{"id":73908,"date":"2021-07-04T09:00:47","date_gmt":"2021-07-04T07:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908"},"modified":"2021-07-04T09:59:34","modified_gmt":"2021-07-04T07:59:34","slug":"hinweise-der-woche-213","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h02\">&ldquo;Millionen Leben stehen auf dem Spiel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h02\">Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h03\">&bdquo;Das Gesetz, die Rechte und die Regeln&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h04\">L&uuml;gen und Doppelmoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h05\">Defender-Skandal: Geheimdokumente des britischen Kriegsministeriums beweisen provokative Absicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h06\">Der neue Milliardentrick der Steuerhinterzieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h07\">Gesch&auml;fte machen wie im schlechten Film<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h08\">Return to Sender<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h09\">&raquo;Das ist ein Schock f&uuml;r viele, die Angeh&ouml;rige zu Hause pflegen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h10\">&Uuml;berwachungsfantasien im Ministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h11\">Donald Rumsfeld, Rot in Hell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908#h12\">Julian Assange: Todesstrafe in Raten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Millionen Leben stehen auf dem Spiel&rdquo;<\/strong><br>\nIn Syrien herrscht die schlimmste Hungerkrise seit Beginn des Konflikts. Mehr als 12 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen. Und nun droht auch noch die Schlie&szlig;ung eines wichtigen Versorgungsweges f&uuml;r Hilfsg&uuml;ter.<br>\nIn Syrien gibt es nach Angaben der Vereinten Nationen so wenig zu essen wie nie zuvor seit Beginn des B&uuml;rgerkriegs. Dem Weltern&auml;hrungsprogramm (WFP) zufolge haben 12,4 Millionen Menschen Probleme, sich zu ern&auml;hren. Das seien nahezu 60 Prozent der Bev&ouml;lkerung. Damit habe sich die Zahl der Hungernden in Syrien innerhalb eines Jahres um 4,5 Millionen erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/uno-nahrungskrise-syrien-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Hunderttausenden droht der Hungertod<\/strong><br>\nWegen einer anhaltenden D&uuml;rre sind in Madagaskar nach Einsch&auml;tzung des Weltern&auml;hrungsprogramms derzeit etwa 400.000 Menschen vom Hungertod bedroht. Die Lage sei dramatisch hei&szlig;t es seitens des Weltern&auml;hrungsprogramms (WFP). Es habe bereits Todesf&auml;lle gegeben. Laut Welthungerhilfe stehen im S&uuml;den des Landes bereits jetzt 14.000 Menschen kurz vor dem Hungertod. Der Inselstaat vor der K&uuml;ste Afrikas erlebt derzeit die schlimmste D&uuml;rre seit 40 Jahren.<br>\nF&uuml;hrende WFP-Mitarbeiter hatten sich in der vergangenen Woche vor Ort ein Bild &uuml;ber die Lage gemacht. Die zust&auml;ndige Regionaldirektorin des WFP f&uuml;r das s&uuml;dliche Afrika, Lola Castro, sagte, in den 28 Jahren, in denen sie f&uuml;r das Weltern&auml;hrungsprogramm auf vier Kontinenten gearbeitet habe, habe sie so etwas noch nie gesehen, erkl&auml;rte Castro. Einzige Ausnahme sei ihr Besuch in Bahr al-Gazal im heutigen S&uuml;dsudan 1998 gewesen. Erwachsene und Kinder seien vom Hunger geschw&auml;cht, Hunderte Kinder nur noch Haut und Knochen &ndash; abh&auml;ngig von N&auml;hrstoffunterst&uuml;tzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/madagaskar-hungersnot-107.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Warum spenden Super-Verm&ouml;gende, die gelegentlich als Philanthropen bezeichnet werden, nicht um Hungerkrisen wie in Madagaskar, Syrien und weltweit zu beenden? An den finanziellen Mitteln d&uuml;rfte es nicht liegen. Die sind ja ausreichend, aber leider konzentriert vorhanden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Delta-Variante &ndash; Kassenarztchef warnt vor Hysterie, Panikmache und Alarmismus<\/strong><br>\nDer Chef der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, wirft der Bundesregierung mit Blick auf die Delta-Variante irrationales Handeln vor. Er pl&auml;diert im exklusiven Interview mit dem RND f&uuml;r Lockerungen bei den Reiseregeln f&uuml;r vollst&auml;ndig Geimpfte. Und er warnt vor Druck auf die Stiko, die Impfempfehlung f&uuml;r Kinder und Jugendliche zu &auml;ndern. [&hellip;]<br>\nWir m&uuml;ssen erst einmal festhalten, dass wir so niedrige Infektionszahlen haben wie vor einem Jahr. Gleichzeitig breiten sich Mutationen aus, was nun wirklich bei einer Viruspandemie keine &Uuml;berraschung ist. Die Delta-Variante d&uuml;rfte bereits Ende Juli hierzulande die dominierende Mutante werden.<br>\nAber deshalb m&uuml;ssen wir nicht in Panik verfallen. Ich halte die Debatte derzeit f&uuml;r in Teilen fast schon hysterisch. Es ist aber unverantwortlich, immer wieder mit Endzeitszenarien zu operieren. Die Bev&ouml;lkerung hat ein Anrecht darauf, dass man sich seri&ouml;s mit allen neuen Entwicklungen der Pandemie auseinandersetzt und mit angemessener Ruhe und Vorsicht reagiert. [&hellip;]<br>\nDie Bundesregierung ist dabei, Vertrauen in der Bev&ouml;lkerung zu verspielen. Die Menschen haben zumindest ein Mindestma&szlig; an Verl&auml;sslichkeit verdient. Portugal mit seinen harten Lockdowns wird lange als Musterland der Corona-Bek&auml;mpfung dargestellt, f&uuml;r das Reisen wird mit gro&szlig;em Brimborium der digitale Impfpass eingef&uuml;hrt.<br>\nDoch dann wird &uuml;ber Nacht der Urlaub in Portugal quasi unm&ouml;glich gemacht, weil alle R&uuml;ckreisende &ndash; ob geimpft oder nicht &ndash; in 14-t&auml;gige Quarant&auml;ne geschickt werden. Und das wird ja nicht das letzte Land gewesen sein, bei dem so verfahren wird. [&hellip;]<br>\nEs war schon immer falsch, nur starr auf die sogenannte Inzidenz zu schauen. Aber angesichts des enormen Impffortschritts wird es immer absurder, das weiter zum Ma&szlig;stab des Handelns zu machen. Wenn immer mehr Menschen durch eine Impfung vor schweren Krankheitsverl&auml;ufen gesch&uuml;tzt sind, kann und darf die Infektionszahl nicht die entscheidende Rolle spielen.<br>\nWir k&ouml;nnen eine gewisse Inzidenz akzeptieren und das werden wir perspektivisch auch m&uuml;ssen. Aber ich bef&uuml;rchte, wenn die Zahlen hochgehen, wird es wieder Forderungen nach einem Lockdown geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/delta-variante-kassenarzt-chef-warnt-vor-hysterie-panikmache-und-alarmismus-XEB7DC6NZRGBVOAOEVO6K3EVKU.html\">RND<\/a><\/li>\n<li><strong>Pflegereport der AOK: In den Pflegeheimen f&uuml;hrten auch Schlaganf&auml;lle und Traurigkeit zum Tod<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr machte man sich viel und laut Gedanken dar&uuml;ber, in den Pflegeheimen Leben zu retten. &Uuml;ber die Menschenw&uuml;rde der Gepflegten eher weniger. Der AOK-Pflegereport zeigt, warum genau das dringend n&ouml;tig w&auml;re.<br>\nAm Dienstag erschien der Pflegereport der AOK, aber leider wurden nur Bruchst&uuml;cke daraus in den Medien aufgegriffen. Dort, wo darauf Bezug genommen wurde, wurde vor allem erw&auml;hnt, dass die Sterblichkeit in den Pflegeheimen im vergangenen Jahr h&ouml;her gewesen sei. Was nicht wiedergegeben wurde, ist, dass die Abweichung vom langj&auml;hrigen Mittel w&auml;hrend der ersten Corona-Welle nicht das Ausma&szlig; der Grippewelle 2018 erreichte: &ldquo;Die Sterblichkeit von vollstation&auml;r Pflegebed&uuml;rftigen war 2018 w&auml;hrend der Grippewelle deutlich h&ouml;her als w&auml;hrend der ersten Welle.&rdquo; Die h&ouml;here Sterblichkeit 2020 betraf vor allem Pflegebed&uuml;rftige der h&ouml;chsten Pflegestufen 4 und 5 sowie Pflegebed&uuml;rftige mit Demenz.<br>\nAllerdings sieht die AOK-Studie mitnichten Infektionen mit COVID-19 als einzigen Ausl&ouml;ser dieser erh&ouml;hten Sterblichkeit. Es wird &ndash; mit Verweis auf eine weitere Untersuchung &ndash; auch erw&auml;hnt, &ldquo;dass w&auml;hrend der ersten COVID-19-Welle &ndash; und abgeschw&auml;cht auch in der zweiten &ndash; bezogen auf die Gesamtbev&ouml;lkerung ein deutlicher R&uuml;ckgang der Krankenhausaufnahmen zu beobachten war. Das Leistungsspektrum hat sich hin zu operativen F&auml;llen verschoben und auf F&auml;lle mit h&ouml;herer Schwere konzentriert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/120056-pflegereport-aok-in-pflegeheimen-fuhrten\/\">RT DE<\/a><\/li>\n<li><strong>Profitable Pandemie<\/strong><br>\nDie Coronakrise trifft nur die lohnabh&auml;ngige Bev&ouml;lkerung. Spekulanten konnten ihre Guthaben w&auml;hrend der tiefsten Rezession nach 1945 hingegen steigern. Laut einer am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Studie der franz&ouml;sischen Unternehmensberater&shy;firma Capgemini haben sich die Million&auml;re 2020 ungeniert vermehrt. (&hellip;)<br>\nAuch in Deutschland hat sich eine ganze Kleinstadt an Million&auml;ren angesiedelt: W&auml;hrend prek&auml;r Besch&auml;ftigte in der Pflege und in Superm&auml;rkten dem Virus ausgesetzt waren, hielten die Superreichen die Taschen auf. Um 69.100 Personen wuchs die Sippschaft der Aktion&auml;re und Immobilienhaie auf mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Mitglieder &ndash; durch tatkr&auml;ftige Mithilfe der Bundesregierung: Das Kabinett um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat es nicht einmal f&uuml;r n&ouml;tig befunden, Dividendenzahlungen zu untersagen, als die Krise zuschlug und Hartz-IV-Bezieher sich den Schutz vor dem Virus vom Mund absparen mussten.<br>\nAuch hierzulande boomt die B&ouml;rse. Im ersten Halbjahr suchten bereits 14 Unternehmen ihr Gl&uuml;ck mit einer Erstnotierung am Frankfurter Aktienumschlagplatz. Wie die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) am Dienstag mitteilte, wurden dabei rund 8,8 Milliarden Euro eingesammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/405325.spekulanten-profitable-pandemie.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: 20 Millionen Million&auml;re: Nachwuchs im Club der Reichen<\/strong><br>\nDie reichsten Menschen der Welt haben das Corona-Jahr 2020 gl&auml;nzend &uuml;berstanden: Wer schon viel Geld hat, dem fliegt es zu. Der Boom an den Aktienm&auml;rkten l&auml;sst die Kassen der Superreichen klingeln.<br>\nEiner Studie des Beratungsunternehmens Capgemini zufolge wurde im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 20 Millionen Million&auml;ren weltweit &uuml;berschritten. Die Zahl der Menschen, die &uuml;ber ein anlagef&auml;higes Verm&ouml;gen von mindestens einer Million Dollar verf&uuml;gen, stieg um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 20,8 Millionen, haben die Fachleute errechnet.<br>\nWenn die insgesamt 20,8 Millionen Million&auml;re weltweit ihr Verm&ouml;gen zusammenwerfen, ergibt das die Gesamtsumme von knapp 80.000 Milliarden Dollar (plus 7,6 Prozent), was rund 67.000 Milliarden Euro entspricht. Zum Vergleich: W&uuml;rden sie sich entschlie&szlig;en, die Staatsschulden der USA und Deutschlands zu begleichen, blieben immer noch 50.000 Milliarden Dollar f&uuml;r ein oder mehrere Leben in Wohlstand &uuml;brig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/reiche-vermoegen-zuwachs-anstieg-reichtum-wealth-report-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>au&szlig;erdem: Aufgrund Verbindung von Macht und Kapital hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich in USA st&auml;ndig vergr&ouml;&szlig;ert<\/strong><br>\nVor kurzem haben der &Ouml;konom Bruce Meyer von der amerikanischen University of Chicago und sein Kollege James Sullivan von der University of Notre Dame in einem Forschungsbericht darauf hingewiesen, aufgrund der COVID-19-Pandemie sei die Zahl der Armen in den USA in der zweiten H&auml;lfte 2020 um acht Millionen gestiegen. Die Armutsrate habe sich um 2,4 Prozentpunkte und die Zahl der armen Afroamerikaner sogar um 5,4 Prozentpunkte gestiegen. Laut der Webseite von &bdquo;Forbes&ldquo; ist der gesamte Reichtum der reichsten 650 amerikanischen Multimillion&auml;re w&auml;hrend der Pandemie um 1,2 Billionen US-Dollar gestiegen &ndash; ein Wachstum von zirka 40 Prozent. Wegen der Pandemiekrise ist die bereits gro&szlig;e Kluft zwischen Arm und Reich in den USA st&auml;ndig ausgebaut worden.<br>\nAlle US-Pr&auml;sidenten haben zugesagt, diese Kluft zu verkleinern. Allerdings liegt das endg&uuml;ltige Resultat darin, dass die Kluft kontinuierlich gr&ouml;&szlig;er und die gesellschaftliche Unfairness noch schlimmer geworden sind. Zum Beispiel hatte der ehemalige US-Pr&auml;sident Donald Trump zugesagt, die Manipulation der Politik durch besondere Interessengruppen zu ver&auml;ndern. Allerdings hatte er w&auml;hrend seiner Pr&auml;sidentschaft Steuererm&auml;&szlig;igungsma&szlig;nahmen in H&ouml;he von 1,5 Billionen US-Dollar gew&auml;hrt, wovon die Reichen am meisten profitiert haben.<br>\nErgebnissen einer Untersuchung vom Pew Research Center zufolge hoffen 93 Prozent der Amerikaner, dass sich das politische System in den USA in gewissem Ma&szlig;e ver&auml;ndern sollte. Mehr als zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, dass &bdquo;die meisten Politiker korrupt sind&ldquo;. In den vergangenen Jahren hatten die sich vergr&ouml;&szlig;ernde Kluft zwischen Arm und Reich und die sch&auml;rferen gesellschaftlichen Widerspr&uuml;che, die von der politischen Korruption in den USA ausgel&ouml;st worden sind, schon einige Folgen: Die Bewegung Occupy Wall Street, die vom Todesfall von George Floyd verursachten antirassistischen Proteste sowie die Auseinandersetzungen im US-Kapitol Anfang dieses Jahres.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20210628\/681618.html\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das in der &Uuml;berschrift benannte Problem der &ldquo;Verbindung von Macht und Kapital&rdquo;, das &ldquo;die Kluft zwischen Arm und Reich in USA st&auml;ndig vergr&ouml;&szlig;ert&rdquo;, ist in anderen Staaten ebenfalls zu beobachten &ndash; und auch in Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Und nun die Gewinner der Corona-Krise &hellip;<\/strong><br>\nDer Onlinehandel hat einen unvergleichlichen Siegeszug hingelegt und geh&ouml;rt zu den gro&szlig;en Gewinnern der Ma&szlig;nahmen-Krise. W&auml;hrend der station&auml;re Einzelhandel langsam stirbt, konnte der Internet- und Versandhandel im Mai 2021 ein Umsatzplus von stolzen 42,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat vermelden. Und auch hier sind es vor allem die meist aus den USA kommenden Oligopolisten, die den Markt unter sich aufteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Und-nun-die-Gewinner-der-Corona-Krise-6124754.html\">Jens Berger auf Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Intensivbetten-Recherche: Der Fall Schrappe<\/strong><br>\nAls Matthias Schrappe auf Betrug bei den Intensivbetten hinwies, stand er im Kreuzfeuer der Kritik. Inzwischen hat der Bundesrechnungshof ihn best&auml;tigt. Wie kam es zum Medienversagen in der DIVI-Aff&auml;re &ndash; und welche Rolle spielte dabei eine E-Mail von Christian Drosten?<br>\nAm 16. Mai 2021 ver&ouml;ffentlichte eine interdisziplin&auml;re Arbeitsgruppe um den Gesundheits&ouml;konomen Matthias Schrappe ein Positionspapier. Die Forscher stellten darin die These auf, dass die Angst vor einem Notstand auf den deutschen Intensivstationen in der Pandemie unbegr&uuml;ndet war. Sofort folgte eine Denunziation der Schrappe-Arbeitsgruppe, beteiligt waren die ersten Adressen im deutschen Journalismus, darunter der &bdquo;Spiegel&ldquo;, &ouml;ffentlich-rechtliche Formate wie &bdquo;Tagesschau.de&ldquo; oder der WDR. Und nicht nur die.<br>\nWELT liegt eine Mail von Christian Drosten an Hedwig Fran&ccedil;ois-Kettner vor. Sie ist Mitglied in der Arbeitsgruppe von Schrappe, arbeitete fr&uuml;her ebenfalls an der Charit&eacute;. Drosten kommt gegen&uuml;ber der &bdquo;sehr geehrten Frau Fran&ccedil;ois-Kettner&ldquo; sehr schnell zur Sache.<br>\n[Bezahlschranke]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus232088383\/Intensivbetten-Recherche-Der-Fall-Schrappe.html\">Welt, 29.06.2021<\/a>\n<p><strong>dazu: Wolfgang Kubicki via Facebook<\/strong><br>\nEs gibt bei den Betrugsvorw&uuml;rfen rund um die Intensivbetten noch viel aufzukl&auml;ren, insbesondere warum das Problem offensichtlich auf h&ouml;chster Ebene im Gesundheitsministerium seit Januar bekannt war, man aber offensichtlich nicht sofort hart durchgriff. Einen extrem bitteren Beigeschmack hat aber auch der kampagnenartige Furor diverser Medien, der auf diejenigen niederging, die den Ungereimtheiten bei den Intensivbetten schon l&auml;nger nachgingen. Dass Christian Drosten gegen&uuml;ber der Arbeitsgruppe von Matthias Schrappe wohl drohend schon vorher ank&uuml;ndigte &bdquo;die Medien&ldquo; w&uuml;rden die Untersuchungen der Arbeitsgruppe jetzt &bdquo;analysieren&ldquo;, zeigt, dass auch ein brillanter Virologe nicht davor gefeit ist, aktiver Teil einer unseligen politischen Instrumentalisierung von Wissenschaft zu werden.<br>\nDabei ist inzwischen nicht mehr zu bestreiten, dass die &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; zeitgleich die h&auml;rteste und unn&ouml;tigste aller Corona-Ma&szlig;nahmen war. Dass die Bundesregierung sie trotzdem erzwingen konnte, lag auch daran, dass man der in der Bundesregierung erdachten Erz&auml;hlung der steten &bdquo;Gefahr durch zu viel Freiheit&ldquo; unkritisch medial den Weg ebnete. Diese Pandemie war kein Ruhmesblatt f&uuml;r manche einstmals stolzen Medien in der Bundesrepublik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/kubicki.wolfgang\">Wolfgang Kubicki<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bundesregierung hat sich das Recht erschlichen, die Reisefreiheit dauerhaft zu beschneiden<\/strong><br>\nNachdem die Regierungsparteien das neue Infektionsschutzgesetz schon im Schweinsgalopp durch das Gesetzgebungsverfahren gepeitscht hatten, haben sie nun einen wichtigen Teil ihrer Notstandsrechte in einer Nacht-und-Nebelaktion bis ein Jahr nach Ende des gesundheitlichen Notstands verl&auml;ngert.<br>\nEine Novelle des Infektionsschutzgesetzes wurde im letzten Moment an ein Gesetz zur Harmonisierung des Stiftungsrechts angeh&auml;ngt und gestern Nacht um 23 Uhr vom Bundestag angenommen, ohne nennenswerte Aussprache im Parlament und ohne dass die &Ouml;ffentlichkeit vorher etwas davon erfahren h&auml;tte. Dabei geht es um sehr weitreichende Einschr&auml;nkungen der Grundrechte. Es gab 412 Ja-Stimmen, 212 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen.<br>\nDem Entwurf eines Gesetzes zur Harmonisierung des Stiftungsrechts wurde ans Ende ein Artikel 9 geh&auml;ngt, der das erst vor kurzem massiv versch&auml;rfte Infektionsschutzgesetz nochmal versch&auml;rft:<br>\n&sect; 36 Absatz 12 des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000, das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 28. Mai 2021 ge&auml;ndert worden ist, wird wie folgt gefasst:<br>\nEine aufgrund des Absatzes 8 Satz 1 oder des Absatzes 10 Satz 1 erlassene Rechtsverordnung tritt sp&auml;testens ein Jahr nach der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag au&szlig;er Kraft. Bis zu ihrem Au&szlig;erkrafttreten kann eine aufgrund des Absatzes 8 Satz 1 oder des Absatzes 10 Satz 1 erlassene Rechtsverordnung auch nach Aufhebung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite ge&auml;ndert werden.&ldquo;<br>\nOhne jede &ouml;ffentliche Diskussion wurde daf&uuml;r gesorgt, dass die Regierung noch ein Jahr nachdem die epidemische Notlage f&uuml;r beendet erkl&auml;rt worden ist, per Notstandserm&auml;chtigung &uuml;ber Aufhebung, Beibehaltung oder Versch&auml;rfung von Einschr&auml;nkungen unserer Reisefreiheit entscheiden darf, ohne das Parlament zu fragen. (&hellip;)<br>\nDie in der Novelle genannte Abs&auml;tze des &sect;36 Infektionsschutzgesetz bestimmen unter anderem, dass f&uuml;r Menschen, die nach Deutschland einreisen Quarant&auml;nepflicht angeordnet werden kann. Au&szlig;erdem kann die Einreiseerlaubnis davon abh&auml;ngig gemacht werden, dass ein Impfzeugnis oder negativer Coronatest vorgelegt werden. Dabei ist nicht zwingend, dass ein negativer Test ein Impfzeugnis ersetzen kann. Das sieht man schon daran, dass zwar aus vielen L&auml;ndern Geimpfte in die EU einreisen d&uuml;rfen, aber nicht negativ Getestete.<br>\nWie so viele der schwerer erkl&auml;rbaren und anr&uuml;chigeren Pandemiema&szlig;nahmen dient auch diese &Auml;nderung des Infektionsschutzgesetzes dazu, die Agenda der N&ouml;tigung zur Impfung und, damit zusammenh&auml;ngend, die Durchsetzung und Verbreitung des digitalen Impfnachweises zu bef&ouml;rdern.<br>\nSo ist vorgesorgt f&uuml;r den Fall, dass eine weitere Corona-Welle ausbleiben sollte. Per Verordnung kann die Regierung noch sehr lange alle nicht geimpften Reisenden so lange schikanieren, bis sie sich impfen lassen und einen digitalen Impfpass mit sich f&uuml;hren. Es reicht, in irgendeinem Land eine Virusvariante zu identifizieren, die man f&uuml;r gef&auml;hrlich erkl&auml;ren kann. Das Land wird dann zum Variantengebiet erkl&auml;rt und nur noch Geimpfte d&uuml;rfen von dort einreisen, von Inl&auml;ndern vielleicht auch noch die negativ Getesteten, die dann in Quarant&auml;ne m&uuml;ssen.<br>\nNat&uuml;rlich kann man diese Erm&auml;chtigung bei Bew&auml;hrung auch jederzeit befristet oder dauerhaft verl&auml;ngern, wenn es genug Varianten gibt, vor denen man noch Angst vorsch&uuml;tzen kann.<br>\nEin weltweit verwendeter digitaler Impfnachweis ist Teil der von der Rockefeller Foundation angesto&szlig;enen, von Microsoft und der Impfallianz Gavi vorangetriebenen Kampagne ID2020. Diese zielt darauf ab, jedem Erdenb&uuml;rger einen digitalen Identit&auml;tsnachweis zu verpassen, der f&uuml;r alle m&ouml;glichen beh&ouml;rdlichen und privaten Zwecke Verwendung findet, und so die Total&uuml;berwachung zu vervollkommnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/novelle-infektionsschutzgesetz\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Goldbrunner:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/parlament\/plenum\/abstimmung\/abstimmung?id=749\">Hier das Abstimmungsergebnis<\/a>, welches auf bundestag.de unter den <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/abstimmung\">namentlichen Abstimmungen<\/a> thematisch als &bdquo;Verbraucherschutz, Stiftungsrecht&ldquo; benannt ist. Die massive Einschr&auml;nkung der Grundrechte bis zu 12 Monaten auch nach Aufhebung der &bdquo;epidemischen Lage nationaler Tragweite&ldquo; erf&auml;hrt man erst, im Kleingedruckten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Tobias Riegels Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73707\">Reisefreiheit: Beschneidung der Grundrechte bei Nacht und Nebel<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Das Gesetz, die Rechte und die Regeln&ldquo;<\/strong><br>\nArtikel vom russischen Au&szlig;enminister Sergej Lawrow<br>\nDas offene und im Allgemeinen konstruktive Gespr&auml;ch, das beim Gipfeltreffen zwischen den Pr&auml;sidenten Wladimir Putin und Joseph Biden am 16. Juni 2021 in Genf stattfand, f&uuml;hrte zu einer Vereinbarung &uuml;ber die Aufnahme eines substanziellen Dialogs &uuml;ber strategische Stabilit&auml;t, wobei die entscheidende Pr&auml;misse bekr&auml;ftigt wurde, dass ein Atomkrieg inakzeptabel ist. Beide Seiten verst&auml;ndigten sich auch auf die Zweckm&auml;&szlig;igkeit von Konsultationen &uuml;ber Cybersicherheit, den Betrieb diplomatischer Vertretungen, das Schicksal inhaftierter russischer und US-amerikanischer B&uuml;rger und eine Reihe regionaler Konflikte.<br>\nDer russische Staatschef machte auch in seinen &ouml;ffentlichen &Auml;u&szlig;erungen deutlich, dass die Suche nach einem f&uuml;r beide Seiten akzeptablen Interessenausgleich auf streng parit&auml;tischer Basis der einzige Weg ist, um auf irgendeinem dieser Gleise etwas zu erreichen. W&auml;hrend der Gespr&auml;che gab es keine Einw&auml;nde. Unmittelbar nach den Gespr&auml;chen begannen jedoch US-Offizielle, einschlie&szlig;lich derer, die an dem Genfer Treffen teilnahmen, scheinbar Selbstverst&auml;ndliches zu behaupten, indem sie behaupteten, sie h&auml;tten es Moskau &bdquo;klar gemacht&ldquo;, &bdquo;es gewarnt und ihre Forderungen gestellt.&ldquo; Au&szlig;erdem gingen all diese &bdquo;Warnungen&ldquo; Hand in Hand mit Drohungen: Wenn Moskau die in Genf aufgestellten &bdquo;Spielregeln&ldquo; nicht in einigen Monaten akzeptiere, w&uuml;rde es erneut unter Druck geraten.<br>\n&hellip; Abgesehen davon ist es bezeichnend, dass Washingtons unumst&ouml;&szlig;liche Position unmittelbar nach den Gespr&auml;chen ge&auml;u&szlig;ert wurde, zumal die europ&auml;ischen Hauptst&auml;dte die Meinung des Gro&szlig;en Bruders sofort beherzigten und die Melodie mit viel Gusto und Freude aufgriffen. Der Tenor ihrer Erkl&auml;rungen ist, dass sie bereit sind, ihre Beziehungen zu Moskau zu normalisieren, aber nur, wenn es sein Verhalten &auml;ndert.<br>\nEs ist, als ob ein Chor organisiert wurde, der mit dem Leads&auml;nger mitsingt. Es scheint, dass die Reihe hochrangiger westlicher Veranstaltungen im Vorfeld der Gespr&auml;che zwischen Russland und den USA genau darauf abzielte: das Gipfeltreffen der Gruppe der Sieben in Cornwall, Gro&szlig;britannien, der NATO-Gipfel in Br&uuml;ssel sowie das Treffen von Joseph Biden mit dem Pr&auml;sidenten des Europ&auml;ischen Rates Charles Michel und der Pr&auml;sidentin der Europ&auml;ischen Kommission Ursula von der Leyen.<br>\n(&hellip;) Seri&ouml;se L&auml;nder, die sich selbst respektieren, werden niemals den Versuch tolerieren, mit ihnen durch Ultimaten zu reden, und werden alle Fragen nur auf gleicher Augenh&ouml;he diskutieren.<br>\nWas Russland betrifft, so ist es h&ouml;chste Zeit, dass jeder versteht, dass wir einen endg&uuml;ltigen Schlussstrich unter alle Versuche gezogen haben, mit uns ein einseitiges Spiel zu spielen&hellip;<br>\nDie Politik, dass sich die Russische F&ouml;deration eigenst&auml;ndig, unabh&auml;ngig und unter Wahrung der nationalen Interessen entwickelt und gleichzeitig offen ist f&uuml;r Vereinbarungen mit ausl&auml;ndischen Partnern auf gleicher Augenh&ouml;he, steht seit langem im Mittelpunkt aller Positionspapiere zur Au&szlig;enpolitik, nationalen Sicherheit und Verteidigung. Nach den praktischen Schritten zu urteilen, die der Westen in den letzten Jahren unternommen hat, dachte er jedoch wahrscheinlich, dass Russland es nicht wirklich ernst meint&hellip;<br>\nUngeachtet aller Ambitionen und Drohungen bleibt unser Land einer souver&auml;nen und unabh&auml;ngigen Au&szlig;enpolitik verpflichtet und gleichzeitig bereit, eine einigende Agenda in internationalen Angelegenheiten anzubieten, die der kulturellen und zivilisatorischen Vielfalt in der heutigen Welt geb&uuml;hrend Rechnung tr&auml;gt. Konfrontation ist nicht unsere Wahl, egal aus welchen Gr&uuml;nden. Am 22. Juni 2021 ver&ouml;ffentlichte Wladimir Putin einen Artikel &bdquo;Offen sein, trotz der Vergangenheit&ldquo;, in dem er betonte: &bdquo;Wir k&ouml;nnen es uns einfach nicht leisten, die Last vergangener Missverst&auml;ndnisse, harter Gef&uuml;hle, Konflikte und Fehler zu tragen.&ldquo;&hellip;<br>\nWir werden immer offen bleiben f&uuml;r einen ehrlichen Dialog mit jedem, der die gegenseitige Bereitschaft zeigt, einen Interessenausgleich zu finden, der fest im V&ouml;lkerrecht verankert ist. Das sind die Regeln, an die wir uns halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uncutnews.ch\/artikel-vom-russischen-aussenminister-sergej-lawrow-das-gesetz-die-rechte-und-die-regeln\/\">uncut news<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Den Artikel von Wladimir Putin &bdquo;Offen sein trotz Vergangenheit&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-06\/ueberfall-auf-die-sowjetunion-1941-europa-russland-geschichte-wladimir-putin\/komplettansicht\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Einen guten Beitrag zum Thema finden Sie auch auf den Nachdenkseiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73782\">&bdquo;V&ouml;llig vernagelt, trotz der Vergangenheit &ndash; Das Medienecho auf Putins vers&ouml;hnlichen Essay&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>L&uuml;gen und Doppelmoral<\/strong><br>\nDa hatten Merkel und Macron mal eine vern&uuml;nftige Idee: Sie wollten sich, zusammen mit den anderen europ&auml;ischen Regierungschefs, mit Putin treffen. Aber die Mehrheit der europ&auml;ischen Staatenlenker lehnte ab. Stattdessen beschlossen sie: Es g&auml;be &bdquo;die Notwendigkeit einer entschlossenen und koordinierten Reaktion der EU und ihrer Mitgliedstaaten auf jede weitere b&ouml;swillige, rechtswidrige und disruptive Aktivit&auml;t Russlands&ldquo;.<br>\nWelch eine Heuchelei. Gilt das auch f&uuml;r b&ouml;swillige, rechtswidrige und disruptive Aktivit&auml;ten der USA? Wie w&auml;re es denn mit entschlossenen und koordinierten Reaktionen auf die rechtswidrigen Drohnenmorde der USA von deutschem Boden aus? Wo bleiben die entschlossenen und koordinierten Reaktionen der EU auf die von den USA &bdquo;vom Zaun gebrochenen&ldquo; v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege? Und ist es nicht b&ouml;swillig, wenn Washington Deutschland wie bei Nordstream 2 vorschreiben will, von wem es Gas oder &Ouml;l beziehen darf? Von &bdquo;H&uuml;tern der Menschenrechte&ldquo; wie den USA und Saudi-Arabien k&ouml;nnen wir Gas und &Ouml;l beziehen, vom b&ouml;sen Putin nicht?<br>\nWie lange glauben die EU-Regierungschefs eigentlich noch, zusammen mit den USA gegen&uuml;ber Russland eine Politik der doppelten Moral machen zu k&ouml;nnen? Trotz all ihrer L&uuml;gen, wahr bleibt:<br>\nDie Nato gibt mehr als 17mal so viel f&uuml;r Krieg aus wie Russland (R&uuml;stungsausgaben 2020: Nato: 1,103 Milliarden Dollar, Russland: 61,7 Milliarden Dollar, Quelle: Friedensforschungsinstitut Sipri).<br>\nEntgegen den Zusagen, die man Gorbatschow gegeben hatte, r&uuml;ckte die Nato an die russische Grenze vor, und als Dank f&uuml;r die Aufl&ouml;sung des Warschauer Paktes und der Wiedervereinigung Deutschlands wird Russland weiter eingekreist und mit Man&ouml;vern (Defender 21) vor seiner Grenze provoziert.<br>\nWas hat ein britisches Kriegsschiff im schwarzen Meer verloren (siehe dazu auch den Beitrag von Craig Murray auf den NachDenkSeiten.).<br>\nUnd ob es der L&uuml;genbande passt oder nicht: Die Krim w&auml;re nicht annektiert worden, wenn die USA nicht mit f&uuml;nf Milliarden den Putsch in der Ukraine finanziert h&auml;tten (Die ehemalige US-Staatssekret&auml;rin Victoria Nuland: &bdquo;Wir haben &uuml;ber f&uuml;nf Milliarden Dollar aufgewandt, um die Ukraine zu destabilisieren.&ldquo;). Genauso haben sie die Staaten im Vorderen Orient oder Libyen zerst&ouml;rt.<br>\nDie Folgen dieser Regime-Change-Politik m&uuml;ssen die unterw&uuml;rfigen europ&auml;ischen Vasallen ausbaden. Sie glauben immer noch Joe Bidens Erz&auml;hlung: Das Eintreten f&uuml;r die Menschenrechte geh&ouml;re zur DNA der USA. Wahr ist eher: L&uuml;gen und Doppelmoral geh&ouml;ren zur DNA der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/4210395922355176\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Defender-Skandal: Geheimdokumente des britischen Kriegsministeriums beweisen provokative Absicht<\/strong><br>\nHinter einer Bushaltestelle im britischen Kent wurden am Dienstagmorgen laut Darlegung der BBC geheime Dokumente des Verteidigungsministeriums des Vereinigten K&ouml;nigreiches gefunden, die brisante Details &uuml;ber die Operationsplanung der HMS Defender im Schwarzen Meer enthalten. Ein B&uuml;rger, der anonym bleiben m&ouml;chte, kontaktierte die BBC, als ihm die Sensibilit&auml;t der Inhalte bewusst wurde. Die Dokumente wurden noch einen Tag vor der spektakul&auml;ren Operation gefunden und dann weitergeleitet. Es bleibt allerdings unklar, ob die BBC vor oder erst nach der Operation der HMS Defender vor der Krim die geheimen Dokumente erhielt. Fakt bleibt aber, dass sogar ein BBC-Journalist am Mittwoch beim Eindringen des britischen Zerst&ouml;rers HMS Defender in russische Hoheitsgew&auml;sser an Bord war.<br>\nIn der staatlichen Dokumentation, die insgesamt fast 50 Seiten umfasst, werden die m&ouml;glichen Reaktionen Russlands auf die Durchfahrt der HMS Defender durch angeblich &ldquo;ukrainische&rdquo; Gew&auml;sser vor der K&uuml;ste der Krim diskutiert. Die Dokumente beschreiben au&szlig;erdem auch Pl&auml;ne f&uuml;r einen m&ouml;glichen Fortbestand der britischen Milit&auml;rpr&auml;senz in Afghanistan nach dem vollst&auml;ndigen Abzug der US-Truppen aus diesem Land am Hindukusch.<br>\nDie Dokumente zeigen, dass eine vom britischen Verteidigungsministerium als &ldquo;harmlose Durchfahrt durch ukrainische Hoheitsgew&auml;sser&rdquo; bezeichnete Operation durchaus ganz bewusst mit der Erwartung durchgef&uuml;hrt wurde, dass Russland &ldquo;aggressiv&rdquo; reagieren k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/119830-defender-vorfall-geheimdokumente-britischen-verteidigungsministerium\/\">RT DE<\/a>\n<p><strong>dazu: Geheimakten vergessen: Skurrile Episode in Streit &uuml;ber Krim-Vorfall<\/strong><br>\nDie Fahrt eines britischen Kriegsschiffs sorgt seit Tagen f&uuml;r Missmut zwischen London und Moskau. Die &bdquo;HMS Defender&ldquo; hatte am Mittwoch Gew&auml;sser vor der Krim genutzt, woraufhin es russische Warnsch&uuml;sse gab. London bestritt vorerst, dass diese dem Schiff gegolten hatten, was wiederum britische Reporter dementierten. Seither wird &uuml;ber den Ablauf der Ereignisse gestritten. Am Sonntag gab es dazu eine skurrile Entwicklung: Ein Mitarbeiter des britischen Verteidigungsministeriums scheint Dokumente zu dem Fall bei einer Bushaltestelle vergessen zu haben. Aus Russland hagelte es daf&uuml;r Spott. [&hellip;]<br>\nDass nun das Dossier aus dem Verteidigungsministerium in der &Ouml;ffentlichkeit landete, sorgte seitens Russlands f&uuml;r Spott. &bdquo;London hat mehrfach gelogen, um die j&uuml;ngste Provokation zu verschleiern&ldquo;, schrieb die Sprecherin des Au&szlig;enministeriums, Maria Sacharowa, am Sonntag auf Telegram. &bdquo;007 ist nicht mehr der alte.&ldquo;<br>\nSacharowa f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Warum brauchen wir russische Hacker, wenn es britische Bushaltestellen gibt?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3218947\/\">ORF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der neue Milliardentrick der Steuerhinterzieher<\/strong><br>\nDie Politik k&auml;mpft gegen Steueroasen. Doch die setzen l&auml;ngst auf die n&auml;chste Masche: goldene P&auml;sse.<br>\nEine Briefkastenfirma in Panama, ein Nummernkonto in der Schweiz: Viel mehr brauchten Steuerhinterzieher fr&uuml;her nicht. Die Politik hat diese Praktiken erschwert. Doch auch die Steueroasen ziehen nach: Sie verkaufen ihre Staatsb&uuml;rgerschaften&hellip;<br>\nDie OECD hat seit Beginn der 2010er-Jahre viele Steueroasen dazu motiviert, steuerliche Informationen mit anderen L&auml;ndern auszutauschen. Seitdem l&auml;sst sich ein Konto in einer Steueroase nicht mehr so einfach vor dem Finanzamt geheim halten. Wer Steuern hinterziehen und den steuerlichen Informationsaustausch umgehen m&ouml;chte, muss verschleiern, wer er ist oder woher er kommt.<br>\nEine solche M&ouml;glichkeit bieten die goldenen P&auml;sse. Zum Beispiel k&ouml;nnte eine Frau vor vielen Jahren ein Konto auf den Seychellen geerbt haben. Sie verheimlicht die dortigen Kapitalertr&auml;ge dem heimischen Finanzamt, hinterzieht also Steuern. 2016 liest sie in der Zeitung, dass Deutschland und die Seychellen vom n&auml;chsten Jahr an Steuerinformationen austauschen: Beide L&auml;nder sind einem internationalen Verfahren der OECD beigetreten, das sie verpflichtet, sich gegenseitig &uuml;ber alle Bankkonten zu informieren, die einer Person aus einem anderen teilnehmenden Staat geh&ouml;ren.<br>\nAls Reaktion darauf erwirbt die steuerhinterziehende Erbin die Staatsb&uuml;rgerschaft von St. Lucia. Sie wechselt auf den Seychellen die Bank und benutzt bei der Kontoer&ouml;ffnung ihren neuen Pass aus St. Lucia. Ihren Wohnsitz in Deutschland verschweigt sie. Ein Jahr sp&auml;ter tritt auch St. Lucia dem steuerlichen Informationsaustausch bei. Die Seychellen informieren nun St. Lucia in diesem Rahmen &uuml;ber die Kontoinhaberin sowie Kontostand und Zinseink&uuml;nfte. Das bleibt allerdings folgenlos, denn St. Lucia besteuert nur Personen, die sich dort mindestens die H&auml;lfte des Jahres aufhalten. Das Land muss die erhaltenen Informationen auch nicht nach Deutschland weiterleiten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steueroasen-goldene-visa-1.5334557\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gesch&auml;fte machen wie im schlechten Film<\/strong><br>\nDer Amazon-Konzern soll laut &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; Zulieferer gedr&auml;ngt haben, ihm Aktien zu Dumpingpreisen zu verkaufen. Es war offenbar nicht die einzige zweifelhafte Gesch&auml;ftsmethode.<br>\nDemnach nutzte Bezos&rsquo; Konzern in mindestens 85 F&auml;llen seine Marktmacht aus, um Gesch&auml;ftspartner mit guten Zukunftsaussichten dazu zu bewegen, ihm sogenannte Berechtigungsscheine zur Verf&uuml;gung zu stellen. Sie erm&ouml;glichen es dem Besitzer, in einem bestimmten Zeitraum Aktien des Unternehmens zu einem festgelegten Betrag zu kaufen. Steigt der B&ouml;rsenkurs deutlich &uuml;ber diesen Betrag, kann sich der Berechtigte zu einem Schn&auml;ppchenpreis eindecken.<br>\nDie Enth&uuml;llungen der renommierten Wirtschafts- und Finanzzeitung sind Wasser auf die M&uuml;hlen all jener Kritiker, die Amazon teilweise seit Jahren einen Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vorwerfen. So unterh&auml;lt der Konzern etwa einerseits eine elektronische Plattform, &uuml;ber die unz&auml;hlige Anbieter Waren an ihre Kunden verkaufen. Zugleich bietet er aber auch selbst Produkte an, die denen kleinerer Anbieter oft frappierend &auml;hneln, aber g&uuml;nstiger sind.<br>\nKritiker monieren seit langem, Bezos&rsquo; Unternehmen sammle gezielt Daten, um besonders beliebte Produkte zu identifizieren, zu kopieren und dann die urspr&uuml;nglichen Anbieter mit Niedrigpreisen zu unterbieten. Der Firmengr&uuml;nder, der sich k&uuml;rzlich aus der operativen F&uuml;hrung des Konzerns zur&uuml;ckgezogen hat, hat die Vorw&uuml;rfe wiederholt zur&uuml;ckgewiesen, unter anderem auch bei einer Anh&ouml;rung im US-Kongress.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/amazon-monopol-1.5337627\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Return to Sender<\/strong><br>\nDie reichen Gesellschaften im Norden leben seit Jahrhunderten auf Kosten des globalen S&uuml;dens. Eine Tatsache, die gerne verdr&auml;ngt wird. Doch wie alles Verdr&auml;ngte kehrt auch dieses irgendwann zur&uuml;ck.<br>\n(&hellip;) Doch die sogenannten Freihandelsvertr&auml;ge sind nur der papiergewordene Ausdruck einer viel umfassenderen Abh&auml;ngigkeits- und Unterdr&uuml;ckungsbeziehung zwischen den L&auml;ndern des globalen Nordens und des globalen S&uuml;dens. Die historischen Wurzeln dieser Beziehungen liegen Jahrhunderte zur&uuml;ck. &bdquo;Die Ausbeutung von Rohstoffen war von Anfang an eine Antriebsfeder des Kolonialismus&ldquo;, erkl&auml;rt Karin K&uuml;blb&ouml;ck, &Ouml;konomin an der &Ouml;sterreichischen Forschungsstiftung f&uuml;r Internationale Entwicklung (&Ouml;FSE).<br>\nIn der Literatur ist vom &bdquo;Ressourcenfluch&ldquo; die Rede. Zwar besitzen L&auml;nder wie die Demokratische Republik Kongo oder Chile reiche Vorkommen an sogenannten &bdquo;strategischen Rohstoffen&ldquo; wie Kobalt oder Lithium &ndash; Mineralien, die f&uuml;r die Produktion von Smartphones oder Elektro-Autos unverzichtbar sind. Doch die Verarbeitung und damit die Wertsch&ouml;pfung findet in anderen L&auml;ndern statt. Dadurch werde die Abh&auml;ngigkeit von Rohstoffexporten fortgeschrieben, so K&uuml;blb&ouml;ck&hellip;<br>\nDas Schicksal ganzer Staaten liegt somit zu einem betr&auml;chtlichen Teil in den H&auml;nden einer Art &uuml;berirdischer Kraft namens Markt. F&auml;llt die Kaffee-Ernte in Brasilien &uuml;berdurchschnittlich gut aus, muss der Kaffeebauer in Uganda um seine Existenz f&uuml;rchten, denn das brasilianische Mehrangebot dr&uuml;ckt den Preis. Je niedriger die Temperaturen in Brasilien, desto &uuml;ppiger das Abendessen in Uganda.<br>\nCharakteristisch f&uuml;r den globalen &bdquo;ungleichen Tausch&ldquo; ist andererseits die Tatsache, dass niedrig entlohnte, arbeitsintensive Produktionsschritte und Rohstoffextraktion tendenziell im globalen S&uuml;den stattfinden, erkl&auml;rt Karin Fischer, Leiterin des Arbeitsbereichs Globale Soziologie und Entwicklungsforschung an der Johannes Kepler Universit&auml;t Linz, w&auml;hrend wissensintensive T&auml;tigkeiten im globalen Norden abgewickelt werden. Doch Profite werden am Ende, nicht am Anfang der Wertsch&ouml;pfungskette erzielt: &bdquo;In den Konzernzentralen verbleibt der h&ouml;chste Gewinn.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Die Politikwissenschafter Ulrich Brand von der Universit&auml;t Wien und Markus Wissen von der Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Recht Berlin sprechen in diesem Zusammenhang von einer &bdquo;imperialen Produktions- und Lebensweise&ldquo;. Die Art und Weise, wie wir im globalen Norden produzieren und konsumieren, basiert zu gro&szlig;en Teilen auf der &bdquo;Externalisierung&ldquo; der sozialen und &ouml;kologischen Kosten dieser Produktions- und Lebensweise. Kurz: Andere bezahlen anderswo die Rechnung f&uuml;r unseren Wohlstand, f&uuml;r unser ganz normales Leben.<br>\n(&hellip;) Es gibt noch einen weiteren Punkt, der eine politische Auseinandersetzung um die Ungleichheitsbeziehungen zwischen globalem Norden und S&uuml;den verhindert. &bdquo;Den eigenen Wohlstand zu wahren, indem man ihn anderen vorenth&auml;lt, ist das unausgesprochene und uneingestandene Lebensmotto der &sbquo;fortgeschrittenen&lsquo; Gesellschaften im globalen Norden &ndash; und ihre kollektive Lebensl&uuml;ge ist es, die Herrschaft dieses Verteilungsprinzips und die Mechanismen seiner Sicherstellung vor sich selbst zu verleugnen&hellip;<br>\nDoch wie alles Verdr&auml;ngte&hellip;findet auch das der imperialen Lebensweise seinen Weg irgendwann zur&uuml;ck an die Oberfl&auml;che, zur&uuml;ck ins Bewusstsein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/coverstory-return-to-sender\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Das ist ein Schock f&uuml;r viele, die Angeh&ouml;rige zu Hause pflegen&laquo;<\/strong><br>\nMindestlohn f&uuml;r ausl&auml;ndische Hilfskr&auml;fte<br>\nSPIEGEL: Herr Fussek, das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass auch ausl&auml;ndischen Pflege- und Haushaltshilfen der Mindestlohn zusteht &ndash; und das auch f&uuml;r die Betreuungsbereitschaft rund um die Uhr. Was bedeutet das f&uuml;r Familien, in denen gepflegt wird?<br>\nClaus Fussek: Das ist ein Schock f&uuml;r viele Menschen, die Angeh&ouml;rige &uuml;berlastet zu Hause pflegen und deshalb auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen sind&hellip;<br>\nSPIEGEL: Und wenn Sie diesen Frauen den Mindestlohn h&auml;tten zahlen m&uuml;ssen, w&auml;re das nicht m&ouml;glich gewesen?<br>\nFussek: Nat&uuml;rlich nicht&hellip; Das Urteil ist dennoch richtig und ethisch korrekt. Es beantwortet allerdings nicht, wie das in der Praxis funktionieren soll. Um sich legal um einen Menschen zu Hause zu k&uuml;mmern, br&auml;uchte es k&uuml;nftig drei bis vier Kr&auml;fte. Das sind Kosten von schnell 10.000 Euro monatlich! Hinzu kommt, dass die Familien diese Menschen auch unterbringen m&uuml;ssen. Viele k&ouml;nnen ja noch nicht mal f&uuml;r eine Hilfskraft ein Zimmer zur Verf&uuml;gung stellen&hellip;<br>\nSPIEGEL: Was muss getan werden?<br>\n&hellip; Es ist die Frage: Was sind wir bereit, f&uuml;r uns und unsere Eltern auszugeben? Die Pflege muss endlich zur Schicksalsfrage der Gesellschaft werden, doch im Wahlkampf habe ich das Thema bei keiner Partei bisher gr&ouml;&szlig;er entdeckt&hellip;<br>\nSPIEGEL: Stattdessen setzen wir derzeit aber auf Hilfen im Haushalt, die meist noch nicht mal examinierte Pflegekr&auml;fte sind.<br>\nFussek: Wir l&uuml;gen uns da in die eigene Tasche! Wir holen sie als Haushaltshilfen, aber nat&uuml;rlich &uuml;bernehmen sie h&auml;ufig auch Pflegeaufgaben. Viele von ihnen sind darin auch sehr erfahren&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mindestlohn-fuer-auslaendische-hilfskraefte-das-ist-ein-schock-fuer-viele-menschen-die-angehoerige-zu-hause-pflegen-a-cc981ea5-c503-4077-9bc5-37e86d6c38eb?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ein sehr durchwachsener Artikel. Einerseits wird zurecht darauf hingewiesen, dass das irgendwie nicht in Ordnung ist, unterbezahlte Ausl&auml;nderinnen f&uuml;r die Pflege in Privathaushalte zu locken und sie, meist auch noch schwarz bezahlt, einen 24-Stunden-Dienst arbeiten zu lassen. Andererseits steht die Frage im Raum: aber was sollen wir denn sonst machen? Und sie bleibt unbeantwortet.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja was denn wohl? Der Gesetzgeber muss sich darum k&uuml;mmern und darf die Familien nicht allein lassen. Und wenn das was kostet, dann muss man sich das Geld daf&uuml;r dort holen, wo welches zu holen ist. Geld ist bei der Oberschicht in rauhen Mengen vorhanden, soviel, dass es verzweifelt nach Anlagem&ouml;glichkeiten sucht und in Milliarden in Steuerparadiese verschoben wird, blo&szlig; um sich hier nicht an der Finanzierung der Gesellschaft beteiligen zu m&uuml;ssen. Und der Staat schaut dabei genauso weg wie bei den &bdquo;Arbeitsbedingungen&ldquo; in der h&auml;uslichen Pflege, wohl aus Angst, das scheue Reh Kapital aufzuschrecken. Obwohl beides gleicherma&szlig;en illegal ist, gibt es keine Kontrollen und keine Strafen.<\/em><\/p>\n<p><em>N&auml;heres zum Urteil finden Sie untenstehend.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &bdquo;24-Stunden-Betreuung&ldquo;:<\/strong><br>\nVon einer unl&ouml;sbaren Gleichung aus den Untiefen der deutschen Pflegepolitik bis hin zu einer scheinbaren L&ouml;sung aus &Ouml;sterreich<br>\nDie Reaktionen auf das Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu den Betreuungskr&auml;ften aus Osteuropa (vgl. dazu ausf&uuml;hrlicher die Besprechung der Entscheidung in dem Beitrag Aus der Schattenwelt des deutschen Pflegesystems: Die un-m&ouml;gliche &bdquo;24-Stunden-Betreuung&ldquo; als Gesch&auml;ftsmodell ist beim Bundesarbeitsgericht aufgelaufen vom 24. Juni 2021) streuen zwischen Panik bis hin zu einer Fortsetzung der bisher dominanten Form der Nicht-Auseinandersetzung nach dem Modell der drei Affen (nichts sehen, nichts h&ouml;ren und vor allem nichts sagen). Die angesprochene Panik wird dann auch in der Begriffswahl deutlich erkennbar, so beispielsweise in dem Statement des Sozialverbands VdK Deutschland, deren Pr&auml;sidentin Vera Bentele mit diesen Worten zitiert wird: &bdquo;Es droht das Armageddon der h&auml;uslichen Pflege&ldquo;. Darin findet man diese Aussage, die man einfach mal sacken lassen muss: &raquo;Rund-um-die-Uhr Pflege ist nur noch mit Mindestlohn legal. F&uuml;r die allermeisten wird sie damit unbezahlbar.&laquo; Auch sehr aufschlussreich ist ein Interview mit dem Pflegeexperten Claus Fussek, der bekannt daf&uuml;r ist, dass er auf Missst&auml;nde in der Pflege skandalisierend hinzuweisen versucht: &raquo;Das ist ein Schock f&uuml;r viele, die Angeh&ouml;rige zu Hause pflegen&laquo;, so ist das Gespr&auml;ch mit ihm &uuml;berschrieben. Das insofern eine besondere Authentizit&auml;t bekommt, als dass er sich selbst als Nutzer dieser zuweilen als &bdquo;3. S&auml;ule&ldquo; des deutschen Pflegesystems bezeichneten Betreuungsform geoutet hat.<br>\n&hellip; heute hat das Bundesarbeitsgericht eine Entscheidung getroffen, die sich einf&uuml;gt in die damals hier vorgenommene Charakterisierung des Urteils des Landesarbeitsgerichts aus dem August 2020: Eine &raquo;Entscheidung &hellip;, die nun f&uuml;r ein Erdbeben in der Branche sorgen wird, denn &ndash; auch das erkl&auml;rt die Aufregung &ndash; das Verfahren bezog sich ja auf zur&uuml;ckliegende Zeiten und k&ouml;nnte\/wird Nachahmerinnen finden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/06\/24\/bag-entscheidung-zur-24-stunden-betreuung\/#more-12481\">aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Uuml;berwachungsfantasien im Ministerium<\/strong><br>\nArbeitsgruppe im Forschungsministerium l&auml;sst Anwendung von Sozialkreditsystem erforschen. Debatte um Folgen, auch f&uuml;r den Arbeitsmarkt<br>\nTechnische Kontrollinstrumente zur Covid-19-Entwicklung in S&uuml;dkorea begeisterten auch in Europa machen Regierungspolitiken, die laxen Vorschriften bei Neubauten in Katar sorgen f&uuml;r Zuspruch bei Bauunternehmern. H&auml;ufig werden Erfahrungen anderer L&auml;nder zur Argumentation hierzulande genutzt. Manchmal auch von h&ouml;chsten Stellen. Wie das Sozialkreditsystem Chinas in der Bundesrepublik eingesetzt werden kann, l&auml;sst nun Bundesforschungsministerin Anja Karliczek untersuchen.<br>\nBei Sozialkreditsystemen werden Menschen anhand unterschiedlicher gesammelter Daten bewertet. Nachbarn k&ouml;nnen als &ldquo;Big Brother&rdquo; Noten vergeben, Kameras mit Gesichtserkennungsprogrammen dokumentieren Fehlverhalten, wie das &Uuml;berfahren einer roten Ampel oder die Teilnahme an einer verbotenen Demonstration.<br>\nDie ermittelten Punkte sind bedeutsam beim Erwerb von Tickets f&uuml;r Hochgeschwindigkeitsz&uuml;ge oder helfen dem Personalchef, der &uuml;ber eine Bewerbung zu entscheiden hat. Dieses umfassende gesellschaftliche Experiment zur Disziplinierung und Kontrolle weckt offenbar auch hierzulande Begehrlichkeiten.<br>\nDer &ldquo;Zukunftskreis&rdquo; des Bundesforschungsministeriums sucht aktuell nach Zukunftstrends. Dabei wurde auch ein Szenario zu Social-Scoring-Praktiken entwickelt. Die Frage: Was w&auml;re, wenn hierzulande ein Bonuspunktesystem eingef&uuml;hrt wird, dass sich am Sozialkreditsystem Chinas orientiert? Von den Forschungsergebnissen berichtet Karim Fathi, Mitglied des Zukunftskreises des Ministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ueberwachungsfantasien-im-Ministerium-6120666.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Donald Rumsfeld, Rot in Hell<\/strong><br>\nBush administration Secretary of Defense Donald Rumsfeld is dead at the age of 88. It&rsquo;s a tragedy that Rumsfeld died before he could be put on trial for crimes against humanity. [&hellip;]<br>\nTo be fair, Rumsfeld spent the first year or so of his time in the Nixon administration helping to shut down programs to help poor people in this country as the head of the Office of Economic Opportunity. In several other positions, though, he was directly involved with the imperial war machine. That alone might have been enough to earn him a stiff punishment if the standards the United States applied to captured war criminals after World War II were ever applied to American officials.<br>\nBut Rumsfeld&rsquo;s most significant personal involvement in crimes against humanity happened later, during his second stint as Secretary of Defense. He oversaw the invasion of Afghanistan, kicking off the longest war in US history.<br>\nThe official justification was that the Taliban government refused to hand over Osama Bin Laden to the United States after the 9\/11 terrorist attacks. Consistently applied, the principle that harboring terrorists is sufficient grounds for war would license Cuba to bomb Miami. It would also justify escalating any number of tense stand-offs between pairs of nations around the world into all-out warfare and chaos. But the whole point of being an empire is that you get to play by different rules than the rest of the world.<br>\nDuring Rumsfeld&rsquo;s second year as George W. Bush&rsquo;s secretary of defense, when Bush, Rumsfeld, Cheney, and the rest of the gang were pushing for an invasion of Iraq, the justification was even weaker. Saddam Hussein, we were told, might use &ldquo;weapons of mass destruction&rdquo; himself, or share them with Al Qaeda at some point in the future. So it was important to cluster-bomb, invade, and occupy the whole country to make sure that never happened. Ya know, just in case. Imagine if the rest of the world got to play by that rule. [&hellip;]<br>\nHere&rsquo;s what the craziness of Donald Rumsfeld looked like in practice for the citizens of the &ldquo;crappy little countries&rdquo; the United States picked and threw against the wall during Rumsfeld&rsquo;s years as Bush&rsquo;s Secretary of Defense: a peer-reviewed study published in The Lancet, one of the world&rsquo;s most prestigious medical journals, in 2006 &mdash; the year Rumsfeld left office &mdash; estimated 654,965 &ldquo;excess deaths&rdquo; in Iraq since the invasion in 2003. That&rsquo;s 2.5 percent of the total population of the country dead as a result of the violence.<br>\nThis doesn&rsquo;t, of course, take into account the spiraling waves of chaos and bloodshed that have continued to rock the region throughout the eighteen years since the region was destabilized by the 2003 invasion. A similar story has played out on a smaller scale in Afghanistan &mdash; where US troops are still present and wedding parties are still being bombed almost two decades after Rumsfeld and his friends got their invasion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2021\/06\/donald-rumsfeld-obituary-iraq-war\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Julian Assange: Todesstrafe in Raten<\/strong><br>\nAm 3. Juli wird Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange 50 Jahre alt &ndash; im Hochsicherheitsknast Belmarsh in London, wo er seit zwei Jahren in Isolationshaft sitzt. Sein Zustand ist lebensbedrohlich. Die Geschichte dieser politischen Verfolgung hat Nils Melzer, UNO-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter, in einem Buch festgehalten.<br>\nEs ist der 12. Juli 2007. Zwei amerikanische Apache-Kampfhubschrauber kreisen &uuml;ber Bagdad, auf der Suche nach bewaffneten Aufst&auml;ndischen. In kleinen Gruppen stehen in einer Stra&szlig;e zivil gekleidete M&auml;nner zusammen. Zwei haben etwas umgeh&auml;ngt, was nicht nach Waffen aussieht (Journalisten mit Kameras, wie wir sp&auml;ter erfahren). Die Crew ist der Ansicht, es handele sich um Maschinengewehre und Handgranaten. Sie bekommen die Schusserlaubnis.<br>\nIn wenigen Sekunden ist die Stra&szlig;e &uuml;bers&auml;t mit Toten. Ein paar Verletzte versuchen zu entkommen, die n&auml;chste Salve erwischt auch sie. Einer versucht sich zu erheben, bricht zusammen (es handelt sich um einen Reuters-Journalisten). Ein Minibus taucht auf. Drei M&auml;nner in Zivilkleidung wollen Leichen und Verletzte bergen. Die Crew bekommt wieder Schusserlaubnis. Die Bordkanone zerfetzt den Minibus, die Helfer und den schwerverletzten Reuters-Journalisten in St&uuml;cke. Ein Versto&szlig; gegen das Kriegsv&ouml;lkerrecht.<br>\nDas 18-min&uuml;tige Video, mit Dialogen der GIs wie in einem Computerspiel, nimmt einem den Atem. Es geht unter dem Titel &ldquo;Collateral Murder&rdquo; auf der 2006 von Julian Assange gegr&uuml;ndeten Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks um die Welt. Es wird das Leben von Assange dramatisch ver&auml;ndern, es wird Auswirkungen auf investigativen Journalismus weltweit haben. Und es wird das Leben des UNO-Sonderberichterstatters f&uuml;r Folter, Nils Melzer, ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/535\/todesstrafe-in-raten-7580.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Snowden &ndash; Das ist das Ende des Verfahrens gegen Julian Assange &ndash; US-Kronzeuge hat gelogen<\/strong><br>\nDie Hauptvorw&uuml;rfe im Verfahren gegen den WikiLeaks-Mitbegr&uuml;nder Julian Assange, dem im Falle der Auslieferung an die USA bis zu 175 Jahre Haft drohen, basieren Berichten zufolge auf der Aussage eines verurteilten Betr&uuml;gers, der nun gegen&uuml;ber den Medien zugab, dass er gelogen hatte. Sigurdur Ingi Thordarson (&ldquo;Siggi the Hacker&rdquo; Sigur&part;ur Ingi _&oacute;r&part;arson) hei&szlig;t ein isl&auml;ndischer Staatsb&uuml;rger und ehemaliger ehrenamtlicher Mitarbeiter von WikiLeaks, der f&uuml;r eine Summe von 5.000 US-Dollar zum FBI-Informanten wurde. Nun gab der fr&uuml;here Kronzeuge gegen&uuml;ber der isl&auml;ndischen Zeitung Stundin zu, dass er entscheidende Teile seiner Behauptungen f&uuml;r eine Anklageschrift gegen Julian Assange erfunden hatte.In einem Artikel, der am Samstag ver&ouml;ffentlicht wurde, beschreibt Stundin mehrere Teile seiner damaligen Aussage, die er nun bestreitet und neuerdings sagt, dass Assange ihn niemals angewiesen hatte, irgendwelche Cyberhacking-Aktionen durchzuf&uuml;hren. Als Reaktion auf den Artikel von Stundin twitterte der NSA-Whistleblower Edward Snowden umgehend: &ldquo;Dies ist das Ende des Falles gegen Julian Assange.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/119831-snowden-ist-ende-rechtsverfahrens-gegen\/\">RT<\/a><\/p>\n<p><strong>und direkt dazu: Key witness in Assange case admits to lies in indictment<\/strong><br>\nA major witness in the United States&rsquo; Department of Justice case against Julian Assange has admitted to fabricating key accusations in the indictment against the Wikileaks founder.<br>\nA major witness in the United States&rsquo; Department of Justice case against Julian Assange has admitted to fabricating key accusations in the indictment against the Wikileaks founder. The witness, who has a documented history with sociopathy and has received several convictions for sexual abuse of minors and wide-ranging financial fraud, made the admission in a newly published interview in Stundin where he also confessed to having continued his crime spree whilst working with the Department of Justice and FBI and receiving a promise of immunity from prosecution.<br>\nThe man in question, Sigurdur Ingi Thordarson, was recruited by US authorities to build a case against Assange after misleading them to believe he was previously a close associate of his. In fact he had volunteered on a limited basis to raise money for Wikileaks in 2010 but was found to have used that opportunity to embezzle more than $50,000 from the organization. Julian Assange was visiting Thordarson&rsquo;s home country of Iceland around this time due to his work with Icelandic media and members of parliament in preparing the Icelandic Modern Media Initiative, a press freedom project that produced a parliamentary resolution supporting whistleblowers and investigative journalism.<br>\nThe United States is currently seeking Assange&rsquo;s extradition from the United Kingdom in order to try him for espionage relating to the release of leaked classified documents. If convicted, he could face up to 175 years in prison. The indictment has sparked fears for press freedoms in the United States and beyond and prompted strong statements in support of Assange from Amnesty International, Reporters without borders, the editorial staff of the Washington Post and many others.<br>\nUS officials presented an updated version of an indictment against him to a Magistrate court in London last summer. The veracity of the information contained therein is now directly contradicted by the main witness, whose testimony it is based on.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/stundin.is\/grein\/13627\/key-witness-in-assange-case-admits-to-lies-in-indictment\/\">Studin<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73908\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-73908","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73908"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73908\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73910,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73908\/revisions\/73910"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73908"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}