{"id":73712,"date":"2021-06-27T09:00:10","date_gmt":"2021-06-27T07:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712"},"modified":"2021-06-25T14:26:52","modified_gmt":"2021-06-25T12:26:52","slug":"hinweise-der-woche-212","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712#h01\">Offen sein, trotz der Vergangenheit.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712#h02\">Lasst uns endlich Frieden schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712#h03\">&ldquo;Das gr&ouml;&szlig;te Sterben seit dem Drei&szlig;igj&auml;hrigen Krieg&rdquo; &ndash; Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712#h04\">Wie brisant ist Virus-Variante? Medizinstatistiker: Kein Grund zur Panik &ndash; Delta kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712#h05\">Die im aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofes enthaltene Kritik an Gesundheitsminister Spahn hat es in sich. <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712#h06\">Die Pandemie hat die Schere zwischen Arm und Reich weiter ge&ouml;ffnet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712#h07\">Gr&uuml;ne Bellizisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712#h08\">Einspruch abgelehnt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Offen sein, trotz der Vergangenheit.<\/strong><br>\nEin Gastbeitrag von Wladimir Putin<br>\n(&hellip;) Ungeachtet j&uuml;ngster Versuche, die Kapitel der Vergangenheit neu zu schreiben, lautet die Wahrheit, dass der Sowjetsoldat seinen Fu&szlig; nicht auf deutschen Boden setzte, um sich an den Deutschen zu r&auml;chen, sondern um seine edle und gro&szlig;e Befreiungsmission zu erf&uuml;llen. Das Gedenken an die Helden im Kampf gegen den Nazismus ist uns heilig. Dankend erinnern wir an die Alliierten der Anti-Hitler-Koalition, die K&auml;mpfer der R&eacute;sistance und die deutschen Antifaschisten, die den gemeinsamen Sieg n&auml;her brachten&hellip;<br>\nTrotz der schrecklichen Erlebnisse des Weltkrieges haben die V&ouml;lker Europas es geschafft, Entfremdung zu &uuml;berwinden und zu gegenseitigem Vertrauen und Respekt zur&uuml;ckzufinden. Sie nahmen Kurs auf Integration, um einen Schlussstrich zu ziehen unter die europ&auml;ischen Trag&ouml;dien der ersten H&auml;lfte des vergangenen Jahrhunderts. Ich m&ouml;chte insbesondere darauf hinweisen, dass die historische Auss&ouml;hnung zwischen unserem Volk und den Deutschen in Ost und West des inzwischen vereinten Deutschlands eine kolossale Rolle bei der Gestaltung eines solchen Europas spielte&hellip;<br>\nWir hofften, dass das Ende des Kalten Krieges einen Sieg f&uuml;r ganz Europa bedeuten w&uuml;rde. Nicht mehr lange, so schien es, und Charles de Gaulles&rsquo; Traum vom geeinten Kontinent w&uuml;rde Wirklichkeit werden, und das weniger geografisch vom Atlantik bis hin zum Ural als vielmehr kulturell und zivilisatorisch von Lissabon bis Wladiwostok.<br>\nWiderwillige Verbr&uuml;derung<br>\nGerade in diesem Sinne &ndash; in der Logik der Gestaltung eines Gro&szlig;en Europas, das durch gemeinsame Werte und Interessen zusammengehalten w&uuml;rde &ndash; wollte Russland seine Beziehungen zu den Europ&auml;ern aufbauen. Sowohl wir als auch die Europ&auml;ische Union konnten auf diesem Wege viel erreichen.<br>\nEs setzte sich jedoch ein anderer Ansatz durch. Diesem lag die Erweiterung der Nordatlantischen Allianz zugrunde, die selbst ein Relikt des Kalten Krieges war. Denn geschaffen war sie ja zur Konfrontation aus der damaligen Zeit heraus.<br>\n(&hellip;) So rollten seit 1999 f&uuml;nf weitere &ldquo;Wellen&rdquo; der Nato-Erweiterung. 14 weitere Staaten traten dem B&uuml;ndnis bei, darunter ehemalige Sowjetrepubliken, was alle Hoffnungen auf einen Kontinent ohne Trennlinien de facto zunichtemachte&hellip;<br>\n&ldquo;Wir sind offen f&uuml;r ein faires und kreatives Zusammenwirken&rdquo;<br>\nMehr noch, viele L&auml;nder wurden vor eine k&uuml;nstliche Wahl gestellt &ndash; entweder mit dem kollektiven Westen oder mit Russland zusammenzugehen. De facto war dies ein Ultimatum. Die Konsequenzen dieser aggressiven Politik f&uuml;hrt uns das Beispiel der ukrainischen Trag&ouml;die von 2014 anschaulich vor Augen&hellip;<br>\nDas gesamte europ&auml;ische Sicherheitssystem ist derzeit in einem desolaten Zustand. Spannungen nehmen zu, das Risiko eines neuen Wettr&uuml;stens ist greifbar. Wir lassen uns enorme M&ouml;glichkeiten entgehen, die uns die Kooperation bietet. Diese ist heute umso wichtiger, da wir uns alle mit den gemeinsamen Herausforderungen der Pandemie und deren &auml;u&szlig;erst schwerwiegenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen konfrontiert sehen&hellip;<br>\n(&hellip;) Ich m&ouml;chte noch einmal betonen: Russland pl&auml;diert f&uuml;r die Wiederherstellung einer umfassenden Partnerschaft zu Europa. Es gibt viele Themen von gemeinsamem Interesse: Sicherheit und strategische Stabilit&auml;t, Gesundheit und Bildung, Digitalisierung, Energiewirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Technologie, L&ouml;sungen f&uuml;r Klima- und Umweltprobleme&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/119583-nur-gemeinsam-sind-wir-sicher\/\">RT<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-06\/ueberfall-auf-die-sowjetunion-1941-europa-russland-geschichte-wladimir-putin\/komplettansicht\">Zeit online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lasst uns endlich Frieden schlie&szlig;en<\/strong><br>\nAm 22. Juni 2021 j&auml;hrt sich zum 80. Mal der faschistische Angriff auf Russland und die V&ouml;lker der Sowjetunion. F&uuml;r uns, die Unterzeichner, ist dieser Tag ein Tag der Trauer, der Scham und des Nachdenkens &uuml;ber eigene historische Schuld. Von deutschem Boden, geplant von deutschen Politikern, ging ein beispielloser Vernichtungskrieg aus, geboren aus politischer Hybris und Rassismus gegen die V&ouml;lker der Sowjetunion, besonders die Juden und andere Minderheiten. Er brachte unendliches Leid &uuml;ber die Menschen und forderte allein in der Sowjetunion mehr als 27 Millionen Opfer, vor allem aus Russland, der Ukraine und aus Belarus.<br>\nEs ist Teil der Verantwortung unserer Generation, dass niemand diese Gr&auml;ueltaten je vergessen oder relativieren darf. Denn zur Geschichte Europas geh&ouml;rt auch, dass die Sowjetunion unter gro&szlig;en Opfern den Faschismus besiegt und Deutschland von dieser Ideologie befreit hat. Zur Geschichte des deutsch-russischen Verh&auml;ltnisses geh&ouml;rt ebenso, dass die Sowjetunion und ihr Rechtsnachfolger Russland ma&szlig;geblich die Wiedervereinigung Deutschlands und ein Ende des Kalten Krieges erm&ouml;glicht haben.<br>\nWir wissen: Frieden in Europa gelingt nur, wenn auch Russland Teil der L&ouml;sung ist.<br>\nDeshalb rufen wir die Politiker Europas in Ost und West auf: Bewegt Euch! Verlasst endlich die Sph&auml;re und die Logik des Kalten Krieges! Nicht die Panzertruppen oder R&uuml;stungszahlen m&uuml;ssen wachsen, sondern die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Macht es, wie es die Menschen in Russland, Deutschland und Europa in der konkreten Arbeit in St&auml;dtepartnerschaften, im Jugendaustausch, in Wirtschafts- und Wissenschaftskooperationen tun. Verlasst die mentalen Gef&auml;ngnisse der Feindbilder, Ressentiments und &Auml;ngste! Lasst uns endlich Frieden schlie&szlig;en! Die V&ouml;lker Europas warten schon lange darauf.<br>\nDies ist die Lehre des 22. Juni. Und daf&uuml;r stehen wir.<br>\nAdelheid Bahr, Peter Brandt, Reiner Braun, Daniela Dahn, Martin Hoffmann, Michael M&uuml;ller, Matthias Platzeck und Antje Vollmer<br>\nNachbemerkung der Redaktion: Dieser Aufruf erscheint &ndash; auch dank finanzieller Beitr&auml;ge zahlreicher Unterst&uuml;tzer, darunter Das Bl&auml;ttchen, &ndash; heute, am 22. Juni 2021, als Anzeige in der russischen Zeitung Kommersant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2021\/06\/lasst-uns-endlich-frieden-schliessen-57457.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Das gr&ouml;&szlig;te Sterben seit dem Drei&szlig;igj&auml;hrigen Krieg&rdquo; &ndash; Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion<\/strong><br>\nDer Krieg gegen die Sowjetunion war kein Krieg im herk&ouml;mmlichen Sinne. Er war von Anfang an als Vernichtungskrieg geplant, der sich auch gegen Teile der Zivilbev&ouml;lkerung richtete. Fast 27 Millionen Sowjetb&uuml;rger fielen ihm zum Opfer.<br>\n&bdquo;Armut, Hunger und Gen&uuml;gsamkeit ertr&auml;gt der russische Mensch schon seit Jahrhunderten. Sein Magen ist dehnbar, daher kein falsches Mitleid.&ldquo;<br>\nDies schrieben nicht etwa Hitler, Himmler oder Goebbels. Der Satz stammt von Herbert Backe, Staatssekret&auml;r im Reichsministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft. Er findet sich in einem als &bdquo;Gelbe Mappe&ldquo; bezeichneten Papier, das G&ouml;rings Ern&auml;hrungsbeauftragter genau drei Wochen vor dem &Uuml;berfall auf die Sowjetunion unter dem Rubrum &bdquo;Geheime Kommandosache&ldquo; &uuml;ber 10.000 Landwirtschaftsf&uuml;hrern im &sbquo;Reich&lsquo; zukommen lie&szlig;. Die gesamte k&uuml;nftige Besatzungspolitik des riesigen zu erobernden Raums im Osten solle unter dem obersten Prinzip &bdquo;Was n&uuml;tzt es Deutschland?&ldquo; stehen. Bereits einen Monat zuvor, am 2. Mai 1941, hatte es in einer Sitzung von Staatssekret&auml;ren und f&uuml;hrenden Offizieren der Wehrmacht gehie&szlig;en: &bdquo;Der Krieg ist nur zu f&uuml;hren, wenn die gesamte Wehrmacht im 3. Kriegsjahr aus Ru&szlig;land ern&auml;hrt wird. Hierbei werden zweifellos zig Millionen Menschen verhungern, wenn das f&uuml;r uns Notwendige aus dem Lande herausgeholt wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/119497-grosste-sterben-seit-dreissigjahrigen-krieg\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie brisant ist Virus-Variante? Medizinstatistiker: Kein Grund zur Panik &ndash; Delta kommt<\/strong><br>\nDie Ausbreitung der Delta-Variante sorgt in Deutschland f&uuml;r Unsicherheit. Zwar entspannt sich das Infektionsgeschehen weitgehend, doch die Mutante befindet sich auf dem Vormarsch. Warum dies jedoch kein Grund zur Sorge sei, erl&auml;utert der Medizinstatistiker Gerd Antes im Gespr&auml;ch mit ntv.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/panorama\/Medizinstatistiker-Kein-Grund-zur-Panik-Delta-kommt-article22638100.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>dazu: Ansteckender, aber weniger t&ouml;dlich: Kekul&eacute; erkl&auml;rt, warum Delta-Panik &uuml;bertrieben ist<\/strong><br>\nMutationen von Sars-CoV-2 sind besonders ansteckend. Doch solange die Immunit&auml;t der Bev&ouml;lkerung zunimmt, sind sie weniger gef&auml;hrlich als ihre Vorg&auml;nger. Am Ende wird sich auch die Delta-Variante zu einem hoch infekti&ouml;sen, aber harmlosen Erreger entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/top-virologe-ordnet-ein-alexander-kekule_id_13427440.html\">Focus Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die im aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofes enthaltene Kritik an Gesundheitsminister Spahn hat es in sich. <\/strong><br>\nNicht nur, dass Apotheken mit Mondpreisen f&uuml;r die Ausgabe kostenloser Masken belohnt wurden. Nicht nur, dass Kliniken &uuml;ppige Steuermittel f&uuml;r die Schaffung von Intensivbetten erhielten, die jetzt nirgendwo aufzufinden sind. Offenbar wurden irgendwann auch Anreize an Krankenh&auml;user gegeben, die Zahl der freien Intensivbetten gering zu halten bzw. wenig freie Intensivbetten offiziell zu melden. Doch obwohl selbst das RKI und damit auch die Bundesregierung wussten, dass die ans Intensivregister gemeldeten Kapazit&auml;ten &bdquo;nicht mehr f&uuml;r eine Bewertung der Situation geeignet&ldquo; waren, sch&uuml;rte die Regierung mit diesen Daten Panik und lie&szlig; Lockdown auf Lockdown folgen. Dem eigentlichen Problem &ndash; der Profitorientierung von Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen, der damit zusammenh&auml;ngenden Personalnot angesichts geringer L&ouml;hne und schlechter Arbeitsbedingungen &ndash; begegnet der Gesundheitsminister bis heute mit Ignoranz. Der gesellschaftliche Schaden, der durch so viel Inkompetenz, Geldverschwendung und strammer Orientierung an Lobbyinteressen angerichtet wurde, ist kaum zu beziffern. Sollten die Vorw&uuml;rfe des Bundesrechnungshofes auch nur ann&auml;hernd zutreffen, ist ein R&uuml;cktritt von Spahn als Gesundheitsminister &uuml;berf&auml;llig!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/4785930948090931\">Sarah Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Pandemie hat die Schere zwischen Arm und Reich weiter ge&ouml;ffnet<\/strong><br>\nDem Global Wealth Report zufolge besitzen 1,1 Prozent der erwachsenen Weltbev&ouml;lkerung knapp 46 Prozent aller privater Verm&ouml;gen. Trotz Corona stieg der Betrag auf 418 Billionen Dollar. Allerdings profitieren nur einige Regionen und L&auml;nder.<br>\nZwischen Januar und M&auml;rz 2020 hat die Corona-Pandemie private Verm&ouml;gen von 17,5 Billionen Dollar ausradiert. Doch der danach eingesetzte Aufschwung der Aktienkurse und Immobilienpreise lie&szlig; die Gesamtverm&ouml;gen der privaten Haushalte in aller Welt im Gesamtjahr schlie&szlig;lich um 7,4 Prozent auf 418 Billionen Dollar steigen. Bereinigt um Wechselkurseffekte, betrug das Plus 4,1 Prozent. Dies hat die Schweizer Gro&szlig;bank Credit Suisse (CS) ausgerechnet und am Dienstag in ihrem &bdquo;Global Wealth Report 2021&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Demnach verf&uuml;gt jeder der 5,2 Milliarden Erwachsenen auf dieser Erde &uuml;ber ein Verm&ouml;gen von rund 80.000 Dollar.<br>\nDoch dieser Durchschnittswert t&auml;uscht dar&uuml;ber hinweg, dass die Verm&ouml;gen sehr ungleich verteilt sind. W&auml;hrend sich die Schere zwischen Arm und Reich in den vier Jahren vor Corona noch leicht geschlossen hatte, ging sie im vergangenen Jahr wieder weiter auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/corona-pandemie-hat-fuer-wachsende-ungleichheit-gesorgt-17402254.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Einspruch abgelehnt<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen haben ihr Wahlprogramm festgelegt. Der Parteitag war eine Machtdemonstration der b&uuml;rgerlichen Parteispitze.<br>\n(&hellip;) Die Basis hatte &uuml;ber 3.000 &Auml;nderungsantr&auml;ge an dem vom Parteivorstand erarbeiteten Wahlprogrammentwurf eingereicht. Viele davon sollten dem Programm eine sozialere und &ouml;kologischere Ausrichtung geben. In nahezu allen Abstimmungen setzte sich am Ende der Parteivorstand durch.<br>\nInsbesondere f&uuml;r die Gr&uuml;ne Jugend, aber auch f&uuml;r weitere linke Kr&auml;fte in der Partei ist das eine herbe Niederlage. Soziale Forderungen nach der Vergesellschaftung gro&szlig;er Immobilienkonzerne, einem h&ouml;heren Spitzen- und Verm&ouml;genssteuersatz, einem h&ouml;heren Mindestlohn, einer kommunalen Job-Garantie, aber auch klimapolitische Forderungen nach einem h&ouml;heren CO2-Preis, einem Tempolimit auf Landstra&szlig;en und einem fr&uuml;heren Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor wurden von der ersten Riege der Parteiprominenz abgelehnt&hellip;<br>\nDie Geschlossenheit, mit der die Parteispitze gegen die linken Forderungen argumentierte, belegen, was schon der Programmentwurf erahnen lie&szlig;: Das bevorzugte Regierungsb&uuml;ndnis der Gr&uuml;nen ist nicht links, sondern rechts der Mitte zu verorten.<br>\nDie Parteispitze war auf dem Parteitag nicht um eine inhaltliche Ausgewogenheit zwischen den verschiedenen Str&ouml;mungen innerhalb der Partei bem&uuml;ht, sondern um die maximale Offenhaltung aller Koalitionsoptionen. Eine klare strategische Ausrichtung auf Gr&uuml;n-Rot-Rot mit ambitioniertem sozial- und klimapolitischem Fokus ist im Wahlprogramm nicht zu erkennen&hellip;<br>\n(&hellip;) F&uuml;r sch&ouml;ne Fotos und unverbindliche Forderungen sonnt sich die Partei gerne in der Aufmerksamkeit au&szlig;erparlamentarischer politischer Kr&auml;fte. Wenn es allerdings darum geht, die berechtigten Forderungen der Bewegungen konkret in das Wahlprogramm zu integrieren, ist bei den Gr&uuml;nen die Sorge ums Klima weniger gro&szlig; als die Angst vor dem Verlust b&uuml;rgerlicher W&auml;hlerstimmen&hellip;<br>\nDenn auch wenn in F&uuml;hrungsfragen Einigkeit herrscht und das Programm letztendlich mit der Zustimmung einer gro&szlig;en Mehrheit beschlossen wurde, sollte nicht &uuml;bersehen werden, dass es keine einzige der Kernforderungen der linken Kr&auml;fte in das Wahlprogramm geschafft hat. Dieses Programm ist kein Kompromiss, sondern ein Manifest des Vorstandes. Die Gr&uuml;ne Jugend und die ansonsten von der Partei hofierten politischen Bewegungen sind die gro&szlig;en Verlierer des Parteitags. Das Versprechen progressive Forderungen von der Stra&szlig;e in die Parlamente zu tragen, wurde in keiner Weise eingel&ouml;st&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/einspruch-abgelehnt-parteitag-die-gruenen-baerbock-habeck-gruene-jugend-wahlprogramm-schwarz-gruen\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne Bellizisten<\/strong><br>\nDer designierte Au&szlig;enminister Joseph Fischer war wenigstens bereits gew&auml;hlt &ndash; allerdings noch nicht im Amt &ndash;, als er im Oktober 1998 zusammen mit dem baldigen Kanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) der damaligen US-Regierung versicherte, an ihnen werde ein Angriffskrieg gegen Jugoslawien nicht scheitern. Und so war es dann auch. So lange wollte der aktuelle Gr&uuml;nen-Chef und m&ouml;gliche k&uuml;nftige Au&szlig;enminister Robert Habeck nicht warten. Noch vor der Bundestagswahl im September will er die allerletzten friedenspolitischen Positionen der Partei endg&uuml;ltig aus dem Weg ger&auml;umt haben.<br>\nErst setzte Habeck der Linkspartei die Pistole auf die Brust, als er ihr ins Stammbuch schrieb, in Deutschland schlie&szlig;e eine Regierungsf&auml;higkeit ein Bekenntnis zur NATO ein. Und kurz darauf legte er mit der Aussage nach, die Forderung nach &bdquo;Defensivwaffen&ldquo; f&uuml;r die Ukraine sei berechtigt&hellip;<br>\nGanz abgesehen davon, dass sich defensive und offensive Waffen kaum unterscheiden lassen, was auch dem Gr&uuml;nen-Chef bewusst sein d&uuml;rfte, ist eine solche Forderung &ndash; eigentlich &ndash; eine Verletzung der deutschen R&uuml;stungsexportrichtlinien, keine Waffen in Krisengebiete zu exportieren. Auch das gr&uuml;ne Grundsatzprogramm vom letzten November hatte sich hierzu noch bekannt: &bdquo;Exporte von Waffen und R&uuml;stungsg&uuml;tern an Diktatoren, menschenrechtsverachtende Regime und in Kriegsgebiete verbieten sich.&ldquo;<br>\nDavon wollen zumindest Teile der gr&uuml;nen F&uuml;hrungsspitze nun also nichts mehr wissen. Ebenso wenig wie von der Forderung nach einem sofortigen Abzug der in Deutschland im Rahmen der &bdquo;Nuklearen Teilhabe&ldquo; lagernden US-Atomwaffen. Auch der wird mittlerweile offen in Frage gestellt und auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben, wenn etwa der Gr&uuml;nen-Haush&auml;lter und Verteidigungspolitiker Tobias Lindner von einem Zeitfenster zwischen 2030 und 2035 spricht, das hierf&uuml;r &bdquo;realistisch&ldquo; angepeilt werden k&ouml;nne. Noch weiter ging bereits Anfang des Jahres das Papier &bdquo;Transatlantisch? Traut Euch!&ldquo;, dessen Ko-Autorin Ellen Uebersch&auml;r auch als eine von zwei Vorst&auml;nden der Gr&uuml;nen-nahen B&ouml;ll-Stiftung fungiert. Mit kaum &uuml;berbietbarem Pathos wird darin schwadroniert, die NATO sei der &bdquo;Glutkern des Westens&ldquo;. Deshalb m&uuml;sse das B&uuml;ndnis massiv gest&auml;rkt werden, damit die USA nicht von der Fahne gehen und am Ende sogar noch ihre Atomwaffen aus Deutschland abziehen w&uuml;rden&hellip;<br>\nDas sind nur einige von vielen Beispielen, die belegen, dass die Gr&uuml;nen l&auml;ngst sturmreif geschossen sind &ndash; besonders konfrontativ fallen die Positionen gegen&uuml;ber China und Russland aus. Wirklich wundern kann das aber nicht: Schon Fischer und Schr&ouml;der wussten schlie&szlig;lich, dass Regierungsf&auml;higkeit in Deutschland bedeutet, sich ohne Wenn und Aber der imperialistischen Kriegspolitik zu verschreiben. Habeck hat dies zuletzt mit seiner Ansage an die Linkspartei lediglich best&auml;tigt. Wundern muss man sich aber &uuml;ber diejenigen, die den Gr&uuml;nen, nach allem, was sie auf dem Kerbholz haben, weiter irgendeine N&auml;he zu friedenspolitischen Positionen attestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2021\/06\/07\/gruene-bellizisten\/\">IMI<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73712\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-73712","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73712","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73712"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73712\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73715,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73712\/revisions\/73715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73712"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73712"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73712"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}