. Doch mit der Wahrheit habe diese nichts zu tun. Gerechtigkeit im Dieselskandal lasse weiter auf sich warten.<br>\nDieselgate &ndash; klingelt da was? Der millionenfache Betrug mittels manipulierter Abgasreinigung von Dieselmotoren flog im September 2015 auf. Er ist der ewige Wiederg&auml;nger unter den gro&szlig;en Industrieskandalen. Geduld war in dieser Sache von der ersten Stunde an eine gefragte Tugend.<br>\nDen spontanen Unschuldsbeteuerungen der damaligen Top-Manager folgten Jahre der internen Ermittlungen &ndash; und das stets wie ein Mantra wiederholte Versprechen, die ungeheuerlichen Vorg&auml;nge w&uuml;rden schonungslos aufgekl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/entschaedigungszahlung-volkswagen-simuliert-aufklaerung.720.de.html?dram:article_id=498565\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Klassenjustiz pur! F&uuml;r den Ex-Konzernchef teure Spitzenjuristen als Deal-Anw&auml;lte, f&uuml;r die Betroffenen Entsch&auml;digungen am St. Nimmerleinstag in Deutschland! Das Ganze dann noch geschickt medial unters Volk gebracht nach dem Motto: wir tun was f&uuml;r die Gerechtigkeit. Gut, dass der Deutschlandfunk-Kommentator darauf nicht hereingefallen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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