{"id":7330,"date":"2010-11-12T09:02:47","date_gmt":"2010-11-12T08:02:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7330"},"modified":"2010-11-12T09:49:28","modified_gmt":"2010-11-12T08:49:28","slug":"hinweise-des-tages-1268","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7330","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Diskussion um Handelsbilanzdefizite zwischen Deutschland und den USA; Belehrung der G20-Staaten: Deutsche Nachhilfe unn&ouml;tig; Jobkrise ersch&uuml;ttert Griechenland; Deutschland hinkt bei Lebensqualit&auml;t weit hinterher; Phoenix aus der Asche?; Regierung: Inhaber von Atomkraftwerken haften bei nuklearem Unfall; Paul Krugman &uuml;ber Einkommen und Lebenserwartung; TV-Kritik: Hart aber fair &ndash; Der gro&szlig;e Murks mit der Medizin; Pr&uuml;fbericht: Rente mit 67 kann kommen;  Interview mit Professor Wolf-Dieter Ludwig: Pharmaindustrie trickst bei Studien; Experten: Sterbegeldversicherung lohnt nicht; Rechtsstreit &uuml;ber Laufzeiten: &bdquo;Weitere &Uuml;berraschungen nicht ausgeschlossen&ldquo;; Diskussion um Zwischenlager in Biblis entbrannt; In den Stadien auff&auml;llig unauff&auml;llig; Gema kassiert bei Martinsz&uuml;gen ab; Gysi &amp; Co. klagen &uuml;ber Mobbing im Bundestag; Bis zu einer Million Studienpl&auml;tze zu wenig; Bessere Chancen f&uuml;r volle berufliche Qualifizierung &ndash; Junge Leute profitieren vom demografischen Wandel; Studentenproteste in Gro&szlig;britannien &ldquo;Das war erst der Anfang&rdquo;; Polizeiliche Parkplatzeinweiser; Kampagne: Gorleben und die Gewalt; Zum Totlachen; Ank&uuml;ndigung: DGB-Herbstaktionen. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Die Diskussion um Handelsbilanzdefizite zwischen Deutschland und den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Belehrung der G20-Staaten: Deutsche Nachhilfe unn&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Jobkrise ersch&uuml;ttert Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Deutschland hinkt bei Lebensqualit&auml;t weit hinterher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Phoenix aus der Asche?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Paul Krugman &uuml;ber Einkommen und Lebenserwartung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">TV-Kritik: Hart aber fair &ndash; Der gro&szlig;e Murks mit der Medizin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Pr&uuml;fbericht: Rente mit 67 kann kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Interview mit Professor Wolf-Dieter Ludwig: Pharmaindustrie trickst bei Studien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Experten: Sterbegeldversicherung lohnt nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Regierung: Inhaber von Atomkraftwerken haften bei nuklearem Unfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Rechtsstreit &uuml;ber Laufzeiten: &bdquo;Weitere &Uuml;berraschungen nicht ausgeschlossen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Diskussion um Zwischenlager in Biblis entbrannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">In den Stadien auff&auml;llig unauff&auml;llig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gema kassiert bei Martinsz&uuml;gen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Gysi &amp; Co. klagen &uuml;ber Mobbing im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Bis zu einer Million Studienpl&auml;tze zu wenig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Bessere Chancen f&uuml;r volle berufliche Qualifizierung &ndash; Junge Leute profitieren vom demografischen Wandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Studentenproteste in Gro&szlig;britannien &ldquo;Das war erst der Anfang&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Polizeiliche Parkplatzeinweiser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Kampagne: Gorleben und die Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Zum Totlachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Ank&uuml;ndigung: DGB-Herbstaktionen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7330&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Diskussion um Handelsbilanzdefizite zwischen Deutschland und den USA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Geithners willk&uuml;rlicher Feldzug gegen Deutschland<\/strong><br>\nIn der amerikanischen Regierung existiert die Idee, die Export&uuml;bersch&uuml;sse Chinas und der Bundesrepublik zu begrenzen. Dabei sind die deutschen Produkte zu Recht im Ausland begehrt. Der US-Finanzminister sollte sich zun&auml;chst einmal an die eigene Nase fassen.<br>\nDie Deutschen haben allen Grund, w&uuml;tend zu sein. Da ziehen sie den Karren der Euro-Zone praktisch allein aus dem Rezessionsdreck &ndash; und ernten nur Kritik. Und das blo&szlig;, weil die deutsche Lokomotive von Exporten angetrieben wird, nicht von der Inlandsnachfrage. Aber wen interessiert, was die Deutschen tanken, solange der Karren l&auml;uft?<br>\nGeithner schert alle Export&uuml;bersch&uuml;sse &uuml;ber einen Kamm. Aber es macht einen Unterschied, ob ein solcher wie im Fall Chinas das Resultat merkantilistischer Einflussnahme ist oder die Folge von Wettbewerbsf&auml;higkeit und hochqualitativen Produkten wie in Deutschland. Entsprechend anders sollte man mit ihnen umgehen.<br>\nGeithner hat wirklich Nerven. Er stellt sich hin und kritisiert andere, die ihre Export&uuml;bersch&uuml;sse auf ehrliche Weise verdienen &ndash; indem sie besser als die Konkurrenz sind. Gleichzeitig aber werten die USA ihre W&auml;hrung vors&auml;tzlich ab, um ihre Exporte und ihren Arbeitsmarkt zu st&auml;rken.<br>\nWirtschaftspolitik diktieren.<br>\nHinter dem willk&uuml;rlichen Feldzug des US-Finanzministeriums steht der Wunsch der Obama-Regierung, ihren Handelspartnern vorzuschreiben, wie sie ihre Wirtschaftspolitik zu gestalten haben. So soll China seine W&auml;hrung aufwerten lassen (jetzt vielleicht gar keine schlechte Idee) und Deutschland seine Innennachfrage stimulieren (eine furchtbare Idee).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:amerikas-export-kritik-geithners-willkuerlicher-feldzug-gegen-deutschland\/50192726.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Gastautor Melvyn Krauss, den die FTD als emeritierten Professor f&uuml;r Volkswirtschaft der Universit&auml;t New York und Senior Fellow an der Universit&auml;t Stanford vorstellt, ist eigentlich vielmehr Senior Fellow an der <a href=\"http:\/\/www.hoover.org\/fellows\/9933\">Hoover Instiution<\/a>, einer erzkonservativen Denkfabrik. Dort befindet er sich in feiner Gesellschaft mit den Doyens des Freihandels, wie Milton Friedman oder auch Margaret Thatcher. Es ist ja l&ouml;blich, dass die FTD auch mal amerikanische &Ouml;konomen zu Wort kommen l&auml;sst. Aber muss es denn unbedingt Krauss sein, der im eigenen Lande eher einen Exotenstatus hat? Bei seinen ideologischen Ausf&uuml;hrungen f&auml;llt jedoch erstaunlicherweise auf, dass er die beiden Exportweltmeister China und Deutschland mit zweierlei Ma&szlig; misst. W&auml;hrend China &ldquo;merkantilistisch&rdquo; (aus seiner Perspektive ist dies ein Schimpfwort) agiert, soll Deutschland seine Export&uuml;bersch&uuml;sse durch hohe Qualit&auml;t und gute Produkte erwirtschaftet haben. Dass dieses Lob vergiftet ist, steht dabei au&szlig;er Zweifel. Oder wei&szlig; der Freihandelsfreund Krauss etwa nicht, dass es eine eher untergeordnete Rolle spielt, in welchem Land die guten Produkte, die in Deutschland entworfen wurden, gefertigt werden? Kann es nicht doch sein, dass die deutsche Exportst&auml;rke auch auf den vergleichsweise niedrigen L&ouml;hnen und der damit in Verbindung stehenden niedrigen Binnenkonjunktur zu tun haben?  Wie dem auch sei, bei einem derartigen Lob von einem marktliberalen &Uuml;berzeugungst&auml;ter sollte man sich wohl besser ein altes Zitat von Lenin zu Gem&uuml;te f&uuml;hren: Sag mir, wer Dich lobt und ich sage Dir, was Du falsch gemacht hast.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Wirtschaftspolitische Autisten<\/strong><br>\nDie Bundesregierung beschwert sich so vehement &uuml;ber die US-Notenbankpolitik, weil sie dem hiesigen Exportglauben zuwiderl&auml;uft. Dabei m&uuml;sste sich auf deutscher Seite einiges &auml;ndern in Berlin. (&hellip;)<br>\nDie Deutschen beklagen, dass die Amerikaner &uuml;ber die Zinspolitik eine Abwertung des Dollar provozieren. Sch&auml;uble ging noch weiter. Er behauptete, der Unterschied zwischen den Deutschen und den Amerikanern liege darin, dass die Amerikaner den Wechselkurs abwerten, wohingegen die Deutschen ihre Situation durch mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessert<br>\nh&auml;tten.<br>\nSch&auml;uble offenbart damit, dass er nicht versteht, wovon er redet. Die &Auml;u&szlig;erung ist typisch f&uuml;r Menschen, die von der Perspektive eines Unternehmens alles auf die Makroebene projizieren und elementare Denkfehler begehen. Makro&ouml;konomisch gesehen ist es egal, ob man die<br>\nKosten senkt oder die W&auml;hrung abwertet. Aus &ouml;konomischer Sicht entscheidend ist nicht der nominale Wechselkurs, sondern der reale. Deutschland verfolgt seit einem Jahrzehnt eine Politik der Abwertung des realen Wechselkurses. Jetzt verfolgen die USA ebenfalls diese Politik.<br>\nUnd Brasilien. Und China. Und Indien. Da die Erde keinen au&szlig;erplanetarischen Handel treibt, gleicht sich dieser ganze Wettbewerbswahnsinn am Ende aus. Der Unterschied zwischen den USA und Deutschland ist die Wahl der Mittel. Wir dr&uuml;cken auf die Lohnbremse, die Amerikaner auf die Notenbankpresse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kolumne-wolfgang-muenchau-wirtschaftspolitische-autisten\/50192791.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Welthandel &ndash; These der globalen Ungleichgewichte ist umstritten<\/strong>\n<p>Derzeit wird heftig &uuml;ber die globalen Ungleichgewichte im Handel diskutiert. Doch f&uuml;r einige &Ouml;konomen ist das der falsche Ansatz, viel wichtiger seien andere Faktoren. (&hellip;)<br>\nBergsten nennt als weiteren wichtigen Grund f&uuml;r den notwendigen Abbau der Ungleichgewichte, dass das Leistungsbilanzdefizit in den Vereinigten Staaten zu einem Nachfrageausfall f&uuml;hre. Weil der Import den Export &uuml;bersteigt, flie&szlig;t in diesem Denken gesamtwirtschaftliche Nachfrage ins Ausland ab. &ldquo;Das Wachstum in den Vereinigten Staaten wurde in den vergangenen sechs Monaten halbiert, weil das Handelsdefizit zugenommen hat&rdquo;, sagt Bergsten. Das erschwere den Abbau der Arbeitslosigkeit und die Erholung. &ldquo;Leistungsbilanzdefizite sind auf kurze Sicht damit ein gro&szlig;es Problem.&rdquo; Dieser Sicht neigt auch Finanzminister Timothy Geithner zu, der sich im Kreis der G 20 offen hinter den Vorschlag der S&uuml;dkoreaner gestellt hatte, Defizite und &Uuml;bersch&uuml;sse auf 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu begrenzen. Unter der scharfen Kritik<br>\nDeutschlands, Japans und auch Chinas ist Geithner von dieser Idee vorerst wieder abger&uuml;ckt. Die Forderung, dass &Uuml;berschussl&auml;nder wie Deutschland ihre Binnennachfrage erh&ouml;hen sollen, halten die Vereinigten Staaten aber aufrecht. Bergsten empfiehlt den Deutschen dazu, mit<br>\nsteuerlichen Verg&uuml;nstigungen den Konsum zu f&ouml;rdern. Die Ladenschlusszeiten k&ouml;nnten noch weiter ausgedehnt werden, und die deutschen Unternehmen m&uuml;ssten ihre Werbung mehr auf die heimischen Verbraucher ausrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E4A10C1403D6943FFA5DFC17F1090C473~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Die FAZ kann man wirklich nicht mehr ernst nehmen. Dass Menschen, die einen solchen Bl&ouml;dsinn von sich geben, ernsthaft als &ldquo;&Ouml;konomen&rdquo; betitelt werden, l&ouml;st nur Kopfsch&uuml;tteln aus. Am besten sind die Politikempfehlungen dieses Herrn Bergsten: die Binnennachfrage in Deutschland soll erh&ouml;ht werden, indem man &ldquo;die Ladenschlusszeiten weiter ausdehnt&rdquo; und indem &ldquo;die deutschen Unternehmen ihre Werbung mehr auf die heimischen Verbraucher ausrichten&rdquo;. So erzielt man also mehr Nachfrage, ohne dass die Nachfrager einen Cent mehr Geld in der Tasche haben???<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Belehrung der G20-Staaten: Deutsche Nachhilfe unn&ouml;tig<\/strong><br>\nVor Beginn des G20-Gipfels in S&uuml;dkorea werfen sich die Regierungen der Industrie- und Schwellenl&auml;nder gegenseitig Protektionismus vor. Der sieht aber nun nicht mehr aus wie fr&uuml;her, als Staaten durch hohe Z&ouml;lle die Einfuhr ausl&auml;ndischer Waren behinderten. Heute versuchen Regierungen auf andere Weise, ihrer eigenen Industrie Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Sie halten ihre W&auml;hrungen und damit die Exportpreise niedrig. Oder sie sorgen mithilfe niedriger Lohnkosten f&uuml;r unschlagbar g&uuml;nstige Preise.<br>\nLetzteres ist der deutsche Weg. Seit Kanzler Schr&ouml;der wird hierzulande bewusst ein Niedriglohnsektor gep&auml;ppelt. Zeitarbeit, befristete Vertr&auml;ge und die Drohung mit dem rapiden Abstieg in Hartz IV haben dazu beigetragen, jegliche Forderung nach h&ouml;herem Lohn im Keim zu ersticken. Die Folge war ein jahrelanges Schrumpfen der Reall&ouml;hne, also dessen, was nach Abzug der Inflation &uuml;brig bleibt. 2009 sanken die L&ouml;hne erstmals auch nominal auf breiter Front.<br>\nDer Wirtschaft war es recht. W&auml;hrend &uuml;berall im Ausland L&ouml;hne und Kosten stiegen, konnten die deutschen Unternehmen ihre Waren zu Dumpingpreisen auf den Markt werfen. Die Regierung Chinas f&auml;hrt die gleiche Strategie. Mit dem Unterschied, dass sie die Exportpreise nicht durch Lohn-, sondern durch W&auml;hrungsdumping niedrig h&auml;lt.<br>\nDie Bundesregierung aber unterscheidet feinsinnig: deutscher &Uuml;berschuss gut, weil durch gesteigerte Wettbewerbsf&auml;higkeit begr&uuml;ndet &ndash; chinesischer &Uuml;berschuss ungut, weil mit unfairen Mitteln erzielt. Und die US-Politik, die sich nun ihrerseits mithilfe der W&auml;hrungspolitik Vorteile zu verschaffen versucht, ist nat&uuml;rlich ganz verschwenderisch und damit b&ouml;se.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/deutsche-nachhilfe-unnoetig\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> In der Konsequenz wirkt sich das seit der Euroeinf&uuml;hrung betriebene deutsche Lohn- und Sozialdumping ebenso als W&auml;hrungsdumping aus, und zwar sowohl gegen&uuml;ber den Staaten der Eurozone als auch gegen&uuml;ber den &uuml;brigen Wirtschaftsnationen. Friederike Spieker in einem im Oktober 2010 ver&ouml;ffentlichten <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:waehrungsstreit-lohnkosten-werden-zur-waffe\/50184347.html?mode=print\">Beitrag der Financial Times Deutschland<\/a>:<br>\n&ldquo;Was du nicht willst, das man dir tu, das f&uuml;g auch keinem andern zu.&rdquo; Auf diese etwas vereinfachte, aber leicht verst&auml;ndliche Kurzformel l&auml;sst sich der kategorische Imperativ von Immanuel Kant bringen. (&hellip;) Vor einigen Wochen riet der Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, in einem Interview mit der franz&ouml;sischen Zeitung &ldquo;Le Figaro&rdquo; den EWU-Mitgliedsl&auml;ndern, dem deutschen Beispiel zu folgen: Deutschlands wirtschaftliche St&auml;rke beruhe darauf, die Lohnst&uuml;ckkosten erfolgreich niedrig gehalten zu haben &ndash; und zwar durch ein Lohnwachstum, das geringer war als in allen anderen EWU-L&auml;ndern, gepaart mit Produktivit&auml;tsfortschritten. Im Monatsbericht der EZB vom August wird den L&auml;ndern der W&auml;hrungsunion, die an Wettbewerbsf&auml;higkeit verloren haben und von hohen Haushalts- und Au&szlig;enhandelsdefiziten betroffen sind, empfohlen, einen Lohnfindungsprozess sicherzustellen, der &ldquo;eine flexible Anpassung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter an die Besch&auml;ftigungslage und an eine verminderte Wettbewerbsf&auml;higkeit erm&ouml;glicht&rdquo;.<br>\nWas das mit dem Kant&rsquo;schen Imperativ zu tun hat? Nun, Deutschland f&auml;hrt seit Jahren genau die Strategie, die die Europ&auml;ische Union den Chinesen vorwirft: Es verschafft sich mit einer unterbewerteten W&auml;hrung Handelsvorteile auf den Weltm&auml;rkten. Die Unterbewertung erzeugt die deutsche Wirtschaft, indem sie das Wachstum der Lohnst&uuml;ckkosten &uuml;ber Jahre hinweg unterhalb der zwei Prozent h&auml;lt, die sich die EZB als Zielinflationsrate gesetzt hat &ndash; und vor allem auch unterhalb der tats&auml;chlichen Inflationsraten der Euro-Partnerl&auml;nder. Das gelingt ihr durch Lohnabschl&uuml;sse unterhalb des deutschen Produktivit&auml;tswachstums &ndash; ein von Wirtschaftswissenschaftlern und Wirtschaftspolitikern seit vielen Jahren gefordertes, gef&ouml;rdertes und bei Umsetzung hochgelobtes Vorgehen der alles andere als autonomen deutschen Tarifparteien.<br>\nAn den Devisenm&auml;rkten f&auml;llt die deutsche Strategie nicht direkt auf, weil die &uuml;brigen Euro-L&auml;nder die deutschen Handels&uuml;bersch&uuml;sse ausgleichen &ndash; mit enormen Handelsdefiziten gegen&uuml;ber Deutschland und Marktanteilsverlusten auf den Weltm&auml;rkten. Das f&uuml;hrt dazu, dass die Leistungsbilanz der Euro-Zone &ndash; anders als die Chinas &ndash; ungef&auml;hr ausgeglichen ist. Nicht der Euro insgesamt ist unterbewertet, sondern nur die in Euro angebotenen deutschen Waren. Nebenbei erzeugt die deutsche Strategie zwar die Spannungen innerhalb der Euro-Zone, an denen der Euro zerbrechen wird. Aber bis dahin hat es noch ein bisschen Zeit. N&auml;mlich genau so lang, bis die Strategieempfehlung des EZB-Chefs, die anderen Euro-L&auml;nder sollten es Deutschland in Sachen Lohnbremse einfach gleich tun, an der chinesischen, japanischen und amerikanischen Devisenmauer zerschellt. (&hellip;)<br>\nIrgendwann spricht sich die Logik doch herum, dass nicht alle gleichzeitig Export&uuml;bersch&uuml;sse erzielen und sich auf diesem Weg Wachstumsimpulse von den Handelspartnern holen k&ouml;nnen. Hier kommt der Kant&rsquo;sche Imperativ zum Tragen: Wenn die Europ&auml;er von den Chinesen fordern, ihre W&auml;hrung einer realistischeren Bewertung ihrer tats&auml;chlichen Kaufkraft n&auml;her zu bringen, also aufzuwerten, dann m&uuml;ssen sie sich mit exakt der gleichen Forderung erst an Deutschland wenden, wenn sie den Chinesen gegen&uuml;ber glaubw&uuml;rdig auftreten wollen. Nur weil die Deutschen formal keine eigene W&auml;hrung mehr haben, bedeutet das nicht, dass eine w&auml;hrungsinterne regionale Unterbewertung unm&ouml;glich w&auml;re (wie schlichte Gem&uuml;ter sich das m&ouml;glicherweise vorstellen). Vielmehr ist eine solche regionale Unterbewertung Fakt und zentrale Ursache der Euro-Krise. Die Euro-Partnerl&auml;nder w&uuml;rden sich also selbst den gr&ouml;&szlig;ten Gefallen tun, wenn sie zun&auml;chst von Deutschland verlangen, was sie von China erwarten. Konkret bedeutet das eine EWU-weit koordinierte Lohnpolitik, bei der Deutschland einen Teil seiner internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit abgibt.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Friederike Spieker schreibt: &ldquo;Nicht der Euro insgesamt ist unterbewertet, sondern nur die in Euro angebotenen deutschen Waren.&rdquo; Im Umkehrschluss bedeutet dies: F&uuml;r die unter Au&szlig;enhandelsdefiziten leidenden Staaten der Eurozone ist der Euro zu hoch bewertet. Das von Deutschland ausgehende Lohn- und Sozialdumping schadet diesen Staaten mithin doppelt: Innerhalb der Eurozone wegen der gegen&uuml;ber Deutschland anwachsenden Au&szlig;enhandelsdefizite, au&szlig;erhalb der Eurozone wegen des schrittweisen Verlusts der Wettbewerbsf&auml;higkeit gegen&uuml;ber den &uuml;brigen Wirtschaftsnationen. Spiegelbildlich hierzu profitiert Deutschlands Exportindustrie von ihrem auf Lohndr&uuml;ckerei basierenden W&auml;hrungsdumping doppelt, d.h. sowohl gegen&uuml;ber den Eurozonen-Staaten als auch gegen&uuml;ber den Staaten au&szlig;erhalb der Eurozone.<br>\nW&uuml;rde Deutschland morgen aus der Eurozone ausscheiden, dann w&uuml;rde die wieder eingef&uuml;hrte DM gegen&uuml;ber dem Euro und gegen&uuml;ber den &uuml;brigen W&auml;hrungen massiv aufwerten, was zu einem drastischen Einbruch der deutschen Exporte sowohl gegen&uuml;ber den &uuml;brigen Eurozonen-Staaten als auch gegen&uuml;ber den Staaten au&szlig;erhalb der Eurozone f&uuml;hren w&uuml;rde. Der &ldquo;Rest-Euro&rdquo; hingegen w&uuml;rde sowohl gegen&uuml;ber der wieder eingef&uuml;hrten DM als auch gegen&uuml;ber den &uuml;brigen W&auml;hrungen abwerten und somit die verlorengegangene Wettbewerbsf&auml;higkeit der &uuml;brigen Eurozonen-Staaten wieder herstellen. Diesen Prozess hat Robert von Heusinger in dem FR-Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/dann-geht-doch-raus-\/-\/1471908\/2778608\/-\/index.html\">Dann geht doch raus!<\/a>&rdquo; sehr anschaulich beschrieben.<br>\nWenn Deutschlands neoliberale Wirtschafts-&ldquo;Experten&rdquo;, Medien und Politiker in Sachen W&auml;hrungsdumping mit ausgetrecktem Zeigefinger in Richtung China weisen, dann sollten sie bedenken, dass zugleich drei Finger auf sie selber zur&uuml;ckzeigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jobkrise ersch&uuml;ttert Griechenland<\/strong><br>\nDie Lage in Griechenland verschlechtert sich: Die Arbeitslosenquote ist binnen eines Jahres um mehr als drei Prozent gestiegen. Das Staatsdefizit f&auml;llt deutlich h&ouml;her aus als erwartet &ndash; Premierminister Papandreou warnt, sein Land k&ouml;nne den von der EU vorgegebenen Sparplan nicht erf&uuml;llen. (&hellip;)<br>\nDie Arbeitslosenquote ist im August auf 12,2 Prozent gestiegen, gab das griechische Statistische Amt bekannt. Im gleichen Monat vergangenen Jahres stand sie noch bei neun Prozent. Laut einer Studie der Gewerkschaft des privaten Sektors (GSEE) k&ouml;nnte es noch schlimmer werden. Bis zum Jahresende k&ouml;nnte es in Griechenland demnach 20 Prozent Arbeitslose geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,728681,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland hinkt bei Lebensqualit&auml;t weit hinterher<\/strong><br>\nDie Lebensqualit&auml;t in Deutschland ist weit geringer als in vielen anderen reichen Volkswirtschaften. Bei einem internationalen Vergleich unter 22 wohlhabenden Volkswirtschaften lag Deutschland 2008 lediglich auf Platz 18. Die Verfasser der Studie machen daf&uuml;r vor allem die Defizite im Bildungssystem hierzulande verantwortlich. Die Studie entstand im Zentrum f&uuml;r gesellschaftlichen Fortschritt, einer Denkfabrik in Frankfurt, und wurde von der Deutschen Bank unterst&uuml;tzt. Die Liste wird angef&uuml;hrt von nordischen L&auml;ndern; die h&ouml;chste Lebensqualit&auml;t messen die Forscher in Norwegen, dahinter folgen Schweden, Finnland, Japan und Neuseeland. Schlechter als Deutschland schneiden nur noch D&auml;nemark, die USA, Belgien und Portugal ab. D&auml;nemark landet auf dem viertletzten Platz, dem Fu&szlig; der Liste, weil D&auml;nen die Umwelt besonders stark belasten.<br>\nBeim Einkommen pro Kopf liegt Deutschland im hinteren Mittelfeld auf Platz 14. (&hellip;) Besonders schlecht schneidet Deutschland beim Bildungssystem ab. Weil hierzulande nur 74 Prozent der jungen Menschen &uuml;ber Berufsausbildung oder Studium verf&uuml;gen, landet Deutschland in der Rangliste auf dem vorletzten Platz; schlechtere Ergebnisse erzielt nur noch die Schweiz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article10868366\/Deutschland-hinkt-bei-Lebensqualitaet-weit-hinterher.html\">WELT Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Phoenix aus der Asche?<\/strong><br>\nGerade noch Krise &ndash; doch pl&ouml;tzlich ist die wirtschaftliche Stimmung so gut wie selten. Die Bundesregierung hat die Krise offiziell f&uuml;r beendet erkl&auml;rt. Bundeswirtschaftsminister Br&uuml;derle spricht sogar von einem Wirtschaftswunder in Deutschland, einem &bdquo;XL-Boom&ldquo;, der mit einem Jobwunder einhergehe. Und die &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo; greifen in ihrem aktuellen Jahresgut- achten das Bild vom &bdquo;Ph&ouml;nix aus der Asche&ldquo; auf &ndash; allerdings versehen mit Fragezeichen.<br>\nIm Zug der weltwirtschaftlichen Erholung ging es ab Mai 2009 mit den deutschen Exporten wieder bergauf. Im Juni 2010 wurde das Vorkrisenniveau bei den monatlichen Exporten er- reicht. Entsprechend ist der Au&szlig;enhandel gro&ouml;&szlig;ter Treiber des f&uuml;r 2010 prognostizierten Wachstums. Nach der Gemeinschaftsdiagnose gehen 1,2 Prozentpunkte oder ein gutes Drittel des Wachstums von 3,5 Prozent auf den erneut sich aufbauenden Export&uuml;berschuss zur&uuml;ck.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101111_verdi_01.png\" alt=\"R&uuml;ckkehr der Exportabh&auml;ngigkeit\"><\/p>\n<p>Was Merkel, Br&uuml;derle und Westerwelle nun d&auml;mmert, betonen die Gewerkschaften schon seit langem. Allerdings hatten sie gegen einen Chor von Behauptungen anzulaufen, wonach Lohnsteigerungen Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrden w&uuml;rden. Arbeitgeberverb&auml;nde wurden massiv von Medien und Regierungen unterst&uuml;tzt. Gro&szlig;en Anteil an der schlechten Lohnentwicklung hatten die bereits erw&auml;hnten Arbeitsmarktreformen. Durch die Ausweitung von befristeter und geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigung, die Entgrenzung der Leiharbeit und die Hartz IV-Gesetze sollten Erwerbslose um jeden Preis in einen Job gedr&auml;ngt werden. Qualit&auml;t und Bezahlung spielt keine Rolle mehr. In der Folge weitete sich der Niedriglohnsektor aus. Inzwischen arbeiten &uuml;ber 6,5 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte oder jede und jeder f&uuml;nfte f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne und damit unter der von den Gewerkschaften geforderten Mindestlohnh&ouml;he von 8,50 Euro. Gut eine Million Besch&auml;ftigte verdienen sogar weniger als f&uuml;nf Euro brutto die Stunde.<br>\nDie Konsequenzen dieser Entwicklung sind dramatisch. Nie zuvor gab es in Deutschland eine derartige Auseinanderentwicklung von Arbeitseinkommen auf der einen und Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen auf der anderen Seite. Seit &uuml;ber zehn Jahren stagnieren die realen Arbeitnehmerentgelte, w&auml;hrend die Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen explodierten.<br>\nNach den Einkommensprognosen der Gutachten werden die realen Arbeitnehmerentgelte auch 2011 noch unter dem Niveau des Jahres 2000 liegen. Ganz anders der Verlauf bei den Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen. Vom Jahr 2000 bis zur Krise hatten sie um real knapp 40 Prozent zugelegt. Der erfolgte Einbruch in der Krise wird der Prognose zufolge aber bereits 2011 fast wieder ausgeglichen sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101111_verdi_02.png\" alt=\"L&ouml;hne stagnieren\"><\/p>\n<p>Angeblich wieder sprudelnde Steuereinnahmen lassen die notorischen Steuersenkungsverk&uuml;nder vor allem von der FDP schon wieder in Hochstimmung verfallen: &bdquo;Wenn die Haushalte stabil sind, hat Deutschland auch wieder Handlungsspielra&#776;ume, die Steuern und Abgaben zu senken&ldquo; &ndash; so Wirtschaftsminister Br&uuml;derle Anfang November 2010. Mit solchen &bdquo;guten Nachrichten&ldquo; erwecken Politiker den Eindruck, als w&auml;re die Zeit der Haushaltsdefizite schon wieder vorbei und es gebe &Uuml;bersch&uuml;sse zu verteilen.<br>\nDie positive Entwicklung besteht lediglich darin, dass die Steuereinnahmen nicht noch weiter absacken. Mit 526 Milliarden Euro werden sie nach der aktuellen Steuerscha&#776;tzung 2010 etwa so hoch bzw. niedrig sein wie im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101111_verdi_03.png\" alt=\"Keine Entwarnung\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/101111_phoenix_aus_der_asche.pdf\">verdi Wirtschaftspolitische Informationen Nr. 3\/2010 [PDF &ndash; 160KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman &uuml;ber Einkommen und Lebenserwartung<\/strong><br>\nIch hatte bereits auf dieses Thema hingewiesen. Hier ist nun die Social Security Administration Studie. Schauen Sie sich bitte Tabelle 4 an: seit 1977 ist die Lebenserwartung von m&auml;nnlichen Arbeitern, die mit 65 in Rente gingen und der oberen Einkommensh&auml;lfte angeh&ouml;ren, um 6 Jahre gestiegen. F&uuml;r Arbeiter der unteren Einkommensh&auml;lfte verl&auml;ngerte sich die Lebenserwartung lediglich um 1,3 Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2010\/11\/10\/income-and-life-expectancy\/\">Paul Krugman<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Die Konsequenz daraus w&auml;re, dass eine Erh&ouml;hung des Rentenalters geringere Einkommen deutlich h&auml;rter trifft, als h&ouml;here Einkommen. Eine gute Nachricht f&uuml;r Krugman, aber eine schlechte f&uuml;r die untere H&auml;lfte der Gesellschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TV-Kritik: Hart aber fair &ndash; Der gro&szlig;e Murks mit der Medizin<\/strong><br>\nMit der umstrittenen Gesundheitsreform, &uuml;ber die gerade heftig debattiert wird, sind in Frank Plasbergs Runde alle ungl&uuml;cklich &ndash; au&szlig;er Daniel Bahr von der FDP. Der sieht es als gutes Zeichen, wenn von &uuml;berall Klagen kommen.<br>\n&ldquo;Das wird man nie schaffen, dass man es allen recht machen kann&rdquo;, er&ouml;ffnete Daniel Bahr von der FDP als Parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Bundesgesundheitsministerium am Mittwochabend Plasbergs Antwortenrunde in der Sendung Hart aber fair. Das Thema: &ldquo;Patient zahlt, Lobby strahlt &ndash; Wer stoppt den Selbstbedienungsladen Gesundheitssystem?&rdquo; Um es vorab zu verraten: Die eigentlich interessante Frage wurde nicht beantwortet, ja nicht einmal behandelt. H&ouml;chstens indirekt &ndash; und dann muss die Antwort lauten: Niemand. (&hellip;)<br>\nChronisch Kranke aber oder beispielsweise schwere Pflegef&auml;lle, die zum jetzigen Zeitpunkt schon, sobald sie privat versichert sind, Tausende Euro im Monat f&uuml;r Medikamente und Behandlungen im Voraus zahlen m&uuml;ssen, und sich nur einen Bruchteil der Kosten von der Kranken- und Pflegekasse zur&uuml;ckerk&auml;mpfen k&ouml;nnen, solange sie &uuml;berhaupt noch selbst dazu in der Lage sind und nicht Angeh&ouml;rige mit einem absolut un&uuml;bersichtlichen Wust von Paragraphen und B&uuml;rokratie belasten m&uuml;ssen, die k&ouml;nnen &uuml;ber solche Vorschl&auml;ge nicht mal mehr lachen.<br>\nDies sei ja nur eine freiwillige Option f&uuml;r gesetzlich Versicherte, beeilte sich Daniel Bahr zu erkl&auml;ren. Doch Andrea Nahles warf ihm vor, einen &ldquo;Systemwechsel&rdquo; in Richtung Vorauskasse voranzutreiben.<br>\nWas das bedeuten w&uuml;rde, davon vermittelte Theilmeier eine Ahnung, als er aus seiner Arztpraxis berichtete, in der er sich Kassenpatienten nur leisten k&ouml;nne, weil gen&uuml;gend Privatpatienten die erh&ouml;hten Rechnungen zahlen w&uuml;rden. Und wenn sich Kassenpatienten die Rechnungen dank Vorauskasse bald nicht mehr leisten k&ouml;nnen? Bricht die Versorgung der Kassenpatienten und wirklich kranken Privatpatienten zusammen, und nur noch gesunde Reiche bekommen einen Termin beim Arzt?<br>\nWom&ouml;glich sollte sich die Weltgesundheitsorganisation um dieses deutsche Problem k&uuml;mmern. Deren Definition von Gesundheit ist n&auml;mlich &ldquo;ein Zustand des vollst&auml;ndigen k&ouml;rperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen&rdquo;. Wo man bei dieser Gesundheitsreform das Stichwort &ldquo;sozial&rdquo; genau findet, das k&ouml;nnten, das m&uuml;ssten Daniel Bahr und Philipp R&ouml;sler ihr dann noch mal erkl&auml;ren.<br>\n&ldquo;Kritik hat es bislang an jeder Gesundheitsreform gegeben. Doch dieses Mal kommen die Klagen aus allen Richtungen. Das zeigt doch, dass unsere Politik sehr wohl gerecht ist.&rdquo; Mit diesem Zitat lie&szlig; sich Daniel Bahr auf der Hart-aber-fair-Homepage ank&uuml;ndigen. Schon klar, wenn alle mit etwas unzufrieden sind, muss es gut sein. Das ist dann wohl die neue Regierungs-Logik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sueddeutsche.de\/medien\/tv-kritik-hart-aber-fair-der-grosse-murks-mit-der-medizin-1.1021935\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pr&uuml;fbericht: Rente mit 67 kann kommen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt an der Einf&uuml;hrung der Rente mit 67 fest. Sie sei vertretbar und bleibe notwendig. Das steht im Entwurf eines Pr&uuml;fberichts, den das Arbeitsministerium in Auftrag gegeben hatte. Begr&uuml;ndet wird die Position mit der Besch&auml;ftigungslage f&uuml;r &Auml;ltere. Diese habe sich deutlich verbessert. Opposition und Gewerkschaften sind ganz anderer Meinung. Sie fordern, den Einstieg in die Rente mit 67 aufzuschieben. Denn die Besch&auml;ftigungssituation f&uuml;r &Auml;ltere sei immer noch unbefriedigend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ad-hoc-news.de\/pruefbericht-rente-mit-67-kann-kommen--\/de\/News\/21719550\">ad-hoc-news<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Und von wem genau wurde der Pr&uuml;fbericht bei wem genau in Auftrag gegeben?!?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>F&uuml;nf Weise: Bei Rente standfest bleiben! <\/strong><br>\nF&uuml;r &ldquo;rentenpolitische Standfestigkeit&rdquo; der Bundesregierung hat sich der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem am Mittwoch vorgestellten Jahresgutachten ausgesprochen. Dazu geh&ouml;rt nach Ansicht der sogenannten F&uuml;nf Weisen vor allem, dass der &ldquo;Nachholberg&rdquo; aufgrund der in den vergangenen Jahren unterbliebenen Rentenk&uuml;rzungen wie geplant ab 2011 kontinuierlich abgebaut wird. In den alten Bundesl&auml;ndern sind die Renten nach Angaben des Bundessozialministeriums aufgrund verschiedener Schutzklauseln seit 2005 um 3,81 Prozent st&auml;rker gestiegen als aufgrund der Lohnentwicklung eigentlich m&ouml;glich, in den neuen L&auml;ndern um 1,83 Prozent.<br>\nDar&uuml;ber hinaus fordern die Wirtschaftsweisen, die derzeit von dem Arbeitsmarktexperten Wolfgang Franz geleitet werden, ein striktes Festhalten an der Rente mit 67. Dies habe nicht nur &ldquo;positive Effekte auf die finanzielle Lage&rdquo; der Rentenversicherung, sondern &ldquo;erh&ouml;ht auch das Erwerbspersonenpotenzial&rdquo;. Aufgrund der demografischen Entwicklung k&ouml;nne es ohne die Anhebung der Regelaltersgrenze und eine Steigerung der Erwerbst&auml;tigenquote &ldquo;zumindest in einigen Branchen zu einem Arbeitskr&auml;ftemangel kommen&rdquo;, warnt der Sachverst&auml;ndigenrat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/magazin\/nachrichten\/rente\/news-single\/article\/fuenf-weise-bei-rente-standfest-bleiben.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Interview mit Professor Wolf-Dieter Ludwig: Pharmaindustrie trickst bei Studien<\/strong><br>\nDer Bundestag beschlie&szlig;t diesen Donnerstag das Arzneimittelsparpaket, mit dem das Preismonopol der Pharmaindustrie bei neuen Medikamenten gebrochen werden soll. W&auml;hrend die Hersteller bislang die Preise frei festlegen k&ouml;nnen, wird es k&uuml;nftig Preisverhandlungen mit den Krankenkassen geben. Basis ist eine Bewertung des Nutzens eines Medikamentes durch den Gemeinsamen Bundesausschuss von Kassen und &Auml;rzten. Auf diese Weise sollen j&auml;hrlich bis zu zwei Milliarden Euro gespart werden. Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen &Auml;rzteschaft, der Berliner Professor Wolf-Dieter Ludwig, bef&uuml;rchtet allerdings, dass das Spargesetz wirkungslos bleiben k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/pharmaindustrie-trickst-bei-studien\/-\/1472780\/4823590\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Pharma-Zwangsrabatt bringt Privaten Millionen<\/strong><br>\nVon den Zwangsrabatten der Pharmaindustrie werden auch die privaten Krankenversicherer profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/pharma-zwangsrabatt-bringt-privaten-millionen\/1994344.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Experten: Sterbegeldversicherung lohnt nicht<\/strong><br>\nDie Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt empfiehlt stattdessen, mit einem simplen Banksparplan oder &auml;hnlichen Produkten f&uuml;r die eigene Bestattung vorzusorgen. In vielen F&auml;llen sei derartige Vorsorge sogar komplett &uuml;berfl&uuml;ssig, etwa f&uuml;r alle, die eine Risikolebensversicherung abgeschlossen haben. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen seit 2005 kein Sterbegeld mehr. Versicherer nutzen seitdem die Verunsicherung von Verbrauchern zum Verkauf von Sterbegeldversicherungen aus, beobachten die Verbrauchersch&uuml;tzer. Verunsicherung sei aber unbegr&uuml;ndet: Die meisten Verbraucher h&auml;tten genug R&uuml;cklagen, um Beerdigungskosten auch ohne Spezialpolice tragen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsticker.sueddeutsche.de\/list\/id\/1066746\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Regierung: Inhaber von Atomkraftwerken haften bei nuklearem Unfall<\/strong><br>\nIn allen Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union, die in ihrem Hoheitsgebiet ein Atomkraftwerk haben, ist ausschlie&szlig;lich der Inhaber der Anlage f&uuml;r nukleare Sch&auml;den haftpflichtig. Das schreibt die Bundesregierung in einer Antwort <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/033\/1703371.pdf\">(17\/3371) [PDF &ndash; 59 KB]<\/a> auf eine Kleine Anfrage <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/031\/1703156.pdf\">(17\/3156) [PDF &ndash; 64 KB]<\/a> der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen.<br>\n&bdquo;In allen Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union, die in ihrem Hoheitsgebiet ein Kernkraftwerk haben, ist ausschlie&szlig;lich der Inhaber dieser Anlage f&uuml;r nukleare Sch&auml;den haftpflichtig. Eine Haftung anderer m&ouml;glicher Schadensverursacher mit Einschluss der Muttergesellschaft ist ausgeschlossen, sofern nicht eine R&uuml;ckgriffsm&ouml;glichkeit vertraglich vereinbart wurde&hellip;<br>\nFrankreich ist ebenso wie Deutschland Vertragsstaat des Pariser &Uuml;bereinkommens und des Br&uuml;sseler Zusatz&uuml;bereinkommens. Beide Staaten haben die Revisionsprotokolle<br>\nvon 2004 unterzeichnet und werden diese mit anderen Vertragsstaaten, die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union sind, gemeinsam ratifizieren. Nach Inkrafttreten der Protokolle wird im Falle eines nuklearen Ereignisses in einer franz&ouml;sischen Anlage ein Gesamtentsch&auml;digungsbetrag von 1,5 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stehen. Im &Uuml;brigen hat der  Gesetzgeber in &sect; 38 des Atomgesetzes einen Anspruch auf staatlichen Ausgleich bis zu 2,5 Milliarden Euro geschaffen, um in Deutschland Gesch&auml;digten unabh&auml;ngig<br>\nvon den im Ausland festgesetzten Haftungssummen eine angemessene Entsch&auml;digung zu sichern.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_11\/2010_374\/06.html\">Deutscher Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/033\/1703371.pdf\">Deutscher Bundestag Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen [PDF &ndash; 59 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich habe es in zwei F&auml;llen miterlebt, wie die Haftung der Inhaber von Atomkraftwerken konkret aussieht und zwar bei der Stillegung des Thorium-Hochdruck-Reaktors in Hamm-Uentrop (THTR) und eines Versuchsreaktors auf dem Gel&auml;nde der damaligen Kernforschungsanlage J&uuml;lich (KfA). Damals ging es zwar nicht um den Schaden f&uuml;r einen Unfall, sondern darum, wer f&uuml;r die Kosten der Beseitigung der stillgelegten nuklear verstrahlten Anlagen aufkommen muss. Es ist zwar ein anderer Fall, aber die Situation d&uuml;rfte sich ziemliche &auml;hnlich darstellen:<br>\nIn beiden F&auml;llen, waren die (privaten) Inhaber nicht in der Lage, die Kosten zu tragen. Das Stammkapital h&auml;tte bestenfalls f&uuml;r einen winzigen Bruchteil der Kosten gereicht. Ein Durchgriff auf die Muttergesellschaften der Inhaber der Anlage war durch entsprechende vertragliche Konstruktionen ausgeschlossen. Die Inhaber konnten den Staat sogar erpressen, den L&ouml;wenanteil der Kosten zu &uuml;bernehmen, indem sie darauf hinwiesen, dass sie schlicht Insolvenz anmelden m&uuml;ssten, wenn sie zu den Stilllegungskosten herangezogen w&uuml;rden. Bei einer Insolvenz h&auml;tten jedoch auch die Mitarbeiter, die kundig gewesen sind, mit einer gef&auml;hrlichen Anlage umzugehen entlassen werden m&uuml;ssen und die Reaktoren w&auml;ren dann im polizeirechtlichen Sinne &bdquo;St&ouml;rer&ldquo; gewesen, d.h. die konkrete Gefahr h&auml;tte auf staatliche Kosten beseitigt werden m&uuml;ssen. Und da ein R&uuml;ckgriff auf die Inhaber angesichts deren Insolvenz ja nicht m&ouml;glich gewesen w&auml;re, w&auml;ren die Kosten am Steuerzahler h&auml;ngen geblieben. Die L&ouml;sung war dann die, dass sich die Inhaber entsprechend ihrem Haftungskapital zu einem winzigen Teil an den Kosten beteiligt haben (vor allem dadurch dass sie des Personal weiterfinanzierten) und der L&ouml;wenanteil beim Staat h&auml;ngen blieb.<br>\nGenauso d&uuml;rfte es auch bei einem nuklearen Unfall laufen. Die jeweiligen Betreiber, werden sich mit Sicherheit gegen ihre Konzernm&uuml;tter vertraglich so abgesichert haben, dass eine Durchgriffshaftung ausgeschlossen sein d&uuml;rfte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rechtsstreit &uuml;ber Laufzeiten: &bdquo;Weitere &Uuml;berraschungen nicht ausgeschlossen&ldquo;<\/strong><br>\nBeim Bestreben, die Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r Kernkraftwerke zu stoppen, ist Rot-Gr&uuml;n ein erster Teilerfolg gelungen. Der Rechtsausschuss des Bundesrates h&auml;lt die Atomnovelle mehrheitlich f&uuml;r zustimmungsbed&uuml;rftig. Die Opposition setzt nun auch auf den Bundespr&auml;sidenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EF5C90B7CD2764BDE8D2EBFDFEA23AD81~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Diskussion um Zwischenlager in Biblis entbrannt<\/strong><br>\nDer Vorschlag f&uuml;r ein Atomm&uuml;ll-Zwischenlager im s&uuml;dhessischen Biblis sorgt weiter f&uuml;r reichlich Diskussionsstoff. Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier (CDU) sagte am Donnerstag, kein Land k&ouml;nne sich einer Diskussion um ein Castor-Zwischenlager entziehen. Die Landesregierung sah darin aber keine widerspr&uuml;chlich Position zu Aussagen von Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU). Die hatte zuvor erkl&auml;rt, die derzeitige rechtliche Genehmigung lasse keine Lagerung von aufbereitetem Atomm&uuml;ll in Biblis zu. Die Opposition sprach von Planlosigkeit der Landesregierung. Bouffier sagte: &laquo;Es gibt keinen Widerspruch.&raquo; Er habe darauf hingewiesen, dass unabh&auml;ngig von der L&auml;nge der Nutzung ein Endlager gebraucht werde. Das m&uuml;sse ergebnisoffen untersucht werden. Sollte Gorleben als Endlager nicht geeignet sein, sei es Aufgabe auch aller L&auml;nder, sich darum zu bem&uuml;hen. &laquo;Das ist eine nationale Aufgabe, das geht alle an.&raquo; Davon k&ouml;nne sich niemand von vornherein ausschlie&szlig;en. &laquo;Das gilt sowohl f&uuml;r Endlager wie f&uuml;r Zwischenlager.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fnp.de\/tz\/region\/hessen\/diskussion-um-zwischenlager-in-biblis-entbrannt_rmn01.c.8421971.de.html\">Taunuszeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>In den Stadien auff&auml;llig unauff&auml;llig<\/strong><br>\nDie Neonazis rekrutieren ihren Nachwuchs auf den Trib&uuml;nen der Fussball-Bundesliga. Zugeschlagen wird anderswo.<br>\nRechtsextremismus im deutschen Fu&szlig;ball wurde gerne auf eine Erscheinung im Osten des Landes reduziert &ndash; als Problem unterklassiger Klubs in maroden Stadien. Regen Zulauf verzeichnet aber ausgerechnet der Bundesliga-Leader Dortmund.<br>\nKeine Straftaten, keine verfassungsfeindlichen Symbole, keine Neonazis, kein Problem. So sehen es die Polizei und der Klub.<br>\nDer Bielefelder Gewaltforscher Wilhelm Heitmeyer kommt allerdings zu einem ganz anderen Urteil. Der Soziologe hat im Auftrag der Stadt Dortmund im vergangenen Jahr eine Studie &uuml;ber den Rechtsextremismus in Dortmund erstellt. &laquo;Selbst wenn die Neonazis im Stadion nicht offensichtlich agitieren, ist es f&uuml;r sie der ideale Ort, um neue Leute anzuwerben&raquo;, sagt Heitmeyer. Er h&auml;lt es f&uuml;r einen Fehler, die Neonazis beim BVB zu ignorieren; das erlaube ihnen, sich unbemerkt auszubreiten&hellip;<br>\nWenn in den vergangenen Jahren im deutschen Fussball die Rede von rechtsextremistischen Anh&auml;ngern war, dann ging es stets um Ostdeutschland. Um Lokomotive Leipzig oder den Halleschen FC. Unterklassige Vereine, die in maroden Stadien spielen, in Gegenden, wo die Menschen eine rechtsextreme Partei wie die NPD f&uuml;r normal halten. &laquo;Im Stadion trifft man eben auch junge Leute, von denen man glaubt, die geh&ouml;ren zur nationalen Bewegung&raquo;, erz&auml;hlt der NPD-Sprecher Klaus Beier, der selber seit seiner Jugend Fussballanh&auml;nger ist. &laquo;Die spricht man dann an, die l&auml;dt man ein zur n&auml;chsten Veranstaltung.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/sport\/aktuell\/in_den_stadien_auffaellig_unauffaellig_1.8340729.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gema kassiert bei Martinsz&uuml;gen ab<\/strong><br>\nKinderg&auml;rten m&uuml;ssen 56 Euro bezahlen, wenn sie f&uuml;r Martinsz&uuml;ge aktuelles Liedmaterial auf Zettel kopieren. Die Gema sagt: Wer nicht zahlt, handelt illegal.<br>\nWenn in dieser Woche hunderte Kinder mit ihren Laternen zum Martinszug aufbrechen, kann es f&uuml;r deren Kinderg&auml;rten teuer werden: Der Musikrechte-Verwerter Gema betont, dass f&uuml;r das Kopieren aus Liederb&uuml;chern h&auml;ufig Lizenzgeb&uuml;hren f&auml;llig werden.<br>\nH&auml;ufig werden jedoch keine Lizenzgeb&uuml;hren gezahlt. Eltern oder Betreuer stellen ohne besondere Beachtung der rechtlichen Lage kleine Hefte zusammen, die anschlie&szlig;end beim Laternenzug mitgef&uuml;hrt werden. Kinderg&auml;rten und andere Gruppen begehen dabei mitunter Lizenzverst&ouml;&szlig;e. (&hellip;) Die in M&uuml;nchen ans&auml;ssige Gema betonte: &ldquo;Traditionelles Liedgut wie St.-Martins- oder auch Weihnachtslieder sind in der Regel urheberrechtlich nicht mehr gesch&uuml;tzt.&rdquo; Allerdings g&auml;be es auch eine Reihe moderner Lieder zum Martinstag. Dazu machte die Gema unmissverst&auml;ndlich klar: Wer diese Lieder einfach aus den Liederb&uuml;chern kopiere, um etwa ein Liedheft f&uuml;r Eltern und Verwandte zu basteln, handle illegal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/musik\/artikel\/1\/gema-kassiert-bei-martinszuegen-ab\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gysi &amp; Co. klagen &uuml;ber Mobbing im Bundestag<\/strong><br>\nIhre Vorschl&auml;ge werden von anderen Parteien &uuml;bernommen, ohne den Urheber zu erw&auml;hnen: Die Linke f&uuml;hlt sich im Bundestag ausgegrenzt &ndash; auch von SPD und Gr&uuml;nen. Fraktionschef Gysi droht den m&ouml;glichen Koalitionspartnern jetzt unverhohlen mit Folgen f&uuml;r eine gemeinsame Zukunft.<br>\nSo viel au&szlig;enpolitische Flexibilit&auml;t hatte Philipp Mi&szlig;felder der Linkspartei gar nicht zugetraut. &ldquo;Gefreut&rdquo; habe er sich &uuml;ber deren Initiative zur Freilassung des seit 2006 von der Hamas festgehaltenen israelischen Soldaten Gilad Schalit, sagt der au&szlig;enpolitische Sprecher der Unionsfraktion. Der Generalsekret&auml;r des Zentralrats der Juden hatte Fraktionschef Gregor Gysi im September um eine gemeinsame parlamentarische Resolution zugunsten Schalits gebeten.<br>\nBei einem Abendessen der Fraktionsau&szlig;enpolitiker mit Guido Westerwelle (FDP) pr&auml;sentierte Gysis Emiss&auml;r, der Au&szlig;enpolitiker Wolfgang Gehrcke, dann die Idee: &ldquo;Alle waren &uuml;berrascht, dass dieser Vorschlag ausgerechnet von uns kommt&rdquo;, sagt er jetzt. Und alle Fachpolitiker fanden die Initiative richtig und gut.<br>\nDoch wenn der Vorschlag an diesem Donnerstag im Bundestag zur Abstimmung kommt, wird der deutsche Einsatz f&uuml;r den Israeli ein Antrag der Union sein &ndash; unterschrieben und unterst&uuml;tzt auch von FDP, Gr&uuml;nen und SPD. Die Linke durfte nicht mit auf das Papier und steht mit einem eigenen Antrag allein im Hohen Haus. Die anderen Parteien wollen im Bundestag keine gemeinsame Sache machen mit den Dunkelroten, haben aber kein Problem damit, deren Idee zu kopieren. So war es schon im vergangenen Jahr bei der Rehabilitierung sogenannter Kriegsverr&auml;ter durch den Bundestag, einer Initiative des linken Abgeordneten Jan Korte. Auch bei einer Antisemitismus-Resolution 2008 verweigerte die Union den Linken einen Platz auf dem Antrag.<br>\nIn einem Brief an die Fraktionschefs von SPD und Gr&uuml;nen warnte Anwalt Gysi vollmundig vor den Folgen: Die Entscheidung zum Schalit-Antrag werde f&uuml;r ihn pers&ouml;nlich &ldquo;von gro&szlig;er Bedeutung hinsichtlich der Zukunft&rdquo; sein. (&hellip;)<br>\nAu&szlig;enpolitiker Gehrcke, eigentlich gar kein Freund von rot-rot-gr&uuml;ner Ann&auml;herung, hofft dennoch bei der Abstimmung diese Woche auf ein kleines Entspannungszeichen im Parlament. Er lockt die Kollegen so: &ldquo;Man kann doch f&uuml;r unseren Antrag stimmen &ndash; und uns trotzdem bescheuert finden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,728389,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist ja erstaunlich, dass ausgerechnet SPIEGEL-Online &uuml;berhaupt &uuml;ber die durchaus berechtigten Vorw&uuml;rfe der Linken berichtet. Zu erg&auml;nzen w&auml;re allerdings, dass dieses &ldquo;Mobbing&rdquo; sich nicht auf den Bundestag beschr&auml;nkt, sondern sich im Bl&auml;tterwald munter fortsetzt. Auch SPIEGEL-Online greift in diesem Bericht wieder einmal munter in die Antisemtismus-Kiste, indem man gen&uuml;sslich die Positionen einiger Anti-Israel-Hardliner in den Reihen der Linken als Feigenblatt f&uuml;r die Blockade herauskramt. Vielleicht sollten sich die Redakteure bei SPIEGEL-Online einmal fragen, wann sie denn zuletzt ohne negativen Grundtenor &uuml;ber eine Initiative der Linken berichtet haben.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bis zu einer Million Studienpl&auml;tze zu wenig<\/strong><br>\nNach aktuellen Berechnungen des Forschungsinstituts f&uuml;r Bildungs- und Sozial&ouml;konomie (FiBS) sind bis 2020 bis zu einer Million mehr Studienpl&auml;tze erforderlich als aktuell vorhanden. Trotz diverser &ldquo;Bildungsgipfel&rdquo; ist aber nach wie vor nicht abzusehen, dass die Finanzierung zus&auml;tzlicher Studienpl&auml;tze gesichert w&auml;re. Studis Online zeigt Hintergr&uuml;nde und M&ouml;glichkeiten auf.<br>\nSeit Jahren sind die deutschen Universit&auml;ten und Fachhochschulen unterfinanziert. Dem politischen Ziel, mehr junge Menschen zum Studienabschluss zu f&uuml;hren, sind seit Jahrzehnten nicht die hierf&uuml;r notwendigen finanziellen Mittel zuteil geworden, so dass heute an Hochschulen teilweise mehr als doppelt so viele (vgl. hier) Studierende ausgebildet werden als Studienpl&auml;tze vorhanden sind; die Hochschulen bekommen sozusagen f&uuml;r 100 Studienpl&auml;tze Geld, werden jedoch gezwungen, mit diesen Mitteln 200 oder mehr Studierende auszubilden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1123-studienplatzmangel.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bessere Chancen f&uuml;r volle berufliche Qualifizierung &ndash; Junge Leute profitieren vom demografischen Wandel<\/strong><br>\nImmer weniger junge Menschen im Alter von 16 bis 19 Jahren verlassen die Schule, seit 2005 geht ihre Zahl kontinuierlich zur&uuml;ck. Folge: Die Chancen der Jugendlichen auf eine volle berufliche Qualifizierung verbessern sich, die Zahl der Schulabg&auml;nger\/-innen, die zun&auml;chst keinen Ausbildungsplatz finden und als &Uuml;bergang teilqualifizierende Angebote wahrnehmen, sinkt. F&uuml;r Bildungspolitik und Bildungsanbieter ist es von wesentlicher Bedeutung, umfassende und transparente Informationen &uuml;ber den genauen Verbleib junger Menschen nach dem Ende der allgemeinbildenden Schulen zu erhalten. Welchen Weg die Jugendlichen in die Arbeits- und Berufswelt einschlagen, und wie viele Jugendliche sich in den vielf&auml;ltigen Bildungsg&auml;ngen des &Uuml;bergangsbereichs befinden, war bislang jedoch unklar. Zudem besteht keine systematische &Uuml;bersicht &uuml;ber die Angebote an beruflichen Qualifizierungsm&ouml;glichkeiten. Erste Ergebnisse zur Schlie&szlig;ung dieser Informationsl&uuml;cken liefert nun das Projekt &ldquo;Integrierte Ausbildungsberichterstattung&rdquo; des Bundesinstituts f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) und der Statistischen &Auml;mter des Bundes und der L&auml;nder im Auftrag des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung (BMBF) (&hellip;) So zeigt die Integrierte Ausbildungsberichterstattung, dass 2009 im Vergleich zu 2005 ca. 70.800 Jugendliche weniger in Ma&szlig;nahmen des Integrations- bzw. &Uuml;bergangsbereichs einm&uuml;ndeten. Im gr&ouml;&szlig;ten Sektor, der Berufsausbildung, ist die Zahl der Berufsanf&auml;nger\/-innen seit dem h&ouml;chsten Stand 2007 mit 788.900 vor allem aus demografischen Gr&uuml;nden um 65.000 zur&uuml;ckgegangen. Andererseits stieg die Zahl der jungen Menschen, die eine Hochschulzugangsberechtigung erwerben wollen, seit 2005 um 71.100. Auch die Zahl der Studienanf&auml;nger\/-innen hat sich um 61.800 erh&ouml;ht &ndash; der Trend zu h&ouml;heren Schul- und Bildungsabschl&uuml;ssen h&auml;lt also an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bibb.de\/de\/56237.htm\">Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Studentenproteste in Gro&szlig;britannien &ldquo;Das war erst der Anfang&rdquo;<\/strong><br>\nNach der Eskalation der Studentenproteste in London denkt Gro&szlig;britannien &uuml;ber den sozialen Frieden im Land nach. Und dar&uuml;ber, warum eine andere Parteizentrale von den Randalen verschont wurde.<br>\nAm Tag danach ist es wieder ruhig im Londoner Regierungsviertel. Die Scherben sind aufgekehrt &ndash; und das Analysieren beginnt. Nachdem am Vortag bis zu 50.000 Studenten gegen die Erh&ouml;hung der Studiengeb&uuml;hren demonstriert und an die 200 Demonstranten die Parteizentrale der regierenden Konservativen gest&uuml;rmt hatten, stellt sich Gro&szlig;britannien die Frage, wie es jetzt weitergeht mit dem rigorosen Sparprogramm der Regierung &ndash; und dem Zorn der B&uuml;rger. Der Gewaltausbruch der Studenten sei m&ouml;glicherweise erst das erste Anzeichen der &ouml;ffentlichen Wut &uuml;ber das Sparprogramm, r&auml;umten britische Minister&nbsp;ein.<br>\nGrund f&uuml;r die Demonstration ist die geplante massive Erh&ouml;hung der Studiengeb&uuml;hren. Weil dem Staat das Geld fehlt,&nbsp;will die Regierung den Universit&auml;ten erlauben, die derzeit erhobenen Studiengeb&uuml;hren von umgerechnet maximal 3780 Euro pro Jahr zu verdoppeln oder unter &ldquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Umst&auml;nden&rdquo; fast zu verdreifachen. Gleichzeitig soll der Bildungsetat um 40 Prozent gek&uuml;rzt werden. Die mitregierenden Liberaldemokraten von Vize-Premierminister Nick Clegg tragen die Pl&auml;ne mit, obwohl sie im Wahlkampf eine Erh&ouml;hung der Studiengeb&uuml;hren ausgeschlossen hatten. Ein Widerspruch, der ihnen jetzt viele Antipathien&nbsp;einbringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/studentenproteste-in-grossbritannien-das-war-erst-der-anfang-1.1022247\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Polizeiliche Parkplatzeinweiser<\/strong><br>\nMedienwirksam fuhr Gregor Gysi bei den Protesten im Wendland einen Traktor. Angereist war er im Audi A8. Dass der Dienstwagen unter polizeilicher Bewachung stand, emp&ouml;rt nun den politischen Gegner.<br>\nGysi war auf Einladung der &ldquo;B&auml;uerlichen Notgemeinschaft&rdquo; angereist. Mit dem Dienstwagen, einem Audi A8, wie die Bild-Zeitung gen&uuml;sslich ausbreitet. Anders als sp&auml;ter das landwirtschaftliche Nutzfahrzeug fuhr Gysi den Wagen allerdings nicht selbst, sondern ein Chauffeur. Das ist f&uuml;r einen Bundespolitiker im &Uuml;brigen auch nicht ungew&ouml;hnlich. Der Fahrer parkte das Auto in Dannenberg, dort, wo die Castoren auf Stra&szlig;entransporter gesetzt wurden und wo am vergangenen Wochenende die zentrale Kundgebung gegen die Proteste stattfand.<br>\nAllerdings stellte er das Auto nicht einfach am Stra&szlig;enrand ab, sondern auf dem Vorplatz eines S&auml;gewerks, der eigentlich parkenden Polizeifahrzeugen vorbehalten war. &ldquo;Gysi durfte seinen Wagen ausnahmsweise dort abstellen&rdquo;, best&auml;tigte eine Polizeisprecherin.<br>\nDieser Umstand rief umgehend CSU-Politiker Norbert Geis auf den Plan. Der Franke ist Innenexperte und profilierter Wetterer seiner Partei. Ganz im Stile seines Generalsekret&auml;rs  &ndash; Alexander Dobrindt hatte die Gr&uuml;nen den &ldquo;politischen Arm von Aufr&uuml;hrern, Brandstiftern und Steinewerfern&rdquo; genannt &ndash; legte er Gysis Auftritt im Wendland als Angriff auf die Staatsgewalt aus: &ldquo;Herr Gysi hat ein schizophrenes Verh&auml;ltnis zu unserer Rechtsordnung&rdquo;, sagte Geis der Bild-Zeitung. &ldquo;Er gibt sein Auto in die Obhut der Polizei und unterst&uuml;tzt gleichzeitig durch seine Anwesenheit die Aggression der Demonstranten gegen die Polizei.&rdquo;<br>\nBei der Linkspartei reagierte man darauf mit blankem Unverst&auml;ndnis. &ldquo;Diesen Zusammenhang herzustellen zeugt von v&ouml;lliger Unkenntnis&rdquo;, sagte Fraktionssprecher Hendrik Thalheim zu sueddeutsche.de. Denn der Fahrer hatte sich den bequem gelegenen Parkplatz nicht selbst ausgesucht.<br>\n&ldquo;Der Fahrer handelte auf direkte Anweisung des Bundeskriminalamts (BKA)&rdquo;, sagte Thalheim. Der Chauffeur habe vom BKA einen Telefonkontakt vor Ort erhalten und wurde angewiesen, Gysis Dienst-Audi neben den Polizeifahrzeugen abzustellen. &ldquo;Das BKA ist wie bei anderen Spitzenpolitikern auch f&uuml;r Gysis Schutz bei &ouml;ffentlichen Auftritten zust&auml;ndig&rdquo;, so Thalheim. Das BKA entscheide, welche Sicherheitsvorkehrungen daf&uuml;r jeweils notwendig sind.<br>\nZwar war der Alt-Gr&uuml;ne Hans-Christian Str&ouml;bele radelnd auf der Demonstration zu sehen, doch seine Parteivorsitzenden reisten ebenfalls mit einem Fahrzeug des Gr&uuml;nen-Fuhrparks an. Wenn auch nicht mit einem Audi, sondern einem 3er BMW, mit besonders effizientem Motor, wie Pressesprecher Jens Althoff betont.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gysi-beim-castor-protest-polizeiliche-parkplatzeinweiser-1.1022262\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese irrationale Kritik an den Automobilen der Linken ist ja nicht neu, schon im Sommerloch &auml;tzten die Medien &uuml;ber &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/3804\/porsche-klaus-im-sommerloch\">Porsche Klaus<\/a>&ldquo;. Wie stellen sich BILD und CSU denn bitte das Leben eines Linken-Politikers vor? Dienstreisen &uuml;ber die Mitfahrzentrale der n&auml;chsten Uni? Oder kann es ganz einfach auch sein, dass die Redakteure neidisch sind? Aber warum schreiben sie dann nicht &uuml;ber die Automobile der Politiker anderer Parteien? Man wei&szlig; so wenig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Kampagne: Gorleben und die Gewalt<\/strong><br>\nVor Ort wurde &uuml;berwiegend friedlich demonstriert &ndash; einige Medien aber fabulierten &uuml;ber einen &ldquo;B&uuml;rgerkrieg&rdquo;, den &ldquo;Castor-Irrsinn&rdquo; und &ldquo;Tausende Gewaltt&auml;ter&rdquo;. Warum nur?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/servlet\/content\/3517136?documentId=5792114\">ZAPP &ndash; Das Medienmagazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zum Totlachen<\/strong><br>\nFrohsinn und Faschismus: Der Historiker Carl Dietmar bricht ein K&ouml;lsches Tabu &ndash; und spricht &uuml;ber die Verkn&uuml;pfungen der Nazis mit den Narren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sueddeutsche.de\/kultur\/zum-karneval-und-faschismus-zum-totlachen-1.1022114\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Ank&uuml;ndigung: DGB-Herbstaktionen<\/strong>\n<ul>\n<li>Koblenz, 12. November, 12.00 Uhr, Kundgebung: Emp&ouml;rt und unzufrieden: Aktion statt Resignation!<br>\n&bdquo;Gerecht geht anders&ldquo;, meint ein Gro&szlig;teil der Menschen in Deutschland. Die Zeit ist reif f&uuml;r ein grundlegendes Umsteuern in Wirtschaft und Politik. Wir brauchen einen Kurswechsel. Am 12. November tragen wir den Protest nach Koblenz auf die Stra&szlig;e.<br>\nBeginn: 12.00 Uhr, Herz-Jesu-Kirche<br>\nHauptrede: Dietmar Muscheid, DGB Vors. Region West<\/li>\n<li>Dortmund, 13. November, 11.00 Uhr,  &ldquo;Gemeinsam f&uuml;r ein gutes Leben &ndash; Gerecht geht anders f&uuml;r einen Kurswechsel&rdquo;<br>\nDer DGB-Bezirk Nordrhein-Westfalen und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen zur Teilnahme an der zentralen Kundgebung des DGB-Bezirks NRW in den Westfalenhallen in Dortmund auf. Hauptredner sind Andreas Meyer-Lauber, DGB-Bezirksvorsitzender NRW, Frank Bsirske, Vorsitzender ver.di und Michael Vassiliadis, Vorsitzender IG BCE. Weitere Infos: <a href=\"http:\/\/www.nrw.dgb.de\">www.nrw.dgb.de<\/a><\/li>\n<li>Stuttgart: 13. November, 12.00 Uhr, &bdquo;Deutschland in Schieflage &ndash; Kurswechsel f&uuml;r mehr Gerechtigkeit&rdquo;<br>\nDer DGB-Bezirk Baden-W&uuml;rttemberg und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen zur Kundgebung auf dem Schlossplatz in Stuttgart auf. Hauptredner sind  Nikolaus Landgraf, DGB-Bezirksvorsitzender Baden-W&uuml;rttemberg und Berthold Huber, Erster Vorsitzender IG Metall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++1a7b85aa-e2ad-11df-7618-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Diskussion um Handelsbilanzdefizite zwischen Deutschland und den USA; Belehrung der G20-Staaten: Deutsche Nachhilfe unn&ouml;tig; Jobkrise ersch&uuml;ttert Griechenland; Deutschland hinkt bei Lebensqualit&auml;t weit hinterher; Phoenix aus der Asche?; Regierung: Inhaber von Atomkraftwerken haften bei nuklearem Unfall; Paul Krugman &uuml;ber Einkommen und Lebenserwartung; TV-Kritik: Hart aber fair &ndash; Der gro&szlig;e<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7330\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7330","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7330"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7330\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7340,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7330\/revisions\/7340"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}