{"id":74445,"date":"2021-07-20T08:43:49","date_gmt":"2021-07-20T06:43:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445"},"modified":"2021-07-20T08:43:49","modified_gmt":"2021-07-20T06:43:49","slug":"hinweise-des-tages-3905","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h01\">Meteorologische Chronologie der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands im Juli 2021<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h02\">Klimabremser unter Wasser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h03\">&Uuml;berwachungsaff&auml;re: Die Superwaffe und die Deutschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h04\">Bundesregierung l&auml;sst Krankenkassen ausbluten: Leistungsk&uuml;rzungen drohen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h05\">Die EZB fabuliert Ergebnisse ihrer B&uuml;rgerbefragung zum digitalen Euro herbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h06\">Es muss und kann ohne Impfpflicht gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h07\">Angst ist undemokratisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h08\">Italien will neue Kriterien zur Bemessung der Inzidenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h09\">G-20-Pl&auml;ne: Die globale Steuerreform ist teuer und bringt weniger als erhofft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h10\">Folgen der Pandemie: Covid versch&auml;rft die Armut in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h11\">China, Russland: So redet man einen Konflikt herbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h12\">Der Aufstand in Cabo Delgado<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74445#h13\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen mehr f&uuml;r die einfachen Leute tun&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Meteorologische Chronologie der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands im Juli 2021<\/strong><br>\nMitte Juli 2021 verlagerte sich ein ausgepr&auml;gtes H&ouml;hentief von Frankreich weiter zu den Alpen und nach S&uuml;ddeutschland. Es lenkte an seiner Vorderseite sehr warme bis hei&szlig;e und feuchte Luftmassen bis in den Norden und Osten Deutschlands, gleichzeitig k&uuml;hle Atlantikluft in den S&uuml;den und S&uuml;dwesten Deutschlands. Diese Konstellation sorgte f&uuml;r Rekordregenf&auml;lle in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. [&hellip;]<br>\nFazit: Extremwetterlage war im Westen schon am Wochenende absehbar<br>\nBereits am Wochenende zuvor (11.07.2021) deuteten die Wettermodelle eine Extremwetterlage mit sehr gro&szlig;en Regenmengen und Hochwassergefahr um die Wochenmitte beziehungsweise am Mittwoch an. Die Gefahr extremer Regenmengen in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz best&auml;tigte sich zu Wochenbeginn und konnte in der Kurzfrist und im Nowcasting am Dienstag und Mittwoch immer mehr konkretisiert werden. So zeichnete sich die Katastrophe insbesondere im Bereich der Eifel und an den Fl&uuml;ssen und B&auml;chen aus der Eifel heraus immer deutlicher ab. Der dort letzte und entscheidende Schub Starkregen zum Mittwochabend, war sowohl in hochaufgel&ouml;sten Wettermodellen, sicher und ganz konkret dann einige Stunden vorher mit dem Regenradar zu verfolgen. Entsprechend l&ouml;sten auch fr&uuml;hzeitig extreme Sturzfluthinweise (violett) aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wetterkanal.kachelmannwetter.com\/meteorologische-chronologie-der-flutkatastrophe-im-westen-deutschlands-im-juli-2021\/\">Kachelmannwetter<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74422\">Wer jetzt nur vom Klimawandel spricht, lenkt von den Fehlern der Politik ab<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Monumentales Systemversagen&ldquo;: Deutschland war pr&auml;zise gewarnt &ndash; die Menschen aber nicht<\/strong><br>\nEine britische Forscherin erhebt schwere Vorw&uuml;rfe: Die Flut sei pr&auml;zise vorhergesagt worden &ndash; doch die Reaktion blieb aus. Wer ist politisch verantwortlich?<br>\nDie ersten Zeichen der Hochwasserkatastrophe in Deutschland wurden bereits neun Tage zuvor von Satelliten erfasst. Vier Tage vor den Fluten warnte das Europ&auml;ische Hochwasser-Warnsystem (Efas) die Regierungen der Bundesrepublik und Belgiens vor Hochwasser an Rhein und Meuse. 24 Stunden vorher wurde den deutschen Stellen nahezu pr&auml;zise vorhergesagt, welche Distrikte von Hochwasser betroffen sein w&uuml;rden, darunter Gebiete an der Ahr, wo sp&auml;ter mehr als 93 Menschen starben.<br>\nDas sagte Hannah Cloke, Professorin f&uuml;r Hydrologie an der britischen Universit&auml;t Reading und eine der Entwicklerinnen des Europ&auml;ischen Hochwasser-Warnsystems. Ihr Urteil in der &bdquo;Sunday Times&ldquo;: &bdquo;Monumentales Systemversagen&ldquo; ist der Grund f&uuml;r eine der t&ouml;dlichsten Naturkatastrophen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. &bdquo;Die Tatsache, dass Menschen nicht evakuiert wurden oder die Warnungen nicht erhalten haben, legen nahe, dass etwas schiefgegangen ist.&ldquo; [&hellip;]<br>\nAuch das nordrhein-westf&auml;lische Innenministeriums r&auml;umt inzwischen ein, dass die &Uuml;berflutungen nicht &uuml;berraschend kamen. Amtliche Warnungen vor extremem Unwetter h&auml;tten sich am vergangenen Montag um 10:28 Uhr konkretisiert, zitiert die &ldquo;Bild&rdquo; das Ministerium. Da ein solches Ereignis abzusehen gewesen sei, sei am Dienstag eine &ldquo;Landeslage&rdquo; eingerichtet worden. Das Ziel: fr&uuml;hzeitig erkennen, ob in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt &uuml;ber&ouml;rtliche Hilfe ben&ouml;tigt wird.<br>\nDamit stellt sich die Frage, ob die vielen Toten der Katastrophe h&auml;tten verhindert werden k&ouml;nnen. Und, ob der Katastrophenschutz in Deutschland systematisch versagt hat &ndash; und wer daf&uuml;r verantwortlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/monumentales-systemversagen-deutschland-war-praezise-gewarnt-die-menschen-aber-nicht\/27433034.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Klimabremser unter Wasser<\/strong><br>\nDie aktuelle Flutkatastrophe in Westdeutschland, Belgien und den Niederlanden f&uuml;hrt zu erneuter Kritik an der Klimapolitik Berlins und der EU. Bereits vor den katastrophalen Unwettern der vergangenen Woche hatten Umweltorganisationen und andere NGOs teilweise harsche Urteile &uuml;ber das Klimapaket &ldquo;Fit for 55&rdquo; gef&auml;llt, das die EU-Kommission soeben vorgestellt hat: Das Programm sei &ldquo;nicht fit&rdquo;, um die Klimakrise einzud&auml;mmen, hie&szlig; es. F&uuml;hrende Vertreter der deutschen Industrie und Politik, darunter Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, hatten dennoch eine weitere Abschw&auml;chung der klimapolitischen Auflagen verlangt. Nach der Flutkatastrophe, die auf andere durch den Klimawandel bedingte Katastrophen folgt &ndash; etwa die j&uuml;ngste Hitzewelle in Teilen Nordamerikas -, steigt der Druck, klimapolitische Fortschritte zu erzielen. Ins Visier ger&auml;t nicht zuletzt der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet, der in klimapolitischen Belangen klar als &ldquo;Bremser&rdquo; eingestuft wird. Die Bundesregierung verw&auml;ssert klimapolitische Vorst&ouml;&szlig;e in Br&uuml;ssel regelm&auml;&szlig;ig &ndash; seit Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8661\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<p><strong>dazu auch: Das Versagen beim Hochwasserschutz<\/strong><br>\nNach dem Elbe-Hochwasser 2002 reagierte die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung mit einem wirksamen Gesetz zum Hochwasserschutz. Nicht nur die damalige Opposition aus Union und FDP lehnte die Vorschl&auml;ge ab, sondern auch die Mehrheit der Bundesl&auml;nder. Dieses politische Versagen darf sich nicht wiederholen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/das-versagen-beim-hochwasserschutz%20\">Klimareporter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Uuml;berwachungsaff&auml;re: Die Superwaffe und die Deutschen<\/strong><br>\nDas Cyber-Unternehmen NSO versuchte, seine Sp&auml;hsoftware auch in Deutschland zu verkaufen. Sogar einem Innenminister f&uuml;hrten die Israelis vor, was sie alles k&ouml;nnen.<br>\nAn einem Montagmorgen Ende Oktober 2017 empf&auml;ngt das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden eine Delegation aus Israel. Die deutschen Kriminalisten suchen eine technische L&ouml;sung, um Verd&auml;chtige abh&ouml;ren zu k&ouml;nnen &ndash; und sie wollen Nachrichten lesen k&ouml;nnen, bevor sie von Apps wie Telegram, Signal oder WhatsApp verschl&uuml;sselt werden. Die effizienteste L&ouml;sung am Markt stammt von der israelischen NSO Group. Ein paar Wochen zuvor, im August 2017, ist in Deutschland ein neues Gesetz in Kraft getreten, das dem BKA die heimliche Infiltration von Handys erlaubt. Nun wollen die Kriminalisten sehen, was die Israelis technisch draufhaben.<br>\nKurz nach der Mittagspause, so erinnern sich Beteiligte, h&auml;tten die G&auml;ste losgelegt und auf mehreren Handy demonstriert, was ihre Software Pegasus kann: WhatsApp-Chats auslesen, das Mikrofon aktivieren, Fotos heimlich herunterladen zum Beispiel. Pegasus, davon sind die Ermittler schnell &uuml;berzeugt, kann viel, sehr viel.<br>\nAber wie viel ist zu viel?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-07\/ueberwachungsaffaere-spionage-software-pegasus-einsatz-deutschland-bundeskriminalamt-handydaten-rechtsstaat\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Warum der Professor sein Handy beim Treffen im Nebenraum versteckt<\/strong><br>\nWenn man sich in Marokko mit dem Geschichtsprofessor Maati Monjib zum Gespr&auml;ch im B&uuml;ro traf, wurden alle Handys im Nebenraum gelagert. Selbst ein ausgeschaltetes Handy k&ouml;nne mith&ouml;ren, versicherte Monjib stets. Damals schaute ich noch ungl&auml;ubig und fand es gruselig, mir vorzustellen, dass mein Handy eine digitale Waffe sein k&ouml;nnte, die gegen mich eingesetzt w&uuml;rde.<br>\nDass sein Handy vom marokkanischen Geheimdienst abgeh&ouml;rt wurde, da war sich Monjib sicher: Der Akademiker war und ist in dessen Visier, weil er auch prominenter Menschenrechtler ist und zwischenzeitlich mit einer kleinen Nichtregierungsorganisation Fortbildungen f&uuml;r Journalisten zu Themen wie investigativer Journalismus organisierte. Das war 2013\/2014.<br>\nIm Oktober 2019 best&auml;tigte Amnesty International, dass Monjib vom Staat nicht nur mit irgendeiner Spionagesoftware abgeh&ouml;rt wurden, sondern mit &bdquo;Pegasus&ldquo;, jener fast allm&auml;chtigen israelischen Spionagesoftware, die es jetzt durch eine Investigativrecherche international in die Schlagzeilen gebracht hat.<br>\nGespr&auml;che, Fotos, verschl&uuml;sselte Chats, App-Nachrichten, Adressb&uuml;cher &ndash; wie ein Staubsauger holt Pegasus einfach alles aus jedem Handy, ohne dass der Besitzer die aus der Ferne aufgespielte Software bemerkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/weltweiter-missbrauch-der-spionagesoftware-pegasus-warum-der-professor-sein-handy-beim-treffen-im-nebenraum-versteckt\/27434724.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &bdquo;Die gesamte Branche basiert auf einer L&uuml;ge&ldquo;<\/strong><br>\nUS-Whistleblower Edward Snowden kritisiert nach Enth&uuml;llung des Pegasus-Projekts den Einsatz kommerzieller Spionagesoftware [&hellip;]<br>\nGegen den Spion in der eigenen Tasche aber sei der Einzelne schutzlos. Denn wenn man einen Weg gefunden habe, ein einzelnes iPhone zu hacken, k&ouml;nne man sie alle knacken. Und das sei ein Angriff auf eine kritische Infrastruktur, auf die sich heute alle verlassen m&uuml;ssten. &bdquo;Es ist egal, unter welcher Flagge man lebt und welche Sprache man spricht, wir alle sind davon betroffen&ldquo;, sagte Snowden. Weltweit und vom Minister bis zum Menschenrechtsaktivisten, Journalisten oder zum einfachen B&uuml;rger &ndash; niemand sei vor staatlicher &Uuml;berwachung sicher, solange sie keinen strengen Gesetzen unterliege. &bdquo;Die gesamte Branche der kommerziellen Hersteller von Intrusion-Software basiert auf einer L&uuml;ge&ldquo;, sagte Snowden. &bdquo;Sie behaupten, Leben zu sch&uuml;tzen und Verbrechen zu verhindern&ldquo;, aber in vielen L&auml;ndern werde diese Software Tag f&uuml;r Tag dazu genutzt, Menschen auszuspionieren, die keine legitimen Ziele seien.<br>\n&bdquo;Die NSO tut das nicht, um die Welt zu retten, sondern aus einem einzigen Grund heraus: um Geld zu verdienen&ldquo;, sagte Snowden. Zu welchem Preis aber?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/projekte.sueddeutsche.de\/artikel\/politik\/pegasus-projekt-edward-snowden-schockiert-enthuellungen-e378450\/\">Projekte S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesregierung l&auml;sst Krankenkassen ausbluten: Leistungsk&uuml;rzungen drohen<\/strong><br>\n&bdquo;Der aktuelle Streit zwischen Krankenkassen und &Auml;rzteschaft &uuml;ber die Entbudgetierung von Leistungen ist nur Symptom eines grundlegenden Problems: Die Bundesregierung l&auml;sst die Kassen ausbluten. Nachdem sie ihre Reserven angezapft und bald geleert hat, will sie f&uuml;r 2022 keine ausreichenden Zusch&uuml;sse zur Verf&uuml;gung stellen. Das bringt die Kassen in eine ernste finanzielle Notlage. Zwar ist ihre Forderung nach R&uuml;cknahme der Entbudgetierung berechtigt, da sie kaum zu Verbesserungen in der Versorgung gef&uuml;hrt hat. Aber sie ist vor allem auch als Alarmsignal und Hilferuf zu verstehen. Die Kassen brauchen mehr Geld, andernfalls drohen auf die ein oder andere Art Leistungsk&uuml;rzungen&rdquo;, erkl&auml;rt Achim Kessler, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Kessler weiter:<br>\n&bdquo;Anstatt durch stabile und verl&auml;ssliche Ma&szlig;nahmen Ruhe in das in der Pandemielage besonders wichtige Gesundheitswesen zu bringen, l&auml;sst die Bundesregierung Kassen, &Auml;rzteschaft und vor allem die Versicherten mit der Finanzierungsfrage allein. Sie verspricht f&uuml;r 2022 lediglich einen viel zu geringen Bundeszuschuss von 7 Milliarden Euro, obwohl ein Defizit von 15 Milliarden erwartet wird.<br>\nDabei liegt ein ausgereifter L&ouml;sungsvorschlag zur Stabilisierung der Finanzen fertig und einsatzbereit auf dem Tisch: Die solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung. Sie entlastet alle Menschen mit Einkommen unterhalb von 6.200 Euro und sichert zugleich die Finanzen der Kassen, indem das einkommensst&auml;rkste Zehntel der Bev&ouml;lkerung st&auml;rker zur Kasse gebeten wird. Dies hat die k&uuml;rzlich vorgestellte Studie von Prof. Dr. Heinz Rothgang nochmals belegt. DIE LINKE bietet damit zur Bundestagswahl im September einen solidarischen und finanziell stabilen L&ouml;sungsvorschlag anstatt ansonsten zu erwartender Leistungsk&uuml;rzungen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-laesst-krankenkassen-ausbluten-leistungskuerzungen-drohen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das vorgeschlagene Modell der Solidarischen Gesundheitsversicherung ist gut. Aber dieser Pressemitteilung mangelt es an einer Ursachenforschung. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65899\">Spahns Trick: Beitr&auml;ge zur Krankenversicherung steigen &ndash; nach der Bundestagswahl<\/a>. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">&Ouml;ffentliches Geld scheint den Pharmalobbyisten<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63919\">T&uuml;r&ouml;ffner<\/a> im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit &ndash; abgesehen offenbar vom eigenen Wohlergehen &ndash; nicht zu interessieren. Interessant ist auch der Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66209\">Demaskiert. Warum Jens Spahns Hatz auf medizinische Schutzausr&uuml;stung eine Flut an Papier, Stoff und Geld kostet<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die EZB fabuliert Ergebnisse ihrer B&uuml;rgerbefragung zum digitalen Euro herbei<\/strong><br>\nWas tut man, wenn die Pl&auml;ne fertig sind, aber man noch die B&uuml;rger befragen muss? Man stellt die Fragen so, dass Widerspruch kaum m&ouml;glich ist, und wo n&ouml;tig biegt man sich die Antworten so zurecht, dass sie zu den vorgefassten Pl&auml;nen passen. Genau so ist die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) in Sachen digitaler Euro vorgegangen.<br>\nDie EZB hat die Ergebnisse ihrer B&uuml;rgerbefragung zum digitalen Euro ver&ouml;ffentlicht und gleichzeitig beschlossen, die Pl&auml;ne daf&uuml;r weiter voranzutreiben. (&hellip;)<br>\nFabio Panetta, bis vor kurzem zust&auml;ndiges EZB-Direktoriumsmitglied, spricht von Rekordbeteiligung an der Umfrage, die von 12. Oktober 2020 bis 12. Januar 2021 stattfand.<br>\nVermutlich weil wir auf diesem Blog Werbung daf&uuml;r gemacht haben, kam knapp die H&auml;lfte der 7761 Antworten aus Deutschland. Relativ zur Bev&ouml;lkerung war die Beteiligung in Deutschland, Luxemburg und &Ouml;sterreich zwei- bis dreimal so hoch wie in Italien und Frankreich. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Panetta beweist die Rekordbeteiligung das gro&szlig;e Interesse an den Vorteilen des digitalen Euro, also einer direkt von der Zentralbank ausgegebenen digitalen Form des Euro. Und im Res&uuml;mee des Berichts der EZB zu den Befragungsergebnissen hei&szlig;t es:<br>\n&ldquo;Insgesamt sind die meisten Befragungsteilnehmer bereit, einen digitalen Euro zu unterst&uuml;tzen, insbesondere in Anbetracht der Festlegung des Eurosystems seit Beginn seiner &ouml;ffentlichen &Auml;u&szlig;erungen zu dem Thema, dass es einen digitalen Euro nicht nutzen w&uuml;rde, um Bargeld abzuschaffen oder die Zinsen in der Volkswirtschaft zu senken.&ldquo;<br>\nWer meinen damaligen Blogbeitrag zu der Umfrage gelesen hat, kann sich &uuml;ber diese Aussage nur wundern, hatte ich doch schon damals moniert, dass die EZB keine Frage vorgesehen hatte, die es einem erlaubt h&auml;tte, zu antworten, dass man den digitalen Euro nicht will. Die Fragen drehen sich ausnahmslos darum, welche Ausgestaltung man vorzieht, und welche Aspekte einem wichtiger oder weniger wichtig sind. (&hellip;)<br>\nWas die Erkl&auml;rung der EZB angeht, sie wolle das Bargeld nur erg&auml;nzen, nicht zur&uuml;ckdr&auml;ngen, so gibt es recht viele Indizien, dass das nur Lippenbekenntnisse sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/geldsystem\/ezb-buergerbefragung\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Es muss und kann ohne Impfpflicht gehen<\/strong><br>\nEine gesetzliche Pflicht zur Corona-Impfung, die im Notfall mit staatlichem Zwang durchgesetzt w&uuml;rde, w&auml;re ein harter Eingriff in Grundrechte. Mein K&ouml;rper geh&ouml;rt mir, sagen die Menschen zu Recht. Eine Impfung ist kein kleiner harmloser Pieks. Mit ihr wird unwiderruflich in den K&ouml;rper eingegriffen; das Immunsystem wird tiefgreifend beeinflusst. Was genau dabei passiert, ist noch nicht vollst&auml;ndig verstanden. Bei den Corona-Impfstoffen kennt noch niemand die Langzeitfolgen. Wenn der Staat eine Impfung mit Zwang durchsetzt, &uuml;bt er &ndash; nicht nur symbolisch, sondern ganz konkret &ndash; Macht &uuml;ber den K&ouml;rper und die Gesundheit seiner B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger aus. Verfassungsrechtlich gesprochen: Er greift in das Grundrecht auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit ein. Und andere Grundrechte k&ouml;nnen auch betroffen sein.<br>\nDie Corona-Monate haben es in aller H&auml;rte gezeigt: Es gibt keine Freiheit ohne Grenzen. Auch die Verfassung l&auml;sst Einschr&auml;nkungen von Grundrechten zu &ndash; aber nur im Notfall und unter strengen Voraussetzungen. Die entscheidende Frage ist die nach der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit. W&auml;re eine Zwangsimpfung also verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig? Das h&auml;ngt davon ab, ob es Alternativen gibt, die genauso effektiv sind und die Freiheiten weniger einschr&auml;nken. Dann w&auml;re eine Impfpflicht verfassungswidrig. [&hellip;]<br>\nEin sehr heikles und problematisches Instrument sind allerdings Appelle an die Moral. Die EU-Kommissarin Margrethe Vestager sagt: Wer sich nicht impfen l&auml;sst, handelt unverantwortlich und unsozial. Sie qualifiziert die berechtigten Impf&auml;ngste von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern moralisch ab. Das ist ganz schlechter Stil. Es ist auch kontraproduktiv, denn es wird eher Trotzreaktionen hervorrufen. Noch schlimmer ist das Spiel mit der Angst. Der Staat des Grundgesetzes muss seine B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &uuml;ber Gefahren aufkl&auml;ren. Er darf sie aber nicht ver&auml;ngstigen und einsch&uuml;chtern. Er darf ihnen auch nicht drohen &ndash; etwa mit schlimmen Folgen oder unangenehmen politischen Ma&szlig;nahmen, wenn sie das gew&uuml;nschte Verhalten nicht an den Tag legen. Das widerspricht dem Menschenbild der Verfassung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2021-07\/corona-impfung-pflicht-verfassung-aufklaerung\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Angst ist undemokratisch<\/strong><br>\nAngst ist kein guter Ratgeber, sagt ein Sprichwort. Dieser Spruch ist allerdings viel zu passiv: Denn Angst raubt das Selbstbewusstsein, l&auml;hmt und macht handlungsunf&auml;hig. Das gilt nicht nur f&uuml;r Einzelpersonen, sondern in ganz besonderer Weise f&uuml;r Gesellschaften.<br>\nNa, schon Angst vor der Delta-Variante? Oder besser gleich vor Lambda? Man wei&szlig; heute gar nicht mehr, welche Angst man priorisieren sollte. Es geht ja so schnell. Noch als der Inzidenzwert sank, erkl&auml;rten uns schon die &uuml;blichen Expertenverd&auml;chtigen, dass man besser schon mal auf eine neue Angst vorbereitet sei. Denn es komme nochmal kn&uuml;ppeldick. Lockdown nicht ausgeschlossen. Wer jetzt vern&uuml;nftig bleibe und sich an diversen Lockerungen nicht beteilige, so sagten sie, der mache es genau richtig. Denn man wei&szlig; doch: So voller Angst zu sein, das lebt man am besten alleine zuhause aus. Vereinsamung tut jeder ver&auml;ngstigten Psyche besonders gut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2021\/07\/angst-ist-undemokratisch\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Italien will neue Kriterien zur Bemessung der Inzidenz<\/strong><br>\nDie Regierung in Rom will neue Kriterien zur Bewertung der epidemiologischen Lage in Italien einf&uuml;hren. Bei der Bestimmung restriktiver Ma&szlig;nahmen soll die Zahl der positiv Getesteten k&uuml;nftig weniger bis gar nicht und stattdessen viel mehr die Auslastung der Betten auf den Covid-19-Abteilungen in den Spit&auml;lern der Regionen ber&uuml;cksichtigt werden. Bei fortgeschrittener Impfkampagne sei das vern&uuml;nftig, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.<br>\nDie Hospitalisierungsrate m&uuml;sse bei den Eind&auml;mmungsma&szlig;nahmen nunmehr st&auml;rker ins Gewicht fallen als andere Parameter. &bdquo;Wir m&uuml;ssen anfangen, zwischen Infizierten und Kranken zu unterscheiden&ldquo;, so Speranza.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3221391\/\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>G-20-Pl&auml;ne: Die globale Steuerreform ist teuer und bringt weniger als erhofft<\/strong><br>\nDie weltweite Mindeststeuer wird gefeiert &ndash; aber nur bedingt zu Recht. Es gibt f&uuml;r Staaten einen besseren Weg, an Geld zu kommen.<br>\nDie Finanzminister der G-20-Staaten haben sich in Venedig hinter die historische Steuer-Einigung von 131 L&auml;ndern gestellt. Sie wollen der Gewinnverlagerung multinationaler Konzerne Einhalt gebieten und Steuereinnahmen sichern. Insbesondere die gewaltige Dynamik der Digitalkonzerne hat die Sorgen vieler Staaten vor sinkenden Steuereinnahmen verst&auml;rkt. Denn digitale Gesch&auml;ftsmodelle sind komplex, hoch mobil und nur schwer mit dem aktuellen Steuersystem in Einklang zu bringen. Denn das wurde vor allem f&uuml;r das produzierende Gewerbe konzipiert.<br>\nViele Menschen feiern vor allem die geplante globale Mindeststeuer. Doch sind diese Reformen wirklich notwendig? Es existieren bereits Anti-Missbrauchs-Regelungen, die der Systematik der geplanten Mindeststeuer gleichen. In allen EU-Staaten schieben diese Regeln reinen Steuervermeidungstaktiken bereits einen Riegel vor. Und vor allem: Es gibt einen besseren Weg f&uuml;r die Staaten, an mehr Geld zu kommen.<br>\nDie konsequente Erhebung der Umsatzsteuer w&auml;re ein ideales Mittel zur Sicherung der Steuereinnahmen. Wenn betr&uuml;gerische Umsatzsteuerkarusselle bek&auml;mpft werden, k&ouml;nnen Staaten sich deutlich mehr Einnahmen sichern als durch die geplante Reform der Konzernbesteuerung. Zudem kommen Einnahmen aus der Umsatzsteuer direkt den sogenannten Marktstaaten zugute, also den L&auml;ndern, in denen die Kunden wohnen, aber die Konzerne keine Niederlassungen haben. Um die Umsatzsteuer anzuwenden, sind keine neuen, komplexen Gewinnaufteilungsmethoden n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/globale-mindeststeuer-g20-oecd-1.5353573\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Folgen der Pandemie: Covid versch&auml;rft die Armut in Spanien<\/strong><br>\nDie Pandemie hat Spanien h&auml;rter getroffen als viele andere L&auml;nder, auch in sozialer Hinsicht. Doch die Ungleichheit im Land war schon vor Corona hoch.<br>\nF&uuml;r viele Spanier h&auml;ngt jetzt alles vom Sommer ab. Kehren die ausl&auml;ndischen Touristen zur&uuml;ck, gibt es wieder Arbeit. Doch schneller als die Zahl der Urlauber w&auml;chst die der Neuinfektionen: Am Wochenende lag sie bei mehr als 300 F&auml;llen pro 100.000 Einwohner. Nur wenn sich die vom Tourismus stark abh&auml;ngige Wirtschaft schnell wieder erholt, kann auch die Armut sinken, die sich mit der Pandemie stark ausgebreitet hat.<br>\nBesonders drastisch zeigte sich das auf Mallorca und seinen Nachbarinseln. Mehr als ein Viertel der Menschen lebt dort nach Berechnungen der Universit&auml;t der Balearen in Armut. Bevor die Saison begann, waren dort die Schlangen vor den Lebensmittelausgaben der Tafeln immer l&auml;nger geworden.<br>\nIn ganz Spanien lie&szlig; die Pandemie die Armut ein Ausma&szlig; annehmen, wie zuletzt w&auml;hrend der gro&szlig;en Wirtschafts- und Finanzkrise vor gut einem Jahrzehnt. Sieben Prozent aller Spanier waren im Jahr 2020 in einer Situation &bdquo;schwerer materieller Entbehrung&ldquo;, wie das Nationale Statistikamt jetzt mitteilte &ndash; insgesamt sind das 3,3 Millionen Menschen. Im Jahr vor der Pandemie waren es noch 4,7 Prozent. Auch die Zahl der Spanier, die Schwierigkeiten haben, &uuml;ber die Runden zu kommen, unvorhergesehene Ausgaben zu t&auml;tigen oder mindestens eine Woche im Jahr in den Urlaub zu fahren, ist laut der j&auml;hrlichen &bdquo;Erhebung der Lebensbedingungen&ldquo; gestiegen. Der Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Bev&ouml;lkerung stieg im ersten Corona-Jahr auf mehr als 26 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/folgen-der-pandemie-covid-verschaerft-die-armut-in-spanien-17443708.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich finde es immer wieder faszinierend, dass die FAZ so detailliert und sogar empathisch von der gro&szlig;en Not und Armut im Ausland (hier in Spanien) berichtet, die auch wirklich schlimm ist, und gleichzeitig die verbreitete gro&szlig;e Not in Deutschland strikt leugnet und &ldquo;weniger Staat&rdquo; und &ldquo;weniger Umverteilung&rdquo; fordert, sobald eine Unternehmensteuererh&ouml;hung oder gar h&ouml;here L&ouml;hne ferne am Horizont drohen k&ouml;nnten. Europa und Europa m&uuml;ssen zwei verschiedene Kontinente sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>China, Russland: So redet man einen Konflikt herbei<\/strong><br>\nWar was? Aus unerkl&auml;rlichen Gr&uuml;nden schrillen bei den Au&szlig;enpolitikern der EU pl&ouml;tzlich die Alarmglocken. China werden Hackerattacken vorgeworfen, Russland soll eine &ldquo;Gefahr f&uuml;r ganz Europa&rdquo; sein. Die Meldung kam &uuml;berraschend, und sie war reichlich vage. Ein US-Vertreter aus Washington, so meldete es AFP, werfe China &ldquo;b&ouml;sartige&rdquo; Cyberaktivit&auml;ten und die Bedrohung der nationalen Sicherheit vor. Ein &ldquo;beispielloses&rdquo; B&uuml;ndnis aus Verb&uuml;ndeten, darunter die EU, Gro&szlig;britannien, Kanada, Australien, Neuseeland und die Nato, werde sich den USA &ldquo;anschlie&szlig;en, um die b&ouml;sartigen Cyberaktivit&auml;ten des chinesischen Ministeriums f&uuml;r Staatssicherheit aufzudecken&rdquo;. Und so kam es denn auch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/china-russland-so-redet-man-kurz-vor-der-wahl-einen-konflikt-herbei\/%20\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Aufstand in Cabo Delgado<\/strong><br>\nOhne deutsche Beteiligung startet die EU einen Milit&auml;reinsatz in Mosambik zur Ausbildung der dortigen Streitkr&auml;fte. Anlass ist ein Aufstand in der nord&ouml;stlichen Provinz Cabo Delgado, wo in knapp vier Jahren fast 3.000 Menschen ums Leben gekommen und ann&auml;hernd 800.000 Menschen vertrieben worden oder geflohen sind. Der Aufstand gr&uuml;ndet letztlich in sozialer Verelendung: Cabo Delgado, einer der &auml;rmsten Landesteile, wird seit vielen Jahren von der Regierung vernachl&auml;ssigt; von der aktuellen Ausbeutung seiner reichen Bodensch&auml;tze durch multinationale Gro&szlig;konzerne profitiert die Bev&ouml;lkerung nicht. Die K&auml;mpfe werden von der Jihadistenmiliz Ansar al Sunna\/Al Shahab gef&uuml;hrt, f&uuml;r die zuweilen der Islamische Staat (IS) Partei ergreift. Ende M&auml;rz veranlassten ein &Uuml;berfall von Ansar al Sunna auf die K&uuml;stenstadt Palma und anschlie&szlig;ende Massaker den franz&ouml;sischen Konzern Total, die Arbeiten auf einem in der N&auml;he gelegenen Erdgasfeld einzustellen. Wenig sp&auml;ter beschloss die EU den neuen Einsatz. Berlin folgt seiner Tradition, an Eins&auml;tzen im Pariser Interesse nicht teilzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8662\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen mehr f&uuml;r die einfachen Leute tun&ldquo;<\/strong><br>\nSie waren ja immer ein liberaler Meinungspluralist und diskutierten im Gegensatz zu vielen anderen auch mit Menschen ganz anderer politischer Lager, waren auch h&auml;ufiger zu Gast bei der Linkspartei. W&uuml;rden Sie das heute immer noch machen?<br>\nMax Otte: Aber selbstverst&auml;ndlich! Es kommen nur derzeit wenige Einladungen, selbst seitens der Gespr&auml;chspartner im Bereich Finanzen, bei denen ich immer ein gern gesehener Gast war. In den Mainstreammedien, wo ich fr&uuml;her sehr h&auml;ufig war, komme ich so gut wie nicht mehr zu Wort. Und wenn, dann sind es sehr geframte und diffamierende Aussagen &uuml;ber mich. Selber &auml;u&szlig;ern kann ich mich dazu nicht. Eine Ausnahme war das Interview im Deutschlandfunk nach meiner Wahl zum Vorsitzenden der WerteUnion.<br>\nDiese Kultur der Ausgrenzung, des &bdquo;Nicht-Sprechens&ldquo;, die von der Mehrheit, vom Mainstream ausgeht, ist be&auml;ngstigend. Der franz&ouml;sische Adlige Alexis de Tocqueville nannte es bereits Mitte des 19. Jahrhunderts die &bdquo;Tyrannei der Mehrheit&ldquo;, die er als Gefahr f&uuml;r die amerikanische Demokratie dargestellt hat. Seine Warnungen haben sich bewahrheitet. [&hellip;]<br>\nK&ouml;nnen Sie klassischen linken Positionen, wie es sie fr&uuml;her gab, etwas Gutes abgewinnen? Wagenknecht bezeichnet sich ja selber als linkskonservativ &hellip;<br>\nMax Otte: Aber selbstverst&auml;ndlich! Wir m&uuml;ssen mehr f&uuml;r die einfachen Leute und die Mittelschicht tun, zum Beispiel die kalte Progression im Steuersystem abschaffen. Das geht aber nur, wenn wir zum Beispiel Kapitaleink&uuml;nfte h&ouml;her besteuert werden.<br>\nWir m&uuml;ssen die &ouml;ffentlichen G&uuml;ter innere und &auml;u&szlig;ere Sicherheit, Kranken- und Altersversorgung, Schulen und Bildung und unsere Infrastruktur wiederherstellen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnte sehr gelitten haben. Mit Linken h&auml;tte ich da wahrscheinlich Differenzen bei den Themen innere und &auml;u&szlig;ere Sicherheit. Aber auch die die geh&ouml;ren f&uuml;r mich dazu, also innere, &auml;u&szlig;ere, wirtschaftliche und soziale Sicherheit. Hier muss der Staat den Ordnungsrahmen schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krass-und-konkret.de\/politik-wirtschaft\/wir-muessen-mehr-fuer-die-einfachen-leute-tun\/\">krass und konkret<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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