{"id":73471,"date":"2021-06-18T10:00:05","date_gmt":"2021-06-18T08:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73471"},"modified":"2025-08-04T11:31:06","modified_gmt":"2025-08-04T09:31:06","slug":"aus-sicht-der-sieger-der-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73471","title":{"rendered":"Aus Sicht der \u201eSieger der Geschichte\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Dass die Geschichte (samt ihren dazugeh&ouml;rigen Geschichten) von den Siegern geschrieben wird, ist nicht nur ein gefl&uuml;geltes Wort, sondern schon lange eine Binsenweisheit. Dabei denken die meisten Menschen jedoch eher an l&auml;ngst vergangene Zeiten vor hunderten oder tausenden Jahren, als mangels alternativer Aufzeichnungen der Hergang der Geschichte ausschlie&szlig;lich von den Siegern festgehalten wurde. Und dieser Hergang wurde durch einseitige, besch&ouml;nigende oder gar vollst&auml;ndig falsche Darstellungen mehr oder minder stark verzerrt oder gar komplett entstellt. Dass Geschichte jedoch auch heute, unter unser aller Augen, falsch geschrieben wird, vermag sich kaum jemand vorzustellen. Von <strong>Lutz Hausstein<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5107\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-73471-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210618_Aus_Sicht_der_Sieger_der_Geschichte_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210618_Aus_Sicht_der_Sieger_der_Geschichte_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210618_Aus_Sicht_der_Sieger_der_Geschichte_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210618_Aus_Sicht_der_Sieger_der_Geschichte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=73471-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210618_Aus_Sicht_der_Sieger_der_Geschichte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210618_Aus_Sicht_der_Sieger_der_Geschichte_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wir h&ouml;ren und sehen die Geschichtsschreibung unserer j&uuml;ngsten Vergangenheit und dennoch h&ouml;ren und sehen wir nicht, wie die Geschichte verf&auml;lscht wird. Gerade den Deutschen begegnet dies Tag f&uuml;r Tag, Woche f&uuml;r Woche, Monat f&uuml;r Monat. Seit mehr als 30 Jahren. In Reden von Politikern, in politischen Kommentaren in Tageszeitungen und im Fernsehen, ja, inzwischen sogar in unserer eigenen privaten Kommunikation abseits der Medien, denn diese verzerrte Sicht auf die Geschichte ist l&auml;ngst in unser eigenes Geschichtsbild &uuml;bergegangen. Und dennoch sehen wir es nicht, h&ouml;ren es nicht, begreifen es nicht. Denn die Geschichte Ostdeutschlands wurde und wird bis heute in Teilen massiv umgeschrieben.<\/p><p>Schon einmal hatte ich auf <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34222\">dieses Ph&auml;nomen<\/a> hingewiesen, im Zusammenhang der Betrachtung des au&szlig;enpolitischen Verh&auml;ltnisses &bdquo;der&ldquo; Deutschen zu den USA auf der einen Seite und zu Russland andererseits. Die Tatsache, dass die beiden Teile Deutschlands zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Wiedervereinigung vollst&auml;ndig getrennte L&auml;nder mit jeweils eigenen au&szlig;en-, aber auch innenpolitischen Gegebenheiten waren, wird nur selten auch genau so zur Kenntnis genommen und medial wiedergegeben. Stattdessen existiert Geschichte in der Zeit der Parallelstaatlichkeit von DDR und BRD in der Regel nur als Geschichte aus dem Blickwinkel der alten Bundesrepublik. Lassen wir einmal ein paar Beispiele in Ruhe auf uns wirken.<\/p><p>Wenn heute in der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft 1974 gesprochen wird, verkl&auml;rt sich der allgemeine Blick und mit einem seligen L&auml;cheln f&auml;llt der Satz: &bdquo;<em>Wir<\/em> sind Weltmeister geworden. Mit der Achse Maier, Beckenbauer, Overath und Gerd M&uuml;ller.&ldquo; Alternativ vielleicht auch: &bdquo;Deutschland wurde Fu&szlig;ball-Weltmeister 1974.&ldquo; Kaum jemand w&uuml;rde dies heute in Abrede stellen. Doch war dies wirklich so? Sind <em>wir<\/em> Weltmeister geworden? Oder sind <em>wir<\/em> nicht in der Zwischenrunde gegen Brasilien, die Niederlande und Argentinien <a href=\"https:\/\/www.weltfussball.de\/alle_spiele\/wm-1974-in-deutschland\/\">ausgeschieden<\/a>? Das vereinnahmende &bdquo;Wir&ldquo; &ndash; und erst recht nat&uuml;rlich das v&ouml;llig falsche und dennoch damals durchg&auml;ngig und selbst heute noch h&auml;ufig gebrauchte &bdquo;Deutschland&ldquo; &ndash; negiert die Existenz des anderen Teils des damals zweigeteilten Deutschlands. Diese Ignoranz ist umso bemerkenswerter, da die DDR-Mannschaft ja sogar unmittelbarer Teilnehmer dieser WM-Endrunde war &ndash; und hier sogar gegen das auch so benannte &bdquo;Deutschland&ldquo; in der Vorrunde spielte &ndash; und somit jeder vor Augen haben m&uuml;sste, dass weder &bdquo;wir&ldquo; noch &bdquo;Deutschland&ldquo; Weltmeister geworden sein konnten.<\/p><p>Doch nicht nur in diesem Punkt wird den Menschen im Land vermittelt, dass es nur eine einzige Vergangenheit &ndash; n&auml;mlich die Westdeutschlands, sprich der BRD &ndash; gibt. Der deutsche Raumfahrer Ulrich Walter wies bei Markus Lanz einmal darauf hin, dass er auf die Frage, wer der erste Deutsche im Weltraum war, entweder betretenes Schweigen ernte oder ein eher fragendes &bdquo;Ulf Merbold&ldquo; als Antwort erh&auml;lt. Dass jedoch der DDR-B&uuml;rger Sigmund J&auml;hn der erste Deutsche war, der 1978 ins All geflogen ist, ist im westdeutschen Geschichtsbewusstsein bei nur Wenigen verankert. Dazu trug auch der unw&uuml;rdige Umgang der Bundesregierung mit der Pers&ouml;nlichkeit Sigmund J&auml;hn zeitlebens wie auch <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=314dm6UBfKQ\">ein weiteres Mal zu seinem Tod<\/a> ma&szlig;geblich bei. Dem war schon eine gepflegte Ignoranz anl&auml;sslich des 80. Geburtstages von J&auml;hn wie auch des 40. Jahrestages seines Weltraumfluges vorausgegangen. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/geschichte\/2018-08\/sigmund-jaehn-astronaut-held-erinnerung-deutsche-einheit\/komplettansicht\">Sigmund J&auml;hn<\/a> als einer der DDR-B&uuml;rger mit den gr&ouml;&szlig;ten wissenschaftlichen Verdiensten fand nach der Wiedervereinigung in der &Ouml;ffentlichkeit einfach nicht mehr statt.<\/p><p>Derlei Beispiele lie&szlig;en sich noch viele finden. Den meisten, in West wie in Ost, ist der gro&szlig;artige Zoologe, Tierverhaltensforscher und Zoodirektor <a href=\"https:\/\/fzs.org\/de\/ueber-uns\/bernhard-grzimek\/\">Bernhard Grzimek<\/a> wenigstens dem Namen nach ein Begriff. F&uuml;r viele ist Grzimek auch heute noch, &uuml;ber 30 Jahre nach seinem Tod, ein Idol. Doch wer kennt im Westen schon den Namen <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/zeitreise\/stoebern\/damals\/artikel68880.html\">Heinrich Dathe<\/a>, der sich als Zoologe und Direktor des Tierparks Berlin ein weltweites Renommee erwarb? W&auml;hrend Dathe nach dem Ende der DDR schlagartig dem Vergessen anheimfiel und an ihn nur noch &auml;u&szlig;erst sporadisch und mit ausschlie&szlig;lich regionaler Beschr&auml;nkung erinnert wird, wird die Erinnerung an Bernhard Grzimek auch heute noch <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/unterhaltung\/film\/themenabend-grzimek\/film\/index.html\">aktiv wachgehalten<\/a>. So steht f&uuml;r die Zeit der getrennten Staatlichkeit einer gr&ouml;&szlig;tenteils funktionierenden westdeutschen Erinnerungskultur ein gro&szlig;es ostdeutsches Nichts gegen&uuml;ber. Die DDR hat &ndash; au&szlig;erhalb des 17. Juni 1953, des 13. August 1961, der Staatssicherheit, der Existenz der Mauer und der friedlichen Revolution &ndash; einfach nicht stattgefunden.<\/p><p>Es ist genau dieses Kontinuum, das die Geschichtszeichnung f&uuml;r Deutschland zu Zeiten der getrennten Staatlichkeit so einseitig verzerrt. W&auml;hrend man von ostdeutsch Sozialisierten wie selbstverst&auml;ndlich erwartet, Kenntnisse &uuml;ber die bundesrepublikanische Vergangenheit auch der Zeit von 1945-1990 zu haben, da dies zum Allgemeinwissen geh&ouml;re, gilt das umgekehrt nicht. DDR-Geschichte, egal ob sie geschichtliche Vorg&auml;nge oder verschiedenste Personen der &Ouml;ffentlichkeit betrifft, ist vernachl&auml;ssigbar, w&auml;hrend die Historie der alten BRD die einzig wahre Geschichte ist. Denn der Sieger (der Wiedervereinigung) schreibt die Geschichte. Das ist jedoch nicht nur eine v&ouml;llig unzul&auml;ssige Verzerrung der Geschichtsschreibung, sondern es ist auch genau der Aspekt, den Ostdeutsche in diesem Zusammenhang als die mangelnde Anerkennung ihrer eigenen Lebensleistungen und die anderer DDR-Sozialisierter beklagen.<\/p><p>Dieser Tatsachen bin ich mir schon seit L&auml;ngerem bewusst. Ein neues, tieferes Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Gr&uuml;nde dieser einseitigen Darstellung und der Verzerrung der Geschichte erhielt ich jedoch, als ich den Artikel von Stefan Sasse, der u.a. Geschichte studiert und mehrere B&uuml;cher zu historischen Themen ver&ouml;ffentlicht hat, auf seinem Blog &bdquo;Deliberation Daily&ldquo; gelesen hatte, der sich mit der &bdquo;Bilderst&uuml;rmerei&ldquo; in Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung im vergangenen Jahr auseinandergesetzt hat. Seinen Ausf&uuml;hrungen zu diesen Vorg&auml;ngen verdanke ich einen neuartigen Zugang zum Umgang mit der DDR-Geschichte.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.deliberationdaily.de\/2020\/06\/die-bilderstuermer\/\">In seinem Artikel hinterfragt Stefan Sasse<\/a> die rituelle Bedeutung von Denkm&auml;lern oder der Benennung von Stra&szlig;en, Schulen oder Kasernen nach bestimmten Personen. Darin beschreibt er, dass Statuen &ndash; sowie alle weiteren vorgenannten Gedenkrituale &ndash; weniger der Huldigung dieser Personen an sich dienen, sondern vielmehr die dahinterstehende Idee repr&auml;sentieren. Werden durch eine Gesellschaft Statuen aufgestellt, symbolisiert dies die Macht der dahinterstehenden Idee. Werden die Statuen durch eine darauffolgende, gegnerische Macht gest&uuml;rzt, vernichtet oder anderweitig beseitigt, ist in diesem Verst&auml;ndnis der Sturz der damit verbundenen Idee zu verstehen. Nicht die Huldigung der jeweiligen Person soll mit dem Sturz oder der Ausradierung seines Namens beendet werden, sondern der Sieg der neuen Idee, der neuen Macht &uuml;ber die alte.<\/p><p>Wer erinnert sich nicht an die Umbenennung von x-tausenden Stra&szlig;en in Ostdeutschland zu Beginn bis Mitte der 90er Jahre. Die wenigsten davon waren sachlich gerechtfertigt. Den &uuml;berschaubar wenigen Menschen, die sich echter Verbrechen w&auml;hrend der sozialistischen Herrschaftszeit schuldig gemacht hatten und denen dennoch mit der Benennung von Stra&szlig;en, aber auch Geb&auml;uden gehuldigt wurde, stehen Abertausende gegen&uuml;ber, denen kein einziges Verbrechen, au&szlig;er einer mehr oder minder starken Verbundenheit zum vergangenen System, zur Last gelegt werden konnte. Mehr noch. Selbst historische Pers&ouml;nlichkeiten, die schon seit Jahrhunderten tot sind und die schon allein aus diesem Grund keine diesbez&uuml;gliche Schuld auf sich geladen haben konnten, fielen der modernen &bdquo;Namensst&uuml;rmerei&ldquo; anheim. Selbst der Name eines Thomas M&uuml;ntzer, des legend&auml;ren Revolution&auml;rs der Bauernkriege, der aktiv Ma&szlig;nahmen zu mehr sozialer Gerechtigkeit im 16. Jahrhundert vorantrieb, wurde mancherorts durch Umbenennungen aus der Erinnerung getilgt. Und das einzig und allein deswegen, weil der Name Thomas M&uuml;ntzer symbolhaft f&uuml;r das Streben nach mehr sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit und f&uuml;r den Kampf gegen die &bdquo;gottgegebene&ldquo; Herrschaftskaste stand und die DDR ihm aus ebendiesem Grund gehuldigt hatte. Stattdessen erhielten diese Stra&szlig;en und Geb&auml;ude teils zweifelhafte &bdquo;Ehrennamen&ldquo; diverser Militaristen oder Industrieller des 19. und 20. Jahrhunderts. Dies ist wohl eines der deutlichsten Beispiele, anhand dessen sich zeigen l&auml;sst, wie der Kapitalismus mit der Namensstreichung vor allem die Idee, f&uuml;r die der Namensgeber symbolisch steht, als besiegt darstellen und delegitimieren wollte und stattdessen mit seinen eigenen Symbolen als siegreiche Idee f&uuml;llte.<\/p><p>Wenn viele Ostdeutsche seit L&auml;ngerem beklagen, dass sie ihre Lebensleistungen zu wenig oder gar nicht geachtet f&uuml;hlen, hat es vor allem seine Ursache darin, dass nach der &bdquo;feindlichen &Uuml;bernahme der DDR auf Wunsch der &Uuml;bernommenen&ldquo; (Daniela Dahn) der Kapitalismus alles daran setzte, die Idee des Sozialismus zu delegitimieren, indem er seine Symbole diskreditierte oder verschwinden lie&szlig;. Wenn Thomas-M&uuml;ntzer-Stra&szlig;en und Rosa-Luxemburg-Pl&auml;tze umbenannt wurden, wenn Heinrich Dathe fast vollst&auml;ndig dem Vergessen anheimfiel (bzw. anheimgefallen lassen wurde) und Sigmund J&auml;hn ebenfalls mit allen Mitteln <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69678\">aus dem kollektiven Ged&auml;chtnis gel&ouml;scht<\/a> werden soll, indem die Stadt Halle im Februar dieses Jahres beschloss, das seit 1978 mit dem Namen Sigmund J&auml;hns versehene Raumflugplanetarium, das aufgrund von Hochwassersch&auml;den an einem neuen Standort errichtet werden musste, nun <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70300\">ohne seinen Namen neu zu er&ouml;ffnen<\/a>, f&uuml;hlen sich viele Ostdeutsche ihrer eigenen Vergangenheit beraubt. S&auml;mtliche klingelnden Beteuerungen von Politikern, dies nun aber &auml;ndern zu wollen, klingen nach &uuml;ber 30 Jahren in den Ohren der Ostdeutschen nur noch wie Hohn.<\/p><p>So stellt sich den Menschen im gemeinsamen Deutschland vor allem eine Aufgabe: Wir k&ouml;nnen zwar die medialen und politisch vorangetriebenen Falschdarstellungen der getrennt erlebten deutschen Geschichte an diesen exponierten Stellen nicht beeinflussen. Umso mehr ist es aber unsere gemeinsame Aufgabe, uns im gegenseitigen Austausch diese unsere Geschichte wechselseitig zu vermitteln. Auch hier gilt wie in allen anderen Bereichen des Lebens: Um den Anderen zu verstehen, m&uuml;ssen wir ihn seine Geschichte erz&auml;hlen lassen, ihm zuh&ouml;ren und seine Beweggr&uuml;nde begreifen lernen. Das ist der beste Weg, um Ressentiments abzubauen und sich selbst einen objektiveren Blick auf die Geschichte zu verschaffen. Verspielen wir diese Chance, wird dieser Teil der Geschichte dauerhaft von den Siegern umgeschrieben worden sein. Etwas anderes k&ouml;nnen wir von den Geschichte(n)erz&auml;hlern leider nicht erwarten.<br>\nTitelbild: Triff\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass die Geschichte (samt ihren dazugeh&ouml;rigen Geschichten) von den Siegern geschrieben wird, ist nicht nur ein gefl&uuml;geltes Wort, sondern schon lange eine Binsenweisheit. Dabei denken die meisten Menschen jedoch eher an l&auml;ngst vergangene Zeiten vor hunderten oder tausenden Jahren, als mangels alternativer Aufzeichnungen der Hergang der Geschichte ausschlie&szlig;lich von den Siegern festgehalten wurde. Und dieser<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73471\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":73472,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,165,11,161],"tags":[277,3084,575,2700],"class_list":["post-73471","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-strategien-der-meinungsmache","category-wertedebatte","tag-ddr","tag-jaehn-sigmund","tag-ostdeutschland","tag-systemkonkurrenz"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/shutterstock_1405423262.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73471"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":136920,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73471\/revisions\/136920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/73472"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}