{"id":74283,"date":"2021-07-15T08:29:37","date_gmt":"2021-07-15T06:29:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283"},"modified":"2022-03-16T07:21:52","modified_gmt":"2022-03-16T06:21:52","slug":"hinweise-des-tages-3902","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h01\">Jugendliche in der Pandemie: &ldquo;Irgendwann knallt es&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h02\">&bdquo;Die Inzidenz war f&uuml;r die Politik eben sehr bequem&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h03\">Passierschein bitte! Macron macht mit Schikanen f&uuml;r Ungeimpfte allgegenw&auml;rtige &Uuml;berwachung und Kontrolle zur Norm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h04\">Tarifvertragliche Ausbildungsverg&uuml;tungen: Zwischen 325 und 1.580 Euro im Monat &ndash; Pflegekr&auml;fte in &ouml;ffentlichen Einrichtungen an der Spitze &ndash; Erhebliche Unterschiede je nach Branche und Region<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h05\">Laschets Steuerpolitik: L&uuml;gen und l&auml;cheln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h06\">&ldquo;Gef&auml;hrlicher Trend&rdquo;: WHO warnt vor Corona-Kreuzimpfung &ndash; Gesundheitsminister Spahn empfiehlt sie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h07\">Lasst die Milliard&auml;re im Weltraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h08\">Nach BGH-Urteil: Volksbanken setzen auf die Bequemlichkeit ihrer Kunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h09\">Altersarmut: Weil Rente wohl nicht reicht: Mehr als eine Million Menschen arbeiten weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h10\">Wer schuld ist, wenn Algorithmen falsch entscheiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h11\">Verloren in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h12\">Beihilfe zum Fl&uuml;chtlingsmord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h13\">Afghanische Ortskr&auml;fte der Deutschen: Am Hindukusch vergessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h14\">Kuba: Westmedien nehmen Fotos von einer Pro-Regierungs-Demo, um Proteste zu illustrieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74283#h15\">Ex-Briten-Premier: David Cameron beriet Greensill f&uuml;r 40.000 Dollar am Tag<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jugendliche in der Pandemie: &ldquo;Irgendwann knallt es&rdquo;<\/strong><br>\nNoch immer ungeimpft und eingeschr&auml;nkt &ndash; die Unzufriedenheit junger Menschen in der Pandemie w&auml;chst. Viele f&uuml;hlten sich um die beste Zeit ihres Lebens gebracht, sagt Jugendforscher Schnetzer im Interview mit tagesschau.de. [&hellip;]<br>\ntagesschau.de: Hat man die jungen Menschen im Kampf gegen die Pandemie vergessen?<br>\nSchnetzer: Ich glaube nicht, dass sie vergessen wurden, aber die Bed&uuml;rfnisse der jungen Menschen wurden in der Priorit&auml;t bewusst ganz hinten angestellt, was ja noch viel schlimmer ist. Die Politik dachte, das Thema mit den zunehmenden Impfungen einfach aussitzen zu k&ouml;nnen. Aber wenn die Inzidenzen wegen der Delta-Variante wieder ansteigen, dann fallen die noch immer nicht geimpften Jugendlichen wieder genau ins selbe Loch der Einsamkeit und Isolation wie zuvor.<br>\ntagesschau.de: In Ihrer Studie &ldquo;Jugend und Corona in Deutschland&rdquo; haben ihnen viele junge Menschen gesagt, dass sie sich zunehmend ungerecht behandelt f&uuml;hlen. Woran liegt das?<br>\nSchnetzer: Die jungen Menschen haben das Gef&uuml;hl, dass sie der Politik egal sind. Sie haben sich jetzt mehr als eineinhalb Jahre zusammengerissen, waren solidarisch mit den &Auml;lteren und den Risikogruppen, aber keiner hat einmal gefragt, was man denn f&uuml;r sie tun k&ouml;nnte. W&auml;hrend f&uuml;r viele Altersgruppen gerade wieder etwas Normalit&auml;t eintritt, ist es bei den Jugendlichen noch keinen Schritt vorangegangen. Und wenn der Politik und den Beh&ouml;rden weiterhin nichts anderes einf&auml;llt, als diesen nach Freiheit lechzenden jungen Menschen den letzten R&uuml;ckzugsraum in den Parks zu verbieten, dann werden sie die Geduld verlieren und dann knallt es irgendwann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/interview-jugend-corona-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Die Inzidenz war f&uuml;r die Politik eben sehr bequem&ldquo;<\/strong><br>\nNeue Ma&szlig;zahlen: F&uuml;r Medizinstatistiker Gerd Antes kommt die Abkehr von der Inzidenz als alleinigem Faktor zur Bewertung des Pandemiegeschehens sehr sp&auml;t [&hellip;]<br>\nBleiben wir aber mal bei Zahlen. Das Robert Koch-Institut will von der Inzidenz als wichtigste Kennzahl der Pandemie abr&uuml;cken und die Lage in den Krankenh&auml;usern in die Bewertung des Pandemiegeschehens einflie&szlig;en lassen. Ergibt das Sinn?<br>\nJa, nat&uuml;rlich. Das ist die sogenannte Hospitalisierungsrate. Das predige ich und unsere gesamte Arbeitsgruppe &bdquo;CoronaStrategie&ldquo; seit Monaten. Schon seit Herbst ist bekannt, dass die Inzidenz alleine nicht f&uuml;r Steuerungsma&szlig;nahmen geeignet ist. Und wenn jetzt gerade Spanien nur anhand derer Inzidenz wieder zum Risikogebiet erkl&auml;rt wird &ndash; daf&uuml;r fehlt mir das Verst&auml;ndnis. Oder: Wenn jetzt jeden Morgen dramatisiert wird, dass die Inzidenz von 4,9 auf 5,8 oder 6,2 gestiegen ist und es dann hei&szlig;t &bdquo;die Zahlen steigen wieder&ldquo;. Das muss man sich einmal umrechnen, wie wenig das ist. Wir haben gegenw&auml;rtig kaum Neuinfektionen und dann wird an diesen Zahlen hinter dem Komma rumhantiert. Diese &Uuml;berinterpretationen halte ich f&uuml;r v&ouml;lligen Unfug.<br>\nWelche Zahlen br&auml;uchten wir jetzt?<br>\nDie Inzidenz war noch nie ein alleiniger guter Steuerungsparameter &ndash; er war eben f&uuml;r die Politik sehr bequem. Aber jetzt ist es geradezu sch&auml;dlich, sich alleine daran zu orientieren um Schutzma&szlig;nahmen zu treffen. Inzwischen ist es &ndash; durch den deutlichen Impferfolg &ndash; tats&auml;chlich sch&auml;dlich, weil die Risikoverh&auml;ltnisse v&ouml;llig verschoben sind und darauf beruhende Gegenma&szlig;nahmen ersthaft falsch sein k&ouml;nnen. Sp&auml;testens jetzt ist es also an der Zeit, die Inzidenz von der Hospitalisierung und der Sterblichkeit zu entkoppeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/krankheiten-symptome\/infektionskrankheiten\/coronavirus\/interview-gerd-antes-zur-inzidenz-788589.html\">Apotheken Umschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Passierschein bitte! Macron macht mit Schikanen f&uuml;r Ungeimpfte allgegenw&auml;rtige &Uuml;berwachung und Kontrolle zur Norm<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Macron droht mit einer allgemeinen Impfpflicht und beschlie&szlig;t gezielte Schikanen von nicht Geimpften. Nur vordergr&uuml;ndig geht es dabei um das zwangsweise Durchimpfen der Bev&ouml;lkerung. Vor allem geht es darum, die Infrastruktur zur dauernden &Uuml;berwachung und Kontrolle der Bev&ouml;lkerung auszubauen und die Menschen daran zu gew&ouml;hnen, auf Schritt und Tritt Passierscheine vorzuzeigen.<br>\nEmannuel Macron k&uuml;ndigte in seiner Fernsehansprache vor dem Nationalfeiertag am 14. Juli eine Impfpflicht f&uuml;r das Gesundheitspersonal an. (Dass Macron damit ein ausdr&uuml;ckliches Versprechen von November 2020 bricht, Covid-Impfung nicht verpflichtend zu machen, ist nach den vielf&auml;ltigen Erfahrungen mit Pandemie-Politikern in dieser Richtung nur noch eine Randbemerkung wert.) Eine sp&auml;tere Impfpflicht f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung schloss er nicht aus. Vorerst plant er &bdquo;nur&ldquo;, mit einer Reihe von Schikanen den Impfdruck auf die franz&ouml;sischen B&uuml;rger zu erh&ouml;hen.<br>\nNicht Geimpfte d&uuml;rfen ab August nur noch am &ouml;ffentlichen Leben teilnehmen, wenn sie sich st&auml;ndig testen lassen. Ab Herbst sollen sie diese Tests auch noch selbst bezahlen. An den Eing&auml;ngen von Bars, Restaurants oder Einkaufszentren und allen &uuml;berregionalen Verkehrsmitteln hei&szlig;t es dann, erst einmal per Gesundheitspass nachzuweisen, dass man geimpft oder negativ getestet ist.<br>\nBis vor 18 Monaten w&auml;re es allen aufgefallen, wie monstr&ouml;s so etwas ist. Aber die Normalisierung der totalen Kontrolle ist schon sehr weit gediehen &ndash; wie beabsichtigt. Wir erinnern uns an das Interview-Zitat von Peter Schwartz, einem der K&ouml;pfe hinter dem totalit&auml;ren Gleichschritt-Szenario der Rockefeller-Stiftung:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/impfpflicht-macron\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Gef&auml;hrlicher Trend&rdquo;: WHO warnt vor Corona-Kreuzimpfung &ndash; Gesundheitsminister Spahn empfiehlt sie<\/strong><br>\nDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht derzeit keine Empfehlung f&uuml;r Kreuzimpfungen gegen das Coronavirus aus. Bund und L&auml;nder unterst&uuml;tzen weiter die Empfehlung der St&auml;ndigen Impfkommission (STIKO), nach einer Erstimpfung mit dem Vektor-Vakzin von AstraZeneca bei der Zweitimpfung die mRNA-Impfstoffe von BioNTech\/Pfizer oder Moderna einzusetzen.<br>\nDie Chefwissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Soumya Swaminathan, hat sich auf einer Pressekonferenz am Montag in Genf dagegen ausgesprochen, dass Patienten Corona-Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller erhalten. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sagte die indische Kindermedizinerin und Forscherin:\n<blockquote><p>\n&ldquo;Es handelt sich hier ein bisschen um einen gef&auml;hrlichen Trend. Wir befinden uns auf einem daten- und belegfreien Gebiet.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Durch eine sogenannte Kreuzimpfung werde es in den L&auml;ndern zu einer chaotischen Situation kommen, wenn die B&uuml;rger entschieden, wann und wer eine zweite, dritte und vierte Impfdosis bekommt.<br>\nDie Expertengruppe der WHO f&uuml;r Impfstoffe hatte im Juni mitgeteilt, dass der Impfstoff von BioNTech\/Pfizer als zweite Dosis nach einer ersten Dosis von AstraZeneca verwendet werden k&ouml;nnte, wenn letzterer nicht verf&uuml;gbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/120624-who-warnt-vor-kreuzimpfung-gesundheitsminister\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Wer ist im Recht? &ndash; Die WHO oder der Bundesgesundheitsminister. Hoffentlich kann diese Frage z&uuml;gig in Berlin zur Entlastung der Geimpften bzw. Impfwilligen gekl&auml;rt werden. Aber was will man von einem Gesundheitsminister eigentlich erwarten, der in der Finanzindustrie sein Handwerk gelernt hat! Was sagt eigentlich die EU-Kommission dazu?!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Laschets Steuerpolitik: L&uuml;gen und l&auml;cheln<\/strong><br>\nCDU-Kanzlerkandidat Laschet k&uuml;ndigt an, dass es keine Steuersenkungen geben werde. Doch die hat die Union l&auml;ngst bekanntgegeben.<br>\nDer CDU-Vorsitzende Armin Laschet l&uuml;gt, sobald er ein Fernsehinterview gibt. Dieses Ph&auml;nomen war bereits zu beobachten, als das Parteiprogramm der Union vorgestellt wurde. Da erz&auml;hlte der Kanzlerkandidat im &bdquo;heute journal&ldquo;, wie immer l&auml;chelnd, dass von einer &bdquo;schwarzen Null&ldquo; nicht die Rede sei. Als ob der Text nicht ausdr&uuml;cklich fordern w&uuml;rde, dass Deutschland zu ausgeglichenen Haushalten zur&uuml;ckkehren m&uuml;sse.<br>\nNun hat Laschet das ARD-Sommerinterview absolviert und behauptet, dass im Unionsprogramm &bdquo;keine einzige Steuerentlastung&ldquo; drinstehen w&uuml;rde. Auch das ist Unsinn: In dem Text ist genau nachzulesen, wie die Union die Reichen beschenken will. Diese Pr&auml;zision ist schon deswegen bemerkenswert, weil das Unionsprogramm ansonsten 140 Seiten lang vage schwafelt, um blo&szlig; keine W&auml;hlerInnen zu verschrecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Laschets-Steuerpolitik\/!5781084\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lasst die Milliard&auml;re im Weltraum<\/strong><br>\nMilliard&auml;re wie Richard Branson, Jeff Bezos und Elon Musk liefern sich einen Wettlauf ins All. Mit diesem kindischen PR-Spektakel lenken sie von den Katastrophen ab, die der Kapitalismus auf der Erde verursacht.<br>\nAm 7. Juni k&uuml;ndigte Jeff Bezos an, er w&uuml;rde am 20. Juli in den Weltraum fliegen &ndash; nur 15 Tage nach seinem Ausscheiden als CEO von Amazon. Dargestellt wurde dieses Unterfangen als k&uuml;hner n&auml;chster Schritt im milliardenschweren und seit Jahren an Fahrt aufnehmenden Wettlauf ins All. Doch es dauerte nicht lange, bis sich der wahre Charakter dieses Wettstreits offenbarte: Kurz nachdem sich Bezos auf einen Termin festgelegt hatte, beschloss der Chef von Virgin Galactic, Richard Branson &ndash; ein Mann, der f&uuml;r seine Marketing-Stunts bekannt ist &ndash;, dass er versuchen w&uuml;rde, den reichsten Mann der Welt im Orbit zu schlagen. Also setzte er seinen eigenen Weltraumflug f&uuml;r den 11. Juli an.<br>\nW&auml;hrend diese Milliard&auml;re zu den Sternen blicken und die Medien sie mit den gew&uuml;nschten Schlagzeilen &uuml;berh&auml;ufen, verdichten sich die Hinweise darauf, dass sich das Klima unseres Planeten rasch in einer Weise ver&auml;ndert, die lebensfeindlich ist &ndash; sowohl f&uuml;r uns Menschen als auch f&uuml;r andere Spezies. [&hellip;]<br>\nAuf der einen Seite liefern sich Milliard&auml;re einen Schwanzvergleich, wer als erster die Erdatmosph&auml;re hinter sich lassen kann. Und auf der anderen Seite haben Milliarden von uns, die wir nie eine solche Reise unternehmen werden, zunehmend mit den Folgen davon zu k&auml;mpfen, wie sich der Kapitalismus auf das Klima auswirkt &ndash; und mit dem Erbe der jahrzehntelangen Bem&uuml;hungen seiner m&auml;chtigsten Anh&auml;nger, s&auml;mtliche Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung dieser Krise zu unterdr&uuml;cken.<br>\nIn einem Moment, in dem wir alles daran setzen sollten, dass unser Planet bewohnbar bleibt, bieten uns diese Milliard&auml;re ein Spektakel, um uns von ihrem Streben nach immer weiterer kapitalistischer Akkumulation sowie von deren katastrophalen Auswirkungen im Hier und Jetzt abzulenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/lasst-die-milliardare-im-weltraum-richard-branson-jeff-bezos-elon-musk\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Nach Druck der US-Regierung: EU legt Pl&auml;ne f&uuml;r Mindeststeuer f&uuml;r Konzerne auf Eis<\/strong><br>\nAnfang Juni hatten die G7-Staaten einen Plan zur Einf&uuml;hrung einer globalen Mindeststeuer beschlossen, um multinationalen Konzernen die Steuerflucht zu erschweren. Doch ausgerechnet die Biden-Regierung, die f&uuml;r den Plan geworben hatte, bewirkte das Pausieren der Umsetzung seitens der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/120668-nach-druck-us-regierung-eu\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Tarifvertragliche Ausbildungsverg&uuml;tungen: Zwischen 325 und 1.580 Euro im Monat &ndash; Pflegekr&auml;fte in &ouml;ffentlichen Einrichtungen an der Spitze &ndash; Erhebliche Unterschiede je nach Branche und Region<\/strong><br>\nDie in Tarifvertr&auml;gen vereinbarten Ausbildungsverg&uuml;tungen weisen seit jeher je nach Branche und Region sehr gro&szlig;e Unterschiede auf. Die Spannbreite reicht aktuell von 325 Euro pro Monat, die Auszubildende im th&uuml;ringischen Friseurhandwerk im ersten Ausbildungsjahr erhalten, bis zu 1.580 Euro im westdeutschen Bauhauptgewerbe, mit denen Auszubildende im vierten Ausbildungsjahr verg&uuml;tet werden. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung von 20 ausgew&auml;hlten Tarifbranchen, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2021 vorlegt.<br>\n&bdquo;Die gro&szlig;en Unterschiede haben vor allem etwas mit der unterschiedlichen Verhandlungsposition der Gewerkschaften zu tun&ldquo;, sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Prof. Dr. Thorsten Schulten, &bdquo;da die Ausbildungsverg&uuml;tungen in der Regel im Rahmen der allgemeinen Lohnverhandlungen vereinbart werden. Mittlerweile kommt hinzu, dass in vielen Branchen ein zunehmender Fachkr&auml;ftemangel den Anpassungsdruck in Richtung auf bessere Ausbildungsbedingungen erh&ouml;ht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-tarifvertragliche-ausbildungsvergutungen-zwischen-325-und-1-580-euro-im-monat-34307.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nach BGH-Urteil: Volksbanken setzen auf die Bequemlichkeit ihrer Kunden<\/strong><br>\nNach einem Urteil des BGH k&ouml;nnten Kunden Geld von ihrer Bank zur&uuml;ckverlangen. Doch wie viele werden das tun?<br>\nunden der Volks- und Raiffeisenbanken, die in den vergangenen Jahren zu hohe Geb&uuml;hren auf ihre Girokonten gezahlt haben, m&uuml;ssen sich selbst darum k&uuml;mmern, dass sie diese zur&uuml;ckerhalten. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte im April entschieden, dass die Banken nicht wie bislang &uuml;blich Geb&uuml;hren erh&ouml;hen k&ouml;nnten und das Stillschweigen ihrer Kunden als Zustimmung werten d&uuml;rften. Auf diese Weise erh&ouml;hte Geb&uuml;hren aus den vergangenen drei Jahren k&ouml;nnten die Kunden zur&uuml;ckfordern.<br>\nDie Volks- und Raiffeisenbanken h&auml;tten zwar ihre Kunden darauf hingewiesen, dass die entsprechenden Klauseln in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen unwirksam seien und w&uuml;rden nun bilateral nach neuen L&ouml;sungen suchen, sagte Gerhard Hofmann, Vorstandsmitglied von deren Bundesverband (BVR) am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Die zu viel entrichteten Geb&uuml;hren w&uuml;rden aber nicht automatisch erstattet. Kunden, die meinen, sie h&auml;tten zu viel bezahlt, m&uuml;ssten das selbst nachweisen und einfordern. In jedem Einzelfall seien dies &bdquo;keine Riesenbetr&auml;ge&ldquo;, daf&uuml;r falle aber &bdquo;viel Papierkram&ldquo; an. Entsprechend rechnet Hofmann nicht mit allzu vielen R&uuml;ckforderungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/volksbanken-setzen-auf-die-bequemlichkeit-ihrer-kunden-17435687.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altersarmut: Weil Rente wohl nicht reicht: Mehr als eine Million Menschen arbeiten weiter<\/strong><br>\nDaten der Beh&ouml;rden zeigen: Mehr als eine Million Rentner:innen arbeiten weiter &ndash; wohl aus finanziellen N&ouml;ten.<br>\nDie Debatte um eine Anhebung des Rentenniveaus in Deutschland ist keineswegs neu. Sie wird seit Jahrzehnten gef&uuml;hrt, vornehmlich vor der Bundestagswahl, wie sie im September stattfindet. Das neueste Projekt der Bundesregierung ist die Grundrente. Dieser Zuschlag soll sicherstellen, dass Senior:innen oberhalb der Armutsgrenze leben k&ouml;nnen. Wer lange gearbeitet und somit Pflichtbeitr&auml;ge in die Rentenkasse einbezahlt hat, hat Anspruch auf eine Grundrentenzulage. In einem Experiment wurde bereits untersucht, ob man von der Grundrente in Deutschland leben kann.<br>\nDass solche Ans&auml;tze dringend notwendig sind, zeigen Daten des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales. Aus einer Anfrage von Dietmar Bartsch, Bundestagsabgeordneter der Linken, geht hervor, dass mehr als eine Million Menschen, die &auml;lter als 67 Jahre sind, in Deutschland noch einer Arbeit nachgehen. Davon sind circa 600.000 Menschen &uuml;ber 70 Jahre, 220.00 Menschen sogar mindestens 75 Jahre alt. Die Motive dieser Menschen sind nicht eindeutig. Fachleute aus der Arbeitsmarktforschung bescheinigen derzeitigen Rentner:innen einen besseren durchschnittlichen Gesundheitszustand, als jede Generation zuvor. Zudem sei die Motivation auch noch in der Rente einer erf&uuml;llenden T&auml;tigkeit nachzugehen, oftmals sehr hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/panorama\/rente-deutschland-finanzen-ruhestand-altersarmut-eine-million-menschen-arbeiten-weiter-90856529.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wer schuld ist, wenn Algorithmen falsch entscheiden<\/strong><br>\nGerade in gro&szlig;en Unternehmen kann die automatisierte Datenverarbeitung eine gro&szlig;e Arbeitserleichterung bedeuten. Algorithmen werden z. B. immer &ouml;fter dazu verwendet, Vorschl&auml;ge f&uuml;r Entscheidungen zu machen. Sie unterst&uuml;tzen heute schon bei Entscheidungen &uuml;ber Einstellungen, Gehaltserh&ouml;hungen oder auch Kreditvergabe. Damit k&ouml;nnen aber auch neue Arten von Problemen einhergehen.<br>\nWenn ein Algorithmus Fehler macht, ist oft unklar, wer daf&uuml;r verantwortlich ist: Ist es die bzw. der Sachbearbeiter:in, die\/der die Entscheidungsvorschl&auml;ge des Algorithmus &uuml;berpr&uuml;fen soll, obwohl die F&auml;lle immer mehr werden und die Zeit immer k&uuml;rzer? Ist es die\/der Techniker:in, die\/der den Algorithmus entwickelt hat, aber die Arbeitsabl&auml;ufe und Entscheidungskriterien nicht ausreichend kennt? Oder ist es die f&uuml;r die Einf&uuml;hrung des Algorithmus letztverantwortliche F&uuml;hrungskraft? Werden diese Fragen im Betrieb nicht klar beantwortet, kann es dazu kommen, dass niemand f&uuml;r falsche Entscheidungen Verantwortung &uuml;bernimmt und die Fehler im System nicht behoben werden. Diese Situation nennen wir &bdquo;Verantwortungsvakuum&ldquo;.<br>\nProbleme k&ouml;nnen auch auftreten, wenn Personen f&uuml;r die Entscheidungen des Algorithmus verantwortlich gemacht werden, obwohl sie den Algorithmus nicht genau verstehen: Sei es, weil sie nicht die daf&uuml;r erforderliche Ausbildung haben, sei es, weil nicht transparent ist, wie der Algorithmus &uuml;berhaupt funktioniert. Auch die Daten, auf deren Grundlage der Algorithmus arbeitet, m&uuml;ssen &uuml;berpr&uuml;fbar und gegebenenfalls korrigierbar sein. (&hellip;)<br>\nEine Hilfestellung f&uuml;r die genannten Probleme liefert der Leitfaden &bdquo;Algorithmen in der Entscheidungsfindung &ndash; Leitfaden zu Verantwortlichkeit und Rechenschaft&ldquo;, entwickelt im Rahmen eines Projekts der FH St. P&ouml;lten in Kooperation mit VICESSE, gef&ouml;rdert vom Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0 der AK Wien. Darin wird die Problemlage im Zuge solcher Automatisierungsprojekte ausf&uuml;hrlicher dargestellt, und verschiedene Aufgaben- und Verantwortungsbereiche werden zusammen mit den korrespondierenden Verantwortlichkeiten und Rechenschaftspflichten beschrieben.<br>\nKonkret sind dies die grundlegende Entscheidung &uuml;ber Einsatz\/Abschaltung, die (organisationale) Implementierung, die (technische) Entwicklung, die Anwendung in der Praxis, die Systemsicherheit, die Datenverwaltung sowie die unabh&auml;ngige Evaluierung. Die strukturierte Betrachtung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten schafft &uuml;berhaupt erst die M&ouml;glichkeit, Interessenkonflikte und Probleme durch die Verschiebung oder unzureichende Zuweisung von Verantwortung zu erkennen und rechtzeitig &ndash; idealerweise im Vorhinein &ndash; zu beheben. (&hellip;)<br>\nDer Einsatz von Algorithmen kann f&uuml;r Arbeitnehmer:innen gro&szlig;e Ver&auml;nderungen in ihrer Arbeitsrealit&auml;t bedeuten. Diese Ver&auml;nderungen und die Probleme, die mit ihnen einhergehen, zu verstehen und zu benennen ist ein erster Schritt, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Digitalisierung darf nicht dazu f&uuml;hren, dass Arbeitnehmer:innen f&uuml;r Fehler von Algorithmen verantwortlich gemacht werden, die sie weder verstehen noch ver&auml;ndern k&ouml;nnen. F&uuml;r Arbeitnehmer:innen und ihre Vertretungen ist es daher wichtig, die Einf&uuml;hrung von Algorithmen kritisch zu begleiten, ihre Resultate umfassend zu evaluieren und alle damit verbundenen Prozesse mitzugestalten. Der Leitfaden und das Tool V<br>\n&#640;A sind eine Hilfestellung f&uuml;r solche Aushandlungsprozesse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/wer-schuld-ist-wenn-algorithmen-falsch-entscheiden\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verloren in Europa<\/strong><br>\nDemz kam 2015 aus Gambia nach Europa, um seinen Traum zu verwirklichen: eine Ausbildung bei Daimler. Beinahe h&auml;tte er es geschafft. Heute lebt er illegal in Spanien und erntet Orangen.<br>\nOrangen. Sie wachsen in den Sonnenregionen Europas, werden geerntet und nach Deutschland transportiert, um haufenweise im Obstregal zu liegen, oft angestrahlt von speziellen Scheinwerfern, die sie noch frischer, noch ges&uuml;nder aussehen lassen, zwischen all dem Viel-zu-viel einer deutschen &Uuml;berflussgesellschaft. Unseren Spargel ernten Minderbezahlte, unser Fleisch wird von Ausgebeuteten zerteilt. Und die Orangen? Die hat vielleicht Demz* geerntet.<br>\nIch habe ihn bei einem Schulprojekt von Kontext mit Gefl&uuml;chteten und MigrantInnen an der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen kennengelernt. Damals war er um die 20, ein ruhiger Typ, klug, immer da, immer p&uuml;nktlich, einer, der unbedingt lernen wollte, das war das wichtigste.<br>\nEinmal sa&szlig; er auf seinem Platz, das Schreiben &uuml;ber seinen abgelehnten Asylantrag in der Hand. Er sei doch ein gesunder junger Mann, der es schon alleine schaffe, hatte ihm das Bundesamt f&uuml;r Migration mitgeteilt. Demz weinte bitterlich. Er war besch&auml;mt und frustriert. Ich solle dar&uuml;ber schreiben, wie sehr einen wie ihn die Angst auffrisst, wie schlimm es ist, nicht schlafen zu k&ouml;nnen, weil man nicht wei&szlig;, ob man in der n&auml;chsten Nacht von Polizisten geweckt wird, die einen dahin verfrachten, wo man hergekommen ist. Er will nicht mehr zur&uuml;ck nach Gambia. Der Einsatz, nach Europa zu kommen, wo vermeintlich Milch und Honig flie&szlig;en, war viel zu hoch.<br>\nDann ist sein Platz in der Klasse leer. &ldquo;Abgehauen&rdquo;, sagte ein Klassenkamerad. Ein Jahr h&auml;tte er noch gebraucht, um f&uuml;r eine Lehrstelle bereit zu sein, erz&auml;hlte mir seine Lehrerin. Seine Zeugnisse, eine Sammlung von Einsen und Zweien.<br>\nIrgendwann finde ich ihn &uuml;ber Facebook und sende ihm den Projekt-Film, an dem er mitgearbeitet hat. Er lebe jetzt in Spanien, schreibt er mir.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/537\/verloren-in-europa-7606.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Beihilfe zum Fl&uuml;chtlingsmord<\/strong><br>\nDie Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die EU wegen ihrer Zuarbeit bei Ergreifung und Internierung von Fl&uuml;chtlingen in Libyen. Demnach sorgen EU-Stellen und Einrichtungen der Mitgliedstaaten daf&uuml;r, dass Bootsfl&uuml;chtlinge auf dem Mittelmeer nicht von Seeleuten aus Europa gerettet, sondern von der sogenannten libyschen K&uuml;stenwache aufgegriffen werden. Diese beschie&szlig;t die Boote zuweilen oder bringt sie zum Kentern. Fl&uuml;chtlinge, die sie ergreift, werden oft in Fl&uuml;chtlingslager gebracht. In den Fl&uuml;chtlingslagern wiederum sind sie schwersten Misshandlungen ausgesetzt; auch Morde sind dokumentiert. Tausende von der &ldquo;K&uuml;stenwache&rdquo; aufgegriffene Fl&uuml;chtlinge sind spurlos verschwunden. Am heutigen Donnerstag befasst sich der UN-Sicherheitsrat mit Libyen &ndash; freilich nicht mit der Lage der Fl&uuml;chtlinge, sondern mit dem drohenden Scheitern des Plans, in Libyen am 24. Dezember Parlaments- und Pr&auml;sidentenwahlen durchzuf&uuml;hren. Dies bedeutete zugleich das Scheitern der zweiten Berliner Libyen-Konferenz am 23. Juni, die der deutsche Au&szlig;enminister als &ldquo;Erfolg&rdquo; seiner Diplomatie gefeiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8659\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Afghanische Ortskr&auml;fte der Deutschen: Am Hindukusch vergessen<\/strong><br>\nAfghanische Hel&shy;fe&shy;r werden nach dem Bundeswehr-Abzug sich selbst &uuml;berlassen. Ortskr&auml;fte der deutschen Entwicklungshilfe sind schlechter dran.<br>\nS. f&uuml;rchtet um sein Leben. Der Elektriker arbeitete sieben Jahre lang bis 2017 f&uuml;r die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Afghanistan. Er installierte etwa Kameras und Alarmsysteme. Nun ist er in Kabul und wechselt immer wieder seinen Aufenthaltsort &ndash; aus Angst vor den Taliban. Er sei nur einer von vielen Afghanen, die aufgrund ihrer Arbeit f&uuml;r die GIZ in Lebensgefahr seien, meint er.<br>\n&bdquo;Einige von uns haben Drohbriefe erhalten, einige Anrufe oder SMS von den Taliban und anderen extremistischen Gruppierungen. Darin werden wir beschuldigt, mit den Fremden, den Deutschen und den Besatzern Afghanistans zu kollaborieren und f&uuml;r sie zu spionieren&ldquo;, schreibt S. in einer Mail. &bdquo;Einige unserer Kollegen wurden sogar mehrfach angegriffen und von bewaffneten, maskierten M&auml;nnern zusammengeschlagen.&ldquo; Auf S. und seine Familie wurden schon geschossen. Trotzdem d&uuml;rfen sie nicht nach Deutschland kommen.<br>\nWurde direkt nach dem Abzug der deutschen Sol&shy;da&shy;t:in&shy;nen aus Afghanistan vor allem dar&uuml;ber berichtet, wie wenig sich Deutschland um afghanische Hel&shy;fe&shy;r:in&shy;nen der Bundeswehr k&uuml;mmert, wird durch S. jetzt klar: Auch die Ortskr&auml;fte des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ), in dessen Auftrag die GIZ Projekte in Afghanistan durchf&uuml;hrt, werden offenbar im Stich gelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Afghanische-Ortskraefte-der-Deutschen\/!5786860\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kuba: Westmedien nehmen Fotos von einer Pro-Regierungs-Demo, um Proteste zu illustrieren<\/strong><br>\nMehrere westliche Nachrichtenagenturen nutzen ein falsch betiteltes Foto von einer Pro-Regierungs-Kundgebung in Kuba, um dieses als eine Aufnahme von einem Protest der Opposition zu pr&auml;sentieren. CNN verwendet gar ein Bild von einer Demonstration in Miami.<br>\nDie Unruhen in Kuba weiten sich Berichten zufolge weiter aus. Ein Foto, das von der Associated Press-Fotografin Eliana Aponte w&auml;hrend einer Demonstration zur Unterst&uuml;tzung der Regierung in der kubanischen Hauptstadt am Sonntag aufgenommen wurde, macht nun in der westlichen Konzernpresse die Runde. Mehrere Medien, darunter Guardian, Fox News, die Financial Times, die New York Times, die Washington Times und Voice of America pr&auml;sentieren das Bild f&auml;lschlicherweise als &ldquo;Anti-Regierungs-Protest&rdquo;. Das von der US-Regierung finanzierte Medienportal Voice of America beging den Fehler sogar bei zwei verschiedenen Gelegenheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/gesellschaft\/120680-westmedien-verwenden-bilder-pro-regierungs-demos-kuba\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ex-Briten-Premier: David Cameron beriet Greensill f&uuml;r 40.000 Dollar am Tag<\/strong><br>\nSein Mitwirken im Pleiteskandal der Finanzfirma Greensill Capital hat David Cameron bereits einen ordentlichen Imageschaden zugef&uuml;gt. Jetzt wird bekannt, welch f&uuml;rstliches Honorar Gro&szlig;britanniens Ex-Premier dabei kassierte.<br>\nErst kommt die Politkarriere, dann das gro&szlig;e Geldverdienen, mit Vortrags- oder Buchhonoraren, Beratervertr&auml;gen, Jobs in der Wirtschaft und &auml;hnlichem &ndash; diese Abfolge haben bereits viele (ehemalige) Spitzenpolitiker vorexerziert. Der fr&uuml;here britische Premierminister David Cameron (54) macht da keine Ausnahme &ndash; im Gegenteil: Einem Bericht der &ldquo;Financial Times&rdquo; zufolge hatte Cameron einen &uuml;beraus lukrativen Beratervertrag mit der britisch-australischen Finanzfirma Greensill Capital, die inzwischen zusammengebrochen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/david-cameron-ehemaliger-britischer-premierminister-verdiente-bei-greensill-eine-million-dollar-pro-jahr-a-bc1d4b08-ae33-4c5e-85f9-d718c4334f0a\">manager magazin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-74283","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74283"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74283\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81953,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74283\/revisions\/81953"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}