{"id":7394,"date":"2010-11-19T09:01:59","date_gmt":"2010-11-19T08:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7394"},"modified":"2010-11-19T09:01:59","modified_gmt":"2010-11-19T08:01:59","slug":"hinweise-des-tages-1269","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7394","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Terroralarm; Irland-Krise; IWF-Chef unterst&uuml;tzt Exportbremse f&uuml;r Deutschland; 50-Milliarden-Rechnung schockiert deutsche Banken; EZB in der Identit&auml;tskrise; Rente mit 67; Arm trotz Arbeit; Hilferuf privater Krankenversicherer; Forscherposse beim DIW &ndash; Was nicht passt, wird passend gemacht; Gift und Lobby: Der Streit um Bisphenol A; 40,90 Euro Taschengeld im Monat; 10.000 Demonstranten versperren Kieler Landtag; Bundesinnenministerium sieht f&uuml;r die Olympia-Planungen M&uuml;nchen 2018 &bdquo;finanziell bedeutsame Risiken&ldquo;; Roland Kochs brutalst m&ouml;glicher Karrieresprung; Uni-Reformen: Weniger Raum f&uuml;r Kreativit&auml;t; Versuchstier Mensch; Zu guter Letzt: Der Leitwolf und andere Geschichten aus der Anstalt. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Terroralarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Irland-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">IWF-Chef unterst&uuml;tzt Exportbremse f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">50-Milliarden-Rechnung schockiert deutsche Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">EZB in der Identit&auml;tskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Rente mit 67<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Arm trotz Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Hilferuf privater Krankenversicherer &ndash; BaFin soll Provisionswettlauf stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Forscherposse beim DIW &ndash; Was nicht passt, wird passend gemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Gift und Lobby: Der Streit um Bisphenol A<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">40,90 Euro Taschengeld im Monat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">10.000 Demonstranten versperren Kieler Landtag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Bundesinnenministerium sieht f&uuml;r die Olympia-Planungen M&uuml;nchen 2018 &bdquo;finanziell bedeutsame Risiken&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Roland Kochs brutalst m&ouml;glicher Karrieresprung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Uni-Reformen: Weniger Raum f&uuml;r Kreativit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Versuchstier Mensch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Zu guter Letzt: Der Leitwolf und andere Geschichten aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7394&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Terroralarm<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Keine Bombe, nur ein Dummy f&uuml;r Testl&auml;ufe?<\/strong><br>\nImmer mehr deutet darauf hin: Das verd&auml;chtige Paket vom Flughafen im namibischen Windhuk war wohl eine Attrappe, wie sie Beh&ouml;rden einsetzen. Auf dem P&auml;ckchen soll &bdquo;Testobjekt&ldquo; gestanden haben.<br>\nNach Informationen des ZDF handelt es sich bei dem Fund um eine Bombenattrappe. Es sei offenbar ein Testlauf von Beh&ouml;rden gewesen, um die Aufmerksamkeit der Gep&auml;ckkontrolle zu testen, sagte der Terrorismus-Experte des Senders, Elmar Theve&szlig;en, am Donnerstagabend unter Berufung auf nicht n&auml;her genannte amerikanische Sicherheitskreise. Es handele sich bei dem Fund um einen industriell gefertigten Sprengsatz speziell f&uuml;r Sicherheitstests. Wer diesen Test machen wollte, sei derzeit nicht bekannt. [&hellip;] Auch der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf Ermittlungskreise, das Gep&auml;ckst&uuml;ck habe kein explosives Material enthalten. Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) schloss im ZDF nicht aus, dass es sich um einen Bomben-Dummy handelte. Befragt nach Angaben, wonach es eine Attrappe sei, wie sie die Amerikaner zu Testzwecken benutzen, sagte der Minister, er wolle auf die Ausk&uuml;nfte seiner Sicherheitsexperten warten. Das BKA entsandte seinen Verbindungsmann aus S&uuml;dafrika nach Windhuk, auch aus Deutschland flogen Ermittler nach Namibia.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/terror-alarm-in-windhuk-bombe-nur-ein-dummy-fuer-testlaeufe_aid_573593.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stellt sich nur die Frage, welcher Dienst sich diesen Test ausgedacht hat und warum der Innenminister nicht &uuml;ber den Test informiert war. Es ist mehr als eine &ldquo;Kommunikationspanne&rdquo;, wenn einen Tag nach de Maizi&egrave;res Terrorwarnung die &Ouml;ffentlichkeit einen ganzen Tag lang durch einen Sicherheitstest irgendwelcher Beh&ouml;rden verunsichert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl &ndash; Eine Terrorwarnung ist kein ABC-Alarm<\/strong><br>\nThomas de Maizi&egrave;re ist der 17. Innenminister der Bundesrepublik &ndash; und er war bisher anders als seine unmittelbaren Vorg&auml;nger: kein Bundesangstmachminister; also keiner, der alle drei Tage sch&auml;rfere Gesetze fordert und keiner, der mit st&auml;ndigen Terrorwarnungen an die &Ouml;ffentlichkeit geht. Ihm war bisher das Dauergeraune &uuml;ber die wechselnden Aggregatzust&auml;nde des islamistischen Terrorismus zuwider. Deswegen hat er, bald nach seinem Amtsantritt, seinen Staatssekret&auml;r entlassen. Gerade weil dieser Minister de Maizi&egrave;re bisher nicht zu denen geh&ouml;rt, die wichtigtuerisch daherreden, ist nun seine Warnung vor einem bevorstehenden Anschlag umso wirkungsvoller. Ob die Warnung wirklich sinnvoll ist? Man muss sich da vorerst auf einen Minister verlassen, der bisher einer plakativen Politik nicht verd&auml;chtig war.<br>\nDe Maizi&egrave;re mahnt zur Sorge und warnt vor Hysterie. Das ist nicht Wischi-Waschi, sondern richtig. Eine Terrorwarnung ist kein ABC-Alarm. Sie ist nicht die Ausrufung des Ausnahmezustandes. Sie ist die Ank&uuml;ndigung von versch&auml;rften Kontrollen, sie ist die Bitte, f&uuml;r mehr Kontrollen Verst&auml;ndnis zu haben. Das ist in Ordnung. Nicht in Ordnung w&auml;re es, Angst zu sch&uuml;ren &ndash; eine Angst, die danach ruft, dass ganz schnell etwas Fulminantes getan wird, und zwar nicht nur irgendetwas, sondern alles &ndash; Repression, Pr&auml;vention, alles miteinander, alles durcheinander und so viel wie m&ouml;glich. Angst macht s&uuml;chtig nach Polizei- und Strafrecht. Es gilt also, den politisch-publizistischen Verst&auml;rkerkreislauf zu vermeiden, in dem sich dramatisierende Berichterstattung und plakative politische Reaktion gegenseitig aufschaukeln [&hellip;]<br>\nDie Gefahr, Opfer eines Terroranschlags zu werden, ist geringer als jede andere Sicherheitsgefahr in diesem Land. Aber man kann der Bangigkeit der B&uuml;rger nicht mit der Statistik begegnen, wonach man eher Opfer eines Blitzschlages wird als das eines Terroraktes [&hellip;]  Was kann der Staat tun? Er kann St&auml;rke zeigen. Stark ist ein Rechtsstaat, der seine Prinzipien mit k&uuml;hlem Kopf und mutiger Gelassenheit verteidigt. Stark ist ein Staat, der wei&szlig;, dass die Menschen- und B&uuml;rgerrechte die besten Garanten der inneren Sicherheit sind. Stark ist ein Innenminister, wenn er seinen B&uuml;rgern alle Wachsamkeit verspricht und dieses Versprechen einh&auml;lt.<br>\nQuelle:&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/innenminister-de-maizire-eine-terrorwarnung-ist-kein-abc-alarm-1.1025146\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn Heribert Prantl schreibt, dass man der &ldquo;Bangigkeit&rdquo; der B&uuml;rger nicht mit Statistiken entgegenkommen kann, so hat er freilich Recht. Die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Terroranschlags zu werden, ist in Europa nach wie vor kleiner als die Wahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden. Interessanterweise ist die Wahrscheinlichkeit, durch die ber&uuml;chtigten Nacktscanner Krebs zu bekommen, nach <a href=\"http:\/\/cosmiclog.msnbc.msn.com\/_news\/2010\/11\/16\/5477568-are-airport-x-ray-scanners-harmful\">Aussagen des amerikanischen Physikers Peter Rez<\/a> ungef&auml;hr genau so gro&szlig;, wie Opfer eines Terroranschlags zu werden. Betrachtet man die Sache also mit k&uuml;hlem Kopf, wird hier nur eine Wahrscheinlichkeit mit der anderen ausgetauscht, wobei der Nutzen f&uuml;r die Allgemeinheit im Vagen bleibt. Ferner stellt sich die Frage, ob nicht schon die Terrorwarnung f&uuml;r sich, irreale &Auml;ngste ausl&ouml;st. Dies im konkreten Fall zu beurteilen, ist jedoch aufgrund des Informationsdefizits nicht m&ouml;glich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Terrorplatte<\/strong><br>\nBundesinnenminister de Maizi&egrave;re trat bisher eher besonnen auf, manche warfen ihm schon vor, er verharmlose die Terrorgefahr. Seine Warnung kommt kurz nach einem CDU-Parteitag, der Signale an die konservative Basis aussenden sollte, und kurz vor einer Innenministerkonferenz, bei der es unter anderem um das Ausl&auml;nderrecht geht. Aber gut, wenn ausl&auml;ndische Geheimdienste Tipps geben, kann sich der Innenminister den Zeitpunkt nicht aussuchen, zu dem er warnt.<br>\nAber die Gesetzesversch&auml;rfer aller Lager sollten sich in dieser Situation zur&uuml;ckhalten. Die Warnung ist viel zu vage, um daraus schl&uuml;ssig irgendeine Konsequenz abzuleiten &ndash; es geht ganz offensichtlich nur darum, die von de Maizi&egrave;re in Kauf genommene Verunsicherung auszunutzen, um unpopul&auml;re Vorschl&auml;ge durchsetzen zu k&ouml;nnen. Mit dieser ewig gleichen Platte fallen die Gesetzesversch&auml;rfer dem Innenminister in den R&uuml;cken, dessen Warnung dadurch in den Ruch der politischen Taktiererei ger&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/die-terrorplatte\/-\/1472602\/4847870\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine-Panik-Minister de Maizi&egrave;re r&uuml;ffelt die Hardliner<\/strong><br>\nDie Innenministerkonferenz war seit langem geplant, doch die aktuelle Bedrohungslage, wie das im Beamtendeutsch hei&szlig;t, verleiht ihr den Charakter einer Krisensitzung. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re hat den Konferenzraum in dem feinen Hamburger Hotel an der Alster kaum verlassen, da ist er von Mikrofonen umringt. Der Blick des CDU-Politikers ist ernst, sein Ton streng: &ldquo;Der internationale Terrorismus m&ouml;chte in unserem Land Angst und Schrecken verbreiten. Das lassen wir nicht zu&rdquo;, sagt er und l&auml;sst die Worte einen Moment ausklingen [&hellip;]<br>\nDen Hardlinern unter seinen Amtskollegen erteilt de Maizi&egrave;re eine Absage. &ldquo;Ich m&ouml;chte jeden Eindruck vermeiden, dass die Bedrohungslage instrumentalisiert wird f&uuml;r rechtspolitische Vorhaben&rdquo;, sagt er auf die Frage, ob die Vorratsdatenspeicherung nun im Fokus der Innenministerkonferenz stehe. &ldquo;Jetzt geht es in erster Linie um die Sicherheit der B&uuml;rger.&rdquo; [&hellip;]<br>\nIn Hamburg will de Maizi&egrave;re von der Debatte nichts wissen. &ldquo;Das ist jetzt nicht die Stunde, auf dem R&uuml;cken dieses Themas rechtspolitische Auseinandersetzungen zu versch&auml;rfen oder abzumildern&rdquo;, mahnt er. Die aktuelle Entwicklung habe ja bewiesen, dass den bestehenden Kontrollen zu trauen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/innenministerkonferenz-keine-panik-minister-de-maizire-rueffelt-die-hardliner-1.1025591\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Psychokrieg an der Heimatfront<\/strong><br>\nMal wie&shy;der geht sie um in Deutsch&shy;land: die Ter&shy;ror&shy;angst. Zwar be&shy;tont Innenminister de Maizi&egrave;re, es be&shy;ste&shy;he ge&shy;ra&shy;de daf&uuml;r kein An&shy;lass, er sehe le&shy;dig&shy;lich Grund zur Be&shy;sorg&shy;nis. Aber al&shy;lein die Tat&shy;sa&shy;che, dass das f&uuml;r Si&shy;cher&shy;heits&shy;po&shy;li&shy;tik zu&shy;st&auml;n&shy;di&shy;ge Re&shy;gie&shy;rungs&shy;mit&shy;glied er&shy;kl&auml;rt, man habe &bdquo;kon&shy;kre&shy;te Er&shy;mitt&shy;lungs&shy;an&shy;s&auml;t&shy;ze und kon&shy;kre&shy;te Spu&shy;ren&ldquo; f&uuml;r ge&shy;plan&shy;te An&shy;schl&auml;&shy;ge, sorgt schon f&uuml;r das Ge&shy;gen&shy;teil: Eine me&shy;dia&shy;le Hys&shy;te&shy;rie. War das denn nicht&nbsp;vor&shy;her&shy;seh&shy;bar?<br>\nMit Si&shy;cher&shy;heit sehr viel be&shy;re&shy;chen&shy;ba&shy;rer als die omi&shy;n&ouml;&shy;sen Ter&shy;ro&shy;ris&shy;ten sind je&shy;den&shy;falls die Ver&shy;tre&shy;ter der bun&shy;des&shy;deut&shy;schen Me&shy;di&shy;en&shy;land&shy;schaft. Fol&shy;ge&shy;rich&shy;tig wird um&shy;ge&shy;hend wahl&shy;wei&shy;se ein &ldquo;Psychokrieg&rdquo; ausgeru&shy;fen oder man w&auml;hnt Deutschland im Visier eines be&shy;brill&shy;ten Bart&shy;tr&auml;&shy;gers na&shy;mens Mo&shy;ham&shy;med Ilyas Kash&shy;mi&shy;ri. Auch wird dann mun&shy;ter spe&shy;ku&shy;liert &uuml;ber m&ouml;g&shy;li&shy;che An&shy;schlags&shy;zie&shy;le: Bahn&shy;h&ouml;&shy;fe, Flug&shy;h&auml;&shy;fen, Re&shy;gie&shy;rungs&shy;ge&shy;b&auml;u&shy;de &ndash; oder schla&shy;gen die fins&shy;te&shy;ren Ge&shy;sel&shy;len am Ende gar auf dem N&uuml;rn&shy;ber&shy;ger Christ&shy;kind&shy;les&shy;markt&nbsp;zu?<br>\nVon Vor&shy;teil ist dabei, dass nichts auch nur an&shy;satz&shy;wei&shy;se be&shy;legt wer&shy;den muss. Man mun&shy;kelt nur von &bdquo;Ge&shy;heim&shy;dienst&shy;krei&shy;sen&ldquo;, &bdquo;aus&shy;l&auml;n&shy;di&shy;schen Part&shy;nern&ldquo; oder davon, was im &bdquo;af&shy;gha&shy;nisch-pa&shy;kis&shy;ta&shy;ni&shy;schen Grenz&shy;ge&shy;biet&ldquo; so alles er&shy;z&auml;hlt wird. Als T&auml;ter tre&shy;ten na&shy;t&uuml;r&shy;lich dann die &uuml;b&shy;li&shy;chen Ver&shy;d&auml;ch&shy;ti&shy;gen auf, wir ken&shy;nen sie be&shy;reits zur Ge&shy;n&uuml;&shy;ge &ndash; oder mei&shy;nen zu&shy;min&shy;dest, sie zu ken&shy;nen: Die Is&shy;la&shy;mis&shy;ten von al Qaida. Wer denn diese Grup&shy;pe ei&shy;gent&shy;lich ist bzw. wer hin&shy;ter dem Label steckt, das in&shy;ter&shy;es&shy;siert kaum je&shy;man&shy;den wirk&shy;lich. Der Name al&shy;lein wirkt&nbsp;schon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dasdossier.de\/magazin\/macht\/organisationen-parteien\/psychokrieg-der-heimatfront\">Das Dossier<\/a><\/li>\n<li><strong>Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser<\/strong><br>\nTerroralarm!, br&uuml;llt die Politik und die Medien greifen das auf. Was soll ich tun?, fragt der B&uuml;rger. Nichts anderes als sonst, keine Panik!, lautet die Antwort. Aber warum br&uuml;llt ihr dann &uuml;berhaupt? Ein Dilemma der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kontrolle-ist-gut-vertrauen-ist-besser\/2820458.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Irland-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lasst die Iren in Ruhe<\/strong><br>\nDer Inselstaat hat ein grunds&auml;tzliches Problem. Aber die konkrete Krise, sichtbar durch die massiven Bewegungen am Anleihemarkt, haben erst die Partner und Freunde herbeigequasselt. Irland jetzt gegen den Willen der Regierung unter den Rettungsschirm zu zwingen, w&auml;re perfide.<br>\nEs klingt seltsam: Ganz Europa, selbst das Nicht-Euro-Land Gro&szlig;britannien, will den Iren helfen. Doch die zicken herum, ducken sich, suchen nach Gr&uuml;nden, die Hilfe nicht anzufordern. Spinnen die Iren? Mitnichten. Die Haltung ist absolut nachvollziehbar. Und die Iren h&auml;tten sogar guten Grund, auf ihre Partner sauer zu sein. Allerdings ist ihre Lage zu prek&auml;r, um das &ouml;ffentlich &auml;u&szlig;ern zu k&ouml;nnen. [&hellip;] Zwei Dinge st&auml;rkten in den vergangenen Tagen den irischen Widerstandsgeist: Einer ist der Hinweis von Bundeskanzlerin Angela Merkel, auch die Anleihe-Investoren an einer Staatspleite beteiligen zu wollen. Eine nachvollziehbare Ansicht, wenn auch im Detail unausgegoren. Aber muss man damit Freunden zum v&ouml;llig falschen Zeitpunkt in den R&uuml;cken fallen und die Rendite der irischen Staatspapiere innerhalb weniger Tage um rund 2,3 Prozentpunkte &ndash; also fast soviel, wie Deutschland insgesamt derzeit am Markt Zinsen zahlen muss &ndash; nach oben treiben? Dieser Fauxpas n&auml;hrt zum wiederholten Male den Verdacht: Merkel hat von Finanzm&auml;rkten keine Ahnung &ndash; und wohl auch niemanden in ihrem Umfeld, der sie kompetent ber&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:schuldenkrise-lasst-die-iren-in-ruhe\/50195542.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Irlands Immobilienkrise zieht weitere Kreise<\/strong><br>\nDer Kollaps des H&auml;usermarkts steht im Zentrum des irischen Finanzdramas. Immer mehr B&uuml;rger k&ouml;nnen ihre Hypothekenraten nicht mehr zahlen. Wo fr&uuml;her die Baubranche boomte, herrscht jetzt Leerstand.<br>\nDie am Mittwoch von der irischen Zentralbank ver&ouml;ffentlichten Zahlen sind schwindelerregend: Ende September standen die Iren demnach mit Immobilienkrediten allein f&uuml;r private Wohnh&auml;user von 117,4 Milliarden Euro bei den Banken in der Kreide. Eine Summe, die knapp drei Viertel des irischen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Immer mehr Schuldnern wachsen zudem ihre finanziellen Verpflichtungen &uuml;ber den Kopf. Nach Angaben der Zentralbank ist die Zahl der Immobilienkredite mit Zahlungsverz&ouml;gerungen in den drei Monaten bis Ende September um 11,1 Prozent gestiegen. Etwa einer von zwanzig Kreditnehmern ist mit seinen Raten mehr als drei Monate im Verzug. Die Problemkredite haben ein Volumen von 7,8 Milliarden Euro. [&hellip;] Nach Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts ESRI in Dublin sind die Immobilienpreise im Land in den ersten neun Monaten des Jahres um 7,6 Prozent gefallen. Im dritten Quartal betrug der R&uuml;ckgang 1,3 Prozent. Er hat sich damit etwas verlangsamt. Seit dem H&ouml;hepunkt der Immobilienhausse im Jahr 2006 sind die H&auml;userpreise in Irland um 36 Prozent gefallen. Die Leerstandsraten sind dramatisch gestiegen: Sch&auml;tzungen zufolge ist etwa jedes f&uuml;nfte Haus in Irland derzeit ungenutzt. Die Preise f&uuml;r Bauland sind teilweise um bis zu 90 Prozent gefallen. Damit ist eine gewaltige Blase geplatzt: Zwischen 1996 und 2006 haben sich die Immobilienpreise in Irland etwa vervierfacht. Der Anstieg war damit doppelt so hoch wie in Amerika. Die irische Wirtschaft profitierte lange von dem gewaltigen Bauboom im Land. W&auml;hrend noch 1990 in Irland nur 19 000 Wohnungen fertiggestellt wurden, waren es 2006 insgesamt 93 000 Der Immobilienbestand im Land wuchs allein zwischen der Jahrtausendwende und 2008 um mehr als ein Drittel auf 1,9 Millionen Wohnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375\/Doc~ED4E85FD61FDD4A7EB7805485EC5ED31A~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IWF-Chef unterst&uuml;tzt Exportbremse f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nDer Chef des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, hat die Forderung der USA nach Begrenzung des deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;berschusses unterst&uuml;tzt. Merkel und Sch&auml;uble k&ouml;nnten &uuml;ber &ldquo;etwas ausgeglichenere Handelsbilanzen&rdquo; nachdenken, sagt Strauss-Kahn im stern.de.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/dominique-strauss-kahn-im-stern-interview-iwf-chef-unterstuetzt-exportbremse-fuer-deutschland-1625013.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>50-Milliarden-Rechnung schockiert deutsche Banken<\/strong><br>\nErstmals gibt es konkrete Zahlen, wie teuer die sch&auml;rfere Finanzregulierung f&uuml;r die deutschen Banken wirklich wird. Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret sagte dem &ldquo;manager magazin&rdquo;, dass die Institute wegen &ldquo;Basel III&rdquo; in den n&auml;chsten Jahren 50 Milliarden Euro an hartem Kernkapital zus&auml;tzlich aufbringen m&uuml;ssen. [&hellip;] Die neue Milliardenbelastung ergibt sich aus Simulationen der Bundesbank im Rahmen des diesj&auml;hrigen Finanzstabilit&auml;tsberichts, der am 25. November ver&ouml;ffentlicht wird. Ein Teil des zus&auml;tzlich n&ouml;tigen Eigenkapitals k&ouml;nne wahrscheinlich durch einbehaltene Gewinne aufgebracht werden, sagte Dombret, &ldquo;aber auch externe Kapitalma&szlig;nahmen werden erforderlich sein&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,729803,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ob die deutschen Banken wirklich &ldquo;schockiert&rdquo; waren, darf getrost bezweifelt werden, schlie&szlig;lich darf man doch annehmen, dass sie ihre eigen Kernkapitalquote kennen, die nicht zuletzt <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:infografik-so-schnitten-ausgewaehlte-banken-beim-stresstest-ab\/50148019.html\">beim letzten Stresstest<\/a> schon eine Rolle spielten. Es ist ja auch kein Zufall, dass Basel III bei den Banken alles andere als beliebt ist. Dies ist jedoch kein Grund f&uuml;r verfr&uuml;hte Panik. Basel III wird zwar 2013 implementiert, die Banken haben allerdings Zeit bis 2018, um die neuen Eigenkapitalanforderungen zu erf&uuml;llen. W&auml;hrend der Branchenprimus <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:basel-iii-ackermann-warnt-vor-bankenstrebern\/50173816.html\">Deutsche Bank<\/a> bereits kr&auml;ftig Geld eingesammelt hat, wird auch der Steuerzahler &uuml;ber kurz oder lang noch in die Pflicht genommen werden m&uuml;ssen, da das Sorgenkind Hypo Real Estate nat&uuml;rlich ebenfalls sein Eigenkapital aufstocken muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EZB in der Identit&auml;tskrise<\/strong><br>\nObwohl es anders als in den USA oder Japan keine Zentralregierung als institutionellen Gegenpart zur Zentralbank gibt und die Rettung von Staaten, denen die Insolvenz droht, eigentlich Sache der anderen Mitgliedsl&auml;nder der W&auml;hrungsunion, oder h&ouml;chstens noch des Internationalen W&auml;hrungsfonds ist, betreibt die EZB de facto eine Rettungspolitik in eigener Regie, wenn auch nicht ganz freiwillig. Am offensichtlichsten in dieser Hinsicht sind die Ank&auml;ufe von europ&auml;ischen Staatsanleihen seit Mitte Mai diesen Jahres von bislang 65,1 Mrd. Euro. [&hellip;]<br>\nDaniel Gros von CEPS, dem Br&uuml;sseler Centre for European Policy Studies, argumentiert in einer Analyse vom 25. Oktober zu recht, dass die EZB auf ganz andere Weise viel gr&ouml;&szlig;ere Subventionen verteilt, indem sie n&auml;mlich den Banken in Griechenland, Irland, Portugal und Spanien, ebenso wie nat&uuml;rlich allen anderen Banken im Euroraum unlimitiert Geldmarktkredite einr&auml;umt, und zwar zu Zinsen, die weit unter den Werten liegen, die diese Banken am freien Markt unter Risikogesichtspunkten zahlen m&uuml;ssten. Der Hauptrefinanzierungssatz der EZB liegt bekanntlich seit Mitte Mai 2009 bei ein Prozent. [&hellip;] Die Verbindlichkeiten von Griechenlands Banken gegen&uuml;ber dem Eurosystem beliefen sich im Oktober auf insgesamt 92,4 Mrd. Euro. Ich unterstelle, dass sie am freien Markt 9,48 Prozentpunkte mehr zahlen m&uuml;ssten, also 10,48 Prozent statt nur ein Prozent. [&hellip;] Das bedeutet also, dass die griechischen Banken von der EZB &ndash; und damit von den 16 L&auml;ndern des Euroraums &ndash; eine j&auml;hrliche Finanzspritze von 8,76 Mrd. Euro erhalten. Das entspricht 3,7 Prozent des diesj&auml;hrigen Bruttosozialprodukts [&hellip;] F&uuml;r die EZB bedeutet die Abh&auml;ngigkeit der Banken von Billigkrediten der Notenbank, dass ihre Man&ouml;vrierf&auml;higkeit bei den Zinsen stark eingeschr&auml;nkt ist. Gern w&uuml;rde sie ja die Zinsen erh&ouml;hen, aber wenn sie es t&auml;te, m&uuml;sste sie wom&ouml;glich in der n&auml;chsten Runde schon wieder Rettungsaktionen einleiten. Daher ist es verst&auml;ndlich, dass sie darauf dr&auml;ngt, dass m&ouml;glichst rasch Klarheit dar&uuml;ber hergestellt wird, wie die Finanzierung der irischen Staats- und Bankenschulden organisiert werden soll. Sie m&ouml;chte ihre Rolle als Retter in letzter Not endlich wieder loswerden und die Anzahl ihrer Freiheitsgrade erh&ouml;hen. Es ist schlie&szlig;lich nicht ihre Aufgabe, Strukturwandel zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/11\/18\/ezb-in-der-identitatskrise_2537\">Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rente mit 67<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Arbeit ohne Ende<\/strong><br>\nLaut dem Regierungsbericht ist die Erwerbsquote der &Auml;lteren seit 2005 deutlich gestiegen. In der Gruppe der 55- bis 59-J&auml;hrigen habe sie sich bei den M&auml;nnern um 1,7 Prozentpunkte auf 83,7 Prozent erh&ouml;ht, bei den Frauen sogar um 4,4 Prozentpunkte auf 68,8 Prozent. Bei den 60- bis 64-J&auml;hrigen sei die Erwerbsquote noch st&auml;rker gestiegen: bei M&auml;nnern und Frauen um jeweils 9,9 Prozentpunkte auf 50,5, beziehungsweise 32,8 Prozent.<br>\nUm diese Zahlen zu verstehen, muss man wissen, dass die &bdquo;Erwerbsquote&ldquo; sowohl Erwerbst&auml;tige als auch Erwerbslose im Verh&auml;ltnis zur Gesamtbev&ouml;lkerung erfasst. Ein Anstieg der Erwerbsquote bei den 60-J&auml;hrigen k&ouml;nnte also auch dem Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe geschuldet sein. Zieht man &ndash; zum Vergleich &ndash; die neuesten Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit heran, so hat sich die Arbeitslosigkeit der 60- bis 64-J&auml;hrigen zwischen Oktober 2007 und Oktober 2010 mehr als vervierfacht &ndash; insbesondere wegen des Auslaufens der staatlichen F&ouml;rderung der Altersteilzeit und der 2007 beendeten Vorruhestandsregelung.<br>\nL&uuml;gen kann man aber auch, indem man verf&auml;lschende Ausschnitte aus der Statistik pr&auml;sentiert. Was zum Beispiel hat die Job-Situation der 55-J&auml;hrigen mit der viel aussagekr&auml;ftigeren Situation der 64-J&auml;hrigen zu tun? Ganz einfach: Die 55-J&auml;hrigen versch&ouml;nern die Quoten. Laut dem Regierungsbericht ist n&auml;mlich nicht nur die Erwerbsquote bei den &Auml;lteren gestiegen, sondern auch die Erwerbst&auml;tigenquote. Diese Quote gibt den Anteil der Besch&auml;ftigten an den Erwerbsf&auml;higen an. Betrachtet man nun die Jahrg&auml;nge getrennt, so relativiert sich das positive Bild der Regierung. Zwar liegt die Erwerbst&auml;tigenquote bei den 60-J&auml;hrigen noch knapp &uuml;ber der magischen 50-Prozent-Grenze, aber mit jedem weiteren Jahrgang sacken die Quoten rapide ab. Bei den 64-J&auml;hrigen betr&auml;gt sie gerade noch 22,3 Prozent. Und diese 22,3 Prozent umfassen nicht allein Vollzeitjobs, sondern auch Teilzeit, geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungen, Zeitarbeit und Minijobs. [&hellip;.]<br>\nDabei g&auml;be es viele gute Ankn&uuml;pfungspunkte, um die &bdquo;Rente mit 67&ldquo; in eine Grundsatzdebatte hinein zu weben. Wenn die IG Metall zu Recht beklagt, dass ein schichtarbeitender Gie&szlig;ereiarbeiter seinen Job nicht einmal bis zum 55. Lebensjahr durchh&auml;lt; wenn die IG Bauen-Agrar-Umwelt Geb&auml;udereiniger, Dachdecker und G&auml;rtner ins Feld f&uuml;hrt, die mit 55 Jahren k&ouml;rperlich verschlissen sind; wenn die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi immer h&auml;ufiger mit ausgebrannten Lehrern und Pflegekr&auml;ften konfrontiert ist &ndash; dann lohnte es doch, dar&uuml;ber nachzudenken, ob das Renteneintrittsalter nicht nach T&auml;tigkeiten, Berufen oder Branchen flexibilisiert werden k&ouml;nnte. Denn es gibt Arbeiter, die mit 55 reif f&uuml;r die Rente sind, und es gibt Berufst&auml;tige (wie Piloten oder Bundeswehrangeh&ouml;rige), die gegen ihre zwangsweise Verrentung sogar vor Gericht ziehen.<br>\nDie Gewerkschaften d&uuml;rfen sich auch nicht l&auml;nger scheuen, die skandal&ouml;se Auseinanderentwicklung von Beamtenpensionen und Renten in die Debatte mit einzubeziehen. Warum etwa erhalten Beamte 70 Prozent ihres letzten Gehalts als Pension, w&auml;hrend Arbeiter mit 46 Prozent ihres Nettolohns abgespeist werden? Und wieso ist der ber&uuml;hmte Eckrentner &ndash; jene sagenhafte Gestalt aus der Mitte des 20. Jahrhunderts &ndash;, dessen Lebenslauf aus 45 soliden Beitragsjahren bestand, noch immer das Ma&szlig; aller Renten-Berechnungen?<br>\nDies f&uuml;hrt uns zum Denken in langen Zeitr&auml;umen, das in Demografie- und Rentenfinanzierungs-Debatten l&auml;ngst &uuml;blich geworden ist, nur eben nicht in den Debatten zur Gesellschaftspolitik. Wir besch&auml;ftigen uns lieber mit der abseitigen sarrazynischen Wahrscheinlichkeitsrechnung zur Selbstabschaffung der Deutschen als mit der n&auml;chstliegenden Utopie: K&ouml;nnen wir in 50 Jahren wirklich noch dem alten dreigeteilten Lebenslauf-Muster von Ausbildung-Arbeit-Rente folgen wie vor 50 Jahren? W&auml;re es nicht an der Zeit, die tagesaktuellen Probleme endlich wieder mit einem gesellschaftlichen Leitgedanken zu verbinden? Schreien die schnell anwachsenden Kosten des Gesundheitssystems nicht nach einer Entzerrung unserer Lebensl&auml;ufe? Die Debatte um die Rente mit 67 enth&auml;lt immense politische Sprengkraft. Schlie&szlig;lich geht es bei ihr um die Summe unseres Lebens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/1046-aufbruch-sieht-anders-aus\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Arbeitskraft mit 65 h&auml;ngt vom Beruf ab<\/strong><br>\nEine sp&auml;tere Rente treibt diejenigen mit den h&auml;rtesten Jobs in Altersarmut, sagt der Sozial&ouml;konom Ernst Kistler [&hellip;]<br>\nDann sollen sie sich bitte die Zahlen anschauen, was die Beibehaltung des Eintrittsalters 65 mit den Beitragss&auml;tzen machen w&uuml;rde: Diese w&auml;ren blo&szlig; um 0,6 Prozent h&ouml;her. 0,6 Prozent &ndash; damit gef&auml;hrdet man keine Arbeitspl&auml;tze. Und angesichts der Zumutungen f&uuml;r alle, die nicht so lange durchhalten k&ouml;nnen, ist das f&uuml;r die Beitragszahler auch nicht viel Geld. Wir brauchen die Rente mit 67 nicht &ndash; nicht heute, nicht im Jahr 2014, und auch nicht 2028.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/1046-die-arbeitskraft-mit-65-h-ngt-vom-beruf-ab\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arm trotz Arbeit<\/strong><br>\nIn Deutschland arbeiten mehr als vier Millionen Menschen Vollzeit. Wohlstand f&uuml;r alle bedeuten die guten Besch&auml;ftigungszahlen aber nicht. Im Gegenteil. Der Anteil der Besch&auml;ftigten mit Niedrigl&ouml;hnen ist deutlich gestiegen.<br>\nNach einer Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) in N&uuml;rnberg verdienten 2009 gut 22 Prozent der vollzeitbesch&auml;ftigten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) monatlich weniger als 1784 Euro brutto und arbeiteten damit unterhalb der Niedriglohnschwelle. Als Niedriglohn gilt ein Einkommen von h&ouml;chstens zwei Dritteln des mittleren Lohns (Medianlohns) in Deutschland. Der Medianlohn belief sich Ende 2009 laut Berechnungen der Arbeitsagentur auf brutto 2676 Euro &ndash; in Westdeutschland waren es 2805 Euro, in Ostdeutschland 2050 Euro. Wie aus der BA-Statistik weiter hervor geht, ist der Anteil der Vollzeitbesch&auml;ftigten im Niedriglohnsektor seit 1999 deutlich gestiegen. Arbeiteten vor zehn Jahren noch 16,6 Prozent der Arbeitnehmer in Westdeutschland f&uuml;r einen Niedriglohn, waren es 2009 bereits 20,2 Prozent. In Ostdeutschland stieg die Quote den Angaben zufolge von 17,9 Prozent auf 21,3 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/karriere\/berufsleben\/einkommen-arm-trotz-arbeit_aid_573404.html_1290098870\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hilferuf privater Krankenversicherer &ndash; BaFin soll Provisionswettlauf stoppen<\/strong><br>\nDie privaten Krankenversicherer (PKV) suchen verzweifelt einen Weg, um das gegenseitige Abwerben von Kunden durch Provisionen einzuschr&auml;nken. In Gespr&auml;chen mit der Finanzaufsicht haben Branchenvertreter jetzt vorgef&uuml;hlt, ob die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) &uuml;ber H&ouml;chstgrenzen in der Kalkulationsverordnung das Problem in den Griff bekommen k&ouml;nnte. Experten aus mehreren Gesellschaften best&auml;tigten der &ldquo;Financial Times Deutschland&rdquo; entsprechende Kontakte. &ldquo;Ohne staatliche Hilfe kriegen wir das Problem nicht in den Griff&rdquo;, sagte ein Vorstandsmitglied der Zeitung. Die Situation sei sehr ernst und k&ouml;nne den Ruf der privaten Krankenversicherer nachhaltig besch&auml;digen. Die Branche leidet ohnehin unter den negativen Folgen einer Reihe deutlicher Preiserh&ouml;hungen, denen weitere Anhebungen folgen d&uuml;rften &ndash; wegen Ausgabensteigerungen und niedriger Zinsen f&uuml;r die Kapitalanlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,729830,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Staat soll also die privaten Krankenkassen vor sich selbst sch&uuml;tzen? Erstaunlich, dass der heilige Markt dieses Problem offensichtlich nicht in den Griff bekommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Forscherposse beim DIW &ndash; Was nicht passt, wird passend gemacht<\/strong><br>\nSo unfrei kann Forschung sein: Ein Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung bezeichnet den Fachkr&auml;ftemangel als &ldquo;Fata Morgana&rdquo;. Weil das nicht zu Aussagen des Pr&auml;sidenten passt, verschob das DIW die Ver&ouml;ffentlichung der Studie &ndash; und trimmte sie auf Hauslinie. [&hellip;]<br>\nDumm nur, dass in dieser Woche Zimmermanns DIW-Mitarbeiter Karl Brenke die Thesen seines Chefs widerlegen wollte. Der Mangel an qualifizierten Kr&auml;ften sei eine &ldquo;Fata Morgana&rdquo;, &uuml;berschrieb der Arbeitsmarktforscher den Entwurf zum aktuellen Wochenbericht des Instituts. Entgegen der weit verbreiteten Meinung gebe es kein knappes Angebot an Fachkr&auml;ften. Und wirklich dramatisch werde die Lage auch in Zukunft nicht.<br>\nDoch Institutsleiter Zimmermann soll die gegenteilige These seines untergebenen Forschers &uuml;berhaupt nicht in den Kram gepasst haben, hei&szlig;t es aus dem Umfeld der Forschungseinrichtung. Nachdem SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE exklusiv vorab &uuml;ber Brenkes Entwurf berichtet hatten, reagierte das DIW prompt &ndash; und verschob die urspr&uuml;nglich f&uuml;r denselben Tag geplante Ver&ouml;ffentlichung auf diesen Donnerstag. &ldquo;Es gab einen hausinternen Diskussionsbedarf&rdquo;, erkl&auml;rte ein DIW-Sprecher den Zwei-Tages-Aufschub auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Am Donnerstag erschien die Studie dann. Doch in der Zwischenzeit hat das DIW passend gemacht, was eigentlich nicht zusammen passt: Die Meinungen von Zimmermann und Brenke. Der Bericht ist von vorn bis hinten, nun ja, durchgeb&uuml;rstet &ndash; und der Linie des Pr&auml;sidenten angepasst worden. So tauchen in der neuen Fassung komplett neue Passagen auf: &ldquo;Die zeitliche Perspektive ist die aktuelle Situation &ndash; mit Blick auf die Ausbildung der n&auml;chsten vier bis f&uuml;nf Jahre. Mittel- und l&auml;ngerfristige Trends sind nicht das Thema dieses Berichts&rdquo;, hei&szlig;t es jetzt etwas verquer formuliert gleich zu Anfang. &Uuml;bersetzt soll das wohl hei&szlig;en: Brenke bezweifelt nunmehr den von seinem Chef heraufbeschworenen Fachkr&auml;ftemangel nicht. Auch die urspr&uuml;ngliche &Uuml;berschrift &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland: eine Fata Morgana&rdquo; wurde in eine Harmlosvariante ge&auml;ndert: &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht&rdquo;. [&hellip;] Die Kr&ouml;nung der Redigieraktion aber folgt am Ende des Berichts. DIW-Pr&auml;sident Zimmermann selbst kommentiert die Studie &ndash; und r&uuml;ckt dabei Brenkes Ergebnisse endg&uuml;ltig zurecht. So fragt er zun&auml;chst rhetorisch: &ldquo;Ist der vielseitig beklagte Fachkr&auml;ftemangel ein Scheinriese, der gewaltig schrumpft, wenn man nur genauer hinschaut?&rdquo; Und gibt gleich die passende Antwort: &ldquo;Fachkr&auml;fte sind bereits in einzelnen Branchen knapp, schon bald werden es viele Branchen sein. Der Fachkr&auml;ftemangel wird mittelfristig zum bestimmenden Thema des Arbeitsmarkts werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,729831,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Selten d&auml;mlich, wie Zimmermann diese Manipulation vollzieht, nachdem klar war, dass die ganze &Ouml;ffentlichkeit ihn dabei zuschauen w&uuml;rde. Oder ist er nur arrogant, nach dem Motto, wem traust du mehr, mir oder deinen eigenen l&uuml;genden Augen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ausgerechnet der SPIEGEL &uuml;ber diesen Skandal berichtet ist schon bemerkenswert, war er es doch, der die M&auml;r vom Fachkr&auml;ftemangel <a href=\"?p=7364\">kr&auml;ftig mitgesponnen<\/a> hat. Da kann man dem SPIEGEL nur w&uuml;nschen, dass dieser Anflug kritischen Journalismus keine Eintagsfliege bleibt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gift und Lobby: Der Streit um Bisphenol A<\/strong><br>\nBisphenol A ist allgegenw&auml;rtig. Die Chemikalie steckt in Kunststoffgeschirr, Lebensmittelverpackungen, CDs, Kassenquittungen, Babyflaschen, Zahnf&uuml;llungen. Das Gesundheitsrisiko ist ungekl&auml;rt. Nun gibt es Kritik an der Verquickung einer EU-Beh&ouml;rde mit Industrieinteressen. [&hellip;]<br>\nRecherchen des MDR ergaben, dass Mitarbeiter der in Parma in Italien angesiedelte EFSA eng mit der interessierten Industrie verbunden sind und sogar direkt f&uuml;r deren Verb&auml;nde arbeiten. Die EFSA, meint darum Sarah H&auml;user, Chemieexpertin der Umweltorganisation BUND, sei &bdquo;regelrecht unterwandert&ldquo;. Die im September noch einmal best&auml;tigte Entscheidung der Beh&ouml;rde zur Unbedenklichkeit von BPA zeige &bdquo;deutlich, dass die interessierte Industrie dort mehr Geh&ouml;r findet als unabh&auml;ngige Forscher.&ldquo; Diesen Eindruck best&auml;tigt auch Andreas Gies, Fachmann f&uuml;r Umweltchemikalien beim Umweltbundesamt (UBA). Die EFSA st&uuml;tze sich fast ausschlie&szlig;lich auf Studien, die von der Industrie bezahlt seien und &bdquo;die Finanzierung bestimmt das Ergebnis&ldquo;, klagt Gies. F&uuml;r fragw&uuml;rdig halten die Kritiker insbesondere die Verbindung der EFSA mit dem International Life Sciences Institute (ILSI), das weltweit Studien &uuml;ber Umwelt und Gesundheit erstellen l&auml;sst. Die Organisation finanziert sich &uuml;berwiegend aus Beitr&auml;gen von Unternehmen der Chemie- und Lebensmittelbranche, darunter auch die Hersteller von BPA wie Bayer oder der US-Konzern Dow Chemical. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schloss darum schon 2006 das ILSI bei der Festlegung von Normen f&uuml;r die Belastung von Wasser und Nahrung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/gift-und-lobby-der-streit-um-bisphenol-a\/2820196.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>dazu:<\/em> <strong>Verbrauchersch&uuml;tzer im Auftrag der Konzerne<\/strong><br>\nGepanschter Wein, BSE, verdorbenes Fleisch &ndash; in den 90er-Jahren sorgten europaweit Lebensmittelskandale f&uuml;r Schlagzeilen. Deshalb gr&uuml;ndete die EU das Amt f&uuml;r Lebensmittelsicherheit EFSA. Doch nun zeigt sich, dass die Beh&ouml;rde ein Spielball der Industrie ist. MDR-Recherchen belegen: Bei der EFSA gehen Lobbyisten ein und aus oder besetzen sogar wichtige Posten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/7890788.html\">mdr<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>40,90 Euro Taschengeld im Monat<\/strong><br>\nDie Sozialleistungen von Asylbewerbern und anderen Fl&uuml;chtlingen versto&szlig;en gegen das Grundgesetz und m&uuml;ssen neu berechnet werden. Das ist nicht l&auml;nger nur eine Forderung von Fl&uuml;chtlingsorganisationen, Gr&uuml;nen und Linken, sondern die offizielle Einsch&auml;tzung der Bundesregierung. Sie geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor. Darin hei&szlig;t es, die H&ouml;he der Leistungen erfolge &ldquo;auf der Grundlage von Kosteneinsch&auml;tzungen&rdquo; und entspreche &ldquo;daher nicht den Anforderungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts&rdquo;. Karlsruhe hatte im Februar geurteilt, dass die Ermittlung der Hartz-IV-S&auml;tze verfassungswidrig sei, weil sie nicht transparent und nachvollziehbar berechnet werden. Eine solche Berechnungsmethode forderten die Richter ein. Dies gilt aus Sicht der Bundesregierung nun auch f&uuml;r die Sozialleistungen f&uuml;r Asylbewerber. Daher m&uuml;ssen auch diese neu berechnet werden. Damit will die Bundesregierung allerdings warten, bis die neuen Hartz-IV-S&auml;tze endg&uuml;ltig verabschiedet sind. Das Bundesverfassungsgericht hat daf&uuml;r eine Frist bis Ende des Jahres festgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/4090-euro-taschengeld-im-monat\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>10.000 Demonstranten versperren Kieler Landtag<\/strong><br>\nDer Kieler Landtag blockiert, die Stimmung vor den Toren aufgeheizt: Bis zu 10 000 Menschen protestieren w&uuml;tend gegen die Sparpolitik von Schwarz-Gelb im Bund und in Schleswig-Holstein. DGB-Chef Michael Sommer fordert, die soziale Schieflage zu beseitigen.<br>\nDemonstranten versperrten mit rund tausend Umzugskartons den Haupteingang des Landtagsgeb&auml;udes, in dem das Parlament tagte. &bdquo;Die soziale Schieflage muss beseitigt werden&ldquo;, rief DGB-Chef Michael Sommer den Demonstranten vor dem Landeshaus zu, die mit Tr&ouml;ten und Trillerpfeifen ihrem &Auml;rger Luft machten. Zu der Demonstration hatte ein breites B&uuml;ndnis von Gewerkschaften und Verb&auml;nden aufgerufen. Sommer teilte aus gegen die schwarz-gelbe Koalition, gegen Eliten und Banker. &bdquo;Wir wollen nicht f&uuml;r eine Krise bezahlen, die wir nicht verursacht haben.&ldquo; Er wandte sich gegen die Rente mit 67, forderte gleiche L&ouml;hne f&uuml;r gleiche Arbeit, bessere Ausbildungschancen f&uuml;r junge Menschen und verlangte Einnahmeverbesserungen.<br>\nDer Berliner Professor Peter Grothian vom Wissenschaftlichen Beirat von Attac forderte vor dem blockierten Landtag eine Radikalisierung des Protests. &bdquo;Wir m&uuml;ssen mit unserer Forderung den Betriebsfrieden st&ouml;ren und die Politiker verunsichern, indem wir zumindest in den n&auml;chsten Wochen f&uuml;r einige Stunden unsere Arbeit niederlegen oder auch dieses Geb&auml;ude gewaltfrei und friedlich besetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/region\/article1699853\/10-000-Demonstranten-versperren-Kieler-Landtag.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundesinnenministerium sieht f&uuml;r die Olympia-Planungen M&uuml;nchen 2018 &bdquo;finanziell bedeutsame Risiken&ldquo;<\/strong><br>\nDie Olympischen Winterspiele 2018, f&uuml;r die sich M&uuml;nchen beworben hat, k&ouml;nnten die deutschen Steuerzahler viel teurer zu stehen kommen, als gedacht. Das geht aus einem Bericht des Bundesinnenministeriums hervor, der dem ARD-Magazin MONITOR (heute abend, 21.45 Uhr, ARD) vorliegt.<br>\nDanach weist der Budget-Entwurf zur Durchf&uuml;hrung der Spiele&bdquo;nach derzeitigem Stand noch eine Reihe von finanziell bedeutsamen Unsicherheiten bzw. Risiken auf&ldquo;. Das BMI sieht diese Risiken unter anderem bei &bdquo;der H&ouml;he der Sponsoren- und Ticketeinnahmen&ldquo;, aber auch bei &bdquo;Baukostensteigerungen&ldquo;. Auch das Wechselkursrisiko kann sich laut BMI-Bericht &bdquo;im mittleren zweistelligen Millionenbereich&ldquo; bewegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/presse\/2010\/101118_1.php5\">Monitor<\/a>\n<p><em>dazu:<\/em> <strong>Auch Gr&uuml;ne wollen wei&szlig;e Gaudi<\/strong><br>\nWeil hinter Stuttgart 21 ein fettes Nein der Gr&uuml;nen steht, soll nun offenbar hinter Olympia 2018 ein dickes Ja stehen, dabei gibt es sehr gute Gr&uuml;nde, auch gegen die Sportgro&szlig;projekte in Garmisch-Partenkirchen, Sch&ouml;nau und M&uuml;nchen zu sein. &ldquo;Je mehr man sich mit dem Thema besch&auml;ftigt, desto klarer wird der Irrsinn von Olympia. Ich bin mit den Jahren selbst vom Kritiker zum Gegner und schlie&szlig;lich zum Feind der Bewerbung geworden.&rdquo; Hartmann ist &uuml;berzeugt davon, dass man den &ldquo;kleinen Mann auf der Stra&szlig;e in M&uuml;nchen viel leichter &uuml;berzeugen k&ouml;nnte als einen Stuttgarter in Sachen Bahnhof&rdquo;. Und tats&auml;chlich: W&auml;hrend sich in Stuttgart vor allem Unmut ob der Entm&uuml;ndigung der B&uuml;rger Bahn bricht, bietet Olympia eine breite Angriffsfl&auml;che f&uuml;r Proteste. Die Parteispitze der Gr&uuml;nen will aber lieber den &ldquo;Imagegewinn durch Olympia&rdquo; sehen als die mannigfaltigen Nachteile.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/sport\/artikel\/1\/auch-gruene-wollen-weisse-gaudi\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Roland Kochs brutalst m&ouml;glicher Karrieresprung<\/strong><br>\n Zur heutigen Aktuellen Stunde um den Wechsel des ehemaligen Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch als Vorstandvorsitzender zum Baukonzern Bilfinger Berger und als Aufsichtsratsvorsitzender zur UBS-Bank erkl&auml;rt Janine Wissler, Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:<br>\n &bdquo;Roland Koch hat einmal geklagt, Politiker verdienten zu wenig. Seinen Einsatz f&uuml;r den Ausbau des Frankfurter Flughafens, an dem Bilfinger Berger Millionen verdient, und f&uuml;r den Finanzplatz Frankfurt, der UBS zugute kommt, l&auml;sst er sich nun reichlich danken.<br>\nUBS profitierte zudem von der Weigerung der Landesregierung, CD&acute;s mit Unterlagen &uuml;ber hessische Steuers&uuml;nder zu kaufen. In seinen neuen Funktionen kann Koch seine Beziehungen zu Regierung und Verwaltung im Interesse seiner neuen Arbeitgeber spielen lassen. Das l&auml;uft gegen das Interesse der Allgemeinheit.<br>\n Umweltverb&auml;nde oder Erwerbsloseninitiativen k&ouml;nnen sich so gut vernetzte F&uuml;rsprecher nicht einkaufen. DIE LINKE setzt sich deshalb f&uuml;r die Forderung von transparency international ein, Politikern den &Uuml;bergang in Wirtschaftsunternehmen, die in einem Zusammenhang zu ihrer vorherigen T&auml;tigkeit stehen, erst nach einer Karenzzeit von drei Jahren zu erlauben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion-hessen.de\/cms\/abgeordnete\/die-abgeordneten\/janine-wissler\/pressemitteilungen\/1907-roland-kochs-brutalst-moeglicher-karrieresprung-.html\">DIE LINKE &ndash; Hessen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Uni-Reformen: Weniger Raum f&uuml;r Kreativit&auml;t<\/strong><br>\nErfindergeist l&auml;sst sich nicht verordnen. Neue Ideen gedeihen am besten in wenig formalisierten Strukturen, zeigt eine Studie. Universit&auml;ten nach dem Vorbild von Unternehmen straffer zu organisieren, d&uuml;rfte ihre Innovationskraft daher eher schw&auml;chen als st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_109856.html\">Hans-Boeckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Versuchstier Mensch<\/strong><br>\nNeue Medikamente werden vor ihrer Zulassung nicht nur an Tieren, sondern auch an Menschen erprobt. Doch welche Risiken nehmen die Versuchspersonen auf sich, die diese Arzneimittel einnehmen? Dar&uuml;ber will die aufschlussreiche Untersuchung im geschlossenen Milieu der Pharmaindustrie aufkl&auml;ren.<br>\nKlinische Arzneimitteltests sind langwierig und kostspielig. Vor ihrer Marktzulassung werden die sp&auml;ter in der Apotheke erh&auml;ltlichen Medikamente in Tierversuchen und anschlie&szlig;end in klinischen Versuchen am Menschen auf ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erprobt. Aufgrund der steigenden Kosten solcher Versuche und wegen der schwindenden Bereitschaft der Menschen, an solchen Tests teilzunehmen, verlagern Arzneimittelfirmen seit Jahren einen Gro&szlig;teil der klinischen Versuche in Schwellenl&auml;nder wie Indien und China sowie nach Lateinamerika und Osteuropa.<br>\nDoch wird dort auf die Einhaltung der Versuchsprotokolle und ethischen Regeln zum Schutz des Menschen geachtet? Sind die Ethikkommissionen dieser L&auml;nder wirklich von der Lobby der Pharmaindustrie unabh&auml;ngig? Und wird die Wirksamkeit der Medikamente tats&auml;chlich nachgewiesen?<br>\nFilmemacher Paul Jenkins hat in Indien recherchiert. Hier stellen klinische Tests f&uuml;r westliche Firmen einen potenziellen Markt von j&auml;hrlich 1,5 Milliarden Euro dar. Er zeigt, wie die Versuchspersonen angeworben und eingesetzt werden, prangert die zuweilen fragw&uuml;rdige Vorgehensweise der Pharmabranche an und beleuchtet die oft verheerenden und mitunter auch t&ouml;dlichen Folgen f&uuml;r die Patienten. Aussagen von Versuchspersonen und deren Hinterbliebenen, Wortmeldungen von Verfechtern der medizinischen und wissenschaftlichen Ethik, von unabh&auml;ngigen Sachverst&auml;ndigen und Mitarbeitern der Pharmaindustrie f&uuml;gen sich zu einem aufschlussreichen Bild. Der Dokumentarfilm zeigt auch, wie Arzneimittelhersteller im Namen des wissenschaftlichen Fortschritts und der Wirtschaftlichkeit Vorschriften umgehen, die Patientenrechte missachten und nicht nur Testpersonen, sondern allzu oft auch Endverbraucher Risiken aussetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/Die-Welt-verstehen\/Menschen-als-Versuchstiere-von-Paul-Jenkins\/3516764,CmC=3516806.html\">Arte &ndash; &bdquo;Menschen als Versuchstiere&ldquo; &ndash; heute um 22.50<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Der Leitwolf und andere Geschichten aus der Anstalt<\/strong><br>\nUrban Priol &uuml;ber den CSU-Parteitag:<br>\nDer Zuwanderungsneutotiker Horst Seehofer stellte klar: &ldquo;Integration gelingt nur &uuml;ber die Sprache.&rdquo;<br>\nDanach sagte der Landesvorsitzende der Jungen Union M&uuml;ller: &ldquo;Horst Seehofer ist der Leitwolf, der wo uns anf&uuml;hrt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1190920\/Neues-aus-der-Anstalt-vom-16.11.2010#\/beitrag\/video\/1190920\/Neues-aus-der-Anstalt-vom-16.11.2010\">ZDF-Mediathek<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Terroralarm; Irland-Krise; IWF-Chef unterst&uuml;tzt Exportbremse f&uuml;r Deutschland; 50-Milliarden-Rechnung schockiert deutsche Banken; EZB in der Identit&auml;tskrise; Rente mit 67; Arm trotz Arbeit; Hilferuf privater Krankenversicherer; Forscherposse beim DIW &ndash; Was nicht passt, wird passend gemacht; Gift und Lobby: Der Streit um Bisphenol A; 40,90 Euro Taschengeld im Monat; 10.000 Demonstranten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7394\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7394","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7394"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7394\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7397,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7394\/revisions\/7397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}