{"id":73977,"date":"2021-07-05T08:26:25","date_gmt":"2021-07-05T06:26:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977"},"modified":"2021-07-05T08:26:25","modified_gmt":"2021-07-05T06:26:25","slug":"hinweise-des-tages-3894","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h01\">&bdquo;Man nennt das Niederlage&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h02\">Assange: Heuchelei als politische Kunstform der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h03\">Heribert Prantl: &bdquo;Ich hoffe, dass die Gesellschaft aufwacht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h04\">Ist die Demokratie am Ende? &ndash; Nein, aber sie muss sich weiterentwickeln, wenn sie zukunftsf&auml;hig bleiben will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h05\">Tax abuse by OECD countries denies fundamental human rights to millions<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h06\">EU macht erste Schritte f&uuml;r mehr Steuertransparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h07\">Es rettet uns kein h&ouml;h&lsquo;res Wesen &ndash; schon gar nicht das Klima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h08\">Gebt der Erde eine Chance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h09\">Chaos Computer Club kritisiert Quasi-Zwang zur Luca-App<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h10\">Zahl der Sozialwohnungen gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h11\">Experten w&uuml;rden jede dritte Klinik schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h12\">Das blanke Entsetzen: Kritische Anmerkungen zur &bdquo;neuen Normalit&auml;t&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h13\">Berliner Stiko-Mitglied: Entsetzt, wie Politik wissenschaftliche Daten ignoriert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h14\">#Chatkontrolle: Aktion gegen die Aufhebung der digitalen Privatsph&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h15\">Amerikas neue Supermacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h16\">&raquo;Wir haben keine echte Demokratie mehr&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h17\">Giffey: Straft&auml;ter nach Syrien abschieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73977#h18\">&raquo;Die Angebote m&uuml;ssen erhalten bleiben&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Man nennt das Niederlage&ldquo;<\/strong><br>\nAls der Bundestag 2001 den Einsatz in Afghanistan beschloss, stimmte Winfried Nachtwei f&uuml;r die Gr&uuml;nen zu. Nun zieht er Bilanz. (&hellip;)<br>\nDann kommt jetzt die gro&szlig;e Frage: Warum hat es nicht geklappt?<br>\nDa kommt ein B&uuml;ndel von Gr&uuml;nden zusammen. Erstens hatte die Staatengemeinschaft keine Strategie. Es gab keine klaren und &uuml;berpr&uuml;fbaren Auftr&auml;ge. Zweitens gab es von Anfang an einen elementaren Dissens. Die USA unter Bush konzentrierten sich auf milit&auml;rische Terror-Bek&auml;mpfung ohne R&uuml;cksicht auf die Zivilbev&ouml;lkerung, w&auml;hrend die Mehrzahl der anderen Verb&uuml;ndeten den Wiederaufbau unterst&uuml;tzen wollte. Drittens wurden die Herausforderungen gigantisch untersch&auml;tzt. Viertens kam mangelnde Landeskenntnis und mangelndes Konfliktverst&auml;ndnis hinzu. Dann, f&uuml;nftens, die Frage der Partnerwahl. Verb&uuml;ndete waren zu oft die alten Warlords statt reformorientierte Kr&auml;fte. Sechstens, ganz wichtig: Dass &uuml;ber viele Jahre die Notwendigkeit einer politischen L&ouml;sung mit den Taliban nicht gesehen wurde. Da gab es Vorst&ouml;&szlig;e, auch von deutscher Seite, aber die USA haben das vor dem Hintergrund der eigenen Hybris lange abgeblockt. Siebtens &hellip; ach, egal, reicht jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ex-Gruenen-MdB-ueber-Afghanistan-Abzug\/!5782113\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Trotz der f&uuml;r ihn absehbaren &ldquo;Niederlage&rdquo; (danke an Nachtwei f&uuml;r die klaren Worte) hat er den Einsatz <a href=\"https:\/\/www.dbwv.de\/aktuelle-themen\/einsatz-aktuell\/beitrag\/friedenschancen-am-rande-des-abgrunds\">jahrelang bef&uuml;rwortet<\/a>. Es hat sicher die beschriebenen Erfolge gegeben, aber was es das wert? <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Zur&uuml;ck aus Afghanistan: Ern&uuml;chternde Bilanz<\/strong><br>\nNach knapp 20 Jahren haben die letzten deutschen Soldaten Afghanistan verlassen. Die internationale Milit&auml;rmission konnte das Land werde stabilisieren, noch es aus den Klauen der Taliban befreien. Und die Welt hat nichts aus dem Scheitern gelernt, meint Armin Jelenik, stellvertretender Chefredakteur der N&uuml;rnberger Nachrichten, der das Land mehrfach bereist hat, in seinem Kommentar.<br>\nBesser konnte man das Selbstverst&auml;ndnis, mit dem die Bundeswehr nach Afghanistan zog, nicht formulieren: &bdquo;Wave and smile &ndash; winkt und l&auml;chelt&ldquo;, stand jahrelang auf einem Plakat am Ausgang des deutschen Feldlagers in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Wenn die deutschen Soldaten zu ihren Patrouillen in die Stadt ausr&uuml;ckten, bekamen sie mit dem Schild noch einmal so etwas wie die regierungsamtliche Kurzversion ihres Einsatzbefehls mit auf den Weg: Ihr seid nicht zum K&auml;mpfen hier, seid nett und hilfsbereit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/zuruck-aus-afghanistan-ernuchternde-bilanz-1.11184162%20\">nordbayern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73859\">Bundeswehrsoldaten in Afghanistan &ndash; 20 Jahre lang. F&uuml;r die Katz.<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73927\">Von der &bdquo;Afghanisierung&ldquo; des Krieges<\/a>&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Assange: Heuchelei als politische Kunstform der USA<\/strong><br>\nJulian Assange wurde am 3. Juli in einer britischen Gef&auml;ngniszelle 50 Jahre alt. Sein Beispiel erinnert uns deutlich daran, wie die USA mit jenen umgehen, die &uuml;ber die Verbrechen etablierter US-Politiker berichten und die illegitime Aktivit&auml;ten der US-Regierung &ouml;ffentlich machen. Es gibt eine Handvoll politischer Gefangener, die die Aufmerksamkeit unserer Generation gr&uuml;ndlich auf sich gezogen haben, und Julian Assange, der Gr&uuml;nder von WikiLeaks, ist einer der bekanntesten. Seine Absichten waren immer edel. &ldquo;Indem wir &ouml;ffentlich machen, wie sich menschliche Institutionen tats&auml;chlich verhalten, k&ouml;nnen wir zum ersten Mal die Zivilisation, in der wir tats&auml;chlich leben, bis zu einem gewissen Grad verstehen&rdquo;, sagte er. Neben anderen wie Edward Snowden und Chelsea Manning wird Assange &ndash; ein australischer Staatsb&uuml;rger &ndash; von der Justiz verfolgt, weil er Dinge &ouml;ffentlich machte, die Amerika geheim halten wollte, wie zum Beispiel Details zu begangenen Kriegsverbrechen im Irak oder die Methoden der USA als &Uuml;berwachungsstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/120210-assange-heuchelei-als-politische-kunstform\/\">RT DE <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heribert Prantl: &bdquo;Ich hoffe, dass die Gesellschaft aufwacht&ldquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Politik-Chef der S&uuml;ddeutschen Zeitung und Jurist sagt: Das Grundgesetz steht nicht unter Pandemie-Vorbehalt.<br>\nBerliner Zeitung: Herr Prantl, Sie haben neulich in einer Talk-Show gesagt, dass Sie in den 33 Jahren Ihrer T&auml;tigkeit als Journalist noch nie so viel Angst gehabt h&auml;tten. Wovor haben Sie Angst?<br>\nHeribert Prantl: Ich habe nicht Angst um mich. Ich habe Angst um unsere Grundrechte. Ich bin besorgt. Die Grundrechte sind das Sch&ouml;nste und Beste und Wichtigste, was wir in unserem Staat haben. Ich habe das Gef&uuml;hl, dass sie in der Pandemie kleingemacht oder bisweilen beiseitegeschoben werden. Ich habe die Sorge, dass wir die Grundrechte opfern, um so vermeintlich der Pandemie Herr zu werden.<br>\nDas Wesen der Grundrechte ist jedoch, dass sie gerade in einer Krise gelten m&uuml;ssen. Deswegen hei&szlig;en sie Grundrechte. Sie sind die Leuchtt&uuml;rme, die in der Demokratie leuchten. Es ist fatal zu glauben, man k&ouml;nne sie ja eine Zeit lang geringer leuchten lassen. Diese Haltung erscheint mir aber dominant, wenn ich die aktuelle Politik betrachte. Ich h&auml;tte mir nie vorstellen k&ouml;nnen, dass wir so intensive Beschr&auml;nkungen unserer Freiheit erleben werden. Hans-J&uuml;rgen Papier, der fr&uuml;here Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts sagte in diesen Tagen, er habe sich nie vorstellen k&ouml;nnen, dass derart intensive Freiheitsbeschr&auml;nkungen von der zweiten Gewalt, der Exekutive, beschlossen werden. Er hat darauf hingewiesen, dass Entscheidungen &uuml;ber Grundrechte eine breite gesellschaftliche und demokratische Basis brauchen.<br>\nAktuell ist die Politik dominiert von Naturwissenschaftlern und Virologen. Das geht nicht. Die Regierung muss Verfassungsrechtler, P&auml;dagogen, Soziologen, &Ouml;konomen und Kinder&auml;rzte anh&ouml;ren. Die Grundrechte sind kein Larifari. In einem demokratischen Rechtsstaat steckt die Kraft der Hoffnung in den Grundrechten &ndash; auch und gerade in Krisenzeiten. Weil die Corona-Politik die Grundrechte zu wenig achtet, ist die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht so gro&szlig;, wie sie sein k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/heribert-prantl-ich-hoffe-dass-die-gesellschaft-aufwacht-li.136339%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ist die Demokratie am Ende? &ndash; Nein, aber sie muss sich weiterentwickeln, wenn sie zukunftsf&auml;hig bleiben will<\/strong><br>\nKritik an der Demokratie geh&ouml;rt mittlerweile fast zum guten Ton. Aber ist sie berechtigt? Wie k&ouml;nnen Demokratien den Herausforderungen gen&uuml;gen, die Globalisierung, Klimawandel und digitale Revolution mit sich bringen?<br>\nNach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus w&auml;hnten sich die freiheitlichen Demokratien auf der Siegesspur. Die wirtschaftlichen Erfolge autorit&auml;rer Staaten wie Russland und vor allem China stellten diese Einsch&auml;tzung bald infrage. Und heute geh&ouml;rt Kritik an der Demokratie bei vielen Intellektuellen zum guten Ton. Im Fall des britischen Soziologen und Politikwissenschafters Colin Crouch hat sie sich, unter erstaunlichem Beifall, zum Gedanken verstiegen, der Westen habe die Idee einer Herrschaft des Volkes hinter sich gelassen und befinde sich auf dem Weg zur Postdemokratie.<br>\nDie politische Realit&auml;t hat dieser Diagnose gr&uuml;ndlich widersprochen. Ohne Zweifel tun Demokratien sich mit neueren Herausforderungen wie dem Umwelt- und Klimaschutz, den Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;men und der Virokratie schwer. Die Pr&auml;sidentschaft von Donald Trump in einer der &auml;ltesten Demokratien der Welt und osteurop&auml;ische Staatsf&uuml;hrer mit antidemokratischen Tendenzen geben zu generellem Optimismus gewiss keinen Anlass. Anzeichen daf&uuml;r, dass sich die Demokratie selbst aufheben w&uuml;rde, sind aber nirgends zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/ist-die-demokratie-am-ende-nein-aber-sie-muss-sich-veraendern-ld.1631589?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Tax abuse by OECD countries denies fundamental human rights to millions<\/strong><br>\nEvery year 17 million more people could benefit from clean water and 34 million from basic sanitation, if revenue losses due to global tax abuse were reversed. These are fundamental human rights and are essential for survival. Over a ten-year period, these gains would be associated with the reversal of 600,000 child deaths and 73,000 maternal deaths.<br>\nYet members of the OECD, a club of rich countries determining global rules on international tax, create the conditions which facilitate the majority of tax abuse.<br>\nThe new report, Tax Justice &amp; Human Rights: The 4 Rs and the realisation of rights, from the Tax Justice Network, with contributions from academics at the Universities of Leicester and St Andrews in the UK and presented at the Tax Justice Network&rsquo;s annual conference today, models the impact that the $427 billion lost globally could have if it went to governments rather than tax havens. Importantly, the report does not assume that governments would suddenly divert the additional revenue towards a specific sector. &ndash; Instead, the report assesses the result of additional revenue simply being spent as it is currently, to provide a better reflection of what would happen in practise.<br>\nRecent research by the Tax Justice Network revealed that OECD countries and their dependencies facilitate 68 per cent of global tax abuse by multinational corporations and 92 per cent of global private tax evasion by wealthy individuals every year. Altogether, 78 per cent of the world&rsquo;s global tax abuse is facilitated by members of the OECD, the world&rsquo;s dominant rule-setter on international tax for the past 60 years.<br>\nWhen governments have more revenue, studies show they spend more on public services. Therefore,  countries which facilitate tax abuse  deprive governments of revenue, (especially critical in lower income-countries) for public services and the provision of human rights.<br>\nDr. Dereje Alemayehu, executive director of the Global Alliance for Tax Justice likened the OECD to &ldquo;a pack of wolves building a fence around a chicken coop&rdquo; last year when OECD countries and their dependencies dominated the six top spots on the Tax Justice Network&rsquo;s Corporate Tax Haven Index 2021, a ranking of countries most complicit in helping multinational corporations underpay tax.[1] The Tax Justice Network argues that today&rsquo;s report further validates widespread mistrust in the OECD&rsquo;s window-dressing proposals for tackling rampant global tax abuse and emphasises the need to improve rule-making on international tax to the UN. ICRICT similarly expressed the view on the proposals: &ldquo;This agreement only serves the interests of a handful of countries, the richest.&rdquo; [2]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taxjustice.net\/press\/tax-abuse-by-oecd-countries-denies-fundamental-human-rights-to-millions\/%20\">Tax Justice Network<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EU macht erste Schritte f&uuml;r mehr Steuertransparenz<\/strong><br>\nAm 1. Juni haben die Unterh&auml;ndler des Europ&auml;ischen Parlaments, der Europ&auml;ischen Kommission und des Rates eine politische Einigung &uuml;ber eine neue EU-Richtlinie zu &ouml;ffentlicher l&auml;nderbezogener Berichterstattung erzielt. Die Richtlinie sieht vor, dass in Europa operierende Unternehmen mit einem konsolidierten Jahresumsatz von weltweit &uuml;ber 750 Millionen Euro in den letzten beiden aufeinanderfolgenden Gesch&auml;ftsjahren relevante steuerliche Informationen nach L&auml;ndern offenlegen m&uuml;ssen.<br>\nNeben vielen weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen setzt sich das Netzwerk Steuergerechtigkeit seit vielen Jahren f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von &ouml;ffentlicher l&auml;nderbezogener Berichterstattung ein (public Country-by-Country Reporting, public CbCR). Das Konzept sieht vor, dass multinationale Unternehmen verpflichtet werden, zentrale &ouml;konomische Daten (z. B. Ums&auml;tze, Gewinne, Mitarbeiter*innenzahl und Steuerzahlungen) aufgegliedert nach L&auml;ndern zu ver&ouml;ffentlichen. (Details dazu hier: &Ouml;ffentlich l&auml;nderbezogene Berichterstattung &ndash; warum die typischen Gegenargumente nicht &uuml;berzeugen). Die verabschiedete Richtlinie ist ein erster Schritt f&uuml;r mehr Steuertransparenz in der EU, sie enth&auml;lt jedoch gro&szlig;e L&uuml;cken:<br>\nLaut der Richtlinie m&uuml;ssen multinationale Konzerne nur Daten &uuml;ber Steuerzahlungen und Gewinne in EU-Staaten und einigen wenigen von der EU gelisteten L&auml;ndern (graue und schwarze EU-Liste) ver&ouml;ffentlichen. Diese Liste der nicht-kooperativen Steuerjurisdiktionen ist jedoch politisch motiviert und enth&auml;lt kaum relevante Steueroasen.<br>\nDamit bleiben die &uuml;brigen weltweiten Konzern-Aktivit&auml;ten intransparent, z. B. in den drei wichtigsten Steuers&uuml;mpfen f&uuml;r Konzerne: den Britischen Jungferninseln, den Kaimaninseln und Bermuda. Die l&uuml;ckenhafte Richtlinie k&ouml;nnte dazu f&uuml;hren, dass Konzerne ihre Gewinne noch st&auml;rker in Gebiete au&szlig;erhalb der EU verschieben, um Offenlegungspflichten zu umgehen. Missbr&auml;uchliche Steuerkonstruktionen w&auml;ren so kaum zu analysieren und bek&auml;mpfen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus enth&auml;lt die Richtlinie ein weiteres Schlupfloch, dass es Konzernen erlaubt, Informationen bis zu f&uuml;nf Jahre zur&uuml;ckzuhalten, wenn sie als kommerziell sensibel angesehen werden. Dies erm&ouml;glicht beispielsweise, Daten zu Gewinnverschiebung in Niedrigsteuerl&auml;nder zur&uuml;ckzuhalten.<br>\nIn einem offenen Protest-Brief sprach sich Transparency International mit 62 weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen (darunter das Netzwerk Steuergerechtigkeit) f&uuml;r echte Steuertransparenz aus, welche nur durch weltweite Berichtspflichten erzielt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/eu-macht-erste-schritte-fuer-mehr-steuertransparenz\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Es rettet uns kein h&ouml;h&lsquo;res Wesen &ndash; schon gar nicht das Klima<\/strong><br>\nKatastrophen, Kapital, Karlsruhe-Entscheid, Shell-Urteil und die Illusion eines &bdquo;Weiter so&ldquo; mit &Ouml;kostrom und &Ouml;ko-Pkw<br>\nIn den letzten Wochen gab es drei richtungsweisende Entscheidungen, die beim Umgang mit dem Thema Klimakatastrophe einiges ver&auml;ndern k&ouml;nnten. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verpflichtete Ende April in einem Beschluss den Gesetzgeber zu konkreten Ma&szlig;nahmen des Klimaschutzes noch vor 2030. Am 26. Mai verurteilte ein Bezirksgericht in Den Haag den niederl&auml;ndisch-britischen &Ouml;lriesen Shell dazu, den CO2-Aussto&szlig; seiner Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit bis 2030 um 45 Prozent zu senken. Am selben Tag gelang es einem eher kleinen Investmentfonds auf der Aktion&auml;rsversammlung des gr&ouml;&szlig;ten US-&Ouml;lkonzerns, Exxon, gegen die Vorstellungen der Konzernf&uuml;hrung drei von zw&ouml;lf Verwaltungsratsposten mit Leuten zu besetzen, die f&uuml;r eine Kehrtwende hin zu Erneuerbaren Energien eintreten. Es waren vor allem Kapitalanleger wie der kalifornische Lehrerpensionsfonds Calsters, die sich hinter die Gruppe Engine Nr. 1 gestellt und damit diese Palastrevolution bei Exxon erm&ouml;glicht hatten.<br>\nDie drei Entscheidungen passen in das Bild gr&ouml;&szlig;erer Ver&auml;nderungen in der Weltenergiebranche. So galt die Internationale Energieagentur (IEA) bis vor kurzem als knallharte Vertreterin der fossilen Wirtschaft. Noch Anfang 2021 pr&auml;sentierte sie Folien, wonach es ab dem Jahr 2026 zu einem Nachfrageanstieg beim weltweiten &Ouml;lverbrauch von zehn Millionen Barrel pro Tag &ndash; das entspr&auml;che einem Plus von gut zehn Prozent &ndash; kommen w&uuml;rde. Dieselbe IEA vollzog jedoch inzwischen einen 180-Grad-Schwenk. Nun hei&szlig;t es, wolle man das Ziel der Beschr&auml;nkung der Erderw&auml;rmung auf 1,5 Grad-Celsius einhalten, k&ouml;nne man im Jahr 2050 &bdquo;nur noch ein F&uuml;nftel der weltweiten Energienachfrage mit fossilen Quellen decken&ldquo;.1 Womit sich die Agentur unzweideutig hinter die Klimaschutzziele stellt und sich f&uuml;r einen Ausstieg aus fossilen Energien ausspricht.<br>\nDennoch geben die Entwicklungen keine Veranlassung zu gro&szlig;em Optimismus. Die Energiekonzerne sind weiterhin extrem m&auml;chtig; &bdquo;ein dreckiges Dutzend&ldquo; dominiert auch heute die Spitzengruppe der &bdquo;Global 500&ldquo;.2 Die beim Thema CO2-Emissionen wichtigste Wirtschaftsmacht, die Volksrepublik China, will bis 2025 weitere Kohlekraftwerke in Betrieb nehmen. Um die Dimensionen zu verdeutlichen: 2020 wurden weltweit Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 17 Gigawatt abgeschaltet. Im selben Jahr nahm die VR China neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 30 Gigawatt in Betrieb.3 Nachdem der &Ouml;lpreis in den vergangenen Monaten wieder deutlich stieg, f&auml;hrt die Fracking-Industrie in den USA die Gas- und &Ouml;lf&ouml;rderung wieder hoch.4 Es stellt sich die Frage: Warum sollte eine Branche, die gerade beim Thema Klima mehr als zwei Jahrzehnte lang mit kriminellen Methoden arbeitete, sich jetzt pl&ouml;tzlich &ndash; und bei weitgehend identischem F&uuml;hrungspersonal &ndash; zu Klimasch&eth; ctzern wandeln? Es sei daran erinnert: Die &Ouml;lkonzerne finanzierten in gro&szlig;em Ma&szlig;stab Studien und Institute, deren einzige Aufgabe darin bestand, den Klimawandel zu leugnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/es-rettet-uns-kein-hoehres-wesen-schon-gar-nicht-das-klima\/#more-8057%20\">Winfried Wolf in lunapark<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gebt der Erde eine Chance<\/strong><br>\nArtensch&uuml;tzer und Klimaforscherinnen ziehen jetzt an einem Strang &ndash; ihre Erkenntnisse geben neue Hoffnung<br>\nVergangenen Sommer brannten in Sibirien bei Temperaturen von mehr als 30 Grad gro&szlig;fl&auml;chig die W&auml;lder. In Kanada zerbrach das letzte intakte Eisschelf, und &uuml;ber den Atlantik fegten so viele Hurrikans hinweg wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Laut einem Bericht der Meteorologischen Organisation der UN lag die globale Durchschnittstemperatur bereits rund 1,2 Grad &uuml;ber dem vorindustriellen Niveau. Parallel dazu warnen Wissenschaftler*innen vor dem sechsten gro&szlig;en Artensterben der Erdgeschichte. Laut dem Biodiversit&auml;tsrat (IPBES) sterben heute im Durchschnitt zehn bis einhundert Mal mehr Arten als in den letzten zehn Millionen Jahren. Eine Million sei weltweit vom Aussterben bedroht.<br>\nPolitik, Gesellschaft und Wissenschaft betrachten die beiden Probleme meist noch getrennt voneinander. Doch das soll jetzt anders werden: Vergangene Woche ver&ouml;ffentlichten Wissenschaftler*innen des IPBES und des Weltklimarats (IPCC) einen 300-seitigen Bericht, der das Zusammenspiel von Klimawandel und Artensterben n&auml;her beleuchtet und m&ouml;gliche Handlungsm&ouml;glichkeiten aufzeigt, die Klima und Biodiversit&auml;t zugutekommen. (&hellip;)<br>\nDie erste Priorit&auml;t sehen die Wissenschaftler*innen von IPCC und IPBES darin, die Emissionen aus fossilen Energien drastisch zu reduzieren und unser Konsumverhalten zu ver&auml;ndern. So verbrennen derzeit in Brasilien viele Hektar Regenwald f&uuml;r die Fleischproduktion oder m&uuml;ssen anderorts nat&uuml;rliche &Ouml;kosysteme f&uuml;r den Anbau von Tierfutter oder Energiepflanzen weichen. Dabei stellt sich wie bei den meisten Negativemissionstechnologien die Frage der Fl&auml;chenkonkurrenz. &bdquo;Unbedachte Klimaschutzma&szlig;nahmen k&ouml;nnen zu Hunger f&uuml;hren&ldquo;, warnt Josef Settele, Leiter der Abteilung Naturschutzforschung am Helmholtz Zentrum f&uuml;r Umweltforschung (UFZ), und ebenfalls Mitautor der Studie.<br>\nEs gehe vielmehr darum, Win-win-L&ouml;sungen zu finden &ndash; wie die Renaturierung von Mooren. Weltweit seien 85 Prozent aller Feuchtgebiete zerst&ouml;rt. Diese gelte es wiederherzustellen, denn sie fungieren als Kohlenstoffsenken und beherbergen gleichzeitig eine seltene Flora und Fauna. Positiv schnitten auch Agroforstsysteme ab: B&auml;ume und Hecken auf oder zwischen den &Auml;ckern f&ouml;rderten die Artenvielfalt und damit nat&uuml;rlicher Feinde von Sch&auml;dlingen. Zugleich speicherten sie CO2. Auch Wiederaufforstung stehen die Autor*innen der Studie aufgeschlossen gegen&uuml;ber &ndash; zumal wenn es sich um naturnahe W&auml;lder handelt. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich werde es aber nicht immer zugunsten von Klimaschutz und Biodiversit&auml;t gehen, zumal damit auch noch die Johannesburger Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in Einklang gebracht werden m&uuml;ssten. Die Autor*innen des Reports geben sich zwar optimistisch, auch in Bezug auf SDGs, die nicht unmittelbar mit der Natur verkn&uuml;pft seien &ndash; etwa hinsichtlich der Ern&auml;hrungssicherheit durch Produkte aus dem Meer wie Algen und Muscheln &ndash;, doch der Planet Erde mit seinen Fl&auml;chen und Ressourcen ist begrenzt. Vorschl&auml;ge, nach denen 30 bis 50 Prozent der Erdoberfl&auml;che unter Schutz gestellt w&uuml;rden, k&ouml;nnten mit der Landwirtschaft kollidieren. Ein Schutz von der H&auml;lfte w&uuml;rde bedeuten, dass etwa eine Milliarde Menschen, unter ihnen indigene V&ouml;lker, in den Schutzgebieten leben w&uuml;rden und ihre Interessen miteinbezogen werden m&uuml;ssten.<br>\nEine besondere Herausforderung stellt der bestehende und wachsende Hunger der Weltbev&ouml;lkerung nach Energie dar. Neben der Fl&auml;chenkonkurrenz bei Negativemissionstechnologien ben&ouml;tigen Solar- und Windenergie oder Elektromobilit&auml;t wichtige Rohstoffe, deren Gewinnung wiederum ganze &Ouml;kosysteme gef&auml;hrden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/gebt-der-erde-eine-chance%20\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Chaos Computer Club kritisiert Quasi-Zwang zur Luca-App<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Entwickler mehr als 20 Millionen Nutzer feiern, h&auml;lt der Chaos Computer Club das Erfolgskonzept der App f&uuml;r &raquo;zweifelhaft&laquo;. (&hellip;)<br>\nVon den rund 20 Millionen Nutzern haben sich im Zuge der Corona-Lockerungen der L&auml;nder allein in den vergangenen vier Wochen etwa neun Millionen Menschen registriert. Jede Woche kommen 1,5 Millionen Nutzer und 10.000 Check-in-Standorte hinzu. 13 Bundesl&auml;nder haben sich Lizenzen der App gesichert, von den 400 Gesundheits&auml;mtern in Deutschland sind 318 per Software-Schnittstelle mit den Luca-Servern verbunden. Damit ist Luca fast so erfolgreich wie die offizielle Corona-Warn-App, die bisher auf 30 Millionen Downloads kommt. Die zahlreichen vergleichbaren Angebote, die sich in der Initiative &raquo;Wir f&uuml;r Digitalisierung&laquo; zusammengeschlossen haben, liegen weit abgeschlagen dahinter.<br>\nDoch dieser Erfolg kommt nicht bei allen gut an. Linus Neumann vom Chaos Computer Club (CCC) kritisiert, dass die Restaurantbesucher eigentlich keine Wahl haben. &raquo;Wenn eine privatwirtschaftliche App &uuml;ber 20 Millionen Euro staatlicher Alimentierung erh&auml;lt, in Corona-Schutzverordnungen vorgeschrieben wird und so zum De-facto-Zwang wird, ist das ein sehr zweifelhaftes Konzept von Erfolg&laquo;, sagt der Hacker dem SPIEGEL. &raquo;Die Menschen installieren die App, weil es keine Alternative f&uuml;r sie gibt.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/apps\/corona-kontaktverfolgung-chaos-computer-club-kritisiert-quasi-zwang-zur-luca-app-a-a90dee1b-dc58-449d-919a-0f3515ac0808%20\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zahl der Sozialwohnungen gesunken<\/strong><br>\nDie Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent gesunken. Unter dem Strich habe es 2020 insgesamt 26.339 Wohnungen mit Sozialbindung weniger gegeben als 2019, hei&szlig;t es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Damit fielen rechnerisch t&auml;glich rund 72 Wohnungen aus der Sozialbindung. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r die Bundesl&auml;nder ergibt sich dabei ein unterschiedliches Bild. So wuchs in Baden-W&uuml;rttemberg, Hamburg, dem Saarland, Sachsen und Th&uuml;ringen der Bestand an Sozialwohnungen. Den h&ouml;chsten Zuwachs gab es in Hamburg mit einem Plus von 830 Sozialwohnungen.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te R&uuml;ckgang wurde in Niedersachsen mit 7070 Sozialwohnungen weniger als 2019 verzeichnet. Auch in Rheinland-Pfalz (minus 6180), Nordrhein-Westfalen (minus 5121) und Brandenburg (minus 4959) sank der Sozialwohnungsbestand. In Mecklenburg-Vorpommern reduzierte sich die Zahl der Sozialmietwohnungen um &uuml;ber 30 Prozent auf 3402 Wohnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/sozialwohnungen-rueckgang-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><strong>Dazu: Immer weniger Sozialwohnungen<\/strong><br>\nNeuer Tiefstand erreicht: Berliner Mietergemeinschaft fordert kommunalen Wohnungsbau (&hellip;)<br>\nDer soziale Wohnungsbau ist seit der F&ouml;deralismusreform 2006 L&auml;ndersache, erkl&auml;rte Joachim Oellerich, Chefredakteur vom Mieterecho, Zeitschrift der Berliner Mietergemeinschaft, am Freitag gegen&uuml;ber jW. &raquo;Die Bundesl&auml;nder verf&uuml;gen aber nicht &uuml;ber ausreichende Mittel, und die Zuwendungen des Bundes sind zu gering.&laquo; Ferner: Die tempor&auml;ren Bindungen des gef&ouml;rderten sozialen Wohnungsbaus k&ouml;nnen nur durch einen kommunalen Wohnungsbau &uuml;berwunden werden, der im unver&auml;u&szlig;erbaren Eigentum der Kommunen bleibt, betonte Oellerich.<br>\nDie wohnungspolitische Debatte d&uuml;rfte sich weiter aufheizen. Mit Blick auf den im Herbst anstehenden Volksentscheid hat Berlins Regierender B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller (SPD) die Enteignung von Immobilienkonzernen am Freitag im ZDF-&raquo;Morgenmagazin&laquo; erneut strikt abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/405539.dach-%C3%BCber-dem-kopf-immer-weniger-sozialwohnungen.html%20\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> bekanntes Thema, auf das man nicht of genug hinweisen kann, auch wenn dieses Instrument unterm Strich zu kurz greift und umfassende Reformen notwendig sind: Der Wohnungs- und Mietmarkt muss der Jagd nach hohen Profiten entzogen werden (u. a. kommunaler, gemeinn&uuml;tziger Wohnungsbau), der Rest durch staatliche Vorgaben (effektive Mietbegrenzungen) reguliert werden. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62011\">Asozialer Wohnungsbau. F&uuml;r ein bezahlbares Heim hat der Heimatminister wenig &uuml;brig.<\/a>&ldquo;. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Zukunft des Wohnens &ndash; nur f&uuml;r Reiche?<\/strong><br>\nEs wird eng in Frankfurt am Main. Auf knapp 250 Quadratkilometern leben &uuml;ber 750.000 Menschen. Ein Problem, das nicht nur die Mainmetropole kennt. K&ouml;nnen neue Wohnhochh&auml;user Abhilfe schaffen? (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Entlastung auf dem Mietmarkt werden solche modernen Hochhausbauten also nicht sorgen. Davon ist der Pr&auml;sident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, &uuml;berzeugt: &ldquo;Wir brauchen angemessenen, Bedarf deckenden Wohnraum, der bezahlbar ist.&rdquo; Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist in vielen Regionen in Deutschland inzwischen desolat. Gerade in Gro&szlig;st&auml;dten steigen die Mieten seit Jahren. Auf dem ersten Platz liegt M&uuml;nchen mit 18,48 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt und Stuttgart mit 15,75 Euro und 14,74 Euro pro Quadratmeter. Auf den Pl&auml;tzen vier und f&uuml;nf liegen Berlin und Hamburg mit 13,68 beziehungsweise 13,50 Euro pro Quadratmeter.<br>\nLaut einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung m&uuml;ssen fast die H&auml;lfte der rund 8,4 Millionen Haushalte, die in Deutschlands Gro&szlig;st&auml;dten zur Miete wohnen, mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens ausgeben, um ihre Warmmiete zu bezahlen. Insgesamt fehlen laut Deutschem Mieterbund mehr als 1,5 Millionen leistbare Wohnungen. Er fordert eine Wohnbauoffensive, unter anderem mit mehr Mitteln f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau und einem mehrj&auml;hrigen bundesweiten Mietenstopp.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/eden-tower-zukunft-wohnen-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Experten w&uuml;rden jede dritte Klinik schlie&szlig;en<\/strong><br>\nIn der Corona-Krise hat sich die &Ouml;ffentlichkeit daran gew&ouml;hnt, dass es niemals genug Intensivbetten geben kann. Experten bewerten die deutsche Kliniklandschaft v&ouml;llig anders. Jedes dritte Krankenhaus ist demnach &uuml;berfl&uuml;ssig, weniger w&auml;re f&uuml;r die Patienten sogar oft mehr.<br>\nDer Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses von Krankenkassen, &Auml;rzten und Kliniken (G-BA), Josef Hecken, fordert eine grundlegende Reform der Krankenhausversorgung. Jede dritte Klinik in Deutschland sei f&uuml;r die medizinische Versorgung &uuml;berfl&uuml;ssig, sagte Hecken der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo;. Deutschland brauche in Zukunft nicht mehr, sondern deutlich weniger Klinikstandorte. Der Spitzenverband der Krankenkassen sieht ebenfalls Reformbedarf. Dies sei durch die Corona-Krise deutlich geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Experten-wuerden-jede-dritte-Klinik-schliessen-article22660676.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Wir haben zurzeit 1900 Krankenh&auml;user, 1200 w&auml;ren genug&ldquo;<\/strong><br>\nDer Chef der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen, Josef Hecken, spricht sich f&uuml;r eine grundlegende Reform der Krankenhausversorgung aus. Deutschland brauche in Zukunft nicht mehr, sondern deutlich weniger Klinikstandorte als heute. &bdquo;Wir haben zurzeit 1900 Krankenh&auml;user, 1200 w&auml;ren genug&ldquo;, sagte Hecken der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo;. Au&szlig;erdem m&uuml;ssten die Kliniken k&uuml;nftig die Arbeit kl&uuml;ger untereinander aufteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article232274933\/Josef-Hecken-Wir-haben-zurzeit-1-900-Krankenhaeuser-1-200-waeren-genug.html%20\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Daf&uuml;r gibt es dann auf dem Land keine wohnortnahe Versorgung mehr, und Menschen m&uuml;ssen vielleicht 50 oder 100 km fahren, um f&uuml;r ihre Behandlung das n&auml;chste Krankenhaus zu finden oder einen Angeh&ouml;rigen oder Freund zu besuchen &ndash; oder beides eben nicht mehr m&ouml;glich ist. Furchtbar f&uuml;r die Betroffenen. Kaum ist die Corona-Pandemie (in Deutschland) etwas abgeklungen, in der sich die (halbwegs) fl&auml;chendeckende Versorgung als hilfreich erwiesen hat, braucht man angeblich ein Drittel der Krankenh&auml;user nicht mehr. Und was, wenn &uuml;berhaupt, kann man durch so eine Umstrukturierung vielleicht sparen (unter Inkaufnahme u. a. des Problems, dass die Pflegekr&auml;fte nicht mehr g&uuml;nstiger auf dem Land wohnen k&ouml;nnen, sondern doch im Ballungsgebiet leben oder dorthin fahren m&uuml;ssen)? Zwei, drei Milliarden Euro im Jahr? W&auml;hrend die Laschet-Regierung gleich mit den n&auml;chsten Unternehmensteuergeschenken (20 Milliarden Euro pro Jahr) um die Ecke kommt und au&szlig;erdem die R&uuml;stungsausgaben um 20 Milliarden Euro erh&ouml;hen will? Bei den Menschen, die dann deutlich weiter fahren m&uuml;ssen, &ldquo;gespart&rdquo;, den Unternehmen das Mehrfache in den Rachen geworfen? Der Mann ist doch kein Gesundheitsexperte, sondern neoliberaler Sparpolitiker, und dass man die Gesundheitsversorgung als Daseinsvorsorge nicht solchen Wirtschaftlichkeitserw&auml;gungen opfern darf, st&ouml;&szlig;t sogar den Leserkommentaren in der WELT auf. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn diese Diskussion w&auml;hrend einer &bdquo;epidemischen Lage von nationaler Tragweite&ldquo; erneut beginnt, ist das ein Indiz daf&uuml;r, dass die gesundheitliche\/medizinische  Situation hierzulande ziemlich gut ist. Bitte lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68858\">Tod auf Rezept. Mitten in der Coronakrise und politisch gewollt machen reihenweise Krankenh&auml;user dicht.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63403\">Schlie&szlig;ung von Krankenh&auml;usern: &bdquo;Das ist politisch gewollt&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53434\">&bdquo;Krankenh&auml;user schlie&szlig;en &ndash; Leben retten?&ldquo; &ndash; &Ouml;ffentlich-rechtlicher Kampagnenjournalismus zur besten Sendezeit.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das blanke Entsetzen: Kritische Anmerkungen zur &bdquo;neuen Normalit&auml;t&ldquo;<\/strong><br>\nZu dem blanken Entsetzen mit dem viele Menschen derzeit auf die Zust&auml;nde und Lebensverh&auml;ltnisse in Deutschland schauen, sollen einige Anmerkungen gemacht werden. Nicht nur die akademisch gebildete, b&uuml;rgerliche Mitte fragt seit &uuml;ber einem Jahr nach plausiblen Erkl&auml;rungen und Begr&uuml;ndungen f&uuml;r Grundrechtseinschr&auml;nkungen in nie dagewesenem Ausma&szlig; und wird daf&uuml;r von dem SPIEGEL, der FAZ und anderen Altmedien als rechtsradikal bezeichnet. (&hellip;)<br>\nDer Aufruf zur inhaltlichen Diskussion, z.B. zu der Wirkung von Lockdowns oder von Masken verhallte ungeh&ouml;rt. Stattdessen spielen die Altmedien weiterhin mit irrationalen &Auml;ngsten, indem sie absolute Zahlen ohne jeden vergleichenden Kontext berichten. Es gibt weiterhin keine Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich die Meldezahlen, der normale Krankenstand und die normale Krankenhausauslastung in das j&auml;hrliche, saisonale Infektionsgeschehen einordnen.<br>\nBis heute hat sich niemand in den Altmedien von den sch&auml;bigen und pers&ouml;nlichen Angriffen gegen Dr. Wolfgang Wodarg, Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, Dr. Bodo Schiffmann und viele andere distanziert. Warum sollten sich bis Dezember 2019 hoch gesch&auml;tzte Mitglieder der Gesellschaft pl&ouml;tzlich zu Reichsb&uuml;rgern wandeln? Es ergibt keinen Sinn, dass ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter der SPD pl&ouml;tzlich der AfD nahe stehen soll. Wesentlich plausibler ist, dass man Dr. Wodarg fr&uuml;hzeitig medial ausschalten wollte, da er 2009 erheblich dazu beigetragen hatte, die Schweingrippe-Fake-Pandemie aufzudecken. Das sollte nicht noch einmal passieren [3,4]. (&hellip;)<br>\nDas Bundesverfassungsgericht schiebt w&auml;hrenddessen die Entscheidungen zur Bundesnotbremse auf die lange Bank [66] und nimmt keinen Ansto&szlig; daran, dass Frau Merkel &ouml;ffentlich erkl&auml;rt hat, dass die Bundesnotl&uuml;ge, wie man sie treffender bezeichnen sollte, dem Ausschalten der Verwaltungsgerichte diente [67]. Der B&uuml;rger sollte in seinem Rechtszugang k&uuml;nstlich beschr&auml;nkt werden. Das Bundesverfassungsgericht wird mit seiner Entscheidung dazu vermutlich bis Herbst warten, wenn saisonal bedingt die Meldezahlen wieder hochgehen werden.<br>\nDabei haben sich auch die Verwaltungsgerichte im Kampf um die Grundrechte nicht mit Ruhm bekleckert. Gegen Mietdeckel und f&uuml;r Fridays for Future darf man demonstrieren, gegen Lockdown-Ma&szlig;nahmen nicht. (&hellip;)<br>\nEs ist das Dominanzgebaren einer selbsternannten Elite, die Wissenschaft nach Belieben, dort wo es ihr passt, unterstellt und sich jeder weiteren Diskussion verweigert.<br>\nIn der Zusammenfassung hat eine Kaste von selbsternannten Berufslebensrettern eine nicht-existente Katastrophe proklamiert und damit das Leben von Millionen von Menschen und die demokratischen Strukturen eines Landes zerst&ouml;rt. Das Ausbleiben der Katastrophe, die es nie gab, wird jetzt als Erfolg verkauft. Das sogenannte Pr&auml;ventionsparadoxon.<br>\nLeider ist das alles nicht neu. Das gibt es schon seit 37 Jahren, <a href=\"https:\/\/magazin.spiegel.de\/EpubDelivery\/spiegel\/pdf\/13510622\">DER SPIEGEL, &bdquo;AIDS: die Bombe ist gelegt&ldquo;, 45, 1984,<\/a> Es gibt keine einzige Ver&ouml;ffentlichung, seit 1984 bis heute, die der Frage nachgeht, ob es sich 90 Jahre, nachdem der HI Virus um 1930 herum in Afrika fast gleichzeitig von 3 Affenarten auf den Menschen &uuml;bergesprungen sein soll, um dann zuerst in einer stark vorgesch&auml;digten Population von Homosexuellen in den USA aufzutauchen, noch um denselben Virus handelt. Inzwischen gibt es hunderte Millionen von Varianten. Keine zwei Menschen tragen denselben HI Virus [94].<br>\nDiese Fragen interessieren niemanden. Denn mit gesunden Menschen l&auml;sst sich kein Geld verdienen. Also werden symptomfreie Menschen per PCR Test als krank definiert und die Pharmaindustrie verdient Milliarden an der angeblichen Therapie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wochenblick.at\/das-blanke-entsetzen-kritische-anmerkungen-zur-neuen-normalitaet\/%20\">Johannes Kreis in Wochenblick<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Berliner Stiko-Mitglied: Entsetzt, wie Politik wissenschaftliche Daten ignoriert<\/strong><br>\nImmer wieder prescht die Politik vor und empfiehlt, Kinder ab zw&ouml;lf Jahren zu impfen. Die St&auml;ndige Impfkommission bleibt jedoch dabei, die Impfung gegen das Coronavirus f&uuml;r Kinder und Jugendliche generell nicht zu empfehlen. Der Berliner Kinder- und Jugendmediziner Dr. Martin Terhardt hat die Politik nun dazu aufgerufen, beim Thema Kinderimpfungen gegen Corona zur&uuml;ckhaltender zu sein.<br>\n&bdquo;Mich entsetzt das immer wieder, wie die Politik vorprescht und wissenschaftliche Daten eher ignoriert. Wir haben in der Stiko entschieden, dass wir die Kinderimpfung ab zw&ouml;lf zurzeit nicht generell empfehlen&ldquo;, sagte Stiko-Mitglied Terhardt am Freitag im Inforadio vom RBB. (&hellip;)<br>\nMan wisse inzwischen, dass Jugendliche sich zwar infizieren, aber selten schwer an Covid-19 erkranken. Es gebe aber inzwischen Hinweise auf seltene Komplikationen bei Impfungen in dieser Altersgruppe: &bdquo;Was wir seit einer Woche wissen aus den USA, wo ungef&auml;hr sechs Millionen Jugendliche geimpft wurden, dass es durchaus seltene Komplikationen geben kann in Form von Herzmuskelentz&uuml;ndungen, gerade in der j&uuml;ngeren Altersgruppe, vor allem bei Jungs.&ldquo;<br>\nDas m&uuml;sse noch abschlie&szlig;end bewertet werden, so Terhardt. Bis dahin bleibe es bei der Empfehlung, nur &uuml;ber Zw&ouml;lfj&auml;hrige aus Risikogruppen zu impfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/stiko-mitglied-impfung-von-kindern-ab-12-nicht-empfehlenswert-li.168801%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>#Chatkontrolle: Aktion gegen die Aufhebung der digitalen Privatsph&auml;re<\/strong><br>\nWarum die &ldquo;Europ&auml;ische Task-Force gegen Kindesmissbrauch&rdquo; Briefe an EU-Parlamentarier &ouml;ffnete<br>\nB&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger haben ein Recht auf vertrauliche Kommunikation &ndash; so steht es in der europ&auml;ischen Grundrechtecharta. Doch die Mitglieder des Europaparlaments haben dieser Tage verd&auml;chtige Post bekommen: Die Briefe sind aufgerissen, von einer &ldquo;Europ&auml;ischen Task-Force gegen Kindesmissbrauch&rdquo; kontrolliert und mit einem Warnhinweis versiegelt worden. Wer nachforscht, entdeckt, dass es sich dabei um eine Aktion der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) handelt, die auf diese Weise gegen die geplante Durchsuchung privater Chats und Emails protestiert.<br>\nDie Erfahrungen aus dem NSA-Abh&ouml;rskandal zeigten, dass Politiker oft erst reagieren, wenn sie selbst betroffen sind. Und wer m&ouml;chte schon gern mit Kinderpornografie in Verbindung gebracht werden? Was die EU-Parlamentarier im Rahmen der gbs-Briefaktion erlebt haben, k&ouml;nnte in etwas anderer Form bald allen Menschen in der EU widerfahren, erkl&auml;rt Peder Iblher, Referent f&uuml;r digitale Grundrechte der Giordano-Bruno-Stiftung: &ldquo;Der aktuelle Gesetzentwurf der EU-Kommission, die sogenannte &sbquo;ePrivacy Derogation&lsquo;, die wohl schon am 6. Juli dem Europaparlament zur Entscheidung vorgelegt wird, sieht vor, dass sexuell zweideutige Inhalte automatisch mit der Polizei oder einer NGO geteilt und in die N&auml;he von Kindesmissbrauch ger&uuml;ckt werden. Das Gesetz verst&ouml;&szlig;t zwar eindeutig gegen die europ&auml;ischen Grundrechte, doch gegen die Begr&uuml;ndung, man bek&auml;mpfe den Kindesmissbrauch, trauen sich kaum Parlamentarier zu argumentieren.&rdquo;<br>\nDabei schadet das Gesetz sehr viel mehr, als es n&uuml;tzt, f&uuml;hrt Iblher aus: &ldquo;Erfahrungen mit derartigen Durchsuchungsmethoden zeigen, dass die Fehlerquote extrem hoch ist, es kaum je zu Anzeigen kommt und gewiefte T&auml;ter l&auml;ngst andere Kan&auml;le nutzen. Ein Klima der Verunsicherung und Verd&auml;chtigungen, eine Kriminalisierung von Jugendlichen und die Gefahr von Leaks, Hacks und Missbrauch w&auml;ren ein hoher Preis f&uuml;r wenig Effekt. Die meisten Taten bleiben ohnehin offline und w&auml;ren mit Pr&auml;vention und einer gut ausgestatteten Polizeiarbeit weit besser zu verhindern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.giordano-bruno-stiftung.de\/meldung\/chatkontrolle-aktion-gegen-die-aufhebung-der-digitalen-privatsphaere%20\">giordano bruno stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Amerikas neue Supermacht<\/strong><br>\nDer Supreme Court best&auml;tigt ein Gesetz, das das Wahlrecht einschr&auml;nkt. Das mehrheitlich konservativ besetzte Gericht k&ouml;nnte die USA st&auml;rker pr&auml;gen als der Pr&auml;sident.<br>\nEs ist die vielleicht bedeutendste Nachwirkung aus Donald Trumps Pr&auml;sidentschaft &ndash; und der Ex-Pr&auml;sident selbst musste eigentlich nichts daf&uuml;r tun. Er konnte drei von neun Posten am Supreme Court neu besetzen. Jeder davon war aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden umstritten, doch H&auml;tte und W&auml;re spielt keine Rolle mehr. Trump ist nicht mehr im Amt, die Besetzung aber gilt auf Lebenszeit. Das oberste Gericht der USA k&ouml;nnte in den kommenden Jahren zu dem Ort werden, von dem aus die Gesellschaft viel st&auml;rker beeinflusst wird als aus dem Kapitol oder dem Wei&szlig;en Haus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-07\/supreme-court-usa-oberstes-gericht-wahlrecht-arizona%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und dabei geht es nicht mal um (wichtige) Einzelthemen wie das Recht aufs Waffentragen oder auf Abtreibung, sondern um den Kern der Demokratie, das Wahlrecht, das in den USA eh schon (von den Republikanern) stark manipuliert worden ist (Gerrymandering, Ausgrenzung von Schwarzen beim W&auml;hlen&hellip;). So k&ouml;nnen sich die Republikaner &uuml;ber den Supreme Court dauerhaft (oder zumindest f&uuml;r die n&auml;chsten Jahrzehnte) eine Mehrheit (oder Blockade-Minderheit) sichern, die sie in einem unverbauten Wahlsystem schon lange verloren h&auml;tten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&raquo;Wir haben keine echte Demokratie mehr&laquo;<\/strong><br>\nMarco B&uuml;low sitzt f&uuml;r Die Partei im Bundestag. Er sagt: Das parlamentarische System ist gef&auml;hrlich verkrustet, Abgeordnete handeln nicht mehr frei nach ihrem Gewissen. Wie will er das &auml;ndern? (&hellip;)<br>\nB&uuml;low: Als Erstes geh&ouml;rt der Fraktionszwang abgeschafft. Jeder Abgeordnete bricht praktisch in jeder Sitzungswoche das Grundgesetz, weil er eben nicht wie dort vorgeschrieben seinem Gewissen, sondern dem Fraktionsvorsitzenden oder der Regierung folgt. Nat&uuml;rlich ist immer schwer zu fassen, wo die Gewissensfreiheit anf&auml;ngt und wo sie aufh&ouml;rt. Aber das Problem ist so offensichtlich, Abgeordnete sagen ja oft genug frei heraus, dass sie so oder so abgestimmt haben, weil das im Koalitionsvertrag steht. Die Verfassung sieht das aber so nicht vor. Au&szlig;erdem brauchen wir als dritte S&auml;ule neben Regierung und Bundestag eine Mischung aus direkter Demokratie und B&uuml;rgerr&auml;ten, die ich aber mit dem Parlament verweben m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/marco-buelow-wir-haben-keine-echte-demokratie-mehr-a-f930d2c9-af97-4b69-a0ec-47f133118272\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Giffey: Straft&auml;ter nach Syrien abschieben<\/strong><br>\nDie Berliner SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey hat sich f&uuml;r die konsequente Abschiebung bei schweren Straftaten auch nach Afghanistan oder Syrien ausgesprochen. &ldquo;Ich bin da ganz klar: Schwerverbrecher und terroristische Gef&auml;hrder m&uuml;ssen abgeschoben werden&rdquo;, sagte die fr&uuml;here Bundesfamilienministerin der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wenn Menschen vor Krieg und Zerst&ouml;rung fliehen, m&uuml;ssen wir ihnen helfen&rdquo;, f&uuml;hrte die SPD-Politikerin aus. &ldquo;Wer aber schwere Straftaten begeht, wer Menschen vergewaltigt oder ermordet, hat sein Recht auf Asyl verwirkt.&rdquo; Dann sei &ldquo;der Schutz der hier lebenden Bev&ouml;lkerung h&ouml;her zu werten als der Schutz eines Menschen, der die Rechte anderer mit F&uuml;&szlig;en tritt&rdquo;. Solche F&auml;lle m&uuml;ssten &ldquo;st&auml;rker aus der Perspektive der Opfer&rdquo; betrachtet werden, forderte Giffey.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Giffey-Straftaeter-nach-Syrien-abschieben-article22660953.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Gilt dies auch f&uuml;r Leute, die bei der Doktorarbeit eine falsche Eidesstattliche Versichetung abgegeben haben, immerhin eine Straftat auf die 3 Jahre Gef&auml;ngnis stehen. Die Frage ist, wohin schiebt man solche kriminellen ab? Z.B. ins Rathaus nach Berlin?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&raquo;Die Angebote m&uuml;ssen erhalten bleiben&laquo;<\/strong><br>\nZukunft des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks: ARD m&ouml;chte Sendezeit der Politmagazine reduzieren. Protest von Verdi. Ein Gespr&auml;ch mit Matthias von Fintel<br>\nDie Dienstleistungsgewerkschaft Verdi positioniert sich gegen eine Reduzierung von Politmagazinen in der ARD, wie sie derzeit offenbar seitens der Rundfunkleitungen diskutiert wird. Wie haben Sie davon erfahren?<br>\nSo wie die betroffenen Magazine selber hat Verdi davon durch Recherchen des Onlinemagazins &raquo;&Uuml;bermedien&laquo; erfahren. Danach sollen die Sendungen &raquo;Panorama&laquo;, &raquo;Monitor&laquo;, &raquo;Kontraste&laquo;, &raquo;Fakt&laquo;, &raquo;Report Mainz&laquo; und &raquo;Report M&uuml;nchen&laquo; nach Pl&auml;nen, &uuml;ber die die Intendantinnen und Intendanten des Senderverbundes beraten, jeweils statt 15- nur noch elfmal im Jahr laufen. Uns war bekannt, dass Programmreformen geplant sind. Dass diese aber zu Einschnitten bei den Politikmagazinen f&uuml;hren sollten, h&auml;tten wir nicht erwartet. Statt dessen sollten mehr Dokumentationen, also eher l&auml;ngere Formate, in die Mediathek eingestellt werden, hie&szlig; es. Allerdings w&auml;re ein Abr&uuml;cken der ARD von ihren Politikmagazinen im Hauptprogramm ein Fehler. Aus unserer Sicht m&uuml;ssen diese Informations- und Diskursangebote darin erhalten bleiben sowie zus&auml;tzlich in der Mediathek erg&auml;nzend ausgebaut werden. Das w&uuml;rde zwar zu h&ouml;heren Kosten f&uuml;hren, w&auml;re aber der allgemeinen Bedeutung der Politikberichterstattung in unserer Gesellschaft angemessen und entspr&auml;che somit dem Auftrag des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks.<br>\nWer treibt solche K&uuml;rzungsdebatten voran?<br>\nDie neue ARD-Programmdirektorin Christine Strobl und ihr Team haben den Auftrag, das Programm zu entwickeln. Also werden sich jetzt die Intendanten und die Gremien damit befassen. Die Rundfunkr&auml;te sind, wie wir, davon &uuml;berrascht. Von den delegierten Gewerkschaftsvertreterinnen und -vertretern dort haben wir Zuspruch daf&uuml;r erfahren, dass Verdi sich gegen diese Pl&auml;ne positioniert. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend der Coronapandemie gab es Kritik, wie wenig Information geliefert wird und daf&uuml;r Quizsendungen, Shows, Fu&szlig;ball und Wiederholungen alter Filme zu sehen sind. Ist nicht schon der Status quo der politischen Berichterstattung unzureichend?<br>\nDie Mehrheit der Medienwissenschaftler hat dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk Anerkennung f&uuml;r seine Faktenbasiertheit w&auml;hrend der Pandemie gezollt. Er hat also eher positiven Einfluss gehabt. Das hat in Deutschland etwa schrumpfender Impfbereitschaft entgegengewirkt, anders als in anderen L&auml;ndern. Der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk war mit seinen Informations- und Talkprogrammen, &uuml;brigens auch rund um die Kritik an Ma&szlig;nahmen, ein Garant daf&uuml;r. Dennoch fordern wir, die Redaktionen der Politikmagazine nicht einzuschr&auml;nken. Wenn Pl&auml;ne weiter verfolgt werden, die Sendezeit zu reduzieren, werden wir das nicht akzeptieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/405401.%C3%B6ffentlich-rechtliche-medien-die-angebote-m%C3%BCssen-erhalten-bleiben.html%20\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-73977","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73977","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=73977"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73977\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73979,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/73977\/revisions\/73979"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=73977"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=73977"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=73977"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}