{"id":74230,"date":"2021-07-14T08:33:21","date_gmt":"2021-07-14T06:33:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230"},"modified":"2021-07-14T08:33:21","modified_gmt":"2021-07-14T06:33:21","slug":"hinweise-des-tages-3901","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h01\">Haben wir unter Corona vergessen, dass es ein Leben vor dem Tod gibt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h02\">Friedliche L&ouml;sung bevorzugt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h03\">Aus hei&szlig;er Luft gesch&uuml;rft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h04\">Warum die unbezahlte &bdquo;Sorge- und Versorgungsarbeit&ldquo; nicht ins BIP geh&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h05\">Nach Erfolg der isl&auml;ndischen 4-Tage-Woche: SP&Ouml; will Pilotprojekt f&uuml;r &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h06\">Gemeinsamer Appell von Arbeitgeberpr&auml;sident Dr. Rainer Dulger und dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h07\">Macron: Gesundheitspass f&uuml;r (fast) alle und Impfflicht f&uuml;r medizinisches Personal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h08\">Bundesregierung muss Kritik an Atomwaffenverbotsvertrag revidieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h09\">Zwischen den Fronten des Kalten Kriegs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h10\">Wieso verbreitet Bundestagspr&auml;sident Wolfgang Sch&auml;uble Fake News &uuml;ber Russlanddeutsche und RT?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h11\">OPCW-Bericht deckt deutsche L&uuml;gen im Fall der angeblichen Vergiftung von Nawalny auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h12\">Ungarische Aufr&uuml;stungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h13\">Demonstrationen und Gegen-Kundgebungen in Kuba<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h14\">Gepl&uuml;nderte Superm&auml;rkte, brennende Barrikaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h15\">Wie Kleinparteien klein gehalten werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h16\">Katja Kipping und ihre Liebe zum Sturmgesch&uuml;tz des Neoliberalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h17\">Gr&uuml;ne L&uuml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74230#h18\">Droht den Sozialdemokraten das Schicksal der Dinosaurier, Professor Schroeder?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Haben wir unter Corona vergessen, dass es ein Leben vor dem Tod gibt?<\/strong><br>\nOder sollen wir jetzt bei jeden gr&ouml;&szlig;eren Event nur noch an Tod und Verderben denken? Ein Zwischenruf<br>\n(&hellip;) Selbst bei kurzfristigen Vergn&uuml;gungen lauerte am Ende der Tod. Eine zutiefst traurige Gesellschaft also und die Pfaffen der verschiedenen Konfessionen predigten entweder Erl&ouml;sung oder ewige Verdammnis im Jenseits.<br>\n&Uuml;berall nur Gefahr, Krankheit und Tod<br>\nEs war ein nicht zu untersch&auml;tzendes Verdienst von Aufkl&auml;rern, die Menschen daran zu erinnern, dass es ein Leben vor dem Tod gibt. Manchmal scheint es, als h&auml;tten das viele Menschen wieder vergessen&hellip;<br>\nMan muss sich schon fragen, was es mit den Menschen macht, wenn jedes gr&ouml;&szlig;ere Event mit m&ouml;glicher Krankheit und Tod in Verbindung gebracht wird. Wenn immer gleich die Frage aufkommt, wie viele Menschen sich dort mit einer Krankheit infiziert haben.<br>\n(&hellip;) Moralkampagnen statt Gesellschaftskritik<br>\n&hellip; dass die regelm&auml;&szlig;igen Moraldebatten, die durch das linksliberale Feuilleton laufen, auch mit dem Verschwinden einer Gesellschaftsanalyse in Verbindung stehen. Dass kann man an der Fixierung auf Konsumenten statt auf Konzerne sehen, wenn in b&uuml;rgerlichen Kreisen &uuml;ber die Klimakrise diskutiert wird, aber auch sehr gut an der Regenbogenkampagne im Zusammenhang mit der Fu&szlig;ball-EM, die f&uuml;r einige Tage die Medien in Deutschland erregte, um auch ganz schnell vergessen werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Haben-wir-unter-Corona-vergessen-dass-es-ein-Leben-vor-dem-Tod-gibt-6136758.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Friedliche L&ouml;sung bevorzugt<\/strong><br>\nvon Daniela Dahn<br>\nDie Chancen auf einen Politikwechsel durch eine gr&uuml;n-rot-rote Koalition im Bund sind gering. Das Zerw&uuml;rfnis &uuml;ber die Frage von Kriegseins&auml;tzen scheint un&uuml;berwindbar, will man seine Grunds&auml;tze nicht aufgeben. Dem soll hier widersprochen werden. Der gemeinsame Nenner liegt auf der Hand: die UN-Charta. Sie erlaubt unter strengen Voraussetzungen milit&auml;rische Interventionen. Will die kleine Linke mit ihrer grunds&auml;tzlichen Ablehnung etwa moralischer sein als die gro&szlig;e Weltgemeinschaft?<br>\n(&hellip;) Das V&ouml;lkerrecht sieht jedenfalls nicht vor, die US-dominierte Nato als Exekutivorgan von UN-Beschl&uuml;ssen zu nutzen.<br>\nSeit 1953 haben die USA mit illegalen Putschen und Kriegen im Iran, in Guatemala, Panama, Grenada, &Auml;gypten, Vietnam, Laos, Kambodscha, Chile oder Nicaragua arrogant demonstriert, was sie vom V&ouml;lkerrecht halten. Nach Aufl&ouml;sung des Warschauer Pakts und der Sowjetunion wurde die Existenzberechtigung des Verteidigungsb&uuml;ndnisses berechtigt infrage gestellt. Die v&ouml;llig neue Strategie der Nato machte sie zum Weltpolizisten, der die Partikularinteressen seiner Mitglieder offensiv vertritt. Es ging um die erkl&auml;rte Absicht, die &bdquo;humanit&auml;re Intervention&ldquo; als Ausnahme vom geltenden Gewaltverbot als Gewohnheitsrecht durchzusetzen. Die sogenannte Schutzverantwortung gegen&uuml;ber V&ouml;lkermord wurde in den Feuilletons der westlichen Wertegemeinschaft als Triumph der Menschenrechte gegen&uuml;ber dem geltenden V&ouml;lkerrecht gefeiert&hellip;<br>\nAnnalena Baerbock und die Regeln des V&ouml;lkerrechts<br>\nDie Definition von Genozid ist seit Jahrzehnten umstritten und offensichtlich instrumentalisierbar. Keine einzige &bdquo;Schutzverantwortung&ldquo; hat Schutz gebracht, keine &bdquo;Humanit&auml;re Intervention&ldquo; Humanismus&hellip;<br>\nWas bleibt, ist das Dilemma, dass man den weltweiten Verst&ouml;&szlig;en gegen Menschenrechte nicht tatenlos zusehen kann. Weshalb die Kanzlerkandidatin der Gr&uuml;nen weiter milit&auml;risch intervenieren will. Die Regeln des V&ouml;lkerrechts sollen ge&auml;ndert werden, sodass auch gegen das Veto einer Gro&szlig;macht mit Waffengewalt eingegriffen werden kann. Doch keine Gro&szlig;macht wird dann Mitglied bleiben. Allein die Pseudoalternative Krieg oder Nichtstun zeigt die gewollte Fantasielosigkeit.<br>\nKriege sind Klimakiller und Sozialkiller<br>\nDie strikte Ablehnung von Milit&auml;reins&auml;tzen im Ausland ist unter den jetzigen Bedingungen vom V&ouml;lkerrecht nicht nur gedeckt, sondern geboten. K&ouml;nnte eine solche gemeinsame Haltung nicht zur dringend ben&ouml;tigten Attraktion in der gr&uuml;n-rot-rosanen W&auml;hlerschaft werden? R&uuml;stung, Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte, Man&ouml;ver und Kriege sind mit Abstand die gr&ouml;&szlig;ten Klimakiller, sie machen alle guten Absichten zunichte. Und sie sind genauso der gr&ouml;&szlig;te Sozialkiller&hellip;<br>\nDie SPD dr&uuml;ckt sich in dem Entwurf ihres Wahlprogramms ganz um den Stolperstein Auslandseins&auml;tze und ist wom&ouml;glich f&uuml;r Argumentationshilfe aufgeschlossen. &bdquo;Die Linke ist die Stimme der Friedensbewegung im Bundestag&ldquo;, hei&szlig;t es in ihrem Wahl-Programmentwurf&hellip;Als einzige Partei lehnt sie es ab, sich an einer Regierung zu beteiligen, die die Bundeswehr zu Kampfeins&auml;tzen ins Ausland schickt. Damit gilt sie f&uuml;r alle anderen Parteien als nicht regierungstauglich, ja, wird von den Konservativen gar aus dem Spektrum demokratischer Parteien aussortiert. Was aberwitzig ist, zeugt doch gerade ihre Haltung von einem missbr&auml;uchlichen Verh&auml;ltnis zum Recht.<br>\nNun hat sie angek&uuml;ndigt, bei dem heiklen Thema diskussionsf&auml;hig zu sein, was hellh&ouml;rig gemacht hat. M&ouml;ge sie konsequent bleiben und zugestehen: Auslandseins&auml;tze nur dann, wenn zuvor s&auml;mtliche Bedingungen der UN-Charta erf&uuml;llt sind. Also Friedensdienst aussch&ouml;pfen, Strategie und Kommando bei der Uno, nicht der Nato oder den USA und ein Mandat nur an Kombattanten, die sich zuvor der Rechtsprechung des IGH unterworfen haben.<br>\nTipp an Frau Baerbock: V&ouml;lkerrecht ist unteilbar. Wer es ganz akzeptiert, kann bis auf Weiteres keinem Auslandseinsatz der Bundeswehr zustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2021\/07\/friedliche-loesung-bevorzugt-57666.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Aus hei&szlig;er Luft gesch&uuml;rft<\/strong><br>\nStephan Schulmeister<br>\nBlase Bitcoins legen derzeit wilde Kurskurven hin. Wie h&auml;ngt das mit der Finanzspekulation zusammen? Wie profitiert China? Und geht das ewig so weiter?<br>\nWas f&uuml;r ein Wertzuwachs! Seit Mai 2016 stieg der Preis eines Bitcoins von 500 US-Dollar auf 40.000 (Stand 15. Juni), das ergibt eine Rendite von 140 Prozent pro Jahr!&hellip; Der Kurs der Kryptow&auml;hrung Bitcoin gleicht einer Achterbahnfahrt.<br>\nGenau das aber macht kurzfristige Spekulation extrem verlockend. Dazu braucht man keine digitale Bitcoin-Brieftasche (&bdquo;wallet&ldquo;), man kann einfach per Smartphone und Internetbroker statt mit Bitcoins mit Bitcoin-Derivaten handeln, also mit Terminkontrakten auf steigende oder fallende Kurse wetten&hellip;<br>\nErwacht aus neoliberalen Tr&auml;umen stellt sich des R&auml;tsels L&ouml;sung einfach dar: Beim Bitcoin handelt es sich lediglich um ein simples Gesch&auml;ftsmodell, das aber perfekt in das Zeitalter von Finanzkapitalismus und Digitalisierung passt, &ouml;konomisch ebenso wie ideologisch. &Ouml;konomisch deshalb, weil sich im Finanzkapitalismus seit den 1970er Jahren das Profitstreben auf das Ausnutzen von Bewertungsdifferenzen von bestehenden Verm&ouml;gen konzentriert, also Wertpapieren, Derivaten, Rohstoffen, Immobilien oder &Auml;hnlichem. Das unterscheidet den Finanzkapitalismus von etwas, das wir Realkapitalismus nennen k&ouml;nnen: also eine Wirtschaftsweise, in der die Schaffung realer Verm&ouml;gen die wichtigste Profitquelle ist, so wie das in Europa in den 1950er und 1960er Jahren oder zwischen 1890 und 1914 der Fall war. Um den Unterschied an einem Beispiel zu verdeutlichen: Im Realkapitalismus kauft man Aktien prim&auml;r, um sich an einem Unternehmen zu beteiligen und dessen Realinvestitionen zu finanzieren, im Finanzkapitalismus prim&auml;r, um von erwarteten Kurssteigerungen zu profitieren.<br>\nIdeologisch legitimiert wird der Finanzkapitalismus durch den Neoliberalismus. F&uuml;r diesen w&uuml;rde nach der Deregulierung der Finanzm&auml;rkte die Schaffung von Geld durch den Markt einen seiner gr&ouml;&szlig;ten Tr&auml;ume erf&uuml;llen; es kann also nicht verwundern, dass Neoliberale Bitcoins gut finden&hellip;<br>\nIm Allgemeinen gleicht die Dynamik von Kryptow&auml;hrungen dem Tanz um das goldene Kalb, allerdings ist dieses nicht aus Gold, sondern aus hei&szlig;er Luft. Zum Ausgleich w&auml;chst das Kalb, je mehr getanzt und je fester der Glaube wird, das Kalb geb&auml;re ein neues Geldsystem&hellip;<br>\nEs bleibt das Fazit: Bitcoin und andere Kryptow&auml;hrungen stellen nicht digitales Geld dar, sondern die Vollendung von &bdquo;fiktivem Kapital&ldquo; (Karl Marx). Sie vereinigen wesentliche Komponenten des Finanzkapitalismus und werden deshalb wohl mit ihm verschwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/aus-heisser-luft-geschuerft\">Der Freitag<\/a>\n<p><strong>Dazu: Peking dreht jetzt den Strom ab<\/strong><br>\nRegulierung Bis zu drei Viertel aller Bitcoins kamen zuletzt aus China. Das ist vorbei &ndash; die Regierung will das Klima sch&uuml;tzen und alle Finanzstr&ouml;me kontrollieren.<br>\nEs sind Schlagzeilen, die noch vor wenigen Jahren niemand verstanden h&auml;tte: &bdquo;Sch&uuml;rfer verlassen China wegen Krypto-Crackdown&ldquo;. Dabei kommen die j&uuml;ngsten Schritte der chinesischen Regierung nicht unerwartet: Nach dem Verbot von Krypto-Handelsplattformen vor vier Jahren wird nun auch den &bdquo;Minern&ldquo;, also den Sch&uuml;rfern von Bitcoins, in immer mehr Provinzen der Strom abgestellt. Nun fliehen viele Unternehmen aus der Volksrepublik und suchen nach neuen Standorten im Ausland.<br>\n(&hellip;) Chinas junge Bitcoin-Industrie hat es so weit getrieben, dass sie zuletzt laut einigen Sch&auml;tzungen in der Spitze allein so viel Strom verbrauchte wie ganz Italien. Das will Peking nicht l&auml;nger zulassen. Denn der ausufernde Stromverbrauch wird als Gefahr f&uuml;r die ambitionierten Klimaziele der zweitgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft gesehen, die Pr&auml;sident Xi Jinping pers&ouml;nlich vorgegeben hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/peking-dreht-jetzt-den-strom-ab\">Der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum die unbezahlte &bdquo;Sorge- und Versorgungsarbeit&ldquo; nicht ins BIP geh&ouml;rt<\/strong><br>\nEs ist absolut notwendig, geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung und bei den Einkommen weiter abzubauen. Die Arbeit im eigenen Haushalt wie Erwerbsarbeit zu betrachten oder sogar zu bezahlen zu wollen, w&uuml;rde dagegen keinen Sinn machen. Eine Replik von Ralf Kr&auml;mer. [&hellip;]<br>\nFrauen leisten etwa 61 Prozent dieser unbezahlten Arbeit, t&auml;glich 4:10 Stunden, M&auml;nner 2:45 Stunden. Die Erwerbsarbeit wird zu etwa 60 Prozent von den M&auml;nnern erbracht, t&auml;glich 3:19 Stunden, bei den Frauen sind es 2:19 Stunden. Sie betr&auml;gt im Gesamtdurchschnitt 2:43 Stunden am Tag, also 24 Minuten weniger als die unbezahlte Arbeit. Die Erwerbsarbeit macht danach 44 Prozent der gesamten Arbeit aus, die unbezahlte Arbeit 56 Prozent (jeweils einschlie&szlig;lich Wegezeiten). Der Anteil der Frauen an der Arbeit insgesamt betr&auml;gt 52 Prozent, pro Tag arbeiten sie im Durchschnitt 15 Minuten l&auml;nger als die M&auml;nner.<br>\nAm gr&ouml;&szlig;ten ist der Abstand mit etwa 50 Minuten bei Rentner:innen und Pension&auml;r:innen, wo die Hauptzust&auml;ndigkeit der Frauen f&uuml;r den Haushalt fortwirkt und nicht mehr durch die Erwerbsarbeit kompensiert wird. Nur daraus resultiert auch die um 24 Minuten h&ouml;here durchschnittliche Gesamtarbeitsbelastung der Frauen bei den Paaren ohne Kinder im Haushalt.  [&hellip;]<br>\nEine schlichte &bdquo;Integration in das BIP&ldquo; w&uuml;rde den wesentlichen und grundlegenden Unterschied zwischen unbezahlter und bezahlter Arbeit verdecken und das BIP nicht aussagekr&auml;ftiger machen, sondern eher verzerren [&hellip;]<br>\nDie Einbeziehung der unbezahlten Arbeit im Haushalt w&auml;re ein Fremdk&ouml;rper in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, eine Zurechnung fiktiver Einkommen und Konstruktion fiktiver Transaktionen, die real gar nicht stattfinden und die keine monet&auml;r zu bewertenden Anspr&uuml;che hervorbringen. Weil es keine echten Preise gibt, w&auml;re man auch weiter auf umstrittene Sch&auml;tzungen und Bewertungen angewiesen, so wie es bei den schon vorliegenden Satellitenrechnungen auch der Fall ist. Die ganze Operation w&auml;re eher irref&uuml;hrend und w&uuml;rde in der Sache nichts &auml;ndern. Sinnvoller w&auml;re, die Zeitverwendungserhebung und die darauf beruhende Satellitenrechnung zur Haushaltsproduktion h&auml;ufiger durchzuf&uuml;hren und weiterzuentwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/warum-die-unbezahlte-sorge-und-versorgungsarbeit-nicht-ins-bip-gehoert-39827?fbclid=IwAR3z-ty8225kBwQbP_FIq2qrBFlv0rPEtpSYkb18npnp8EQ129-NPts1j6s\">Ralf Kr&auml;mer auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nach Erfolg der isl&auml;ndischen 4-Tage-Woche: SP&Ouml; will Pilotprojekt f&uuml;r &Ouml;sterreich<\/strong><br>\nSeit 46 Jahren hat es in &Ouml;sterreich keine Arbeitszeitverk&uuml;rzung mehr gegeben, das ist zu lange her, meinen die SP&Ouml;-Vorsitzende und Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner und der Bauholz-Gewerkschaftschef und SP&Ouml;-Sozialsprecher Josef Muchitsch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Wenn &Ouml;sterreich jetzt nicht auf den Zug der 4-Tage-Woche aufspringe, werde das die Arbeitslosigkeit und den Fachkr&auml;ftemangel versch&auml;rfen. Die SP&Ouml; will den Sommer f&uuml;r Gespr&auml;che mit Parteien, Gewerkschaft und Wirtschaft nutzen, um im Herbst ein Pilotprojekt zur Arbeitszeitverk&uuml;rzung zu beschlie&szlig;en.<br>\n&bdquo;Es ist Zeit, den ersten Schritt zu setzen. Andere L&auml;nder zeigen bereits vor, wie es geht&ldquo;, sagt SP&Ouml;-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner zur 4-Tage-Woche in &Ouml;sterreich und verweist auf den Pilotversuch in Island&hellip;<br>\nSo will es auch das SP&Ouml;-Modell: Das AMS soll in der Pilotphase Kooperationsunternehmen ausw&auml;hlen, in denen die Arbeitszeit um 20 Prozent, also auf 32 Stunden in der Woche, gesenkt werden. Die wegfallenden 20 Prozent sollen zur H&auml;lfte vom AMS bezahlt werden und jeweils zu 25 Prozent vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer. So bliebe mit einer Viertagewoche ein Bruttolohn von 95 Prozent, rechnet Rendi-Wagner vor. Dazu kommt ein Besch&auml;ftigungseffekt: Wenn vier ArbeitnehmerInnen im Viertagewochen-Modell arbeiten, soll eine zus&auml;tzliche Arbeitskraft angestellt werden&hellip;<br>\nBreiter Diskussionsprozess bis zum Herbst<br>\nDie SP&Ouml; will &uuml;ber den Sommer in einen breiten Dialog von Gewerkschaften, &uuml;ber Parteien bis zum Arbeitsminister treten. Im Herbst will sie dann im Parlament einen Antrag einbringen f&uuml;r ein Pilotprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/spoe-4-tage-woche\/\">kontrast at.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> zum Pilotprojekt Arbeitszeitverk&uuml;rzung in Island siehe N&auml;heres hier: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/island-4-tage-woche\/?utm_source=mailpoet&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=newsalert\">Island setzt auf 4-Tage-Woche: Fast 9 von 10 Isl&auml;nderInnen k&ouml;nnen jetzt k&uuml;rzer arbeiten<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Nach dem Erfolgsmodell in anderen L&auml;ndern: Irland testet die 4-Tage-Woche<\/strong><br>\nNachdem einige L&auml;nder und Unternehmen die 4-Tage-Woche erfolgreich ausprobiert haben, startet nun auch Irland mit einer sechsmonatigen Testphase. In dieser Zeit soll die Umsetzbarkeit einer generellen 4-Tage-Woche &uuml;berpr&uuml;ft werden.<br>\nDie Vorteile einer 4-Tage-Woche sind vielfach belegt: Die Produktivit&auml;t im Betrieb steigt, die Angestellten sind ges&uuml;nder und haben mehr Zeit f&uuml;r Familie und Freunde. Au&szlig;erdem entstehen mehr Arbeitspl&auml;tze, psychische St&ouml;rungen, lange Krankenst&auml;nde und Burn-out nehmen ab. Eine Arbeitszeitverk&uuml;rzung w&uuml;rde also nicht nur die Angestellten entlasten, sondern auch das gesamte Gesundheitssystem. Pilotprojekte in Island und Schweden haben die Vorteile der 4-Tage-Woche gezeigt, Spanien startet mit einem Projekt f&uuml;r 500 Firmen&hellip;<br>\nJoe O&rsquo;Connor, Vorsitzender der Four Day Week Ireland, stellt fest, dass wir im letzten Jahr eine radikale Ver&auml;nderung der Arbeitswelt erlebt haben. Die flexibleren Arbeitsformen haben sich nun endg&uuml;ltig durchgesetzt. Um auf diesen Wandel zeitgem&auml;&szlig; zu reagieren, braucht es die 4-Tage-Woche ohne jegliche Lohneinbu&szlig;en. Nur so bietet das Modell das Potenzial einer besseren Zukunft f&uuml;r ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen und sogar f&uuml;r die Umwelt, da der CO2-Aussto&szlig; pro Kopf sinkt. Was f&uuml;r viele Iren zun&auml;chst als radikales Konzept erschien, st&ouml;&szlig;t nun auf Begeisterung und wird als eine vern&uuml;nftige L&ouml;sung begr&uuml;&szlig;t&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/irland-4-tage-woche\/\">kontrast. at<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gemeinsamer Appell von Arbeitgeberpr&auml;sident Dr. Rainer Dulger und dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann<\/strong><br>\nHier ein historisch wertvolles Dokument zur Sozialpartnerschaft:<br>\nDie Sozialpartnerschaft ist ein Anker in Krisenzeiten. Auch in der Corona-Pandemie hat sich unsere Sozialpartnerschaft bew&auml;hrt. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben fr&uuml;hzeitig an der Verwirklichung von hohen Hygienestandards in den Betrieben, an verl&auml;sslichen Teststrategien und einer raschen Umsetzung von Impfungen mitgewirkt. Wir sind Teil der L&ouml;sung.<br>\nAus tiefer Sorge, dass wir das Erreichte verspielen, wenden wir uns nun gemeinsam an alle Arbeitgeber und Besch&auml;ftigte in Deutschland. Seien Sie weiter umsichtig und verantwortungsvoll. Wirken Sie weiter mit, die Menschen in den Betrieben vor Ansteckung zu sch&uuml;tzen. Nehmen Sie die Impfangebote an. Lassen Sie beim Testen nicht nach und erm&ouml;glichen Sie, wo es m&ouml;glich und sinnvoll ist weiterhin Home-Office.<br>\nWir appellieren an Arbeitgeber &ndash; wo immer dies m&ouml;glich ist &ndash; ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern betriebliche Impfungen und Testungen anzubieten. Gleichzeitig appellieren wir an die Besch&auml;ftigten, die Impf- und Testangebote anzunehmen und so zu einer hohen Durchimpfungsrate und einem hohen Schutzniveau beizutragen.<br>\nWirksame Schutzimpfungen sind der K&ouml;nigsweg aus der Pandemie. Es stehen mehrere gute, sichere und wirksame Impfstoffe in zunehmenden Mengen zur Verf&uuml;gung. Bis zum Erreichen einer hohen Durchimpfungsrate tr&auml;gt ein breites Testangebot zur Erh&ouml;hung der Sicherheit vor Ansteckungen und Eind&auml;mmung der Pandemie bei.<br>\nWir wissen, dass Impf- und Testangebote f&uuml;r viele Unternehmen insbesondere eine organisatorische, aber auch eine finanzielle Belastung darstellen k&ouml;nnen. F&uuml;r Besch&auml;ftigte ist es wichtig, eine gute und informierte Impfentscheidung freiwillig treffen zu k&ouml;nnen. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit einer gemeinsamen Anstrengung der nationalen Impfkampagne zum Erfolg verhelfen und ein hohes Schutzniveau erreichen k&ouml;nnen. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zu einer Normalisierung des wirtschaftlichen und des privaten Lebens.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/ein-historisch-wertvolles-dokument-zur-sozialpartnerschaft-gemeinsamer-appell-von-arbeitgeberpraesident-dr-rainer-dulger-und-dem-dgb-vorsitzenden-reiner-hoffmann\/#more-11086\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar dazu vom Gewerkschaftsforum:<\/strong> Jeglicher Kommentar er&uuml;brigt sich!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Macron: Gesundheitspass f&uuml;r (fast) alle und Impfflicht f&uuml;r medizinisches Personal<\/strong><br>\nIn ein paar Wochen sollen nur mehr Personen mit einem &ldquo;Gesundheitspass&rdquo; Zugang zu Einkaufszentren bekommen. Hinein darf, wer eine vollst&auml;ndige Impfung nachweisen kann oder einen aktuellen Test, der best&auml;tigt, dass K&ouml;nigin oder K&ouml;nig Kunde nicht mit dem Corona-Virus infiziert ist. Der PCR-Test wird aber bald nicht mehr kostenlos sein. Diejenigen, die ihren Status als &ldquo;Gesunde&rdquo; nachweisen m&uuml;ssen, m&uuml;ssen ihn selbst bezahlen. Au&szlig;er sie sind doppelt geimpft.<br>\nAb 21. Juli ist der Nachweis von Impfungen &ndash; oder einem aktuellen, bald kostenpflichtigen Testergebnis &ndash; im &ldquo;passe sanitaire&rdquo; Voraussetzung f&uuml;r einen Besuch kultureller Veranstaltungen oder von Freizeitangeboten. Ab Anfang August gilt diese Vorgabe auch f&uuml;r Caf&eacute;s, Restaurants, Einkaufszentren, Krankenh&auml;user, Altenheime und Zug- oder Busreisen &ldquo;longue distance&rdquo;.<br>\nAb 15. September d&uuml;rfen alle Pflegekr&auml;fte und Angeh&ouml;rige des medizinischen Personals, die nicht geimpft sind, nicht mehr arbeiten und sie bekommen auch kein Geld mehr. Es wird Kontrollen geben, ob die Impfpflicht eingehalten wird, sowie Strafen, k&uuml;ndigte Macron in seiner gestrigen feierlichen Ansprache an die &ldquo;lieben Compatriotes&rdquo; an. Die Rede war wie so oft von Macrons Willen, Dynamik zu zeigen, und einer st&auml;rkeren Dosis Autorit&auml;t gezeichnet.<br>\n(&hellip;) Seine gestrige Ank&uuml;ndigung wirft viele Fragen auf. Ob und wie eine solche Verpflichtung zum Impfen und zu einem Gesundheitspass etwa mit der Verfassung zu vereinbaren ist? Macron plant einen neuen Gesetzesentwurf, der dem Conseil constitutionel vorgelegt werden sollte.<br>\nDazu kommen Fragen nach der praktischen Umsetzung. &ldquo;Was mache ich, wenn eine Gruppe mit f&uuml;nf Personen zu mir ins Caf&eacute; kommt und eine Person hat keinen Ausweis dabei, wie setze ich mich durch&rdquo;, fragt ein Gastwirt. Wer kontrolliert in den Z&uuml;gen den Gesundheitspass?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macron-Gesundheitspass-fuer-fast-alle-und-Impfflicht-fuer-medizinisches-Personal-6135909.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundesregierung muss Kritik an Atomwaffenverbotsvertrag revidieren<\/strong><br>\nAls Deutschland im April 2019 und im Juli vergangenen Jahres jeweils f&uuml;r einen Monat den Vorsitz des UN-Sicherheitsrates innehatte, warb Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) vor allem f&uuml;r die Abschaffung von Atomwaffen. Die Bundesregierung wolle &ldquo;den Stillstand in der nuklearen Abr&uuml;stung &uuml;berwinden&rdquo;, hie&szlig; es damals aus dem Berliner Au&szlig;enamt.<br>\nAls dann aber im Januar dieses Jahres der gr&ouml;&szlig;te Schritt seit Jahrzehnten hin zu einer atomwaffenfreien Welt gemacht wurde, indem mit dem Beitritt des 51. Mitgliedsstaats der UNO der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Kraft trat, war Deutschland nicht dabei und Heiko Maas schwieg (&ldquo;Konkrete Abr&uuml;stungsverpflichtungen&rdquo;).<br>\nDer Grund ist einfach: W&uuml;rde die SPD-Unions-Regierung den AVV unterzeichnen, m&uuml;sste sie den Abzug von US-Atombomben anordnen, die auf dem rheinland-pf&auml;lzischen Fliegerhost B&uuml;chel f&uuml;r den Einsatz durch die Nato vorgehalten werden (80-mal Hiroshima in der Eifel).<br>\nDas best&auml;tigte Regierungssprecher Steffen Seibert im Oktober vergangenen Jahres freim&uuml;tig. Man k&ouml;nne nicht ignorieren, dass nukleare Waffen von einigen Staaten weiterhin als Mittel der milit&auml;rischen Auseinandersetzung betrachtet werden: &ldquo;Solange das so ist (&hellip;), besteht aus unserer Sicht die Notwendigkeit zum Erhalt einer nuklearen Abschreckung vor.&rdquo; Dies leiste die Nato.<br>\nSo offen wollen Vertreter der Bundesregierung ihre Ablehnung des AVV, der entgegen dem &auml;lteren Nichtverbreitungsvertrag (NVV) auf eine g&auml;nzlich atomwaffenfreie Welt abzielt, nicht immer begr&uuml;nden. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion erkl&auml;rte die Bundesregierung, der AVV unterlaufe &ldquo;die Bem&uuml;hungen der Staatengemeinschaft um Abschluss und Inkraftsetzung ausstehender Zusatzprotokolle und um Universalisierung des heute ma&szlig;geblichen Verifikationsstandards&rdquo;.<br>\nKeine Schw&auml;chung der R&uuml;stungskontrolle durch Verbotsvertrag<br>\nWie genau diese behauptete Unterminierung eines Zusatzprotokolls der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde (IAEO) zum NVV mit aussehen soll &ndash; das blieb ein R&auml;tsel. Und tats&auml;chlich musste die Bundesregierung diese wiederholt vorgebrachte Argumentation nun auf eine parlamentarische Frage der Linken-Obfrau im Ausw&auml;rtigen Ausschuss, Sevim Dagdelen, hin revidieren&hellip;<br>\n(&hellip;) Angesichts dieser Erkenntnisse k&ouml;nne die Bundesregierung &ldquo;ihre Schauerm&auml;rchen &uuml;ber angeblich schlechtere Kontrollstandards des Atomwaffenverbotsvertrags nicht aufrechterhalten&rdquo;, sagte Dagdelen, gegen&uuml;ber Telepolis. Die abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Linksfraktion ist sich sicher: &ldquo;Die Ausfl&uuml;chte der Bundesregierung zum Boykott des historischen Atomwaffenverbotsvertrages sind nichts als billige T&auml;uschungsman&ouml;ver, um an der Politik der nuklearen Teilhabe in der Nato und der weiteren Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland festhalten zu k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nDaher bestehe ihre Fraktion &ndash; &ldquo;wie der ganz &uuml;berwiegende Teil der Bev&ouml;lkerung&rdquo; &ndash; auf den Beitritt zu dem historischen Abr&uuml;stungsvertrag und dem Abzug der US-Atombomben aus Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bundesregierung-muss-Kritik-an-Atomwaffenverbotsvertrag-revidieren-5053559.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zwischen den Fronten des Kalten Kriegs<\/strong><br>\nWashington weitet vor Besuch der Bundeskanzlerin seine Chinasanktionen aus. Beijing startet Gegenma&szlig;nahmen. Deutsche Firmen sehen ihr Chinagesch&auml;ft bedroht.<br>\n(&hellip;) Das neue Antisanktionsgesetz<br>\nNoch gr&ouml;&szlig;eres Aufsehen hat in deutschen Wirtschaftskreisen Chinas neues Antisanktionsgesetz erregt, das am 10. Juni beschlossen wurde. Sein wichtigstes Element besteht darin, dass es &ndash; darin dem Blocking Statute der EU nachempfunden, das diese zum ersten Mal 1996 verh&auml;ngt und 2018 erneuert hat &ndash; Personen und Unternehmen in China untersagt, Zwangsma&szlig;nahmen von Drittstaaten gegen die Volksrepublik umzusetzen. Demnach muss, wer etwa den derzeitigen US-Sanktionen Folge leistet, damit rechnen, in China vor Gericht gestellt und bestraft zu werden. F&uuml;r deutsche Unternehmen bedeutet dies im Grundsatz, dass sie sich den US-Sanktionen verweigern m&uuml;ssten; dann h&auml;tten sie freilich mit Strafverfolgung in den Vereinigten Staaten zu rechnen. &ldquo;Europ&auml;ische Firmen drohen dadurch zum Spielball geopolitischer Machtpolitik zu werden&rdquo;, l&auml;sst sich die stellvertretende Generaldirektorin des Unternehmerverbandes Business Europe, Luisa Santos, zitieren; letztlich k&ouml;nnten sie gezwungen sein, ihr Chinagesch&auml;ft komplett aufzugeben. &ldquo;Das Anti-Sanktionsgesetz ist die erwartbare, klare Antwort Chinas auf die j&uuml;ngste US-amerikanische Sanktionspolitik&rdquo;, urteilt der Pr&auml;sident des Au&szlig;enhandelsverbandes BGA, Anton B&ouml;rner; man m&uuml;sse &ldquo;fairerweise sagen, dass die Chinesen im Grunde nichts anderes tun als die Europ&auml;er mit ihrer Blocking-Verordnung&rdquo;. B&ouml;rner dringt darauf, &ldquo;die Spirale nicht weiter eskalieren zu lassen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8657\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wieso verbreitet Bundestagspr&auml;sident Wolfgang Sch&auml;uble Fake News &uuml;ber Russlanddeutsche und RT?<\/strong><br>\nBundestagspr&auml;sident Wolfang Sch&auml;uble warnt in einem Interview mit der BILD-Zeitung vor dem Einfluss Russlands auf Russlanddeutsche. Diese bildeten &ldquo;AfD-Hochburgen&rdquo; und st&uuml;nden unter dem Einfluss des &ldquo;Propaganda-Senders&rdquo; RT. Dabei hat eine Studie seine Behauptungen l&auml;ngst widerlegt.<br>\nWolfgang Sch&auml;uble (CDU), Pr&auml;sident des Deutschen Bundestages, sieht nach eigenen Angaben Anzeichen, dass Russland den Wahlkampf in Deutschland gezielt beeinflussen wolle. In einem Interview mit dem Springerblatt Bild sagte der fr&uuml;here CDU-Vorsitzende: &bdquo;&Uuml;ber den TV-Sender Russia Today versucht Moskau, gezielt Deutsche mit russischen Wurzeln zu manipulieren.&rdquo; Diese h&auml;tten fr&uuml;her konservativ gew&auml;hlt. &ldquo;Bezirke&rdquo;, in denen Russlanddeutsche laut Sch&auml;uble leben, seien heute zu Hochburgen der AfD geworden. Bez&uuml;glich des &ldquo;Propaganda-Senders&rdquo; RT (In Sch&auml;ubles Worten Russia Today) m&uuml;sse man mit Russland ein &ldquo;ernstes Wort&rdquo; sprechen&hellip;<br>\nn der Vergangenheit war es immer wieder zu Verd&auml;chtigungen gegen Sp&auml;taussiedler gekommen, beispielsweise im Spiegel. In einem Artikel von 2017 war mit Bezugnahme auf die Russlanddeutschen sowohl von einem sogenannten &ldquo;Rechtsruck&rdquo; als auch ihrem angeblichen &ldquo;Hang zu Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo; die Rede&hellip;<br>\nDurch seine &Auml;u&szlig;erungen griff Sch&auml;uble nicht nur klischeehafte Vorstellungen &uuml;ber Russlanddeutsche auf. Er verbreitete auch bereits widerlegte Annahmen &uuml;ber das Wahlverhalten dieser sozialen Gruppierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/120578-wolfgang-schauble-warnt-vor-angeblichem\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Es ist einfach unglaublich, mit welcher Penetranz gewisse Einflu&szlig;agenten &ndash;hier der Bundestagspr&auml;sident Wolfgang Sch&auml;uble! -, sich als Kalte Krieger wenige Wochen nach der 80. Wiederkehr des &Uuml;berfalls auf die UdSSR hervortun.<\/em><\/p>\n<p><em>Der ach so christlich orientierte Unionspolitiker hat diesen traurigen, geschichtlichen Anlass genutzt, um eine Gedenkveranstaltung im Deutschen Bundestag zu verhindern. Anstatt f&uuml;r Frieden und gute Nachbarschaft zu werben, so wie es Willy Brandt einmal gemacht hat, m&uuml;ssen Propagandameldungen aus Berlin die Welt verschmutzen; aber das politische Berlin kennt es ja nicht anders und auch ein Herr Sch&auml;uble ist offenbar geschichtsvergessen.<\/em><\/p>\n<p><em>Eine Friedenspolitik und eine Generationengerechtigkeit sieht jedenfalls v&ouml;llig anders aus Herr Bundestagspr&auml;sident!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>OPCW-Bericht deckt deutsche L&uuml;gen im Fall der angeblichen Vergiftung von Nawalny auf<\/strong><br>\nVom 6. bis zum 9. Juli fand eine Tagung der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OPCW) statt, bei der der Jahresbericht der Organisation pr&auml;sentiert wurde. Er enth&auml;lt schwarz auf wei&szlig; die Best&auml;tigung daf&uuml;r, dass die Bundesregierung bei der angeblichen Vergiftung von Nawalny gelogen hat.<br>\nVom 6. bis zum 9. Juli hat die OPCW den Mitgliedsl&auml;ndern ihren Jahresbericht f&uuml;r 2020 vorgelegt. Dieser Bericht enth&auml;lt nicht nur den Beweis daf&uuml;r, dass die deutsche Regierung in Sachen &bdquo;Nawalny-Vergiftung&ldquo; gelogen hat, er beweist auch, dass die Bundesregierung von Nawalnys angeblicher Vergiftung mit einem chemischen Kampfstoff wusste, bevor Nawalny vergiftet wurde.<br>\nIn dem ersten Kapitel des Berichts (&Uuml;berpr&uuml;fungen) kann man unter Punkt 1.41 (Technische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ein Mitgliedsland) lesen:<br>\n&bdquo;Auf Ersuchen Deutschlands entsandte das Sekretariat am 20. August 2020 ein Team zur Durchf&uuml;hrung eines technischen Unterst&uuml;tzungsbesuchs (TAV) im Zusammenhang mit der vermuteten Vergiftung eines russischen Staatsb&uuml;rgers. Der TAV beschr&auml;nkte sich auf die Entnahme von biomedizinischen Proben. Die Proben wurden an zwei von der OPCW benannte Labore geschickt&hellip;<br>\nDie Ereignisse vom 20.August 2020<br>\nNawalny ist am 20. August 2020 in einem russischen Flugzeug zusammengebrochen und nach einer Notlandung in ein russisches Krankenhaus in Sibirien gebracht worden. Das Team von Nawalny hat in sozialen Medien sofort von einer angeblichen Vergiftung berichtet, obwohl zu dem Zeitpunkt noch gar nichts bekannt war. Selbst wenn aber an dem Tag bereits eine Vergiftung mit einem chemischen Kampfstoff bekannt gewesen w&auml;re, h&auml;tte Deutschland erst nach der Einlieferung Nawalnys in das russische Krankenhaus eine Bitte um Unterst&uuml;tzung an die OPCW schicken k&ouml;nnen. Das bedeutet, das w&auml;re gegen Mittag des 20. August gewesen.<br>\nDas ist in der Realit&auml;t kaum m&ouml;glich, denn solche Anfragen m&uuml;ssen von Fachleuten geschrieben werden, das geht nicht in f&uuml;nf Minuten. Aber selbst, wenn &ndash; Nehmen wir an, Deutschland h&auml;tte seine Anfrage schon gegen Mittag fertig gehabt und abgeschickt. Die OPCW h&auml;tte sie bearbeiten m&uuml;ssen, so etwas dauert Tage. Aber selbst, wenn &ndash; Nehmen wir an, die OPCW h&auml;tte das in einer Stunde erledigt. Dann muss aber immer noch ein Team von Spezialisten zusammengestellt und auf die Reise geschickt werden, die sitzen ja nicht auf Abruf in der Kantine der OPCW bereit.<br>\nTrotzdem berichtet die OPCW, sie habe das Team bereits am 20. August 2020 nach Berlin geschickt.<br>\nWie kann das sein?<br>\nDaf&uuml;r gibt es nur eine plausible Erkl&auml;rung: Man wusste in der deutschen Bundesregierung schon Tage (oder noch l&auml;nger?) vor der angeblichen Vergiftung Nawalnys davon und hat auch das Technische Sekretariat der OPCW bereits vorher informiert, sodass das Team am 20. August bereitstand und nach Berlin geschickt werden konnte, um auf Nawalny zu warten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2021\/opcw-bericht-deckt-deutsche-luegen-im-fall-der-angeblichen-vergiftung-von-nawalny-auf\/\">Anti-spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ungarische Aufr&uuml;stungspolitik<\/strong><br>\nDeutschland als zentraler Partner<br>\n(&hellip;) W&auml;hrend sich deutsche Politiker*innen in der Rolle der Verteidiger*innen der Rechte von homo- und transsexuellen Menschen sonnen &ndash; unabh&auml;ngig davon, wie ihre konkrete Politik aussieht&ndash;, sind die deutsche R&uuml;stungsindustrie und die Bundeswehr zentrale Partner der ungarischen Armee, die sich aktuell in einem historischen Modernisierungs- und Aufr&uuml;stungsprozess befindet.<br>\nZr&iacute;nyi 2026 &ndash; Programm zur Aufr&uuml;stung<br>\nSeit 2017 betreibt Ungarn ein massives milit&auml;risches Aufr&uuml;stungsprogramm mit dem Titel &ldquo;Zr&iacute;nyi 2026&rdquo;. Mit einem Neunjahresplan sollen die ungarischen Streitkr&auml;fte (Magyar Honv&eacute;ds&eacute;g) von einer Armee auf dem Stand der Warschauer-Pakt-Staaten in den 1980er Jahren auf das Niveau einer hochmodernen NATO-Armee katapultiert werden. Nach rund 15 Jahren der Schrumpfung soll die Armee wieder um fast 10.000 Soldat*innen auf dann knapp 40.000 anwachsen. Zudem wird aktuell eine Reserve aufgebaut, die k&uuml;nftig 20.000 Dienstposten umfassen soll.<br>\nNeben dem Umbau der F&uuml;hrungsstrukturen und der Anpassung der Ausbildung wurden auch diverse Gesetze mit Bezug zum Milit&auml;r ge&auml;ndert. Darunter auch eine Verschiebung der Befugnisse.<br>\nNach einer durch die &bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo; 2015 motivierten Gesetzes&auml;nderung von 2017 ist es explizite Aufgabe der ungarischen Armee, auch f&uuml;r den Grenzschutz und die Aufrechterhaltung der &ouml;ffentlichen Ordnung, sprich f&uuml;r Polizeiaufgaben, bereitzustehen.<br>\nDie zus&auml;tzlichen Finanzmittel aus der geplanten Verdopplung des R&uuml;stungshaushalts &ndash; auch Ungarn strebt das 2%-Ziel der NATO an &ndash; sollen ma&szlig;geblich in die vollst&auml;ndige Modernisierung des gesamten Materials der Streitkr&auml;fte investiert werden. Von der Uniform &uuml;ber Handwaffen und Fahrzeuge bis hin zu Panzern, Flugzeugen und Flugabwehrsystemen soll k&uuml;nftig alles den neusten NATO-Standards entsprechen. Entscheidender Partner f&uuml;r diese massiven Aufr&uuml;stungsbestrebungen, insbesondere im Bereich der Landstreitkr&auml;fte, ist Deutschland. 2019 schaffte es Ungarn sogar auf der Liste der Staaten mit den h&ouml;chsten Ausfuhrgenehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter aus Deutschland den ersten Platz zu belegen.<br>\n(&hellip;) &Uuml;bergeben wurden die ersten von insgesamt 56 deutschen Leopard 2 Kampfpanzern, die Ungarn 2019 bei der deutschen R&uuml;stungsschmiede Krauss-Maffei Wegmann (KMW) bestellt hatte. Teil des Pakets waren zudem 24 Panzerhaubitzen 2000, die wie die Leopardpanzer ebenfalls von der Bundeswehr genutzt werden.<br>\nSeit 2018 sind R&uuml;stungsbestellungen aus Ungarn im Wert von deutlich &uuml;ber vier Milliarden Euro bei deutschen R&uuml;stungskonzernen eingegangen. Darunter der besagte Panzerdeal, eine weitere Bestellung von 218 Sch&uuml;tzenpanzern des Typ Lynx von Rheinmetall, die Order f&uuml;r 20 Hubschrauber des Typs H145M von Airbus Helicopters, die im bayrischen Donauw&ouml;rth gefertigt werden, sowie weitere kleinere und mittlere Auftr&auml;ge.<br>\nDiverse R&uuml;stungsdeals im Rahmen von &ldquo;Zr&iacute;nyi 2026&rdquo; gehen damit einher, dass europ&auml;ische R&uuml;stungsfirmen Produktionsst&auml;tten in Ungarn aufbauen. Die ungarische Regierung will damit neben den Streitkr&auml;ften auch die heimische R&uuml;stungsindustrie modernisieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/07\/09\/ungarische-aufruestungspolitik\/\">IMI<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Demonstrationen und Gegen-Kundgebungen in Kuba<\/strong><br>\nSchwierige Versorgungslage f&uuml;hrt zu Unmut. Proteste aber auch Solidarit&auml;tsdemonstrationen in mehreren St&auml;dten. Pr&auml;sident sucht Gespr&auml;che vor Ort<br>\nHavanna. Am vergangenen Sonntag hat es um die Mittagszeit in der kubanischen Gemeinde San Antonio de los Banos nahe Havanna Proteste gegeben. Offensichtlich machten sich damit Frustration und Unmut Luft &uuml;ber die sich deutlich verschlechternde Versorgungslage und den derzeitigen Rekordanstieg von Covid-Infektionen mit der neuen Delta-Variante.<br>\nDie Wirtschaft schrumpfte letztes Jahr um 10,9 Prozent und bis Juni 2021 um zwei Prozent. Die daraus resultierende Geldknappheit hat zu Engp&auml;ssen gef&uuml;hrt, die die Kubaner h&auml;ufig zwangen, stundenlang f&uuml;r grundlegende G&uuml;ter&hellip;<br>\nDer Staatspr&auml;sident und erste Sekret&auml;r der kommunistischen Partei Kubas, D&iacute;az-Canel suchte umgehend das Gespr&auml;ch mit den protestierenden B&uuml;rgern in San Antonio gemeinsam mit weiteren Vertretern der Regierung und lokalen Funktionstr&auml;gern. Im Fernsehen wurde gezeigt, wie zahlreiche Bewohner mit kubanischen Fahnen den Pr&auml;sidenten auf seinem Rundgang durch die Stra&szlig;en dieser Stadt begleiteten und unterst&uuml;tzten. Das Staatsoberhaupt tauschte sich mit der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber die Vorf&auml;lle vom Sonntag und ihre Sorgen und Probleme aus. Wie es hie&szlig;, rief D&iacute;az-Canel dazu auf, ruhig zu bleiben und sich nicht provozieren zu lassen. &ldquo;Wir werden nicht zulassen, dass irgendein abgehalfterter Konterrevolution&auml;r, der Geld von US-Agenturen erh&auml;lt, Destabilisierung im Land verursacht&ldquo;, betonte der Pr&auml;sident.<br>\nIm Anschluss wandte er sich in einer landesweit &uuml;bertragenen Fernsehansprache an die Bev&ouml;lkerung. Diaz-Canel sagte, viele der Demonstranten seien aufrichtig, und er verstehe ihren Unmut &uuml;ber die schwierige Versorgungslage. Aber manche Aktivit&auml;ten seien direkt und mittelbar provoziert worden durch orchestrierte Kampagnen in den sozialen Medien und durch &ldquo;S&ouml;ldner&rdquo; vor Ort, die von den USA nachweislich unterst&uuml;tzt und gesteuert w&uuml;rden. &ldquo;Diejenigen, die diese Demonstrationen f&ouml;rdern, wollen nicht das Wohlergehen des Volkes, sondern die Privatisierung von Gesundheit und Bildung, den Neoliberalismus&rdquo;, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident und bezeichnete die Anstiftung zu dieser Art von Unruhen unter den Umst&auml;nden der Pandemie als &ldquo;Grausamkeit&rdquo;. Er warnte, dass weitere &ldquo;Provokationen&rdquo; nicht toleriert w&uuml;rden, und rief die Mitglieder der kommunistischen Partei, die Basisorganisationen und die Bev&ouml;lkerung auf, sich den Provokationen entgegenzustellen, wo immer sie auftauchen w&uuml;rden. Tausende folgten dem Aufruf im ganzen Land.<br>\nIndes warnten Spitzenbeamte der USA die Regierung Kubas vor einem gewaltsamen Vorgehen gegen die Demonstranten&hellip;<br>\nDie Vorsitzende des Netzwerks Cuba in Deutschland, Angelika Becker, verwies darauf, dass im Zuge der immensen sozio&ouml;konomischen Probleme durch die Covid-Pandemie in allen Staaten eine Krise, und in den USA sogar gewaltsame Proteste aufkamen. Doch Probleme in Kuba w&uuml;rden zus&auml;tzlich durch die andauernde und versch&auml;rfte US-Blockade sowie wegen der Subversion gegen Kuba in massiver und unertr&auml;glicher Weise eskaliert. &ldquo;Und daher sind diese aktuellen Proteste und Kundgebungen in Kuba eigentlich gegen die US-Regierung und ihre brutale, v&ouml;lkerrechtswidrige Blockade gerichtet, mit der die fundamentalen Menschenrechte der elf Millionen Kubaner und das Existenzrecht des sozialistischen Kuba verletzt werden.&rdquo; Bundesregierung, Europ&auml;ische Union und Vereinte Nationen h&auml;tten nach ihrer Einsch&auml;tzung bislang nichts sp&uuml;rbar gegen diese andauernden US-Aggressionen unternommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/07\/252355\/demonstrationen-kuba\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gepl&uuml;nderte Superm&auml;rkte, brennende Barrikaden<\/strong><br>\nIn einigen Provinzen S&uuml;dafrikas herrscht nach der Inhaftierung des fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten Jacob Zuma Ausnahmezustand. Pr&auml;sident Cyril Ramaphosa hat angek&uuml;ndigt, das Milit&auml;r einzusetzen. Das k&ouml;nnte die Lage weiter eskalieren.<br>\n(&hellip;) Staatspr&auml;sident Cyril Ramaphosa k&uuml;ndigte in einer kurzfristig angesetzten Fernsehansprache an die Nation am Montagabend an, das Milit&auml;r zur Unterst&uuml;tzung der v&ouml;llig &uuml;berforderten Polizei einzusetzen. Es seien &ouml;ffentliche Gewalttaten, &bdquo;wie sie sich in der Geschichte unserer Demokratie selten ereigneten&ldquo;. Der 79 Jahre alte fr&uuml;here Pr&auml;sident Zuma ist vom Verfassungsgericht in der vorvergangenen Woche wegen Missachtung der Justiz zu 15 Monaten Gef&auml;ngnis verurteilt worden&hellip;<br>\nUltimatum von Zumas Tochter<br>\nViele Menschen konnten wegen der chaotischen Lage und aus Sicherheitsgr&uuml;nden nicht zur Arbeit gehen. Einige Anwohner in den betroffenen Regionen berichteten, die Polizei sei kaum zu sehen gewesen. Es ging das Ger&uuml;cht um, die Polizei unterst&uuml;tze die Proteste indirekt durch Unt&auml;tigkeit. In den Medien hingegen gab es Aufnahmen von Polizisten, die mit Gummigeschossen gegen Protestierende vorgingen.<br>\nEine Tochter Zumas sowie Anh&auml;nger des fr&uuml;heren Staatspr&auml;sidenten hatten die Proteste auf Twitter zus&auml;tzlich angeheizt. &bdquo;Ramaphosa, wir geben dir drei Tage, um Zuma freizulassen&ldquo;, schrieb die 37 Jahre alte Duduzile Zuma. &bdquo;Das Land wird sonst niederbrennen, ich verspreche es.&ldquo; Sp&auml;ter schrieb sie, sie werde ihren Vater auch in dunkelsten Zeiten unterst&uuml;tzen. Die Interims-Generalsekret&auml;rin der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress, Jessie Duarte, verurteilte die Aussagen. Duduzile Zuma und die anderen m&uuml;ssten die Tweets und ihr Ziel erkl&auml;ren.<br>\nEin Ende der Ausschreitungen ist derzeit nicht in Sicht. Auf Twitter hatten Gruppen f&uuml;r Dienstag und Mittwoch einen &bdquo;massiven Streik und Shut-Down&ldquo; in mehreren St&auml;dten in der Provinz Ostkap angek&uuml;ndigt&hellip;<br>\nDerweil laufen die Verhandlungen vor dem Verfassungsgericht &uuml;ber Zumas Gef&auml;ngnisstrafe weiter. Seine Anw&auml;lte hatten nach Verk&uuml;ndung des Urteils einen Antrag auf Aufhebung der Strafe gestellt, den das Verfassungsgericht zur &Uuml;berraschung einiger Rechtfachleute angenommen hatte. Die Anw&auml;lte argumentierten, angesichts des fortgeschrittenen Alters und des Gesundheitszustands werde der fr&uuml;here Staatspr&auml;sident die Haft nicht &uuml;berleben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/unruhen-in-suedafrika-nach-festnahme-jacob-zumas-17435471.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie Kleinparteien klein gehalten werden<\/strong><br>\nGetroffen hat es 43 Kleinparteien ganz unterschiedlicher Ausrichtung, als der Bundeswahlausschuss vergangene Woche entschied, wer die formellen Voraussetzungen erf&uuml;llt, um zur Bundestagswahl anzutreten und wer nicht. Der konservativen Zentrumspartei half es nicht, dass sie nach eigenen Angaben die &auml;lteste Partei Deutschlands ist &ndash; sie wurde genau wie die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) nicht zur Wahl zugelassen; die ultrarechten Republikaner (REP) ebenfalls nicht &ndash; daf&uuml;r schaffte es unter anderem die offen neofaschistische Kleinpartei &ldquo;Der III. Weg&rdquo;.<br>\nDa die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde f&uuml;r die meisten Kleinparteien kurz- und mittelfristig un&uuml;berwindbar scheint, ist f&uuml;r Au&szlig;enstehende schwer nachvollziehbar, warum sie &uuml;berhaupt Wert auf die Teilnahme an der Bundestagswahl legen, und &ndash; wie aktuell die DKP &ndash; gegen ihre Nichtzulassung vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Erst einmal bekannter zu werden, sich st&auml;rker in der Zivilgesellschaft zu verankern und sich f&uuml;r den Umgang mit b&uuml;rokratischem Klein-Klein coachen zu lassen, w&auml;re schlie&szlig;lich auch eine Option &ndash; wenn die Entscheidung nicht viel weitreichendere Folgen h&auml;tte, als im Herbst auf ein voraussichtlich sehr bescheidenes Wahlergebnis verzichten zu m&uuml;ssen.<br>\nFinanzielles Desaster und Verlust eines Schutzstatus<br>\nDenn die Nichtzulassung bedeutet eben auch den Verlust des Parteienstatus, der das &Uuml;berleben der Kleinparteien als politische Organisationen sichern hilft&hellip;<br>\nF&uuml;r die Organisationen selbst ist der Parteienstatus wichtig, um sichtbar zu bleiben und ihre Reichweite zu erh&ouml;hen &ndash; des halb spricht die DKP von einem &ldquo;kalten Parteiverbot&rdquo;, obwohl sie wei&szlig;, dass sie bei der Bundestagswahl im September keine realistische Chance auf Mandate gehabt h&auml;tte. Theoretisch k&ouml;nnte eine Partei, die aktuell keine Chance hat, bei der &uuml;bern&auml;chsten Wahl den Nerv der Zeit treffen, wenn ihre Arbeit bis dahin nicht erschwert w&uuml;rde. Bei Wahlergebnissen ab 0,5 Prozent h&auml;tten sie immerhin Anspruch auf staatliche Zusch&uuml;sse von 0,83 Cent pro Stimme.<br>\nEher st&auml;ndisches Instrument als demokratischer Schutzwall<br>\nF&uuml;r die meisten Wahlberechtigten ist es aber auch wichtig, ihre Stimme nicht zu &ldquo;verschenken&rdquo;, wenn sie die Partei w&auml;hlen, mit deren Programm sie sich am ehesten identifizieren k&ouml;nnen. Die Entscheidung, f&uuml;r eine Partei zu stimmen, die laut Umfragen realistische Chancen hat, im n&auml;chsten Bundestag vertreten zu sein, ist daher nicht immer &ldquo;erste Wahl&rdquo;. Die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien ist gro&szlig;; auch wenn sie sich weigern, den hohen Anteil der Nichtw&auml;hlerinnen und Nichtw&auml;hler als Indiz daf&uuml;r zu sehen&hellip;<br>\nF&uuml;r die Nichtzulassung der DKP hatten allerdings alle im Bundeswahlausschuss vertretenen Parteien mit Ausnahme der Gr&uuml;nen gestimmt &ndash; auch Die Linke beziehungsweise deren Vertreterin Constanze Portner. Begr&uuml;ndet wurde die Entscheidung mit nicht fristgerecht abgegebenen Rechenschaftsberichten&hellip;<br>\nAllerdings erkl&auml;rten mittlerweile sowohl einzelne Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, darunter Ulla Jelpke und Andrej Hunko, als auch die Kommunistische Plattform der Partei ihre Solidarit&auml;t mit der DKP.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-Kleinparteien-klein-gehalten-werden-6136640.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Katja Kipping und ihre Liebe zum Sturmgesch&uuml;tz des Neoliberalismus<\/strong><br>\nDie ehemalige Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, sieht sich bem&uuml;&szlig;igt, bei ihrer Kritik an Negativzinsen f&uuml;r Bankguthaben die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) ausdr&uuml;cklich in Schutz zu nehmen. Diese erstaunlich naive Zuneigung zu einem Sturmgesch&uuml;tz des Neoliberalismus in Europa ist leider nicht untypisch f&uuml;r Linkspolitiker.<br>\nNegativzinsen seien Diebstahl, hatte Kipping provokant getwittert und diese Provokation dann zum Thema einer l&auml;ngeren Kolumne auf dem Nachrichtenportal n-tv.de gemacht. Darin betont sie, dass ihre Kritik sich nicht auf die EZB erstrecke, die diesen Trend zu Negativzinsen auf Bankeinlagen herbeigef&uuml;hrt hat. Schon indem sie schreibt, &bdquo;die Negativzinsen, die Banken gegen&uuml;ber Privaten erheben, h&auml;ngen auch mit der Niedrigzinspolitik beziehungsweise Nullzinspolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) zusammen&ldquo;, relativiert sie die Rolle der EZB. Es gibt keinen in seiner Bedeutung vergleichbaren zweiten Grund f&uuml;r die Negativzinsen. Das &bdquo;auch&ldquo; ist besch&ouml;nigend. Weiter schreibt sie:<br>\n&bdquo;Rein &ouml;konomisch betrachtet dient die Niedrigzinspolitik in Zeiten einer wirtschaftlichen Krise dazu, Unternehmen und &ouml;ffentlichen Haushalten Anreize zu geben, Geld zu investieren anstatt anzulegen. Und diese Investitionen beziehungsweise Ausgaben k&ouml;nnen die schw&auml;chelnde Wirtschaft ankurbeln. Diese Politik ist richtig und notwendig.&ldquo;<br>\nDas mit den Anreizen f&uuml;r Unternehmen und &ouml;ffentliche Haushalte zu investieren ist im Prinzip richtig, aber es ist nur eine Nebenwirkung der Niedrigzinsen, jedenfalls wenn man &bdquo;investieren&ldquo; als &bdquo;investieren in Produktionsanlagen&ldquo; versteht. Es gibt noch eine andere Bedeutung von investieren, die bei dieser gebr&auml;uchlichen Rechtfertigung der EZB-Politik ausgeblendet wird, n&auml;mlich Finanzanlagen in Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold, Kunst, Bitcoin etc. (&hellip;)<br>\nMan braucht aber nicht einmal solche volkswirtschaftlichen Zusammenh&auml;nge zu durchdringen, um zu sehen, dass die EZB eine Feindin der Arbeitnehmerinteressen ist. Nachdem sie nichts getan hatte, die gef&auml;hrliche Immobilienblase in Spanien, Griechenland, Italien, Irland und anderen L&auml;ndern zu verhindern, tat sie alles, um daf&uuml;r zu sorgen, dass die Banken teuer vom Staat gerettet wurden und dass den Arbeitnehmern die Kosten in Form von Rentenk&uuml;rzungen, zusammengestrichenen Sozialleistungen und Abbau von Arbeitnehmerrechten aufgeb&uuml;rdet wurden.<br>\nRegierungen, die das nicht mitmachen wollten, erpresste die EZB, indem sie entweder ihren Banken den Geldhahn zudrehte (Griechenland), damit drohte (Irland), oder indem sie den Regierungen brieflich androhte, deren Anleihen von EZB-Kaufprogrammen auszunehmen und dadurch einen K&auml;uferstreik der Anleiheinvestoren zu provozieren, der diese Regierungen in den Ruin getrieben h&auml;tte.<br>\nSch&ouml;n, dass Katja Kipping so besorgt ist, diese Institution von jeglicher Kritik freizuhalten. In eine Linke, die zwar eine sozialere Politik fordert, aber davor zur&uuml;ckscheut, eine der m&auml;chtigsten Verhinderer sozialer Politik in Europa zu kritisieren, braucht man keine Hoffnung zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/geldsystem\/kipping-ezb\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne L&uuml;gen<\/strong><br>\nWer das Klima retten will, muss auch die Systemfrage stellen<br>\n(&hellip;) Es ist der ganz normale Wahnsinn in einer Welt, in der die kapitalistische Produktionsweise vorherrschend ist. Auf der Suche nach Profiten bohren Konzerne tief in die Erde, suchen nach seltenen Metallen, verbrauchen Unmengen an Wasser, roden W&auml;lder oder verpesten den Boden. Staaten und Unternehmen treten dabei in unterschiedlichem Ma&szlig;e aggressiv auf, doch im Grunde arbeiten sie nach dem gleichen Prinzip: Es muss sich lohnen. Und solange es sich lohnt, im Meer nach Gas oder &Ouml;l zu bohren, wird auch weitergebohrt, wird es weiter zu Unf&auml;llen kommen.<br>\nSeit einigen Jahren jedoch &ndash; und durch die globale Klimabewegung beschleunigt &ndash; kommen immer mehr zu der Einsicht, dass diese Art Kapitalismus, die auf fossilen Brennstoffen beruht, nicht ewig &uuml;berlebensf&auml;hig ist&hellip;<br>\nEs ist der rationale Teil eines ansonsten irrationalen und anarchischen Systems. Um weiter Profit zu machen, kommen Unternehmen nicht darum herum, sich mindestens gr&uuml;n zu geben, wenn nicht gar tats&auml;chlich ihre Produktion umzustellen. Denn sobald sich der Kampf um die endlichen Ressourcen zuspitzt, m&ouml;chte niemand das Nachsehen haben&hellip;<br>\nDennoch haben weder einzelne Unternehmen noch einzelne Konsumentinnen die M&ouml;glichkeit, durch eigene Entscheidungen an diesem System etwas zu ver&auml;ndern. Solange es Abnehmer f&uuml;r Erd&ouml;l oder Schweineschnitzel gibt, wird es einen Markt geben, der diesen Bed&uuml;rfnissen nachkommt. Erst wenn kollektiv entschieden w&uuml;rde, darauf weitgehend zu verzichten, bliebe das &Ouml;l in der Erde oder die Massentierhaltung w&auml;re abgeschafft. Das ist allerdings unrealistisch in einer Welt, die nicht gerade auf kollektiven und rationalen Entscheidungen fu&szlig;t, sondern auf den Interessen einiger weniger.<br>\nWirklich klimaneutral zu werden, w&uuml;rde f&uuml;r die Industriegesellschaften einen massiven Umbau der Industrie, der Energiegewinnung bedeuten, ein Umdenken in der Landwirtschaft, im Verkehr, beim Wohnen und in unserer ganzen Lebensweise. Wer glaubt, diese Mammutaufgabe den Marktkr&auml;ften &uuml;berlassen zu k&ouml;nnen, glaubt auch an den Trickle-Down-Effekt. In Wahrheit ist es jedoch so, dass jede soziale wie klimapolitische Errungenschaft im Kapitalismus hart erk&auml;mpft werden muss&hellip;<br>\nEinen Kapitalismus, der nicht seine eigenen Grundlagen irgendwann untergr&auml;bt, gibt es nicht. Deshalb ist der gr&uuml;ne Kapitalismus ein Widerspruch in sich, wenn er nicht nur bedeuten soll, gr&uuml;n angemalt zu werden. Wenn gr&uuml;n wirklich nachhaltig und &uuml;berlebensf&auml;hig bedeuten soll, dann ist das im Kapitalismus nicht zu machen, selbst wenn wir die fossilen Brennstoffe hinter uns lassen sollten&hellip;<br>\nNaomi Klein stellte uns deshalb schon 2016 vor die Entscheidung: Kapitalismus versus Klima. Ihre Zuspitzung baut auf der Tatsache auf, dass wir das Klima und damit uns nur retten k&ouml;nnen, wenn wir uns gegen den Kapitalismus stellen. Nicht plump, sondern mit einem Plan, der die bestehenden Ressourcen besser einsetzt und trotzdem die Bed&uuml;rfnisse der Menschen ins Zentrum stellt. Wie diese Vision hei&szlig;t, ist nachrangig. Ihr muss die Einsicht vorangestellt sein, dass der gr&uuml;ne Kapitalismus eine L&uuml;ge ist&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/gruene-luegen\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Droht den Sozialdemokraten das Schicksal der Dinosaurier, Professor Schroeder?<\/strong><br>\nDie SPD hat derzeit einen schweren Stand, und in anderen L&auml;ndern ist die Lage der Sozialdemokratie kaum besser. Gibt es &uuml;berhaupt noch Hoffnung f&uuml;r die Genossen? Wir fragen den Parteienforscher Wolfgang Schroeder &ndash; und er glaubt: ja!<br>\nBei der Bundestagswahl vor vier Jahren schafften es die Sozialdemokraten mit Ach und Krach &uuml;ber die Zwanzig-Prozent-Marke. Es war das schlechteste Ergebnis f&uuml;r die Bundes-SPD &uuml;berhaupt und die aktuellen Umfragen deuten nicht darauf hin, dass die Wahl am 26. September f&uuml;r sie zu einem strahlenden Wiederaufstiegserlebnis werden k&ouml;nnte. Die Landtagswahlen der vergangenen Monate gaben hingegen ein gemischtes Bild ab: Zwei endeten desastr&ouml;s f&uuml;r die SPD: In Baden-W&uuml;rttemberg, einem der dynamischsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands, erhielt die SPD lediglich elf Prozent der Stimmen und in Sachsen-Anhalt st&uuml;rzte die Partei auf 8,4 Prozent ab. In Niedersachsen, Hamburg und Rheinland-Pfalz dagegen konnten die Sozialdemokraten ihren Platz an der Regierungssonne verteidigen; der Amtsbonus von Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer und deren pers&ouml;nliches Ansehen zahlten sich aus. Ansonsten haben Sozialdemokraten im Moment allerdings einen schweren Stand. Und das in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern.<br>\nIn Frankreich und in den Niederlanden, zum Beispiel, ist nicht mehr viel geblieben vom fr&uuml;heren Glanz, m&ouml;gen die Sozialisten bei den franz&ouml;sischen Regionalwahlen auch ein Lebenszeichen von sich gegeben haben. Die niederl&auml;ndische Partei der Arbeit ist zur Kleinpartei unter vielen anderen Kleinparteien geschrumpft. Zugleich gibt es regionale Ausnahmen, die sich durchaus sehen lassen k&ouml;nnen: Auf der Iberischen Halbinsel und in Skandinavien geh&ouml;ren die Sozialdemokraten weiterhin zu den f&uuml;hrenden politischen Kr&auml;ften und stellen das leitende Regierungspersonal. In Schweden allerdings haben sie l&auml;ngst nicht mehr die hegemoniale Stellung von einst inne.<br>\nDass die SPD nach der Bundestagswahl den Kanzler stellt, glauben nach den j&uuml;ngsten Erfahrungen und angesichts der aktuellen Stimmungslage vermutlich nicht einmal die treuesten Parteiloyalisten. Setzt sich der Abstieg der deutschen Sozialdemokratie also fort? [&hellip;]<br>\nEs ist ein vielschichtiges Bild, das Wolfgang Schroeder, Spezialist f&uuml;r das politische System der Bundesrepublik an der Universit&auml;t Kassel, zeichnet. Da sind die &ndash; &uuml;ber Deutschland hinausgreifenden &ndash; sozialstrukturellen Ver&auml;nderungen, welche die traditionelle Basis angegriffen haben. Gleichzeitig habe sich die Sozialdemokratie nach dem Krieg als f&auml;hig erwiesen, sich an neue sozialstrukturelle Bedingungen anzupassen und neue soziale Gruppen in die W&auml;hlerbasis einzuweben. &bdquo;Das hat eine Metamorphose der eigenen Klientel und die Einbettung neuer Gruppen erm&ouml;glicht.&ldquo; Gleichwohl sei der alte Markenkern der SPD geschrumpft: Es habe eine Verschiebung der materiellen, verteilungspolitischen Themen, die in der Achse Staat\/Markt angelegt seien, hin zu der Achse autorit&auml;r\/libert&auml;r, materiell\/postmateriell gegeben &ndash; und damit &bdquo;ist eine strukturelle Schw&auml;chung sozialdemokratischer Anziehungen und Attraktivit&auml;ten einhergegangen&ldquo;. Womit wir bei dem Spagat zwischen alter und neuer SPD angelangt w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/parteienforscher-wolfgang-schroeder-ueber-die-spd-17431017.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Auf vier Seiten Gerede von &ldquo;sozialstrukturellen Bedingungen&rdquo;, &ldquo;es gibt keine klassischen Arbeiter mehr&rdquo;, &ldquo;Verschiebung von materiellen zu postmateriellen Themen&rdquo;, aber tats&auml;chlich keine einzige Andeutung davon, dass die SPD einen harten neoliberalen Schwenk vollzogen und ihre eigene Klientel verraten hat &ndash; dass der Abstieg der SPD von ihr selbst verursacht wurde. Im ganzen Text wird die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; nicht einmal *erw&auml;hnt*, als w&auml;re sie unwichtig und als h&auml;tte der drastische Absturz in den Umfragen nicht schon unter Schr&ouml;der begonnen, und zwar im direkten Zusammenhang mit der Agenda 2010. Ja, Schr&ouml;der hat bei der BTW 2005 noch mal gute 34,2 Prozent geholt, aber nur, weil mit Merkel eine noch radikalere Versch&auml;rfung des neoliberalen Kurses drohte. Kein Wort zur &ldquo;Rente mit 67&rdquo;, die M&uuml;ntefering 2007 eingef&uuml;hrt hat; kein Wort zu den herben Rentenk&uuml;rzungen seit 2001. Sp&auml;testens Kurt Becks R&uuml;cktritt als Parteichef (2008) und mit Steinmeiers 23 Prozent bei der BTW 2009 war der Abstieg der SPD besiegelt, aber kein Wort zu den Ursachen. Diese Pseudo-Analyse, die alles Wesentliche verdr&auml;ngt, ist wertlos. Und im &Uuml;brigen sind die Dinosaurier infolge eines Meteoriteneinschlags ausgestorben, w&auml;hrend im Gegensatz dazu die SPD sich mit ihrer neoliberalen Wende das eigene Grab geschaufelt hat, auch wenn dieser Professor Schroeder das nicht wahrhaben will.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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