{"id":7399,"date":"2010-11-19T16:22:42","date_gmt":"2010-11-19T15:22:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7399"},"modified":"2010-11-19T16:22:42","modified_gmt":"2010-11-19T15:22:42","slug":"hinweise-des-tages-2-153","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7399","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Terroralarm; Irland-Krise &ndash; Diese Regierung hat auf K&auml;se gebaut; Zum DIW-Skandal; Paul Krugman &ndash; Axis of Depression; Thomas Fricke &ndash; In den Knast, ihr Schluderer!; Michael Spence: Amerika nach der Krise: Abschied von der Normalit&auml;t; Deutsche Bank macht Kasino in Las Vegas auf; Kommunen klagen &uuml;ber 12-Milliarden-Defizit; Schwarz-Gelb erh&auml;lt Gewerbesteuer; Private Krankenzusatzversicherung &ndash; Lehren f&uuml;r Deutschland?; Niedriger Hartz-IV-Energiesatz &ndash; Strompreis-Schub trifft Arbeitslose am h&auml;rtesten; Land der Leiharbeiter; Verf&auml;lscht, getrickst und verschleiert; Mehr Kinderrechte von Regierung gefordert; Nato-Gipfel: Der Anfang von etwas; Sparprogramm &ndash; Bayer streicht 1700 Stellen in Deutschland; Nicola Vendola ist Italiens Hoffnung &ndash; Der unm&ouml;gliche Kandidat; Haiti: Hilfe in Not; Fairer Handel, Kakao und das Menschenrecht auf gute Arbeit; Stuttgart 21; An den Grenzen des Rechts; Gr&uuml;ner H&ouml;henflug &ndash; Trittin will links bleiben; Elena macht Pause; Engpass im Zwischenlager; Uni-Chaos &ndash; Gericht durchl&ouml;chert die Master-Sperre; zu guter Letzt: Graumelierter Terrorist mit Brille versetzt Deutschland in Angst und Schrecken. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Terroralarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Irland-Krise &ndash; Diese Regierung hat auf K&auml;se gebaut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Zum DIW-Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Paul Krugman &ndash; Axis of Depression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Thomas Fricke &ndash; In den Knast, ihr Schluderer!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Michael Spence: Amerika nach der Krise: Abschied von der Normalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Deutsche Bank macht Kasino in Las Vegas auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Kommunen klagen &uuml;ber 12-Milliarden-Defizit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Schwarz-Gelb erh&auml;lt Gewerbesteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Private Krankenzusatzversicherung &ndash; Lehren f&uuml;r Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Niedriger Hartz-IV-Energiesatz &ndash; Strompreis-Schub trifft Arbeitslose am h&auml;rtesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Land der Leiharbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Verf&auml;lscht, getrickst und verschleiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Mehr Kinderrechte von Regierung gefordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Nato-Gipfel: Der Anfang von etwas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Sparprogramm &ndash; Bayer streicht 1700 Stellen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Nicola Vendola ist Italiens Hoffnung &ndash; Der unm&ouml;gliche Kandidat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Haiti: Hilfe in Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Fairer Handel, Kakao und das Menschenrecht auf gute Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">An den Grenzen des Rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Gr&uuml;ner H&ouml;henflug &ndash; Trittin will links bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Elena macht Pause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Engpass im Zwischenlager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Uni-Chaos &ndash; Gericht durchl&ouml;chert die Master-Sperre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Zu guter Letzt: Graumelierter Terrorist mit Brille versetzt Deutschland in Angst und Schrecken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7399&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Terroralarm<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verd&auml;chtiges Gep&auml;ckst&uuml;ck war &ldquo;Realtestkoffer&rdquo; einer US-Firma<\/strong><br>\nDas in Namibia entdeckte verd&auml;chtige Gep&auml;ckst&uuml;ck war nach den Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere eine Attrappe. Es habe sich um einen sogenannten Realtest-Koffer einer US-Firma gehandelt, sagte de Maiziere am Freitag in Hamburg. Solche Test-Koffer w&uuml;rden genutzt, um Sicherheitsma&szlig;nahmen zu &uuml;berpr&uuml;fen. In dem Koffer sei kein Sprengstoff festgestellt worden. Zu keiner Zeit habe eine Gefahr f&uuml;r die Passagiere des betroffenen Flugzeugs bestanden.<br>\nNun werde &uuml;berpr&uuml;ft, ob und wenn ja wann und an wen der Test-Koffer verkauft worden sei. De Maizi&egrave;re schlie&szlig;t nicht aus, dass der verd&auml;chtige Koffer in Namibia m&ouml;glicherweise von den deutschen Sicherheitsbeh&ouml;rden selbst dort platziert wurde: &ldquo;Ich halte das f&uuml;r sehr unwahrscheinlich&rdquo;, sagte der Innenminister am Freitag. Aber auch das werde &ldquo;selbstverst&auml;ndlich&rdquo; Gegenstand der Ermittlungen sein. Derartige Koffer w&uuml;rden dazu verwendet, Sicherheitsm&auml;ngel aufzudecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1289608307310\/Terroralarm-in-Deutschland-Verdaechtiges-Gepaeckstueck-war-Realtestkoffer-einer-US-Firma\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>ZDF-Recherche : &ldquo;Bombe&rdquo; war eine Attrappe<\/strong><br>\nZDF-Terrorexperte Elmar Theve&szlig;en im Heute Journal: &ldquo;US-Sicherheitsbeamte best&auml;tigen unserem Partnersender NBC und uns, dass es sich um eine Attrappe handelte. Das deckt sich auch mit den Informationen, die wir aus deutschen Quellen haben. Das soll ein industriell gefertigter Sprengsatz sein, kein echter, ein Dummy gewisserma&szlig;en, der benutzt wird von Regierungen und auch Sicherheitsbeh&ouml;rden, um sogenannte Testl&auml;ufe zu machen, herauszufinden, ob das Sicherheitspersonal an Flugh&auml;fen auch wirklich aufmerksam ist.<br>\nDas wirft die Frage auf: Wer macht einen solchen Testlauf? Waren es afrikanische Beh&ouml;rden oder amerikanische Beh&ouml;rden? Und warum haben sie den deutschen Beh&ouml;rden dann nicht schnell gesagt, dass es sich um einen Testlauf handelt? Oder &ndash; und diese Frage werfen unsere amerikanischen Quellen auf &ndash; waren es vielleicht am Ende gar deutsche Beh&ouml;rden? [&hellip;] Die amerikanischen Quellen sind sich sicher, es ist nicht Al Quaida, die solch einen Testlauf durchf&uuml;hrt, sondern eher eine Sicherheitsbeh&ouml;rde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1194312\/ZDF-Recherche-Bombe-war-eine-Attrappe#\/beitrag\/video\/1194312\/ZDF-Recherche-Bombe-war-eine-Attrappe\">ZDF heute journal<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer das nicht will, kann sich ja zuhause hinter dem Ofen verkriechen<\/strong><br>\nTagesthemen-Kommentar von Rainald Becker (SWR): &ldquo;Der FDP und all den anderen, die gern und schnell das Hohelied von B&uuml;rgerrecht und Datenschutz singen, sei gesagt: Bitte &uuml;bertreibt es nicht. Ein Teil der Erkenntnisse, die jetzt zur Terrorwarnung f&uuml;hrten, kommt aus dem Ausland, auch aus den USA. [&hellip;] Was Sicherheitsma&szlig;nahmen zum Schutz der B&uuml;rger angeht, sollten wir uns an den USA orientieren. Telefon&uuml;berwachung, Onlinedurchsuchung, Datenspeicherung und ab und zu ein Fingerabdruck, das ist kein Teufelszeug. Wer das nicht will, kann sich ja zuhause hinter dem Ofen verkriechen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/sendungsbeitrag81202_res-.html\">ARD Tagesthemen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nur selten ist der qualitative Unterschied zwischen den beiden gro&szlig;en Nachrichtensendungen des &Ouml;ffentlich Rechtlichen Rundfunks so gro&szlig;, wie bei der gestrigen Berichterstattung und Kommentierung des vermeintlichen &ldquo;Bombenfunds&rdquo; in Namibia. W&auml;hrend das ZDF im heute journal sehr interessante Hintergrundinformationen bringt und aus dem Mund des hauseigenen &ldquo;Terrorexperten&rdquo; die richtigen Fragen stellt, verbreitet die ARD aus dem Mund ihres Kommentatoren einen absurden Angriff auf den Rechtsstaat. Was Becker gestern in den Tagesthemen forderte, war nicht weniger als ein Schlag ins Gesicht der Verfassungsrichter. Wir erinnern uns: All die &ldquo;glorreichen&rdquo; Sicherheitsgesetze, die Becker zur Rettung des Abendlandes fordert, wurden von den Karlsruher Richtern als nicht verfassungskonform abgelehnt. Und t&auml;glich gr&uuml;&szlig;t das Murmeltier, auf die Scharfmacher ist Verlass.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl &ndash; Hysterie, die Himmelangst macht<\/strong><br>\nDie Reaktionen auf die Terrorwarnung machen Angst. Denn dem Terrorismus standzuhalten verlangt: an den Grunds&auml;tzen des Rechtsstaats festzuhalten. Ein starker Staat ist der Staat, der seine Regeln verteidigt und nach ihnen handelt &ndash; nicht aber der, der sie schon bei der ersten Terrorwarnung in Frage stellt. [&hellip;]<br>\nDeutsche Innenminister haben, wenn es um die Terrorbek&auml;mpfung geht, so oft alles in Frage gestellt, statt die alles entscheidende Frage zu stellen: Wo ist der Rubikon? Welche Linie darf auch in Zeiten der allergr&ouml;&szlig;ten Not nicht &uuml;berschritten werden?<br>\nDiese Antwort ist notwendig, weil sie dann, wenn ein terroristischer Anschlag die Gesellschaft sch&uuml;ttelt, nur noch sehr schwer zu finden ist. Dann tritt an die Stelle der sicher geglaubten Freiheit ganz schnell eine freie Sicherheit, eine Sicherheit also, die wie mit einer Walze alles plattmacht &ndash; und behauptet, auf der gewalzten Fl&auml;che wachse dann schon wieder etwas (so lange, bis die Walze wieder rollt). Sicherheit rollt nicht der Freiheit voraus. Sicherheit ist die gut ausbalancierte Freiheit aller.<br>\nWie soll der Staat aussehen, in dem unsere Kinder und Enkel leben: Das Land unter Total&uuml;berwachung? Die Menschen unter Dauerkontrolle? Die Grundrechte auf dem Friedhof? Risikopersonen hinter Gittern? Elektronische Mauern um die Ghettos der Reichen? Wie lebt es sich da?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/terrorwarnung-in-deutschland-hysterie-die-himmelangst-macht-1.1025799\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Berlins Innensenator ruft auf, Verd&auml;chtige zu melden<\/strong><br>\nTerrorangst in Deutschland. Als ein m&ouml;gliches Ziel von Anschl&auml;gen wird immer wieder die Hauptstadt genannt. Berlins Innensenator Ehrhart K&ouml;rting (SPD) hat die Menschen ungew&ouml;hnlich konkret zu Wachsamkeit gegen mutma&szlig;liche Terroristen aufgerufen. &bdquo;Man sollte achtsam sein&ldquo;, sagte K&ouml;rting der RBB-Abendschau.<br>\n&bdquo;Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da pl&ouml;tzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder &auml;hnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Beh&ouml;rden unterrichtet, was da los ist.&ldquo; Das gleiche gelte f&uuml;r stehen gelassene Koffer oder Aktentaschen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article11025734\/Berlins-Innensenator-ruft-auf-Verdaechtige-zu-melden.html\">WELT<\/a>\n<p><em>dazu:<\/em> <strong>Bei Terrorwarnung das Gehirn nicht abschalten<\/strong><br>\nLeitartikel Manch ein Politiker glaubt offenbar, dass die Polizeiarbeit in Zeiten der erh&ouml;hten Terrorismusgefahr nicht mehr ausreicht. Berlins Innensenator r&auml;t gar zum Denunzieren &ldquo;seltsam aussehender Nachbarn&rdquo;. [&hellip;]<br>\nManch ein Politiker ist zudem offenbar der Auffassung, dass der allgemeine Ruf der Polizei zu mehr Wachsamkeit nicht ausreicht: Berlins Innensenator Ehrhart K&ouml;rting verstieg sich zu der Aufforderung, Nachbarn zu denunzieren, &ldquo;die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen&rdquo;, sich &ldquo;nie blicken lassen&rdquo; oder &ldquo;seltsam aussehen&rdquo;.<br>\nFalls irgendjemand vorgehabt haben sollte, im Angesicht einer offenbar versch&auml;rften Bedrohung in Deutschland Ruhe und Besonnenheit zu bewahren, hier wird kr&auml;ftig am Gegenteil gearbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:behoerdenalarm-bei-terrorwarnung-das-gehirn-nicht-abschalten\/50196149.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ner Str&ouml;bele zweifelt an Terror-Warnung<\/strong><br>\nDer deutsche Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordneter, Hans-Christian Str&ouml;bele, hat dem deutschen Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) vorgeworfen, das Parlament nur unzureichend &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der am Mittwoch ausgesprochenen Terrorwarnung zu informieren. Im Sender hr-iNFO &auml;u&szlig;erte sich Str&ouml;bele skeptisch &uuml;ber die Glaubw&uuml;rdigkeit der Terrorwarnung. In den vergangenen Jahren seien schlie&szlig;lich immer wieder derartige Warnungen herausgegeben worden. Er habe vielmehr den Verdacht, die Regierung verst&auml;rke die Terrorangst, um die Sicherheitsgesetze zu versch&auml;rfen und die Vorratsdatenspeicherung durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1289608262139\/Gruener-Stroebele-zweifelt-an-Terror-Warnung\">Der Standard<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Irland-Krise &ndash; Diese Regierung hat auf K&auml;se gebaut<\/strong><br>\nDer keltische Tiger liegt am Boden. In Irland wei&szlig; niemand, wie es mit dem Land weitergehen soll &ndash; am wenigsten diejenigen, die die Krise zu verantworten haben. Wer in diesen Tagen nach Dublin reist, erlebt die Not und Ratlosigkeit der Menschen auf Schritt und Tritt.<br>\nMit wem man auch spricht: Es mischt sich fassungsloser Zorn mit abgrundtiefer Verachtung f&uuml;r die verfilzte Regierung, und der Empfindung, dass sie das Volk verraten habe mit jenem Klientelismus, f&uuml;r den das ber&uuml;hmte Zelt ein Beiwort geworden ist, in dem Fianna F&aacute;il bei der allj&auml;hrlichen Pferderennwoche in Galway die Immobilienspekulanten, Unternehmer und Banker zu bewirten pflegte, um die Parteikasse zu f&uuml;llen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubDDDF614E9B1C49B682201320840984FF\/Doc~E301F121177784DB58C81F245118F0D97~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist schon bemerkenswert, wie die FAZ sich konsequent bem&uuml;ht, blo&szlig; nicht die eigenen Scheuklappen abzulegen. Nach Lesart der FAZ war es also die Klientelwirtschaft der irischen Regierung, die das Land in die Krise gef&uuml;hrt hat. Kein Wort von der nur marginal vorhandenen Bankenaufsicht, kein Wort von dem Steuerdumping, mit dem Irland Banken und produzierende Unternehmen auf die Insel lockte, dass aber nun in der Krise nicht gen&uuml;gend Staatseinahmen generiert, um gegenzusteuern. Selbstverst&auml;ndlich erw&auml;hnt die FAZ auch nicht, dass es genau diese Deregulierung und diese neoliberale Wirtschaftspolitik war, die nicht nur die FAZ, sondern auch nahezu die gesamte Schar der &ldquo;Talkshow-&Ouml;konomen&rdquo; Deutschland &uuml;berst&uuml;lpen wollte. Einen Sommer lang ging diese Politik gut &ndash; Irland schrieb tiefschwarze Zahlen, der Staat entschuldete sich, w&auml;hrend der private Sektor sich tief verschuldete. Beim ersten Herbststurm brach das neoliberale Kartenhaus zusammen und nun zieht der Winter ein. Wer nun aber glaubt, dass die neoliberalen Apologeten ihre Lehren aus dem gescheiterten Experiment in Irland gezogen haben, der irrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zum DIW-Skandal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fachkr&auml;ftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht<\/strong><br>\nDiese Untersuchung konzentriert sich auf naturwissenschaftlich- technische Berufe sowie auf Facharbeiterqualifikationen, die vor allem in der Industrie ben&ouml;tigt werden. Die zeitliche Perspektive ist die aktuelle Situation &ndash; mit Blick auf die Ausbildung der n&auml;chsten vier bis f&uuml;nf Jahre. Mittel- und l&auml;ngerfristige Trends sind nicht das Thema dieses Berichts. F&uuml;r einen aktuell erheblichen Fachkr&auml;ftemangel sind in Deutschland kaum Anzeichen zu erkennen. Dies ergibt sowohl hinsichtlich der aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt als auch hinsichtlich der Situation bei der akademischen und betrieblichen beruflichen Ausbildung. Zudem sind die L&ouml;hne &ndash; ein Indikator f&uuml;r Knappheiten auf dem Markt &ndash; bei den Fachkr&auml;ften in den letzten Jahren kaum gestiegen. Auch in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren ist angesichts stark gestiegener Studentenzahlen noch nicht damit zu rechnen, dass in technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern ein starker Engpass beim Arbeitskr&auml;fteangebot eintritt.<br>\nBei der betrieblichen Berufsausbildung sind die Ausbildungskapazit&auml;ten in der j&uuml;ngsten Krise stark reduziert worden; dies gilt vor allem f&uuml;r die von der Industrie nachgefragten Fertigungsberufe. Hier m&uuml;ssen die Kapazit&auml;ten rasch wieder aufgestockt werden. Trotz einer demografisch bedingt sinkenden Nachfrage nach Ausbildungsstellen wird es in den n&auml;chsten Jahren nicht zwangsl&auml;ufig zu einem Mangel an Fachkr&auml;ften mit einem Lehrberuf kommen. Dies setzt allerdings voraus, dass das Interesse der Jugendlichen hin zu zukunftstr&auml;chtigen Qualifikationen und weg von Modeberufen gelenkt wird, in denen auch heute noch deutlich &uuml;ber den Bedarf hinaus ausgebildet wird. Tritt ein solcher Interessenswandel nicht ein, ist in der mittleren Frist mit einem Fachkr&auml;ftemangel teilweise zu rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.363684.de\/10-46.pdf\">DIW [PDF &ndash; 530 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>In manchen Branchen wird es eher eine Fachkr&auml;fteschwemme geben<\/strong><br>\nF&uuml;nf Fragen an Karl Brenke:<br>\n&ldquo;Ich sehe, dass wir gerade im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und im Ingenieurswesen in einem Ma&szlig;e ausbilden, dass wir in kurzer Zeit die Studienabsolventen gar nicht auf dem deutschen Arbeitsmarkt unterbringen werden. Der Effekt k&ouml;nnte sogar sein, dass qualifizierte Fachkr&auml;fte vermehrt aus Deutschland abwandern werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/dokumentenarchiv\/17\/diw_01.c.363630.de\/wb-46-2010_interview_brenke.mp3\">DIW &ndash; Podcast<\/a><br>\nHintergrund: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,729831,00.html\">Forscherposse beim DIW<\/a><br>\ndazu auch: <a href=\"?p=7364\">Wie Sie vom Spiegel an der Nase herum gef&uuml;hrt werden. Beispiel angeblicher Fachkr&auml;ftemangel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gott sei Dank hat sich Karl Brenke bis auf einige sprachliche Gl&auml;ttungen im eigentlichen Text nicht verbiegen lassen (siehe auch Interview), so dass sich der bef&uuml;rchtete &ldquo;Kompromiss&rdquo; eigentlich nur auf die <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.363833.de\/themen_nachrichten\/fachkraeftedebatte_kurze_frist_und_langfristigen_bedarf_sauber_trennen.html\">Presseerkl&auml;rung<\/a> beschr&auml;nkt.<br>\nDer Versuch Zimmermanns die Aussagen Brenkes laufend zu entsch&auml;rfen wirkt geradezu l&auml;cherlich. Diese titelt: &ldquo;Kurze Frist und langfristiger Bedarf sauber trennen&rdquo;. Weiter hei&szlig;t es, so Zimmermann: &bdquo;Aus dem Blick der amtlichen Statistik ist heute ein Fachkr&auml;ftemangel allenfalls partiell schl&uuml;ssig nachzuweisen, &hellip; Der erstaunliche R&uuml;ckgang der generellen Arbeitslosigkeit seit der Krise, die schwer zu &uuml;berbr&uuml;ckende Kluft zwischen dem Bedarf und der vorhandenen Qualifikation von Arbeitslosen und der unabwendbare demographische Einbruch ab 2015 d&uuml;rfen nicht &uuml;bersehen werden.&ldquo; Mittelfristig werde der Fachkr&auml;ftemangel deshalb zum bestimmenden Thema der Wirtschaftspolitik.<br>\nDavon kann nat&uuml;rlich nicht die Rede sein, wenn Brenke in seiner Untersuchung sogar feststellt, dass die Studienabsolventen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und im Ingenieurswesen gar nicht auf dem deutschen Arbeitsmarkt untergebracht werden k&ouml;nnen. Die neu eingef&uuml;gte Passage in Brenkes Text, dass sich seine Untersuchung auf die n&auml;chsten 4 bis 5 Jahre beschr&auml;nke, wird durch den eigentliche Text widerlegt. Denn wenn seit 2007 ein &bdquo;sprunghafter&ldquo; Anstieg bei den Ingenieursstudenten zu verzeichnen ist, stehen die kommenden Studienabsolventen der gegenw&auml;rtigen Jahrg&auml;nge nicht nur 5 Jahre zur Verf&uuml;gung. Tendenziell werden wir im hochqualifizierten Bereich f&uuml;r eine Generation einen &Uuml;berschuss haben. Und selbst wenn  Brenke einen Trend im betrieblichen Bereich beobachtet, dass Jugendliche sich zu sehr auf bestimmte Modeberufe (Friseusen und Kfz-Instandhalter) entscheiden, so besteht doch die M&ouml;glichkeit, sozusagen in eigener Regie diesem Trend aufkl&auml;rerisch zu begegnen. &ndash; Ganz abgesehen davon, scheint sich selbst beim Thema Zuwanderung Unerh&ouml;rtes zu ereignen. Die Deutsche Bank Research berichtet, dass sich die Zahl der ausl&auml;ndischen Hochschulabsolventen in den letzten zehn Jahren auf zuletzt 25 000 <a href=\"http:\/\/www.dbresearch.de\/PROD\/DBR_INTERNET_DE-PROD\/PROD0000000000264936.pdf\">verdreifacht habe [PDF &ndash; 90 KB]<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Diese Geschichte ist einfach k&ouml;stlich. Es wird einem nicht oft verg&ouml;nnt, den Manipulationsvorgang direkt in aller &Ouml;ffentlichkeit zu beobachten. Hoffentlich verschwindet die Geschichte nicht so schnell aus der &Ouml;ffentlichkeit. Hoffentlich folgt der Spiegel ihrem noch verbliebenen Jagdinstinkt und schlachtet die Geschichte solange richtig aus, bis Zimmermann weg ist. Die Hoffnung, dass auch andere Institute unter die Lupe genommen werden, ist allerdings sehr gewagt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gustav Horn &ndash; Kein Grund zum Jammern<\/strong><br>\n&ldquo;Es ist auff&auml;llig dass gerade in der Industrie bislang das Besch&auml;ftigungsniveau der Vorkrisenzeit nicht erreicht wurde. Da die seinerzeit besch&auml;ftigten Arbeitskr&auml;fte nicht alle spontan in Rente oder ins Ausland gegangen sein d&uuml;rften, m&uuml;ssten sie noch auf dem Arbeitsmarkt verf&uuml;gbar sein. Warum werden sie nicht eingestellt ? Und &uuml;berhaupt, warum steigt das Lohnniveau der Fachkr&auml;fte nicht, wenn sie denn so knapp sind ? Und warum verweigern sich die Firmen einer &Uuml;bernahmegarantie f&uuml;r Auszubildende, wenn sie dadurch die angeblich fehlenden Fachkr&auml;fte an sich binden k&ouml;nnten ? Erst wenn diese Fragen zufriedenstellend beantwortet sind, kann glaubw&uuml;rdig gejammert werden.&rdquo;<br>\nQuelle: Frankfurter Rundschau Printausgabe<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Axis of Depression<\/strong><br>\nWas haben die chinesische Regierung, die deutsche Regierung und die Republikaner gemeinsam? Sie versuchen alle die FED von ihrem Vorhaben abzubringen, neue Jobs zu schaffen. Dabei sind ihre Motive alle samt h&ouml;chst suspekt. [&hellip;]<br>\nEs ist ja kein Geheimnis, warum China und Deutschland auf einem Kriegspfad gegen die FED sind. Beide Staaten sind es gewohnt, hohe Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse einzufahren. Aber wenn einige Staaten Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse haben, m&uuml;ssen andere Handelsbilanzdefizite haben &ndash; jahrelang waren wir daf&uuml;r vorgesehen. Die expansive Geldpolitik der FED hat jedoch den Nebeneffekt, dass der Dollar etwas geschw&auml;cht wird, was wiederum US-G&uuml;ter wettbewerbsf&auml;higer macht und damit den Weg f&uuml;r ein geringeres Handelsbilanzdefizit bereitet. Das ist es, was die Chinesen und die Deutschen nur ungerne sehen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/11\/19\/opinion\/19krugman.html\">New York Times (auf Englisch)<\/a>\n<p><em>dazu:<\/em> <strong>Bernanke verteidigt lockere US-Geldpolitik<\/strong><br>\nUS-Notenbank-Chef Ben Bernanke hat die j&uuml;ngste Lockerung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten vehement verteidigt. Das langsame Wachstum, der R&uuml;ckgang der Inflation und eine seit Monaten hartn&auml;ckig hohe Arbeitslosigkeit seien die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Schritt der Federal Reserve, hie&szlig; es in der Nacht zum Freitag in Ausz&uuml;gen aus einer Rede, die Bernanke in Frankfurt halten sollte. &ldquo;Bei der jetzigen wirtschaftlichen Entwicklung in den USA besteht die Gefahr, dass Millionen Arbeiternehmer viele Jahre lang nicht besch&auml;ftigt oder unterbesch&auml;ftigt bleiben. F&uuml;r unsere Gesellschaft sollte dies inakzeptabel sein&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1289608259994\/Fed-Chef-Bernanke-verteidigt-lockere-US-Geldpolitik\">Der Standard<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; In den Knast, ihr Schluderer!<\/strong><br>\nDie Bundesregierung setzt in der Euro-Krise als Abschreckung darauf, Schuldner und ihre Geldgeber zu bestrafen. Das ist gut gemeint, f&uuml;hrt aber ins Desaster. Das zeigt nicht zuletzt die j&uuml;ngste Krisenpraxis.<br>\nWer Schluderern Geld leiht, soll b&uuml;&szlig;en, wenn der betreffende Staat in die Pleite steuert. So will es die Bundesregierung. Das wirkt moralisch irgendwie befriedigend. &Ouml;konomisch soll es vor unsolidem Geldverleihen sch&uuml;tzen. Die Frage ist nur, ob Strafandrohung funktioniert &ndash; wenn es de facto um Finanzmarktblasen geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kolumne-fricke-in-den-knast-ihr-schluderer\/50196138.html\">FTD<\/a>\n<p><em>dazu:<\/em> <strong>Harald Schumann &ndash; Merkel hat Recht<\/strong><br>\nEs war ein Satz, wie ihn nur die Kanzlerin fertig bringt: &bdquo;Es kann nicht sein, dass man im Umgang mit Staaten beliebige Risiken immer vergemeinschaften kann und die Risiken nicht selber als Akteur auch ein St&uuml;ck weit mittragen muss&ldquo;, k&uuml;ndete Angela Merkel am vergangenen Donnerstag. Das war verquast formuliert, doch die Botschaft ist trotzdem klar: In Sachen Bankenrettung und der St&uuml;tzung f&uuml;r &uuml;berschuldete Eurostaaten sind die Grenzen der Sozialisierung privater Schulden auf Kosten der Steuerzahler erreicht. K&uuml;nftig, so will es die Kanzlerin, sollen auch die privaten Gl&auml;ubiger ihrer Beitrag zur Sanierung von &uuml;berschuldeten Staaten und\/oder Banken leisten. [&hellip;]<br>\nDoch so einleuchtend dieses Prinzip ist, so grundverkehrt ist die Methode, mit der Merkel und ihre Euro-Kollegen diese Wiedereinf&uuml;hrung der Marktwirtschaft f&uuml;r den Finanzsektor betreiben. Anstatt sogleich die Verhandlungen mit den Gl&auml;ubigern zu erzwingen, vertagten sie den ohnehin fr&uuml;her oder sp&auml;ter unvermeidlichen Schritt auf die Zeit nach 2014. Erst f&uuml;r solche Staatsanleihen, die nach dem Auslaufen des Euro-Rettungsfonds aufgelegt werden, sollen die neuen Regeln gelten, versprachen sie, kaum dass die Debatte &uuml;ber den Vorsto&szlig; die Besitzer von irischen, griechischen und portugiesischen Anleihen in Aufregung versetzte und die Kurse f&uuml;r die entsprechenden Schuldtitel auf Talfahrt gingen. Aber was als Beruhigungsmittel f&uuml;r Anleger und Fondsmanager gedacht war, verfehlte naturgem&auml;&szlig; die angestrebte Wirkung. Denn es w&uuml;rde wenig nutzen, wenn etwa Irland mit Staatsschulden von dann voraussichtlich mehr als 200 Milliarden Euro ab 2015 neue Anleihen mit Klauseln f&uuml;r die Anlegerhaftung versehen w&uuml;rde, w&auml;hrend das Land gleichzeitig seine alten Schulden doch nicht bedienen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/merkel-hat-recht\/2925084.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Michael Spence: Amerika nach der Krise: Abschied von der Normalit&auml;t<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Amerikaner brach die Krise aus dem Nichts &uuml;ber sie herein &ndash; und brachte langsames Wachstum, steigende Arbeitslosigkeit und gro&szlig;e Angst mit sich. Auch die gro&szlig;e Mehrheit der &Ouml;konomen, Investmentanalytiker, Finanzunternehmen und Regulierungsbeh&ouml;rden hatte die Gefahr nicht erkannt. Dabei hatte diese Entwicklung deutliche Ursachen. &Uuml;ber ein Jahrzehnt steigende Schulden, geringe Ersparnisse, steigende Verm&ouml;genspreise und &uuml;berm&auml;&szlig;iger Konsum: Die Vereinigten Staaten befanden sich vor der Krise mindestens zehn Jahre &ndash; wahrscheinlich aber l&auml;nger &ndash; auf einem untragbaren Wachstumspfad.<br>\nUm es deutlich zu sagen: Die Ersparnisse werden h&ouml;her und der Konsum niedriger bleiben als sie es vor der Krise waren. Auch wenn die Haushalte ihre Kredite reduzieren und die Altersvorsorge wiederherstellen &ndash; das kostet die Nachfrageseite der amerikanischen Wirtschaft etwa 1000 Mrd. Dollar. Um diese Differenz auszugleichen, m&uuml;ssen sich die Amerikaner wirksam dem Wettbewerb um ihren Anteil der globalen Nachfrage stellen. &ndash; Die Amerikaner haben zu lange &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt. Mit ausl&auml;ndischen Krediten finanzierten sie ein riesiges Haushaltsdefizit; die Wirtschaft gab mehr Geld aus als hereinkam. Das verursachte Strukturprobleme und verdeckte sie. Die Herausforderung besteht also weder in der R&uuml;ckkehr zu den alten, untragbaren Normalwerten noch darin, sich von einer tiefen Bilanzrezession zu erholen. Im Gegenteil, es gilt, einen strukturellen &Uuml;bergang zu finden: vom alten &ldquo;Abnormalen&rdquo; zu einem neuen, nachhaltigen &ldquo;Normal&rdquo;.<br>\nObwohl vor allem Medienkommentare und politische Debatten einen gegenteiligen Eindruck erweckt haben: Die Konjunkturprogramme in der Krise waren hilfreich, obwohl ihre Wirkung momentan schnell nachl&auml;sst. Studien des Internationalen W&auml;hrungsfonds deuten darauf hin, dass der Anstieg der Haushaltsdefizite der meisten Industriel&auml;nder, einschlie&szlig;lich der USA, gr&ouml;&szlig;tenteils automatisch erfolgte. Er war eher auf sinkende Steuereinnahmen und steigende Ausgaben f&uuml;r Arbeitslosengelder zur&uuml;ckzuf&uuml;hren als auf die Ausgaben f&uuml;r Konjunkturprogramme. Die optimale Zeit f&uuml;r Ausgabenk&uuml;rzungen zu bestimmen ist schwierig. Einerseits gibt es Bedenken wegen eines neuen Abschwungs und der Deflation. Andererseits besteht die Gefahr &uuml;berm&auml;&szlig;iger Schulden und einer W&auml;hrungsinstabilit&auml;t. Und wo die Arbeitslosigkeit strukturell bedingt ist, ist der Nutzen von Konjunkturma&szlig;nahmen zweifelhaft. Es br&auml;uchte jetzt einen glaubw&uuml;rdigen Mehrjahresplan auf Grundlage vern&uuml;nftiger, konservativer Wachstumsannahmen, um die Defizite auf tragbare Niveaus zu senken und die Anh&auml;ufung von &ouml;ffentlichen Schulden zu begrenzen.<br>\nDie begrenzt zur Verf&uuml;gung stehenden Haushaltsressourcen sollten deshalb in Bereichen eingesetzt werden, die die Wettbewerbsf&auml;higkeit auf dem handelbaren Sektor betreffen. Das Nettobesch&auml;ftigungswachstum der amerikanischen Wirtschaft fand &uuml;ber die letzten 20 Jahre n&auml;mlich auf dem nicht handelbaren Sektor statt, wo die Amerikaner keinem Wettbewerb ausgesetzt sind. Die treibenden Kr&auml;fte waren die staatliche Verwaltung, das Gesundheitswesen und die Bauwirtschaft. Unwahrscheinlich, dass diese Sektoren das Besch&auml;ftigungswachstum aufrechterhalten k&ouml;nnen. Mit einem neutralisierten handelbaren Sektor und ausgereizten nicht handelbaren Sektoren fehlt es der Wirtschaft an zugkr&auml;ftigen Wachstumsmotoren. Die Wettbewerbsf&auml;higkeit muss zum zentralen Thema der langfristigen US-Wirtschaftspolitik werden &ndash; je fr&uuml;her, desto besser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:amerika-nach-der-krise-abschied-von-der-normalitaet\/50195608.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur sehr verklausuliert l&auml;sst Michael Spence, der mit George A. Akerlof und Joseph E. Stiglitz den Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften erhielt, die Katze aus den Sack. W&auml;hrend er sich oben noch hinter dem Argument versteckt, wo Arbeitslosigkeit strukturell bedingt sei, sei der Nutzen von Konjunkturma&szlig;nahmen zweifelhaft, wird dieses &ldquo;strukturell&rdquo; gegen Ende des Artikels konkretisiert. Das Besch&auml;ftigungswachstum auf dem nicht handelbaren Sektor sei ausgereizt und durch die &ldquo;Verf&uuml;gung stehenden Haushaltsressourcen&rdquo; m&uuml;sse die Wettbewerbsf&auml;higkeit auf dem handelbaren Sektor wiederhergestellt werden, d.h. bei der Produktion von Industrieg&uuml;tern. Nat&uuml;rlich m&ouml;chte sich Spence bei der heftigen Deindustrialisierungsdebatte in den USA nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, aber er spricht nicht von niedrigeren L&ouml;hnen oder Abwertung der W&auml;hrung sondern von staatlichen Ma&szlig;nahmen, pr&auml;ziser von Geld in die Hand nehmen, um die Wettbewerbsf&auml;higkeit der amerikanische Industrie wiederherzustellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Bank macht Kasino in Las Vegas auf<\/strong><br>\nDas &bdquo;Cosmopolitan&ldquo; geh&ouml;rt zu den teuersten Projekten in der Geschichte der Spielerstadt. 4 Milliarden Dollar wurden bisher in das Kasinohotel gepumpt &ndash; von der Deutschen Bank. Deshalb gilt: Was in Vegas passiert, wird in Frankfurt bilanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~EFC8BADDCF5AA48D795EA8FCF183D55C0~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Das &bdquo;Cosmopolitan&ldquo; wird sicher als Research-Abteilung gef&uuml;hrt. An den Spieltischen in Vegas k&ouml;nnen die Zocker in Frankfurt bestimmt noch was lernen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kommunen klagen &uuml;ber 12-Milliarden-Defizit<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsboom bringt dem Staat zus&auml;tzliche Einnahmen. Doch die St&auml;dte und Gemeinden profitieren davon nicht. Im Gegenteil: Sie erwarten in diesem Jahr ein Rekordminus. Die Gewerbesteuer d&uuml;rfe nicht abgeschafft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-729929,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb erh&auml;lt Gewerbesteuer<\/strong><br>\nDie Gewerbesteuer bleibt als wichtigste Einnahmequelle der Kommunen bestehen. Darauf haben sich die Spitzen von CDU, FDP und CSU bei ihrem Koalitionsausschuss geeinigt. Steuerentlastungen f&uuml;r die B&uuml;rger soll es noch vor 2013 geben. [&hellip;]<br>\nDer Koalitionsausschuss hat zur Frage einer Mehrwertsteuerreform eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Friedrich zufolge bis zum n&auml;chsten Treffen des Ausschusses am 9. Dezember einen &ldquo;entscheidungsreifen Vorschlag&rdquo; vorlegen soll. Die Steuervereinfachung solle &ldquo;noch in diesem Jahr zur Entscheidung gebracht werden&rdquo;. Sie soll den Dschungel der Ausnahmen bei der Mehrwertsteuer lichten. Einig ist sich Schwarz-Gelb, dass dabei der erm&auml;&szlig;igte Satz von sieben Prozent f&uuml;r Lebensmittel, B&uuml;cher und Zeitungen erhalten bleibt. [&hellip;]<br>\nErneut bekr&auml;ftigt hat Schwarz-Gelb zudem, dass es bis 2013 eine Steuerreform mit Entlastungen f&uuml;r die kleineren und mittleren Einkommen geben soll. So hatte man es im Koalitionsvertrag bereits angek&uuml;ndigt, wenn man auch anfangs von einem fr&uuml;heren Zeitpunkt ausgegangen war. Ein konkreter Termin soll nun nicht mehr genannt werden. &ldquo;Zeitperspektiven kann ich im Augenblick nicht nennen&rdquo;, sagte Kanzlerin Merkel. &ldquo;Wir k&ouml;nnen die wirtschaftliche Entwicklung im Augenblick noch nicht genau voraussagen.&rdquo; Die Haushaltskonsolidierung, eine Steuervereinfachung und die Reform der Kommunalfinanzen seien die Priorit&auml;ten der Regierung. Das Thema einer Steuerentlastung bleibe auf der Tagesordnung, betonte Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,730005,00.html\">Der SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist schon wundersam, wie die Koalition&auml;re den Begriff &ldquo;Steuervereinfachung&rdquo; dehnen. De facto l&auml;uft es bei der Mehrwertsteuer nicht auf eine Vereinfachung, sondern auf eine Erh&ouml;hung hinaus, da der reduzierte Mehrwertsteuersatz f&uuml;r bestimmte Produktgruppen abgeschafft werden soll. Nat&uuml;rlich ist auch das Jahr 2013 als Zielmarke f&uuml;r die &ldquo;gro&szlig;e Steuerreform&rdquo; nicht willk&uuml;rlich gew&auml;hlt &ndash; 2013 wird im Bund gew&auml;hlt und die FDP br&auml;uchte ohne die von ihr versprochenen Steuererleichterungen wohl gar nicht anzutreten. Bleibt abzuwarten, ob der W&auml;hler auf dieses fadenscheinige Wahlkampfman&ouml;ver auf Kosten der Allgemeinheit hereinf&auml;llt.<\/em><\/p>\n<p><em>dazu:<\/em> <strong>Kommunale Einkommenssteuern und ihre Nebenwirkungen<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble schl&auml;gt vor, deutsche St&auml;dte und Kommunen sollten lokale Ausgaben neu teilweise durch eigene Einkommenssteuern finanzieren. Dieser Vorschlag ist in seiner Logik bestechend: Muss die lokale Bev&ouml;lkerung ihre &ouml;ffentlichen Ausgaben selber bezahlen, wird sie Kosten und Nutzen lokaler &ouml;ffentlicher Projekte abw&auml;gen und entsprechend optimale Entscheide f&auml;llen. Die offensichtlichen Vorteile gehen jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen einher wie das Beispiel Schweiz zeigt. Kommunaler Steuerwettbewerb vergr&ouml;ssert die Einkommensunterschiede zwischen Kernstadt und Speckg&uuml;rtel und versch&auml;rft die Finanzierungsprobleme der Kernst&auml;dte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2010\/11\/kommunale-einkommenssteuern-und-ihre-nebenwirkungen\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Private Krankenzusatzversicherung &ndash; Lehren f&uuml;r Deutschland?<\/strong><br>\nMit der holl&auml;ndischen Gesundheitsreform von 2006 wurde eine Basiskrankenversicherung mit eingeschr&auml;nktem Leistungskatalog eingef&uuml;hrt. Freiwillige private Zusatzkrankenversicherungen sollen die restlichen Leistungen abdecken. Gesundheitsminister R&ouml;sler schl&auml;gt ein solches System auch f&uuml;r Deutschland vor. Erfahrungen aus Australien, Kanada und der Schweiz zeigen aber die Schwierigkeiten in der Praxis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2010\/11\/private-krankenzusatzversicherung--lehren-fuer-deutschland\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Vor- und Nachteile des holl&auml;ndischen Krankenversicherungssystems wurden auch in der Radiosendung hr2 Der Tag <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/index.jsp?rubrik=14224&amp;key=standard_podcasting_derTag&amp;mediakey=podcast\/derTag\/derTag_20101103&amp;type=a\">&ldquo;Dicke Backen, lange Z&auml;hne &ndash; der Unmut &uuml;ber das Gesundheitssystem&rdquo;<\/a> ausdiskutiert. H&ouml;renswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Niedriger Hartz-IV-Energiesatz &ndash; Strompreis-Schub trifft Arbeitslose am h&auml;rtesten<\/strong><br>\nHunderte Stromanbieter erh&ouml;hen die Preise &ndash; jetzt zeigt eine neue Statistik: F&uuml;r Arbeitslose wird das besonders teuer. Sie m&uuml;ssen viel mehr f&uuml;r Energie zahlen, als im Hartz-IV-Regelsatz vorgesehen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,729703,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JA:<\/strong> Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r gerechtere Berechnungen und h&ouml;here Leistungen f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher? Was ist pl&ouml;tzlich mit dem SPIEGEL los?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Land der Leiharbeiter<\/strong><br>\nDie Zahl der Leiharbeiter hat die Millionengrenze erreicht und steigt weiter. Ein Ende des Anstiegs ist nicht absehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/++skin++print\/2010\/ausgabe-11\/gewerkschaft\/titel\/seite-1\/A0?\">ver.di-Publik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verf&auml;lscht, getrickst und verschleiert<\/strong><br>\nArbeitslosenzahl | 2,954 Millionen Arbeitslose wurden in Deutschland im Oktober gez&auml;hlt. Offiziell. Tats&auml;chlich sind rund 4,5 Millionen Menschen arbeitslos. Statistische Tricks machen diese Differenz m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/++skin++print\/2010\/ausgabe-11\/gewerkschaft\/brennpunkt\/seite-3\/A0?\">ver.di-Publik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mehr Kinderrechte von Regierung gefordert<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November fordert das Aktionsb&uuml;ndnis Kinderrechte (UNICEF, Deutsches Kinderhilfswerk und Deutscher Kinderschutzbund) die Bundesregierung auf, die Rechte der Kinder endlich dauerhaft zum Ma&szlig;stab ihres politischen Handelns zu machen. Kurzfristig m&uuml;ssen zahlreiche Gesetze ge&auml;ndert werden, die dem Geist der Kinderrechtskonvention widersprechen &ndash; insbesondere im Ausl&auml;nderrecht. Auf lange Sicht fehlt vor allem ein Gesamtkonzept zur St&auml;rkung der Kinderrechte und zur Verbesserung der Situation benachteiligter Kinder in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.glocalist.com\/news\/kategorie\/politik\/titel\/mehr-kinderrechte-von-regierung-gefordert\/\">UNICEF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nato-Gipfel: Der Anfang von etwas<\/strong><br>\nIhr neues Konzept l&auml;sst keinen Zweifel daran, dass die Probleme der Welt nicht von der Nato allein und nicht allein milit&auml;risch zu l&ouml;sen sind. Weshalb sich das B&uuml;ndnis weltweit Partner suchen will &ndash; und Russland zum Mittun einl&auml;dt. Moderner, sparsamer und effizienter soll es werden. Mit einem Fitnessprogramm, das den Namen &bdquo;Neues Strategisches Konzept&ldquo; tr&auml;gt. Weniger Fett, mehr Muskeln lautet das Motto. F&uuml;r das Papier hat sich Rasmussen, der sich mehr als General denn als Sekret&auml;r versteht, beraten lassen &ndash; und es dann h&ouml;chstselbst in den Ferien auf der Terrasse eines Hauses in S&uuml;dfrankreich geschrieben. Ob es dazu taugt, wie von Rasmussen schon vorab behauptet, dem B&uuml;ndnistreffen in Lissabon das Etikett des wichtigsten Nato-Gipfels aller Zeiten zu verpassen, wird die Zukunft zeigen. Vieles bleibt vorerst ein Versprechen, zum Teil werden mehr Fragen aufgeworfen als Antworten offeriert. Mancher Widerspruch &ndash; Weltpolizist nein, globale Krisenintervention ja &ndash; bleibt unaufgel&ouml;st. Aber bemerkenswert ist das Papier allemal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/der-anfang-von-etwas\/2893844.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was da auf der NATO-Tagung abl&auml;uft ist skandal&ouml;s. Der Skandal bezieht sich zun&auml;chst nicht  auf die inhaltlichen Aussagen des Strategiepapiers, sondern auf das Zu-Stande-Kommen des Papiers. Man mag zu NATO stehen wie man will, aber wenn man sie grunds&auml;tzlich akzeptiert, so darf die k&uuml;nftige Strategie der NATO nicht im stillen K&auml;mmerlein des Generalsekret&auml;rs entworfen werden, auch wenn sich dieser vorher von diversen Seiten hat beraten lassen. Die k&uuml;nftige Strategie der NATO geh&ouml;rt zun&auml;chst einmal in die nationalen Parlamente, denn es geht letztlich um die Entscheidung &uuml;ber Krieg und Frieden. Und nach einer breiten Debatte nationaler Entw&uuml;rfe in der jeweiligen &Ouml;ffentlichkeit, darf der jeweilige Minister das Ergebnis dieser Debatten bei der Nato einbringen. Es ist geradezu l&auml;cherlich der NATO &bdquo;Weniger Fett, mehr Muskeln&ldquo; zu verschreiben, wenn nicht klar ist, wof&uuml;r bzw. was ihre k&uuml;nftigen Ziele sind &ndash; und das geh&ouml;rt in den Parlamenten diskutiert und nicht im Ernstfall einfach abgesegnet, weil dann keine Zeit f&uuml;r Diskussionen ist.<br>\nAuch die Reform der NATO scheint &auml;hnlich wie die Bundeswehrreform abzulaufen. Da stand zun&auml;chst einmal ein Sparbeschluss, der eine Verschlankung der Bundeswehr nahelegt (weniger Fett, mehr Muskeln), daraufhin wird die Wehrpflicht ausgesetzt, letztlich beseitigt, ohne dass jemals im Parlament dar&uuml;ber diskutiert wurde, was das Ziel der Bundeswehr in der Zukunft sei. Man sollte doch meinen, dass, bevor man sich auf das &bdquo;Wie&ldquo; der Bundeswehr oder der NATO festgelegt, Klarheit dar&uuml;ber bestehen muss, was die Aufgabe der Bundeswehr oder der NATO ist. Schlimm genug, dass in Fragen der Landesverteidigung der Eindruck eines sich Durch-Wurstelns entsteht, schlimmer noch, dass diese fragw&uuml;rdigen Konzepte unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit in irgendwelchen abgeschotteten Zirkeln entstehen und beschlossen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>dazu:<\/em> <strong>Russland geh&ouml;rt in die Nato<\/strong><br>\nAfghanistan, Proliferation, Terrorismus: Es gibt viele gute Gr&uuml;nde, warum Russland Teil der westlichen Verteidigungsgemeinschaft werden sollte. [&hellip;]<br>\nBeide Seiten teilen eine Agenda strategischer Interessen: internationaler Terrorismus, regionale Konflikte und die Angst vor der Proliferation von Massenvernichtungswaffen sind dabei nur die zentralen Aspekte, deren wirksame Bek&auml;mpfung eine Kooperation auf Augenh&ouml;he erforderlich macht. Und der Fall Georgien hat gezeigt, dass die bisherige Form der Zusammenarbeit auf Basis des Nato-Russland-Rates nicht zukunftsf&auml;hig ist. Die mangelnde Verbindlichkeit dieses Forums hat eine Verhinderung des Konfliktes bereits im Vorfeld scheitern lassen. Eine effektive Behandlung der gegenw&auml;rtigen sicherheitspolitischen Bedrohungen erscheint vor diesem Hintergrund kaum durchf&uuml;hrbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2010-11\/nato-russland\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sparprogramm &ndash; Bayer streicht 1700 Stellen in Deutschland<\/strong><br>\nDer Pharmakonzern Bayer baut Stellen ab, insgesamt 4500 weltweit. In Deutschland sind 1700 Arbeitspl&auml;tze betroffen, betriebsbedingte K&uuml;ndigungen werden aber zun&auml;chst ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,729954,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JA:<\/strong> Gro&szlig;es Gl&uuml;ck f&uuml;r die 1.700 Entlassenen &ndash; die h&auml;nderingend Fachkr&auml;fte suchenden Konkurrenzunternehmen im XXL-Aufschwung werden sich um sie rei&szlig;en. Oder so &auml;hnlich &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nicola Vendola ist Italiens Hoffnung &ndash; Der unm&ouml;gliche Kandidat<\/strong><br>\nItalien gleich Berlusconi: Trotz der aktuellen Krise wird es noch eine ganze Weile dauern, bis sich diese Assoziation nicht mehr automatisch einstellt. Doch es gibt einen neuen Mann in der italienischen Politik, der Hoffnungen weckt. Sein Name ist Nicola &ldquo;Nichi&rdquo; Vendola, geboren 1958 in Bari. Und wie und wann auch immer es zu Neuwahlen auf dem Stiefel kommt: An und mit ihm wird sich jeder Kandidat f&uuml;r den Posten des Ministerpr&auml;sidenten messen m&uuml;ssen.<br>\nIn einem Land, dass sich einen notorisch antikommunistischen, rassistischen und mit einer Neigung zu minderj&auml;hrigen Frauen versehenen Ministerpr&auml;sidenten leistet, ist Vendola eigentlich ein unm&ouml;glicher Kandidat. Nichi ist stolz auf seine politische Geschichte in der Kommunistischen Partei, ist offen schwul (und katholisch), und er ist ein &ldquo;terrone&rdquo;, ein Erdfresser, wie inzwischen auch Funktion&auml;re der Lega Nord &ndash; die Berlusconi noch die Stange h&auml;lt &ndash; ganz offen Menschen aus dem S&uuml;den des Landes herabsetzend bezeichnen.<br>\nIn einer Gesellschaft, in der der Satz &ldquo;Besser einen Verbrecher als Sohn als eine Schwuchtel&rdquo; ungeschriebenes Gesetz ist, hat Vendola sich durchgesetzt, nicht durch politische Wohltaten und pers&ouml;nliche Ausfl&uuml;chte, sondern indem er alle Pr&uuml;gel, die auf ihn einprasselten, eingesteckt hat. Wo der Konformismus zur Religion geworden ist, da ist Vendola stolz auf sein Anderssein.<br>\nSein Programm ist eben, dass man unterschiedlich sein k&ouml;nnen muss unter Gleichen. Jeder Mensch ist ein Original und verdient Respekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/der-unmoegliche-kandidat\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Haiti: Hilfe in Not<\/strong><br>\nErdbeben, Cholera und Proteste: Ein Land ger&auml;t au&szlig;er Kontrolle. Was unternimmt die Weltgemeinschaft?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/hilfe-in-not\/2730882.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Aber allein wir haben 2010 f&uuml;r den Krieg in Afghanistan rund 1 Milliarde Euro verplant, das DIW kommt &uuml;brigens auf 3 Milliarden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Fairer Handel, Kakao und das Menschenrecht auf gute Arbeit<\/strong><br>\nNeben den klassischen Menschenrechten, wie dem Recht auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit und Freiheitsrechten, wie dem Recht auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung, gibt es die sozialen Menschenrechte. Dazu geh&ouml;rt das Recht auf Arbeit bei angemessener Entlohnung. Die Umsetzung sozialer Menschenrechte gestaltet sich in den L&auml;ndern schwierig, in denen ein erheblicher Teil der Bev&ouml;lkerung im informellen Sektor arbeitet. Hier gibt es keine etablierten Arbeitsverh&auml;ltnisse und viele m&uuml;ssen ein Gesch&auml;ft &bdquo;erfinden&ldquo; mit dem sie versuchen, sich &uuml;ber Wasser zu halten. Ein Recht auf Einkommen ist hier unbekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/npla.de\/de\/poonal\/3093-fairer-handel-kakao-und-das-menschenrecht-auf-gute-arbeit\">Nachrichtenpool Lateinamerika<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Proteste am Scheideweg?<\/strong><br>\nDie Schlichtungsgespr&auml;che zu Stuttgart 21 sind f&uuml;r die Bef&uuml;rworter der Rettungsanker in einer politischen Situation, in der sie immer mehr in die Defensive geraten sind. Die politische Krise in Stuttgart &ndash; f&uuml;r viele die &bdquo;Hauptstadt des Widerstandes&ldquo; &ndash; ist auch f&uuml;r die Regierung in Berlin bedrohlich geworden.<br>\nNeben f&uuml;r die Gegner altbekannten Fakten brachten die bisherigen Gespr&auml;che nur unwesentlich neue Erkenntnisse. Vor allem aber wirkt sich die Schlichtung auf die Proteste aus. Von oben herunter, ohne wirklich demokratischen Entscheidungsprozess, wurden bis auf die Montagsdemonstrationen die weiteren &ndash; abwechselnd Freitags oder Samstags stattfindenden &ndash; Gro&szlig;demonstrationen abgesagt. Zumindest bis zum Ende der Schlichtung und mit Ausnahme einer regionalen Gro&szlig;demonstration am 20. November. [&hellip;] Selbst wenn am Ende der Schlichtung ein wie auch immer geartetes Verfahren steht, diese rechtlichen H&uuml;rden zu umgehen: Eine Volksabstimmung findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern unter medialer Hegemonie der S21 geneigten, b&uuml;rgerlichen Medien und der durch sie verbreiteten Pro S21 Propaganda. Wenn es auch im Gro&szlig;raum Stuttgart so sein mag, dass die Mehrheit der Menschen auch aus der pers&ouml;nlichen Betroffenheit heraus gegen das Projekt ist &ndash; in l&auml;ndlichen Gegenden kann das schon anders aussehen. Und so sehen sich viele S21 GegnerInnen der Gefahr ausgesetzt, auch mit der Forderung nach einer Volksabstimmung der Gegenseite genau die demokratische Legitimierung zu geben, die diese f&uuml;r sich getreu dem Motto: &bdquo;Wir leben in einer repr&auml;sentativen Demokratie&ldquo; beansprucht. Und es will sich ja niemand sagen lassen, man sei kein Demokrat.<br>\nWas aber ist, wenn die &bdquo;Volksabstimmung&ldquo; ergibt, dass das &bdquo;Volk&ldquo; f&uuml;r S21 ist?<br>\nDer eigentliche Trick bei dem jetzigen Verfahren ist, dass in dem Augenblick, in dem die Massenproteste begannen, Wirkung zu zeigen, der Druck herausgenommen und die Initiative an Stellvertreter abgegeben wurde. Allerdings l&auml;sst sich auch hier die Uhr f&uuml;r beide Seiten nicht zur&uuml;ckdrehen. F&uuml;r die herrschende Politik besteht die latente Gefahr, dass immer mehr Menschen nicht nur erkennen, dass Entscheidungen ohne sie, aber auf ihre Kosten gef&auml;llt werden. Sondern dass sie die &bdquo;repr&auml;sentative Demokratie&ldquo; an sich in Frage stellen und ihre Sache selber in die Hand nehmen. F&uuml;r die S21 GegnerInnen, vor allem die basisorientierten Kr&auml;fte besteht die Herausforderung, die eigenen Graswurzelprinzipien gegen starken Gegenwind seitens der S21 Betreiber, gegen die &bdquo;Pragmatiker&ldquo; in den eigenen Reihen, die Medienhetze usw. nicht nur zu verteidigen, sondern h&ouml;her zu entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.trueten.de\/permalink\/Stuttgart-21-Proteste-am-Scheideweg.html_1290166176\">Trueten.de<\/a><\/li>\n<li><strong>taz-Schlichtungsprotokoll zu &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; &ndash; &ldquo;H&auml;rr Gei&szlig;ler H&auml;rr Doktr Gei&szlig;ler&rdquo;<\/strong><br>\nDie Argumentationen in der &ldquo;Stuttgart 21&rdquo;-Schlichtung werden immer absurder. Ein Drama in drei Akten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/schwerpunkt-stuttgart-21\/artikel\/1\/haerr-geissler-haerr-doktr-geissler\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>An den Grenzen des Rechts<\/strong><br>\nDieser Tage k&ouml;nnen wir erleben, was die frischgek&uuml;rte alte und neue CDU-Vorsitzende Angela Merkel unter dem von ihr angek&uuml;ndigten &bdquo;Durchregieren&ldquo; versteht. In immenser Zahl und Geschwindigkeit werden im &bdquo;Herbst der Entscheidungen&ldquo; ganze Gesetzespakete durch das Parlament gepeitscht &ndash; von den Haushaltsgesetzen &uuml;ber die Verl&auml;ngerung der Atomlaufzeiten bis zur Gesundheitsreform, von den unz&auml;hligen &bdquo;Kleinigkeiten&ldquo; in Milliardenh&ouml;he, dem Bankenrettungs- und Restrukturierungsgesetz oder dem Jahressteuergesetz ganz zu schweigen. Faktisch sind die Abgeordneten kaum in der Lage, mehr als das Deckblatt der Gesetzesentw&uuml;rfe zu lesen, bevor das n&auml;chste Konvolut auf den Tisch kommt. [&hellip;]<br>\nDer innere, koalitionsspezifische Grund f&uuml;r das Durchregieren ist ein anderer: Besonders verlockend ist diese Form des Regierens f&uuml;r den Typus Merkel. Eine Kanzlerin, die zur Begr&uuml;ndung ihrer Entscheidungen gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung immer weniger in der Lage ist, w&auml;hlt den Weg des geringsten Widerstandes: Was Gerhard Schr&ouml;der das begr&uuml;ndunglose &bdquo;Basta&ldquo; war, ist f&uuml;r Angela Merkel die strategische &Uuml;berrumpelung der Parlamentarier und die Ausnutzung ihrer Ahnungslosigkeit.<br>\nDie Konsequenz: Das Arcanum, die Geheimpolitik, regiert. Systematisch wird die Macht der Exekutive ausgeweitet &ndash; zu Lasten der Legislative und damit des Souver&auml;ns. Zustimmungen zu Gesetzen, die von den Abgeordneten nicht gelesen, geschweige denn durchdrungen oder begriffen werden, sind faktisch Blankoschecks f&uuml;r die Regierung. Dadurch wird der Rechtsstaat in unhaltbarer Weise strapaziert. Und die meisten Abgeordneten, ohnehin durch den zunehmenden au&szlig;erparlamentarischen Protest stark unter Druck, kaschieren bereitwillig ihre Ahnungslosigkeit, um nicht noch mehr der &Uuml;berforderung geziehen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1046-an-den-grenzen-des-rechts\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Gr&uuml;ner H&ouml;henflug &ndash; Trittin will links bleiben<\/strong><br>\nZum Auftakt des Gr&uuml;nen-Parteitags warnt Fraktionschef Trittin vor der Abkehr von linken Positionen und &Uuml;bersch&auml;tzung des Zwanzig-Prozent-plus-X-Umfragehochs. Derweil wirft die Union den Gr&uuml;nen vermeintliche Distanz zur parlamentarischen Demokratie vor.<br>\nDie Gr&uuml;nen bleiben eine linke Partei. Zumindest wenn es nach ihrem Fraktionsvorsitzenden J&uuml;rgen Trittin geht. P&uuml;nktlich zum Start des Parteitags in Freiburg hat Trittin die Gr&uuml;nen am Freitag ermahnt, nicht von linken Positionen abzur&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,729975,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JA:<\/strong> So links wie Hartz IV, die Privatisierung der Rente, Unternehmenssteuersenkungen, die Deregulierung der Finanzm&auml;rkte, die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; und die Rente erst mit 67, die die Gr&uuml;nen bef&uuml;rworten????<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Elena macht Pause<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will den Ausbau der erst zum Jahresanfang gestarteten Arbeitnehmer-Datenbank &bdquo;Elena&ldquo; vorerst stoppen. Die Testphase f&uuml;r das umstrittene Projekt soll um zwei Jahre bis 2014 verl&auml;ngert werden, hie&szlig; es am Freitag in Koalitionskreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/elena-macht-pause\/-\/1472596\/4851926\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Engpass im Zwischenlager<\/strong><br>\nDie von der Bundesregierung beschlossene Laufzeitverl&auml;ngerung der Atomkraftwerke bringt mehr Entsorgungsprobleme als bisher bekannt: An den meisten AKW-Standorten fehlt Platz f&uuml;r noch mehr M&uuml;ll.<br>\nEs drohen offenbar Engp&auml;sse in Castor-Zwischenlagern an den AKW-Standorten, die die zus&auml;tzlich anfallenden abgebrannten Brennst&auml;be aufnehmen m&uuml;ssen. Nach einer internen Berechnung des Bundesamtes f&uuml;r Strahlenschutz (BfS) k&ouml;nnte es an zehn der zw&ouml;lf Standorte knapp werden.<br>\nSo reichten die Kapazit&auml;ten bei Vollbetrieb der Kraftwerke beim AKW Gundremmingen (Bayern) nur f&uuml;r drei Jahre, in Biblis (Hessen) f&uuml;r vier und in Kr&uuml;mmel (Schleswig-Holstein) f&uuml;r sechs Jahre. Schwarz-Gelb hat allerdings beschlossen, die Laufzeiten bei den &auml;lteren Anlagen um acht Jahre und bei den j&uuml;ngeren um 14 Jahre zu verl&auml;ngern. Keine Kapazit&auml;tsprobleme sieht das BfS laut der Aufstellung, die der FR vorliegt, nur bei den AKW Brunsb&uuml;ttel (Schleswig-Holstein) und Unterweser (Niedersachsen). Berechnet sind diese Zahlen aufgrund der Atomm&uuml;ll-Daten aus dem derzeit noch g&uuml;ltigen Atomkonsens von 2000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/engpass-im-zwischenlager\/-\/1472596\/4850612\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Uni-Chaos &ndash; Gericht durchl&ouml;chert die Master-Sperre<\/strong><br>\nWie fair gehen Deutschlands Hochschulen mit ihren Studenten um? Ein Gericht prangert jetzt in drei Eilverfahren Willk&uuml;r bei der Master-Auswahl an. Wenn Bachelor-Absolventen weiter studieren wollen, werden viel zu oft seltsame Kriterien angelegt &ndash; den Unis droht nun eine Prozesswelle. [&hellip;]<br>\nWo ist die L&ouml;sung? Es gibt keine, solange die Hochschulen stark unterschiedliche Wunschzettel bei der Bewertung der Bewerber haben. Und solange sie unter den Kandidaten kr&auml;ftig sieben m&ouml;chten &ndash; oder m&uuml;ssen, weil die L&auml;nder die Studienpl&auml;tze verknappen. Denn aus Sicht der L&auml;nder ist &ldquo;Master f&uuml;r alle&rdquo;, die Forderung von Studentenvertretern, zu teuer und hat derzeit null Aussicht auf Erfolg. Das wird nicht besser, wenn bald doppelte Abiturientenjahrg&auml;nge ihren Bachelor in der Tasche haben.<br>\nDie Bildungsminister werden kaum eingreifen beim Zulassungschaos, das die Universit&auml;ten derzeit anrichten. Und Proteste zorniger Studenten, so hat es Tradition, finden sie l&auml;stig, aber nicht relevant. Momentan k&ouml;nnen allenfalls Gerichte den Wildwuchs zur&uuml;ckschneiden.<br>\nDa warten pr&auml;chtige Gesch&auml;fte auf Rechtsanw&auml;lte, die sich mit den Schw&auml;chen der Studienzulassung auskennen. Oder, Herr Achelp&ouml;hler? &ldquo;Na klar doch&rdquo;, antwortet der M&uuml;nsteraner Anwalt aufger&auml;umt, &ldquo;f&uuml;r unsere Zunft ist das geradezu ein Besch&auml;ftigungsprogramm.&rdquo; Wilhelm Achelp&ouml;hler hat soeben einen der drei Bewerber vor dem Verwaltungsgericht erfolgreich vertreten, einst war er selbst Studentenvertreter. Er bef&uuml;rchtet, dass der Bachelor f&uuml;r viele Studenten zur Sackgasse wird: &ldquo;So missachtet man die Studienw&uuml;nsche der Absolventen und besch&auml;digt ihre Berufs- und Zukunftschancen&rdquo;, sagt Achelp&ouml;hler, &ldquo;die einzige senkrechte Konsequenz w&auml;re es, den Zugang zum Master f&uuml;r alle zu erm&ouml;glichen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,729727,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Graumelierter Terrorist mit Brille versetzt Deutschland in Angst und Schrecken<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2010\/11\/graumelierter-terrorist-mit-brille.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Terroralarm; Irland-Krise &ndash; Diese Regierung hat auf K&auml;se gebaut; Zum DIW-Skandal; Paul Krugman &ndash; Axis of Depression; Thomas Fricke &ndash; In den Knast, ihr Schluderer!; Michael Spence: Amerika nach der Krise: Abschied von der Normalit&auml;t; Deutsche Bank macht Kasino in Las Vegas auf; Kommunen klagen &uuml;ber 12-Milliarden-Defizit; Schwarz-Gelb erh&auml;lt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7399\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7399","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7399","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7399"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7399\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7404,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7399\/revisions\/7404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}