{"id":73481,"date":"2021-06-18T11:00:33","date_gmt":"2021-06-18T09:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73481"},"modified":"2021-07-02T09:19:29","modified_gmt":"2021-07-02T07:19:29","slug":"blackrock-und-die-private-europa-rente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73481","title":{"rendered":"BlackRock und die private \u201eEuropa-Rente\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Seit 2020 ist die EU-Verordnung zur privaten Altersvorsorge in Kraft. Nun gibt es &bdquo;standardisierte Altersvorsorgeprodukte&ldquo;, die staatlich gef&ouml;rdert werden und von den Finanzkonzernen massiv beworben werden. Es handelt sich hierbei um sogenannte ETFs, also an den B&ouml;rsen handelbare Indexfonds. <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong> gibt Lesern der NachDenkSeiten einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Entwicklungen und Auswirkungen dieses neuerlichen Angriffs auf die gesetzliche Rente.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\nIn seinem Artikel fasst Werner R&uuml;gemer Argumente gegen die private Altersvorsorge zusammen und informiert &uuml;ber den Finanzkonzern BlackRock. Dieses Themenfeld wurde auch von den Machern der NachDenkSeiten bereits seit vielen Jahren sehr ausf&uuml;hrlich hier auf den NachDenkSeiten und in B&uuml;chern behandelt. So zum Beispiel j&uuml;ngst in Albrecht M&uuml;llers 2020 erschienenen Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=64776\">Die Revolution ist f&auml;llig<\/a>&ldquo;, das sowohl die Privatisierung der Rente als auch die Rolle der Finanzkonzerne beleuchtet, oder in Jens Bergers ebenfalls 2020 erschienenen Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/wer-schuetzt-die-welt-vor-den-finanzkonzernen\/\">Wer sch&uuml;tzt die Welt vor den Finanzkonzernen<\/a>&ldquo;, in dem Sie unter anderem ein ganzes Kapitel zur &bdquo;Europa-Rente&ldquo; von BlackRock und mehrere Kapitel zur Rolle der ETFs finden.\n<\/div><p>In allen westlichen Staaten sinken die Arbeitseinkommen und deren Kaufkraft. Das gilt f&uuml;r die prek&auml;r besch&auml;ftigten Niedrigl&ouml;hner bis in die Mittelschichten, und dies wiederum besonders f&uuml;r Frauen und Migranten. Selbst wenn die Arbeitseinkommen ein bisschen erh&ouml;ht werden &ndash; Mieten, Kosten f&uuml;r Energie und medizinische Dienstleistungen, f&uuml;r Transporte und f&uuml;r die privatisierte Infrastruktur steigen schneller. Damit sinken auch die Renten und ihre Kaufkraft f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerungen in den westlichen kapitalistischen Staaten, auch in der EU. <\/p><p><b>Die Mehrfach-Krise der staatlichen, betrieblichen und privaten Renten <\/b><\/p><p>Daf&uuml;r haben Versicherungskonzerne und Banken schon seit langem ein neues Gesch&auml;ftsfeld entwickelt: <i>private Zusatzrenten<\/i>. Sie werden in den meisten Staaten von den Regierungen steuerlich gef&ouml;rdert. Dabei ziehen die privaten Versicherer aber hohe Geb&uuml;hren ein, und die Anlage des eingezahlten Geldes auf den Kapitalm&auml;rkten ist riskant und vielen Krisen unterworfen. Die bisherigen privaten Renten, vom Staat steuerlich gef&ouml;rdert wie in Deutschland seit 2001 die &bdquo;Riester-Rente&ldquo;, erweisen sich inzwischen millionenfach als Betrug und Verlust f&uuml;r die Einzahler.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Die staatlich ebenfalls gef&ouml;rderte <i>betriebliche Zusatzrente<\/i> bringt nur den besser bezahlten und unbefristet Besch&auml;ftigten etwas, vor allem den Managern bis hinauf zu den Vorst&auml;nden und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern &ndash; f&uuml;r eine wachsende Zahl der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, die es gerade am n&ouml;tigsten h&auml;tten, bringt diese Zusatzrente nichts.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] <\/p><p>Deshalb haben die neuen und m&auml;chtigen Kapitalorganisatoren eine neue private Rente erfunden. Mithilfe der &bdquo;Volksaktie&ldquo; namens Exchanged Traded Funds (ETF) sollen die Risiken vermieden werden: das Einzahlen kann schon mit ein paar Euro beginnen, ist in der H&ouml;he nicht festgelegt &ndash; und die Geb&uuml;hren betragen fast null. Zauberhaft, nicht wahr? <\/p><p>Aber wer sind die neuen Zauberer? Die gr&ouml;&szlig;ten hei&szlig;en BlackRock und Vanguard. Noch nie geh&ouml;rt? Dann wird es aber Zeit! Ein gef&auml;hrlicher Zauber!<\/p><p><b>Die neuen Kapitalm&auml;chtigen BlackRock &amp; Co<\/b><\/p><p>Der gr&ouml;&szlig;te Zauberer dieser Art ist die BlackRock Corporation. Dieser Kapitalorganisator ist gegenw&auml;rtig Miteigent&uuml;mer, etwa als Aktion&auml;r, in 18.000 Banken, Unternehmen und Finanzdienstleistern, vor allem in den USA und in den westlichen Mitgliedsstaaten der EU, aber auch in Gro&szlig;britannien, Kanada, Australien, Mexiko, Singapur und auch China. Eine solche zahlreiche gleichzeitige Pr&auml;senz eines einzigen Eigent&uuml;mers gab es in der Geschichte des Kapitalismus noch nie.<\/p><p>Dabei ist BlackRock nur die Spitze des gegenw&auml;rtigen, neu formierten kapitalistischen Eisbergs. Die n&auml;chstgr&ouml;&szlig;eren Kapitalorganisatoren dieser neuen Art hei&szlig;en Vanguard, State Street, Capital Group, Amundi, Wellington, Fidelity, T Rowe Price, Pimco, Norges. Die meisten und gr&ouml;&szlig;ten haben ihre Zentrale in den USA und sind in wechselnder Zusammensetzung die bestimmenden Aktion&auml;re der gr&ouml;&szlig;ten westlichen Banken, Konzerne und Finanzdienstleister, auch etwa der gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;l-, Auto-, Agrobusiness- und R&uuml;stungskonzerne, nicht zuletzt auch der gr&ouml;&szlig;ten Digitalkonzerne Amazon, Google, Facebook, Apple und Microsoft. In Deutschland sind sie in allen 30 DAX-Konzernen vertreten und beispielsweise auch in den vier gr&ouml;&szlig;ten Wohnungskonzernen Deutschlands, Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG und TAG.<\/p><p>Dabei beherrschen die beiden gr&ouml;&szlig;ten dieser neuen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Superreichen, BlackRock und Vanguard, mit etwa drei Viertel des Marktvolumens, die Ausgabe und den Handel mit der &bdquo;Volksaktie&ldquo; ETF.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p><b>ETF als Instrument des neuen &bdquo;nachhaltigen Kapitalismus&ldquo;<\/b><\/p><p>BlackRock-Chef Fink ist u.a. durch seine Auftritte beim Welt-Wirtschafts-Forum (Davos) schon seit einigen Jahren der anerkannte Sprecher f&uuml;r die &bdquo;Erneuerung&ldquo; des Kapitalismus, insbesondere in Sachen Umwelt und Klima. <span lang=\"en-US\">Die Programmworte lauten: Green Capitalism, Inclusive Capitalism, Reset of Capitalism, stakeholder capitalism.<\/span><\/p><p>Fink stellt zun&auml;chst richtig fest, dass die Regierungen des Westens den Erwartungen ihrer Bev&ouml;lkerungen immer weniger gerecht werden. Als Alternative sind Fink &amp; Co aber bestrebt, nicht die Staaten zu demokratisieren, etwa Steuern einzutreiben, die Arbeitseinkommen menschenrechtlich zu gestalten und die &ouml;ffentliche Infrastruktur auszubauen. <\/p><p>Zum neuen nachhaltigen Kapitalismus geh&ouml;rt auch die neue Form der &bdquo;Volksaktie&ldquo;. Nach dem Aufstieg mithilfe des Kapitals der Superreichen sind BlackRock&amp;Co dazu &uuml;bergegangen, auch f&uuml;r die Masse der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten eine Kapitalanlage zu entwickeln: Alle Menschen sollen Aktion&auml;re werden. So propagiert es etwa auch der langj&auml;hrige BlackRock-Lobbyist in Deutschland, Friedrich Merz.<\/p><p>ETF ist ein sogenannter Indexfonds: Man kauft damit nicht die Aktie eines bestimmten Unternehmens, sondern einen gleichzeitigen Anteil an allen Unternehmen eines Index. Einen Index bilden zum Beispiel die 500 f&uuml;hrenden US-Aktiengesellschaften im S&amp;P500 (B&ouml;rse New York), die 40 f&uuml;hrenden Aktiengesellschaften Frankreichs im CAC (B&ouml;rse Paris), die 30 f&uuml;hrenden Aktiengesellschaften Deutschlands im DAX (B&ouml;rse Frankfurt) und auch die 20 f&uuml;hrenden Aktiengesellschaften Belgiens im BEL20 (B&ouml;rse Br&uuml;ssel). <\/p><p>Wenn man also einen ETF des DAX kauft, hat man gleichzeitig Anteile an allen diesen 30 Unternehmen. Dabei werden bei ETF folgende Vorteile versprochen:<\/p><ul>\n<li> weil dieses Wertpapier gleichzeitig an allen 30 Unternehmen beteiligt ist, wird das Risiko gestreut: Wenn etwa die Aktie der Deutschen Bank oder von Siemens im Wert fallen sollte, wirkt sich das im Gesamtwert aller Aktien kaum aus und der Verlust ist nur gering.<\/li>\n<li> weil f&uuml;r ETF kein Verwaltungsaufwand n&ouml;tig ist und BlackRock die ETFs mithilfe von Algorithmen &uuml;ber seine automatisierte Datenverwertungs-Tochter Aladdin verwaltet, fallen f&uuml;r die K&auml;ufer nur minimale Geb&uuml;hren an: z.B. nur 0,5 Prozent im Unterschied zur traditionellen Verm&ouml;gensverwaltung, die etwa 2 Prozent kostet.<\/li>\n<\/ul><p>BlackRock&amp;Co bilden und verkaufen neben den genannten nationalen Indexfonds auch viele weitere Indexfonds, z.B. mit den Aktien mehrerer Immobilien-, Rohstoff- und Energiekonzerne, neuerdings auch mit Unternehmen f&uuml;r erneuerbare Energien (Umwelt-Indexfonds). Damit die gr&uuml;nen Besser-VerdienerInnen ihr Verm&ouml;gen in den nachhaltigen Kapitalismus einbringen k&ouml;nnen.<\/p><p>Als ETF-Verk&auml;ufer f&uuml;r BlackRock agiert dessen Tochtergesellschaft iShares. iShares vekauft die ETFs in gro&szlig;en Paketen an die normalen, traditionellen Banken, Sparkassen und Verm&ouml;gensverwalter: Die verkaufen dann die ETFs in kleinen Teilen an die Endkunden.<\/p><p><b>Die neue Volksaktie &ndash; gleichzeitig sinken die Arbeitseinkommen<\/b><\/p><p>Die ETF k&ouml;nnen zwar zeitlich begrenzt sicher sein, n&auml;mlich in Phasen des allgemeinen oder jedenfalls durchschnittlichen Aufstiegs der b&ouml;rsennotierten Aktien. Dies trifft auch zu f&uuml;r spezielle Indexfonds, etwa f&uuml;r Wind- oder Solarenergie, f&uuml;r Roboter und Videospiele, die konjunkturell im Aufwind sind. <\/p><p>Aber es gibt keine Sicherheit, dass die Aktienwerte und damit die ETF-Werte von CAC40, DAX30 und S&amp;P500 dauerhaft ansteigen: So hat 2008 die Insolvenz der Banken, verursacht durch die auch von BlackRock&amp;Co gef&ouml;rderten Finanzprodukte, zur &bdquo;Finanzkrise&ldquo; und zum Absturz der meisten Aktien gef&uuml;hrt. Und gleichzeitig wurden die Mehrheiten der westlichen Bev&ouml;lkerungen und abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten verarmt, weil &bdquo;ihre&ldquo; Staaten mit viel Geld die Bankrotteure retteten und die Infrastruktur entweder verf&auml;llt oder privatisiert und verteuert wird. <\/p><p>Insgesamt erweitern ETF die Macht von BlackRock&amp;Co:<\/p><ul>\n<li>Die ETF erweitern das Volumen des von BlackRock&amp;Co eingesetzten Kapitals und damit ihr Monopol bzw. Oligopol,<\/li>\n<li>BlackRock&amp;Co bleiben aktienrechtlich die Vertreter der ETF, die K&auml;ufer haben keine Stimme in den Aktion&auml;rsversammlungen,<\/li>\n<li>Weil BlackRock&amp;Co auch gleichzeitig die Eigent&uuml;mer der &bdquo;richtigen&ldquo;, der prim&auml;ren Aktien sind, steuern sie die Wertentwicklung dieser Aktien, die dann wiederum die Grundlage f&uuml;r die Wertentwicklung der sekund&auml;ren Aktien, der ETF sind.<\/li>\n<\/ul><p>Weil BlackRock&amp;Co gleichzeitig die bestimmenden Aktion&auml;re der Digital-, Auto-, Pharma-, Bau-, Zement-, Logistik-, R&uuml;stungs-, Finanz- und Versicherungskonzerne und Banken und Finanzdienstleister (wie z.B. Wirecard) bleiben, werden die K&auml;ufer der Volksaktie gleichzeitig verarmt, vor allem als abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte und als K&auml;ufer von Energie, Gesundheitsleistungen, Medikamenten und dergleichen.<\/p><p><b>Wachsende Arbeits- und Rentenarmut in der EU<\/b><\/p><p>Die EU f&ouml;rdert zudem die Verrechtlichung und weitere Ausbreitung &bdquo;atypischer&ldquo; Arbeit, also prek&auml;rer, befristeter, Teilzeit- und migrantischer Arbeit. Zu den &bdquo;atypischen&ldquo; Arbeitsformen geh&ouml;rt auch der Nullstunden-Vertrag nach britischem Vorbild: Arbeitsverh&auml;ltnis ohne garantierte Zahl an Arbeitsstunden, es k&ouml;nnen auch mal Null Stunden pro Woche sein.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Hinzukommt das <i>gig working <\/i>und <i>crowd working <\/i>: Erledigung von einzelnen, auch sehr kleinen Arbeitsprojekten &ndash; schon ab 1 Euro Honorar &ndash; ohne Arbeitsvertrag, die Auftragserteilung erfolgt per App auf dem Smartphone. Es gibt keine Tarifverhandlungen, der eigentliche Auftraggeber bleibt meist anonym. Dies hat die EU 2017 in der <i>Europ&auml;ischen S&auml;ule Sozialer Rechte<\/i> (ESSR) kodifiziert[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] und beim EU-Sozialgipfel am 7.\/8. Mai in Portugal als Grundlage der zuk&uuml;nftigen Arbeitsrechte bekr&auml;ftigt.<\/p><p>Die Arbeit wird auf immer kleinere Portionen aufgeteilt, ob mit oder ohne Arbeitsvertrag. Die Plattform-Konzerne wie Deliveroo, Uber, WeWork, Mechanical Turk und PeepleForHour erzwingen die Solo-Selbst&auml;ndigkeit der Besch&auml;ftigten, verhindern so weit wie m&ouml;glich regul&auml;re, vertraglich geregelte Arbeitsverh&auml;ltnisse und hassen Gewerkschaften und kollektive Tarifvertr&auml;ge, so die aktuellen Entwicklungen laut Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation ILO: <i>The World Employment and Social Outlook. <\/i><span lang=\"en-US\"><i>The role of digital labor platforms in transforming the world of work<\/i><span lang=\"en-US\"> (Genf 23.2.2021). Diese Entwicklung wird durch die Corona-Politik noch beschleunigt.<\/span><\/span><\/p><p>Die Europ&auml;ische Kommission sieht deshalb f&uuml;r die Zukunft in der ganzen EU eine wachsende Arbeitsarmut voraus, mit nochmaliger Versch&auml;rfung bei Frauen und migrantischen Besch&auml;ftigten. Auch deshalb empfiehlt die Kommission zus&auml;tzliche Formen der privaten Altersvorsorge &ndash; freilich ohne zu sagen, woher gerade diese Menschen das Geld daf&uuml;r nehmen sollen.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p><b>BlackRocks private Rente <\/b><\/p><p>BlackRock&amp;Co tragen also einerseits zur Schrumpfung der Volkswirtschaften und der Arbeitseinkommen bei &ndash; und gleichzeitig werden den Verarmten die ETF als Verm&ouml;gensbildung und als gute Erg&auml;nzung nicht nur f&uuml;r die sinkenden staatlichen Renten angeboten, sondern nun auch als Erg&auml;nzung f&uuml;r die ebenfalls sinkenden betrieblichen und privaten Renten. Diese Situation gilt im Prinzip f&uuml;r den gesamten US-gef&uuml;hrten Westen, auch f&uuml;r die EU-Staaten.<\/p><p>BlackRock wirbt in der EU damit, dass sein System in den USA schon seit drei Jahrzehnten im Auftrieb ist und seit einigen Jahren in weiteren Staaten ebenfalls gesetzlich verankert wurde, so in Gro&szlig;britannien, Australien, Neuseeland und Japan. &Uuml;berall seien die staatlichen Renten immer niedriger, die zahlreichen Rentenreformen einschlie&szlig;lich von Lebensversicherungen h&auml;tten sich nicht bew&auml;hrt. &Uuml;berall seien die Besch&auml;ftigten unzufrieden und verlangten nach neuen L&ouml;sungen. <\/p><p>So fasste BlackRock 2019 seine Aktivit&auml;ten mit hoffnungsvollem Blick auf die von BlackRock angeregte Reform in Frankreich zusammen &ndash; das von BlackRock angeregte Gesetzespaket der Regierung Macron hatte die erste H&uuml;rde in der Nationalversammlung genommen.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p><b>Pan European Personal Pension Product (PEPP): Die &bdquo;Europa-Rente&ldquo;<\/b><\/p><p>Als Einflussagent von BlackRock bei der Europ&auml;ischen Kommission war insbesondere der ehemalige Finanzminister der Tory-Regierung in England, George Osborne, aktiv. Schon als Minister hatte er sich f&uuml;r die private Rente mithilfe des BlackRock-Finanzprodukts ETF eingesetzt. Als er 2016 die Regierung verlie&szlig;, wurde er sofort hochbezahlter BlackRock-Lobbyist. Gleichzeitig erstellte die Beratungsfirma Ernst&amp;Young im Auftrag der Europ&auml;ischen Kommission eine Studie: Danach k&ouml;nne das verwaltete Verm&ouml;gen in der privaten Altersvorsorge in der EU von 0,9 Billionen Euro im Jahre 2017 auf 2,1 Billionen Euro im Jahre 2030 anwachsen.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>So ver&ouml;ffentlichte die Europ&auml;ische Kommission 2017 den Vorschlag f&uuml;r eine Verordnung &uuml;ber ein &bdquo;europaweites pers&ouml;nliches Altersvorsorgeprodukt&ldquo;: Englisch hei&szlig;t es <i>Pan European Personal Pension Product. <\/i>Mit der Abk&uuml;rzung PEPP wird es &ouml;ffentlich angepriesen. Damit k&ouml;nne man, so die Kommission, die bisherigen staatlichen und betrieblichen Renten &bdquo;aufstocken&ldquo; und auch unabh&auml;ngig von Renten f&uuml;r das Alter vorsorgen. Das treffe auch f&uuml;r Selbstst&auml;ndige, Landwirte, Arbeitslose und auch schon f&uuml;r Studierende zu: Alle k&ouml;nnten und sollten vorsorgen, von Jugend an. <\/p><p>Weil es dazu aber inzwischen in den vielen EU-Mitgliedsstaaten so viele unterschiedliche Angebote gebe, hat die EU ein standardisiertes, reguliertes, transparentes und m&ouml;glichst billiges Finanzprodukt entwickelt und mit einem &bdquo;G&uuml;tesiegel&ldquo; versehen. Das regelt die EU im &bdquo;Rechtsrahmen zur Schaffung eines erfolgreichen europ&auml;ischen Marktes f&uuml;r einfache, effiziente und wettbewerbsf&auml;hige Produkte f&uuml;r die private Altersvorsorge&ldquo;.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Die endg&uuml;ltige Regelung entstand durch Zustimmung des Europ&auml;ischen Parlaments am 20. Juni 2019.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Die EU bef&uuml;rwortet steuerliche F&ouml;rderung, wie sie f&uuml;r bisherige private Zusatzrenten schon in einigen Staaten praktiziert wird wie zum Beispiel f&uuml;r die &bdquo;Riester-Rente&ldquo; in Deutschland. Und die BlackRock-Lobbyisten, wie in Deutschland der CDU-Politiker Friedrich Merz, fordern von der Regierung, dass die neue private ETF-Rente ebenfalls steuerlich gef&ouml;rdert wird.<\/p><p><b>Einstieg mit Macron in Frankreich: Loi PACTE <\/b><\/p><p>BlackRock betreibt seit 2006 eine Filiale in Paris und &uuml;bernahm immer mehr Eigentumsanteile an den wichtigsten Unternehmen Frankreichs. So wurde BlackRock auch in Frankreich zum Gro&szlig;aktion&auml;r der wichtigsten Unternehmen, also gleichzeitig bei AXA, Vinci, Saint Gobain, Sanofi, Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale, BNP Paribas, Michelin, Vivendi, Lafarge Holcim, Alstom, Air Liquide, Accor, Schneider, Total, unibail rodamco, Valeo, Engie zum Beispiel. Damit ist BlackRock der gr&ouml;&szlig;te Unternehmens-Eigent&uuml;mer Frankreichs. Die Eigent&uuml;merschaft ist aufgeteilt auf traditionelle Aktien und auf die ETF-Anteile am franz&ouml;sischen B&ouml;rsenindex CAC. <\/p><p>Die private Rente von Macron-BlackRock ist ziemlich unscheinbar in ein umfassendes Wirtschaftsgesetz eingebaut: Das Gesetz &uuml;ber den Aktionsplan f&uuml;r das Wachstum und die Transformation der Unternehmen (<i>Plan d&rsquo; action pour la croissance et la transformation des Entreprises<\/i>, PACTE). Es wurde am 11. April 2019 in der Nationalversammlung mit der Mehrheit der Macron-Regierung verabschiedet.<\/p><p>Das Gesetz erleichtert die Gr&uuml;ndung und auch die Aufl&ouml;sung von Unternehmen. Den Unternehmen werden weitere Steuererleichterungen gew&auml;hrt. Der Unternehmens-Anteil an den Sozialversicherungen wird von 20 auf 16 Prozent gesenkt. Der Verkauf von Staatseigentum wird gef&ouml;rdert, so etwa des Flughafens von Paris.<\/p><p>Zugleich soll den Unternehmen f&uuml;r ihre Erweiterung und f&uuml;r Innovationen mehr Kapital zur Verf&uuml;gung gestellt werden, und zwar dadurch, dass m&ouml;glichst viele Besch&auml;ftigte Aktion&auml;re ihres Unternehmens werden. Insbesondere f&uuml;r kleinere Unternehmen mit weniger als 250 Besch&auml;ftigten werden daf&uuml;r &uuml;berbetriebliche Fonds gebildet. Die Einzahlungen der Besch&auml;ftigten auf ihr pers&ouml;nliches Konto im Betriebsfonds werden vom Staat steuerlich gef&ouml;rdert. Und damit die Niedrigl&ouml;hner, die gar keine Steuern zahlen m&uuml;ssen, ebenfalls mitmachen, bekommen sie vom Staat eine j&auml;hrliche &bdquo;Steuergutschrift&ldquo; von 15 bis 30 Prozent auf 1.000 Euro.<\/p><p><b>Zwang und Anreize<\/b><\/p><p>Das Mitmachen der Besch&auml;ftigten wird sowohl durch Zwang wie durch Anreize gef&ouml;rdert. 1. Die Einzahlungen der Besch&auml;ftigten sollen mit jeder Lohnerh&ouml;hung steigen, und zwar automatisch. 2. Zum Anreiz sollen sich die Unternehmen mit kleinen Beitr&auml;gen beteiligen. <\/p><p>Die Besch&auml;ftigten sollen bisherige Lebensversicherungen in die neuen Fonds &uuml;bertragen k&ouml;nnen. Die angesparten Guthaben sollen flexibel genutzt werden k&ouml;nnen, z.B. durch eine Auszahlung mit Beginn des Ruhestands &ndash; und dann in eine neue Geldanlage flie&szlig;en.<\/p><p>F&uuml;r die F&uuml;hrungskr&auml;fte wird die Bemessungsgrenze f&uuml;r die Einzahlung in die traditionelle Rente von 27.000 auf 10.000 Euro monatlich gesenkt: Damit sollen mehr Gehaltsanteile f&uuml;r den Kauf von Belegschaftsaktien und ETF zur Verf&uuml;gung stehen.<\/p><p><b>K&uuml;rzungen und lebenslanges Arbeiten<\/b><\/p><p>&ndash; Zeiten der Arbeitslosigkeit werden nicht nach dem vorherigen Durchschnittsgehalt bewertet, sondern nur nach der eventuellen Entsch&auml;digung. Wer keine Entsch&auml;digung erh&auml;lt, erh&auml;lt keine Rentenpunkte.<\/p><p>&ndash; Die Hinterbliebenen-Rente wird auf den &uuml;berlebenden Ehegatten beschr&auml;nkt. Vorherige Ehegatten verlieren alle Anspr&uuml;che.<\/p><p>&ndash; Studienzeiten werden nicht angerechnet.<\/p><p>Die Alters-Teilzeit wird gef&ouml;rdert. Wer fr&uuml;her in Rente geht, wird bestraft; wer sp&auml;ter in Rente geht, wird belohnt. Das l&auml;uft nach der bisherigen Logik tendenziell auf lebenslanges Arbeiten hinaus, jedenfalls so lange in der Altersarmut noch Kr&auml;fte f&uuml;r noch so kleine Zusatzverdienste aufgebracht werden k&ouml;nnen. Denn die anderen Arbeitsgesetze der Regierungen von Francois Hollande und dann Macron &ndash; Teilzeit, zeitlich befristete Projektarbeit, einzelbetriebliche Tarifvertr&auml;ge statt &uuml;berbetrieblicher Tarifvertr&auml;ge &ndash; versch&auml;rft durch die Digitalisierung, f&ouml;rdern die Arbeitsarmut, damit die Rentenarmut und damit den Zwang, auch w&auml;hrend der Rente weiterzuarbeiten.<\/p><p><b>Nationaler Rentenfonds und BlackRock<\/b><\/p><p>Die staatliche &Uuml;berwachung der Fonds soll einem Nationalen Universellen Rentenfonds &uuml;bertragen werden. Er legt den Wert der Rentenpunkte fest und damit die H&ouml;he der Auszahlungen. Hier kann die Regierung unmittelbar eingreifen und die Renten nach Beurteilung des gesamtwirtschaftlichen Zustandes jeweils neu festlegen.<\/p><p>Und jetzt kommt das Wichtigste: Die Fonds werden von professionellen Fondsverwaltern wie BlackRock gesteuert (<i>gestion pilot&eacute;e<\/i>); BlackRock wirbt daf&uuml;r, dass die Fonds auch g&uuml;nstige Finanzprodukte in Finanzoasen wie Luxemburg und Irland kaufen k&ouml;nnen.Und BlackRock gr&uuml;ndete 2019 die Tochterfirma BlackRock Retirement Solutions Group (L&ouml;sungen f&uuml;r die Altersvorsorge). <\/p><p>Zur Verbilligung der Geb&uuml;hren sollen die Fonds digital betrieben werden. Dazu erhalten alle Besch&auml;ftigten eine digitale Kenn-Nummer. Zur digitalen Verwaltung hat BlackRock 2019 in Frankreich das junge Pariser Unternehmen eFront mit 700 Besch&auml;ftigten gekauft, f&uuml;hrend bei Software f&uuml;r &bdquo;alternative Investments&ldquo;. BlackRock kombiniert eFront mit den weltweiten Risiko- und Spekulationsanalysen seines Datenverarbeitungs-Supergehirns ALADDIN.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p><b>Die &bdquo;Reform&ldquo; liegt auf Eis<\/b> <b>&ndash; BlackRock macht weiter <\/b><\/p><p>Gegen das Loi PACTE, insbesondere gegen den Rententeil, wurde in Frankreich heftig protestiert. Am 7. Januar 2020 drangen Eisenbahner der Gewerkschaft CGT in Paris in die franz&ouml;sische Filiale von BlackRock ein und hielten eine Kundgebung ab.<\/p><p>Der Senat als zweite Kammer des Parlaments verfasste eine kritische Stellungnahme, die abschlie&szlig;ende Beschlussfassung fand bisher nicht statt. Schlie&szlig;lich kam dann noch die Corona-Pandemie: Loi PACTE liegt auf Eis.<\/p><p>Aber BlackRock macht weiter. Im M&auml;rz 2021 kam der Rentenfonds BlackRock ESG Euro Short Duration Bond auf den Markt. Er ist ein Teilfonds des ebenfalls in der Finanzoase Luxemburg angelegten BlackRock Strategic Fonds (BSF).[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] ESG bedeutet: Der Fonds ber&uuml;cksichtigt die Nachhaltigkeits-Kriterien des ESG-Programms: E=Environment\/Umwelt, S=Social, G=Governance \/ gute Unternehmensf&uuml;hrung. Es wurde von der westlichen Finanzwelt unter ma&szlig;geblicher Beteiligung von BlackRock entwickelt &ndash; und BlackRock ber&auml;t dazu auch die Europ&auml;ische Kommission.<\/p><p><b>Alternative Perspektiven<\/b><\/p><p>Die EU und die wichtigsten europ&auml;ischen Regierungen wie in Frankreich, Deutschland, Gro&szlig;britannien (vor und nach dem Brexit), Italien, Spanien, Polen, Ungarn f&ouml;rdern f&uuml;r die Mehrheit der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten Arbeits- und Altersarmut. Das Arbeitsvolumen wird in immer kleinere und zeitlich befristete Teile aufgeteilt. Digitalisierte Arbeit wird zunehmend ohne Arbeitsvertrag verrichtet. Zudem wird die Lebensarbeitszeit immer mehr verl&auml;ngert. Viele Rentner m&uuml;ssen nebenbei weiterarbeiten.<\/p><p><i>Working poor<\/i> ist aber zugleich auch <i>working sick<\/i>: Der Gesundheitszustand verschlechtert sich, und die Zeit, die im Alter gesund verbracht werden kann, wird &ndash; trotz steigender Lebenserwartung &ndash; f&uuml;r eine st&auml;ndig zunehmende Zahl der Rentner k&uuml;rzer.<\/p><p>Demgegen&uuml;ber ist ein ganz neuer Ansatz n&ouml;tig, in der Gestaltung der Renten und des Ruhestands insgesamt. Die bisherigen Renten&ldquo;reformen&ldquo; einschlie&szlig;lich der zus&auml;tzlichen betrieblichen und Privatrenten haben die Renten-Ungleichheit, das Renten-Unrecht und die Verschlechterung f&uuml;r die Mehrheit der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten vermehrt. <\/p><p>Demgegen&uuml;ber m&uuml;ssen die technisch und nun verst&auml;rkt digital gesteigerte Produktivit&auml;t, deren M&ouml;glichkeiten und Ergebnisse gerecht verteilt werden, etwa durch allgemeine Arbeitszeitverk&uuml;rzung. Das geht auch nur durch die erweiterte politische Kollektivit&auml;t der Besch&auml;ftigten. Das bedeutet auch eine Anhebung des Rentenniveaus f&uuml;r die Mehrheit.<\/p><p>Des Weiteren kann und muss die Rentenzeit, der sogenannte Ruhestand, nicht als Endpunkt, sondern als Beginn einer freieren, kreativen Lebensphase gestaltet werden. Zudem darf die l&auml;ngere Lebenserwartung nicht, wie inzwischen schon einsetzend, durch erh&ouml;hte Krankheitsraten entwertet werden.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p><b>Ach, &uuml;brigens: Die hohen Pensionen der Beamten sind nicht in Gefahr<\/b><\/p><p>Zum Gesamtbild der Altersversorgung geh&ouml;rt &uuml;brigens: Die Pensionen der Beamten sind 1. viel h&ouml;her als die Renten der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, 2. ist die H&ouml;he der Pensionen auch in Zukunft ungef&auml;hrdet, und 3. werden Pensionen l&auml;nger bezahlt, weil die Beamten-Pension&auml;re aufgrund ihrer besseren Lebenssituation eine h&ouml;here Lebenserwartung mitbekommen. <\/p><p>Wir vergleichen jetzt mal Pensionen und Renten. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2019:<\/p><p>&ndash; F&uuml;r die 1,7 Millionen Pension&auml;re, Witwen und Waisen gibt der deutsche Staat &ndash; Bund, L&auml;nder, Kommunen &ndash; j&auml;hrlich 57 Milliarden Euro aus. Das sind im Durchschnitt 2.793 Euro pro Monat. Das ist allerdings nicht alles, denn darauf kommen noch staatliche Beihilfen f&uuml;r Gesundheitsleistungen. Und, wie schon erw&auml;hnt: Die Pension&auml;re beziehen ihre Pensionen &ouml;fter, weil sie l&auml;nger leben.<\/p><p>&ndash; Die 21 Millionen RentnerInnen, Witwen und Waisen erhalten j&auml;hrlich 290 Milliarden Euro an Renten. Das sind im Durchschnitt 1.150 Euro im Monat, und auf sie kommen keine Beihilfen drauf, und f&uuml;r manche Gesundheitsleistungen muss zugezahlt werden. Dabei ist noch zu ber&uuml;cksichtigen: Auch im Idealfall mit 45 Beitragsjahren bel&auml;uft sich die Bruttorente f&uuml;r Durchschnittsverdiener auf 1.539 Euro, mit Riester-Vorsorge 1.650 Euro.<\/p><p>W&auml;hrend aufgrund der staatlich und von der EU weiter gef&ouml;rderten Niedrigl&ouml;hnerei die Renten der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten weiter sinken werden (wenn wir das wie bisher zulassen), sieht es bei den Pensionen ganz anders aus. So konstatiert die Unternehmer-, Professoren- und Beamten-Postille FAZ zutreffend: &bdquo;Die gesetzliche Rente hat gr&ouml;&szlig;te Finanznot noch vor sich&ldquo;. Aber die FAZ verk&uuml;ndet gleichzeitig freudestrahlend zugunsten ihres Klientels: &bdquo;&Uuml;berraschende Entspannung bei Beamtenpensionen&ldquo;.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Gleichheit der Lebensverh&auml;ltnisse? Gleichheit der Gesundheitsverh&auml;ltnisse? Demokratie? <\/p><p>Titelbild: Heerapix\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Christoph Butterwegge \/ Gerd Bosbach \/ Matthias Birkwald (Hrg.): Armut im Alter. Frankfurt\/New York 2012, S. 52 ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Tobias Neufeld: Pensionskassen in der Krise. Die Renten sind (nicht) sicher. LTO Legal Tribune Online 2.10.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Zu BlackRock, Vanguard &amp; Co siehe Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. 3. erweiterte Auflage K&ouml;ln 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Ausf&uuml;hrlich dazu Werner R&uuml;gemer: Imperium EU &ndash; ArbeitsUnrecht, Krise, neue Gegenwehr, K&ouml;ln 2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/priorities\/european-pillar-social-rights-20-principles.de%20\">ec.europa.eu\/commission\/priorities\/european-pillar-social-rights-20-principles.de <\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] European Commission: Green Paper on Ageing, Br&uuml;ssel 27.1.2021, Seite 12f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] BlackRock: Loi Pacte &ndash; Le bon plan Retraite, Viewpoint juin 2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Ernst&amp;Young: Study on the Feasibility of a European Personal Pension Framework, Juni 2017<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Europ&auml;ische Kommission: COM (2017) 343 final, Br&uuml;ssel 29.6.2017<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Europ&auml;ische Kommission: Richtlinie PEPP, 25.7.2019<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] blackrock completes acquistion of efront, privateequitywire.co.ok 13.5.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] ISIN: LU2255697620<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Catherine Mills (Coord.): Les Retraites &ndash; Un Bras de Fer avec le Capital. Paris 2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] &Uuml;berraschende Entspannung bei Beamtenpensionen, FAZ 16.6.2021<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2020 ist die EU-Verordnung zur privaten Altersvorsorge in Kraft. Nun gibt es &bdquo;standardisierte Altersvorsorgeprodukte&ldquo;, die staatlich gef&ouml;rdert werden und von den Finanzkonzernen massiv beworben werden. Es handelt sich hierbei um sogenannte ETFs, also an den B&ouml;rsen handelbare Indexfonds. <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong> gibt Lesern der NachDenkSeiten einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Entwicklungen und Auswirkungen dieses neuerlichen Angriffs<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73481\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":60240,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,141,136,40],"tags":[294,872,2943,293,1043,909,2217,319,1375,2810,288,273,394],"class_list":["post-73481","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-banken-boerse-spekulation","category-riester-ruerup-taeuschung-privatrente","tag-aktienkurse","tag-blackrock","tag-crowdworking","tag-finanzwirtschaft","tag-frankreich","tag-kapitalismus","tag-lebenserwartung","tag-lohnentwicklung","tag-pensionen","tag-pepp","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-privatvorsorge","tag-subventionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_1560888239-1.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73481"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73481\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73491,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73481\/revisions\/73491"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/60240"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}