{"id":73822,"date":"2021-06-30T08:22:09","date_gmt":"2021-06-30T06:22:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822"},"modified":"2021-06-30T08:22:09","modified_gmt":"2021-06-30T06:22:09","slug":"hinweise-des-tages-3891","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h01\">Politisch Stimmung machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h02\">&bdquo;Das Gesetz, die Rechte und die Regeln&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h03\">Der neue Milliardentrick der Steuerhinterzieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h04\">Return to Sender<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h05\">Mindestlohn und Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h06\">&raquo;Das ist ein Schock f&uuml;r viele, die Angeh&ouml;rige zu Hause pflegen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h07\">Nicht blind vertrauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h08\">Intensivbetten-Recherche: Der Fall Schrappe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h09\">Privater Autobahnbau kostet den Bund Hunderte Millionen an Nachzahlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h10\">Kritik an R&uuml;stungsprojekten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h11\">Panzerverk&auml;ufe und Bedrohungsanalysen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h12\">Das Syrienkrieg-Narrativ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h13\">Auf Weisung von Biden &ndash; USA greifen v&ouml;lkerrechtswidrig Ziele in Syrien an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h14\">&bdquo;Linke Parteien haben den gr&ouml;&szlig;ten Sozialabbau betrieben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h15\">Nein, Bill ist auch nicht schlimmer als Julia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h16\">Wenn Frauenhass t&ouml;tet &ndash; und links wie rechts nur Teilwahrheiten z&auml;hlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h17\">Youtube-Sperren: &ldquo;Im Regelfall gegen kritische Auseinandersetzung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73822#h18\">Psychologie: Die Methoden des autorit&auml;ren Staats<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Politisch Stimmung machen<\/strong><br>\n(&hellip;) Bis 2041 wird die Arena daher auch ein Versicherungsstadion bleiben, das dem FC Bayern rund 120 Millionen Euro beschert. Die Regenbogenfarben h&auml;tten also noch einmal maximale Aufmerksamkeit erzielt, nur war die gew&auml;hlte Form, das zu erreichen, eben auch maximal dumm. Weder Rath&auml;user noch Fu&szlig;ballverb&auml;nde sind f&uuml;r Au&szlig;enpolitik zust&auml;ndig. Ein Stadtrat oder ein B&uuml;rgermeister, der die UEFA auffordert, nicht etwa in erster Linie f&uuml;r LGBTQ-XYZ Partei zu ergreifen, sondern eine politische Botschaft der Missbilligung an Ungarn zu senden, macht sich l&auml;cherlich. Das ist auf den ersten Blick nur nicht so ersichtlich, weil der wohlfeile Applaus der Heuchler dar&uuml;ber hinwegt&auml;uscht, die ihre Profilbilder mal eben rasch in bunte Farben tauchen.<br>\nDa zeigt sich vor allem auch die Schw&auml;che der Sozialdemokratie, die sich einmal mehr an die Spitze der Bewegung gestellt hat und reine Symbolpolitik nur des Applauses wegen betreibt, statt eine Politik zu verfolgen, die Menschen hilft, die von Benachteiligungen betroffen sind&hellip;<br>\n(&hellip;) Was wei&szlig; die deutsche Sozialdemokratie eigentlich dar&uuml;ber? Was wei&szlig; sie &uuml;ber die Armut in Ungarn? Was wei&szlig; sie &uuml;ber die Armut in Deutschland? Und was will sie dagegen tun? Vielfalt und Toleranz sind zudem reine Sprechblasen in einem Umfeld, das auf Konfrontation gepolt ist. So &uuml;berbieten sich die Kanzlerkandidaten von Union, Gr&uuml;nen und SPD gerade darin, wie hart sie k&uuml;nftig au&szlig;enpolitisch agieren wollen. Die Militarisierung der Au&szlig;enpolitik nimmt weiter zu, gleichzeitig schm&uuml;cken sich R&uuml;stungskonzerne, deren Waffen Menschen weltweit t&ouml;ten und die EU-Grenzsch&uuml;tzer von Frontex, die Fl&uuml;chtende illegal zur&uuml;ckdr&auml;ngen (Pushback), mit dem Regenbogen und Begriffen wie Toleranz und Vielfalt.<br>\nDer Regenbogen ist heute nur mehr eine Farce, schreibt Jens Berger auf den NachDenkSeiten. Er ist vor allem von kurzer Dauer, meteorologisch wie auch politisch. Nachhaltig ist eben keine Politik, die lediglich auf Rituale abstellt und die richtige Haltung zum Kern einer inzwischen autorit&auml;r auftretenden Missionierungskampagne macht, zu der man sich per Profilbild&auml;nderung m&ouml;glichst offen bekennen sollte, um nicht verd&auml;chtig zu erscheinen. Nachhaltig w&auml;re eine Politik, die zum Beispiel Bildungs- und Aufstiegschancen f&uuml;r die Menschen verbessert, die weniger privilegiert sind. Nachhaltig w&auml;re auch eine Politik, die es unterl&auml;sst, 27 R&uuml;stungsprojekte im Gesamtwert von rund 20 Milliarden Euro zu beschlie&szlig;en, w&auml;hrend in der Bildung oder im &ouml;ffentlichen Gesundheitsdienst weiterhin die Mittel fehlen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210627politisch-stimmung-machen\">Taublog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Das Gesetz, die Rechte und die Regeln&ldquo;<\/strong><br>\nArtikel vom russischen Au&szlig;enminister Sergej Lawrow<br>\nDas offene und im Allgemeinen konstruktive Gespr&auml;ch, das beim Gipfeltreffen zwischen den Pr&auml;sidenten Wladimir Putin und Joseph Biden am 16. Juni 2021 in Genf stattfand, f&uuml;hrte zu einer Vereinbarung &uuml;ber die Aufnahme eines substanziellen Dialogs &uuml;ber strategische Stabilit&auml;t, wobei die entscheidende Pr&auml;misse bekr&auml;ftigt wurde, dass ein Atomkrieg inakzeptabel ist. Beide Seiten verst&auml;ndigten sich auch auf die Zweckm&auml;&szlig;igkeit von Konsultationen &uuml;ber Cybersicherheit, den Betrieb diplomatischer Vertretungen, das Schicksal inhaftierter russischer und US-amerikanischer B&uuml;rger und eine Reihe regionaler Konflikte.<br>\nDer russische Staatschef machte auch in seinen &ouml;ffentlichen &Auml;u&szlig;erungen deutlich, dass die Suche nach einem f&uuml;r beide Seiten akzeptablen Interessenausgleich auf streng parit&auml;tischer Basis der einzige Weg ist, um auf irgendeinem dieser Gleise etwas zu erreichen. W&auml;hrend der Gespr&auml;che gab es keine Einw&auml;nde. Unmittelbar nach den Gespr&auml;chen begannen jedoch US-Offizielle, einschlie&szlig;lich derer, die an dem Genfer Treffen teilnahmen, scheinbar Selbstverst&auml;ndliches zu behaupten, indem sie behaupteten, sie h&auml;tten es Moskau &bdquo;klar gemacht&ldquo;, &bdquo;es gewarnt und ihre Forderungen gestellt.&ldquo; Au&szlig;erdem gingen all diese &bdquo;Warnungen&ldquo; Hand in Hand mit Drohungen: Wenn Moskau die in Genf aufgestellten &bdquo;Spielregeln&ldquo; nicht in einigen Monaten akzeptiere, w&uuml;rde es erneut unter Druck geraten.<br>\n&hellip; Abgesehen davon ist es bezeichnend, dass Washingtons unumst&ouml;&szlig;liche Position unmittelbar nach den Gespr&auml;chen ge&auml;u&szlig;ert wurde, zumal die europ&auml;ischen Hauptst&auml;dte die Meinung des Gro&szlig;en Bruders sofort beherzigten und die Melodie mit viel Gusto und Freude aufgriffen. Der Tenor ihrer Erkl&auml;rungen ist, dass sie bereit sind, ihre Beziehungen zu Moskau zu normalisieren, aber nur, wenn es sein Verhalten &auml;ndert.<br>\nEs ist, als ob ein Chor organisiert wurde, der mit dem Leads&auml;nger mitsingt. Es scheint, dass die Reihe hochrangiger westlicher Veranstaltungen im Vorfeld der Gespr&auml;che zwischen Russland und den USA genau darauf abzielte: das Gipfeltreffen der Gruppe der Sieben in Cornwall, Gro&szlig;britannien, der NATO-Gipfel in Br&uuml;ssel sowie das Treffen von Joseph Biden mit dem Pr&auml;sidenten des Europ&auml;ischen Rates Charles Michel und der Pr&auml;sidentin der Europ&auml;ischen Kommission Ursula von der Leyen.<br>\n(&hellip;) Seri&ouml;se L&auml;nder, die sich selbst respektieren, werden niemals den Versuch tolerieren, mit ihnen durch Ultimaten zu reden, und werden alle Fragen nur auf gleicher Augenh&ouml;he diskutieren.<br>\nWas Russland betrifft, so ist es h&ouml;chste Zeit, dass jeder versteht, dass wir einen endg&uuml;ltigen Schlussstrich unter alle Versuche gezogen haben, mit uns ein einseitiges Spiel zu spielen&hellip;<br>\nDie Politik, dass sich die Russische F&ouml;deration eigenst&auml;ndig, unabh&auml;ngig und unter Wahrung der nationalen Interessen entwickelt und gleichzeitig offen ist f&uuml;r Vereinbarungen mit ausl&auml;ndischen Partnern auf gleicher Augenh&ouml;he, steht seit langem im Mittelpunkt aller Positionspapiere zur Au&szlig;enpolitik, nationalen Sicherheit und Verteidigung. Nach den praktischen Schritten zu urteilen, die der Westen in den letzten Jahren unternommen hat, dachte er jedoch wahrscheinlich, dass Russland es nicht wirklich ernst meint&hellip;<br>\nUngeachtet aller Ambitionen und Drohungen bleibt unser Land einer souver&auml;nen und unabh&auml;ngigen Au&szlig;enpolitik verpflichtet und gleichzeitig bereit, eine einigende Agenda in internationalen Angelegenheiten anzubieten, die der kulturellen und zivilisatorischen Vielfalt in der heutigen Welt geb&uuml;hrend Rechnung tr&auml;gt. Konfrontation ist nicht unsere Wahl, egal aus welchen Gr&uuml;nden. Am 22. Juni 2021 ver&ouml;ffentlichte Wladimir Putin einen Artikel &bdquo;Offen sein, trotz der Vergangenheit&ldquo;, in dem er betonte: &bdquo;Wir k&ouml;nnen es uns einfach nicht leisten, die Last vergangener Missverst&auml;ndnisse, harter Gef&uuml;hle, Konflikte und Fehler zu tragen.&ldquo;&hellip;<br>\nWir werden immer offen bleiben f&uuml;r einen ehrlichen Dialog mit jedem, der die gegenseitige Bereitschaft zeigt, einen Interessenausgleich zu finden, der fest im V&ouml;lkerrecht verankert ist. Das sind die Regeln, an die wir uns halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uncutnews.ch\/artikel-vom-russischen-aussenminister-sergej-lawrow-das-gesetz-die-rechte-und-die-regeln\/\">uncut news<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Den Artikel von Wladimir Putin &bdquo;Offen sein trotz Vergangenheit&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-06\/ueberfall-auf-die-sowjetunion-1941-europa-russland-geschichte-wladimir-putin\/komplettansicht\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Einen guten Beitrag zum Thema finden Sie auch auf den Nachdenkseite von gestern: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73782\">&bdquo;V&ouml;llig vernagelt, trotz der Vergangenheit &ndash; Das Medienecho auf Putins vers&ouml;hnlichen Essay&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der neue Milliardentrick der Steuerhinterzieher<\/strong><br>\nDie Politik k&auml;mpft gegen Steueroasen. Doch die setzen l&auml;ngst auf die n&auml;chste Masche: goldene P&auml;sse.<br>\nEine Briefkastenfirma in Panama, ein Nummernkonto in der Schweiz: Viel mehr brauchten Steuerhinterzieher fr&uuml;her nicht. Die Politik hat diese Praktiken erschwert. Doch auch die Steueroasen ziehen nach: Sie verkaufen ihre Staatsb&uuml;rgerschaften&hellip;<br>\nDie OECD hat seit Beginn der 2010er-Jahre viele Steueroasen dazu motiviert, steuerliche Informationen mit anderen L&auml;ndern auszutauschen. Seitdem l&auml;sst sich ein Konto in einer Steueroase nicht mehr so einfach vor dem Finanzamt geheim halten. Wer Steuern hinterziehen und den steuerlichen Informationsaustausch umgehen m&ouml;chte, muss verschleiern, wer er ist oder woher er kommt.<br>\nEine solche M&ouml;glichkeit bieten die goldenen P&auml;sse. Zum Beispiel k&ouml;nnte eine Frau vor vielen Jahren ein Konto auf den Seychellen geerbt haben. Sie verheimlicht die dortigen Kapitalertr&auml;ge dem heimischen Finanzamt, hinterzieht also Steuern. 2016 liest sie in der Zeitung, dass Deutschland und die Seychellen vom n&auml;chsten Jahr an Steuerinformationen austauschen: Beide L&auml;nder sind einem internationalen Verfahren der OECD beigetreten, das sie verpflichtet, sich gegenseitig &uuml;ber alle Bankkonten zu informieren, die einer Person aus einem anderen teilnehmenden Staat geh&ouml;ren.<br>\nAls Reaktion darauf erwirbt die steuerhinterziehende Erbin die Staatsb&uuml;rgerschaft von St. Lucia. Sie wechselt auf den Seychellen die Bank und benutzt bei der Kontoer&ouml;ffnung ihren neuen Pass aus St. Lucia. Ihren Wohnsitz in Deutschland verschweigt sie. Ein Jahr sp&auml;ter tritt auch St. Lucia dem steuerlichen Informationsaustausch bei. Die Seychellen informieren nun St. Lucia in diesem Rahmen &uuml;ber die Kontoinhaberin sowie Kontostand und Zinseink&uuml;nfte. Das bleibt allerdings folgenlos, denn St. Lucia besteuert nur Personen, die sich dort mindestens die H&auml;lfte des Jahres aufhalten. Das Land muss die erhaltenen Informationen auch nicht nach Deutschland weiterleiten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steueroasen-goldene-visa-1.5334557\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Return to Sender<\/strong><br>\nDie reichen Gesellschaften im Norden leben seit Jahrhunderten auf Kosten des globalen S&uuml;dens. Eine Tatsache, die gerne verdr&auml;ngt wird. Doch wie alles Verdr&auml;ngte kehrt auch dieses irgendwann zur&uuml;ck.<br>\n(&hellip;) Doch die sogenannten Freihandelsvertr&auml;ge sind nur der papiergewordene Ausdruck einer viel umfassenderen Abh&auml;ngigkeits- und Unterdr&uuml;ckungsbeziehung zwischen den L&auml;ndern des globalen Nordens und des globalen S&uuml;dens. Die historischen Wurzeln dieser Beziehungen liegen Jahrhunderte zur&uuml;ck. &bdquo;Die Ausbeutung von Rohstoffen war von Anfang an eine Antriebsfeder des Kolonialismus&ldquo;, erkl&auml;rt Karin K&uuml;blb&ouml;ck, &Ouml;konomin an der &Ouml;sterreichischen Forschungsstiftung f&uuml;r Internationale Entwicklung (&Ouml;FSE).<br>\nIn der Literatur ist vom &bdquo;Ressourcenfluch&ldquo; die Rede. Zwar besitzen L&auml;nder wie die Demokratische Republik Kongo oder Chile reiche Vorkommen an sogenannten &bdquo;strategischen Rohstoffen&ldquo; wie Kobalt oder Lithium &ndash; Mineralien, die f&uuml;r die Produktion von Smartphones oder Elektro-Autos unverzichtbar sind. Doch die Verarbeitung und damit die Wertsch&ouml;pfung findet in anderen L&auml;ndern statt. Dadurch werde die Abh&auml;ngigkeit von Rohstoffexporten fortgeschrieben, so K&uuml;blb&ouml;ck&hellip;<br>\nDas Schicksal ganzer Staaten liegt somit zu einem betr&auml;chtlichen Teil in den H&auml;nden einer Art &uuml;berirdischer Kraft namens Markt. F&auml;llt die Kaffee-Ernte in Brasilien &uuml;berdurchschnittlich gut aus, muss der Kaffeebauer in Uganda um seine Existenz f&uuml;rchten, denn das brasilianische Mehrangebot dr&uuml;ckt den Preis. Je niedriger die Temperaturen in Brasilien, desto &uuml;ppiger das Abendessen in Uganda.<br>\nCharakteristisch f&uuml;r den globalen &bdquo;ungleichen Tausch&ldquo; ist andererseits die Tatsache, dass niedrig entlohnte, arbeitsintensive Produktionsschritte und Rohstoffextraktion tendenziell im globalen S&uuml;den stattfinden, erkl&auml;rt Karin Fischer, Leiterin des Arbeitsbereichs Globale Soziologie und Entwicklungsforschung an der Johannes Kepler Universit&auml;t Linz, w&auml;hrend wissensintensive T&auml;tigkeiten im globalen Norden abgewickelt werden. Doch Profite werden am Ende, nicht am Anfang der Wertsch&ouml;pfungskette erzielt: &bdquo;In den Konzernzentralen verbleibt der h&ouml;chste Gewinn.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Die Politikwissenschafter Ulrich Brand von der Universit&auml;t Wien und Markus Wissen von der Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Recht Berlin sprechen in diesem Zusammenhang von einer &bdquo;imperialen Produktions- und Lebensweise&ldquo;. Die Art und Weise, wie wir im globalen Norden produzieren und konsumieren, basiert zu gro&szlig;en Teilen auf der &bdquo;Externalisierung&ldquo; der sozialen und &ouml;kologischen Kosten dieser Produktions- und Lebensweise. Kurz: Andere bezahlen anderswo die Rechnung f&uuml;r unseren Wohlstand, f&uuml;r unser ganz normales Leben.<br>\n(&hellip;) Es gibt noch einen weiteren Punkt, der eine politische Auseinandersetzung um die Ungleichheitsbeziehungen zwischen globalem Norden und S&uuml;den verhindert. &bdquo;Den eigenen Wohlstand zu wahren, indem man ihn anderen vorenth&auml;lt, ist das unausgesprochene und uneingestandene Lebensmotto der &sbquo;fortgeschrittenen&lsquo; Gesellschaften im globalen Norden &ndash; und ihre kollektive Lebensl&uuml;ge ist es, die Herrschaft dieses Verteilungsprinzips und die Mechanismen seiner Sicherstellung vor sich selbst zu verleugnen&hellip;<br>\nDoch wie alles Verdr&auml;ngte&hellip;findet auch das der imperialen Lebensweise seinen Weg irgendwann zur&uuml;ck an die Oberfl&auml;che, zur&uuml;ck ins Bewusstsein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/coverstory-return-to-sender\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mindestlohn und Rente<\/strong><br>\nRente mit 68? &hellip; Rente mit 70? &hellip; Reicht alles nicht!<br>\nJedenfalls nicht bei diesem gesetzlichen Mindestlohn<br>\nJohannes Steffen<br>\nDie Altersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung ist mal wieder ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit ger&uuml;ckt. Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft fordert die &raquo;Rente mit 68&laquo; [1]. Das Institut der deutschen Wirtschaft pl&auml;diert in einem Auftragsgutachten f&uuml;r die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sogar f&uuml;r die &raquo;Rente mit 70&laquo;. [2] Und die FDP verspricht allen (scheinbar gegen den Trend) die &raquo;Rente mit 60&laquo; &ndash; jedenfalls sofern sie dadurch nicht dem Staat zur Last fallen, also keine Berechtigung auf erg&auml;nzende Leistungen der Grundsicherung haben. [3] Ein heilloses Durcheinander? &ndash; Keineswegs: Sie alle wollen die Altersgrenze de facto weiter anheben und somit denjenigen die Rente &uuml;ber steigende Abschl&auml;ge k&uuml;rzen, die vor dem Erreichen des Ziels aufgeben m&uuml;ssen. &ndash; Gleichzeitig sprechen sich all die Genannten gegen eine deutliche Erh&ouml;hung des gesetzlichen Mindestlohns aus.<br>\nDer betr&auml;gt gegenw&auml;rtig 9,50 Euro pro Stunde und steigt ab Juli auf 9,60 Euro &ndash; im Jahresdurchschnitt sind das 9,55 Euro&hellip;<br>\nUm alleine mit der Rente die Schwelle der Grundsicherungsberechtigung nach SGB XII erreichen zu k&ouml;nnen&hellip;bedarf es daf&uuml;r einer Beitragszeit von 54,9 Jahren&hellip;Wer im Alter von 17 Jahren in die Rentenversicherung eintritt und ununterbrochen besch&auml;ftigt bleibt, der kann die 1.074 Euro Nettorente fr&uuml;hestens im Alter von 71,9 Jahren erreichen. Kommen Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Langzeiterkrankung hinzu, so verschiebt dies die Altersgrenze entsprechend weiter nach oben.<br>\n(&hellip;) In den Programmatiken von CDU\/CSU und FDP finden sich (erwartungsgem&auml;&szlig;) keinerlei Hinweise auf die Notwendigkeit einer deutlichen Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns. Aber auch Zielmarken, wie sie beispielsweise in den Wahlprogrammen von SPD (&raquo;zun&auml;chst auf mindestens zw&ouml;lf Euro erh&ouml;hen&laquo;), B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (&raquo;sofort auf 12 Euro anheben&laquo;) oder auch der LINKEN (13 Euro) gesetzt werden, sind schon heute nicht geeignet, nach einem &raquo;erf&uuml;llten Arbeitsleben&laquo; eine Nettorente zu erreichen, die bei typisierender Betrachtung alleine den Anspruch auf Grundsicherung ausschlie&szlig;en k&ouml;nnte. Die Mindestlohnforderungen der Parteien &ndash; soweit &uuml;berhaupt vorgetragen &ndash; bewegen sich insofern weiterhin im Bereich der Altersarmuts-L&ouml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/index.php?page=mindestlohn_und_rente\">Portal Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Das ist ein Schock f&uuml;r viele, die Angeh&ouml;rige zu Hause pflegen&laquo;<\/strong><br>\nMindestlohn f&uuml;r ausl&auml;ndische Hilfskr&auml;fte<br>\nSPIEGEL: Herr Fussek, das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass auch ausl&auml;ndischen Pflege- und Haushaltshilfen der Mindestlohn zusteht &ndash; und das auch f&uuml;r die Betreuungsbereitschaft rund um die Uhr. Was bedeutet das f&uuml;r Familien, in denen gepflegt wird?<br>\nClaus Fussek: Das ist ein Schock f&uuml;r viele Menschen, die Angeh&ouml;rige &uuml;berlastet zu Hause pflegen und deshalb auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen sind&hellip;<br>\nSPIEGEL: Und wenn Sie diesen Frauen den Mindestlohn h&auml;tten zahlen m&uuml;ssen, w&auml;re das nicht m&ouml;glich gewesen?<br>\nFussek: Nat&uuml;rlich nicht&hellip; Das Urteil ist dennoch richtig und ethisch korrekt. Es beantwortet allerdings nicht, wie das in der Praxis funktionieren soll. Um sich legal um einen Menschen zu Hause zu k&uuml;mmern, br&auml;uchte es k&uuml;nftig drei bis vier Kr&auml;fte. Das sind Kosten von schnell 10.000 Euro monatlich! Hinzu kommt, dass die Familien diese Menschen auch unterbringen m&uuml;ssen. Viele k&ouml;nnen ja noch nicht mal f&uuml;r eine Hilfskraft ein Zimmer zur Verf&uuml;gung stellen&hellip;<br>\nSPIEGEL: Was muss getan werden?<br>\n&hellip; Es ist die Frage: Was sind wir bereit, f&uuml;r uns und unsere Eltern auszugeben? Die Pflege muss endlich zur Schicksalsfrage der Gesellschaft werden, doch im Wahlkampf habe ich das Thema bei keiner Partei bisher gr&ouml;&szlig;er entdeckt&hellip;<br>\nSPIEGEL: Stattdessen setzen wir derzeit aber auf Hilfen im Haushalt, die meist noch nicht mal examinierte Pflegekr&auml;fte sind.<br>\nFussek: Wir l&uuml;gen uns da in die eigene Tasche! Wir holen sie als Haushaltshilfen, aber nat&uuml;rlich &uuml;bernehmen sie h&auml;ufig auch Pflegeaufgaben. Viele von ihnen sind darin auch sehr erfahren&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mindestlohn-fuer-auslaendische-hilfskraefte-das-ist-ein-schock-fuer-viele-menschen-die-angehoerige-zu-hause-pflegen-a-cc981ea5-c503-4077-9bc5-37e86d6c38eb?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ein sehr durchwachsener Artikel. Einerseits wird zurecht darauf hingewiesen, dass das irgendwie nicht in Ordnung ist, unterbezahlte Ausl&auml;nderinnen f&uuml;r die Pflege in Privathaushalte zu locken und sie, meist auch noch schwarz bezahlt, einen 24-Stunden-Dienst arbeiten zu lassen. Andererseits steht die Frage im Raum: aber was sollen wir denn sonst machen? Und sie bleibt unbeantwortet.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja was denn wohl? Der Gesetzgeber muss sich darum k&uuml;mmern und darf die Familien nicht allein lassen. Und wenn das was kostet, dann muss man sich das Geld daf&uuml;r dort holen, wo welches zu holen ist. Geld ist bei der Oberschicht in rauhen Mengen vorhanden, soviel, dass es verzweifelt nach Anlagem&ouml;glichkeiten sucht und in Milliarden in Steuerparadiese verschoben wird, blo&szlig; um sich hier nicht an der Finanzierung der Gesellschaft beteiligen zu m&uuml;ssen. Und der Staat schaut dabei genauso weg wie bei den &bdquo;Arbeitsbedingungen&ldquo; in der h&auml;uslichen Pflege, wohl aus Angst, das scheue Reh Kapital aufzuschrecken. Obwohl beides gleicherma&szlig;en illegal ist, gibt es keine Kontrollen und keine Strafen. <\/em><\/p>\n<p><em>N&auml;heres zum Urteil finden Sie untenstehend.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;24-Stunden-Betreuung&ldquo;: <\/strong><br>\nVon einer unl&ouml;sbaren Gleichung aus den Untiefen der deutschen Pflegepolitik bis hin zu einer scheinbaren L&ouml;sung aus &Ouml;sterreich<br>\nDie Reaktionen auf das Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu den Betreuungskr&auml;ften aus Osteuropa (vgl. dazu ausf&uuml;hrlicher die Besprechung der Entscheidung in dem Beitrag Aus der Schattenwelt des deutschen Pflegesystems: Die un-m&ouml;gliche &bdquo;24-Stunden-Betreuung&ldquo; als Gesch&auml;ftsmodell ist beim Bundesarbeitsgericht aufgelaufen vom 24. Juni 2021) streuen zwischen Panik bis hin zu einer Fortsetzung der bisher dominanten Form der Nicht-Auseinandersetzung nach dem Modell der drei Affen (nichts sehen, nichts h&ouml;ren und vor allem nichts sagen). Die angesprochene Panik wird dann auch in der Begriffswahl deutlich erkennbar, so beispielsweise in dem Statement des Sozialverbands VdK Deutschland, deren Pr&auml;sidentin Vera Bentele mit diesen Worten zitiert wird: &bdquo;Es droht das Armageddon der h&auml;uslichen Pflege&ldquo;. Darin findet man diese Aussage, die man einfach mal sacken lassen muss: &raquo;Rund-um-die-Uhr Pflege ist nur noch mit Mindestlohn legal. F&uuml;r die allermeisten wird sie damit unbezahlbar.&laquo; Auch sehr aufschlussreich ist ein Interview mit dem Pflegeexperten Claus Fussek, der bekannt daf&uuml;r ist, dass er auf Missst&auml;nde in der Pflege skandalisierend hinzuweisen versucht: &raquo;Das ist ein Schock f&uuml;r viele, die Angeh&ouml;rige zu Hause pflegen&laquo;, so ist das Gespr&auml;ch mit ihm &uuml;berschrieben. Das insofern eine besondere Authentizit&auml;t bekommt, als dass er sich selbst als Nutzer dieser zuweilen als &bdquo;3. S&auml;ule&ldquo; des deutschen Pflegesystems bezeichneten Betreuungsform geoutet hat.<br>\n&hellip;  heute hat das Bundesarbeitsgericht eine Entscheidung getroffen, die sich einf&uuml;gt in die damals hier vorgenommene Charakterisierung des Urteils des Landesarbeitsgerichts aus dem August 2020: Eine &raquo;Entscheidung &hellip;, die nun f&uuml;r ein Erdbeben in der Branche sorgen wird, denn &ndash; auch das erkl&auml;rt die Aufregung &ndash; das Verfahren bezog sich ja auf zur&uuml;ckliegende Zeiten und k&ouml;nnte\/wird Nachahmerinnen finden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/06\/24\/bag-entscheidung-zur-24-stunden-betreuung\/#more-12481\">aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nicht blind vertrauen<\/strong><br>\n&raquo;Deutsche Wohnen und Co. enteignen&laquo;: Berliner Volksentscheid zur Vergesellschaftung von profitorientierten Konzernen zugelassen<br>\nHunderte Menschen in gelb-lila Trikots mit Fahnen und Raucht&ouml;pfen jubeln am Freitagnachmittag vor der Senatsverwaltung in Berlin. Nein, es handelt sich nicht um eine Fu&szlig;ballfeier anl&auml;sslich der EM, sondern um die &Uuml;bergabe der Unterschriften f&uuml;r das Volksbegehren zur Enteignung gro&szlig;er Wohnungskonzerne. 349.658 Unterschriften sammelten die Initiative &raquo;Deutsche Wohnen und Co. enteignen&laquo; (DWE) und ihre Unterst&uuml;tzer in den letzten vier Monaten, damit die Vergesellschaftung von privaten, profitorientierten Wohnungsunternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin zur Abstimmung zugelassen wird. &raquo;Als ich die ersten Hochrechnungen gesehen habe, dachte ich, es w&auml;re ein Tippfehler&laquo;, erz&auml;hlt der Aktivist Carl Rodmei gegen&uuml;ber jW. &raquo;Aber wir haben wirklich doppelt so viele Unterschriften gesammelt, wie n&ouml;tig sind f&uuml;r die Zulassung zu den Wahlen.&laquo;<br>\nAm Abend best&auml;tigt die Landeswahlleiterin, dass von den 260.000 bereits gepr&uuml;ften Unterschriften 175.000 g&uuml;ltig seien. 32 Prozent der Stimmen seien ung&uuml;ltig. Die hohe Zahl kommt zustande, weil von den 3,6 Millionen Berlinerinnen und Berlinern lediglich 2,5 Millionen wahlberechtigt sind. Berlin schlie&szlig;t damit diejenigen aus, die keine deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft haben und nicht mit Hauptwohnsitz in Berlin gemeldet sind.<br>\n(&hellip;) Die n&auml;chste H&uuml;rde f&uuml;r die DWE-Kampagne ist am 26. September. Zusammen mit den Bundestags- und Abgeordnetenhauswahlen muss dann eine Mehrheit der Berliner Wahlberechtigten dem auf das erfolgreiche Volksbegehren folgenden Volksentscheid zustimmen. Doch auch wenn der Volksentscheid angenommen wird, hei&szlig;t das nicht, dass die Enteignung beschlossen ist. Die n&auml;chste Regierung von Berlin wird lediglich damit beauftragt, ein Gesetz auszuarbeiten. Statt die 155.000 Wohnungen von Vonovia und Deutsche Wohnen zu enteignen, beabsichtigt der Senat derzeit, nur rund 20.000 zu einem noch unbekannten Preis zur&uuml;ckzukaufen. Carl zweifelt, dass das Volksbegehren von einer Regierung durchgesetzt werden wird. &raquo;Wir d&uuml;rfen nicht blind vertrauen, dass sie den Volksentscheid schon umsetzen werden, sondern wir m&uuml;ssen den Druck auf die Regierung erh&ouml;hen.&laquo; Es ist wichtig weiterzuk&auml;mpfen. Daf&uuml;r will die Kampagne einen eigenen Wahlkampf mit St&auml;nden in der ganzen Stadt machen. Aber auch der Druck auf der Stra&szlig;e m&uuml;sse mit gro&szlig;en Demonstrationen erh&ouml;ht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/405171.deutsche-wohnen-und-co-enteignen-nicht-blind-vertrauen.html\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> siehe dazu auch eine realistische Einsch&auml;tzung von Jens Berger auf den Nachdenkseiten von gestern: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73801\">Wohnungskonzerne enteignen? Die Fehler der Vergangenheit lassen sich leider nicht so einfach r&uuml;ckg&auml;ngig machen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Intensivbetten-Recherche: Der Fall Schrappe<\/strong><br>\nAls Matthias Schrappe auf Betrug bei den Intensivbetten hinwies, stand er im Kreuzfeuer der Kritik. Inzwischen hat der Bundesrechnungshof ihn best&auml;tigt. Wie kam es zum Medienversagen in der DIVI-Aff&auml;re &ndash; und welche Rolle spielte dabei eine E-Mail von Christian Drosten?<br>\nAm 16. Mai 2021 ver&ouml;ffentlichte eine interdisziplin&auml;re Arbeitsgruppe um den Gesundheits&ouml;konomen Matthias Schrappe ein Positionspapier. Die Forscher stellten darin die These auf, dass die Angst vor einem Notstand auf den deutschen Intensivstationen in der Pandemie unbegr&uuml;ndet war. Sofort folgte eine Denunziation der Schrappe-Arbeitsgruppe, beteiligt waren die ersten Adressen im deutschen Journalismus, darunter der &bdquo;Spiegel&ldquo;, &ouml;ffentlich-rechtliche Formate wie &bdquo;Tagesschau.de&ldquo; oder der WDR. Und nicht nur die.<br>\nWELT liegt eine Mail von Christian Drosten an Hedwig Fran&ccedil;ois-Kettner vor. Sie ist Mitglied in der Arbeitsgruppe von Schrappe, arbeitete fr&uuml;her ebenfalls an der Charit&eacute;. Drosten kommt gegen&uuml;ber der &bdquo;sehr geehrten Frau Fran&ccedil;ois-Kettner&ldquo; sehr schnell zur Sache.<br>\n[Bezahlschranke]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus232088383\/Intensivbetten-Recherche-Der-Fall-Schrappe.html\">Welt, 29.06.2021<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wolfgang Kubicki via Facebook<\/strong><br>\nEs gibt bei den Betrugsvorw&uuml;rfen rund um die Intensivbetten noch viel aufzukl&auml;ren, insbesondere warum das Problem offensichtlich auf h&ouml;chster Ebene im Gesundheitsministerium seit Januar bekannt war, man aber offensichtlich nicht sofort hart durchgriff. Einen extrem bitteren Beigeschmack hat aber auch der kampagnenartige Furor diverser Medien, der auf diejenigen niederging, die den Ungereimtheiten bei den Intensivbetten schon l&auml;nger nachgingen. Dass Christian Drosten gegen&uuml;ber der Arbeitsgruppe von Matthias Schrappe wohl drohend schon vorher ank&uuml;ndigte &bdquo;die Medien&ldquo; w&uuml;rden die Untersuchungen der Arbeitsgruppe jetzt &bdquo;analysieren&ldquo;, zeigt, dass auch ein brillanter Virologe nicht davor gefeit ist, aktiver Teil einer unseligen politischen Instrumentalisierung von Wissenschaft zu werden.<br>\nDabei ist inzwischen nicht mehr zu bestreiten, dass die &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; zeitgleich die h&auml;rteste und unn&ouml;tigste aller Corona-Ma&szlig;nahmen war. Dass die Bundesregierung sie trotzdem erzwingen konnte, lag auch daran, dass man der in der Bundesregierung erdachten Erz&auml;hlung der steten &bdquo;Gefahr durch zu viel Freiheit&ldquo; unkritisch medial den Weg ebnete. Diese Pandemie war kein Ruhmesblatt f&uuml;r manche einstmals stolzen Medien in der Bundesrepublik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/kubicki.wolfgang\">Wolfgang Kubicki<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Privater Autobahnbau kostet den Bund Hunderte Millionen an Nachzahlungen<\/strong><br>\nMehr als 220 Millionen Euro musste Andreas Scheuers (CSU) Verkehrsministerium f&uuml;r sogenannte &Ouml;PP-Projekte nachschie&szlig;en, bei denen eigentlich ein fester Preis vereinbart war. Die Ursachen bleiben dem Steuerzahler aber verborgen &ndash; die Informationen sind &bdquo;Verschlusssache&ldquo;. Das Bundesverkehrsministerium sieht gro&szlig;e Kostenvorteile: Wenn der Neu- oder Ausbau einer Autobahn als &Ouml;PP-Projekt durchgef&uuml;hrt werde, so hei&szlig;t es auf der Website des Hauses von Minister Andreas Scheuer (CSU), dann w&uuml;rden &bdquo;optimierte Finanzierungsstrukturen&ldquo; dazu f&uuml;hren, dass eine &Ouml;PP-Realisierung (&Ouml;ffentlich-Private Partnerschaft) &bdquo;im konkreten Fall wirtschaftlicher sein kann als eine herk&ouml;mmliche Beschaffung&ldquo;. Entsprechend wurde in den Amtszeiten von Scheuer sowie seinen Vorg&auml;ngern und Parteifreunden Peter Ramsauer und Alexander Dobrindt (beide CSU) der Bau langer Autobahnabschnitte zu Festpreisen privaten Konzernen &uuml;bertragen, die jene Teilst&uuml;cke dann jahrzehntelang betreiben.<br>\nDoch jetzt stellt sich heraus, dass die Festpreise vieler &Ouml;PP-Projekte so fest nicht sind: Bei elf Autobahnabschnitten verg&uuml;tete der Bund den privaten Vertragspartnern zwischen 2009 und Mai 2021 Nachtr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt mehr als 220 Millionen Euro. Dies ergibt sich aus einer WELT vorliegenden Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Berichtsanforderung des Gr&uuml;nen-Haushaltspolitikers Sven-Christian Kindler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article232175391\/Scheuers-OEPP-Privater-Autobahnbau-kostet-den-Bund-hohe-Nachzahlungen.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kritik an R&uuml;stungsprojekten<\/strong><br>\nDie letzte Woche war eine Woche der traurigen Rekorde. Diese Bundesregierung hat an nur einem Tag 27 neue R&uuml;stungsprojekte durch den Verteidigungs- und Haushaltsausschuss des Bundestages gepeitscht. Diese R&uuml;stungsprojekte haben eine Gesamth&ouml;he von fast 20 Milliarden Euro. F&uuml;nf Projekte kosten sogar jeweils mehr als 1 Milliarde Euro. Dazu geh&ouml;ren das Future Combat Air System (FCAS), der Seefernaufkl&auml;rer P-8A Poseidon, die U-Boote der Klasse 212 Common Design (U212CD), das &Uuml;berwachungssystem PEGASUS sowie die Nachr&uuml;stung des Sch&uuml;tzenpanzers PUMA.<br>\nBesonders skandal&ouml;s ist das Future Combat Air System (FCAS), f&uuml;r dessen n&auml;chste Entwicklungsphase rund 4,5 Milliarden Euro genehmigt wurden. Der endverhandelte Vertrag liegt noch gar nicht vor. Der Bundesrechnungshof und das Beschaffungsamt der Bundeswehr hatten die Vorlage scharf kritisiert. Trotzdem verfolgt das CDU-Verteidigungsministerium unter Annegret Kramp-Karrenbauer das Projekt unbeirrt weiter.<br>\nUnd das Finanzministerium unter SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat gr&uuml;nes Licht gegeben&hellip;<br>\nEin Antrag der LINKEN im Verteidigungsausschuss, FCAS abzusetzen, wurde bezeichnenderweise von allen anderen Fraktionen abgelehnt &ndash; auch von den Gr&uuml;nen. Die Gr&uuml;nen machen sich l&auml;ngst startklar f&uuml;r eine Schwarz-Gr&uuml;ne Koalition, ihr sicherheitspolitischer Sprecher Tobias Lindner bef&uuml;rwortet ein neues, gemeinsam europ&auml;isch entwickelt Kampfflugzeug&hellip;<br>\nDiese letzte Sitzungswoche vor der Sommerpause zeigt einmal mehr: Der R&uuml;stungsirrsinn muss ein Ende haben, sei es beim FCAS oder bei der Eurodrohne. Abr&uuml;stung und eine solidarische Welt, nicht auf europ&auml;ische Hochr&uuml;stung und R&uuml;stungsexporte sind das Gebot der Stunde!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/06\/28\/kritik-an-ruestungsprojekten\/\">IMI<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Panzerverk&auml;ufe und Bedrohungsanalysen<\/strong><br>\nBerlin treibt die Anbindung der slowenischen Streitkr&auml;fte voran und will gemeinsam mit Ljubljana den &ldquo;Strategischen Kompass&rdquo; der EU f&uuml;r mehr Milit&auml;reins&auml;tze fertigstellen.<br>\nBerlin\/Ljubljana (Eigener Bericht) &ndash; Die Bundeswehr wird ihre Zusammenarbeit mit den Streitkr&auml;ften Sloweniens intensivieren und damit die Anbindung ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischer Truppenverb&auml;nde st&auml;rken. Dies ist ein Ergebnis des Besuchs von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Montag in Ljubljana. Bislang operieren Einheiten beider L&auml;nder vor allem in Einsatzgebieten wie Mali oder Irak Seite an Seite. Dar&uuml;ber hinaus weitet Slowenien seine Eink&auml;ufe bei deutschen Waffenschmieden aus und wird f&uuml;r einen dreistelligen Millionenbetrag Radpanzer vom Typ Boxer erwerben. Diese werden von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann produziert und sind bisher unter anderem in betr&auml;chtlicher St&uuml;ckzahl an Litauen verkauft worden, mit deren Streitkr&auml;ften die Bundeswehr an ihrem litauischen Einsatzort Rukla kooperiert. Kramp-Karrenbauer und ihr slowenischer Amtskollege Matej Tonin besprachen zudem den von Berlin initiierten &ldquo;Strategischen Kompass&rdquo; der EU, f&uuml;r den die slowenische EU-Ratspr&auml;sidentschaft einen fertigen Entwurf vorlegen soll. Er soll mehr EU-Milit&auml;reins&auml;tze erm&ouml;glichen; dabei basiert er auf einem geheimdienstlich erstellten, unter Verschluss gehaltenen Kern.<br>\n(&hellip;) Ziel ist es, die erheblich divergierenden au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischen Interessen der EU-Mitgliedstaaten, die bislang einer Ausweitung gemeinsamer Milit&auml;reins&auml;tze im Wege standen, auf einen einheitlichen Nenner zu bringen; das soll die Schwelle zu EU-Interventionen in aller Welt senken&hellip;.<br>\nGeheimdienste als Stichwortgeber<br>\nDer Strategische Kompass basiert dabei auf einem Kern, der jeglicher parlamentarischen Kontrolle entzogen ist: auf einer gemeinsamen &ldquo;Bedrohungsanalyse&rdquo;, die am 9. November 2020 pr&auml;sentiert wurde und die als Grundlage f&uuml;r jegliche weitere Diskussion dient. Die Bedrohungsanalyse ist von den geheimdienstlichen Lagezentren INTCEN und EUMS INT erstellt worden, die Teil der Krisenmanagementstrukturen des Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Diensts und in der Single Intelligence Analysis Capacity (SIAC) verbunden sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8644\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Syrienkrieg-Narrativ<\/strong><br>\nVon Norman Paech<br>\n(&hellip;) Der Konflikt begann allerdings nicht erst im Jahr 2011, sondern schon viele Jahre zuvor. Robert F. Kennedy Jr. sah schon in den Pl&auml;nen Katars im Jahr 2000, eine 1.500 km lange Pipeline durch Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien und die T&uuml;rkei zu bauen, die ersten Anzeichen des Krieges gegen Bashar-al-Assad. Katar wollte das Embargo gegen Teheran nutzen und die gigantischen Naturgasvorkommen des gemeinsamen South Pars\/North Dome Gasfeldes allein vermarkten.<br>\nAuch Russland, welches 70 Prozent seiner Gasvorkommen nach Europa verkauft, sollte mit dem Pipeline-Zugang nach Europa aus dem Markt geworfen werden. Als Damaskus 2009 das Projekt ablehnte und stattdessen eine &raquo;islamische Pipeline&laquo; von Iran &uuml;ber Syrien nach Libanon vorschlug, war klar, dass hier eine Achse Russland, Iran, Syrien gegen das sunnitische Katar, die USA und Saudi-Arabien aufgebaut werden sollte. Unmittelbar nach der Absage Bashar-al-Assads begann die CIA mit der Finanzierung von oppositionellen Gruppen in Syrien.<br>\nDie USA kamen im September 2014 mit ihren Truppen nach Syrien und bauten ihre Stellungen im Osten des Landes nahe der irakischen Grenze bis heute weiter aus. Frankreich folgte ihnen 2016 nach dem Attentat von Paris. Beide Staaten operieren milit&auml;risch offiziell gegen den Islamischen Staat &ndash; ohne Mandat des UNO-Sicherheitsrats und ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus, also v&ouml;lkerrechtswidrig. Ihr strategisches Ziel ist jedoch nach wie vor die Vertreibung Assads und seine Ersetzung durch einen ihnen genehmen Statthalter, wie sie es in Afghanistan, Irak und Libyen praktiziert haben.<br>\nAber nicht nur die USA und Frankreich behandeln Syrien wie ein rechtloses Niemandsland. Auch Deutschland mit seinen Aufkl&auml;rungsfl&uuml;gen &uuml;ber syrischem Territorium, der T&uuml;rkei mit der Besetzung des Kantons Afrin und des Grenzstreifens &ouml;stlich von Kobani und Israel mit seinen w&ouml;chentlichen Angriffen durch Raketen und Kampfjets sind das V&ouml;lkerrecht in diesem Krieg offensichtlich v&ouml;llig gleichg&uuml;ltig. Was die Nato-Staaten nur ungern eingestehen: Russland und Iran haben als einzige Staaten durch die Anforderung aus Damaskus ein v&ouml;lkerrechtliches Mandat f&uuml;r ihre Operationen in Syrien&hellip;.<br>\n(&hellip;) Bis heute gibt es in westlichen Kreisen der Politik und Medien keinen Zweifel daran, dass der Einsatz des Giftgases am 21. August 2013 in Ghouta von der syrischen Armee auf Befehl von Assad erfolgte. Stabschef Denis McDonough assistierte in der New York Times: &raquo;Niemand, mit dem ich gesprochen habe, zweifelt an den Geheimdienstangaben, die das Assad-Regime mit den Sarin-Angriffen in Verbindung bringen.&laquo;<br>\nDoch diese Aussagen waren falsch, wie der US-amerikanische Journalist Seymour Hersh schon am 8. Dezember 2013 in einem langen Artikel im London Review of Books unter dem Titel &raquo;Wessen Sarin?&laquo; nachweisen konnte&hellip;<br>\nSchon Ende Mai hatte ein Geheimdienstmitarbeiter Hersh erz&auml;hlt, dass die CIA die Obama-Administration &uuml;ber die islamistische al-Nusra-Front und ihre Arbeit mit Sarin unterrichtet und alarmierende Nachrichten &uuml;ber Al Qaida in Irak (AQI) geliefert habe, die sich ebenfalls auf die Produktion von Sarin verstehe. Im Milit&auml;r war sogar die Sorge verbreitet, dass die Rebellen US-amerikanische Truppen, sollten sie nach Syrien gesandt werden, mit Sarin angreifen k&ouml;nnten.<br>\nWer heute noch Assad allein f&uuml;r den Einsatz chemischer Kampfmittel verantwortlich macht, ohne darauf hinzuweisen, dass diese Vorw&uuml;rfe zumindest strittig sind, beteiligt sich an der Propaganda und l&auml;sst Zweifel an seiner Seriosit&auml;t aufkommen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/das-syrienkrieg-narrativ\/#\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auf Weisung von Biden &ndash; USA greifen v&ouml;lkerrechtswidrig Ziele in Syrien an<\/strong><br>\nMit einem weiteren Milit&auml;rschlag unter dem Befehl von Pr&auml;sident Joe Biden geht der Konflikt zwischen den USA und Iran in die n&auml;chste Runde. Das US-Milit&auml;r flog in der irakisch-syrischen Grenzregion Luftangriffe auf mehrere Ziele, die von pro-iranischen Milizen genutzt worden sein sollen, wie Pentagon-Sprecher John Kirby am Sonntagabend in Washington mitteilte. Von diesen Einrichtungen aus sollen von Iran unterst&uuml;tzte Milizen Drohnenangriffe auf US-Personal und Einrichtungen im Irak gestartet haben. Es handele sich um zwei Ziele in Syrien und eines im Irak. Dort seien unter anderem Waffen gelagert worden.<br>\nKirby sagte, Hintergrund sei die anhaltende Serie von Anschl&auml;gen durch von Iran unterst&uuml;tzte Gruppen gegen US-Ziele im Irak. Der US-Pr&auml;sident habe die Milit&auml;raktion angeordnet, um weitere solcher Angriffe zu unterbinden. Die USA handelten in &Uuml;bereinstimmung mit ihrem Recht auf Selbstverteidigung. Biden habe mit diesem Angriff gezeigt, dass er handele, um US-Kr&auml;fte zu sch&uuml;tzen, sagte der Pentagon-Sprecher weiter. Die Luftschl&auml;ge seien sowohl &ldquo;notwendig, um der Bedrohung zu begegnen&rdquo;, als auch &ldquo;angemessen in ihrem Umfang&rdquo;.<br>\nDas Vorgehen sei so ausgestaltet, dass es das Risiko einer Eskalation begrenze, zugleich aber klar und unmissverst&auml;ndlich eine &ldquo;abschreckende Botschaft&rdquo; aussende. Ein Reporter von RT Arabic best&auml;tigte, die Explosionen von der irakisch-syrischen Grenze aus geh&ouml;rt zu haben, und zitierte eine irakische Sicherheitsquelle, laut der die Explosionen auf syrischem Gebiet stattfanden, in der N&auml;he von zivilen H&auml;usern.<br>\nAnders als im Irak operiert das US-Milit&auml;r gegen den Willen von Damaskus auf syrischen Territorium. Die syrische Regierung fordert seit Langem, dass die US-Truppen ihr Territorium verlassen, und bezeichnet deren Anwesenheit im Land als illegal&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/der-nahe-osten\/119851-auf-weisung-von-biden-usa-greifen-ziele-in-syrien-an\/\">RT DE<\/a>\n<p><strong>Dazu: USA bombardieren v&ouml;lkerrechtswidrig Syrien und den Irak<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Biden hat einen Angriff auf Syrien und den Irak durchf&uuml;hren lassen. Die Medien haben an diesen v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegshandlungen der USA mal wieder nichts zu kritisieren.<br>\nDer Spiegel meldet die illegalen Bombardierungen des Irak und Syriens durch die USA v&ouml;llig kritiklos. Schon die &Uuml;berschrift des Spiegel-Artikels zeigt, was der Leser denken soll: &bdquo;Syrisch-irakische Grenzregion &ndash; Biden ordnet Luftschl&auml;ge auf proiranische Milizen an&bdquo;<br>\nWenn die USA Bomben abwerfen, sind es &bdquo;Luftschl&auml;ge&bdquo;. Das klingt sch&ouml;n harmlos. Wenn hingegen Russland oder Syrien Bomben abwerfen, sind es &bdquo;Angriffe&ldquo;, &bdquo;Bombardements&ldquo; oder &auml;hnliches. Der Spiegel redet jeden v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff der USA sch&ouml;n und fragt gar nicht erst nach dem V&ouml;lkerrecht. Syrien und der Irak sind souver&auml;ne Staaten, wer die bombardiert, der verst&ouml;&szlig;t gegen das V&ouml;lkerrecht&hellip;<br>\n(&hellip;) Der Spiegel zitiert die USA vollkommen unkritisch, dabei m&uuml;sste jedem denkenden Menschen die orwellsche Absurdit&auml;t der US-Erkl&auml;rungen ins Auge springen. Im Spiegel erfahren wir:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die US-Armee hat nach Angaben des Pentagon gezielte Luftangriffe auf Einrichtungen pro-iranischer Milizen in der syrisch-irakischen Grenzregion ausgef&uuml;hrt. US-Pr&auml;sident Joe Biden habe die &raquo;pr&auml;zisen Defensiv-Angriffe&laquo; autorisiert.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Was bitte ist ein &bdquo;Defensiv-Angriff&bdquo;?&hellip;<br>\nNoch besser wird es, wenn der Spiegel schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Ziel seien operative Waffenlager an zwei Standorten in Syrien und einem Standort im Irak gewesen. Den Angriffen seien Drohnenangriffe &raquo;pro-iranischer Gruppierungen auf US-Interessen im Irak&laquo; vorausgegangen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die US-Regierung hat es nicht einmal n&ouml;tig, einen Grund auch nur vorzuschieben. Es geht um &bdquo;US-Interessen im Irak&ldquo; hei&szlig;t es lapidar. Was das f&uuml;r Interessen sein sollen, die die USA in einem anderen Land haben und die dann als Grund f&uuml;r Bombardierungen von gleich zwei L&auml;ndern herangezogen werden, interessiert der Spiegel nicht einmal&hellip;<br>\nDie USA halten immer noch v&ouml;lkerrechtswidrig Teile im Osten Syriens besetzt und pl&uuml;ndern dort das syrische &Ouml;l, das sie mit Tanklastern in den Irak transportieren lassen. Vielleicht ging es ja um diese &bdquo;US-Interessen&bdquo;, also um die Absicherung der illegalen Pl&uuml;nderung der Bodensch&auml;tze eines souver&auml;nen Staates&hellip;<\/p>\n<blockquote><p>\n(&hellip;) &bdquo;Die US-Regierung hat wegen des iranischen Atomprogramms eine Reihe von Wirtschaftssanktionen gegen das Land verh&auml;ngt. Sie wirft Teheran zudem Menschenrechtsverletzungen und die Unterst&uuml;tzung von Terroristen vor. Trotz der Sanktionen und milit&auml;rischen Aktionen gehen die Verhandlungen &uuml;ber das Atomabkommen in Wien weiter.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit keinem Wort erf&auml;hrt der Spiegel-Leser, dass die USA das Atomabkommen gebrochen haben. Deutsche Medien berichten bestenfalls von einem &bdquo;einseitigen Ausstieg der USA&ldquo; aus dem Abkommen. Aber es war ein Vertragsbruch, denn das Abkommen hat keine Ausstiegsklausel&hellip;<br>\nDa das Atomabkommen die Abschaffung der Sanktionen vorsieht, sind auch die Wirtschaftssanktionen der USA ein Versto&szlig; gegen den Vertrag. Und &uuml;brigens auch ein Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht, denn das Abkommen wurde durch eine UN-Resolution in den Status des V&ouml;lkerrechts erhoben. All diese Vertragsbr&uuml;che der USA verschweigt der Spiegel, er lenkt stattdessen sofort darauf ab, dass die USA dem Iran &bdquo;Menschenrechtsverletzungen und die Unterst&uuml;tzung von Terroristen&ldquo; vorwerfen. Das klingt sch&ouml;n b&ouml;se und bringt den Spiegel-Leser in die gewollte anti-iranische Stimmung.<br>\nDa st&ouml;ren all die Vertrags- und V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che der USA nur.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2021\/usa-bombardieren-voelkerrechtswidrig-syrien-und-den-irak\/\">anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Linke Parteien haben den gr&ouml;&szlig;ten Sozialabbau betrieben&ldquo;<\/strong><br>\nDas Ende der Linkspartei? Der Spitzenkandidat und Fraktions-Chef Dietmar Bartsch im Interview mit Marcel Malachowski &uuml;ber Sahra Wagenknecht, Weltfremdheit, die Schuld der Medien und 8,50 Euro mehr Hartz IV &ndash; im Monat.<br>\nSchon vor dem Bestseller-Buch &bdquo;Die Selbstgerechten&ldquo; von Sahra Wagenknecht &uuml;ber die &bdquo;Lifestyle-Linke&ldquo;, die sich in bigotter Manier auf Kosten der Schw&auml;chsten materiell bereichert, stand f&uuml;r Kritiker zu vermuten, dass auch die Linkspartei vor einer &bdquo;existenziellen Krise&ldquo; (MDR) steht. Beispielhaft f&uuml;r diesen Konflikt von &ouml;kologischer und sozialer Frage steht unter anderem die Politik des rot-rot-gr&uuml;nen Senats im Land Berlin: W&auml;hrend etwa die  &Ouml;PNV-Verkehrsbetriebe der BVG neue &bdquo;klimaneutrale&ldquo; Elektro-Busse kauften zum doppelten Preis der &bdquo;normalen&ldquo;, starteten die dortigen Beh&ouml;rden eine seit 1945 beispiellos aggressive und nahezu fl&auml;chendeckende und l&uuml;ckenlose Kontroll-Kampagne gegen finanzschwache &bdquo;Schwarzfahrer&ldquo;, welche von Betrugsskandalen begleitet war.<br>\nNeben dem hochdramatischen W&auml;hler- und Mitgliederschwund in ganz Deutschland hat die Partei mittlerweile selbst wetterbedingte Mobilisierungsprobleme bei ihren &bdquo;Kadern&ldquo;: LautPphoenix beteiligten sich beim Online-Parteitag zum Wahlprogramm nur rund 370 der 570 Delegierten.<br>\nDer Wirtschaftswissenschaftler Dietmar Bartsch ist zur Bundestagswahl 2021 wie bereits 2017 Spitzenkandidat der Partei DIE LINKE. Der ehemalige NVA-Fallschirmj&auml;ger, der in Moskau an der Akademie des Zentralkomitees der KPdSU promovierte, war lange Jahre Verlagsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Junge Welt und des Neuen Deutschland und Unternehmungsberater. Bei der Linkspartei (PDS) hatte er seit 2001 wichtige Positionen inne, seit 2015 f&uuml;hrt er die Fraktion im Deutschen Bundestag als Vorsitzender an (bis 2019 zusammen mit Sahra Wagenknecht).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/interview\/linke-parteien-haben-den-groessten-sozialabbau-betrieben\/\">Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nein, Bill ist auch nicht schlimmer als Julia<\/strong><br>\nZwischen Durban und Dakar Andrea Jeska erkl&auml;rt das Scheitern der Gr&uuml;nen Revolution in Afrika<br>\nDie Allianz f&uuml;r eine Gr&uuml;ne Revolution in Afrika (AGRA) ist gescheitert&hellip; AGRA startete im Jahr 2006 mit gro&szlig;en Zielen. Ins Leben gerufen von der Gates- und der Rockefeller-Stiftung, sollten Armut und Hunger bis 2020 halbiert und in 18 afrikanischen L&auml;ndern die Ertr&auml;ge und das Einkommen von 30 Millionen Kleinbauern verdoppelt werden. Die Stiftungen erhielten daf&uuml;r unter anderem von der Bundesregierung eine Milliarde Dollar. Doch 2020 kam, der Hunger blieb. Mehr noch: Der Hunger wurde sogar gr&ouml;&szlig;er. In einigen AGRA-L&auml;ndern gab es 30 Prozent mehr hungernde Menschen als zuvor. Die angek&uuml;ndigte Steigerung der Ertr&auml;ge bei Grundnahrungsmitteln blieb aus. Wie konnte das geschehen?<br>\n&hellip; Statt klimaresistente und n&auml;hrstoffeiche Nahrungsmittel anzubauen, wurden die beteiligten Bauern offenbar gezwungen, haupts&auml;chlich Mais anzubauen und Hybridsaatgut sowie die f&uuml;r dessen Gedeihen erforderlichen Pestizide und synthetischen D&uuml;ngemittel von Agrarkonzernen zu kaufen. Diese Konzerne wiederum nahmen Einfluss auf die afrikanischen Regierungen, Gesetze zu erlassen, die ihren Interessen f&ouml;rderlich sind. Schon nach der ersten Saison rutschten die meisten Bauern in der Schuldenfalle, manche so arg, dass sie ihr Land verkaufen mussten&hellip;<br>\nAuch die Gr&uuml;ne Revolution in Deutschland, die Umstellung des Agrarsektors auf &ouml;kologischen, klimafreundlichen, nachhaltigeren Anbau ist bislang nicht gro&szlig; vorangekommen, auch hier haben Agrarkonzerne die Macht. Daran sind nicht Bill oder Melinda Gates schuld, sondern aktuell eine Dame mit blondem Haar, einem Namen mit K. und einem Parteibuch mit C.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/nein-bill-ist-auch-nicht-schlimmer-als-julia\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wenn Frauenhass t&ouml;tet &ndash; und links wie rechts nur Teilwahrheiten z&auml;hlen<\/strong><br>\nClaudia Wagnerin<br>\nWer nach einer Gewalttat wie der in W&uuml;rzburg Pr&auml;vention statt Abschottung und &Uuml;berwachung fordert, muss bereit sein, die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Gewalt zu analysieren &ndash; schonungslos<br>\nDie Gleichsetzung von links und rechts verbietet sich aus vielen Gr&uuml;nden, aber wenn Frauen Opfer schwerer Gewalttaten werden, &auml;hneln sich die Reaktionen eines Gro&szlig;teils beider Lager: Die Bereitschaft, Frauenhass als Motiv in Betracht zu ziehen und das Verbrechen als Politikum zu sehen, h&auml;ngt erst einmal von Herkunft und Hautfarbe des T&auml;ters ab.<br>\nIst er wei&szlig; und westlich sozialisiert, sind es die Rechten, die darin entweder eine unpolitische &ldquo;Beziehungstat&rdquo; oder die Tat eines psychisch durchgeknallten Einzelt&auml;ters sehen &ndash; je nachdem, ob T&auml;ter und Opfer sich kannten. Patriarchale Denkweisen sind dann jedenfalls nicht schuld, denn die glaubt man im &ldquo;christlichen Abendland&rdquo; l&auml;ngst &uuml;berwunden. Ist der T&auml;ter dunkelh&auml;utig, sind es Linke, die erst einmal zur Entpolitisierung neigen, denn patriarchale Denkweisen gibt es zwar &uuml;berall, aber in diesem Fall w&auml;re der Hinweis auf ein solches Motiv ja von rechts instrumentalisierbar.<br>\nAls Linke entt&auml;uscht mich nicht, dass Rechte tun, was sie immer tun &ndash; es wird dadurch nicht besser, aber ich erwarte von politischen Gegnern nicht, dass sie mich positiv &uuml;berraschen. Selbstverst&auml;ndlich werden manche von ihnen der Meinung sein, dass ich besser gleich selbst in W&uuml;rzburg erstochen worden w&auml;re, wenn ich jetzt immer noch nicht das Asylrecht abschaffen will. Und nat&uuml;rlich will ich das nicht, denn das ginge eher auf Kosten von Menschen wie Chia Rabiei, der geholfen hat, den T&auml;ter zu stoppen. Der T&auml;ter selbst wird erst einmal sehr viel Zeit in einem deutschen Gef&auml;ngnis oder in der geschlossenen Psychiatrie verbringen.<br>\nAuch mehr &Uuml;berwachung hilft nicht gegen Gewaltt&auml;ter, die ihren eigenen Tod oder einen l&auml;ngeren Gef&auml;ngnisaufenthalt in Kauf nehmen. Soweit bekannt, hatte der T&auml;ter, der am Freitag in W&uuml;rzburg drei Frauen erstach und weitere &uuml;berwiegend weibliche Menschen verletzte, zuvor in einem Obdachlosenheim gelebt; er stammte aus Somalia; sein Asylantrag war abgelehnt worden. Er hatte also nicht viel zu verlieren und keine &Uuml;berwachungskamera h&auml;tte ihn von der Tat abgehalten.<br>\n(&hellip;) Frauen &ndash; mit oder ohne Migrationshintergrund &ndash; sind keine Opfer zweiter Klasse. Wenn ein Rassist gemordet hat, wird von der Gruppe, aus der die Opfer stammen, auch nicht erwartet, dass sie sich erst einmal um andere diskriminierte Gruppen sorgt. Von Linken kommen dann meist klare und richtige Forderungen an die Sicherheitsbeh&ouml;rden zur Bek&auml;mpfung von rassistisch motivierter Gewalt. Nur Frauenhass z&auml;hlt noch nicht hundertprozentig als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die entschlossen bek&auml;mpft werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wenn-Frauenhass-toetet-und-links-wie-rechts-nur-Teilwahrheiten-zaehlen-6121688.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Youtube-Sperren: &ldquo;Im Regelfall gegen kritische Auseinandersetzung&rdquo;<\/strong><br>\nSechs Jahre lang stand die filmische Gegenrecherche zu einem Doku-Drama der ARD online, rund 70.000-mal hatten User den Streifen der deutsch-argentinischen Journalistin Gaby Weber auf Youtube gesehen. Dann wurde er, so hie&szlig; es in einer E-Mail-Auskunft der Videoplattform, auf Antrag einer Produktionsfirma der ARD von dem einen auf den anderen Tag f&uuml;r Zugriffe aus Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz gesperrt.<br>\nWeber habe geistige Eigentumsrechte der Studio Hamburg GmbH verletzt, hie&szlig; es darin knapp, einem Tochterunternehmen der NDR Media GmbH.<br>\nSolche Sperrungen werden t&auml;glich wohl unz&auml;hlige Male vorgenommen, seit das neue Urheberrecht Plattformen wie Youtube in erweiterte Haftung nimmt.<br>\nDoch Weber, die auch f&uuml;r Telepolis schreibt, wollte die L&ouml;schung ihres Videos nicht akzeptieren und erwirkte nach einem Tag die erneute Freischaltung. Der Streifen Desinformation&ndash; Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber die erw&uuml;nschte Geschichte setzte sich schlie&szlig;lich just mit Falschdarstellungen einer ARD-Produktion auseinander, dem Doku-Drama Eichmanns Ende aus dem Jahr 2010.<br>\n(<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Pq0IFw9ZSeI\">youtube.com\/watch?v=Pq0IFw9ZSeI<\/a>)<br>\n(&hellip;) Der Justiziar der NDR-Tochter Studio Hamburg, Sebastian Noack, spricht hingegen von einem &ldquo;rein technischen Vorgang&rdquo;, der auf das seit Jahren etablierte Content-ID-Verfahren von Youtube beruhe.<br>\nDabei handelt es sich um einen automatisierten Vorgang, in dessen Verlauf Videos anhand von Referenzdateien erkannt und zuordnet werden. Reicht ein Rechteinhaber sein Material ein, werden alle hochgeladenen Videos mit den entsprechenden Inhalten verglichen. &ldquo;Nachdem man uns auf die daraus resultierende und nicht beabsichtigte Sperrung des Films von Frau Weber hingewiesen hat, haben wir diese unverz&uuml;glich manuell aufgehoben&rdquo;, sagt Noack.<br>\n(&hellip;) Die Auseinandersetzung findet vor dem Hintergrund versch&auml;rfter Sperr-Ma&szlig;nahmen bei Youtube statt. Seit Wochen nimmt die Videoplattform Kan&auml;le von Usern offline, &ldquo;die die von der Regierung durchgesetzten Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des Coronavirus als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kritisieren&rdquo;, schreibt der Branchendienst ZDNet. Nach den Portalen KenFM, Rubikon und anderen sei &ldquo;von den Zensurma&szlig;nahmen des US-Konzerns auch ein ZDF-Video mit Professor Schrappe von der Universit&auml;t K&ouml;ln betroffen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Youtube-Sperren-Im-Regelfall-gegen-kritische-Auseinandersetzung-6123350.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Weber: &ldquo;ARD wirft meinen Film bei Youtube raus&rdquo;<\/strong><br>\nHallo an Alle,<br>\nheute morgen (21.06.21) brachte <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-das-Bundeskanzleramt-ein-System-der-Geschichtsfaelschung-verteidigt-6111885.html\">telepolis<\/a> meinen Artikel &uuml;ber die Geschichtsf&auml;lschung in Sachen Globke &ndash; der BND hat mir ja im Rahmen des neuen Prozesses wieder ein paar Akten r&uuml;bergeschoben &ndash; und, siehe da, drei Stunden sp&auml;ter bekam ich von Youtube drei gleichlautende emails: auf Antrag von &bdquo;Studio Hamburg&ldquo; (also NDR\/ ARD) sind die drei Versionen (dt., engl. und span.) meines Dokumentarfilms &bdquo;Desinformation&ldquo; blockiert. Wie ihr wisst, hat die Bundesregierung das Urhebergesetz ge&auml;ndert, und nun schlagen sie zu. Merkw&uuml;rdig ist, dass mein Film bereits 2015 hochgeladen wurde und dass ich in diesen 6 Jahren zu keinem Zeitpunkt vom NDR zu einer Unterlassung aufgefordert wurde, und meine Versuche, den NDR zu einer Erkl&auml;rung zu bewegen, scheiterten auch. Wieso also nach 6 Jahren so pl&ouml;tzlich?<br>\nIn dem nun blockierten Film nehme ich ein Dokudrama des NDR als Beispiel, wie Geschichtsf&auml;lschung in Szene gesetzt wird, d.h. ich benutze nicht deren Filmmaterial, um meine Geschichte zu erz&auml;hlen, sondern ich klage den NDR &ouml;ffentlich und ohne eigenes kommerzielles Interesse der F&auml;lschung an, daf&uuml;r zeige ich einige kurze Ausschnitte und danach bringe ich die echten historischen Dokumente und Rechercheergebnisse, lang und breit&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/forum\/Telepolis\/Kommentare\/Wie-das-Bundeskanzleramt-ein-System-der-Geschichtsfaelschung-verteidigt\/Weber-ARD-wirft-meinen-Film-bei-Youtube-raus\/posting-39120265\/show\/#\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Psychologie: Die Methoden des autorit&auml;ren Staats<\/strong><br>\n(&hellip;) Aktuell sind Ph&auml;nomene wie Angst, Konflikte, Bespitzelung, Denunziantentum und Zensur zu beobachten. Mitverantwortlich f&uuml;r diese Effekte sind die von den Machthabern genutzten Propagandawerkzeuge, die aus totalit&auml;ren Regimen bekannt sind.<br>\nEs steckt definitiv ein System hinter all dem, meint Dr. Roman Braun. Allerdings nicht erst seit 2020, sondern bereits seit 1920, als man vonseiten der Elite begonnen hat, einer aufgekl&auml;rten Gesellschaft Krieg schmackhaft zu machen.<br>\nDas Ablenkungsziel<br>\nW&auml;hrend bis zum 19. Jahrhundert Krieg ein Teil der Marktwirtschaft war, wurde die Argumentation f&uuml;r Kriege in der aufgekl&auml;rten Gesellschaft immer schwieriger. Deswegen wird ein &ldquo;externer Feind&rdquo; ben&ouml;tigt (und nicht selten konstruiert), um Krieg und kriegerische Handlungen zu rechtfertigen und auch die Erm&auml;chtigung des Volkes &ndash; somit also Demokratie &ndash; zu unterbinden.<br>\nDieser Feind, der ein &ldquo;Ablenkungsziel&rdquo; darstellt, kann zum Beispiel Terrorismus sein oder der Islam oder eben auch ein Virus. Wie auch immer: Wichtig sei aus Sicht der Machthaber, dass sich die Angst und die aufgestaute Energie der Bev&ouml;lkerung nie gegen die Regierung richtet, sondern immer nur gegen diesen Ablenkungsfeind, sagt Roman Braun.<br>\nWenn die Ablenkung nicht funktioniert, bleibt die Repression. Demokratie, also Volksherrschaft, k&auml;me daher auch nur dann zustande, wenn die Kosten f&uuml;r diese Repression zu gro&szlig; w&uuml;rden. F&uuml;r Braun ist klar: Die M&auml;chtigen und Reichen waren noch nie an Demokratie interessiert. Aus seiner Sicht gibt es lediglich drei Gr&uuml;nde f&uuml;r demokratische Zugest&auml;ndnisse seitens der M&auml;chtigen:\n<ul>\n<li>Versprechen an die Masse k&ouml;nnen nicht mehr glaubw&uuml;rdig &uuml;bermittelt werden (zum Beispiel &ldquo;&hellip; die n&auml;chsten drei Wochen werden entscheidend sein&rdquo; oder &ldquo;Kein Lockdown mehr&rdquo;).<\/li>\n<li>Konflikt innerhalb der Elite.<\/li>\n<li>Ein Volksaufstand oder eine Revolution.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da die reichsten Multimilliard&auml;re der Welt in der Coronakrise ihre Verm&ouml;gen erheblich vermehren konnten, wird es auf absehbare Zeit keinen Konflikt innerhalb dieser Eliten geben, prognostiziert Dr. Braun. Ein Volksaufstand sei ebenso wenig zu erwarten, schon gar nicht in &Ouml;sterreich. Die Bev&ouml;lkerung neige &ndash; auch historisch bedingt &ndash; kaum zu Revolutionen.<br>\nAllerdings scheint es m&ouml;glich, dass die nicht eingehaltenen Versprechen der Regierung in der Coronakrise und die aktuellen Korruptionsf&auml;lle rund um die neoliberale &Ouml;VP die Glaubw&uuml;rdigkeit der Regierenden beeintr&auml;chtigt und somit die Zustimmung der Bev&ouml;lkerung zur Regierung und ihren Handlungen deutlich sinken k&ouml;nnte.<br>\nAngst als Methode<br>\nDie grunds&auml;tzliche Frage nach dem Hang der Menschen, &ldquo;gehorsam&rdquo; dem Diktat der M&auml;chtigen zu folgen, ist zum Teil physio-&ouml;konomisch begr&uuml;ndet. Es ist f&uuml;r den Menschen deutlich aufwendiger, sich der Macht zu weigern, als der Masse zu folgen und sich der Herrschaft zu widersetzen. Zum anderen wird eine Meinungs&auml;nderung als erheblich aufwendiger erlebt, als bei einer einmal gefassten Meinung zu bleiben.<br>\nTeil der Manipulation sei es au&szlig;erdem, dass die Regierung sich stets als undurchschaubar darstellt und Regeln immer wieder &auml;ndert, wohingegen die Bev&ouml;lkerung immer durchschaubarer wird (Beispiel: &ldquo;Gr&uuml;ner Pass&rdquo;). Das h&auml;lt die Bev&ouml;lkerung in Angst und macht sie f&uuml;r die Machthaber besser steuerbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2021\/06\/29\/psychologie-die-methoden-des-autoritaeren-staats\/\">Neue Debatte<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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