{"id":7386,"date":"2010-11-18T08:49:51","date_gmt":"2010-11-18T07:49:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7386"},"modified":"2010-11-18T08:49:52","modified_gmt":"2010-11-18T07:49:52","slug":"hinweise-des-tages-1248","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7386","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Irland-Krise, Kurzen in den USA, Zwangsr&auml;umungs Skandal in den USA, Merkels Werbekampagne, Gr&uuml;ne fordern Umverteilung zulasten von Reichen, Steuersenkungswettbewerb, Stuttgart 21, Castor, Mikrofinanzkrise, Hartz-IV-S&auml;tze f&uuml;r Asylbewerber, die Pharmabranche leidet, Zimmermanns Eiertanz, Trick 67, Uncle Sam und seine n&uuml;tzlichen Nazis, Kleine B&uuml;rger, Foltervorw&uuml;rfe gegen Polizei in Griechenland, Roma, Fernsehempfehlung. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Irland-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">USA: K&uuml;rzen und streichen &ndash; nur nicht bei Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Zwangsr&auml;umungs-Skandal: US-Ausschuss verlangt neuen Banken-Stresstest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Merkels Werbekampagne: Eine &uuml;beraus edle Anzeige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Sozialer Ausgleich: Gr&uuml;ne fordern Umverteilung zulasten von Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Sarkozy will Steuerreform nach deutschem Vorbild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Interne Dokumente zu Stuttgart 21: Notbremse f&uuml;r Neubaustrecke nach Ulm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Drohnen beim Castor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Fragw&uuml;rdige Elendsbek&auml;mpfung: Indiens Microfinanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Nur zwei Drittel von Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Die Pharmabranche leidet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Zimmermanns Eiertanz: Unerw&uuml;nschte Studienergebnisse beim DIW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Trick 67<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Uncle Sam und seine n&uuml;tzlichen Nazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Kleine B&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Europarat erhebt Foltervorw&uuml;rfe gegen Polizei in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Bei den Roma ist der Westen alles andere als konsequent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Fernsehempfehlung: Monitor: hier die Themen der kommenden Sendung:<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7386&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Irland-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wirtschaftsweiser Bofinger: &ldquo;Die Irland-Krise ist f&uuml;r Deutschland bedrohlich&rdquo;<\/strong><br>\nErst die Griechen, jetzt die Iren: Das zweite Euro-Land will sich von der EU retten lassen. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger h&auml;lt das f&uuml;r den einzig richtigen Schritt. Die Krise sei gerade f&uuml;r Deutschland &ldquo;sehr bedrohlich&rdquo;, sagt er im Interview. Und um den Euro mache er sich &ldquo;gro&szlig;e Sorgen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-729724,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> K&ouml;nnen Sie sich noch an die Lobeshymnen auf den keltischen Tiger erinnern? Alles hei&szlig;e Luft. Besitzer der &ldquo;Reforml&uuml;ge&rdquo; (2004) k&ouml;nnten die Seiten 187 ff oder gleich den gesamten Text zum Denkfehler 13: &ldquo;Wir sind nicht mehr wettbewerbsf&auml;hig&rdquo; ab S.176 nachlesen. Es ist gespenstisch, was uns die Verantwortlichen in so kurzer Zeit an Irrem und Widerspr&uuml;chlichen auftischen. Und das alles ohne Einkehr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krisentreffen der EU-Finanzminister Irland will es alleine packen<\/strong><br>\nDer irische Premier Cowen will sich nicht durch den EU-Rettungsschirm helfen lassen &ndash; die Finanzminister des Euro-Raumes bereiten trotzdem einen Notfallplan vor. Frisches Geld f&uuml;r die Iren k&ouml;nnte aber auch von au&szlig;erhalb der Euro-Zone kommen &ndash; vom Nachbar Gro&szlig;britannien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/finanzminister-beraten-ueber-hohe-verschuldung-irlands-und-portugals-irland-will-es-alleine-packen-1.1024827\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Vorerst keine Hilfen f&uuml;r Irland<\/strong><br>\nDie Euro-Finanzminister beschlie&szlig;en auf ihrer Sitzung keine Hilfen f&uuml;r Irland. Dublin will die Krise ohne Unterst&uuml;tzung der &uuml;brigen Eurostaaten meistern. Die Furcht vor einem &Uuml;bergreifen der Schuldenkrise w&auml;chst dennoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krise\/vorerst-keine-hilfen-fuer-irland\/-\/1471908\/4843010\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Banken bangen um Milliarden<\/strong><br>\nEine Pleite Irlands w&uuml;rde Deutschland hart treffen. Insgesamt haben die hiesigen Banken 138 Milliarden Dollar an Krediten vergeben. Davon ging nur ein Bruchteil an den irischen Staat. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Forderungen besteht gegen&uuml;ber irischen Banken, oder aber es handelt sich um Wertpapiere, mit denen irische Hypothekarkredite verbrieft wurden. Mit ihren Au&szlig;enst&auml;nden von 138 Milliarden Dollar belegen die deutschen Banken den zweiten Platz in der Rangfolge der Gl&auml;ubiger Irlands: Noch st&auml;rker sind die britischen Institute engagiert, die den Iren 148,5 Milliarden Dollar geliehen haben. Rechnet man auch die Forderungen hinzu, die gegen&uuml;ber Griechenland, Portugal und Spanien bestehen, dann belaufen sich die deutschen Au&szlig;enst&auml;nde auf fast 400 Milliarden Dollar. Allein nach Spanien haben die deutschen Banken Kredite von 181 Milliarden Dollar vergeben.<br>\nIm Europaparlament formiert sich derweil Widerstand dagegen, dass die Iren Hilfen ohne Gegenleistung bekommen k&ouml;nnten. Fraktions&uuml;bergreifend fordern der CSU-Abgeordnete Markus Ferber und der gr&uuml;ne Abgeordnete Sven Giegold, dass Irland sein Steuerdumping beenden m&uuml;sse. Bisher liegt der Steuersatz f&uuml;r K&ouml;rperschaften nur bei 12,5 Prozent, um Firmen aus dem Ausland anzulocken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F11%2F17%2Fa0049&amp;cHash=f3087895f9\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es war schon immer der reinste Irrsinn, dass der europ&auml;ische Steuerzahler den irischen Staat in besten Zeiten mit Transfersummen in H&ouml;he von etwa 7% des BIP entlastete, damit dieser vielgelobte Mustersch&uuml;ler des Maastricht-Prozesses eine klassische Steueroase einrichtete.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anger at Germany boils over<\/strong><br>\nWhen George Papandreou, the Greek prime minister, this week aired frustration with Germany for pushing the eurozone to the brink of another debt crisis, he was saying publicly what other senior European officials and diplomats have been saying privately for weeks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/cms\/s\/0\/b3676b46-f1ab-11df-bb5a-00144feab49a.html#axzz15YFdHeW3\">Financial Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Wir haben den renommierten amerikanischen &Ouml;konom und Freund der NachDenkSeiten James K. Galbraith gefragt, was er von den Bemerkungen Angela Merkels zur Beteiligung der Gl&auml;ubiger an staatliche Umschuldungen h&auml;lt. Hier seine Antwort (&uuml;bersetzt aus dem Englischen von RS):<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;&hellip;meine erste Reaktion war, nachdem ich indirekt und unvollst&auml;ndig von Merkels Bemerkungen erfahren habe, war, sie daf&uuml;r anzugreifen, dass sie die griechische Position untergraben hat. Nachdem ich Ihre Beschreibung ihrer tats&auml;chlichen &Auml;u&szlig;erungen gelesen habe, bin ich nicht so sicher. Ich war einer der Architekten des Rettungsplans f&uuml;r New York City im Jahre 1975, und ein Teil des Plans der &bdquo;House Banking Committee (Bankenkommission des Representantenhauses), f&uuml;r die ich arbeitete, war, auf einen Gl&auml;ubiger &bdquo;Haircut&ldquo; zu bestehen. (Ich sprach damals mit Averell Harriman &ndash; ehemaliger Gouverneur von New York &ndash; u.a. dar&uuml;ber, und er sagte, &bdquo;ich verstehe vollkommen. Das Kapital muss zahlen, wie Arbeiternehmer auch&ldquo;)<\/p>\n<p>Ich war damals 23; es war meine erste finanzielle Krise.<\/p>\n<p>Es gibt in der Welt eine ganze Menge Erfahrung mit Umschuldungen, und es ist ausreichend klar, dass sobald es vorbei ist, Kreditw&uuml;rdigkeit wird sehr schnell wiederhergestellt, wenn Sie positive und nachhaltige Rahmenbedingungen etablieren. Neue Gl&auml;ubiger interessieren sich nicht daf&uuml;r, wie es alten Gl&auml;ubigern ergangen ist, solange es nicht oft passiert. Aber das war vor CDS, und ich bin nicht &uuml;berzeugt, dass der Markt f&uuml;r Staatsanleihen f&uuml;r kleine L&auml;nder wiederhergestellt werden kann, wenn die M&ouml;glichkeit, diese M&auml;rkte durch Spekulation zu &uuml;berw&auml;ltigen, so gro&szlig; ist, wie jetzt. Es k&ouml;nnte durchaus sein, dass es keine Alternative zu einem gemeinsamen europ&auml;ischen Fonds gibt.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>James K. Galbraith ist einer der angesehensten &Ouml;konomen in den USA, und h&auml;lt den Lloyd Bentsen M., Jr.-Lehrstuhl f&uuml;r Government\/Business Relations an der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs der University of Texas in Austin. Galbraith ist Autor von mehreren B&uuml;chern, das j&uuml;ngste davon &bdquo;Der geplunderte Staat&ldquo;, sowie hunderten von Artikeln &uuml;ber Politik und Wirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>USA: K&uuml;rzen und streichen &ndash; nur nicht bei Reichen<\/strong><br>\nEmpfindliche Einschnitte stehen an, falls sich die Vorschl&auml;ge der Sparkommission f&uuml;r die weltweit gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft durchsetzen: In den USA w&uuml;rden die L&ouml;hne f&uuml;r BeamtInnen eingefroren, 10 Prozent der Stellen im &ouml;ffentlichen Dienst w&uuml;rden gestrichen, die Besch&auml;ftigten m&uuml;ssten arbeiten, bis sie 69 sind, und bek&auml;men selbst danach niedrigere Renten und eine schlechtere Gesundheitsversorgung als bisher. Die Einkommens- und Unternehmensteuern w&uuml;rden gesenkt. Die Steuernachl&auml;sse f&uuml;r Hypothekenr&uuml;ckzahlungen w&uuml;rden abgeschafft. Und &ndash; als ganz besondere H&auml;rte f&uuml;r die automobilabh&auml;ngige US-Gesellschaft &ndash; die Treibstoffsteuern w&uuml;rden angehoben. Mit den radikalen Sparvorschl&auml;gen will die Kommission das Haushaltsdefizit der USA von jetzt 1,3 Billionen Dollar auf 400 Milliarden Dollar im Jahr 2015 senken. Anschlie&szlig;end sollen die Einsparungen weitergehen.<br>\nUm die H&ouml;he der k&uuml;nftigen Einkommensteuern geht es auch in der in dieser Woche begonnenen Lame duck session, der letzten Sitzungsperiode des alten Kongresses. F&uuml;r ein paar Wochen haben dort noch die DemokratInnen die Mehrheit. Zentrales Thema in dieser &Uuml;bergangsperiode sind die &ldquo;Bush-Steuersenkungen&rdquo;. Zehn Jahre nach ihrer Einf&uuml;hrung laufen diese Senkungen der Einkommensteuern zum Jahresende aus. Die RepublikanerInnen wollen sie beibehalten, die DemokratInnen zeigen sich immer bereiter, einer mehrj&auml;hrigen &Uuml;bergangsregelung zuzustimmen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F11%2F17%2Fa0057&amp;cHash=a9f9c7a28d\">TAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fiscalcommission.gov\/sites\/fiscalcommission.gov\/files\/documents\/CoChair_Draft.pdf\">Fiscalcommission.gov [PDF &ndash; 290 KB]<\/a><br>\n<em>K&uuml;rzer:<\/em><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/11\/11\/us\/politics\/11fiscal.html?_r=1&amp;hp\">The New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Absolut mysteri&ouml;s ist der Vorschlag der Sparkommission, die Steuern zu senken, um die Staatsverschuldung zu reduzieren. Sind wir wieder bei den Reagonomics angelangt oder steht die Kommission in geheimer Verbindung mit unserer FDP oder sollte wirklich nur ganz schlicht die weitere Umverteilung von Unten nach Oben vorangetrieben werden. Die Rente 69 wird genauso wie hier damit begr&uuml;ndet, dass die Bev&ouml;lkerung &auml;lter wird. Fragt sich nur, ob das so bleibt, wenn l&auml;nger gearbeitet wird, die Rentenbez&uuml;ge niedriger und die Gesundheitsversorgung schlechter ausfallen wird. Wie beschreibt Paul Krugman die Situation so treffend: &ldquo;Sie sagen also, dass der Hausmeister l&auml;nger arbeiten muss, bis 70, weil die Anw&auml;lte l&auml;nger als sonst leben&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 4: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2010\/11\/10\/unserious-people-2\/\">The New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zwangsr&auml;umungs-Skandal: US-Ausschuss verlangt neuen Banken-Stresstest<\/strong><br>\nDer Skandal um zweifelhafte Zwangsr&auml;umungen von Eigenheimbesitzern in den USA k&ouml;nnte nach Auffassung einflussreicher Abgeordneter die Stabilit&auml;t des gesamten Bankensystems ersch&uuml;ttern. &ldquo;Die Regulierungsbeh&ouml;rden sollten die Wall-Street-Banken neuen Stresstests unterziehen, um ihre Kapazit&auml;ten zur Bew&auml;ltigung einer m&ouml;glichen Krise zu pr&uuml;fen&rdquo;, hei&szlig;t es in einem am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Bericht eines Ausschusses, der sich mit den Folgen der Finanzkrise in den USA befasst. Der Bericht bezieht sich auf Vorw&uuml;rfe, amerikanische Banken h&auml;tten ohne hinreichende Rechtsgrundlage verschuldeten Eigenheimbesitzern deren H&auml;user weggenommen. Sie sollen sogenannte &ldquo;Robo-Signer&rdquo; eingesetzt haben. Darunter versteht man Mitarbeiter, die t&auml;glich Tausende Zwangsvollstreckungstitel unterschreiben &ndash; oft, ohne die Details zu &uuml;berpr&uuml;fen. Nach Beschwerden unter anderem gegen die Bank of America, JP Morgan und Wells Fargo haben die Staatsanwalten aller 50 US-Bundesstaaten Ermittlungen aufgenommen. Mehrere Institute setzten daraufhin laufende Zwangsvollstreckungen aus, landesweit ging die Zahl der Verfahren im Oktober um neun Prozent zur&uuml;ck.<br>\nDie &Uuml;berpr&uuml;fung der Zwangsversteigerungen k&ouml;nnte im Extremfall die G&uuml;ltigkeit von 33 Millionen ausstehenden Hypotheken in Frage stellen, schreibt das Congressional Oversight Panel (COP). Der Ausschuss wurde auf dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise im Oktober 2008 vom US-Kongress eingerichtet, um die Umsetzung des 700 Mrd. Dollar schweren Programms zur Stabilisierung des Bankensystems zu &uuml;berwachen. Die Abgeordneten bef&uuml;rchten, dass die Banken ihren Anspruch auf die R&uuml;ckzahlung der ausstehenden Hypotheken nicht zweifelsfrei nachweisen k&ouml;nnen. Zur Begr&uuml;ndung verweisen sie auf die massenhafte Verbriefung und den Weiterverkauf solcher Schuldtitel in den vergangenen Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/immobilien\/:zwangsraeumungs-skandal-us-ausschuss-verlangt-neuen-banken-stresstest\/50195629.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Das Brisante an dieser Sache ist, dass es bei den Millionen Hypotheken nicht klar ist, wer zur Zwangsvollstreckung berechtigt ist. Das hei&szlig;t, dass es auch nach einer Zwangsvollstreckung nicht klar ist, wem ein Immobilienst&uuml;ck tats&auml;chlich geh&ouml;rt. Solange die Eigentumsverh&auml;ltnisse nicht gekl&auml;rt sind, ist es unm&ouml;glich, ein Immobilienst&uuml;ck zu verkaufen, ohne dass die Gefahr besteht, dass irgendjemand Eigentumsanspr&uuml;che anmeldet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkels Werbekampagne: Eine &uuml;beraus edle Anzeige<\/strong><br>\nSo ein Zufall: Ausgerechnet am Tag nach ihrer Wiederwahl zur CDU-Chefin wirbt Angela Merkel in ihrer Eigenschaft als Kanzlerin f&uuml;r die Regierung &ndash; oder doch f&uuml;r Schwarz-Gelb? Bezahlt hat die Anzeige jedenfalls der Steuerzahler, f&uuml;r die 2,8 Millionen Euro ausgegeben werden. Die Kanzlerin dankt uns darin f&uuml;r unsere gemeinsamen Anstrengungen, mit denen wir die Wirtschaftskrise so famos gemeistert haben. Und sie verspricht: Die christlich-liberale Koalition werde die Finanzen sichern, das Gesundheitswesen auch und die Energieversorgung noch dazu, sowie Deutschland zu einer Bildungsrepublik machen. Das kann man glauben oder nicht &ndash; neu aber sind diese Versprechen nicht.<br>\nDie Regierung habe das Recht und die Pflicht, die B&uuml;rger &uuml;ber ihre Arbeit zu unterrichten. Dies sei sogar &bdquo;eine der edelsten Aufgaben des Presse- und Informationsamtes&ldquo;, erkl&auml;rte dessen Chef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/eine-ueberaus-edle-anzeige\/-\/1472596\/4845452\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Uuml;brigens kann jetzt jeder eine Analyse der Handschrift unserer Kanzlerin versuchen. Anrede und Gr&uuml;&szlig;e sind in ihrer Handschrift abgedruckt. Leider bin ich kein Fachmann, allerdings habe ich Schwierigkeiten ihren Namen zu entziffern .Ich lese Angela &ldquo;What&rdquo;. Wenn das kein Hinweis ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sozialer Ausgleich: Gr&uuml;ne fordern Umverteilung zulasten von Reichen<\/strong><br>\nAls Gegengewicht zu den Einkommens-Unterschieden in Deutschland schlagen f&uuml;hrende Gr&uuml;ne einen h&ouml;heren Spitzensteuersatz vor.<br>\nWenige Tage vor ihrem Parteitag in Freiburg pl&auml;dieren f&uuml;hrende Gr&uuml;ne f&uuml;r eine Umverteilung zulasten von Spitzenverdienern. W&auml;hrend das reichste Zehntel der Bev&ouml;lkerung in den vergangenen Jahren seinen Anteil am Gesamtverm&ouml;gen auf 61 Prozent steigern konnte, h&auml;tten die &uuml;brigen 90 Prozent Einbu&szlig;en hinnehmen m&uuml;ssen, zitiert die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; aus einem Papier von Gr&uuml;nen-Chef Cem &Ouml;zdemir und dem Finanzexperten der Gr&uuml;nen- Fraktion, Gerhard Schick.<br>\n&bdquo;Je st&auml;rker die Verteilung der Markteinkommen aus dem Lot geraten ist, desto intensiver muss die Verteilungskorrektur durch das Steuer- und Transfersystem sein&ldquo;, hei&szlig;t es dort weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article10986557\/Gruene-fordern-Umverteilung-zulasten-von-Reichen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Soso. Das Gegenteil der Politik in sieben Regierungsjahren. Und wer hat noch mal mit aller Macht daf&uuml;r gesorgt, da&szlig; &ldquo;die Verteilung der Markteinkommen aus dem Lot geraten&rdquo; und &ldquo;die &uuml;brigen 90 Prozent Einbu&szlig;en hinnehmen mu&szlig;ten&rdquo;? Wohl doch vor allem die Gr&uuml;nen. Hier ruft der Brandstifter die Feuerwehr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sarkozy will Steuerreform nach deutschem Vorbild<\/strong><br>\nDas Steuersystem Frankreichs soll im Fr&uuml;hjahr nach dem Vorbild Deutschlands reformiert werden. Das k&uuml;ndigte Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy an. Derzeit flie&szlig;e viel Kapital nach Deutschland, weil es dort keine Verm&ouml;genssteuer gebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/sarkozy408.html\">Tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Interne Dokumente zu Stuttgart 21: Notbremse f&uuml;r Neubaustrecke nach Ulm<\/strong><br>\nDie Aufseher vom Eisenbahn-Bundesamt ziehen einen Schlussstrich: Sie geben &ldquo;vorl&auml;ufig keine Baufreigaben&rdquo; f&uuml;r die Neubaustrecke nach Ulm, Teil des Projekts Stuttgart 21. Der Grund: die Finanzierung. Allein f&uuml;r die Tunnels durch die Schw&auml;bische Alb fallen 280 Mio. Euro mehr an als geplant. Die Bahn wiegelt ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:interne-dokumente-zu-stuttgart-21-notbremse-fuer-neubaustrecke-nach-ulm\/50195453.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Drohnen beim Castor<\/strong><br>\nVom Polizeieinsatz gegen Castordemonstranten im Wendland sickern immer mehr Informationen &uuml;ber Rechtsverst&ouml;&szlig;e und &Uuml;bergriffe durch: Wie das Internetportal MVregio dieser Tage meldete, ist w&auml;hrend der Proteste vom 5. bis 9. November eine &Uuml;berwachungsdrohne eingesetzt worden. Die Pressestelle der zust&auml;ndigen Polizeidirektion L&uuml;neburg best&auml;tigte am Dienstag auf jW-Nachfrage, der &raquo;Drehfl&uuml;gler&laquo; sei w&auml;hrend des Castortransportes vier Mal eingesetzt worden. Dem Portal MVregio zufolge, das sich auf &raquo;interne Polizeiinformationen&laquo; st&uuml;tzt, soll die Drohne &raquo;im Bereich Leitstade\/Harlingen zum Einsatz gekommen&laquo; sein. Sie solle bei der &raquo;nachtr&auml;glichen Aufkl&auml;rung von Straftaten eine Rolle&laquo; spielen. Das w&uuml;rde bedeuten, da&szlig; Videos von Demonstranten angefertigt und gespeichert worden sind.<br>\nDer nieders&auml;chsische Datenschutzbeauftragte Joachim Wahlbrink hat laut MVregio den Einsatz f&uuml;r unzul&auml;ssig erkl&auml;rt, &raquo;weil mit der Drohne Fotos und Videoaufnahmen gemacht werden k&ouml;nnen&laquo;. Vor einem solchen Einsatz h&auml;tten Polizei oder Innenminister Informationen &uuml;ber Sinn und Zweck der Drohne &raquo;zur Pr&uuml;fung vorlegen m&uuml;ssen.&laquo; Unter polizeitaktischen Gesichtspunkten d&uuml;rfte vor allem die F&auml;higkeit, aus der Luft und damit ohne Behinderung durch Blockaden einen Rundumblick &uuml;ber die zahlreichen Protestaktionen zu erhalten, verlockend sein. Einem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichtes zufolge ist allerdings eine pauschale Videoerfassung friedlicher Demonstrationen rechtswidrig, weil B&uuml;rger sich abgeschreckt f&uuml;hlen k&ouml;nnten, von ihrem Versammlungsrecht Gebrauch zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/11-17\/063.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fragw&uuml;rdige Elendsbek&auml;mpfung: Indiens Microfinanzkrise<\/strong><br>\nNormalerweise vergeben sie Minidarlehen an Menschen, die von anderen Banken kein Geld bekommen w&uuml;rden. Doch jetzt brauchen Dutzende Mikrofinanzierer in Indien selbst Hilfe, trotz Zinss&auml;tzen von 30 Prozent und mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:fragwuerdige-elendsbekaempfung-indiens-microfinanzkrise\/50172559.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nur zwei Drittel von Hartz IV<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat best&auml;tigt, da&szlig; das Asylbewerberleistungsgesetz verfassungswidrig ist. In ihrer Antwort auf eine gro&szlig;e Anfrage der Linksfraktion f&uuml;hrt sie aus, da&szlig; die Berechnung der Grundsicherung bislang &raquo;auf der Grundlage von Kostensch&auml;tzungen&laquo; erfolgt. Dies entspreche aber &raquo;nicht den Anforderungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts&laquo; zur Ermittlung der Hartz-IV-Regels&auml;tze vom Februar dieses Jahres. Konkret betroffen von dieser diskriminierenden Regelung sind derzeit mehr als 120000 Menschen. Ihnen wird das Grundrecht auf Gew&auml;hrleistung eines menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums verweigert. Sie erhalten lediglich 224,97 Euro monatlich, ohne da&szlig; ersichtlich w&auml;re, nach welchen Kriterien der &raquo;normale&laquo; Mindestsatz derart gek&uuml;rzt wird. Die Bundesregierung hat nun angek&uuml;ndigt, die Leistungss&auml;tze zu &uuml;berpr&uuml;fen. Damit will sie sich aber offenkundig Zeit lassen. Die Linksfraktion fordert, das Gesetz komplett abzuschaffen, vor allem die Zwei-Drittel-K&uuml;rzung: Wenn der &raquo;normale&laquo; Hartz-IV-Satz offiziell die untere Grenze des Existenzminimums definiert, darf es kein Darunter mehr geben&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/11-18\/069.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Pharmabranche leidet<\/strong><br>\nRoche muss die Axt ansetzen, der l&auml;ngerfristigen Innovationsf&auml;higkeit wegen. Und weil die Preissetzungsmacht futsch ist. Und die Kosten im Gesundheitssektor aus dem Ruder laufen. Uns blutet das Herz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-die-pharmabranche-leidet\/50195704.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zimmermanns Eiertanz: Unerw&uuml;nschte Studienergebnisse beim DIW<\/strong><br>\nDer Chef des Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung wird durch eine Studie aus dem eigenen Haus widerlegt &ndash; jetzt wird sie &uuml;berarbeitet und nicht wie angek&uuml;ndigt ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/zimmermanns-eiertanz\/-\/1472780\/4843012\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Trick 67<\/strong><br>\nImmer mehr arbeiten noch im Alter zwischen 55 und 65 Jahren. Funktioniert also die Rente mit 67? &ldquo;Die Regierung will nicht einsehen, dass es auf dem Arbeitsmarkt und in den Betrieben die Voraussetzung f&uuml;r die Rente mit 67 nicht gibt&rdquo;, sagt der &Ouml;konom und Rentenforscher Ernst Kistler. Die Kritik, die man an die Regierung richten kann, wenn man sich die Zahlen genauer anschaut, ist umfangreich. Da werden Menschen in der passiven Phase der Altersteilzeit als &ldquo;Besch&auml;ftigte&rdquo; gez&auml;hlt, obwohl sie gar nicht mehr im Betrieb arbeiten. Auch die Gruppe der 55- bis 64-J&auml;hrigen zusammenzufassen, verschleiere die Realit&auml;t am Arbeitsmarkt, sagt Kistler. Denn ab 63 Jahren nimmt die Erwerbsquote, zumal die der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten, rapide ab. Gerade einmal jeder Zehnte hat mit 64 Jahren, also kurz vor der derzeit noch aktuellen Rentengrenze von 65 Jahren, eine abgesicherte Besch&auml;ftigung. Und die kann dann immer noch Teilzeit- oder Leiharbeit sein. Doch eines &auml;rgert Kistler besonders: &ldquo;Man ignoriert v&ouml;llig, dass es einen demografischen Effekt gibt.&rdquo; Weil die geburtenstarken Jahrg&auml;nge in die Gruppe der 55- bis 60-J&auml;hrigen hineinw&uuml;chsen, steige deren Besch&auml;ftigungsquote automatisch an. &ldquo;Das hat aber nichts damit zu tun, dass sich in den Betrieben oder am Arbeitsmarkt etwas ge&auml;ndert hat.&rdquo; Die Zahlen zeigen, wie schwer es f&uuml;r &Auml;ltere am Arbeitsmarkt immer noch ist. Mehr als ein Drittel aller Betriebe besch&auml;ftigte im Jahr 2008 keine Menschen &uuml;ber 50 Jahre. Und die Anzahl der Betriebe, die in Ma&szlig;nahmen investieren, um ihren &auml;lteren Besch&auml;ftigten das Arbeitsleben zu erleichtern, sank zwischen 2002 und 2007 sogar von 20 auf 17 Prozent.<br>\nIm Waggonbauwerk G&ouml;rlitz h&auml;lt schon heute fast niemand bis 65 durch. &ldquo;Unter hohen Temperaturen schwei&szlig;en, h&auml;mmern und mit dem 10 Kilogramm schweren Vorschlaghammer die Waggonw&auml;nde richten, das wird mit 60 Jahren nicht leichter&rdquo;, erz&auml;hlt Volker Schaarschmidt. Atemwegs-, Skelett- und Muskelerkrankungen seien bei den Kollegen an der Tagesordnung. Der 58-J&auml;hrige selbst hat Gl&uuml;ck, er ist als Betriebsratsvorsitzender freigestellt. Er k&ouml;nnte sich aber nicht vorstellen, mit &uuml;ber 60 noch in der Produktion zu arbeiten. Gerade mal zwei oder drei Kollegen von 800 h&auml;tten in den letzten zehn Jahren bis 65 gearbeitet. &ldquo;Der Rest geht deutlich fr&uuml;her.&rdquo; Untersuchungen zeigen: Dachdecker, Bauarbeiter, ErzieherInnen, LehrerInnen, Fleischer, Besch&auml;ftigte im Gastgewerbe oder in den Metallberufen: Sie alle steigen lange vor 65 aus, weil die Belastungen so hoch sind. Auch im bundesweiten Durchschnitt wird die magische Zahl von 65 Jahren nicht erreicht. Mit durchschnittlich 63,2 Jahren gingen die Menschen 2008 in Rente. Mit 61,7 Jahren treten sie aber bereits aus dem aktiven Erwerbsleben aus. Bis zur Rente drehen dann viele Schleifen: Sie sind krankgeschrieben oder arbeitslos. So erzeugt die Rente mit 67 neue Ungerechtigkeiten. Leute mit sehr stressigen Jobs und wenig Bezahlung m&uuml;ssen durchhalten, weil ihnen sonst im Alter hohe Rentenabschl&auml;ge drohen. &Auml;hnlich ist es, wenn sie krank werden und lange gar nicht oder mit reduzierter Stundenanzahl arbeiten. In Folge sinkt das Gehalt und damit auch die sp&auml;tere Rentenh&ouml;he.<br>\nTrotzdem halten Regierung und Arbeitgeber an ihrer Forderung nach der Rente mit 67 fest. Wenn die Leute &auml;lter w&uuml;rden, m&uuml;sse sich die Lebensarbeitszeit erh&ouml;hen, fordern die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). F&uuml;r Kistler greifen diese Argumente viel zu kurz. &ldquo;Die Ursachen f&uuml;r die knappen Sozialkassen liegen vor allem in der niedrigen Lohnentwicklung der letzten Jahre und im wachsenden Anteil der Niedriglohnbesch&auml;ftigung, nicht im Mangel an den K&ouml;pfen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F11%2F17%2Fa0061&amp;cHash=b0af6d356a\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass der Einstieg der geburtenstarken Jahrg&auml;nge in die Gruppe der 55- bis 60-J&auml;hrigen zwar die Besch&auml;ftigungsquote ansteigen l&auml;sst, aber letztlich wenig aussagt, wird sich an der Entwicklung der Arbeitslosenquote zeigen. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit&nbsp;zeigt bereits f&uuml;r den Oktober in ihrer monatlichen &ldquo;Analyse des Arbeitsmarktes f&uuml;r &Auml;ltere ab 50 Jahren&rdquo;, dass die Arbeitslosigkeit&nbsp; in dieser Altersgruppe mit 880.000 noch um 5000 &uuml;ber dem Wert vom Vorjahr lag. Dabei geht dieser Anstieg allein auf die 55- bis 64-J&auml;hrigen zur&uuml;ck: Ihre Arbeitslosigkeit nahm im Jahresvergleich um 29.000 oder sechs Prozent zu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Uncle Sam und seine n&uuml;tzlichen Nazis<\/strong><br>\nBarbie, Gehlen, von Braun: Die USA profitierten von Experten und T&auml;tern des Dritten Reichs. Hauptsache, die Deutschen waren stramme Antikommunisten. Erst in den siebziger Jahren versuchte Washington, die n&uuml;tzlichen Nazis loszuwerden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/usa-heimat-fuer-nazi-taeter-uncle-sam-und-seine-nuetzliche-nazis-1.1024754\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kleine B&uuml;rger<\/strong><br>\nDie Justizministerin will Kindern Nichtdeutscher ein eigenst&auml;ndiges Bleiberecht verschaffen. Endlich mal ein Plan mit liberaler Handschrift. Hochvern&uuml;nftig und &uuml;berf&auml;llig. Wer Deutsch lernt und hier Kindergarten oder Schule besucht, dem ist Deutschland Heimat. Mit Heimat identifiziert sich, wer sie gefunden hat. Wem sie st&auml;ndig verlustig zu gehen droht, dem wird es schwergemacht, sich zu binden. Aufnahme aber schafft Verbindlichkeit. Darum w&auml;re ein konditioniertes Bleiberecht Flickwerk. Wer Kinder mit schlechten Noten oder wenig Anschluss ausschlie&szlig;t, &uuml;bersieht, dass mit dem Bleiberecht gerade erst eine entscheidende Grundbedingung f&uuml;r umf&auml;ngliche Integration geschaffen wird.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/kleine-buerger\/-\/1472602\/4845876\/-\/index.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/bleiberecht-fuer-fluechtlingskinder\/-\/1472596\/4845804\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Europarat erhebt Foltervorw&uuml;rfe gegen Polizei in Griechenland<\/strong><br>\nDas Antifolterkomitee des Europarates beschuldigt Griechenland in seinem neuesten Bericht der Folter. In den Abschiebezentren f&uuml;r illegale Fl&uuml;chtlinge sollen unzumutbare Verh&auml;ltnisse herrschen.<br>\nMisshandlungen durch griechische Polizeibeamte sind in einigen F&auml;llen mit Folter gleichzusetzen. Zu dieser Erkenntnis kommt das Antifolterkomitee des Europarates, das am Mittwoch in Stra&szlig;burg seinen j&uuml;ngsten Bericht vorlegt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/europarat-erhebt-foltervorwuerfe-gegen-polizei-in-griechenland\/2798748.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bei den Roma ist der Westen alles andere als konsequent<\/strong><br>\nNach ihrer &ouml;ffentlichkeitswirksamen Ausweisung aus Frankreich nach Osteuropa ist es um die Roma wieder ruhig geworden. Die rum&auml;nische Regierung ist weiter unt&auml;tig. Aber auch auf EU-Ebene fehlt es an einer Strategie, sagt der Z&uuml;rcher Osteuropa-Historiker Daniel Ursprung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/roma_interview_ursprung_1.8398935.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Fernsehempfehlung: Monitor: hier die Themen der kommenden Sendung:<\/strong>\n<ol>\n<li>Absurdistan: Wie der neue Personalausweis Menschen umtauft<\/li>\n<li>Entsorgt: Deutscher Atomm&uuml;ll soll nach Russland<\/li>\n<li>Vogelfrei: Warum Whistleblower in Deutschland zu wenig gesch&uuml;tzt werden<\/li>\n<li>Kostenfalle Olympia: Wie die Winterspiele Kommunen ruinieren<\/li>\n<li>Gefahr f&uuml;rs Trinkwasser? Wie internationale Konzerne in Deutschland Erdgas f&ouml;rdern<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Wiederholungen am 19.11.2010:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>05:00 Uhr &ndash; ARD<\/li>\n<li>09:30 Uhr &ndash; RBB Berlin\/Brandenburg<\/li>\n<li>14:15 Uhr &ndash; WDR<\/li>\n<li>20:15 Uhr &ndash; EinsExtra<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\">WDR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Irland-Krise, Kurzen in den USA, Zwangsr&auml;umungs Skandal in den USA, Merkels Werbekampagne, Gr&uuml;ne fordern Umverteilung zulasten von Reichen, Steuersenkungswettbewerb, Stuttgart 21, Castor, Mikrofinanzkrise, Hartz-IV-S&auml;tze f&uuml;r Asylbewerber, die Pharmabranche leidet, Zimmermanns Eiertanz,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7386\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7386","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7386"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7386\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7389,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7386\/revisions\/7389"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}