{"id":73382,"date":"2021-06-16T08:21:59","date_gmt":"2021-06-16T06:21:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382"},"modified":"2021-06-16T08:21:59","modified_gmt":"2021-06-16T06:21:59","slug":"hinweise-des-tages-3881","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h01\">Einspruch abgelehnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h02\">Eine einzige Pandemie-Farce<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h03\">Streik bei Gorillas: Das steckt hinter dem Aufstand beim Liefer-Giganten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h04\">Die im aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofes enthaltene Kritik an Gesundheitsminister Spahn hat es in sich. <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h05\">Impfstoffe f&uuml;r Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h06\">&Uuml;ber das Impfen und die Frage: Ist die Rechtswissenschaft keine Wissenschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h07\">Maskenstreit um Minister Jens Spahn: Noch schlechter als behauptet <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h08\">Es kommt auf die Rechtsgrundlagen an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h09\">In der Arktis: Der n&auml;chste Kipp-Punkt wackelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h10\">Das verdammte Olympia wird doch stattfinden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h11\">Verfassungsschutzbericht 2020: Der Staat und seine Delegitimierer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h12\">Der Welt-Gendarm, die Gipfel-Pleite &ndash; und der Flop bei der Entwicklungshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h13\">Drohnen-Propaganda grenzt an Fake News<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h14\">Abgang mit Nebenwirkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h15\">Kolonisierung von besetztem Gebiet ist ein Kriegsverbrechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h16\">China: Besonders &uuml;ble Ausbeutung, repressiver Staat, Neokolonialismus, Uiguren, Hongkong<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h17\">Wei&szlig;er Ritter der Geringverdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73382#h18\">Aus f&uuml;r Claus Kleber: Bekannter Nachrichtensprecher verl&auml;sst das ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Einspruch abgelehnt<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen haben ihr Wahlprogramm festgelegt. Der Parteitag war eine Machtdemonstration der b&uuml;rgerlichen Parteispitze.<br>\n(&hellip;) Die Basis hatte &uuml;ber 3.000 &Auml;nderungsantr&auml;ge an dem vom Parteivorstand erarbeiteten Wahlprogrammentwurf eingereicht. Viele davon sollten dem Programm eine sozialere und &ouml;kologischere Ausrichtung geben. In nahezu allen Abstimmungen setzte sich am Ende der Parteivorstand durch.<br>\nInsbesondere f&uuml;r die Gr&uuml;ne Jugend, aber auch f&uuml;r weitere linke Kr&auml;fte in der Partei ist das eine herbe Niederlage. Soziale Forderungen nach der Vergesellschaftung gro&szlig;er Immobilienkonzerne, einem h&ouml;heren Spitzen- und Verm&ouml;genssteuersatz, einem h&ouml;heren Mindestlohn, einer kommunalen Job-Garantie, aber auch klimapolitische Forderungen nach einem h&ouml;heren CO2-Preis, einem Tempolimit auf Landstra&szlig;en und einem fr&uuml;heren Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor wurden von der ersten Riege der Parteiprominenz abgelehnt&hellip;<br>\nDie Geschlossenheit, mit der die Parteispitze gegen die linken Forderungen argumentierte, belegen, was schon der Programmentwurf erahnen lie&szlig;: Das bevorzugte Regierungsb&uuml;ndnis der Gr&uuml;nen ist nicht links, sondern rechts der Mitte zu verorten.<br>\nDie Parteispitze war auf dem Parteitag nicht um eine inhaltliche Ausgewogenheit zwischen den verschiedenen Str&ouml;mungen innerhalb der Partei bem&uuml;ht, sondern um die maximale Offenhaltung aller Koalitionsoptionen. Eine klare strategische Ausrichtung auf Gr&uuml;n-Rot-Rot mit ambitioniertem sozial- und klimapolitischem Fokus ist im Wahlprogramm nicht zu erkennen&hellip;<br>\n(&hellip;) F&uuml;r sch&ouml;ne Fotos und unverbindliche Forderungen sonnt sich die Partei gerne in der Aufmerksamkeit au&szlig;erparlamentarischer politischer Kr&auml;fte. Wenn es allerdings darum geht, die berechtigten Forderungen der Bewegungen konkret in das Wahlprogramm zu integrieren, ist bei den Gr&uuml;nen die Sorge ums Klima weniger gro&szlig; als die Angst vor dem Verlust b&uuml;rgerlicher W&auml;hlerstimmen&hellip;<br>\nDenn auch wenn in F&uuml;hrungsfragen Einigkeit herrscht und das Programm letztendlich mit der Zustimmung einer gro&szlig;en Mehrheit beschlossen wurde, sollte nicht &uuml;bersehen werden, dass es keine einzige der Kernforderungen der linken Kr&auml;fte in das Wahlprogramm geschafft hat. Dieses Programm ist kein Kompromiss, sondern ein Manifest des Vorstandes. Die Gr&uuml;ne Jugend und die ansonsten von der Partei hofierten politischen Bewegungen sind die gro&szlig;en Verlierer des Parteitags. Das Versprechen progressive Forderungen von der Stra&szlig;e in die Parlamente zu tragen, wurde in keiner Weise eingel&ouml;st&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/einspruch-abgelehnt-parteitag-die-gruenen-baerbock-habeck-gruene-jugend-wahlprogramm-schwarz-gruen\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kumpel Kaeser nennt es &bdquo;Inclusive Capitalism&ldquo;<\/strong><br>\nWahlkampf Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft macht Stimmung gegen Annalena Baerbock. Nach dem Parteitag fragt man sich: Warum eigentlich? Kapital und Gr&uuml;ne &ndash; das passt<br>\n(&hellip;) Dabei m&uuml;ssen sich weite Teile der Wirtschaft vor den Gr&uuml;nen alles andere als f&uuml;rchten. Das bewies die Partei eindrucksvoll beim Parteitag, auf dem das Wahlprogramm beschlossen wurde. Pragmatisch, konstruktiv, auf Augenh&ouml;he mit den Chefetagen schmetterten Zwei-Drittel der Delegierten einen Antrag ab, der die Anhebung der Hartz-IV-Bez&uuml;ge um 200 Euro vorsah. Die Abschaffung der Schuldenbremse ist ebenso durchgefallen, wie es mit Gr&uuml;nen keine Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen geben soll. Auch ein Antrag, den Spitzensteuersatz auf 53 Prozent zu erh&ouml;hen, scheiterte &ndash; der Parteitag beschloss eine &bdquo;moderate&ldquo; Anhebung auf 48 Prozent. Durchatmen bei den Reichen. Auch die Autoindustrie hatte Grund zur Freude: Autos mit Verbrennungsmotor erst ab 2030 nicht mehr zugelassen werden d&uuml;rfen &ndash; und nicht schon ab 2025. Und die R&uuml;stungsindustrie freut es zu h&ouml;ren, dass die Gr&uuml;nen den Einsatz von Kampfdrohnen nicht kategorisch ausschlie&szlig;en.<br>\nEine Gastrede hielt Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser. Der neue Aufsichtsratsvorsitzende von Siemens Energy, der sich selbst als &bdquo;Believer in Inclusive Capitalism&ldquo; bezeichnet, warb beim Parteitag eindringlich f&uuml;r eine sozial-&ouml;kologische Marktwirtschaft &ndash; in Abgrenzung zum Sozialismus. Den Gr&uuml;nen redete er ins Gewissen, die gro&szlig;e Chance nicht zu vergeben, von der Abteilungsleitung Umwelt in den Vorstand Deutschland aufzusteigen.<br>\nVorschusslorbeeren aus der Kapitalfraktion<br>\nAuch die Privatbanken haben l&auml;ngst keine Angst mehr vor Baerbock und Co.: Der Bundesverband deutscher Banken lobte Anfang Mai im Handelsblatt: Die Gr&uuml;nen h&auml;tten vielleicht als erste Partei verstanden, dass der Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft nur mit der Unterst&uuml;tzung der Banken und der Kapitalm&auml;rkte zu schaffen sei&hellip;<br>\nBei so viel Vorschusslorbeeren wichtiger Kapitalfraktionen wundert es nicht, dass die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) die INSM-Kampagne kritisiert hat. &bdquo;Pers&ouml;nliche Herabsetzungen und eine misslingende Verwendung christlicher Symbolik sind kein angemessener Umgang im notwendigen Wettstreit um politische Inhalte.&ldquo; Dies sei nicht der Stil der BDA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/kumpel-kaeser-nennt-es-inclusive-capitalism\">Der Freitag<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Gr&uuml;ne Bellizisten<\/strong><br>\nDer designierte Au&szlig;enminister Joseph Fischer war wenigstens bereits gew&auml;hlt &ndash; allerdings noch nicht im Amt &ndash;, als er im Oktober 1998 zusammen mit dem baldigen Kanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) der damaligen US-Regierung versicherte, an ihnen werde ein Angriffskrieg gegen Jugoslawien nicht scheitern. Und so war es dann auch. So lange wollte der aktuelle Gr&uuml;nen-Chef und m&ouml;gliche k&uuml;nftige Au&szlig;enminister Robert Habeck nicht warten. Noch vor der Bundestagswahl im September will er die allerletzten friedenspolitischen Positionen der Partei endg&uuml;ltig aus dem Weg ger&auml;umt haben.<br>\nErst setzte Habeck der Linkspartei die Pistole auf die Brust, als er ihr ins Stammbuch schrieb, in Deutschland schlie&szlig;e eine Regierungsf&auml;higkeit ein Bekenntnis zur NATO ein. Und kurz darauf legte er mit der Aussage nach, die Forderung nach &bdquo;Defensivwaffen&ldquo; f&uuml;r die Ukraine sei berechtigt&hellip;<br>\nGanz abgesehen davon, dass sich defensive und offensive Waffen kaum unterscheiden lassen, was auch dem Gr&uuml;nen-Chef bewusst sein d&uuml;rfte, ist eine solche Forderung &ndash; eigentlich &ndash; eine Verletzung der deutschen R&uuml;stungsexportrichtlinien, keine Waffen in Krisengebiete zu exportieren. Auch das gr&uuml;ne Grundsatzprogramm vom letzten November hatte sich hierzu noch bekannt: &bdquo;Exporte von Waffen und R&uuml;stungsg&uuml;tern an Diktatoren, menschenrechtsverachtende Regime und in Kriegsgebiete verbieten sich.&ldquo;<br>\nDavon wollen zumindest Teile der gr&uuml;nen F&uuml;hrungsspitze nun also nichts mehr wissen. Ebenso wenig wie von der Forderung nach einem sofortigen Abzug der in Deutschland im Rahmen der &bdquo;Nuklearen Teilhabe&ldquo; lagernden US-Atomwaffen. Auch der wird mittlerweile offen in Frage gestellt und auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben, wenn etwa der Gr&uuml;nen-Haush&auml;lter und Verteidigungspolitiker Tobias Lindner von einem Zeitfenster zwischen 2030 und 2035 spricht, das hierf&uuml;r &bdquo;realistisch&ldquo; angepeilt werden k&ouml;nne. Noch weiter ging bereits Anfang des Jahres das Papier &bdquo;Transatlantisch? Traut Euch!&ldquo;, dessen Ko-Autorin Ellen Uebersch&auml;r auch als eine von zwei Vorst&auml;nden der Gr&uuml;nen-nahen B&ouml;ll-Stiftung fungiert. Mit kaum &uuml;berbietbarem Pathos wird darin schwadroniert, die NATO sei der &bdquo;Glutkern des Westens&ldquo;. Deshalb m&uuml;sse das B&uuml;ndnis massiv gest&auml;rkt werden, damit die USA nicht von der Fahne gehen und am Ende sogar noch ihre Atomwaffen aus Deutschland abziehen w&uuml;rden&hellip;<br>\nDas sind nur einige von vielen Beispielen, die belegen, dass die Gr&uuml;nen l&auml;ngst sturmreif geschossen sind &ndash; besonders konfrontativ fallen die Positionen gegen&uuml;ber China und Russland aus. Wirklich wundern kann das aber nicht: Schon Fischer und Schr&ouml;der wussten schlie&szlig;lich, dass Regierungsf&auml;higkeit in Deutschland bedeutet, sich ohne Wenn und Aber der imperialistischen Kriegspolitik zu verschreiben. Habeck hat dies zuletzt mit seiner Ansage an die Linkspartei lediglich best&auml;tigt. Wundern muss man sich aber &uuml;ber diejenigen, die den Gr&uuml;nen, nach allem, was sie auf dem Kerbholz haben, weiter irgendeine N&auml;he zu friedenspolitischen Positionen attestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2021\/06\/07\/gruene-bellizisten\/\">IMI<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eine einzige Pandemie-Farce<\/strong><br>\nEin Turnier in elf St&auml;dten, elf L&auml;ndern und mit 68.000 Fans im Stadion von Budapest   die Fakten lassen nicht wenige fremdeln mit dieser Fu&szlig;ball-EM. Sie ist in diesem Format in Corona-Zeiten die falsche Entscheidung und der letzte Beweis daf&uuml;r, dass der Fu&szlig;ball eine absolute Sonderrolle hat&amp;<br>\n(&amp; ) Den Umsatz auf die n&auml;chste Stufe heben<br>\nAllein die Fakten lassen nicht wenige fremdeln mit dieser EM. Ein Turnier in elf St&auml;dten, in elf L&auml;ndern, viele Reisen quer &uuml;ber den Kontinent und sogar dar&uuml;ber hinaus. 68.000 Fans im voll besetzten Stadion von Budapest. Und das alles in diesen Zeiten&amp;<br>\nDiese EM dient, welch &Uuml;berraschung, vor allem dazu, Sponsoren- und Fernsehgelder zu generieren, den Umsatz auf die n&auml;chste Stufe zu heben&amp;<br>\nSonderrechte f&uuml;r den Fu&szlig;ball<br>\nDie UEFA braucht das Turnier zum finanziellen &Uuml;berleben. So l&auml;sst sich auch verstehen, warum die Ausrichterst&auml;dte Bilbao und Dublin k\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine Farce ist vor allem die Berichterstattung und damit verbunden auch ein gro&szlig;er Teil der Reaktionen. Es wird n&auml;mlich gerne unterschlagen, dass Ungarn nur geimpfte oder nachweislich genesene Fans ins Stadion <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2021-06\/fussballstadion-em-ungarn-portugal-budapest-fans#:~:text=Die%20ungarischen%20Fans%20d%C3%BCrfen%20nur,eine%20Corona%2DErkrankung%20%C3%BCberstanden%20haben.&amp;text=Auch%20die%20700%20portugiesischen%20Fans,einen%20negativen%20Corona%2DTest%20vorweisen\">gelassen hat<\/a>. Die &bdquo;Alarmisten-Fraktion&ldquo;, die nun Zeter und Mordio schreit, glaubt offenbar nicht an das Konzept von Impfungen und erweist sich einmal mehr &ndash; um in ihren Worten zu sprechen &ndash; als &bdquo;Impfskeptiker&ldquo;. Auf der anderen Seite wurde das volle Stadion in Budapest gestern in den sozialen Netzwerken von denen freudig als R&uuml;ckkehr in die Normalit&auml;t gefeiert, die langl&auml;ufig als &bdquo;Querdenker&ldquo; bezeichnet werden. Gerade die m&uuml;ssten aber eigentlich Zeter und Mordio schreien, da die Zugangsbeschr&auml;nkung f&uuml;r Geimpfte und Genesene genau die &bdquo;indirekte Impfpflicht&ldquo; ist, vor der sie immer &ndash; und dies ja nicht zu Unrecht &ndash; warnen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Streik bei Gorillas: Das steckt hinter dem Aufstand beim Liefer-Giganten <\/strong><br>\nSeit Tagen proben die Besch&auml;ftigten beim Lieferdienst Gorillas den Aufstand. Damit r&uuml;cken die Arbeitsbedingungen in den Fokus. Was l&auml;uft hier schief?<br>\n(&hellip;) Nach der fristlosen Entlassung eines Gorillas-Fahrers ist der Streit eskaliert. Die Besch&auml;ftigten werfen dem Unternehmen Willk&uuml;r, Ausbeutung und Missachtung von Arbeitnehmerrechten vor. Der Streit schwelt schon l&auml;nger, doch der Rauswurf &ndash; offiziell wegen einer Versp&auml;tung von etwa 40 Minuten &ndash; brachte das Fass zum &Uuml;berlaufen.<br>\nGorillas-CEO wendet sich an seine Mitarbeiter<br>\nPer Videokonferenz versuchte Gorillas-CEO Ka&#287;an S&uuml;mer noch am Freitag die Wogen zu gl&auml;tten. Die Berliner Zeitung konnte an dem Meeting teilnehmen. Rund 15 Minuten sprach S&uuml;mer auf Englisch zu seinen Besch&auml;ftigten. Die Proteste h&auml;tten ihn &uuml;berrascht.  Es sei ihm wichtig, dass die Mitarbeiter stolz auf ihr Unternehmen sein k&ouml;nnen. &bdquo;Bei Gorillas geht es ums Fahrradfahren, nicht um Politik&ldquo;, dozierte S&uuml;mer in die Kamera.<br>\nZum eigentlichen Ausl&ouml;ser der Proteste &ndash; der K&uuml;ndigung des Fahrers Santiago &ndash; sagte er nur, dass mehrmaliges Fehlverhalten der Grund f&uuml;r den Rauswurf gewesen sei&hellip;.<br>\nVon &bdquo;digitaler Sklaverei&ldquo; spricht hingegen die SPD-Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe aus Friedrichshain-Kreuzberg. Schon l&auml;nger befasst sie sich mit den Arbeitsbedingungen in der Branche. Kiziltepe wirft Unternehmen wie Gorillas vor, Wachstum auf dem R&uuml;cken der Besch&auml;ftigten zu erzwingen. Gorillas wisse &uuml;ber die App, &uuml;ber die auch der Bestellvorgang abgewickelt wird, immer, wo sich ein Fahrer gerade befindet. Das baue Druck auf, um die Besch&auml;ftigten zu drillen. &bdquo;Dass einem Mitarbeiter wegen einer einmaligen Versp&auml;tung gek&uuml;ndigt wird, ist rechtlich zwar m&ouml;glich, wirft aber kein gutes Licht auf das Unternehmen&ldquo;, sagte Kiziltepe der Berliner Zeitung. Die SPD-Politikerin hat einen Brief an Gorillas-CEO S&uuml;mer geschrieben. Darin fordert sie ihn auf, die K&uuml;ndigung des Fahrers zur&uuml;ckzunehmen &ndash; und die Regeln der betrieblichen Mitbestimmung zu akzeptieren.<br>\nHat Gorillas versucht, eine Betriebsratswahl zu verhindern?<br>\nKiziltepe spielt damit auf die Vorgeschichte der Eskalation bei Gorillas an. Um einen Betriebsrat zu gr&uuml;nden, haben die Besch&auml;ftigten Anfang Juni zun&auml;chst einen Wahlvorstand gew&auml;hlt. Diese H&uuml;rde sieht das Gesetz vor. Doch das Management will die Wahl gerichtlich &uuml;berpr&uuml;fen lassen. Nicht alle Angestellten, so die Begr&uuml;ndung, konnten an der Abstimmung gleichberechtigt teilnehmen. Die Mitarbeiter, die sich im &bdquo;Gorillas Workers Collective&ldquo; organisiert haben, halten dieses Argument f&uuml;r vorgeschoben. Sie verweisen auf Verhinderungsversuche des Unternehmens &ndash; und das per se problematische Gesch&auml;ftsmodell von Gorillas&hellip;<br>\nDie Arbeit sei gepr&auml;gt von enormer Belastung, &Uuml;berstunden und Fremdsteuerung. Sogar die F&uuml;rsorgepflicht des Arbeitgebers werde auf die Mitarbeiter abgew&auml;lzt. F&uuml;r die Verkehrssicherheit der Fahrr&auml;der h&auml;tten sie selbst zu sorgen. &bdquo;Diese Unternehmen haben keine Kultur im Umgang mit Arbeitnehmerrechten&ldquo;, sagt Ulbrich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/streik-bei-gorillas-das-steckt-hinter-dem-aufstand-beim-liefer-giganten-li.164878\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die im aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofes enthaltene Kritik an Gesundheitsminister Spahn hat es in sich. <\/strong><br>\nNicht nur, dass Apotheken mit Mondpreisen f&uuml;r die Ausgabe kostenloser Masken belohnt wurden. Nicht nur, dass Kliniken &uuml;ppige Steuermittel f&uuml;r die Schaffung von Intensivbetten erhielten, die jetzt nirgendwo aufzufinden sind. Offenbar wurden irgendwann auch Anreize an Krankenh&auml;user gegeben, die Zahl der freien Intensivbetten gering zu halten bzw. wenig freie Intensivbetten offiziell zu melden. Doch obwohl selbst das RKI und damit auch die Bundesregierung wussten, dass die ans Intensivregister gemeldeten Kapazit&auml;ten &bdquo;nicht mehr f&uuml;r eine Bewertung der Situation geeignet&ldquo; waren, sch&uuml;rte die Regierung mit diesen Daten Panik und lie&szlig; Lockdown auf Lockdown folgen. Dem eigentlichen Problem &ndash; der Profitorientierung von Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen, der damit zusammenh&auml;ngenden Personalnot angesichts geringer L&ouml;hne und schlechter Arbeitsbedingungen &ndash; begegnet der Gesundheitsminister bis heute mit Ignoranz. Der gesellschaftliche Schaden, der durch so viel Inkompetenz, Geldverschwendung und strammer Orientierung an Lobbyinteressen angerichtet wurde, ist kaum zu beziffern. Sollten die Vorw&uuml;rfe des Bundesrechnungshofes auch nur ann&auml;hernd zutreffen, ist ein R&uuml;cktritt von Spahn als Gesundheitsminister &uuml;berf&auml;llig!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/4785930948090931\">Sarah Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Impfstoffe f&uuml;r Afrika<\/strong><br>\nBioNTech will Impfstoffe im dramatisch unterversorgten Afrika produzieren &ndash; ab 2022. Konzerne aus China, Russland und den USA haben damit bereits begonnen.<br>\nBerlin\/Mainz (Eigener Bericht) &ndash; Der Mainzer Pharmakonzern BioNTech plant die Expansion auf den afrikanischen Kontinent. Hintergrund sind Bestrebungen der Afrikanischen Union (AU), Covid-19-Impfstoffe in afrikanischen Staaten herstellen zu lassen und langfristig eine eigene Vakzinproduktion aufzubauen. BioNTech gibt das Vorhaben bekannt, nachdem die EU Ende Mai angek&uuml;ndigt hat, die Errichtung von Impfstofffabriken in ausgew&auml;hlten L&auml;ndern Afrikas mit bis zu einer Milliarde Euro zu unterst&uuml;tzen. Allerdings nimmt BioNTech erste Abf&uuml;llvorg&auml;nge in Afrika nicht vor Mitte 2022, die Komplettproduktion fr&uuml;hestens 2025 in den Blick. Andere Konzerne haben l&auml;ngst mit dem Aufbau einer Vakzinherstellung in Afrika begonnen &ndash; beispielsweise Sinovac (Beijing) in &Auml;gypten, das Gamaleya-Institut (Moskau, Sputnik V) in Algerien, Johnson &amp; Johnson (USA) in S&uuml;dafrika. Mit Blick auf den dramatischen Impfstoffmangel in Afrika ist der Beschluss der G7, bis inklusive 2022 nur 870 Millionen Impfdosen an Entwicklungsl&auml;nder zu liefern, als &ldquo;unverzeihliches Versagen&rdquo; angeprangert worden. Afrikas wichtigster Vakzinlieferant ist zur Zeit China&hellip;<br>\n(&hellip;) Der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown nannte das magere G7-Angebot mit Blick auf das Massensterben in der Pandemie &ldquo;ein unverzeihliches moralisches Versagen&rdquo;.<br>\nProduktionsstandorte in Afrika<br>\nIn der klaren Erkenntnis, nicht auf ausreichende Lieferungen aus dem Westen setzen zu k&ouml;nnen, haben die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) im April angek&uuml;ndigt, eine eigene Impfstoffproduktion aufzubauen &ndash; bezogen nicht nur auf Covid-19-Vakzine, sondern auf s&auml;mtliche Vakzine &uuml;berhaupt. Heute wird lediglich ein Prozent von ihnen in Afrika hergestellt; im Jahr 2040 soll der Anteil laut den Pl&auml;nen der AU auf 60 Prozent gestiegen sein&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8629\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Uuml;ber das Impfen und die Frage: Ist die Rechtswissenschaft keine Wissenschaft?<\/strong><br>\nSeit nunmehr 15 Monaten sollen wir auf &bdquo;die&ldquo; Wissenschaft h&ouml;ren. Oder vielmehr auf bestimmte Wissenschaftler, andere, die von der einheitlichen Meinung abweichen, z&auml;hlen offenbar nicht zu dieser Wissenschaft. Doch wie steht es mit der Rechtswissenschaft?<br>\n(&hellip;) Wir sehen also einmal mehr, dass die Wissenschaft immer so verwendet wird, wie es gerade passt. Statt genau und gewissenhaft auf m&ouml;gliche Impfrisiken bei Kindern (aber auch bei Erwachsenen) einzugehen und Entscheidungen nach Faktenlage abzuw&auml;gen, gilt so ziemlich von Anfang an: Nur die Impfung kann uns retten. Daran hat sich nichts ge&auml;ndert, die Bundesregierung ist keinen Millimeter von ihrer &Uuml;berzeugung abgewichen&hellip;.<br>\nWas Recht ist und was &uuml;brigbleibt<br>\nWie lange gelten eigentlich noch welche Ma&szlig;nahmen? Diese Frage wird derzeit hei&szlig; diskutiert, aber genau genommen w&auml;re diese Debatte v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssig. Dazu kommen wir gleich. Zun&auml;chst werfen wir einen Blick zur&uuml;ck.<br>\nEs war bereits im Oktober 2020, als der Verfassungs- und Staatsrechtler Volker Boehme-Ne&szlig;ler in einem Interview die Ma&szlig;nahmenpolitik der Bundesregierung bem&auml;ngelte. Pauschale Ma&szlig;nahmen, so der Staatsrechtler, seien unzul&auml;ssig. Genau das t&auml;te aber die Bundesregierung, gemeinsam mit den Ministerpr&auml;sidenten. Womit er gleich zum n&auml;chsten Punkt kam: Die Entscheidung h&auml;tte beim Parlament liegen m&uuml;ssen, bei den gew&auml;hlten Vertretern des Volkes.<br>\nDas wirft nat&uuml;rlich nicht nur auf die Volksvertreter ein bizarres Licht, die &ndash; inklusive der Opposition &ndash; in der gesamten Corona-Episode eine desastr&ouml;se Figur abgegeben haben. Es spricht auch eine deutliche Sprache bez&uuml;glich des Demokratieverst&auml;ndnisses der Bundesregierung und der Ministerpr&auml;sidenten. Doch der eigentliche Punkt ist, dass Boehme-Ne&szlig;ler ja nicht allein dastand, und als Verschw&ouml;rungstheoretiker eignet sich der Pragmatiker ebenfalls nicht. Also tat die Politik, was sie ausgezeichnet kann, wenn sie rechtswidrig handelt: nichts. S&auml;mtliche Bedenken und konkreten Kritikpunkte wurden schlicht ignoriert. So biegt sich ein Staat das Gesetz zurecht, wie es ihm gerade passt. Hier von Rechtsbruch zu sprechen, ist sogar noch eine Untertreibung.<br>\nUnd so ging es weiter. Staatsrechtler, Anw&auml;lte und andere Fachleute wiesen immer wieder darauf hin, dass die so getroffenen Ma&szlig;nahmen unzul&auml;ssig seien. Heute kommt erschwerend die Tatsache hinzu, dass offensichtlich weder die Intensivbetten im Besonderen noch das Gesundheitssystem im Allgemeinen zu irgendeinem Zeitpunkt &uuml;berlastet waren. Das macht die Taten der Politik noch krimineller und l&auml;sst nur den Schluss zu, dass hier bewusst mit Angst und Panik gearbeitet wurde. Das schon vor langer Zeit ans Tageslicht gekommene Papier des Bundesinnenministeriums kommt als Beleg hinzu&hellip;<br>\n(&hellip;) Kommen wir zur Frage der &Uuml;berschrift dieses Textes zur&uuml;ck: Ist die Rechtswissenschaft keine Wissenschaft? Spielt also die Rechtswissenschaft, die unser Leben bis Corona in allen Lebensbereichen beeinflusst und gelenkt hat, jetzt einfach keine Rolle mehr? Sind die Gesetzb&uuml;cher, die einzelnen Gesetze, das Grundgesetz, bedeutungslos geworden? Wegen Corona?<br>\nEs scheint so&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2021\/06\/ueber-das-impfen-und-die-frage-ist-die-rechtswissenschaft-keine-wissenschaft\/\">Neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Maskenstreit um Minister Jens Spahn: Noch schlechter als behauptet <\/strong><br>\nDas Gesundheitsministerium hat Corona-Masken nachl&auml;ssig gepr&uuml;ft. Die interne Test-Anleitung zeigt nun, wie viele Schritte dabei wirklich fehlten.<br>\nDas Gesundheitsministerium hat Corona-Schutzmasken f&uuml;r Arztpraxen, Pflegeheime und andere Einrichtungen noch weniger sorgf&auml;ltig getestet, als es selbst seit Tagen behauptet. Das geht aus der Test-Anleitung f&uuml;r sogenannte CPI-Masken hervor. Das Ministerium von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte das Dokument lange unter Verschluss gehalten, ver&ouml;ffentlichte es am Donnerstag kurzzeitig auf seiner Homepage, entfernte es dann aber kommentarlos wieder. Nur &uuml;ber den Google-Zwischenspeicher war es am Freitag weiterhin abrufbar.<br>\nEs geht dabei um Masken, die das Ministerium im Fr&uuml;hjahr 2020 importieren lie&szlig;, also zu Beginn der Coronapandemie. Auf dem Markt gab es damals zu wenige Masken, die nach der europ&auml;ischen CE-Norm gepr&uuml;ft und damit garantiert sicher waren. Die Bundesl&auml;nder hatten deshalb ein tempor&auml;res, abgespecktes Testverfahren entwickelt (&bdquo;CPA-Verfahren&ldquo;). Das Gesundheitsministerium wiederum entwickelte f&uuml;r seine Masken gemeinsam mit dem T&Uuml;V Nord einen noch weniger strengen Test, das CPI-Verfahren.<br>\nDer genaue Ablauf des Tests war bisher unbekannt. Die Anleitung, den sogenannten Pr&uuml;fgrundsatz, wollte das Ministerium auf Presseanfragen hin nicht ver&ouml;ffentlichen. Einige Angaben machte es nur in einem am letzten Wochenende ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Faktenblatt&ldquo;. Die CPI-Pr&uuml;fung sei so gut wie deckungsgleich mit der CPA-Pr&uuml;fung, hei&szlig;t es darin. Nur ein unn&ouml;tiger Pr&uuml;fschritt fehle komplett, ein anderer sei gleichwertig ersetzt. Wie die nun &ouml;ffentlich gewordene Testanleitung zeigt, stimmt das nicht. Die Pr&uuml;fverfahren unterscheiden sich in vier Punkten ganz wesentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Maskenstreit-um-Minister-Jens-Spahn\/!5778487\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Es kommt auf die Rechtsgrundlagen an<\/strong><br>\nMaske auf oder Maske ab. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass nun die n&auml;chste epische Endlosdiskussion die deutsche &Ouml;ffentlichkeit erreicht. Die Bundesjustizministerin hat erkannt, dass bei einem stark abflauenden Infektionsgeschehen die Rechtsgrundlage f&uuml;r Anordnungen nicht mehr gegeben sein k&ouml;nnte, die bei Verst&ouml;&szlig;en ein Bu&szlig;geld vorsehen. Der Bundesgesundheitsminister sieht es &auml;hnlich, schl&auml;gt aber ein stufenweises Vorgehen vor. Auf Nachfrage, wie das konkret aussehen soll, kommt aber nichts. Virologen und Lehrerverb&auml;nde wollen die Maskenpflicht dagegen beibehalten, da das Virus noch nicht von der Bildfl&auml;che verschwunden sei. Nur das wird es nie, womit das Argument dann auch vollkommen sinnlos ist. (&hellip;)<br>\nWas n&uuml;tzt eine Maskenpflicht, wenn sie nicht mehr durchsetzbar ist? Da hilft es auch nicht, wenn Sozialdemokraten das Tragen von Masken wieder zu einer moralischen Frage der Solidarit&auml;t verkl&auml;ren.<br>\nEs gelten die Rechtsgrundlagen, die ja nicht ausschlie&szlig;en, die bisherigen Vorschriften durch sehr viel k&uuml;rzere und verst&auml;ndlichere Empfehlungen zu ersetzen. Die Eigenverantwortung die vorher da war, wird auch dann noch vorhanden sein, genauso wie diejenigen, die auf alles pfeifen, aber wegen fehlender Rechtsgrundlage ohnehin nicht mehr belangt werden k&ouml;nnen. Ja, aber die n&auml;chste Welle, h&ouml;rt man dann als Einwand. Die wird kommen, klar, nur &auml;ndern die Masken daran nichts. Verst&ouml;rend bleiben auch Verordnungen, die mit abnehmendem Infektionsgeschehen immer l&auml;nger werden. Gerade jetzt w&auml;re ja Zeit, eine Korrektur des Pandemiemanagements vorzunehmen und zu erkennen, dass Infektionen nun einmal nicht zu verhindern und damit Teil des allgemeinen Lebensrisikos sind. Es gibt Impfstoffe, die zwar einen schweren Verlauf unwahrscheinlicher machen, was gut ist, aber keine sterile Immunit&auml;t herstellen k&ouml;nnen.<br>\nUnklar bleibt au&szlig;erdem, wie lange eine Impfung sch&uuml;tzt. &bdquo;Weil belastbare Daten dazu fehlen, m&uuml;ssen selbst Fachleute derzeit raten&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht. Damit f&auml;llt auch die etwas seltsame Rechtsauffassung weg, die Geimpften mit digitalem oder analogem Nachweis besondere Freiheiten in Abgrenzung zu anderen zugesteht. Die Grundrechte haben f&uuml;r alle wieder zu gelten und zwar ausnahmslos. Das Coronavirus wird wie alle anderen Atemwegsviren weiter zirkulieren, sich ver&auml;ndern und Infektionen bzw. Erkrankungen ausl&ouml;sen. Es wird also weiterhin zu schweren Verl&auml;ufen und Hospitalisierungen kommen, m&ouml;glicherweise auch bei jetzt Geimpften. Die Gesellschaft muss daher entscheiden, ob sie im Panikmodus mit einer Ma&szlig;nahmen-Endlosschleife verharren m&ouml;chte oder bereit ist, das Coronavirus als Teil der Lebenswirklichkeit zu akzeptieren. Letzteres k&ouml;nnte heilsam sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210614es-kommt-auf-die-rechtsgrundlagen-an\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>In der Arktis: Der n&auml;chste Kipp-Punkt wackelt<\/strong><br>\nEs ist die gr&ouml;&szlig;te Arktis-Expedition aller Zeiten: Im September 2019 macht sich der deutsche Eisbrecher &ldquo;Polarstern&rdquo; auf den Weg zum Nordpol, um ein Jahr lang Daten und Erkenntnisse zu sammeln. Vor acht Monaten kehrte das Forschungsschiff zur&uuml;ck &ndash; mitsamt riesigen Datenmengen.<br>\nJetzt liegen die ersten Ergebnisse vor. &ldquo;Wir stehen unmittelbar davor, einen der wichtigen Kipp-Punkte im Klimasystem auszul&ouml;sen: n&auml;mlich das Verschwinden des Eises in der Arktis jeweils im Sommer&rdquo;, sagt der Polarforscher Markus Rex von der Universit&auml;t Potsdam. Im Fr&uuml;hjahr 2020 h&auml;tte die Expedition einen der schnellsten R&uuml;ckg&auml;nge registriert, der jemals gemessen wurde, im Herbst gefror der arktische Ozean wesentlich schleppender als je zuvor. &ldquo;Das alles zeigt zusammen, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, um zu verhindern, diesen Kipppunkt auszul&ouml;sen&rdquo;, so Rex. Dies k&ouml;nnte zu einem Klima-Dominoeffekt in der Arktis f&uuml;hren.<br>\nWenn immer weniger Eis auf dem Ozean schwimmt, sinkt der Albedo-Effekt immer weiter, also die R&uuml;ckstrahlf&auml;higkeit der Oberfl&auml;che. Eis ist hell und strahlt wie ein Spiegel viel der eingestrahlten Sonnenenergie zur&uuml;ck ins Weltall, eisfreies Wasser ist dunkler, es nimmt mehr dieser Energiestrahlen auf. Und heizt so den Ozean weiter auf, was dazu f&uuml;hrt, dass noch mehr Eis schmilzt, woraufhin noch weniger Energie in den Weltraum abgestrahlt wird, was den arktischen Ozean noch w&auml;rmer macht und noch mehr Eis schmilzt &hellip; ein Teufelskreis. Eine Studie der Universit&auml;t Cambridge kommt in Zusammenarbeit mit dem britischen National Meteorological Service zu dem Ergebnis, dass der Nordpol bereits 2035 eisfrei sein k&ouml;nnte.<br>\nAktuell schmilzt das Eis so schnell wie in den Rekordjahren 2012 und 2020, abgerechnet wird zum H&ouml;hepunkt des arktischen Sommers im September. K&uuml;rzlich hatte ich gepiqd &ldquo;Wie das arktische Meereis unser Wetter bestimmt&rdquo;: Die Meereisbedeckung ist eben nichts, was in der Ferne stattfindet &ndash; sie betrifft unser sch&ouml;nes Leben hier direkt. Insgesamt listet das Potsdam-Institut f&uuml;r Klimafolgen 16 Kipppunkte auf, unter anderem wackeln bereits der Permafrost, der gr&ouml;nl&auml;ndische Eisschild, der Regenwald im Amazonas und der Golfstrom.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/in-der-arktis-der-nachste-kipp-punkt-wackelt\">piqd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das verdammte Olympia wird doch stattfinden<\/strong><br>\nJapan braucht bestimmt keine Olympischen Spiele. Trotzdem marschiert die Olympische Armee weiter und verdient gewaltige Summen, w&auml;hrend viele L&auml;nder kurz vor dem Bankrott stehen. Die Spiele sind vor allem ein gigantisches Gesch&auml;ft f&uuml;r das IOC, Sponsoren, Bauunternehmer &ndash; und manchmal f&uuml;r korrupte Politiker.<br>\nSie war die erste japanische Judo-Weltmeisterin und hat bei den Olympischen Spielen 1988 eine Bronzemedaille gewonnen: Kaori Yamaguchi. Heute ist sie Mitglied des japanischen olympischen Komitees und erkl&auml;rte k&uuml;rzlich etwas sehr Ungew&ouml;hnliches &ndash; zumindest f&uuml;r ein Vorstandsmitglied des japanischen Olympischen Komitees. Sie schrieb in einem Kommentar, Japan sei dazu gedr&auml;ngt worden, die diesj&auml;hrigen Spiele w&auml;hrend einer Pandemie abzuhalten: &ldquo;Wozu gibt es diese Olympischen Spiele und f&uuml;r wen? Die Spiele haben ihre Bedeutung schon verloren und werden nur um ihrer selbst willen abgehalten. Ich glaube, wir haben die Gelegenheit zur Absage verpasst (&hellip;) Wir sind in eine Situation gedr&auml;ngt worden, in der wir nicht einmal mehr aufh&ouml;ren k&ouml;nnen. Wir sind verdammt, wenn wir es tun, und verdammt, wenn wir es nicht tun.&rdquo;<br>\nFinden die Spiele nur f&uuml;r japanische Politiker zur Imagepflege statt?<br>\nYamaguchi ist nicht die Einzige, die so denkt. Ein f&uuml;hrender japanischer Mediziner warnte: Wenn die Spiele wie geplant stattf&auml;nden, werde zu neuen Corona-Infektionen f&uuml;hren und sei &bdquo;nicht normal&ldquo;. &Uuml;ber 80 Prozent der Japanerinnen und Japaner wollen, dass die Spiele entweder verschoben oder abgesagt werden. Die zweitgr&ouml;&szlig;te Zeitung des Landes, Asahi Shimbun, ist zwar offizielle Sponsorin der Spiele, hat aber dennoch die Regierung dringend aufgefordert, das Vorhaben aufzugeben. Wenn die Spiele tats&auml;chlich stattfinden, was &auml;u&szlig;erst wahrscheinlich ist, werden die Wettk&auml;mpfe in zum gr&ouml;&szlig;ten Teil leeren Stadien stattfinden, die zu hohen Kosten gebaut wurden.<br>\nYamaguchis Frage ist mithin mehr als berechtigt: F&uuml;r wen werden die Olympischen Spiele veranstaltet?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++463661ca-cce8-11eb-8ecc-001a4a160123\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ein an sich lesenswerter Beitrag, der niederl&auml;ndische Autor kommt aber leider nicht ohne einen undifferenzierten Seitenhieb auf Nordkorea und &bdquo;Wladimir Putins Winterspiele von 2014&ldquo; aus. Schade eigentlich. &bdquo;Diese Treffen marschierender, Flaggen schwingender, uniformierter Athleten ist ein Anachronismus aus dem 19. Jahrhundert.&ldquo; Ja, das stimmt. Aber das lieben auch die westlichen L&auml;nder, die die Athleten als K&auml;mpfer f&uuml;r ihr Land und sein System sehen und sie ins olympische Rennen um Medaillen f&uuml;r &bdquo;ihr Land&ldquo; schicken. Der Geist, der dahintersteckt, ist derselbe, ob Russland, China oder die USA oder die BRD. Und die USA sind mit Sicherheit kein Vorbild f&uuml;r Frieden und Freiheit und auch ihre westlichen Anbeter und Gefolgsleute nicht.  Woher also wieder die moralische &Uuml;berheblichkeit?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verfassungsschutzbericht 2020: Der Staat und seine Delegitimierer<\/strong><br>\nClaudia Wangerin<br>\nDer Inlandsgeheimdienst hat seinen offiziellen Jahresbericht vorgestellt und verr&auml;t darin mehr &uuml;ber sich selbst, als ihm lieb sein kann&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Angst des BfV vor einer Menschheitsfrage<br>\nDas BfV f&uuml;rchtet offensichtlich die Debatte dar&uuml;ber, ob die langfristige Sicherung unserer Lebensgrundlagen mit dem aktuellen Wirtschaftssystem vereinbar ist, wei&szlig; aber genau, dass diese Frage gerade sehr viele Menschen besch&auml;ftigt &ndash; und dass Umweltbewegte in den letzten Jahren viele Sympathien gewinnen konnten. Das BfV interpretiert aber den Schutz der Verfassung nicht zuletzt als Schutz dieses Wirtschaftssystems. Damit verr&auml;t das Amt unter Thomas Haldenwang mehr &uuml;ber sich selbst, als ihm lieb sein kann, denn das Grundgesetz schreibt genau dieses Wirtschaftssystem nicht fest.<br>\nDas Amt f&uuml;hlt sich ihm dennoch verpflichtet und nennt freie Meinungs&auml;u&szlig;erung von Linken in sozialen und &ouml;kologischen Bewegungen &ldquo;linksextremistische Einflussnahme&rdquo;, so bald dort &uuml;ber Alternativen zum Kapitalismus diskutiert wird. So versucht das BfV, die Umweltbewegung zur Ausgrenzung ihres linken Fl&uuml;gels zu bewegen, der nach Logik des Verfassungsschutzes gar nicht richtig dazugeh&ouml;rt, sondern das Thema nur benutzt, um den Kapitalismus in ein schlechtes Licht zu r&uuml;cken.<br>\nDie schwedische Initiatorin der Jugendbewegung &ldquo;Fridays for Future&rdquo;, Greta Thunberg, meidet war &ldquo;Ismen&rdquo; und klassischen linken Szenesprech &ndash; und das nicht nur aus taktischen Gr&uuml;nden, sondern weil sie tats&auml;chlich keiner Szene angeh&ouml;rte, bevor sie mit 15 Jahren als Einzeldemonstrantin aktiv wurde &ndash; und weil sie m&ouml;glichst gro&szlig;e Teile der Menschheitsfamilie ansprechen will. Aber das Wirtschaftssystem, das sie grunds&auml;tzlich in Frage stellt, weil es die Lebensgrundlagen der Menschheit gef&auml;hrdet, ist nun einmal das, was Linke Kapitalismus nennen. F&uuml;r zivilen Ungehorsam warb Thunberg im britischen Guardian mit dem Satz: &ldquo;Wir k&ouml;nnen die Welt nicht dadurch retten, dass wir uns an die Regeln halten.&rdquo;<br>\nWer die Umweltbewegung von allen Inhalten befreien will, die der Verfassungsschutz &ldquo;linksextremistisch&rdquo; nennt, will sie im Grunde mundtot machen und den Beteiligten maximal erlauben, sich beim Tierschutzverein oder bei den Gr&uuml;nen zu engagieren, die vielleicht schon bald eine Koalition mit den Unionsparteien im Bund bilden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Verfassungsschutzbericht-2020-Der-Staat-und-seine-Delegitimierer-6071522.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Welt-Gendarm, die Gipfel-Pleite &ndash; und der Flop bei der Entwicklungshilfe<\/strong><br>\nDie Nato hat nach den Worten ihres Generalsekret&auml;rs &bdquo;weder die politische Ambition noch die Streitkr&auml;fte noch das Geld, um der Gendarm der Welt zu sein&ldquo;. Eine &bdquo;globale Nato als eine Art zweite Vereinte Nationen wird es niemals geben&ldquo;, sagte er wenige Tage vor dem Nato-Gipfel in Bukarest.<br>\nDas war 2008, der Generalsekret&auml;r hie&szlig; damals noch Jaap de Hoop Scheffer. Nur dreizehn Jahre sp&auml;ter ist die &ldquo;globale Nato&ldquo; dann doch noch Wirklichkeit geworden. Und Scheffers Nachfolger, Jens Stoltenberg, tut so, als sei es die normalste Sache der Welt.<br>\nDie Nato sei immer schon &ldquo;out of area&rdquo; aktiv gewesen, erkl&auml;rte der Norweger &ndash; und verwies auf den Balkan oder Afghanistan. Also k&ouml;nne man sich doch nun auch um China und den Indopazifik k&uuml;mmern. Oder um den Weltraum. Oder den Klimawandel.<br>\nVom Nordatlantik in den Indopazifik<br>\nDoch so einfach ist das nicht. Schlie&szlig;lich ist die Nato eine Nordatlantische Allianz, keine indopazifische. Und die 30 Nato-Staaten haben weder die Streikr&auml;fte noch das Geld, um China in Schach zu halten, da hat Scheffer Recht behalten. Nur die USA k&ouml;nnten das tun &ndash; sie allein haben die n&ouml;tige Power.<br>\nWarum lassen sich die EUrop&auml;er also auf diese Abweichung vom &ldquo;North Atlantic Treaty&rdquo; ein? Wie kann man &uuml;bersehen, dass Biden die Beistands-Verpflichtung nach Artikel 5 des Nato-Vertrags bekr&auml;ftigt, und gleichzeitig den Vertragsinhalt grundlegend ver&auml;ndert?<br>\n&ldquo;In meinem Atlas geh&ouml;rt China nicht zum Atlantikraum, aber vielleicht hat auch meine Karte ein Problem.&rdquo; [so] Frankreichs Pr&auml;sident Macron<br>\nWeder Kanzlerin Merkel noch Pr&auml;sident Macron k&ouml;nnen das erkl&auml;ren. Merkel redet von &ldquo;Dialog&rdquo; mit Peking &ndash; dabei ist der gerade wegen der EU-Sanktionen abgebrochen. Macron erkennt zwar immerhin, dass China nicht am Atlantik liegt &ndash; doch ein Nein kommt ihm nicht &uuml;ber die Lippen.<br>\nEuropa hat sich &uuml;ber den Tisch ziehen lassen<br>\n&Uuml;berzeugend ist das alles nicht. Die EUrop&auml;er haben sich von den USA &uuml;ber den Tisch ziehen lassen. Sie folgen der gef&auml;hrlichen Obsession f&uuml;r China, die schon die Politik von Donald Trump pr&auml;gte und lassen sich auf die schiefe Ebene der Blockbildung und Konfrontation f&uuml;hren.<br>\nDabei w&auml;re es im wohl verstandenen Interesse der EU, die Kooperation mit China fortzusetzen &ndash; f&uuml;r den Fall, dass nach Biden ein Trump II an die Macht kommt oder sonst etwas schief geht. Die EU sollte eine multipolare Weltordnung anstreben und sich von den USA emanzipieren, statt ihnen nachzulaufen.<br>\nUnd sie sollte die Nato &ndash; ein Relikt aus dem Kalten Krieg &ndash; &uuml;berfl&uuml;ssig machen, indem sie ein System kollektiver Sicherheit in Europa aufbaut. So war es Russland nach dem Ende des Kalten Kriegs versprochen worden, es war auch &lsquo;mal gute deutsche Politik.<br>\nDoch das ist ebenso vergessen wir die Worte von Nato-General Scheffer&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/der-welt-gendarm-der-gipfel-flop-und-die-pleite-bei-der-entwicklungshilfe\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Drohnen-Propaganda grenzt an Fake News<\/strong><br>\nMedien &uuml;bernehmen zweifelhafte Analyse eines Bundeswehr-Thinktanks<br>\nP&uuml;nktlich zur Entscheidung des Gr&uuml;nen-Bundesparteitages, die Bewaffnung von Drohnen der Bundeswehr k&uuml;nftig nicht mehr grunds&auml;tzlich abzulehnen, rauschte es noch von anderer Seite im Bl&auml;tterwald. Zahlreiche Print- und Online-Medien berichteten unter oft spektakul&auml;ren Titeln von einer &bdquo;Analyse der Bundeswehr-Denkfabrik GIDS&ldquo; &ndash; so die h&auml;ufig aufgegriffene Formulierung der entsprechenden dpa-Meldung. Eine entsprechende &bdquo;Analyse&ldquo; sucht man auf der Homepage der gemeinsamen Denkfabrik der Bundeswehr-Uni Hamburg und der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr jedoch vergeblich. Die von dpa und vielen Medien aufgegriffenen Zitate entstammen dann auch tats&auml;chlich ausnahmslos zwei Beitr&auml;gen derselben Autorin auf der GIDS-Webseite. Beim einen handelt es sich um eine Art Bericht &uuml;ber einen Vortrag von Oberstleutnant Michael Karl, beim anderen um ein nicht datiertes Interview mit derselben Person. Karl wird jeweils als wissenschaftlicher Referent des GIDS vorgestellt, bei der Autorin scheint es sich um eine Art Pressereferentin, jedenfalls regelm&auml;&szlig;igen Autorin des Thinktanks zu handeln.<br>\nDa interviewt sich das GIDS also selbst, die dpa macht eine Meldung daraus und zahlreiche Medien &uuml;bernehmen diese. Was war nun der Inhalt? Die auf den ersten Blick spektakul&auml;rste Aussage des Interviews wurde von fast allen Medien &ndash; nat&uuml;rlich unwidersprochen &ndash; &uuml;bernommen: &bdquo;Um es mal ganz drastisch auszudr&uuml;cken: Wenn die Bundeswehr in diesem konkreten Konflikt gegen Aserbaidschan h&auml;tte k&auml;mpfen m&uuml;ssen, h&auml;tte sie kaum eine Chance gehabt&ldquo;&hellip;<br>\nZwar hat der &ndash; auf den ersten Blick &ndash; &uuml;berw&auml;ltigende Sieg Aserbaidschans im vergangenen Herbst Viele &uuml;berrascht, diese vielzitierte Aussage eines &bdquo;Experten&ldquo; der Bundeswehr grenzt trotzdem an Fake-News&hellip;<br>\nBereits im Januar hatte &bdquo;Verteidigungsministerin&ldquo; Kramp-Karrenbauer den &bdquo;ersten echten Drohnenkrieg&ldquo; um Bergkarabach als Anlass genommen, eine verst&auml;rkte Aufr&uuml;stung der Bundeswehr einzufordern. Dabei ging es einerseits &ndash; zun&auml;chst nachvollziehbar &ndash; um die Verteidigung gegen Drohnen. Als Problem gelten dabei aber nicht prim&auml;r gro&szlig;e Drohnen mit (entsprechend) gro&szlig;er Reichweite, die tendenziell von der herk&ouml;mmlichen Luftabwehr bek&auml;mpft werden k&ouml;nnen, sondern kleiner, niedriger fliegenden Drohnen mit geringerer Reichweite. Und damit geht es auch nicht um Verteidigung oder den Schutz &bdquo;unserer Soldaten&ldquo;, sondern um den Schutz &bdquo;unserer Soldaten&ldquo; im Auslandseinsatz gegen einen gut ausger&uuml;steten Feind &ndash; und damit die F&auml;higkeit, weit entfernt Krieg zu f&uuml;hren.<br>\nSowohl zu Beginn des Jahres, wie auch jetzt, wurde au&szlig;erdem der vermeintliche Schock &uuml;ber die Kampfkraft von Drohnen wie selbstverst&auml;ndlich mit der Forderung verkn&uuml;pft, Deutschland m&uuml;sse nun dringend selbst bewaffnete Drohnen anschaffen bzw. die bestehenden bewaffnen. Das ist eigentlich widerspr&uuml;chlich. Stattdessen sollte im Vordergrund stehen, wie man den Einsatz zunehmend automatisierter Waffensysteme &auml;chten und deren Proliferation unterbinden kann&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2021\/06\/14\/drohnen-propaganda-grenzt-an-fake-news\/\">IMI<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Abgang mit Nebenwirkungen<\/strong><br>\nZw&ouml;lf Jahre stand er an der Spitze Israels. Nun ist der Weg frei f&uuml;r eine Anti-Netanjahu-Koalition &ndash; doch ein Comeback ist nicht ausgeschlossen.<br>\nShimon Stein &amp; Moshe Zimmermann<br>\n(&hellip;) Im letzten Jahr zeigten &bdquo;Anti-Bibi&ldquo;-Demonstranten Aufkleber oder Plakate, auf denen nur ein Wort stand: &bdquo;Geh!&ldquo;. Sie protestierten gegen Netanjahus Taktik, die verschiedenen Segmente der Gesellschaft gegeneinander aufzuhetzen: Juden gegen Araber, Religi&ouml;se gegen Laizisten, Inl&auml;nder gegen Asylsuchende und so weiter. Er, der Populist, hetzte gegen &bdquo;die Eliten&ldquo;. Alle, die ihm im Wege stehen, gelten als Linke, also als Verr&auml;ter. F&uuml;r ihn ist kein Preis zu hoch, um politisch zu &uuml;berleben.<br>\nUm an der Macht zu bleiben, duldete er unter anderem die Alleing&auml;nge seiner ultraorthodoxen Verb&uuml;ndeten und gab ihren Forderungen nach &ndash; zum &Auml;rger der s&auml;kularen Menschen im Lande. Besonders auff&auml;llig wurde dieses Verhalten Netanjahus im letzten Jahr, als sich herausstellte, dass die Ultraorthodoxie die vom Staat vorgegebenen Corona-Auflagen nicht beachtet. Nicht weniger auff&auml;llig &ndash; sein Umgang mit der Justiz: Er, an der Spitze der Exekutive, versuchte konsequent, die Justiz zu diskreditieren, wo sie sich gegen die Verletzung von Menschen- und B&uuml;rgerrechten sowie verfassungswidrige Verst&ouml;&szlig;e der Legislative und Exekutive positionierte.<br>\nSein pers&ouml;nliches Ziel war eindeutig: sich vom gegen ihn gef&uuml;hrten Korruptionsprozess zu befreien&hellip;<br>\nSeit seinem Beginn als Regierungschef 2009 lie&szlig; er zudem zu, dass sich die schleichende Annexionspolitik beschleunigte. Die Zahl der &bdquo;wilden Siedlungen&ldquo;, in denen die Eiferer der &bdquo;H&uuml;gel-Jugend&ldquo; sich niederlassen, stieg in den letzten Jahren rasant. Was das f&uuml;r die Zwei-Staaten-L&ouml;sung bedeutet, ist sowohl den Israelis als auch den Pal&auml;stinensern klar&hellip;<br>\nVor diesem Hintergrund brachen in den letzten Wochen der Netanjahu-Regierung pogromartige Auseinandersetzungen zwischen Juden und Arabern in Israels St&auml;dten aus. Sp&auml;testens mit der Verabschiedung des Nationalstaatsgesetzes 2018 war die formale Grundlage f&uuml;r eine Diskriminierung der nicht j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung im Lande geschaffen. Au&szlig;erdem zeigte Netanjahus Schulterschluss mit Rassisten, die f&uuml;r die Ausweisung zehntausender Asylbewerber aus Afrika pl&auml;dieren, dass nach seiner Meinung der j&uuml;dische Charakter des Staates nicht nur &uuml;ber den Kontrast zu &bdquo;den Arabern&ldquo; beziehungsweise Muslimen zum Ausdruck kommen muss&hellip;<br>\n(&hellip;) Aus Sicht der israelischen Nationalisten zahlten sich Netanjahus offene Ablehnung der Politik Obamas und die enge Freundschaft mit Pr&auml;sident Trump aus. Die USA haben die Souver&auml;nit&auml;t Israels auf den Golanh&ouml;hen anerkannt und ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt &ndash; zwei f&uuml;r die Mehrheit der Israelis willkommene, symboltr&auml;chtige Entscheidungen, die bis dato unvorstellbar waren. Trump teilte auch Netanjahus Ansicht, dass der Atomwaffen-Deal mit dem Iran 2015 untauglich sei, und k&uuml;ndigte diesen auf. Israels Kampfansage an den Iran &ndash; mit der Unterst&uuml;tzung von Trump und den USA &ndash; erkl&auml;rt wiederum auch die Bereitschaft einiger Golfstaaten, die sich vom Iran bedroht f&uuml;hlen, ihre Haltung gegen&uuml;ber Israel zu revidieren.<br>\nNetanjahu-Anh&auml;nger verzeichnen auch seine Europapolitik als Erfolg. Er hat es geschafft, in die EU, die viele Israelis mit Skepsis betrachten, einen Keil zu treiben, indem er besonders enge Beziehungen zu den Visegrad-Staaten und zu rechtskonservativen Politikern kn&uuml;pfte, was dabei half, manche antiisraelischen Beschl&uuml;sse zu blockieren&hellip;.<br>\nOb das alles tats&auml;chlich als Erfolg zu bewerten ist, ist jedoch sehr fraglich. Die Ereignisse im Mai 2021 sprachen eine deutliche Sprache. Die Hoffnung Netanjahus, dass die Pal&auml;stinafrage einfach &bdquo;verschwindet&ldquo;, ist verpufft. Der neue Gazakrieg und die Unruhen im Kernland Israel zeigten mit Nachdruck, dass Netanjahus Plan nicht aufgegangen ist&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/naher-osten\/artikel\/netanjahu-abwahl-israel-5245\/?utm_campaign=de_40_20210615&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=newsletter\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kolonisierung von besetztem Gebiet ist ein Kriegsverbrechen<\/strong><br>\nPeter Leuenberger<br>\nDie Staaten dr&uuml;cken sich vor ihren Verpflichtungen, wenn sie G&uuml;ter aus besetzten Gebieten zulassen.<br>\nRed. Eine Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative fordert, den Handel mit G&uuml;tern aus illegalen Siedlungen zu verbieten, aber die EU-Kommission erkl&auml;rte sich als nicht zust&auml;ndig. Der Europ&auml;ische Gerichtshof sieht das anders und spielte den Ball an die Kommission zur&uuml;ck. Der Historiker Peter Leuenberger ordnet ein und wirft einen Blick auf die Situation in der Schweiz.<br>\nDie B&uuml;rgerinitiative will den Handel mit illegal errichteten Siedlungen in besetzten Gebieten unterbinden. Betroffen von dieser Massnahme w&auml;ren insbesondere der Handel mit Siedlungen im von Israel besetzten pal&auml;stinensischen Westjordanland und den syrischen Golanh&ouml;hen, aber auch illegale Siedlungen in der von Marokko besetzten Westsahara sowie andere Gebiete, die milit&auml;risch besetzt sind und von der Besatzungsmacht wirtschaftlich ausgebeutet werden. Doch die EU-Kommission weigerte sich im September 2019, die Initiative zu registrieren. Die Begr&uuml;ndung: Sie sei nicht zust&auml;ndig, denn ein solcher Schritt k&auml;me Sanktionen gleich. Er k&ouml;nnte nur gemeinsam von allen Mitgliedsstaaten im Europ&auml;ischen Rat beschlossen werden. Die Exekutive in Br&uuml;ssel sei nicht dazu befugt&hellip;<br>\nSiedlungen verletzen humanit&auml;res V&ouml;lkerrecht<br>\nGem&auml;&szlig; der Vierten Genfer Konvention (Art. 49) sind israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland und auf den syrischen Golanh&ouml;hen v&ouml;lkerrechtswidrig. Erst k&uuml;rzlich hat die EU ihre langj&auml;hrige Position bekr&auml;ftigt, dass alle Siedlungen in den besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten nach internationalem Recht illegal sind.<br>\nTom Moerenhout, ein Experte f&uuml;r internationales Wirtschaftsrecht, der an der New Yorker Columbia University lehrt, hat in einer juristischen Ver&ouml;ffentlichung aus dem Jahr 2012 die Pflicht der Staaten dargelegt, den Produkten der illegalen Siedlungen keinen Marktzugang zu gew&auml;hren. Dies folgt aus der Verpflichtung zur Nicht-Anerkennung und Nicht-Unterst&uuml;tzung illegaler Siedlungen in milit&auml;risch besetzten Gebieten. Der Handel mit Siedlungen hilft den Besatzungsm&auml;chten, ihre illegalen Kolonien aufrechtzuerhalten und zu erweitern.<br>\nDie EU anerkennt prinzipiell, dass eine solche Verpflichtung besteht. So erkl&auml;rte die EU im M&auml;rz dieses Jahres, dass sie weiterhin ihre Politik der Nichtanerkennung der illegalen Annexion der Halbinsel Krim durchsetzen wird. Aber w&auml;hrend die EU Sanktionen gegen Russland verh&auml;ngt hat, tut sie nichts, wenn es um Israel geht, dessen Annexion von Jerusalem und des Golan sie ebenfalls nicht anerkennt.<br>\n(&hellip;) Laut V&ouml;lkerrechtler Moerenhout handelt es sich bei der Unterbindung des Handels mit illegal agierenden Produzenten nicht um eine Sanktion im v&ouml;lkerrechtlichen Sinn, sondern diese Ma&szlig;nahme sei ein zwingendes Gebot des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/menschenrechte\/kolonisierung-von-besetztem-gebiet-ist-ein-kriegsverbrechen\/\">infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>China: Besonders &uuml;ble Ausbeutung, repressiver Staat, Neokolonialismus, Uiguren, Hongkong<\/strong><br>\nIst damit alles gesagt? Versuch einer Versachlichung gegen die weitgehend geschlossene Meinungsfront im West, dass China ein besonders schlimmes System ist<br>\nChina ist indiskutabel, ein schlimmer Staat. Darin sind sich viele einig &ndash; auch Leute, die einiges am deutschen Staat zu kritisieren und politisch ansonsten eher wenig Schnittmengen haben. Linksliberale, Gewerkschaftler, Anarchisten, Gr&uuml;ne und Antifa-Gruppen &ndash; sie alle eint die Vorstellung, dass Chinas Kapitalismus extra-ausbeuterisch ist und der chinesische Staat besonders repressiv auftritt. Fallen dann noch die Stichworte &bdquo;Uiguren&ldquo; bzw. &bdquo;Hongkong&ldquo;, wei&szlig; jeder &ndash; auch auf Basis einer ziemlich d&uuml;rftigen Informationsgrundlage und ohne weitere Auseinandersetzung &ndash; Bescheid. Gegen diese ziemlich geschlossene Meinungsfront hier einige abweichende &Uuml;berlegungen.<br>\nChina als besonders ausbeuterischer Kapitalismus<br>\nNat&uuml;rlich werden in China Arbeiter_innen ausgebeutet &ndash; und zwar systematisch. Die regierende KP hat schlie&szlig;lich ab 1978 kapitalistisches Wirtschaften durchgesetzt &ndash; kopiert hat sie dieses Prinzip &uuml;brigens vom Westen, der in diesem Fall kein geistiges Eigentum verletzt sah!<br>\nChina ist damit sehr sp&auml;t in einen bereits fix und fertig organisierten Weltmarkt eingestiegen, den die erfolgreichen westlichen Staaten seit mehr als 150 Jahren durch die Ausbeutung ihrer Arbeiter_innen f&uuml;r das Wachstum ihrer Kapitale benutzt hatten (Auspl&uuml;nderung der Kolonien inbegriffen!). Um westliches Kapital anzulocken, musste der asiatische Neueinsteiger vor allem zu Beginn (solange China selbst noch kein attraktiver Markt darstellte) besondere Angebote machen: Billigkeit seiner Arbeitskr&auml;fte, lange Arbeitszeiten, schlechte Arbeitsbedingungen.<br>\nWer diese &bdquo;Extra-Ausbeutung&ldquo; kritisieren will, hat insofern zwei Adressen: 1. den chinesischen Staat, der seine Leute als Sonderangebot f&uuml;r westliche Unternehmen herrichtet und 2. die hiesigen Kapitale und Staaten, die das mit Kusshand wahrgenommen haben. Die letzteren haben sich dann &uuml;brigens mit Hinweis auf die von ihnen genutzten chinesischen Billigl&ouml;hne erpresserisch gegen das Lohnniveau und die sozialstaatlichen Standards in ihren westlichen Heimatl&auml;ndern gewandt und das Verh&auml;ltnis von Lohn und Leistung in ihrem Sinne erfolgreich gesenkt. Und im Jahr 2008 haben sich vor allem US-amerikanische Firmen gegen ein chinesisches Arbeitsgesetz gestellt, das allgemeine Arbeitsvertr&auml;ge und K&uuml;ndigungsschutz auch f&uuml;r die in Joint Ventures eingesetzten Wanderarbeiter vorsah.<br>\nAn all dem wird vor allem eines klar: Die Vorstellung von &bdquo;schlimmen&ldquo; und &bdquo;weniger schlimmen&ldquo; kapitalistischen Unternehmen oder Staaten f&uuml;hrt zu geistigen Irrwegen. Es ist vielmehr das eine und unteilbare Sachgesetz der kapitalistischen Konkurrenz, das bei den verschiedenen nationalen Standorten zu unterschiedlichen Konsequenzen f&uuml;hrt. Im Falle Chinas (wie &uuml;brigens durchg&auml;ngig in der sog. Dritten Welt, die darum konkurriert, Ziel westlicher Kapitalinvestitionen zu werden) sind Billigkeit und relative Rechtlosigkeit seiner Arbeiter entscheidende Pluspunkte f&uuml;r die Anlageentscheidungen westlicher Kapitale. Mit der bitteren Konsequenz, dass der weltweite Zugriff auf billige Arbeitskr&auml;fte die Lage der westlichen (Industrie)Arbeiter massiv verschlechtert: Entweder verlieren sie ihre Arbeitspl&auml;tze oder sie m&uuml;ssen Lohneinbu&szlig;en\/schlechtere Arbeitsbedingungen und Sozialstandards hinnehmen &ndash; diese Auswirkungen der &bdquo;Globalisierung&ldquo; genannten Expansion des Kapitals sind in den entsprechenden Sozialstatistiken gut abzulesen.<br>\nDie Kritik an China sollte also m.E. nicht lauten, dass es &ouml;konomisch etwas anderes (oder besonders &bdquo;Schlimmes&ldquo;) macht, sondern dass es dasselbe System eingef&uuml;hrt hat wie das, das hier bei uns herrscht! Die Kritik zielt auf das System, nicht auf das besondere Land China.<br>\n&Uuml;brigens: Wenn sich in diesem Kontext Staaten, die von diesem System seit 150 Jahren erfolgreich leben, und ihre bezahlten Journalisten, die nichts f&uuml;r Ver&auml;nderung &uuml;brig haben, geschweige denn f&uuml;r Revolutionen, als H&uuml;ter der Menschenrechte aufspielen und &bdquo;brutale Ausbeutung&ldquo; in China anprangern, dann sollten einige Alarmkn&ouml;pfe losgehen &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/auslandsbericht\/china-besonders-ueble-ausbeutung-repressiver-staat-neokolonialismus-uiguren-hongkong\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Gute Analyse, lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wei&szlig;er Ritter der Geringverdiener<\/strong><br>\nW&auml;hlt mich und ihr k&ouml;nnt weiter billig nach Mallorca fliegen, sagt CDU-Chef Armin Laschet. Die echten Probleme der Mindestl&ouml;hner scheinen ihn aber weniger zu k&uuml;mmern.<br>\nZum Gl&uuml;ck gibt es Armin Laschet und die Unionsparteien, um Unheil von jenen Menschen abzuwenden, die in diesem Land am untersten Ende der Lohnskala stehen. Ja, wo w&uuml;rden wir sonst auch hinkommen, wenn sich Geringverdienerinnen nicht einmal mehr einen Billigflug nach Mallorca leisten k&ouml;nnten? Aber das wird der CDU-Vorsitzende tunlichst zu verhindern wissen, lie&szlig; er k&uuml;rzlich die Leserinnen und Leser der Bild erfahren. Der &ldquo;Traum vom Sommerurlaub&rdquo; d&uuml;rfe nicht nur f&uuml;r Besserverdienende m&ouml;glich sein. Mit ihm als Kanzler, so die Botschaft, wird sich jeder den Flug auf die Balearen leisten k&ouml;nnen. Basta!<br>\nUnd nicht nur das. H&ouml;rt man dem CDU-Vorsitzenden dieser Tage zu, bekommt man schnell den Eindruck, dass wir ohne CDU und CSU in diesem Land vor dem sozialen Kahlschlag st&uuml;nden. Wohlstand f&uuml;r alle! War das nicht auch der Slogan eines CDU-Kanzlers vor langer Zeit? Bei Laschet klingt es heute so: Die Energiewende m&uuml;sse sozialvertr&auml;glich sein, das fehle ihm bei den Gr&uuml;nen. Deshalb sollen h&ouml;here Benzinpreise steuerlich ausgeglichen werden. Auch g&uuml;nstiges Wohnen ist ihm nun ein Herzensanliegen. &ldquo;Ich m&ouml;chte, dass in ganz Deutschland ein bezahlbares Eigenheim f&uuml;r Familien Realit&auml;t wird.&rdquo; Na endlich, m&ouml;chte man da ausrufen. [&hellip;]<br>\nH&ouml;herer Mindestlohn? Nein, danke!<br>\n&Uuml;berhaupt Nordrhein-Westfalen, m&uuml;sste dieses sch&ouml;ne Bundesland nicht Modellregion f&uuml;r ein besseres Leben sein? Laschet hatte doch fast eine ganze Legislaturperiode Zeit, um zu zeigen, welche Projekte ihm wichtig sind. Das bezahlbare Eigenheim soll doch dazugeh&ouml;ren, wie er jetzt sagte, hier solle es k&uuml;nftig &ldquo;gro&szlig;z&uuml;gige Freibetr&auml;ge&rdquo; von der Grunderwerbssteuer f&uuml;r Menschen geben, die sich zum ersten Mal im Leben Wohneigentum kaufen. Unerkl&auml;rt bleibt jedoch, warum Laschet damit in NRW nicht angefangen hat. Dort gilt mit 6,5 Prozent der h&ouml;chste Steuersatz, den es in der Republik f&uuml;r den Kauf eines Eigenheims gibt. In Bayern liegt der Satz bei 3,5 Prozent.<br>\nJetzt sind wir aber wirklich im Klein-Klein der Steuergesetzgebung gelandet, bleiben wir lieber bei den einfachen Dingen, den gro&szlig;en Linien. Wie w&auml;re es zum Beispiel mit einem Mindestlohn von zw&ouml;lf Euro die Stunde, wie Gr&uuml;ne und SPD ihn schon l&auml;nger fordern? Der w&uuml;rde den Menschen mit den geringsten Einkommen ganz direkt zugutekommen und obendrein deren Rentenbeitr&auml;ge so erh&ouml;hen, dass sie im Alter nicht auf Grundsicherung angewiesen sind wie bisher. Der CDU-Chef sagt dazu: &ldquo;Ein st&auml;ndiger parteipolitischer &Uuml;berbietungswettbewerb beim Mindestlohn schadet.&rdquo; Dar&uuml;ber m&ouml;chte er also lieber erst mal nicht sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2021-06\/armin-laschet-geringverdiener-cdu-mindestlohn\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein angemessen sarkastischer Beitrag zu Laschets populistischem &Uuml;berbietungswettbewerb. Man k&ouml;nnte noch hinzuf&uuml;gen, dass Laschets &ldquo;Realit&auml;t vom bezahlbaren Eigenheim&rdquo; schon seit Jahren f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Menschen, selbst f&uuml;r Gut- und Doppelverdiener, ein unerreichbarer Traum ist &ndash; und dass eine Senkung der Grundsteuer um 2 oder 3 Prozentpunkte exakt gar nichts hilft, wenn die Leute die 100 Prozent f&uuml;r das eigene Haus (400.000 Euro? 600.000 Euro? 1 Million Euro?) sowieso nicht be- oder abzahlen k&ouml;nnen. Hinter seinen hohlen und unbezahlbaren Versprechungen will Laschet einfach nur daf&uuml;r sorgen, dass die letzten 39 Jahre CDU-Politik der Privatisierung von allem und jeden und der radikalen Reichtums- und Armutsf&ouml;rderung versch&auml;rft weitergef&uuml;hrt werden, da kann er mal ein paar nette Phrasen fallen lassen, die die Leute so h&ouml;ren wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Aus f&uuml;r Claus Kleber: Bekannter Nachrichtensprecher verl&auml;sst das ZDF<\/strong><br>\nNach 19 Jahren verl&auml;sst Claus Kleber offenbar nicht nur das &ldquo;heute-journal&rdquo;, sondern auch den Sender ZDF. Er will in den Ruhestand gehen und mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Zum Jahresende soll f&uuml;r den 65-J&auml;hrigen Schluss sein, schreibt die BILD.<br>\nOffenbar hatte die Programmdirektion beim ZDF noch versucht, ihr Nachrichten-Urgestein Claus Kleber f&uuml;r eine weitere Saison an Bord zu halten und die 20 Jahre vollzumachen. Dies soll der Journalist jedoch abgelehnt haben &ndash; er will k&uuml;nftig lieber mehr Zeit mit Ehefrau Renate und den beiden erwachsenen T&ouml;chtern verbringen. Die Klebers sind seit 39 Jahren verheiratet und ihre T&ouml;chter sind 32 und 35 Jahre alt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/unterhaltung\/tv-film\/claus-kleber-nachrichtensprecher-verlaesst-zdf-35904902\">Web.de<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers S.N.:<\/strong> Merkw&uuml;rdig &ndash; hatte Herr Kleber nicht neulich noch davon gesprochen, dass es &ldquo;die junge Generation&rdquo; finanziell &uuml;berfordere, wenn es immer mehr Rentner gebe und die auch noch immer l&auml;nger leben? Warum arbeitet er selbst dann nicht bis 68, 69 oder 75?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-73382","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73382","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73382"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73382\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73385,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73382\/revisions\/73385"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73382"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73382"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73382"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}