{"id":73599,"date":"2021-06-23T08:05:04","date_gmt":"2021-06-23T06:05:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599"},"modified":"2021-06-23T09:27:42","modified_gmt":"2021-06-23T07:27:42","slug":"hinweise-des-tages-3886","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h01\">Offen sein, trotz der Vergangenheit.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h02\">Lasst uns endlich Frieden schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h03\">&Ouml;ffentliche Erkl&auml;rung zur Corona-Politik: Dauer-Desaster und enorme Sch&auml;den &ndash; Notwendige Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h04\">Staatsknete, aber subito<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h05\">EU-Kommission billigt deutschen Aufbauplan nach der Coronakrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h06\">Ist der Arbeitskampf um die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe nur verschoben oder doch schon aufgehoben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h07\">Stoppt endlich die Verdummung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h08\">Mietenpolitik: Der pure Markt als Irrweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h09\">Notoperation am Klimaschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h10\">Wie das Bundeskanzleramt ein System der Geschichtsf&auml;lschung verteidigt&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h11\">Der Feind in Asien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h12\">Meine Xinjiang Reise im Mai 2021<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h13\">Iran: Warum nur wurde der Hardliner gew&auml;hlt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h14\">Eine rote Welle rollt durch S&uuml;damerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h15\">Der Frust der &raquo;Abgeh&auml;ngten&laquo; zeigt sich in Enthaltung und nicht im Rechtsruck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h16\">EM-Stadion in Regenbogenfarben &ndash; Wer im Glasstadion sitzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73599#h17\">Das Allerletzte: Coronavirus: &bdquo;Impfstoff oder Gef&auml;ngnis&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Offen sein, trotz der Vergangenheit.<\/strong><br>\nEin Gastbeitrag von Wladimir Putin<br>\n(&hellip;) Ungeachtet j&uuml;ngster Versuche, die Kapitel der Vergangenheit neu zu schreiben, lautet die Wahrheit, dass der Sowjetsoldat seinen Fu&szlig; nicht auf deutschen Boden setzte, um sich an den Deutschen zu r&auml;chen, sondern um seine edle und gro&szlig;e Befreiungsmission zu erf&uuml;llen. Das Gedenken an die Helden im Kampf gegen den Nazismus ist uns heilig. Dankend erinnern wir an die Alliierten der Anti-Hitler-Koalition, die K&auml;mpfer der R&eacute;sistance und die deutschen Antifaschisten, die den gemeinsamen Sieg n&auml;her brachten&hellip;<br>\nTrotz der schrecklichen Erlebnisse des Weltkrieges haben die V&ouml;lker Europas es geschafft, Entfremdung zu &uuml;berwinden und zu gegenseitigem Vertrauen und Respekt zur&uuml;ckzufinden. Sie nahmen Kurs auf Integration, um einen Schlussstrich zu ziehen unter die europ&auml;ischen Trag&ouml;dien der ersten H&auml;lfte des vergangenen Jahrhunderts. Ich m&ouml;chte insbesondere darauf hinweisen, dass die historische Auss&ouml;hnung zwischen unserem Volk und den Deutschen in Ost und West des inzwischen vereinten Deutschlands eine kolossale Rolle bei der Gestaltung eines solchen Europas spielte&hellip;<br>\nWir hofften, dass das Ende des Kalten Krieges einen Sieg f&uuml;r ganz Europa bedeuten w&uuml;rde. Nicht mehr lange, so schien es, und Charles de Gaulles&rsquo; Traum vom geeinten Kontinent w&uuml;rde Wirklichkeit werden, und das weniger geografisch vom Atlantik bis hin zum Ural als vielmehr kulturell und zivilisatorisch von Lissabon bis Wladiwostok.<br>\nWiderwillige Verbr&uuml;derung<br>\nGerade in diesem Sinne &ndash; in der Logik der Gestaltung eines Gro&szlig;en Europas, das durch gemeinsame Werte und Interessen zusammengehalten w&uuml;rde &ndash; wollte Russland seine Beziehungen zu den Europ&auml;ern aufbauen. Sowohl wir als auch die Europ&auml;ische Union konnten auf diesem Wege viel erreichen.<br>\nEs setzte sich jedoch ein anderer Ansatz durch. Diesem lag die Erweiterung der Nordatlantischen Allianz zugrunde, die selbst ein Relikt des Kalten Krieges war. Denn geschaffen war sie ja zur Konfrontation aus der damaligen Zeit heraus.<br>\n(&hellip;) So rollten seit 1999 f&uuml;nf weitere &ldquo;Wellen&rdquo; der Nato-Erweiterung. 14 weitere Staaten traten dem B&uuml;ndnis bei, darunter ehemalige Sowjetrepubliken, was alle Hoffnungen auf einen Kontinent ohne Trennlinien de facto zunichtemachte&hellip;<br>\n&ldquo;Wir sind offen f&uuml;r ein faires und kreatives Zusammenwirken&rdquo;<br>\nMehr noch, viele L&auml;nder wurden vor eine k&uuml;nstliche Wahl gestellt &ndash; entweder mit dem kollektiven Westen oder mit Russland zusammenzugehen. De facto war dies ein Ultimatum. Die Konsequenzen dieser aggressiven Politik f&uuml;hrt uns das Beispiel der ukrainischen Trag&ouml;die von 2014 anschaulich vor Augen&hellip;<br>\nDas gesamte europ&auml;ische Sicherheitssystem ist derzeit in einem desolaten Zustand. Spannungen nehmen zu, das Risiko eines neuen Wettr&uuml;stens ist greifbar. Wir lassen uns enorme M&ouml;glichkeiten entgehen, die uns die Kooperation bietet. Diese ist heute umso wichtiger, da wir uns alle mit den gemeinsamen Herausforderungen der Pandemie und deren &auml;u&szlig;erst schwerwiegenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen konfrontiert sehen&hellip;<br>\n(&hellip;) Ich m&ouml;chte noch einmal betonen: Russland pl&auml;diert f&uuml;r die Wiederherstellung einer umfassenden Partnerschaft zu Europa. Es gibt viele Themen von gemeinsamem Interesse: Sicherheit und strategische Stabilit&auml;t, Gesundheit und Bildung, Digitalisierung, Energiewirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Technologie, L&ouml;sungen f&uuml;r Klima- und Umweltprobleme&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/119583-nur-gemeinsam-sind-wir-sicher\/\">RT<\/a><br>\noder<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-06\/ueberfall-auf-die-sowjetunion-1941-europa-russland-geschichte-wladimir-putin\/komplettansicht\">Zeit online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lasst uns endlich Frieden schlie&szlig;en<\/strong><br>\nAm 22. Juni 2021 j&auml;hrt sich zum 80. Mal der faschistische Angriff auf Russland und die V&ouml;lker der Sowjetunion. F&uuml;r uns, die Unterzeichner, ist dieser Tag ein Tag der Trauer, der Scham und des Nachdenkens &uuml;ber eigene historische Schuld. Von deutschem Boden, geplant von deutschen Politikern, ging ein beispielloser Vernichtungskrieg aus, geboren aus politischer Hybris und Rassismus gegen die V&ouml;lker der Sowjetunion, besonders die Juden und andere Minderheiten. Er brachte unendliches Leid &uuml;ber die Menschen und forderte allein in der Sowjetunion mehr als 27 Millionen Opfer, vor allem aus Russland, der Ukraine und aus Belarus.<br>\nEs ist Teil der Verantwortung unserer Generation, dass niemand diese Gr&auml;ueltaten je vergessen oder relativieren darf. Denn zur Geschichte Europas geh&ouml;rt auch, dass die Sowjetunion unter gro&szlig;en Opfern den Faschismus besiegt und Deutschland von dieser Ideologie befreit hat. Zur Geschichte des deutsch-russischen Verh&auml;ltnisses geh&ouml;rt ebenso, dass die Sowjetunion und ihr Rechtsnachfolger Russland ma&szlig;geblich die Wiedervereinigung Deutschlands und ein Ende des Kalten Krieges erm&ouml;glicht haben.<br>\nWir wissen: Frieden in Europa gelingt nur, wenn auch Russland Teil der L&ouml;sung ist.<br>\nDeshalb rufen wir die Politiker Europas in Ost und West auf: Bewegt Euch! Verlasst endlich die Sph&auml;re und die Logik des Kalten Krieges! Nicht die Panzertruppen oder R&uuml;stungszahlen m&uuml;ssen wachsen, sondern die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Macht es, wie es die Menschen in Russland, Deutschland und Europa in der konkreten Arbeit in St&auml;dtepartnerschaften, im Jugendaustausch, in Wirtschafts- und Wissenschaftskooperationen tun. Verlasst die mentalen Gef&auml;ngnisse der Feindbilder, Ressentiments und &Auml;ngste! Lasst uns endlich Frieden schlie&szlig;en! Die V&ouml;lker Europas warten schon lange darauf.<br>\nDies ist die Lehre des 22. Juni. Und daf&uuml;r stehen wir.<br>\nAdelheid Bahr, Peter Brandt, Reiner Braun,<br>\nDaniela Dahn, Martin Hoffmann, Michael M&uuml;ller,<br>\nMatthias Platzeck und Antje Vollmer<br>\nNachbemerkung der Redaktion: Dieser Aufruf erscheint &ndash; auch dank finanzieller Beitr&auml;ge zahlreicher Unterst&uuml;tzer, darunter Das Bl&auml;ttchen, &ndash; heute, am 22. Juni 2021, als Anzeige in der russischen Zeitung Kommersant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2021\/06\/lasst-uns-endlich-frieden-schliessen-57457.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Erkl&auml;rung zur Corona-Politik: Dauer-Desaster und enorme Sch&auml;den &ndash; Notwendige Konsequenzen<\/strong><br>\nSARS-COV-2 ist ein neuartiges Virus, das ernst zu nehmen ist und bei Menschen mit geschw&auml;chtem Immunsystem und Vorerkrankungen in Abh&auml;ngigkeit von Arbeits-, Sozial- und Wohnverh&auml;ltnissen zu schwerer Krankheit und Tod f&uuml;hren kann. Jedoch verursachen die zum Teil wissenschaftlich strittigen und teilweise nicht begr&uuml;ndbaren Pandemie-Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung enorme Sch&auml;den:  in der Gesundheit der Bev&ouml;lkerung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, im Gesundheitssystem selbst, bei prek&auml;r abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten und Solo-Selbst&auml;ndigen, bei Alleinerziehenden, bei isolierten Alten, in der Wirtschaft.<br>\nDiese Erkl&auml;rung ruft dazu auf, eine &ouml;ffentliche Diskussion in Gang zu bringen, in der die bisherigen Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung und ihre Folgen &ndash; auch mit Blick auf m&ouml;gliche weitere Wellen oder etwaige neue Pandemief&auml;lle &ndash; sachlich aufgearbeitet und Schlussfolgerungen f&uuml;r die Zukunft gezogen werden. Die Unterzeichnenden wollen, ungeachtet einiger Differenzen in den einzelnen Punkten, diese offene und &ouml;ffentliche Diskussion bef&ouml;rdern und daf&uuml;r eine m&ouml;gliche Grundlage bereitstellen. F&uuml;r Korrekturen sind wir aufgeschlossen. Es ist Zeit, den Panikmodus zu beenden. Lassen Sie uns gemeinsam die Folgen der Corona-Krise bewerten und notwendige &Auml;nderungen erkunden. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/210623_CoronaOEffErklaerX.pdf\">PDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten bereits auf diese Erkl&auml;rung <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73386\">hingewiesen<\/a>. Nun liegt die Erkl&auml;rung mit einer erweiterten Unterschriftenliste vor. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Staatsknete, aber subito<\/strong><br>\nDer BDI und sein Tag der Industrie<br>\nDer j&auml;hrliche &raquo;Tag der Industrie&laquo;, den der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) seit Montag ausrichtet, ist Schaulaufen des politischen Personals bei Hofe. Es hat vorzuf&uuml;hren, was es zur f&auml;lligen Steigerung der Ausbeutung im eigenen Land und weltweit anzubieten hat.<br>\nLetzteres bedeutet vor allem Niederringen von Konkurrenz, und das zu gew&auml;hrleisten, war Konsens der Demokraten, die sich am Dienstag dem versammelten Gesamtkapital in Berlin pr&auml;sentierten, darunter die amtierende Kanzlerin und die drei aus CDU, SPD und Gr&uuml;nen, die Angela Merkel beerben m&ouml;chten. Sie trugen ehrerbietig vor, was dieses Ziel in Zeiten der Revolution technischer Produktivkr&auml;fte, angesichts vielf&auml;ltiger Krisen des Wirtschaftssystems, des Klimawandels und Artensterbens bedeutet: &raquo;gigantische Summen&laquo; aus dem Staatshaushalt, so Angela Merkel, &raquo;ohne die wir gar nicht mehr in die Vorhand kommen&laquo;. BDI-Chef Siegfried Russwurm hatte das bereits am Er&ouml;ffnungstag in der S&uuml;ddeutschen Zeitung angeordnet: &raquo;Wir reden hier von Billionen Mehrinvestitionen.&laquo; Die Produktionsanlagen f&uuml;r das Jahr 2045 seien jetzt in Planung, es sei umso wichtiger, &raquo;dass wir subito zu Entscheidungen kommen&laquo;.<br>\n(&hellip;) Das Kapital hat jedenfalls Gro&szlig;es vor und ruft nach Staatshilfe in nie dagewesenem Umfang. Das war offiziell mehr als 40 Jahre verp&ouml;nt, &raquo;der Markt&laquo; sollte alles richten. Nun nimmt ein neues Akkumulationsmodell Gestalt an: Die Kandidaten und ihre Parteien haben die Staatskasse sperrangelweit zu &ouml;ffnen. Und zwar subito. Wem daf&uuml;r das Fell &uuml;ber die Ohren gezogen werden soll, ist allen Beteiligten klar. Deswegen reden BDI und seine G&auml;ste gar nicht erst dar&uuml;ber. Auf dem Laufsteg herrschen immer Frohsinn und Optimismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/404892.staatsknete-aber-subito.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kapital will Taten sehen<\/strong><br>\n(&hellip;) Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wollte Taten sehen. Pr&auml;sident Siegfried Russwurm erwartet von den Parteien im Bundestagswahlkampf Konzepte f&uuml;r eine &raquo;nachhaltige St&auml;rkung der wirtschaftlichen Wettbewerbskraft&laquo;. V&ouml;llig kontraproduktiv sei es hingegen, &uuml;ber Enteignung, Verstaatlichung, Verbote, immer neue Regulierungen und zus&auml;tzliche Steuerbelastungen zu sprechen, schrieb Russwurm den geladenen Parlamentariern ins Stammbuch. Den Scherbenhaufen infolge der jahrzehntelangen K&uuml;rzungspolitik soll die Bev&ouml;lkerung zusammenkehren. Politik und Staat seien &raquo;ganz besonders bei den &ouml;ffentlichen Investitionen gefordert&laquo;, so Russwurm. &raquo;Deutschland ist hier unter den Schlusslichtern in Europa.&laquo; Angesichts der Bedeutung des Welthandels f&uuml;r die Exportindustrie warnte der BDI-Pr&auml;sident davor, die Handelspolitik mit &raquo;idealistischen Vorgaben zu &uuml;berfrachten&laquo;. Die Lobbyisten wehren sich mit H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en gegen das sogenannte Lieferkettengesetz, durch das im Ausland t&auml;tige Konzerne f&uuml;r Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werden k&ouml;nnen. Konzerne m&uuml;ssten sich endlich ihrer l&auml;stigen Steuern entledigen d&uuml;rfen. &raquo;Es sollte uns zu denken geben, dass die Diskussion um eine globale Mindeststeuer auf den halben hiesigen Unternehmenssteuersatz hinausl&auml;uft.&laquo; Die Finanzminister der &raquo;G7&laquo; hatten sich zuletzt f&uuml;r eine Abgabe f&uuml;r Konzerngewinne in H&ouml;he von 15 Prozent ausgesprochen und damit einen Dumpingwettbewerb ausgerufen.<br>\nDer BDI zielt auf den weiteren Abbau &ouml;ffentlicher Institutionen, um privaten Investoren lukrative Anlagem&ouml;glichkeiten zu verschaffen. Die k&uuml;nftige Bundesregierung solle &raquo;grundlegende Standortschw&auml;chen beseitigen&laquo; und die &raquo;Effizienz in den Beh&ouml;rden steigern&laquo;, sagte Russwurm. Hilfe zur Zerschlagung des &ouml;ffentlichen Sektors bekommt die deutsche Industrie aus Br&uuml;ssel. EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen (CDU) machte am Dienstag eine Stippvisite in Berlin. Die Beh&ouml;rdenchefin zeigte sich zufrieden mit den K&uuml;rzungsversprechen der Bundesregierung. Zentral sei der verbindlich zugesagte Abbau von Investitionshemmnissen auch in der &ouml;ffentlichen Verwaltung. Als Belohnung erh&auml;lt die BRD 25,6 Milliarden Euro an Zusch&uuml;ssen aus dem EU-Corona-Aufbaufonds.<br>\nAm engsten kuschelte die Spitzenkandidatin von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, Annalena Baerbock, mit der Wirtschaft. Sie warb erneut f&uuml;r einen &raquo;Industriepakt&laquo;. Der Staat solle die Zusatzkosten f&uuml;r klimaschonendere Produktionsweisen tragen, bis sich diese rechneten. Die Unternehmen br&auml;uchten &raquo;Planungssicherheit&laquo;. Schlie&szlig;lich gehe es um die &raquo;Zukunftsf&auml;higkeit des Industriestandorts Deutschland&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/404857.tag-der-deutschen-industrie-kapital-will-taten-sehen.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Mehr &ouml;ffentliche Investitionen fordern und gleichzeitig weniger Steuern zahlen: Wie soll die Rechnung aufgehen? Merkt der BDI nicht selber, dass er da Unm&ouml;gliches fordert? Und wieso sagt es die Politik dem BDI nicht, dass das nicht geht, es sei denn es geschehe eine g&ouml;ttliche Brotvermehrung?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Kommission billigt deutschen Aufbauplan nach der Coronakrise<\/strong><br>\n(&hellip;) Die EU-Kommission hat den deutschen Aufbauplan nach der Coronakrise gebilligt. Deutschland erwartet 25,6 Milliarden Euro aus dem Corona-Aufbaufonds &raquo;Next Generation EU&laquo;. Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissions-Pr&auml;sidentin Ursula von der Leyen stellten die Ergebnisse bei einer Pressekonferenz in Berlin gemeinsam vor&hellip;<br>\nInsgesamt hatten die EU-Staaten vor einem Jahr ein Aufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro vereinbart &ndash; in laufenden Preisen sind das sogar gut 800 Milliarden Euro. Es soll der europ&auml;ischen Wirtschaft nach der Pandemie Auftrieb geben und sie gleichzeitig modernisieren. Das Geld wird am Kapitalmarkt aufgenommen und von den EU-Staaten bis 2058 gemeinsam getilgt.<br>\nGeld soll &raquo;in die Zukunft&laquo; investiert werden<br>\nMerkel sagte, das Geld m&uuml;sse &raquo;in die Zukunft&laquo; investiert werden, mit den Schwerpunkten Klimaschutz und Digitalisierung. 5,4 Milliarden aus dem Plan werden in saubere Energie investiert, erkl&auml;rte von der Leyen. 52 Prozent des Plans sollen in die Digitalisierung investiert werden, sowohl in die &ouml;ffentliche Verwaltung als auch in Krankenh&auml;usern. Damit sei Deutschland Spitzenreiter. [&hellip;]<br>\nDie europ&auml;ischen Vorgaben beim deutschen Plan sind demnach erf&uuml;llt. So seien mindestens 42 Prozent der Mittel f&uuml;r Klimaschutzprojekte eingeplant &ndash; die Vorgabe waren 37 Prozent. Allein 2,5 Milliarden Euro seien zur F&ouml;rderung von Geb&auml;udesanierung vorgesehen, und weitere 2,5 Milliarden Euro an Kaufpr&auml;mien f&uuml;r Elektroautos&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/eu-kommission-billigt-deutschen-aufbauplan-nach-der-coronakrise-a-e6973b74-2aac-4f5f-bf11-183cc433129e\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Fragt sich, was das alles mit &bdquo;Corona&ldquo; zu tun hat? Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung standen ohnehin auf der Agenda und beide Bereiche geh&ouml;ren auch nicht zu den Verlierern durch die Corona-Ma&szlig;nahmen &ndash; ganz im Gegenteil. Bei der Bezeichnung &bdquo;Aufbauplan nach der Coronakrise&ldquo; sollte man doch eigentlich daran denken, dass den Sektoren unter die Arme gegriffen wird, die unter den Ma&szlig;nahmen massiv gelitten haben. Doch davon kann nicht die Rede sein. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ist der Arbeitskampf um die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe nur verschoben oder doch schon aufgehoben?<\/strong><br>\nDie Verhandlungen der Tarifrunde 2020 im Sozial- und Erziehungsdienst im &Ouml;ffentlichen Dienst begannen Anfang M&auml;rz des vergangenen Jahres mit den Forderungen zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe und Verbesserung der Rahmenbedingungen f&uuml;r die rund 234.000 Besch&auml;ftigten in diesem Bereich.<br>\nKonkret ging es um die Verbesserung der Eingruppierungsmerkmale, Anpassung der Stufenlaufzeiten, Anerkennung der Berufserfahrung, Ber&uuml;cksichtigung der &Auml;nderungen in der Behindertenhilfe, Verbesserung der Bewertung der Leitungst&auml;tigkeit und ein genereller Rechtsanspruch auf Qualifikation.<br>\nDie f&uuml;r den 23. M&auml;rz 2020 geplante zweite Verhandlungsrunde konnte &bdquo;wegen des Coronavirus und den beschlossenen Ma&szlig;nahmen&ldquo; nicht stattfinden&hellip;<br>\nNun ist ein weiteres Jahr vergangen und nichts ist geschehen.<br>\nGewerkschaften rudern zur&uuml;ck, die beiden gr&ouml;&szlig;ten mauern<br>\nSchon im Fr&uuml;hjahr (2020) wurden die ersten Tarifauseinandersetzungen aufgeschoben oder schnell mit Nullrunden beendet.<br>\nF&uuml;r die DGB-Gewerkschaften steht seitdem die Arbeitsplatzsicherung im Vordergrund, aber vor allem die Frage, was sie dazu beitragen k&ouml;nnen, wie man im Verbund mit Politik und organisierter Unternehmerschaft die Krise zur langfristigen strukturellen Modernisierung der deutschen Wirtschaft nutzen kann, um deren europ&auml;ische Vormachtstellung und die Exportorientierung weiter auszubauen.<br>\nVon der fr&uuml;heren Ank&uuml;ndigung des IG-Metall-Vorsitzenden J&ouml;rg Hofmann, die Vier-Tage-Woche zum Thema bei der anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie zu machen, war im Herbst 2020 nicht mehr die Rede. Ebenso wenig auch von einer Umverteilung der Milliardengewinne der Branche zugunsten der Besch&auml;ftigten. J&ouml;rg Hofmann meint nun, das Ziel der k&uuml;rzeren Wochenarbeitszeit sei es, &bdquo;den durch Digitalisierung, Energiewende und Klimawandel getriebenen Strukturwandel zu meistern&ldquo;, damit steht auf der gewerkschaftlichen Agenda, die deutsche Wirtschaft fit zu machen f&uuml;r den nach der Krise erwarteten Wirtschaftsaufschwung.<br>\nVon der Arbeitszeitverk&uuml;rzung bei vollem Lohnausgleich ist auch keine Rede mehr, die IG Metall w&uuml;nscht sich nur noch einen &bdquo;gewissen Lohnausgleich als Anreiz&ldquo;, bezahlen sollen die Modernisierung der Wirtschaft jedoch im Wesentlichen die Lohnabh&auml;ngigen selbst&hellip;<br>\nPartei&uuml;bergreifende Einigkeit beim Abladen der Lasten der Krise auf die arbeitende Bev&ouml;lkerung<br>\nDie SPD, bzw. ihr Arbeitsminister Hubertus Heil, griff die Zahnlosigkeit der beiden gro&szlig;en Gewerkschaften schnell auf, um die noch skeptischen Arbeitgeberverb&auml;nde davon zu &uuml;berzeugen, das unschlagbare Angebot eines Strukturhilfeprogramms auf Kosten der Besch&auml;ftigten anzunehmen&hellip;<br>\n(&hellip;) Und damit ist eine moderate Lohnpolitik gefordert, mehr noch, sie wird f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre in Stein gemei&szlig;elt.<br>\nNeu ist die Einigkeit und gemeinsame Anstrengung von DGB-Gewerkschaften, der SPD und mittlerweile auch der LINKEN, die Lasten der Krise auf die arbeitende Bev&ouml;lkerung abzuladen.<br>\nUnter diesen Rahmenbedingungen wird es mit der Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe im Jahr 2021 wohl nichts werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/ist-der-arbeitskampf-um-die-aufwertung-der-sozial-und-erziehungsberufe-nur-verschoben-oder-doch-schon-aufgehoben\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stoppt endlich die Verdummung<\/strong><br>\nIn den j&uuml;ngsten Tagen ploppte das Thema Rente allerorten hoch: &bdquo;Rente mit 68&ldquo; (Wissenschaftlicher Beirat im Wirtschaftsministerium), &bdquo;Rente mit 70&ldquo; (Institut der Deutschen Wirtschaft), &bdquo;Aktienrente&ldquo; (FDP) oder &bdquo;B&uuml;rgerfonds&ldquo; (Gr&uuml;ne). Wie ein Mantra zieht sich dabei der Kampfbegriff &bdquo;Generationengerechtigkeit&ldquo; durch alle Medien. Suggeriert wird: die gesetzliche Rente packt es nicht mehr. Zu wenig Junge, zu viele Alte. Drastische Ma&szlig;nahmen sind angeblich n&ouml;tig. L&auml;nger arbeiten, weniger Rente, mehr Aktieninvestments &ndash; am besten alles zusammen. So erkl&auml;ren es Axel B&ouml;rsch-Supan und Bernd Raffelh&uuml;schen als Experten und nahezu alle plappern es nach. So auch geschehen in der ARD-Sendung &sbquo;Presseclub&rsquo; am vergangenen Sonntag. Leider werde es &ndash; so wurde dort beklagt &ndash; diese &bdquo;notwendigen&ldquo; Ma&szlig;nahmen aber nicht geben, weil sich in dieser &bdquo;Rentnerrepublik&ldquo; gegen den Willen der &uuml;berwiegend alten W&auml;hler kaum etwas durchsetzen lasse.<br>\nJa, h&ouml;rt denn diese gnadenlose Verdummung nie auf?<br>\n(&hellip;) Stattdessen glauben viele den Unsinn mit der angeblich fehlenden Generationengerechtigkeit. Dabei ist die umlagefinanzierte Rente in Wahrheit keineswegs zum Schaden der Jungen. Sie werden dort auch weiter eine positive Rendite erzielen und diese Rendite w&auml;re noch wesentlich h&ouml;her, h&auml;tte es die politisch motivierten Renteneinschnitte nicht gegeben. Die &Uuml;berlastung der Jungen liegt vielmehr in dem Unsinn, sie quasi zur Einzahlung in die private Vorsorge (Riester) und eine weitgehend selbst finanzierte Betriebsrente (Entgeltumwandlung) zu dr&auml;ngen. Da hier die Arbeitgeber fast nichts beitragen, f&uuml;hrt das, was R&uuml;rup, Raffelh&uuml;schen &amp; Co den Jungen hier eingebrockt haben fast zu einer Verdoppelung ihrer Beitragslast. Doch dar&uuml;ber reden die Lobbyisten nicht.<br>\nDer bessere Weg w&auml;re, die gesetzliche Rente deutlich zu st&auml;rken: Eine armutsfeste Mindestrente, deutlich h&ouml;here Renten f&uuml;r alle, eine faire Beteiligung von Beitragszahlern, Arbeitgebern und Staat. Und vor allem: alle Erwerbst&auml;tigen m&uuml;ssten einzahlen, auch Beamte, Selbstst&auml;ndige, Freiberufler und Politiker. Dann w&auml;re das M&auml;rchen von den fehlenden Beitragszahlern sofort vom Tisch.<br>\nUnd noch etwas: wir brauchen weder eine Rente mit 68 noch eine mit 70 Jahren. Mit solchen Forderungen soll die Bev&ouml;lkerung nur weiter m&uuml;rbe gemacht werden, damit sie weitere K&uuml;rzungen hinnimmt. Vermutlich mit Erfolg&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/balodis-huehne-stoppt-endlich-die-verdummung\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mietenpolitik: Der pure Markt als Irrweg<\/strong><br>\n(&hellip;) Dabei ist das Problem von allen Akteuren im politischen Berlin hinl&auml;nglich erkannt und klar benannt worden. Ja, zwischen den Parteien des Bundestags herrscht sogar Einigkeit dar&uuml;ber, dass insbesondere in St&auml;dten und Ballungsr&auml;umen der Wohnraum knapp und zu teuer ist. Irritierend ist gleichwohl, dass sich auch die Vorstellung, wie das Problem zu l&ouml;sen ist, bei neoliberalen und eher linken Parteien nicht substanziell unterscheidet: In beiden Lagern werden wohnungspolitische Ma&szlig;nahmen lediglich auf Grundlage des neoklassischen Marktmodells formuliert. Demnach ergibt sich auf M&auml;rkten das optimale Ergebnis, wenn sich Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht befinden. Aus diesem mechanischen Zusammenspiel wird dann der Preis eines Gutes ermittelt, beim Wohnungsmarkt also der Mietpreis bzw. Kaufpreis.<br>\nDieser Preis ist es nun, der von Parteien, Gewerkschaften und Mieter*innenverb&auml;nden sowie diversen Medien als das zu l&ouml;sende Problem benannt wird. Das ist nicht grunds&auml;tzlich verkehrt, allerdings bleiben die L&ouml;sungsmechanismen f&uuml;r die Wohnungsnot dabei &auml;u&szlig;erst begrenzt. Denn in der neoklassischen Vorstellung der Wirtschaft l&auml;sst sich der Wohnungsmarkt tats&auml;chlich nur &uuml;ber ver&auml;nderte Angebots- und Nachfragekurven innerhalb des standard&ouml;konomischen Marktmodells beeinflussen.<br>\nNaiver Glaube an &raquo;den Markt&laquo;<br>\nDabei beschr&auml;nkt sich die intellektuelle Vorstellung darauf, Marktmechanismen zu st&auml;rken, indem angebotsseitig Anreize geschaffen und b&uuml;rokratische H&uuml;rden gesenkt werden, um den Bau von Wohnungen und Immobilien zu f&ouml;rdern. Bei dem bereits erw&auml;hnten Bundesminister des Innern, f&uuml;r Bau und Heimat, Horst Seehofer, geht es dann vor allem um die Devise &bdquo;bauen, bauen, bauen&ldquo;. Nachfrageseitig soll zudem beispielsweise durch das Baukindergeld oder eine Senkung der Grunderwerbssteuer der Kauf von Eigentum erleichtert werden&hellip;<br>\nLetztlich basieren alle diese Ma&szlig;nahmen auf einer einseitigen, liberalen und im Grunde naiven Sichtweise dessen, was das kapitalistische Wirtschaftssystem in seinen Grundz&uuml;gen auszeichnet: n&auml;mlich durch das Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage f&uuml;r alle das Beste zu erreichen&hellip;<br>\nGewinnmaximierung ist das Ziel<br>\nEs ist sicher richtig, dass Preise bei steigendem Angebot oder sinkender Nachfrage fallen k&ouml;nnen. Allerdings fu&szlig;t der Kapitalismus ganz grunds&auml;tzlich auf einem fortw&auml;hrenden Akkumulationszwang des Kapitals, der durch Wettbewerbsdynamiken einen erheblichen Druck auf jeden einzelnen Marktakteur zur Gewinnmaximierung aus&uuml;bt. So l&auml;sst sich auf handlungstheoretischer Ebene auch die provokante Frage formulieren, welche Immobilien- und Wohnungsbesitzer*innen denn tats&auml;chlich ein Interesse an sinkenden Mieten mitbringen?<br>\nHier zeigt sich vor allem in der angebotsseitigen Argumentation ein interessanter Kurzschluss ob der Funktionsweise kapitalistischer M&auml;rkte. Nicht nur institutionelle Anleger*innen und Gro&szlig;inverstor*innen wollen dabei m&ouml;glichst hohe Profite bzw. Rendite auf ihre geleisteten Investitionen erzielen, auch das vielfach zitierte &auml;ltere Ehepaar, das eine Wohnung als Altersvorsorge erworben hat, wird gewiss kein Interesse an sinkenden Mietpreisen haben. Der Zweck von Wohnungskonzernen und privaten Eigent&uuml;mer*innen ist eben nicht die Bereitstellung von Wohnraum, sondern vordergr&uuml;ndig der Gewinn&hellip;<br>\n(&hellip;) Mittelfristig stellt die Vergemeinschaftung von Wohnraum allerdings den Schl&uuml;ssel zur Reduzierung von Mietpreisen dar, da Wohnungen und Immobilien nur so sukzessive dem privatwirtschaftlichen Markt entzogen werden k&ouml;nnen. Die Forderung, wonach mit Wohnraum nicht spekuliert werden darf, ist folglich nicht auf ihre moralische Verve zu reduzieren. Ausgehend von einem kritischen Verst&auml;ndnis der kapitalistischen Marktwirtschaft ist sie vielmehr eine &ouml;konomische Notwendigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/juni\/mietenpolitik-der-pure-markt-als-irrweg\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Notoperation am Klimaschutz<\/strong><br>\nDas Sofortprogramm, das die gro&szlig;e Koalition morgen doch noch beschlie&szlig;en will, dient mehr der Gesichtswahrung vor den W&auml;hlern als dem Klimaschutz. Denn sofort umgesetzt wird das Paket gar nicht.<br>\nSofortprogramm. Klingt gut. Dynamisch, zupackend, zielorientiert. So ein Sofortprogramm f&uuml;rs Klima h&auml;tte man sich vor dreieinhalb Jahren gew&uuml;nscht, als die Koalitionsverhandlungen f&uuml;r die Merkel-Groko III liefen. Schon damals war klar, bei dem Thema braucht es einen Turbo.<br>\nDoch Schwarz-Rot nahm sogar in Kauf, da&szlig; das selbstgesteckte CO2-Ziel f&uuml;r 2020 m&ouml;glicherweise verpasst w&uuml;rde. Nur dank der Pandemie wurde es noch erreicht.<br>\nJedenfalls hat die Regierung nichts beschlossen, was der Sache angemessen war, weder damals beim Start noch 2019 nach den Dauerdemos der Fridays-for-Future-Bewegung.<br>\nNun also, in der letzten Woche vor der Sommerpause und dem hei&szlig;en Wahlkampf, ein Sofortprogramm. Vieles darin ist gut oder wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung: deutlich st&auml;rkerer Solar- und Windkraft-Ausbau, mehr Geld f&uuml;r energieeffiziente Geb&auml;ude, F&ouml;rderung von gr&uuml;nem Wasserstoff in Industrie und Verkehr.<br>\nAlles Forderungen, die seit Jahren von Klimaexperten, Umweltsch&uuml;tzern und in der Groko auch von SPD-Seite erhoben werden &ndash; und vor allem an den Bremsern in der Union scheitern.<br>\nDie aktuelle Kehrtwende h&auml;tte durchaus Lob verdient &ndash; s&auml;he das Ganze nicht wie eine Notoperation am Klimaschutz zwecks Gesichtswahrung vor den W&auml;hlern aus.<br>\nTats&auml;chlich wird ja nicht Merkel III, sondern eine neue Bundesregierung das Paket in die Tat umsetzen m&uuml;ssen. Oder wieder aufschn&uuml;ren &ndash; und ganz neu best&uuml;cken. Hoffentlich mit Sofort- und Dauer-Ma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/notoperation-am-klimaschutz\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie das Bundeskanzleramt ein System der Geschichtsf&auml;lschung verteidigt&hellip;<\/strong><br>\n&hellip; und welche Rolle die Konrad-Adenauer-Stiftung dabei spielt.<br>\nVon Gaby Weber<br>\nNeue Dokumente des BND liefern Indizien, wie die historische Wahrheit verschleiert werden soll<br>\nEinige Beh&ouml;rden haben inzwischen ihre NS-Vergangenheit vor und nach 1945 aufgearbeitet. Selbst der Bundesnachrichtendienst (BND) hat eine externe Kommission in seinem Archiv forschen lassen. Nur eine Institution sperrt sich beharrlich, das Bundeskanzleramt.<br>\nUnd das h&auml;ngt vor allem mit einer Person zusammen: Hans Globke, Kommentator der N&uuml;rnberger Rassengesetze, hoher Beamter in Hitlers Reichsinnenministerium und sp&auml;ter allm&auml;chtiger Staatssekret&auml;r von CDU-Bundeskanzler von Konrad Adenauer.<br>\nSchon seit den 1950er-Jahren stand Globke im Zentrum der Kritik als Symbol f&uuml;r die NS-Kontinuit&auml;t im Bonner Staat. Sie kam aus dem Ostblock, von der westdeutschen Opposition &ndash; nur aus Israel kam sie nicht. 1960 erteilte das Kanzleramt dem BND den Sonderauftrag, daf&uuml;r zu sorgen, dass im Prozess in Jerusalem gegen den SS-Mann Adolf Eichmann Globkes Name nicht erw&auml;hnt wurde.<br>\nUnd der Pullacher Dienst, damals unter dem Kommando von Nazi-Generalmajor Reinhard Gehlen, sorgte sich. Er witterte eine &ldquo;kommunistische Hetzkampagne&rdquo; gegen &ldquo;Globus&rdquo;, wie er Adenauers Staatssekret&auml;r intern nannte. Die DDR ver&ouml;ffentlichte B&uuml;cher &uuml;ber ihn und stellte Globke in Abwesenheit vor Gericht.<br>\nBis heute sorgt das Kanzleramt &ndash; bis auf einige historische Ausrutscher stets in der Hand der Christdemokraten &ndash; daf&uuml;r, dass die Globke-Akten unter Verschluss bleiben. Globke hatte sie bei seinem Ausscheiden aus dem Amt einfach mit nach Hause genommen, und seine Erben gaben sie an die parteinahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS).<br>\nUnd diese private Einrichtung geht mit dem Nachlass, darunter Verschlusssachen und &ldquo;geheim&rdquo;-Gestempeltes, so um, wie es die C-Parteien w&uuml;nschen. Einige Historiker oder angehende Historiker wurden mit diesen amtlichen Dokumenten gef&uuml;ttert und andere nicht. Bevorzugt werden die Stipendiaten der KAS.<br>\nSogar das Bundesverfassungsgericht hatte 2017 in einem von mir erstrittenen Urteil klargestellt, dass diese Akten weiterhin Bundeseigentum seien. Doch das Kanzleramt weigert sich hartn&auml;ckig, diese Akten an das Bundesarchiv zu schicken, wo sie laut Bundesarchivgesetz hingeh&ouml;ren.<br>\nMeine Verfassungsklage ist anh&auml;ngig, und Rechtsanwalt David Werdermann w&uuml;nscht sich ein &ldquo;Machtwort, zumal das Gericht im vorangegangenen Verfahren bereits entschieden hat, dass die Privatisierung von amtlichen Unterlagen nicht in Ordnung ist&rdquo;. Aber die Karlsruher Richter scheinen keine Eile zu haben. Meine Strafanzeige wegen Hehlerei wurde verworfen. Deutsche Staatsanw&auml;lte sind weisungsgebunden; sie unterstehen der Ministerialhierarchie, und dort hat die Politik das Sagen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-das-Bundeskanzleramt-ein-System-der-Geschichtsfaelschung-verteidigt-6111885.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Feind in Asien<\/strong><br>\nVon Dr. Renate Dillmann<br>\n(&hellip;) Begleitet wurde und wird diese Politik durch immer mehr und immer heftigere Anklagen gegen den chinesischen Staat in der westlichen &Ouml;ffentlichkeit und den Vereinten Nationen. China wird inzwischen des Genozids an einer ethnischen Minderheit, den Uiguren, bezichtigt. Dazu treten im Wochenrhythmus wechselnde Vorw&uuml;rfe wegen staatlicher Repression gegen Protestierende in Hongkong, Ausbeutung afrikanischer und asiatischer Staaten, Umweltverst&ouml;&szlig;en und nicht zuletzt Schuldzuweisungen und Kritik am autorit&auml;rem Staatsverhalten in der Corona-Krise&hellip;<br>\nAutorit&auml;res Regieren ist f&uuml;r die USA, das Mutterland von Demokratie und Menschenrechten, per se jedenfalls kein Grund f&uuml;r Feindseligkeiten. Sie haben schon Herrscher von ganz anderem Kaliber zu Freunden erkl&auml;rt (wie den Saudi-K&ouml;nig Salman und den &auml;gyptischen Putsch-General Al Sisi ) oder selbst an die Macht gebracht (wie den Schah im Iran oder Pinochet in Chile &ndash; &uuml;brigens jeweils gegen demokratisch gew&auml;hlte Politiker). Und auch bei Menschenrechtsverletzungen gegen Minderheiten, ja selbst Genoziden&hellip; sind US-Pr&auml;sidenten nicht gerade zimperlich, wenn es ihnen geopolitisch in den Kram passt&hellip;<br>\nWomit also hat sich China, an dem amerikanisches Kapital in den letzten Jahren enorm viel verdient hat und das auch aktuell gerade wieder einmal die Weltkonjunktur-Lokomotive darstellt, diese harte Feindschaftserkl&auml;rung der USA verdient?&hellip;<br>\nDie Antwort lautet: China zieht diese Feindschaft auf sich, weil es sich so &uuml;beraus erfolgreich in die amerikanische Gesch&auml;ftsordnung integriert hat&hellip;<br>\n(&hellip;) Mit dieser Politik unterminieren die amerikanischen Politiker allerdings die Prinzipien der Weltordnung, die sie selbst nach Weltkrieg II eingerichtet haben: Souver&auml;ne Staaten, die in freier kapitalistischer Konkurrenz nach ihrem Vorteil streben. F&uuml;r dieses Prinzip steht inzwischen der chinesische Pr&auml;sident Xi Jingping ein &ndash; ein deutlicher Ausdruck dessen, welche Nation im Augenblick den Nutzen aus dieser von den USA geschaffenen Weltordnung zieht&hellip;<br>\nDie amerikanischen Versuche, Chinas weiteren Aufstieg mit &ouml;konomischen Gegenmitteln zu verhindern, haben bisher keinen durchschlagenden Erfolg gezeigt &ndash; kein Wunder also, dass der &Uuml;bergang zu h&auml;rteren Mitteln ansteht&hellip;<br>\nDazu geh&ouml;rt die Unterst&uuml;tzung separatistischer Bewegungen in China. In der westlichen Provinz Xinjiang werden die muslimischen Uiguren unterst&uuml;tzt, deren Separatismus heute in dschihadistischer Form auftritt; in Hongkong ber&auml;t die CIA seit 2015 Joshua Wong, das &bdquo;Gesicht&ldquo; der aktuellen Hongkong-Proteste. Die Befeuerung von Separationsbestrebungen ist schon immer ein probates Mittel gegen l&auml;stige Konkurrenten gewesen&hellip; Dazu geh&ouml;rt auch das Schmieden von antichinesischen B&uuml;ndnissen&hellip;.<br>\nDie Welt ist f&uuml;r die USA offenbar dann &bdquo;fair&ldquo; und &bdquo;in Ordnung&ldquo;, wenn sie den gr&ouml;&szlig;ten Nutzen aus ihr ziehen und unbestritten das Sagen haben; alles andere kann f&uuml;r sie nur ein Fall von &bdquo;untergraben&ldquo; und &bdquo;zersetzen&ldquo; sein, gegen den sie ihren Vorteil sichern, pardon: gegen die sie &bdquo;die Ordnung&ldquo; verteidigen m&uuml;ssen. Dass die Volksrepublik China sich ganz gem&auml;&szlig; der &bdquo;regelbasierten Ordnung&ldquo; des kapitalistischen Weltmarkts und mit amerikanischer Kapitalhilfe, an der US-Firmen &uuml;ber Jahrzehnte pr&auml;chtig verdient haben und verdienen, zum heutigen Resultat hochgearbeitet hat, das den USA nun so &uuml;beraus st&ouml;rend in die Quere kommt &ndash; diesen Fall kann es aus US-Sicht schlicht nicht geben. Also darf es ihn nicht geben &ndash; der neue &bdquo;Kalte Krieg&ldquo; ist f&uuml;r die USA insofern eine unumg&auml;ngliche Konsequenz, und das nicht f&uuml;r die &bdquo;Falken&ldquo; oder &bdquo;Hardliner&ldquo;, sondern &uuml;ber alle Parteigrenzen hinweg&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Perspektive hei&szlig;t Krieg<br>\nGegen alles Geschw&auml;tz von &bdquo;Chimerica&ldquo; und einem globalisierten Welthandel &bdquo;zum Nutzen aller&ldquo; wird an diesem Fall ein weiteres Mal deutlich, dass die Konkurrenz um den Nutzen aus dem Welthandel ihrer Natur nach ausschlie&szlig;end und deshalb in der letzten Instanz feindlich, ja kriegstr&auml;chtig ist. Auch wenn momentan tats&auml;chlich keine der Parteien die &bdquo;gro&szlig;e Auseinandersetzung&ldquo; will, ist das der gewalttr&auml;chtige Kern ihres Verh&auml;ltnisses.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/48.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=77567&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=aa9841461b\">scharf links<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert dazu auch von derselben Autorin: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/auslandsbericht\/china-besonders-ueble-ausbeutung-repressiver-staat-neokolonialismus-uiguren-hongkong\/\">China: Besonders &uuml;ble Ausbeutung, repressiver Staat, Neokolonialismus, Uiguren, Hongkong<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Meine Xinjiang Reise im Mai 2021<\/strong><br>\nvon J&uuml;rgen Kurz, Mai 2021<br>\nIch kenne Xinjiang seit 15 Jahren. Meine erste Reise nach Xinjiang unternahm ich im Mai 2006&hellip;15 Jahre sp&auml;ter habe ich im Mai 2021 Xinjiang wieder besucht, nachdem ich ca. 5 Jahre nicht dort war&hellip;<br>\nMit diesem Bericht &uuml;ber meine Reise lege ich der &Ouml;ffentlichkeit in Deutschland und Europa meine Beobachtungen vor in der Hoffnung, dass in Zukunft in der politischen Diskussion mehr Fakten als Vorurteile eine Rolle spielen werden.<br>\nIch w&uuml;rde mich freuen, wenn Meine Xinjiang Reise einen Beitrag zur Deutsch\/Chinesischen Freundschaft leisten kann&hellip;<br>\nWerden Uiguren in der Xinjiang Provinz wirklich verfolgt<br>\nWeltweit hat sich das Narrativ festgesetzt China w&uuml;rde systematisch Uiguren unterdr&uuml;cken und in Xinjiang Menschenrechte missachten. Es g&auml;be angeblich 1 Mio. Menschen in Xinjiang die in Lagern aus politischen Motiven eingesperrt w&uuml;rden berichtet der &ldquo;Experte&rdquo; Adrian Zenz aus den USA. Mit dieser Aussage haben amerikanische Medien, flankiert unterdessen von deutschen Medien, einen starken medialen Feldzug gegen China aufgebaut.<br>\nVor kurzem wurde ich sogar von meinem Parteifreund, dem ehemaligen Bundessprecher Ralf F&uuml;cks, der jetzt in Bremen einen liberalen Think Tank (Libmod) betreibt, mit dem Hinweis in Twitter geblockt, ich w&uuml;rde brutale Menschenrechtsverletzungen verteidigen. Mache ich nat&uuml;rlich nicht, aber das spielt in der ideologisch aufgeheizten Debatte um die korrekte Meinung zu China &uuml;berhaupt keine Rolle.<br>\nIch habe per E-Mail an Libmod diesen Vorwurf zur&uuml;ckgewiesen und meine Beurteilung der Situation in Xinjiang herausgestellt, die auf einer langj&auml;hrigen Erfahrung mit diesem Land beruht. Erwarte ich eine Antwort von Ralf F&uuml;cks? Nein, als Gr&uuml;nder eines selbsternannten Thinktanks wird er wohl eher &uuml;ber den mehr als 17 Jahre Erfahrung schweben die ich mit China habe.<br>\nMeine Mail und die Twitter Begr&uuml;ndung findet Ihr <a href=\"http:\/\/www.juergenk.de\/601%20Libmod.html\">hier<\/a>.<br>\nIch bin mir sicher, dass ich mich relativ gut in Xinjiang auskenne, da meine chinesische Familie von dort kommt. Meine Frau ist dort aufgewachsen und meine Schwiegermutter und ihre ganze Familie leben weiterhin dort. Dementsprechend bin ich auch relativ oft in Xinjiang.<br>\nIch erlebe das China extrem viel in den Schutz seiner ethnischen Minderheiten im ganzen Land investiert und mit allen Mitteln daran arbeitet die Lebensbedingungen dieser Gruppen nachhaltig zu verbessern.<br>\nGenauso wie China ein Recht hat in Hongkong ein Sicherheitsgesetz einzuf&uuml;hren, so hat China auch das Recht sich gegen Angriffe zu wehren, die im Westen als terroristische Angriffe verurteilt, vom Westen in China aber als Freiheitskampf deklariert werden!<br>\nIch beobachte hier eine ideologisch begr&uuml;ndet Scheinheiligkeit des Westens und genau so werden westliche Berichte &uuml;ber China auch in China von den Menschen aufgenommen!<br>\nNiemand in China wendet sich aufgrund der falschen westlichen Berichterstattung gegen die chinesische Regierung. Im Gegenteil, speziell nach Corona verzeichnet die CPC eine weiterhin hohe Zustimmungsrate aus der Bev&ouml;lkerung und Berichte aus dem Westen werden einhellig als &uuml;ble Propaganda zur&uuml;ck gewiesen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.juergenk.de\/6.html\">J&uuml;rgen Kurz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ein interessanter Bericht. Lesen Sie dazu auch unbedingt die im Text verlinkte E-Mail von Herrn Kurz an Ralf F&uuml;chs. Ex-Maoist F&uuml;chs hat es sich offenbar, wie auch sein Parteikollege und ex-Maoist, der heutige EU-Parlamentarier B&uuml;tikofer, zur Lebensaufgabe gemacht hat, den Einfluss von China im Dienste der USA und der Nato &bdquo;einzud&auml;mmen&ldquo; und wird dabei nicht m&uuml;de, sich auf das Thema Uiguren zu einzuschie&szlig;en. Dabei st&uuml;tzt F&uuml;chs und sein Zentrum Liberale Moderne (LibMod) sich gerne auf den notorischen selbsternannten &bdquo;Experten&ldquo; Adrian Zenz. Zenz ist ein konservativer religi&ouml;ser Rechtsau&szlig;en, der an den Satan glaubt und als &bdquo;als &bdquo;Senior Fellow&ldquo; f&uuml;r den US-amerikanischen rechtskonservativen Think-Tank <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Victims_of_Communism_Memorial_Foundation\">Victims of Communism Memorial Foundation<\/a> arbeitet..<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Thema passt auch mein Beitragl auf den Nachdenkseiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68661\">Gr&uuml;ne Maoisten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Iran: Warum nur wurde der Hardliner gew&auml;hlt?<\/strong><br>\n(&hellip;) Nun hat Iran einen Staatspr&auml;sidenten, der auf der Sanktionsliste der EU und jener der USA steht &ndash; und dies nicht aufgrund von sonst oft von politischer Willk&uuml;r durchsetzten Kriterien des &laquo;Westens&raquo;, sondern wegen der nachgewiesenen Verantwortung des Amtstr&auml;gers f&uuml;r tausende Todesurteile gegen politische Widersacher in fr&uuml;heren Phasen der Islamischen Republik&hellip;<br>\nBereits einmal kandidiert<br>\nEbrahim Raissi kandidierte 2017 f&uuml;r das Amt des Staatspr&auml;sidenten, gegen den damals amtierenden Ruhani. Und unterlag. Vor allem, weil Ruhani und dessen Au&szlig;enminister, Mohammed Djawad Zarif, noch immer aussichtsreich erschienen beim Versuch, einen konstruktiven Dialog mit westlichen M&auml;chten zu f&uuml;hren, konkret: die USA beim m&uuml;hsam ausgehandelten sog. Atomvertrag &laquo;bei der Stange&raquo; zu halten und damit die Versch&auml;rfung von Sanktionen abzuwehren. Ein Jahr sp&auml;ter schlug US-Pr&auml;sident Donald Trump zu, zerriss, bildlich gesprochen, das Vertragswerk, und verk&uuml;ndete eine Strategie des &laquo;maximalen Drucks&raquo; gegen Iran. Dass Iran sich bis zu diesem Zeitpunkt, auch einige Zeit dar&uuml;ber hinaus, liniengetreu an die Vorgaben des Vertrags gehalten hatte, war Trump egal &ndash; von nun an konnte Iran auf legalem Weg kein Erd&ouml;l mehr exportieren und wurde, erbarmungslos, in die wirtschaftliche Krise getrieben. Mit dem Resultat, dass schlie&szlig;lich mindestens 50 Prozent der Bev&ouml;lkerung unter die Armutsgrenze schlitterten.<br>\nDas war die Ausgangslage f&uuml;r den Beginn der Kampagne f&uuml;r die Suche eines Nachfolgers f&uuml;r den relativ gem&auml;&szlig;igten, aber auch ziemlich erfolglosen Staatspr&auml;sidenten Ruhani. Aber es waren nicht nur die Folgen der US-Sanktionen (die von Europa, wenn auch widerwillig, mitgetragen wurden), welche die wachsende Misere ausl&ouml;sten &ndash; es gab, parallel dazu, auch eine inner-iranische Bewegung zugunsten von so genannten Hardlinern. Sie geht in die &Auml;ra von Ahmadinejad als Staatspr&auml;sident (2005 bis 2013) zur&uuml;ck&hellip;<br>\nSanktionen halfen mit<br>\nDie Frage bleibt, ob all das nicht so h&auml;tte kommen m&uuml;ssen, h&auml;tte Donald Trump sich nicht entschieden, den vom Vorg&auml;nger Obama mit-ausgehandelten Atomdeal zu torpedieren&hellip;<br>\nEs ist schwer vorstellbar, dass US-Pr&auml;sident Biden sich verpflichten k&ouml;nnte, alle Sanktionen zu beenden&hellip;Und von iranischer Seite aus gibt es offenkundig keine Bereitschaft, auf irgendwelche Kompromisse einzugehen. Vor dem Ende der Amtszeit Ruhanis gab es da und dort noch die Illusion, Iran k&ouml;nnte sich flexibel zeigen &ndash; mit dem Amtsbeginn Raissis schwinden solche Hoffnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/iran-warum-nur-wurde-der-hardliner-gewaehlt\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eine rote Welle rollt durch S&uuml;damerika<\/strong><br>\n&ndash; und wird wohl noch eine Weile weiterrollen<br>\nDer &ldquo;Hinterhof&rdquo; der USA wird von einer &ldquo;roten Welle&rdquo; erfasst. Der Sieg des Sozialisten Pedro Castillo in Peru ist der j&uuml;ngste Ausdruck dieser Entwicklung &ndash; ausgerechnet auf einem Kontinent, auf dem Washington und sein &ldquo;Marktfundamentalismus&rdquo; seit Jahrzehnten dominieren.<br>\nIn den letzten Tagen waren viele Augen in der westlichen Hemisph&auml;re auf die hei&szlig; umk&auml;mpfte Pr&auml;sidentschaftswahl in Peru gerichtet. Der linke Kandidat Pedro Castillo von der antiimperialistischen Partei Freies Peru hat in einem hitzigen Wahlkampf die Oberhand gegen die etablierte Rechts-Kandidatin Keiko Fujimori gewonnen, worauf diese Castillo der Wahlmanipulation beschuldigte&hellip;<br>\nEin solches politisches Erdbeben fand jedoch nicht allein in Peru statt, sondern ist eines von vielen, die zunehmend den ganzen Kontinent ersch&uuml;ttern. Lateinamerika erlebt eine &ldquo;rote Welle&rdquo; &ndash; ein folgenschwerer Ausbruch linksgerichteter Energie, die &uuml;ber mehrere L&auml;nder hinwegfegt und den Durst nach radikalen Ver&auml;nderungen wachsen l&auml;sst. W&auml;hrend die Wahl in Peru praktisch besiegelte Sache ist, wird Kolumbien weiterhin von Protesten und Aufst&auml;nden erfasst, hat Chile seine Verfassung aus der Pinochet-&Auml;ra aufgegeben, und der ehemalige linke Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva feiert in Brasilien ein Comeback.<br>\nAber was verursacht diese Renaissance linker Politik? Was haben diese L&auml;nder gemeinsam? Die Antwort darauf ist: Ihnen gemeinsam ist die Ablehnung einer neoliberalen, von den USA gef&uuml;hrten Wirtschaftsordnung des &ldquo;Marktfundamentalismus&rdquo;, die zu einer enormen ungleichen Verteilung des Reichtums, zum Abbau der Chancengleichheit und zu einer hohen Arbeitslosigkeit gef&uuml;hrt hat &ndash; Faktoren, die zu einer wachsenden Desillusionierung in der Bev&ouml;lkerung gef&uuml;hrt haben und die Wirtschaft auf dem s&uuml;damerikanischen Kontinent eine Dekade lang in Stagnation verharren lie&szlig;en. Jetzt ist der Wind der Ver&auml;nderung da &ndash; und das alles geschieht aus Sicht der USA im eigenen &ldquo;Hinterhof&rdquo;, den sie zwar f&uuml;r sich beanspruchen, aber nicht pflegen&hellip;<br>\nNachdem die Vereinigten Staaten nun entschieden haben, dass die Zukunft der Welt im Indopazifik und in Asien liegt, wo bleibt dann S&uuml;damerika?<br>\nEs wird interessant sein zu sehen, wie das au&szlig;enpolitische Establishment der USA auf die &ldquo;rote Welle&rdquo; vor seiner Haust&uuml;r reagiert. Wird es das als Bedrohung der nationalen Sicherheit wahrnehmen? Wird es versuchen, diese Bewegungen zu entwurzeln und zu spalten? Oder sogar Staatsstreiche anzetteln?&hellip;<br>\nAber selbst wenn es nicht zum &Auml;u&szlig;ersten kommt, kann Washington diese Ereignisse aufgrund ihres expliziten ideologischen Elements sicherlich nicht ignorieren, was den popul&auml;ren Diskurs in den USA in Frage stellen wird, Ostasien sei die &ldquo;Baustelle des 21. Jahrhunderts&rdquo;. Diese neue linke Bewegung kann auf unvorhergesehene Weise Auswirkungen auf die ganze Welt haben. Die rote Welle erfindet S&uuml;damerika neu &ndash; und sie wird wohl noch eine Weile weiterrollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/119140-eine-rote-welle-rollt-durch-suedamerika\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Frust der &raquo;Abgeh&auml;ngten&laquo; zeigt sich in Enthaltung und nicht im Rechtsruck<\/strong><br>\nBei der Regionalwahl in Frankreich haben sich rund zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung enthalten. Politikverdrossene w&auml;hlen aus Protest rechts, hei&szlig;t es oft. Die meisten unter ihnen gehen jedoch gar nicht erst w&auml;hlen&hellip;<br>\nDoch die einzige Erkenntnis aus der ersten Wahlrunde am vergangenen Sonntag ist, dass die Wahlbeteiligung extrem niedrig war, was wiederum die ohnehin schon sehr instabile Wahllandschaft noch unberechenbarer gemacht hat.<br>\nMehr als zwei Drittel der Wahlberechtigten enthielten sich &ndash; ein Rekord in der sechs Jahrzehnte w&auml;hrenden Geschichte der F&uuml;nften Republik. F&uuml;r jede Demokratie, die ihren Namen verdient, ist das ein vernichtendes Urteil &ndash; und ausnahmsweise scheint das die Politikerinnen und Politiker sowie die Medien in Frankreich auch zu beunruhigen. Doch die Diskussionen &uuml;ber die Stimmenthaltung lassen einen Mangel an Reflexion &uuml;ber deren wirkliche Bedeutung erkennen. Auch die Art und Weise, wie wir &uuml;ber Wahlen, Politik und Demokratie zu sprechen gewohnt sind, scheint kaum &uuml;berdacht zu werden &ndash; was vielleicht noch schwerer wiegt&hellip;<br>\n&raquo;Die extreme Rechte wurde zum Ausdruck der Unzufriedenheit stilisiert &ndash; und die Politikerinnen des gesamten Parteienspektrums beschlossen, sich vollends darauf zu konzentrieren, die Anh&auml;ngerschaft der Rechten zur&uuml;ckzugewinnen, w&auml;hrend der ganze Rest ignoriert wurde.&laquo;<br>\nIn Wirklichkeit war die Geschichte der Wahl von 2002 jedoch nicht die eines Aufstiegs der extremen Rechten. Vielmehr zersplitterte die W&auml;hlerschaft und die Wahlenthaltung sowie das Misstrauen gegen&uuml;ber den etablierten Parteien, die Frankreich jahrzehntelang regiert hatten, stieg an&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/der-frust-der-abgehaengten-zeigt-sich-in-enthaltung-und-nicht-im-rechtsruck-regionalwahl-frankreich-wahlbeteiligung-rassemblement-national-le-pen\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>EM-Stadion in Regenbogenfarben &ndash; Wer im Glasstadion sitzt<\/strong><br>\nDas grelle Wehklagen nach der Uefa-Entscheidung zum Regenbogen ist verlogen. Im deutschen Fu&szlig;ball ist es kaum besser. Deswegen outet sich kein Profi.<br>\nEs ist zu einfach, im Regime Viktor Orb&aacute;ns in Ungarn und im europ&auml;ischen Fu&szlig;ballverband Uefa die Schuldigen, die fundamentalen &Uuml;belt&auml;ter daf&uuml;r zu sehen, dass das M&uuml;nchner EM-Turnier-Stadion nicht in Regenbogenfarben erstrahlen darf. In Wahrheit ist der viel zu hysterische Protest und das grelle Wehklagen &uuml;ber die Uefa, die als Turnierveranstalter der Fu&szlig;ball-EM die Verregenbogisierung des Spielplatzes samt illuminierbarer Au&szlig;enh&uuml;lle untersagt hat, wohlfeil. Als ob jene, die diese Idee &uuml;berhaupt ins Spiel brachten, darauf hofften, dass die Uefa sich verweigert und Orb&aacute;n sich emp&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/EM-Stadion-in-Regenbogenfarben\/!5777582\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was f&uuml;r ein Trubel. da machen sich ausgerechnet CDU und CSU, die vor vier Jahren noch mit &uuml;bergro&szlig;er Mehrheit <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/parlament\/plenum\/abstimmung\/abstimmung?id=486\">gegen die Ehe f&uuml;r Alle gestimmt haben<\/a>, jetzt f&uuml;r die LGBTQ-Community stark. Und alle stimmen zu, weil es ja auch so sch&ouml;n einfach ist und man den Wippschaukeleffekt nutzen kann, um sich selbst um so besser darzustellen, je schlechter man die ungarische Regierung macht. Nat&uuml;rlich ist es wichtig, seine Stimmme gegen Homophobie zu erheben und die Kritik an Ungarn ist gerechtfertigt. Aber warum nur rein symbolisch und wenn es nicht weh tut? &bdquo;Wir&ldquo; wollen ein Zeichen gegen Homophobie setzten und &bdquo;alle&ldquo; sind sich einig, dass die Reaktion der UEFA skandal&ouml;s ist? Na dann setzten &ldquo;wir&rdquo; doch einmal ein Zeichen. Wie w&auml;re es denn, wenn ARD und ZDF die &Uuml;bertragung boykottieren und ank&uuml;ndigen, bei der n&auml;chsten Rechtevergabe nicht mehr mitzubieten? Und die privaten Sender samt Telekom machen da ganz sicher auch mit. Oder doch nicht? Und wie sieht es mit den Zuschauern aus, die jetzt alle so supersolidarisch mit Schwulen und Lesben sind? Lassen die heute den Fernseher aus? Aber nicht doch. Zivilcourage ist heute nur dann gesellschaftlich akzeptiert, wenn sie keine Nachteile mit sich bringt. Das ist aber nicht das, was man als Courage bezeichnet, sondern Feigheit. Genau das, was man der UEFA &ndash; zu Recht &ndash; vorwirft. N&auml;chstes Jahr sehen wir uns dann in Katar wieder. Schon jetzt viel Spa&szlig; beim &bdquo;Aufregen&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Coronavirus: &bdquo;Impfstoff oder Gef&auml;ngnis&rdquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) President Rodrigo Duterte hat gedroht, Menschen ins Gef&auml;ngnis zu stecken, die sich weigern, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, w&auml;hrend die Philippinen gegen einen der schlimmsten Ausbr&uuml;che in Asien k&auml;mpfen, mit mehr als 1,3 Millionen F&auml;llen und mehr als 23.000 Toten.<br>\n&ldquo;Ihr habt die Wahl: Impfen oder ich lasse euch ins Gef&auml;ngnis werfen&rdquo;, sagte Duterte in einer Fernsehansprache am Montag nach Berichten &uuml;ber eine geringe Beteiligung an mehreren Impfstellen in der Hauptstadt Manila.<br>\nDutertes &Auml;u&szlig;erungen widersprechen denen seiner Gesundheitsbeamten, die sagten, dass die Menschen zwar aufgefordert werden, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, dies aber freiwillig sei.<br>\nVerstehen Sie mich nicht falsch, es gibt eine Krise in diesem Land&rdquo;, sagte Duterte. &ldquo;Ich bin nur ver&auml;rgert dar&uuml;ber, dass die Filipinos nicht auf die Regierung h&ouml;ren&rdquo;.<br>\nMit Stand vom 20. Juni hatten die philippinischen Beh&ouml;rden 2,1 Millionen Menschen vollst&auml;ndig geimpft und machten damit langsame Fortschritte in Richtung des Ziels der Regierung, in diesem Jahr bis zu 70 Millionen Menschen in einem Land mit 110 Millionen Einwohnern zu impfen.<br>\nDuterte, der f&uuml;r sein hartes Vorgehen bei der Eind&auml;mmung des Virus kritisiert wurde, blieb auch bei seiner Entscheidung, die Schulen nicht wieder &ouml;ffnen zu lassen.<br>\nIn der gleichen Ansprache nahm er den Internationalen Strafgerichtshof aufs Korn, nachdem ein IStGH-Ankl&auml;ger das Gericht um Erlaubnis f&uuml;r eine umfassende Untersuchung der T&ouml;tungen im Drogenkrieg auf den Philippinen gebeten hatte.<br>\nDuterte, der im M&auml;rz 2018 die Mitgliedschaft der Philippinen im Gr&uuml;ndungsvertrag des IStGH k&uuml;ndigte, wiederholte, dass er nicht mit der Untersuchung kooperieren werde und bezeichnete den IStGH als &ldquo;Bulls***&rdquo;.<br>\n&ldquo;Warum sollte ich mich vor wei&szlig;en Leuten verteidigen oder mich einer Anklage stellen? Sie m&uuml;ssen verr&uuml;ckt sein&rdquo;, sagte Duterte, der nach seinem Sieg als Pr&auml;sident im Jahr 2016 eine Anti-Drogen-Kampagne entfesselt hat, die Tausende get&ouml;tet hat.<br>\nMenschenrechtsgruppen sagen, dass die Beh&ouml;rden Drogenverd&auml;chtige summarisch hingerichtet haben, aber Duterte behauptete, dass diejenigen, die get&ouml;tet wurden, sich gewaltsam der Verhaftung widersetzten.<br>\nUm einen Kommentar gebeten, sagte ICC-Gerichtssprecher Fadi el-Abdallah: &ldquo;Das Gericht ist eine unabh&auml;ngige Justizinstitution und kommentiert keine politischen Aussagen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/week-asia\/article\/3138236\/philippines-duterte-threatens-jail-those-who-refuse-coronavirus-vaccine\">South China Morning Post &ndash; Freie &Uuml;bersetzung aus dem Englischen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &ldquo;Ihr habt die Wahl: Impfen oder ich lasse euch ins Gef&auml;ngnis werfen&ldquo; Und: &bdquo;Ein Gef&auml;ngnis ist ein dreckiges (filthy) Loch und es stinkt dort. Die Polizei ist zu faul, es zu reinigen. &Uuml;berlegt es euch also&ldquo;. So sagte er tats&auml;chlich im Fernsehen, ich habe es selber gesehen und geh&ouml;rt. Und, laut RT Deutsch sagte er auch noch: &ldquo;Wenn ihr euch nicht impfen lassen wollt, dann verlasst die Philippinen. Geht nach Indien, wenn ihr wollt, oder irgendwo nach Amerika. Aber solange ihr hier seid und ihr ein Mensch seid und das Virus in sich tragen k&ouml;nnt, solltet ihr euch impfen lassen.&rdquo; Und weiter: &ldquo;Wenn ihr euch nicht impfen lassen wollt, werde ich euch verhaften lassen, [und] dann werde ich euch einen Impfstoff in das Ges&auml;&szlig; injizieren.&rdquo; und f&uuml;gte hinzu: &ldquo;dann werden sie mit Ivermectin gespritzt, das ist f&uuml;r Schweine vorgesehen.&rdquo; (<a href=\"https:\/\/de.rt.com\/asien\/119536-philippinischer-praesident-duterte-droht-wer-impfung-verweigtert-kommt-ins-gefaengnis\/\">de.rt.com\/asien\/119536-philippinischer-praesident-duterte-droht-wer-impfung-verweigtert-kommt-ins-gefaengnis\/<\/a>).<\/em><\/p>\n<p><em>Na, wenn das mal keine klare Ansage ist&hellip;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-73599","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73599"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73599\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73608,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73599\/revisions\/73608"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}