{"id":73492,"date":"2021-06-18T13:44:17","date_gmt":"2021-06-18T11:44:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73492"},"modified":"2021-06-18T14:25:20","modified_gmt":"2021-06-18T12:25:20","slug":"leserbriefe-zu-wenn-sie-kein-geld-fuer-benzin-haben-sollen-sie-doch-tesla-fahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73492","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWenn sie kein Geld f\u00fcr Benzin haben, sollen sie doch Tesla fahren\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73139\">In diesem Beitrag<\/a> setzt sich Jens Berger mit der Absicht der gr&uuml;nen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock auseinander, den Benzinpreis zu erh&ouml;hen. Er weist darauf hin, dass Autofahren viel g&uuml;nstiger ist als Fahrten mit der umweltfreundlichen Bahn. Eine &ouml;konomische Lenkungswirkung sei &uuml;ber die Frage der H&ouml;he des Benzinpreises nicht m&ouml;glich. Besser sei es, z.B. die Alternative Bahn, die zu 100 Prozent dem Bund geh&ouml;rt, preiswerter zu gestalten. Die Debatte &uuml;ber den Benzinpreis verdeutliche vor allem, dass die Gr&uuml;nen &bdquo;eine Klientelpartei der eher urban lebenden Besserverdienenden und sehr, sehr weit weg von der Lebensrealit&auml;t der Bev&ouml;lkerung, vor allem in den Regionen&ldquo; seien. Die Spaltung der Gesellschaft werde vertieft. Danke f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Hier eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Berger!<\/p><p>&ldquo;Wenn sie kein Geld f&uuml;r Benzin haben, sollen sie doch Tesla fahren.&rdquo; Genauso sieht sie aus, die Klientel der Gr&uuml;nen. Gutverdienende Liberale, welche ein Eigenheim oder Loft im Szenebezirk bewohnen, teure E-Mobile fahren und die letzten angesagten hippen Ecken auf diesem Planeten besuchen. Z. B. Trekking in Tibet oder in den Anden S&uuml;damerikas. Da kann man zu Hause den Gleichgesinnten im Bezirk was erz&auml;hlen, ist Up to date und hat ein reines Umweltgewissen. Man isst die exotischsten (&Ouml;kologisch angebauten!) Speisen aus den fernsten Ecken dieses Planeten und ist auch sonst &ldquo;Tolerant und weltoffen&rdquo;&hellip;. Solange das Elend bitte drau&szlig;en bleibt! Zum Durchschnittsb&uuml;rger und dessen Problemen mit Arbeit, Miete, Schule hat man kein Verh&auml;ltnis, da zu verspie&szlig;t und unter dem Niveau.<\/p><p>In so einer Welt leben Leute wie Frau Baerbrock und Herr Harbeck, entsprechend sieht ihre Politik aus. Wer wundert sich da noch &uuml;ber solche (naiv infantilen?) &Auml;u&szlig;erungen? Aber aufgemerkt! Das sind ernst gemeinte Ansagen von B&uuml;rgern, die in Wolkenkuckucksheim zu Hause sind und sich wie auch ihre Mitmenschen &ldquo;Ganz doll lieb haben!&rdquo;. &ldquo;Wir werden die Welt auf Kosten der Allgemeinheit retten!&rdquo; Koste es, was es wolle! So sieht das Credo der Gr&uuml;nen aus. Manchen wir da Angst und Bange. Erst die Umwelt auf Kosten der Allgemeinheit, dann kein Problem mit der Versch&auml;rfung der Gangart gegen Russland, auch kein Problem mit weiterer Hochr&uuml;stung f&uuml;r das Lieblingsprodukt und den Exportschlager westlicher Lebensart, dem Regimechange.<\/p><p>Gut, mancher w&uuml;rde es als Kriegsvorbereitung sehen, aber dem ist nicht so. Hier geht es um Menschen und Genderrechte, wie auch die Neufindung der Sprache! Mancher w&uuml;rde fragen: Warum allein die steuerzahlende Allgemeinheit f&uuml;r die Rettung der (Um)Welt zahlen soll und nicht auch die, welche sie seit Jahrhunderten Verdrecken und damit ihren Reichtum verdient haben? Oder warum derjenige mehr zur Kasse gebeten wird, welcher seinen sauer zusammen gesparten Verbrenner f&auml;hrt, statt der, welcher sich eine &ldquo;&Ouml;kologische Katastrophe&rdquo; mit Namen Tesla oder allgemein als E-Mobil bekannt, leisten kann? Obwohl diese Fehlentwicklung der Evolution von der Effizienz her ein R&uuml;ckschritt ist und in der Herstellung die Umwelt um einiges mehr (Seltene Erden!) belastet, wird der Fahrer solch eines Vehikels, steuerlich entlastet??<\/p><p>Aber, das sind Fragen, welche im Kosmos von Frau Baerbrock nicht vorkommen. Mit solch&rsquo; (Blau&auml;ugigen) Personal geht nicht allein Deutschland, nein, die gesamte Welt &ldquo;Rosigen Zeiten&rdquo; entgegen. Ich mag nicht mehr hinschauen, so euphorisiert bin ich!<\/p><p>Mit frdl. Gr&uuml;&szlig;en Ralf Matthias<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nbezugnehmend auf ihren Artikel &bdquo;Wenn sie kein Geld f&uuml;r Benzin haben, sollen sie doch Tesla fahren&ldquo;, wollte ich ein paar Gedanken hierzu beitragen.<br>\n&nbsp;<br>\nIch stimme Ihnen zu, dass eine Preissteigerung im Wesentlichen nur die mittleren und unteren Bev&ouml;lkerungsschichten mehr belasten wird. Sie haben richtigerweise festgestellt, dass diejenigen die ohnehin viel verdienen auch einen h&ouml;heren Kraftstoffpreis vernachl&auml;ssigen k&ouml;nnen in ihrer Haushaltsbilanz. Von daher ist diese Debatte im Kontext des Klimaschutzes ein Luxus, den sich ein Teil der Bev&ouml;lkerung leisten kann, um sein Gewissen zu beruhigen &bdquo;das Richtige getan zu haben&ldquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nAllerdings muss ich Ihnen in einem Punkt widersprechen. Das Argument, dass eine Reise mit dem PKW kosteng&uuml;nstiger ist mit der Gegen&uuml;berstellung von 456&euro; Bahn zu 150&euro; PKW ist leider nur die halbe Wahrheit, denn es gibt einen Haufen Kosten, die in Ihrem Model nicht ber&uuml;cksichtigt werden (z.B. Wertverlust &amp; Verschlei&szlig;).<br>\nJe nach Alter des Fahrzeugs kann aus den 150&euro; bei einer Reise von K&ouml;ln nach Berlin eine reelle Summe von 300&euro; herauskommen. Ist das Fahrzeug &auml;lter, dann ist mit Mehrkosten zu rechnen bis hin zu einem kompletten Ausfall der individuellen Mobilit&auml;t.<br>\n&nbsp;<br>\nGem&auml;&szlig;en am allgemeinen Wohlstand (dazu geh&ouml;rt auch die soziale Absicherung, Krankenversorgung und Infrastruktur) ist diese Preissteigerung gesamtgesellschaftlich tragbar. Denn verglichen mit dem europ&auml;ischen Ausland steht Polen beispielsweise sehr schlecht da bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 900&euro; und einem Kraftstoffpreis von 1,14&euro;.<br>\n&nbsp;<br>\nGleichzeitig muss ich zugeben, dass mich die Entwicklung beunruhig. Es ist nicht die erste Erh&ouml;hung und wird auch nicht die letzte sein. In absehbarer Zeit wird individuelle Mobilit&auml;t f&uuml;r den Gro&szlig;teil nicht erschwinglich sein. In Kombination mit privaten Mobilit&auml;tsdiensten, die immer mehr auf den Markt des dr&auml;ngen und eine &bdquo;Mobilit&auml;t auf Zeit&ldquo; erm&ouml;glichen wollen, erweist man der Gesellschaft einen B&auml;rendienst.<br>\nDie Wahl aus einem diversen Mobilit&auml;tsangebot wird als Freiheit verkauft, aber m&uuml;ndet letztlich im Verzicht auf Besitz und der Abh&auml;ngigkeit von Unternehmen.<br>\n&nbsp;<br>\nHeutzutage kauft keiner mehr DVDs oder CDs. Warum sollte das bei Wohnraum und Mobilit&auml;t anders sein?<br>\nWeil die M&ouml;glichkeit etwas besitzen zu k&ouml;nnen ein wesentlicher Bestandteil einer freien Gesellschaft sein sollte.<br>\nWenn das f&auml;llt und die Politik uns weiterhin &bdquo;Alternativlosigkeit&ldquo; vorgaukelt, ist die Entwicklung zu einer Art unternehmensgef&uuml;hrten sozialistischen Gesellschaftsform nicht weit.<br>\n&nbsp;<br>\nAber das f&uuml;hrt ein wenig zu weit und deshalb beende ich an dieser Stelle meine Ausf&uuml;hrung.<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e und macht weiter so<br>\nEugen Baitinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Jens Berger,<\/p><p>vielen dank f&uuml;r die Qualit&auml;t in ihrer vielen weiteren guten Artikel.<\/p><p>&Ouml;kologische Verkehrspolitik hat viele Facette, das weiss Bearbock, wie auch die Union.<\/p><p>Nirgends gehen mehr W&auml;hler wirklich in Resonanz.<\/p><p>Bearbock spricht zu ihrem W&auml;hlerumfeld. Es sind wohl eher die Angesprochenen, die derart weit von der Lebensrealit&auml;t anderer Menschen entfernt sind, besonders jene die im Urbanen, das Rad als die L&ouml;sung f&uuml;r das Gro&szlig;e und Ganze sehen.<\/p><p>Die Leute in l&auml;ndlichen Region, sofern nicht im Speckg&uuml;rtel der Metropolen wohnhaft, erreichen die Gr&uuml;nen mit ihrer Gesamtpolitik eh nicht. Aber welche Partei tut das heute noch = Gewohnheitsw&auml;hlerschaft.<\/p><p>Ihr Beispiel mit den Eltern ist gut gew&auml;hlt. Das die Bahn bei zwei Personen umweltfreundlicher w&auml;re als ein PKW, zeigt wie gut und breit dieser Mythos installiert wurde. Es gilt die CO2 Bilanz je Person.<\/p><p>&bdquo;Gr&uuml;nstrom-Verschiebungen&rdquo; auf dem Papier zu Gunsten des Personenfernverkehrs finden eine absurd breite Akzeptanz.<\/p><p>Doch die zwei Leut im PKW sind da schon, mit einem (relativ) effizienten Verbrenner, auf Augenh&ouml;he mit der Bahn.&nbsp;<\/p><p>Die Bahn hat zudem ihre Bilanz mit dem neuen Kohlekraftwerk Datteln nochmals klar verschlechtert.<\/p><p>Dabei hat gerade die Bahn es besonders leicht Wind und Sonne zu nutzen, bei all den Grundst&uuml;cken, Geb&auml;uden und Schallschutzw&auml;nden und eben eigenen Netzen. Aber das ist ein ganz anderer, trauriger Untatbestand zur Politikverdrossenheit.<\/p><p>Leider fehlte das Lenkungsbeispiel &bdquo;eMobilit&auml;t&rdquo;. Gerade der l&auml;ndliche Raum hat hier den Joker, das eigene Dach. Typisch 50 % der genannten Beispielstrecke wird mit Strom vom eignen Dach geliefert.<\/p><p>Es wird ja zuhause geladen, bei Abfahrt und nach dem Ankommen. Der t&auml;gliche Arbeitsweg l&auml;dt sich von Dach noch weit mehr.<\/p><p>Die Anzahl der Pendler, die sich nach der Anschaffung des eAutos, schon wegen der derzeitigen Spritpreise, dann zudem auch noch eine Solarstromanlage aufs Dach setzten, ist eine respektable Gr&ouml;&szlig;e.&nbsp;<\/p><p>Damit lenkt schon der heutige Benzinpreis und nat&uuml;rlich auch der &Ouml;PNV-Preis, mehrfach.<\/p><p>Finanziell geht dann f&uuml;r diesen l&auml;ndlichen Personenkreis, auch noch die Stromrechnung nach unten.<\/p><p>Beides geht um mindestens 1\/3 bis 2\/3 zur&uuml;ck. Das es damit doppelt &ouml;kologisch ist und zudem einen aktiven Beitrag zu &ldquo;Kein Krieg f&uuml;r &Ouml;L&ldquo; darstellt, sollte noch zur Vollst&auml;ndigkeit erw&auml;hnt werden.<\/p><p>Menschen wissen mehr und mehr, wie sich sich &nbsp;&ldquo;ihren echten Gewinn an Lebensqualit&auml;t&rdquo; selbst holen.<\/p><p>Doch tritt Baerbock hier nicht bewusst &bdquo;neben&rdquo; hinterlassenen Fu&szlig;spuren?<\/p><p>Hatte nicht Gerhard Schr&ouml;der schon mal klargestellt, dass seine Partei nicht Jedermann einen Porsche verspricht?<\/p><p>Das nun in den Satz ein Tesla und somit USA rein muss, obwohl die kleinen und kosteng&uuml;nstigen eFlitzer von VW, SEAT und SCODA &uuml;ber lange Zeitr&auml;ume ausverkauft sind, l&auml;sst auf das Reizen der W&auml;hlerschaft deuten.<\/p><p>Nochmals vielen Dank an die NDS f&uuml;r Euer Niveau und f&uuml;r das Vertrauen an Euere Spender.<br>\nWolfgang Wegmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Leserbriefteam, lieber Jens Berger,<\/p><p>sehr richtig und das Ganze zeigt auch den Zynismus, der in diesem Ansinnen steckt. Bahnrfahren ist zu teuer, Autofahren soll es werden und was haben wir dann? Den dicken, breiten, fetten Neo-Feudalismus, der zwar als Neo-Liberalismus daher kommt, von den wenigsten in der Bev&ouml;lkerung verstanden und als solchen begrifffen wird. DAS ist der &ldquo;Krieg der Reichen gegen die Armen&rdquo; den auch die Linksparteien noch nicht begriffen haben &ndash; vielleicht, weil es in so einem Krieg keine offizielle Kriegserkl&auml;rung gibt &ndash; sondern die Gesetze unter einem Vorwand, z.B. Klimaschutz &ndash; in kleinen Schritten so ver&auml;ndert werden, dass es nicht auffallen soll. Und irgendwann, ist es f&uuml;r Proteste zu sp&auml;t &ndash; der Frosch sitzt im Kochtopf!<\/p><p>Von &ldquo;wehret den Anf&auml;ngen&rdquo; kann schon keine Rede mehr sein, denn mit Schr&ouml;der\/Fischer und der Agenda 2010 hat dieser Krieg angefangen die Bev&ouml;lkerung poe a poe auf ein insgesamt Lebens-Qualit&auml;ts-Mininum herab zu stutzen. <\/p><p>Es gab einmal eine Zeit, da wurde die Politik der CDU wenigsten helbwegs von den Prizipien der &ldquo;katholishen Soziallehre&rdquo; bestimmt und die der SPD von ihren sozialen Prinzipien geleitet. Da war Politik noch nicht von der Globalisierung bestimmt dessen Ziele wir nun immer mehr zu sehen bekommen! Neu-Feudalismus f&uuml;r die Welt: Armut mit Wasserclo und Inernet. Wer nicht zu Sklavenbedinungen arbeiten will, darf verhungern, wie M&uuml;ntefering dieser sozial-demokratische Politiker es mal treffend genannt hat. Es hat eine Erodierung des Menschlichen und Gerechten in Laufe der Zeit stattgefunden, der wie ich finde, darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, dass es einfach keine Werte mehr gibt. Sie sind zwar in zig- Resolutionen aufgeschrieben, etwa die Menschenrechte. Wikepedian schreibt dazu: &ldquo;Als Menschenrechte werden moralisch  begr&uuml;ndete, individuelle Freiheits- und Autonomierechte bezeichnet, die jedem Menschen gleicherma&szlig;en zustehen.[1] Sie sind universell (gelten &uuml;berall f&uuml;r alle Menschen), unver&auml;u&szlig;erlich (k&ouml;nnen nicht abgetreten werden) und unteilbar (k&ouml;nnen nur in ihrer Gesamtheit verwirklicht werden).[2] Sie umfassen dabei b&uuml;rgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechtsanspr&uuml;che. Die Menschenrechte werden h&auml;ufig von Naturrechten und der unantastbaren Menschenw&uuml;rde abgeleitet. <\/p><p>Es g&auml;be also genug Handlungsspielraum, diese Menschenrechte einzuklagen &ndash; und wie es bei wikipedia weiter hei&szlig;t: Auf internationaler Ebene wurde 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erkl&auml;rung der Menschenrechte verabschiedet, die einen universalen und globalen Anspruch hat, jedoch nicht formalrechtlich bindend ist.[3] 1966 wurden daraufhin der Internationale Pakt &uuml;ber b&uuml;rgerliche und politische Rechte (ICCPR, &bdquo;UN-Zivilpakt&ldquo;) sowie der Internationale Pakt &uuml;ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (ICESCR, &bdquo;UN-Sozialpakt&ldquo;) verabschiedet, welche beide rechtsverbindlich sind.[4] Auf zwischenstaatlicher Ebene wurden ebenfalls Menschenrechtsabkommen verabschiedet, die sich in ihren bindenden Kr&auml;ften und Menschenrechtsvorstellungen unterscheiden: Die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention von 1953, die Amerikanische Menschenrechtskonvention von 1969, die Afrikanische Charta der Menschenrechte und Rechte der V&ouml;lker von 1981, die Arabische Charta der Menschenrechte von 1994 und die asiatische Menschenrechtsdeklaration von 2012. Zudem gibt es weitere regionale Vertr&auml;ge und Abkommen, die sich f&uuml;r die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen.[5] Supranationale Gerichtsh&ouml;fe, wie der Europ&auml;ische oder Interamerikanische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte, sanktionieren Menschenrechtsverletzungen ihrer Mitgliedsstaaten. Dar&uuml;ber hinaus ahnden internationale Straftribunale wie der Internationale Strafgerichtshof besonders schwerwiegende Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Genozide, Kriegsverbrechen oder Angriffskriege. <\/p><p>Sie sehen, lieber Jens Berger, es g&auml;be genug Anhaltspunkte, jede Regierung hier in Deutschland an diesen Menschenrechten zu messen und laut und deutlich an den &ouml;ffentlichen Pranger zu stellen! <\/p><p>Fangen wir an, endlich&nbsp; t&auml;tig zu werden im Sinne der Menschenrechte zu argumentieren und auch deutlich zu machen, dass &ldquo;Verbrechen gegen die Menschlichkeit&rdquo; sich in so kleinen Taten wie eine Benzinpreiserh&ouml;hung, die Tausende Menschen in h&ouml;chste Not bringen wird, dazu geh&ouml;ren. Es ist wie ein Puzzle &ndash; das als Ganzes nicht gesehen werden kann, weil diese vielen kleinen Teile wieder zusammengestzt werden m&uuml;ssen um zu erkennen, was wirklich geschieht: N&auml;mlich die Abschaffung dieser wunderbaren Rechte zugunsten einer kleinen, gierigen,&nbsp; weltweit agierenden Elite, die diese Menschenrechte niemals wollten und nicht wollen! <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarola Schramm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger <\/p><p>Ich stimme Ihnen zu, dass die Emp&ouml;rung von Spitzenpolitikern der anderen Parteien &uuml;ber den Vorschlag der Gr&uuml;nen, durch die Besteuerung von CO2 u.a. auch den Benzinpreis zu erh&ouml;hen, eine bis zur Groteske verkommende Heuchelei ist (sie nannten es treffend &ldquo;tolldreist&rdquo;). Dieselben Parteien haben ja genau diese Besteuerung selbst beschlossen und bereits in Kraft gesetzt (bzw. als Gesetz verabschiedet), hatten jedoch selbst bislang nie ein Problem mit dem fehlenden sozialen Ausgleich der durch ihren Beschluss entstehenden Mehrkosten, die aktuell bereits 6 ct\/l betragen. <\/p><p>Und Ihre Kritik an der Gr&uuml;nen-Parteispitze bez&uuml;glich fehlenden Problembewusstseins in Bezug auf die Lebenswelt von B&uuml;rgern mit geringerem Einkommen bzw. Bewohnern l&auml;ndlicher Regionen oder aber bez&uuml;glich deren bellizistischen &Auml;u&szlig;erungen gegen&uuml;ber Russland war meines Erachtens bisher auch nachvollziehbar und berechtigt. <\/p><p>Hier jedoch vergallopieren Sie sich in Ihrer Kritik: ausnahmsweise (oder vielleicht, weil man doch noch dazulernt) haben die Gr&uuml;nen bei der Verteuerung des Benzins den sozialen Ausgleich im Rahmen des M&ouml;glichen mitbedacht; so ist u.a. eine j&auml;hrliche R&uuml;ckerstattung von 75 &euro; pro Kopf vorgesehen. Eine entsprechende Beispielrechnung f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige, auf dem Land lebende (Pendler-)Familie wurde ja get&auml;tigt.<br>\n(<a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/verkehr\/der-co2-preis-ist-heiss\">link<\/a>) <\/p><p>Man kann jetzt nat&uuml;rlich an den Parametern schrauben: wie sieht es aus f&uuml;r eine dreik&ouml;pfige Familie, wie lang ist die Fahrt zur Arbeit, beide Elternteile Pendler oder nur eines, Eigentumswohnung oder Miete, um in den Genu&szlig; der F&ouml;rderung weiterer &ouml;kologischer Ma&szlig;nahmen zu kommen?<br>\nLetztlich wird sich nat&uuml;rlich immer eine Konstellation finden, f&uuml;r die der Vorschlag unterm Strich zu Mehrkosten f&uuml;hrt. <\/p><p>Ihre Rechnung mit der Bahn geht meines Erachtens jedoch allenfalls teilweise auf, denn falls solche Reisen mit einer gewissen Regelm&auml;&szlig;igkeit stattfinden, m&uuml;ssten hierf&uuml;r auch die Anschaffungs- und Unterhaltskosten eines Pkw anteilig mit veranschlagt werden, und nicht die blo&szlig;en Benzinkosten.<br>\nUnd f&uuml;r die Strecke K&ouml;ln-Berlin-K&ouml;ln (1160 km) verteuert sich bei einer Anhebung des Benzinpreises um weitere 10 ct\/l die gesamte Reise um 9,30 &euro;, also gemessen an den ohnehin anfallenden Kosten nur marginal. <\/p><p>Nat&uuml;rlich haben Sie recht, dass die Gr&uuml;nen sich mehr f&uuml;r den Ausbau der Bahn, ein Angebot preiswerterer Tickets und ganz allgemein um Konzepte f&uuml;r umweltfreundlichere Mobilit&auml;t bem&uuml;hen sollten. Doch solch dicken Bretter werden auch von keiner anderen Partei wirklich gebohrt (schon gar nicht in Wahlkampfzeiten), und ja, grunds&auml;tzlich sind die Gr&uuml;nen keine soziale (bzw. linke) Partei &ndash; leider. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRalph Feltens <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>die &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn sind in Deutschland keine echte Alternative.<br>\nErst einmal sind die weder fl&auml;chendeckend behindertengerecht, bei dem Dschungel des Waben- und Tarifgebietesystems blickt kaum einer durch, wie Jens Berger bereits erw&auml;hnt zu teuer (vor allem Bahn), unp&uuml;nktlich und oft &uuml;berf&uuml;llt usw.<\/p><p>Schlie&szlig;lich hat man damals in den 60ern bzw. 70ern sich aus Kostengr&uuml;nden daf&uuml;r entschieden das Schnellfahrstreckennetz nicht wie in beispielsweise Frankreich separat zu bauen, sondern diese gemeinsam mit dem Regional- und G&uuml;terverkehr zu teilen.<\/p><p>F&uuml;r k&ouml;rperlich beeintr&auml;chtigte Menschen, die aufgrund des Alters oder einer Behinderung nicht mehr schnell auf den Beinen sind ist ein z&uuml;giges Umsteigen ohne den wartenden Zug an einer ganz anderen Haltestelle zu verpassen fast unm&ouml;glich.<\/p><p>Es gibt keine echte alternative zu dem individuellen Personalverkehr mit dem eigenen Kraftfahrzeug (PKW, Roller, Motorrad usw.).<br>\nMan sollte die Zukunft des Verbrennungsmotors nicht leichtfertig abschreiben.<br>\nMit dem OME Kraftstoff kann man klimaneutral im Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor fahren. Und das ist vermutlich naturschonender (im Bezug auf Abbau) als die mit Lithium betriebenen Fahrzeuge.<\/p><p>W&uuml;rden die Gr&uuml;nen sich so sehr f&uuml;r das Klima und die Natur einsetzen, dann w&uuml;rden sich zeitgleich OME Kraftstoff anstatt Benzin propagieren und gleichzeitig den kostenlosen &ouml;ffentlichen Nahverkehr, Abschaffen des Waben- &amp; Tarifgebietedschungels und massive Reduzierung der Preise bei Langstrecken mit Zug fordern und nicht dieses populistische Benzinverteuerungsgeschw&auml;tz bei denen eh nur die Menschen Beifall klatschen, die keinerlei Sorgen haben ums Geld und die eigene Gesundheit.<\/p><p>Ich pers&ouml;nlich w&uuml;rde liebend gern &ouml;fter mit Zug fahren. Aber (mal abgesehen vom Preis) egal wo ich hinsehe gibt es nur marode und nicht behindertengerechte Bahnh&ouml;fe und dazu nur paar Sitzb&auml;nke.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nE <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<br>\nsehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>der Beitrag &ldquo;Wenn sie kein Geld f&uuml;r Benzin haben, sollen sie doch Tesla fahren&rdquo; stellt die M&ouml;glichkeit in den Raum, den &Ouml;PNV sehr viel g&uuml;nstiger zum machen, um die Leute zum Umstieg vom klassischen PKW zu bewegen. <\/p><p>Tats&auml;chlich kann auch der &Ouml;PNV nicht beliebig verg&uuml;nstigt werden. Das hat sich nun auch die rot-gr&uuml;ne Mehrheit im Stadtrat von M&uuml;nchen eingestehen m&uuml;ssen. Es wird deshalb nichts werden aus dem &ldquo;365-Euro-Ticket f&uuml;r alle M&uuml;nchner&rdquo;. Eine derartige Infrastruktur will schliesslich gewartet werden. Bis jetzt hat sich aber noch niemand gefunden, der das in seiner Freizeit umsonst machen w&uuml;rde: <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/365-euro-ticket-fuer-alle-stadt-muenchen-hat-kein-geld-dafuer-art-733912\">abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/365-euro-ticket-fuer-alle-stadt-muenchen-hat-kein-geld-dafuer-art-733912<\/a><\/p><p>Man kann eben nicht gleichzeitig f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne bei Busfahrern und f&uuml;r sinkende &Ouml;PNV-Tarife sein. Der einzige Weg das zusmamenzubekommen, best&uuml;nde darin riesige Mengen von Geld zu drucken. Auch das hat aber seine Schattenseite, weil es die Ersparnisse der B&uuml;rger entwertet. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nAndreas Haas <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>im Allgemeinen sch&auml;tze ich Ihre Artikel und Ihre darin gezeigte Scharfsicht sehr, aber diesesmal muss ich Ihnen doch etwas mittelstark widersprechen. <\/p><p>Generell stimme ich mit Ihnen &uuml;berein, da&szlig; es eben nicht reicht und nicht sehr sinnvoll ist, nur den Benzinpreis zu erh&ouml;hen, um die Leute vom eigenen Auto in den &Ouml;PNV zu bringen. Selbstverst&auml;ndlich ist es zielf&uuml;hrender, den &Ouml;PNV so zu gestalten, da&szlig; die Benutzung des Autos viel unattraktiver ist. Und das bedeutet nat&uuml;rlich auch, da&szlig; es f&uuml;r zwei Personen keine 456 Euro kosten darf, um mit der Bahn von K&ouml;ln nach Berlin und zur&uuml;ck zu fahren. Und ein g&uuml;nstigerer Preis f&uuml;r eine Fahrkarte darf auch nicht durch den Kauf einer Rabattkarte oder tagelanges Recherchieren nach &ldquo;Sparangeboten&rdquo; erreicht werden. <\/p><p>Was ich aber an Ihrem Artikel zu kritisieren habe, ist die Gegen&uuml;berstellung des Ticketpreises der Bahn mit den reinen Spritkosten f&uuml;r die Strecke. Gewiss ist das Benzin die Hauptkostenstelle f&uuml;r weite Strecken, aber ein Auto verursacht weit mehr Kosten als nur f&uuml;r Benzin: Steuern, Versicherung, Anschaffung, Wertverlust, Kredit- oder Leasingkosten, Reparaturen, Ersatzteile, Wartung, T&Uuml;V, Parkplatzgeb&uuml;hren, Garagenmiete, u.a.m. <\/p><p>Ein Auto ist und bleibt ein Kostengrab! <\/p><p>Laut ADAC kostet z.B. bereits mit einem Fiat Panda bei 15.000 km Fahrleistung pro Jahr und einer Haltedauer von 60 Monaten jeder Kilometer fast 34 Cent. <\/p><p>Damit von K&ouml;ln nach Berlin und zur&uuml;ck (fast 1.000 Kilometer) kommen ruckzuck fast 350 Euro zusammen. <\/p><p>Und das f&uuml;r einen Kleinwagen! <\/p><p>Bei Mittelklassewagen betragen die realen Kosten ca 50 Cent pro Kilometer, bei Autos der Oberklasse 1 Euro und mehr! <\/p><p>Und der Preis pro Kilometer steigt sogar, wenn das Auto l&auml;nger als 60 Monate vorgehalten wird, weil mit der Zeit die Reparaturen aufwendiger und teurer werden! <\/p><p>Und ohne die Bahn verteidigen zu wollen: f&uuml;r eine Person w&uuml;rde die Fahrt zweiter Klasse von K&ouml;ln nach Berlin und zur&uuml;ck 250 Euro kosten, was ca 25 Cent pro Kilometer entspricht. Das ist gegen&uuml;ber einer Fahrt mit dem Auto nicht nur g&uuml;nstiger, sondern auch wesentlich entspannter und schneller: die Bahnverbindung dauert zwischen 4,5 und 6 Stunden. Als Berufskraftfahrer, der jeden Tag mit den Zust&auml;nden auf den Stra&szlig;en zu k&auml;mpfen hat, kann ich Ihnen versichern, da&szlig; diese Zeit mit dem Auto nur unterboten werden kann, wenn Sie nachts fahren. Aber selbst dann m&uuml;ssten Sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von &uuml;ber 100km\/h einhalten. Wie gesagt: im Durchschnitt! Mit Baustellen, Tank- und Pinkelpausen eingerechnet, m&uuml;ssten Sie dann streckenweise auch wesentlich schneller fahren. <\/p><p>In der Nacht, bei Dunkelheit und M&uuml;digkeit&hellip; <\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich punktet das Auto mit den Kosten, wenn zwei oder mehr Personen mitfahren. Dennoch sollte man die&nbsp; Faktoren Entspannung und Zeit nicht au&szlig;er Acht lassen. <\/p><p>Wie gesagt: es liegt mir fern, die Preise der Bahn zu verteidigen. Aber ich wei&szlig; eben auch, da&szlig; ein eigener PKW Kosten ohne Ende verursacht, von denen das Benzin nur einen Bruchteil darstellt. <\/p><p>Und ob ein Fahrgast bei der Bahn Kosten in H&ouml;he von 25 Cent pro Kilometer beim Benutzen eines Zuges verursacht, w&auml;re mit Sicherheit ein interessanter Gegenstand einer eingehenden unabh&auml;ngigen Untersuchung. <\/p><p>Aber wir d&uuml;rfen eines nicht vergessen: die Bahn ist eine Aktiengesellschaft! Auch, wenn sich diese AG in Besitz des Bundes befindet: die Tochterunternehmen, die den Transport von Personen und G&uuml;tern durchf&uuml;hren, wie z.B. die &ldquo;DB Fernverkehr AG&rdquo;, sind es nicht! Diese Unternehmen sind keine Vereinigung von Altruisten, denen nur daran gelegen ist, da&szlig; Menschen bequem und g&uuml;nstig von A nach B gelangen. Sie sind wie jede andere Aktiengesellschaft, egal ob Strom, Wasser, Autos, Fernseher, in erster Linie ihren Aktion&auml;ren verpflichtet und ihre oberste und heiligste Aufgabe ist es, das Kapital der Aktion&auml;re zu vermehren. <\/p><p>Und es sollte klar sein, aus wessen Portemonnaie dieses Kapital kommen muss. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nWolfgang Klein <\/p><p>P.S.:<br>\nWenn ich schon beim Klugschei&szlig;en bin: der Satz mit dem Kuchen statt Brot stammt &uuml;brigens nicht von Marie Antoinette, sondern vom Genfer Philosophen Jean-Jacques Rousseau, und es hie&szlig; im Franz&ouml;sischen auch nicht &ldquo;pain&rdquo;, sondern &ldquo;brioche&rdquo;, eine Art Kuchenbrot aus Hefeteig. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nk&ouml;nnten Sie noch eine wichtige Erg&auml;nzung zu Ihrem Artikel bringen?<br>\n&nbsp;<br>\nDenn das Energiegeld klingt ja zuerst mal nicht doof (und ich will nicht, dass einer den NDS Halb-Information vorwirft, weil wir dies weglassen) &hellip;<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/partei-wehrt-sich-gegen-arroganz-vorwurf-so-soll-das-oeko-buergergeld-der-gruenen-funktionieren\/27249110.html\">tagesspiegel.de\/politik\/partei-wehrt-sich-gegen-arroganz-vorwurf-so-soll-das-oeko-buergergeld-der-gruenen-funktionieren\/27249110.html<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nIm Kern finde ich die Idee sogar sympathisch &ndash; &ouml;kologisch lenken zu wollen UND es sozial-mitf&uuml;hlend zu machen.<br>\nAllerdings: f&uuml;r Leute, die gar nicht umsteigen K&Ouml;NNEN (weil es keine Alternative GIBT) und die VIEL fahren m&uuml;ssen (z.B. als Pendler), h&auml;tte es wohl auch wenig Trost, eine konstante Geldsumme zur&uuml;ckerstattet zu bekommen &hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nAber der Vollst&auml;ndigkeit halber sollte man das evtl. erw&auml;hnen, um den Artikel runder zu machen.<\/p><p>Von unserem Leser M.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger<br>\n&nbsp;<br>\nIch gebe Ihnen in allen Punkten recht, m&ouml;chte aber hinzuf&uuml;gen dass man die Rolle der Medien betrachten sollte.<br>\n&nbsp;<br>\nDie schon beschlossene Erh&ouml;hung von CDU\/CSU und SPD wird kaum erw&auml;hnt. Aber wenn die Gr&uuml;nen fast genau dasselbe fordern,<br>\nnur in einem etwas strafferen Zeitrahmen wird daraus einen Skandal aufgebauscht.<br>\n&nbsp;<br>\nMit dem grunds&auml;tzlichen Aussage gebe Ich Ihnen aber Recht. Das Problem der Gr&uuml;nen ist, dass Sie &auml;hnlich wie die FDP die Partei der Besserverdienenden sind.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKlaus Meucht<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,&nbsp;<\/p><p>zu dieser Frage gab es in den letzten Tagen ziemlich viel Diskussionen auf Twitter. Es mag sein, dass Annalena Baerbock nicht wirklich alle Menschen im Blick hat, wenn sie sowas sagt.&nbsp;<\/p><p>Aber Fakt ist halt auch, dass die Automobilnutzung im Augenblick subventioniert wird. Der Autoverkehr tr&auml;gt sich finanziell nicht selbst, und Autos nehmen sehr viel Raum ein, ohne daf&uuml;r ihren Anteil zu bezahlen. Und diese Subventionierung verteilt sich sehr ungerecht: Wer wenig Geld hat, hat im Durchschnitt auch wenig Auto.&nbsp;<\/p><p>Dem Klima nutzt es selbstverst&auml;ndlich, wenn weniger Benzin und Diesel verkauft wird. Im Sinne von: Es wird weniger schnell schlechter.&nbsp;<br>\nSolange die Verkaufszahlen f&uuml;r schwere SUVs und &auml;hnliche Dreckschleudern derartig hoch sind, ist der Sprit ganz offensichtlich zu billig.&nbsp;<\/p><p>Unser Problem im Augenblick ist, dass wir zu lange auf die falschen Pferde gesetzt haben. Wir haben uns von der Braunkohlelobby die Windkraftanlagen madig machen lassen und von der Verbrennerlobby die Elektroautos. Deswegen sind wir beim Strom noch nicht klimaneutral und deswegen gibt es noch keinen vern&uuml;nftigen Gebrauchtmarkt f&uuml;r Elektroautos. Elektroautos sind n&auml;mlich langfristig in den Gesamtkosten billiger als Verbrenner &ndash; sie sind halt nur zur Zeit in Deutschland noch keine Option f&uuml;r Leute, die sich nur gebrauchte Autos anschaffen k&ouml;nnen.&nbsp;<\/p><p>Die L&ouml;sung ist aber nicht, zu sagen, ups, dann m&uuml;ssen wir halt noch abwarten bis wir das Haus l&ouml;schen. Sondern die vern&uuml;nftige Forderung muss sein, dass man eben die Zusatzkosten bei denen ausgleicht, die &uuml;bergangsweise wirklich keine Alternativen haben. Und zum Beispiel zinsfreie Kredite bereitstellt f&uuml;r Menschen, die auf dem Land wohnen, weit pendeln m&uuml;ssen und kein neues Auto finanzieren k&ouml;nnten. Und nein, man muss keinen Tesla fahren. Es gibt preisg&uuml;nstigere Elektroautos &ndash; nur halt leider noch keine Gebrauchten.&nbsp;<\/p><p>Es nervt mich ein bisschen, dass die Nachdenkseiten immer noch die Klimakatastrophe verharmlosen. Nein, Greta Thunberg ist nicht von irgendwem vorgeschoben worden um irgendwas zu bewirken. Wir anderen sind das Problem. Wir anderen sind der Frosch im Wasser, der langsam erhitzt wird und nicht merkt, dass es Zeit wird rauszuspringen.&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBarbara Mauch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&#65279;Kurze Anmerkung:<\/p><p>Vergleich zwischen Bahn- und PKW-Kosten sollte wenigstens die BahnCard 50 ber&uuml;cksichtigen &ndash; die Fixkosten eines Autos werden dagegen regelm&auml;&szlig;ig ausgeblendet. <\/p><p>Unter Ber&uuml;cksichtigung derselben, fahre ich von Hannover nach Berlin mit der Bahn regelm&auml;&szlig;ig g&uuml;nstiger, entspannter und schneller. Der Vergleich geht nat&uuml;rlich bei l&auml;ndlichen Reisezielen nicht gut f&uuml;r die Bahn aus.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ&ouml;rg Melz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>mit Ihrer Beispielrechnung liegen Sie leider dramatisch falsch. Eine geplante Reise f&uuml;r zwei Personen ohne Bahncard kostet 107 Euro.<\/p><p>Dass die gr&uuml;ne Parteispitze die Landbev&ouml;lkerung ausblendet ist ein alter Hut. Die Gr&uuml;nen wurden in den St&auml;dten stark.&nbsp;<\/p><p>Eine Partei, die den Klimaschutz ernst nimmt bietet Alternativen an. Erst dann bewegen sich die Menschen. Verbote kommen danach. Das ist f&uuml;r richtige Reihenfolge.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHansj&ouml;rg Sach<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<\/p><p>insgesamt kann ich Ihrem Artikel zustimmen. <\/p><p>Allerdings gehen Sie in Ihrer Berechnung der DB Fahrtkosten von 456 Euro f&uuml;r 2 Personen von dem ung&uuml;nstigen Fall aus ( kein Spar-Tarif, keine Bahncard et.)<\/p><p>Als Anhang habe ich Ihnen eine Sparvariante gezeigt: wenn Sie in einer Woche fahren, kommen ca. 160 Euro f&uuml;r 2 Personen von K&ouml;ln nach Berlin ohne Bahncard zusammen. Also das w&auml;re dann ungef&auml;hr der Benzinpreis, den Sie bei 150 Euro angesetzt haben.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus haben Sie nat&uuml;rlich Recht.<\/p><p>Die Erh&ouml;hung der Benzinpreise um 16 Cent ber&uuml;cksichtigt nat&uuml;rlich nicht die unterschiedliche Einkommensentwicklung und unterscheidet auch nicht nach Stadt und Land, wo gerade die Landbev&ouml;lkerung in der Regel keine andere M&ouml;glichkeit hat als mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, Besorgungen, Arztbesuche etc. zu erledigen. Das Gleiche gilt auch f&uuml;r die ansteigende CO&sup2; Bepreisung, die dazu f&uuml;hrt, dass z. B. die Heizungskosten enorm steigen werden, ohne das klar wird, wie man die alten H&auml;user auf CO&sup2; freie Heizungssysteme umstellen will und wer daf&uuml;r bezahlen soll.<br>\nF&uuml;r Mieter bedeutet das, dass die daf&uuml;r notwendigen Modernisierungkosten komplett auf die Mieter umgelegt werden k&ouml;nnen ( nach jetziger Gesetzgebung). Und damit die Immobilienbesitzer noch schamloser alte Mieter aus den Wohnungen verdr&auml;ngen und dann noch mit dem Argument: Wir m&uuml;ssen etwas gegen den Klimawandel tun. Oder, wenn keine Modernisierung erfolgt, die Mieter die neuen h&ouml;heren Heizkosten tragen m&uuml;ssen. <\/p><p>Die soziale Schieflage derartiger Politik ist nicht zu &uuml;bersehen. <\/p><p>Abschreckender kann man nicht mehr f&uuml;r den Klimawandel werben.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHans Joachim Hartwig<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73139\">In diesem Beitrag<\/a> setzt sich Jens Berger mit der Absicht der gr&uuml;nen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock auseinander, den Benzinpreis zu erh&ouml;hen. Er weist darauf hin, dass Autofahren viel g&uuml;nstiger ist als Fahrten mit der umweltfreundlichen Bahn. Eine &ouml;konomische Lenkungswirkung sei &uuml;ber die Frage der H&ouml;he des Benzinpreises nicht m&ouml;glich. Besser sei es, z.B. die Alternative<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73492\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-73492","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73492","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73492"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73492\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73493,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73492\/revisions\/73493"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73492"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73492"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73492"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}