{"id":73939,"date":"2021-07-03T11:45:13","date_gmt":"2021-07-03T09:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73939"},"modified":"2021-07-16T11:55:36","modified_gmt":"2021-07-16T09:55:36","slug":"corona-bekenntnisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73939","title":{"rendered":"Corona-Bekenntnisse"},"content":{"rendered":"<p>Da Bekenntnisse etwas sehr Pers&ouml;nliches sind, geht es in diesem Artikel haupts&auml;chlich darum, wie ich selbst das &ldquo;Corona-Management&rdquo; erlebt und aus welchem Blickwinkel ich die Ereignisse betrachtet habe. Zuallererst muss ich bekennen, dass ich in Sachen Corona &uuml;ber keine Spezialkenntnisse verf&uuml;ge und mir auch andere Spezialisierungen fremd sind. Kurzum: Ich bin keine Virologin oder Epidemiologin, keine (Lungen-)&Auml;rztin oder Intensivmedizinerin, keine so genannte Corona-Leugnerin, keine grunds&auml;tzliche Impfgegnerin, keine Anh&auml;ngerin esoterischer Kulte oder rechter Ideologien und keine Verschw&ouml;rungstheoretikerin.  Stattdessen bin ich eine schon ziemlich alte (das hei&szlig;t mit gewissen Vergleichsm&ouml;glichkeiten ausgestattete) und zudem sehr besorgte B&uuml;rgerin, die beobachtet, sich (nicht nur einseitig!) informiert und auf dieser Grundlage immer wieder neu &uuml;ber Notwendigkeit, Folgen und Dauer der von der Regierung angeordneten &ldquo;Corona-Ma&szlig;nahmen&rdquo; nachdenkt. Vor diesem Hintergrund sind die nachfolgenden &Uuml;berlegungen zu einigen ausgew&auml;hlten Themen einzuordnen. Von <strong>Magda von Garrel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8689\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-73939-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210702-Corona-Bekenntnisse-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210702-Corona-Bekenntnisse-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210702-Corona-Bekenntnisse-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210702-Corona-Bekenntnisse-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=73939-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210702-Corona-Bekenntnisse-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210702-Corona-Bekenntnisse-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Kontaktverbote<\/strong><\/p><p>Anf&auml;nglich wurde uns die Botschaft vermittelt, dass die Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung einer &Uuml;berlastung der Krankenhauskapazit&auml;ten ergriffen werden m&uuml;ssten, wobei der Schutz der besonders gef&auml;hrdeten alten Menschen im Vordergrund st&uuml;nde. Die letztgenannte Zielvorgabe stand in einem derart krassen Widerspruch zum bisherigen Desinteresse der Politik am Schicksal alter Menschen (Stichworte: Verwahrlosungsf&auml;lle in Alten- und Pflegeheimen oder zunehmende Altersarmut), dass ich sofort misstrauisch geworden bin.<\/p><p>Meine Skepsis wuchs, als klar wurde, dass die Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Betroffenen auf wochenlange Isolierung und absolute Kontaktverbote hinausliefen. Deshalb bin ich der Meinung, dass die propagierte F&uuml;rsorge in Gestalt einer (auch f&uuml;r alle Bezugspersonen schwer ertr&auml;glichen) seelischen Verk&uuml;mmerung umgesetzt worden ist, die wegen der daraus resultierenden Schw&auml;chung des Immunsystems genau das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung (Beschleunigung statt Verhinderung vorzeitiger Todesf&auml;lle) zur Folge hatte.<\/p><p>Mindestens genauso stark hat mich die schon fr&uuml;h an die Adresse der Kinder und Jugendlichen gerichtete Warnung aufgeregt, nach der sie bei einem Kontakt mit Oma und Opa f&uuml;r deren Tod verantwortlich sein k&ouml;nnten. Auf diese Weise sind ausgerechnet die j&uuml;ngsten und am leichtesten zu beeinflussenden Mitglieder der Gesellschaft mit einer durch die gleichzeitige Vermittlung von Schuldgef&uuml;hlen besonders stark empfundenen Angst konfrontiert worden, was ich f&uuml;r absolut gewissenlos halte.<\/p><p>Ein weiteres gro&szlig;es &Auml;rgernis stellt f&uuml;r mich der entm&uuml;ndigende Charakter der auf Kontaktvermeidung bedachten Auflagen und Vorschriften dar. Ungeachtet der hin und wieder gew&auml;hrten Erleichterungen ist es prinzipiell noch immer so, dass ma&szlig;nahmenkritische Menschen in vielerlei Hinsicht kein selbstbestimmtes Leben mehr f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Todeszahlen<\/strong><\/p><p>Im Zusammenhang mit den permanent vermeldeten Todeszahlen haben sich bei vielen Menschen schon sehr fr&uuml;h etliche Zweifel eingestellt. Dementsprechend warte nicht nur ich darauf, anstelle der absoluten Zahlen endlich einmal prozentuale Angaben mitgeteilt zu bekommen, um auch ohne eigene Umrechnungen beurteilen zu k&ouml;nnen, ob und gegebenenfalls in welchem Ausma&szlig; die behauptete &Uuml;bersterblichkeit tats&auml;chlich vorliegt.<\/p><p>Durch das Hinzukommen weiterer Fragw&uuml;rdigkeiten ist mein diesbez&uuml;glicher Argwohn kontinuierlich verst&auml;rkt worden. Wegen der nur sehr vereinzelt durchgef&uuml;hrten Obduktionen konnte bis heute nicht gekl&auml;rt werden, ob mehr Menschen &ldquo;an&rdquo; oder &ldquo;mit&rdquo; Covid-19 gestorben sind, woran auch die seit einiger Zeit bevorzugte Begrifflichkeit &ldquo;im Zusammenhang mit&rdquo; nichts ge&auml;ndert hat.<\/p><p>Au&szlig;erdem ist nie systematisch erfasst worden, ob und wie viele Menschen &ldquo;wegen&rdquo; Covid-19 gestorben sind. Damit spreche ich zun&auml;chst die Suizide an, die aus Verzweiflung &uuml;ber den lockdownbedingten Verlust der Existenzgrundlage begangen worden sind. Genau so wenig ist ermittelt worden, wie viele Patientinnen und Patienten &ldquo;wegen&rdquo; Covid-19 gestorben sind, das hei&szlig;t ernsthaft erkrankte Personen, deren bereits festgelegte Operationstermine zugunsten der angeordneten Freihaltung von Intensivbetten pl&ouml;tzlich verschoben werden mussten.<\/p><p>Regelrecht perplex war ich, als ich erfuhr, dass &ndash; und zwar ganz unabh&auml;ngig von dem eben angesprochenen Verzicht auf die exakte Ermittlung der Todesursachen &ndash; ausgerechnet die &ldquo;Todesrate&rdquo; von der WHO schon vor Jahren aus dem Katalog der f&uuml;r die Ausrufung einer Pandemie ma&szlig;geblichen Kriterien herausgenommen und dadurch die Feststellung einer pandemischen Lage sozusagen erleichtert worden ist.<\/p><p>Mit anderen Worten h&auml;tte ruhig zugegeben werden k&ouml;nnen, dass die Zahl der urs&auml;chlich an Covid-19 Verstorbenen wahrscheinlich gar nicht so hoch gewesen ist und es w&auml;re trotzdem bei der nun einmal ausgerufenen Pandemie geblieben. Aber dann &ndash; so meine ganz pers&ouml;nliche Vermutung &ndash; w&auml;re es wohl nicht gar so leicht gewesen, die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung von der Notwendigkeit freiheitsberaubender, demokratiegef&auml;hrdender und gemeinschaftssch&auml;dlicher Ma&szlig;nahmen zu &uuml;berzeugen.<\/p><p>Der Vollst&auml;ndigkeit halber m&ouml;chte ich hinzuf&uuml;gen, dass ich mit diesen &Uuml;berlegungen keinesfalls die aus schweren Krankheitsverl&auml;ufen resultierenden Qualen verharmlose. F&uuml;r eine Einsch&auml;tzung der Gesamtlage ist es aber erforderlich, eine vergleichende Betrachtung der H&auml;ufigkeit ungeachtet des individuellen Leids anzustellen.<\/p><p><strong>Quarant&auml;ne<\/strong><\/p><p>Neben den in Alten- und Pflegeheimen lebenden Menschen haben mir vor allem die nach einem positiven PCR-Test in die h&auml;usliche Quarant&auml;ne geschickten Singles leidgetan, die im Falle einer ausbleibenden anderweitigen Hilfe pl&ouml;tzlich auf vielf&auml;ltige Lieferdienste angewiesen waren und ihr Leben in dieser Zeit noch einsamer als sonst verbringen mussten.<\/p><p>F&uuml;r andere schwerwiegende Probleme hat mir eine Berliner Haus&auml;rztin die Augen ge&ouml;ffnet, indem sie im Rahmen eines Fernsehberichts darauf hinwies, dass im Regelfall bei den in h&auml;usliche Quarant&auml;ne geschickten Personen nicht telefonisch nachgefragt worden ist, wie es ihnen geht und ob sie &auml;rztliche Hilfe ben&ouml;tigen. Da aufsuchende Behandlung und Verabreichung von Medikamenten als flankierende Quarant&auml;ne-Ma&szlig;nahmen &uuml;berhaupt nicht vorgesehen waren, &uuml;bernahm es die Haus&auml;rztin (mit gro&szlig;em Erfolg) selbst, diese gravierende L&uuml;cke zu f&uuml;llen.<\/p><p>Der hier sichtbar gewordene Mangel an Empathie kennzeichnet meines Erachtens auch den in einigen Bundesl&auml;ndern angeordneten Umgang mit &ldquo;Quarant&auml;ne-Kindern&rdquo;, die entweder (einschlie&szlig;lich der Versorgung mit Mahlzeiten) innerhalb der elterlichen Wohnung isoliert vom Rest der Familie untergebracht werden sollten oder gleich ganz verbannt, das hei&szlig;t in externe Quarant&auml;nestationen geschickt worden sind. Demgegen&uuml;ber k&uuml;mmerten sich die Beh&ouml;rden kaum um das Schicksal der in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen lebenden Familien, die w&auml;hrend der Lockdowns in sehr beengten Wohnungen ausharren mussten, obwohl nat&uuml;rlich gerade hier die Ansteckungsgefahr am gr&ouml;&szlig;ten war.<\/p><p><strong>Tests<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber die ungen&uuml;gende Aussagekraft von PCR-Tests und deren Fehleranf&auml;lligkeit ist schon so viel geschrieben worden, dass sich weitere diesbez&uuml;gliche Kommentare er&uuml;brigen. Angesichts einer solchen Ausgangslage kann ich mich nur immer wieder dar&uuml;ber wundern, dass den PCR-Tests bis heute ein solches Gewicht zugemessen wird.<\/p><p>Mit dem Aufkommen der Selbsttests ist der Testmarkt immer bunter und vielf&auml;ltiger, aber hinsichtlich der dabei erzielten Ergebnisse keinesfalls zuverl&auml;ssiger geworden. Stattdessen entwickelte er sich (einschlie&szlig;lich betr&uuml;gerischer Abrechnungen) zu einem &auml;u&szlig;erst lukrativen Gesch&auml;ftsmodell, was meine Zweifel am Nutzen dieser Ma&szlig;nahme f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung doch sehr best&auml;rkt hat.<\/p><p>Gleiches gilt f&uuml;r die anf&auml;nglich hochgelobte Corona-App. Dazu eine kleine Geschichte: Kurz nach dem Downloaden dieser App musste eine Freundin von mir wegen einer anderen Erkrankung f&uuml;r einige Tage in ihrer Wohnung bleiben, die sie in dieser Zeit &uuml;berhaupt nicht verlassen und w&auml;hrenddessen auch keinen Besuch (nicht einmal in Gestalt eines Postboten oder Lieferanten) empfangen hat. Trotzdem teilte ihr die App gegen Ende der vollkommen abgeschottet verbrachten Tage mit, dass sie zwischenzeitlich in die N&auml;he mehrerer positiv getesteter Menschen gekommen sei.<\/p><p>Dar&uuml;ber kann man ja vielleicht noch schmunzeln, aber mir vergeht das Lachen immer dann sehr schnell, wenn ich daran denke, dass sowohl die beim Testen erhobenen als auch die bei vielen anderen Corona-Ma&szlig;nahmen anfallenden Daten vor missbr&auml;uchlicher Nutzung keineswegs gefeit sind.<\/p><p><strong>Masken<\/strong><\/p><p>Schon in den ersten Wochen, als das Tragen einer medizinischen Maske in der &Ouml;ffentlichkeit noch an vielen Stellen freiwillig war, habe ich von den Maskentr&auml;gerinnen und -tr&auml;gern immer wieder zwei S&auml;tze zu h&ouml;ren bekommen:<\/p><ol>\n<li>Mir macht das Tragen einer Maske gar nichts aus.<\/li>\n<li>Mit der Maske sch&uuml;tze ich ja vor allem dich\/euch.<\/li>\n<\/ol><p>Lediglich die Brillentr&auml;ger\/innen gestanden eine gewisse Unbequemlichkeit beim Maskentragen ein, aber auch sie waren zutiefst vom Schutzeffekt f&uuml;r andere &uuml;berzeugt und lie&szlig;en sich auch nicht durch Hinweise auf das in den Masken enthaltene Schadstoffpotenzial beirren. Ganz im Gegenteil sah es manchmal so aus, als ob sie sich deshalb besonders altruistisch f&uuml;hlten.<\/p><p>Aber ganz &uuml;berwiegend war es dann doch der fest verankerte Schutzglaube, der f&uuml;r die ersten tiefgehenden Risse in der Gesellschaft sorgte. Pers&ouml;nlich habe ich mehrfach erfahren, dass ich als damalige &ldquo;Nirgendwo-Maskentr&auml;gerin&rdquo; ganz schnell der Gruppe der unverantwortlich handelnden Mitglieder der Gesellschaft zugerechnet wurde und bis zu einer Gleichsetzung mit Rechten und Verschw&ouml;rungstheoretikern war es dann auch nicht mehr weit.<\/p><p>Nach meiner Beobachtung haben sich die inzwischen aufgerissenen Gr&auml;ben sogar noch vertieft, was sich meines Erachtens sp&auml;testens seit der Offenlegung der  Maskenskandale kaum noch rational erkl&auml;ren l&auml;sst. <\/p><p>Die Maskenpflicht ist jedenfalls nicht eingeschr&auml;nkt, sondern im Gegenteil sogar noch ausgeweitet worden, wobei ich insbesondere die nun auch in Schulen &uuml;berall geltende Maskenpflicht f&uuml;r eine fatale Fehlentscheidung halte. Genau so besorgniserregend finde ich die Sanktionen, die inzwischen f&uuml;r davon abweichende Handlungen und Empfehlungen gegen&uuml;ber Lehrern und Richtern verh&auml;ngt worden sind. Mehr als fragw&uuml;rdig ist dieses Vorgehen nach meinem Verst&auml;ndnis auch deshalb, weil im Zusammenhang mit der behaupteten Schutzwirkung bislang noch keine zweifelsfreien Belege pr&auml;sentiert worden sind.<\/p><p>Stattdessen habe ich k&uuml;rzlich im Info-Radio des RBB geh&ouml;rt, dass die Maskenpflicht trotz geringf&uuml;giger Wirkung eine sinnvolle Ma&szlig;nahme darstellt, weil der Bev&ouml;lkerung auf diese Weise das Gef&uuml;hl vermittelt worden ist, einen eigenen Beitrag zur Bek&auml;mpfung der Seuche leisten zu k&ouml;nnen. F&uuml;r den Fall, dass sich dieses Statement bewahrheiten l&auml;sst, h&auml;tten wir es meines Erachtens mit einem der gr&ouml;&szlig;ten Veralberungsversuche der Bev&ouml;lkerung zu tun.<\/p><p><strong>Impfen<\/strong><\/p><p>Als &uuml;berzeugte Anh&auml;ngerin der herk&ouml;mmlichen Impfmethoden (also der Verabreichung geschw&auml;chter oder get&ouml;teter Krankheitserreger) habe ich bis heute nicht verstanden, weshalb ich meinen K&ouml;rper dazu bringen soll, erst einmal selbst die Krankheitserreger (in diesem Fall die f&uuml;r eine Erkrankung ausschlaggebenden Spikes-Proteine) nach dem im RNA-Strang enthaltenen Bauplan zu produzieren, damit er anschlie&szlig;end versuchen kann, die selbst produzierten Krankheitserreger zu bek&auml;mpfen. Angesichts einer solchen Wirkungsweise bin ich mir nicht einmal sicher, ob man im Falle der Injektion einer gentechnischen Bauanleitung &uuml;berhaupt noch von einem Impfstoff sprechen kann.<\/p><p>Weitere Fragen und Informationen haben f&uuml;r einen Anstieg meines diesbez&uuml;glichen Misstrauens gesorgt. So steht fest, dass noch nirgendwo die f&uuml;r eine Zulassung eigentlich vorgeschriebenen klinischen Testphasen abgeschlossen sind und die Produzenten auf einen Haftungsausschluss bestanden und diesen wie gew&uuml;nscht erreicht haben. Auch die Krankenkassen weigern sich, die Kosten m&ouml;glicher mRNA-Impfsch&auml;den zu &uuml;bernehmen. Demnach werden Impfsch&auml;den nicht nur als solche erwartet, sondern &ndash; zumindest indirekt &ndash; auch als eindeutig bestimmbar angesehen, was den Aufbau eines darauf bezogenen zentralen Registers erm&ouml;glichen w&uuml;rde. <\/p><p>Eine fundierte Absch&auml;tzung der Impfrisiken ist meines Erachtens derart wichtig, dass sich daraus ein Anspruch aller B&uuml;rger*innen auf eine schnellstm&ouml;gliche Einrichtung eines solchen Registers ergeben m&uuml;sste. Trotzdem habe ich jede diesbez&uuml;gliche Hoffnung aufgegeben, seitdem ich den Satz &ldquo;Impfen macht gl&uuml;cklich&rdquo; auf einem Plakat gelesen habe, dessen &Uuml;bersetzung darauf hinwies, dass er speziell f&uuml;r die B&uuml;rger*innen &ldquo;mit Migrationshintergrund&rdquo; (von der Corona-Werbeagentur der Bundesregierung?) gepr&auml;gt worden ist. <\/p><p>Doch zur&uuml;ck zum Vergleich der Impfarten. Mittlerweile gibt es bereits mehrere herk&ouml;mmlich hergestellte und wirkende Corona-Impfstoffe, die aber kaum ins Land gelassen werden, was ich wegen der daraus resultierenden Einschr&auml;nkung der (ohnehin nie sonderlich gew&auml;hrten) Wahlm&ouml;glichkeiten emp&ouml;rend finde. Damit bleibt oft nur der Impfverzicht als Alternative zu einer mRNA-Impfung. Das ist schon allein deshalb unfair, weil zeitgleich die Etablierung des (elektronischen) Impfnachweises vorangetrieben wird, von dessen Besitz f&uuml;r noch unbestimmte Zeit viele M&ouml;glichkeiten zur Teilhabe am &ouml;ffentlichen Leben abh&auml;ngen werden. <\/p><p>Bedenklich finde ich auch, dass wir von Zeit zu Zeit mit Hinweisen auf neue (immer gef&auml;hrlichere) Virusmutationen in Angst und Schrecken versetzt werden. Meiner Meinung nach geht es dabei vordringlich um die Erh&ouml;hung der Impfbereitschaft, wobei ich die Absicht, auch die Kinder &ldquo;durchimpfen&rdquo; zu wollen, f&uuml;r besonders verwerflich halte, da speziell f&uuml;r diesen Personenkreis noch keinerlei Erfahrungswerte zu potenziellen Nach- und Nebenwirkungen mRNA-basierter Impfungen vorliegen.<\/p><p>Umso verwunderlicher ist, dass auf dem diesj&auml;hrigen Kongress der Bundes&auml;rztekammer die Ansicht vertreten wurde, dass das Recht auf Bildung im Winter 2021\/2022 nur mit einer rechtzeitigen Corona-Impfung gesichert werden k&ouml;nne. Im Klartext hei&szlig;t das doch, dass das Recht auf Bildung nicht l&auml;nger als unver&auml;u&szlig;erliches beziehungsweise voraussetzungsloses Grundrecht betrachtet wird.<\/p><p>Abschlie&szlig;end sei noch erw&auml;hnt, dass sich perspektivische Verschiebungen sogar auf rein begrifflicher Ebene beobachten lassen: W&auml;hrend noch bis vor kurzem mit &ldquo;Herdenimmunit&auml;t&rdquo; immer ein von der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung auf nat&uuml;rliche Art erworbener Immunisierungsgrad gemeint gewesen ist, wird jetzt behauptet, dass Herdenimmunit&auml;t den nach einer hohen Impfquote erreichten Zustand bezeichnet.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Auch wenn einige Corona-Themen hier nur sehr beil&auml;ufig (Beispiel Lockdowns) oder gar nicht erw&auml;hnt worden sind (Beispiel Homeschooling), lassen sich die zwischenzeitlich gesammelten Erfahrungen unter dem von mir gew&auml;hlten Blickwinkel zu folgenden Kernaussagen verdichten:<\/p><ol>\n<li>Etliche Ma&szlig;nahmen haben ziemlich oft kontraproduktive Wirkungen entfaltet und dadurch viel unn&ouml;tiges Leid verursacht.<\/li>\n<li>Die der Bev&ouml;lkerung pr&auml;sentierten Zahlen sind so beschaffen, dass sie diffuse &Auml;ngste erzeugen, w&auml;hrend die f&uuml;r eine sachliche Herangehensweise ben&ouml;tigten Zahlen kaum oder gar nicht erst erhoben werden.<\/li>\n<li>Seitens der Regierung wird ein hoher Impfdruck aufgebaut, der aber keine Verwendung herk&ouml;mmlich konzipierter Impfstoffe vorsieht.<\/li>\n<li>Einige der zentralsten Ma&szlig;nahmen (Testen, Masken, Impfen) haben sich als wahre Goldgruben erwiesen, von denen aber nur sehr wenige Menschen profitieren.<\/li>\n<li>&Uuml;ber die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zerr&uuml;ttungen hinaus sind insbesondere die den Kindern und Jugendlichen verordneten Corona-Ma&szlig;nahmen v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und deshalb unverzeihlich.<\/li>\n<li>Ungeachtet des als Folge schlechten Corona-Managements verursachten zus&auml;tzlichen Leids deutet derzeit nichts auf eine erkennbare Bereitschaft zu einer situationsangepassten Neujustierung oder gar Beendigung der per Notstandsgesetzgebung durchgedr&uuml;ckten Ma&szlig;nahmen hin. Deshalb liegt die Entscheidung bei uns, ob wir diesen Weg weiterhin mitgehen wollen oder nicht. \t <\/li>\n<\/ol><p>Titelbild: Supranee T\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da Bekenntnisse etwas sehr Pers&ouml;nliches sind, geht es in diesem Artikel haupts&auml;chlich darum, wie ich selbst das &ldquo;Corona-Management&rdquo; erlebt und aus welchem Blickwinkel ich die Ereignisse betrachtet habe. Zuallererst muss ich bekennen, dass ich in Sachen Corona &uuml;ber keine Spezialkenntnisse verf&uuml;ge und mir auch andere Spezialisierungen fremd sind. 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