{"id":74481,"date":"2021-07-21T09:27:37","date_gmt":"2021-07-21T07:27:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74481"},"modified":"2026-01-27T11:39:48","modified_gmt":"2026-01-27T10:39:48","slug":"politik-auf-kosten-der-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74481","title":{"rendered":"Politik auf Kosten der Kinder"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Man wird den Verdacht nicht los, dass die Kinder und deren Rechte offenbar auf dem kompromisslosen Koalitions-Altar geopfert wurden&ldquo;, sagt <strong>Michael Klundt<\/strong> im zweiten Teil des NachDenkSeiten-Interviews zum Thema &bdquo;Kinderrechte&ldquo; und &bdquo;Kinder in der Pandemie&ldquo;.<br>\nDer Politikwissenschaftler erkl&auml;rt, warum die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69032\">Kinderrechte<\/a> nicht in unsere Verfassung aufgenommen wurden und verdeutlicht, warum starke Kinderrechte und starke Elternrechte kein Widerspruch sind. Den ersten Teil des Gespr&auml;chs finden Sie unter <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74455\">diesem Link<\/a>. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_314\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-74481-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210721_Politik_auf_Kosten_der_Kinder_Teil_II_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210721_Politik_auf_Kosten_der_Kinder_Teil_II_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210721_Politik_auf_Kosten_der_Kinder_Teil_II_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210721_Politik_auf_Kosten_der_Kinder_Teil_II_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=74481-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210721_Politik_auf_Kosten_der_Kinder_Teil_II_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210721_Politik_auf_Kosten_der_Kinder_Teil_II_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die schweren Probleme, die gerade Kinder aus armen Familien jetzt in der Pandemie haben, kann man doch nicht trennen von der Armut, der diese Familien auch schon vor Corona ausgesetzt waren, oder? <\/strong><\/p><p>Schon vor der sogenannten Corona-Krise gab es Armut in Deutschland und besonders Kinderarmut. Schon vor dem Fr&uuml;hjahr 2020 lie&szlig; sich die soziale Benachteiligung von &uuml;ber vier Millionen Minderj&auml;hrigen als eine politisch mitzuverantwortende, strukturelle Kindeswohlgef&auml;hrdung und Kinderrechteverletzung diagnostizieren.  <\/p><p>Wer den Stand der Forschung ber&uuml;cksichtigt, muss feststellen, dass st&auml;ndige Erfahrungen von Mangel und Verzicht vor, w&auml;hrend und nach Corona mit dazu beitragen, dass sich junge Menschen, die in ihrer Kindheit Armutserfahrungen machen m&uuml;ssen, weniger wohl und weniger zugeh&ouml;rig zur Gesellschaft f&uuml;hlen.<\/p><p>Die Gefahr ist real, dass diese Kinder und Jugendlichen aufgrund ihrer Erfahrungen von Perspektivlosigkeit sich sp&auml;ter von der Gesellschaft abkoppeln werden. Auch darauf hat die Bertelsmann-Stiftung verwiesen. <\/p><p><strong>Die Bertelsmann-Stiftung hat immer mal wieder das Thema Kinderarmut aufgegriffen. Das ist l&ouml;blich, allerdings hat die Stiftung auch eine nicht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5228\">unwichtige Rolle in Sachen neoliberaler Reformen<\/a> in Deutschland gespielt. <\/strong><\/p><p>Das darf man nicht vergessen. Die von der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=bertelsmann\">Stiftung<\/a> beklagte &bdquo;zunehmende Polarisierung&ldquo; der Gesellschaft wurde auch von ihr vorangetrieben. Erinnert sei an ihre einflussreichen Konzepte zur Privatisierung, Flexibilisierung, Deregulierung und Neoliberalisierung aller gesellschaftlicher Bereiche, wie etwa Bildung und Sozialstaat. Dazu z&auml;hlten auch noch ein halbes Jahr vor Beginn der Corona-Krise Vorschl&auml;ge, die H&auml;lfte aller Krankenh&auml;user bzw. Krankenhausbetten einzusparen, womit im Fr&uuml;hjahr 2020 in Deutschland sicherlich &auml;hnliche Verh&auml;ltnisse erreicht worden w&auml;ren wie in Nord-Italien oder in New York.<\/p><p>Die bislang erh&auml;ltlichen, sp&auml;rlichen empirischen Studien zur Kinderarmut w&auml;hrend der Corona-Krise zeigen, dass sich diese soziale Polarisierung nicht etwa reduziert hat, sondern vielmehr noch deutlicher als vorher hervorscheint. Wichtig ist jedoch ganz grunds&auml;tzlich, dass Armutsanl&auml;sse wie Scheidung, Alleinerziehenden-Status, Migrationshintergrund oder sogar Arbeitslosigkeit nicht mit den zugrundeliegenden Ursachen im vorhandenen Wirtschafts- und Sozialsystem verwechselt werden. Denn eine sozial gerechte Familien- und Sozialpolitik und eine gute Bildungs-, Betreuungs- und Arbeitsmarktpolitik kann auch f&uuml;r Kinder von arbeitslosen, alleinerziehenden oder migrantischen Eltern ein armutsfreies Leben erm&ouml;glichen. Mit Abstrichen k&ouml;nnte dies selbst f&uuml;r die Corona-Pandemie gelten, welche weniger zur Ursache als zum Anlass von versch&auml;rften Verarmungsprozessen landes- und weltweit geraten ist und die darunter liegenden sozio-&ouml;konomischen sowie bildungs- und gesundheits-systemischen Ursachen zu &uuml;berstrahlen droht. Genauso problematisch wie die einseitige Kennzeichnung von Kindern als &bdquo;Armutsrisiko&ldquo; oder gar &bdquo;Armutsursache&ldquo; hat sich in der Corona-Krise die weitgehend wissenschaftlich unbewiesene Beschreibung und Behandlung von Kindern als reine &bdquo;Viren-Schleudern&ldquo; erwiesen. <\/p><p><strong>Wir h&ouml;ren immer wieder von den Sch&auml;den, die das Virus anrichtet. Sei es nun, dass Menschen sterben oder unter den Folgen eines schweren Verlaufs der Infektion leiden. Aber mit welchen Folgen haben wir es denn zu tun, wenn wir an die Kinder und Jugendlichen denken, die unter den &bdquo;Corona-Ma&szlig;nahmen&ldquo; leiden? Kommt da noch etwas auf uns zu? <\/strong><\/p><p>Nehmen wir einmal die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r P&auml;diatrische Infektiologie (DGPI) und der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Krankenhaushygiene (DGKH) vom 21. April 2021 &uuml;ber &bdquo;Hospitalisierung und Sterblichkeit von COVID-19 bei Kindern in Deutschland&ldquo;. Da hei&szlig;t es: &bdquo;Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den sch&auml;tzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1.200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (&lt; 0,01%) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (&lt; 0,00002%), sollte Anlass sein, Eltern &uuml;bergro&szlig;e Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen. In der Saison 2018\/19 wurden nach Angaben des RKI insgesamt 7.461 Kinder unter 14 Jahren mit Influenza als hospitalisiert gemeldet, 9 Kinder verstarben. Nach Angaben des Bundesministeriums f&uuml;r Verkehr und digitale Infrastruktur lag im Jahr 2019 die Zahl der durch einen Verkehrsunfall get&ouml;teten Kinder bei 55, nach Angaben der DLRG die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25. Diese Zahlen sollen und d&uuml;rfen keinesfalls gegeneinander aufgerechnet werden, m&ouml;gen aber bei der Einordnung helfen&ldquo;, so die <a href=\"https:\/\/dgpi.de\/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021\/\">Fachgesellschaften<\/a>.<\/p><p>F&uuml;r die vielen Millionen Kinder, Jugendlichen, Eltern und Gro&szlig;eltern ist diese Erkenntnis eine enorm wichtige Nachricht. Wenn man sie versteht, kann man Angst und Panik abbauen.  <\/p><p>Jeder und Jede kann sich ja mal fragen, wie oft diese bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnis &ouml;ffentlichkeitswirksam im Laufe der letzten Monate verbreitet wurde. Dem stelle man dann Darstellungen und Behandlungen von Kindern in diversen Medien als buchst&auml;blich &bdquo;die&ldquo; Viren-Verbreiter schlechthin gegen&uuml;ber. Wir erinnern uns an eine Berichterstattung, die den Eindruck erweckt hat, wenn Kinder schon nicht durch die Verbreitung des Virus ihre Gro&szlig;eltern umbringen, so h&auml;tten sie zumindest das gleiche Infektions-, Erkrankungs- und Sterberisiko wie die Erwachsenen. Sp&auml;testens in ein paar Jahren w&uuml;rden sie dann, so die Prognose, mit furchtbaren Long-Covid-Erkrankungen gehandicapt sein. Die Vertreter all dieser unbewiesenen Behauptungen mit katastrophalen Konsequenzen f&uuml;r die Freiheit und das Recht von Millionen Kindern haben bis heute nichts davon selbstkritisch hinterfragt (und konnten sich dabei auf Journalisten verlassen, die sie regelm&auml;&szlig;ig nicht mit vorhandenen empirischen Widerspr&uuml;chen und gegenl&auml;ufigen Forschungsergebnissen konfrontieren).<\/p><p><strong>Nochmal zur Ausgangsfrage: Kommt da noch etwas auf uns zu?<\/strong><\/p><p>An der Schnittstelle zwischen Bildungs- und Sozialsystemen lassen sich Konsequenzen beobachten. So berichteten verschiedene Untersuchungen, wie der Nationale Bildungsbericht 2020 f&uuml;r die BRD und der UNESCO-Weltbildungsbericht 2020, &uuml;ber eine deutlich werdende Verst&auml;rkung sozialer Ungleichheit durch Corona(-Ma&szlig;nahmen). Im Nationalen Bildungsbericht 2020 hie&szlig; es etwa, dass &bdquo;die Corona-Krise 2020 (&hellip;) die Gefahr einer weiteren Schere zwischen sozial benachteiligten und privilegierteren Kindern und Jugendlichen vor Augen gef&uuml;hrt hat&ldquo;.<\/p><p><strong>Gerade erst war davon zu h&ouml;ren, dass in den USA die Corona-Politik laut einer <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Suizidversuche-junger-Maedchen-steigen-stark-article22614707.html\">Studie<\/a> &bdquo;zu einem dramatischen Anstieg der Suizidversuche von US-Amerikanerinnen im jugendlichen Alter gef&uuml;hrt&ldquo; hat. Die Rede ist von 50 Prozent mehr Selbstmordversuchen.<\/strong><\/p><p>Zugleich &uuml;berschlagen sich ja fast die medialen Jubelmeldungen aus den (B&ouml;rsenbl&auml;ttern der) USA, dass alle wieder super happy sind, Kosmetik und Kondome wie nur was kaufen und die Gesellschaft wunderbar wieder aufbl&uuml;ht. Da sind die von Ihnen genannten Zahlen fast schon sowas wie &bdquo;Nestbeschmutzung&ldquo; und &bdquo;Spielverderberei&ldquo; und werden deshalb in unseren Medien m&ouml;glichst kleingehalten.<\/p><p>Tats&auml;chlich weisen sie auf Probleme hin, die wir auch in Deutschland beobachten. <\/p><p>Der dazu passende, dem Neoliberalismus gem&auml;&szlig;e entpolitisierende, individualisierende Ansatz der Wahrnehmung und Verarbeitung gesellschaftlicher Probleme l&auml;sst sich auch z.B. an Aussagen der Bundeskanzlerin Angela Merkel veranschaulichen. <\/p><p><strong>Welche Aussagen meinen Sie?<\/strong><\/p><p>Ich zitiere aus der Hannoverschen &bdquo;Neuen Presse&ldquo; vom 27. Mai 2021: &bdquo;Sie lasse sich nicht anh&auml;ngen, dass sie Kinder qu&auml;le, soll eine gereizte Angela Merkel in einer der endlosen L&auml;nderchefrunden gemurrt haben. Und scherzte in einem Gespr&auml;ch mit 14 Elternteilen: &sbquo;Eigentlich m&uuml;sste ich zu jedem von Ihnen nach Hause kommen und mich drei Stunden um Ihre Kinder k&uuml;mmern, damit Sie auch mal Sport machen k&ouml;nnen oder Zeit f&uuml;r etwas anderes haben&lsquo;.&ldquo; (Neue Presse v. 27.5.2021)<\/p><p><strong>Was ist Ihre Kritik an der Aussage?<\/strong><\/p><p>In ihrem Missverst&auml;ndnis der Lage und Probleme von vielen Millionen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=66984\">Kindern<\/a> und Familien wird ihr gar nicht klar, dass es weder darum geht, ihr pers&ouml;nliche Kinderqu&auml;l-Gel&uuml;ste zu unterstellen, noch sie als Haushaltshilfe oder Babysitterin einzustellen. Kaum eine Familie w&uuml;rde darauf wirklich Wert legen. Vielmehr geht es doch um die allgemeine politische Priorisierung und gesetzlich vorgeschriebene Kindeswohlvorrang-Pr&uuml;fung bei allen politischen Entscheidungen, welche (mindestens) im Laufe des letzten Jahres ziemlich in den Hintergrund getreten sind. Da reicht es dann auch nicht, nach &uuml;ber einem Jahr in Online-Konferenzen Interesse an Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Eltern, Armutsbetroffenen, &bdquo;Tafel&ldquo;-Verantwortlichen usw. zu bekunden und dann bei den notwendigen Konsequenzen und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67255\">Ma&szlig;nahmen<\/a> h&ouml;chstens zu kleckern, statt zu klotzen. Auch hier gilt die alte Fu&szlig;ball-Weisheit: Entscheidend ist auf dem Platz. <\/p><p><strong>Gerade erst ist die Aufnahme der Kinderrechte in unsere Verfassung gescheitert. <\/strong><br>\n<strong>Vorab: W&uuml;rden Sie uns bitte erkl&auml;ren, was genau Kinderrechte sind?<\/strong><\/p><p>Die Kinderrechte (z.B. auf Schutz, Leben, Nicht-Diskriminierung, Beteiligung, F&ouml;rderung, Bildung, Gesundheit usw.) der UN-Kinderrechtskonvention sind in Deutschland als Bundesgesetz f&uuml;r alle gesetzgebende, rechtsprechende und ausf&uuml;hrende Gewalt sowie f&uuml;r alle nicht-staatlichen Bereiche bindend. Das &Uuml;bereinkommen &uuml;ber die Rechte des Kindes vom 20. November 1989, die sogenannte UN-Kinderrechtskonvention, ist in Deutschland seit April 1992 in Kraft. In ihr sind Schutz-, F&ouml;rder- und Beteiligungsrechte von Kindern festgeschrieben. Die damalige Bundesfamilienministerin Angela Merkel hat sie &uuml;brigens vor 30 Jahren als Gesetz in den Bundestag mit-eingebracht. Im Zentrum der Konvention steht die Anerkennung von Kindern als eigenst&auml;ndige (Rechts-)Subjekte und damit Tr&auml;ger\/innen von Menschenrechten.<\/p><p><strong>Sie waren selbst an den Verhandlungen beteiligt, haben sich eingebracht. W&uuml;rden Sie bitte Ihre Rolle skizzieren? Was haben Sie gemacht?<\/strong><\/p><p>Zwar haben wir noch Anfang 2020 bei uns an der Hochschule Magdeburg-Stendal im Audimax des Standorts Stendal mit der parlamentarischen Staatssekret&auml;rin Caren Marks &uuml;ber den Gesetzentwurf zu Kinderrechten im Grundgesetz diskutiert und zum Thema der Corona-(Ma&szlig;nahme-)Folgen bei Kindern wurde ich im September 2020 in die Kinderkommission des Deutschen Bundestages eingeladen und auch am 31. Mai 2021 war ich Sachverst&auml;ndiger in der Anh&ouml;rung des Familienausschusses des Bundestages zu einem Teil des sogenannten Aufhol-Pakets, aber an den Verhandlungen &uuml;ber den Gesetzentwurf war ich nicht beteiligt. <\/p><p><strong>Nun sind die Verhandlungen gescheitert. Was sind die Gr&uuml;nde?<\/strong><\/p><p>Man wird den Verdacht nicht los, dass die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=62255\">Kinder<\/a> und deren Rechte offenbar auf dem kompromisslosen Koalitions-Altar geopfert wurden. Der Grund ist vermutlich der, dass sich die Regierungsfraktionen im Maskenskandal und Bundestagswahlkampf nichts mehr schenken. Damit w&auml;ren die Kinder abermals Opfer dieser Bundesregierung bzw. betriebe die Regierung erneut Politik auf Kosten der Kinder. <\/p><p>Fest steht: Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung will das Kindeswohl nicht &bdquo;vorrangig&ldquo;, sondern nur &bdquo;angemessen&ldquo; ber&uuml;cksichtigen. Au&szlig;erdem sollen die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen nur auf &bdquo;rechtliches Geh&ouml;r&ldquo; beschr&auml;nkt werden. <\/p><p>Das ist klar ein R&uuml;ckschritt zum Status Quo der seit 1992 als Bundesgesetz verankerten UN-Kinderrechtskonvention. <\/p><p>Wom&ouml;glich k&ouml;nnte der Entwurf aber auch als Ausdruck der realen Umsetzungsprobleme bei den Kinderrechten in der Corona-Krise angesehen werden. Insofern ist der im Juni von der nebenberuflichen Familienministerin und hauptberuflichen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) als gescheitert ausgerufene Gesetzentwurf zu Kinderrechten im Grundgesetz (Art. 6) tats&auml;chlich kein gro&szlig;er Schaden. <\/p><p>Allerdings h&auml;tte selbst eine auch nur symbolische Erw&auml;hnung der Kinderrechte insofern mindestens Signalwirkung gehabt, als dass die vielen Juristen und Beamten inner- und au&szlig;erhalb des Bundestages gezwungen gewesen w&auml;ren, sich wenigstens einmal w&auml;hrend der Ausbildung mit der UN-KRK auseinanderzusetzen. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die zuk&uuml;nftigen Lehrer, Erzieherinnen und Sozialarbeiter. <\/p><p><strong>Was h&auml;tte anders laufen m&uuml;ssen?<\/strong><\/p><p>Bestehende Rechtsanspr&uuml;che von <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60459\">Kindern<\/a> gegen&uuml;ber der Gesellschaft werden oft &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; vor allem auf F&uuml;rsorge und Kinderschutz reduziert und ein Ende ist nicht wirklich absehbar, eine wie auch immer aussehende sogenannte Normalisierung nach der Pandemie wird nicht per Knopfdruck m&ouml;glich sein. Somit kann hier ohne Gegensteuerung leider nur ein R&uuml;ckschritt diagnostiziert bzw. prognostiziert werden. Bedauerlicherweise droht deshalb auch bei der n&auml;chsten Ansteckungswelle eine &auml;hnlich missachtende Vorgehensweise, da nicht wirklich kritisch aufgearbeitet wurde, wie bislang mit Kindern und Jugendlichen umgegangen wurde. Somit m&uuml;ssen die Interessen von Kindern und die Kinderrechte in der Pandemie deutlicher gest&auml;rkt werden.<\/p><p>Es ist bitter zu beobachten, wie seit Jahren die Kinderrechte und die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen von politischer Seite gefeiert wurden, aber seit M&auml;rz 2020 oft selbst die minimalsten kinderrechtlichen Grundlagen weggewischt werden. Selbst die geringsten Versuche, Kinder, Jugendliche und Jugendverb&auml;nde auch nur ann&auml;hernd in Entscheidungsprozesse einzubinden, sind kaum zu erkennen.  <\/p><p><strong>Und so wird es wohl weitergehen?<\/strong><\/p><p>Trotz gegenl&auml;ufiger Impulse durch Landeskinderbeauftragte z.B. in Sachsen-Anhalt und Hessen weisen zumindest viele Indizien darauf hin. Wie die allzu selektive und &uuml;berwiegend kinderbeteiligungs-freie &Ouml;ffnung von Schulen, Kitas und Offener Jugendarbeit aufzeigte, liefen viele Ma&szlig;nahmen auch weiterhin (und dann auch w&auml;hrend des zweiten Lockdowns nach dem November 2020) auf Aussperrung und Entrechtung vieler Millionen Kinder hinaus, was ebenfalls als R&uuml;ckschritt im Verh&auml;ltnis zur ganz und gar nicht besch&ouml;nigenswerten Vor-Corona-Zeit betrachtet werden muss. <\/p><p><strong>Wie haben sich denn die Parteien positioniert?<\/strong><\/p><p>Von ganz rechts bis zuweilen auch nach links wird manchmal gemutma&szlig;t, von den einen gef&uuml;rchtet und von den anderen gehofft, dass die St&auml;rkung von Kinderrechten einer Schw&auml;chung von Elternrechten gleichk&auml;me. Dies ist ein kolossales Missverst&auml;ndnis, welches nicht versteht, dass Elternrechte an das Kindeswohl gebundene Rechte sind und kein Willk&uuml;rrecht oder Gebrauchsrecht &uuml;ber eine Sache und auch nicht (bzw. nicht mehr wie bis zur ersten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts) das Recht auf Gewalt und Misshandlung von Eltern bzw. V&auml;tern an ihnen buchst&auml;blich geh&ouml;renden oder zumindest h&ouml;rigen Objekten.<\/p><p><strong>Starke Kinderrechte und starke Elternrechte sind also kein Widerspruch?<\/strong><\/p><p>Absolut nicht. Im Gegenteil. Beide funktionieren am besten zusammen. Da wir allerdings in einer kapitalistischen Klassengesellschaft leben, verstehe ich das Misstrauen sowohl der einen wie auch der anderen, ohne deren Meinung zu teilen. Es passiert n&auml;mlich zu oft, dass einer (erwerbst&auml;tigen) Alleinerziehenden mit drei Kindern zwar nicht mit ein paar hundert Euro ausgeholfen wird, um wenigstens eine Zwei- oder Drei-Zimmerwohnung zu erhalten. Wenn diese Mutter dann unter der gesamten Belastung und Enge buchst&auml;blich zusammenbricht und eines der Kinder zu vernachl&auml;ssigen droht, ist das Jugendamt zur Stelle und die Inobhutnahme, Unterbringung bei Pflegeeltern oder gar Heimunterbringung l&auml;sst sich der Staat bis zu 5.000 Euro monatlich kosten. Wer nun die Interventionsschwelle, ab der der Staat eingreifen muss, mithilfe einer Grundgesetz&auml;nderung herabsenken will, muss sich bewusst sein, welche Implikationen das hat, solange pr&auml;ventive sozialstaatliche Hilfen und Wohnungspolitik ausgeblendet werden.<\/p><p><strong>Warum ist es offensichtlich so ein gro&szlig;es Problem, die Kinderrechte fest in unserer Verfassung zu verankern?<\/strong><\/p><p>Das frage ich mich auch manchmal, denn in fast allen Bundesl&auml;ndern und in der sogenannten EU-Grundrechte-Charta stehen sie ja bereits, ohne dass Elternrechte deshalb eingeschr&auml;nkt w&uuml;rden. <\/p><p><strong>Was w&auml;ren denn sinnvolle Ma&szlig;nahmen?<\/strong><\/p><p>Sinnvolle Ma&szlig;nahmen best&uuml;nden zun&auml;chst einmal darin, eine ehrliche Bestandsaufnahme dessen vorzunehmen, wie sich Deutschland in der Corona-Krise entwickelt hat. Viele Millionen Menschen wurden in Kurzarbeit geschickt. Durch das wegfallende Einkommen entstehen tendenziell <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=63671\">Armutslagen<\/a> und soziale Polarisierung. Durch Corona-Ma&szlig;nahmen werden die Bildungsungleichheiten noch zunehmen. Hinzu kommt, dass die in der Regel etwa 20 Prozent h&ouml;heren Einkommen der M&auml;nner wieder deutlicher an Bedeutung gewinnen und die Re-Traditionalisierung geschlechtlicher Arbeitsteilung beg&uuml;nstigt wird, gerade wenn die Kinder zuhause bleiben m&uuml;ssen. Eine Re-Privatisierung sozialer Risiken wird bef&ouml;rdert, wonach jeder seines eigenen gesundheitlichen, famili&auml;ren und gesellschaftlichen Gl&uuml;ckes Schmied sei. Dies sind eindeutige Hinweise auf einen gesellschaftlichen R&uuml;ckschritt im neoliberalen Zeitalter. <\/p><p>Dringend sind Ma&szlig;nahmen gegen Armut und zur sozialen Absicherung der Kinder und Familien zu ergreifen. Diese m&uuml;ssen allerdings deutlich &uuml;ber den Kinderfreizeitbonus und die zwei vorangegangenen Kinderboni hinausgehen. Auch die kinderrechtlichen Prinzipien des Kindeswohlvorrangs, des Schutzes, der F&ouml;rderung und vor allem der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Jugendverb&auml;nden m&uuml;ssen (wieder) aufgebaut beziehungsweise umgesetzt werden. Damit verbunden sind Ma&szlig;nahmen f&uuml;r einen pandemiegerechten Ausbau der sozialen Infrastruktur im Wohnumfeld &ndash; vor allem mittels Jugendhilfe und offener Arbeit.<\/p><p>Halbwegs aufgekl&auml;rte Staaten wie Frankreich oder D&auml;nemark haben unterdessen w&auml;hrend der Corona-Krise selbstverst&auml;ndlich beschlossen, dass Unternehmen keine Staatsgelder und Kurzarbeits-Verg&uuml;nstigungen auf Kosten der Solidargemeinschaft erhalten, wenn sie gleichzeitig noch Milliarden an Dividenden f&uuml;r ihre Hauptanteilseigner aussch&uuml;tten. Dieses Minimum an b&uuml;rgerlicher Vernunft ist in Deutschland selbstverst&auml;ndlich nicht gegeben und der medien-&ouml;ffentliche Aufschrei der Emp&ouml;rung dar&uuml;ber h&auml;lt sich ebenso in Grenzen.  <\/p><p><strong>Ist denn &uuml;berhaupt gen&uuml;gend Geld f&uuml;r diese Ma&szlig;nahmen da?<\/strong><\/p><p>Das ist es. Die Entwicklungshilfe-NGO &bdquo;Oxfam&ldquo; verdeutlicht das in ihrem Bericht zum &bdquo;Ungleichheits-Virus&ldquo; vom 25.1.2021. Darin erl&auml;utert sie erneut, wie stark die soziale Spaltung weltweit von der Corona-Krise vorangetrieben wurde: &bdquo;Das Verm&ouml;gen der (im Dezember 2020) zehn reichsten M&auml;nner der Welt ist seit Februar 2019 &ndash; trotz der Pandemie &ndash; um fast eine halbe Billion US-Dollar auf 1,12 Billionen US-Dollar gestiegen. Dieser Gewinn w&auml;re mehr als ausreichend, um die ganze Weltbev&ouml;lkerung gegen Covid-19 zu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74081\">impfen<\/a> und sicherzustellen, dass niemand durch die Pandemie in die Armut gest&uuml;rzt wird.&ldquo; (Oxfam 2021, S. 4) Zugleich weist Oxfam darauf hin, dass auch in Deutschland veritable Krisen-Gewinnler zu verzeichnen sind.  <\/p><p>Zum weiteren Nachweis der Tatsache, dass Geld genug vorhanden ist, kann man sich auch anschauen, was das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung zur sozialen (Verm&ouml;gens-)Ungleichheit in seinem Wochenbericht vom 3. Februar 2021 anhand der Erbschaften in Deutschland verdeutlicht hat. <\/p><p><strong>N&auml;mlich?<\/strong><\/p><p>Demnach hat sich in den vergangenen 20 Jahren &bdquo;das Nettoverm&ouml;gen der privaten Haushalte in Deutschland auf 13,8 Billionen Euro mehr als verdoppelt. Davon k&ouml;nnten nach Sch&auml;tzungen des DIW Berlin jedes Jahr bis zu 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt werden&ldquo; (Baresel u.a. 2021, S. 64). Diese intergenerationale Verm&ouml;gensweitergabe ohne marktwirtschaftlichen Leistungsanspruch verteilt sich nur sehr schicht- bzw. klassenspezifisch auf die Erbengeneration. <\/p><p>Deshalb ist auch das Gerede von der sogenannten Verlierer-Generation Corona mit Blick auf soziale Ungleichheit zu hinterfragen.<\/p><p><strong>Wie meinen Sie das?<\/strong><\/p><p>Nun ja, schlie&szlig;lich differieren auch die Folgen f&uuml;r die sogenannte &bdquo;Generation Corona&ldquo;, die mit der Pandemie aufwachsen muss, je nach sozialer Lage. So ist nicht allzu viel zu halten von Zwangsl&auml;ufigkeit suggerierenden Prognosen neoliberaler Bildungs&ouml;konomen, die sich bereits jetzt fast darauf festlegen wollen, wie viel Gehalt, wie viele Jahre Lebenseinkommen und wie viel Rente die sogenannte Corona-Generation alleine durch den ersten Lockdown 2020 schon verloren hat. Eine n&uuml;chterne Besch&auml;ftigung mit den Generationen, die ihre Schulabschl&uuml;sse w&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges oder w&auml;hrend der gesellschaftlichen Umbruchsphasen um 1968 oder um 1989\/90 mit ziemlich geringem Schulbesuch absolviert haben, zeigt doch sofort, dass auch die Bewertung von schulischen sowie beruflichen Qualifikationen gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen unterworfen ist. <\/p><p>In vielen Zwangs-Prognosen werden dagegen zumeist gesellschaftliche Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse ausgeblendet sowie die real existierende soziale Ungleichheit innerhalb der jeweiligen Generation. Kurz gesagt: Wer jetzt wohlhabend aufw&auml;chst sowie reich erbt und wer dann durch keine wirksamen Reichen-, Verm&ouml;gen- und Erbschaftsteuern an den Kosten der Corona-Krise beteiligt wird, kann in der Regel die praktisch alle betreffenden psychosozialen Belastungen leichter bew&auml;ltigen. Die anderen mehr als 90 Prozent der jungen Generation werden daf&uuml;r allerdings sehr hart arbeiten und daf&uuml;r sehr viel bezahlen m&uuml;ssen, wenn dies nicht durch ver&auml;nderte Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse und gerechtere Verteilungspolitik korrigiert wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Man wird den Verdacht nicht los, dass die Kinder und deren Rechte offenbar auf dem kompromisslosen Koalitions-Altar geopfert wurden&ldquo;, sagt <strong>Michael Klundt<\/strong> im zweiten Teil des NachDenkSeiten-Interviews zum Thema &bdquo;Kinderrechte&ldquo; und &bdquo;Kinder in der Pandemie&ldquo;.<br \/> Der Politikwissenschaftler erkl&auml;rt, warum die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69032\">Kinderrechte<\/a> nicht in unsere Verfassung aufgenommen wurden und verdeutlicht, warum starke Kinderrechte und starke<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74481\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":74485,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,167,149,209,11,132],"tags":[217,2911,3002,687,2834],"class_list":["post-74481","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-familienpolitik","category-gesundheitspolitik","category-interviews","category-strategien-der-meinungsmache","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-kinderarmut","tag-kinderrechte","tag-klundt-michael","tag-ungleichheit","tag-virenerkrankung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/shutterstock_1688524393.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74481"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74481\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80805,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74481\/revisions\/80805"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/74485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}