{"id":73752,"date":"2021-06-28T08:50:56","date_gmt":"2021-06-28T06:50:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73752"},"modified":"2021-06-28T13:14:10","modified_gmt":"2021-06-28T11:14:10","slug":"schwarzbuch-corona-eine-zwischenbilanz-der-vermeidbaren-schaeden-und-tolerierten-opfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73752","title":{"rendered":"Schwarzbuch Corona \u2013 eine Zwischenbilanz der vermeidbaren Sch\u00e4den und tolerierten Opfer"},"content":{"rendered":"<p>Heute erscheint mein neues Buch &ndash; das &bdquo;Schwarzbuch Corona&ldquo;. Es ist eine l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Zwischenbilanz der Sch&auml;den und Opfer der Corona-Politik. In der Medizin sagt man, die Therapie darf nicht sch&auml;dlicher sein als die Krankheit. &Uuml;bertr&auml;gt man dies auf die weltweiten Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des Coronavirus, m&uuml;sste man wohl von einem der gr&ouml;&szlig;ten Kunstfehler der Geschichte sprechen. Die indirekten Kollateralsch&auml;den der Therapie stehen in keinem Verh&auml;ltnis zu den Sch&auml;den durch das Virus selbst. Anhand nationaler und internationaler Beispiele zeige ich, welche Sch&auml;den die Corona-Politik verursacht hat und immer noch verursacht. Sch&auml;den auf dem Gebiet der &Ouml;konomie, der &Ouml;kologie. Sch&auml;den der Gesundheit und der Psyche. Sch&auml;den, die so unsolidarisch verteilt sind wie bei keiner Katastrophe zuvor. Sch&auml;den, die uns noch lange begleiten werden und unsere Gesellschaften nachhaltig ver&auml;ndern werden. Der Verlag schreibt: &bdquo;Jens Berger blickt &uuml;ber den Tellerrand von Infiziertenzahlen und Inzidenzen und richtet den Fokus auf Zusammenh&auml;nge, die in der Debatte gerne verdr&auml;ngt und ignoriert werden. Erstmals werden hier Daten und Studien zusammengetragen, die au&szlig;erhalb von Fachkreisen wenig Beachtung finden, da sie nicht in das Bild einer Politik passen, f&uuml;r die das Wohl und die Gesundheit der B&uuml;rger angeblich das oberste Primat sind.&ldquo; Im Folgenden die Einleitung aus dem Buch, das ab heute &uuml;berall im Buchhandel oder bei den Buchkomplizen zu kaufen ist. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8301\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-73752-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210628_Schwarzbuch_Corona_eine_Zwischenbilanz_der_vermeidbaren_Schaeden_und_tolerierten_Opfer_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210628_Schwarzbuch_Corona_eine_Zwischenbilanz_der_vermeidbaren_Schaeden_und_tolerierten_Opfer_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210628_Schwarzbuch_Corona_eine_Zwischenbilanz_der_vermeidbaren_Schaeden_und_tolerierten_Opfer_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210628_Schwarzbuch_Corona_eine_Zwischenbilanz_der_vermeidbaren_Schaeden_und_tolerierten_Opfer_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=73752-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210628_Schwarzbuch_Corona_eine_Zwischenbilanz_der_vermeidbaren_Schaeden_und_tolerierten_Opfer_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210628_Schwarzbuch_Corona_eine_Zwischenbilanz_der_vermeidbaren_Schaeden_und_tolerierten_Opfer_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Kein anderer Begriff wurde w&auml;hrend der letzten eineinhalb Jahre so oft gebraucht und so oft missbraucht wie der Begriff der Solidarit&auml;t. Aus Solidarit&auml;t mit den Alten und Vorerkrankten, f&uuml;r die eine Infektion schwer oder gar t&ouml;dlich verlaufen k&ouml;nnte, haben wir das ganze Land lahmgelegt. Gefragt wurden die &raquo;Risikogruppen&laquo; jedoch nicht. Wer wei&szlig;, vielleicht waren sehr viele von ihnen gar nicht so erpicht darauf, Weihnachten allein zu verbringen? Vielleicht w&auml;ren sie lieber das Risiko einer Infektion eingegangen, als zum Beispiel ihre Enkel und Urenkel &uuml;ber Wochen und Monate nicht zu sehen, sie nicht in den Arm nehmen zu k&ouml;nnen? <\/p><p>Die Gro&szlig;mutter eines Freundes von mir musste ihren 100. Geburtstag ohne Familie oder Freunde im Heim verbringen. 100&nbsp;Jahre. Die Frau hat die Bombenn&auml;chte des Zweiten Weltkriegs &uuml;berlebt. Sie hat unter Aufbietung all ihrer Kr&auml;fte in schweren Zeiten ihren Kindern das Leben geschenkt und sie zu verantwortungsvollen Menschen erzogen. Sie hat so manche Lebenskrise durchlaufen und so manche Krankheit gemeistert und nun, an ihrem 100. Geburtstag, sa&szlig; sie allein im Heim. Eine maskierte Pflegerin brachte ihr zumindest ein St&uuml;ck Apfelkuchen und ein Glas Sekt. Doch ihre Kinder, Enkel und Urenkel durfte sie nicht sehen. Zwei Wochen sp&auml;ter starb sie&nbsp;&ndash; nicht an Corona, vielleicht aber an Einsamkeit. Um ihre Hinterlassenschaften wegzur&auml;umen, durften ihre Enkel &uuml;brigens das Altenheim betreten. Schlie&szlig;lich m&uuml;sse das Zimmer schnell wieder frei werden. Alles im Namen der Solidarit&auml;t. <\/p><p>Die Tochter eines anderen Freundes hat in diesem Jahr ihr Abitur gemacht. Als ich vor vielen Jahren mein Abitur gemacht habe, war dies&nbsp;&ndash; abseits der schulischen Fragen, die f&uuml;r mich damals ohnehin eine untergeordnete Rolle gespielt haben&nbsp;&ndash; eine wundersch&ouml;ne Zeit. Wir haben gefeiert, getrunken, getanzt. Wir lagen uns in den Armen und haben die vielleicht letzten Tage einer unbeschwerten Jugend genossen. Kaum hatten wir unsere Zeugnisse in den H&auml;nden, ging es f&uuml;r viele erst einmal auf gro&szlig;e Reise. Per Interrail haben wir Europa bereist, Gleichaltrige aus aller Herren L&auml;nder kennen und lieben gelernt, andere Kulturen entdeckt. Eine sch&ouml;ne Zeit. F&uuml;r mich vielleicht die sch&ouml;nste Zeit in meinem Leben. <\/p><p>F&uuml;r die Tochter meines Freundes war dieses Jahr keine sch&ouml;ne Zeit. Die letzten Monate ihrer Schulzeit verbrachte sie auf sich gestellt vor ihrem Rechner. Soziale Kontakte au&szlig;erhalb der Familie waren zumeist auf den virtuellen Raum ausgelagert. Keine Partys, kein Tanz, keine Freude. Kein Umarmen, keine K&uuml;sse und keine Gelegenheit, die Jugend zu verabschieden. Die langen Monate zwischen Abitur und digitaler Immatrikulation an der Universit&auml;t&nbsp;&ndash; monoton, isoliert. Bis heute hat sie ihre Kommilitonen nur am Bildschirm ihres Rechners gesehen. Ja, sie war solidarisch. Aber wer war solidarisch mit ihr? <\/p><p>Wer war in den letzten eineinhalb Jahren solidarisch mit all den Wirten und Hoteliers, die um ihr Lebenswerk bangen, vielfach schon kapituliert haben und im besten Falle einer mehr als ungewissen Zukunft entgegenblicken? Wer war solidarisch mit den Armen und in prek&auml;ren Berufen T&auml;tigen, die nicht den Luxus hatten, die Pandemie im Homeoffice auszusitzen und die gewonnene Freizeit zur Selbstverwirklichung zu nutzen? Wie solidarisch waren wir mit der  alleinerziehenden Mutter, der in ihrer kleinen Plattenbauwohnung die Decke auf den Kopf gefallen ist und die nicht wusste, was sie mit ihrem dauergelangweilten Sohn noch anstellen soll, der aus Solidarit&auml;t weder den Kindergarten noch den Spielplatz besuchen durfte? <\/p><p>O ja, die allermeisten Deutschen waren in den letzten eineinhalb Jahren so solidarisch, dass sie sich in eine Duldungsstarre begeben haben. Und die wenigen Menschen, denen der Kragen geplatzt ist und die aufbegehrt haben, wurden mit ausgestrecktem Finger als Querdenker, Spinner, Verschw&ouml;rungstheoretiker oder gar Nazis verunglimpft. Zahlreiche TV- und Printformate halfen dabei, eine Lockdown-Ideologie aufzubauen, und sch&uuml;rten bei vielen B&uuml;rgern &Auml;ngste. Und wer Angst hat, ist anf&auml;llig daf&uuml;r, Menschen zu verdammen, die ihm als Bedrohung pr&auml;sentiert werden und von denen es hei&szlig;t, sie seien unsolidarisch. <\/p><p>In Zeiten von Corona ist Solidarit&auml;t eine Einbahnstra&szlig;e. Kann man die Solidarit&auml;t gegen&uuml;ber der einen Gruppe &uuml;berhaupt mit der Solidarit&auml;t einer anderen Gruppe verrechnen? Man kann nicht nur, man muss. Die Solidarit&auml;t mit den einen ist bei der Corona-Debatte auch immer die Unsolidarit&auml;t mit den anderen. Hier einen gangbaren Mittelweg zu finden, ist schwer, und wer den Lockdown vor allem als solidarische Ma&szlig;nahme sieht, verschlie&szlig;t sich der Kompromissfindung.<\/p><p>Warum ein Buch zu Corona schreiben? Wer will das lesen? Das war mein erster Gedanke, als mein Verleger Markus Karsten mir die Idee unterbreitete, ein Schwarzbuch Corona zu verfassen. Es ist doch eigentlich alles gesagt, wenn auch noch nicht von jedem. Doch dieser Eindruck t&auml;uscht: Obgleich eigentlich alles gesagt ist, wurde nur weniges davon geh&ouml;rt. Von Tag zu Tag nimmt die Debatte groteskere Z&uuml;ge an, und von Tag zu Tag werden die Gr&auml;ben zwischen den Lagern tiefer. Viele Mitmenschen haben Angst. Die einen haben Angst vor dem Virus, andere haben Angst vor den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Ma&szlig;nahmen, und wiederum andere haben Angst davor, dass der Staat die Grundrechte beschneidet und ein autorit&auml;res Gesundheitsregime einf&uuml;hrt. &Auml;ngste sind immer subjektiv, und jede dieser &Auml;ngste muss man respektieren. Das ist jedoch schwer in einer Zeit, in der man am liebsten jeden Widerspruch gegen ein &raquo;gesundes Volksempfinden&laquo;, das mit einer sehr einseitigen Auslegung des Begriffes Solidarit&auml;t gekoppelt ist, ausgrenzen will. <\/p><p>Warum gibt es so wenig Kritik und warum werden die Ma&szlig;nahmen meist stoisch hingenommen? Sehen wir es doch mal aus folgender Perspektive: Seit nunmehr Jahrzehnten wurde unsere Gesellschaft getreu dem neoliberalen Ideal auf Individualismus getrimmt. Ein jeder sollte seines eigenen Gl&uuml;ckes Schmied sein, Solidarit&auml;t galt als Auslaufmodell. Damit konnten sich zum Gl&uuml;ck sehr viele B&uuml;rger nicht anfreunden. Das Unwohlsein blieb dabei in vielen F&auml;llen jedoch im Verborgenen. Wie viele unserer Mitb&uuml;rger, die nun Solidarit&auml;t f&uuml;r die Risikogruppen einfordern, haben in der Vergangenheit gegen Kinderarmut, Hungerrenten oder prek&auml;re Jobs kritisch Stellung bezogen? Auch Armut t&ouml;tet. Offenbar ist Solidarit&auml;t oft nur dann Solidarit&auml;t, wenn sie von Politik und Medien eingefordert wird und damit staatstragend ist.<\/p><p>Corona vereint einen Gro&szlig;teil der B&uuml;rger nun zu einer solchen staatstragenden &raquo;Solidar- und Schicksalsgemeinschaft&laquo;. Politik und Medien schreiten gleichf&ouml;rmig voran und viele B&uuml;rger reihen sich freudig in die neue Gemeinschaft ein. Politologen nennen dies den &raquo;Rally-&rsquo;round-the-flag-Effekt&laquo;&nbsp;&ndash; das letzte eindrucksvolle Beispiel daf&uuml;r waren &uuml;brigens die Terroranschl&auml;ge vom 11. September 2001. Die Muster sind eindrucksvoll: Es gibt eine gro&szlig;e Gefahr (das Virus) und Gef&auml;hrder (Demonstranten und Kritiker der Ma&szlig;nahmen), ein gemeinsames &auml;u&szlig;erliches Erkennungszeichen (die Maske), gemeinsame Riten (Mindestabstand) und Vordenker, die den Weg weisen (die TV-Virologen), und &uuml;ber allem steht die Angst. Angst ist zwar ein schlechter Ratgeber, aber daf&uuml;r das wohl denkbar geeignetste Motiv, sich einer derart allgegenw&auml;rtigen und gesellschaftlich akzeptierten Gruppenideologie zu unterwerfen. Die Gruppe nimmt mir die Angst und sorgt durch die f&uuml;r alle geltenden Ma&szlig;nahmen nicht nur f&uuml;r meinen Schutz, sondern auch f&uuml;r den Schutz der Gesellschaft als Ganzes. Ich bin nicht mehr als Individuum meines eigenen Gl&uuml;ckes Schmied und auf mich selbst gestellt, sondern Teil einer gro&szlig;en Volksgemeinschaft, die sich um mich k&uuml;mmert.<\/p><p>Das ist sicher f&uuml;r viele B&uuml;rger ein sch&ouml;nes Gef&uuml;hl&nbsp;&ndash; nur dass hier Wahrnehmung und Realit&auml;t deutlich auseinanderklaffen. Stellen Politik und Medien schlie&szlig;lich nicht einmal im Ansatz die ideologische Basis unseres neoliberalen Systems infrage, das diesen Wunsch nach Gemeinschaft &uuml;berhaupt erst geschaffen hat. Dies ist zuerst einmal staatstragend und damit letzten Endes systemstabilisierend. Wenn sich das Gros der Bev&ouml;lkerung in Krisenzeiten hinter die politische F&uuml;hrung schart und die Medien sich als H&uuml;ter der Wahrheit gegen die b&ouml;sen Kritiker aufspielen k&ouml;nnen, ist dies f&uuml;r die Politik ein Hauptgewinn, kann sie doch von den Ursachen der Misere ablenken und sich gleichzeitig als Retter von Menschenleben inszenieren. Was z&auml;hlt aus Sicht der Lockdown-Ideologie schon das Wohl der Kinder, das Schicksal Alleinerziehender oder gar der K&uuml;nstler und Gastronomen? Und die kritischen Geister, die Dinge hinterfragen, haben in dieser Gesellschaft ohnehin schon lange keinen Bestandsschutz mehr. Die Meinungsfreiheit wird nur dann gro&szlig;geschrieben, wenn es sich um die &raquo;richtige&laquo; Meinung handelt. Wer die &raquo;falsche&laquo; Meinung hat, findet in den Talkshows der Republik keinen Platz und wird von Internetplattformen wie YouTube gel&ouml;scht. Corona hat auch dazu gef&uuml;hrt, dass unsere Debattenr&auml;ume immer enger werden.<\/p><p>Das ist es dann auch, wovor ich Angst habe&nbsp;&ndash; eine Spaltung der Gesellschaft, die so schnell nicht mehr zu kitten sein wird. Ich f&uuml;hle mich nicht durch ein Virus, sondern durch Mitb&uuml;rger gef&auml;hrdet, die sich bei hinter der Politik zusammenrotten und Ma&szlig;nahmen und Sanktionen gegen alles und jeden fordern, der als Gefahr f&uuml;r ihre mutma&szlig;liche Volksgemeinschaft wahrgenommen wird. Ich f&uuml;hle mich zudem durch eine Gesellschaft bedroht, die keinen Widerspruch zul&auml;sst. Demokratie lebt vom Diskurs und von der Debatte. Wenn wir beides unterdr&uuml;cken, bewegen wir uns in sehr gef&auml;hrliches Fahrwasser und zeigen, dass wir nichts aus unserer Geschichte gelernt haben. Davor habe ich Angst, und um meinen&nbsp;&ndash; vielleicht noch so kleinen&nbsp;&ndash; Teil dazu beizutragen, die Debatte um Facetten anzureichern, die im Dauerdiskurs um Inzidenzwerte, Mutanten und Impf-Priorisierungen untergehen, habe ich dieses Buch geschrieben. <\/p><p>Es soll hier nicht um eine Fundamentalkritik an allen Ma&szlig;nahmen gehen. &Uuml;berhaupt nichts gegen die Ausbreitung des Virus zu tun, ist keine Alternative. Bestimmte Ma&szlig;nahmen sind n&ouml;tig, aber sie m&uuml;ssen dann auch mit Augenma&szlig; gew&auml;hlt und so justiert werden, dass sie Kollateralsch&auml;den minimieren. Hier ist vor allem eine Abw&auml;gung verschiedener Interessen n&ouml;tig, und daf&uuml;r m&uuml;ssen auch andere Disziplinen als &raquo;nur&laquo; die Virologie und die Epidemiologie geh&ouml;rt und bei der Entscheidungsfindung mit einbezogen werden. Dies wurde in geradezu fahrl&auml;ssiger Art und Weise vers&auml;umt, wie dieses Buch anhand vieler erschreckender Beispiele aufzeigt. Es ist wichtig, auf diese Fehler hinzuweisen, denn nur wer die Fehler kennt, kann auch aus ihnen lernen. <\/p><p>Dieses Buch wurde nicht geschrieben, um die Gefahren, die vom Virus ausgehen, zu verharmlosen. Obgleich dies eigentlich selbstverst&auml;ndlich ist, treibt mich die allgegenw&auml;rtige Unart, Kritiker der Corona-Ma&szlig;nahmen oder auch nur Menschen, die die Gefahren des Virus etwas differenzierter sehen, als Verharmloser oder gar Leugner zu diskreditieren, zu diesem Statement. Ich bin nicht so naiv, anzunehmen, dass mir dieser Vorwurf allen Differenzierungen zum Trotz nicht gemacht werden wird. Man sieht halt meist nur das, was man sehen will. Auf langwierige &raquo;ceterum censeos&laquo; und Rechtfertigungen habe ich dennoch verzichtet. Wir wissen alle, dass Covid-19 eine gef&auml;hrliche Krankheit ist. Das muss man nicht pausenlos und an jeder Stelle wiederholen.<\/p><p>Dieses Buch soll die Krankheit als solche nicht in den Mittelpunkt stellen&nbsp;&ndash; denn in diesem Punkt sind wir nicht unter-, sondern &uuml;berinformiert. Um eine Einordnung dieser Thematik komme jedoch auch ich nicht herum. Der Schwerpunkt eines Schwarzbuches muss dennoch woanders liegen. Und zwar bei den Gefahren und Sch&auml;den, die mit den politischen Antworten auf das Virus, die Ma&szlig;nahmen und Lockdowns angerichtet werden. Darauf haben wir bei den NachDenkSeiten seit Beginn der Pandemie immer wieder hingewiesen. Wer diese Punkte nicht kennt oder nicht wahrnimmt, wird n&auml;mlich nie die eine Solidarit&auml;t mit der anderen Solidarit&auml;t verrechnen und einen sinnvollen Mittelweg finden. Und der ist dringend n&ouml;tig, denn Corona ist gekommen, um zu bleiben, und das Thema wird uns&nbsp;&ndash; ob wir es wollen oder nicht&nbsp;&ndash; noch lange Zeit besch&auml;ftigen.<\/p><p><strong>Ab heute &uuml;berall im Handel oder bei den <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher-mehr\/schwarzbuch-corona.html?listtype=search&amp;searchparam=jens%20berger%20Schwarzbuch%20Corona\">Buchkomplizen<\/a>: Jens Berger, &bdquo;Schwarzbuch Corona. Zwischenbilanz der vermeidbaren Sch&auml;den und der tolerierten Opfer&ldquo;, Westend Verlag, 28.6.2021<\/strong><\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/384b0ab733584798a9cae770f8aa0bb3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute erscheint mein neues Buch &ndash; das &bdquo;Schwarzbuch Corona&ldquo;. Es ist eine l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Zwischenbilanz der Sch&auml;den und Opfer der Corona-Politik. 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