{"id":7374,"date":"2010-11-17T07:05:53","date_gmt":"2010-11-17T06:05:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7374"},"modified":"2010-11-17T09:59:27","modified_gmt":"2010-11-17T08:59:27","slug":"hinweise-des-tages-1247","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7374","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Essensmarken in den USA, Lepra in China, volkspsychologische Reaktionen zur Sparpolitik, Taler, Taler, du musst wandern, &bdquo;Fachkr&auml;ftem&auml;ngel&ldquo;, Strompreise, Staatsschuldenkrise, Bank dr&auml;ngt Kindern mit Schulhilfe Girokonten auf, Kartoffeldebatte ohne Beweise, zu guter Letzt, das Letzte. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">42 Millionen US-Amerikaner brauchen Essensmarken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Wer den Auss&auml;tzigen hilft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Ich ziehe den Betrug der W&auml;hler vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Taler, Taler, du musst wandern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">&bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Strompreise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Staatsschuldenkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bank dr&auml;ngt Kindern mit Schulhilfe Girokonten auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Kartoffeldebatte ohne Beweise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Zu guter Letzt: Volker Pispers: Emanzipation<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7374&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>42 Millionen US-Amerikaner brauchen Essensmarken<\/strong><br>\nHavard-Professor Hans-Helmut Kotz spricht im FR-Interview &uuml;ber die neue Armut in Amerika, die zus&auml;tzlichen Probleme nach dem Sieg der Republikaner und die Notwendigkeit zur Kooperation:<br>\n&ldquo;Tats&auml;chlich geht es darum, wie die zu hohen und deshalb korrekturbed&uuml;rftigen Leistungsbilanzschieflagen auf ein durchhaltbares Ma&szlig; gebracht werden. Die amerikanischen Haushalte, die in den vergangenen Jahren den globalen Konsum angetrieben haben, sind schlicht am Ende. Diese Ungleichgewichte waren eine der Ursachen der Krise. Die G20 handelt davon, wer die Anpassungslasten tr&auml;gt. Diese Ungleichgewichte waren eine der Ursachen der Krise. Die G20 handelt davon, wer die Anpassungslasten tr&auml;gt. Sie muss vor allem eine gemeinsame Sicht der Dinge entwickeln. &hellip; Sind die Interessenunterschiede un&uuml;berbr&uuml;ckbar, oder werden als solche konstruiert, dann geraten wir in die schlechteste aller m&ouml;glichen Lagen. Bei einem Rette-sich-wer-kann-Verhalten dominiert am Ende immer der st&auml;rkste Spieler. Den anderen bleibt nur die Option des Anpassens.&rdquo;<br>\nUnd der st&auml;rkste Spieler sind noch immer die USA?<br>\n&ldquo;Auf jeden Fall.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-42-millionen-us-amerikaner-brauchen-essensmarken-\/-\/1472780\/4828844\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wer den Auss&auml;tzigen hilft<\/strong><br>\nExperten sch&auml;tzen, dass es weltweit noch etwa 12 Millionen Leprakranke gibt &ndash; in China sollen es etwa 200.000 Menschen sein, die von Lepra oder ihren Sp&auml;tfolgen gezeichnet sind. Im so imposant aufstrebenden Reich der Mitte gab es noch vor zwei Jahren nach Angaben staatlicher Medien rund 1.600 Neuinfektionen pro Jahr. Nach wie vor vegetiert die Mehrheit der Leprakranken in Verh&auml;ltnissen, die zum Erbarmen sind: Sie sind ausgesto&szlig;en aus der Gesellschaft, h&auml;ufig verbannt in die Berge, fernab der Zivilisation sich selbst &uuml;berlassen. In vielen von Lepra betroffenen D&ouml;rfern fehlt jegliche &auml;rztliche Versorgung, Strom und sauberes Trinkwasser sind Mangelware.<br>\nSchwester Maria k&uuml;mmert sich mit sechs weiteren Nonnen um die Ausgesto&szlig;enen. Unterst&uuml;tzt werden sie von der Jesuitenhilfsorganisation Casa Ricci Social Services. Lepra ist heutzutage heilbar, schon innerhalb eines Jahres, wenn sie mit einer Kombination von drei Antibiotika regelm&auml;&szlig;ig und konsequent behandelt wird. Doch gerade in l&auml;ndlichen Gebieten leben viele ehemalige Leprakranke, die durch ihre Krankheit verst&uuml;mmelt sind, weiterhin in sozialer und r&auml;umlicher Isolation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F11%2F15%2Fa0089&amp;cHash=ef039b5408\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> China mag ja, wie es selbst propagiert, zu gro&szlig;en Teilen noch ein Entwicklungsland sein &ndash; aber mit einem vollen Staatss&auml;ckel. Deshalb ist die Existenz von Leprakranken in diesem Land ein Skandal, genauso wie die Arbeitsbedingungen der Arbeiterschaft oder die zahllosen Umwelts&uuml;nden bis hin zur Vergiftung der eigenen Bev&ouml;lkerung. China sollte sich seiner wirklichen Probleme im Inneren annehmen, statt beispielsweise westlichen Diplomaten Drohbriefe zu schicken, um sie von der Teilnahme Festakt zur Verleihung des Friedensnobelpreises abzuhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ich ziehe den Betrug der W&auml;hler vor<\/strong><br>\nSchweigende oder streikende Mehrheit: Warum reagieren Briten, Franzosen, Amerikaner und Deutsche so verschieden auf rigorose Sparpolitik?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/protest-kulturen-ich-ziehe-den-betrug-der-waehler-vor-1.1022814\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein anregender Text, auch wenn er einseitig auf eine Art Psychologie der Nationen abzielt. Aber einseitige Analysen haben durchaus den Vorteil, vernachl&auml;ssigte Aspekte an das Tageslicht zu bringen. Und, schon die Fragestellung ist interessant und anregend.<br>\nIn einem Punkt muss aber entschieden widersprochen werden. Andreas Zielcke schreibt: &ldquo;Die best&uuml;rzte Frage, die sich dr&uuml;ben so viele liberale Kommentatoren stellen, wie es denn sein k&ouml;nne, dass die Amerikaner in den Midterm-Wahlen &lsquo;gegen ihre eigenen Interessen&rsquo; stimmen konnten (da doch die Demokraten den Kapitalismus gerettet und dem Land ein soziales Gesundheitssystem verschafft h&auml;tten, die Republikaner aber das Rad zur&uuml;ckdrehen w&uuml;rden), diese Frage greift darum zu kurz. Es geht um mehr als um widerstreitende materielle Interessen.&rdquo; Es geht aber sehr wohl um materielle Interessen. So steht hinter der Tea-Party-Bewegung eine Interessengruppe, sie sich vor allem f&uuml;r niedrigere Steuern einsetzt. Finanziert wird sie von dem rechtskonservativen &Ouml;lunternehmer David Koch. Er und sein Bruder Charles unterst&uuml;tzen auch sonst viele Kampagnen gegen Projekte von Obama, z.B. gegen Umweltgesetze. Das Kunstst&uuml;ck des amerikanischen Kapitals bestand darin, von ihren materiellen Intereressen v&ouml;llig abzulenken und sich tief verwurzelter amerikanischer Reflexe zu bedienen: dass Obamas Gesundheitsreform, sein Konjunkturprogramm oder seine Umweltpolitik direkt in den Kommunismus f&uuml;hrten. Strategien die dann in Plakate m&uuml;ndeten, in denen Obama mit Hitler und Lenin gleichgesetzt wurde. Es zeugt von einer gro&szlig;en Meisterschaft die mit dem sinkenden Lebensstandard einhergehende diffuse Wut der Bev&ouml;lkerung&nbsp; in einem Protest m&uuml;nzen, der auf einer Art patriotischer Nostalgie basiert, die wiederum den Gegensatz zwischen den Interessen der Geldgeber des Protests und den Interessen der Bev&ouml;lkerung vernebelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Taler, Taler, du musst wandern<\/strong><br>\nInterview mit Thomas Strobl, erschien am 30. Oktober im Geld-Magazin der S&auml;chsischen Zeitung. Das Interview f&uuml;hrten Marcus Kr&auml;mer von der S&auml;chsischen Zeitung und Alexander Petring, &Ouml;konom am Max-Planck-Institut Strobl ist Autor des neulich bei dtv erschienen Buches <a href=\"http:\/\/www.dtv.de\/buecher\/ohne_schulden_laeuft_nichts_24831.html\">&ldquo;Ohne Schulden l&auml;uft nichts &ndash; Warum uns Sparsamkeit nicht reicher, sondern &auml;rmer macht&rdquo;<\/a> gewidmet der schw&auml;bischen Hausfrau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/2010\/11\/06\/taler-taler-du-musst-wandern\/\">weissgarnix<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Neue Studie: DIW-Experten bezweifeln Mangel an Fachkr&auml;ften<\/strong><br>\nDie deutsche Industrie klagt seit Jahren &uuml;ber den Mangel an Fachkr&auml;ften und vermeintlich fatale Folgen f&uuml;r die Wirtschaft. DIW-Forscher haben sich die popul&auml;re These genauer angeguckt &ndash; und sind zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: Sie ist falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,729202,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em>parallel dazu in der FAZ:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland verliert Spitzenkr&auml;fte<\/strong><br>\nIn den vergangenen Jahren kehrten im Jahresdurchschnitt etwa 40.000 deutsche F&uuml;hrungskr&auml;fte und Wissenschaftler ihrer Heimat den R&uuml;cken. Demgegen&uuml;ber standen lediglich 38.500 Zuwanderer mit &auml;hnlicher Qualifikation. Die Hochqualifizierten zieht es laut einer Studie vor allem nach Gro&szlig;britannien und Schweden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EA6718C662B6445A88D78C4C170F0B7DA~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines unserer Leser:<\/strong> Dass das M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel nicht stimmt, wussten wir, es geht vielmehr um die eierlegende Wollmilchsau, die sich f&uuml;r &euro; 500,- im Monat voll und ganz in den Dienst der Firma stellt, selbstverst&auml;ndlich mit &Uuml;berstunden und Wochenendarbeiten, die bereits in den &euro; 500,- inbegriffen sind. Im Schulterschlu&szlig; mit den zust&auml;ndigen Politikern werden es unsere Wirtschaftsvertreter wie Hundt &amp; Co. schon noch schaffen, dieses Landvollends zur Entwicklungsw&uuml;ste zu machen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und wo kommt diese Studie wohl her? Raten Sie mal&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland verliert im Wettbewerb um die besten K&ouml;pfe in Europa<\/strong><br>\nStudie der Bertelsmann Stiftung zeigt negativen Wanderungssaldo f&uuml;r Hochqualifizierte<br>\n&ldquo;Wir brauchen einen Perspektivwechsel bei der Zuwanderung&rdquo;, betonte Thielen. &ldquo;Deutschland muss attraktiver werden f&uuml;r Hochqualifizierte. Wir k&ouml;nnen uns dabei an erfolgreichen Einwanderungsgesellschaften orientieren und das Beste aus den unterschiedlichen Systemen der Zuwanderungssteuerung &uuml;bernehmen.&rdquo; Die Bertelsmann Stiftung werde hierzu Vorschl&auml;ge erarbeiten. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft m&uuml;ssten ein gro&szlig;es Interesse daran haben, die besten K&ouml;pfe aus aller Welt anzuziehen und ihnen interessante Perspektiven zu bieten.<br>\nDie Bertelsmann Stiftung empfiehlt in der aktuellen Debatte eine Kombination der etwa in Kanada oder Gro&szlig;britannien praktizierten Modelle, die vor allem auf die Qualifikation der Zuwanderer setzen, mit Modellen wie in Schweden, die sich enger am Arbeitsmarkt orientieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news397000\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Na, klar, wenn die Leute nicht kommen wollen, dann sollen die Zuwanderungsgesetze ge&auml;ndert werden, damit nur die Leute, die nicht hierher wollen, hereingelassen werden.<br>\nWeshalb die nicht kommen wollen? Die Arbeitsbedingungen sind es nat&uuml;rlich nicht, nein, nein, das kann nicht sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kampf der Studien<\/strong><br>\nDeutschland fehlen Fachkr&auml;fte &ndash; das beklagen die Lobbyverb&auml;nde der Arbeitgeber umso lauter, je mehr sich die Lage auf dem Jobmarkt bessert. Stimmt gar nicht, haben &Ouml;konomen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin nun herausgefunden. Allein: Der DIW-Wochenbericht, in dem ihre Erkenntnisse ver&ouml;ffentlicht werden sollten, durfte nicht wie sonst &uuml;blich am Dienstag erscheinen. Institutschef Klaus Zimmermann legte sein Veto ein. Grund: Zimmermann f&uuml;rchtete Insidern zufolge um seine Pr&auml;senz in der Presse. Am heutigen Mittwoch will er in seiner Eigenschaft als Chef des Instituts zur Zukunft der Arbeit eine &bdquo;Agenda Zuwanderung&ldquo; vorlegen. In einem Zehn- Punkte-Plan pl&auml;diert er f&uuml;r die gezielte Anwerbung von Fachkr&auml;ften. &bdquo;Das soll unbedingt in die Medien&ldquo;, hie&szlig; es &ndash; mit Blick auf den Koalitionsausschuss, der das Thema am Donnerstag behandelt. Die mediale Pr&auml;senz habe Zimmermann durch die DIW-Studie in Gefahr gesehen. Sie soll nun erst am Donnerstag ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/kampf-der-studien\/2729970.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist wohl eher zu vermuten, dass Zimmerman die Studie entsch&auml;rfen will, dazu ist Bundesregierun ein zu wichtiger Auftragsgeber. Gespannt darf man sein, wie sich das R&auml;tsel l&ouml;sen wird, dass ein inhaltlicher Widerspruch zwischen der Expertise und Zimmermann nicht best&uuml;nde, wie &ldquo;ein Kenner des Vorgangs&rdquo; versichert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Strompreise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vattenfall verlangt neun Prozent mehr f&uuml;r Strom in Berlin<\/strong><br>\nHunderttausende Berliner m&uuml;ssen sich auf drastisch steigende Strompreise einstellen. Der Konzern Vattenfall begr&uuml;ndet den Preissprung zum Jahreswechsel mit der steigenden Umlage f&uuml;r erneuerbare Energien. F&uuml;r eine Durchschnittsfamilie wird es pro Jahr 80 bis 90 Euro teurer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/vattenfall-verlangt-neun-prozent-mehr-fuer-strom-in-berlin-\/2731610.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Strompreise: Vattenfall in unfeiner Gesellschaft<\/strong><br>\nAuch Vattenfall begr&uuml;ndet die Erh&ouml;hung seiner Tarife um rund neun Prozent mit den steigenden Kosten f&uuml;r die erneuerbaren Energien, die ja per Gesetz auf alle Stromkunden umgelegt werden m&uuml;ssen. Das Prinzip: Je mehr Windr&auml;der, Solard&auml;cher und Biogasanlagen ans Netz angeschlossen werden, desto mehr Geld muss eingesammelt werden, um ihren Besitzern eine Verg&uuml;tung zu zahlen. Weil ihre Zahl steigt, steigt auch der Strompreis. Das alles ist richtig. Es l&auml;sst sich allerdings genau ausrechnen, um wie viel diese so genannte EEG-Umlage steigt: um 1,483 auf dann 3,53 Cent je Kilowattstunde. Vattenfall schl&auml;gt nun aber rund zwei Cent drauf. Auch Berlins gro&szlig;er Versorger sch&uuml;rt also bei Kunden Stimmung gegen den &Ouml;kostrom und zweigt sich leise einen Extra-Betrag ab. Allein den klimafreundlichen Umbau unseres Energiesystems als Grund vorzuschieben, ist unredlich &ndash; vor allem nachdem Vattenfall &amp; Co. von der Regierung gerade erst mit einer lukrativen Verl&auml;ngerung der Akw-Laufzeiten beschenkt worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/vattenfall-in-unfeiner-gesellschaft\/2730590.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Staatsschuldenkrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Euro-Finanzminister d&uuml;rfen Fehler von Griechenland nicht wiederholen<\/strong><br>\nIrland-Hilfe muss solidarisch sein \/ Keine weiteren K&uuml;rzungen<br>\nEurozone aufgefordert, sich das Scheitern der Griechenland-Rettung einzugestehen, ihre dortige Politik zu &uuml;berarbeiten und in Irland von vornherein einen anderen Weg einzuschlagen. &ldquo;Ein halbes Jahr, nachdem die EU-Kommission, die Europ&auml;ische Zentralbank und der Internationale W&auml;hrungsfonds die F&auml;den in der griechischen Haushaltspolitik &uuml;bernommen haben, sind die verheerenden Folgen des radikalen Sparkurses un&uuml;bersehbar: Die &ouml;konomische Entwicklung Griechenland wird um Jahre zur&uuml;ckgeworfen, die sozialen Probleme werden immer gr&ouml;&szlig;er&rdquo;, sagte Steffen Stierle, Mitglied im Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;Die Fehler der Griechenland-Rettung d&uuml;rfen sich nicht in Irland wiederholen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailansicht\/datum\/2010\/11\/16\/euro-finanzminister-duerfen-fehler-von-griechenland-nicht-wiederholen-1\/?cHash=ece9f6553e7579677d3a49a05b2daace\">Attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland-Krise : Papandreou attackiert Deutschland<\/strong><br>\nMinisterpr&auml;sident Papandreou behauptet, die deutsche Haltung k&ouml;nne seinem Land das Genick brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/papandreou-attackiert-deutschland\/-\/1471908\/4835090\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Und die Iren sehen das inzwischen &auml;hnlich!<br>\nWomit sie \/er wahrscheinlich recht haben \/ hat, wenn man noch einmal <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2010\/43\/Themenausgabe\/31941239.html\">Robert von Heusinger mit seinen Ausf&uuml;hrungen zur Spekulation und dem Euro<\/a> genau folgt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Mit dem Euro hatten die Europ&auml;er die gro&szlig;e Chance, die Spekulation au&szlig;en vor zu lassen sowie die Globalisierung dank der Weltw&auml;hrung Nummer zwei entscheidend mitzubestimmen. Aber statt international mit einer Stimme zu sprechen, wiederholte Bundeskanzlerin Merkel &ndash; schon &ndash; im NRW-Wahlkampf das Undenkbare so lange, bis es die Spekulanten geglaubt haben : N&auml;mlich dass Mitgliedstaaten des Euro Pleite gehen k&ouml;nnen. Damit kam die Spekulation auf dem Umweg &uuml;ber die Insolvenzm&ouml;glichkeiten der Staaten wieder zur&uuml;ck nach Euroland&hellip;.<br>\nPl&ouml;tzlich wurde den internationalen Anlegern n&auml;mlich klar , dass es &ndash; dank Merkel &ndash; einen einheitlichen W&auml;hrungsraum, der eine Alternative zum Dollar sein k&ouml;nnte gar nicht gibt&hellip;.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>So &ldquo;sprengt&rdquo; die in ihrem &ouml;konomischen Sachverstand von &ldquo;unserer&rdquo; Journaille so hochgesch&auml;tzte Kanzlerin den Euro ein weiteres Mal in die Luft ? Und ob uns die Chinesen davor &ldquo;retten&rdquo; , bleibt abzuwarten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkels gro&szlig;es Missverst&auml;ndnis <\/strong><br>\nMit ihren Umschuldungspl&auml;nen f&uuml;r schwache Staaten gef&auml;hrdet die Bundesregierung die Zahlungsf&auml;higkeit der gesamten Euro-Zone. Nun muss die Europ&auml;ische Zentralbank eingreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:verursacher-der-schuldenkrise-merkels-grosses-missverstaendnis\/50195090.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bank dr&auml;ngt Kindern mit Schulhilfe Girokonten auf<\/strong><br>\nDas Essen in der Kantine einer Schule soll k&uuml;nftig mit Geldkarten bezahlt werden. Die Haspa soll das f&uuml;r ihre Zwecke genutzt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article10930993\/Bank-draengt-Kindern-mit-Schulhilfe-Girokonten-auf.html?print=true#reqdrucken\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kartoffeldebatte ohne Beweise<\/strong><br>\nFamilienministerin Kristina Schr&ouml;der hat allgemeine Aggressionen gegen Deutsche ausgemacht. Aber die Ministerin hat gar keine Studien, die das belegen. Das ergab jetzt eine Anfrage des gr&uuml;nen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler ans Schr&ouml;der-Ministerium. Daf&uuml;r findet ein Mitarbeiter aus dem Haushaltsreferat eigene Beweise: &ldquo;So geht im Bundesfamilienministerium t&auml;glich eine F&uuml;lle von Eingaben und Zuschriften ein, in denen sich B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zustimmend und unterst&uuml;tzend zur Kritik der Bundesfamilienministerin &auml;u&szlig;ern.&rdquo;<br>\nDer Mitarbeiter der Au&szlig;enstelle Bonn zitiert zudem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie eine Untersuchung des Kriminologischen Instituts Niedersachsen, die im Juni ver&ouml;ffentlicht wurde. Darin habe der Institutsleiter Christian Pfeiffer &ldquo;auf die Problematik der Deutschenfeindlichkeit bei jungen Muslimen aufmerksam gemacht&rdquo;. Seine Studie sei gr&uuml;ndlich missverstanden worden, erkl&auml;rte Christian Pfeiffer daraufhin in verschiedenen Zeitungen. Es gebe zwar &ldquo;klare Hinweise&rdquo; darauf, dass Jugendliche aus Einwandererfamilien Deutsche angreifen: Fast ein Viertel von ihnen h&auml;tte Deutsche schon mal beschimpft und knapp 5 Prozent h&auml;tten absichtlich einen Deutschen geschlagen. Weitaus st&auml;rker ausgepr&auml;gt sei aber die Ablehnung deutscher Jugendlicher gegen&uuml;ber migrantischen Gleichaltrigen, betont Pfeiffer: 40 Prozent der deutschen Jugendlichen lehnen t&uuml;rkische Jugendliche ab.<br>\n&ldquo;Angeh&ouml;rige der wei&szlig;en Mehrheitsgesellschaft sind keinem strukturellen Rassismus ausgesetzt&rdquo;, sagt der Gr&uuml;ne Sven-Christian Kindler: &ldquo;Schr&ouml;ders &Auml;u&szlig;erungen sind pseudowissenschaftlicher, gef&auml;hrlicher Quatsch.&rdquo; Vor einer Woche hat die Bundesregierung ein Drittel der Mittel f&uuml;r die Integration benachteiligter Jugendlicher in die Freiwilligendienste gek&uuml;rzt. Statt urspr&uuml;nglich 2 Millionen Euro stehen jetzt 1,4 Millionen Euro zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F11%2F16%2Fa0048&amp;cHash=e274061838\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers: Emanzipation<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Essensmarken in den USA, Lepra in China, volkspsychologische Reaktionen zur Sparpolitik, Taler, Taler, du musst wandern, &bdquo;Fachkr&auml;ftem&auml;ngel&ldquo;, Strompreise, Staatsschuldenkrise, Bank dr&auml;ngt Kindern mit Schulhilfe Girokonten auf, Kartoffeldebatte ohne Beweise, zu guter<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7374\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7374","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7374","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7374"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7374\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7379,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7374\/revisions\/7379"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7374"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7374"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7374"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}