{"id":74509,"date":"2021-07-22T08:41:45","date_gmt":"2021-07-22T06:41:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509"},"modified":"2021-07-22T08:41:45","modified_gmt":"2021-07-22T06:41:45","slug":"hinweise-des-tages-3907","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h01\">Das &laquo;Get&ouml;se&raquo; um Virusvarianten und abstruses Testen (1)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h02\">Gesundheits&ouml;konomie: Kaputte Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h03\">Neuer H&ouml;chststand: Vernachl&auml;ssigung, Gewalt, Missbrauch &ndash; das Kinderleid im Corona-Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h04\">Trockener Staatshaushalt, &uuml;berschwemmte St&auml;dte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h05\">Warnsystem Cell Broadcast: Die b&uuml;rokratische Verh&ouml;hnung des 21. Jahrhunderts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h06\">Rohstofflieferant f&uuml;r die EU-Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h07\">Laschets Skandale: Das Ende des Teflon-Kandidaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h08\">Gestammel, Ausfl&uuml;chte, Worth&uuml;lsen: Warnungen vor der Flut? Pressekonferenz der Regierung wird zur Bankrotterkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h09\">Spionagesoftware: Markt au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h10\">&bdquo;Mach blo&szlig; keinen &Auml;rger!&ldquo; Pizza-Lieferdienst Domino&rsquo;s feuert Fahrer wegen Nachfragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h11\">Hubertus Heil und das deutsche Arbeitsrecht erleben ihr Gorillas-Fiasko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h12\">Rezension: &ldquo;Ami go home!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h13\">Hayeks Erben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74509#h14\">Das Allerletzte: &ldquo;Impfteam gut angenommen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das &laquo;Get&ouml;se&raquo; um Virusvarianten und abstruses Testen (1)<\/strong><br>\nEine Frage zum Testen: Gegenw&auml;rtig sind die Infektionszahlen so niedrig, dass unter etwa 1000 getesteten Personen nur sehr wenige positiv sind. Ist es unter diesen Umst&auml;nden sinnvoll, asymptomatische Personen zu testen, zum Beispiel in Schulen?<br>\nMassentestungen von asymptomatischen Personen bei so geringer Inzidenz sind, mit Verlaub, nur eine Verschwendung von Steuergeldern. Bei so tiefen Inzidenzen wie jetzt finden Sie fast nur Personen, bei denen der Test f&auml;lschlicherweise positiv ist. Es geht aber noch unsinniger &hellip;<br>\nJa?<br>\nV&ouml;llig abstrus ist gegenw&auml;rtig das routinem&auml;ssige Testen von geimpften Personen. Ich weiss von Spit&auml;lern in Deutschland, die ihre vollst&auml;ndig geimpften Mitarbeiter zweimal w&ouml;chentlich mit einem Schnelltest untersuchen. Da finden Sie praktisch nur noch falsch-Positive. Die m&uuml;ssen dann in Quarant&auml;ne gehen. So entstehen unn&ouml;tige Kosten und Personalnot. Und es ist ein Schlag ins Gesicht derer, die motiviert waren, sich impfen zu lassen.<br>\nSollte man die Reiser&uuml;ckkehrer aus den &laquo;Variantenrisikogebieten&raquo; testen?<br>\nJedenfalls nicht, wenn diese Variante im Land sowieso schon omnipr&auml;sent ist wie jetzt Delta. In Deutschland beispielsweise lag der Anteil der infizierten Personen mit Delta-Variante in verschiedenen Bundesl&auml;ndern bei 15 bis 25 Prozent. Es waren pro Woche 600 bis 800 F&auml;lle, mit einer Verdopplungszeit von sieben bis zehn Tagen. Nur etwa 100 dieser F&auml;lle waren importiert. In dieser Situation die asymptomatischen Reiser&uuml;ckkehrer aus Grossbritannien zu testen, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/das-getoese-um-virusvarianten-und-abstruses-testen-1\/\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: &laquo;Es wird keine Herdenimmunit&auml;t geben&raquo; (2)<\/strong><br>\nBeh&ouml;rden, Politiker, Medien und Experten sprechen oft vom Ziel der &laquo;Herdenimmunit&auml;t&raquo;. Sie haben sich 15 Jahre lang mit Pandemien besch&auml;ftigt. Wann wird diese Herdenimmunit&auml;t erreicht, Herr St&ouml;hr?<br>\nEs wird keine Herdenimmunit&auml;t geben! Herdenimmunit&auml;t ist nur von Bedeutung, wenn eine Erkrankung eliminiert werden soll. Das kann bei SARS-CoV-2 jedoch nicht gelingen. Richtig w&auml;re aber, eine hohe Impfdichte bei den Vulnerablen zu erreichen, idealerweise weit &uuml;ber den avisierten 85 Prozent.<br>\nAlso geht es nicht darum, die gesamte Bev&ouml;lkerung zu 85 Prozent durchzuimpfen?<br>\nEine Impfung f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung, beginnend mit den H&ouml;chstrisikopersonen bis zu den Kindern, w&auml;re das Ideal f&uuml;r das Durchmachen der &laquo;Erstinfektion&raquo;. Allerdings gibt es leider keinen Impfstoff f&uuml;r Kinder, dessen Nutzen das Risiko &uuml;berwiegt. Da aber 99,9 Prozent der Todesf&auml;lle in unserer Region bei den &uuml;ber 50-J&auml;hrigen auftreten, sollte diese Gruppe sich auf jeden Fall impfen lassen. Darauf sollte sich eine Impfkampagne konzentrieren, die die Krankheitslast im Visier hat. Die darunter liegenden Altersgruppen k&ouml;nnen auch noch profitieren. Aber: Je j&uuml;nger, desto n&auml;her bewegt man sich an die Grenze, wo das Risiko der Impfung den Nutzen &uuml;berwiegt.<br>\nWor&uuml;ber wird aus Ihrer Sicht noch zu wenig informiert?<br>\nOh je &hellip; Wo fangen wir da an? Es ist zum Beispiel noch nicht allen klar, dass sich alle Personen, die nicht geimpft sind, in der n&auml;heren Zukunft mit SARS-CoV-2 infizieren werden. Und auch nicht, dass die Impfung je nach Alter die bessere Alternative f&uuml;r die Erstinfektion ist und dass Impfung nicht automatisch bedeutet, dass man nicht erkrankt oder das Virus nicht weitergeben kann. Und dass alle Menschen nach der Erstinfektion oder der Impfung &uuml;ber kurz oder lang unausweichlich mit SARS-CoV-2 Kontakt haben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/es-wird-keine-herdenimmunitaet-geben-2\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gesundheits&ouml;konomie: Kaputte Pflege<\/strong><br>\nVorabdruck. Zur Profiterzielung zugerichtet. &Uuml;ber die verheerenden Folgen der Privatisierung des Gesundheitssystems<br>\nAm kommenden Freitag, den 23. Juli, erscheint im Hamburger Atrium-Verlag das Buch &raquo;Pflege in der Krise&laquo; des Journalisten David Gutensohn. Wir ver&ouml;ffentlichen daraus mit freundlicher Genehmigung des Verlags das erste Kapitel &raquo;Wie Gesundheit zum Gesch&auml;ft wurde&laquo;. (jW)<br>\nW&auml;hrend einer meiner Recherchen zu Krankenh&auml;usern in Deutschland bin ich auf folgende Meldung in der Wirtschaftswoche gesto&szlig;en: &raquo;Die Anlagetipps der Woche. Asklepios &ndash; Gesunde Rendite.&laquo;&sup1; Asklepios ist der zweitgr&ouml;&szlig;te Klinikkonzern des Landes und erh&ouml;ht der Meldung zufolge seinen Anteil am Konkurrenten, den R&ouml;hn-Kliniken. Jahresumsatz der Rh&ouml;n-Kliniken: 1,3 Milliarden Euro, die Rendite liegt bei fast 14 Prozent. Asklepios hingegen macht eine Rendite von 10,4 Prozent und will weiterwachsen. &raquo;Finanziell w&auml;ren Zuk&auml;ufe kein Problem. &shy;Asklepios erwirtschaftet mit seinen mehr als 150 Kliniken deutlich steigende Gelder aus dem laufenden Gesch&auml;ft&laquo;, schreiben die Autoren. W&auml;hrend &ouml;ffentliche Krankenh&auml;user &raquo;unter knappen Kassen&laquo; leiden w&uuml;rden, seien private Kliniken hochprofitabel. Allein in den vergangenen f&uuml;nf Jahren sei der Umsatz um ein Drittel gestiegen. Deshalb sei &shy;Asklepios einer der interessantesten Anleiheschuldner &uuml;berhaupt. Ohnehin gilt der Gesundheitssektor als eine gute Wette. Auch die Unternehmensberatung McKinsey bezeichnet Kliniken als &raquo;einmalige Gelegenheit&laquo; f&uuml;r Investitionen. Im Schnitt k&ouml;nne man damit eine Rendite von 13 bis 15 Prozent erzielen.&sup2; Der Gesundheitssektor &uuml;bertreffe damit alle anderen Sektoren, so McKinsey.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/406699.gesundheits%C3%B6konomie-kaputte-pflege.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neuer H&ouml;chststand: Vernachl&auml;ssigung, Gewalt, Missbrauch &ndash; das Kinderleid im Corona-Jahr<\/strong><br>\nMehr als 60.000 Kinder und Jugendliche waren 2020 von Vernachl&auml;ssigung sowie psychischer und k&ouml;rperlicher Gewalt betroffen, so viele wie nie zuvor. Und das Dunkelfeld d&uuml;rfte noch deutlich gr&ouml;&szlig;er sein. Zumindest eine gute Nachricht gibt es aber.<br>\nWarnungen vor einer Zunahme der h&auml;uslichen Gewalt gegen Kinder im Corona-Lockdown hat es im vergangenen Jahr viele gegeben. Jetzt sind die Bef&uuml;rchtungen zur Gewissheit geworden.<br>\nSeit Einf&uuml;hrung der entsprechenden Statistik im Jahr 2012 haben die Jugend&auml;mter in Deutschland noch nie so viele Kindeswohlgef&auml;hrdungen festgestellt wie im Corona-Jahr 2020. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch bekannt gab, waren im vergangenen Jahr fast 60.600 Kinder und Jugendliche betroffen, das sind neun Prozent mehr als im Jahr 2019. Schon in den beiden Vorjahren war die Zahl der Kindeswohlgef&auml;hrdungen um jeweils zehn Prozent gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article232648389\/Vernachlaessigung-Gewalt-Missbrauch-das-Kinderleid-im-Corona-Jahr.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trockener Staatshaushalt, &uuml;berschwemmte St&auml;dte<\/strong><br>\nDas tragische Ausma&szlig; der Flutkatastrophe ist auch eine Konsequenz der desastr&ouml;sen Sparpolitik der letzten Jahre. Daraus sollten wir die richtigen Lehren ziehen.<br>\nDie Flutkatastrophe ist eine Trag&ouml;die. Das Ausma&szlig; dieser Trag&ouml;die wurde aber durch schlechte Politik bedingt. Es sollte die Politik nicht &uuml;berraschen, dass Starkregenereignisse, wie wir sie jetzt schmerzvoll erlebt haben, auf uns zukommen &ndash; und dass sie wegen des Klimawandels noch h&auml;ufiger und heftiger auf uns zukommen werden. Die Wissenschaft warnt seit Jahren davor und macht Vorschl&auml;ge, wie wir uns besser auf solche Katastrophen vorbereiten k&ouml;nnen.<br>\nGleichzeitig warnen auch Organisationen des Katastrophenschutzes wie etwa das Technische Hilfswerk oder das Deutsche Rote Kreuz (DRK) immer wieder davor, dass bei ihrer eigenen Ausstattung dringender Handlungsbedarf besteht. Im Jahr 2019 hatte die DRK-Pr&auml;sidentin Gerda Hasselfeldt die Ausstattungsm&auml;ngel in einem Pressestatement ganz offen benannt und zugegeben, dass das DRK nicht ausreichend auf Naturkatastrophen wie &Uuml;berschwemmungen vorbereitet sei, weshalb sie massive Investitionen vom Bundesinnenministerium forderte. Abgesehen von einigen Ad-hoc-Anpassungen f&uuml;r die Corona-Pandemie ist seither wenig passiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/flut-uberschwemmung-deutschland-klimawandel-katastrophenschutz-kosten-investitionsstau-schulden\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>dazu: Die n&auml;chste FLUTKATASTROPHE verhindern!<\/strong><br>\nWas hat das Ausma&szlig; der Flutkatastrophe mit der Wirtschaftspolitik der letzten Jahre zu tun? Welche Rolle spielen klamme Kassen in den Kommunen oder der massive Investitionsstau? Warum wurden Warnungen vom Deutschen Roten Kreuz vor &Uuml;berschwemmungen und Hochwasser ignoriert? Und was k&ouml;nnen wir daraus lernen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=clmZ6Cp37E4\">Geld f&uuml;r die Welt &mdash; Maurice H&ouml;fgen via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warnsystem Cell Broadcast: Die b&uuml;rokratische Verh&ouml;hnung des 21. Jahrhunderts<\/strong><br>\nWarum gibt es in Deutschland das zuverl&auml;ssige Katastrophen-Warnsystem Cell Broadcast nicht? Das hat drei niederschmetternde Gr&uuml;nde: l&auml;cherlichen Geiz, peinliche Parteipolitik der CDU und t&ouml;dliche Besserwisserei. [&hellip;]<br>\nDie erste ist die vielleicht bitterste und unversch&auml;mteste f&uuml;r ein so reiches Land wie Deutschland. Es handele sich bei Cell Broadcast, Zitat vom Chef des zust&auml;ndigen Bundesamts f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsschutz und Katastrophenhilfe, um eine &raquo;extrem teure Technik&laquo;. N&auml;mlich, bitte festhalten: 20 bis 40 Millionen Euro. Angesichts der Menschenleben, aber auch angesichts der Tatsache, dass fr&uuml;here Information meist geringeren Schaden bedeutet, ist dieses &raquo;extrem teuer&laquo; eine Bizarro-Farce. Wieder einmal w&auml;re also eine digitale Infrastruktur daran gescheitert, dass sich Deutschland unter Merkel kollektiv einbildete, die Zukunft herbeisparen zu k&ouml;nnen.<br>\nDie zweite Antwort entspricht der digital-politischen Zumutung, die man schon w&auml;hrend der Pandemie aus der ersten Reihe beobachten konnte. Tats&auml;chlich ist es in Deutschland verboten, Menschen ohne ihre vorherige Zustimmung Botschaften zu senden. Daher h&auml;tte es eine Verordnung geben m&uuml;ssen. Daf&uuml;r aber fehlte laut Bundesknallminister Andreas Scheuer bisher &raquo;der politische Wille an mancher Stelle&laquo;. Die kryptische Formulierung soll nat&uuml;rlich Unionskollegen sch&uuml;tzen, aber l&auml;sst sich leicht aufl&ouml;sen. Die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r die notwendigen, an die Telekommunikationsunternehmen gerichteten Gesetzesgrundlagen liegt beim Wirtschaftsministerium. So etwas aber vorzuschreiben, sagte ein Insider schon im M&auml;rz 2020 zum Thema Cell Broadcast in der Coronapandemie, entspreche nicht der &raquo;Philosophie des Wirtschaftsministeriums&laquo;.<br>\nDie dritte Antwort geh&ouml;rt bei den meisten Problemen des Landes in die erste Reihe der Begr&uuml;ndungen. Es handelt sich um die deutsche Amtshybris, alles besser zu wissen als alle anderen. [&hellip;]<br>\nDie EU hatte ein verbindliches Warnsystem per Cell Broadcast bis 2022 einf&uuml;hren wollen. Deutschland aber dr&auml;ngte auf eine Ausnahme und bekam sie. EU-Staaten k&ouml;nnen festlegen, dass ihre eigenen Warnsysteme so gut seien wie Cell Broadcasts. Konkret erkl&auml;rte die Bundesregierung offenbar ernsthaft, mit Apps, Durchsagen im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk und Sirenen &auml;hnlich effektiv zu sein wie Cell Broadcasts. Ist diese Behauptung noch Hybris oder schon grob fahrl&auml;ssige Inkaufnahme von Toten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/cell-broadcast-deutschlands-buerokratische-verhoehnung-des-21-jahrhunderts-kolumne-a-6fd98f51-201e-4d43-897a-feed75b18f65\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rohstofflieferant f&uuml;r die EU-Energiewende<\/strong><br>\nMit einer Einigung zwischen Washington und Berlin kommt der jahrelange transatlantische Machtkampf um die Erdgasleitung Nord Stream 2 zu einem vorl&auml;ufigen Ende. Die Einigung, die gestern Abend bekanntgegeben wurde, gr&uuml;ndet implizit auf dem US-Verzicht auf Sanktionen gegen deutsche Unternehmen bez&uuml;glich Nord Stream 2. Im Gegenzug sagt die Bundesregierung zu, die Ukraine bei ihrer Eingliederung in die EU-Lieferketten f&uuml;r Rohstoffe der Energiewende aktiv zu f&ouml;rdern; dazu wird sie 175 Millionen US-Dollar in einen &ldquo;Gr&uuml;nen Fonds f&uuml;r die Ukraine&rdquo; einzahlen und weitere private Investitionen f&ouml;rdern. Schon seit l&auml;ngerer Zeit ist im Gespr&auml;ch, in der Ukraine mit Wind- und Solarenergie &ldquo;gr&uuml;nen&rdquo; Wasserstoff als Energietr&auml;ger herzustellen und ihn durch die ukrainischen Erdgaspipelines nach Westen zu leiten. Die EU plant in dem Land zudem den Abbau von Rohstoffen wie Lithium, die etwa zur Produktion von Batterien f&uuml;r Elektroautos in gro&szlig;en Mengen ben&ouml;tigt werden. Jenseits der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine will Berlin die gegen Russland gerichtete Drei-Meere-Initiative st&auml;rker f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8665\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Laschets Skandale: Das Ende des Teflon-Kandidaten<\/strong><br>\nSeit seinem verungl&uuml;ckten Auftritt im Flutgebiet ist Armin Laschet so stark unter Druck wie noch nie in diesem Wahlkampf. Dabei ist seine Regierungszeit in NRW von Skandalen gepr&auml;gt. Sie gingen nur spurlos an ihm vor&uuml;ber &ndash; bislang.<br>\nDas Krisenmanagement in der Flut. Der Corona-Ausbruch bei T&ouml;nnies. Ein skandalumwittertes Umweltministerium. Die R&auml;umung des Hambacher Forsts. Ein unb&uuml;rokratischer Masken-Deal mit dem Partnerunternehmen seines Sohnes. Die Lockerungskampagne einer PR-Agentur. Ein gel&ouml;schter WDR-Beitrag. Gebrochene Wahlversprechen.<br>\nEs g&auml;be viel &uuml;ber Armin Laschet, den Kanzlerkandidaten der Union, zu berichten. Nat&uuml;rlich ist das auch geschehen. Seit Jahren titeln gr&ouml;&szlig;ere und kleinere Medien zu den Skandalen, die der Ministerpr&auml;sident und seine Landesregierung in Nordrhein-Westfalen fast wie am Laufband produzieren. Vor allem im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland sind sie kaum aus der Berichterstattung wegzudenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/id_90430104\/die-skandale-von-armin-laschet-das-ende-des-teflon-kandidaten.html\">t-online<\/a>\n<p><strong>dazu: Laschet ging nach Flut-Warnung auf Reisen &ndash; Minister muss einr&auml;umen: &bdquo;Ereignis war abzusehen&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Als noch die Sonne schien &hellip;&ldquo;: Armin Laschets NRW-Regierung war lange vor dem Hochwasser gewarnt &ndash; und sieht weiterhin keine &bdquo;gro&szlig;en grunds&auml;tzlichen Probleme&ldquo;. Die Emp&ouml;rung w&auml;chst.<br>\nUnions-Kanzlerkandidat Armin Laschet* ger&auml;t nach der Flutkatastrophe in NRW zunehmend in die Defensive &ndash; nicht nur aufgrund seiner kurzzeitigen Heiterkeit bei einem sehr ernsten Ortstermin*: Berichten zufolge war seine Landesregierung bereits fr&uuml;hzeitig &uuml;ber die Gefahren informiert. Dennoch ging der Wahlk&auml;mpfer auf Reisen. Einen zentralen Krisenstab gab es in dem Bundesland auch bis Montag nicht.<br>\nZugleich ger&auml;t eine immer gr&ouml;&szlig;ere Zahl an Aussagen des Ministerpr&auml;sidenten und seiner Minister ins Visier. Es scheint, als sei beim Krisenmanagement in D&uuml;sseldorf einiges schiefgelaufen. In der Kommunikation. Und, der wesentlich schwerwiegendere Vorwurf, auch beim Schutz der Bev&ouml;lkerung. Laschets Innenminister Herbert Reul (CDU*) erkl&auml;rte am Montag dennoch, es seien &bdquo;keine grunds&auml;tzlichen Probleme&ldquo; bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/laschet-armin-hochwasser-nrw-warnungen-krisenstab-cdu-soforthilfen-erftstadt-reul-zr-90870250.html\">Merkur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gestammel, Ausfl&uuml;chte, Worth&uuml;lsen: Warnungen vor der Flut? Pressekonferenz der Regierung wird zur Bankrotterkl&auml;rung<\/strong><br>\nEs sind wichtige Fragen dieser Flutkatastrophe: Wann wurde die Bundesregierung gewarnt? Und warum funktioniert die Warninfrastruktur nicht? Diese Fragen sollte eine Bundespressekonferenz kl&auml;ren. Sie wurde zum Fiasko f&uuml;r die Regierung.<br>\nMontag, Bundespressekonferenz. Auf dem Podium sitzen unter anderem Lisa Herzog, Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums, und Sascha Lawrenz, Sprecher des Innenministeriums. Sie sollen endlich dringende Fragen der Flutkatastrophe kl&auml;ren: Wann wurde die Regierung durch das Europ&auml;ische Flutwarnsystem (Efas) gewarnt? Und was wurde mit der Warnung gemacht?<br>\nFragen, auf die sich die Sprecherin des Verkehrsministeriums gut h&auml;tte vorbereiten k&ouml;nnen. Denn seit einigen Tagen berichten Medien dar&uuml;ber, dass die Regierung fr&uuml;hzeitig durch das Efas gewarnt wurde. Auch &uuml;ber die Details sind Fakten bekannt. Und auch &uuml;ber die dazugeh&ouml;rige Meldekette h&auml;tte sich die Sprecherin informieren k&ouml;nnen.<br>\nIhre Antworten werden zum Offenbarungseid. Zur Aneinanderreihung von Gestammel, Ausfl&uuml;chten und Worth&uuml;lsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/gestammel-ausfluechte-worthuelsen-wann-wurden-sie-gewarnt-pressekonferenz-ist-die-bankrotterklaerung-der-regierung_id_13512482.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Spionagesoftware: Markt au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nFirmen weltweit verdienen viel Geld mit digitalen Instrumenten zur &Uuml;berwachung. Trotz internationaler Forderungen zeigen viele L&auml;nder wenig Ehrgeiz, die Gesch&auml;fte zu reglementieren.<br>\nUnter Autokraten ist Spionagesoftware eine beliebte Ware, etwa um Oppositionelle, kritische Journalisten oder Menschenrechtler auszuspionieren und zu unterdr&uuml;cken. Diese digitalen Waffen sind einfach zu beschaffen. Die Staaten m&uuml;ssen keine eigenen Systeme entwickeln. Etliche Firmen weltweit bieten modernste &Uuml;berwachungstechnologien zum Kauf an.<br>\nMit Hilfe der Programme k&ouml;nnen fremde Computer oder Handys ausgelesen oder der Standort ermittelt werden. Manche erm&ouml;glichen es auch, das Mikro oder die Kamera unbemerkt vom Nutzer einzuschalten und so das Ger&auml;t als Wanze zu benutzen. Auch automatische Gesichtserkennungen funktionieren immer zuverl&auml;ssiger. Der Markt mit diesen Technologien ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Experten gehen von einem Milliarden-Gesch&auml;ft aus.<br>\nBereits 1995 warnte die britische B&uuml;rgerrechtsorganisation Privacy International vor der Entwicklung. Sie listete damals bereits mehr als 150 Firmen in ihrem Bericht auf, die Geld mit &Uuml;berwachungstechnologie verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/spaeh-software-pegasus-markt-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Mach blo&szlig; keinen &Auml;rger!&ldquo; Pizza-Lieferdienst Domino&rsquo;s feuert Fahrer wegen Nachfragen<\/strong><br>\nDoch zu Hause beim Lesen der Vertragsdokumente sei er stutzig geworden, sagt Rothe. In einem Zusatzdokument zum Arbeitsvertrag, das dem Tagesspiegel vorliegt, hei&szlig;t es: &bdquo;Es werden f&uuml;r die Fahrerkasse pro Tour 0,35 Euro abgegeben.&ldquo; Die Besch&auml;ftigten sollten also einen Teil ihres Mindestlohn-Gehalts von damals 9,50 Euro an die Firma zur&uuml;ckzahlen. Rothe fragt: &bdquo;Wie kann es sein, dass Personen, die zum Mindestlohn t&auml;tig sind, Abgaben zahlen m&uuml;ssen? Und wof&uuml;r &uuml;berhaupt?&ldquo;<br>\nEr habe den Schichtleiter am n&auml;chsten Tag darauf angesprochen. Die Antwort: Es handle sich um eine &bdquo;Trinkgeldpauschale&ldquo;. Die Fahrenden m&uuml;ssten einen Teil ihres Trinkgeldes abgeben an die Servicekr&auml;fte im Laden. Das sei doch nur gerecht, habe der Schichtleiter gesagt.<br>\nDoch David Rothe kam das seltsam vor. Er sprach mit den Servicekr&auml;ften. &bdquo;Die hatten davon noch nie etwas geh&ouml;rt&ldquo;, sagt er, und demzufolge auch nie Geld bekommen. Sie h&auml;tten ihm aber auch geraten, blo&szlig; keinen &Auml;rger zu machen.<br>\nDavid Rothe rechnet vor: &bdquo;An meinem ersten Tag habe ich zwanzig Touren geschafft, musste also sieben Euro in diese Kasse einzahlen. Dabei habe ich nur drei Euro Trinkgeld bekommen. Die restlichen vier Euro musste ich also aus eigener Tasche zahlen.&ldquo;<br>\nEr habe sich die Handynummer des Chefs geben lassen, um sich bei ihm zu erkundigen. Der Schichtleiter habe gesagt: &bdquo;Wenn du den fragst, wirft er dich raus.&ldquo; Er habe das f&uuml;r einen Scherz gehalten, sagt Rothe und sch&uuml;ttelt mit dem Kopf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/mach-bloss-keinen-aerger-pizza-lieferdienst-dominos-feuert-fahrer-wegen-nachfragen\/27432258.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hubertus Heil und das deutsche Arbeitsrecht erleben ihr Gorillas-Fiasko<\/strong><br>\nEr will Pr&auml;senz im Wahlkampf zeigen, das ist das Eine. Und sein Auftritt soll ein politisches Signal senden: n&auml;mlich dass sich die Politik m&uuml;ht, neue Gesch&auml;ftsmodelle zu regulieren. Doch sein Auftritt zeigt, wie schwierig das wird.<br>\nHeil will sich einen &Uuml;berblick &uuml;ber den Konflikt verschaffen und beide Seiten h&ouml;ren. Nutzen die Fahrer ihre eigenen Fahrr&auml;der? Und wie schwer sind die Rucks&auml;cke mit den Lebensmitteln? Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung habe ihm zuvor versichert, dass es nie mehr als zehn Kilogramm seien. Die Fahrer lachen laut, als sie das h&ouml;ren.<br>\nZehn Kilo w&uuml;rden regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berschritten. Sie sind unzufrieden, dass Heil erst mit ihren Chefs sprach und nicht zuvor ihre Vorw&uuml;rfe anh&ouml;rte. Sie k&ouml;nnen mit seinen Vorschl&auml;gen nur wenig anfangen: Viele von ihnen sind nur wenige Monate in Deutschland, etwa als &bdquo;Work and Travel&ldquo;-Touristen. Sich derart zu organisieren ist vielen zu aufwendig. Die klassische deutsche Gesetzgebung, so wirkt es, trifft auf neue Konflikte, die sich dadurch nur begrenzt regeln lassen. Das gesteht Heil denn auch ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article232633281\/Gorillas-Hubertus-Heil-und-das-deutsche-Arbeitsrecht-erleben-ihr-Gorillas-Fiasko.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rezension: &ldquo;Ami go home!&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Ami go home&rdquo;? Das ist nicht der Titel, den man auf einem Buch eines Autors wie Stefan Baron erwartet h&auml;tte. Baron, studierter &Ouml;konom, im Laufe seiner beruflichen Karriere unter anderem als Finanzkorrespondent des &ldquo;Spiegel&rdquo;, Chefredakteur der &ldquo;WirtschaftsWoche&rdquo; und zuletzt noch als globaler Kommunikationschef der Deutschen Bank t&auml;tig, will seine Schrift denn auch auf gar keinen Fall als &ldquo;antiamerikanisch&rdquo; verstanden wissen. Der Publizist, der &uuml;ber Jahre dem Board of Trustees des American Institute for Contemporary German Studies angeh&ouml;rte und bis heute &uuml;ber gute Beziehungen in die Vereinigten Staaten verf&uuml;gt, befasst sich in seinem Werk mit den gro&szlig;en, historischen Verschiebungen in den globalen Kr&auml;fteverh&auml;ltnissen, die die Gegenwart pr&auml;gen, mit dem Aufstieg Chinas und dem Bem&uuml;hen der USA, die Volksrepublik niederzuhalten, um ihre globale Dominanz zu wahren. Konsequenz ist eine gef&auml;hrliche Zuspitzung des Konflikts, dessen &Uuml;bergang in einen Dritten Weltkrieg, wie Baron konstatiert, dringendst verhindert werden muss. Das Anliegen treibt ihn zu scharfer Kritik am gegenw&auml;rtigen Zustand der Vereinigten Staaten und zu Vorschl&auml;gen, wie die Eskalation des transpazifischen Machtkampfs zu verhindern sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8664\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hayeks Erben<\/strong><br>\nDer Erfolg des Rechtspopulismus wird h&auml;ufig als Gegenreaktion auf den Neoliberalismus gedeutet. Eine Spurensuche entlang seiner ideologischen Wurzeln beweist jedoch das Gegenteil.<br>\n&Uuml;ber das letzte halbe Jahrzehnt hat sich hartn&auml;ckig das Narrativ gehalten, im Rechtspopulismus zeige sich eine Art Widerstand der Bev&ouml;lkerung gegen den Neoliberalismus. Letzterer wird oft als Marktfundamentalismus umschrieben oder auch als der Glaube, dass alles auf dem Planeten ein Preisschild hat; dass Grenzen obsolet sind; dass die Weltwirtschaft die Nationalstaaten ersetzen sollte; und dass das menschliche Leben auf einen Zyklus von Geld verdienen, ausgeben, leihen und sterben reduzierbar ist.<br>\nDie &raquo;neue&laquo; Rechte bringt dagegen den Glauben an &raquo;das Volk&laquo;, die nationale Souver&auml;nit&auml;t und die Bedeutung der Kultur in Stellung. W&auml;hrend die etablierten Parteien nun W&auml;hlerstimmen verlieren, scheinen die Eliten, die den Neoliberalismus aus Eigeninteresse gef&ouml;rdert haben, nun die Fr&uuml;chte der Ungleichheit und demokratischen Entmachtung zu ernten, die sie selbst ges&auml;t haben.<br>\nAber diese Geschichte ist falsch. Bei genauerem Hinsehen k&ouml;nnen wir erkennen, dass zentrale Fraktionen der aufstrebenden Rechten in Wirklichkeit mutierte Spielarten des Neoliberalismus sind. Schlie&szlig;lich haben die Parteien, die als &raquo;rechtspopulistisch&laquo; bezeichnet werden, nie als Racheengel agiert, die ausgesandt wurden, um die wirtschaftliche Globalisierung zu zerschlagen. Sie haben keine Pl&auml;ne zur Z&uuml;gelung des Finanzwesens, zur Wiederherstellung eines goldenen Zeitalters der Arbeitsplatzsicherheit oder zur Beendigung des Welthandels. Die Forderungen der Rechtspopulisten nach Privatisierung, Deregulierung und Steuersenkungen &auml;hneln im Gro&szlig;en und Ganzen denen, die f&uuml;hrende Politikerinnen und Politiker weltweit in den letzten drei&szlig;ig Jahren propagiert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/hayeks-erben-rechtspopulismus-neoliberalismus-neue-rechte-sarrazin-brexit-globalisten-populisten-mont-pelerin-society\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Allerletzte: &ldquo;Impfteam gut angenommen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Aufr&auml;umarbeiten in den Hochwassergebieten schreiten voran. Derweil r&uuml;ckt auch die Corona-Pandemie wieder mehr in den Fokus. Deshalb war in Ahrweiler heute ein mobiles Impfteam im Einsatz.\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210722-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210722-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/SWRAktuell\/photos\/a.225453950826673\/4407051969333496\/%20\">SWR Aktuell via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bei diesem Bild fehlen einem wirklich die Worte. Offenbar hat &bdquo;Corona&ldquo; die Priorit&auml;ten einiger Journalisten bereits so weit verschoben, dass in einer Parallelwelt leben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-74509","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74509","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=74509"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74509\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74512,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/74509\/revisions\/74512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=74509"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=74509"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=74509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}