{"id":74475,"date":"2021-07-21T08:18:12","date_gmt":"2021-07-21T06:18:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475"},"modified":"2021-07-21T09:34:14","modified_gmt":"2021-07-21T07:34:14","slug":"hinweise-des-tages-3906","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h01\">Infrastruktur im Katastrophenfall: &ldquo;Im Extremfall sterben Menschen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h02\">tagesthemen 22:15 Uhr, 20.07.2021<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h03\">Epidemiologie im Fokus: Expertenkrise in der Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h04\">Nord Stream 2 &ndash; Deutschland und USA sind sich im Streit um Gaspipeline offenbar einig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h05\">Krieg ist Big Business<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h06\">&ldquo;Regelbasierte Ordnung&rdquo;: Die R&uuml;ckkehr der Kolonialherren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h07\">Der Staatstrojaner-Skandal im &Uuml;berblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h08\">EU-Kommission plant Limit von 10.000 Euro f&uuml;r Barzahlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h09\">Handelsabkommen: Frei hei&szlig;t noch lang nicht fair<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h10\">Flunkern mit Zahlen: Ist die Enteignung von Wohnungskonzernen unfinanzierbar?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h11\">Gibt es eine Arbeiterbewegung von rechts? Eindr&uuml;cke einer qualitativen Befragung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h12\">Zur&uuml;ck in den Lockdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h13\">Rote-Hand-Brief: BioNTech und Moderna zu den Impfstoffen Comirnaty und Spikevax (19.07.2021)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h14\">Gesegnet seien die Verr&auml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h15\">Extreme Reaktionen in USA auf Proteste in Kuba<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h16\">Gegen Wahlsieg der Linken in Peru: Ultrarechte st&uuml;rmen Regierungsviertel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h17\">Wie Westverlage die ostdeutsche Regionalpresse &uuml;bernahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74475#h18\">Von Selbstgerechten und Gerechten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Infrastruktur im Katastrophenfall: &ldquo;Im Extremfall sterben Menschen&rdquo;<\/strong><br>\nManuel Atug (AG KRITIS) spricht im Interview &uuml;ber Vers&auml;umnisse von Politik und Medien &ndash; und warum die Katastrophenschutz-Beh&ouml;rde eigentlich nicht zust&auml;ndig ist. [&hellip;]<br>\nEs w&auml;re sch&ouml;n, wenn man da alle Varianten und Methoden geeignet benutzt. Das eine ist nat&uuml;rlich: Wen warne ich, und mit welchen Inhalten. Das andere w&auml;re, alle nutzbaren Kan&auml;le auch zu benutzen. NINA bringt zum Beispiel etwas f&uuml;r die Warnung im Vorfeld. Wenn aber wie zum Beispiel im Ahrtal Strom- und Telekommunikationsverbindungen weggerissen werden, kann NINA nicht mehr melden. Auch die Notstromversorgung von intakten Sendemasten h&auml;lt nur f&uuml;r kurze Zeit. F&uuml;r solche F&auml;lle hatten wir zeitweise in Deutschland mal 100.000 Sirenen, von denen ein Gro&szlig;teil aber nicht mehr existiert. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r den Zivilschutz hat das BBK keinen Sonderstatus &ndash; da kann es nur Empfehlungen aussprechen. Es ist f&uuml;r den Spannungs- und Verteidigungsfall vorgesehen. Im Krieg h&auml;tte es tats&auml;chlich die Hoheit, der Zivilbev&ouml;lkerung zu helfen. Um es mal drastisch auszudr&uuml;cken: Wenn wir eine richtig schlimme Hochwasserlage haben, ist das BBK nicht zust&auml;ndig &ndash; denn die sind ja nur f&uuml;r den Kriegsfall da. Trotzdem kommt dann im Rahmen der Amtshilfe die Bundeswehr mit Berge- und Rettungspanzern, die ja eigentlich f&uuml;r den Krieg gedacht sind und retten Zivilisten. So ist die politische Lage der Zust&auml;ndigkeiten. Wenn man da mal einen Schritt zur&uuml;cktritt, ist das v&ouml;llig bescheuert &ndash; anders kann man das nicht mehr formulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Infrastruktur-im-Katastrophenfall-Im-Extremfall-sterben-Menschen-6142714.html\">Heise.de<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74465\">&Uuml;ber die Engstirnigkeit der WhatsApp-Gemeinde und die Folgen des Privatisierungswahns<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>tagesthemen 22:15 Uhr, 20.07.2021<\/strong><br>\nThemen der Sendung: Politiker in den Krisengebieten: erw&uuml;nscht oder zu viel?, Querdenker versuchen Nutzen aus Hochwasserkatastrophe zu ziehen, Ganze Ortschaften nach Flut ohne Trinkwasser, St&auml;dtebau muss sich k&uuml;nftig an Wetterextreme anpassen, Europ&auml;ische Union plant Obergrenze f&uuml;r Barzahlungen, Die Meinung, Weitere Nachrichten im &Uuml;berblick, Neue Proteste in Kolumbien, #mittendrin: J&uuml;disches Leben im Altenheim, 82-j&auml;hrige Wally Funk fliegt mit Amazon-Gr&uuml;nder Jeff Bezos ins Weltall, Das Wetter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uud2Nd_TFTs\">ARD via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Tagesthemen brachten am 20. Juli zwischen Minute 7:04 und 10:47, also gut dreieinhalb Minuten lang, eine staatstragende Polemik gegen die sogenannten Querdenker. Interviewt wurde ein Journalist des SWR in Mainz: Eric Beres. Dieser t&uuml;rmte Behauptungen aufeinander und verzichtete auf handfeste Belege. Der Hinweis auf die Beobachtung der Querdenker durch den Verfassungsschutz durfte auch in diesem Beitrag der Tagesthemen nicht fehlen. Ein j&auml;mmerliches Gespr&auml;ch. Dabei w&uuml;rden wir schon gerne genauer wissen, welche Art von sogenannten Querdenkern in den Katastrophengebieten aufgetaucht sind und was sie dort angeblich verbrechen. Ich weise auf diesen Vorgang hin, weil daran beispielhaft sichtbar wird, welche &bdquo;staatstragende&ldquo; Rolle sich die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien inzwischen zueignen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Epidemiologie im Fokus: Expertenkrise in der Pandemie<\/strong><br>\nJe l&auml;nger die Coronapandemie w&auml;hrt, desto mehr zeigt sich, wie viel Spekulation auch hinter manchem Urteil der Fachleute steckte. Besonders jene Experten, die vor allem schlechte Nachrichten und Untergangsstimmung verbreiteten, haben offenbar alte Epidemiologenfehler wiederholt. [&hellip;]<br>\nVor allem in der K&ouml;nigsdisziplin der Epidemiologe &ndash; Ursprung und Ausbreitung der Infektion zu identifizieren &ndash; konnte man nicht punkten. Im Gegenteil r&uuml;ckte dies die Epidemiologie zuletzt eher ins Zwielicht, diesmal ins politische. So ist die vielfach akzeptierte, aber auch hinterfragte Ursprungstheorie &ndash; jene der &Uuml;bertragung vom Tier, wahrscheinlich von der Fledermaus &ndash; auch das Resultat politischen Drucks seitens der chinesischen Regierung; dass bei der WHO ein solcher ausge&uuml;bt wurde, best&auml;tigt beispielsweise Peter Embarek, Leiter eines Teams der Welt&shy;gesund&shy;heits&shy;organi&shy;sation, das vor Ort, in Wuhan, Aufkl&auml;rung betreiben sollte (2). [&hellip;]<br>\nDie teilweise gravierenden Fehlprognosen sind auch heute der valideste Angriffspunkt f&uuml;r Kritiker des Faches. Dabei kristallisieren sich Grundmuster heraus: Die Irrt&uuml;mer liegen praktisch immer aufseiten der (zu) hohen Zahlen, die Epidemiologen gehen offenbar bevorzugt Szenarien in die Falle, die sich an doomsday-Visionen orientieren. [&hellip;]<br>\nWas dabei pr&auml;gnant zutage tritt, ist die Aufmerksamkeit, die Epidemiologen mit Projektionen hoher Infizierten- und Todeszahlen bei den Medien generieren: Interview bei CNN hier, Artikel in der New York Times dort. Ein Wiedererkennen deutscher Verh&auml;ltnisse vor dem Hintergrund d&uuml;sterer Prognosen f&auml;llt nicht schwer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/220042\/Epidemiologie-im-Fokus-Expertenkrise-in-der-Pandemie\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nord Stream 2 &ndash; Deutschland und USA sind sich im Streit um Gaspipeline offenbar einig<\/strong><br>\nWie amerikanische Medien berichten, gibt die US-Regierung ihren Widerstand gegen das umstrittene Pipeline-Projekt auf. Grundlage ist ein Vier-Punkte-Kompromiss. [&hellip;]<br>\nDen Berichten zufolge soll die US-Regierung ihren Widerstand gegen das Projekt, das russisches Gas unter Umgehung der Ukraine nach Europa bringen soll, aufgegeben haben. Im Gegenzug soll Deutschland sich zu mehreren Zugest&auml;ndnissen verpflichtet haben. Unter anderem werden Deutschland und die USA laut WSJ 50 Millionen US-Dollar in den Ausbau erneuerbarer Energien in der Ukraine investieren. Deutschland werde &uuml;berdies auch Energiegespr&auml;che im Rahmen der Drei-Meer-Initiative, einer Initiative zur St&auml;rkung der mitteleurop&auml;ischen Zusammenarbeit unter anderem im Bereich Energiepolitik, unterst&uuml;tzen.<br>\nAuch wollen beide L&auml;nder sicherstellen, dass die Ukraine nach wie vor Transitgeb&uuml;hren in Milliardenh&ouml;he f&uuml;r aus Russland geliefertes Gas bekommt. Die USA behielten sich zudem das Recht vor, Sanktionen zu verh&auml;ngen, sollte Russland die Energieversorgung als Druckmittel einsetzen.<br>\nMit der Einigung wird die Wiederaufnahme der vom US-Kongress verordneten Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG und ihren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer vorerst abgewendet. Pr&auml;sident Joe Biden hatte die Ma&szlig;nahmen im Mai aufgehoben, um beiden Seiten Zeit f&uuml;r Verhandlungen einzur&auml;umen. Das Milliardenprojekt ist zu 98 Prozent fertiggestellt und soll nach Angaben von Nord Stream 2 noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nord-stream-2-usa-ukraine-deutschland-1.5358191\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch wenn man nat&uuml;rlich die grunds&auml;tzliche Frage stellen muss, mit welchem Recht die USA sich in ein europ&auml;isches Projekt einmischen, ist dieser Kompromiss sicherlich eine gute Nachricht, der die T&uuml;r f&uuml;r eine weitere Deeskalation &ouml;ffnen k&ouml;nnte, die dann &ndash; und daran bestehen Zweifel &ndash; jedoch auch durchschritten werden m&uuml;sste. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krieg ist Big Business<\/strong><br>\nDie Lobbyisten der R&uuml;stungsindustrie reden selten vom Gesch&auml;ft, aber h&auml;ufig und gerne von Sicherheit, Moral und Verantwortung.<br>\n(&hellip;) Aufr&uuml;stung und Krieg waren schon immer Wirtschaftsmotoren der Industriestaaten, unterdessen sind sie Big Business geworden. Die Mythologie vom &laquo;Krieg gegen den Terror&raquo; funktioniert seit 9\/11 als wirkungsvolle politische An&auml;sthesie, welche die &Ouml;ffentlichkeit an den permanenten Krieg als den Normalzustand gew&ouml;hnt hat. Die milit&auml;rischen Angriffe der Nato-Alliierten auf &laquo;Schurkenstaaten&raquo; werden weitherum als unvermeidlich akzeptiert.<br>\nDabei f&auml;llt gerne unter den Tisch, dass die Kriege in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien oder in der Sahelzone die Motoren einer Geldmaschine sind, die Jahr f&uuml;r Jahr enorm viel Cash in die Kassen der gr&ouml;&szlig;ten US-Konzerne und ihrer Aktion&auml;re leitet&hellip;<br>\nDas Gesch&auml;ft folgt der Logik von Zerst&ouml;rung und Wiederaufbau. Die Luftwaffe legt die Infrastruktur eines Landes wie Irak in Schutt und Asche. Dann beginnt mit dem &laquo;Wiederaufbau&raquo; der gro&szlig;e Reibach westlicher Unternehmen. Vizepr&auml;sident Dick Cheney war einer der sch&auml;rfsten Kriegstreiber und zuvor Vorstandsmitglied des Halliburton-Konzerns, welcher wiederum ohne &ouml;ffentliche Ausschreibung den Auftrag erhielt, den kaputtgebombten Irak zu sanieren. Ein open-end Auftrag.<br>\n&laquo;Ordnungsmacht&raquo;, &laquo;Sicherheit&raquo; und andere wohlt&ouml;nende Vokabeln<br>\nIhre gro&szlig;en Gesch&auml;ftsinteressen vernebeln die Sicherheits-Experten und Lobbyisten der R&uuml;stungsindustrie mit abstrakten Textbausteinen. Sie sagen nicht, mit Krieg und Aufr&uuml;stung werde gut Geld verdient. Stattdessen sagen sie zum Beispiel, Deutschland m&uuml;sse &laquo;mehr f&uuml;r die Sicherheit Europas tun&raquo; und k&ouml;nne sich &laquo;seinen Schutzschirm nicht von den USA bezahlen lassen.&raquo; Oder sie sagen: Die USA sollten sich unter Pr&auml;sident Biden endlich wieder &laquo;als Ordnungsmacht zur&uuml;ckmelden&raquo;. Solche Sprachh&uuml;lsen verbreiten gro&szlig;e Medien meistens ohne sie zu hinterfragen. Und eine breite &Ouml;ffentlichkeit schluckt sie.<br>\nKaum jemand stellt die Frage, welches Gremium der V&ouml;lkergemeinschaft den Staat, der als einziger auf der Welt Atombomben auf St&auml;dte geworfen hat, als &laquo;Ordnungsmacht&raquo; gew&auml;hlt hat. Ist mit der viel beschworenen V&ouml;lkergemeinschaft die Nato gemeint? Soll ein Land mit 5550 Nuklearsprengk&ouml;pfen automatisch die Weltordnungsmacht sein?<br>\nDen Anspruch, f&uuml;r Ordnung auf dem ganzen Planeten zu sorgen, begr&uuml;ndet die Nato mit der Verteidigung von Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Demokratie in den westlichen Industriestaaten. Diese Werte seien gef&auml;hrdet, falls die USA nicht die weltbeherrschende Macht bleiben. Deshalb gelte es, die Vormachtstellung mit allen Mitteln zu verteidigen, auch mit Waffengewalt in fernen Weltgegenden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/konzerne\/krieg-ist-big-business\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Regelbasierte Ordnung&rdquo;: Die R&uuml;ckkehr der Kolonialherren<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode den Begriff des V&ouml;lkerrechts weitgehend durch die Rede von der &ldquo;regelbasierten Ordnung&rdquo; ersetzt. W&auml;hrend der Begriff V&ouml;lkerrecht konkret ist, bleibt der Begriff &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo; schwammig. Das V&ouml;lkerrecht wurzelt in der Charta der Vereinten Nationen. Es gibt konkrete Institutionen, die die Einhaltung des Rechts &uuml;berwachen und die Charta best&auml;ndig auslegen. Daran angelagert ist daher eine Vielzahl von v&ouml;lkerrechtlich bindenden Vertr&auml;gen und Resolutionen.<br>\nWas mit &ldquo;regelbasierter Ordnung&rdquo; gemeint ist, bleibt dagegen unklar. Ist es die Gesamtheit der UN-Resolutionen? Sind es die Organe der UN? Sind es die v&ouml;lkerrechtlich bindenden Vertr&auml;ge? Sind es die transnationalen wirtschaftspolitischen Organisationen wie Weltbank, Welthandelsorganisation und IWF, die die Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik ihrer Mitgliedsl&auml;nder harmonisieren, koordinieren und Streit schlichten sollen? Ist es das kaum kodierte Gewohnheitsrecht der Staaten? Was ist mit &ldquo;regelbasierter Ordnung&rdquo; gemeint?<br>\nEin Problem des V&ouml;lkerrechts und der sich daran anschlie&szlig;enden Vereinbarungen ist die Auslegung. Es gibt kein letztinstanzliches Weltgericht, das das V&ouml;lkerrecht anwendet und auslegt. Die konkrete Auslegung ist die Sache der Staatengemeinschaft&hellip;<br>\nDenn w&auml;hrend Deutschland unabl&auml;ssig die regelbasierte Ordnung als Rahmen anruft, verweigert sich gerade Deutschland der konkreten Ausformulierung dieser Regeln&hellip;<br>\nIm konkreten politischen Handeln agiert Deutschland dar&uuml;ber hinaus v&ouml;llig widerspr&uuml;chlich. Gleiche Akte bewertet Deutschland unterschiedlich, mal als Versto&szlig; gegen die regelbasierte Ordnung, mal als v&ouml;llig akzeptabel&hellip; Der Begriff &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo; verbirgt nur ganz oberfl&auml;chlich die doppelten Standards, mit denen Deutschland misst. Auch verst&ouml;&szlig;t Deutschland selbst immer wieder gegen international bindende Vertr&auml;ge und gegen das V&ouml;lkerrecht&hellip; Deutschland ist kein moralisch gutes Land, um es auf eine einfache Formel zu bringen. Als Instanz zur moralischen Bewertung anderer L&auml;nder ist Deutschland daher g&auml;nzlich ungeeignet.<br>\nAber eines muss nat&uuml;rlich auch klar sein: Will man eine Ordnung, die auf vereinbarten Regeln basiert, dann haben diese Regeln selbstverst&auml;ndlich f&uuml;r alle zu gelten. Aber genau das will die Bundesregierung allem Anschein nach nicht. Das wird einerseits deutlich am Umgang mit dem transatlantischen Partner USA. Gegen dessen Agieren, gegen die Bombardierung Syriens beispielsweise h&auml;tte die Bundesregierung ihre Auffassung von regelbasierter Ordnung deutlich machen m&uuml;ssen, denn das Bombardement verst&ouml;&szlig;t klar gegen die bisherige Auslegung des V&ouml;lkerrechts. Sie tat es nicht&hellip;<br>\n(&hellip;) Das hinterl&auml;sst nat&uuml;rlich einen unangenehmen Beigeschmack, denn sowohl Frankreich als auch Deutschland stehen f&uuml;r eine bestimmte Politik. Sie stehen, um es mit einem Schlagwort zu nennen, f&uuml;r die liberale Weltordnung.<br>\nDies wirft ein weiteres Schlaglicht auf den Begriff der regelbasierten Ordnung. Es ist eben immer eine liberale Ordnung, die gemeint ist. Eine Ordnung, die immer auch an eine bestimmte Form des Wirtschaftens gebunden ist&hellip;.<br>\nDie regelbasierte Ordnung nach deutscher Lesart wirkt wie ein Instrument zur moralischen Disziplinierung nach v&ouml;llig intransparenten Kriterien. Die deutsche Vorstellung von regelbasierter Ordnung etabliert asymmetrische Machtverh&auml;ltnisse und dient der Durchsetzung westlicher Markt- und Kapitalinteressen. Es ist die Bundesregierung, die entscheidet, wer Regeln einh&auml;lt und wer wegen Missachtung von Regeln zu bestrafen und zu sanktionieren ist. Es ist der Gestus des Kolonialherren, der &uuml;ber den Begriff der regelbasierten Ordnung in die deutsche Au&szlig;enpolitik zur&uuml;ckgekehrt ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/120832-regelbasierte-ordnung-rueckkehr-kolonialherren\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Staatstrojaner-Skandal im &Uuml;berblick<\/strong><br>\nMit der Schadsoftware Pegasus von der israelischen Firma NSO Group wurden und werden Menschen auf der ganzen Welt &uuml;berwacht. Eine gro&szlig;angelegte Recherche zeigt, wie die Software in elf L&auml;ndern gegen Aktivist:innen, Oppositionelle, Journalist:innen, Politiker:innen und Rechtsanw&auml;lt:innen eingesetzt wurde. Da sich die Berichte und Artikel auf viele Medien verteilen, stellen wir einen &Uuml;berblick zu den wichtigsten Themen der koordinierten Recherche zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2021\/pegasus-der-staatstrojaner-skandal-im-ueberblick\/\">Netzpolitik<\/a>\n<p><strong>Dazu: NSO Pegasus: Wie der Spyware-Sumpf ausgetrocknet werden kann<\/strong><br>\nDie NSO Group und andere Hersteller von &Uuml;berwachungssoftware sind nicht das Problem. Das Problem sitzt in den Ministerien. [&hellip;]<br>\nDer eigentliche Skandal ist nicht, dass Pegasus massenhaft zur illegalen &Uuml;berwachung verwendet wird. Der Skandal ist auch nicht, dass die israelische Regierung NSO offenbar dabei gew&auml;hren l&auml;sst. Der Skandal ist die &auml;u&szlig;erst mangelhafte Regulierung des Exports von Software, die sich zur &Uuml;berwachung &ndash; und auch zur Unterdr&uuml;ckung &ndash; verwenden l&auml;sst.<br>\nDiese Regulierung sieht im Prinzip so aus: Ein Unternehmen beantragt, Sp&auml;hsoftware an &ndash; sagen wir &ndash; den Geheimdienst eines Staates zu verkaufen. Es beantragt eine Exportgenehmigung. Dann werden eine Menge Akten hin und hergeschoben, Sachverst&auml;ndige pr&uuml;fen die Menschenrechtslage &ndash; in der Regel auf der Basis von anderen Expertenmeinungen &ndash; und irgendwann, wenn alles in Ordnung ist, gibt es eine Genehmigung. Das war&rsquo;s. [&hellip;]<br>\nMich erinnert das immer an die Formulare f&uuml;r die vereinfachte Einreise in die USA. Da wurden sinngem&auml;&szlig; Fragen gestellt wie &bdquo;Beabsichtigen Sie ein Attentat auf den US-Pr&auml;sidenten durchzuf&uuml;hren?&ldquo;. Hat das jemals jemand mit &bdquo;Ja&ldquo; angekreuzt? Was also ist die Pr&uuml;fung nach Aktenlage wert? Werden die Sicherheitsbeh&ouml;rden, die das Zeug verwenden wollen, ernsthaft da rein schreiben, dass sie missliebige Journalisten aufsp&uuml;ren und zum Schweigen bringen wollen?<br>\nNein, die internationale Regulierung f&uuml;r den Export von Sp&auml;hsoftware ist ein schlechter Witz. Daran hat auch eine moderate Versch&auml;rfung der Regelungen in der EU nichts ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/meinung\/Kommentar-zu-Pegasus-Wie-der-Spyware-Sumpf-ausgetrocknet-werden-kann-6142156.html\">Heise.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mit anderen Worten &ndash; Das Aussp&auml;hen von Oppositionellen mittels &bdquo;Schadsoftware&ldquo; ist ok, wenn der Staat zu den &bdquo;Guten&ldquo; geh&ouml;rt und nicht ok, wenn er sich dem westlichen Konzept der Menschenrechte nicht vorbehaltlos angeschlossen hat. Das ist ein wenig zu einfach gedacht und implizit ein Persilschein f&uuml;r die Aktivit&auml;ten von NSA und Co. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Kommission plant Limit von 10.000 Euro f&uuml;r Barzahlungen<\/strong><br>\nTrotz breiter Ablehnung in &Ouml;sterreich ist die Obergrenze Teil des neuen Antigeldw&auml;schepakets der EU. Die Wirksamkeit der Ma&szlig;nahme ist umstritten<br>\nDer Plan der EU-Kommission, Barzahlungen in Europa bei 10.000 Euro zu deckeln, hat schon vor seiner offiziellen Verk&uuml;ndung hohe Wellen geschlagen. Besonders in Deutschland und &Ouml;sterreich gingen die Wogen hoch, auf einer ritt vergangene Woche auch &Ouml;VP-Finanzminister Gernot Bl&uuml;mel. In einer daf&uuml;r einberufenen Pressekonferenz stellte er sich gegen das Vorhaben der Kommission und holte sich R&uuml;ckendeckung durch eine eigens beauftragte Umfrage. Das wenig erstaunliche Ergebnis: &Ouml;sterreicher lieben Bargeld, die &Auml;lteren mehr als Junge.<br>\n(&hellip;) An der Wirksamkeit eines Bargeldlimits gegen Geldw&auml;sche bestehen jedoch Zweifel. Einerseits ist l&auml;ngst ein immer gr&ouml;&szlig;erer Teil der Kriminalit&auml;t in den virtuellen Raum gewandert, wo man mit Barzahlungen ohnedies nicht weit kommt &ndash; also auch Einschr&auml;nkungen von M&uuml;nzen und Scheinen ins Leere greifen. Zudem lassen sich auch &uuml;ber viele kleine Betr&auml;ge gr&ouml;&szlig;ere Summen an Schwarzgeld wieder in den regul&auml;ren Wirtschaftskreislauf integrieren&hellip;<br>\nWarum sind &Ouml;sterreicher und Deutsche so empfindlich, wenn es um Einschr&auml;nkungen beim Bargeld geht? Schlie&szlig;lich werden im Alltag kaum Gesch&auml;fte &uuml;ber mehr als 10.000 Euro mit M&uuml;nzen und Scheinen get&auml;tigt, wenn man vom Gebrauchtwagenmarkt absieht &ndash; aber der ist auch in EU-L&auml;ndern mit bereits bestehenden Bargeldlimits nicht zusammengebrochen. Vielmehr geht es ums Prinzip: Bargeld ist anonym und wird besonders im deutschsprachigen Raum mit Freiheit assoziiert. Jegliche Beschr&auml;nkungen werden daher auch als Einschr&auml;nkung der pers&ouml;nlichen Freiheit wahrgenommen&hellip;<br>\nZudem zielt der Plan der EU-Kommission in &Ouml;sterreich weit am W&auml;hlerwillen vorbei. Laut der Umfrage des Finanzministeriums sehen 80 Prozent der Befragten eine Obergrenze f&uuml;r Barzahlungen sehr und weitere zw&ouml;lf Prozent eher skeptisch. Bl&uuml;mel k&uuml;ndigte vergangene Woche zwar an, die kritische Haltung &Ouml;sterreichs in Br&uuml;ssel zum Ausdruck bringen zu wollen &ndash; konkrete Hoffnung daf&uuml;r, dass sich die Obergrenze noch abwenden l&auml;sst, machte er aber nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000128319590\/eu-kommission-plant-limit-fuer-barzahlungen-von-10-000-euro\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Handelsabkommen: Frei hei&szlig;t noch lang nicht fair<\/strong><br>\nInternationale Handelsabkommen wie TTIP oder CETA haben in den vergangenen Jahren immer wieder zu Massenprotesten und gro&szlig;en Demonstrationen gef&uuml;hrt. Was solche Pakte eint: Sie funktionieren nach den Spielregeln des Kapitals, um den Interessen gro&szlig;er Konzerne zu dienen. Und sie stellen auch Gewerkschaften vor neue Herausforderungen.<br>\nDie COVID-19-Pandemie hat ein neues &ndash; kritisches &ndash; Licht auf Globalisierung, Welthandel und Lieferketten geworfen. Einerseits ist v&ouml;llig offensichtlich, dass der Integrationsgrad der Weltwirtschaft und der extrem gestiegene und beschleunigte Handel und Verkehr einen wesentlichen Anteil an der Ausweitung einer lokalen Epidemie zu einer Pandemie hatten. Andererseits f&uuml;hrte das teilweise abrupte Abrei&szlig;en des internationalen Handels zu Lieferengp&auml;ssen, gerade auch von wichtigen medizinischen G&uuml;tern wie Masken oder Desinfektionsmittel.#<br>\nInternationale Handelsarchitektur<br>\nEin wesentliches Feld der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung sind in den letzten Jahren verst&auml;rkt internationale Handelsabkommen geworden. Seien es Debatten um TTIP oder CETA in der EU oder auch die fortdauernde Debatte &uuml;ber NAFTA in Nordamerika. Diese und andere Handelsabkommen und auch die Welthandelsorganisation (WTO) wurden von verschiedenen Seiten kritisiert. Der Charakter der internationalen Handelsarchitektur hat sich in den letzten Jahrzehnten jedoch ver&auml;ndert. Die ersten Handelsabkommen des massiven Globalisierungsschubs seit der neoliberalen Wende ab den 1970\/80er Jahren beinhalteten im Wesentlichen den Abbau von Z&ouml;llen auf Waren und Dienstleistungen. Ab den 1990er Jahren, vor allem ab der Gr&uuml;ndung der WTO 1995, &auml;nderte sich das zusehends. Neuere Handelsabkommen enthalten allerdings Regulierungsmechanismen, die direkt in die Innenpolitik der jeweiligen L&auml;nder eingreifen.<br>\nDani Rodrik, ein bekannter t&uuml;rkischer &Ouml;konom an der Harvard Universit&auml;t, streicht dabei vier Aspekte besonders hervor: die Rechte auf geistiges Eigentum &ndash; Stichwort Patente! &ndash;, die Regulierung internationaler Kapitalfl&uuml;sse, den Investorenschutz durch sogenannte Investor-Staat-Streitbeilegungen und die Harmonisierung von Regulierungsstandards.<br>\nDie internationale Finanz- und Handelsarchitektur, die sich vor allem in bi- und multilateralen Handelsabkommen und der Trias Internationaler W&auml;hrungsfonds (IWF), Weltbank (WB) und WTO institutionalisiert, hat dabei sehr klare Ziele: die Schw&auml;chung der Arbeit und die St&auml;rkung des Kapitals. Dabei werden demokratische Prozesse und Partizipation sukzessive ausgeh&ouml;hlt und abgebaut, indem die wesentlichen Entscheidungen auf einer anderen, &bdquo;h&ouml;heren&ldquo; Ebene getroffen werden. Die &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; der Zentralbanken scheint quasi heilig. Geldpolitik ist ein zentrales Politikfeld &ndash; Austerit&auml;t, Schuldenbremse, Nulldefizit. Aber die &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; ist in Wahrheit nichts anderes als die Unabh&auml;ngigkeit von demokratischer Kontrolle und die v&ouml;llige Unterwerfung unter internationale Institutionen und die Macht multinationaler Konzerne.<br>\nAngela Pfister, &Ouml;GB-Au&szlig;enhandelsexpertin, bringt das an dieser Stelle auf den Punkt: &bdquo;Die neoliberale Handelspolitik hat vielfach zu Abwanderung von Betrieben, zu prek&auml;rer Arbeit, zu schlechteren Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie zu einer massiven Umweltbelastung gef&uuml;hrt, weil sie nur den Profitinteressen der Konzerne dient. Bei den neuen Freihandelsvertr&auml;gen geht es weniger um Zollabbau als um Deregulierung von Arbeitnehmer*innen- und Gesundheitsschutz.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/frei-heisst-noch-lang-nicht-fair\/\">Arbeit und Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Flunkern mit Zahlen: Ist die Enteignung von Wohnungskonzernen unfinanzierbar?<\/strong><br>\nInitiative widerspricht Berliner Senat: Das Grundgesetz erlaube im Interesse der Allgemeinheit auch eine Entsch&auml;digung deutlich unter dem Marktwert<br>\nErwartungsgem&auml;&szlig; konnte sich der &ldquo;rot-rot-gr&uuml;ne&rdquo; Berliner Senat nicht dazu durchringen, das Volksbegehren &ldquo;Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen!&rdquo; in einer gemeinsamen Stellungnahme zu begr&uuml;&szlig;en. Die Linke w&auml;re dazu bereit gewesen, die Gr&uuml;nen bedingt &ndash; aber mit dem Seniorpartner SPD war es nicht zu machen. Die geforderte Vergesellschaftung wird als zu teuer dargestellt &ndash; die Initiatoren des Volksbegehrens werfen allerdings dem Senat vor, mit falschen Zahlen zu argumentieren.<br>\nBetroffen w&auml;ren rund 226.000 Wohnungen, die Konzernen mit einem Bestand von jeweils mehr als 3.000 Wohneinheiten geh&ouml;ren. Der Senat verwies in seiner Stellungnahme auf angeblich zwingend anstehende Entsch&auml;digungsleistungen, die er auf 29 bis 39 Milliarden Euro beziffert.<br>\n&ldquo;Das ist falsch&rdquo;, erkl&auml;rte dazu die Initiative Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen: Das Grundgesetz erlaube eine Entsch&auml;digung deutlich unter Marktwert. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es in Artikel 14, der Enteignungen zum Wohle der Allgemeinheit erlaubt: &ldquo;Die Entsch&auml;digung ist unter gerechter Abw&auml;gung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen&rdquo;. Im Streitfall stehe der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen&hellip;<br>\n(&hellip;) Das besagte Volksbegehren sei aber im Erfolgsfall f&uuml;r den Senat rechtlich unverbindlich, da es &ldquo;keinen konkreten Gesetzentwurf zum Gegenstand&rdquo; habe, stellten die Regierenden klar. Das geforderte Vergesellschaftungsgesetz w&auml;re &ldquo;juristisches Neuland&rdquo; &ndash; die Entscheidung dar&uuml;ber obliege dem Abgeordnetenhaus, falls beim Volksentscheid, der am 26. September parallel zur Bundestags- und zur Berliner Abgeordnetenhauswahl stattfindet, eine Mehrheit daf&uuml;r votiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Flunkern-mit-Zahlen-Ist-die-Enteignung-von-Wohnungskonzernen-unfinanzierbar-6143338.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gibt es eine Arbeiterbewegung von rechts? Eindr&uuml;cke einer qualitativen Befragung<\/strong><br>\n(&hellip;) Mittlerweile geht die populistische Rechte noch einen Schritt weiter.<br>\nBei den zur&uuml;ckliegenden Betriebsratswahlen versuchte sie &ndash; teils mit oppositionellen Listen, teils mit Infiltrierung von gewerkschaftlichen Listen &ndash; betriebliche Positionen zu erringen. Rechtsoppositionelle Listen wie das Zentrum Automobil geben sich im Betrieb globalisierungskritisch und k&auml;mpferisch und vermeiden rassistische T&ouml;ne. Es kann aber kein Zweifel bestehen, dass Spitzenleute des Zentrums tief in der militanten Rechten verankert sind&hellip;<br>\n1.Rechtspopulistische Orientierungen bei Lohnabh&auml;ngigen<br>\n(&hellip;) Stattdessen findet sich auch und gerade bei j&uuml;ngeren Arbeiterinnen und Arbeitern wieder ein Gesellschaftsbild, das strikt zwischen oben und unten unterscheidet. Im Interview beschreibt eine junge, gewerkschaftlich aktive und ihrem Selbstverst&auml;ndnis nach linke Arbeiterin ihren schulischen und beruflichen Werdegang und ihre gegenw&auml;rtige Situation in einem sicheren Arbeitsverh&auml;ltnis. Sie selbst ordnete sich der mittleren Mittelschicht zu, sieht aber ein gro&szlig;es Problem: &bdquo;Diese Kluft zwischen der Mittelschicht [&hellip;] und der Oberschicht ist einfach gigantisch. Ich werde es definitiv nie schaffen, &uuml;ber diese Kluft zu springen, nicht in meinem Leben, egal was ich mache. Und so ist es f&uuml;r viele, viele Menschen<br>\nAn dieser Aussage ist zweierlei bemerkenswert. Arbeiterin zu sein bedeutet zum einen, mit einem festen Job und einem halbwegs guten Einkommen alles erreicht zu haben, was man erreichen kann. Mehr geht nicht. Arbeiter zu sein ist zum anderen aber kein Status, auf den man stolz sein k&ouml;nnte. Wie andere Befragte rechnet sich die junge Arbeiterin der &bdquo;mittleren Mittelschicht&ldquo; zu. Das kann sie, weil sie wei&szlig;, dass es vielen schlechter geht als ihr selbst&hellip; Arbeiterin zu sein, z&auml;hlt gesellschaftlich nur, weil damit der Zugang zur &bdquo;mittleren Mittelschicht&ldquo; m&ouml;glich wird. &bdquo;Mittlere Mitte&ldquo; hei&szlig;t auch: es geht nach oben nicht mehr viel, ein Absturz nach unten ist hingegen immer m&ouml;glich. Denn &ndash; und das ist neu &ndash; in sozialer Nachbarschaft zum Arbeiterdasein lauern Ausgrenzung und Prekarit&auml;t. Als Arbeiterin oder Arbeiter empfindet man sich m&ouml;glicherweise als abgewertet, als ungerecht behandelt. Aber man ist dennoch nicht &bdquo;ganz unten&ldquo;, man hat noch immer etwas zu verlieren und man kennt andere, denen es, sei es berechtigt oder nicht, deutlich schlechter geht&hellip;.<br>\n(&hellip;) In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass die betriebliche Arbeitswelt durchaus Erfahrungsr&auml;ume bietet, in denen Klassenerfahrung in Widerspruch zu v&ouml;lkischem Gedankengut tritt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/gibt-es-eine-arbeiterbewegung-von-rechts-eindruecke-einer-qualitativen-befragung\/#more-11148\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck in den Lockdown<\/strong><br>\nDie Landesregierung Niedersachsen h&auml;lt an der Inzidenz als ma&szlig;gebliches Kriterium fest, wird sich aber bald korrigieren m&uuml;ssen. Denn beim gegenw&auml;rtigen Infektionstempo sind die Grenzwerte schnell erreicht, die weitere Beschr&auml;nkungen des &ouml;ffentlichen Lebens ausl&ouml;sen. Dieser Automatismus ist aber nicht mehr zu rechtfertigen, weshalb das Virus laufen zu lassen, die einzige Option ist. Nein! Doch! Ohh (&hellip;)<br>\nH&auml;ufig ist vom Team Vorsicht die Rede. Aber was hei&szlig;t das &uuml;berhaupt? Ist die R&uuml;cknahme von Einschr&auml;nkungen etwa gar nicht ernst gemeint? Zu dieser Ansicht muss man wohl kommen, wenn man sich das allt&auml;gliche Kasperletheater dieses Krisenstabes vor Augen f&uuml;hrt. In der vergangenen Woche verk&uuml;ndete der nach Absprache mit den L&auml;nderkollegen einen neuen Paragrafen f&uuml;r Gro&szlig;veranstaltungen. Die w&auml;ren wieder m&ouml;glich, sofern unter anderem sichergestellt ist, dass Zuschauer nur mit Abstand im Schachbrettmuster angeordnet teilnehmen. Die Vorstellung der neuen Freiheit dauerte rund 15 Minuten und wurde mit der Frage, wie denn ein Rockkonzert unter diesen Bedingungen stattfinden sollte, gleich ad absurdum gef&uuml;hrt. Antwort des Krisenstabes: Den Veranstaltern f&auml;llt schon etwas ein. (&hellip;)<br>\nLiegt das nun wiederum am Virus, Stichwort Delta, Gamma oder was auch immer? Das w&auml;re nat&uuml;rlich praktisch. &bdquo;Die Inzidenz war f&uuml;r die Politik eben sehr bequem&ldquo;, sagt der Medizinstatistiker Gerd Antes. Das diese Einsch&auml;tzung zutrifft, beweist neben der nieders&auml;chsischen Landesregierung, die ja SPD-gef&uuml;hrt ist, auch die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken, die sich erneut f&uuml;r die Bundesnotbremse ausgesprochen hat, falls die Inzidenzen weiter steigen. Ist das nun Team Vorsicht oder doch eher Team Plemplem? Was will man erreichen? Wenig F&auml;lle? Dann muss man aber alles verbieten, auch bei niedrigen Inzidenzen. (&hellip;)<br>\nEntweder man will, dass sich Menschen wieder treffen, zum Beispiel auf Veranstaltungen, dann akzeptiert man auch ein Infektionsrisiko oder man l&auml;sst es eben bleiben. Eine Fortsetzung des Paragrafenirrsinns ist jedenfalls keine Option, auch deshalb nicht, weil die Erkrankung kaum noch jemanden aus den Risikogruppen betrifft&hellip; Die Strategie, Infektionen auf Biegen und Brechen zu vermeiden, neuerdings auch wieder mit Einreiseregeln, f&uuml;hrt zu nichts. Die Landesregierung wird daher ihre Haltung entgegen der heutigen &Auml;u&szlig;erungen schneller wieder anpassen m&uuml;ssen. Das Virus bleibt ja berechenbar, die Politik dagegen nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210720zuruck-in-den-lockdown\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rote-Hand-Brief: BioNTech und Moderna zu den Impfstoffen Comirnaty und Spikevax (19.07.2021)<\/strong><br>\nBIONTECH MANUFACTURING GMBHund MODERNA BIOTECH SPAIN, S.L.m&ouml;chten Sie in Abstimmung mit der Europ&auml;ischen Arzneimittelagentur und dem Paul-Ehrlich-Institut(PEI) &uuml;ber Folgendes in Kenntnis setzen:<br>\nZusammenfassung<br>\nF&auml;lle von Myokarditis und Perikarditis wurden sehr selten nach einer Impfung mit den COVID-19 mRNA Impfstoffen Comirnaty und Spikevax berichtet.<br>\nDie F&auml;lle traten prim&auml;r innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auf, und zwar h&auml;ufiger nach der zweiten Dosis und bei j&uuml;ngeren M&auml;nnern.<br>\nVorliegende Daten lassen vermuten, dass der Verlauf von Myokarditis und Perikarditis nach der Impfung &auml;hnlich ist wie der Verlauf von Myokarditis und Perikarditis im Allgemeinen.<br>\n&Auml;rzte und medizinisches Fachpersonal sollten auf die Zeichen und Symptome von Myokarditis und Perikarditis achten.<br>\n&Auml;rzte und medizinisches Fachpersonal sollten geimpfte Personen darauf hinweisen, im Falle von Brustschmerzen, Kurzatmigkeit oder Palpitationen sofort medizinische Beratung und Hilfe einzuholen. (&hellip;)<br>\nDie COVID-19m RNA Impfstoffe Comirnaty and Spikevax wurden in der EU mit einer bedingten Marktzulassung zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung von COVID-19 durch das SARS-CoV-2-Virus bei Personen im Alter ab 12 Jahren (Comirnaty) bzw. im Alter ab 18 Jahren (Spikevax) zugelassen.<br>\nMyokarditis und Perikarditis wurden in Verbindung mit den COVID-19 mRNA Impfstoffen berichtet<br>\nDer Ausschuss f&uuml;r Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europ&auml;ischen Arzneimittelagentur (EMA) hat alle verf&uuml;gbaren Daten evaluiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass zwischen Impfungen mit COVID-19 mRNA Impfstoffen und Myokarditis und Perikarditis mindestens ein m&ouml;glicher kausaler Zusammenhang bestehen k&ouml;nnte. Die Abschnitte 4.4 (Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Anwendung) und 4.8 (Nebenwirkungen) der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) wurden entsprechend aktualisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pei.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/newsroom\/veroeffentlichungen-arzneimittel\/rhb\/21-07-19-covid-19-comirnaty-und-spikevax.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\">Paul-Ehrlich-Institut<\/a>\n<p><strong>Dazu: Rote-Hand-Brief: COVID-19 Vaccine Janssen (19.07.2021)<\/strong><br>\nCOVID-19 Vaccine Janssen: Kontraindikation bei Personen mit vorherigem Kapillarlecksyndrom (Capillary Leak Syndrome, CLS) und aktuelle Informationen zum Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndrom<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pei.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/newsroom\/veroeffentlichungen-arzneimittel\/rhb\/21-07-19-covid-19-vaccine-janssen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4\">Paul-Ehrlich-Institut<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gesegnet seien die Verr&auml;ter<\/strong><br>\nDaniel Hale hat die weit verbreitete und wahllose Ermordung von Nichtkombattanten im globalen US-Drohnenkrieg aufgedeckt.<br>\nF&uuml;r seinen Heldenmut drohen ihm zehn Jahre Gef&auml;ngnis, w&auml;hrend diejenigen, die diese Kriegsverbrechen orchestrieren, ihren Amoklauf fortsetzen.<br>\n(&hellip;) Zu dieser Zeit war Hale in Fort Bragg stationiert. Ein paar Monate sp&auml;ter wurde er auf der Bagram Air Force Base in Afghanistan eingesetzt. Sp&auml;ter erfuhr er, dass Barack Obama, w&auml;hrend er sich im Zuccotti Park aufhielt, einen Drohnenangriff im 12.000 Meilen entfernten Jemen anordnete, bei dem Abdulrahman Anwar al-Awlaki get&ouml;tet wurde, der 16-j&auml;hrige Sohn des radikalen Klerikers und US-B&uuml;rgers Anwar al-Awlaki, der zwei Wochen zuvor durch einen Drohnenangriff get&ouml;tet worden war. Die Obama-Regierung behauptete, sie habe den Anf&uuml;hrer von Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel, Ibrahim al-Banna, ins Visier genommen, von dem sie f&auml;lschlicherweise annahm, er sei bei dem Jungen und seinen Cousins gewesen, die alle ebenfalls bei dem Angriff get&ouml;tet wurden. Dieses Massaker an Unschuldigen wurde &ouml;ffentlich, aber es gab Tausende weiterer solcher Angriffe, bei denen mutwillig Nichtkombattanten get&ouml;tet wurden und von denen nur Hale und diejenigen mit Top-Sicherheitsfreigaben wussten.<br>\nAb 2013 lie&szlig; Hale w&auml;hrend der Arbeit als privater Auftragnehmer 17 geheime Dokumente &uuml;ber das Drohnenprogramm dem investigativen Reporter Jeremy Scahill zukommen, obwohl der Reporter nicht in den Gerichtsunterlagen genannt wird. Die durchgesickerten Dokumente, ver&ouml;ffentlicht von The Intercept am 15. Oktober 2015, legten offen, dass zwischen Januar 2012 und Februar 2013 durch Luftangriffe der US-Special Operations mehr als 200 Menschen get&ouml;tet wurden. Von denen waren nur 35 beabsichtigte Ziele. Bei dem f&uuml;nfmonatigen Zeitraum der Operation waren fast 90 Prozent der Menschen, die bei Luftangriffen get&ouml;tet wurden, nicht die beabsichtigten Ziele. Die zivilen Toten, in der Regel unschuldige Umstehende, wurden routinem&auml;&szlig;ig als &bdquo;im Kampf get&ouml;tete Feinde&ldquo; eingestuft.<br>\n(&hellip;)  Er (Hale) wird im Alexandria Adult Detention Center in Virginia festgehalten und wartet auf seine Verurteilung am 27. Juli. H&auml;tte er den Pl&auml;doyer-Deal abgelehnt, h&auml;tte er 50 Jahre im Gef&auml;ngnis verbringen k&ouml;nnen. Jetzt droht ihm eine Haftstrafe von bis zu einem Jahrzehnt.<br>\nTragischerweise hat sein Fall nicht die Aufmerksamkeit erregt, die er verdient h&auml;tte&hellip;<br>\n&bdquo;Daniel Hale ist einer der folgenreichsten Whistleblower&ldquo;, sagte Edward Snowden auf einer Podiumsdiskussion am 1. Mai an der University of Massachusetts-Amherst zum f&uuml;nfzigsten Jahrestag der Ver&ouml;ffentlichung der Pentagon Papers. ..<br>\nDie Zahl der zivilen Toten durch US-Drohnenangriffe geht in die Tausende, wenn nicht Zehntausende. Das Bureau of Investigative Journalism (TBIJ), eine unabh&auml;ngige Journalistenorganisation, berichtete zum Beispiel, dass von Juni 2004 bis Mitte September 2012 bei Drohnenangriffen zwischen 2.562 und 3.325 Menschen in Pakistan get&ouml;tet wurden, von denen sch&auml;tzungsweise 474 bis 881 Zivilisten waren, darunter 176 Kinder&hellip;<br>\nAls er aus dem Amt schied, hatte Obama die T&ouml;tung von mindestens 3.000 mutma&szlig;lichen K&auml;mpfern und Hunderten von Zivilisten zu verantworten&hellip;<br>\nIm Jahr 2019 klagte die Trump-Administration Hale in vier F&auml;llen wegen Versto&szlig;es gegen das Spionagegesetz und in einem Fall wegen Diebstahls von Regierungseigentum an.<br>\nDie Tausende von gezielten T&ouml;tungen durch Drohnen, oft in L&auml;ndern, die sich nicht im Krieg mit den USA befinden, sind ein ungeheuerlicher Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2021\/07\/18\/gesegnet-seien-die-verraeter\/\">Chris Hedges auf Linke Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Extreme Reaktionen in USA auf Proteste in Kuba<\/strong><br>\nB&uuml;rgermeister von Miami schl&auml;gt Luftangriffe gegen Kuba vor. Demokratische Abgeordnete im US-Repr&auml;sentantenhaus f&uuml;r Aufhebung der Blockade. Joe Biden erkl&auml;rt Kuba zum &ldquo;gescheiterten Staat&rdquo;<br>\nMiami\/Washington. Kommentare und Reaktionsmuster in den USA gegen&uuml;ber den j&uuml;ngsten Protesten in Kuba sind sehr unterschiedlich. Ein extremer Vorschlag wurde am Dienstag vom republikanischen B&uuml;rgermeister von Miami, Francis Suarez, ge&auml;u&szlig;ert. In einem Interview mit dem ultrarechten Sender Fox News schlug er vor, die US-Regierung sollte auch milit&auml;rische Ma&szlig;nahmen gegen Kuba in Betracht ziehen. Auf die etwas &uuml;berrascht wirkende Nachfrage der Moderatorin, ob er Luftangriffe fordere, konkretisierte er seine Aussage: &ldquo;Was ich vorschlage, ist, dass diese Option eine ist, die erforscht werden muss, die nicht einfach verworfen werden kann. Was jetzt in Betracht gezogen werden sollte, ist eine Koalition m&ouml;glicher Milit&auml;raktionen in Kuba.&rdquo; Dabei verwies er auf die US-Interventionen in Panama und im Kosovo sowie die Angriffe auf Osama bin Laden in Pakistan als m&ouml;gliche Vorbilder.<br>\nS&uuml;dflorida hat die gr&ouml;&szlig;te Bev&ouml;lkerung von kubanischen Amerikanern im Land und in Miami gab es in den letzten Tagen Demonstrationen in Solidarit&auml;t mit den Anti-Regierungs-Protesten in Kuba &ndash; mit teilweise &auml;u&szlig;erst aggressiven Parolen und Verbalattacken.<br>\nW&auml;hrend die Republikaner Pr&auml;sident Joe Biden dr&auml;ngen, eine noch h&auml;rtere Gangart gegen&uuml;ber Kubas Regierung einzuschlagen, haben eine Reihe von Demokraten gefordert, die jahrzehntealte Blockade und die versch&auml;rften Sanktionen und Beschr&auml;nkungen aus der Donald Trump-&Auml;ra aufzuheben, die zu Medikamenten- und Lebensmittelknappheit in dem Inselstaat beigetragen haben&hellip;<br>\nUnterdessen hat die United National Antiwar Coalition in einer Stellungnahme erkl&auml;rt, die j&uuml;ngsten St&ouml;rungen in Kuba h&auml;tten &ldquo;alle Merkmale einer koordinierten Kampagne, um die Grundlage f&uuml;r eine US-Intervention zu legen, nach dem Regiebuch der USA in Bezug auf Venezuela und Nicaragua sowie in L&auml;ndern wie Libyen und Syrien mit jeweils katastrophalen Effekten. Sie fallen mit einer massiven Social-Media-Offensive mit Hunderten von anonymen Konten zusammen, die &ouml;ffentliche Pers&ouml;nlichkeiten angreifen, welche Kuba verteidigen, und provokative Desinformationen, wie recyceltes Filmmaterial von Protesten in anderen L&auml;ndern, verbreiten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/07\/252477\/reaktionen-us-zu-protesten-kuba\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gegen Wahlsieg der Linken in Peru: Ultrarechte st&uuml;rmen Regierungsviertel<\/strong><br>\nLima. Am Mittwoch (14. Juli) haben sich in Perus Hauptstadt dramatische Szenen abgespielt: Anh&auml;nger:innen der Rechtskandidatin Keiko Fujimori &ndash; darunter bekannte rechtsradikale Gruppierungen &ndash; verw&uuml;steten die Innenstadt von Lima. Ihr Ziel war es, in den Pr&auml;sidentenpalast einzudringen und den amtierenden &Uuml;bergangspr&auml;sidenten Francisco Sagasti zur Ausrufung von Neuwahlen zu zwingen. Damit sollte der Amtsantritt des linken Wahlsiegers Pedro Castillo in zwei Wochen verhindert werden.<br>\nMehrere Hundert Menschen hatten sich am Nachmittag an verschiedenen Punkten im Limaer Zentrum mit dem erkl&auml;rten Ziel versammelt, das Regierungsviertel zu st&uuml;rmen. Neben Sympathisant:innen der Fujimori-Partei &ldquo;Fuerza Popular&rdquo; (Volkskraft, FP) nahmen auch rechtsradikale Gruppen wie &ldquo;La Resistencia&rdquo; (Der Widerstand), &ldquo;Los Combatientes&rdquo; (Die K&auml;mpfer), &ldquo;Los Libertadores&rdquo; (Die Befreier) und &ldquo;La Insurgencia&rdquo; (Der Aufstand) an den Aktionen teil.<br>\nUnter Einsatz von Tr&auml;nengas verhinderte die Polizei deren Vordringen in den Sitz des Pr&auml;sidenten. Daraufhin zerst&ouml;rten Protestierende die Einrichtungen anliegender Gesch&auml;fte und Restaurants. Zudem wurden mehrere &Uuml;bergriffe auf Journalist:innen registriert, mindestens ein:e Reporter:in wurde verletzt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/07\/252472\/peru-rechte-stuermen-regierungsviertel\">Amerika 21<\/a>\n<p><strong>Dazu: Pedro Castillo offiziell zum Pr&auml;sidenten von Peru erkl&auml;rt (Telesur)<\/strong><br>\nPerus Nationale Wahljury gab am Montag (19. Juli)  die offiziellen Ergebnisse der Pr&auml;sidentschaftswahlen 2021 bekannt und erkl&auml;rte Pedro Castillo zum Pr&auml;sidenten von Peru.<br>\nDie Partei Peru Libre gewann mit 8 836 380 Stimmen, was mindestens 50,1 Prozent der Stimmen entspricht, und Fuerza Popular, die Partei der Kandidatin Keiko Fujimori, erreichte 8 792 117, was 49,8 der insgesamt g&uuml;ltigen Stimmen entspricht.<br>\nCastillo wurde anderthalb Monate nach den Wahlen, die er gegen die rechtsextreme Keiko Fujimori gewonnen hatte, zum gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten von Peru erkl&auml;rt, die seine Nominierung mit mehr als tausend Anfechtungen verz&ouml;gerte, in denen sie einen angeblichen &bdquo;Betrug&ldquo; ohne zuverl&auml;ssige Beweise anprangerte.<br>\nNachdem die letzten von Fujimori eingereichten Rechtsbehelfe f&uuml;r unbegr&uuml;ndet erkl&auml;rt wurden, billigte die Nationale Wahljury (JNE) die Ergebnisse der Abstimmung vom 6. Juni, bei der Castillo 50,12 % der g&uuml;ltigen Stimmen erhielt, ein knapper Sieg mit nur 44.263 Stimmen vor Fujimori.<br>\nVon der zentralen Colon Avenue aus versprach Castillo, das peruanische Volk an die erste Stelle zu setzen und auf Einheit, Fortschritt und Gerechtigkeit f&uuml;r das Land hinzuarbeiten. Dar&uuml;ber hinaus bat Castillo seinen Gegner Fujimori, zum Prozess der nationalen Einheit beizutragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cooptv.wordpress.com\/2021\/07\/20\/pedro-castillo-offiziell-zum-prasidenten-von-peru-erklart-telesur\/\">Co-op<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wie Westverlage die ostdeutsche Regionalpresse &uuml;bernahmen<\/strong><br>\nMit nur einer Ausnahme befinden sich alle gr&ouml;&szlig;eren ostdeutschen Regionalzeitungen im Besitz von westdeutschen Verlagen. Diese &uuml;bernahmen nach der Wende die einstigen SED-Bl&auml;tter mit fest abgesteckten regionalen Monopolen. Konkurrenz und Pressevielfalt? Fehlanzeige. [&hellip;]<br>\nDie Privatisierungen beschleunigten auch die Pressekonzentration in Deutschland. Das hei&szlig;t, dass einige wenige Verlage den Gro&szlig;teil der Medien kontrollieren, was oft mit einer Abnahme der journalistischen Vielfalt einhergeht. Oft werden auch redaktionelle Strukturen zusammengelegt. Eine Zeitung &uuml;bernimmt dann etwa Artikel einer anderen und recherchiert nicht mehr selbst.<br>\nMit ihrer schieren Gr&ouml;&szlig;e sowie dem Geld aus Westdeutschland erstickten die einstigen SED-Zeitungen auch die meisten der rund 100 neu gegr&uuml;ndeten alternativen Medien im Osten. Hatte es im Westen immer zum zentralen Ziel der Medienpolitik geh&ouml;rt, die Pressevielfalt zu bewahren, scherte man sich im Osten nicht gro&szlig; um dergleichen. [&hellip;]<br>\nDie Medienwissenschaftlerin Mandy Tr&ouml;ger sieht in der Art, wie die Westverlage in der ehemaligen DDR vorgingen und wie die alternativen Medien niedergewalzt wurden, auch einen von vielen Gr&uuml;nden daf&uuml;r, warum die politischen Verh&auml;ltnisse im Osten heute so sind, wie sie sind: &ldquo;Die Wendeerfahrung ist auch eine Erfahrung der Desillusion, besonders der Bewegung von unten, die auf so vielen Ebenen kaputt gemacht wurde. Es z&auml;hlten vor allem politische und wirtschaftliche Interessen des Westens.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/wie-westverlage-die-ostdeutsche-regionalpresse-uebernahmen\">Katapult<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Von Selbstgerechten und Gerechten<\/strong><br>\n(&hellip;) Deutschland ist tief gespalten, der gesellschaftliche Zusammenhalt zerbr&ouml;selt, das gesellschaftliche Miteinander weicht einem immer feindlicher werdenden Gegeneinander. Viele haben es verlernt, &uuml;ber Probleme mit Anstand und Respekt zu diskutieren. &bdquo;An die Stelle demokratischen Meinungsstreits sind emotionale Emp&ouml;rungsrituale, moralische Diffamierungen und offener Hass getreten.&ldquo;&hellip;<br>\nViele Sozialdemokraten und Linke jedoch schlugen sich auf die Seite der Gewinner und haben ihre einstigen W&auml;hler nicht nur verraten, sondern auch noch ver&auml;chtlich gemacht. Man denke nur an die Attit&uuml;den von Gerhard Schr&ouml;der und Joseph Fischer, als sie den deutschen Sozialstaat demolierten und Hartz IV etablierten. F&uuml;r diese neuen Linken, &bdquo;die die Seiten gewechselt haben, hat sich der Begriff des Linksliberalismus etabliert&ldquo;&hellip;<br>\n(&hellip;) Das benutzte Wort muss nicht beleidigend und Herabsetzung nicht Absicht des Sprechers sein. &bdquo;Es gen&uuml;gt, wenn ein Angeh&ouml;riger einer Minderheit etwas in den falschen Hals bekommt.&ldquo; Selbstverteidigung des Sprechers ist zwecklos, es z&auml;hlt nicht, was er gemeint hat, sondern was der Angesprochene empfindet. So helfen nur Selbstkritik und Bu&szlig;e&hellip;Transformator dieses Zeitgeistes ist die &bdquo;Identit&auml;tspolitik&ldquo;, die zum Weltbild des Linksliberalismus wurde&hellip;<br>\nDie Behauptung, es g&auml;be biologische Unterschiede zwischen Frau und Mann, ist reaktion&auml;re Ideologie und ein &bdquo;Akt diskursiver Machtaus&uuml;bung&ldquo;. Das hei&szlig;t: &bdquo;Wo es keine Wahrheit mehr gibt, hat am Ende jeder seine.&ldquo; Das postfaktische Zeitalter wurde er&ouml;ffnet&hellip;<br>\nDer Linksliberalismus widerspricht mit dem identit&auml;tspolitischen Ansatz drei Grundpr&auml;missen traditionellen linken Denkens. Erstens dem zentralen Wert der Gleichheit, der schon von der Franz&ouml;sischen Revolution 1789 herkommt: Alle Menschen m&uuml;ssen ein Recht auf gleiche Lebenschancen haben, die nicht durch Elternhaus und Herkunft vorherbestimmt sein sollen; Unterschiede, die auf Geburt und Herkunft zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, also auch Hautfarbe oder ethnische Herkunft der Vorfahren sollten ohne Bedeutung sein. Zweitens stand die Linke &bdquo;in der Tradition der Aufkl&auml;rung und setzte auf die Kraft rationaler Argumente&ldquo;. Die Identit&auml;tspolitik dagegen verwirft die Idee, eine rationale Debatte &uuml;berhaupt f&uuml;hren zu k&ouml;nnen, und &uuml;berh&ouml;ht &bdquo;diffuse Empfindungen und mimosenhaftes Beleidigtsein&ldquo;. Argumentieren wird durch Moralisieren ersetzt, der Andersdenkende wird mit Tabus bek&auml;mpft und soll ausgegrenzt werden. Drittens hatte die Linke die Menschen stets ermutigt, ihre Identit&auml;t &uuml;ber ihre soziale Stellung und ihren sozialen Aufstieg zu definieren. Die Identit&auml;tspolitik dagegen kapriziert sich auf individuelle Eigenschaften, wie Ethnie, Hautfarbe oder sexuelle Orientierung. Das war in der Vergangenheit der Ansatz der Rechten und Rassisten, die die Menschen schon immer &uuml;ber Hautfarbe und Abstammung definierten und die Aufkl&auml;rungsphilosophie bek&auml;mpften.<br>\nDer identit&auml;tspolitische Linksliberalismus konstruiert gemeinsame Interessen dort, wo es keine gibt&hellip; und spaltet dort, wo Zusammenhalt dringend notwendig ist. Indem Gemeinschaft und Gleichheit abgewertet werden, stiehlt sich der Linksliberalismus aus sozialer Verantwortung. Jedes echte Solidarsystem muss die Zahl der Einzahler und Empf&auml;nger in einer ausgewogenen Balance halten. Indem dies als reaktion&auml;r verschrien wird, stellt der Linksliberalismus mit dem vermeintlichen Ideal des Kosmopolitismus eine Erz&auml;hlung bereit, &bdquo;mittels deren sich auch Wirtschaftsliberalismus, Sozialabbau und Globalisierung als gerecht und progressiv begr&uuml;nden lassen&hellip;<br>\nDie Vorherrschaft der Selbstgerechten in der Linkspartei f&uuml;hrt auch dazu, dass die verbliebenen Gerechten den Mund halten oder fl&uuml;chten. Die Linksliberalen reagierten auf dieses Buch, indem sie ein Parteiausschlussverfahren gegen Sahra Wagenknecht anstrengten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2021\/07\/von-selbstgerechten-und-gerechten-57846.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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