{"id":73863,"date":"2021-07-01T08:45:02","date_gmt":"2021-07-01T06:45:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863"},"modified":"2021-07-01T08:45:02","modified_gmt":"2021-07-01T06:45:02","slug":"hinweise-des-tages-3892","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h01\">Der schwedische Renten-Wunder-Weg &ndash; entzaubert &ndash;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h02\">Was k&ouml;nnte man machen gegen die abnehmende Tarifbindung? Zur m&ouml;glichen Bedeutung der Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung von Tarifvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h03\">Der Zwanzigj&auml;hrige Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h04\">Julian Assange: Todesstrafe in Raten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h05\">Profitable Pandemie <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h06\">Wirecard-Skandal: Die Fehlleistungen des Wirtschaftspr&uuml;fers EY<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h07\">Kinder&auml;rzte widersprechen Lauterbach bei Kinder-Impfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h08\">Delta-Variante &ndash; Kassenarztchef warnt vor Hysterie, Panikmache und Alarmismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h09\">Panzerverk&auml;ufe und Bedrohungsanalysen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h10\">N&auml;chste R&auml;umung: Obdachlose aus der Rummelsburger Bucht m&uuml;ssen nun auch das Hostel verlassen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h11\">Gesch&auml;fte machen wie im schlechten Film <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h12\">Neue Richtlinien f&uuml;r Vorsitzende Richter an Bundesgerichten <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h13\">&bdquo;Schwarzbuch Corona&ldquo;: 2 Leseproben aus dem neuen Buch von Jens Berger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h14\">Regionalwahlen in Frankreich: Verunsicherung und politische Apathie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73863#h15\">Eine Dem&uuml;tigung mit Folgen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der schwedische Renten-Wunder-Weg &ndash; entzaubert &ndash;<\/strong><br>\nNicht &Ouml;sterreich, Schweden ist das gelobte Rentenland. Die Schweden machen in Punkto Rente anscheinend alles richtig. Davon berichten die Medien in den letzten Monaten und so gut wie niemand widerspricht. Die vermeintliche Aufkl&auml;rung &uuml;ber das schwedische Rentensystem wird zu einer ausgewachsenen Falschinformations-Kampagne.<br>\nOb FDP, Verbrauchersch&uuml;tzer, CDU\/CSU, die Bundesbank, die GR&Uuml;NEN, Wirtschaftswissenschaftler, AfD, Main-Stream-Medien, SPD und die Versicherungen, Finanzkonzerne und Wirtschaftsverb&auml;nde sowieso: alle wollen die gesetzliche Rente weiter schw&auml;chen (das nat&uuml;rlich nicht offen (1)) und daf&uuml;r Rentensparen in Aktien- und Investmentfonds so verbindlich wie m&ouml;glich vorschreiben. Schweden ist dabei Vorbild. Prototypisch die Aussage im FDP-Wahlprogramm &bdquo;Schweden macht uns seit Jahren vor, wie Aktien-Sparen so erfolgreich und risikoarm organisiert werden kann.&ldquo; Erfolgreich und risikoarm sind starke Behauptungen, die bei n&auml;herem Hinschauen hohl werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/der-schwedische-rente-wunder-weg-entzaubert\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p><strong>dazu auch: 1.200 Euro Solidarische Mindestrente statt sogenannter &bdquo;Grundrente&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Zun&auml;chst wird die sogenannte &sbquo;Grundrente&lsquo; nun an die Neurentnerinnen und Neurentner ausgezahlt, dann wird mit den &Auml;ltesten weitergemacht. Es ist zu hoffen, dass die Rentenversicherung das gut hinkriegen wird. Ich freue mich f&uuml;r jede Rentnerin und jeden Rentner, die oder der von dem Zuschlag von durchschnittlich wohl 80 Euro profitieren wird. Aber: Die Union hat den Zuschlag pauschal um 12,5 Prozent gek&uuml;rzt. Sonst w&auml;ren es durchschnittlich nicht 80, sondern 100 Euro im Monat gewesen. Darum fordert DIE LINKE, diese K&uuml;rzung wieder abzuschaffen&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;Die Union hat au&szlig;erdem den Zugang zur sogenannten &sbquo;Grundrente&lsquo; erschwert: 33 Beitragsjahre sind als Einstiegsh&uuml;rde zu hoch. Ich fordere eine Absenkung auf 25 Jahre. Aufgrund der Armenfeindlichkeit der CDU\/CSU werden nicht drei Millionen Menschen, sondern nur noch etwa 1,3 Millionen den f&auml;lschlicherweise &sbquo;Grundrente&lsquo; genannten Zuschlag erhalten.<br>\nDamit mehr arme Menschen von der sogenannten &sbquo;Grundrente&lsquo; profitieren, m&uuml;ssen beispielsweise Zeiten der Arbeitslosigkeit, des Mutterschutzes und vor allem die Zurechnungszeiten bei der Erwerbsminderungsrente mitgez&auml;hlt und die f&uuml;r durchschnittlich 80 Euro unsinnige und sehr b&uuml;rokratische Einkommenspr&uuml;fung abgeschafft werden. Millionen Menschen mit sehr niedrigen Renten werden ma&szlig;los entt&auml;uscht sein, wenn sie da durchfallen. Ich rechne mit vielen Klagen. DIE LINKE wird nach einer ersten Bilanz im n&auml;chsten Jahr f&uuml;r einen echten, unb&uuml;rokratischen und vor allem armutsfesten Zuschlag f&uuml;r Niedrigverdienende k&auml;mpfen.<br>\nNiemand soll im Alter von weniger als 1.200 Euro netto leben m&uuml;ssen. Darum brauchen wir eine einkommens- und verm&ouml;gensgepr&uuml;fte Solidarische Mindestrente von 1.200 Euro. Was in &Ouml;sterreich mit drei armutsfesten Mindestrenten gestaffelt nach Beitragsjahren oder in den Niederlanden mit 1.218 Euro Grundrente im Alter nach 50 Jahren Leben in den Niederlanden gelingt, sollte auch in Deutschland m&ouml;glich sein &ndash; denn die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar. Und Artikel 1 unseres Grundgesetzes muss selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r Rentnerinnen und Rentner gelten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/1200-euro-solidarische-mindestrente-statt-sogenannter-grundrente\/\">DIE LINKE. im Bundestag <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was k&ouml;nnte man machen gegen die abnehmende Tarifbindung? Zur m&ouml;glichen Bedeutung der Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung von Tarifvertr&auml;gen<\/strong><br>\nIn regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden wird &ndash; auch hier &ndash; &uuml;ber eine abnehmende Tarifbindung berichtet. Mitte der 90er Jahre waren in Westdeutschland noch 70 Prozent der Besch&auml;ftigten Unternehmen besch&auml;ftigt, die der Tarifbindung unterlagen &ndash; im vergangenen Jahr 2020 ist dieser Anteil auf 45 Prozent gesunken (40 Prozent, wenn man nur die Privatwirtschaft betrachtet), in Ostdeutschland waren es sogar nur noch 32 Prozent (bzw. 24 Prozent in der Privatwirtschaft). So einige aktuelle Zahlen aus dem Beitrag Fortgeschriebene Schwindsucht: Die Tarifbindung in Deutschland nimmt weiter ab und die Kernzone des dualen Systems mit Betriebsrat und Tarifvertrag schrumpft, der hier am 20. Mai 2021 ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nNat&uuml;rlich stellt sich in diesem Kontext die Frage, was man gegen diese Entwicklung machen k&ouml;nnte (wenn man denn daran ein Interesse hat). Welche M&ouml;glichkeiten zur St&auml;rkung der Tarifbindung der Unternehmen in Deutschland geeignet sind, ist unter Sachverst&auml;ndigen umstritten. Das wurde w&auml;hrend einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages deutlich, die am 7. Juni 2021 stattgefunden hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/06\/30\/allgemeinverbindlicherklaerung-von-tarifvertraegen\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Zwanzigj&auml;hrige Krieg<\/strong><br>\nDer zweitl&auml;ngste und bislang blutigste Milit&auml;reinsatz der Bundesrepublik Deutschland ist zu Ende. Nach einem knapp zwanzigj&auml;hrigen Krieg trafen am gestrigen Mittwoch die letzten Soldaten der Bundeswehr, die in der Nacht zuvor Afghanistan verlassen hatten, auf dem Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Wunstorf nahe Hannover ein. In den K&auml;mpfen am Hindukusch sind dem &ldquo;Costs of War Project&rdquo; an der US-Elitehochschule Brown University zufolge ungef&auml;hr eine Viertelmillion Menschen ums Leben gekommen; hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Opfern, die an direkten Kriegsfolgen verstarben. Fast sieben Millionen Afghanen sind auf der Flucht; zahllose Menschen sind verletzt oder verst&uuml;mmelt, darunter Zehntausende Kinder. Allein die US-Aufwendungen f&uuml;r das Gemetzel belaufen sich auf mehr als 2,2 Billionen US-Dollar; die Bundesregierung gibt die Ausgaben f&uuml;r den Bundeswehreinsatz mit 12,2 Milliarden Euro an. W&auml;hrend die westlichen Truppen abziehen, erobern die Taliban immer weitere Teile Afghanistans; in K&uuml;rze d&uuml;rften dort die Machtverh&auml;ltnisse vom September 2001 wiederhergestellt sein, also unmittelbar vor Kriegsbeginn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8645\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<p><strong>dazu: Thema verfehlt: Die Debatte &uuml;ber Auslandseins&auml;tze ist die verkehrte<\/strong><br>\nDeutschlands Verteidigungspolitik steht vor epochalen Herausforderungen. Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr geh&ouml;ren nicht dazu. Eine Antwort auf Jana Puglierin. (&hellip;)<br>\nDeutschland bringt in Afghanistan gerade einen der letzten klassischen Auslandseins&auml;tze zu Ende. Mit Blick auf die Gr&ouml;&szlig;e ist nur noch Mali vergleichbar. Dann bleiben ca. 1800 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Hiervon geht aber kein Impuls f&uuml;r Politik oder Struktur aus: Selbst wenn man mit einer hohen Rotation durch Kampfverwendungen rechnen w&uuml;rde, ginge es um nur rund 7000 einer ca. 180 000 Menschen starken Truppe &ndash; keine 4 Prozent.<br>\nWas stattdessen w&auml;chst, sind die sogenannten einsatzgleichen Verpflichtungen und Engagements im Rahmen der Abschreckung und B&uuml;ndnisverteidigung, die die Auslandseins&auml;tze beim planerischen Einfluss schon lange verdr&auml;ngt haben. Das Wei&szlig;buch der Bundesrepublik von 2016 und die Konzeption der Bundeswehr 2018 ziehen einen Schlussstrich unter die Rolle von Auslandseins&auml;tzen als Referenzpunkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/internationalepolitik.de\/de\/thema-verfehlt-die-debatte-ueber-auslandseinsaetze-ist-die-verkehrte%20\">Christian M&ouml;lling in Internationale Politik<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Anstelle von Auslandseins&auml;tzen soll eine milit&auml;rische Aufr&uuml;stung gegen China und Russland erfolgen. Keine guten Aussichten, denn Frieden schaffen mit immer mehr Waffen ist sehr riskant.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Julian Assange: Todesstrafe in Raten<\/strong><br>\nAm 3. Juli wird Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange 50 Jahre alt &ndash; im Hochsicherheitsknast Belmarsh in London, wo er seit zwei Jahren in Isolationshaft sitzt. Sein Zustand ist lebensbedrohlich. Die Geschichte dieser politischen Verfolgung hat Nils Melzer, UNO-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter, in einem Buch festgehalten.<br>\nEs ist der 12. Juli 2007. Zwei amerikanische Apache-Kampfhubschrauber kreisen &uuml;ber Bagdad, auf der Suche nach bewaffneten Aufst&auml;ndischen. In kleinen Gruppen stehen in einer Stra&szlig;e zivil gekleidete M&auml;nner zusammen. Zwei haben etwas umgeh&auml;ngt, was nicht nach Waffen aussieht (Journalisten mit Kameras, wie wir sp&auml;ter erfahren). Die Crew ist der Ansicht, es handele sich um Maschinengewehre und Handgranaten. Sie bekommen die Schusserlaubnis.<br>\nIn wenigen Sekunden ist die Stra&szlig;e &uuml;bers&auml;t mit Toten. Ein paar Verletzte versuchen zu entkommen, die n&auml;chste Salve erwischt auch sie. Einer versucht sich zu erheben, bricht zusammen (es handelt sich um einen Reuters-Journalisten). Ein Minibus taucht auf. Drei M&auml;nner in Zivilkleidung wollen Leichen und Verletzte bergen. Die Crew bekommt wieder Schusserlaubnis. Die Bordkanone zerfetzt den Minibus, die Helfer und den schwerverletzten Reuters-Journalisten in St&uuml;cke. Ein Versto&szlig; gegen das Kriegsv&ouml;lkerrecht.<br>\nDas 18-min&uuml;tige Video, mit Dialogen der GIs wie in einem Computerspiel, nimmt einem den Atem. Es geht unter dem Titel &ldquo;Collateral Murder&rdquo; auf der 2006 von Julian Assange gegr&uuml;ndeten Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks um die Welt. Es wird das Leben von Assange dramatisch ver&auml;ndern, es wird Auswirkungen auf investigativen Journalismus weltweit haben. Und es wird das Leben des UNO-Sonderberichterstatters f&uuml;r Folter, Nils Melzer, ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/535\/todesstrafe-in-raten-7580.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Profitable Pandemie<\/strong><br>\nDie Coronakrise trifft nur die lohnabh&auml;ngige Bev&ouml;lkerung. Spekulanten konnten ihre Guthaben w&auml;hrend der tiefsten Rezession nach 1945 hingegen steigern. Laut einer am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Studie der franz&ouml;sischen Unternehmensberater&shy;firma Capgemini haben sich die Million&auml;re 2020 ungeniert vermehrt. (&hellip;)<br>\nAuch in Deutschland hat sich eine ganze Kleinstadt an Million&auml;ren angesiedelt: W&auml;hrend prek&auml;r Besch&auml;ftigte in der Pflege und in Superm&auml;rkten dem Virus ausgesetzt waren, hielten die Superreichen die Taschen auf. Um 69.100 Personen wuchs die Sippschaft der Aktion&auml;re und Immobilienhaie auf mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Mitglieder &ndash; durch tatkr&auml;ftige Mithilfe der Bundesregierung: Das Kabinett um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat es nicht einmal f&uuml;r n&ouml;tig befunden, Dividendenzahlungen zu untersagen, als die Krise zuschlug und Hartz-IV-Bezieher sich den Schutz vor dem Virus vom Mund absparen mussten.<br>\nAuch hierzulande boomt die B&ouml;rse. Im ersten Halbjahr suchten bereits 14 Unternehmen ihr Gl&uuml;ck mit einer Erstnotierung am Frankfurter Aktienumschlagplatz. Wie die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) am Dienstag mitteilte, wurden dabei rund 8,8 Milliarden Euro eingesammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/405325.spekulanten-profitable-pandemie.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: 20 Millionen Million&auml;re: Nachwuchs im Club der Reichen<\/strong><br>\nDie reichsten Menschen der Welt haben das Corona-Jahr 2020 gl&auml;nzend &uuml;berstanden: Wer schon viel Geld hat, dem fliegt es zu. Der Boom an den Aktienm&auml;rkten l&auml;sst die Kassen der Superreichen klingeln.<br>\nEiner Studie des Beratungsunternehmens Capgemini zufolge wurde im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 20 Millionen Million&auml;ren weltweit &uuml;berschritten. Die Zahl der Menschen, die &uuml;ber ein anlagef&auml;higes Verm&ouml;gen von mindestens einer Million Dollar verf&uuml;gen, stieg um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 20,8 Millionen, haben die Fachleute errechnet.<br>\nWenn die insgesamt 20,8 Millionen Million&auml;re weltweit ihr Verm&ouml;gen zusammenwerfen, ergibt das die Gesamtsumme von knapp 80.000 Milliarden Dollar (plus 7,6 Prozent), was rund 67.000 Milliarden Euro entspricht. Zum Vergleich: W&uuml;rden sie sich entschlie&szlig;en, die Staatsschulden der USA und Deutschlands zu begleichen, blieben immer noch 50.000 Milliarden Dollar f&uuml;r ein oder mehrere Leben in Wohlstand &uuml;brig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/reiche-vermoegen-zuwachs-anstieg-reichtum-wealth-report-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wirecard-Skandal: Die Fehlleistungen des Wirtschaftspr&uuml;fers EY<\/strong><br>\nJahrelang haben die Wirtschaftspr&uuml;fer von EY gef&auml;lschte Wirecard-Bilanzen abgesegnet. Interne Dokumente, die BR Recherche vorliegen, zeigen nun, wie leicht EY sich hinters Licht f&uuml;hren lie&szlig;.<br>\nWolfgang Barth hat an die Wirecard-Story geglaubt: Der Markt mit Online-Bezahlungen boomte. Mit Wirecard spielte ein Unternehmen mit, dem im September 2018 sogar der Sprung in die erste deutsche B&ouml;rsenliga gelang &ndash; in den Dax. Der Rentner aus M&uuml;nchen kaufte 2019 Wirecard-Aktien, nach eigenen Angaben in niedriger, f&uuml;nfstelliger H&ouml;he.<br>\nDass die Wirtschaftspr&uuml;fer von EY &uuml;ber Jahre die Bilanzen des Konzerns abgesegnet hatten, war dabei &ldquo;ein wesentlicher Baustein meiner Anlageentscheidung, ganz zweifellos&rdquo;, erz&auml;hlt Barth. Inzwischen ist Wirecard insolvent und Barth sauer auf das Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmen: &ldquo;EY muss zu seiner Verantwortung stehen.&rdquo; Deswegen will er von EY mit Hilfe einer Klage Schadensersatz erhalten.<br>\nNach Ansicht von Rechtsanwalt Marvin Kewe stehen die Chancen daf&uuml;r nicht schlecht &ndash; schlie&szlig;lich habe EY die Wirecard-Bilanzen seit 2009 unzureichend gepr&uuml;ft. Trotzdem gilt, so Kewe: &ldquo;Sie werden nat&uuml;rlich erst einmal die Pflichtverletzung nachweisen m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ey-wirecard-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kinder&auml;rzte widersprechen Lauterbach bei Kinder-Impfung<\/strong><br>\nBislang empfiehlt die Stiko nur f&uuml;r Kinder mit Vorerkrankungen eine Corona-Impfung. Einige Experten, darunter SPD-Mann Lauterbach, wollen das &auml;ndern. Der Pr&auml;sident der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin sieht den Vorsto&szlig; kritisch.<br>\nKinder- und Jugend&auml;rzte haben sich in der Debatte um Risiken durch die Delta-Variante f&uuml;r Kinder hinter die Beurteilung der St&auml;ndigen Impfkommission (Stiko) gestellt. &bdquo;Diese hat prinzipiell&#8239; die Corona-Impfung f&uuml;r Kinder und Jugendliche zwischen zw&ouml;lf und 17 Jahren nur bei bestimmten Vorerkrankungen empfohlen&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin, J&ouml;rg D&ouml;tsch, der &bdquo;Rheinischen Post&ldquo; (Dienstagsausgabe).<br>\n&bdquo;Daran &auml;ndert nach aktuellem Wissensstand&#8239;&#8239;auch die Delta-Variante nichts&ldquo;, sagte der Direktor der Klinik f&uuml;r Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik K&ouml;ln der Zeitung. Es bestehe allerdings jederzeit die M&ouml;glichkeit f&uuml;r die Familien, gemeinsam mit ihrem Kinderarzt individuell &#8239;zu einer Entscheidung f&uuml;r oder gegen die Impfung zu kommen, sagte D&ouml;tsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article232162711\/SPD-Gesundheitspolitiker-Kinderaerzte-widersprechen-Lauterbach-bei-Kinder-Impfung.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Entweder geimpft oder COVID-19&rdquo; &ndash; Kontroverse zwischen Lauterbach und Prof. f&uuml;r Kinderheilkunde<\/strong><br>\nNach Ansicht Lauterbachs ber&uuml;cksichtigt die STIKO nicht das h&ouml;here Risiko durch die Delta-Variante. Auch f&uuml;r Kinder und Jugendliche sei die Gefahr gestiegen. In die Debatte schaltete sich nun auch der Fachmann f&uuml;r Kinderheilkunde und Leiter der Abteilung f&uuml;r p&auml;diatrische Infektionskrankheiten an der Universit&auml;tsklinik M&uuml;nchen Prof. Johannes H&uuml;bner ein.<br>\nVor wenigen Stunden verwies er auf eine Ver&ouml;ffentlichung des British Medical Journal (BMJ), in der die Impfung von Kindern gegen SARS-CoV-2 thematisiert wird. H&uuml;bner forderte Lauterbach auf Twitter dazu auf, sich den entsprechenden Ausf&uuml;hrungen zu widmen.<br>\nSchon zu Beginn des Mitte Mai verfassten Fachartikels wird festgehalten, dass diese &ldquo;schwer zu rechtfertigen&rdquo; sei. Das sei auf verschiedene Faktoren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. So seien junge Menschen in Sachen COVID-19 bislang von schweren Krankheitsverl&auml;ufen weitgehend verschont geblieben. Ohnehin bleibe der Sinn von Impfungen im Kindesalter gegen Atemwegsviren umstritten.<br>\nEin Grund sei, ein &ldquo;begrenzter Nutzen des Schutzes in Altersgruppen, die nur leicht erkrankten&rdquo;. Zudem sei der Effekt &ldquo;auf die &Uuml;bertragung aufgrund des Spektrums an Antigentypen und der nachlassenden impfstoffinduzierten Immunit&auml;t&rdquo; ein weiterer zu ber&uuml;cksichtigender Faktor. Hinzu k&auml;men m&ouml;gliche &ldquo;unbeabsichtigte Folgen im Zusammenhang mit Unterschieden in der impfstoffinduzierten und infektionsinduzierten Immunit&auml;t&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/119883-entweder-geimpft-oder-covid-19-kontroverse-lauterbach-professor\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Delta-Variante &ndash; Kassenarztchef warnt vor Hysterie, Panikmache und Alarmismus<\/strong><br>\nDer Chef der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, wirft der Bundesregierung mit Blick auf die Delta-Variante irrationales Handeln vor. Er pl&auml;diert im exklusiven Interview mit dem RND f&uuml;r Lockerungen bei den Reiseregeln f&uuml;r vollst&auml;ndig Geimpfte. Und er warnt vor Druck auf die Stiko, die Impfempfehlung f&uuml;r Kinder und Jugendliche zu &auml;ndern. [&hellip;]<br>\nWir m&uuml;ssen erst einmal festhalten, dass wir so niedrige Infektionszahlen haben wie vor einem Jahr. Gleichzeitig breiten sich Mutationen aus, was nun wirklich bei einer Viruspandemie keine &Uuml;berraschung ist. Die Delta-Variante d&uuml;rfte bereits Ende Juli hierzulande die dominierende Mutante werden.<br>\nAber deshalb m&uuml;ssen wir nicht in Panik verfallen. Ich halte die Debatte derzeit f&uuml;r in Teilen fast schon hysterisch. Es ist aber unverantwortlich, immer wieder mit Endzeitszenarien zu operieren. Die Bev&ouml;lkerung hat ein Anrecht darauf, dass man sich seri&ouml;s mit allen neuen Entwicklungen der Pandemie auseinandersetzt und mit angemessener Ruhe und Vorsicht reagiert. [&hellip;]<br>\nDie Bundesregierung ist dabei, Vertrauen in der Bev&ouml;lkerung zu verspielen. Die Menschen haben zumindest ein Mindestma&szlig; an Verl&auml;sslichkeit verdient. Portugal mit seinen harten Lockdowns wird lange als Musterland der Corona-Bek&auml;mpfung dargestellt, f&uuml;r das Reisen wird mit gro&szlig;em Brimborium der digitale Impfpass eingef&uuml;hrt.<br>\nDoch dann wird &uuml;ber Nacht der Urlaub in Portugal quasi unm&ouml;glich gemacht, weil alle R&uuml;ckreisende &ndash; ob geimpft oder nicht &ndash; in 14-t&auml;gige Quarant&auml;ne geschickt werden. Und das wird ja nicht das letzte Land gewesen sein, bei dem so verfahren wird. [&hellip;]<br>\nEs war schon immer falsch, nur starr auf die sogenannte Inzidenz zu schauen. Aber angesichts des enormen Impffortschritts wird es immer absurder, das weiter zum Ma&szlig;stab des Handelns zu machen. Wenn immer mehr Menschen durch eine Impfung vor schweren Krankheitsverl&auml;ufen gesch&uuml;tzt sind, kann und darf die Infektionszahl nicht die entscheidende Rolle spielen.<br>\nWir k&ouml;nnen eine gewisse Inzidenz akzeptieren und das werden wir perspektivisch auch m&uuml;ssen. Aber ich bef&uuml;rchte, wenn die Zahlen hochgehen, wird es wieder Forderungen nach einem Lockdown geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/delta-variante-kassenarzt-chef-warnt-vor-hysterie-panikmache-und-alarmismus-XEB7DC6NZRGBVOAOEVO6K3EVKU.html\">RND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Panzerverk&auml;ufe und Bedrohungsanalysen<\/strong><br>\nDie Bundeswehr wird ihre Zusammenarbeit mit den Streitkr&auml;ften Sloweniens intensivieren und damit die Anbindung ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischer Truppenverb&auml;nde st&auml;rken. Dies ist ein Ergebnis des Besuchs von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Montag in Ljubljana. Bislang operieren Einheiten beider L&auml;nder vor allem in Einsatzgebieten wie Mali oder Irak Seite an Seite. Dar&uuml;ber hinaus weitet Slowenien seine Eink&auml;ufe bei deutschen Waffenschmieden aus und wird f&uuml;r einen dreistelligen Millionenbetrag Radpanzer vom Typ Boxer erwerben. Diese werden von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann produziert und sind bisher unter anderem in betr&auml;chtlicher St&uuml;ckzahl an Litauen verkauft worden, mit deren Streitkr&auml;ften die Bundeswehr an ihrem litauischen Einsatzort Rukla kooperiert. Kramp-Karrenbauer und ihr slowenischer Amtskollege Matej Tonin besprachen zudem den von Berlin initiierten &ldquo;Strategischen Kompass&rdquo; der EU, f&uuml;r den die slowenische EU-Ratspr&auml;sidentschaft einen fertigen Entwurf vorlegen soll. Er soll mehr EU-Milit&auml;reins&auml;tze erm&ouml;glichen; dabei basiert er auf einem geheimdienstlich erstellten, unter Verschluss gehaltenen Kern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8644\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>N&auml;chste R&auml;umung: Obdachlose aus der Rummelsburger Bucht m&uuml;ssen nun auch das Hostel verlassen<\/strong><br>\nIm Februar wurde ihr Camp in Lichtenberg aufgel&ouml;st, die Wohnungslosen in Friedrichshain untergebracht. Nun endet die dortige Hilfsaktion, Bewohner protestieren.<br>\nSie standen zuletzt &ouml;fter in Friedrichshain auf der Stra&szlig;e und demonstrierten gegen die R&auml;umung ihrer Obdachlosenunterkunft: ehemalige Bewohner der Zeltstadt in der Rummelsburger Bucht, die seit Anfang Februar auf Senatskosten in einem Hostel in der Boxhagener Stra&szlig;e untergebracht waren.<br>\nNun stehen sie wieder auf der Stra&szlig;e. Am Mittwoch lief die Unterbringung im Rahmen der sogenannten K&auml;ltehilfe wie auch an anderen Stellen der Stadt aus. &bdquo;Ab diesem Tag ist das Geb&auml;ude keine Unterkunft mehr f&uuml;r obdachlose Menschen, der Vertrag ist beendet&ldquo;, teilt die Senatsverwaltung f&uuml;r Soziales auf Anfrage mit. &bdquo;Die Unterbringung sollte bereits zum Ende der K&auml;ltehilfe am 30. April enden, ist dann aber, wie andere Einrichtungen auch, wegen der Impfkampagne f&uuml;r obdachlose Menschen verl&auml;ngert worden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/obdachlose-aus-der-rummelsburger-bucht-muessen-nun-auch-das-hostel-verlassen-li.168485\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gesch&auml;fte machen wie im schlechten Film<\/strong><br>\nDer Amazon-Konzern soll laut &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; Zulieferer gedr&auml;ngt haben, ihm Aktien zu Dumpingpreisen zu verkaufen. Es war offenbar nicht die einzige zweifelhafte Gesch&auml;ftsmethode.<br>\nDemnach nutzte Bezos&rsquo; Konzern in mindestens 85 F&auml;llen seine Marktmacht aus, um Gesch&auml;ftspartner mit guten Zukunftsaussichten dazu zu bewegen, ihm sogenannte Berechtigungsscheine zur Verf&uuml;gung zu stellen. Sie erm&ouml;glichen es dem Besitzer, in einem bestimmten Zeitraum Aktien des Unternehmens zu einem festgelegten Betrag zu kaufen. Steigt der B&ouml;rsenkurs deutlich &uuml;ber diesen Betrag, kann sich der Berechtigte zu einem Schn&auml;ppchenpreis eindecken.<br>\nDie Enth&uuml;llungen der renommierten Wirtschafts- und Finanzzeitung sind Wasser auf die M&uuml;hlen all jener Kritiker, die Amazon teilweise seit Jahren einen Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vorwerfen. So unterh&auml;lt der Konzern etwa einerseits eine elektronische Plattform, &uuml;ber die unz&auml;hlige Anbieter Waren an ihre Kunden verkaufen. Zugleich bietet er aber auch selbst Produkte an, die denen kleinerer Anbieter oft frappierend &auml;hneln, aber g&uuml;nstiger sind.<br>\nKritiker monieren seit langem, Bezos&rsquo; Unternehmen sammle gezielt Daten, um besonders beliebte Produkte zu identifizieren, zu kopieren und dann die urspr&uuml;nglichen Anbieter mit Niedrigpreisen zu unterbieten. Der Firmengr&uuml;nder, der sich k&uuml;rzlich aus der operativen F&uuml;hrung des Konzerns zur&uuml;ckgezogen hat, hat die Vorw&uuml;rfe wiederholt zur&uuml;ckgewiesen, unter anderem auch bei einer Anh&ouml;rung im US-Kongress.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/amazon-monopol-1.5337627\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neue Richtlinien f&uuml;r Vorsitzende Richter an Bundesgerichten<\/strong><br>\nBislang habe Vorsitzender Richter an einem Bundesgericht nur werden k&ouml;nnen, wer in der Regel bereits f&uuml;nf Jahre an dem jeweiligen Gericht t&auml;tig war, erl&auml;uterte SWR Aktuell am 27.06.2021 unter Berufung auf Informationen der ARD-Rechtsredaktion aus dem Bundesjustizministerium. Dieses versuche bereits seit Sommer 2020, die Anforderungen dahingehend zu &auml;ndern, dass k&uuml;nftig auch Externe das Amt des Vorsitzenden Richters am Bundesgerichtshof, Bundesverwaltungsgericht und Bundesfinanzhof bekleiden k&ouml;nnen. Nun habe die zust&auml;ndige Staatssekret&auml;rin im Ministerium, Magaretha Sudhoff (SPD), einen Absatz in das Anforderungsprofil eingef&uuml;gt, der bewirke, dass sich das einschr&auml;nkende &ldquo;in der Regel&rdquo; nicht mehr nur auf die f&uuml;nf Jahre Erfahrung, sondern auch darauf beziehe, dass &uuml;berhaupt an dem Bundesgericht gearbeitet wurde. Aber was steckt hinter dieser &Auml;nderung? Das Bundesjustizministerium h&auml;lt sich laut SWR Aktuell bedeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/daily\/meldung\/detail\/neue-richtlinien-fuer-vorsitzende-richter-an-bundesgerichten\">beck-aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Schwarzbuch Corona&ldquo;: 2 Leseproben aus dem neuen Buch von Jens Berger<\/strong><br>\nIn der Medizin sagt man, die Therapie darf nicht sch&auml;dlicher sein als die Krankheit. &Uuml;bertr&auml;gt man dies auf die Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des Coronavirus, m&uuml;sste man wohl von einem der gr&ouml;&szlig;ten Kunstfehler der Geschichte sprechen. Diese These unterf&uuml;ttert Jens Berger, Redakteur der Nachdenkseiten, im &bdquo;Schwarzbuch Corona&ldquo;, aus dem wir hier zwei Ausz&uuml;ge zum &bdquo;verbotenen Grippevergleich&ldquo; und zum &bdquo;Sterben in den Altenheimen&ldquo; als Leseproben pr&auml;sentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/buchtipps\/schwarzbuch-corona\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Regionalwahlen in Frankreich: Verunsicherung und politische Apathie<\/strong><br>\nFrankreich geht es schlecht. In dieser Situation hat der Wahlkampf f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftswahlen 2022 begonnen. Schon die Regionalwahlen vom vergangenen Wochenende unterstrichen, dass Krisen und Verunsicherung bei unseren Nachbarn noch tiefer sind als hierzulande.<br>\n65 Prozent der Franzosen glauben einer Umfrage des renommierten Instituts IFOP zufolge, dass &bdquo;die Zivilisation, wie wir sie kennen&ldquo; in den n&auml;chsten Jahren zusammenbrechen wird. In Deutschland sind es nur 39 Prozent.[1] Macron selbst sprach von &bdquo;einer Welt am Rand eines Abgrunds.&ldquo; Und im universit&auml;ren Milieu hat sich gar schon eine eigene Forschungsrichtung unter dem Label &bdquo;Collapsologie,&ldquo; die &bdquo;Lehre vom Zusammenbruch&ldquo; etabliert. Und das alles noch vor der Pandemie, deren Management in Frankreich noch etwas chaotischer und in Sachen Freiheitseinschr&auml;nkungen zeitweise deutlich rigoroser als bei uns ablief.<br>\nCorona ist dabei nur das letzte Glied einer Kette von Krisen, die seit der Finanz- und der Eurokrise das Land ersch&uuml;ttern. Hohe Dauer- und Jugendarbeitslosigkeit, der Abbau des im internationalen Vergleich noch einigerma&szlig;en funktionierenden Sozialstaates haben enorme Unzufriedenheit und spektakul&auml;re Protestbewegungen, wie die der Gelbwesten, hervorgerufen. Dazu kamen die Terroranschl&auml;ge islamistischer Fundamentalisten, darunter zuletzt mit grauenhafter Symbolhaftigkeit die Enthauptung eines Lehrers, der Mohammed-Karikaturen im Unterricht behandelt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/24-2021\/verunsicherung-und-politische-apathie\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Eine Dem&uuml;tigung mit Folgen<\/strong><br>\nSelbst ihre &auml;rgsten Kritiker k&ouml;nnen ihren Diagnosen nicht widersprechen. Dass ihr jetzt mitten im Wahlkampf ein Ausschlussverfahren droht, ist bezeichnend f&uuml;r die Linke<br>\nJe st&auml;rker die soziale Ungleichheit in Deutschland zunimmt, umso schw&auml;cher wird Die Linke. Und das, obwohl das Programm zur Bundestagswahl in weiten Teilen eine Politik im Interesse des unteren Bev&ouml;lkerungsdrittels vorschl&auml;gt: Verm&ouml;genssteuer, bundesweiter Mietendeckel, h&ouml;herer Mindestlohn, sanktionsfreie Mindestsicherung. In den Umfragen liegt die Partei zwischen sechs und sieben Prozent, Tendenz sinkend. Offenbar fehlt es an Glaubw&uuml;rdigkeit. 2009 hatte es noch f&uuml;r 11,9 Prozent gereicht. Seitdem ist die Gemengelage komplizierter geworden. Und doch l&auml;sst sie sich auf diese eine Formel bringen: Die Parteilinken und ihre einstige Klientel haben jeden Bezug zueinander verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/cbaron\/eine-demuetigung-mit-folgen\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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