{"id":7440,"date":"2010-11-23T08:45:36","date_gmt":"2010-11-23T07:45:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7440"},"modified":"2010-11-23T11:48:09","modified_gmt":"2010-11-23T10:48:09","slug":"hinweise-des-tages-1271","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7440","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Verwirrung um Terrorwarnungen; Irland-Krise; Portugal steht vor dem Kollaps; Finanzkrise kostet jeden Deutschen im Schnitt mehr als 9.000 Euro; Binnenmarkt reloaded; Insider-Verdacht an der Wall Street &ndash; &ldquo;Wie ein Raub&uuml;berfall&rdquo;; Exporte um jeden Preis; Bundesagentur bedauert K&uuml;rzungen; 594 Euro Mindest-Regelsatz f&uuml;r Hartz IV gem&auml;&szlig; Bundesverfassungsgerichtsurteil; Rente mit 67? Aber gerne!; Arbeitslosigkeit von &Auml;lteren um 50 Prozent h&ouml;her als offiziell benannt; wenn Krankheit in den Ruin f&uuml;hrt; europ&auml;ische Patientengruppen: Fragw&uuml;rdiges Finanzgebaren; Gemeinwohl hat Vorrang; Datteln entzweit das Rot-Gr&uuml;n-B&uuml;ndnis; Paul Krugman &ndash; Ungenutzte Macht; NATO: Afghanistan f&uuml;r Kinder sicherer als London oder New York; Die Angst der Gr&uuml;nen vor dem FDP-Effekt; Liz Mohn als &bdquo;Integrations-Victoria&ldquo;; Deutschland verletzt v&ouml;lkerrechtlich verbrieftes Recht auf Bildung; WDR 5-Thementag &ndash; Schattenreich Lobbyismus. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Verwirrung um Terrorwarnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Irland-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Portugal steht vor dem Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Finanzkrise kostet jeden Deutschen im Schnitt mehr als 9.000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">EU-&bdquo;Binnenmarktakte&ldquo;: Binnenmarkt reloaded<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Insider-Verdacht an der Wall Street &ndash; &ldquo;Wie ein Raub&uuml;berfall&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Exporte um jeden Preis? Zur Diskussion um das deutsche Wachstumsmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bundesagentur bedauert K&uuml;rzungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Rente mit 67? Aber gerne!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Arbeitslosigkeit von &Auml;lteren um 50 Prozent h&ouml;her als offiziell benannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Wenn Krankheit in den Ruin f&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Europ&auml;ische Patientengruppen: Fragw&uuml;rdiges Finanzgebaren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Gemeinwohl hat Vorrang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Datteln entzweit das Rot-Gr&uuml;n-B&uuml;ndnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Paul Krugman &ndash; Ungenutzte Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">NATO: Afghanistan f&uuml;r Kinder sicherer als London oder New York<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die Angst der Gr&uuml;nen vor dem FDP-Effekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Jogi L&ouml;w zeichnet Liz Mohn mit &bdquo;Integrations-Victoria&ldquo; aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">GEW: &bdquo;Deutschland verletzt v&ouml;lkerrechtlich verbrieftes Recht auf Bildung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Tipp: WDR 5-Thementag &ndash; Schattenreich Lobbyismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7440&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verwirrung um Terrorwarnungen<\/strong><br>\nKonfus und widerspr&uuml;chlich, so l&auml;sst sich die Reaktion der Bundesregierung auf die aktuellen Terrorwarnungen wohl am besten beschreiben. &nbsp;Erst warnt der Innenminister vor Anschl&auml;gen Ende November, dann bezeichnet der Chef des Bundeskriminalamtes pl&ouml;tzlich alles Gerede von konkreten Hinweisen als reine Spekulation. Eine geheimnisvolle Quelle jagt die n&auml;chste. Zur&uuml;ck bleiben vor allem verwirrte B&uuml;rger.<br>\nJ&ouml;rg Ziercke, Pr&auml;sident des Bundeskriminalamtes (BKA). &ldquo;Wir haben konkrete Hinweise auf Verdachtspersonen&rdquo;, sagt Ziercke am Wochenende, &ldquo;aber wir haben keinen konkreten Hinweis darauf, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort in Deutschland ein Anschlag durchgef&uuml;hrt wird.&rdquo; &nbsp;Ziercke kritisierte die detaillierte Berichterstattung. Sie k&ouml;nne die verdeckten Ermittlungen und die Quellen der Beh&ouml;rden gef&auml;hrden. &ldquo;Ich gehe in jedem Fall mit meinen Kindern auf den Weihnachtsmarkt&rdquo;, f&uuml;gt er hinzu.<br>\nAlso doch alles nicht so dramatisch, wie es klingt? Ziercke hat die eilig anberaumte Pressekonferenz kaum verlassen, da vermeldet die Nachrichtenagentur dpa die n&auml;chste Wendung in der Terror-Geschichte. Wie die&nbsp;SWR-Sendung &ldquo;Report Mainz&rdquo; berichtet, h&auml;lt das BKA die Terrorwarnungen durchaus f&uuml;r &ldquo;grunds&auml;tzlich glaubw&uuml;rdig&rdquo;. Laut einem internen Papier des BKA, aus dem &ldquo;Report Mainz&rdquo; zitiert, liegen dem BKA Hinweise vor, wonach Terroristen Sturmangriffe oder Bombenanschl&auml;ge auf Weihnachtsm&auml;rkte und den Bundestag planen w&uuml;rden. Als Quelle werden neben einem Al-Kaida-Aussteiger auch der US-Geheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/web.de\/magazine\/nachrichten\/deutschland\/11617124-verwirrung-um-terrorwarnungen.html\">Web.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich sa&szlig; gestern von Istanbul kommend fast 4 Stunden im Flugzeug. Mangels Alternative konnte ich nur die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung von vorne bis hinten durchlesen. Aufmacher: &bdquo;Polizei r&uuml;stet sich f&uuml;r Anschlag&ldquo;, Seite 2 ganzseitig: &bdquo;Warum wird einer Islamist?&ldquo;, Seite 3 ganzseitig &bdquo;Die Terroristen k&ouml;nnten schon da sein&ldquo;.<\/em> <\/p>\n<p><em>Ich kam aus der T&uuml;rkei und es waren viele orientalische Flugg&auml;ste an Bord. Da musste ich in der F.A.S. lesen: &bdquo;Terrorgefahr konkret wie nie.&ldquo;, die &bdquo;deutlichste Terrorwarnung in der Geschichte der Bundesrepublik&ldquo; oder &bdquo;Der 22. November ist der Tag an dem eine Gruppe von Terroristen in Deutschland einreisen soll, um hier ein Blutbad anzurichten.&ldquo;<\/em> <\/p>\n<p><em>Ich muss zugeben, dass ich nach der Lekt&uuml;re dieser Artikel bei mir selbst gegen das aufkommende Gef&uuml;hl ank&auml;mpfen musste, jeder mit einer orientalischen Kopfbedeckung, einem Vollbart oder einem baumwollenen Hemdenanzug k&ouml;nnte in seiner Plastikt&uuml;te ein P&auml;ckchen Sprengstoff mit sich f&uuml;hren. Und das, obwohl ich nun mehrere Tage die Freundlichkeit, die Hilfsbereitschaft und die Friedfertigkeit von Menschen dieser &auml;u&szlig;eren Erscheinung erfahren hatte, obwohl ich viele Moscheen besucht hatte und dabei eine unverkrampfte Fr&ouml;mmigkeit (es war gerade der h&ouml;chste Feiertag der Muslime, das &bdquo;Opferfest&ldquo;) von Muslimen erlebt hatte.<\/em> <\/p>\n<p><em>Wie muss eine solche Berichterstattung erst auf Menschen wirken, die keine ganz &uuml;berwiegend so angenehmen Erfahrungen mit orientalischen bzw. islamischen Menschen gemacht haben, denen die M&uuml;tzen oder der Hemdenanzug oder der Vollbart und dazu noch die Sprache einfach nur fremd sind. Sie m&uuml;ssen doch in einen Angstreflex verfallen oder gar einen wahnhaften Angstzustand geraten, aus dem sie sich rational oder aufgrund von Erfahrung gar nicht mehr befreien k&ouml;nnen.<\/em> <\/p>\n<p><em>Nun will ich die Bedrohung durch Terroristen wirklich nicht verharmlosen, was ich anprangere ist eine Berichterstattung &uuml;ber Terrorismus, die sich nachrichtlich auf &bdquo;Sicherheitskreise&ldquo;, auf &bdquo;Terrorismus-Fachm&auml;nner&ldquo;, auf anonyme &bdquo;Beh&ouml;rden&ldquo; oder auf nicht n&auml;her qualifizierte Quellen des Bundeskriminalamtes st&uuml;tzt. Warum werden nicht wenigstens die deutschen Quellen benannt? &bdquo;Stecken&ldquo; die Informanten ihre Hinweise unerlaubterweise an die Presse durch? Wo bleibt dann die Intervention der jeweiligen Beh&ouml;rdenleiter? Wie sollen Sicherheitsbeh&ouml;rden ihre Aufkl&auml;rungsarbeit verrichten, wenn die angeblichen Attent&auml;ter ihr Einreisedatum, ihren Anreiseweg oder ihre Anschlagsziele vorher in der Zeitung nachlesen k&ouml;nnen?<br>\nMan stelle sich nur f&uuml;r einen Augenblick vor, welcher Aufschrei durchs Land ginge, wenn aus Finanz&auml;mtern solche Indiskretionen &uuml;ber das Steuergebaren von Steuerhinterziehern in die Medien gerieten.<\/em> <\/p>\n<p><em>Jeder der aus einer Sicherheitsbeh&ouml;rde solche Informationen preisgibt, gef&auml;hrdet die Sicherheit, weil er potentielle Terroristen vorwarnte. Hier m&uuml;ssten die Geheimdienstchefs oder der Chef des BKA zur Verantwortung gezogen werden, dass ihre Beh&ouml;rden ein Sicherheitsrisiko f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung darstellen.<\/em>  <\/p>\n<p><em>Da werden in den Medien Terrorszenarien, wie etwa ein &bdquo;Mumbai-Anschlag&ldquo;, irgendwelche Videos oder &bdquo;Brosch&uuml;ren&ldquo; die der Al Quaida (was ist das eigentlich) zugeschrieben werden &uuml;ber verr&uuml;ckteste Anschlagsszenarien zur Nachricht erhoben (an einem Pick-UP-Gel&auml;ndewagen sollen &bdquo;vorne, hinten und auf beiden Seiten Stahlklingen, am besten von einem Metzger&ldquo; angebracht werden). Halten solche Journalisten (die sich h&auml;ufig noch &bdquo;Terrorexperten&ldquo; nennen lassen) wirklich gef&auml;hrliche Attent&auml;ter f&uuml;r tats&auml;chlich so doof? Wo bleibt da ihre sonstige Skepsis gegen&uuml;ber Interneteintr&auml;gen, wo bleibt die Quellenangabe?<\/em><\/p>\n<p><em>Statt recherchiert, wird kolportiert.<\/em> <\/p>\n<p><em>Bei der Ankunft betrat ich einen Polizeistaat. Schon an der Gangway Polizisten mit Maschinengewehr als Passkontrolle. Nochmalige Passkontrolle im Flughafengeb&auml;ude, lange Schlangen davor, Polizisten mit schusssicheren Westen und mit der Waffe im Anschlag dahinter. Als ganz normaler Fluggast musste man nicht etwa das Gef&uuml;hl von Sicherheit sondern den Eindruck bekommen, man sei ein verd&auml;chtiger Schwerverbrecher.<\/em><\/p>\n<p><em>An der Gep&auml;ckausgabe habe ich mit einzelnen (deutschen) Mitreisenden gesprochen. Die meisten hatten Angst. Angst von einem islamischen Land kommend nach Deutschland einzureisen, weil es dort angeblich eine Bedrohung durch Islamisten gibt.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie es dazu kommt, dass in Deutschland &ndash; wenn man den Medienberichten folgt &ndash; &bdquo;die deutlichste Terrorwarnung in der Geschichte&ldquo; ausgegeben werden musste, wird von niemand gefragt. Die Frage nach den Ursachen war auch der F.A.S. keine einzige Zeile wert.<\/em> <\/p>\n<p><em>&Uuml;brigens: Im gesamten ersten Teil ging es au&szlig;er in der Anzeige der Kanzlerin nicht um Finanz-, Bildungs-, Energie- oder Gesundheitspolitik. Die Terrorgefahr und die neue Sicherheitsstrategie der NATO verdr&auml;ngen alle Probleme, die die Menschen in ihrem Alltag ber&uuml;hren.<br>\nAngst macht eben blind. Blind auch vor Telefon&uuml;berwachung, Online-Durchsuchung, Datenspeicherung und Fingerabdr&uuml;cken.<br>\nUnd das ist wohl der Sinn, warum Angst gesch&uuml;rt wird.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Terror und die deutschen Medien<\/strong><br>\nGeht es nach den Aussagen von Innenminister Thomas de Maiziere, sollte den Deutschen sp&auml;testens letzte Woche klar geworden sein, dass der Terror auch in ihrem Land lauert. Bei der Verbreitung der bevorstehenden Terrorgefahr, fanden die politischen Entscheidungstr&auml;ger willf&auml;hrige Verb&uuml;ndete: die Medien.<br>\nAus dem B&uuml;ndnis zwischen Politikern und Journalisten heraus folgte eine Medienberichterstattung, die eine ihrer Kernaufgabe in weiten Teilen nicht mehr erf&uuml;llte: n&auml;mlich Informationen nach journalistischen Gesichtspunkten wie Abgewogenheit und kritischer Distanz aufzubereiten und den Rezipienten zug&auml;nglich zu machen.<br>\nSpekulationen ersetzten die harten Fakten, Terrorhysterie verdr&auml;ngte Sachlichkeit. Im Zentrum der medialen Berichterstattung der vergangenen Tage stand eine Bombe, die keine war, sowie ein Terrordiskurs, in dem der Konjunktiv &uuml;ber die Grenzen des journalistisch Zumutbaren strapaziert wurde. Eine Auseinandersetzung mit der &ldquo;Terrorberichterstattung&rdquo; der deutschen Medien stimmt nachdenklich: Sollte es in Deutschland tats&auml;chlich zu den angek&uuml;ndigten Terroranschl&auml;gen kommen, ist mit einer Presse zu rechnen, die eine noch st&auml;rkere Allianz mit dem politischen Feld eingehen wird, als sie es im Vorfeld bereits getan hat. Es sind fatale Konsequenzen f&uuml;r die Berichterstattung zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/33\/33702\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Irland-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Irischer Ministerpr&auml;sident k&uuml;ndigt Neuwahlen an<\/strong><br>\nIrland steckt nach dem Antrag auf Milliardenhilfen bei der EU in einer tiefen Regierungskrise. Ministerpr&auml;sident Brian Cowen k&uuml;ndigte am Montagabend vorgezogene Neuwahlen an. Er werde das Parlament aufl&ouml;sen, sobald der Haushalt f&uuml;r 2011 verabschiedet worden sei, sagte Cowen in Dublin. Seinen sofortigen R&uuml;cktritt schloss er aber aus.<br>\nDie Regierung will das Budget f&uuml;r das kommende Jahr am 7. Dezember vorlegen, die Abgeordneten werden dann Anfang Januar dar&uuml;ber abstimmen. Cowens Koalitionspartner, die gr&uuml;ne Partei, hatte vorgezogene Neuwahlen in der zweiten Januar-H&auml;lfte gefordert. Dieser Schritt w&uuml;rde politische Gewissheit schaffen, sagte Gr&uuml;nen-Chef John Gormley. Die B&uuml;rger f&uuml;hlten sich &ldquo;get&auml;uscht und verraten&rdquo;. Cowens wirtschaftsliberale Fianna-F&aacute;il-Partei regiert mit den Gr&uuml;nen und der Unterst&uuml;tzung von Parteilosen. Die Regierung hat derzeit nur eine knappe Mehrheit von drei Stimmen im Unterhaus. Die Gr&uuml;nen stellen sechs Abgeordnete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,730555,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank(en)rettung auf Irisch<\/strong><br>\nDie Ackerm&auml;nner dieser Republik k&ouml;nnen zufrieden sein. Irland wird jetzt doch als erstes Land unter den EU-Rettungsschirm kriechen. Damit werden den maroden irischen Banken weitere zig Milliarden in den Rachen geworfen. [&hellip;]<br>\nDie irischen Staatsfinanzen waren bis 2007 musterg&uuml;ltig &ndash; es gab sogar Jahre mit &Uuml;bersch&uuml;ssen im Staatshaushalt. Auch die Leistungsbilanz war bis 2005 ausgeglichen. Das Land galt als &ldquo;keltischer Tiger&rdquo;, der in kurzer Zeit seinen historischen R&uuml;ckstand aufholte.<br>\nMit Steuerdumping und Sonderwirtschaftszonen wurden Unternehmen und Kapital ins Land gezogen. Insbesondere Pharma- und IT-Unternehmen verlegten ihre Zentralen nach Irland. Neben Produktionsst&auml;tten ging es vor allem darum, Steuern im Heimatland zu vermeiden. Der Steuersatz von 12,5 Prozent war lange Zeit konkurrenzlos niedrig. [&hellip;]<br>\nObwohl Irland 2006 noch einen ausgeglichenen Staatshaushalt hatte, schie&szlig;t jetzt das Defizit auf 32 Prozent des Bruttoinlandsproduktes! Der Schuldenstand &ndash; vor wenigen Jahren 25 Prozent &ndash; betr&auml;gt dieses Jahr fast 110 Prozent. Ein gigantischer &ouml;konomischer Absturz!<br>\nDie EU zwingt Irland jetzt einen massiv versch&auml;rften K&uuml;rzungskurs auf. Da passt schon Sch&auml;uble auf! Jetzt soll bei den Kindern, beim Arbeitslosengeld, bei den Renten zus&auml;tzlich &ldquo;gespart&rdquo; werden. Die Geh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Dienst wurden bereits um 15 Prozent gek&uuml;rzt. Hingegen wird das irische Steuerdumping weiterhin toleriert.<br>\nDie Irland aufgezwungene Hilfe ist wie ein Rettungsring aus Blei. So wird das Land erst richtig nach unten gezogen. Das Beispiel Griechenlands zeigt wohin solche Rettungsringe f&uuml;hren: Dieses Jahr geht es dort mit fast f&uuml;nf Prozent in den Keller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/kommentar-deutsche-bankenrettung-auf-irisch.html\">Michael Schlecht<\/a><\/li>\n<li><strong>Lieber Unternehmen als W&auml;hler schonen<\/strong><br>\nGestern Abend traf die irische Regierung die historische Entscheidung, ein Hilfspaket &uuml;ber mehrere Milliarden von ihren EU-Partnern anzunehmen. Diese hoffen, mit dem Schritt ein &Uuml;bergreifen der Krise auf andere L&auml;nder der Eurozone wie Portugal und Spanien verhindern zu k&ouml;nnen. Dabei ist es Dublin gelungen, seine mit 12,5 Prozent &auml;u&szlig;erst wettbewerbsf&auml;hige Unternehmenssteuer zu retten &ndash; die Frage sei bei den direkten Verhandlungen gar nicht aufgekommen, so Premierminister Brian Cowen. Die niedrige Steuer gilt als entscheidender Faktor f&uuml;r die ausl&auml;ndischen Direktinvestitionen in der Republik Irland. Selbst im Rezessionsjahr 2010 haben ausl&auml;ndische Hi-Tech-Unternehmen 7.000 neue Arbeitspl&auml;tze auf der Insel geschaffen und Irland so zu einer ausgeglichenen Zahlungsbilanz verholfen. Die drohende Erh&ouml;hung hatte angeblich zu Warnungen seitens Microsoft, Intel und anderer, in Irland ans&auml;ssiger Unternehmen gef&uuml;hrt. Im Vorfeld war viel &uuml;ber m&ouml;gliche weitere Bedingungen f&uuml;r ein Rettungspaket spekuliert worden, nachdem Irland bereits erhebliche Sparma&szlig;nahmen ergriffen hatte, um weiterhin Geld auf dem Rentenmarkt leihen zu k&ouml;nnen. Finanzminster Brian Lenihan wies darauf hin, die Zinsen, die Irland nun zu zahlen habe, w&uuml;rden &bdquo;viel geringer&ldquo; ausfallen, als wenn es sich das Geld an den internationalen Finanzm&auml;rkten leihen m&uuml;sste, wo der Republik gegenw&auml;rtig neun Prozent in Rechnung gestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1046-standortfaktor-unternehmessteuer\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<p><strong>Dazu:<\/strong> <\/p>\n<li><strong>&ldquo;Bald kein Niedrigsteuerland mehr &hellip;&rdquo;<\/strong><br>\nWelche Risikoaufschl&auml;ge Irland zahlen muss, oder welche sonstigen finanz- und wirtschaftspolitischen Begleitma&szlig;nahmen die Euro-Experten verlangen, dar&uuml;ber gibt es nur Spekulationen. Deutschland will nach den Worten von Au&szlig;enamtsstaatssekret&auml;r Werner Hoyer &ndash; er vertrat Montag Au&szlig;enminister Guido Westerwelle beim Ministerrat &ndash; in jedem Fall &ldquo;&uuml;ber die niedrige irische K&ouml;rperschaftssteuer reden&rdquo;. Ein Sprecher Rehns sagte zu diesem Thema, es sei &ldquo;wahrscheinlich, dass Irland kein Niedrigsteuerland mehr sein wird&rdquo;. Die Frage ist, ob und wie konkret dies von den Experten im Ma&szlig;nahmenpakt festgeschrieben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1289608488169\/Irland-Bald-kein-Niedrigsteuerland-mehr-\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da steht dann wohl Aussage gegen Aussage. Es ist nat&uuml;rlich verst&auml;ndlich, dass Westerwelle und Hoyer die Iren zu einer Anhebung der K&ouml;rperschaftssteuer antreiben wollen, schlie&szlig;lich leidet auch (aber nicht nur) Deutschland unter dem Steuerdumping der Iren. Umso erstaunlicher, dass dieses Thema offensichtlich bei den direkten Verhandlungen &uuml;berhaupt nicht zur Sprache kam. Ferner stellt sich die Frage, wie Irland &uuml;berhaupt Pl&auml;ne f&uuml;r eine Haushaltskonsolidierung aufstellen will, ohne die Steuern zu erh&ouml;hen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Portugal steht vor dem Kollaps<\/strong><br>\n&ldquo;Ich glaube, es wird noch schlimmer als in Griechenland&rdquo;, sagt ein Banker. Jeden Tag verschwinden in Portugal &uuml;ber 200 Arbeitspl&auml;tze, jeden Tag geht ein neues Unternehmen pleite. Immer mehr r&uuml;ckt das Land ins Zentrum der Euro-Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/portugal-steht-vor-dem-kollaps\/3089158.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanzkrise kostet jeden Deutschen im Schnitt mehr als 9.000 Euro<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat der deutschen Wirtschaft enorme Kosten beschert. Besonders ins Gewicht f&auml;llt dabei der Verlust an Wirtschaftsleistungen in den Jahren 2009 und danach. Je nach Annahmen &uuml;ber den weiteren Erholungspfad summieren sich diese Verluste in den wahrscheinlichsten Szenarien auf 740 Milliarden Euro bis etwa 2.200 Milliarden Euro. Dies entspricht Kosten von 9.000 Euro bis etwa 27.000 Euro f&uuml;r jeden Deutschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/07548.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 115 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-&bdquo;Binnenmarktakte&ldquo;: Binnenmarkt reloaded<\/strong><br>\nEnde Oktober stellte die Kommission die sogenannte &bdquo;Binnenmarktakte&ldquo; (benannt in Anlehnung an die &bdquo;Einheitliche Europ&auml;ische Akte&ldquo;) vor, mit der der Binnenmarkt bis zu seinem 20. Geburtstag im Jahr 2012 &bdquo;wiederbelebt&ldquo; und ein neuer Wachstumsschub ausgel&ouml;st werden soll. Anstelle der damaligen 222 stellt die Kommission nun zwar nur 50 Initiativen vor, die Richtung ist jedoch die gleiche wie in und seit den 80ern: Mehr Liberalisierung, mehr Deregulierung, mehr Privatisierung. Wenngleich die dahinter stehenden Vorhaben (sofern sie, wie in einigen F&auml;llen, nicht bereits begonnen wurden) meist nur wolkig umschrieben sind und erst in den n&auml;chsten zwei Jahren konkretisiert werden sollen, wird an vielen Stellen bereits deutlich, welchen Sprengstoff diese Vorschl&auml;ge bergen und wie genau man ihre Ausgestaltung im Auge behalten, kritisch begleiten oder oft wohl auch bek&auml;mpfen muss.<br>\nSo geht es unter anderem darum, den Binnenmarkt f&uuml;r Dienstleistungen zu vertiefen, den Verkehrssektor weiter zu liberalisieren und den Energiebinnenmarkt voranzutreiben&hellip;Auch die angek&uuml;ndigten Initiativen im Bereich der Daseinsvorsorge und der m&ouml;glichen Ausschreibungspflicht von Dienstleistungskonzessionen (um private Mittel in &ouml;ffentliche Infrastruktur zu lenken) l&auml;sst Bef&uuml;rchtungen aufkommen, dass noch mehr &ouml;ffentliche Aufgaben wie Hafendienste, Wasserversorgung oder m&ouml;glicherweise auch soziale Dienste dem privaten Sektor &uuml;bertragen und somit dem Gewinnmaximierungsstreben ausgesetzt werden. Auch die Initiativen f&uuml;r soziales Unternehmertum und innovative Unternehmensprojekte im sozialen Bereich erleichtern Privatisierungen der sozialen Dienste und &ouml;ffnen sie noch st&auml;rker f&uuml;r Investitionen des Finanzmarkts. Die zumeist an h&ouml;heren Kosten und unzureichender Transparenz gescheiterten &Ouml;ffentlich-privaten Partnerschaften sollen durch die Binnenmarktakte einen deutlichen Schub bekommen. Im Bereich der Unternehmenssteuern soll eine st&auml;rkere Harmonisierung der Bemessungsgrundlagen erfolgen, nicht jedoch der Steuers&auml;tze &ndash; was durch die h&ouml;here Transparenz zu einer deutlichen Versch&auml;rfung des Steuerwettbewerbs f&uuml;hren wird. Dies d&uuml;rfte durchaus im Sinne des Oberziels der &bdquo;g&uuml;nstigen rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen f&uuml;r Unternehmen&ldquo; sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/06-2010\/++co++35c34b8e-f630-11df-74cc-001ec9b03e44%20\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Insider-Verdacht an der Wall Street &ndash; &ldquo;Wie ein Raub&uuml;berfall&rdquo;<\/strong><br>\nDer Wall Street droht der gr&ouml;&szlig;te Insider-Skandal ihrer Geschichte. Dutzende Firmen sollen sich illegal Spekulationsvorteile verschafft haben. Manche Branchenvertreter halten die Vorw&uuml;rfe f&uuml;r &uuml;berzogen &ndash; der Handel mit geheimen Informationen geh&ouml;re nun mal zum Gesch&auml;ft. [&hellip;]<br>\nAm Montag best&auml;tigte das FBI Razzien bei zwei Hedgefonds, Diamondback Capital Management und Level Global Investors. Level best&auml;tigte die Durchsuchungen. Weitere offizielle Informationen gab es aber nicht. Das Ausma&szlig; der dr&auml;uenden Klagewelle beunruhigt selbst die Wall Street, f&uuml;r die Insider-Handel kaum ein neues Ph&auml;nomen ist. Die Straf- und Zivilverfahren, die vom FBI, der New Yorker Staatsanwaltschaft und der US-B&ouml;rsenaufsicht SEC gemeinsam gef&uuml;hrt w&uuml;rden, seien das Ergebnis dreij&auml;hriger Ermittlungen, hei&szlig;t es. Sie betr&auml;fen Firmenberater, Investmentbanker, Hedgefonds- und Investmentfonds-Manager sowie B&ouml;rsenanalysten &ldquo;im ganzen Land&rdquo;. Auch die Wall-Street-Bank Goldman Sachs und die Deutsche Bank  werden genannt, jedoch ohne konkretere Angaben.<br>\nDen Recherchen zufolge zielen die Anklagen auf ein gigantisches, weitverzweigtes Netzwerk aus &ldquo;mehreren Insider-Handel-Ringen&rdquo;, die Millionensummen erschwindelt h&auml;tten &ndash; zu Lasten von Laien-Investoren. Im Mittelpunkt dieses Netzwerks stehe die 1,7 Billionen Dollar schwere Hegdefonds-Branche. &ldquo;Falls sich die Ermittlungen best&auml;tigen, k&ouml;nnten sie eine Kultur des tiefgreifenden Insider-Handels an den US-Finanzm&auml;rkten enth&uuml;llen&rdquo;, so das &ldquo;WSJ&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,730532,00.html\">SPIEGEL online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Exporte um jeden Preis? Zur Diskussion um das deutsche Wachstumsmodell<\/strong><br>\nDer deutsche Drang nach Export&uuml;bersch&uuml;ssen ist problematisch, f&uuml;r das Land selbst und seine europ&auml;ischen Nachbarn. Zu kritisieren ist vor allem die ihnen zugrunde liegende Lohn- und Wirtschaftspolitik, denn die &Uuml;bersch&uuml;sse wurden ma&szlig;geblich durch geringe Lohnsteigerungen und ein Zur&uuml;ckbleiben staatlicher Ausgaben beg&uuml;nstigt. Folge war einerseits ein Anstieg der preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit, andererseits eine Schw&auml;chung der Binnendynamik und des gesamtwirtschaftlichen Wachstums. Diese Politik schadete zugleich den Euro-Mitgliedsl&auml;ndern.<br>\nDiese weisen spiegelbildlich einen Verlust an internationaler Wettbewerbsf&auml;higkeit, steigende Handelsdefizite und eine zunehmende Auslandsverschuldung auf. Statt einer &uuml;berzogenen Sparpolitik, die die Verschuldungskrise weiter versch&auml;rft, br&auml;uchten diese L&auml;nder neue Wachstumsimpulse &uuml;ber Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse zum Abbau ihrer hohen gesamtwirtschaftlichen Schuldenquoten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/07529.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF 108 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundesagentur bedauert K&uuml;rzungen<\/strong><br>\nIn Ostdeutschland sei die Nachfrage nach Ein-Euro-Jobs deutlich gr&ouml;&szlig;er als das Angebot, sagt BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Die geplante Streichung vieler dieser Ma&szlig;nahmen werde die soziale Lage vieler Langzeitarbeitsloser weiter verschlechtern.<br>\nDie geplante Streichung zahlreicher Ein-Euro-Jobs im kommenden Jahr st&ouml;&szlig;t in der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) auf Kritik. Auch wenn die Arbeitslosenstatistik dadurch m&ouml;glicherweise &bdquo;noch etwas ehrlicher&ldquo; werde, werde sich die soziale Lage vieler Langzeitarbeitsloser verschlechtern, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt der Zeitschrift &bdquo;Super Illu&ldquo; laut einem am Sonntag vorab ver&ouml;ffentlichten Interview. Alt wies zugleich Einw&auml;nde zur&uuml;ck, wonach die Ein-Euro-Jobs h&auml;ufig eine billige Konkurrenz f&uuml;r regul&auml;re Jobs sind, nur wenige Erwerbslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt bringen und darum g&auml;nzlich abgeschafft werden sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/bundesagentur-bedauert-kuerzungen\/-\/1472780\/4856880\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dass Ein-Euro-Jobs sehr wohl regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze verdr&auml;ngen und Langzeitarbeitslose nur selten in den ersten Arbeitsmarkt bringen, wissen nicht Nachdenkseiten-Leser, sondern <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hartz-iv-regierung-stellt-ein-euro-jobs-in-frage-1.1024224\">auch der Bundesrechnungshof<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rente mit 67? Aber gerne!<\/strong><br>\nArbeiten bis 67 &ndash; f&uuml;r viele Arbeitnehmer ist das ein Alptraum. Doch nicht f&uuml;r alle: Eine neue Generation von Alten mischt gerne l&auml;nger mit. Auch im Berufsleben.<br>\nDietrich Wagner, 66, ist zum Symbol geworden. Das hat er so nicht gewollt &ndash; und die Konsequenzen wird er bis an sein Lebensende sp&uuml;ren. Aber das Foto, das ihn mit blutenden Augen zeigt, steht f&uuml;r den Protest gegen Stuttgart 21. Neben Sch&uuml;lern, Studenten und jungen Familien demonstrieren in diesem Herbst auffallend viele Grauhaarige gegen den Bahnhofsumbau in der baden-w&uuml;rttembergischen Landeshauptstadt. Wissenschaftler und Journalisten diskutieren nun &uuml;ber das Ph&auml;nomen der in die Jahre gekommenen Protestler, die jegliche Ver&auml;nderung ablehnen, oder revolution&auml;re Geister, die gegen die Staatsmacht aufbegehren. [&hellip;]<br>\nWas spricht also dagegen auch l&auml;nger zu arbeiten? Seit Jahren debattiert das Land &uuml;ber die Rente mit 67. F&uuml;r viele Menschen ist es ein Alptraum, l&auml;nger zu arbeiten. Doch muss das immer so bleiben? Eine neue Generation von Alten k&ouml;nnte schon bald heilfroh sein, wenn sie l&auml;nger im Job bleiben kann. Denn Arbeit bedeutet auch: Man nimmt aktiv am gesellschaftlichen Leben Teil, man tut etwas Sinnvolles. [&hellip;]<br>\nIn der Welt der Schauspieler und Musiker hat sich der Wandel l&auml;ngst vollzogen. Marius M&uuml;ller-Westernhagen, 61, war gerade auf Tournee, Annette Humpe vom Duo Ich+Ich feierte Ende Oktober ihren 60. Geburtstag und hat in j&uuml;ngster Zeit ein paar erfolgreiche Hits abgeliefert. Iris Berben, 60, und Hannelore Hoger, 68, d&uuml;rfen selbst in der &ouml;ffentlich-rechtlichen Samstagabend-Unterhaltung ein Liebesleben haben. Als Inge Meysel und Heidi Kabel im gleichen Alter waren, undenkbar. [&hellip;] Die ersten Generationen, die signifikant von einem sp&auml;teren Renteneintritt betroffen sein werden, sind die in den f&uuml;nfziger und sechziger Jahren Geborenen. Viele von ihnen waren in den siebziger und achtziger Jahren an der Uni &ndash; dem Zeitalter der Bummelstudenten, als man sich mit dem Abschluss gerne auch schon mal bis 30 Zeit lie&szlig;. In diesen Generationen haben sich auch andere Lebensabschnitte deutlich nach hinten verschoben: Heiraten etwa oder die Geburt des ersten Kindes. Da ist ein sp&auml;terer Eintritt ins Rentenalter nur konsequent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,724295,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man muss die SPIEGEL-Online-Redakteurin Lisa Erdmann wahrlich um ihr klares und einfaches Weltbild beneiden. Erst Bummelstudent und dann revolution&auml;rer Greis, der gegen die Staatsmacht aufbegehrt &ndash; so geht das ja nun nicht, lieber Rentner in spe! Wer demonstrieren kann, kann auch arbeiten. Schlie&szlig;lich ist f&uuml;r viele Schauspieler und Musiker mit 66 Jahren auch noch lange nicht Schluss. Im Gegenteil, die kommenden Senioren k&ouml;nnten, so wei&szlig; Frau Erdmann, sogar froh sein, wenn sie nicht in Rente gehen m&uuml;ssen, schlie&szlig;lich tun sie so ja was Sinnvolles. Ob der Bandarbeiter, die Klofrau oder die Politesse nun so viel Sinn in ihrer Arbeitst&auml;tigkeit sehen, spielt da ebenso wenig eine Rolle, wie die Frage, ob k&ouml;rperlich anspruchsvolle T&auml;tigkeiten &uuml;berhaupt von Senioren ausge&uuml;bt werden k&ouml;nnen. Schlie&szlig;lich macht uns Jopi Heesters ja vor, dass man auch mit 106 Jahren noch fr&ouml;hlich seine Arbeit verrichten kann. Wenn man aus einem fernen Land kommt und Erdmanns Artikel liest, k&ouml;nnte man glatt glauben, die Deutschen werden zwangsverrentet. Dem ist nat&uuml;rlich nicht so, jeder Rentner kann auch heute schon so lange arbeiten, wie er Lust und Laune hat, womit der Inhalt des Artikels schon einmal nicht stichhaltig ist. Wahrscheinlich war der Artikel ohnehin als Glosse gedacht und der Chef vom Dienst hat ihn lediglich versehentlich im Politik-Ressort eingestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit von &Auml;lteren um 50 Prozent h&ouml;her als offiziell benannt<\/strong><br>\nBundesregierung rechnet 149.000 &auml;ltere Arbeitslose aus Statistik. Renten-Experte R&uuml;rup fordert Gesetzes&auml;nderung und &ldquo;statistische Ehrlichkeit&rdquo;.<br>\nDie tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit bei &auml;lteren Arbeitslosen &uuml;ber 58 Jahren ist um etwa 50 Prozent h&ouml;her als aus der offiziellen Zahl der Bundesregierung hervorgeht. Das belegen Berechnungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die dem ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ vorliegen.<br>\nDemnach werden zurzeit rund 149.000 Arbeitslose &uuml;ber 58 Jahren nicht in der offiziellen Arbeitslosenzahl (Oktober 2010: 2,95 Mio.) ber&uuml;cksichtigt. Der Grund: 63.000 &uuml;ber 58-J&auml;hrige sind mit &ldquo;arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen&rdquo; besch&auml;ftigt. Dazu geh&ouml;ren u.a. Bewerbungstraining oder Existenzgr&uuml;ndungsf&ouml;rderung. Sie stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verf&uuml;gung und gelten somit nicht als arbeitslos. Hinzu kommen 85.960 Langzeitarbeitslose (Stand: Oktober 2010), die aufgrund einer &ldquo;vorruhestands&auml;hnlichen Regelung&rdquo; aus den offiziellen Arbeitslosenzahlen herausfallen.<br>\nSo waren im Oktober 2010 nicht nur 302.970 &uuml;ber 58-J&auml;hrige ohne Job, sondern tats&auml;chlich rund 450.000. Das sind fast 50 Prozent mehr.<br>\nDie Zahl der &auml;lteren Langzeitarbeitslosen, die unter die sogenannte &ldquo;vorruhestands&auml;hnliche Regelung&rdquo; fallen, steigt zudem stark an. Wurden im Oktober 2009 noch 45.009 Langzeitarbeitslose aus der offiziellen Arbeitslosenzahl heraus gerechnet, sind es heute bereits  85.960.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/presse\/-\/id=1197424\/nid=1197424\/did=7195626\/12rpb9r\/index.html_1290450173\">Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wenn Krankheit in den Ruin f&uuml;hrt<\/strong><br>\n100 Millionen Menschen rutschen jedes Jahr in die Armut ab, weil sie nicht krankenversichert sind &ndash; nicht nur in Entwicklungsl&auml;ndern. Kritik &uuml;bt die WHO auch an der Politik der schwarz-gelben Koalition in Berlin.<br>\nDie von der schwarz-gelben Koalition forcierten Vorkasse-Tarife in der gesetzlichen Krankenversicherung sto&szlig;en bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Kritik. Im Weltgesundheitsbericht, der heute ver&ouml;ffentlicht wurde, hei&szlig;t es, derartige Zahlungssystem f&uuml;hrten in der Regel zur Verschwendung und zur &Uuml;berversorgung.<br>\nAls Grund nennt die WHO die bei diesen Modellen fehlende Kostensteuerung durch die Krankenkassen. Die Organisation pl&auml;diert stattdessen f&uuml;r Systeme, bei denen es m&ouml;glichst keine direkten Finanzbeziehungen zwischen &Auml;rzten und Patienten gibt.<br>\nAus dem Bericht, der sich mit der Finanzierung der Gesundheitssysteme weltweit besch&auml;ftigt, geht hervor, dass j&auml;hrlich 100 Millionen Menschen in Armut abrutschen, weil sie nicht krankenversichert sind. Die unzureichende Finanzierung der Gesundheitsversorgung sei nicht nur ein Problem von Entwicklungsl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/wenn-krankheit-in-den-ruin-fuehrt\/-\/1472596\/4859604\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Patientengruppen: Fragw&uuml;rdiges Finanzgebaren<\/strong><br>\nDie Grenzen zwischen Interessenvertretern von Patienten und der Pharmaindustrie verwischen zusehends. Beleg hierf&uuml;r ist das Sponsoring von Patientenorganisationen durch Pharmafirmen. Politiker fordern mehr Unabh&auml;ngigkeit und Transparenz. [&hellip;]<br>\nEinen weiteren Beleg daf&uuml;r, dass Patientenvereinigungen, die bei wichtigen EU-Institutionen lobbyieren und so politische Entscheidungen beeinflussen, von der Pharmaindustrie gesponsert werden, liefert eine aktuelle Studie des internationalen Gesundheitsnetzwerks Health Action International (HAI). Demnach erhielten zwei Drittel der Patientenorganisationen, die mit der Europ&auml;ischen Arzneimittelbeh&ouml;rde (EMA) in London zusammenarbeiten, in den Jahren 2006 bis 2008 Gelder von Pharmaunternehmen. Die Zusch&uuml;sse machten zwei bis 99 Prozent des Finanzierungsvolumens der einzelnen Gruppen aus.<br>\nHAI hatte 23 Organisationen befragt und im Internet nach weiteren Informationen gesucht. Heraus kam auch, dass der Anteil der Sponsorengelder von Jahr zu Jahr gestiegen war. Lagen die Zusch&uuml;sse 2006 bei durchschnittlich 185 500 Euro, betrugen sie 2008 bereits 321 230 Euro. Weniger als die H&auml;lfte der Vereinigungen hatten die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Sponsoren und die H&ouml;he der Zuwendungen informiert. Dabei verlangen die Verfahrensregeln der EMA, dass Patientenvertretungen, die mit der Beh&ouml;rde zusammenarbeiten, ihre Finanzierung offenlegen. Das betrifft sowohl die Nennung der Finanzierungsquellen als auch Angaben &uuml;ber die H&ouml;he des Sponsorings und dessen Anteil am Finanzierungsvolumen.<br>\nZu &auml;hnlichen Ergebnissen wie HAI kam auch das europ&auml;ische Analyseinstitut Corporate Europe Observatory (CEO). Einer CEO-Studie zufolge werden mehr als die H&auml;lfte der mit der EMA kooperierenden Patientenorganisationen von der Industrie finanziell unterst&uuml;tzt. Dies gilt beispielsweise f&uuml;r die International Alliance of Patients&rsquo; Organizations (IAPO). Die Vereinigung erhielt zum Untersuchungszeitpunkt 97 Prozent ihrer Mittel von Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft, darunter Pfizer, Glaxosmithkline und andere gro&szlig;e Pharmakonzerne.<br>\nDas European Patients&rsquo; Forum (EPF), dem 44 Patientenorganisationen angeh&ouml;ren und das nach eigenen Angaben die Interessen von etwa 150 Millionen Patienten in Europa vertritt, bestritt im selben Zeitraum 88 Prozent seiner Einnahmen &uuml;ber die Industrie. Das EPF ist seit circa vier Jahren erster Ansprechpartner der EU-Kommission bei Fragen rund um den europ&auml;ischen Patienten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/v4\/archiv\/artikel.asp?src=heft&amp;id=79327\">&Auml;rzteblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gemeinwohl hat Vorrang<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung einer B&uuml;rgerversicherung ist verfassungsrechtlich m&ouml;glich &ndash; wenn es dabei um mehr als nur um symbolische Politik geht.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber bei der Ausgestaltung der Sozialversicherung schon immer gro&szlig;en Gestaltungsspielraum gelassen, vor allem wenn es um die Sicherung der Funktionsf&auml;higkeit ging. Die Einf&uuml;hrung einer radikalen Form der B&uuml;rgerversicherung, die wirklich etwas bewirkt, w&auml;re deshalb eher zu rechtfertigen als halbherzige Schritte, die vor allem symbolische Wirkung haben.<br>\nWenn die private Krankenversicherung (PKV) abgeschafft und verboten w&uuml;rde, w&auml;re das ein massiver Eingriff in die Berufs(wahl)freiheit. Dies w&auml;re nur m&ouml;glich zum Schutz eines &ldquo;&uuml;berragenden Gemeinwohlguts&rdquo;. Gutachten m&uuml;ssten dann belegen, dass die gesetzliche Krankenversicherung nur durch Einbeziehung der bisher privat Versicherten funktionsf&auml;hig bleibt. Die H&uuml;rde w&auml;re niedriger, wenn private Kassen nur unter das gemeinsame Dach einer B&uuml;rgerversicherung gezwungen w&uuml;rden. Die Privatkassen m&uuml;ssten dann zwar nach gleichen Regeln wie die gesetzlichen wirtschaften, blieben aber bestehen. Ein solcher Eingriff in die Berufs(aus&uuml;bungs)freiheit kann durch &ldquo;jede vern&uuml;nftige Erw&auml;gung des Gemeinwohls&rdquo; gerechtfertigt werden, so Karlsruhe &ndash; wenn die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Mittel gewahrt bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F11%2F22%2Fa0086&amp;cHash=e045f00df2\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Datteln entzweit das Rot-Gr&uuml;n-B&uuml;ndnis<\/strong><br>\nDie Koalition von Gr&uuml;nen und SPD in Nordrhein-Westfalen steht kurz vor dem Zusammenbruch. Schuld daran ist der umstrittene Bau des Megakraftwerks an Rhein und Ruhr. Das Ende des B&uuml;ndnisses h&auml;tte unabsehbare Folgen. [&hellip;]<br>\nVor rund einem Jahr hatte das Oberverwaltungsgericht M&uuml;nster der Klage eines Bauern recht gegeben und den alten Bebauungsplan wegen zahlreicher Verfahrensm&auml;ngel f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt. Nun kann der RVR entscheiden, ob er es dabei bel&auml;sst oder aber einen neuen Regionalplan entwirft. Die Vorlage f&uuml;r die Sitzung Anfang Dezember sieht vor, den Standort des Kraftwerks nachtr&auml;glich genehmigungsf&auml;hig und den Einsatz von Importkohle m&ouml;glich zu machen. Die Gr&uuml;nen sind entsetzt &uuml;ber die Vorlage mit der SPD-Handschrift. &bdquo;Wir wollen nicht im Interesse von Eon handeln&ldquo;, sagt die Gr&uuml;ne Sabine von der Beck der Frankfurter Rundschau. Notfalls k&ouml;nne die &bdquo;Koalition mit der SPD nicht durchgehalten werden&ldquo;.<br>\nPlatzt Rot-Gr&uuml;n im Essener Ruhrparlament, ist dort politisch nur eine gro&szlig;e Koalition aus SPD und CDU m&ouml;glich. Nach Informationen der FR hat die CDU der SPD schon konkrete Angebote f&uuml;r eine Zusammenarbeit gemacht. &bdquo;Sie sehen ihre Chance gekommen&ldquo;, hei&szlig;t es. Schlie&szlig;lich ist der Vorsitzende der Ruhr-CDU Oliver Wittke zugleich Generalsekret&auml;r der CDU in Nordrhein-Westfalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/datteln-entzweit-das-rot-gruen-buendnis\/-\/1472596\/4856954\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Ungenutzte Macht<\/strong><br>\nKann US-Pr&auml;sident Obama k&auml;mpfen? Leider nicht. Lieber verhandelt er mit sich selbst &ndash; mit d&uuml;rftigen Resultaten. [&hellip;]<br>\nAuch nach den Kongresswahlen hat sich nichts gebessert. Man nehme nur mal die Bemerkungen des Pr&auml;sidenten zu zwei Hauptthemen der vergangenen Tage. Auf dem G20-Gipfel in S&uuml;dkorea, der vorhersehbar unproduktiv ausfiel, forderten China und Deutschland von Obama, er m&ouml;ge die lockere Geldpolitik der US-Zentralbank stoppen. Die ist aber nun mal eine der wenigen verbliebenen M&ouml;glichkeiten, die US-Wirtschaft in Gang zu bringen. Obama h&auml;tte antworten m&uuml;ssen, dass L&auml;nder, die gro&szlig;e Handels&uuml;bersch&uuml;sse produzieren, sich gef&auml;lligst bei der Frage rauszuhalten haben, wie die USA ihre eigene Wirtschaft voranbringen. Aber was hat Obama gesagt? &bdquo;Die Entscheidung war nicht dazu gedacht, die Wechselkurse zu beeinflussen.&ldquo; Das klingt ja enorm k&auml;mpferisch.<br>\nKommen wir zur Steuerfrage. Der Pr&auml;sident sollte die Republikaner daf&uuml;r pr&uuml;geln, dass sie an der Steuersenkung f&uuml;r Reiche festhalten und die Mittelschicht daf&uuml;r bluten lassen wollen. Er k&ouml;nnte herausstellen, dass die Verl&auml;ngerung der Bush&rsquo;schen Steuersenkung f&uuml;r die Reichen ein gewaltiges Etat-Problem verursacht. Stattdessen verhandelt er mal wieder mit sich selbst, bevor er sich mit den Republikanern an einen Tisch setzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/ungenutzte-macht\/-\/1472602\/4857150\/-\/index.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>NATO: Afghanistan f&uuml;r Kinder sicherer als London oder New York<\/strong><br>\nKinder leben nach Ansicht der Nato sicherer in Afghanistan als in London oder New York. In Kabul und in anderen St&auml;dten des Landes gebe es sehr wenige Bomben, sagte der oberste zivile Beauftragte der Nato, Mark Sedwill, in einem Interview f&uuml;r eine Kinder-Nachrichtensendung der BBC, die am Montag ausgestrahlt werden soll. &ldquo;Die Kinder sind hier wahrscheinlich sicherer als in London, New York oder Glasgow oder vielen anderen St&auml;dten.&rdquo; In Kabul lebende Kinder hatten zuvor dem Moderator der Sendung ihre &Auml;ngste geschildert. Sie f&uuml;hlten sich auf den Stra&szlig;en der Stadt unsicher, weil sie Bomben bef&uuml;rchteten.<br>\nDie Kinderrechtsorganisation Safe the Children reagierte emp&ouml;rt auf die Aussagen Sedwills. &ldquo;Eins von f&uuml;nf Kindern stirbt bevor es f&uuml;nf Jahre alt wird. Zu sagen, hier ist es sicherer als in London, New York oder Glasgow ist bescheuert&rdquo;, sagte ein Vertreter der Organisation, der namentlich nicht genannt werden wollte, um offen sprechen zu k&ouml;nnen. Sedwill vermittle ein Bild der Sicherheit, das es nicht gebe. &ldquo;Es ist gef&auml;hrlich f&uuml;r Kinder, es ist ein unsicherer Ort.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDaten der Vereinten Nationen zufolge sind zwischen September 2008 und August 2010 in folge des Krieges 1795 Kinder get&ouml;tet oder verletzt worden. Zuletzt seien die Opferzahlen gestiegen. In der ersten Jahresh&auml;lfte 2010 seien bei Bombenattentaten oder Selbstmordanschl&auml;gen 74 Kinder ums Leben gekommen, 155 Prozent mehr als im selben Zeitraum ein Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1289608497011\/Nato-Land-fuer-Kinder-sicherer-als-London-oder-New-York\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Angst der Gr&uuml;nen vor dem FDP-Effekt<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen haben derzeit vor allem vor einem Angst: dem FDP-Effekt. Der geht so, dass man seinen W&auml;hlern vor der Wahl das Blaue in den Geldbeutel verspricht, hinterher nichts davon einl&ouml;sen kann und von zweistelligen Wahlergebnissen auf kaum noch messbare Umfragewerte abst&uuml;rzt. Sie gehen daher den umgekehrten Weg und versprechen ihrer Kernklientel, einem eher wohlsituierten, &ouml;kologisch gesinnten B&uuml;rgertum, nur eines: Zumutungen. Das ist nicht nur gewagt. Es ist das Gegenteil nachhaltiger Politik.<br>\nDie Zusatzbelastungen aus Verminderung des Ehegattensplittings, Krankenkassenumbau, Gewerbesteuerpflicht f&uuml;r Freiberufler und h&ouml;herem Spitzensteuersatz k&ouml;nnen sich leicht auf einige Tausend Euro j&auml;hrlich summieren. Graubrot ohne Olympische Spiele sozusagen.<br>\nUnd damit soll keineswegs der &ouml;kologische Umbau finanziert werden, der dem Gro&szlig;teil der W&auml;hler am Herzen liegen d&uuml;rfte, sondern der Ausbau des Sozialstaats auf ein komfortables Niveau &ndash; rund 60 Mrd. Euro j&auml;hrlich soll das kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:partei-im-hoehenflug-die-angst-der-gruenen-vor-dem-fdp-effekt\/50197093.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da bleibt dem FTD-Leitartikler die Spucke weg. Da will eine Partei doch tats&auml;chlich Besserverdiener zur Kasse bitten um den Sozialstaat &ldquo;auszubauen&rdquo;. Ei der Daus! Das h&ouml;rt sich ja irgendwie links an, was die Gr&uuml;nen da fordern. Aber keine Angst, liebe FTD. Den Gr&uuml;nen droht nicht der FDP-Effekt, sondern eher der SPD-Effekt &ndash; vor den Wahlen links blinken, um dann mit Vollgas halbrechts abzubiegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Jogi L&ouml;w zeichnet Liz Mohn mit &bdquo;Integrations-Victoria&ldquo; aus<\/strong><br>\nLiz Mohn, bedankte sich f&uuml;r die &bdquo;Goldene Victoria f&uuml;r Integration&ldquo; und mahnte:<br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen verstehen, die Menschen mitzunehmen und zu vermischen. Es gibt wenige Themen, die so bedeutsam sind, wie Integration. Dieser Preis ist f&uuml;r mich ein gro&szlig;er Ansporn, er bedeutet mir sehr viel.&ldquo;<br>\nSie betonte: &bdquo;Jeder von uns ist gefragt. Ob eine Gesellschaft von Toleranz oder Intoleranz gepr&auml;gt ist, h&auml;ngt von unserem Handeln ab.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/regional\/berlin\/leute\/2010\/11\/19\/goldene-victoria\/hg-loew\/bundestrainer-ehrt-liz-mohn.html%20\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist bezeichnend f&uuml;r die politische Haltung der Deutschen Zeitungsverleger, dass der &bdquo;Integrationspreis&ldquo; des Verbandes Deutscher Zeitungsverleger (VDZ) nun gerade an Liz Mohn ging. Und es zeigt das falsche Spiel das hier getrieben wird, dass nun gerade Liz Mohn, die mit dem Anti-Integrations-Buch Sarrazins aus der zu ihrem Bertelsmann-Konzern geh&ouml;renden DVA-Verlag Millionen gescheffelt hat, mit einem &bdquo;Integrationspreis&ldquo; ausgezeichnet wurde: Hetze gegen T&uuml;rken und Araber, damit auch noch Geld machen, ein paar heuchlerische Phrasen &uuml;ber Integration dreschen und  sich daf&uuml;r von den Verlegerkollegin feiern zu lassen.<br>\nMan beachte nur einmal in der angebotenen Bildfolge, wer sich zu dieser doppelb&ouml;digen Selbstbeweihr&auml;ucherung alles eingesellt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>GEW: &bdquo;Deutschland verletzt v&ouml;lkerrechtlich verbrieftes Recht auf Bildung&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik Deutschland verletzt den von ihr ratifizierten Internationalen Pakt f&uuml;r wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Das ist das Ergebnis des Alternativberichts zur Umsetzung des Pakts in Deutschland, den die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Vereinten Nationen (UN) vorgelegt hat. &bdquo;Das Recht auf Bildung ist ein v&ouml;lkerrechtlich verbrieftes Menschenrecht. Mit der Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren, dem Festhalten am selektiven Schulsystem, dem Mangel an Kindertageseinrichtungen und dem Streikverbot f&uuml;r verbeamtete Lehrkr&auml;fte verst&ouml;&szlig;t Deutschland gegen dieses Menschenrecht&ldquo;, erkl&auml;rte GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller am Montag in Genf. Hier stellte er den Mitgliedern des f&uuml;r die &Uuml;berwachung des Pakts zust&auml;ndigen UN-Ausschusses f&uuml;r wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte den Alternativbericht der Bildungsgewerkschaft vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_Deutschland_verletzt_voelkerrechtlich_verbrieftes_Recht_auf_Bildung.html\">GEW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Tipp: WDR 5-Thementag &ndash; Schattenreich Lobbyismus<\/strong><br>\nOb Stuttgart 21, Banken-Rettungsschirm, Atomlaufzeiten, CO2-Aussto&szlig; oder die Pflegereform &ndash; bei nahezu jedem Thema sind Lobbyisten mit am Werk. Sie sind die f&uuml;nfte Gewalt im Staat. Eine unsichtbare Macht. Einen Tag lang widmet sich WDR 5 dem Thema Lobbyismus. Mit spannenden Reportagen, hintergr&uuml;ndigen Berichten und Expertenrunden.<br>\nAm 25. November 2010.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/wissen\/wdr_wissen\/programmtipps\/radio\/schwerpunkt\/lobbyismus.php5%20\">wdr.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Verwirrung um Terrorwarnungen; Irland-Krise; Portugal steht vor dem Kollaps; Finanzkrise kostet jeden Deutschen im Schnitt mehr als 9.000 Euro; Binnenmarkt reloaded; Insider-Verdacht an der Wall Street &ndash; &ldquo;Wie ein Raub&uuml;berfall&rdquo;; Exporte um jeden Preis; Bundesagentur bedauert K&uuml;rzungen; 594 Euro Mindest-Regelsatz f&uuml;r Hartz IV gem&auml;&szlig; Bundesverfassungsgerichtsurteil; Rente mit 67? 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