{"id":74105,"date":"2021-07-09T11:02:42","date_gmt":"2021-07-09T09:02:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74105"},"modified":"2021-07-09T11:37:37","modified_gmt":"2021-07-09T09:37:37","slug":"interventionskriege-sind-das-gegenteil-von-sicherheitspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74105","title":{"rendered":"Interventionskriege sind das Gegenteil von Sicherheitspolitik"},"content":{"rendered":"<p>Eine Lehre aus dem desastr&ouml;sen Afghanistan-Krieg muss sein: Armeen d&uuml;rfen nicht in die Rolle geraten, politische Probleme regeln zu sollen, die sie nicht aufl&ouml;sen k&ouml;nnen. Die einzig verantwortbare Strategie muss sich den Konflikt-Ursachen zuwenden. Von <strong>Bernhard Trautvetter<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDer WDR-Presseclub vom 4. Juli zur Thematik &bdquo;Die Lehren aus Afghanistan &ndash; Wof&uuml;r brauchen wir die Bundeswehr und die Nato?&ldquo; erm&ouml;glichte den Zuschauern zum Teil Einblicke in Entwicklungen und Zusammenh&auml;nge, die man in einem Mainstream-Medium nicht vermutet h&auml;tte. Hier boten sich Chancen, hinter die &uuml;blicherweise kommunizierten Informationen zu blicken[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>].  Die Fragestellungen, die das Thema laut Volker Herres als Moderator strukturieren sollten, waren unter anderem: Wozu braucht es die Nato? Was k&ouml;nnen wir aus Eins&auml;tzen der Bundeswehr wie dem in Afghanistan lernen? Auf der Website des WDR-Presseclubs wird das Thema so angek&uuml;ndigt: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Der t&ouml;dlichste und gef&auml;hrlichste Milit&auml;reinsatz nach dem Zweiten Weltkrieg ist zu Ende. Die Bundeswehr hat die letzten Soldaten still und heimlich aus Afghanistan abgezogen, der vollst&auml;ndige Abzug der internationalen Truppen steht unmittelbar bevor. Unz&auml;hlige Menschen sind gestorben, Milliarden in den Wiederaufbau geflossen. Jetzt stehen die Taliban wieder kurz vor den Toren Kabuls. War alles umsonst? Was bedeutet dieser Einsatz f&uuml;r die k&uuml;nftigen Aufgaben der Bundeswehr?<\/p>\n<p>Die Bilanz ist desastr&ouml;s. Weit mehr als 100.000 Zivilisten wurden get&ouml;tet, die US-Armee verlor mehr als 2.400 Soldaten, die Bundeswehr 59. Zeit f&uuml;r eine ehrliche Bilanz, die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer versprochen hat. Das Motiv f&uuml;r die Milit&auml;raktion der NATO war zun&auml;chst Vergeltung f&uuml;r den Terrorangriff am 11. September 2001 in den USA. Die Bundesregierung versprach bedingungslose Solidarit&auml;t. Die Taliban wurden aus Afghanistan vertrieben, Osama bin Laden 2011 in Pakistan get&ouml;tet. Die internationalen Truppen blieben weiter mit dem Ziel, f&uuml;r Demokratie, Menschenrechte und Wohlstand zu sorgen. Heute ist Afghanistan auf dem Papier eine islamische Republik mit demokratischer Verfassung, doch wahrscheinlich werden die Taliban schon in einigen Monaten die Macht &uuml;bernommen haben und das Rad zur&uuml;ckdrehen.&rdquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Schon dieser Text macht deutlich, dass es den Programmgestaltern nicht prim&auml;r um v&ouml;lkerrechtliche Fragen geht, wie die, ob das Agieren der Nato und der Bundeswehr &uuml;berhaupt mit der UNO-Charta im Einklang steht. Vergeltung und &bdquo;bedingungslose Solidarit&auml;t&ldquo; sind keine v&ouml;lkerrechtlichen Begriffe. Und wenn die dominanten&nbsp; M&auml;chte dieser Erde das V&ouml;lkerrecht durch das Unrecht des St&auml;rkeren ersetzen, dann w&auml;chst die Gefahr, dass dieses Regelwerk als Basis einer internationalen Friedensordnung immer weiter aufgeweicht und entwertet wird. Dann bleibt Gewalt als letzte Regelungsinstanz, in anderen Worten: Dann hauen die dazu f&auml;higen Staaten sich die Erde gegenseitig um die Ohren, solange das dann noch geht.<\/p><p>Im Afghanistankrieg gibt es das ISAF-Mandat, das der Weltsicherheitsrat im Dezember 2001 genehmigt hat und den US-&bdquo;Antiterror-Krieg&ldquo; (OEF), der kein v&ouml;lkerrechtliches Mandat innehat.<\/p><p>Die Bundeswehr war seit 2001 mit insgesamt 160.000 Personen im Afghanistan-Einsatz; die in der Presseclub-Sendung erw&auml;hnten Kosten differieren von ca. 12 Mrd. bis&nbsp; 18 Mrd. Euro. Die ZDF-Dokumentation &bdquo;Die Kosten des Krieges&ldquo; vom 23.12.2020 errechnet mit circa 47 Mrd. Euro ungef&auml;hr das Dreifache der offiziellen Kosten. Die US-Kosten belaufen sich auf bis zu zwei Billionen US-Dollar, eine Billion sind 1.000 Milliarden, eine Milliarde sind 1.000 Millionen.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Zu den Kosten kommen die Summen hinzu, die sich aus Zerst&ouml;rungen und T&ouml;tungen ergeben, auch aus der Verminung gro&szlig;er Areale.<\/p><p>Die USA hatten keinen Monat nach dem 11. September 2001 den &bdquo;Antiterror&ldquo;-Krieg &bdquo;Operation Enduring Freedom&ldquo; (OEF) ausgerufen. Zwei weitere Monate sp&auml;ter gab der UN-Sicherheitsrat im Anschluss an die Petersberger Konferenz bei Bonn, an der nicht alle Akteure des Krieges beteiligt  worden waren, freie Hand, &bdquo;Ma&szlig;nahmen zu ergreifen&ldquo;, die eine &bdquo;Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit&ldquo; abwenden. Daf&uuml;r sollten Staaten, die dazu bereit sind, eine &bdquo;Internationale Sicherheitsunterst&uuml;tzungstruppe&ldquo;&nbsp; (ISAF) einsetzen, die diese Aufgaben wahrnimmt.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]  Die Trennlinien zwischen dem nicht durch die UNO abgedeckten OEF-&bdquo;Antiterrorkrieg&ldquo; und der v&ouml;lkerrechtskonformen ISAF-Truppe, die keine UNO-Blauhelmsoldaten umfasst, gestalteten sich unklar.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Trotzdem interessierte sich die Presseclub-Runde nicht f&uuml;r v&ouml;lkerrechtliche Fragen bei ihrer Suche nach Antworten auf die Fragen nach den Lehren des Krieges.<\/p><p>Die Journalistin <strong>Sandra Petersmann<\/strong> kennzeichnete in der Presseclub-Diskussion die Bilanz des Krieges nach fast zwei Jahrzehnten als &bdquo;verheerend&rdquo;. Die urspr&uuml;nglich ausgegebenen Ziele wurden verfehlt: Afghanistan sollte aufh&ouml;ren, Hinterland f&uuml;r Terroristen zu sein, die milit&auml;rischen F&auml;higkeiten der Taliban sollten zerst&ouml;rt werden. Das Gegenteil ist inzwischen eingetreten.<\/p><p>Die Taliban sind so stark wie nie, sie f&uuml;hlen sich in der Position des Siegers. Der Bev&ouml;lkerung wurde viel versprochen, davon bleibt praktisch nichts, es gibt keinen nachhaltigen Erfolg.<\/p><p>Der ehemalige Bundeswehr-Offizier <strong>Hasnain Kazim<\/strong> differenzierte, es habe anfangs Erfolge gegeben, man habe die Taliban aber untersch&auml;tzt, sie erwiesen sich als professioneller als gedacht, sodass der Einsatz am Ende gescheitert sei.<\/p><p>Der Blogger <strong>Thomas Wiegold<\/strong> kam ebenfalls zu dem Schluss, dass der Afghanistan-Krieg alles in allem gescheitert ist, der vernetzte Ansatz der Verbindung von Milit&auml;r mit zivilen Kr&auml;ften funktionierte nicht. Die Bundeswehr sei darauf eingestellt, dass Soldaten in Kriegen leiden und sterben sowie k&ouml;rperlich und seelisch verletzt werden.<\/p><p>Die freie Journalistin Julia Weigelt best&auml;tigt die seelische Problematik und berichtet von einer Studie der Bundeswehr &uuml;ber das &lsquo;Posttraumatische Belastungssyndrom&rsquo;, die ergab, dass 25 Prozent der Soldaten mit psychischen Erkrankungen zur&uuml;ckkommen.<\/p><p><strong>Sandra Petersmann<\/strong> weitete den Blick auf gesch&auml;digte Menschen, indem sie auf die afghanischen Kr&auml;fte verwies, die den Nato-Streitkr&auml;ften auf verschiedene Weise zugearbeitet hatten. Wenn sie das ihnen zugebilligte Recht wahrnehmen wollen, Visa z.B. f&uuml;r Deutschland zu beantragen, dann sind viele von ihnen darauf angewiesen, den gef&auml;hrlichen Landweg zur Anlaufstelle der Botschaft in Kabul zu nutzen. Sie brauchen dann Geld f&uuml;r den Flug nach Deutschland, das viele nicht haben. In dem hier sichtbar werdenden Sicherheitsvakuum steigt die Gefahr, dass der Terror neue R&auml;ume besetzt.<\/p><p><strong>Hasnain Kasim<\/strong> lehnte jedes Gespr&auml;ch mit den Taliban ab, da sie Barbaren seien, mit denen man nicht reden kann. Die freie Journalistin <strong>Julia Weigelt<\/strong> betonte, wenn es keine milit&auml;rische L&ouml;sung gibt, dann muss man auch mit Menschen reden, mit denen man nicht reden m&ouml;chte.<\/p><p><strong>Sandra Petersmann<\/strong> verwies darauf, die Nato habe mit Kriegsverbrechern, also anderen Barbaren, kooperiert und eine Kultur der Straflosigkeit beg&uuml;nstigt, sie haben mit Drohnenangriffen gegen D&ouml;rfer zum Leid der Zivilbev&ouml;lkerung beigetragen. Der Gedanke, wer Feind meines Feindes ist, ist mein Freund, f&uuml;hrte Menschenrechtsverletzer an die Seite der Nato. Einige von ihnen kamen in von der Nato gesch&uuml;tzten Gebieten in Schl&uuml;sselpositionen der Macht. Dass man nicht auf Vers&ouml;hnung hingewirkt hat, hing damit zusammen, dass die Opfer nicht ins Zentrum der Aufmerksamkeit kamen.<\/p><p><strong>Julia Weigelt<\/strong> erg&auml;nzte, dass das Ziel eines dauerhaften Friedens dann nicht zu erreichen sein wird,  wenn man Menschen als Barbaren entmenschlicht. Sie kritisierte, dass es von Anfang an statt um Frieden um eine Bestrafungs-Aktion gegangen war. <\/p><p><strong>Sandra Petersmann<\/strong> gab Frau Weigelt recht und nannte die Regierung in Kabul korrupt und zur Einigung der Interessensgruppen unf&auml;hig. Die Bev&ouml;lkerungsstruktur des Landes mit ihren verschiedenen St&auml;mmen wird in der Regierung nicht abgebildet. Die Taliban haben ein leichtes Spiel, den Menschen deutlich zu machen: &bdquo;Schaut Euch die Korrupten in Kabul an!&ldquo;.<\/p><p><strong>Thomas Wiegold<\/strong> erkl&auml;rte die Arroganz der USA damit, dass die Afghanen um die Anschaffung russischer Hubschrauber baten, da sie diese reparieren k&ouml;nnen. Die USA lehnten das ab und ziehen jetzt ab. Dies kann zum Beispiel Nachschub-Probleme mit sich bringen; und Soldaten ohne Nachschub haben, so Frau Weigelt, eine erh&ouml;hte Motivation, &uuml;berzulaufen. Das Projekt, die Streitkr&auml;fte auszubilden, ist mangels Nachhaltigkeit gescheitert.<\/p><p><strong>Julia Weigelt<\/strong> verwies auf eine v&ouml;llig falsche Priorit&auml;tensetzung beim Mitteleinsatz: Wie in Mali sei die F&ouml;rderung des Aufbaus der materiellen Infrastruktur kein Schwerpunkt. Streitkr&auml;fte sind daf&uuml;r ohnehin ungeeignet. W&auml;hrend die Bundeswehr je Jahr 500 Millionen Euro verbraucht, erh&auml;lt die Entwicklungszusammenarbeit mit 70 Millionen Euro nicht einmal ein Siebtel der Summe f&uuml;r den Krieg.  <strong>Sandra Petersmann<\/strong> erg&auml;nzte, in Afghanistan sei das Verh&auml;ltnis noch krasser, den von ihr so bezifferten 18 Milliarden f&uuml;r den Krieg steht eine anteilig verschwindend geringe Summe f&uuml;r den Aufbau gegen&uuml;ber.<\/p><p><strong>Hasnain Kasim<\/strong> verwies auf Graut&ouml;ne, die das Bild relativieren, er erw&auml;hnte Schulen, Brunnen, Br&uuml;cken und Mobilfunkmasten, diese werden allerdings von Taliban-K&auml;mpfern wiederholt zerst&ouml;rt. <strong>Julia Weigelt<\/strong> verwies auf ganz neue Gefahrenmomente, die das Milit&auml;r nicht zu l&ouml;sen in der Lage ist: Zu der Armut kommt die Erderw&auml;rmung &ndash; wenn in Afrika immer mehr Regionen mit Temperaturen &uuml;ber 56 Grad Celsius unbewohnbar werden, werden nicht einmal mehr Z&auml;une helfen.<\/p><p>Soldaten, die einen Einsatz ohne erlebten Sinn verarbeiten m&uuml;ssen, erleiden eine &sbquo;moral injury&lsquo; (moralische Verletzung). Es ist leichter, Soldaten zur Bek&auml;mpfung von Herausforderungen einzusetzen, da diese Befehlen gehorchen. Andere Berufsgruppen m&uuml;ssen angeworben werden, seien es Polizisten, Sozialarbeiter oder Richter. So kommt die Armee in eine Rolle, politische Probleme regeln zu sollen, die sie nicht aufl&ouml;sen kann. Die einzig verantwortbare Strategie muss sich den Konflikt-Ursachen zuwenden.<\/p><p>Diese Abschluss-Bilanz einer Flaggschiff-Sendung in einem wichtigen deutschen Medium hat wichtige Fakten und Zusammenh&auml;nge deutlich gemacht &ndash; das fanden Zuschauer, die ich gesprochen habe, sensationell, auch wenn es sich dabei um ganz offensichtliche Wahrheiten handelte. Das Auff&auml;llige besteht darin, dass diese klaren Fakten und logischen Schlussfolgerungen in der Meinungsmache gemeinhin vermisst werden m&uuml;ssen.<\/p><p>Das kann dazu f&uuml;hren, dass die Militarisierung der Weltpolitik immer weiter um sich greift, dass die  Zeit verlorengeht, die vielleicht noch verbleiben w&uuml;rde, die &ouml;kologischen und sozialen Zukunftsgef&auml;hrdungen abzuwenden; und es kann dazu f&uuml;hren, dass eine schwierige milit&auml;rische  Situation der Kontrolle entgleitet und eine Dynamik entfaltet, die in einem finalen Inferno m&uuml;ndet. Die einzig verantwortbare Antwort auf diese Gefahr ist das Zusammenwirken aller Bewegungen, die sich f&uuml;r das &Uuml;berleben der Menschheit starkmachen.   <\/p><p>Titelbild: Fat Jackey<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/interface.youtv.de\/tv-sendungen\/4353895-presseclub\">interface.youtv.de\/tv-sendungen\/4353895-presseclub<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/presseclub\/sendungen\/afghanistan-einsatz-102.html\">wdr.de\/daserste\/presseclub\/sendungen\/afghanistan-einsatz-102.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/der-preis-des-krieges--afghanistan-100.html\">zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/der-preis-des-krieges&ndash;afghanistan-100.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/themen\/Voelkerrecht\/isaf.html\">ag-friedensforschung.de\/themen\/Voelkerrecht\/isaf.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/unterstuetzt-die-bundeswehr-enduring-freedom.799.de.html?dram:article_id=120376\">deutschlandfunk.de\/unterstuetzt-die-bundeswehr-enduring-freedom.799.de.html?dram:article_id=120376<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Lehre aus dem desastr&ouml;sen Afghanistan-Krieg muss sein: Armeen d&uuml;rfen nicht in die Rolle geraten, politische Probleme regeln zu sollen, die sie nicht aufl&ouml;sen k&ouml;nnen. 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