{"id":73330,"date":"2021-06-14T11:00:52","date_gmt":"2021-06-14T09:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73330"},"modified":"2021-06-14T11:20:00","modified_gmt":"2021-06-14T09:20:00","slug":"leserbriefe-zu-corona-fuer-eine-echte-aufarbeitung-gibt-es-keine-instanz-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73330","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eCorona: F\u00fcr eine echte Aufarbeitung gibt es keine Instanz mehr\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Tobias Riegel vertritt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73021\">in diesem Artikel<\/a> die Ansicht, dass es eine &bdquo;angemessene Aufarbeitung der destruktiven Corona-Politik&ldquo; vermutlich nicht geben werde. Inzwischen werde zwar &uuml;ber Details kritisch diskutiert. &bdquo;Aber die eigentlich entscheidende, grunds&auml;tzliche und vorgelagerte Frage, ob denn die Daten-Basis f&uuml;r die Entscheidung, dass nun &uuml;berhaupt ein Ausnahmezustand geschaffen werden durfte und darf, ausreichend ist, wird noch immer&ldquo; von zu Wenigen gestellt. Mit einer &bdquo;schonungslosen Bilanz&ldquo; w&uuml;rden sich fast alle einflussreichen gesellschaftlichen Gruppen &ndash; u.a. viele Politiker und Journalisten sowie Gewerkschaften, Kirchen und Sozialverb&auml;nde &ndash; selber belasten. Danke f&uuml;r die interessanten E-Mails. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, lieber Herr Riegel,<\/p><p>ganz herzlichen Dank f&uuml;r Ihren Artikel zur destruktiven Corona-Politik, es ist dem nichts hinzuzuf&uuml;gen.<\/p><p>Ich w&uuml;nsche ihm weitestm&ouml;gliche Verbreitung und werde meinen Teil dazu beitragen.<\/p><p>Vielleicht kann der Wahlkampf noch eine Instanz der Aufarbeitung werden, auch wenn ich bei allem, was ich aus naher und fernerer Umgebung erfahren muss, auch in dieser Hoffnung eher getr&uuml;bt bin.<\/p><p>Ohnehin wird unsere n&auml;chste Kanzlerschaft, ob Skylla oder Charybdis, keine Aussicht auf Aufarbeitung der Ursachen bieten, die in unserer Gesellschaft zu diesen katastrophalen Zust&auml;nden gef&uuml;hrt haben.<\/p><p>Mit sorgenvollen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nBrigitta K&uuml;ster-Sartori<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Leserbriefteam, lieber Tobias Riegel, <\/p><p>laut Wikipedda: &ldquo;Bilanz ist ein in vielen Fachgebieten vorkommender Begriff, worunter allgemein eine nach bestimmten Kriterien gegliederte, summarische und sich ausgleichende Gegen&uuml;berstellung von Wertkategorien verstanden wird.&rdquo; <\/p><p>Am Bilanzieren sollten also m&ouml;glichst neutrale Fachleute beteiligt sein. Das war von Anfang der Pandemie nicht der Fall und wird es auch weiterhin nicht sein, weil dann der &ldquo;gro&szlig;e, globale Betrug&rdquo; f&uuml;r alle Menschen hier in Deutschland und auch in anderen L&auml;ndern sichtbar werden w&uuml;rde. Es haben also global alle L&auml;nder der Welt mitgemacht, weil es von der WHO so gewollt war! Darauf werden sich auch die hohen Gerichte berufen, wenn auch jetzt, fast am Ende der Pandemie Eltern die Nase voll hatten von den Qu&auml;lereien ihrer Kinder und sie gute Richter fanden, die ihnen Recht gaben. <\/p><p>Die Franzosen wurden genauso geknechtet, wie die Italiener, Spanier etc. &ndash; also ganz Europa. Au&szlig;er die Schweden haben sich geweigert oder durften, versuchsweise den anderen Weg gehen um einen Vergleich zu haben. Vorteile &ndash; Nachteile. <\/p><p>Insofern ist das Ganze keine nur deutsche Angelegenheit sondern eine globale. <\/p><p>Hier Deutschland in die Pflicht zu nehmen oder vor ein Tribunal zu bringen denke ich, wird nicht viel nutzen, weil immer auch die WHO als Verursacher im Hintergrund steht; dann das verlogene RKI mit Drosten und Wiehler, dem Tierarzt, wobei der die Behavioristen &ndash; also die Verhaltensforscher &ndash; in Stellung brachte: Menschen sind dressierbar wie Tiere. Der Versuch hat ja auch geklappt. Peitsche und Zuckerbrot. Angst und Impfen &ndash; ergibt Reisefreiheit und ein neues Feindbild, an dem sich das dumme Volk abarbeiten kann. <\/p><p>Vielleicht sollte man daher eher mal anfangen, diese Globalisierung in der (fast) alle &ldquo;Schweinereien&rdquo; der Weltwirtschaft stattfinden und dann national gro&szlig;en Schaden anrichten wie&nbsp; z.B. jetzt die Corona-Pandemie oder Kriege oder B&ouml;rsen f&uuml;r Nahrungsmittel und Saatgut, oder Arbeitsrechte, Menschenrechte. auf den Pr&uuml;fstand zu bringen. <\/p><p>Unsere kleine Bundeskanzlerin ist ja von &ldquo;dero Gnaden&rdquo; die in der Weltwirtschaft sitzen und von den beiden Frauen Liz Mohn und Friede Springer, die auch weltwirtschaftlich gut vernetzt sind, durch die massive Presse in dieses Amt gekommen und die Gr&uuml;nen wollen ihre Nachfolger werden. Da gibt es keine Alleing&auml;nge, kein Nationales mehr. Das ist vorbei! F&uuml;r alle L&auml;nder in der EU. <\/p><p>Warum sollten da die Kirchen Tugendw&auml;chter sein? Gerechtigkeit einfordern? Arbeitet doch die katholische Kirche schon immer global. Die &ldquo;Theologie der Befreiung&rdquo; in S&uuml;damerika Brasilien, z.B. durfte nur sein, um dem Kommunismus was entgegenzustellen. Hat ja auch geklappt. Als der Kommunismus zusammenbrach, war es aus mit der &ldquo;Theologie der Befreieung.&rdquo; Dom Helder Camara bekam Redeverbot und wurde ge&auml;chtet von dieser Kirche und Brasilien stolpert von einem Ungl&uuml;ck ins andere. <\/p><p>Von der evangelischen Kirche wei&szlig; ich nicht viel, obwohl ich da mal sehr aktiv war. Aber wer auf einen Kirchentag Angela Merkel einladen kann und die ohne ausgebuht zu werden sagen konnte, dass man den Leuten in Bangladesch, wo gerade ein Haus zusammengebrochen war, in dem&nbsp; einige Hundert N&auml;herinnen f&uuml;r deutsche Unternehmen zu Ausbeutergeh&auml;ltern und Bedingungen arbeiteten,&nbsp; und zu Tode gekommen waren, man ihnen die &ouml;konomischen Grundlagen nicht nehmen d&uuml;rfe,&nbsp; den oder die h&auml;tte Jesus aus dem Tempel geworfen! Auch Barack Obama wurde umjubelt auf einem Kirchentag &ndash; und das ist nicht mehr meine Kirche. <\/p><p>Die Gewerkschaften? Waren die jetzt besser? Nein! Angepasste Ja-Sager. K&uuml;nstler und andere, die sich berufen f&uuml;hlen,&nbsp; k&ouml;nnen&nbsp; gegen diesen Sammelbetrug gar nichts unternehmen. Die &ldquo;Stra&szlig;e&rdquo; wie bei Querdenkern und Grundgesetzsch&uuml;tzern zu sehen war, wurde gleich von der Polizei hart angegangen und die Querdenker auch medial so schlecht gemacht, dass man von ihnen derzeit gar nichts mehr h&ouml;rt. <\/p><p>Alle Betr&uuml;gereien, die Sie lieber Tobias Riegel aufz&auml;hlen, sie geh&ouml;ren zu diesem &ldquo;Schei&szlig;-Spiel&rdquo; den sich die Eliten der Welt mit uns leisten und das auch in so einem Konstrukt wie die EU. Die am Ende auch nur daf&uuml;r da sein soll, Kriege zu f&uuml;hren &ndash; nicht mehr gegeneinander &ndash; sondern gemeinsame gegen den Rest der Welt, den sich die USA ausguckt und f&uuml;r Schurkenstaaten erkl&auml;rt. Wie Russland &ndash; oder China&hellip; Mal lesen<br>\nauf <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\">www.imi-online.de<\/a>: Europas Staatsbildungskriege: Zerschlagen &ndash; umbauen &ndash; dirigieren. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarola Schramm <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Riegel,<\/p><p>Ihr Beitrag scheint mir sehr realistisch und sehr ern&uuml;chternd, denn eine Aufarbeitung w&uuml;rden sich viele wohl sehnlichst w&uuml;nschen, schon um die abhanden gekommene Logik wieder herzustellen und zum Aufrichten des durch Diffamierung ersch&uuml;tterten Selbstwertes. Bleibt scheinbar nur das Individuum in seiner ganzen Kapazit&auml;t und gesundem Selbstbewusstsein als Instanz f&uuml;r einen unmittelbaren Neubeginn.<\/p><p>Die eigene Besch&auml;mung vor sich selbst und vor anderen zu ertragen, so vieles mitgemacht und viel unsinniges Leid erm&ouml;glicht zu haben, verlangt eine pers&ouml;nliche St&auml;rke. Ist nicht heute gerade das Gegenteil, eine enorme Schw&auml;chung bei sehr vielen Menschen zu beobachten, als Folge jahrelanger Manipulationen, Suggestionen und L&uuml;gen in den Medien, Politik und Wirtschaft? Es fehlte also bereits im Vorfeld eine Kraft zu einer gesunden Wahrnehmungs- und Urteilsf&auml;higkeit und wirklicher Logik in der Covid-Situation.<\/p><p>W&auml;re die Kraft in vielen Menschen vorhanden, sich jetzt einzugestehen, dass man sich 1 &frac12; Jahre hat bel&uuml;gen lassen und diejenigen, die einen klareren Blick bewahren konnten, als unsolidarisch und gef&auml;hrlich eingestuft oder sie vielleicht sogar beschimpft und denunziert hatte, dann h&auml;tte diese Situation wahrscheinlich gar nicht eintreten k&ouml;nnen. Es scheint eine enorme allgemeine Schw&auml;chung gegeben zu sein, die den Emotionen und &Auml;ngsten T&uuml;r und Tor &ouml;ffnete und die individuelle Instanz und Substanz eines unabh&auml;ngigen logischen und sachlich wahrnehmenden Denkens nicht mehr zul&auml;sst, dies sogar mit aller Macht abwehrt.<\/p><p>Es stellt sich mir die Frage, ob die Best&auml;tigung auf der einen Seite, sichtbar Recht gehabt zu haben und die Besch&auml;mung auf der anderen Seite, gutgl&auml;ubig alles mitgemacht und die immensen Sch&auml;den damit erm&ouml;glicht zu haben, die entstandenen Spaltungen und die polare Situation f&uuml;r die Zukunft wirklich heilen k&ouml;nnten, so dass ein Neubeginn m&ouml;glich wird? Oder br&auml;uchte die aktuell gegebene Schw&auml;che zu ihrer Heilung nicht sogar im besonderen Ma&szlig;e und unmittelbar das Bild und das Erleben der St&auml;rke?<\/p><p>K&ouml;nnte es denkbar sein, dass die gesamte Situation vielleicht deshalb so au&szlig;ergew&ouml;hnlich aus allen Fugen geraten ist, weil viel gr&ouml;&szlig;ere und vielleicht ganz neue, bisher noch nicht gedachte Schritte f&uuml;r eine Zukunft anstehen, und eine w&uuml;nschenswerte Aufarbeitung zu kurz greifen w&uuml;rde, um die verfestigten materialistischen Strukturen wirklich aufl&ouml;sen und hin zu menschlicheren und idealeren Formen verwandeln zu k&ouml;nnen? Vielleicht muss der R&uuml;ckweg zur bisher bekannten Normalit&auml;t sogar durch die Unm&ouml;glichkeit einer Kl&auml;rung auf der polaren Ebene von &bdquo;richtig&ldquo; und &bdquo;falsch&ldquo; versperrt bleiben, damit der Schritt zu einer dritten M&ouml;glichkeit, die au&szlig;erhalb der Polarit&auml;t liegt und dadurch auf einer gehobeneren Ebene wieder eine Verbindung unter den Menschen erm&ouml;glicht, wirklich entschlossen gewagt wird.<\/p><p>Bestehende Systeme auf religi&ouml;sen, wirtschaftlichen und staatlichen Ebenen erm&ouml;glichen es dem Einzelnen sehr leicht unterzutauchen, wenig Verantwortung zu &uuml;bernehmen und schlie&szlig;lich in zunehmenden Abh&auml;ngigkeiten sich wieder zu finden. Das tats&auml;chlich vorhandene Potential jedes einzelnen Individuums wird dabei wohl bei weitem nicht ausgesch&ouml;pft. Aufgrund der immer st&auml;rker werdenden materialistischen Orientierung bleiben Fragen der Ethik, der Sinnhaftigkeit des Lebens und der eigenst&auml;ndigen Gestaltungskraft des Menschen, der Wert des Menschen als seelisches, k&uuml;nstlerisches und soziales Wesen schlechthin immer mehr unber&uuml;cksichtigt. Liegt vielleicht gerade jetzt im einzelnen Menschen mit seiner Denkkraft, seiner schaffenden Vorstellungsf&auml;higkeit und seiner empathischen Empfindungskraft, die er individuell als Substanz entwickeln kann, der Keim f&uuml;r eine individuell eigenst&auml;ndigere verantwortungsvollere und gleichzeitig beziehungsvollere Begegnungskultur f&uuml;r die Zukunft. Ausgehend von Werten und Ideen, die allgemein g&uuml;ltig und damit als universal bezeichnet werden k&ouml;nnen, und die vom einzelnen Individuum zu Idealen geschaffen und im Leben umgesetzt werden, w&uuml;rde ein spiritueller Aspekt hinzukommen, der die materielle Ebene auf die ihr angemessene, dem Menschen dienliche Ebene verweisen k&ouml;nnte, anstatt das vernunftbegabte Individuum f&uuml;r die materielle Ebene dienstbar zu machen.<\/p><p>Bereits in der Blickrichtung zu Gedanken, die seelische und hohe geistige Ideale des Menschseins ausdr&uuml;cken, k&ouml;nnte eine Heilung der bestehenden Schw&auml;che unmittelbar beginnen. Sie sind nicht nur Gedanken oder Worte, sondern besitzen eine inneliegende Substanz, die im Einzelnen sowie f&uuml;r einen weiteren Umkreis frei gesetzt wird, wenn Personen beginnen, sie zu denken, sie eigenst&auml;ndig zu bewegen, zu erforschen und sie bis zu ihrer Umsetzung in das soziale Leben zu wollen. Diesen individuellen Ansatz, der sich an ein gedankliches Gestalten der Zukunft aus philosophischen Grundlagen richtet und &uuml;ber das notwendige Aufkl&auml;ren der aktuellen Situation noch hinaus reicht, hatte vor ein paar Tagen Ken Jebsen in einem Interview mit Jens Lehrich formuliert. <\/p><p>Ein ebenfalls sehr belebender, praktisch anschaulicher und sympathischer Dialog zu der direkten M&ouml;glichkeit einer st&auml;rkenden individuell getragenen Zukunftsgestaltung fand vor einigen Tagen auch in einer Videokonferenz mit dem Titel &bdquo;12 Zukunftsperspektiven &ndash; ein spirituell-medizinischer Dialog&ldquo; mit den Referenten Dr. Christfried Preu&szlig;ler, Heinz Grill und Dr. Jens Edrich unter der Moderation von Stephan Wunderlich statt. Dr. Christfried Preu&szlig;ler erinnerte mit Heiterkeit daran, dass die Europahymne nicht mit &bdquo;Euro sch&ouml;ner G&ouml;tterfunke oder Digitalisierung sch&ouml;ner G&ouml;tterfunke&ldquo; beginne, sondern mit &bdquo;Freude sch&ouml;ner G&ouml;tterfunke.&ldquo; Heinz Grill nannte aus seinen spirituellen Forschungen als einen sehr tiefgr&uuml;ndigen Faktor f&uuml;r die Corona-Krise, neben vielen anderen, den &Uuml;berdruss am Materialismus und Dr. Jens Edrich formulierte: &bdquo;Das Leben ist eigentlich zu schade daf&uuml;r, um sich nur um das blo&szlig;e &Uuml;berleben zu k&uuml;mmern. Das &Uuml;berleben ist nichts wert ohne Inhalt, ich will meinen neuen Inhalt in die Welt tragen.&ldquo; <\/p><p>Hier die links zu den beiden Videos, die nach meinem Eindruck neben der kaum zu ertragenden Spannung aller unbeantworteten Fragen den Blick in eine m&ouml;gliche und gewagte Zukunft richten:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/ken-ohne-fm\">Ken ohne FM<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PuHOD-Bf3XI\">12 Zukunftsperspektiven<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nSigrid K&ouml;nigseder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die Frage nach der Datenbasis als Begruendung fuer den nun schon laenger als ein Jahr waehrenden Ausnahmezustand ist zweifellos wichtig und in gewisser Weise auch grundsaetzlich. Doch muss eine Aufarbeitung noch tiefer gehen, etwa geleitet von der Frage: Wer darf mit welcher Legitimation die Regeln und Normen dekretieren, nach denen sich die Mitglieder einer Gemeinschaft in einer gegebenen Situation verhalten sollen? Ferner muss man fragen, welche uebergeordneten Prinzipien bei der Festsetzung solcher Regeln und Normen zu beachten sind (und im vorliegenden Fall nicht beachtet wurden). Und schliesslich: Was duerfen Wissenschaftler als Wissenschaftler im politischen Beratungsbetrieb?<\/p><p>Zu diesen (durchaus allgemeinen und &ldquo;klassischen&rdquo;) Fragen hat Michael Esfeld, Professor f&uuml;r Wissenschaftsphilosophie an der Universit&auml;t Lausanne, einen auf die derzeitige Situation bezogenen interessanten Beitrag geliefert: <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.libinst.ch\/?i=die-offene-gesellschaft-und-ihre-neuen-feinde\">libinst.ch\/?i=die-offene-gesellschaft-und-ihre-neuen-feinde<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/die-geschlossene-gesellschaft-und-ihre-neuen-freunde-warum-es-falsch-ist-die-gesundheit-hoeher-zu-gewichten-als-die-menschenwuerde-ld.1609287\">Kurzfassung in der NZZ<\/a>)<\/p><p>Esfeld wurde&nbsp; Anfang Dezember 2020 einem gr&ouml;sseren Publikum bekannt, als er in einem offenen Brief an den Pr&auml;sidenten der Leopoldina darauf hinwies, dass es nicht deren Aufgabe sei, einseitige Stellungnahmen zu verfassen, die vorgeben, eine bestimmte politische Position wissenschaftlich zu untermauern.(<a href=\"https:\/\/www.akanthos-akademie.de\/2020\/12\/15\/protestschreiben-von-prof-michael-esfeld-mitglied-der-leopoldina\/\">siehe hier<\/a>). <\/p><p>Der genannte Aufsatz macht dar&uuml;ber hinaus die Gef&auml;hrlichkeit der derzeitigen Entwicklung deutlich, welche durchaus das Potential hat, in einer neuen Form des Totalitarismus zu enden, mit allen sich daraus ergebenden katastrophalen Folgen.<\/p><p>Mit besten Gruessen<br>\nvon unserem Leser H.-G.S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>liebe Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>In der Tendenz stimmt das sicher alles, denn wir haben ja auch keine Opposition im politischen Sinne mehr.<\/p><p>Allerdings habe ich noch etwas Hoffnung auf den Corona Ausschuss, der ja international einiges in Bewegung gesetzt hat und setzt.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nvon unserem Leser H.-J.P.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>eine Instanz fiele mir ein: Der Corona-Ausschuss.<\/p><p>Rechtsanwalt F&uuml;llmich und Kollegen sowie &ldquo;richtige&rdquo; Fachleute stellen in diesem Gremium die richtigen Fragen und versuchen, gegen den Corona-Wahn anzukommen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas Tittel <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Riegel,<\/p><p>Ich denke schon, dass es (noch) keine gefestigte Instanz zur Aufarbeitung der Geschehnisse seit einem Jahr gibt. Aber es gibt eine steigende Anzahl B&uuml;rger, die demokratische Verh&auml;ltnisse zur&uuml;ck haben wollen. Der Corona-Ausschuss und &ldquo;die Basis&rdquo; sind aus meiner Sicht erfreuliche Entwicklungen. Leider sind Gewerkschaften nicht wirklich mit dabei, aber auch die &ldquo;Linke&rdquo; und &ldquo;SPD&rdquo; nicht. Wie kann man sich den 1. Mai schon zum zweiten Mal nehmen lassen und virtuelle, zentrale Veranstaltungen machen? Kirchen machen leider auch keine positive Ausnahme. Sie haben sich zweimal ihren h&ouml;chsten kirchlichen Feiertag wegnehmen lassen. Im Grunde sind o.g. Organisationen nicht an einer Aufarbeitung interessiert, weil sie dann Obrigkeitsh&ouml;rigkeit und Staatsgl&auml;ubigkeit zu sehr bei sich feststellen m&uuml;ssten. Aber ich denke, dass die NDS im Verbund mit den sich oftmals neu engagierenden B&uuml;rgerrechtler und Demokraten viel zur Aufarbeitung beitragen und hoffe auch, dass sich dann doch viele Mitglieder aus o.g. Organisationen und weiteren daran beteiligen werden. Im Moment sehe ich in meinen vielen Telegramm- Kan&auml;len viele, viele Menschen, die recherchieren und Fakten ans Licht bringen. Das sehe ich als eine gute und notwendige Schwarmintelligenz.&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen B&uuml;hn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Morgen zusammen,<br>\n&nbsp;<br>\neine Aufarbeitung der desastr&ouml;sen Corona-Politik wird es schon deshalb nicht geben, weil sich alle Parteien im Bundestagswahlkampf befinden, und da kann das Eingest&auml;ndnis von Verfehlungen die eigene Position nur schw&auml;chen. Profitieren w&uuml;rde davon nur die AfD, und das wollen alle um jeden Preis verhindern.<\/p><p>Ansonsten m&uuml;&szlig;ten bei einer ehrlichen Aufarbeitung alle Gesellschaftskreise sich eingestehen m&uuml;ssen, entweder von der Corona-Krise schamlos profitiert zu haben oder durch den Medien-Rummel manipuliert worden zu sein-und wer will sich das schon &ouml;ffentlich eingestehen? Zudem w&auml;re mit massivem Widerstand seitens der offiziellen Panik-Bataillone zu rechnen.<\/p><p>Ein Zeichen von gutem Willen zur &Auml;nderung w&auml;re z.B., wenn die neue Bundesregierung ab diesem Herbst auf die Dienste einiger Berater verzichten w&uuml;rde-ich meine damit vor allem die Corona-Taliban aus dem Zero Covid-, bzw. No Covid-Lager. Wird hingegen die heutige Beraterclique 1:1 &uuml;bernommen, sieht die nahe Zukunft recht d&uuml;ster aus. Oder aber kann es bedeuten, dass die Bundesregierung generell nicht (mehr) Herr im eigenen Haus ist, wobei sich dann die Frage stellt, wer aus dem Hintergrund die F&auml;den zieht..<br>\n&nbsp;<br>\nEin besorgter Betrachter<br>\nvon unserem Leser A.G.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>hallo, <\/p><p>den o. g. artikel halte ich f&uuml;r nicht sehr zielf&uuml;hrend: dadurch, dass weder &ldquo;ross noch reiter&rdquo; benannt werden, ger&auml;t er zur reinen anonymen spekulation, kaffeesatzleserei. auch wenn es sehr viel arbeit bereiten mag, verantwortliche beim namen zu nennen und ihnen ihr versagen oder manipulation differenziert zuzuschreiben: so eine pauschalschelte erregt keine aufmerksamkeit, vermittelt eher resignierte frustration des autors. instanzen g&auml;be es schon, wenn sie denn von b&uuml;rgern eingefordert w&uuml;rden. <\/p><p>ernst deschner <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>wenn die staatlichen Organe, wie Parlament, Gerichte o. a. nicht f&uuml;r eine Aufarbeitung der Corona &ndash; Krise in Frage kommen, dann sollte aus unabh&auml;ngigen Fachleuten, wie Richtern, &Auml;rzten, Soziologen u.a. , sozusagen : aus dem Volk solch ein Gremium gebildet werden, und zwar hier in Deutschland.<\/p><p>Die Institutionen haben versagt, jetzt muss das Volk die Gerichtsbarkeit neu erfinden.<\/p><p>Wer f&auml;ngt damit an?<\/p><p>Mit herzlichem Gru&szlig;,<br>\nPeter Kosche<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Tobias Riegel,<\/p><p>ich stimme dem Fazit Ihres Artikels &ldquo;F&uuml;r eine echte Aufarbeitung gibt es keine Instanz mehr&rdquo; zu, denn wie Sie schon richtig bemerkten, fast alle haben mitgemacht.<\/p><p>Wir leben in einer Gesellschaft von A&hellip;kriechern.<\/p><p>Ich habe meinen Job im Pflegebereich gek&uuml;ndigt, weil ich mich f&uuml;r diese Gesellschaft nicht mehr verheizen lasse.<\/p><p>Ich bin aus der Gewerkschaft ausgetreten, weil die weder der Ausbeutung des Pflegepersonals, noch der Panikmache der Regierung etwas entgegensetzten und auch nicht wollten.<\/p><p>Ich habe mein Konto bei der GLS aufgel&ouml;st, weil sie die Kontos von kritischen Journalisten wie z.B. KenFM oder Boris Reitschuster k&uuml;ndigten.<\/p><p>Ich habe verschiedenen NGO s, wie z.B. Transparency International meine Unterst&uuml;tzung gek&uuml;ndigt, weil sie sich aktiv an der Hetze gegen Andersdenkende, wie z.B. Herrn Wodarg beteiligten und sich gerne von einer Regierung vereinnahmen lie&szlig;en, die ihre neoliberale Agenda mit dieser Krise vorantreibt.<\/p><p>Bis auf ein paar wenige Ausnahmen, wie z.B. Sevim Da&#287;delen und Sahra Wagenknecht, hat sich die Partei &ldquo;die Linke&rdquo; f&uuml;r mich durch ihre Zustimmung zu den Ma&szlig;nahmen und ihr Anbiedern an die wohlhabende gr&uuml;ne W&auml;hlerschaft und deren Genderged&ouml;ns diskreditiert.<\/p><p>Die Gr&uuml;nen halte ich schon seit unserem &ldquo;Elder Statesman&rdquo; Joschka f&uuml;r erb&auml;rmliche Verr&auml;ter aber was sie heutzutage abliefern ist das Gegenteil von dem, f&uuml;r das ich sie einstmals gew&auml;hlt habe. Diese Haltungsfaschisten die damals als Gegner der Gentechnik auftraten propagieren jetzt das Impfen mit gentechnisch ver&auml;nderten Material zum Zwecke einer Gentherapie. Machtgeil, militaristisch und korrupt dienen sie als Steigb&uuml;gelhalter f&uuml;r Plutokraten, die mit einem &ldquo;Great Reset&rdquo; die vollst&auml;ndige Kontrolle &uuml;ber die Politik anstreben.&rdquo;Greenwashing&rdquo; macht den Kapitalismus nicht annehmbarer.<\/p><p>Als ehemaliger &ldquo;Spiegel&rdquo; und &ldquo;SZ&rdquo; Leser meide ich unsere sogenannten Premiummedien schon seit Jahren, weil ich deren neoliberalen und transatlantischen Kampagenjournalismus, sowie die offensichtliche Propaganda nicht mehr ertrage. Ein TV Ger&auml;t besitze ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr und erspare mir dadurch viel geschw&auml;tziges Geplapper, das einstudierte um den hei&szlig;en Brei Herumgerede zahlreicher Politiker, sowie die devote Verlogenheit mancher Expertenrunden in &ldquo;Talkshows&rdquo;.<\/p><p>Meinem Glauben an eine funktionierende Demokratie und die verfassungstreue unserer Gerichte hat diese Ma&szlig;nahmenkrise den Todessto&szlig; versetzt. Ich dachte die bundesdeutsche Gesellschaft h&auml;tte aus der Zeit vor 1945 etwas gelernt, was ich heute nur verneinen kann. Totalitarismus ist jederzeit m&ouml;glich und h&auml;lt gerade wieder Einzug in gemachtes Nest.<\/p><p>Ich habe mit all jenen Freunden gebrochen, die dem &ldquo;Framing&rdquo; der Mainstream Medien folgen und jegliche Kritik an den Ma&szlig;nahmen dieser Regierung als rechtsoffen oder von rechts unterwandert bezeichnen, ohne jemals selbst an einer Demo teilgenommen und sich selbst ein Bild von den Teilnehmern gemacht zu haben.<\/p><p>Mein Fazit &uuml;ber diese Zeit, in der ein medial aufgepuschter Virus unsere Welt wie wir sie kannten zerst&ouml;rte, f&auml;llt vernichtend aus. Ich habe meine Konsequenzen daraus gezogen, schaue aber mit Bangen und Sorgen auf unsere Kinder, die in dieser &ldquo;neuen Normalit&auml;t&rdquo; ihr Auskommen suchen m&uuml;ssen, denn eine Revolution ist nicht zu erwarten.<\/p><p>Mit pessimistischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJD<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tobias Riegel vertritt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73021\">in diesem Artikel<\/a> die Ansicht, dass es eine &bdquo;angemessene Aufarbeitung der destruktiven Corona-Politik&ldquo; vermutlich nicht geben werde. 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